Umzug ins Seniorenheim

Der Umzug in ein Seniorenheim ist ein sensibles Thema. Das geliebte Haus oder die langjährige Wohnung aufzugeben und sich einzugestehen, dass es Probleme bereitet oder in näherer Zukunft Probleme bereiten könnte, allein zu leben und zurechtzukommen ist ein großer Schritt – nicht nur für die Betroffenen selbst, auch für die Angehörigen, die die Entscheidung unterstützen. Zum Glück gibt es für ältere Menschen verschiedene Möglichkeiten, betreut und umsorgt zu wohnen. Das klassische Seniorenheim ist nur eine davon. So gibt es immer mehr Senioren-WGs oder Mehrgenerationenhäuser mit Betreuung. Im Folgenden möchte ich aber vor allem Tipps und Ratschläge zum Umzug in eine „klassische“ Senioreneinrichtung wie Seniorenresidenz, Pflegeheim, Altenheim und Seniorenheim geben.

Leben im Seniorenheim

Zu keiner Zeit zuvor konnten Senioren ihr Leben so lange unabhängig und aktiv gestalten. Dennoch kommt früher oder später der Zeitpunkt, an dem es immer schwerer fällt, sich selbst zu versorgen. Und nicht in jeder Familie besteht die Möglichkeit, dass sich die jüngere Generation um Eltern oder Großeltern kümmert – sei es aufgrund räumlicher Entfernung oder weil die Berufstätigkeit keine Zeit für eine ausreichende Betreuung lässt. Wer im fortgeschrittenen Alter aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr alleine oder mit Partner und/oder Familie leben kann oder möchte, der kann in einer betreuten Wohnform ein neues Zuhause finden. Hier ist zwischen Einrichtungen, die die Möglichkeit bieten selbstbestimmt mit Betreuung zu wohnen oder mit der Rundumversorgung eines Altersheims zu unterscheiden. Oftmals finden sich in Seniorenheimen Kombinationen aus beiden Modellen, so dass einfach die Betreuung einem eventuell gewachsenen Bedarf angepasst werden kann, ohne dass man noch einmal einen Umzug auf sich nehmen muss. Viele Seniorenheime bieten heutzutage individuelle Einzimmerappartements oder sogar Wohnungen innerhalb einer barrierefreien Wohnanlage.

Tipp: In manchen Seniorenheimen darf man für einen gewissen Zeitraum Probewohnen. Dies erleichtert die Entscheidung für oder gegen eine Einrichtung.

Den Umzug vorbereiten

Im Idealfall überlegt man sich schon bevor es so weit ist, welche Wohnform man sich im Alter vorstellen kann und spricht offen mit Familie und Angehörigen über seine Vorstellungen und Wünsche oder trifft sogar schon eine Auswahl an Einrichtungen, in denen man sich vorstellen könnte zu leben. So sind alle Beteiligten zumindest seelisch rechtzeitig darauf vorbereitet, was zu tun ist, wenn die Zeit für den Umzug ins Seniorenheim gekommen ist, und die wichtigsten Angelegenheiten sind unter Dach und Fach. Doch auch dann bleibt im Fall der Fälle noch einiges zu tun und zu bedenken.

Was kann und will ich mir leisten?

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt beim Thema Umzug ins Seniorenheim, der vor dem Umzug geklärt werden muss, ist natürlich die Finanzierung. Was übernimmt die Krankenkasse? Welche Kosten muss ich selber tragen? Wichtige Fragen mit sehr individuellen Antworten. Hier ergeben sich zum Teil allein erhebliche Unterschiede anhand der Unterbringungsart vollstationäre Heimunterbringung oder betreutes Wohnen. Zum Punkt Finanzierung ist daher rechtzeitig die Krankenversicherung oder Pflegeversicherung zu kontaktieren. Auch die Leitung der Senioren- bzw. Pflegeeinrichtung und der Sozialdienst können diesbezüglich beraten und weiterhelfen.

Was kann ich mitnehmen?

In einer Einrichtung für betreutes Wohnen wird man zumindest einen Teil seiner eigenen Möbel mitbringen können. In einem Pflegeheim benötigt man eventuell nur ein paar persönliche Gegenstände, da die wichtigsten Möbel wie Bett, Schrank, Tisch und Stühle im Zimmer bereits vorhanden sind. In den allermeisten Fällen wird man seinen Haushalt jedoch zumindest deutlich verkleinern und daher gründlich aussortieren müssen. Hier heißt es: rechtzeitig vor dem Umzug mit der Organisation und Planung beginnen. Hierfür muss man zunächst mit dem Seniorenheim klären, was man mitbringen soll, kann und darf. Darüber hinaus heißt es, rechtzeitig mit dem Ausmisten beginnen. Können dabei Familie und Freunde helfen? Andernfalls muss rechtzeitig ein Umzugsunternehmen, das als Service auch Haushaltsauflösungen anbietet, organisiert werden. Und was geschieht mit den Sachen, die nicht mehr gebraucht werden? Was wird innerhalb der Familie weitergegeben? Was wird gespendet? Und welche Gegenstände haben ihre besten Tage hinter sich und müssen auf den (Sperr-)Müll?

Formalitäten erledigen

Bei einem Umzug gibt es immer eine Menge mehr oder weniger lästiger Formalitäten zu erledigen. Zunächst muss der Mietvertrag für die alte Wohnung rechtzeitig gekündigt werden. Wer ein eigenes Haus besitzt, sollte vor dem Umzug ins Seniorenheim klären, was daraus werden soll. Wird es vermietet? Oder den Kindern überschrieben? Des Weiteren müssen Abos gekündigt oder umgemeldet, Strom- und Gasanbieter müssen über den Umzug informiert werden. Telefon- und Kabelanschluss sollten rechtzeitig gekündigt werden. Man muss sich überlegen, welche Versicherungen man weiterhin benötigt und auch hier gegebenenfalls „ausmisten“. Zu guter Letzt müssen spätestens kurz nach dem Umzug die Behörden über den neuen Wohnsitz informiert werden, und die neuen Kontaktdaten müssen an Banken und Co weitergegeben werden.

Umzugsunternehmen beauftragen

Vielleicht gibt es im Verwandten- oder Freundeskreis Unterstützung beim Kistenpacken, jemanden der den Umzugswagen fährt und fleißige Helfer beim Ein- und Ausladen. Doch auch in diesem Fall müssen rechtzeitig ein geeigneter Wagen sowie Kisten und Kartons besorgt werden. In allen anderen Fällen gilt es zeitig vor dem Umzug ein geeignetes Umzugsunternehmen zu finden. Am besten lässt man sich hier von verschiedenen Unternehmen Kostenvoranschläge geben, um das günstigste Angebot zu bekommen.

Lies zum Thema Umzugsunternehmen auch unseren ausführlichen Artikel Umzug für Senioren Teil 2: Das richtige Umzugsunternehmen aussuchen.

Du siehst: Es gibt viel zu tun und viel zu beachten vor dem einschneidenden Umzug ins Seniorenheim. Darum hier zusammenfassend noch einmal unsere praktische Checkliste:

Checkliste Umzug ins Seniorenheim

  • Pflegegrad beantragen
  • Ggf. Antrag auf Kostenübernahme für eine vollstationäre Unterbringung bei der Pflegeversicherung einreichen
  • Finanzierung prüfen und sichern. Gegebenenfalls Hilfe zur Pflege für eine zusätzliche Finanzierung beantragen)
  • Pflegeversicherung bzw. Krankenversicherung über den Umzug in die Senioreneinrichtung informieren
  • Ggf. Mietvertrag kündigen

Hinweis: Ein Sonderkündigungsrecht bei einem Umzug ins Pflegeheim gibt es nicht, auch nicht in akuten Fällen. Aber eventuell gibt es im Mietvertrag eine Nachmieterklausel, die das Stellen eines Nachmieters und damit ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Mietvertrag erlaubt. Oder der Vermieter ist bereit einen Aufhebungsvertrag auszuhandeln.

  • Umzugsunternehmen beauftragen bzw. Hilfe für den Umzug durch Angehörige oder Freunde organisieren. Manche Umzugsunternehmen sind auf Seniorenumzüge spezialisiert und/oder bieten einen umfassenden Service inklusive Haushaltsauflösung an.
  • Findet der Umzug mit Hilfe eines Umzugsunternehmens statt, lohnt es sich, verschiedene Unternehmen zu vergleichen und Kostenvoranschläge einzuholen.
  • Mit Heimleitung besprechen, welche Möbel und Gegenstände mitgebracht werden können/dürfen und dementsprechend den Haushalt auflösen bzw. aussortieren
  • Ggf. um den Verbleib von Haustieren kümmern (in manche Einrichtungen dürfen Haustiere auch mitgebracht werden)
  • Verträge und Versicherungen: ggf. Daueraufträge für Stromanbieter, Telefon etc. kündigen, Kabelanschluss, Telefonanschluss o.ä. kündigen. Darüber hinaus sollte man prüfen, welche Versicherungen man in der Senioreneinrichtung noch benötigt und überflüssige Versicherungen ebenfalls kündigen. Manche Versicherungen übernimmt auch das Seniorenheim. Hier sollte man sich also auch rechtzeitig informieren.

Tipp: Wird der Umzug ins Seniorenheim als Wohnumfeldverbessernde Maßnahme akzeptiert, bezuschusst die Krankenversicherung ggf. Umzug und möglicherweise anfallende Renovierungskosten.

  • Ummeldeformalitäten: Auch an die Mitteilung der Adressänderung bei Behörden, Bank, Versicherungen sollte man rechtzeitig denken. Für eine Übergangszeit kann auch ein Nachsendeantrag bei der Post sinnvoll sein.

Seniorenumzug bei der Steuer absetzen

Wer im Alter aufgrund gesundheitlicher Probleme in ein Seniorenheim umzieht, kann verschiedene Posten steuerlich geltend machen. Dazu gehören:

  • Ummeldekosten
  • Kosten für den Auf- und Abbau von Haushaltsgeräten
  • Kosten für Trinkgelder und Verpflegung der Umzugshelfer (sowohl bei privaten als auch bei professionellen Helfern)
  • Kosten für Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung

Mieterschutzbund – Hilfe gegen den eigenen Vermieter

Wenn Du Dich der Willkür Deines Vermieters hilflos ausgeliefert fühlst, dann kann der Mieterschutzbund Dir unter Umständen weiterhelfen. Ob es nun um zu hohe Betriebskosten oder eine scheinbar ungerechtfertigte Mieterhöhung geht, zunächst einmal ist es wichtig, dass Du nichts unterschreibst, was Dein Vermieter Dir vorlegt, bevor Du nicht den Rat der Experten eingeholt hast. Ich möchte Dir an dieser Stelle also verraten, was der Mieterschutzbund e.V., der inzwischen in vielen deutschen Städten vertreten ist, für Dich im Problemfall tun kann.

Das kann der Mieterschutzbund für Dich leisten

Ob es nun um den Kampf gegen eine Kündigung geht, die Du nicht für gerechtfertigt hältst, oder Dir Dein Vermieter Deine Miete mehr als angemessen erhöhen möchte, mit dem Mieterschutzbund kannst Du Dir echte Experten auf diesem Gebiet als Unterstützung an Deine Seite holen. Denn mit folgenden Themen beschäftigen sich die Mitarbeiter der verschiedenen Mieterschutzbände in vielen Städten Deutschlands besonders oft:

Vor allem, da Du als Laie das aktuelle Mietrecht wahrscheinlich kaum überblicken kannst, ist ein Experte an Deiner Seite Gold wert. Dabei musst Du eine Mitgliedschaft eingehen, um die Beratung durch den Mieterschutzbund in Anspruch nehmen zu können. Die Anmeldung ist zum Beispiel auf der Mieterschutzbund e.V. Webseite möglich. Neben einem einmaligen Aufnahmebetrag, fällt darüber hinaus eine jährliche Gebühr für die Mitgliedschaft an. Am besten meldest Du Dich noch vor Deinem Umzug in die neue Wohnung an, um Teil dieser Solidargemeinschaft zu werden. Dann bist Du von Anfang an abgesichert, falls es zu Problemen kommen sollte. Allerdings solltest Du bedenken, dass die Gesetzgebung in Deutschland vorsieht, dass Dich der Mieterschutzbund e.V. nicht vor Gericht vertreten kann. Wenn Du also auf Nummer sicher gehen willst, kann es hilfreich sein, wenn Du zusätzlich auch noch eine Rechtschutzversicherung abschließt, die dann einen großen Teil der anfallenden Kosten, wenn nicht gar alle Rechtskosten, abdeckt.

Die Vorteile einer Mitgliedschaft beim Mieterschutzbund e.V.

Der Mieterschutzbund übernimmt eine Reihe von Aufgaben für seine Mitglieder. Wenn es um Deine Heiz- und Nebenkostenabrechnung sowie eine mögliche Mieterhöhung geht, kann Dich der eingetragene Verein beraten. Somit kannst Du leichter feststellen, ob diese Dinge ihren rechten Gang gehen oder Du Dich doch besser bezüglich dieser Sache an einen Anwalt wenden solltest. Auch wenn Du ganz allgemeine Fragen zum Thema Mietrecht hast, kannst Du Dich an den Mieterschutzbund und seine fachkundigen Mitarbeiter vor Ort wenden. Es erfolgt eine kompetente und umfassende Beratung durch sehr gut ausgebildete Rechtsexperten, die Dich, wie bereits angesprochen, jedoch nicht bei Gericht vertreten können. Einmalig fertigt der Mieterschutzbund für Dich zudem Kopien oder Abschriften des Schriftverkehrs an, den Du mit Deinem Vermieter oder den zuständigen Behörden geführt hast. Auch auf eine Unterstützung bei der Durchsetzung deiner Mängelbeseitigungsansprüche kannst Du neben den folgenden Vorteilen bauen, sodass sich eine Mitgliedschaft beim Mieterschutzbund e.V. für viele Mieter durchaus bezahlt macht.

  • Hilfe bei Kündigungen
  • Hilfe bei Kautionsrückzahlungen
  • Interessensvertretung gegenüber den Behörden, dem Vermieter, usw.
  • persönliche Beratung vor Ort, per Telefon oder schriftlich
  • zeitnahe Reaktion des Mieterschutzbundes auf Deine Anliegen
  • kostenloser Schriftverkehr mit Behörden, Vermietern sowie anderen Institutionen

Modernisierung Teil 2: Mieterhöhung nach der Modernisierung

Im ersten Teil der Artikelserie „Modernisierung“ hast Du bereits erfahren, was unter dem Begriff zu verstehen ist, wie diese abläuft und wann Du als Mieter Einspruch gegen Modernisierungsmaßnahmen einlegen kannst. Mit der Modernisierung geht nämlich nicht nur während der Bauarbeiten viel Aufwand einher, zum Beispiel zeitlicher oder finanzieller Art, sondern auch danach kann es als Mieter ungemütlich werden: Der Vermieter darf nämlich nach Modernisierungsarbeiten bis zu elf Prozent ihrer Kosten auf Deine jährliche Miete umschlagen.

Vermieter hat Recht auf Mieterhöhung

Grundsätzlich steht dem Vermieter nach Modernisierungsmaßnahmen das Recht auf eine Mieterhöhung zu. Allerdings gibt es auch hier einige wichtige Regeln zu beachten. Der Vermieter darf die Miete nämlich nur dann erhöhen, wenn die Umbauarbeiten

  • zur Einsparung von Energie beitragen,
  • zur Wassereinsparung beitragen,
  • eine nachhaltige Wohnungsverbesserung nach sich ziehen oder
  • im Rahmen einer energetischen Modernisierung stattgefunden haben (nur, wenn durch die Baumaßnahmen tatsächlich Endenergie eingespart wurde).

Nur in einem dieser drei Fälle darf der Vermieter eine Mieterhöhung aufgrund der Modernisierung vornehmen. Es gibt also eine Vielzahl an Bauarbeiten oder Verbesserungen in den Wohnräumen, die gesetzlich nicht unter den Begriff der Modernisierung fallen und für welche der Vermieter demnach auch keine höhere Miete ansetzen darf. Dazu gehören zum Beispiel

Häufig werden im Rahmen des Umbaus aber direkt Modernisierungsmaßnahmen mit weiteren Bauarbeiten verknüpft. In diesem Fall darf der Vermieter nur diejenigen anteiligen Kosten in die Mieterhöhung einrechnen, die tatsächlich in den Bereich der Modernisierung fallen. Hierzu ein Beispiel: Dein Vermieter lässt die Wärmedämmung der Außenwände erneuern und verputzt anschließend das Haus neu. So musst Du als Mieter nur eine Mieterhöhung für die Energiesparmaßnahme in Kauf nehmen, nicht aber für den neuen Putz.

Örtliche Vergleichsmiete oder Modernisierungsmieterhöhung?

Interessant ist auch, dass der Vermieter frei entscheiden darf, ob er aufgrund des jetzt höheren Wertes der modernisierten Wohnung eine Mieterhöhung anhand der örtlichen Vergleichsmiete vornimmt, oder aber eine sogenannte Modernisierungsmieterhöhung. Für die Erhöhung anhand der örtlichen Vergleichsmiete muss er allerdings im Voraus Deine Zustimmung einholen. Und auch eine Mieterhöhung aufgrund der Modernisierung muss rechtzeitig angekündigt werden:

Ankündigungspflicht bei der Mieterhöhung

Wird aufgrund einer Modernisierungsmaßnahme die Miete erhöht, so muss der Vermieter dies rechtzeitig ankündigen. Das geschieht in der Regel schriftlich. Neben der Ankündigung der Mieterhöhung muss er diese zudem begründen, sie für den Vermieter verständlich berechnen und gegebenenfalls die jeweiligen Kostenanteile abziehen, welche auf Erhaltungsmaßnahmen entfallen. Legst Du als Mieter anschließend keinen Widerspruch ein, gilt dies als Zustimmung zu der Mieterhöhung und sie tritt zu Beginn des dritten Monats ein, nachdem Du die Erklärung des Vermieters über die Mieterhöhung erhalten hast. Findet die Mitteilung zu spät statt, so verlängert sich die Frist auf sechs Monate. Selbiges gilt für tatsächliche Mieterhöhungen, welche die angekündigte um mehr als zehn Prozent überschreiten.

Muss Du als Mieter die Mieterhöhung akzeptieren?

Nach Erhalt der Mitteilung über die Mieterhöhung hast Du bis zum Ende des darauf folgenden Monats Zeit, um Widerspruch einzulegen. Diesen Widerspruch musst Du begründen, damit er anschließend geprüft werden kann. Prinzipiell musst Du Mieterhöhungen im zulässigen Rahmen aber akzeptieren, sofern sie für Dich keine unzumutbare Härte darstellen, wenn Du die Miete also nach der Erhöhung nicht mehr bezahlen könntest. Berücksichtigt werden dabei sowohl die Miet- und Betriebskosten für die Wohnräume als auch Deine finanzielle Situation und Dein Einkommen. Im Fokus steht dann immer der Interessensausgleich zwischen Mieter und Vermieter. In der Regel wird also nach einem bezahlbaren Kompromiss gesucht.

Sonderkündigungsrecht des Mieters bei Mieterhöhung

Kündigt der Vermieter im Zuge der Modernisierung eine Mieterhöhung an, hast Du als Mieter ein Sonderkündigungsrecht. Von diesem kannst Du bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Eintreffen der Ankündigung Gebrauch machen. Kündigen kannst Du dann jeweils zum Ende des übernächsten Monats. Eine eventuelle Mieterhöhung hast Du in diesem Fall bis zu Deinem Auszug nicht mehr zu bezahlen. Davon abweichende Regelungen im Mietvertrag werden automatisch ungültig.

Mietkaution Teil 1: Höhe, Regeln und Rechte

Bei dem Umzug in eine Mietwohnung fordert der Vermieter in der Regel die Hinterlegung einer Mietkaution. Je nach Höhe der Miete, sind das hunderte oder gar mehrere tausend Euro. Für viele Mieter ist die Kaution daher einer der größten Kostenfaktoren bei einem Umzug. Nicht jeder kann sich so eine üppige Mietkaution leisten und wenn doch, so gibst Du bestimmt nicht gerne so viel Geld aus der Hand, ohne zu wissen was schlussendlich damit passiert. Ich erkläre Dir deshalb heute im ersten Artikel zur Mietkaution, wofür diese ist, welche Regeln der Vermieter zu beachten hat und welche Deine Rechte als Mieter sind.

Wofür ist eigentlich so eine Mietkaution?

Die Mietkaution stellt für den Vermieter eine finanzielle Sicherheit dar. Solltest Du irgendwann einfach Deine Miete nicht mehr bezahlen, beim Auszug Nebenkostenschulden hinterlassen oder die Wohnung in einem renovierungsbedürftigen Zustand zurückgeben, kann der Vermieter diese Unkosten durch die Mietkaution auffangen.

Musst Du zwingend eine Mietkaution hinterlegen?

Nein! Prinzipiell handelt es sich bei der Mietkaution um eine freiwillige Leistung. Als Mieter bist Du nicht dazu verpflichtet, allerdings steht es dem Vermieter dann natürlich frei, die Wohnung an einen anderen Mieter zu vergeben. In der Regel hast Du daher keine große Wahl, wenn es um die Hinterlegung der Mietkaution geht. Zudem verlangt heutzutage beinahe jeder Vermieter eine Kaution. Sinn macht es da eher, über die Höhe oder Art der Kaution zu verhandeln. Welche Alternativen es zur Mietkaution gibt, erfährst Du im zweiten Artikel dieser Reihe.

Ist die Höhe der Kaution gesetzlich geregelt?

Hinsichtlich der Höhe der Mietkaution gibt es keine festgesetzte Regel. Was es jedoch gibt, ist die Obergrenze von drei Nettokaltmieten. Das bedeutet, Dein Vermieter darf für die Mietkaution jeden Betrag zwischen null Euro und drei Nettokaltmieten verlangen. Darunter zu verstehen ist lediglich die im Mietvertrag festgehaltene Kaltmiete für Deine angemieteten Wohnräume, exklusive Neben- oder Sonderkosten. Bei Verträgen mit reiner Angabe der Warmmiete, muss der „warme“ Kostenanteil geschätzt und herausgerechnet werden. Hast Du zu viel bezahlt, kannst Du den Restbetrag zurückverlangen. Steigen im Laufe der Jahre, in welchen Du die Mietwohnung nutzt, die Mietpreise, musst Du Deine Kaution nicht erhöhen. Es gilt die Nettokaltmiete zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung.

Ist eine Ratenzahlung möglich?

Drei Monatskaltmieten? Die hat man nicht immer gleich zur Hand und das ist auch absolut nicht ungewöhnlich. Du hast deshalb gemäß §551 Abs. 2 BGB das Recht, die Mietkaution in drei gleichen Monatsteilbeträgen zu entrichten. Bespreche dies im Voraus mit Deinem Vermieter und sorge dafür, dass eine entsprechende Klausel im Mietvertrag festgehalten ist.

Wird die Mietkaution zurückgezahlt?

Als reine Kautionszahlung muss Dir der Vermieter beim Auszug die Mietkaution natürlich zurückzahlen. Hierfür hat er bis zu sechs Monate Zeit, um noch eventuell ausstehende Nebenkostenabrechnungen abzuwarten oder Forderungen aus Schäden einzureichen. Findet die Betriebskostenabrechnung nur einmal jährlich durch den Versorger statt, so hat der Vermieter eine Frist von sogar zwölf Monaten für die Rückzahlung. Allerdings darf er dann nicht die volle Kaution einbehalten, sondern lediglich einen geschätzten Anteil für die noch ausstehenden Kosten. Wenn Du, um dies zu vermeiden, einfach die letzten Monate vor der Kündigung keine Miete mehr zahlst, verletzt Du übrigens Deine Vertragspflichten und musst im schlimmsten Fall mit einer Klage rechnen. Andersherum steht Dir aber auch der Klageweg offen, wenn der Vermieter die Kaution zu lange, als zu hohen Betrag oder schlichtweg ohne Berechtigung einbehält.

Wann darf der Vermieter die Mietkaution einbehalten?

Viele Mieter haben Angst davor, dass der Vermieter nach ihrem Auszug einfach die ganze oder einen Teil der Mietkaution einbehält, ohne ausreichende Gründe. Merke Dir deshalb: Der Vermieter darf die Kaution auch über die Fristen hinaus nur dann ganz beziehungsweise anteilig einbehalten, wenn

  • Du Mietschulden bei ihm hast.
  • noch Zahlungen für Betriebskosten, Nebenkosten oder sonstige Schulden beim Vermieter ausstehen.
  • dem Vermieter Schadensersatz, Nutzungsausfallentschädigungen oder Prozesskostenerstattungsansprüche zustehen.
  • Du Schäden an der Wohnung verursacht hast.

Gerade der letzte Fall führt aber häufig zu Streit. Welche Schäden sind als normale Abnutzungen anzusehen? Für welche bist Du überhaupt verantwortlich? Deshalb ist es ungemein wichtig, dass Du beim Einzug ein Übergabeprotokoll erstellst und jeden Schaden Deines Vormieters unverzüglich meldest. Zudem solltest Du die Klausel im Mietvertrag zu den Schönheitsreparaturen unbedingt genauestens lesen. Hier ist geregelt, welche Pflichten Du beim Auszug hast, welche Schäden beseitigt werden müssen und welche Renovierungsarbeiten Du zu leisten hast. Alle wichtigen Informationen hierzu findest Du im Artikel „Schönheitsreparaturen – Was ist beim Auszug Pflicht?“.

Ist der Vermieter im Recht und findet Schäden, für deren Beseitigung Du verantwortlich bist, so muss er Dir erst einmal eine angemessene Frist für die Nachbesserung einräumen. Nur wenn Du dieser nicht nachkommst, kann er Deine Mietkaution dafür aufwenden, den Schaden professionell beheben zu lassen. Einbehalten darf er aber auch dann nur den geschätzten Anteil der Mietkaution, zum Beispiel anhand eines Kostenvoranschlages von einem Handwerker. Nach sechs Monaten ist die Frist für eine Nachbesserung verjährt. Hat der Vermieter also sechs Monate nach der Schlüsselübergabe noch keine Schäden beanstandet, musst Du diese auch nicht mehr beseitigen und er darf die Kaution nicht verrechnen.

Was, wenn die Mietkaution unrechtmäßig einbehalten wird?

Leider tritt genau der Grund, aus welchem viele Mieter die Hinterlegung einer Kaution fürchten, relativ häufig ein: Der Vermieter behält unter einem unberechtigten Vorwand die Mietkaution oder einen Teil davon ein. In diesem Fall musst Du die Rückzahlung der Kaution schriftlich und mit einer festgesetzten Frist zurückfordern. Stelle die Forderung am besten per Einschreiben zu, damit Du ihren Eingang beim Vermieter später vor Gericht nachweisen kannst. Reagiert der Vermieter darauf nicht, kannst Du ihm einen Mahnbescheid zustellen. Führt dies immer noch nicht zum Erfolg, bleibt Dir leider nur noch der Weg zum Anwalt. Wähle unbedingt einen Fachanwalt für Mietrecht.

Was passiert eigentlich mit der Kaution währen der Mietdauer?

Du weißt nun, wann Du die Mietkaution zu zahlen hast und wann Du sie zurückfordern kannst. Doch was passiert eigentlich in den Monaten, Jahren oder Jahrzehnten zwischen Ein- und Auszug mit der Mietkaution? Solltest Du fünf, zehn oder zwanzig Jahre in der Mietwohnung leben, ergibt sich dadurch doch ein finanzieller Nachteil für Dich, oder? Tatsächlich ist der Vermieter in der Pflicht, ein entsprechendes Mietkautionskonto zu eröffnen. Er darf die Mietkaution also nicht einfach auf sein privates Konto überweisen und sich an den Zinsen bereichern. Er kann entweder von dem Mieter verlangen, selbst ein solches Konto zu eröffnen, oder dies selbst übernehmen und muss dem Mieter dann einen entsprechenden Nachweis erbringen. Das Guthaben, also die Mietkaution, muss auf dem Konto zudem in „üblicher“ Höhe verzinst werden. Diese Zinsen werden Dir beim Auszug ebenfalls ausgezahlt. Vernachlässigt der Vermieter diese Pflicht, macht er sich der Veruntreuung strafbar. Dennoch: Bei derzeit üblichen Zinssätzen von unter einem Prozent und einer Inflationsrate von rund zwei Prozent machst Du auf Dauer Verlust. Hättest Du das Geld zur Verfügung, könntest Du es eventuell zu besseren Zinsen oder in einer lukrativeren Anlageform vermehren.

Es lohnt sich also durchaus einmal über eine Alternative zur Mietkaution nachzudenken. Allerdings sind diese in der Regel auch nicht kostenlos, manchmal sogar auf lange Sicht deutlich teurer. Aber mehr dazu erfährst Du im zweiten Teil der Artikelserie „Mietkaution“.

Beim Umzug selber putzen Teil 4: Putztipps für Deinen Bodenbelag

Nach den ersten drei Teilen meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“ hast Du nun bereits ein strahlendes Bad und eine saubere Küche. Nun stehen eigentlich in den Wohnräumen nur noch das Staubwischen und die Böden an – und schon bist Du fertig. Je nach Bodenbelag, musst Du aber zu unterschiedlichen Hilfsmitteln greifen, um ihn strahlend sauber zu reinigen. Ich erkläre Dir heute kurz und praxisnah, wie Du die vier häufigsten Bodenbeläge in Wohnungen putzen kannst.

Der pflegeleichte Laminatboden

Laminatböden sind in Mietwohnungen besonders häufig zu finden, da sie als sehr robust und pflegeleicht gelten. Moderne Materialien sorgen zudem für einen hochwertigen Look und so manches Laminat sieht einem echten Parkett- oder auch Dielenboden zum Verwechseln ähnlich. Auch die Reinigung des Laminats ist kinderleicht:

Schritt 1: Staubsaugen

Grobe Verschmutzungen entfernst Du erst einmal mit dem Staubsauger (im Notfall geht auch ein Besen). Kleine Steine solltest Du stets sofort aufsammeln, da diese sonst Kratzer im Laminat hinterlassen könnten.

Schritt 2: Feucht wischen

Nun kannst Du auch hartnäckigere Verschmutzungen vom Laminat entfernen, indem Du diesen feucht wischst. Feucht heißt aber keinesfalls nass, denn die im Laminat verarbeiteten Pressspanplatten saugen zu viel Wasser auf und quellen dadurch aus der Form. Gib daher etwas warmes Wasser auf ein Tuch und wringe es gut aus. Für besonders hartnäckige Flecken kannst Du zu einem speziellen Bodenbelagsreiniger aus dem Supermarkt oder der Drogerie greifen. Das Tuch darf nicht mehr tropfen und sollte sich nur leicht feucht anfühlen. Nach spätestens fünf Minuten sollte das Laminat wieder vollständig getrocknet sein, ansonsten hast Du zu viel Wasser verwendet.

Schritt 3: Laminat polieren

Sauber sollte das Laminat nun bereits sein. Wenn Du aber großen Wert auf einen schönen Glanz legst, kannst Du es zusätzlich noch polieren. Greife hierfür unbedingt zu einer extra Laminatbodenpflege aus dem Handel und trage eine hauchdünne Schutzschicht auf dem gesamten Boden auf. So vertuschst Du optimal kleine Kratzer, bringst den Laminatboden schön zum Glänzen und schützt ihn zugleich besser vor neuen Verschmutzungen oder Beschädigungen.

Das empfindliche Parkett

Zugegeben, so ein Echtholzfußboden sieht einfach toll aus. Leider handelt es sich dabei aber auch um einen der empfindlichsten Bodenbeläge. Je nach Art und Beschichtung des Parketts, gestaltet sich die Reinigung deshalb mehr oder weniger aufwändig. Mit der richtigen Pflege jedoch, wirst Du viele Jahre Freude an diesem langlebigen Bodenbelag haben.

Schritt 1: Staubsaugen

Auch den Parkettboden solltest Du erst einmal durch Fegen oder Staubsaugen von groben Verschmutzungen befreien.

Schritt 2: Feucht wischen

Anschließend greifst Du zum Mop oder Lappen und wischst die Oberfläche des Parkettbodens. Dieser ist bezüglich Wasser aber noch empfindlicher als der Laminatboden. Wringe den Lappen deshalb mehrmals fest aus, bis er nur noch leicht feucht ist. Auch der Parkettboden sollte nach spätestens fünf Minuten getrocknet sein. Als Reinigungsmittel verwendest Du etwas Hartholzseife für einen geölten und Lackseife für einen lackierten Parkettboden. Frage im Notfall beim Vermieter beziehungsweise Verkäufer nach um welche Art von Parkett es sich handelt.

Schritt 3: Renovierungspflege

Das Auffrischen eines Parkettbodens nennt sich Renovierungspflege. Hierbei geht es darum, die oberste, schützende Schicht des Parketts wieder herzustellen und zugleich einen tollen neuen Glanz zu erzeugen. Bei einem geölten Parkettboden greifst Du dafür zu einem Ölpflegemittel aus der Drogerie und einem speziellen Reiniger zum Entfetten des Parketts. Für einen lackierten Parkettboden hingegen, gibt es entsprechende Lackpflegemittel. Beachte stets die Gebrauchsanweisung auf der Verpackung.

Der aufwändige Teppichboden

Teppichböden sind eigentlich aus der Mode. Schon nach wenigen Jahren sehen sie nämlich häufig nicht mehr allzu schön aus, haben Flecken und an Farbkraft verloren. Und passiert doch einmal ein Missgeschick, ist der Austausch eines Teppichbodens sehr aufwändig. Ebenso die Reinigung: Um einen Teppichboden beim Einzug in die neue Wohnung strahlend sauber und vor allem hygienisch zu reinigen, musst Du folgende Tipps beachten:

Schritt 1: Flecken sofort entfernen

Eine kleine Unachtsamkeit kann ausreichen und schon ist das Rotweinglas umgekippt, das Kind ist mit den dreckigen Schuhen in die Wohnung gerannt oder die Blumenerde verstreut sich über den Teppichboden. Je schneller Du bei Flecken reagierst, desto besser stehen Deine Chancen, diese vollständig entfernen zu können. Je nach Art der Verschmutzung, solltest Du deshalb sofort zum Staubsauger oder einem trockenen Lappen greifen. Vermeide es, Flüssigkeiten durch nasses Wischen entfernen zu wollen. Hierdurch ziehen sie erst recht tief in den Teppich ein und der Fleck wird durch die Ausbreitung des Wassers nur größer. Nimm sie stattdessen mit einem trockenen Lappen auf und streue eventuell Salz auf den Fleck. Dieses saugt die Flüssigkeit auf und Du kannst es später einfach mit dem Staubsauger wieder entfernen. Ein echter Geheimtipp bei Rotweinflecken auf dem Teppich.

Schritt 2: Regelmäßige Reinigung

Ein Teppichboden rächt sich schnell, wenn Du die regelmäßige Reinigung vernachlässigst. Nur durch regelmäßiges Staubsaugen kannst Du nämlich verhindern, dass Verschmutzungen tief in den Boden einziehen. So tief, dass sie später beinahe unmöglich zu entfernen sind. Greife daher regelmäßig zum Staubsauger.

Schritt 3: Tiefliegende Verschmutzungen entfernen

Doch was, wenn der Vormieter die Pflege des Teppichbodens ein wenig vernachlässigt hat und sich hässliche Flecken oder ein matter Grauschleier auf dem Bodenbelag abzeichnen? Greife zu einem Teppichreiniger aus der Drogerie. Diese sind in der Regel als Spray oder Pulver erhältlich. Beachte die jeweilige Gebrauchsanweisung oder lasse Dich hierzu von einem Teppichfachhändler beraten. Oder aber Du mietest im örtlichen Baumarkt einen Dampfreiniger, welcher bis tief in die Fasern eindringt und den Teppich wieder zum Strahlen bringt. Die Nutzungsgebühr schwankt dabei je nach Verleiher stark.

Schritt 4: Den Teppich imprägnieren

Um den strahlend sauberen Teppich nun auch bestmöglich vor neuen Verschmutzungen zu schützen, solltest Du ihn imprägnieren. Entsprechende Produkte findest Du beim Teppichfachhändler oder in der Drogerie. Die Imprägnierung dient als schmutzabweisende und schützende Schicht und lässt Deinen Teppichboden länger schön aussehen.

Die praktischen Fliesen

Fliesen sind in fast jeder Wohnung beziehungsweise jedem Haus zu finden. Mindestens in Bad und Küche sind sie nämlich der praktischste Bodenbelag. Damit diese in neuem Glanz erstrahlen, gehst Du wie folgt vor:

Schritt 1: Staubsaugen

Auch bei der Fliesenreinigung liegt der erste Schritt natürlich im Staubsaugen beziehungsweise Fegen, damit grobe Verschmutzungen später beim Wischen nicht stören oder Schlieren hinterlassen.

Schritt 2: Nass wischen

Nun kannst Du nass wischen. Bei den Fliesen darfst Du dabei auch tatsächlich zu etwas mehr Wasser greifen als beim Laminat oder Parkett. Gib einfach etwas warmes Wasser in einen Eimer und füge Spülmittel oder Haushaltsreiniger hinzu. Wische den gesamten Fliesenboden und trockne ihn anschließend mit einem Mikrofasertuch.

Schritt 3: Fugen reinigen

Die kompliziertesten Stellen an einem Fliesenboden sind eigentlich die Fugen. Gerade hier setzen sich sehr gerne Verschmutzungen oder erste Schimmelsporen in Bad und Küche ab. Greife daher zu einer alten Zahnbürste mit besonders harten Borsten. Als Reinigungsmittel kannst Du entweder etwas Backpulver mit Zitronensaft mischen oder handelsüblichen Haushaltsreiniger verwenden. Schrubben, Schmutz- oder Reinigungsmittelreste mit einem feuchten Tuch entfernen und fertig!

Schritt 4: Dampfreinigen

Dir ist der Fliesenboden noch nicht sauber genug? Dann kannst Du auch hier zum Dampfreiniger greifen. Allerdings strapaziert dieser die Fugen zwischen den Fliesen und sollte daher nicht allzu häufig Verwendung finden. Bei Deinem Einzug ist er aber eine super Möglichkeit, alle Rückstände und Verschmutzungen der Vormieter loszuwerden.

Endlich erstrahlt Deine Wohnung im neuen Glanz und ist bereit für Deinen Einzug. Du musst Dir nun keine Gedanken mehr um Bakterien, Keime & Co machen und kannst Dich stattdessen auf Deine Einrichtung und die schönen Momente im neuen Zuhause konzentrieren.

Weitere Artikel aus der Serie „Beim Umzug selber putzen“

Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 4 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“:

Solltest du nicht selber zu Schwamm, Besen, Staubsauger oder Schrubber greifen wollen, dann könnte dich auch mein Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ interessieren.

Beim Umzug selber putzen Teil 1: Die alte Wohnung richtig hinterlassen

In meinem Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ habe ich Dir bereits erklärt, wie Du beim Putzen professionelle Unterstützung erhältst. Hast Du aber ausreichend Zeit und Lust beim Umzug selbst zu putzen, oder Du möchtest ein wenig Geld sparen, kannst Du natürlich auch eigens zu Staubwedel und Putzlappen greifen. Mit meinen praktischen Tipps und Tricks in dieser Artikelserie bist Du ruckzuck fertig und Deine Wohnung erstrahlt in Hochglanz.

Die alte Wohnung „besenrein“ hinterlassen

Im ersten Teil soll es nun erst einmal um Deine alte Wohnung gehen. Auch diese musst Du gereinigt hinterlassen. Während es in der Schweiz zum Beispiel Pflicht ist, dass der Mieter die Wohnung professionell grundgereinigt hinterlässt, gilt in Deutschland normalerweise die Klausel „besenrein“. Es sei denn, in Deinem Mietvertrag wurden abweichende Vereinbarungen getroffen. Lies deshalb vor dem Auszug unbedingt noch einmal gründlich nach. Doch was bedeutet nun eigentlich „besenrein“?

Eine „besenreine“ Wohnung bedeutet:

  • Du musst Deine alte Wohnung leerräumen
  • Du musst fegen
  • Starke Verschmutzungen müssen entfernt werden
  • Spinnweben müssen beseitigt werden (auch in Keller und Nebenräumen)
  • Einbauküche, Kühlschrank und Herd müssen gereinigt werden
  • Du musst Klebereste an Fenstern und Türen entfernen, diese aber nicht putzen
  • Teppichböden staubsaugen
  • Heizkörper wischen
  • Grobe Verschmutzungen im Bad beseitigen
  • Du musst Bad und Küche wischen

Mietvertragsabhängige Regelungen

Ob und wie gründlich Du weitere Verschmutzungen beseitigen musst, hängt jeweils von Deinem Mietvertrag ab. Bei einer vertraglichen Nichtraucherwohnung musst Du alle Spuren des Rauchens beseitigen, also zum Beispiel Ablagerungen an den Wänden. Auch Dübellöcher müssen nur entfernt werden, wenn dies explizit im Mietvertrag steht. Ähnlich verhält es sich mit Unkraut auf Terrasse und Balkon oder im Garten sowie der Tiefenreinigung von Teppichen und Gardinen.

Abnahme durch den Vermieter

Bei der Wohnungsübergabe nimmt der Vermieter die besenreine Wohnung ab und kann gegebenenfalls Nachbesserungen verlangen. Die Kosten für eine Reinigung allerdings, kann er Dir nur dann in Rechnung stellen, wenn es sich um eine zulässige Forderung gemäß den Vereinbarungen im Mietvertrag handelt und Du Dich der Reinigung oder Nachbesserung verweigerst.

Nun hast Du die alte Wohnung übergeben und kannst in Dein neues Mietobjekt ziehen. Das Problem ist: Auch hier wurde die Wohnung nur besenrein übergeben. Du möchtest die neuen vier Wände aber gewiss noch einmal richtig reinigen, bevor Du mit Möbeln & Co einziehst. Im zweiten Teil der Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“ verrate ich Dir deshalb, wie Du das Badezimmer so richtig auf Hochglanz bringst und eventuellen Bakterien den Garaus machst.

Weitere Artikel aus der Serie „Beim Umzug selber putzen“

Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 4 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“:

Solltest du nicht selber zu Schwamm, Besen, Staubsauger oder Schrubber greifen wollen, dann könnte dich auch mein Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ interessieren.

Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister

In der Regel musst Du Deine alte Wohnung bei einem Umzug „besenrein“ hinterlassen, also nicht noch einmal gründlich jeden Winkel putzen. Das Problem ist: Dasselbe gilt für den Vormieter Deiner neuen Wohnung. Und gewiss möchtest Du erst in Deine eigenen vier Wände einziehen, wenn diese vorher auch einmal gründlich gesäubert wurden. Doch Du musst vielleicht noch Schönheitsreparaturen vornehmen, den Umzug organisieren oder arbeiten und hast schlichtweg keine Lust oder keine Zeit, um selbst zu putzen. Ich zeige Dir deshalb heute, wie Du günstige und seriöse Anbieter findest, die Deine alte oder neue Wohnung so richtig auf Hochglanz bringen.

Der Klassiker: Professionelle Reinigungsunternehmen

Die Endreinigung Deiner alten oder Grundreinigung Deiner neuen Wohnung kannst Du klassisch von einer Reinigungsfirma übernehmen lassen. Diese haben in der Regel verschiedene „Pakete“ im Angebot, zum Beispiel Grundreinigung, zusätzliche Fensterreinigung oder Textilreinigung. So kannst Du gezielt auswählen, was Du an Leistungen brauchst. Lass Dir aber im Voraus ein verbindliches Angebot unterbreiten und vergleiche am besten drei bis vier verschiedene Anbieter.

Worauf achten bei einem Reinigungsunternehmen?

Eine professionelle Reinigungsfirma legt Dir in der Regel auch einen professionellen Vertrag vor. Hier können sich fiese Klauseln verstecken. Lies deshalb vor dem Unterzeichnen das Kleingedruckte und versuche es auch wirklich zu verstehen. Wichtig ist, dass der Vertrag unbedingt eine Abnahmegarantie enthält. Wieso? Durch die Abnahmegarantie kannst Du das Putzergebnis vor dem Bezahlen noch einmal überprüfen. Bist Du nicht zufrieden, muss die Reinigungsfirma entweder nacharbeiten oder Dir einen Rabatt gewähren.

So findest Du eine Reinigungsfirma

Auf der Suche nach einem Reinigungsunternehmen für Deinen Umzug fragst Du am besten erst einmal Bekannte und Freunde, ob sie bereits Erfahrungen haben oder Dir eine Firma empfehlen können. Ist dies nicht der Fall, kannst Du auch klassisch im Telefonbuch nachsehen oder eine Internetrecherche starten. Letztere bringt den Vorteil mit sich, dass auf vielen Plattformen gleich auch Bewertungen und Erfahrungsberichte von anderen Kunden einsehbar sind. Fündig wirst Du zum Beispiel über Google mit Stichwörtern, wie „Grundreinigung, Umzugsreinigung, Gebäudereinigung, Deine Stadt“ o.ä.

Die Alternative: Private Reinigungskräfte

Etwas günstiger fährst Du in der Regel mit privaten Anbietern. Privat bedeutet übrigens nicht schwarz oder illegal, sondern dass die Reinigungskraft selbständig tätig ist. Dadurch, dass kein großes Unternehmen an ihrer Arbeit mitverdient, kann sie denselben Service in der Regel deutlich günstiger anbieten. Allerdings gibt es auch hier wichtige Dinge zu beachten:

Was Du bei privaten Anbietern beachten musst

Achte unbedingt darauf, dass die private Reinigungskraft

  • korrekt angemeldet ist,
  • über eine ausreichende Versicherung verfügt und
  • Dir eine ordentliche Rechnung stellen kann.

Ansonsten handelst Du illegal, musst eventuell für Schäden haften und kannst die Reinigungsarbeiten nicht steuerlich geltend machen.

Private Reinigungskräfte finden

Die spannende Frage ist nun aber: Wie findest Du vertrauenswürdige private Reinigungskräfte für Deinen Umzug? Ganz einfach – im Internet. Durch moderne Jobbörsen konnten sich in den letzten Jahren immer mehr Reinigungsdienstleister selbständig machen und offerieren ihre Dienste nun auf einer der folgenden Plattformen:

  • MachDuDas.de: Auf MachDuDas kannst Du entweder einen Suchauftrag eingeben und verschiedene Reinigungskräfte „bewerben“ sich dann bei Dir für den Auftrag, oder Du siehst Dir direkt die Angebote der unterschiedlichen Dienstleister an und kontaktierst diese. Der Vorteil bei MachDuDas liegt in der Bewertungsfunktion. Nachdem ein Auftrag zustande gekommen ist, können sich Kunde und Anbieter gegenseitig bewerten und Du kannst Dir gleich ein Bild von der Qualität der Reinigungsarbeiten machen.
  • My-Hammer.de: Zwar gilt My-Hammer als Handwerkerportal, Reinigungskräfte sind hier aber auch gelistet. So kannst Du direkt nach der gewünschten Dienstleistung in Deinem Ort suchen und Dir ganz bequem Angebote machen lassen. Das Beste auswählen und fertig!
  • Ebay Kleinanzeigen: Ja, auch bei den Ebay Kleinanzeigen kannst Du entweder Deinen Suchauftrag eingeben oder nach entsprechenden Angeboten in Deiner Region suchen. Allerdings tummeln sich hier leider auch zahlreiche unseriöse Anbieter. Reinigungsdienstleister, die in gebrochenem Deutsch werben oder keine Gewerbeanmeldung vorlegen können, solltest Du deshalb unbedingt meiden.
  • Happy Maids, Book a Tiger & Mr. Cleaner: Diese drei sind nur wenige Beispiele für extra auf Reinigungsarbeiten spezialisierte Internetangebote, die Du via Google zuhauf findest. Hier kannst Du direkt online professionelle Reinigungskräfte buchen, einmalig für Deinen Umzug oder regelmäßig als Haushaltshilfe. Lass Dir am besten auch hier erst einmal Angebote für den besseren Konditionenvergleich erstellen. Dabei ist sind nicht nur die Preise wichtig, sondern auch inbegriffene Leistungen, Anfahrtswege, Abnahmegarantie oder Reinigungsdauer.

Ich wünsche Dir viel Spaß in Deiner strahlend sauberen neuen Wohnung!

Umzug mit einem Kleinkredit finanzieren

Ein Umzug kann sehr teuer werden: Speditionskosten, Kaution, Einrichtung… Plötzlich ist das Bankkonto leer bevor Du vollständig umgezogen bist. Wer nicht auf Erspartes zurückgreifen kann, hat dann die Möglichkeit, seine Umzugskosten über einen Kleinkredit finanzieren. Hierfür stehen Dir verschiedene Varianten zur Auswahl. Welche? Das möchte ich Dir verraten:

Was kostet ein Umzug?

Bei einem Umzug fallen viele unterschiedliche Kosten an. Hierzu gehören

Wie viel Geld genau Du für die jeweiligen Positionen einrechnen musst und wo Du so richtig viel Geld sparen kannst, habe ich Dir in meinem Artikel „Umzugskosten: Was kostet ein Umzug + Die besten Spar-Tipps?!“ zusammengetragen.

Kleinkredite für Deinen Umzug

Sollte Dein Bankkonto hierfür nicht ausreichen, oder Du möchtest Dir einfach eine neue Einrichtung gönnen, kannst Du zu unterschiedlichen Arten von Kleinkrediten für Deinen Umzug greifen:

Der Privat- und Ratenkredit

Ein Privatkredit kann in der Höhe sowie Laufzeit frei gewählt werden. Es gilt die Faustregel:

Je länger die Laufzeit, desto höher die Zinsen, aber umso geringer ist die monatliche Belastung.

Solche Kleinkredite kannst Du schon ab 2.500 Euro aufnehmen. Die Höchstgrenze liegt bei den meisten Instituten um die 25.000 Euro. Sowohl die Raten- als auch Zinssätze werden im Vornherein vereinbart und sind unveränderbar. In der Regel orientiert sich der Kreditgeber hierfür an dem pfändbaren Anteil Deines Einkommens für den Fall der Zahlungsunfähigkeit. Die Klein- beziehungsweise Ratenkredite sind dadurch leider sehr unflexibel. Achte beim Abschluss des Kreditvertrages unbedingt auf den effektiven Jahreszins. Hier sind, im Gegensatz zum Nominalzins, nämlich alle zusätzlichen Kreditkosten bereits einberechnet und Du kannst die tatsächliche monatliche Belastung berechnen – ohne böse Überraschungen.

Vorteile Raten- und Privatkredite:

+ gute Planbarkeit
+ überschaubare Zinsbelastung

Nachteile der Privat- und Ratenkredite:

– hohe finanzielle Anfangsbelastung
– unflexible Rückzahlung

Der Dispositionskredit:

Nicht die günstigste, dafür aber die schnellste und unkomplizierteste Art vor dem Umzug noch an Geld zu kommen, ist der Dispositionskredit. Das bedeutet: Du überziehst einfach Dein Girokonto mit dem gewünschten Betrag. Allerdings hat Deine Bank hierfür eine Höchstgrenze eingerichtet, die unter anderem von Deinem monatlichen Einkommen sowie der Summe auf Deinem Bankkonto abhängt. Zwar sind hier die Zinssätze höher, der Dispositionskredit fällt bei besonders kurzer Kreditaufnahme aber häufig günstiger aus als der Privatkredit. Wenn Du die Summe schnell wieder zurückzahlst, halten sich die Zinszahlungen nämlich in Grenzen und Du sparst Dir die Bearbeitungsgebühren. Zudem sinken die Zinsen anteilig zur noch ausstehenden Restsumme, bleiben also nicht konstant wie bei einem Ratenkredit.

Vorteile Dispositionskredit:

+ kurzfristige Inanspruchnahme
+ flexible Auszahlungshöhe
+ flexible Laufzeit
+ anteilig sinkende Zinssätze
+ keine Bearbeitungsgebühren
+ keine zusätzliche Bonitätsprüfung

Nachteile Dispositionskredit:

– vergleichsweise hohe Zinssätze
– Unübersichtlichkeit

Das Abrufdarlehen

Eine weitere Kreditmöglichkeit stellt das sogenannte Abrufdarlehen dar, auch als variabler Kredit bezeichnet. Hiermit kannst Du eine Summe zwischen 10.000 Euro und 25.000 Euro aufnehmen – immer und immer wieder. Was das bedeutet? Ganz einfach: Du nimmst ein Abrufdarlehen auf und zahlst es mit der monatlichen Tilgung und den anfallenden Zinsen zurück. Benötigst Du nun aber wieder die gesamte Kreditsumme, kannst Du diese erneut aufnehmen, fängst mit Deiner Tilgung also anschließend wieder bei Null an. Variabel ist das Abrufdarlehen zudem aufgrund des variablen Zinssatzes. Dieser orientiert sich täglich am aktuellen Zinsstand und kann nicht als Festzins vereinbart werden. Je nach aktuellem Zinssatz, kann dies sowohl einen Vor- als auch einen Nachteil des Abrufdarlehens darstellen. Die Zinsbelastung fällt monatlich oder quartalsweise rückwirkend an.

Vorteile Abrufdarlehen:

+ ständige Verfügbarkeit der Darlehenssumme
+ Rückzahlung über monatliche Mindestzahlungen
+ Möglichkeit von Sonderzahlungen
+ variabler Zinssatz

Nachteile Abrufdarlehen:

– variabler Zinssatz
– nachträgliche Zinsermittlung
– schlechte Planbarkeit

Das Arbeitgeberdarlehen:

Handelt es sich um einen beruflich bedingten Umzug, kommt eventuell ein Arbeitgeberdarlehen infrage. Dieser Umzugskredit wird von der neuen Firma (bei Jobwechsel) gewährt, manchmal sogar ohne Zinsen. Am besten fragst Du hierbei direkt bei Deinem Arbeitgeber nach.

Vorteile Arbeitgeberdarlehen:

+ geringes finanzielles Risiko
+ gute Planbarkeit
+ eventuelle Zinsfreiheit

Nachteile Arbeitgeberdarlehen:

– keine Garantie bzw. kein Anspruch auf das Darlehen
– Arbeitgeber gibt Kreditsumme und Tilgungsrahmen vor

Das Darlehen aus der Familie / dem Freundeskreis

Manchmal macht es durchaus Sinn, sich im Freundeskreis oder in der Familie umzuhören. Vielleicht gibt es jemanden, den du gut kennst und der ein paar Euro über hat, die er die anvertrauen möchte. Der Vorteil ist, dass man solche Kredite meist günstig oder sogar kostenlos bekommt und, dass beide Kreditpartner einander kennen und vertrauen. Eng wird es allerdings, wenn du die Raten mal nicht bedienen kannst – in diesem Fall verscherzt man es sich vielleicht mit einem wichtigen Menschen. Daher ist auch immer Vorsicht geboten, wenn man im engen Bekanntenkreis oder in der Familie nach Geld sucht.

Wichtig ist bei einem privaten Kredit aus der Familie vor allen Dingen: Auch hier sollte es unbedingt einen kleinen Vertrag geben, der das Wichtigste (Auszahlungssumme, Raten, Rückzahlungszeiten, Zinssätze etc.) regelt und der von beiden Seiten unterschrieben wird. Beim Geld hört schließlich die Freundschaft auf! So wird aus losen Absprachen ein verbindlicher Vertrag auf den sich beide Seiten bei Unstimmigkeiten berufen können und der dann hoffentlich hilft größeren Streit zu vermeiden. Außerdem sollte der Kreditgeber auf keinen Fall selber irgendwo das Geld „beschaffen“ müssen (es sich z.B. selber leihen) um hier keine unnötigen Abhängigkeiten aufzubauen.

Vorteile Kredit von Freunden / Familie:

+ geringe Kosten
+ hohe Flexibilität
+ oft schnell verfügbar
+ Kreditpartner vertrauen einander

Nachteile Kredit von Freunden / Familie:

– Bonitätsprüfung für Kreditgeber schwierig.
– Zu „lose“ Vereinbarungen führen schnell zu Streit
– Wenn man sich streitet steht eine enge, menschliche Beziehung auf dem Spiel

Worauf Du bei jedem Kleinkredit für deinen Umzug achten musst

Schlussendlich gibt es noch einige Grundregeln für den Abschluss von Kreditverträgen, welche Du unabhängig von der Kreditart beachten solltest:

  1. Die Kredite dürfen nicht zweckgebunden sein, sondern müssen Dir zur freien Verfügung stehen.  Immobilienkredite oder Bausparverträge kommen daher meist nicht infrage.
  2. Wenn Du verschiedene Kreditangebote vergleichst, kannst Du bis zur Hälfte der Zinsen einsparen. Du solltest deshalb vor der Kreditaufnehme eine ausführliche Beratung erhalten und einen Anbietervergleich durchführen.
  3. Bei Privatkrediten sind die Zinssätze häufig nicht festgesetzt, sondern hängen von der jeweiligen Bonität der Kreditnehmer ab. Diese wird Dir von der Schufa zugeordnet. Du kannst sie hier erfragen.
    4. Paare können zudem bei gemeinsamen Krediten die Zinsen senken. Seid Ihr beide berufstätig mit regelmäßigem Einkommen, verbessert sich durch das gemeinsame und damit höhere Einkommen Eure Bonität. Im Schnitt haben Paare dadurch acht Prozent weniger Zinsen zu entrichten als Einzelkunden.

Tapezieren wie ein Profi? Ich zeige Dir, wie es klappt

Tapeten hatten lange Zeit den Ruf, veraltet zu sein und waren nur mehr in Omis Wohnung zu finden. Mittlerweile haben sich die Tapetenhersteller aber tolle neue Designs einfallen lassen und das Tapezieren selbst stetig optimiert. Einfacher, schneller und vor allem schöner sind die neuen Tapeten mittlerweile an der Wand und erleben daher auch bei der jungen Generation einen echten Aufschwung. Ich möchte Dir heute zeigen, wie auch Du in Rekordzeit Deine neue Tapete an die Wand bringst – mit einem Ergebnis wie direkt vom Profi.

Checkliste: Material zum Tapezieren

Zu allererst benötigst Du natürlich das richtige Werkzeug, damit Du unterbrechungsfrei und schnell tapezieren kannst. Hierzu gehören:

  • Tapete
  • Kleister
  • Tapezier- oder Küchentisch
  • Trittleiter
  • Eimer
  • Tapezierschere/-messer
  • Zentimetermaß oder Zollstock
  • Wasserwaage
  • Weiche (Tapezier-) Bürste
  • Andrückwalze
  • Quast
  • Bleistift
  • Nahtrolle
  • Zange
  • Schraubendreher

Tapeziertisch Second-Hand oder zur Miete

Solltest Du keinen eigenen Tapeziertisch besitzen, kannst Du auch Deinen Küchentisch verwenden. Allerdings könnte dieser anschließend mit Kleisterresten verschmutzt sein. Eine weitere Alternative ist es deshalb, einen Tapeziertisch einfach zu mieten. Frage im örtlichen Baumarkt nach diesem Service oder informiere Dich diesbezüglich im Internet. Vielleicht findest Du ja auch einen günstigen Tapeziertisch als Second-Hand-Ware in den Ebay-Kleinanzeigen oder auf Quoka.de.

Die richtige Menge macht‘s – Tipps zum Tapetenkauf

Wenn Du Deine Wunschtapete kaufst, benötigst Du natürlich auch die richtigen Maße. Du willst ja schließlich nicht, dass Dir beim Tapezieren plötzlich die Tapete ausgeht. Du darfst die Tapetenrollen deshalb ruhig großzügig bemessen. Der Verschnitt ist nicht selten hinterher noch gut für kleine Ausbesserungen oder einfach zum Basteln geeignet. In der Regel sind Tapeten als Standardrollen von 0,53 m x 33,5 m erhältlich. Als Faustregel gilt daher bei der durchschnittlichen Deckenhöhe von 2,10 m bis 2,35 m:

  • 3 Rollen für 6 m Raumumfang
  • 5 Rollen für 10 m Raumumfang
  • 7 Rollen für 15 m Raumumfang
  • 10 Rollen für 20 m Raumumfang

Worauf Du vor dem Tapezieren achten musst

Bevor es nun aber losgehen kann, musst Du erst einmal die Wände für das Tapezieren vorbereiten:

Wenn noch alte Tapete an der Wand haftet…

… musst Du diese entfernen. Feuchte sie hierfür mit etwas Wasser an, lasse es einziehen und schon sollten sich die alten Bahnen ablösen. Falls nicht, hilfst Du einfach mit einem Tapetenschaber nach.

Bei frisch verputzten Wänden…

solltest Du sie vor dem Tapezieren mit einer lösungsmittelarmen Grundierung streichen. So schaffst Du eine einheitliche Grundfläche und zusätzliche Saugfähigkeit. Hierfür eignet sich zum Beispiel die sogenannte „Streichmakulatur“.

Unebenheiten, wie Nägel…

…müssen ebenfalls vor dem Tapezieren entfernt werden. Überprüfe daher die Wände auf herausstehende Gegenstände oder Löcher. Je ebener die Oberfläche, desto schöner wird am Ende die Tapete aussehen. Sind alle Farb- und Tapetenreste sowie Unebenheiten entfernt, kannst Du mit einer kleinen Testbahn überprüfen, ob die Wand zum Tapezieren geeignet ist.

Den Tapetenkleister anrühren

Je nach Art der Tapete, musst Du nun den Tapeziergeräte- oder aber den Spezialkleister anrühren. In welchem Verhältnis? Siehe hierfür einfach auf der Verpackung nach. Dort findest Du nämlich eine ausführliche Beschreibung. In der Regel liegt das Mischverhältnis für den Kleister zwischen 1:20 und 1:30 mit sauberem, kalten Wasser. Um Klumpen zu vermeiden, die später unter der Tapete sichtbar wären, musst Du den Kleister so schnell wie möglich anrühren. Bringe hierfür zuerst das Wasser in Bewegung und schütte dann unter ständigem Rühren das Kleisterpulver hinein. Erst, wenn sich eine homogene und klumpenfreie Masse gebildet hat, darfst Du mit dem Rühren aufhören. Manchmal musst Du nun noch einmal kurz warten und anschließend nochmal rühren, bevor Du mit dem Tapezieren beginnen kannst. Alle Angaben hierzu findest Du ebenfalls auf der jeweiligen Verpackung des Kleisters.

Übrigens: Du kannst den Kleister auch über Nacht aufbewahren, um am nächsten Tag ein anderes Zimmer zu tapezieren. Er ist in der Regel mehrere Tage haltbar. Damit sich keine „Haut“ auf dem Kleister bildet, schüttest Du ein wenig Wasser vorsichtig über den Rand in den Eimer. Dieses Wasser legt sich wie ein schützender Film auf den Kleister und verlängert seine Haltbarkeit. Möchtest Du dann weiterarbeiten, rührst Du den Eimer einfach noch einmal kräftig durch, bis wieder eine homogene Masse erkenntlich ist.

Es geht los: Die Tapete einweichen und -kleistern

Ist die Tapete noch nicht in Bahnen zugeschnitten, kannst Du dies nun tun. Beachte hierbei, dass sie stets rund zehn Zentimeter länger sein sollten als die eigentliche Wandhöhe. Nun verwendest Du den Quast, um die Bahnen einzukleistern. Besonders sorgfältig solltest Du bei den Rändern vorgehen. Lege einfach alle Bahnen aufeinander, beginne mit der obersten und arbeite Dich nach unten vor. Geraten dennoch Kleberreste auf den Tapeziertisch, kannst Du diese einfach mit einem feuchten Tuch oder am Ende mit einem Spachtel entfernen. Jede eingekleisterte Bahn muss nun aber erst einmal einweichen, bevor Du sie an der Wand anbringen kannst.

Wie funktioniert das Einweichen?

Das Weichen bedeutet, dass Du die eingekleisterte Tapete mit den Klebeflächen zusammenlegst (auf der einen Seite rund ein Drittel, auf der anderen etwa zwei Drittel der Länge) und rund zehn bis 15 Minuten wartest. Wieso? Weil sich die Tapete durch den Kontakt mit dem flüssigen Kleber noch einmal ausdehnt und die Kanten bei der sofortigen Verarbeitung deshalb nicht mehr aneinanderpassen würden. Dadurch entstehen unschöne Falten und Blasen. Lasse daher alle Tapetenbahnen gleich lang einweichen, damit am Ende ein einheitliches Bild entsteht.

Die Tapete an die Wand bringen

Nach dem Kleistern und Weichen, kannst Du jetzt endlich die erste Tapetenbahn an der Wand anbringen. Du beginnst in der Nähe der Hauptlichtquelle, also zum Beispiel beim größten Fenster, und arbeitest Dich dann zur entgegenliegenden Wand vor. Die einzelnen Bahnen werden passgenau ohne Lücke nebeneinander angebracht. Oben und unten stehen nun jeweils rund fünf Zentimeter über.

Die erste Tapetenbahn ist die wichtigste

Die erste Tapetenbahn ist besonders wichtig, um am Ende ein einheitliches Bild zu erhalten. Sie stellt schließlich den Ausgangspunkt für alle weiteren Tapetenbahnen dar und muss deshalb exakt senkrecht sitzen. Verwende hierfür eine Wasserwaage und markiere das Lot mit einem Bleistift an der Wand. Solange der Kleister noch nicht getrocknet ist, kannst Du die Tapete jederzeit noch einmal abziehen oder an der Wand verschieben, bis sie perfekt sitzt.

Streichrichtung und Blasen

Zum Weichen hattest Du die Tapete ja im Verhältnis 1:3 und 2:3 gefaltet. Nun klappst Du zuerst das kürzere Stück auf und bringst es oben an der Wand an. Anschließend kannst Du auch das größere Teilstück ausklappen und nach unten hin an die Wand streichen. Verwende hierfür die Tapezierbürste und gehe stets von oben nach unten sowie von der Mitte zu den Rändern vor.

Es ist dennoch passiert: Nach dem Trocknen sind Blasen in der Tapete erkennbar? Keine Sorge: Nimm einfach eine handelsübliche Spritze aus der Apotheke zur Hand, feuchte die Tapete im Bereich der Blase an und spritze etwas Leim hinein. Mit einer Malerrolle kannst Du die Tapete nun wieder glatt streichen, überflüssige Kleberreste abtupfen und die Blasen sind Vergangenheit.

Was ist mit Ecken, Lichtschaltern und Heizkörpern?

Die fünf Zentimeter Überstand sollen perfekte Ecken hervorbringen. Diese kannst Du nämlich nun direkt an der Wand mit der Tapezierschere markieren, die Bahn leicht abziehen und den Überstand abschneiden. Ebenso gehst Du mit den Fußleisten vor. Steckdosen und Lichtschalter werden einfach übertapeziert und anschließend ausgeschnitten. Bei einer Heizung stehst Du vor einer echten Herausforderung: Alle hinter dem Heizkörper sichtbaren Stellen sollten unbedingt mittapeziert werden. Verwende hierfür am besten einen langstieligen Farbroller.

Übrigens: Beim Tapezieren hinter einem Heizkörper oder in dessen Nähe sollte er unbedingt ausgeschaltet sein. Die Tapetenbahn trocknet sonst an dieser Stelle durch die Wärme schneller und passt nicht mehr optimal zu den angrenzenden Bahnen.

Wenn du lieber nicht tapezieren möchtest, dann findest du in meinen Umzugstipps auch einen Artikel zum richtigen Streichen.

Richtig streichen: Tipps und Tricks zu Pinsel & Co.

Es gibt viele Gründe, zu Farbe und Pinsel zu greifen. Entweder, weil Du ausziehst und im Zuge der Schönheitsreparaturen die Wände in hellen und neutralen Farben streichen musst. Oder aber, weil Du Dir nach Deinem Einzug oder als Auffrischung nach vielen Jahren etwas neue Farbe an die Wände wünschst. Mit meinen Tipps und Tricks kannst Du ab sofort nicht nur schneller streichen, sondern erhältst auch ein noch besseres Ergebnis, wie vom Profi.

Was Du zum Streichen brauchst

Bevor Du anfängst, solltest Du alle wichtigen Materialien griffbereit haben. Denn ist die Farbe erst einmal an den Wänden, muss sie schnell verarbeitet werden. Einmal getrocknet, hinterlassen nachträgliche Ausbesserungen oder ungleichmäßige Anstriche nämlich unschöne Flecken. Für ein optimales Ergebnis benötigst Du:

  • Deine Wunschfarbe (diese kannst Du Dir in professionellen Fachgeschäften direkt vor Ort zusammenmixen lassen)
  • Leiter
  • ein dunkles Tuch
  • Pinsel und Farbroller
  • Abstreifgitter
  • Fleckendecker oder Isolierfarbe
  • Malerfolie und -krepp
  • Spachtel- und Fugenmasse
  • Spachtel

Und schon kann es losgehen mit den sieben einfachen Schritten zur perfekten Wandfarbe:

1. Schritt: Vorbereitung

Wie die Materialien schon vermuten lassen, kannst Du nicht einfach zum Pinsel greifen und die Wandfarbe auftragen. Ansonsten hast Du hinterher nicht nur Flecken an Wänden, Boden und Decken, sondern auch Unebenheiten und ein enttäuschendes Ergebnis. Erst einmal musst Du nämlich feststellen, auf welchem Untergrund Du streichen wirst. Fahre hierfür mit dem dunklen Tuch über die Wand und suche nach kreidigen oder sandigen Rückständen. In diesem Fall musst Du die Oberfläche vor dem Streichen grundieren. Selbiges gilt für Leimfarbe, die sich mit einem feuchten Tuch „verwischen“ lässt, für dunkle Farben und besonders saugfähige Wände. Halte hierfür einen nassen Schwamm an die Wand und beobachte, ob das Wasser abtropft oder ein deutlicher feuchter Fleck zurückbleibt. Klebe zuletzt noch einen Streifen Malerkrepp an die Wand (rund fünf bis zehn Zentimeter lang) und ziehe ihn ruckartig ab. Lösen sich dadurch Reste des alten Anstrichs oder vom Putz ab, musst Du diesen vor dem Streichen entfernen. Anschließend besserst Du Risse, (Dübel-)Löcher oder Unebenheiten mit Fugen- oder Spachtelmasse aus und lässt sie trocknen.

2. Schritt: Abkleben der Wände

Egal, ob Du Dich für eine Grundierung entschieden hast oder direkt mit der Wandfarbe beginnen möchtest: Zuerst müssen unbedingt die Steckdosen, Lichtschalter, Tür- und Fensterrahmen, Möbel- sowie Sockelkanten mit Malerkrepp abgeklebt werden. Lege den Boden sowie alle angrenzenden Flächen und Möbel mit Malerfolie aus und klebe diese an den Rändern fest, damit sie nicht verrutscht. Je sorgfältiger Du beim Abkleben vorgehst, desto besser sind später die Konturen und Kanten.

Meiner Erfahrung nach dauert das Abkleben oft länger als das eigentliche streichen. Aber es lohnt sich: Wer ordentlich abklebt, der muss hinterher nicht so viel sauber machen und kann beim Streichen relativ „arglos“ vorgehen und muss nicht mit dem dünnsten Pinsel jeder Ecke ganz akkurat ausmalen!

3. Schritt: Endlich dürfen Farbrolle und Pinsel ran

Nach der lästigen Vorarbeit kannst Du jetzt endlich zum spaßigen Teil kommen: dem eigentlichen Streichen. Eine Grundierung ist stets empfehlenswert, da sie den Untergrund anraut und so für eine optimale Haftung und Deckkraft der gewählten Farbe sorgt. Lasse diese anschließend bei normaler Raumtemperatur trocknen und verhindere Zugluft. So könnten sich nämlich nicht nur Schmutzpartikel an den noch nassen Wänden absetzen, sondern auch ungleichmäßige Flecken in der Wandfarbe entstehen. Wer beim Streichen die Fenster öffnet um die unangenehmen Farbdämpfe herauszulassen, der riskiert, dass Flächen ungleichmäßig trocknen (Flächen am Fenster werden so unter Umständen schneller Trocken).

Gehe beim Streichen stets wie folgt vor:

4. Schritt: Immer die Decke zuerst streichen

Die Decken werden immer zuerst gestrichen. Klar, so können überschüssige Farbkleckse in den Ecken und an den Wänden später optimal ausgeglichen werden. Am einfachsten streichst Du die Decke mit einem Teleskop-Pinsel. Gegebenenfalls hilft auch eine Leiter nach, achte hierbei aber stets auf einen sicheren Stand.

5. Schritt: Mit dem Pinsel in die Ecken

Bevor Du Dich an die Großflächen wagst, solltest Du jetzt zuerst die Ecken streichen. Verwende hierfür einen Pinsel. Nach den Ecken streichst Du anschließend auch schwer erreichbare Winkel, zum Beispiel bei Heizkörpern oder Fußleisten, mit dem Pinsel.

6. Schritt: Die Farbrolle richtig verwenden

Nun hast Du den „Rahmen“ geschaffen und kannst mit der Farbrolle weiterarbeiten. Je größer die Farbrolle, desto schneller bist Du mit großen Flächen fertig. Achte aber darauf, sie stets zuerst am Abstreifgitter abzurollen und anschließend mittig auf der Fläche anzusetzen. Arbeite lieber mit mehreren dünnen Farbschichten als mit einer sehr dicken.

7. Schritt: Erst quer, dann längs streichen

Doch auch mit der Farbrolle solltest Du nicht kreuz und quer arbeiten. Streiche die Wände systematisch erst in Quer- und anschließend noch einmal in Längsrichtung. Ist die Farbe nach einem Tag getrocknet, kannst Du auf Wunsch den ganzen Prozess noch einmal wiederholen.

Komm bitte nicht auf die Idee, kleine „Makel“ einfach schnell mit dem Pinsel auszubessern. Dies wird stets unschöne Flecken hinterlassen. Es lohnt sich daher, bereits beim Streichen selbst mit der größtmöglichen Sorgfalt vorzugehen. So kannst Du Dir die lästige Nacharbeit sparen und hast bereits einen Tag später eine trockene und in neuer Farbe erstrahlende Wand.

Wichtig ist: Das finale Ergebnis wird erst beurteilt, wenn die Farbe wirklich trocken ist. Lass dich nicht von Streifen oder Flecken irritieren, die direkt nach dem Streichen auf der noch feuchten Wand sichtbar sind und fang an nachzubessern. Gib der Sache Chance zu trocknen und beurteile dein Arbeitsergebnis erst, wenn alles nach 12-24 Stunden wirklich trocken ist!

8. Saubere Kanten

Noch ein kleiner Spezialtipp für alle, die mit mehreren Farben auf einer Wand arbeiten wollen (wer also zum Beispiel den unteren Bereich rot und den oberen Bereich einer Wand in weiß streichen möchte): Im Handel gibt es verschiedene Kreppbänder die „Farbkanten ohne überlaufen und Farbnasen“ versprechen. Vergiss das! Kostet viel Geld und bringt nix!

So klappt’s hingegen richtig mit sauberen Kanten:

  • Klebe die Kanten deiner farbigen Fläche mit einfachem Kreppband aus dem Baumarkt ab.
  • Fange mit der geringer deckenden Farbe an.
  • Überstreiche die Kanten noch einmal mit der Hintergrundfarbe und lass alles trocken.
  • Nun sind die Ränder deines Kreppbands mit der Farbe des Hintergrunds „versiegelt“, du kannst beginnen die 2. Farbe aufzutragen.
  • Achte dabei darauf nicht über die Ränder des Kreppbands hinweg zu malen
  • Ziehe das Kreppband ab, solange die Farbe noch nass ist. Du solltest nun eine tolle, gerade Kante vorfinden

So gehst du vor, wenn du meinem Beispiel von oben folgst und den unteren Teil der Wand rot streichst und den oberen weiß: Streiche zuerst die ganze Wand weiß. Nun klebst du den Teil ab, der rot werden soll. Von der weißen Fläche ausgehend streichst du die beiden Ränder deines Kreppbands noch einmal nach und lässt alles trocknen. Jetzt wird die rote Fläche gestrichen, dabei achtest du darauf nicht über das Kreppband zu malen. Im noch frischen Zustand ziehst du das Kreppband vorsichtig ab und solltest eine Scharfe Kante vorfinden!

Übrigens: Ich habe auch einen Artikel für dich vorbereitet, der dir erklärt wie du professionell tapezierst (zum Beispiel, wenn die Tapeten vor dem Überstreichen erst noch ausgetauscht werden müssen, weil sie bereits zu viel Farbe tragen).