Checkliste für Deinen Umzug ins Studentenwohnheim

Checkliste für den Umzug ins Studentenwohnheim

Vielleicht ist ein Umzug ins Studentenwohnheim auch für Dich die richtige Wahl. Denn bezahlbarer Wohnraum ist in vielen Städten so knapp, dass nicht nur Studenten darunter leiden. Im Wohnheim kommst Du meist nicht nur günstig unter, sondern findest gleich auch noch Anschluss. Außerdem bietet das Wohnheim den Vorteil, dass Du keinen eigenen Internet– oder Stromvertrag mit den örtlichen Versorgern abschließen musst, die Du dann später vielleicht nur schwer wieder loswirst. Allerdings musst Du Dich gerade beim zu Verfügung stehenden Platz auf deutliche Einschränkungen gefasst machen. Während Du bei Deinen Eltern vielleicht in einem riesigen Zimmer gewohnt hast, musst Du im Studentenwohnheim wahrscheinlich auf eher beengtem Raum leben, der jedoch entsprechend billig ist, und Dir wohlmöglich sogar eine Küche und gemeinschaftliche Waschräume mit den anderen Studenten teilen. Es hat alles also sein Vor- und Nachteile. Sofern Du Dich allerdings schon für das Leben in einem Studentenwohnheim entscheiden hast, möchte ich Dir heute verraten, wie Du Dich auf diesen Schritt am besten vorbereiten kannst.

Sichere Dir frühzeitig Deinen Platz

Aufgrund des Wohnungsnotstands in vielen deutschen Fachhochschul- und Universitätsstädten geht auch das Gerangel um die Plätze im Studentenwohnheim meist schon früh los. Für Dich bedeutet das, dass Du am besten schon vor Deiner Bewerbung an einer Universität oder Fachhochschule überlegen solltest, ob diese ein Studentenwohnheim zu bieten hat und, ob Du dort wohnen möchtest. Sobald Du dann angenommen wurdest, kannst Du Dich sofort um einen solchen Platz bewerben, ohne unnötig Zeit zu verlieren. Doch auch wenn Du erst einmal keinen Platz im Studentenwohnheim bekommst, solltest Du Die Hoffnung noch nicht aufgeben. Es gibt immer wieder Studenten, die Ihren Platz im Wohnheim doch nicht benötigen und diesen dann inserieren – zum Beispiel im Internet oder am schwarzen Brett der Uni oder Hochschule. Halte die Augen also offen! Alternativ kannst Du Dir mit ein wenig Glück vielleicht auch über das Losverfahren den heiß ersehnten Platz im Wohnheim sichern.

Checkliste, was Du alles ins Studentenwohnheim mitnehmen solltest

Ist Dir Dein Platz erst einmal sicher, dann solltest Du Dich erkundigen, ob Dir Dein Zimmer möbliert oder unmöbliert zur Verfügung gestellt wird. Meist handelt es sich um möblierte Wohnräume, so dass Du größere Möbel nicht selbst mitbringen musst. Um jedoch für mehr Komfort zu sorgen und Dich in Deinem neuen Zuhause so wohl wie möglich zu fühlen, kann es sinnvoll sein, wenn Du Dir einen separaten Matratzen-Topper kaufst. So musst Du nicht unmittelbar auf einer gebrauchten Matratze schlafen. Putzzeug und Desinfektionsmittel sowie Handschuhe dürfen ebenfalls nicht fehlen, damit Du Dein Zimmer erst einmal gründlich selbst von den letzten Spuren Deiner Vorgänger bereinigen kannst, um Dich einfach wohler dort zu fühlen.

Hausschuhe für den Sommer und Winter sind ebenfalls ein Muss, da ich Dir nicht anraten würde, jemals barfuß über den Flur im Wohnheim zu huschen – auch wenn Du vielleicht nur einen Studienkollegen im Nebenzimmer besuchen willst. Vorhänge, Lampen und jede Menge Poster sowie ein paar Kerzen können für einen persönlichen Touch im sonst so sterilen Wohnheim sorgen. Vielleicht stellst Du Dir auch einen kleinen Kühlschrank in Dein Zimmer, um Deine Lebensmittel fernab der Gemeinschaftsküche aufbewahren zu können. Dies hängt jedoch von den örtlichen Gegebenheiten ab. Auch die folgende Liste beinhaltet viele nützliche Dinge, welche Du bei Deinem Umzug ins Wohnheim sicherlich sehr gut gebrauchen kannst:

  • Bettzeug
  • Handtücher
  • Mülleimer
  • Besen
  • Handfeger
  • Staubsauger
  • Geschirr, Töpfe, Kochutensilien und eine komplette Küchenausstattung – abhängig von Deinem Wohnheim
  • Pflaster
  • Reiseapotheke
  • Kopfschmerztabletten
  • Ohrenstöpsel – falls es doch mal laut wird und Du Dich beim Lernen sonst nicht konzentrieren kannst
  • Taschentücher
  • Wasserkocher für Tee, Instant-Kaffee oder Fertigsuppen
  • Toilettenpapier
  • Küchenrolle
  • feuchte Desinfektionstücher
  • Aufbewahrungsdosen
  • Verlängerungsschnur
  • Caddy für Dein Duschzeug, falls es Gemeinschaftsduschen gibt
  • Bademantel
  • Wäschekorb
  • Waschmittel
  • Mikrowelle

Umzug in eine WG – So klappt das Zusammenleben

Umzug in die WG: So klappt das Zusammenleben

Das Leben in einer Wohngemeinschaft stellen sich gerade viele junge Menschen sehr spannend vor. Dabei wollen die eigenen WG-Mitbewohner mit Bedacht ausgewählt werden, da es sonst schnell zu Streitigkeiten und persönlichen Problemen untereinander kommt. Sehr ordentliche Menschen und kleine Dreckspätze werden sich in einer WG wohl kaum vertragen, während es Gesundheitsfreaks und Kettenraucher ebenso schwer miteinander haben werden. Manche Wohnungen sind auch einfach nicht WG-geeignet, weil die Zimmer zum Teil zu klein oder als Durchgangszimmer gestaltet sind. Ob Du nun eine WG neu gründen oder in eine bestehende WG ziehen möchtest, ich habe nachfolgend ein paar wichtige Tipps für Dich zusammengestellt, damit das Abenteuer WG für Dich auch wirklich zum vollen Erfolg werden kann!

Zweck- oder Freundschafts-WG

Diese Frage stellt sich sowohl bei einer WG, die Du neu gründest, als auch einer bestehenden Wohngemeinschaft, in die Du schon bald einziehen willst. Bei Zweck-WGs geht es ausschließlich darum, vom günstigen Wohnraum durch die eigenen Mitbewohner profitieren zu können. Während sich alle Mitbewohner vertragen, werden die sozialen Beziehungen zwischen einander also kaum gepflegt. Bei einer Freundschafts-WG ziehst Du hingegen mit Menschen zusammen, mit denen Du gerne mal etwas unternehmen und auch befreundet sein würdest. Vielleicht sind es sogar Deine bisherigen Freunde, mit denen Du eine WG gründen willst. Dann gestaltet sich das WG-Leben zwar familiärer, aber Du lernst Deine Freunde plötzlich vielleicht von einer ganz anderen Seite kennen, die Du wohlmöglich lieber nicht kennengelernt hättest.

Gerade dann, wenn Du mit Freunden zusammenziehen willst, solltet ihr gemeinsam über eure Sorgen und Ängste sowie eure individuellen Gewohnheiten sprechen, um dann entscheiden zu können, ob ihr euch das gemeinsame WG-Leben überhaupt vorstellen könnt. Schließlich soll die Freundschaft nicht darunter leiden. Falls Du hingegen nach einem Zimmer in einer bestehenden WG suchst, solltest Du darauf achten, dass sich Deine und die Vorstellungen Deiner neuen Mitbewohner gleichen. Wenn Du Dir eigentlich eine Freundschaft mit Deinen neuen Mitbewohnern wünschst, diese aber nur auf eine Zweck-WG aus sind, dann kann es schon von Anfang an zu Reibungen kommen. Besser ist es also, wenn Du Deine Hoffnungen und Erwartungen ehrlich ansprichst und Dich eben für eine andere WG entscheidest, wenn es bei der ersten Wohnung einfach nicht passt.

Tipps zum Gründen einer WG

Wenn Du nun eine WG selbst gründen möchtest, solltest Du Dich beim Vermieter erkundigen, inwiefern das möglich ist. Denn nicht immer sind WGs von Seiten des Vermieters gestattet. Außerdem lohnt es sich zu erfragen, inwiefern jeder Mitbewohner seinen eigenen Mietvertrag erhält oder Du den Mietvertrag zum Beispiel allein unterschreibst und Deine Mitbewohner das Geld für die Miete und Nebenkosten dann direkt an Dich überweisen. Du trägst dann natürlich eine größere Verantwortung, da Du für die Miete einstehen musst, selbst wenn Deine Mitbewohner ihren Anteil mal nicht rechtzeitig bezahlen. Während der Wohnungsbesichtigung solltest Du zudem darauf achten, dass die neue Wohnung die folgenden Faktoren erfüllt und damit WG-tauglich ist:

  • alle Zimmer sollten ungefähr die gleiche Größe haben
  • der Grundriss muss WG-tauglich sein (also zum Beispiel keine Durchgangszimmer haben)
  • die Größe und Anzahl der Badezimmer sollte für die Anzahl der Mitbewohner ausreichend sein
  • eine separate Gästetoilette ist wünschenswert
  • ein Dachboden oder Keller ist ebenso wünschenswert
  • dass es eine Küche oder ein separates Wohnzimmer mit ausreichend Platz für das Gemeinschaftsleben gibt

Regeln für das gemeinsame WG-Leben aufstellen

Gerade bei einer Wohngemeinschaft, die keine reine Zweck-WG ist, bei der man sich also nur auf das Nötigste, wie zum Beispiel Ruhezeiten, die Mietzahlungen und einen Putzplan verständigt, solltest Du gemeinsam mit Deinen Mitbewohnern Regeln für das gemeinsame Leben aufstellen. Dabei geht es dann nicht mehr nur um einen Putzplan sondern auch darum,

  • … inwiefern Lebensmittel geteilt werden und es eine gemeinsame Haushaltskasse gibt.
  • … inwiefern es regelmäßig WG-Treffen mit allen Mitbewohnern geben soll.
  • … inwiefern Du Dein Zimmer während eines Auslandsaufenthalts oder in den Semesterferien zwischen- oder untervermieten darfst.
  • … inwiefern das Rauchen wo und wann in der Wohnung erlaubt ist.
  • … inwiefern gemeinsam Möbel fürs Wohnzimmer oder andere Gemeinschaftsräume gekauft werden sollen und was damit passiert, wenn einer der Mitbewohner auszieht. (Müssen die anderen Mitbewohner ihn dann ausbezahlen?)
  • … inwiefern Schlafgäste erlaubt sind und angekündigt werden müssen.
  • … inwiefern ihr gemeinsam eine Waschmaschine, einen Fernseher oder andere Elektrogeräte anschafft.
  • … wie der Auszug eines Mitbewohners zu handhaben ist, wie früh dieser anzukündigen ist, wer sich um einen Nachmieter für das WG-Zimmer kümmert, etc.
  • … was im Fall einer WG-Auflösung mit den gemeinsamen Anschaffungen und der Wohnung an sich passiert.
  • … wie die Telefonkosten unter den Mitbewohnern aufgeteilt werden.
  • … dass jeder Mitbewohner eine eigene Haftpflichtversicherung hat.
  • … bei welchen Änderungen die anderen Mitbewohner ein Mitspracherecht haben.

Gibt es den idealen Mitbewohner überhaupt?

Die Chemie sollte zwischen Dir und Deinen Mitbewohnern natürlich stimmen. Dabei kommt es aber nicht nur darauf an, dass ihr einen guten Draht zueinander habt. Vielmehr ist es so, dass ein guter Mitbewohner auch noch andere Eigenschaften mitbringen sollte, die das WG-Leben deutlich einfacher gestalten können. Wenn Du also nach dem passenden Mitbewohner suchst oder Dich fragst, ob Du gerne mit den Bewohnern einer bestehenden WG zusammenleben willst, dann behalte die folgende Liste einfach im Hinterkopf.

  • der Altersunterschied zwischen den Bewohnern sollte nicht allzu groß sein
  • das Geschlechterverhältnis sollte möglichst ausgeglichen sein – vielleicht möchtest Du aber auch nicht in einer gemischten WG wohnen, was Du entsprechend überlegen solltest
  • ähnliche Party-, Lern- oder Schlafgewohnheiten, damit es zu keinen gegenseitigen Ruhestörungen kommt
  • ähnliche Vorstellungen und Gewohnheiten in Sachen Sauberkeit
  • kompatible Lebensgewohnheiten – Veganer wollen vielleicht nicht unbedingt mit begeisterten Fleischessern zusammenleben
  • ein rücksichtsvoller Umgang miteinander

Mieterschutzrecht: Wie die Sozialklausel Dich schützen kann

Mieterschutzrecht: Wie die Sozialklausel Dich schützen kann

Vielleicht hat Dir Dein Vermieter wegen Eigenbedarf gekündigt. Für viele Mieter ist das ein echter Schock. Denn Wohnraum in den deutschen Großstädten ist teuer und Ersatz als Geringverdiener oder Familie mit Kindern auf die Schnelle kaum zu finden. Doch zum Glück schützt der Gesetzgeber nicht nur die Vermieter, die eine Kündigung aus Gründen des Eigenbedarfs aussprechen können, sondern es gibt die Sozialklausel, die fest im Mieterschutzrecht verankert ist. Sie soll Dich als Mieter vor Härte schützen.

Was die Sozialklausel besagt

Mit Hilfe der Sozialklausel kannst Du als Mieter einer Vermieterkündigung widersprechen, obwohl diese berechtigt ist. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn die Kündigung für Dich eine gewisse Härte bedeutet. Der wichtigste Härtegrund in den Augen des Gesetzes ist fehlender Ersatzraumwohn. Solltest Du in Deiner Stadt keine Wohnung mit zumutbaren Bedingungen finden, so kannst Du Dich als gekündigter Mieter auf die Sozialklausel berufen. Allerdings bedeutet eine teurere, kleinere oder eine Ersatzwohnung in einem anderen Wohnviertel nicht, dass die Sozialklausel automatisch greift. Ob Dein Härtegrund ausreichend ist, muss am Ende ein Richter entscheiden, falls Du Dir mit Deinem Vermieter nicht einig wirst. Auch die folgenden Umstände kannst Du in diesem Zusammenhang als weitere Härtegründe anführen:

  • Gebrechlichkeit
  • Invalidität
  • Schwangerschaft
  • hohes Alter
  • Kinder
  • Schwierigkeiten beim Kindergarten- oder Schulwechsel
  • geringer Verdienst
  • ein kurz bevorstehendes Examen
  • schwere Erkrankungen
  • eine lange Mietdauer

Gerade dann, wenn bei Dir mehrere dieser Gründe gleichzeitig greifen, erhöht dies Deine Erfolgschancen entsprechend.

Widerspruch gegen die Kündigung des Vermieters einlegen

Wenn Du Dich nun auf die Sozialklausel berufen möchtest, musst Du erst einmal schriftlich Widerspruch gegen die vom Vermieter ausgesprochene Kündigung einlegen. Das Widerspruchsschreiben, welches Deiner eigenhändigen Unterschrift bedarf, muss beim Vermieter zwei Monate vor dem Ablauf der gesetzten Kündigungsfrist eingehen. Die Zwei-Monats-Frist ist allerdings nur dann relevant, wenn Dein Vermieter Dich in seinem Kündigungsschreiben auf Deine Widerspruchsmöglichkeit aufmerksam gemacht und auch die Frist und notwendige Form des Widerspruchs genannt hat.

Falls dem nicht so ist, kannst Du der Kündigung als Mieter auch noch zu einem späteren Zeitpunkt widersprechen – nämlich bis zum ersten Gerichtstermin bei einem Räumungsrechtsstreit. Sinnvoller ist es jedoch, wenn Du die Situation gar nicht erst eskalieren lässt, sondern Deinen Widerspruch schnellstmöglich einreichst. Dann besteht immerhin noch die Hoffnung, dass Du Dich mit dem Vermieter durch den Verweis auf die Sozialklausel außergerichtlich einigen kannst. Dies kann allerdings bedeuten, dass Dein Wohnrecht nur befristet erhalten bleibt und zum Beispiel direkt nach Deinem Examen endet, wenn Du ein bevorstehendes Examen als Härtegrund angeführt hast.

Die Sozialklausel vor Gericht

Wenn es zu keiner Einigung zwischen Dir und Deinem Vermieter kommt, muss ein Gericht entscheiden. Dieses muss dann abwägen, ob Deine Härtegründe schwerer wiegen als das berechtigte Vermieterinteresse. Als Faustregel lässt sich festhalten, dass Dein Recht auf körperliche Unversehrtheit das Vermieterinteresse auf eine selbstbestimmte und freie Lebensgestaltung in nahezu allen Fällen übertrifft. Wenn ein Umzug Deine Gesundheit gefährden oder belasten würde, kannst Du Dir vor Gericht relativ gute Chancen ausrechnen. Dies muss allerdings nicht heißen, dass Du ein unbefristetes Wohnrecht zugesprochen bekommst. Vielmehr kann das Gericht eine Fortsetzung des Mietverhältnisses anordnen, die lediglich befristet ist. Damit das Gericht überhaupt zu Deinen Gunsten entscheiden kann, wirst Du die Schwere Deiner Härtegründe zunächst belegen müssen, was unter Umständen gar nicht so einfach ist. Dennoch ist die Sozialklausel dazu da, Dich als Teil des Mietrechts vor Härtefällen in diesem Bereich zu schützen.

Achtung Kulturschock! 10 Tipps für Deinen Umzug ins Ausland

Achtung Kulturschock: 10 Tipps für deinen Umzug ins Ausland

Jeder Umzug ist stets eine große Umstellung. Je weiter Du von Deinem bisherigen Zuhause wegziehst, desto größer ist auch die damit einhergehende Herausforderung. Das gilt auch bei Umzügen ins Ausland: Wird in dem Land, in welches Du ziehst, noch dieselbe Sprache gesprochen oder eine andere? Handelt es sich um eine ähnliche Kultur? Wie groß sind die Unterschiede? Welche Religion ist in dem Land vorherrschend? Mit dem Umzug ins Ausland geht quasi immer ein Kulturschock einher. Was Du dagegen tun kannst und wie Du Dich schnell in Deinem neuen Land der Wahl einlebst, verrate ich Dir heute in meinen 10 praktischen Tipps.

Was ist eigentlich ein Kulturschock?

Der Kulturschock ist ein umgangssprachlicher Begriff, welcher ein Gefühl der Überforderung nach dem Umzug in ein anderes Land oder aber auch auf einer Reise beschreibt. Der Kulturschock tritt dabei häufig zeitversetzt ein nach der ersten Euphorie, der sogenannten „Honeymoon-Phase“. In dieser ersten Phase der Begeisterung wirken das neue Land und dessen Kultur in der Regel noch aufregend und faszinierend. Hast Du Dich dann ein wenig eingelebt und es kehrt der Alltag ein, kommt mit ihm häufig auch der Kulturschock. Wie lange dieser wiederum andauert, ist ebenfalls je nach Situation und Persönlichkeit unterschiedlich. Wer den Kulturschock allerdings überwindet, findet sich in der Regel als gereifte und gestärkte Persönlichkeit wieder. Er sollte Dich daher keinesfalls von dem Umzug ins Ausland abschrecken.

Welche „Symptome“ treten beim Kulturschock auf?

Auch bei Dir kann im Rahmen eines Umzugs ins Ausland also nach einigen Tagen oder Wochen ein Kulturschock eintreten. Wie Du diesen bemerkst? In der Regel geht er einher mit

  • starkem Heimweh,
  • Gefühlen der Überforderung,
  • Versagensängsten,
  • Einsamkeit,
  • Unsicherheit in Alltagssituationen
  • dem Gefühl der Fremdheit

Durch eine gute Vorbereitung kannst Du den Kulturschock aber verhindern oder zumindest minimieren. Wie das geht? Mit meinen 10 praktischen Tipps sollte das kein Problem mehr sein:

Tipp 1: Den Kulturschock niemals unterschätzen

Viele Menschen machen den Fehler, bei ihrem Umzug ins Ausland den damit einhergehenden Kulturschock zu unterschätzen. Selbst wenn Du „nur“ von Deutschland in die Schweiz ziehst, wirst Du die kulturellen Unterschiede nämlich bereits deutlich zu spüren bekommen. Selbst in Ländern mit derselben Sprache und einer scheinbar auf den ersten Blick ähnlichen Kultur, gibt es nämlich bereits zahlreiche nationale Eigenheiten. Der Kulturschock lässt da in der Regel nicht lange auf sich warten!

Tipp 2: Die eigene Kultur kennenlernen

Egal, ob Du nun von der Schweiz nach Österreich oder von Schweden nach Bali ziehst: Den Kulturschock verhinderst Du am besten, indem Du Dich erst einmal mit Deiner eigenen beschäftigst. Je besser Du nämlich die Standards, Gepflogenheiten und Grenzen Deiner Kultur kennst, desto gezielter kannst Du auch Unterschiede wahrnehmen und damit umgehen. Durch das bessere Verständnis Deiner eigenen Kultur kannst Du also die neue Kultur ebenfalls besser verstehen lernen und Dich gezielt auf die Veränderungen vorbereiten. Hilfreich ist hierbei zum Beispiel ein interkulturelles Training, wie es häufig vor Auslandsentsendungen durch Unternehmen angeboten wird.

Tipp 3: Den Umzug richtig vorbereiten

Hast Du nicht die Chance an einem solchen interkulturellen Training teilzunehmen, solltest Du Dich dennoch so gut wie möglich auf das Zielland vorbereiten. Lies entsprechende Bücher, kaufe Dir einen Reiseführer, sprich mit Freunden und Bekannten aus dem Land, oder welche dort bereits auf Reisen waren, und führe eine ausgiebige Internetrecherche durch. Bevor Du in ein fremdes Land ziehst, solltest Du unbedingt wissen

  • welche Sprache im Zielland gesprochen wird?
  • welche Religionen es gibt und welcher die Mehrheit angehört?
  • welche Besonderheiten für die Kultur mit dieser Religion einhergehen?
  • wie die politischen Strukturen sind?
  • welche Regeln und Gesetz es gibt, oder inwiefern sich diese von Deiner Heimat unterscheiden?
  • welche Traditionen und Bräuche es gibt?
  • inwiefern Männer und Frauen gleichberechtigt sind?
  • welche kulturellen Regeln bei der Kleidung zu beachten sind?
  • wie sich die Einheimischen ernähren?

Natürlich ist es unbedingt empfehlenswert – falls nicht bereits geschehen – dass Du die Sprache des jeweiligen Landes bereits im Voraus so gut wie möglich lernst. So kannst Du Dich von Anfang an ein wenig verständigen und Zusammenhänge besser erschließen. Dadurch beschleunigst Du Deine Integration und verringerst den Kulturschock. Lass Dich aber nicht entmutigen, wenn Du trotz bereits vorhandener Sprachkenntnisse die Einheimischen nicht verstehen solltest. An die ortsspezifischen Dialekte und Floskeln wirst Du Dich schnell gewöhnen.

Tipp 4: So früh wie möglich umziehen

Je nachdem, aus welchem Grund Du umziehst, wäre es eine durchaus sinnvolle Option früher anzureisen. So kannst Du Dich bevor der neue Job oder das Studium starten nämlich schon einmal etwas einleben, Dich mit der Umgebung vertraut machen und die Kultur kennenlernen.

Tipp 5: In eine WG ziehen

Wenn Du als Single umziehst, ist eine WG eine tolle Wohnmöglichkeit, bei welcher Du direkt nette Leute kennenlernen kannst. Gerade für Studenten oder Berufseinsteiger bringt die WG zudem den Vorteil mit sich, dass sie in der Regel deutlich günstiger ist als eine eigene Wohnung. Auf Plattformen wie wg-gesucht.de kannst Du häufig sogar von Zuhause aus bereits vor dem Umzug ein WG Zimmer anmieten. Noch besser ist es aber natürlich, wenn Du es vor Ort persönlich besichtigst und Deine potenziellen neuen Mitbewohner kennenlernst. Nun, da Du ja ein wenig früher angereist bist, hast Du dafür schließlich ausreichend Zeit. Derweil kannst Du Dich zum Beispiel in einem günstigen Hostel einmieten und Deine Habseligkeiten einlagern.

Tipp 6: In die Beobachterrolle gehen

Du solltest trotz guter Vorbereitung in Deiner neuen Heimat erst einmal zurückhaltend auftreten. Bring eine Menge Neugierde mit und beobachte erst einmal: Wie verhalten sich die Menschen hier? Wie begrüßen sie sich? Wie gehen sie mit Emotionen um? Sind sie eher reserviert oder herzlich? Es ist ein spannender Prozess, das neue Land, die Leute und deren Kultur zu Beginn auf Dich wirken zu lassen und so läufst Du nicht Gefahr, Dir gleich am Anfang einen Fauxpas zu leisten.

Tipp 7: Toleranz ist das A und O

Übe Dich in Toleranz! Es reicht nun nämlich nicht aus, nur die Besonderheiten zu beobachten und die Unterschiede zwischen Deiner und der neuen Kultur wahrzunehmen, Du musst diese natürlich auch tolerieren. In China werden Emotionen nicht öffentlich gezeigt? Dann hältst Du Dich fortan an diese Regel. Die Brasilianer stehen für Deinen Geschmack beim Vieraugengespräch immer einen Schritt zu nah? Dann halte es aus! Wenn du zurückweichst oder aus dem Rahmen fällst, wirst Du nämlich schnell zum Außenseiter. Die Einsamkeit und das damit einhergehende Heimweh sind dann nur noch eine Frage der Zeit.

Tipp 8: Kommunikation mit der Heimat

Ja, manchmal hilft wirklich nichts mehr außer in der alten Heimat anzurufen und sich einmal so richtig auszuheulen. Und das ist auch völlig in Ordnung! Je enger Du zu Beginn mit Deiner Familie, Deinen Freunden, Bekannten oder Kollegen in Kontakt bleibst, desto weniger einsam wirst Du Dich fühlen, wenn dann doch einmal der Kulturschock einsetzen sollte. Es hilft ungemein, dann einfach in der Muttersprache über die Erlebnisse sprechen zu können. Schwärme von der tollen Umgebung, rege Dich über den unfreundlichen Vorgesetzten auf oder erzähle die lustige Geschichte Deines ersten Arbeitstages. Hast Du Dir einmal alles von der Seele geredet, geschluchzt oder gelacht, wird es Dir schon wieder viel besser gehen. Nimm daher entweder Kommunikationsmittel von Zuhause mit oder kaufe Dir so schnell wie möglich vor Ort ein neues Handy beziehungsweise einen Laptop.
Mein Extra-Tipp: Per Skype oder FaceTime telefonierst Du übers Internet nicht nur kostenlos, sondern kannst Dein Gegenüber dabei auch noch sehen.

Tipp 9: Neue Hobbys suchen

Hin und wieder bei den alten Freunden ausheulen ist in Ordnung. Du solltest Dich aber auf keinen Fall dauerhaft zurückziehen, sondern Dir stattdessen vor Ort neue Freunde suchen. Wie das geht? Über Hobbys zum Beispiel. Dies können Deine bisherigen Hobbys sein, welche Du an Deinem früheren Wohnort auch ausgeübt hast, oder ganz neue. Weitere Ideen habe ich Dir in meinem Artikel „So findest Du nach einem Umzug schnell neue Freunde“ zusammengetragen.

Tipp 10: Lass Dir Zeit!

Schlussendlich musst Du Dir einfach selbst etwas Zeit zugestehen, um Dich in Deiner neuen Heimat einzuleben. Stelle keine zu hohen Ansprüche an Dich selbst und akzeptiere, dass es Dir eben auch hin und wieder einmal schlecht geht und das Heimweh ruft. Früher oder später wird sich der Kulturschock legen, Du wirst Dich integrieren, neue Freunde finden und Dich an die Gepflogenheiten des Landes gewöhnen. Und das so sehr, dass Du dann bei Deiner Rückkehr nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz wiederum einen Kulturschock erlebst. Das ist nämlich ein völlig normales Phänomen nach einer langen Reise oder einem Auslandsaufenthalt…

Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister

Putzen beim Umzug

In der Regel musst Du Deine alte Wohnung bei einem Umzug „besenrein“ hinterlassen, also nicht noch einmal gründlich jeden Winkel putzen. Das Problem ist: Dasselbe gilt für den Vormieter Deiner neuen Wohnung. Und gewiss möchtest Du erst in Deine eigenen vier Wände einziehen, wenn diese vorher auch einmal gründlich gesäubert wurden. Doch Du musst vielleicht noch Schönheitsreparaturen vornehmen, den Umzug organisieren oder arbeiten und hast schlichtweg keine Lust oder keine Zeit, um selbst zu putzen. Ich zeige Dir deshalb heute, wie Du günstige und seriöse Anbieter findest, die Deine alte oder neue Wohnung so richtig auf Hochglanz bringen.

Der Klassiker: Professionelle Reinigungsunternehmen

Die Endreinigung Deiner alten oder Grundreinigung Deiner neuen Wohnung kannst Du klassisch von einer Reinigungsfirma übernehmen lassen. Diese haben in der Regel verschiedene „Pakete“ im Angebot, zum Beispiel Grundreinigung, zusätzliche Fensterreinigung oder Textilreinigung. So kannst Du gezielt auswählen, was Du an Leistungen brauchst. Lass Dir aber im Voraus ein verbindliches Angebot unterbreiten und vergleiche am besten drei bis vier verschiedene Anbieter.

Worauf achten bei einem Reinigungsunternehmen?

Eine professionelle Reinigungsfirma legt Dir in der Regel auch einen professionellen Vertrag vor. Hier können sich fiese Klauseln verstecken. Lies deshalb vor dem Unterzeichnen das Kleingedruckte und versuche es auch wirklich zu verstehen. Wichtig ist, dass der Vertrag unbedingt eine Abnahmegarantie enthält. Wieso? Durch die Abnahmegarantie kannst Du das Putzergebnis vor dem Bezahlen noch einmal überprüfen. Bist Du nicht zufrieden, muss die Reinigungsfirma entweder nacharbeiten oder Dir einen Rabatt gewähren.

So findest Du eine Reinigungsfirma

Auf der Suche nach einem Reinigungsunternehmen für Deinen Umzug fragst Du am besten erst einmal Bekannte und Freunde, ob sie bereits Erfahrungen haben oder Dir eine Firma empfehlen können. Ist dies nicht der Fall, kannst Du auch klassisch im Telefonbuch nachsehen oder eine Internetrecherche starten. Letztere bringt den Vorteil mit sich, dass auf vielen Plattformen gleich auch Bewertungen und Erfahrungsberichte von anderen Kunden einsehbar sind. Fündig wirst Du zum Beispiel über Google mit Stichwörtern, wie „Grundreinigung, Umzugsreinigung, Gebäudereinigung, Deine Stadt“ o.ä.

Die Alternative: Private Reinigungskräfte

Etwas günstiger fährst Du in der Regel mit privaten Anbietern. Privat bedeutet übrigens nicht schwarz oder illegal, sondern dass die Reinigungskraft selbständig tätig ist. Dadurch, dass kein großes Unternehmen an ihrer Arbeit mitverdient, kann sie denselben Service in der Regel deutlich günstiger anbieten. Allerdings gibt es auch hier wichtige Dinge zu beachten:

Was Du bei privaten Anbietern beachten musst

Achte unbedingt darauf, dass die private Reinigungskraft

  • korrekt angemeldet ist,
  • über eine ausreichende Versicherung verfügt und
  • Dir eine ordentliche Rechnung stellen kann.

Ansonsten handelst Du illegal, musst eventuell für Schäden haften und kannst die Reinigungsarbeiten nicht steuerlich geltend machen.

Private Reinigungskräfte finden

Die spannende Frage ist nun aber: Wie findest Du vertrauenswürdige private Reinigungskräfte für Deinen Umzug? Ganz einfach – im Internet. Durch moderne Jobbörsen konnten sich in den letzten Jahren immer mehr Reinigungsdienstleister selbständig machen und offerieren ihre Dienste nun auf einer der folgenden Plattformen:

  • MachDuDas.de: Auf MachDuDas kannst Du entweder einen Suchauftrag eingeben und verschiedene Reinigungskräfte „bewerben“ sich dann bei Dir für den Auftrag, oder Du siehst Dir direkt die Angebote der unterschiedlichen Dienstleister an und kontaktierst diese. Der Vorteil bei MachDuDas liegt in der Bewertungsfunktion. Nachdem ein Auftrag zustande gekommen ist, können sich Kunde und Anbieter gegenseitig bewerten und Du kannst Dir gleich ein Bild von der Qualität der Reinigungsarbeiten machen.
  • My-Hammer.de: Zwar gilt My-Hammer als Handwerkerportal, Reinigungskräfte sind hier aber auch gelistet. So kannst Du direkt nach der gewünschten Dienstleistung in Deinem Ort suchen und Dir ganz bequem Angebote machen lassen. Das Beste auswählen und fertig!
  • Ebay Kleinanzeigen: Ja, auch bei den Ebay Kleinanzeigen kannst Du entweder Deinen Suchauftrag eingeben oder nach entsprechenden Angeboten in Deiner Region suchen. Allerdings tummeln sich hier leider auch zahlreiche unseriöse Anbieter. Reinigungsdienstleister, die in gebrochenem Deutsch werben oder keine Gewerbeanmeldung vorlegen können, solltest Du deshalb unbedingt meiden.
  • Happy Maids, Book a Tiger & Mr. Cleaner: Diese drei sind nur wenige Beispiele für extra auf Reinigungsarbeiten spezialisierte Internetangebote, die Du via Google zuhauf findest. Hier kannst Du direkt online professionelle Reinigungskräfte buchen, einmalig für Deinen Umzug oder regelmäßig als Haushaltshilfe. Lass Dir am besten auch hier erst einmal Angebote für den besseren Konditionenvergleich erstellen. Dabei ist sind nicht nur die Preise wichtig, sondern auch inbegriffene Leistungen, Anfahrtswege, Abnahmegarantie oder Reinigungsdauer.

Ich wünsche Dir viel Spaß in Deiner strahlend sauberen neuen Wohnung!

Tapezieren wie ein Profi? Ich zeige Dir, wie es klappt

Tapezieren wie ein Profi

Tapeten hatten lange Zeit den Ruf, veraltet zu sein und waren nur mehr in Omis Wohnung zu finden. Mittlerweile haben sich die Tapetenhersteller aber tolle neue Designs einfallen lassen und das Tapezieren selbst stetig optimiert. Einfacher, schneller und vor allem schöner sind die neuen Tapeten mittlerweile an der Wand und erleben daher auch bei der jungen Generation einen echten Aufschwung. Ich möchte Dir heute zeigen, wie auch Du in Rekordzeit Deine neue Tapete an die Wand bringst – mit einem Ergebnis wie direkt vom Profi.

Checkliste: Material zum Tapezieren

Zu allererst benötigst Du natürlich das richtige Werkzeug, damit Du unterbrechungsfrei und schnell tapezieren kannst. Hierzu gehören:

  • Tapete
  • Kleister
  • Tapezier- oder Küchentisch
  • Trittleiter
  • Eimer
  • Tapezierschere/-messer
  • Zentimetermaß oder Zollstock
  • Wasserwaage
  • Weiche (Tapezier-) Bürste
  • Andrückwalze
  • Quast
  • Bleistift
  • Nahtrolle
  • Zange
  • Schraubendreher

Tapeziertisch Second-Hand oder zur Miete

Solltest Du keinen eigenen Tapeziertisch besitzen, kannst Du auch Deinen Küchentisch verwenden. Allerdings könnte dieser anschließend mit Kleisterresten verschmutzt sein. Eine weitere Alternative ist es deshalb, einen Tapeziertisch einfach zu mieten. Frage im örtlichen Baumarkt nach diesem Service oder informiere Dich diesbezüglich im Internet. Vielleicht findest Du ja auch einen günstigen Tapeziertisch als Second-Hand-Ware in den Ebay-Kleinanzeigen oder auf Quoka.de.

Die richtige Menge macht‘s – Tipps zum Tapetenkauf

Wenn Du Deine Wunschtapete kaufst, benötigst Du natürlich auch die richtigen Maße. Du willst ja schließlich nicht, dass Dir beim Tapezieren plötzlich die Tapete ausgeht. Du darfst die Tapetenrollen deshalb ruhig großzügig bemessen. Der Verschnitt ist nicht selten hinterher noch gut für kleine Ausbesserungen oder einfach zum Basteln geeignet. In der Regel sind Tapeten als Standardrollen von 0,53 m x 33,5 m erhältlich. Als Faustregel gilt daher bei der durchschnittlichen Deckenhöhe von 2,10 m bis 2,35 m:

  • 3 Rollen für 6 m Raumumfang
  • 5 Rollen für 10 m Raumumfang
  • 7 Rollen für 15 m Raumumfang
  • 10 Rollen für 20 m Raumumfang

Worauf Du vor dem Tapezieren achten musst

Bevor es nun aber losgehen kann, musst Du erst einmal die Wände für das Tapezieren vorbereiten:

Wenn noch alte Tapete an der Wand haftet…

… musst Du diese entfernen. Feuchte sie hierfür mit etwas Wasser an, lasse es einziehen und schon sollten sich die alten Bahnen ablösen. Falls nicht, hilfst Du einfach mit einem Tapetenschaber nach.

Bei frisch verputzten Wänden…

solltest Du sie vor dem Tapezieren mit einer lösungsmittelarmen Grundierung streichen. So schaffst Du eine einheitliche Grundfläche und zusätzliche Saugfähigkeit. Hierfür eignet sich zum Beispiel die sogenannte „Streichmakulatur“.

Unebenheiten, wie Nägel…

…müssen ebenfalls vor dem Tapezieren entfernt werden. Überprüfe daher die Wände auf herausstehende Gegenstände oder Löcher. Je ebener die Oberfläche, desto schöner wird am Ende die Tapete aussehen. Sind alle Farb- und Tapetenreste sowie Unebenheiten entfernt, kannst Du mit einer kleinen Testbahn überprüfen, ob die Wand zum Tapezieren geeignet ist.

Den Tapetenkleister anrühren

Je nach Art der Tapete, musst Du nun den Tapeziergeräte- oder aber den Spezialkleister anrühren. In welchem Verhältnis? Siehe hierfür einfach auf der Verpackung nach. Dort findest Du nämlich eine ausführliche Beschreibung. In der Regel liegt das Mischverhältnis für den Kleister zwischen 1:20 und 1:30 mit sauberem, kalten Wasser. Um Klumpen zu vermeiden, die später unter der Tapete sichtbar wären, musst Du den Kleister so schnell wie möglich anrühren. Bringe hierfür zuerst das Wasser in Bewegung und schütte dann unter ständigem Rühren das Kleisterpulver hinein. Erst, wenn sich eine homogene und klumpenfreie Masse gebildet hat, darfst Du mit dem Rühren aufhören. Manchmal musst Du nun noch einmal kurz warten und anschließend nochmal rühren, bevor Du mit dem Tapezieren beginnen kannst. Alle Angaben hierzu findest Du ebenfalls auf der jeweiligen Verpackung des Kleisters.

Übrigens: Du kannst den Kleister auch über Nacht aufbewahren, um am nächsten Tag ein anderes Zimmer zu tapezieren. Er ist in der Regel mehrere Tage haltbar. Damit sich keine „Haut“ auf dem Kleister bildet, schüttest Du ein wenig Wasser vorsichtig über den Rand in den Eimer. Dieses Wasser legt sich wie ein schützender Film auf den Kleister und verlängert seine Haltbarkeit. Möchtest Du dann weiterarbeiten, rührst Du den Eimer einfach noch einmal kräftig durch, bis wieder eine homogene Masse erkenntlich ist.

Es geht los: Die Tapete einweichen und -kleistern

Ist die Tapete noch nicht in Bahnen zugeschnitten, kannst Du dies nun tun. Beachte hierbei, dass sie stets rund zehn Zentimeter länger sein sollten als die eigentliche Wandhöhe. Nun verwendest Du den Quast, um die Bahnen einzukleistern. Besonders sorgfältig solltest Du bei den Rändern vorgehen. Lege einfach alle Bahnen aufeinander, beginne mit der obersten und arbeite Dich nach unten vor. Geraten dennoch Kleberreste auf den Tapeziertisch, kannst Du diese einfach mit einem feuchten Tuch oder am Ende mit einem Spachtel entfernen. Jede eingekleisterte Bahn muss nun aber erst einmal einweichen, bevor Du sie an der Wand anbringen kannst.

Wie funktioniert das Einweichen?

Das Weichen bedeutet, dass Du die eingekleisterte Tapete mit den Klebeflächen zusammenlegst (auf der einen Seite rund ein Drittel, auf der anderen etwa zwei Drittel der Länge) und rund zehn bis 15 Minuten wartest. Wieso? Weil sich die Tapete durch den Kontakt mit dem flüssigen Kleber noch einmal ausdehnt und die Kanten bei der sofortigen Verarbeitung deshalb nicht mehr aneinanderpassen würden. Dadurch entstehen unschöne Falten und Blasen. Lasse daher alle Tapetenbahnen gleich lang einweichen, damit am Ende ein einheitliches Bild entsteht.

Die Tapete an die Wand bringen

Nach dem Kleistern und Weichen, kannst Du jetzt endlich die erste Tapetenbahn an der Wand anbringen. Du beginnst in der Nähe der Hauptlichtquelle, also zum Beispiel beim größten Fenster, und arbeitest Dich dann zur entgegenliegenden Wand vor. Die einzelnen Bahnen werden passgenau ohne Lücke nebeneinander angebracht. Oben und unten stehen nun jeweils rund fünf Zentimeter über.

Die erste Tapetenbahn ist die wichtigste

Die erste Tapetenbahn ist besonders wichtig, um am Ende ein einheitliches Bild zu erhalten. Sie stellt schließlich den Ausgangspunkt für alle weiteren Tapetenbahnen dar und muss deshalb exakt senkrecht sitzen. Verwende hierfür eine Wasserwaage und markiere das Lot mit einem Bleistift an der Wand. Solange der Kleister noch nicht getrocknet ist, kannst Du die Tapete jederzeit noch einmal abziehen oder an der Wand verschieben, bis sie perfekt sitzt.

Streichrichtung und Blasen

Zum Weichen hattest Du die Tapete ja im Verhältnis 1:3 und 2:3 gefaltet. Nun klappst Du zuerst das kürzere Stück auf und bringst es oben an der Wand an. Anschließend kannst Du auch das größere Teilstück ausklappen und nach unten hin an die Wand streichen. Verwende hierfür die Tapezierbürste und gehe stets von oben nach unten sowie von der Mitte zu den Rändern vor.

Es ist dennoch passiert: Nach dem Trocknen sind Blasen in der Tapete erkennbar? Keine Sorge: Nimm einfach eine handelsübliche Spritze aus der Apotheke zur Hand, feuchte die Tapete im Bereich der Blase an und spritze etwas Leim hinein. Mit einer Malerrolle kannst Du die Tapete nun wieder glatt streichen, überflüssige Kleberreste abtupfen und die Blasen sind Vergangenheit.

Was ist mit Ecken, Lichtschaltern und Heizkörpern?

Die fünf Zentimeter Überstand sollen perfekte Ecken hervorbringen. Diese kannst Du nämlich nun direkt an der Wand mit der Tapezierschere markieren, die Bahn leicht abziehen und den Überstand abschneiden. Ebenso gehst Du mit den Fußleisten vor. Steckdosen und Lichtschalter werden einfach übertapeziert und anschließend ausgeschnitten. Bei einer Heizung stehst Du vor einer echten Herausforderung: Alle hinter dem Heizkörper sichtbaren Stellen sollten unbedingt mittapeziert werden. Verwende hierfür am besten einen langstieligen Farbroller.

Übrigens: Beim Tapezieren hinter einem Heizkörper oder in dessen Nähe sollte er unbedingt ausgeschaltet sein. Die Tapetenbahn trocknet sonst an dieser Stelle durch die Wärme schneller und passt nicht mehr optimal zu den angrenzenden Bahnen.

Wenn du lieber nicht tapezieren möchtest, dann findest du in meinen Umzugstipps auch einen Artikel zum richtigen Streichen.

Umzug für Studenten Teil 1: Umziehen als Student

Umzug Studenten: Umziehen als Student

Studenten ziehen meist sehr häufig um, haben aber gleichzeitig das Problem von absolutem Geldmangel. Da geht es von der einen WG in die nächste, fürs Praxissemester drei Monate nach Berlin, für das fünfte Semester wieder nach Köln und die Abschlussarbeit schreibst Du in München. Nach den drei, fünf oder auch acht Jahren bist Du dann gewiss ein echter Profi in Sachen „Umzug“. Für den Anfang möchte ich Dir aber noch einige hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben:

Tipp 1: WG-Zimmer zur Zwischenmiete

Als Student hast Du zahlreiche Möglichkeiten, wie Du auch mit geringem Budget und nur für kurze Zeit eine tolle Bleibe findest. Auf Plattformen, wie „WG-gesucht“, kannst Du nach WG-Zimmern in der jeweiligen Stadt suchen, auch zur Zwischenmiete. Der Vorteil: Während der eigentliche Bewohner des WG-Zimmers vielleicht ebenfalls gerade im Praxissemester in einer anderen Stadt ist, kannst Du sein voll möbliertes Zimmer beziehen. Dein eigentliches WG-Zimmer bleibt derweil ebenfalls möbliert und Du kannst es an einen anderen Studenten untervermieten. So ergibt sich ein praktischer Kreislauf unter den Studis, ohne großen Umzugsstress. Wie das möglich ist? In ganz Deutschland sind Start und Ende der Winter- und Sommersemester in etwa gleich – der bunte WG-Tausch ist davon ein positiver Nebeneffekt.

Tipp 2: Studentenwohnheime

Eine weitere Wohnmöglichkeit sind Studentenwohnheime. Diese gibt es in quasi jeder größeren Stadt mit Hochschulen oder Universitäten. Auch hier kannst Du die Zimmer häufig auf Wunsch möbliert anmieten, oder aber Deine eigene Einrichtung mitbringen. Häufig sind die einzelnen Studentenzimmer wiederum in kleine WG’s innerhalb des Wohnheims aufgeteilt. So werden Küchen und Gemeinschaftsräume beispielsweise von je fünf Bewohnern des Studentenwohnheims zusammen genutzt. So lernst Du gleich viele neue Leute kennen und findest sozialen Anschluss in derr fremden Stadt.

Doch beachte: Aufgrund der praktischen Vorteile und günstigen Preise der Studentenwohnheime, sind diese in der Regel stark nachgefragt. Du musst Dich also frühzeitig und fristgerecht auf einen Platz bewerben. Alle Informationen hierzu findest Du beim örtlichen Studentenwerk.

Tipp 3: Ummelden beim Umzug

Auch wenn Du nur für ein, zwei oder sechs Monate umziehst, musst Du Dich bei zahlreichen Behörden ummelden. Hierzu gehören

Ziehst Du nur zur Zwischenmiete um, kannst Du auch deinen Untermieter bitten, Deine Post zu öffnen. Ansonsten musst Du Dich auch bei Deinem Strom-, Gas-, Telefon- und Internetanbieter ummelden oder von Deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

Tipp 4: Aus dem Umzug ein Event machen

Wenn Du doch einen großen Umzug planst und kein Geld für ein professionelles Umzugsunternehmen hast, frag einfach einmal Deine Freunde und Kommilitonen um Hilfe. Motivieren kannst Du sie, indem Du aus der langweiligen Umzugshilfe ein echtes Event machst. Sorge für gute Musik, ausreichend Getränke (Bier bitte erst nach Feierabend, aufgrund der Unfallgefahr) und leckeres Essen. So hast Du nicht nur einen effizienten Umzug, sondern zur gleichen Zeit auch eine tolle Abschiedsfeier. Je mehr Personen teilnehmen, desto lustiger wird es…

Tipp 5: Nutze alle Sparvorteile

Auf meinen Seiten findest du viele wertvolle Tipps, mit denen du bei einem Umzug bares Geld sparen kannst. Du erfährst zum Beispiel, wie du günstig mit dem Low-Budget-Transporter aus dem Baumarkt umziehst, wie du Umzugskartons oder den Möbeltransporter richtig und effizient packst, was es für kostengünstige / kostenlose Alternativen zu teuren Umzugskartons gibt und wie du ganz allgemein bei einem Umzug kräftig sparen kannst.

Übrigens: Als Student kannst Du Deine Umzugserfahrung auch nutzen, um Dir mit einem Nebenjob als Umzugshelfer etwas Kleingeld hinzu zu verdienen. Wie? Das verrate ich Dir im zweiten Teil von „Umzug für Studenten“.

Neues Meldegesetz: Ab jetzt Wohnsitz Ummeldung nur noch mit Umzugsnachweis

Neues Meldegesetz

Vor über zehn Jahren wurde das Gesetz abgeschafft, nun ist es seit dem 1. November 2015 wieder zurück: Wer seinen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt an- oder abmelden möchte, benötigt eine schriftliche Bestätigung des Vermieters. Dieser Umzugsnachweis wird hierbei auch als Vermieterbescheinigung bezeichnet. Was hat es eigentlich damit auf sich?

Welchem Zweck dient das neue Meldegesetz?

Seit die Vermieterbescheinigung abgeschafft wurde, hat der Bund mit einer steigenden Zahl sogenannter „Scheinanmeldungen“ zu kämpfen. Da in Deutschland aber jeder Bürger der Meldepflicht untersteht und daher der Meldebehörde seinen aktuellen Wohnort mitteilen muss, sind solche Scheinanmeldungen illegal. Um diese zu reduzieren, wurde das neue Meldegesetz eingeführt. Nachdem die Meldepflicht bislang Landessache war, gilt das neue Gesetz auf Bundesebene. Demnach ist eine An- oder Abmeldung des Wohnsitzes beim Einwohnermeldeamt in ganz Deutschland nur noch mit einem entsprechenden schriftlichen oder elektronischen Nachweis möglich.

Wie von jeder Regel, gibt es aber auch hier einige Ausnahmen, zum Beispiel wenn Du Dich in einem Pflegeheim oder einer Einrichtung zum Schutz (Zeugenschutz oder häusliche Gewalt) befindest.

Wann muss der Vermieter den Umzugsnachweis ausstellen?

Der Vermieter hat laut Gesetz zwei Wochen Zeit, um Deinen Umzug bei der örtlichen Meldebehörde zu erfassen. Zudem musst Du der Meldebehörde den Umzugsnachweis Deines neuen Vermieters vorlegen. Wird diese Vermieterbescheinigung nicht, nicht rechtzeitig oder nicht richtig ausgestellt und vorgelegt, musst Du mit einer Strafe in Form von Bußgeld (bis zu 1.000 Euro) rechnen. Wer bewusst betrügt, sprich einen Scheinwohnsitz mit einem entsprechenden Dokument belegt, kann gar mit bis zu 50.000 Euro Strafe belangt werden. Diese Strafen gelten übrigens sowohl für den Mieter als auch den Vermieter einer Wohnung. Du musst daher unbedingt innerhalb von zwei Wochen nach Deinem Umzug zum Einwohnermeldeamt.

Übrigens: Auch wenn Du in Deinem Wohneigentum lebst, musst Du dies bei einem Ein- und Auszug bestätigen. Da Du dann „Vermieter“ und „Mieter“ zugleich bist, fordern viele Ämter die Bestätigung Deiner eigenen Angaben via Umzugsnachweis. Einige sehen aus Kulanz davon ab…

Der Umzugsnachweis muss folgende Angaben enthalten:

  • Name und Anschrift des Vermieters
  • Art der Meldung: Ein- oder Auszug?
  • Datum des Vorgangs
  • Vollständige Adresse der Wohnung
  • Name des Mieters

Eine Vorlage für den Umzugsnachweis findest Du unter www.mdr.de

Mieter und Vermieter haben jetzt „Auskunftsanspruch“

Noch eine Neuerung bringt das Meldegesetz mit sich: Der Vermieter besitzt nun fortan einen „Auskunftsanspruch“. Das bedeutet, dass er bei der Meldebehörde jederzeit erfragen kann, ob der Mieter an seinem angegebenen Wohnsitz tatsächlich gemeldet ist. Zugleich muss er auf Nachfrage des Einwohnermeldeamtes seine vollständigen und wahrheitsgemäßen Angaben zu den Mietern in seiner Wohnung offenlegen.

Wohnungsübergabe: Darauf musst Du als Mieter achten

Wohnungsübergabe - Das musst du als Mieter beachten

Immer dann, wenn Du eine neue Wohnung beziehst oder aus Deiner bisherigen Wohnung ausziehst, findet mit dem jeweiligen Vermieter die sogenannte Wohnungsübergabe statt. Hierbei handelt es sich prinzipiell um die Schlüsselübergabe, zugleich wird die Wohnung aber auch auf ihren Zustand überprüft. Wer bei der Wohnungsübergabe Fehler macht, bleibt hinterher eventuell auf Schäden sitzen. Darauf solltest Du deshalb unbedingt achten:

Fall 1: Die Wohnungsübergabe beim Einzug

Wenn Du Dich auf der Suche nach einer neuen Wohnung befindest, solltest Du diese bereits bei der Wohnungsbesichtigung genau unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls noch einmal einen zweiten Besichtigungstermin vereinbaren. Dennoch achtest Du hier meist weniger auf Details als auf die Lage der Wohnung, ihre Ausrichtung, den Balkon, den Mietpreis usw. So hast Du den Mietvertrag häufig schon unterschrieben, bevor Du kleine Mängel überhaupt bemerkst. Die Wohnungsübergabe ist deshalb der optimale Zeitpunkt, noch einmal gezielt in der Wohnung nach Schäden, Schimmel oder Mängeln zu suchen. Werden diese nämlich nicht im Übergabeprotokoll festgehalten, musst Du eventuell später für den Schaden aufkommen, obwohl dieser durch Deinen Vormieter verursacht wurde.

Das Übergabeprotokoll ist stets ein Muss

Das Wichtigste bei der Wohnungsübergabe ist daher stets das Übergabeprotokoll. Dieses gilt später als Nachweis, dass der Schaden bereits beim Einzug vorhanden war, sodass Du diesen nicht verantworten musst. Leider versuchen nämlich viele Vermieter, einen Schaden auf die Kosten des Mieters abzuwälzen. Wichtige Punkte, die Du im Übergabeprotokoll festhalten musst, sind zum Beispiel:

  • Befindet sich die Wohnung im „besenreinen“ Zustand?
  • Schließen Türen und Fenster vollständig oder spürst Du Zugluft?
  • In welchem Zustand sind die Fensterrahmen? Müssen sie eventuell nochmals gestrichen werden?
  • Sind Schäden oder Schimmel an Wänden beziehungsweise Fußböden zu erkennen?
  • Gibt es Bohrlöcher in den Wänden, Böden oder Fließen?
  • Sind Risse oder tiefe Kratzer in Wänden, Böden oder Einrichtungsgegenständen zu erkennen?
  • Funktionieren die elektrischen Geräte, Wasserhähne und Heizungen?
  • Sind Sprünge in der Dusche, Badewanne, Toilette oder dem Waschbecken zu erkennen?
  • Sind Wohnung, Keller, Garage, Mülltonnen etc. leer?
  • Wie viele Schlüssel hast Du erhalten und musst Du dementsprechend zum Ende der Mietzeit zurückgeben?
  • Halte zuletzt stets auch die Strom-, Gas- und Wasserzählerstände fest.
  • Solltest Du direkt vor Ort die Beseitigung der Mängel, Reparaturen oder Renovierungsarbeiten mit dem Vermieter vereinbaren, halte diese unbedingt ebenso im Übergabeprotokoll schriftlich fest.

Eine Vorlage für das Übergabeprotokoll findest Du beispielsweise unter www.mieterverein-meissen.de

Verhaltensregeln für die Wohnungsübergabe

Die Wohnungsübergabe sollte im Hellen stattfinden. Nimm zudem eine zweite Person als Zeuge mit und dokumentiere die Übergabe mit einem Fotoapparat. Fotografiere alle gefundenen Mängel und schreibe sie im Übergabeprotokoll nieder. Das Übergabeprotokoll muss anschließend vom Vermieter und Mieter eigenhändig unterschrieben werden und beide Parteien erhalten eine originale Fassung.

Was, wenn Du einen Mangel erst nach dem Einzug entdeckst?

Es kann durchaus passieren, dass ein Schaden bei der Wohnungsübergabe nicht ersichtlich ist, zum Beispiel weil die Heizung bei Deinem Einzug im Sommer ausgeschaltet war und im Winter plötzlich nicht anspringt. Sobald Du einen Schaden entdeckst, musst Du diesen daher ebenfalls fotografieren und dem Vermieter unverzüglich schriftlich melden. Dieser hat daraufhin eine angemessene Zeitspanne zur Beseitigung des Mangels. Kommt er dieser Pflicht nicht nach oder beeinträchtigt der Schaden den Wohnwert Deiner Wohnung, so kannst Du die Minderung der Miete verlangen. Auch wenn Du den Schaden zwar entdeckst, aber ihn als nicht weiter schlimm empfindest und nicht beheben lässt, musst Du ihn festhalten und schriftlich melden. Ansonsten kommst Du bei Deinem Auszug eventuell in die Pflicht, diesen aus eigenen Mitteln zu beheben.

Fall 2: Die Wohnung beim Auszug richtig hinterlassen

Gleichzeitig musst Du als Mieter Deine alte Wohnung beim Auszug auch stets korrekt hinterlassen, um nicht in Streitigkeiten mit dem Vermieter zu geraten. Auch hier solltest Du unbedingt ein Übergabeprotokoll erstellen. Damit es gar nicht erst zu Problemen kommt, verrate ich Dir, wie Du Deine Wohnung hinterlassen musst:

  1. Je nach Mietvertrag, musst Du die vereinbarten Schönheitsreparaturen durchführen, also beispielsweise die Wände in einer hellen und neutralen Farbe streichen.
  2. Beseitige alle persönlichen Gegenstände aus den gemieteten Räumen. Hierzu gehören neben der Wohnung selbst auch der Keller, die Garage, eine Abstellkammer, der Garten, Balkon o.ä.
  3. Eine detaillierte Grundreinigung der Wohnung ist nicht nötig, doch sie muss „besenrein“ übergeben werden. Das bedeutet, dass Du groben Schmutz beseitigen musst. Die Böden müssen gestaubsaugt sowie Küche, Bad und Zimmer sauber sein.
  4. Wurde die Wohnung durch Dich baulich verändert, also hast Du beispielsweise Einbauschränke installiert oder die Balkonbrüstung erhöht, musst Du diese Veränderungen wieder rückgängig machen. Du kannst allerdings bereits beim Einbau oder vor der Wohnungsübergabe mit dem Vermieter sprechen, ob er diese Veränderungen beibehalten möchte. Gibt er seine Zustimmung, so lasse Dir diese schriftlich bestätigen.
  5. Selbst die Einbauküche musst Du rechtlich gesehen beim Auszug wieder ausbauen. Allerdings passt diese vielleicht nicht in Deine neue Wohnung oder dort ist bereits eine vorhanden. Sprich deshalb im Voraus mit Deinem Vermieter. Häufig hat er Interesse daran, die Küche zu behalten oder Du kannst Sie Dir vom Nachmieter abkaufen lassen.
  6. Überprüfe die nun leere Wohnung auf Abnutzungserscheinungen. Beheben musst Du allerdings nur jene Schäden, die nicht als „üblich“ anzusehen sind. Hierzu gehören beispielsweise Brandlöcher, Bohrungen oder zerkratzte Tapeten durch Deine Katze.
  7. Zuletzt übergibst Du natürlich alle Schlüssel, welche Du von Deinem Vermieter erhalten hast. Vergiss dabei nicht den Briefkasten-, Dachboden- oder Kellerschlüssel.
  8. Halte zudem die Strom-, Gas- und Wasserzählerstände fest und lasse sie Dir im Übergabeprotokoll schriftlich bestätigen.
  9. Anschließend erhältst Du Deine Kaution zurück. Der Vermieter darf diese aber für höchstens sechs Monate ganz oder teilweise einbehalten, um ausstehende Reparaturen oder Nebenkostenabrechnungen zu decken. Achte unbedingt darauf, dass Du Deine Kaution mit samt der Zinsen zurückbekommst. Der Vermieter ist schließlich in der Pflicht, Deine Kaution während der Mietdauer für Dich zinsbringend (zum „üblichen“ Zinssatz) anzulegen.

Grundsätzlich gilt als bei jeder Art der Wohnungsübergabe:

Je mehr und detaillierter Du dokumentierst, desto besser!

Das muss in Deinem Mietvertrag stehen

Das muss im Mietvertrag stehen

Dank meiner Tipps im Artikel „Wohnungssuche: So findest du eine Wohnung!“ und meinen Ratschlägen dazu, wie du einen Markler oder Vermieter von dir überzeugst, hast Du hoffentlich nun den Mietvertrag für Deine Traumwohnung vorliegen. Doch Vorsicht: Du solltest diesen unbedingt gründlich durchlesen, bevor Du ihn unterschreibst. Denn während einige Klauseln bestenfalls in Deinem Mietvertrag stehen sollten, sind andere unfair oder gar illegal. Was also muss und darf nun alles in Deinen Mietvertrag? Ich verrate es Dir…

Ein Mietvertrag muss nicht immer schriftlich sein

Tatsächlich gelten auch mündliche Abmachungen als Mietvertrag oder können diesen um wichtige Zusätze erweitern. Das Problem ist allerdings, dass Du in diesem Fall die Beweislast trägst und die mündliche Abmachung nachweisen musst. Hierfür könntest Du entweder Zeugen heranziehen oder eben die Vereinbarungen schriftlich festhalten und Dir per Unterschrift von Deinem Vermieter bestätigen lassen. Fertig ist der Mietvertrag! Allerdings solltest Du dennoch einen schriftlichen und rechtlich einwandfreien Mietvertrag von Deinem zukünftigen Vermieter verlangen. Hier werden nämlich wichtige Regelungen und Verpflichtungen festgehalten, die ansonsten eventuell zu einem Rechtsstreit führen könnten, beispielsweise bezüglich der sogenannten „Schönheitsreparaturen“.

Welche Arten von Mietverträgen gibt es?

Doch auch schriftlich verfasste Mietverträge können ganz unterschiedlich gestaltet sein. Grundlegend gibt es fünf verschieden Arten von Verträgen:

  1. unbefristeter Mietvertrag
  2. zeitlich befristeter Mietvertrag über eine bereits im Voraus festgelegte Dauer, dieser muss allerdings eine Begründung für die Befristung enthalten
  3. Indexmietvertrag mit Mietsteigerungen von jährlich zwei bis drei Prozent
  4. Staffelmietvertrag mit einer jährlichen Erhöhung der Miete (Steigerung ist als Summe angegeben)

Egal, ob komplexer Staffel- oder schlichter unbefristeter Mietvertrag: Du solltest diesen stets gründlich durchlesen und notfalls einen Sachverständigen darum bitte, Dir die juristischen Formulierungen zu erklären. Nur so kannst Du nämlich noch vor dem Zustandekommen des Mietvertrages Änderungen verlangen oder sogenannte „Individualvereinbarungen“ festhalten, zum Beispiel bezüglich der Nebenkosten, dem Winterdienst oder der Schönheitsreparaturen. Ist der Vertrag erst einmal unterschrieben, ist er auch in dieser Form gültig und nur noch schwer anzufechten, eine Ausnahme sind lediglich illegale Klauseln.

Welche Vertragsklauseln sind unzulässig?

Das Mietrecht legt fest, welche Klauseln in einem Mietvertrag rechtlich zulässig sind und welche nicht. Ungültige oder gar illegale Vertragsinhalte sind demnach:

Befristete Mietverträge nur mit ausreichender Begründung

Ein Mietvertrag wird stets auf unbestimmte Zeit geschlossen. Demnach darf dieser kein Enddatum enthalten, es sei denn, es handelt sich um die Sonderform eines befristeten Mietverhältnisses. In diesem Fall muss der Vertrag aber einen triftigen Grund enthalten, weshalb er zu dem angegebenen Zeitpunkt endet. Berechtigte Gründe sind zum Beispiel, wenn der Vermieter selbst oder Angehörige anschließend die Wohnung beziehen möchten (Eigenbedarf) oder eine so umfassende Renovierung notwendig wird, dass der Mieter in diesem Zeitraum die vermieteten Räume nicht weiter bewohnen kann. Wenn Du einen Grund aber als unzureichend empfindest, kannst Du ihn dennoch anfechten. Viele Gerichte entscheiden im Einzelfall zugunsten des Mieters.

Der Vermieter hat kein unbegrenztes Besuchsrecht

Der Vermieter darf nicht jederzeit und unangekündigt Deine Wohnung betreten, egal aus welchen Gründen. Er muss die Besuche stets vorher mit Dir vereinbaren. Ein eigener Schlüssel zu Deiner Wohnung steht ihm nicht zu. Entsprechende Klauseln in Deinem Mietvertrag sind daher ungültig.

Kündigungsgründe müssen definiert sein

Der Vermieter darf Dir nicht jederzeit, ohne Frist oder ohne gültigen Grund kündigen. Auch solche Klauseln sind rechtlich nicht zulässig. Die möglichen Gründe für eine Kündigung sind im Mietrecht festgesetzt.

Du bist der alleinige Mieter

Mit dem Mietvertrag erwirbst Du das alleinige Recht, die Wohnung in Anspruch zu nehmen. Der Vermieter darf sie nicht weiter- oder untervermieten.

Haustiere dürfen nicht generell verboten sein

Haustierklauseln gibt es in quasi jedem Mietvertrag. Allerdings dürfen diese nicht generell verboten werden. Während Kleintiere in Käfigen, einem Terrarium oder Aquarien prinzipiell erlaubt sind, gilt bei Katzen und Hunden die Einzelfallentscheidung. So dürfen diese im Mietvertrag zwar nicht mehr generell verboten werden, durchaus aber nach der Prüfung des Einzelfalls durch den Vermieter. Dieser muss dafür aber eine plausible und nachvollziehbare Begründung vorlegen können.

Das muss unbedingt in Deinem Mietvertrag stehen

Allerdings musst Du bei Deinem Mietvertrag nicht nur darauf achten, dass keine unzulässigen Klauseln enthalten sind, sondern auch welche anderen Informationen unbedingt festgehalten werden sollten. Der Vertrag muss strenge Regeln hinsichtlich Form und Inhalt einhalten, damit er im Notfall vor Gericht bestehen kann. Zwar kannst Du auch formlose Vereinbarungen oder, wie bereits erwähnt, mündliche Absprachen vor Gericht geltend machen, allerdings benötigst Du dann handfeste Beweise. Da ist es doch besser, direkt einen wasserdichten Mietvertrag vorlegen zu können, oder? Hierfür muss er wie folgt gestaltet sein:

  • Der Vertrag muss den vollständigen Namen des Mieters und Vermieters enthalten, da es sich um ein nicht übertragbares Schriftstück handelt.
  • Die Adresse des Objektes sowie seine genaue Lage, zum Beispiel 4. OG rechts, müssen erkennbar sein.
  • Genannt werden müssen zudem die Kosten, aufgeschlüsselt nach Kaltmiete, Sonderkosten, beispielsweise für einen Parkplatz oder die Gartenbenutzung, und die Betriebskosten.

Diese drei Mindestangaben sind notwendig, dass ein Mietverhältnis zustande kommt. Allerdings gehören in einen guten und gerichtlich ausreichend formulierten Mietvertrag noch zahlreiche weitere Informationen. In jedem Mietvertrag sollten daher weiterhin folgende Punkte festgehalten sein:

  • Der Mietbeginn, bei befristeten Mietverträgen die Mietdauer sowie der Grund für die Befristung.
  • Zusätzlich müssen alle Mieträume mit ihrer jeweiligen Quadratmeterzahl exakt aufgeführt werden. Hierunter fallen auch Garagen, Kellerräume, Terrassen, der Garten o.ä.
  • Alle Vereinbarungen zur Zahlung einer Kaution sollten niedergeschrieben werden. Zahlst Du eine Kaution an Deinen Vermieter (höchstens drei Monatskaltmieten), ist dieser gesetzlich dazu verpflichtet diese auf einem zinsbringenden Konto anzulegen. Dieses kann er entweder selbst eröffnen oder Dich als Mieter mit der Eröffnung eines Kautionskontos beauftragen. Zum Ende des Mietverhältnisses erhältst Du dann Deine Kaution inklusive Zinsen in einem angemessenen Zeitraum zurück. Diese kann lediglich für ausstehende Mietzahlungen oder den letzten Betriebskostenausgleich vorläufig einbehalten werden.
  • Um Streit zu vermeiden, sollten auch Klauseln zu den Schönheitsreparaturen enthalten sein. Starre Klauseln, wie „Der Mieter trägt alle Kosten der Schönheitsreparaturen bei seinem Auszug“ oder „Nach drei Jahren ist die Küche zu streichen“, sind nicht zulässig. Stattdessen können Hinweise gegeben werden, zum Beispiel dass die Küche in der Regel alle drei, das Wohnzimmer alle fünf Jahre gestrichen wird. Die tatsächlichen Fristen allerdings, sind dann nach dem jeweiligen Abnutzungsgrad zu beurteilen.
  • Eine weitere sinnvolle Ergänzung für den Mietvertrag sind die sogenannten „Kleinreparaturen“. Hierbei geht es beispielsweise um defekte Heizungsthermostate, Beschädigungen an Türen o.ä. Hierbei gilt die gesetzliche Regelung: Den Handwerker muss stets der Vermieter bestellen. Die Rechnung allerdings, muss der Mieter begleichen, solange diese nicht mehr als 100 Euro kostet. Ab dem 101. Euro hingegen, ist der Vermieter für das Begleichen der Handwerkerrechnungen zuständig. Insgesamt muss der Mieter pro Jahr nicht mehr für Handwerker bezahlen als acht Prozent seiner Jahresmiete.
  • Die Kündigungsfristen sind gesetzlich vorgeschrieben, solange Du im Mietvertrag keine abweichenden Regelungen triffst. Demnach kannst Du als Mieter mit einer Frist von drei Monaten kündigen und musst hierfür keine Gründe angeben. Der Vermieter hingegen, darf nur aus einem triftigen Grund heraus kündigen und hat strengere Kündigungsfristen zu beachten: In den ersten fünf Jahren gilt auch hier der Zeitraum von drei Monaten, nach fünf Jahren Mietdauer sind es sechs, nach acht Jahren gar neun Monate Kündigungsfrist. Kündigen darf er stets nur aufgrund eines schweren Vertragsbruches des Mieters (eventuell fristlos) oder wegen der Anmeldung von Eigenbedarf. Solltest Du aber nicht rechtzeitig eine angemessene neue Wohnung finden, kannst Du häufig die Verlängerung der Kündigungsfrist verlangen. Zu solchen Sonderfällen kannst Du Dich jederzeit vom Mieterschutzbund beraten lassen.

Von schlechten Mietverträgen profitierst Du als Mieter

Prinzipiell gilt aber: Je weniger im Mietvertrag steht, desto besser ist das meistens für Dich als Mieter. Dank strengen Gesetzen bist Du nämlich nicht zu Schönheitsreparaturen verpflichtet, darfst unter gewissen Bedingungen Haustiere halten oder genießt hohen Kündigungsschutz, wenn keine abweichenden Regelungen im Mietvertrag stehen. Du solltest daher vor allem einen Blick auf unzulässige oder unfaire Regelungen haben und eventuelle Sondervereinbarungen mit Deinem Vermieter schriftlich festhalten. Ansonsten kannst Du entspannt unterschreiben und guten Gewissens in Deine neue Traumwohnung ziehen…

Tipp: Für den Fall, dass es doch einmal zum gerichtlichen Streit aufgrund eines Mietvertrags kommen sollte, empfehle ich Dir eine spezielle Rechtsschutzversicherung für Mieter. Diese ist häufig schon für wenige Euro im Jahr zu haben und bietet Dir ausreichend Schutz im Streitfall.