Umzugskartons günstig oder gratis

Während Du auch Bananenkisten, Müllsäcke oder Koffer für Deinen Umzug nutzen kannst, sind Umzugskartons einfach die bessere Wahl. Denn sie lassen sich im Transporter oder Auto leichter und sicherer stapeln, sodass Du Deinen Umzugswagen effizienter packen und den vorhandenen Platz bestmöglich ausnutzen kannst. Allerdings sind Umzugskartons nicht gerade günstig und Du wirst wahrscheinlich eine große Vielzahl an Kartons benötigen, um Dein Hab und Gut sicher zu verpacken. Was also tun, wenn Du nicht auf Umzugskartons verzichten, aber trotzdem Geld sparen möchtest? Ich werde Dir nun zeigen, wie Du Dir alle für Deinen Umzug benötigten Umzugskartons billig oder gratis sichern kannst, wobei Du ausreichend Zeit mitbringen solltest, um alle Deine Umzugskartons zu sammeln.

Umzugskartons im Internet gratis oder günstig ergattern

Wenn Du bisher nur bei den verschiedenen Kleinanzeigenportalen nach Umzugskartons geschaut hast, dann ist dies gerade einmal der Anfang. Denn während die Kleinanzeigenseiten im Internet und in der Zeitung in der Tat immer mal wieder kostenlose Umzugskartons zur Abholung anbieten, lohnt es sich auf jeden Fall auch, bei Facebook nach kostenlosen oder günstigen Umzugskartons zu schauen. Bestimmt gibt es auch für Deine Stadt eine „Zu Verkaufen“- beziehungsweise Flohmarktgruppe oder ein entsprechendes Netzwerk. Bei diesen Seiten auf Facebook sind meist unzählige andere Mitglieder aus Deiner Region angemeldet, bei denen Umzugskartons nur ungenutzt herumstehen und einfach zu viel Platz wegnehmen. Wenn dem so ist, posten sie vielleicht sogar selbst eine Anzeige, um ihre Umzugskartons günstig oder sogar gratis anzubieten. Andererseits kannst Du mit einer entsprechenden Anzeige auch selbst nach gebrauchten Umzugskartons schauen. Selbst beim Online-Auktionshaus eBay kannst Du Umzugskartons inzwischen ersteigern. Hierbei ist es natürlich sinnvoll, wenn der Anbieter aus Deiner Region stammt, damit Du die Kartons einfach abholen und die Kosten für den Versand einsparen kannst. Auch bei Yahoo gibt es kostenlose Gruppen, die sich Freecycle nennen, und bei denen Du immer wieder kostenlose Umzugskartons erhalten kannst. Du musst Dich also nur online auf die Suche machen!

Umzugskartons günstig oder kostenlos von Umzugsunternehmen

Mit ein wenig Glück kannst Du aber auch mit Deinem Umzugsunternehmen einen Deal aushandeln. Gerade bei größeren Umzügen, welche entsprechend ins Geld gehen, kannst du vielleicht sogar kostenlose Umzugskartons heraushandeln, wenn Du Dein Verhandlungsgeschick entsprechend einsetzt. Bei immer mehr Umzugsunternehmen kannst Du Umzugskartons zudem günstig mieten. Wenn Dir das immer noch zu teuer ist, kannst Du aber auch bei einigen Umzugsunternehmen in Deiner Stadt anfragen, ob diese vielleicht Umzugskartons aus ihrem Mietbestand zu verschenken haben. Denn wenn die Umzugskartons bereits mehrere Male vermietet wurden, kann das Umzugsunternehmen diese Kartons aufgrund ihres stark gebrauchten Zustands irgendwann nicht mehr verwenden, sodass Du vielleicht Glück mit deiner Anfrage hast. Nimm also Deinen Mut zusammen und probiere es einfach aus!

Alle Tipps im Überblick

Zum Schluss möchte ich die wichtigsten Tipps, wie Du Dir Umzugskartons nahezu kostenlos sichern kannst, noch einmal für Dich zusammenfassen und Dir noch ein paar echte Geheimtipps für die effiziente Nutzung dieser Kartons geben:

  • Angehörige, Freunde, Bekannte, Arbeits- oder Studienkollegen unbedingt nach Umzugskartons fragen, die Du Dir ausleihen oder sogar geschenkt haben kannst
  • Kleinanzeigen online und in der Zeitung studieren, um kostenlos Umzugskartons zu bekommen
  • bei eBay gebrauchte Umzugskartons günstig von Privatanbietern ersteigern
  • beim Kauf von Umzugskartons einen Preisvergleich im Internet machen
  • auch bei Yahoo, Google+ und anderen sozialen Netzwerken nach gebrauchten Umzugskartons suchen
  • verschiedene Facebook-Gruppen auf der Suche nach günstigen oder gratis Umzugskartons durchstöbern
  • Aufkleber kaufen, um bereits benutzte Umzugskartons dennoch gut sichtbar beschriften zu können
  • bei Umzugsunternehmen nach gratis Umzugskartons aus dem Mietbestand fragen
  • einen Rabatt auf Umzugskartons beim Umzugsunternehmen aushandeln
  • Umzugskartons günstig mieten
  • leicht beschädigte Umzugskartons mit ein bisschen Tape einfach wieder reparieren, um sie wieder einsatzfähig zu machen
  • ausreichend Zeit mitbringen, um genügend günstige oder kostenlose Umzugskartons zusammenzusammeln

Übrigens: Wer seine Umzugskartons effizient packt, der braucht am Ende weniger Kartons und kann so ebenfalls sparen. Um dich zu informieren, wieivele Kartons du überhaupt brauchst, kannst du meinen Umzugskartonrechner nutzen oder dich in diesem Artikel darüber informieren, mit wieviel Kartons du kalkulieren solltest.

Umziehen mit Klavier – was Du beim Klaviertransport beachten musst

Ein gewöhnlicher Umzug kann ganz schön anstrengend sein. Ein Umzug mit Deinem Klavier stellt allerdings eine völlig neue Herausforderung dar. Dies liegt nicht nur allein am Gewicht des guten Stücks, sondern auch daran, dass Erschütterungen beim Umzug eines Klaviers möglichst zu vermeiden sind. Mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm, handelt es sich bei einem Klavier um ein echtes Schwergewicht. Demnach sollte bereits jetzt klar sein, dass ein Klaviertransport in Eigenregie eher nicht zu empfehlen ist. Dennoch möchte ich Dir verraten, wie Du diese Mammutaufgabe meistern kannst und wann Du sie besser an einen Profi abgeben solltest.

Ein Klavier bitte nur mit den richtigen Hilfsmitteln transportieren

Wenn Du den Umzug Deines Klaviers zusammen mit Deinen Umzugshelfern selbst in die Hand nehmen willst, dann dürfen die passenden Hilfsmittel nicht fehlen. Denn ein Klavier ist in Bezug auf seinen Transport eines der anspruchsvollsten Stücke in Deiner Wohnung. Die folgenden Hilfsmittel sind daher unerlässlich:

  • Ein Rollwagen (Hund) mit einer stabilen Ablagefläche
  • Zwei Möbelgurte
  • Ein Transporter, der über eine Laderampe oder Hebebühne verfügt
  • Umzugsdecken oder ausreichend Schutzfolien (als Schutz vor Kratzern, für die der Klavierlack leider sehr anfällig ist)

Wenn du in einer höheren Etage wohnst und kein Aufzug verfügbar ist, macht es vielleicht Sinn, einen Möbelaufzug anzumieten.

Die Last gemeinsam stemmen

Ein Klavier sollte immer von mindestens zwei oder besser noch von drei Personen gemeinsam bewegt werden. Viele der genannten Umzugshilfsmittel kannst Du übrigens auch im Baumarkt oder bei einem Umzugsunternehmen preiswert mieten, sodass Du beispielsweise einen Rollwagen nicht unbedingt kaufen musst und so Kosten sparen kannst. Besonders wenn ein Aufzug vorhanden ist und Du einen Transporter anmietest, der über eine Hebebühne oder Laderampe verfügt, ist der Klaviertransport in Eigenregie durchaus machbar. Anfängern solltest Du diese Mammutaufgabe jedoch nicht zumuten, wobei ausreichend körperliche Fitness, viel Kraft und keine gesundheitlichen Einschränkungen (besonders im Bereich des Bewegungsapparates) eine ebenso wichtige Grundvoraussetzung sind, damit Du Deine Freunde überhaupt um diese Hilfe beim Umzug bitten kannst.

Die richtige Versicherung ist unerlässlich

Dabei solltest Du in Anbetracht des hohen Preises für ein Klavier auch unbedingt die Versicherungsfrage klären. Wenn Du Deinen Umzug in Eigenregie zusammen mit Deinen Freunden meisterst, ist nicht immer ganz klar, wer im Schadensfall haftet oder ob Du am Ende auf dem Schaden sitzen bleibst. Nicht jede Haftpflichtversicherung schließt die sogenannten „Freundschaftsdienste“ ein. Falls dies eine Deiner größten Sorgen ist, ist es also besser, wenn Du Dich gleich an ein Umzugsunternehmen für den professionellen Transport Deines Klaviers wendest – hier sollten dann auch die Versicherungsfragen geklärt sein.

Detaillierte Anleitung zum Klaviertransport

Doch wie transportierst Du Dein Klavier mit den genannten Hilfsmitteln denn nun am besten?

  • Im ersten Schritt musst Du das Instrument erst einmal auf dem Hund platzieren, sodass mindestens drei Helfer erforderlich sind. Während zwei starke Umzugshelfer das Klavier anheben, kann die dritte Person den Rollwagen an der richtigen Stelle unter dem Klavier positionieren.
  • Mit Hilfe des Rollwagens lässt sich das Klavier nun erst einmal relativ einfach bis zur Haustür bewegen.
  • Abhängig von der Größe Deines Klaviers kann es außerdem sinnvoll sein, wenn die Lyra und die vorderen Beine abmontiert werden. Unter Benutzung eines Akkuschraubers sollte dies kein Problem sein.
  • Die eigentliche Herausforderung besteht nun darin, das Klavier durch das gesamte Treppenhaus zu manövrieren und das Instrument womöglich viele Treppen herunter zu tragen.
  • Dazu sollte das Klavier zunächst mit Decken geschützt und mit Gurten fest an dem Rollwagen befestigt werden. Beim Tragen des Klaviers packen am besten gleich zwei Helfer an der Unterseite an.
  • Außerdem solltet ihr bei jedem Stockwerk eine kurze Pause einlegen, um so ausreichend Kräfte für die nächsten Treppenstufen zu sammeln.
  • Falls Du einen Flügel transportieren möchtest, muss der Transport wahrscheinlich hochkant erfolgen, damit das Instrument überhaupt durchs Treppenhaus passt.
  • Wenn ihr es erst einmal bis zum Transporter geschafft habt, kann das Klavier mittels der Laderampe oder Hebebühne relativ leicht verladen werden.
  • Bedenkt jedoch, dass das Klavier unbedingt ausreichend im Transporter fixiert werden muss, da es selbst bei leichten Erschütterungen bereits umfallen und Schaden nehmen kann.
  • Das Ausladen des Klaviers in der neuen Wohnung funktioniert dann in umgekehrter Reihenfolge.
  • Nach dem Umzug muss das Klavier eventuell neu gestimmt werden.

Wann solltest Du besser Profis für den Klaviertransport anheuern?

Falls Du Dir in Anbetracht dieser Anleitung einen Klaviertransport in Eigenregie nicht zutraust,  solltest Du auf jeden Fall einen Profi für den Transport Deines geliebten Instruments engagieren. Doch auch in den folgenden Fällen ist ein professioneller Klaviertransport im Rahmen Deines Umzugs ratsam:

  • Zu wenige oder nicht ausreichend starke Helfer
  • Gesundheitliche Beschwerden, wie zum Beispiel Rückenleiden
  • Keinen ausreichenden Hilfsmittel
  • Wenn die Versicherungsfrage beim Transport Deines Klaviers nicht geklärt ist
  • Wenn es sich um ein sehr sperriges oder besonders altes und damit sehr fragiles Klavier handelt
  • Wenn Du einen Konzertflügel transportieren willst
  •  Bei einem sehr engen Treppenhaus
  • Bei einem sehr teuren Klavier (zum Beispiel von Herstellern wie Bösendorfer, Bechstein oder Steinway)

Dabei macht es am meisten Sinn, wenn Du ein Umzugsunternehmen beauftragst, das sich auf sachgemäße Klaviertransporte spezialisiert hat und gleichzeitig auch noch den Umzug Deiner restlichen Besitztümer fachmännisch abwickeln kann. Dann kannst Du die damit verbundenen Sorgen im gleichen Atemzug einfach an den Fachmann abgeben und Dich stattdessen um die Einrichtung in Deiner neuen Wohnung kümmern. Vielleicht ist es für dich ja auch eine Alternative, den kompletten Umzug in fremde Hände zu geben.

Umzug während der Schwangerschaft – Hilfreiche Tipps

Ein Umzug während der Schwangerschaft ist alles andere als ein gewöhnlicher Umzug. Dennoch suchen viele Paare sofort nach einer größeren Wohnung oder einem Haus, wenn sie erfahren, dass sie Nachwuchs erwarten. Schließlich soll die junge Familie ausreichend Platz haben. Dabei solltest du gut überlegen, ob du dir einen Umzug während der Schwangerschaft wirklich zumuten möchtest. Denn selbst dann, wenn du ein Umzugsunternehmen mit einem Komplettumzug beauftragst und dich nicht einmal um das Kistenpacken selbst kümmern musst, ist ein Umzug immer noch mit viel Stress verbunden. Schließlich kann ein Umzug nicht nur körperlich, sondern auch emotional belastend sein. Wie ein stressfreier Umzug in der Schwangerschaft dennoch gelingen kann, möchte ich dir jetzt verraten.

Mute dir nicht zu viel zu

Unabhängig davon, in welchem Stadium deiner Schwangerschaft du dich gerade befindest, solltest du keine schweren Gegenstände heben oder tragen. Ein Umzugskarton, der meist um die 15 Kilogramm wiegt, ist also definitiv viel zu schwer für dich. Auch wenn du dich eigentlich noch fit fühlst und gerade am Anfang deiner Schwangerschaft noch sehr ehrgeizig bist, solltest du lieber die Finger von den Umzugskartons lassen. Die Aufgabe des Packens darfst du also getrost an die folgenden Personen abgeben:

Kartons schonend packen

Wenn du deine Kisten unbedingt selbst packen möchtest, solltest du dich dabei nicht zu tief bücken müssen. Stelle die Kartons zudem an einem Ort auf, von dem du sie später nicht mehr wegbewegen musst. So kannst du eine Kiste nach der anderen langsam mit deinem Hab und Gut befüllen, ohne die Kisten selbst schleppen zu müssen. Wenn du mit einem Umzugskarton fertig bist, verschließt du diesen einfach und stellst den nächsten Karton auf die bereits gefüllte Kiste. Nun kannst du zumindest leichte Sachen munter weiter in deine Umzugskartons packen. Allerdings solltest du dir auch hierbei nicht zu viel vornehmen und regelmäßige Pausen einliegen. Das kann auch bedeuten, dass du dir eine Liegepause gönnst. Wahrscheinlich wirst du schnell merken, dass dir das Strecken und Bücken als Schwangere doch etwas schwerer fällt. Während du die Kisten befüllst, solltest du diese oben und seitlich beschriften, damit sie in der neuen Wohnung gleich dem richtigen Raum zugeordnet werden können. Denn während du dich auf dein Baby vorbereitest, gibt es ohnehin viel zu bedenken, sodass es sinnvoll ist, jegliche unnötige Zusatzarbeit von Anfang zu vermeiden.

Diese Aufgaben solltest du besser anderen überlassen

Doch mit dem Packen der Umzugskartons allein ist es bei deinem Umzug nicht getan. Schließlich will die alte Wohnung vor der Wohnungsübergabe geputzt und renoviert werden und in der neuen Wohnung willst du vielleicht auch noch tapezieren oder einen neuen Boden verlegen. Vor allem die Renovierungsarbeiten solltest du allerdings jemand anderem überlassen. Denn gefährliche Kletterpartien auf einer Leiter sind ebenso wenig etwas für Schwangere wie die chemischen Dämpfe, die ein frisch gestrichenes Zimmer verströmt. Natürlich kannst du die Wandfarbe, Tapeten oder den neuen Boden aussuchen, aber die praktische Umsetzung der Renovierungsmaßnahmen darfst du dann gerne dem werdenden Papa, euren Freunden, der Familie oder professionellen Handwerkern überlassen. Auch der Großputz der alten Wohnung nach dem Auszug kann sehr anstrengend für dich als Schwangere sein und viele Putzmittel sind für werdende Mamas alles andere als ungefährlich.

Unterstützung beim Putzen

Zum Glück gibt es im Internet inzwischen aber viele professionelle Anbieter, sodass du dir einen Putztrupp kinderleicht auch nur für ein paar Stunden ins Haus kommen lassen kannst. Auch wenn dein Umzug in der Schwangerschaft unter Umständen etwas teurer werden könnte, da du wahrscheinlich auf mehr professionelle Hilfe angewiesen sein wirst, ist dies für dich und dein Kind die bessere Wahl. Im Übrigen kannst du diese haushaltsnahen Dienstleistungen dann im kommenden Jahr bei der Steuer geltend machen, sodass die Ausgabe nicht ganz so stark auf dein Haushaltsbudget schlägt.

Weitere Tipps für einen stressfreien Umzug während der Schwangerschaft

Damit ein Umzug während der Schwangerschaft für dich möglichst stressfrei verläuft, sollte dieser so früh wie möglich erfolgen. Denn sonst überkommt dich am Ende vielleicht die blanke Panik, weil du fürchtest, dass du vor der Geburt deines Kindes eventuell nicht mit allem fertig werden könntest. Diesen Stress solltest du dir und deinem Baby besser ersparen. Außerdem kann es sinnvoll sein, wenn du eine Prioritäten- und Aufgabenliste erstellst. So kannst du sichergehen, dass du nichts vergisst und alle Aufgaben entsprechend im Freundes- und Bekanntenkreis oder an professionelle Helfer verteilen. Allerdings solltest du auch wissen, dass du wahrscheinlich einige Abstriche machen musst. Wenn du dich gleich darauf einstellst, dass du eben nicht alle Kisten sofort auspacken und nicht alle Bilder sofort aufhängen wirst, ersparst du dir viel Stress. Konzentriere dich lieber darauf, dass du vor allem das Kinderzimmer zuerst herrichtest, während andere Dinge auch liegenbleiben können.

Nach Hilfe fragen kostet nichts

Denn selbst wenn dein Nestbautrieb um sich greift und du gerne alles schön haben möchtest, bevor das Baby kommt, ist es doch wichtiger, dass es dir und deinem Baby gut geht. Nimm dir also besser nicht zu viel in einer zu kurzen Zeit vor. Bei deiner Planung, wann welche Schritte erledigt sein sollen, kannst du eben nicht davon ausgehen, dass du den gleichen Einsatz erbringen kannst, wie das vor deiner Schwangerschaft noch möglich gewesen wäre. Während des Umzugs bist du also vor allem für die Planung zuständig und ansonsten lautet die Devise: So viel wie möglich delegieren. Wichtig ist dabei vor allem, dass du dich nicht stressen lässt und lieber ein Mal zu viel um Hilfe bittest als ein Mal zu wenig. Dein Körper und dein noch ungeborenes Kind werden es dir mit Sicherheit danken.

Bequemer umziehen mit einem Möbelaufzug

Ob das Treppenhaus nun zu eng ist oder es einfach zu viele Stockwerke bis zu deiner neuen Wohnung sind, um dein Hab und Gut die vielen Treppen nach oben zu schleppen, ein Möbelaufzug kann deinen Umzug zu einer viel komfortableren Angelegenheit machen. Dies setzt natürlich voraus, dass du deine Fenster, deine Balkontür oder die Hausflurfenster auf der Etage deiner neuen Wohnung weit genug öffnen kannst, um auf diesem Weg all deine Möbel in die Wohnung zu transportieren. Darüber hinaus kann die Zahl der Umzugshelfer, die gerade bei großen Umzügen zum Transport deiner Möbel und anderen Haushaltsgegenstände benötigt wird, durch einen Möbelaußenaufzug drastisch reduziert werden. Was alles für einen Möbelaufzug spricht und wann diese Art des Umziehens sinnvoll ist, möchte ich dir an dieser Stelle gerne verraten.

Die Vorteile eines Möbelaufzugs

Bei einem Möbelaufzug handelt es sich also um einen mobilen Aufzug, der einer Drehleiter, wie du sie wahrscheinlich bereits von Feuerwehrautos kennst, ähnelt. Dabei wird das Kopfstück des Lifts an deinem Balkongeländer oder an der Hausfassade angelehnt, damit der Möbellift dein Hab und Gut bequem in die neue Wohnung transportieren kann. Wenngleich zunächst einmal ein Liftcheck erfolgen sollte, um zu prüfen, ob deine neue Wohnung überhaupt für den Umzug per Möbellift geeignet ist, liegen die Vorteile eines Möbelaufzugs grundsätzlich auf der Hand und lauten wie folgt:

  • es werden weniger Umzugshelfer benötigt
  • ein Möbellift ersetzt mehrere Umzugshelfer und kann somit Personalkosten sparen
  • weniger Zeitaufwand für die Abwicklung des gesamten Umzugs
  • auch Möbel, die nicht durchs Treppenhaus passen, können auf diesem Weg in deine neue Wohnung transportiert werden
  • insgesamt weniger Kraftaufwand
  • geringere Beschädigungen am Mobiliar/ keine Beschädigungen im Treppenhaus

Möbellift bei einem Umzugsunternehmen mieten

Viele Umzugsfirmen vermieten Möbellifte übrigens auch, ohne dass du deinen kompletten Umzug über sie abwickeln musst. Du mietest dann also nur den Möbellift sowie ein bis zwei Personen, welche den Lift korrekt aufbauen und bedienen. Die restlichen Umzugs- und Transportarbeiten kannst du zusammen mit deinen Helfern aus dem Freundes-, Familien- oder Bekanntenkreis selbst übernehmen und so bares Geld sparen. Zum Teil kann es jedoch sinnvoll sein, wenn du auf die professionellen Helfer des Umzugsunternehmens zurückgreifst. Denn dann kannst du den Möbelaußenaufzug oftmals zu einem rabattierten Preis nutzen. Wenn du möchtest, dass selbst ein großer Umzug relativ schnell über die Bühne geht, ist ein Möbellift auf jeden Fall eine sehr gute Wahl.

Wann ein Möbelaufzug nicht die richtige Wahl ist

Allerdings gibt es auch Situationen, in denen ein Möbellift leider nicht zum Einsatz kommen darf. Das kann zum Beispiel bei Dachgeschosswohnungen der Fall sein, sofern es sich um kein Flachdach handelt. Denn dann sind dein Balkon oder deine Fenster wahrscheinlich nach hinten versetzt und für den Möbellift somit nicht zu erreichen, da der Möbelaufzug im oberen Bereich nicht geknickt werden kann. Auch wenn es an der Fassade nicht ausreichend Befestigungsmöglichkeiten für den oberen Teil des Möbelaußenaufzugs gibt, kannst du diesen leider nicht einsetzen.

Der Liftcheck vorab ist unerlässlich

Bevor du eine solche Gerätschaft für deinen Umzug anmietest, solltest du bei der Umzugsfirma also erfragen, ob du ihren Umzugslift für dein Vorhaben überhaupt verwenden kannst. Manche Unternehmen entsenden auch gerne einen Mitarbeiter zu dir nach Hause, damit dieser einen Liftcheck vor Ort machen und die dortigen Gegebenheiten sowohl bei der alten als auch bei der neuen Wohnung auf die Lifttauglichkeit überprüfen kann. Zudem muss vor dem Haus ausreichend Platz sein, um den Möbellift aufstellen zu können. Dazu sind eventuell Absperrungen und Halteverbotszonen erforderlich. Steht ein Baum jedoch ungünstig im Weg, so wirst du den Möbellift leider nicht für deinen kraftsparenden und weniger stressigen Umzug nutzen können.

Komplettumzug: Dein Umzug mit allen erdenklichen Extraleistungen

Wenn Du möglichst stressfrei umziehen und Dich ganz entspannt zurücklehnen möchtest, während andere Deinen Umzug von A bis Z abwickeln, dann ist ein Komplettumzug die richtige Wahl. Ob Du nun schwanger bist, es sich um einen Seniorenumzug handelt oder Du einfach unter Zeitdruck stehst und beruflich stark eingespannt bist, Deinen kompletten Umzug kannst Du einfach den Profis überlassen. Ein Komplettumzug kann dabei nicht nur das Ein- und Auspacken deiner Kisten beinhalten, denn gerne übernimmt ein professionelles Umzugsunternehmen in Deiner Nähe auch weitere Leistungen für Dich. Wie so ein Komplettumzug also aussehen könnte, möchte ich Dir jetzt gerne verraten.

Viele Extraleistungen beim Komplettumzug

Dabei kannst Du Dir Dein Leistungspaket für Deinen Komplettumzug frei Deinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zusammenstellen. Folgende Leistungen sind zum Beispiel denkbar:

  • Ein- und Auspacken Deiner Umzugskartons
  • Auf- und Abbauen Deiner Möbel
  • Transport
  • Bauarbeiten
  • Renovierungsarbeiten
  • Sanierungsarbeiten
  • Montagearbeiten

Bei Deinem sorglosen Komplettumzug sieht Deine neue Wohnung also binnen kürzester Zeit so aus, als würdest Du dort schon ewig wohnen. Vom Anbringen der Lampen und Gardinen bis hin zur Montage Deiner Küche musst Du Dich wahlweise nämlich um nichts kümmern, sofern Du einen Komplettumzug buchst. Einige Umzugsunternehmen haben sich sogar auf so vielseitige Zusatzleistungen spezialisiert, dass sie auch mit fachkundigen Bauarbeitern oder Handwerkern zusammenarbeiten, die auf Wunsch Dein Laminat verlegen, neu tapezieren, für Dich streichen oder eine zusätzliche Wand einziehen. Das Ziel bei Deinem Komplettumzug ist es also, dass Deine neue Wohnung am Ende binnen kurzer Zeit so aussieht, wie Du es Dir wünschst, ohne dass Du dafür selbst bei Deinem Umzug schuften musstest. Selbst, wenn es um den Nachsendeantrag oder das Ummelden bei verschiedenen Dienstleistern geht, kann Dir ein professionelles Umzugsunternehmen kompetent unter die Arme greifen.

Tipps für Deinen Komplettumzug

Auch wenn Du Dein Umzugsunternehmen mit Deinem kompletten Umzug beauftragst, gibt es einige Dinge, die Du dennoch nicht aus der Hand geben sollest. Am besten erstellst Du zunächst eine Liste mit allen anfallenden Arbeiten. So kannst Du Dich bezüglich der gewünschten Leistungen einfacher mit Deinem Umzugsunternehmen besprechen. In diesem Zusammenhang wird Dir wahrscheinlich auch klar werden, dass es einige Aufgaben gibt, die eben nur Du allein übernehmen kannst. Denn auch wenn die Umzugsprofis grundsätzlich den Umzug deines kompletten Hab und Guts bewältigen können, möchtest Du einige sehr private Gegenstände bestimmt lieber selbst in Deine Umzugskartons packen. Zudem ist es wichtig, dass Du eine solide Vertrauensbasis zu Deinem Umzugsunternehmen aufbauen kannst. Wenn die Umzugshelfer sogar Deine Kartons packen, stehen die Chancen plötzlich viel größer, dass etwas unbemerkt verschwindet. Wertgegenstände, wie Schmuck oder kleinere Gadgets, solltest Du daher selbst einpacken und transportieren, damit Du gar nicht erst Gefahr läufst, dass diese während des Komplettumzugs abhanden kommen.

Kostenkalkulation und Versicherungen

Um Dein Gewissen zu beruhigen, kannst Du bei Deinem Umzugsunternehmen zudem nachfragen, inwiefern Du abgesichert bist, falls während des Umzugs doch einige Deiner Wertgegenstände verschwinden sollten (hierzu kann ich dir auch meinen Artikel ‚Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?‘ ans Herz legen). Bedenke zudem, dass ein Komplettumzug mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist als ein Standardumzug. Daher solltest Du nicht nur verschiedene Angebote einholen, sondern die unterschiedlichen Leistungen sollten auch als einzelne Kostenpunkte in dem Angebot zu finden sein. So kannst Du für Dich individuell entscheiden, welche Leistungen Dir Dein Geld wirklich wert sind und welche Arbeiten Du in Anbetracht der hohen Kosten vielleicht doch lieber eigenhändig übernimmst.

Umzug für Studenten Teil 2: Nebenjob als Umzugshelfer

Im ersten Teil der Artikelserie „Umzug für Studenten“ hast Du gelernt, wie Du als Student am besten wohnst und wie aus einem Umzug ein echtes Event unter Freunden werden kann. Nun geht es darum, wie Du den Umzug anderer Studenten, Familien oder Privatleuten zu Deinem Vorteil nutzen und Dir etwas Taschengeld verdienen kannst – als studentischer Umzugshelfer.

Wer kann als Umzugshelfer arbeiten?

Gerade männliche Studenten arbeiten häufig und gerne als Umzugshelfer, da sie zeitlich flexibel sind sowie jung und kräftig. Prinzipiell kann aber jeder als Umzugshelfer arbeiten, der körperlich gesund und entsprechend versichert ist (hierzu später mehr). Gewiss hast Du sogar schon häufig als helfende Hand bei Umzügen Deiner Freunde, Familie oder Bekannten mit angepackt. Anstatt kostenlos, kannst Du dies nun in Zukunft auch gegen ein attraktives Entgelt tun. Täglich ziehen täglich dutzende Menschen um, denen es an Umzugshelfern fehlt, die sich aber kein professionelles Umzugsunternehmen leisten können oder wollen.

Wieso ist der Job als Umzugshelfer gerade für Studenten attraktiv?

Private Umzugshelfer gibt es viele, ein auffallend großer Anteil hiervon sind aber Studenten. Der Nebenjob als Umzugshelfer scheint für sie also besonders attraktiv zu sein. Weshalb? Der studentische Umzugshelfer ist zeitlich meist deutlich flexibler als ein Arbeitnehmer und zugleich günstiger als ein selbstständiger Möbelpacker, der Steuern zahlen und die Umsatzsteuer abführen muss. Studenten können daher in der Regel das beste Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Zugleich brauchst Du für den Nebenjob keine besondere Ausbildung oder spezielle Kenntnisse. Du musst lediglich körperlich fit und leistungsbereit sein, eine perfekte Abwechslung zur Denkarbeit an der Uni. Möbel auf- und abbauen, Kartons tragen, Umzugskisten packen, den Transporter fahren…klingt machbar, oder?

Was Du brauchst, um als Umzugshelfer arbeiten zu können:

  1. Werkzeug und Equipment: Wenn Du nicht über eine professionelle Agentur oder ein Umzugsunternehmen geordert wirst, welches das entsprechende Equipment zur Verfügung stellt, solltest Du zumindest über die Grundausstattung an Material verfügen. Wer nämlich Sackkarre, Spanngurte, Werkzeug und sogar ein großes Fahrzeug mit zum Umzug bringt, ist gegenüber der Konkurrenz klar im Vorteil und kann höhere Stundenlöhne verlangen. Allerdings kann sich das gerade ein Student häufig nicht leisten. Es reicht daher auch, wenn Du einfach einen klassischen Werkzeugkoffer besitzt. Bespreche am besten im Voraus mit dem jeweiligen Kunden, was Du zum Umzug mitbringen sollst oder was er gut gebrauchen könnte.
  2. Ausreichende Haftpflichtversicherung: Beim Umzug kann immer ein Sach- oder Personenschaden entstehen, entweder auf Deiner oder der Kundenseite. Ein falscher Schritt und schon ist das Treppengeländer beschädigt und der Schrank hat einen dicken Kratzer. Das Wichtigste, wenn Du als studentischer Umzugshelfer arbeiten möchtest, ist deshalb eine gute Haftpflichtversicherung. Wenn Du ohne Bezahlung bei einem Umzug Deiner Freunde hilfst, erweist Du einen sogenannten „Freundschaftsdienst“, welcher in der Regel durch die Haftpflichtversicherung Deiner Bekannten abgedeckt wird. Nicht so, wenn es sich um eine bezahlte Tätigkeit handelt. Du benötigst daher für Deinen Nebenjob als Umzugshelfer eine extra Berufshaftpflichtversicherung oder einen entsprechenden Zusatz in Deiner privaten Haftpflichtversicherung. Diese sind meist für wenige Euro mehr pro Monat zu haben.
  3. Gewerbeschein: Am einfachsten meldest Du Deinen Nebenjob als Umzugshelfer als Kleingewerbe an. Solange Du nicht mehr als 17.500 Euro pro Jahr einnimmst, musst Du keine Umsatzsteuer ausweisen und kannst dennoch ganz einfach Rechnungen stellen. Entsprechende Vorlagen gemäß der Kleinunternehmerregelung findest Du zum Beispiel unter rechnungen-muster.de. Bleibst Du sogar unter dem Freibetrag von 8.652 Euro pro Jahr, musst Du gar keine Steuern bezahlen. Anmelden musst Du die Tätigkeit trotzdem…

Was verdient ein studentischer Umzugshelfer?

Berechnet wird die studentische Umzugshilfe in der Regel als Stundensatz. Üblich sind rund zehn bis 15 Euro. Du solltest niemals weniger als den gesetzlichen Mindestlohn verlangen!

So kommst Du an einen Nebenjob als studentischer Umzugshelfer

Wenn Du als studentischer Umzugshelfer arbeiten möchtest, hast Du verschiedene Möglichkeiten. Du kannst Dich zum Beispiel von einer Vermittlungsagentur vertreten lassen, Anzeigen ins Internet oder eine Tageszeitung setzen oder für eine Zeitarbeitsfirma arbeiten. Versetze Dich hierfür am besten einmal in die Arbeitgeberseite hinein: Wo würdest Du nach Umzugshelfern suchen? Als kleine Hilfe kannst Du hierfür im Artikel „(Studentische) Umzugshelfer engagieren: Worauf musst Du achten?“ stöbern…

Umzug mit Haustieren Teil 5: Vorsicht bei Fischen und Wasserpflanzen

Wie Du mit Fell- und Federtieren umziehst, habe ich Dir bereits in den ersten vier Teilen der Reihe „Umzug mit Haustieren“ erläutert. Bei Wasserbewohnern hingegen, wird der Umzug schnell zur echten Herausforderung. Gerade Fische und Wasserpflanzen sind oft sehr sensibel, reagieren auf Wasserveränderungen, Kälte, Hitze, den Sauerstoffgehalt im Wasser und vieles mehr. Es gibt daher einige sehr wichtige Grundregeln, an welche Du Dich unbedingt halten musst. Ein Risiko jedoch, wird es leider dennoch bleiben. Ich möchte Dir aber helfen, dieses so weit wie möglich zu reduzieren.

Auf die richtige Planung kommt es an

Ein Aquarium kannst Du nicht einfach schnell ins Auto laden und damit zur neuen Wohnung fahren. Im Gegenteil: Den Ab- und Aufbau des Aquariums sowie den Transport der Fische und Wasserpflanzen musst Du ausführlich planen:

1. Den richtigen Termin finden

Kälte oder Hitze sind die größten Gefahren für die Bewohner eines Aquariums. Wenn möglich, solltest den Umzug deshalb auf einen Tag mit gemäßigten Temperaturen legen. Im Sommer ist es zudem eine gute Möglichkeit, am Morgen oder Abend umzuziehen, wenn die Luft noch beziehungsweise wieder etwas kühler ist. Ansonsten musst Du mit dem richtigen Transportbehälter die Außentemperatur von den Fischen und Wasserpflanzen fernhalten.

2. Passende Transportbehältnisse besorgen

Direkte Sonneneinstrahlung, Hitze, Kälte oder gar Frost: All das sind für Deine Fische und Wasserpflanzen lebensbedrohliche Faktoren, welchen Du mit dem richtigen Transportbehälter unbedingt entgegenwirken musst. Eventuell passt Dein kleines Aquarium ja komplett in eine Kühltasche? Diese hält direkte Sonneneinstrahlung ab und hat eine gemäßigte Innentemperatur (elektrische Kühlbehältnisse natürlich im ausgeschalteten Zustand verwenden).

Ansonsten bleibt Dir nichts anderes übrig, als die Fische und Pflanzen einzeln in Plastikbeuteln zu transportieren. Diese erhältst Du im Zoofachgeschäft. Kaufe zudem passende Gummiringe, um die einzelnen Beutel zu verschließen. Zum einfacheren Transport und gegen Temperaturschwankungen solltest Du die Plastikbeutel ebenso in Kühlbehältnisse oder Styroporboxen legen. Letztere erhältst Du auch im Zoofachhandel.

3. Vor dem Umzug

Um die Fische auf den Umzug vorzubereiten, gilt es, ihr Immunsystem zu stärken. Du solltest sie daher schon mehrere Wochen vor dem Umzug ausreichend und abwechslungsreich füttern. Mit einem stärkeren Immunsystem können sie nämlich nicht nur den äußeren Einflüssen vermehrt widerstehen, sie bewältigen auch den Stress besser. Ein bis zwei Tage vor dem Umzug wird es dann Zeit für die letzte große Mahlzeit der Wasserbewohner. Anschließend stellst Du die Fütterung ein, um das Wasser während der Fahrt nicht zusätzlich zu belasten.

4. Die Fische richtig transportieren

Lasse Dir entweder im Zoogeschäft zeigen, wie Du das Wasser mit Sauerstoff anreicherst, oder der Fachmann übernimmt das direkt vor Ort für Dich. Nun befüllst Du jeden der Plastikbeutel zu einem Drittel mit diesem angereicherten Wasser, die anderen zwei Drittel bestehen aus Luft. Das Wasser muss unbedingt die gleiche Qualität haben wie im Aquarium, um die Umstellung für die Tiere so gering wie möglich zu halten. Zudem sollte der Umzug schnell gehen. Das bedeutet: Du nimmst die Fische und Wasserpflanzen erst am Ende des Umzugstages heraus, baust das Aquarium als letztes ab und als erstes in der neuen Wohnung wieder auf.

Wenn möglich, verteilst Du die Fische auf einzelne Beutel, notfalls kannst Du auch zwei bis drei Fische gemeinsam transportieren. Aber nur wenn Du Dir sicher bist, dass diese sich gut verstehen und dass das Transportbehältnis ausreichend groß ist. Es sollten jedoch auch bei kleinen Fischen niemals mehr als sechs pro Beutel sein. Wichtig ist, dass Du die Fische unbedingt stressfrei fängst. Die einzelnen Beutel in der Styropor- oder Kühlbox kannst Du dann durch Füllmaterial, zum Beispiel Stroh, fixieren. Verstaue die Transportbehälter und Styroporboxen schnell und sicher im Fahrzeug und klimatisiere dieses von Anfang an auf eine angenehme Raumtemperatur.

Achtung: Meide unbedingt sogenannte „Sauerstofftabletten“, denn diese können die Kiemen der Fische verkleben.

5. Transport der Wasserpflanzen

Die Wasserpflanzen kannst Du auch, musst Du aber nicht unbedingt, in einem solchen mit Wasser befüllten Plastikbeutel transportieren. Je nach Art reicht es aus, sie während der Fahrt feucht zu halten. Auch der Transport in einem gut verschließbaren Eimer ist möglich. Verstaue auch diese Transportbehälter dann schnell und sicher im klimatisierten Fahrzeug.

6. Das Aquarium ab- und wieder aufbauen

Sind alle Tiere und Pflanzen aus dem Aquarium entfernt, kannst Du den Filter entnehmen. Wichtig ist, dass Du diesen unbedingt ungereinigt und feucht verpackst. Nur so kann er in der neuen Wohnung mit den enthaltenen Filterbakterien sofort wieder seine Arbeit aufnehmen. Lasse nun das Wasser ab, bis es nur noch etwa eine Fingerbreite hoch steht. Das alte Wasser kommt aber nicht einfach in die Toilette oder Badewanne. Es ist der wichtigste Faktor für einen erfolgreichen und gesunden Umzug. Fülle es deshalb in saubere Kanister ab und nimm es mit ins neue Zuhause.

Schütze Dein Aquarium während des Transportes vor Beschädigungen und entferne gegebenenfalls Steine oder Einrichtungsgegenstände, welche kippen und das Glas beschädigen könnten. Um es zu tragen, stellst Du das Aquarium übrigens am besten auf eine dicke Holzplatte. Die Abdeckung sollte zwar drauf bleiben, doch Aufsteckleuchten, Abdeckscheiben o.ä. werden vor dem Transport abmontiert.

Nun kann die Fahrt losgehen.

7. Nach dem Transport im neuen Zuhause

Im neuen Zuhause angekommen, prüfst Du das Aquarium auf eine mögliche Instabilität durch Schäden, wie Haarrisse oder Steinschläge.

Alles gut? Dann baue das Aquarium schnell wieder auf, befreie es von eventuellen Algen oder Verschmutzungen, platziere die Deko wieder an der gewohnten Stelle und die Pflanzen im noch feuchten Grund. Fülle nun das Wasser ein. Dies sollte mindestens zur Hälfte aus dem alten, mitgebrachten Wasser bestehen, bestenfalls sogar ganz. Nun kannst Du den Filter einsetzen und eventuell einen Bakterienstarter einsetzen. Als letztes kommen dann die Fische wieder ins Aquarium.

8. Die wichtige Eingewöhnungsphase

Jetzt kannst Du die Fische und Wasserpflanzen langsam an das andere Wasser im neuen Zuhause gewöhnen. Gib nach und nach in kleinen Rationen das neue zu dem alten Wasser. Lasse es aber vorher unbedingt mindestens einen Tag abstehen, um eventuelle Bakterien, Viren oder Schädlinge abzutöten. So gewöhnen sich die Tiere und Pflanzen langsam und schonend an die neue Wasserbeschaffenheit.

Auch mit dem Füttern solltest Du noch vorsichtig sein. Am ersten Tag nach dem Umzug fütterst Du am besten noch gar nicht, anschließend beginnst Du vorsichtig und in kleinen Rationen. Dass die Fische zu Beginn noch nicht oder nur wenig essen, ist übrigens normal. Dennoch musst Du sie die nächsten Tage genau beobachten und für den Notfall die Nummer eines kompetenten Tierarztes in der neuen Umgebung heraussuchen.
Wenn Du die acht genannten Grundregeln aber beachtest, solltest Du diese hoffentlich nicht brauchen. Ich jedenfalls wünsche Dir viel Erfolg, ausreichend Geduld und gemäßigte Temperaturen am großen Umzugstag…

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Umzug mit Haustieren Teil 3: Katzen als echte Herausforderung

Im ersten Teil der Reihe „Umzug mit Haustieren“ habe ich Dir bereits wichtige Tipps für den Umzugstag mitgegeben. Während Kleintiere und auch Hunde meist recht unkompliziert sind, kann der Umzug mit einer Katze zur echten Herausforderung werden. Wieso? Weil Katzen ein festes Revier haben, welches sie sich erkämpfen müssen und an welchem sie sich orientieren. Und dieses Revier ändert sich bei einem Umzug grundlegend. Wie kannst Du die Katze also am besten eingewöhnen und worauf musst Du unbedingt achten? Ich verrate es Dir…

Katzen am Umzugstag

Wie bei allen anderen Haustieren auch, gilt für Katzen: Versuche sie so gut wie möglich vom Trubel des Umzugs zu verschonen. Richte daher in Deiner neuen Wohnung als erstes ein gemütliches Zimmer für Deine Katze ein und bringe sie so früh wie möglich in ihr neues Zuhause. Das Zimmer sollte verschließbar sein, damit die Katze darin ihre Ruhe hat, während Du den Rest der Bude einrichtest. Ein Katzenklo sowie ausreichend Essen und Trinken sollten ebenfalls schon bereit stehen. Beseitige außerdem alle potenziellen Gefahren, wie freiliegende Stromkabel oder offene Fenster. Auch auf laute Musik oder strenge Gerüche, zum Beispiel durch frische Wandfarben, solltest Du wenn möglich verzichten.

Die Katze richtig transportieren

Für Katzen gibt es spezielle Transportboxen, welche Du im Tierfachhandel kaufen kannst. Im Gegensatz zu Hunden, sind Katzen solche Transporte aber in der Regel nicht gewohnt. Wenn überhaupt, geht es in der Box hin und wieder einmal zum Tierarzt. Viele Katzen haben deshalb schlechte Erinnerungen an die Transportbox oder kennen diese überhaupt nicht. Damit sie keine Angst mehr vor ihr hat, solltest Du mit Deiner Katze deshalb regelmäßig den Gang in die Transportbox üben. Lege sie am besten mit einer kuscheligen Decke aus und stelle sie schon einige Wochen vorher in das Katzenzimmer. So kann sich Deine Katze an die Transportbox gewöhnen, ihren Geruch bereits darin verteilen und die Angst vor ihr verlieren. Übe zudem bewusst den Gang in die Box sowie das Verschließen des Gitters. Je gewohnter dieser Vorgang ist, desto weniger Stress bedeutet der Umzug für Deine Katze. Und ein positiver Nebeneffekt ist, dass wohl auch die nächste Fahrt zum Tierarzt für alle Beteiligten einfacher wird. Sichere die Transportbox dann ausreichend mit Gurten im Fahrzeug und halte bei langen Strecken regelmäßig an, um dem Tier ein wenig Wasser und etwas zu Essen zu offerieren.

Eine gewohnte Umgebung schaffen

Natürlich kann es sein, dass der Kratzbaum Deiner Katze sowieso schon total zerfetzt ist und die Gelegenheit für eine Neuanschaffung optimal wäre. Zudem ist der Transport bei großen Modellen manchmal alles andere als einfach. Dennoch: Deinem Haustier zuliebe, solltest Du unbedingt seine alten Möbel, Spielsachen, das Körbchen oder den Kratzbaum mit in die neue Wohnung nehmen. Denn die gewohnten Objekte und der heimische Geruch geben der Katze Orientierung und Sicherheit. Dies vereinfacht ihr die Eingewöhnung. Tausche alte Spielsachen oder Kratzbäume deshalb entweder lange genug vor dem Umzug oder Stück für Stück einige Wochen danach aus. Dies ist auch deshalb besonders wichtig, weil die Katze zu Beginn die Wohnung nicht verlassen darf. Das Körbchen oder der Kratzbaum stellen dann oft den wichtigsten Rückzugsort im neuen Heim dar. Aber wieso darf die Katze zu Beginn eigentlich nicht ins Freie?

Auch Freigänger müssen vorübergehend in der Wohnung bleiben

In der Zeit nach dem Umzug muss Deine Katze unbedingt in der Wohnung bleiben, auch wenn sie normalerweise Freigänger ist. Denn sie muss sich zuerst an ihr neues Zuhause gewöhnen und dieses als solches akzeptieren. Wenn Du sie zu früh rauslässt und sie noch die alte Wohnung als Heimat empfindet, kann es nämlich passieren, dass sich Deine Katze auf den Weg in ihr altes Revier macht, sich verläuft oder große Straßen überquert. Sie darf deshalb erst dann wieder ins Freie, wenn sie Euer neues Zuhause als Heimat und damit als Orientierungspunkt akzeptiert hat. Dies ist in der Regel nach frühestens drei bis vier Wochen der Fall. Katzen sind zwar nicht wie Hunde auf ihren Besitzer fixiert, doch Du stellst eine bekannte Person dar und gibst ihr deshalb Sicherheit. Verbringe also viel Zeit mit Deiner Katze und beobachte sie genau. Dass sie zu Beginn in all der Aufregung nicht frisst, ist übrigens normal. Allerdings sollte das nicht länger als 48 Stunden der Fall sein. Sie muss aber unbedingt ausreichend trinken und regelmäßig das Katzenklo aufsuchen. Tut sie das auch nach 24 Stunden im neuen Zuhause noch nicht, suche besser einen Tierarzt auf. Sicher ist sicher…

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Umzug mit Haustieren Teil 2: Ortswechsel mit Klein- und Nagetieren im Käfig

Im ersten Teil der Reihe „Umzug mit Haustieren“ hast Du erfahren, worauf Du allgemein bei einem Umzug mit Deinen tierischen Familienmitgliedern achten musst, wo eventuelle Gefahren lauern und wie wichtig die Eingewöhnung im neuen Zuhause ist. Nun möchte ich Dir erklären, was Du besonders bei Klein- und Nagetieren in Käfighaltung beachten musst.

Grundsätzlich unkompliziert

An sich verkraften Klein- und Nagetiere, die in einem Käfig gehalten werden, einen Umzug eigentlich sehr gut. Kein Wunder, an ihrem „wirklichen Zuhause“, dem Käfig, ändert sich ja schließlich nichts. Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Tierarten. Hamster zum Beispiel, sind nachtaktiv und leiden deshalb besonders unter dem Baulärm und Trubel eines Umzugs. Vögel geraten während dem Transport schnell in Panik, was bei den sensiblen Federtieren bekanntlich lebensbedrohlich werden kann. Wenn Du aber die folgenden Tipps bei Deinem Umzug berücksichtigst, hast Du die Gefahren zumindest schon einmal deutlich minimiert:

Kaninchen, Meerschweinchen & Co am besten im Käfig transportieren

Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse, Ratten, Hamster und weitere Nagetiere in Käfighaltung sollten, wenn möglich, auch in diesem transportiert werden. So müssen sie ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen, bei mehreren Tieren haben sie ihre Artgenossen zur Beruhigung und während der Fahrt sind ausreichend Futter und Wasser vorhanden. Dafür musst Du diese natürlich vor dem Transport noch einmal frisch befüllen. Nachtaktive Tiere kannst Du auch tagsüber transportieren, mit etwas Glück verschlafen sie den ganzen Trubel sogar. Halte sie aber unbedingt vom Lärm der Renovierungsarbeiten fern, denn davon könnten sie aufwachen und der Wach- Schlafrhythmus wird gestört. Allgemein gilt aber: Richte in der neuen Wohnung eine ruhige Ecke ein und transportiere die Tiere so früh wie möglich. Halte sie von Lärm, Gerüchen und gefährlichen chemischen Stoffen fern und versuche sie auch während der Fahrt zu schonen. Lege hierfür eine Decke über den Käfig. Dies verringert die Gefahr von Panik, vor allem bei Vögeln. Gleichzeitig hält sie kalte Zugluft ab und verhindert damit eine Erkältung. Achte aber unbedingt darauf, dass genügend frische Luft ins Innere des Käfigs gelangt.

Der Käfig ist zu groß für das Fahrzeug?

Der Käfig ist aber so groß, dass er nicht in Dein Auto passt? Dann setze die Klein- und Nagetiere in spezielle Transportboxen oder notfalls in einen stabilen Pappkarton mit ausreichend vielen und großen Luftlöchern. Lege hierfür passende Streu hinein, am besten bereits verwendete aus dem Käfig, denn dies verbreitet einen gewohnten und beruhigenden Geruch. Nimm aber natürlich nur trockene und saubere Streu. Gerne kannst Du auch frische Streu verwenden und als oberste Schicht einfach noch ein paar Krümel aus dem Käfig hinzugeben. Du kannst gerne auch ein wenig Futter oder Heu in der Transportbox deponieren, manche Tiere lassen sich dadurch beruhigen, viele werden dieses aber nicht anrühren. Bei längeren Fahrten musst Du etwa alle zwei Stunden Pause machen, um den Tieren in einer ruhigen Minute etwas Wasser zum Trinken anzubieten.

Transportmaterial richtig fixieren

Eine schnelle Bremsung oder eine scharfe Kurve, für die Menschen ist das im Auto kein Problem. Wenn der Käfig oder die Transportbox aber kippen, kann das für die Klein- und Nagetiere tödlich enden. Fixiere sie deshalb unbedingt ausreichend im Auto. Verwende hierfür Gurte und notfalls ein wenig Füllmaterial, zum Beispiel ein Kissen zwischen Käfig und Autositzen. Hauptsache, er ist fest. Achte aber darauf, dass die Tiere durch die Gitterstäbe nichts anknabbern können, was für sie giftig wäre. Transportboxen sind oft zu klein für Gurte. Halte diese notfalls während der Fahrt in der Hand. Bei einem richtigen Unfall wird das aber leider auch nicht ausreichend sein, also unbedingt vorsichtig fahren!

Vor Unterkühlung und Überhitzung schützen

Eine Decke reicht leider nicht immer aus, um die Tiere im Winter vor der eisigen Kälte zu schützen. Sind Deine Tiere die Außentemperaturen nicht gewohnt, so packe den Transportbehälter oder Käfig unbedingt ausreichend in Decken ein, achte aber zugleich darauf, dass genügend Luft in das Innere gelangt. Heize das Fahrzeug auf Raumtemperatur vor, ebenso das neue Zuhause, und überwinde die kalten Stellen so schnell wie möglich. Im Sommer hingegen, kann es den Tieren zu heiß werden. Stelle sie deshalb im Auto niemals direkt vor das Fenster, durch welches die Sonne knallt. Achte darauf, dass sich die Tiere im Schatten aufhalten, klimatisiere das Fahrzeug ausreichend und schütze sie durch eine Decke vor direkter Sonneneinstrahlung. Lasse sie zudem niemals alleine im Auto, um beispielsweise an der Tankstelle einen Snack einzunehmen. Denn im Auto wird es schnell einmal 60 oder auch 80 Grad heiß.

Einleben im neuen Zuhause

Ist der Transport gut überstanden, hast Du die größte Hürde erfolgreich genommen. Käfigtiere leben sich in neuen Umgebungen meist sehr schnell und gut ein. Achte aber darauf, dass sie in ähnlichen Bedingungen leben können, wie zuvor. Waren Deine Hasen zum Beispiel in einem Außenstall oder die Meerschweinchen hatten Auslauf auf dem Balkon, so sollte dies nun auch wieder möglich sein. Natürlich geht das nicht immer. Gewöhne dann deine Haustiere schon früh, langsam und schonend um. Hole sie zum Beispiel immer wieder für ein bis zwei Stunden in die Wohnung, dann für eine Nacht, dann für einen Tag mit zwei Stunden Auslauf etc. Der Übergang sollte so harmonisch wie möglich ablaufen. Natürlich müssen die Tiere auch im neuen Zuhause in einer angemessenen Temperatur sowie geschützt vor Zugluft, Lärm und Gerüchen wohnen können. Übrigens: Nicht in jeder Wohnung sind Haustiere erlaubt. Käfigtiere sollten zwar grundsätzlich kein Problem darstellen, bespreche dies aber unbedingt im Voraus mit Deinem neuen Vermieter.

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Umzug mit Haustieren Teil 1: Worauf muss ich achten?

Für viele Menschen bedeutet ein Umzug vor allem eines: Stress. Da bleibt nicht auch noch groß Zeit, sich intensiv um das Haustier zu kümmern. Dabei darfst Du aber gerade jetzt nicht vergessen, dass der Umzug auch für Dein Haustier eine sehr anstrengende, ja beängstigende Zeit sein kann. Der Lärm, der Trubel und die neue Umgebung gehen auch an den Vierbeinern in Deiner Familie nicht spurlos vorbei. Gerade Hunde oder Katzen tun sich mit den Veränderungen oft schwer. Gleichzeitig musst Du zahlreiche gesetzliche Bestimmungen beachten, vor allem dann, wenn Du ins Ausland ziehst oder exotische Haustiere mitnimmst. Ich habe deshalb für Dich in der Artikelreihe „Umzug mit Haustieren“ die wichtigsten Punkte für Deinen Umzug mit Haustieren zusammengefasst. Erst einmal möchte ich Dir allgemeine Tipps mit auf den Weg geben:

Betreuung am Umzugstag

Dein Baby oder Deine kleinen Kinder setzt Du am Umzugstag doch bestimmt nicht gnadenlos dem Trubel aus, sondern siehst Dich rechtzeitig nach einem geeigneten Betreuungsplatz um (siehe auch Artikelreihe „Umziehen mit Kindern“). Dies solltest Du deshalb auch für Deine Tiere tun. Kleintiere, welche im Käfig gehalten werden, kommen meist besser mit der Belastung klar, da sich für sie die direkte Umgebung nicht ändert. Viele fremde Gesichter oder starker Lärm können aber auch die kleinen Vierbeiner stark verängstigen. Versuche sie deshalb so gut es geht zu schonen, schon vor dem ganzen Trubel in das neue Zuhause zu bringen oder den Käfig zumindest in einen Raum zu stellen, in welchem es verhältnismäßig ruhig zugeht. Bei freilaufenden Haustieren hingegen, also Katzen oder Hunden, lohnt es sich tatsächlich, für den Umzugstag eine Betreuung zu organisieren. Für sie ändert sich schlagartig das ganze Revier. Manche Haustiere reagieren darauf sehr sensibel, verkriechen sich oder werden gar aggressiv. Am besten ist es deshalb, wenn das Tier den eigentlichen Umzug gar nicht miterlebt. Transportiere es so früh wie möglich in sein neues Zuhause oder organisiere eine Freundin oder jemanden aus der Familie, den das Tier kennt, dem es vertraut und der es für den Umzugstag zu sich nimmt.

Gefahren für Tiere während dem Umzug

Die Tiere so schnell wie möglich aus dem Schauplatz herauszuholen, ist auch auf den zweiten Blick die beste Idee. Denn wenn die Möbel eingepackt, die Waschmaschine demontiert und die Wände gestrichen werden, ergeben sich auch plötzlich zahlreiche neue Gefahren für Deine Tiere. Eine Katze könnte das Stromkabel anknabbern, der Hund die Wandfarbe trinken oder die Meerschweinchen unter den Ausdünstungen der Lösungsmittel leiden. Vergiss nämlich nicht: Tiere haben oft viel ausgeprägtere Sinne als wir Menschen und nehmen daher den Lärm, die Gerüche sowie auch einfach die gestresste Atmosphäre viel intensiver wahr. Du tust deshalb allen Beteiligten einen Gefallen, wenn Du Deine Haustiere umgehend vom Schauplatz entfernst.

Die Haustiere richtig transportieren

Doch dabei wirft sich die Frage auf, wie kannst Du das Tier eigentlich am besten transportieren? Während manche Hunde oder Katzen an das Autofahren gewöhnt sind oder daran sogar Spaß finden, reagieren andere darauf ganz sensibel. Ein Käfig muss zudem vor dem Kippen bewahrt werden und auch die Sauerei aus Einstreu und Futter im Auto möchtest Du Dir gewiss ganz gerne ersparen. Wichtig ist beim Tiertransport in erster Linie, dass er artgerecht ist. Neben dem Käfig zu sitzen und ihn festzuhalten, bringt bei einem Unfall gewiss nicht allzu viel Schutz. Sichere ihn deshalb ausreichend durch entsprechende Gurte oder bringe bei Hunden ein Netz zwischen Kofferraum und Sitzen beziehungsweise der Rück- und der Vorderbank an, damit dieser nicht aus Angst oder Neugier nach vorne springen und den Fahrer behindern kann. Bei längeren Fahrten musst Du unbedingt genügend Wasser und Futter dabei haben. Speichere zudem die Nummer des Tierarztes in Dein Handy ein oder schreibe sie auf einen Zettel und trage diesen für alle Fälle bei Dir. Sorge außerdem dafür, dass Dein Tier eine vertraute Umgebung hat. Packe sein Lieblingsspielzeug ein, die gewohnt riechende Schlafdecke und die üblichen Pflegeutensilien. Auch das Wasser solltest Du in Flaschen abfüllen und erst langsam durch das in der neuen Wohnung auswechseln. Ein zu plötzlicher Wechsel des Trinkwassers kann bei empfindlichen Tieren nämlich zu Verdauungs- und Magenbeschwerden führen. Bei personenbezogenen Haustieren solltest Du zudem während des gesamten Transportes in ihrer Nähe bleiben und sie durch Deine Stimme oder ein zärtliches Streicheln beruhigen. Übrigens: Beruhigungsmittel stellen eine sehr hohe Belastung für den Organismus eines Tieres dar und können im schlimmsten Fall zu bleibenden Schäden oder gar dem Tod führen. Sie sind deshalb eine reine Notlösung und dürfen nur in Absprache mit dem Tierarzt verwendet werden.

Alles neu? Das Haustier sanft eingewöhnen

Der Kratzbaum ist sowieso schon total alt und nimmt beim Umzug auch viel zu viel Platz weg? Dein Hund braucht schon länger ein neues Schlafkörbchen, dann ist dies ja die optimale Gelegenheit? Solche Gedankengänge sind logisch, stellen aber den völlig falschen Denkansatz dar. Versetze Dich einmal in die Lage des Haustieres: Deine komplette Umgebung ist neu, das Revier unbekannt und die Gerüche sind irgendwie seltsam. Schön, wenn Du dann zu Deinem gewohnten Kratzbaum oder der guten alten Kuscheldecke gehen kannst, oder? Genau! Je gewohnter Du die neue Umgebung für Deine Haustiere gestaltest, umso schneller und sanfter werden sie sich eingewöhnen. Bringe deshalb unbedingt die alten Spielsachen, Kratzbäume, Körbchen, Decken oder Käfige mit, auch wenn es eigentlich „unpraktisch“ oder „viel Aufwand“ ist. Dein Tier wird es Dir danken. Diese Dinge sollten dann übrigens auch die ersten sein, welche Du im neuen Heim wieder aufbaust. So kann sich das Tier noch während dem Einzugstrubel im gewohnten Unterschlupf verkriechen.

Ende gut, alles gut?

Nein, denn jedes Haustier reagiert anders auf die neue Umgebung. Katzen beispielsweise, fällt der Revierwechsel viel schwerer als Hunden. Und was ist mit „gefährlichen“ Tieren? Darfst Du die Schlange oder den Kampfhund im neuen Wohnort überhaupt halten? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen wir uns in den nächsten Teilen der Reihe „Umzug mit Haustieren“.

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