Umzug mit Kindern – Tipps für die Eingewöhnung

Ob Dein Nachwuchs durch einen Umzug nun den Kindergarten oder die Schule wechseln muss, für viele Kinder ist dies ein großer Schritt. Alle Freunde plötzlich zu verlieren und sich in einer völlig neuen Umgebung einleben zu müssen, kann bei Kindern zu Angst und Unsicherheiten führen. Natürlich gibt es auch mutige Kinder, die einen Umzug verbunden mit einem Schul- oder Kindergartenwechsel sehr gut wegstecken. Falls Du jedoch die Befürchtung hast, dass sich Dein Kind mit der Eingewöhnung etwas schwer tun könnte, möchte ich Dir heute ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg geben. So kannst Du Deinem Kind die Eingewöhnung entsprechend erleichtern.

Deinen Kindern den Umzug erleichtern

Du kannst Deinen Kindern den Umzug unter anderem dadurch erleichtern, dass Du schon früh damit anfängst, mit Deinen Kindern über dieses Thema zu sprechen. Gib ihnen so das Gefühl, dass Du sie in die Umzugsentscheidung bestmöglich mit einbeziehst und nicht einfach über ihren Kopf hinweg entscheidest. Die meisten Eltern tun sich alles andere als leicht mit diesem Schritt, da ihnen durchaus bewusst ist, dass sie ihre Kinder damit entwurzeln. Wenn Deine Kinder sauer oder traurig auf die Neuigkeit eines Umzugs reagieren, ist dies nur allzu verständlich. Versuche sie nicht sofort aufzuheitern, sondern teile ihnen mit, dass Du ihre Gefühle nachvollziehen kannst, der Umzug aber dennoch das Beste für eure ganze Familie ist. Nach und nach kannst Du Deinen Kindern auch die schönen Seiten der neuen Heimat aufzeigen. Vielleicht gibt es ein tolles Freizeitangebot für Kinder oder die neue Wohnung verspricht ein größeres Kinderzimmer. Du darfst Deinen Kindern den Umzug durchaus schmackhaft machen.

Doch auch wenn es Dir gelingen sollte, ein gewisses Maß an Vorfreude bei Deinen Kindern zu erwecken, so sollte ein gebührender Abschied von der alten Heimat dennoch nicht fehlen. Lade am besten alle Freunde Deines Kindes zur Abschiedsparty ein. Dabei solltest Du möglichst viele Fotos schießen, die Dein Kind dann in seinem neuen Zimmer aufhängen kann. Vielleicht machst Du auch jetzt schon Pläne, dass Dein Kind seine Freunde in den nächsten Ferien besuchen kann oder die Freunde zu euch in das neue Heim zu Besuch kommen werden. Vor allem solltest Du die nötige Zeit einplanen, damit die Bedürfnisse Deines Kindes trotz des ganzen Umzugsstresses nicht untergehen. Dabei ist es durchaus sinnvoll, wenn Du gemeinsam mit Deinem Kind einen Karton packst, der speziell für die erste Nacht im neuen Heim gedacht ist. Dort kann Dein Nachwuchs alle Dinge hineinpacken, auf die er oder sie während des Umzugs nicht verzichten möchte. Folgende Dinge könnten zum Beispiel in diesen Karton gehören:

  • eine Kuscheldecke
  • ein Kuscheltier
  • Fotos
  • Tagebuch
  • Lieblingskleidungsstücke
  • ein gutes Buch/ eine Gute-Nacht-Geschichte zum Vorlesen
  • Snacks

Den Kindergarten- oder Schulwechsel planen

Wenn Deine Kinder bereits zum Kindergarten oder zur Schule gehen, will dieser Wechsel besonders gut geplant werden. Günstig ist ein Wechsel immer zum Halbjahr oder zu Beginn des neuen Schuljahres. Denn dann wird Dein Kind nicht mitten aus dem gerade behandelten Stoff gerissen, sondern hat eine viel bessere Chance, gleich Anschluss zu finden, da gerade nach den Sommerferien ohnehin neuer Stoff in der Schule durchgenommen wird. Außerdem solltest Du möglichst eng mit der Schule oder dem neuen Kindergarten zusammenarbeiten, um das optimale Timing zu bestimmen. Im Kindergarten kann es sinnvoll sein, wenn das Kind zur Eingewöhnung erst einmal nur ein paar Stunden in den neuen Kindergarten geht und dann langsam immer länger dort bleibt.

Weitere Tipps zur Eingewöhnung

Nicht nur in der Schule oder im Kindergarten, sondern auch in der neuen Heimat an sich muss sich Dein Kind nun eingewöhnen. Daher solltest Du Dir viel Zeit nehmen, um die neue Heimat mit Deinem Kind zu erkunden. Vielleicht findet ihr einen Sportverein vor Ort, damit Dein Kind noch schneller Anschluss finden kann. Auch auf dem Spielplatz und in der Nachbarschaft lassen sich wunderbar neue Kontakte knüpfen. Eine Eltern-Kind-Gruppe oder auch eine Krabbelgruppe sind ebenso zu empfehlen, damit Eltern und Kind Anschluss bekommen. Damit sich Dein Kind in der neuen Heimat wohlfühlt, solltest Du sie oder ihn sein oder ihr Zimmer möglichst selbst gestalten lassen. Außerdem solltest Du dafür sorgen, dass Dein Kind regelmäßig per Internet oder Telefon Kontakt zu seinen Freunden in der alten Heimat haben kann. Denn diesen Freunden kann Dein Kind seinen Kummer anvertrauen, während es in der neuen Heimat erst noch Freundschaften knüpfen muss. Vor allem solltest Du Geduld mit Deinem Kind haben und ihm den Raum geben, um sein altes Zuhause trauern zu dürfen. Dabei gewöhnen sich Teenager meist weniger schnell ein als jüngere Kinder. Stelle auf jeden Fall sicher, dass Du immer ein offenes Ohr für Deine Kinder hast und sie so bestmöglich bei dieser emotional anstrengenden Umgewöhnung im Anschluss an euren Umzug unterstützen kannst!

Umzugskartons günstig oder gratis

Während Du auch Bananenkisten, Müllsäcke oder Koffer für Deinen Umzug nutzen kannst, sind Umzugskartons einfach die bessere Wahl. Denn sie lassen sich im Transporter oder Auto leichter und sicherer stapeln, sodass Du Deinen Umzugswagen effizienter packen und den vorhandenen Platz bestmöglich ausnutzen kannst. Allerdings sind Umzugskartons nicht gerade günstig und Du wirst wahrscheinlich eine große Vielzahl an Kartons benötigen, um Dein Hab und Gut sicher zu verpacken. Was also tun, wenn Du nicht auf Umzugskartons verzichten, aber trotzdem Geld sparen möchtest? Ich werde Dir nun zeigen, wie Du Dir alle für Deinen Umzug benötigten Umzugskartons billig oder gratis sichern kannst, wobei Du ausreichend Zeit mitbringen solltest, um alle Deine Umzugskartons zu sammeln.

Umzugskartons im Internet gratis oder günstig ergattern

Wenn Du bisher nur bei den verschiedenen Kleinanzeigenportalen nach Umzugskartons geschaut hast, dann ist dies gerade einmal der Anfang. Denn während die Kleinanzeigenseiten im Internet und in der Zeitung in der Tat immer mal wieder kostenlose Umzugskartons zur Abholung anbieten, lohnt es sich auf jeden Fall auch, bei Facebook nach kostenlosen oder günstigen Umzugskartons zu schauen. Bestimmt gibt es auch für Deine Stadt eine „Zu Verkaufen“- beziehungsweise Flohmarktgruppe oder ein entsprechendes Netzwerk. Bei diesen Seiten auf Facebook sind meist unzählige andere Mitglieder aus Deiner Region angemeldet, bei denen Umzugskartons nur ungenutzt herumstehen und einfach zu viel Platz wegnehmen. Wenn dem so ist, posten sie vielleicht sogar selbst eine Anzeige, um ihre Umzugskartons günstig oder sogar gratis anzubieten. Andererseits kannst Du mit einer entsprechenden Anzeige auch selbst nach gebrauchten Umzugskartons schauen. Selbst beim Online-Auktionshaus eBay kannst Du Umzugskartons inzwischen ersteigern. Hierbei ist es natürlich sinnvoll, wenn der Anbieter aus Deiner Region stammt, damit Du die Kartons einfach abholen und die Kosten für den Versand einsparen kannst. Auch bei Yahoo gibt es kostenlose Gruppen, die sich Freecycle nennen, und bei denen Du immer wieder kostenlose Umzugskartons erhalten kannst. Du musst Dich also nur online auf die Suche machen!

Umzugskartons günstig oder kostenlos von Umzugsunternehmen

Mit ein wenig Glück kannst Du aber auch mit Deinem Umzugsunternehmen einen Deal aushandeln. Gerade bei größeren Umzügen, welche entsprechend ins Geld gehen, kannst du vielleicht sogar kostenlose Umzugskartons heraushandeln, wenn Du Dein Verhandlungsgeschick entsprechend einsetzt. Bei immer mehr Umzugsunternehmen kannst Du Umzugskartons zudem günstig mieten. Wenn Dir das immer noch zu teuer ist, kannst Du aber auch bei einigen Umzugsunternehmen in Deiner Stadt anfragen, ob diese vielleicht Umzugskartons aus ihrem Mietbestand zu verschenken haben. Denn wenn die Umzugskartons bereits mehrere Male vermietet wurden, kann das Umzugsunternehmen diese Kartons aufgrund ihres stark gebrauchten Zustands irgendwann nicht mehr verwenden, sodass Du vielleicht Glück mit deiner Anfrage hast. Nimm also Deinen Mut zusammen und probiere es einfach aus!

Alle Tipps im Überblick

Zum Schluss möchte ich die wichtigsten Tipps, wie Du Dir Umzugskartons nahezu kostenlos sichern kannst, noch einmal für Dich zusammenfassen und Dir noch ein paar echte Geheimtipps für die effiziente Nutzung dieser Kartons geben:

  • Angehörige, Freunde, Bekannte, Arbeits- oder Studienkollegen unbedingt nach Umzugskartons fragen, die Du Dir ausleihen oder sogar geschenkt haben kannst
  • Kleinanzeigen online und in der Zeitung studieren, um kostenlos Umzugskartons zu bekommen
  • bei eBay gebrauchte Umzugskartons günstig von Privatanbietern ersteigern
  • beim Kauf von Umzugskartons einen Preisvergleich im Internet machen
  • auch bei Yahoo, Google+ und anderen sozialen Netzwerken nach gebrauchten Umzugskartons suchen
  • verschiedene Facebook-Gruppen auf der Suche nach günstigen oder gratis Umzugskartons durchstöbern
  • Aufkleber kaufen, um bereits benutzte Umzugskartons dennoch gut sichtbar beschriften zu können
  • bei Umzugsunternehmen nach gratis Umzugskartons aus dem Mietbestand fragen
  • einen Rabatt auf Umzugskartons beim Umzugsunternehmen aushandeln
  • Umzugskartons günstig mieten
  • leicht beschädigte Umzugskartons mit ein bisschen Tape einfach wieder reparieren, um sie wieder einsatzfähig zu machen
  • ausreichend Zeit mitbringen, um genügend günstige oder kostenlose Umzugskartons zusammenzusammeln

Übrigens: Wer seine Umzugskartons effizient packt, der braucht am Ende weniger Kartons und kann so ebenfalls sparen. Um dich zu informieren, wieivele Kartons du überhaupt brauchst, kannst du meinen Umzugskartonrechner nutzen oder dich in diesem Artikel darüber informieren, mit wieviel Kartons du kalkulieren solltest.

Umzug in eine kleinere Wohnung – so klappt‘s

Wenn Du von einer großen in eine kleine Wohnung ziehst, heißt dies noch mehr Arbeit für Dich als bei einem regulären Umzug. Denn eine kleinere Wohnung bedeutet natürlich, dass nicht alle Deine Möbel dort Unterschlupf finden werden und Du Dich womöglich von einigen Dingen trennen musst. Beim Umzug in eine kleinere Wohnung kommst Du um ein gezieltes Ausmisten also nicht herum. Ob Du nun infolge eines Jobverlustes, einer Trennung oder aufgrund der zu hohen Kosten für Deine bisherige Wohnung umziehst, kann bei der Planung Deines Umzugs in eine kleinere Wohnung auch eine Rolle spielen. Schließlich musst Du Dich fragen, ob Du Dich von Deinen zu großen Möbelstücken dauerhaft oder nur temporär trennen willst. Ich möchte Dir an dieser Stelle daher ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben, damit Dein Umzug in die kleinere Wohnung gelingt.

Ausmisten oder einlagern?

Sich von lieb gewonnen Gegenständen, mit denen Du vielleicht viele Erinnerungen verknüpfst, zu trennen, fällt nicht immer leicht. Dabei kann genau dies erforderlich werden, wenn Du in Deiner neuen Wohnung einfach nicht ausreichend Platz für Dein bisheriges Hab und Gut hast. Zunächst einmal solltest Du daher ganz genau überlegen, wie viel Platz Deine neue Wohnung (inklusive Keller oder Dachboden) hergibt und von welchen Dingen Du Dich eigentlich trennen müsstest. Wenn Du jedoch ohnehin weißt, dass Du nur für einen kurzen Zeitraum in eine kleinere Wohnung ziehst oder Dich von einigen Möbeln und anderen persönlichen Gegenständen einfach nicht trennen kannst, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Möbel bei einem professionellen Anbieter zwischen- oder einlagern (kann mit hohen Kosten verbunden sein)
  • Möbel bei Deiner Familie oder Freunden ein- oder zwischenlagern (am besten nicht zu lange, um die Beziehung nicht zu stark zu strapazieren)

Bei den professionellen Einlagerungsmöglichkeiten kannst Du meist zwischen der Möbellagerung in Einzelcontainern, Outdoor-Lagerräumen, Driveup-Lagern und Indoor-Lagern auswählen. Welche Option dabei für Dich die richtige ist, ist nicht nur eine Kostenfrage, sondern hängt auch davon ab, was Du genau lagern willst und wie empfindlich diese Möbel und Gegenstände sind. Vielleicht entscheidest Du Dich in Anbetracht der relativ hohen Kosten auch dafür, dass Du Dich doch von dem ein oder anderen Stück trennen wirst. Schließlich kannst Du Deine Umzugskasse durch den Verkauf von Möbeln und Co. auch noch etwas aufbessern. Wenn die Entscheidung zum Ausmisten gefallen ist, gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, die Du zur Entsorgung Deiner Sachen nutzen kannst.

Weitere Informationen zum Thema Einlagerung habe ich für dich übrigens in einem separatem Umzugstipp zusammengeschrieben.

Gekonnt ausmisten

Noch bevor Du deine Umzugskisten packst, solltest Du am besten die Dinge aussortieren, die in Deiner neuen Wohnung keinen Platz mehr finden werden. Denn gerade wenn Du einige dieser Sachen verkaufen möchtest, benötigst Du ausreichend Vorlaufzeit, um Dich noch rechtzeitig vor dem Umzug um den Verkauf kümmern zu können. Während Du Deine Wohnung ausmistest, sortierst Du Deine Sachen am besten in verschiedene Kisten oder Stapel und unterscheidest zwischen Dingen, die Du

  • verkaufen willst,
  • spenden willst,
  • in den Müll geben wirst,
  • zum Sperrmüll bringen willst,
  • im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis noch weitergeben/ verschenken willst,
  • und bei denen Du Dir noch nicht sicher bist, ob Du Dich wirklich von ihnen trennen kannst.

Auch Deine Möbel kannst Du ganz einfach mit einer entsprechenden Haftnotiz versehen, die besagt, ob sie zu verschenken, entsorgen oder zu verkaufen sind. Mit diesem System behältst Du immer den Überblick und das auch dann, wenn Du wirklich viele Sachen auszusortieren hast. Helfen können hier übrigens bunte Klebezettel / Haftzettel in den Farben rot (= behalten), gelb (= verschenken) und grün (= Müll). Wenn Du Dich nur schwer von Dingen trennen kannst, überlegst Du am besten, wann Du den Gegenstand das letzte Mal benutzt hast. Falls dies schon eine Weile zurückliegt, brauchst Du ihn wahrscheinlich nicht wirklich – es sei denn, es handelt sich um ein Erinnerungsstück mit sentimentalem Wert.

Die kleinere Wohnung als Chance sehen

Du kannst Deinen bevorstehenden Umzug also auch als Chance nutzen, um endlich jede Menge unerwünschten Ballast loszuwerden. Vielleicht erinnerst Du Dich in diesem Zusammenhang daran, dass Dein Umzug umso günstiger wird, je weniger Sachen umziehen müssen. Um Deinen Umzug in eine kleinere Wohnung als echte Chance wahrzunehmen, kann es auch sinnvoll sein, wenn Du Dich von Dekokissen, Vorhängen und anderen Heimtextilien ganz bewusst trennst, auch wenn diese noch gut erhalten sind. Denn wenn Du Deine neue Wohnung mit kleinen Hilfsmitteln wie Vorhängen oder Teppichen neu dekorierst, freust Du Dich womöglich deutlich mehr auf den bevorstehenden Umzug.

Deine aussortierten Sachen verkaufen

Da Du vielleicht nicht alle der aussortierten Sachen, die defekt oder kaputt sind, im Müll entsorgen kannst, solltest Du unbedingt rechtzeitig eine Sperrmüllabholung in Auftrag geben (wie das bei dir geht, erfährst du bei deinem regionalen Müllentsorger oder beim Bürgerbüro in deiner Stadt). Ebenso frühzeitig solltest Du den Verkauf Deiner aussortieren Sachen in Angriff nehmen. Besonders dann, wenn einige dieser Gegenstände lange auf Deinem Dachboden gestanden haben und etwas eingestaubt sind, solltest Du sie erst gründlich reinigen, um am Ende einen möglichst hohen Verkaufspreis erzielen zu können. Wenn Du die Sachen, die zum Verkauf stehen, dann alle zusammengetragen hast, kannst Du folgende Möglichkeiten nutzen, um Dir damit ein wenig Geld hinzuzuverdienen:

  • Flohmärkte vor Ort
  • Bücher- und Medienankauf vor Ort oder im Internet
  • Online-Flohmärkte
  • Wohnungsflohmarkt bei Dir zuhause (mit Postern oder in der lokalen Presse für die Haushaltsauflösung werben)
  • Online-Auktionshäuser
  • Secondhand-Läden vor Ort oder inzwischen auch online
  • Kleinanzeigen (online oder in der Zeitung)
  • Spezielle Verkaufs- und Flohmarktgruppen bei Facebook
  • Verkauf im Bekannten-/ Freundeskreis
  • Verkauf an Arbeitskollegen
  • Aushänge in Supermärkten oder am schwarzen Brett in der Uni, im Kindergarten, etc.
  • Verkauf an einen Antiquitätenhändler oder ein Goldgeschäft
  • An- und Verkauf vor Ort

Wie du siehst, stehen Dir ausgesprochen viele Möglichkeiten offen, wie Du Deinen Hausrat vor einem Umzug in eine kleinere Wohnung noch zu Geld machen und dann mit weniger Ballast umziehen kannst.

Umziehen mit Klavier – was Du beim Klaviertransport beachten musst

Ein gewöhnlicher Umzug kann ganz schön anstrengend sein. Ein Umzug mit Deinem Klavier stellt allerdings eine völlig neue Herausforderung dar. Dies liegt nicht nur allein am Gewicht des guten Stücks, sondern auch daran, dass Erschütterungen beim Umzug eines Klaviers möglichst zu vermeiden sind. Mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm, handelt es sich bei einem Klavier um ein echtes Schwergewicht. Demnach sollte bereits jetzt klar sein, dass ein Klaviertransport in Eigenregie eher nicht zu empfehlen ist. Dennoch möchte ich Dir verraten, wie Du diese Mammutaufgabe meistern kannst und wann Du sie besser an einen Profi abgeben solltest.

Ein Klavier bitte nur mit den richtigen Hilfsmitteln transportieren

Wenn Du den Umzug Deines Klaviers zusammen mit Deinen Umzugshelfern selbst in die Hand nehmen willst, dann dürfen die passenden Hilfsmittel nicht fehlen. Denn ein Klavier ist in Bezug auf seinen Transport eines der anspruchsvollsten Stücke in Deiner Wohnung. Die folgenden Hilfsmittel sind daher unerlässlich:

  • Ein Rollwagen (Hund) mit einer stabilen Ablagefläche
  • Zwei Möbelgurte
  • Ein Transporter, der über eine Laderampe oder Hebebühne verfügt
  • Umzugsdecken oder ausreichend Schutzfolien (als Schutz vor Kratzern, für die der Klavierlack leider sehr anfällig ist)

Wenn du in einer höheren Etage wohnst und kein Aufzug verfügbar ist, macht es vielleicht Sinn, einen Möbelaufzug anzumieten.

Die Last gemeinsam stemmen

Ein Klavier sollte immer von mindestens zwei oder besser noch von drei Personen gemeinsam bewegt werden. Viele der genannten Umzugshilfsmittel kannst Du übrigens auch im Baumarkt oder bei einem Umzugsunternehmen preiswert mieten, sodass Du beispielsweise einen Rollwagen nicht unbedingt kaufen musst und so Kosten sparen kannst. Besonders wenn ein Aufzug vorhanden ist und Du einen Transporter anmietest, der über eine Hebebühne oder Laderampe verfügt, ist der Klaviertransport in Eigenregie durchaus machbar. Anfängern solltest Du diese Mammutaufgabe jedoch nicht zumuten, wobei ausreichend körperliche Fitness, viel Kraft und keine gesundheitlichen Einschränkungen (besonders im Bereich des Bewegungsapparates) eine ebenso wichtige Grundvoraussetzung sind, damit Du Deine Freunde überhaupt um diese Hilfe beim Umzug bitten kannst.

Die richtige Versicherung ist unerlässlich

Dabei solltest Du in Anbetracht des hohen Preises für ein Klavier auch unbedingt die Versicherungsfrage klären. Wenn Du Deinen Umzug in Eigenregie zusammen mit Deinen Freunden meisterst, ist nicht immer ganz klar, wer im Schadensfall haftet oder ob Du am Ende auf dem Schaden sitzen bleibst. Nicht jede Haftpflichtversicherung schließt die sogenannten „Freundschaftsdienste“ ein. Falls dies eine Deiner größten Sorgen ist, ist es also besser, wenn Du Dich gleich an ein Umzugsunternehmen für den professionellen Transport Deines Klaviers wendest – hier sollten dann auch die Versicherungsfragen geklärt sein.

Detaillierte Anleitung zum Klaviertransport

Doch wie transportierst Du Dein Klavier mit den genannten Hilfsmitteln denn nun am besten?

  • Im ersten Schritt musst Du das Instrument erst einmal auf dem Hund platzieren, sodass mindestens drei Helfer erforderlich sind. Während zwei starke Umzugshelfer das Klavier anheben, kann die dritte Person den Rollwagen an der richtigen Stelle unter dem Klavier positionieren.
  • Mit Hilfe des Rollwagens lässt sich das Klavier nun erst einmal relativ einfach bis zur Haustür bewegen.
  • Abhängig von der Größe Deines Klaviers kann es außerdem sinnvoll sein, wenn die Lyra und die vorderen Beine abmontiert werden. Unter Benutzung eines Akkuschraubers sollte dies kein Problem sein.
  • Die eigentliche Herausforderung besteht nun darin, das Klavier durch das gesamte Treppenhaus zu manövrieren und das Instrument womöglich viele Treppen herunter zu tragen.
  • Dazu sollte das Klavier zunächst mit Decken geschützt und mit Gurten fest an dem Rollwagen befestigt werden. Beim Tragen des Klaviers packen am besten gleich zwei Helfer an der Unterseite an.
  • Außerdem solltet ihr bei jedem Stockwerk eine kurze Pause einlegen, um so ausreichend Kräfte für die nächsten Treppenstufen zu sammeln.
  • Falls Du einen Flügel transportieren möchtest, muss der Transport wahrscheinlich hochkant erfolgen, damit das Instrument überhaupt durchs Treppenhaus passt.
  • Wenn ihr es erst einmal bis zum Transporter geschafft habt, kann das Klavier mittels der Laderampe oder Hebebühne relativ leicht verladen werden.
  • Bedenkt jedoch, dass das Klavier unbedingt ausreichend im Transporter fixiert werden muss, da es selbst bei leichten Erschütterungen bereits umfallen und Schaden nehmen kann.
  • Das Ausladen des Klaviers in der neuen Wohnung funktioniert dann in umgekehrter Reihenfolge.
  • Nach dem Umzug muss das Klavier eventuell neu gestimmt werden.

Wann solltest Du besser Profis für den Klaviertransport anheuern?

Falls Du Dir in Anbetracht dieser Anleitung einen Klaviertransport in Eigenregie nicht zutraust,  solltest Du auf jeden Fall einen Profi für den Transport Deines geliebten Instruments engagieren. Doch auch in den folgenden Fällen ist ein professioneller Klaviertransport im Rahmen Deines Umzugs ratsam:

  • Zu wenige oder nicht ausreichend starke Helfer
  • Gesundheitliche Beschwerden, wie zum Beispiel Rückenleiden
  • Keinen ausreichenden Hilfsmittel
  • Wenn die Versicherungsfrage beim Transport Deines Klaviers nicht geklärt ist
  • Wenn es sich um ein sehr sperriges oder besonders altes und damit sehr fragiles Klavier handelt
  • Wenn Du einen Konzertflügel transportieren willst
  •  Bei einem sehr engen Treppenhaus
  • Bei einem sehr teuren Klavier (zum Beispiel von Herstellern wie Bösendorfer, Bechstein oder Steinway)

Dabei macht es am meisten Sinn, wenn Du ein Umzugsunternehmen beauftragst, das sich auf sachgemäße Klaviertransporte spezialisiert hat und gleichzeitig auch noch den Umzug Deiner restlichen Besitztümer fachmännisch abwickeln kann. Dann kannst Du die damit verbundenen Sorgen im gleichen Atemzug einfach an den Fachmann abgeben und Dich stattdessen um die Einrichtung in Deiner neuen Wohnung kümmern. Vielleicht ist es für dich ja auch eine Alternative, den kompletten Umzug in fremde Hände zu geben.

Umbaumaßnahmen vor dem Umzug in eine behindertengerechte Wohnung

Die Suche nach einer behindertengerechten Wohnung gestaltet sich in vielen Orten Deutschlands gar nicht so einfach. Denn bezahlbarer Wohnraum ist ohnehin Mangelware und nur wenige Vermieter nehmen die zusätzlichen Kosten auf sich, um eine Wohnung barrierefrei zu gestalten. Daher bleibt vielen Menschen mit Behinderungen oftmals nichts anderes übrig, als mehr oder weniger umfangreiche Umbaumaßnahmen selbst in Angriff zu nehmen. Abhängig davon, ob es sich dabei um ein Mietobjekt oder Wohneigentum handelt, gelten bei diesen Umbaumaßnahmen natürlich andere Spielregeln, auf die ich Dich nun aufmerksam machen möchte.

Barrierefreie Umbauten in einer Mietwohnung

Wenn größere Umbaumaßnahmen erforderlich sind, um Deine Wohnung behindertengerecht und/oder barrierefrei zu gestalten, ist natürlich das Einverständnis des Vermieters erforderlich. Schließlich handelt es sich um sein Eigentum, welches im Zuge des Umbaus baulich verändert werden soll. Die Zustimmung solltest du also frühzeitig einholen, da ein Umzug in die jeweilige Wohnung für Dich wahrscheinlich sonst ohnehin nicht infrage kommt. Dabei kann der Vermieter die Umbaumaßnahmen zwar unter bestimmten Voraussetzungen ablehnen, muss laut Angaben des Deutschen Mieterbunds jedoch in den meisten Fällen zustimmen. Darunter fallen zum Beispiel folgende Renovierungs- und Umbauarbeiten:

  • Treppenlifteinbau
  • Verbreiterung der bestehenden Türdurchgänge
  • Umbau der bestehenden sanitären Anlagen

Die Abstimmung mit dem Vermieter ist unerlässlich

Bedenke dabei auch, dass Du als Mieter die Kosten für den Umbau zu tragen hast. Außerdem solltest Du Dich bereits jetzt darauf einstellen, dass Du die Modernisierungs- und Umbaumaßnamen bei Deinem Auszug wieder rückgängig machen musst, was ebenfalls mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Der Vermieter kann nämlich darauf bestehen, dass Du seine Wohnung so hinterlässt, wie Du sie ursprünglich übernommen hast. Für Dich bedeutet dies auch, dass Du wahrscheinlich eine Zeit lang doppelt Miete zahlen musst. Denn der Umbau kann erst anfangen, wenn Du die Wohnung bereits angemietet hast. Während des Umbaus kannst Du allerdings nicht in jedem Fall bereits in der Wohnung leben. Bei der Realisierung der Baumaßnahmen genießt Dein Vermieter zudem ein gewisses Mitspracherecht. Die detaillierte Planung der Baumaßnahmen sollte also in enger Abstimmung mit deinem Vermieter erfolgen. Während dieser Planungsphase kann es jedoch dazu kommen, dass Dein Vermieter einen berechtigten Widerspruch gegen den Umbau einlegt,

  • wenn Sicherheitsbestimmungen verletzt werden oder
  • falls der Wert des Hauses durch die Baumaßnahmen gemindert werden könnte.

Somit ist es also besonders wichtig, dass Du Dich mit Deinem Vermieter abstimmst, falls Du einen behindertengerechten oder barrierefreien Umbau Deiner Mietwohnung planst.

Planung von Umbaumaßnahmen bei Wohneigentum

Falls Du Dein Haus oder Deine Eigentumswohnung behindertengerecht umbauen möchtest, musst Du hingegen nur die gängigen Bauvorschriften beachten. Dabei kannst Du Dich mittels der DIN-Norm 18040 über die Möglichkeiten des barrierefreien und behindertengerechten Bauens informieren. Dieses Dokument gilt als nützliche Orientierungshilfe. Die angestrebten Baumaßnahmen sind natürlich vor allem davon abhängig, ob es sich um einen Neubau oder den Umbau eines bestehenden Objektes handelt. Bei einem Neubau solltest Du Dich am besten für einen möglichst großzügigen Grundriss entscheiden und alle Lichtschalter, Armaturen und Heizungsregler etc. direkt in der geeigneten Höhe anbringen lassen. Ein offenes Wohnkonzept trägt außerdem dazu bei, dass Du nachträglich einfacher bauliche Veränderungen umsetzen kannst, die in Zukunft vielleicht dringend erforderlich werden. Ein Treppenlift, Trennwände oder Ähnliches lassen sich somit leichter einbauen. Beim Umbau eines bestehenden Objektes bist Du hingegen eingeschränkt, da nicht alle Umbaumaßnahmen in Anbetracht der örtlichen Gegebenheiten überhaupt möglich sind. Hier ist Expertenrat also Gold wert. Bevor Du Deine Umbaumaßnahmen im Detail planst und in der Praxis umsetzt, kann es zudem sinnvoll sein, wenn Du Dich über die folgenden Finanzierungsmöglichkeiten informierst:

  • Wohnbauförderung auf Länderebene
  • Umzugsbeihilfe für Behinderte, die auch Umbaumaßnahmen beinhaltet
  • KfW-Kredit

Den Vermieter richtig ins Boot holen

Wie ich dir oben bereits erklärt habe, sind Umbaumaßnahmen bei einem Auszug normalerweise wieder rückgängig zu machen. Das heißt, du hast doppelte Kosten: Zum Einen musst du die Umbauten bezahlen, zum Anderen musst du beim Auszug unter Umständen alles wieder zurückbauen. Doch, wer geschickt verhandelt, der kann eventuell Kosten sparen und den Vermieter mit ins Boot holen. Behindertengerechte Wohnungen sind nämlich in Deutschland immer noch Mangelware! Gut umgebaute Wohnungen können daher auch mit höheren Mieten vermietet werden. Genau das sollte dein Argument im Gespräch mit dem Vermieter sein! Wenn du ihn von der Notwendigkeit des Umzugs in Kenntnis setzt und bei Ihm das Einverständnis einholst, dann solltest du im Gespräch unbedingt für dein Vorhaben werden und Ihm das Ganze so verkaufen, dass er mitkriegt, dass durch den Umbau eine echte Wertsteigerung seiner Immobilie erfolgt! Selbst wenn du mal ausziehst, sollte er Interesse daran haben die Umbauten nicht zurückbauen zu lassen, sondern die Wohnung zu einem höheren Kurs vermieten zu können.

Mit dieser Argumentation schaffst du es vielleicht, den Vermieter an den Umbaukosten zu beteiligen und gleichzeitig die Kosten für den Rückbauch bei Auszug zu sparen. In diesem Falle solltest du aber alles schriftlich festhalten. Da nach dem Auszug das Inventar (z.B. ein Treppenlift) aber bei diesen Vereinbarungen im Haus verbleibt und du ja (zumindest teilweise) die Kosten für den Umbau übernommen hast, sollte zudem klar sein, dass ein Auszug nicht so schnell vor der Tür steht. Ggf. lässt sich auch dazu etwas im Mietvertrag verankern.

Ziehst du direkt in eine barrierefreie Wohnung um, dann solltest prüfen, ob für deinen Umzug nicht Umzugsbeihilfe gewährt werden kann.

Umzugsbeihilfe für Menschen mit Behinderung

Ob nun ein Umzug in eine behindertengerechte Wohnung erfolgt oder du als Mensch mit Behinderung aus anderen Gründen umziehen musst, ein Umzug ist nicht nur körperlich und emotional, sondern auch finanziell eine große Herausforderung. Zumindest finanziell gesehen gibt es allerdings die Möglichkeit der Umzugsbeihilfe, die Menschen mit Behinderung unter bestimmten Voraussetzungen in Anspruch nehmen können. In welchen Fällen die Pflegekasse oder ein anderer Träger diese Form der Beihilfe bewilligt, möchte ich dir nun verraten, damit dein kommender Umzug zu keiner ganz so großen Hürde werden muss.

Umzug wegen Unzulänglichkeiten der bisherigen Wohnung

In vielen Fällen ist ein Umzug für Menschen mit Behinderung deshalb erforderlich, weil die bisherige Wohnung nicht barrierefrei oder in anderer Hinsicht für die persönlichen Lebensumstände unzureichend ist. Dabei können die Ursachen verschiedenen sein. Ob nun eine fortschreitende Krankheit vorliegt oder eine Behinderung zum Beispiel nach einem Unfall oder durch eine Erkrankung ganz plötzlich auftritt, nun ergeben sich ganz neue Hindernisse in deiner Wohnung. Von der ungünstig geschnittenen Badewanne bis hin zu Wohnraum, der zu knapp bemessen ist, um durch diesen mit einem Rollstuhl zu navigieren, gibt es viele Gründe, die einen Umzug in eine behindertengerechte Wohnung quasi sofort erforderlich machen können. Es gibt allerdings auch Hilfsmittel oder Umbaumaßnahmen, die eingesetzt werden können, um die eben genannten Barrieren zu überwinden. Dies gilt es vor allem dann zu prüfen, wenn du eigentlich gerne in deiner bisherigen Wohnung wohnen bleiben würdest, sofern dies irgendwie möglich ist.

Wann ist finanzielle Unterstützung möglich?

Falls es jedoch keinen Weg gibt, der dir ein Verbleiben in deiner bisherigen Wohnung ermöglicht, so musst du wohl oder übel umziehen. Durch deine Behinderung wirst du beim Umzug wahrscheinlich nicht selbst mit anpacken können, was die Umzugskosten entsprechend in die Höhe treibt. Allerdings besteht zumindest die Möglichkeit auf Hilfe vom Staat, falls solch ein Umzug deine finanziellen Möglichkeiten übersteigen würde. Spezielle Umzugsbeihilfen sind daher im Neunten Sozialgesetzbuch vorgesehen, wobei diese einkommensabhängig vergeben werden. Wer als Mensch mit Behinderung finanziell gut situiert ist, kann also meist nicht auf eine derartige Beihilfe hoffen. Allerdings gibt es in vielen Fällen noch die Möglichkeit, sich bezüglich der Übernahme der Umzugskosten an die Pflegekasse oder das Integrationsamt zu wenden.

Kostenübernahme durch die Pflegekasse oder andere Ämter

Damit eine Kostenübernahme deiner Umzugskosten durch die Pflegekasse möglich ist, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Du musst über eine entsprechende Pflegestufe verfügen
  • Kosten bis maximal 4.000 Euro können übernommen werden
  • Dieser Zuschuss gilt nicht nur für den Umzug, sondern auch für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds (zum Beispiel Einbau einer Rampe oder eines Treppenlifts)

Teilweise können neben der Pflegekasse auch andere Rehabilitationsträger die Kosten für Umzugsbeihilfe übernehmen. Falls jedoch keine Pflegestufe vorliegt, so solltest du dich bei einem entsprechend geringen Einkommen direkt an den Sozialhilfeträger vor Ort wenden, der für dein Anliegen zuständig ist. Um diese Beihilfe zu erhalten, musst du nicht nur einen Nachweis über dein Einkommen, sondern auch über dein Vermögen erbringen, um dich überhaupt für die Beihilfe zu qualifizieren. Unter Umständen wird die Beihilfe auch nur als Darlehen gewährt, was vor allem von der persönlichen Situation des Antragsstellers abhängt. Vor einem geplanten Umzug ist es daher umso wichtiger, sich so früh wie möglich zu informieren, um in Erfahrung zu bringen, ob eine Kostenübernahme überhaupt möglich ist.

Kostenübernahme für Berufstätige

Dabei kann es ebenso sinnvoll sein, wenn du dich als berufstätiger Mensch mit Behinderung an das Integrationsamt wendest, um auf diesem Weg eine Kostenbeihilfe für deinen Umzug zu erwirken. Hierbei handelt es sich um eine begleitende Hilfe, die dann gewährt wird, wenn ein Umzug zur Jobsicherung erforderlich ist. Diese Form der Beilhilfe wird abhängig von deiner individuellen Situation entweder einkommensabhängig oder –unabhängig erteilt. Falls sich die Fahrzeit zu deinem Arbeitsplatz lediglich verkürzt, wird ein Teil deines Einkommens bei der Berechnung der Beihilfe angerechnet. Falls du dank der Umzugsbeihilfe jedoch überhaupt erst in eine Wohnung ziehen kannst, die deiner Behinderung gerecht wird, ist eine Kostenübernahme in voller Höhe ganz unabhängig von deinem Einkommen möglich. Wichtig ist auf jeden Fall, dass du deinen Antrag rechtzeitig stellst, da eine Kostenübernahme nachträglich nicht mehr gestattet wird.

So findest Du eine behindertengerechte Wohnung

Eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist in den meisten deutschen Städten gar nicht so leicht. Wenn es sich dann aber auch noch um eine behindertengerechte Wohnung handeln muss, wird die Wohnungssuche gleich zu einer noch größeren Herausforderung.

Ich muss dir an dieser Stelle also bereits sagen, dass durchaus eine große Portion Glück mit dazu gehört, wenn du als Rollstuhlfahrer die passende Wohnung finden möchtest. Denn behindertengerechten Wohnraum gibt es leider nicht wie Sand am Meer. Daher kann es sinnvoll sein, eine Wohnung anzumieten, die zwar noch nicht perfekt ist, aber mit kleineren Umbaumaßnahmen oder den entsprechenden Hilfsmitteln behindertengerecht ausgestattet werden kann. So lässt sich meist deutlich schneller eine neue Wohnung für Menschen mit Behinderung finden als auf anderen Wegen. Dennoch sollen die folgenden Tipps dir bei der Wohnungssuche helfen.

Wohnungssuche für Menschen mit Behinderung – darauf gilt es zu achten

Auf der Suche nach einer barrierefreien oder behindertengerechten Wohnung wirst du unter Umständen leider Abstriche machen müssen. Denn die Barrierefreiheit deiner Wohnung wird bei der Wohnungssuche zum wichtigsten Kriterium, während andere Wünsche, wie zum Beispiel die Hoffnung auf einen großen Balkon oder eine 1A-Lage, sich unter Umständen hinten anstellen müssen. Zum Teil ist bei einer behindertengerechten Wohnung auch mit höheren Mietkosten zu rechnen, da der Vermieter entsprechend mehr Kosten aufwenden muss, um zum Beispiel das Badezimmer barrierefrei zu gestalten. Dies macht sich dann durch einen höheren Mietpreis bemerkbar. Dabei sind Anpassungen an der Wohnung nicht nur im Bereich des Bads erforderlich, um diese behindertengerecht zu machen. Denn auch in den folgenden Bereichen sind Änderungen nötig:

  • Breite der Türen
  • Schwellen
  • Höhe der Küchenarbeitsplatte
  • Höhe der Türklinken
  • Grundriss insgesamt (zum Beispiel ausreichend Platz in allen Räumen für einen Rollstuhlfahrer)
  • Möglichkeit, die Wohnung über einen Lift oder eine Rampe zu erreichen

Tipps für die Wohnungssuche

Angesichts all dieser Anforderungen, denen deine neue Wohnung gerecht werden muss, solltest du am besten einen langen Atem beweisen. Denn auch wenn die deutsche Bevölkerung im Schnitt immer älter wird, stellen sich die Bauträger erst langsam auf den gesteigerten Bedarf ein. Derartige Wohnungen sind in vielen Orten Deutschlands also leider noch immer Mangelware. Allerdings kannst du dich vor Ort gezielt an die zuständige Wohnungsbaugesellschaft wenden, denn sie führt meist eine spezielle Kartei solcher Objekte. Die Wohnungsbaugesellschaft kann dir dann also helfen, den Kontakt mit den Eigentümern derartiger Wohnungen oder gemeinnützigen Organisationen, die dich bei der Suche unterstützen können, herzustellen. Vor allem die Mitarbeiter der kommunalen Wohnberatung können dir in dieser Hinsicht weiterhelfen, damit die Suche nach einer behindertengerechten Wohnung am Ende nicht zum blanken Alptraum wird.

Umfassende Hilfsangebote bei Wohnungssuche, -umbau und Umzug

Die Wohnberatungsstelle kann dir nicht nur bei der Wohnungssuche behilflich sein, sondern auch bei möglichen Umbaumaßnahmen unter die Arme greifen, um deine neue Wohnung überhaupt erst barrierefrei und behindertengerecht zu gestalten. Inzwischen gibt es auch immer mehr Immobilienbörsen im Internet, welche die gezielte Suche nach einer behindertengerechten Wohnung möglich machen. Somit kannst du mit wenigen Mausklicks sehen, wie viel derartiger Wohnraum in deiner Stadt überhaupt zur Verfügung steht und in diesem Zusammenhang auch die Preise vergleichen. Wenn dann der eigentliche Umzug in deine neue, behindertengerechte Wohnung ansteht, ist eine Umzugsbeihilfe unter Umständen möglich, um dir deinen Umzug finanziell zu erleichtern.

Bequemer umziehen mit einem Möbelaufzug

Ob das Treppenhaus nun zu eng ist oder es einfach zu viele Stockwerke bis zu deiner neuen Wohnung sind, um dein Hab und Gut die vielen Treppen nach oben zu schleppen, ein Möbelaufzug kann deinen Umzug zu einer viel komfortableren Angelegenheit machen. Dies setzt natürlich voraus, dass du deine Fenster, deine Balkontür oder die Hausflurfenster auf der Etage deiner neuen Wohnung weit genug öffnen kannst, um auf diesem Weg all deine Möbel in die Wohnung zu transportieren. Darüber hinaus kann die Zahl der Umzugshelfer, die gerade bei großen Umzügen zum Transport deiner Möbel und anderen Haushaltsgegenstände benötigt wird, durch einen Möbelaußenaufzug drastisch reduziert werden. Was alles für einen Möbelaufzug spricht und wann diese Art des Umziehens sinnvoll ist, möchte ich dir an dieser Stelle gerne verraten.

Die Vorteile eines Möbelaufzugs

Bei einem Möbelaufzug handelt es sich also um einen mobilen Aufzug, der einer Drehleiter, wie du sie wahrscheinlich bereits von Feuerwehrautos kennst, ähnelt. Dabei wird das Kopfstück des Lifts an deinem Balkongeländer oder an der Hausfassade angelehnt, damit der Möbellift dein Hab und Gut bequem in die neue Wohnung transportieren kann. Wenngleich zunächst einmal ein Liftcheck erfolgen sollte, um zu prüfen, ob deine neue Wohnung überhaupt für den Umzug per Möbellift geeignet ist, liegen die Vorteile eines Möbelaufzugs grundsätzlich auf der Hand und lauten wie folgt:

  • es werden weniger Umzugshelfer benötigt
  • ein Möbellift ersetzt mehrere Umzugshelfer und kann somit Personalkosten sparen
  • weniger Zeitaufwand für die Abwicklung des gesamten Umzugs
  • auch Möbel, die nicht durchs Treppenhaus passen, können auf diesem Weg in deine neue Wohnung transportiert werden
  • insgesamt weniger Kraftaufwand
  • geringere Beschädigungen am Mobiliar/ keine Beschädigungen im Treppenhaus

Möbellift bei einem Umzugsunternehmen mieten

Viele Umzugsfirmen vermieten Möbellifte übrigens auch, ohne dass du deinen kompletten Umzug über sie abwickeln musst. Du mietest dann also nur den Möbellift sowie ein bis zwei Personen, welche den Lift korrekt aufbauen und bedienen. Die restlichen Umzugs- und Transportarbeiten kannst du zusammen mit deinen Helfern aus dem Freundes-, Familien- oder Bekanntenkreis selbst übernehmen und so bares Geld sparen. Zum Teil kann es jedoch sinnvoll sein, wenn du auf die professionellen Helfer des Umzugsunternehmens zurückgreifst. Denn dann kannst du den Möbelaußenaufzug oftmals zu einem rabattierten Preis nutzen. Wenn du möchtest, dass selbst ein großer Umzug relativ schnell über die Bühne geht, ist ein Möbellift auf jeden Fall eine sehr gute Wahl.

Wann ein Möbelaufzug nicht die richtige Wahl ist

Allerdings gibt es auch Situationen, in denen ein Möbellift leider nicht zum Einsatz kommen darf. Das kann zum Beispiel bei Dachgeschosswohnungen der Fall sein, sofern es sich um kein Flachdach handelt. Denn dann sind dein Balkon oder deine Fenster wahrscheinlich nach hinten versetzt und für den Möbellift somit nicht zu erreichen, da der Möbelaufzug im oberen Bereich nicht geknickt werden kann. Auch wenn es an der Fassade nicht ausreichend Befestigungsmöglichkeiten für den oberen Teil des Möbelaußenaufzugs gibt, kannst du diesen leider nicht einsetzen.

Der Liftcheck vorab ist unerlässlich

Bevor du eine solche Gerätschaft für deinen Umzug anmietest, solltest du bei der Umzugsfirma also erfragen, ob du ihren Umzugslift für dein Vorhaben überhaupt verwenden kannst. Manche Unternehmen entsenden auch gerne einen Mitarbeiter zu dir nach Hause, damit dieser einen Liftcheck vor Ort machen und die dortigen Gegebenheiten sowohl bei der alten als auch bei der neuen Wohnung auf die Lifttauglichkeit überprüfen kann. Zudem muss vor dem Haus ausreichend Platz sein, um den Möbellift aufstellen zu können. Dazu sind eventuell Absperrungen und Halteverbotszonen erforderlich. Steht ein Baum jedoch ungünstig im Weg, so wirst du den Möbellift leider nicht für deinen kraftsparenden und weniger stressigen Umzug nutzen können.

Komplettumzug: Dein Umzug mit allen erdenklichen Extraleistungen

Wenn Du möglichst stressfrei umziehen und Dich ganz entspannt zurücklehnen möchtest, während andere Deinen Umzug von A bis Z abwickeln, dann ist ein Komplettumzug die richtige Wahl. Ob Du nun schwanger bist, es sich um einen Seniorenumzug handelt oder Du einfach unter Zeitdruck stehst und beruflich stark eingespannt bist, Deinen kompletten Umzug kannst Du einfach den Profis überlassen. Ein Komplettumzug kann dabei nicht nur das Ein- und Auspacken deiner Kisten beinhalten, denn gerne übernimmt ein professionelles Umzugsunternehmen in Deiner Nähe auch weitere Leistungen für Dich. Wie so ein Komplettumzug also aussehen könnte, möchte ich Dir jetzt gerne verraten.

Viele Extraleistungen beim Komplettumzug

Dabei kannst Du Dir Dein Leistungspaket für Deinen Komplettumzug frei Deinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zusammenstellen. Folgende Leistungen sind zum Beispiel denkbar:

  • Ein- und Auspacken Deiner Umzugskartons
  • Auf- und Abbauen Deiner Möbel
  • Transport
  • Bauarbeiten
  • Renovierungsarbeiten
  • Sanierungsarbeiten
  • Montagearbeiten

Bei Deinem sorglosen Komplettumzug sieht Deine neue Wohnung also binnen kürzester Zeit so aus, als würdest Du dort schon ewig wohnen. Vom Anbringen der Lampen und Gardinen bis hin zur Montage Deiner Küche musst Du Dich wahlweise nämlich um nichts kümmern, sofern Du einen Komplettumzug buchst. Einige Umzugsunternehmen haben sich sogar auf so vielseitige Zusatzleistungen spezialisiert, dass sie auch mit fachkundigen Bauarbeitern oder Handwerkern zusammenarbeiten, die auf Wunsch Dein Laminat verlegen, neu tapezieren, für Dich streichen oder eine zusätzliche Wand einziehen. Das Ziel bei Deinem Komplettumzug ist es also, dass Deine neue Wohnung am Ende binnen kurzer Zeit so aussieht, wie Du es Dir wünschst, ohne dass Du dafür selbst bei Deinem Umzug schuften musstest. Selbst, wenn es um den Nachsendeantrag oder das Ummelden bei verschiedenen Dienstleistern geht, kann Dir ein professionelles Umzugsunternehmen kompetent unter die Arme greifen.

Tipps für Deinen Komplettumzug

Auch wenn Du Dein Umzugsunternehmen mit Deinem kompletten Umzug beauftragst, gibt es einige Dinge, die Du dennoch nicht aus der Hand geben sollest. Am besten erstellst Du zunächst eine Liste mit allen anfallenden Arbeiten. So kannst Du Dich bezüglich der gewünschten Leistungen einfacher mit Deinem Umzugsunternehmen besprechen. In diesem Zusammenhang wird Dir wahrscheinlich auch klar werden, dass es einige Aufgaben gibt, die eben nur Du allein übernehmen kannst. Denn auch wenn die Umzugsprofis grundsätzlich den Umzug deines kompletten Hab und Guts bewältigen können, möchtest Du einige sehr private Gegenstände bestimmt lieber selbst in Deine Umzugskartons packen. Zudem ist es wichtig, dass Du eine solide Vertrauensbasis zu Deinem Umzugsunternehmen aufbauen kannst. Wenn die Umzugshelfer sogar Deine Kartons packen, stehen die Chancen plötzlich viel größer, dass etwas unbemerkt verschwindet. Wertgegenstände, wie Schmuck oder kleinere Gadgets, solltest Du daher selbst einpacken und transportieren, damit Du gar nicht erst Gefahr läufst, dass diese während des Komplettumzugs abhanden kommen.

Kostenkalkulation und Versicherungen

Um Dein Gewissen zu beruhigen, kannst Du bei Deinem Umzugsunternehmen zudem nachfragen, inwiefern Du abgesichert bist, falls während des Umzugs doch einige Deiner Wertgegenstände verschwinden sollten (hierzu kann ich dir auch meinen Artikel ‚Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?‘ ans Herz legen). Bedenke zudem, dass ein Komplettumzug mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist als ein Standardumzug. Daher solltest Du nicht nur verschiedene Angebote einholen, sondern die unterschiedlichen Leistungen sollten auch als einzelne Kostenpunkte in dem Angebot zu finden sein. So kannst Du für Dich individuell entscheiden, welche Leistungen Dir Dein Geld wirklich wert sind und welche Arbeiten Du in Anbetracht der hohen Kosten vielleicht doch lieber eigenhändig übernimmst.

Wann und wieso ist der Gesundheitscheck vor einem Umzug ins Ausland sinnvoll?

Es gibt viele Gesetze, Formalien und Fristen, die Du bei einem Umzug ins Ausland beachten musst. Während ich Dich in meinem Artikel „Umzug ins Ausland – Worauf musst Du achten?“ bereits mit einer Liste der wichtigsten Punkte, die bei solch einem Vorhaben zu bedenken sind, vertraut gemacht habe, steht heute der Gesundheitscheck im Vordergrund. Denn abhängig davon, in welches Land Du ziehst, kann ein Gesundheitscheck in Deutschland sehr sinnvoll sein. Das liegt vor allem daran, dass die Gesundheitsversorgung nicht in allen Ländern weltweit so gut ist wie in weiten Teilen Europas. Außerdem gibt es durchaus bestimmte Krankheiten, die in anderen Ländern besonders häufig auftauchen und gegen die Dein Immunsystem weniger resistent ist als das der Einheimischen. Wie Du siehst, sprechen viele Gründe für einen Gesundheitscheck vor Deinem bevorstehenden Umzug ins Ausland!

Was spricht für den Gesundheitscheck in der Heimat?

Eine neue Wohnung im Ausland finden, Kartons packen, Reisepläne machen, ein Visum organisieren und den Transport Deiner Möbel buchen – damit hast Du doch eigentlich schon genug zu tun, oder? Warum solltest Du in dieser stressigen Zeit also auch noch einen Medical Check-Up zu Deiner Liste der To-Dos hinzufügen? Abhängig von Deinem Zielland kann ein Gesundheitscheck sogar Pflicht sein, damit Du überhaupt ein Visum für die Einreise oder eine Arbeitserlaubnis für Deine neue, ausländische Heimat erhältst. Doch auch wenn dieser Zwang eines Gesundheitschecks nicht besteht, solltest Du einen Check-Up als angehender Auswanderer ernsthaft in Erwägung ziehen.

Wann ist der Artzbesuch sinnvoll?

Ein Arztbesuch kurz vor dem Umzug empfiehlt sich zum Beispiel dann, wenn Du unbedingt ein neues Rezept für die Anti-Baby-Pille, ein dringend benötigtes Herz-Medikament oder andere Arzneien, die Du regelmäßig nimmst, brauchst. In diesem Zusammenhang solltest Du mit Deinem Arzt auch abklären, inwiefern das jeweilige Medikament im Ausland überhaupt verfügbar ist und welche Alternativen Dein Arzt Dir empfehlen kann. Bedenke dabei außerdem, dass einige Medikamente, die in Europa zugelassen sind, bei der Einreise in andere Länder zu Problemen führen könnten. Dies ist zum Beispiel in den Vereinigten Arabischen Emiraten der Fall, wo es eine lange Liste von Medikamenteninhaltsstoffen gibt, die bei der Einreise vor Ort verboten sind. Zur Sicherheit solltest Du demnach Rücksprache mit Deinem Arzt halten und Dich über die jeweiligen Einreisebestimmungen vor Ort informieren. Darüber hinaus sprechen die nachfolgenden Gründe für einen Arztbesuch vor dem Umzug:

  • Wenn Du einen Gesundheitscheck in Deutschland durchlaufen hast, kannst Du Dir in Deinem Zielland mehr Zeit mit der Arztsuche lassen.
  • Nicht in allen Ländern ist die medizinische Versorgung so gut wie hier. Bei einem Arztbesuch hierzulande bist Du erst einmal mit den wichtigsten Medikamenten versorgt.
  • Ein Gesundheitscheck bestätigt (hoffentlich), dass bei Dir gesundheitlich alles in Ordnung ist. So kannst Du dem Umzug gelassener entgegenblicken.
  • Zum Teil können die Kosten für eine adäquate medizinische Versorgung im Ausland sehr hoch sein. Mit einem Gesundheitscheck in der Heimat kannst Du vorsorgen.
  • Vielleicht deckt Deine ausländische Krankenversicherung nur Notfälle und keine Vorsorgeuntersuchungen ab. Dann solltest Du am besten die nötigen Vorsorgeuntersuchungen noch in Deutschland auf Kosten der heimischen Krankenkasse durchführen lassen.

Dabei können ein Blutbild und EKG in diesem Zusammenhang nicht schaden, um Dir Deinen allgemeinen Gesundheitszustand bestätigen zu lassen. Auch wenn Du eine neue Füllung oder Versiegelung Deiner Zähne benötigst, ist ein Besuch beim Zahnarzt Deines Vertrauens vor dem Umzug ins Ausland sinnvoll. Gerade im Bereich der Zahnmedizin hört man öfter Horror-Stories aus dem Ausland und bei einem Zahnarztbesuch in Deutschland übernimmt sogar die Krankenkasse einen Teil der Kosten, was im Ausland hingegen oftmals nicht der Fall ist. Auch wenn Du eine neue Brille benötigst, suchst Du am besten hierzulande einen Augenarzt auf. Im Vergleich zu Deiner neuen Heimat ist die Auswahl an Brillengestellen hierzulande womöglich nicht nur größer, sondern Du kannst meist auf eine Zuzahlung von der Krankenkasse bauen. Demnach ist ein Gesundheitscheck vor dem Umzug sowohl im Sinne Deiner Gesundheit als auch im Sinne Deiner Geldbörse!

Dein Gesundheitscheck ist ohne alle wichtigen Impfungen nicht komplett

Welche der vorrangehenden Tipps Du unbedingt beherzigen solltest, hängt vor allem von Deinem Zielland ab. Ähnlich sieht es auch bei den Impfungen aus, die Du vor Deinem Umzug ins Ausland benötigst. Gerade wenn es Dich in tropische oder subtropische Regionen fernab von jeder Zivilisation zieht, ist der Besuch beim Tropenmediziner, der Dir die passenden Impfungen verabreichen kann, Pflicht. Bei solch einem Termin kann Dich der zuständige Arzt zudem über die schwerwiegendsten Krankheiten, die in Deiner neuen Heimat auftreten können, aufklären. Dadurch weist du, wann Du sofort Hilfe holen solltest. Wenn Du zunächst einmal in Erfahrung bringen möchtest, welcher Impfschutz in Deinem Auswanderungsland dringend erforderlich ist, kannst Du Dich an eine der folgenden drei Anlaufstellen wenden:

• die Reisehinweise des Auswärtigen Amts
• an das in Berlin ansässige Robert-Koch-Institut
• an verschiedene Tropeninstitute in ganz Deutschland

Achtung: Dabei solltest Du unbedingt ausreichend Vorlaufzeit einplanen. Denn bei den meisten Impfungen reicht eine Impfdosis allein nicht aus, sodass es eine Weile dauern wird, bis der nötige Impfschutz besteht. Eine Auffrischung der Standardimpfungen ist zu Deiner Sicherheit unabhängig vom Auswanderungsland zu empfehlen. Allerspätestens drei Monate vor Deinem Umzug ins Ausland solltest Du Dich routinemäßig um den folgenden Impfschutz bemühen:

• Kinderlähmung
• Masern, Mumps, Röteln
• Diphterie
• Tetanus
• Hepatitis B (und vielleicht auch Hepatitis A)

Eine Grippeimpfung kann nach eigenem Ermessen oder nach dem Ermessen Deines Arztes erfolgen. Wenn Dein Immunsystem ohnehin nicht das beste ist und Du weißt, dass Du von einer Impfstoffgabe relativ stark in Mitleidenschaft gezogen wirst, solltest Du schon mehr als drei Monate vor dem Umzug ins Ausland einen Arzt für den nötigen Impfschutz aufsuchen. Mitunter musst Du diesen Impfschutz zudem nachweisen, damit Du Dein Arbeitsvisum überhaupt erhältst, weshalb auch in diesem Fall entsprechend längere Vorlaufzeiten immens wichtig sind.