Ein Umzug nach Köln – darum ist es am Rhein so schön

‚Et hätt noch emmer joot jejange‘ (es ist noch immer gut gegangen) lautete der dritte Paragraph des Rheinischen Grundgesetzes. Auch so wird auch dein Umzug nach Köln sicherlich gut gehe, denn mit der Rheinmetropole als Lebensmittelpunkt kann man nicht viel falsch machen. Und das liegt nicht nur an der entspannten und fröhlichen Mentalität deiner neuen Mitbürger.

Köln stellt sich vor

2000 Jahre, 1.076.000 Einwohner, 405 Quadratkilometer: Köln- oder auch Kölle – ist der kulturelle Mittelpunkt Nordrhein-Westfalens. Es unterteilt sich in neun Stadtbezirke und 86 Stadtteile. Und Köln hat viel zu bieten. Da ist noch weitaus mehr zu entdecken als der Dom und der Kölner Karneval. Wusstest du zum Beispiel, dass es in Köln ein Schokoladenmuseum mit einem Schokoladenbrunnen gibt, durch den 200 Liter Schokolade fließen? Und jeder darf hier einfach naschen. Wenn das kein Zufluchtsort für Heimwehtage ist… Oder wusstest du, dass du an manchen Tagen nicht über den Heinrich-Böll-Platz nahe des Doms laufen darfst, weil darunter die Kölner Philharmoniker proben? Und dann die Kunstmuseen und Ausstellungen – hier kannst du Geschichtliches erkunden oder Werke von Picasso und Co betrachten.

Und dann das Nachtleben – du wirst dich wundern, wie schnell du beim Ausgehen mit neuen Leuten ins Gespräch kommst. Doch erwarte nicht, so deine neuen besten Freunde zu finden. So kontaktfreudig die Kölner bei einem Glas Kölsch sein können, so unverbindlich halten sie es auch.

Und dann der Rhein! Was gibt es schöneres als abends in den Rheinauen zu sitzen und zuzusehen, wie auf der anderen Rheinseite die Lichter angehen?

Außerdem ist Köln eine Großstadt mit viel Grün. Neben dem Rheinufer gibt es zahlreiche Parks und Grünanlagen. Und wenn du die Stadt einmal nicht mehr sehen magst, bietet dir die Nähe zu Holland und Frankreich die beste Möglichkeit für entspannende Reisen und Kurztrips.

Steckbrief Köln

  • Einwohnerzahl: 1.076.000
  • Einwohner pro Quadratmeter: 2657
  • Lage auf dem Wohnungsmarkt: mit Kompromissbereitschaft kann man noch erschwinglichen Wohnraum ergattern.
  • Beliebteste Viertel: Südstadt, Ehrenfeld, Kalk (das neue Ehrenfeld – allerdings auf der falschen Rheinseite)
  • Besonderheiten: Kölner Dom, selbsternannte Medienhauptstadt

Medienhauptstadt Köln

Köln selbst bezeichnet sich gerne einmal als Medienhauptstadt Deutschlands – und das nicht zu unrecht. Köln beherbergt nicht nur den WDR als größten kontinentaleuropäischen öffentlich-rechtlichen Sender, sondern auch die RTL Group und weitere Sender. Ein Drittel aller deutschen Fernsehsendungen werden in Köln produziert. Und auch Kinofilme werden hier gedreht. Das Fernsehen und Medien allgemein sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Rheinmetropole. Etwa 50.000 Menschen sind in Köln in den Bereichen Medien, IT und Telekommunikation beschäftigt. Und auch Hollywood schaut immer einmal wieder am Rhein vorbei. Die ganz Großen fragen für Actionszenen gerne einmal bei der action concept Film- und Stuntproduktion in Hürth an.

Köln ist damit besonders für Zuzügler aus der Medienbranche attraktiv und natürlich für Studenten im Bereich Medienwissenschaft.

Hier lässt es sich leben

In Köln kann man viel Spaß haben – keine Frage. Bei den Mietpreisen wird es allerdings ernst. Vor allem, wenn es dir die linke Rheinseite angetan hat. Dabei sind die Mietpreise in Köln in den letzten Jahren sogar weniger steil angestiegen als in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen. Dennoch zahlt man im Schnitt 9,60 € pro Quadratmeter (Stand August 2018). Auf der linken Rheinseite kommt man auf einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von über 10 €. Das wohl „kölschste“ und mit teuerste Viertel ist hier die Südstadt. Studenten können links des Rheins mit viel Glück jedoch noch günstige WG-Zimmer ergattern. Da die WGs zum Teil schon etliche Studentengenerationen beherbergt haben, sind zum Teil noch alte, günstige Mietverträge in Kraft. Rechts des Rheins bieten Deutz und Mühlheim noch erschwinglichen Wohnraum, und erfreuen sich sicher nicht zuletzt aufgrund dessen immer größerer Beliebtheit.

Köln

Die wichtigsten To-dos für Neukölner

Frisch angekommen in Köln gibt es zunächst ein paar Formalitäten zu erledigen. So gilt auch in Köln: Ummelden nicht vergessen! Innerhalb einer Frist von 14 Tagen musst du dich offiziell an deinem neuen Heimatort anmelden. In Köln kannst du das in einem der neun Kundenzentren der Bezirksrathäuser. Hier wird auch gleich deine neue Adresse in deinen Personalausweis eingetragen.

Zur Anmeldung musst du die üblichen Ausweisdokumente, eine Bescheinigung deines Wohnungsgebers über deinen Einzug bzw. beim Einzug ins Eigenheim den Grundbucheintrag, Notarvertrag oder den aktuellen Grundsteuerbescheid mitbringen und ein Anmeldeformular ausfüllen. Das Anmeldeformular kannst du bereits vorab am PC herunterladen, ausdrucken und ausfüllen.

Wer innerhalb von Deutschland umzieht und ein Auto in die neue Stadt mitbringt, kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die eigene Anmeldung und die Ummeldung von Auto oder Motorrad kann man in einem Rutsch in der Kfz-Zulassungsstelle Poll und im Kundenzentrum Innenstadt erledigen. An beiden Stellen erhälst du auch einen Bewohnerparkausweis und eine Feinstaubplakette.

Und nach den Anmeldeformalitäten heißt es dann: Die Stadt entdecken.

Nach Köln mit Kind und Kegel

Ein Umzug mit Kindern ist immer eine besondere Herausforderung. Zum einen ist es für Kinder meist besonders schwer, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Es braucht viel Fingerspitzengefühl, den Nachwuchs auf einen Umzug vorzubereiten und beim Einleben in der neuen Heimat zu helfen. Zum anderen gibt es zusätzlich zu Ummeldung und Co eine Menge weiterer Formalitäten zu erledigen, von denen nicht zuletzt abhängt, dass sich die Kinder in der neuen Umgebung schnell einleben und wohlfühlen: Wie und wo finde ich einen geeigneten Kindergarten? Welches sind die besten Schulen in Köln? Und wie sieht es mit dem Freizeitangebot aus? Gibt es auch hier einen Hydraulophonkurs, wie er dem Nachwuchs in der alten Heimat so gefallen hat?

Kinderbetreuung – so findest du die passende Kita

Kinderbetreuung für die Kleinen ist immer ein Thema für sich – rar gesäte Kitaplätze, schlechte Betreuungsschlüssel, hoher bürokratischer Aufwand. Und Nordrhein-Westfalen war 2017 sogar das Bundesland mit der größten Betreuungslücke für Kinder im Kindergartenalter. Da heißt es also vor einem Umzug nach Köln so schnell wie möglich nach einem geeigneten Platz zu suchen.

In Köln gibt es über 200 städtische Kindergärten und mehr als 400 Einrichtungen von freien Trägern. Für einen guten Überblick und eine organisierte Kitasuche gibt es das Internetportal LITTLE BIRD der Stadt Köln. Hier kann man sich registrieren und mit Hilfe eines Suchfilters passende Kitas heraussuchen. Anschließend dürfen Eltern über das Portal bis zu fünf konkrete Platzanfragen parallel an Kindergärten unterschiedlicher Trägerschaft richten.

Die Kitagebühren sind in Köln übrigens abhängig vom Einkommen der Eltern.

Schulanmeldung

Köln hat den Schulnotstand ausgerufen. Die Kölner Schulen sind teilweise in einem schlechten Zustand und platzen zudem aus allen Nähten. Der Bildungsdezernentin Dr. Agnes Klein zufolge, müssen in Köln in den nächsten Jahren 41 neue Schulen gebaut werden, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Auch hier heißt es also, sich bei einem geplanten Umzug nach Köln so bald wie möglich um einen Platz zu bemühen.

Wer sein Kind oder sich selbst bei einem Umzug nach Köln an einer Schule vor Ort anmelden will, nimmt am besten direkten Kontakt zur gewünschten Bildungseinrichtung auf. Für die Anmeldung sind in jedem Fall die letzten Zeugnisse sowie die Meldebescheinigung notwendig. Weitere Formalitäten müssen direkt mit der Schule besprochen werden. Eine Übersicht über alle Kölner Schulen bietet der offizielle Internetauftritt der Stadt Köln.

Köln mit Kindern entdecken

Nach den weniger guten Nachrichten zu den Punkten Kita und Schule, zum Schluss noch etwas Positives: Für Kinder und Jugendliche bietet die Stadt ein umfangreiches Freizeitangebot. Dazu gehören nicht nur die zahlreichen Musikschulen und Sportvereine, die auch ausgefallenere Kurse bieten wie Rhönrad-Turnen oder Einradhockey.

Darüber hinaus gibt es Attraktionen wie den Kölner Zoo, das Abenteuermuseum Odysseum, den größten Trampolinpark in NRW, Schwarzlichtminigolf und den Rheinpark zu entdecken. Köln bietet auch zahlreiche Schwimm-, Spaß- und Erlebnisbäder wie das Aqualand mit der ersten Indoor-Looping-Rutsche der Welt. Und das sind natürlich nur ein paar Beispiele…

Umzug mit Kindern – Tipps für die Eingewöhnung

Ob Dein Nachwuchs durch einen Umzug nun den Kindergarten oder die Schule wechseln muss, für viele Kinder ist dies ein großer Schritt. Alle Freunde plötzlich zu verlieren und sich in einer völlig neuen Umgebung einleben zu müssen, kann bei Kindern zu Angst und Unsicherheiten führen. Natürlich gibt es auch mutige Kinder, die einen Umzug verbunden mit einem Schul- oder Kindergartenwechsel sehr gut wegstecken. Falls Du jedoch die Befürchtung hast, dass sich Dein Kind mit der Eingewöhnung etwas schwer tun könnte, möchte ich Dir heute ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg geben. So kannst Du Deinem Kind die Eingewöhnung entsprechend erleichtern.

Deinen Kindern den Umzug erleichtern

Du kannst Deinen Kindern den Umzug unter anderem dadurch erleichtern, dass Du schon früh damit anfängst, mit Deinen Kindern über dieses Thema zu sprechen. Gib ihnen so das Gefühl, dass Du sie in die Umzugsentscheidung bestmöglich mit einbeziehst und nicht einfach über ihren Kopf hinweg entscheidest. Die meisten Eltern tun sich alles andere als leicht mit diesem Schritt, da ihnen durchaus bewusst ist, dass sie ihre Kinder damit entwurzeln. Wenn Deine Kinder sauer oder traurig auf die Neuigkeit eines Umzugs reagieren, ist dies nur allzu verständlich. Versuche sie nicht sofort aufzuheitern, sondern teile ihnen mit, dass Du ihre Gefühle nachvollziehen kannst, der Umzug aber dennoch das Beste für eure ganze Familie ist. Nach und nach kannst Du Deinen Kindern auch die schönen Seiten der neuen Heimat aufzeigen. Vielleicht gibt es ein tolles Freizeitangebot für Kinder oder die neue Wohnung verspricht ein größeres Kinderzimmer. Du darfst Deinen Kindern den Umzug durchaus schmackhaft machen.

Doch auch wenn es Dir gelingen sollte, ein gewisses Maß an Vorfreude bei Deinen Kindern zu erwecken, so sollte ein gebührender Abschied von der alten Heimat dennoch nicht fehlen. Lade am besten alle Freunde Deines Kindes zur Abschiedsparty ein. Dabei solltest Du möglichst viele Fotos schießen, die Dein Kind dann in seinem neuen Zimmer aufhängen kann. Vielleicht machst Du auch jetzt schon Pläne, dass Dein Kind seine Freunde in den nächsten Ferien besuchen kann oder die Freunde zu euch in das neue Heim zu Besuch kommen werden. Vor allem solltest Du die nötige Zeit einplanen, damit die Bedürfnisse Deines Kindes trotz des ganzen Umzugsstresses nicht untergehen. Dabei ist es durchaus sinnvoll, wenn Du gemeinsam mit Deinem Kind einen Karton packst, der speziell für die erste Nacht im neuen Heim gedacht ist. Dort kann Dein Nachwuchs alle Dinge hineinpacken, auf die er oder sie während des Umzugs nicht verzichten möchte. Folgende Dinge könnten zum Beispiel in diesen Karton gehören:

  • eine Kuscheldecke
  • ein Kuscheltier
  • Fotos
  • Tagebuch
  • Lieblingskleidungsstücke
  • ein gutes Buch/ eine Gute-Nacht-Geschichte zum Vorlesen
  • Snacks

Den Kindergarten- oder Schulwechsel planen

Wenn Deine Kinder bereits zum Kindergarten oder zur Schule gehen, will dieser Wechsel besonders gut geplant werden. Günstig ist ein Wechsel immer zum Halbjahr oder zu Beginn des neuen Schuljahres. Denn dann wird Dein Kind nicht mitten aus dem gerade behandelten Stoff gerissen, sondern hat eine viel bessere Chance, gleich Anschluss zu finden, da gerade nach den Sommerferien ohnehin neuer Stoff in der Schule durchgenommen wird. Außerdem solltest Du möglichst eng mit der Schule oder dem neuen Kindergarten zusammenarbeiten, um das optimale Timing zu bestimmen. Im Kindergarten kann es sinnvoll sein, wenn das Kind zur Eingewöhnung erst einmal nur ein paar Stunden in den neuen Kindergarten geht und dann langsam immer länger dort bleibt.

Weitere Tipps zur Eingewöhnung

Nicht nur in der Schule oder im Kindergarten, sondern auch in der neuen Heimat an sich muss sich Dein Kind nun eingewöhnen. Daher solltest Du Dir viel Zeit nehmen, um die neue Heimat mit Deinem Kind zu erkunden. Vielleicht findet ihr einen Sportverein vor Ort, damit Dein Kind noch schneller Anschluss finden kann. Auch auf dem Spielplatz und in der Nachbarschaft lassen sich wunderbar neue Kontakte knüpfen. Eine Eltern-Kind-Gruppe oder auch eine Krabbelgruppe sind ebenso zu empfehlen, damit Eltern und Kind Anschluss bekommen. Damit sich Dein Kind in der neuen Heimat wohlfühlt, solltest Du sie oder ihn sein oder ihr Zimmer möglichst selbst gestalten lassen. Außerdem solltest Du dafür sorgen, dass Dein Kind regelmäßig per Internet oder Telefon Kontakt zu seinen Freunden in der alten Heimat haben kann. Denn diesen Freunden kann Dein Kind seinen Kummer anvertrauen, während es in der neuen Heimat erst noch Freundschaften knüpfen muss. Vor allem solltest Du Geduld mit Deinem Kind haben und ihm den Raum geben, um sein altes Zuhause trauern zu dürfen. Dabei gewöhnen sich Teenager meist weniger schnell ein als jüngere Kinder. Stelle auf jeden Fall sicher, dass Du immer ein offenes Ohr für Deine Kinder hast und sie so bestmöglich bei dieser emotional anstrengenden Umgewöhnung im Anschluss an euren Umzug unterstützen kannst!

Umzug während der Schwangerschaft – Hilfreiche Tipps

Ein Umzug während der Schwangerschaft ist alles andere als ein gewöhnlicher Umzug. Dennoch suchen viele Paare sofort nach einer größeren Wohnung oder einem Haus, wenn sie erfahren, dass sie Nachwuchs erwarten. Schließlich soll die junge Familie ausreichend Platz haben. Dabei solltest du gut überlegen, ob du dir einen Umzug während der Schwangerschaft wirklich zumuten möchtest. Denn selbst dann, wenn du ein Umzugsunternehmen mit einem Komplettumzug beauftragst und dich nicht einmal um das Kistenpacken selbst kümmern musst, ist ein Umzug immer noch mit viel Stress verbunden. Schließlich kann ein Umzug nicht nur körperlich, sondern auch emotional belastend sein. Wie ein stressfreier Umzug in der Schwangerschaft dennoch gelingen kann, möchte ich dir jetzt verraten.

Mute dir nicht zu viel zu

Unabhängig davon, in welchem Stadium deiner Schwangerschaft du dich gerade befindest, solltest du keine schweren Gegenstände heben oder tragen. Ein Umzugskarton, der meist um die 15 Kilogramm wiegt, ist also definitiv viel zu schwer für dich. Auch wenn du dich eigentlich noch fit fühlst und gerade am Anfang deiner Schwangerschaft noch sehr ehrgeizig bist, solltest du lieber die Finger von den Umzugskartons lassen. Die Aufgabe des Packens darfst du also getrost an die folgenden Personen abgeben:

Kartons schonend packen

Wenn du deine Kisten unbedingt selbst packen möchtest, solltest du dich dabei nicht zu tief bücken müssen. Stelle die Kartons zudem an einem Ort auf, von dem du sie später nicht mehr wegbewegen musst. So kannst du eine Kiste nach der anderen langsam mit deinem Hab und Gut befüllen, ohne die Kisten selbst schleppen zu müssen. Wenn du mit einem Umzugskarton fertig bist, verschließt du diesen einfach und stellst den nächsten Karton auf die bereits gefüllte Kiste. Nun kannst du zumindest leichte Sachen munter weiter in deine Umzugskartons packen. Allerdings solltest du dir auch hierbei nicht zu viel vornehmen und regelmäßige Pausen einliegen. Das kann auch bedeuten, dass du dir eine Liegepause gönnst. Wahrscheinlich wirst du schnell merken, dass dir das Strecken und Bücken als Schwangere doch etwas schwerer fällt. Während du die Kisten befüllst, solltest du diese oben und seitlich beschriften, damit sie in der neuen Wohnung gleich dem richtigen Raum zugeordnet werden können. Denn während du dich auf dein Baby vorbereitest, gibt es ohnehin viel zu bedenken, sodass es sinnvoll ist, jegliche unnötige Zusatzarbeit von Anfang zu vermeiden.

Diese Aufgaben solltest du besser anderen überlassen

Doch mit dem Packen der Umzugskartons allein ist es bei deinem Umzug nicht getan. Schließlich will die alte Wohnung vor der Wohnungsübergabe geputzt und renoviert werden und in der neuen Wohnung willst du vielleicht auch noch tapezieren oder einen neuen Boden verlegen. Vor allem die Renovierungsarbeiten solltest du allerdings jemand anderem überlassen. Denn gefährliche Kletterpartien auf einer Leiter sind ebenso wenig etwas für Schwangere wie die chemischen Dämpfe, die ein frisch gestrichenes Zimmer verströmt. Natürlich kannst du die Wandfarbe, Tapeten oder den neuen Boden aussuchen, aber die praktische Umsetzung der Renovierungsmaßnahmen darfst du dann gerne dem werdenden Papa, euren Freunden, der Familie oder professionellen Handwerkern überlassen. Auch der Großputz der alten Wohnung nach dem Auszug kann sehr anstrengend für dich als Schwangere sein und viele Putzmittel sind für werdende Mamas alles andere als ungefährlich.

Unterstützung beim Putzen

Zum Glück gibt es im Internet inzwischen aber viele professionelle Anbieter, sodass du dir einen Putztrupp kinderleicht auch nur für ein paar Stunden ins Haus kommen lassen kannst. Auch wenn dein Umzug in der Schwangerschaft unter Umständen etwas teurer werden könnte, da du wahrscheinlich auf mehr professionelle Hilfe angewiesen sein wirst, ist dies für dich und dein Kind die bessere Wahl. Im Übrigen kannst du diese haushaltsnahen Dienstleistungen dann im kommenden Jahr bei der Steuer geltend machen, sodass die Ausgabe nicht ganz so stark auf dein Haushaltsbudget schlägt.

Weitere Tipps für einen stressfreien Umzug während der Schwangerschaft

Damit ein Umzug während der Schwangerschaft für dich möglichst stressfrei verläuft, sollte dieser so früh wie möglich erfolgen. Denn sonst überkommt dich am Ende vielleicht die blanke Panik, weil du fürchtest, dass du vor der Geburt deines Kindes eventuell nicht mit allem fertig werden könntest. Diesen Stress solltest du dir und deinem Baby besser ersparen. Außerdem kann es sinnvoll sein, wenn du eine Prioritäten- und Aufgabenliste erstellst. So kannst du sichergehen, dass du nichts vergisst und alle Aufgaben entsprechend im Freundes- und Bekanntenkreis oder an professionelle Helfer verteilen. Allerdings solltest du auch wissen, dass du wahrscheinlich einige Abstriche machen musst. Wenn du dich gleich darauf einstellst, dass du eben nicht alle Kisten sofort auspacken und nicht alle Bilder sofort aufhängen wirst, ersparst du dir viel Stress. Konzentriere dich lieber darauf, dass du vor allem das Kinderzimmer zuerst herrichtest, während andere Dinge auch liegenbleiben können.

Nach Hilfe fragen kostet nichts

Denn selbst wenn dein Nestbautrieb um sich greift und du gerne alles schön haben möchtest, bevor das Baby kommt, ist es doch wichtiger, dass es dir und deinem Baby gut geht. Nimm dir also besser nicht zu viel in einer zu kurzen Zeit vor. Bei deiner Planung, wann welche Schritte erledigt sein sollen, kannst du eben nicht davon ausgehen, dass du den gleichen Einsatz erbringen kannst, wie das vor deiner Schwangerschaft noch möglich gewesen wäre. Während des Umzugs bist du also vor allem für die Planung zuständig und ansonsten lautet die Devise: So viel wie möglich delegieren. Wichtig ist dabei vor allem, dass du dich nicht stressen lässt und lieber ein Mal zu viel um Hilfe bittest als ein Mal zu wenig. Dein Körper und dein noch ungeborenes Kind werden es dir mit Sicherheit danken.

Komplettumzug: Dein Umzug mit allen erdenklichen Extraleistungen

Wenn Du möglichst stressfrei umziehen und Dich ganz entspannt zurücklehnen möchtest, während andere Deinen Umzug von A bis Z abwickeln, dann ist ein Komplettumzug die richtige Wahl. Ob Du nun schwanger bist, es sich um einen Seniorenumzug handelt oder Du einfach unter Zeitdruck stehst und beruflich stark eingespannt bist, Deinen kompletten Umzug kannst Du einfach den Profis überlassen. Ein Komplettumzug kann dabei nicht nur das Ein- und Auspacken deiner Kisten beinhalten, denn gerne übernimmt ein professionelles Umzugsunternehmen in Deiner Nähe auch weitere Leistungen für Dich. Wie so ein Komplettumzug also aussehen könnte, möchte ich Dir jetzt gerne verraten.

Viele Extraleistungen beim Komplettumzug

Dabei kannst Du Dir Dein Leistungspaket für Deinen Komplettumzug frei Deinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zusammenstellen. Folgende Leistungen sind zum Beispiel denkbar:

  • Ein- und Auspacken Deiner Umzugskartons
  • Auf- und Abbauen Deiner Möbel
  • Transport
  • Bauarbeiten
  • Renovierungsarbeiten
  • Sanierungsarbeiten
  • Montagearbeiten

Bei Deinem sorglosen Komplettumzug sieht Deine neue Wohnung also binnen kürzester Zeit so aus, als würdest Du dort schon ewig wohnen. Vom Anbringen der Lampen und Gardinen bis hin zur Montage Deiner Küche musst Du Dich wahlweise nämlich um nichts kümmern, sofern Du einen Komplettumzug buchst. Einige Umzugsunternehmen haben sich sogar auf so vielseitige Zusatzleistungen spezialisiert, dass sie auch mit fachkundigen Bauarbeitern oder Handwerkern zusammenarbeiten, die auf Wunsch Dein Laminat verlegen, neu tapezieren, für Dich streichen oder eine zusätzliche Wand einziehen. Das Ziel bei Deinem Komplettumzug ist es also, dass Deine neue Wohnung am Ende binnen kurzer Zeit so aussieht, wie Du es Dir wünschst, ohne dass Du dafür selbst bei Deinem Umzug schuften musstest. Selbst, wenn es um den Nachsendeantrag oder das Ummelden bei verschiedenen Dienstleistern geht, kann Dir ein professionelles Umzugsunternehmen kompetent unter die Arme greifen.

Tipps für Deinen Komplettumzug

Auch wenn Du Dein Umzugsunternehmen mit Deinem kompletten Umzug beauftragst, gibt es einige Dinge, die Du dennoch nicht aus der Hand geben sollest. Am besten erstellst Du zunächst eine Liste mit allen anfallenden Arbeiten. So kannst Du Dich bezüglich der gewünschten Leistungen einfacher mit Deinem Umzugsunternehmen besprechen. In diesem Zusammenhang wird Dir wahrscheinlich auch klar werden, dass es einige Aufgaben gibt, die eben nur Du allein übernehmen kannst. Denn auch wenn die Umzugsprofis grundsätzlich den Umzug deines kompletten Hab und Guts bewältigen können, möchtest Du einige sehr private Gegenstände bestimmt lieber selbst in Deine Umzugskartons packen. Zudem ist es wichtig, dass Du eine solide Vertrauensbasis zu Deinem Umzugsunternehmen aufbauen kannst. Wenn die Umzugshelfer sogar Deine Kartons packen, stehen die Chancen plötzlich viel größer, dass etwas unbemerkt verschwindet. Wertgegenstände, wie Schmuck oder kleinere Gadgets, solltest Du daher selbst einpacken und transportieren, damit Du gar nicht erst Gefahr läufst, dass diese während des Komplettumzugs abhanden kommen.

Kostenkalkulation und Versicherungen

Um Dein Gewissen zu beruhigen, kannst Du bei Deinem Umzugsunternehmen zudem nachfragen, inwiefern Du abgesichert bist, falls während des Umzugs doch einige Deiner Wertgegenstände verschwinden sollten (hierzu kann ich dir auch meinen Artikel ‚Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?‘ ans Herz legen). Bedenke zudem, dass ein Komplettumzug mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist als ein Standardumzug. Daher solltest Du nicht nur verschiedene Angebote einholen, sondern die unterschiedlichen Leistungen sollten auch als einzelne Kostenpunkte in dem Angebot zu finden sein. So kannst Du für Dich individuell entscheiden, welche Leistungen Dir Dein Geld wirklich wert sind und welche Arbeiten Du in Anbetracht der hohen Kosten vielleicht doch lieber eigenhändig übernimmst.

Mieterschutzrecht: Wie die Sozialklausel Dich schützen kann

Vielleicht hat Dir Dein Vermieter wegen Eigenbedarf gekündigt. Für viele Mieter ist das ein echter Schock. Denn Wohnraum in den deutschen Großstädten ist teuer und Ersatz als Geringverdiener oder Familie mit Kindern auf die Schnelle kaum zu finden. Doch zum Glück schützt der Gesetzgeber nicht nur die Vermieter, die eine Kündigung aus Gründen des Eigenbedarfs aussprechen können, sondern es gibt die Sozialklausel, die fest im Mieterschutzrecht verankert ist. Sie soll Dich als Mieter vor Härte schützen.

Was die Sozialklausel besagt

Mit Hilfe der Sozialklausel kannst Du als Mieter einer Vermieterkündigung widersprechen, obwohl diese berechtigt ist. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn die Kündigung für Dich eine gewisse Härte bedeutet. Der wichtigste Härtegrund in den Augen des Gesetzes ist fehlender Ersatzraumwohn. Solltest Du in Deiner Stadt keine Wohnung mit zumutbaren Bedingungen finden, so kannst Du Dich als gekündigter Mieter auf die Sozialklausel berufen. Allerdings bedeutet eine teurere, kleinere oder eine Ersatzwohnung in einem anderen Wohnviertel nicht, dass die Sozialklausel automatisch greift. Ob Dein Härtegrund ausreichend ist, muss am Ende ein Richter entscheiden, falls Du Dir mit Deinem Vermieter nicht einig wirst. Auch die folgenden Umstände kannst Du in diesem Zusammenhang als weitere Härtegründe anführen:

  • Gebrechlichkeit
  • Invalidität
  • Schwangerschaft
  • hohes Alter
  • Kinder
  • Schwierigkeiten beim Kindergarten- oder Schulwechsel
  • geringer Verdienst
  • ein kurz bevorstehendes Examen
  • schwere Erkrankungen
  • eine lange Mietdauer

Gerade dann, wenn bei Dir mehrere dieser Gründe gleichzeitig greifen, erhöht dies Deine Erfolgschancen entsprechend.

Widerspruch gegen die Kündigung des Vermieters einlegen

Wenn Du Dich nun auf die Sozialklausel berufen möchtest, musst Du erst einmal schriftlich Widerspruch gegen die vom Vermieter ausgesprochene Kündigung einlegen. Das Widerspruchsschreiben, welches Deiner eigenhändigen Unterschrift bedarf, muss beim Vermieter zwei Monate vor dem Ablauf der gesetzten Kündigungsfrist eingehen. Die Zwei-Monats-Frist ist allerdings nur dann relevant, wenn Dein Vermieter Dich in seinem Kündigungsschreiben auf Deine Widerspruchsmöglichkeit aufmerksam gemacht und auch die Frist und notwendige Form des Widerspruchs genannt hat.

Falls dem nicht so ist, kannst Du der Kündigung als Mieter auch noch zu einem späteren Zeitpunkt widersprechen – nämlich bis zum ersten Gerichtstermin bei einem Räumungsrechtsstreit. Sinnvoller ist es jedoch, wenn Du die Situation gar nicht erst eskalieren lässt, sondern Deinen Widerspruch schnellstmöglich einreichst. Dann besteht immerhin noch die Hoffnung, dass Du Dich mit dem Vermieter durch den Verweis auf die Sozialklausel außergerichtlich einigen kannst. Dies kann allerdings bedeuten, dass Dein Wohnrecht nur befristet erhalten bleibt und zum Beispiel direkt nach Deinem Examen endet, wenn Du ein bevorstehendes Examen als Härtegrund angeführt hast.

Die Sozialklausel vor Gericht

Wenn es zu keiner Einigung zwischen Dir und Deinem Vermieter kommt, muss ein Gericht entscheiden. Dieses muss dann abwägen, ob Deine Härtegründe schwerer wiegen als das berechtigte Vermieterinteresse. Als Faustregel lässt sich festhalten, dass Dein Recht auf körperliche Unversehrtheit das Vermieterinteresse auf eine selbstbestimmte und freie Lebensgestaltung in nahezu allen Fällen übertrifft. Wenn ein Umzug Deine Gesundheit gefährden oder belasten würde, kannst Du Dir vor Gericht relativ gute Chancen ausrechnen. Dies muss allerdings nicht heißen, dass Du ein unbefristetes Wohnrecht zugesprochen bekommst. Vielmehr kann das Gericht eine Fortsetzung des Mietverhältnisses anordnen, die lediglich befristet ist. Damit das Gericht überhaupt zu Deinen Gunsten entscheiden kann, wirst Du die Schwere Deiner Härtegründe zunächst belegen müssen, was unter Umständen gar nicht so einfach ist. Dennoch ist die Sozialklausel dazu da, Dich als Teil des Mietrechts vor Härtefällen in diesem Bereich zu schützen.

Umzug (ins Ausland): So meldest Du das Kindergeld um

In meinem Artikel „Ummelden beim Umzug. Wann, wie, wo?“ habe ich Dir bereits eine praktische Liste an die Hand gegeben, wo Du Dich bei einem Umzug überall ummelden musst. Hierzu gehört natürlich auch das Kindergeld. Bleibst Du innerhalb Deutschlands, gestaltet sich die Ummeldung des Kindesgeldes relativ einfach. Komplizierter wird es, wenn Du ins Ausland umziehst. Denn dann muss erst einmal geklärt werden, ob überhaupt noch ein Kindergeldanspruch besteht.

Umzug innerhalb Deutschlands: Kindergeld per Formular ummelden

Wenn Du bereits erfolgreich Kindergeld beantragt hast und nur innerhalb von Deutschland Deinen Wohnort wechselst, musst Du dies dem zuständigen Amt über ein Formular mitteilen. Diese sogenannte „Veränderungsmitteilung“ findest Du hier. Du kreuzt einfach den ersten Punkt an „Meine Anschrift hat sich wie folgt geändert:“ und trägst Deine neue Adresse ein. Durch die Angaben in der Kopfzeile, also den Namen und Vornamen des/der Kindergeldberechtigten sowie die Kindergeld- und Steueridentifikationsnummer, kann das Amt die Daten dann auch korrekt zuordnen. Nun musst Du das Dokument nur noch unterschreiben und per Post an das zuständige Amt senden. Doch welches ist eigentlich für die Adressänderung zuständig?

Das zuständige Amt ausfindig machen

Du schickst die Veränderungsmitteilung an Dein bisher zuständiges Amt, sprich in Deinem alten Wohnort, vom dem Du auch alle Kindergeldbescheide etc. erhalten hast. Dieses nimmt dann automatisch die Änderungen vor und übermittelt dem neuen zuständigen Amt, also an Deinem neuen Wohnort, alle wichtigen Informationen. Zuständig ist

  • für Beschäftigte im öffentlichen Dienst die Familienkasse Deines Dienstherrn oder Arbeitgebers.
  • für alle anderen die Familienkasse der ortsansässigen Bundesagentur für Arbeit.

Was passiert beim Umzug ins Ausland?

Wenn Du ins Ausland ziehst, steht Dir oder Deinen Kindern nicht mehr zwangsläufig Kindergeld zu. Du hast nur dann noch einen Anspruch auf Kindergeld, wenn Du auch weiterhin in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig bist. Andernfalls erhältst Du eventuell das Kindergeld als Sozialleistung. Dies ist dann der Fall, wenn

  • Du bei der Bundesagentur für Arbeit in einem Versicherungspflichtverhältnis stehst oder
  • Rente gemäß deutscher Rechtsvorschriften beziehst oder
  • als Entsandter, Missionar beziehungsweise Entwicklungshelfer tätig bist.

Kannst Du doppelt Kindergeld beziehen?

Doch was ist nun eigentlich, wenn Du in dem Land Deines neuen Wohnortes auch einen Anspruch auf Kindergeld oder ähnliche Familienleistungen hast? Prinzipiell kannst Du kein doppeltes Kindergeld beziehen. Das bedeutet, dass Du immer die Leistungen des Landes beziehst, in welchem Du lebst und arbeitest. Allerdings stockt Deutschland das Kindergeld eventuell auf, wenn Du weniger als das in Deutschland übliche Kindergeld erhältst und einen Anspruch auf das Kindergeld als Sozialleistung besitzt. Du erhältst dann also die Familienleistung vom Land Deines Wohnortes zuzüglich des Restbetrages von den deutschen Ämtern.

Was, wenn Du im Ausland studieren oder eine Schule besuchen möchtest?

Auch als Schüler/in oder Student/in steht Dir ja unter Umständen noch das Kindergeld zu, wenn es sich um Deine erste berufsqualifizierende Ausbildung handelt. Da Auslandsaufenthalte hierbei immer häufiger werden, interessiert Dich gewiss, ob Du auch bei einem kurzzeitigen Umzug ins Ausland oder bei einem Auslandsstudium noch Anspruch auf das Kindergeld hast?

  • Bleibt Dein Auslandsaufenthalt innerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraumes, hast Du in der Regel immer noch Anspruch auf die Kindergeldzahlungen.
  • Bei Auslandsaufenthalten außerhalb der EU oder des EWR hast Du normalerweise dann einen Anspruch auf Kindergeld, wenn dieser nicht länger als ein Jahr dauert.
  • Bei einem Auslandsaufenthalt von mehr als einem Jahr und außerhalb der EU beziehungsweise des EWR wird der Kindergeldanspruch jeweils im Einzelfall entschieden. Gute Chancen hast Du, wenn Du zwar im Ausland studierst, in den Semesterferien aber stets wieder in Deutschland wohnst, Deinen deutschen Wohnsitz also nicht endgültig aufgibst. Dies kann auch der bisherige Wohnsitz bei Deinen Eltern sein.

Welches Amt bei Umzug ins Ausland?

Auch für den Umzug ins Ausland sind die Familienkassen zuständig. Erst einmal füllst Du auch dann eine Veränderungsmitteilung aus und schickst diese postalisch an das bisher für Dich zuständige Amt. Weiterhin muss nun aber geprüft werden, ob Du an Deinem neuen Wohnsitz im Ausland überhaupt noch Ansprüche auf Kindergeld besitzt. Für diese Prüfung sind folgende Familienkassen zuständig:

  • Familienkasse Baden-Württemberg für Frankreich und Schweiz
  • Familienkasse Bayern Nord für alle weiteren EU-/EWR-Staaten
  • Familienkasse Bayern Süd für Österreich
  • Familienkasse Rheinland-Pfalz für Belgien, Niederlande und Luxemburg
  • Familienkasse Sachsen für Polen und Tschechien

Alle weiteren Informationen zum Kindergeldanspruch beim Umzug ins Ausland findest Du unter kindergeld.org

Umziehen mit Kindern Teil 4: So findest Du einen Babysitter

Am Umzugstag geht es hektisch zu, Möbelpacker gehen ein und aus, Du kümmerst Dich um die Verpflegung für die Umzugshelfer oder bist voll und ganz mit deren Koordination beschäftigt. Manchmal kommt dann auch der Vermieter für die Wohnungsübergabe vorbei oder Du hast sogar noch Haustiere, deren Umzug besonders kompliziert ist. So oder so: Für die Betreuung eines Babys oder Kleinkindes hast Du am Umzugstag häufig nicht ausreichend Zeit. Du hast also zwei Möglichkeiten: Entweder Du gibst den Umzug komplett in die Hände Deiner Helfer oder aber Du suchst Dir für diesen Tag einen Babysitter.

Wann ist ein Babysitter für den Umzug sinnvoll?

Welche die jeweils sinnvollere Variante ist, hängt in erster Linie von Deiner finanziellen Situation ab. Wenn Du Dir die Hilfe durch ein professionelles Umzugsunternehmen leisten kannst, lass doch einfach die Profis ans Werk und nimm Du Dir Zeit für Dein Kind und Dich selbst. Die Umstellung im neuen Zuhause, der neuen Region und vielleicht auch dem neuen Job oder Freundeskreis wird schließlich noch anstrengend genug. Allerdings ist so ein Vollservice für einen Umzug alles andere als ein Schnäppchen. Viele Menschen tendieren deshalb zu günstigeren Varianten, wie der Hilfe durch Freunde und Bekannte, studentische Umzugshelfer oder gar dem kompletten Umzug in Eigenregie. Was also, wenn Du am Umzugstag koordinieren oder selbst mit anpacken musst?

Zuerst Verwandte oder Freunde fragen

Beim Umzug selbst dabei zu sein, ist für Babys und kleine Kinder in der Regel zu stressig. Sie verstehen den Trubel noch nicht, machen Unordnung oder geraten gar in Gefahr. Am sichersten ist es deshalb, wenn Du für den Umzugstag eine Kinderbetreuung organisierst und der Babysitter mit dem Kind zum Beispiel auf den Spielplatz geht. Fremde Menschen und Umgebungen bedeuten aber sehr viel Stress für das Kind, je nach Alter kann das sogar beängstigend wirken. Am besten ist es deshalb, wenn Dein Kind an einem bekannten Ort und/oder von einer bekannten Person betreut wird. Frage daher erst einmal Deine Verwandten und Freunde, welche das Kind bereits kennt, ob diese am Umzugstag vielleicht als Babysitter aushelfen würden. So können zum Beispiel die Großeltern des Kindes aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme sowieso nicht mehr aktiv beim Umzug helfen. Wieso also das Baby nicht für einen Tag zu ihnen bringen? Oder frag doch Deine Freundinnen aus der Krabbelgruppe, dem Schwangerschaftskurs oder vom Spielplatz, ob ihr Sohn oder ihre Tochter für einen Tag einen Spielgefährten wünscht?

Kommen Kita oder Kindergarten infrage?

Dein Kind geht bereits in eine Kita oder einen Kindergarten? Dann frag doch hier einmal nach einer außerplanmäßigen Betreuung. Auch wenn Dein Sprössling vielleicht normalerweise nur halbtags oder nur zwei Tage pro Woche in der Kita oder im Kindergarten ist, kannst Du in der Regel für Sonderfälle eine Aushilfsbetreuung organisieren. So weißt Du, dass Dein Kind gut versorgt ist, die anderen Kinder und Erzieher/innen kennt und Du kannst Dich sorglos auf den Umzug konzentrieren.

Babysitter finden und auswählen

Hast Du nun immer noch keine passende Betreuung für den Umzugstag gefunden, so gibt es weitere Möglichkeiten einen Babysitter zu suchen. Frage Deine Freunde und Bekannten, ob sie jemanden empfehlen können. Sieh in Kleinanzeigen in der Zeitung nach oder such im Internet auf entsprechenden Plattformen, wie www.betreut.de. Wichtig ist natürlich, dass Du den Babysitter zu einem persönlichen Gespräch zum Kennenlernen einlädst. Du vertraust ihm oder ihr später schließlich das Wertvollste an, das Du hast. Zudem solltest Du ein Treffen zwischen Babysitter und Kind/ern organisieren, um zu sehen, ob die Chemie stimmt und wie der Babysitter mit den Kindern interagiert. Daraus lässt sich bereits viel ableiten.

Wichtiges für das persönliche Gespräch

Bereite Dich auf das persönliche Erstgespräch vor und notiere Dir sowohl alle Fragen, die Du stellen möchtest, als auch Deine Konditionen, Anforderungen etc. Im persönlichen Gespräch solltest Du dann nämlich unbedingt

  • alle Konditionen vorab klären, zum Beispiel Dauer, Bezahlung und Aktivitäten oder Termine für das Kind.
  • Referenzen des Babysitters erfragen, den Personalausweis kopieren sowie Dir die Handy- und Telefonnummer, Adresse und die Telefonnummer einer weiteren Kontaktperson geben lassen.
  • dem Babysitter umgekehrt auch ein Info-Blatt mit Deinen Kontaktdaten, Notfallnummern sowie der Telefonnummer von mindestens einer weiteren Person, die sich am Umzugstag in Deiner Nähe aufhält, aushändigen.
  • die Grundregeln für die Kinder aufzählen und am besten niedergeschrieben auf einem Info-Blatt mitgeben, z.B. was darf das Kind und was nicht, wann macht es seinen Mittagschlaf, wann isst es und was usw.
  • auf dem Info-Blatt vermerken, ob Dein Kind Medikamente nehmen muss, wann und welche. Auch über Allergien oder weitere Besonderheiten muss der Babysitter unbedingt informiert werden.

Zuletzt solltest Du beim Kennenlernen zwischen Kind/ern und Babysitter anwesend sein und die Szene beobachten. Wie gehen diese miteinander um? Was sagt Dein Bauchgefühl? Was kannst Du aus Mimik und Gestik Deines Kindes schließen? Schlussendlich sollten Kopf und Bauch gemeinsam die Entscheidung für oder gegen einen Babysitter treffen.

Achtung bei der Versicherung

Hast Du Dich für einen Babysitter entschieden, so musst Du unbedingt vorab den Versicherungsschutz klären. Wer haftet, wenn etwas passiert? Frage den Babysitter deshalb frühzeitig, ob er einen ausreichenden Versicherungsschutz in der Privathaftpflichtversicherung besitzt und lasse Dir unbedingt einen entsprechenden Nachweis vorlegen, zum Beispiel eine Kopie des Versicherungsscheines.

Wie viel kostet ein Babysitter?

Die Kosten für einen Babysitter schwanken stark. Während Bekannte und Verwandte häufig sogar umsonst babysitten, nehmen private Anbieter geringere Stundensätze und professionelle Anbieter für die Kinderbetreuung sind am teuersten. Prinzipiell musst Du mit einem Stundenlohn von rund sechs bis 15 Euro rechnen. Kläre die Konditionen im Voraus mit dem Babysitter ab. Zu sehr auf das Geld achten solltest Du hier natürlich nicht. Hat Dich ein Babysitter überzeugt, so nimm lieber auch einen höheren Stundenlohn in Kauf. Dein Kind ist es Dir bestimmt wert und günstiger als ein Umzugsunternehmen ist der Babysitter dann immer noch.

Es ist so weit: Worauf Du am Umzugstag achten solltest

Je nachdem, wie alt Dein Kind ist, solltest Du ihm so gut wie möglich erklären, weshalb es den Tag mit einem Babysitter verbringt, wie lange und wann Du es wieder abholst oder es nach Hause gebracht wird. Wenn möglich, sollten Babysitter und Kind den Tag an einem gewohnten Ort verbringen. Zum Beispiel auf dem Spielplatz um die Ecke, in der Wohnung Deiner besten Freundin oder im Zoo, für den Du eine Jahreskarte hast. Je „normaler“ der Tag für Dein Kind abläuft, desto weniger Stress bedeutet er. Gib dem Babysitter deshalb unbedingt auch vertraute Spielsachen mit. Vergiss zudem nicht Wechselkleidung, Schnuller, Windeln sowie Trinkflasche und Lebensmittel (je nach Absprache) einzupacken. Jetzt heißt es: Vertrauen und Dich auf den Umzug konzentrieren. Natürlich kannst Du den Babysitter auch hin und wieder anrufen, um zu fragen wie der Tag läuft. Aber übertreib es bitte nicht: Zwei bis drei Anrufe am Tag sind völlig ausreichend!

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So findest Du nach einem Umzug schnell neue Freunde

Viele Menschen haben Angst vor einem Umzug. Schließlich lässt man nicht nur die alte Stadt oder den bisherigen Job hinter sich, sondern häufig auch Familie und Freunde. Und so aufregend das neue Zuhause auch sein mag, zu Beginn ist es meist vor allem eines: einsam. Ich verrate Dir deshalb heute, wie Du nach einem Umzug schnell neue Kontakte knüpfen kannst, aus welchen mit der Zeit vielleicht echte Freundschaften werden – damit Du Dich in Deiner neuen Umgebung fix einleben und wohlfühlen kannst.

Halte Kontakt zu Deinen alten Freunden

Dass Du Dich nun auf die Suche nach neuen Freunden begibst, bedeutet andersherum natürlich nicht, dass Du Deine bisherigen Freundschaften aufgeben sollst. Im Gegenteil: Möglichst engen Kontakt zu Deinen bisherigen Freunden zu halten hilft Dir Phasen der Einsamkeit zu überwinden. Rufe am Abend nach einem schwierigen Tag Deine beste Freundin an, fahre am Wochenende Deine Clique besuchen oder lade Deinen Kumpel für eine Woche zu Dir ein. Selbst wenn Ihr nur selten oder lediglich am Telefon sprechen könnt: Deine neuen Erfahrungen, Ängste oder auch Erlebnisse nach dem Umzug mit Freunden zu teilen, stellt eine große Erleichterung dar.

Mein Tipp: Das Internet macht heute vieles einfacher, als es noch vor einigen Jahren war! Mit Diensten wie skype, twitter oder facebook ist es relativ einfach (und vor allem kostenlos) möglich mit alten Freunden in Kontakt zu bleiben und mitzukriegen, was in deren Leben gerade so passiert … Wenn du hier noch kein Konto hast, solltest du zu einem Umzug in eine fremde Stadt unbedingt darüber nachdenken, ob dir diese Dienste nicht helfen können!

Dennoch: Auf Dauer möchtest Du natürlich auch einen zusätzlichen Freundeskreis in Deiner neuen Stadt aufbauen. Aber wie?

In eine WG oder ein Wohnheim ziehen

Wenn Du hinsichtlich der Wahl Deiner Wohnung am neuen Wohnort flexibel bist, sind Wohngemeinschaften oder Wohnheime eine super Möglichkeit, um direkt neue Kontakte zu knüpfen. Gerade bei Studenten sind diese Varianten sehr beliebt (da zudem sehr günstig), doch vor allem in Großstädten bilden sich auch immer mehr Berufstätigen-WGs. Kommt dies für Dich nicht infrage, so kannst Du trotzdem auf die Nachbarschaft achten: Wohnen in Deinem Mehrfamilienhaus oder in der direkten Umgebung eher junge Menschen, Paare, Familien mit Kindern oder Senioren? Suche Dir wenn möglich ein soziales Umfeld, das zu Deinem Alter und Deiner familiären Situation passt.

Eine Einweihungsparty schmeißen

Nach den Strapazen des Umzugs ist es nun erst einmal an der Zeit kräftig zu feiern. Mit einer großen Einweihungsparty sagst Du einerseits Deinen fleißigen Umzugshelfern Danke, kannst die Gelegenheit nutzen, um Deine Familie und alten Freunde einzuladen und kannst andererseits auch direkt neue Kontakte knüpfen. Lade all Deine Bekanntschaften am neuen Wohnort ein und ermutige sie, ihre Freunde oder Partner mitzubringen. Dies können Deine neuen Arbeitskollegen sein, Deine Nachbarn oder Kommilitonen. Je nachdem, wie groß Du feiern möchtest, solltest Du auf den passenden Rahmen achten. Wenn Du nicht so viele und vor allem fremde Menschen in Deiner nagelneuen und privaten Wohnung haben möchtest – was durchaus verständlich ist – organisiere doch vielleicht eine Grillparty im Garten oder im öffentlichen Park um die Ecke.

Mache Dir einen konkreten Plan

Natürlich kannst Du nicht planen, wann Du wen kennenlernen wirst oder mit wem Du befreundet sein möchtest. Im Gegenteil: Versuchst Du zur sehr Dich mit jemandem anzufreunden, wirkt das schnell verzweifelt und schreckt Dein Gegenüber ab. Was Du aber planen kannst, sind konkrete Aktivitäten, bei welchen Du Kontakte knüpfen könntest. Dein größter Feind ist hier meist die Überwindung: Am Abend bist Du vielleicht müde und der Fernseher wirkt so viel verlockender als der Sportverein. Oder im Endeffekt bleibst Du doch lieber für einen gemütlichen Kuschelabend mit dem Freund beziehungsweise Deiner Freundin auf dem Sofa. Doch selbst wenn Du in der neuen Stadt eine/n Partner/in hast: Eine Beziehung kann keine Freundschaften ersetzen. Lege Dir deshalb einen Schlachtplan zurecht, der aus Aktivitäten besteht, die Dir sowohl Spaß machen als auch das Potenzial für neue Kontakte bergen. Du musst natürlich nicht jeden Tag auf der Suche nach Freunden VHS-Kurse oder Fitnessstunden absolvieren, doch peile zumindest zwei bis drei Aktivitäten pro Woche an.

Ideen für Aktivitäten, um Freunde zu finden

Wer für Dich als Freund beziehungsweise Freundin geeignet ist, hängt natürlich stark von Dir selbst, Deinem Alter, Deinen Hobbys und Deinem Charakter ab. Und davon abhängig ist wiederum, wo Du diese zu Dir passenden Menschen finden könntest. Achte daher bei der Auswahl Deiner Aktivitäten ein wenig auf den „Typ Mensch“, auf welchen Du hier wahrscheinlich treffen wirst. Hierzu ein kleines Beispiel: Als 25-Jährige Berufseinsteigerin bist Du im Karatekurs voraussichtlich fast nur von Männern umgeben und im Häkelkurs von Frauen, die deutlich älter sind als Du. Als Mann um die 40 wiederum, findest Du potenzielle Freunde eher beim Fußballtraining als in der Teenie-Disco um die Ecke. Ich habe nun ein paar Ideen für Dich gesammelt, wo Du in einer neuen Stadt nach dem Umzug Freunde finden könntest. Wähle doch passende Aktivitäten für Dich aus oder lass Dich inspirieren und finde Deine eigenen Interessen:

  • Hast Du Hunde oder ein Pferd? Dann besuche einen entsprechenden Kurs, eine Hundeschule, ein Westernturnier o.ä., wo Du Menschen mit denselben Interessen kennenlernen könntest.
  • Kinder sind die wohl einfachste Art, schnell neue Freunde zu finden. Engagiere Dich als Elternbeirat in der Schule Deines Sohnes, besuche mit Deiner Tochter eine Krabbelgruppe oder belege während der Schwangerschaft spezielle Schwangerenkurse, zum Beispiel Yoga oder einen Schwimmkurs. Verabrede Dich dann auch außerhalb mit den Eltern auf einen Kaffee, während die Kinder miteinander spielen können.
  • Berufliche und soziale Netzwerke im Internet bieten zahlreiche Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen. Leider tummeln sich hier aber auch viele schwarze Schafe.
  • Verbanne Deine Fitnessgeräte aus dem Wohnzimmer und trete lieber einem Sportverein, dem VHS-Sportkurs oder einem Fitnessstudio bei.
  • Apropos VHS-Kurs: Auch in Sprachkursen, Gitarrenkursen, Tanzkursen uvm. in der VHS oder einer ähnlichen Institution kannst Du schnell neue Freunde finden.
  • Du spielst ein Instrument oder singst gerne? Vielleicht wären dann ein Chor oder Orchester die richtige Wahl für Dich?
  • Engagiere Dich ehrenamtlich in einem Bereich Deiner Wahl. Dies kann im Tierschutzverein sein, bei der Altenpflege oder in der Kirche.
  • Spielt der Glauben eine Rolle in Deinem Leben? Gerade die Kirche oder andere Glaubensgemeinschaften bieten Dir nämlich zahlreiche Möglichkeiten, Dich einzubringen und neue Kontakte zu knüpfen.
  • Du bist eher in der Politik bewandert? Dann wäre es jetzt an der Zeit einmal über den Eintritt in eine Partei nachzudenken.
  • Weiter- und Fortbildungen bringen Dich übrigens nicht nur beruflich voran, sondern können auch tolle private Kontakte bereithalten.
  • Zwar möchten viele Menschen den Kontakt mit den Kollegen auf der Arbeit bewusst professionell halten, gegen einen Plausch beim Kaffee oder die Teilnahme an der Weihnachtsfeier spricht aber trotzdem nichts.

Das richtige Auftreten führt zum Erfolg

Wofür auch immer Du Dich schlussendlich entscheidest: Erfolgreich Freunde finden wirst Du nur mit dem richtigen Auftreten. So fällt es manchen Menschen scheinbar spielend leicht, sich schnell ein neues soziales Umfeld zu erschaffen, während andere auch nach vielen Jahren noch unter der Einsamkeit leiden. Gehörst Du zu dem Typ Mensch, der eher introvertiert ist und dem es schwerfällt, offen auf andere zuzugehen? Dann hast Du eine echte Herausforderung vor Dir. Doch jede Herausforderung ist schließlich auch eine Chance. Versuche doch einfach einmal freundlich, lächelnd und offen auf Menschen zuzugehen. Suche ein passendes Gesprächsthema und beginne einfach mit etwas Smalltalk. Wenn Ihr Euch gerade beim Fußballspiel, im Kochkurs oder bei der IT-Weiterbildung befindet, habt Ihr ja bereits ein Thema gefunden, das Euch beide interessiert. Erwähne zudem bei jeder Gelegenheit, dass Du neu in der Stadt bist. Viele Menschen bieten sich dann automatisch als Stadtführer an oder laden Dich zur dienstäglichen Skat-Runde mit den Kumpels ein. Sei also offen für Neues: Jemand lädt Dich in die Kletterhalle ein? Super, dann ist es jetzt an der Zeit das einmal auszuprobieren!

Auch wenn nicht jeder Kontakt zu einer engen Freundschaft wird: Jeder Mensch befindet sich in einem Netzwerk. Und auch wenn dieser erste Kontakt nicht zur neuen besten Freundin taugt, so vielleicht die Schwester, Schwägerin oder Cousine. Nimm deshalb jede Gelegenheit wahr, in neue „Netzwerke“ aufgenommen zu werden. Ich jedenfalls wünsche Dir viel Erfolg und zahlreiche neue Freundschaften.

Das muss in Deinem Mietvertrag stehen

Dank meiner Tipps im Artikel „Wohnungssuche: So findest du eine Wohnung!“ und meinen Ratschlägen dazu, wie du einen Markler oder Vermieter von dir überzeugst, hast Du hoffentlich nun den Mietvertrag für Deine Traumwohnung vorliegen. Doch Vorsicht: Du solltest diesen unbedingt gründlich durchlesen, bevor Du ihn unterschreibst. Denn während einige Klauseln bestenfalls in Deinem Mietvertrag stehen sollten, sind andere unfair oder gar illegal. Was also muss und darf nun alles in Deinen Mietvertrag? Ich verrate es Dir…

Ein Mietvertrag muss nicht immer schriftlich sein

Tatsächlich gelten auch mündliche Abmachungen als Mietvertrag oder können diesen um wichtige Zusätze erweitern. Das Problem ist allerdings, dass Du in diesem Fall die Beweislast trägst und die mündliche Abmachung nachweisen musst. Hierfür könntest Du entweder Zeugen heranziehen oder eben die Vereinbarungen schriftlich festhalten und Dir per Unterschrift von Deinem Vermieter bestätigen lassen. Fertig ist der Mietvertrag! Allerdings solltest Du dennoch einen schriftlichen und rechtlich einwandfreien Mietvertrag von Deinem zukünftigen Vermieter verlangen. Hier werden nämlich wichtige Regelungen und Verpflichtungen festgehalten, die ansonsten eventuell zu einem Rechtsstreit führen könnten, beispielsweise bezüglich der sogenannten „Schönheitsreparaturen“.

Welche Arten von Mietverträgen gibt es?

Doch auch schriftlich verfasste Mietverträge können ganz unterschiedlich gestaltet sein. Grundlegend gibt es fünf verschieden Arten von Verträgen:

  1. unbefristeter Mietvertrag
  2. zeitlich befristeter Mietvertrag über eine bereits im Voraus festgelegte Dauer, dieser muss allerdings eine Begründung für die Befristung enthalten
  3. Indexmietvertrag mit Mietsteigerungen von jährlich zwei bis drei Prozent
  4. Staffelmietvertrag mit einer jährlichen Erhöhung der Miete (Steigerung ist als Summe angegeben)

Egal, ob komplexer Staffel- oder schlichter unbefristeter Mietvertrag: Du solltest diesen stets gründlich durchlesen und notfalls einen Sachverständigen darum bitte, Dir die juristischen Formulierungen zu erklären. Nur so kannst Du nämlich noch vor dem Zustandekommen des Mietvertrages Änderungen verlangen oder sogenannte „Individualvereinbarungen“ festhalten, zum Beispiel bezüglich der Nebenkosten, dem Winterdienst oder der Schönheitsreparaturen. Ist der Vertrag erst einmal unterschrieben, ist er auch in dieser Form gültig und nur noch schwer anzufechten, eine Ausnahme sind lediglich illegale Klauseln.

Welche Vertragsklauseln sind unzulässig?

Das Mietrecht legt fest, welche Klauseln in einem Mietvertrag rechtlich zulässig sind und welche nicht. Ungültige oder gar illegale Vertragsinhalte sind demnach:

Befristete Mietverträge nur mit ausreichender Begründung

Ein Mietvertrag wird stets auf unbestimmte Zeit geschlossen. Demnach darf dieser kein Enddatum enthalten, es sei denn, es handelt sich um die Sonderform eines befristeten Mietverhältnisses. In diesem Fall muss der Vertrag aber einen triftigen Grund enthalten, weshalb er zu dem angegebenen Zeitpunkt endet. Berechtigte Gründe sind zum Beispiel, wenn der Vermieter selbst oder Angehörige anschließend die Wohnung beziehen möchten (Eigenbedarf) oder eine so umfassende Renovierung notwendig wird, dass der Mieter in diesem Zeitraum die vermieteten Räume nicht weiter bewohnen kann. Wenn Du einen Grund aber als unzureichend empfindest, kannst Du ihn dennoch anfechten. Viele Gerichte entscheiden im Einzelfall zugunsten des Mieters.

Der Vermieter hat kein unbegrenztes Besuchsrecht

Der Vermieter darf nicht jederzeit und unangekündigt Deine Wohnung betreten, egal aus welchen Gründen. Er muss die Besuche stets vorher mit Dir vereinbaren. Ein eigener Schlüssel zu Deiner Wohnung steht ihm nicht zu. Entsprechende Klauseln in Deinem Mietvertrag sind daher ungültig.

Kündigungsgründe müssen definiert sein

Der Vermieter darf Dir nicht jederzeit, ohne Frist oder ohne gültigen Grund kündigen. Auch solche Klauseln sind rechtlich nicht zulässig. Die möglichen Gründe für eine Kündigung sind im Mietrecht festgesetzt.

Du bist der alleinige Mieter

Mit dem Mietvertrag erwirbst Du das alleinige Recht, die Wohnung in Anspruch zu nehmen. Der Vermieter darf sie nicht weiter- oder untervermieten.

Haustiere dürfen nicht generell verboten sein

Haustierklauseln gibt es in quasi jedem Mietvertrag. Allerdings dürfen diese nicht generell verboten werden. Während Kleintiere in Käfigen, einem Terrarium oder Aquarien prinzipiell erlaubt sind, gilt bei Katzen und Hunden die Einzelfallentscheidung. So dürfen diese im Mietvertrag zwar nicht mehr generell verboten werden, durchaus aber nach der Prüfung des Einzelfalls durch den Vermieter. Dieser muss dafür aber eine plausible und nachvollziehbare Begründung vorlegen können.

Das muss unbedingt in Deinem Mietvertrag stehen

Allerdings musst Du bei Deinem Mietvertrag nicht nur darauf achten, dass keine unzulässigen Klauseln enthalten sind, sondern auch welche anderen Informationen unbedingt festgehalten werden sollten. Der Vertrag muss strenge Regeln hinsichtlich Form und Inhalt einhalten, damit er im Notfall vor Gericht bestehen kann. Zwar kannst Du auch formlose Vereinbarungen oder, wie bereits erwähnt, mündliche Absprachen vor Gericht geltend machen, allerdings benötigst Du dann handfeste Beweise. Da ist es doch besser, direkt einen wasserdichten Mietvertrag vorlegen zu können, oder? Hierfür muss er wie folgt gestaltet sein:

  • Der Vertrag muss den vollständigen Namen des Mieters und Vermieters enthalten, da es sich um ein nicht übertragbares Schriftstück handelt.
  • Die Adresse des Objektes sowie seine genaue Lage, zum Beispiel 4. OG rechts, müssen erkennbar sein.
  • Genannt werden müssen zudem die Kosten, aufgeschlüsselt nach Kaltmiete, Sonderkosten, beispielsweise für einen Parkplatz oder die Gartenbenutzung, und die Betriebskosten.

Diese drei Mindestangaben sind notwendig, dass ein Mietverhältnis zustande kommt. Allerdings gehören in einen guten und gerichtlich ausreichend formulierten Mietvertrag noch zahlreiche weitere Informationen. In jedem Mietvertrag sollten daher weiterhin folgende Punkte festgehalten sein:

  • Der Mietbeginn, bei befristeten Mietverträgen die Mietdauer sowie der Grund für die Befristung.
  • Zusätzlich müssen alle Mieträume mit ihrer jeweiligen Quadratmeterzahl exakt aufgeführt werden. Hierunter fallen auch Garagen, Kellerräume, Terrassen, der Garten o.ä.
  • Alle Vereinbarungen zur Zahlung einer Kaution sollten niedergeschrieben werden. Zahlst Du eine Kaution an Deinen Vermieter (höchstens drei Monatskaltmieten), ist dieser gesetzlich dazu verpflichtet diese auf einem zinsbringenden Konto anzulegen. Dieses kann er entweder selbst eröffnen oder Dich als Mieter mit der Eröffnung eines Kautionskontos beauftragen. Zum Ende des Mietverhältnisses erhältst Du dann Deine Kaution inklusive Zinsen in einem angemessenen Zeitraum zurück. Diese kann lediglich für ausstehende Mietzahlungen oder den letzten Betriebskostenausgleich vorläufig einbehalten werden.
  • Um Streit zu vermeiden, sollten auch Klauseln zu den Schönheitsreparaturen enthalten sein. Starre Klauseln, wie „Der Mieter trägt alle Kosten der Schönheitsreparaturen bei seinem Auszug“ oder „Nach drei Jahren ist die Küche zu streichen“, sind nicht zulässig. Stattdessen können Hinweise gegeben werden, zum Beispiel dass die Küche in der Regel alle drei, das Wohnzimmer alle fünf Jahre gestrichen wird. Die tatsächlichen Fristen allerdings, sind dann nach dem jeweiligen Abnutzungsgrad zu beurteilen.
  • Eine weitere sinnvolle Ergänzung für den Mietvertrag sind die sogenannten „Kleinreparaturen“. Hierbei geht es beispielsweise um defekte Heizungsthermostate, Beschädigungen an Türen o.ä. Hierbei gilt die gesetzliche Regelung: Den Handwerker muss stets der Vermieter bestellen. Die Rechnung allerdings, muss der Mieter begleichen, solange diese nicht mehr als 100 Euro kostet. Ab dem 101. Euro hingegen, ist der Vermieter für das Begleichen der Handwerkerrechnungen zuständig. Insgesamt muss der Mieter pro Jahr nicht mehr für Handwerker bezahlen als acht Prozent seiner Jahresmiete.
  • Die Kündigungsfristen sind gesetzlich vorgeschrieben, solange Du im Mietvertrag keine abweichenden Regelungen triffst. Demnach kannst Du als Mieter mit einer Frist von drei Monaten kündigen und musst hierfür keine Gründe angeben. Der Vermieter hingegen, darf nur aus einem triftigen Grund heraus kündigen und hat strengere Kündigungsfristen zu beachten: In den ersten fünf Jahren gilt auch hier der Zeitraum von drei Monaten, nach fünf Jahren Mietdauer sind es sechs, nach acht Jahren gar neun Monate Kündigungsfrist. Kündigen darf er stets nur aufgrund eines schweren Vertragsbruches des Mieters (eventuell fristlos) oder wegen der Anmeldung von Eigenbedarf. Solltest Du aber nicht rechtzeitig eine angemessene neue Wohnung finden, kannst Du häufig die Verlängerung der Kündigungsfrist verlangen. Zu solchen Sonderfällen kannst Du Dich jederzeit vom Mieterschutzbund beraten lassen.

Von schlechten Mietverträgen profitierst Du als Mieter

Prinzipiell gilt aber: Je weniger im Mietvertrag steht, desto besser ist das meistens für Dich als Mieter. Dank strengen Gesetzen bist Du nämlich nicht zu Schönheitsreparaturen verpflichtet, darfst unter gewissen Bedingungen Haustiere halten oder genießt hohen Kündigungsschutz, wenn keine abweichenden Regelungen im Mietvertrag stehen. Du solltest daher vor allem einen Blick auf unzulässige oder unfaire Regelungen haben und eventuelle Sondervereinbarungen mit Deinem Vermieter schriftlich festhalten. Ansonsten kannst Du entspannt unterschreiben und guten Gewissens in Deine neue Traumwohnung ziehen…

Tipp: Für den Fall, dass es doch einmal zum gerichtlichen Streit aufgrund eines Mietvertrags kommen sollte, empfehle ich Dir eine spezielle Rechtsschutzversicherung für Mieter. Diese ist häufig schon für wenige Euro im Jahr zu haben und bietet Dir ausreichend Schutz im Streitfall.

Checkliste für die Wohnungsbesichtigung: Worauf musst Du achten?

In meinem Artikel „Wohnungssuche: So findest du eine Wohnung?“ hast Du bereits erfahren, wo Du nach einer für Dich passenden Wohnung suchen kannst. Du hast gewiss eine oder mehrere Wohnungen gefunden, die Dir gefallen und den Vermieter kontaktiert. Mit etwas Glück wirst Du nun zu einer Wohnungsbesichtigung eingeladen. Einerseits hast Du so die Chance den Vermieter kennen zu lernen und von Dir zu überzeugen, andererseits musst Du natürlich auch für Dich prüfen, ob diese die für Dich richtige Wohnung ist. Hierfür habe ich Dir eine praktische Checkliste zusammengestellt:

1. Vier Augen sehen mehr als zwei:

Wenn möglich, nimm eine Begleitperson mit zur Besichtigung. Dies können Dein/e Partner/in sein, Deine Eltern, Deine zukünftigen WG-Mitbewohner, Onkel, Freunde o.ä. Am besten wäre es natürlich, wenn sich Deine Begleitperson sogar mit Wohnungen auskennt, also vielleicht ein Makler, Handwerker oder Architekt ist. Hauptsache ist jedoch, dass Du nicht alleine gehst. Denn auch bei Laien gilt: Vier Augen sehen mehr als zwei und so macht Dich Deine Begleitperson gewiss noch auf den ein oder anderen Vor- und Nachteil der Wohnung aufmerksam oder stellt Fragen, auf welche Du selbst nie gekommen wärst.

2. Eine Wohnungsbesichtigung nur bei Tageslicht…

…und bestenfalls wochentags durchführen. Denn bei Nacht sind nicht nur Mängel schwieriger zu entdecken, es ist in der Regel auch leiser. Ebenso sonn- und feiertags, wenn keine Lastwagen fahren dürfen. Du solltest Dir die Wohnung deshalb zu einem alltäglichen Zeitpunkt ansehen, zum Beispiel Mittwochs um 16 Uhr. So kannst sehen, wie hell die Wohnung ist, wo ihre Makel liegen und lauschen, ob und wie laut der Verkehr zu hören ist.

3. Nein zur Massenbesichtigung!

Gerade in Gegenden, in welchen Mietwohnungen Mangelware sind, wollen sich viele Vermieter Zeit sparen und laden einfach mehrere Interessenten zugleich ein. Eine solche Massenbesichtigung bietet jedoch nur Nachteile: Einerseits lernst Du den Vermieter nur flüchtig kennen und es wird schwer, ihn von Dir zu überzeugen. Andererseits hat er nicht ausreichend Zeit für Fragen. Vereinbare deshalb stets eine Einzelbesichtigung mit ihm. Hierdurch bekundigst Du zugleich ein erstes Interesse und kannst Dich als Bewerber von den anderen potenziellen Mietern absetzen.

4. Unterschreibe niemals direkt vor Ort

Mache nicht den Fehler, direkt bei der Besichtigung verbindlich zuzusagen oder gar bereits einen Vertrag zu unterschreiben. Verlangt der Vermieter dies von Dir, hat er etwas zu verbergen. Ansonsten gibt er Dir gewiss gerne ein oder zwei Nächte, um über die Entscheidung zu schlafen.

5. Nimm eine Kamera mit…

…und fotografiere die Wohnungen, welche Du besichtigst. So kannst Du dir die Bilder am Abend noch einmal in Ruhe ansehen, die unterschiedlichen Objekte vergleichen und überprüfen, ob es sich auch auf den zweiten Blick noch um Deine Traumwohnung handelt.

6. Weitere Besichtigungstermine vereinbaren

Du hast Dich entschieden? Dann vereinbare noch einmal zwei bis drei weitere Besichtigungstermine zu verschiedenen Tages- und Uhrzeiten, bevor Du den Mietvertrag unterschreibst. So kannst Du Dich besser gegen unerwartete Makel absichern, zum Beispiel einen erhöhten Lärmpegel zur Feierabendzeit.

7. Umgebung besichtigen

Anschließend solltest Du nicht nur die Wohnung, sondern auch die neue Wohngegend ausführlich besichtigen. Ist vielleicht ein stinkendes Klärwerk in der Nähe oder liegt das Viertel in einer Einflugschneise des Flughafens? Informiere Dich auch über das Internet, zum Beispiel via Google Maps, über Unternehmen, mögliche Lärm-, Geruchs- oder sonstige Belästigungsfaktoren in der Nähe.

8. Mit den Nachbarn sprechen

Sinnvoll ist es auch, einmal kurz mit den Nachbarn zu sprechen. Vielleicht sind sie im Sommer sowieso im Garten oder Du klingelst einfach am Nachmittag kurz an ihrer Tür, bringst leckere Kekse mit und stellst Dich vor. Hier kannst Du noch einmal wichtige Informationen über Dein Wohnhaus in Erfahrung bringen, zum Beispiel ob zwischen den Wohnparteien Streit herrscht, dass es im Wäschekeller schimmelt oder dass der Nachbarhund ständig bellt.

9. Fragen stellen

Schlussendlich kannst Du auch Deinen Vermieter noch einmal ins Kreuzverhör nehmen oder gar mit ihm über den Mietvertrag verhandeln, wenn Du Makel in der Wohnung entdeckt hast. Doch Vorsicht: Bei begehrten Wohnungen kannst Du nicht maßlos Forderungen stellen, sonst entscheidet er sich kurzerhand für einen anderen Bewerber. Auf die Beseitigung eines Schimmelflecks, einen neuen Bodenbelag in der Küche oder den Austausch des 20 Jahre alten Boilers jedoch, lässt er sich eventuell ein.

10. Die richtige Mischung aus Verstand und Bauchgefühl…

…sollte Dir am Ende die optimale Entscheidung bringen. Einerseits hilft es, eine Checkliste anzulegen, diese abzuhaken, eine Pro- und Contra-Liste zu führen und Dir fachmännischen Rat bei Deinen Bekannten einzuholen. Andererseits wird Dir schlussendlich aber Dein Bauchgefühl sagen, welche die für Dich richtige Wohnung ist. Und wenn Du Dich wohlfühlst, kannst Du auch über den ein oder anderen Makel hinwegsehen…

Muster für eine Checkliste bei der Wohnungsbesichtigung:

  • Sind Haustiere erlaubt?
  • Wieso ist der Vormieter ausgezogen?
  • Wie laut ist die Wohnung?
  • Gibt es Lärmfaktoren in der Nähe, wie eine Einflugschneise, Industrie, Bahngleise etc.?
  • Wie hell ist die Wohnung?
  • Welches Baujahr hat sie?
  • Wann und was wurde zuletzt renoviert?
  • Wie wird geheizt?
  • Wie alt sind Gemäuer, Rohre und Kabel?
  • Sind genügend Steckdosen vorhanden?
  • Wie einfach lassen sich Fenster und Türen öffnen? Zieht es?
  • Gehören ein Keller und/oder Garage zu der Wohnung?
  • Wo befindet sich der Waschmaschinenanschluss?
  • Kannst Du Geräusche aus der Nachbarwohnung hören?
  • Wie weit sind öffentliche Verkehrsmittel und Einkaufsmöglichkeiten entfernt?
  • Wo liegen Schule oder Kindergarten für Deine Kinder?
  • Sind die Schulwege sicher oder an einer großen Hauptstraße gelegen?
  • Zieht es an Türen und Fenstern?
  • Kannst Du Schimmel oder Wasserflecken entdecken?
  • In welchem Zustand sind die Flure und Außenanlagen?
  • Welche Nebenkosten sind inbegriffen, welche müssen extra übernommen werden?
  • Wie hoch sind die Nebenkosten? Ist der Nebenkostenabschlag realistisch?