So gelingt ein kostengünstiger Umzug

So gelingt ein kostengünstiger Umzug

Ein Umzug kann schnell mit hohen Kosten verbunden sein, über die sich die Betroffenen im ersten Moment gar nicht klar sind. So kann ein Umzug nicht nur die Nerven, sondern auch den Geldbeutel stark strapazieren.

Werden bei dem Wohnortwechsel allerdings ein paar Tipps und Tricks beachtet, können der Aufwand und so auch die Kosten durchaus reduziert werden. Natürlich kann auch ein kompetenter Dienstleister dafür sorgen, dass sich die Kosten für einen Umzug in Grenzen halten – beispielsweise ist günstig umziehen mit Turm Umzüge Berlin problemlos möglich. Der folgende Artikel zeigt, wie ein kostengünstiger Umzug gelingt.

Frühzeitige Planung

Durch eine frühzeitige Planung werden die Möglichkeiten generell vergrößert. Unabhängig davon, ob der Umzug vollständig in Eigenregie erledigt, die Miete eines Transporters oder LKWs nötig oder ein Umzugsunternehmen beauftragt wird – desto früher sich um die kostenintensiven und großen Bereiche des Umzugs gekümmert wird, desto besser gestalten sich die Chancen, günstige Konditionen zu erhalten. Die Preise sind besonders bei der Vermietung von LKWs und Transportern stets von der Auslastung abhängig.

Diejenigen, die für ihren Umzug die Unterstützung von Freunden und Familienmitgliedern in Anspruch nehmen, sollten die privaten Umzugshelfer ebenfalls so früh wie möglich über den anstehenden Umzug in Kenntnis setzen. Dann ist noch genügend Zeit vorhanden, um nach anderen Helfern Ausschau zu halten oder einen neuen Umzugstermin zu finden, falls die Helfer an dem geplanten Datum nicht verfügbar sein sollten. Im Rahmen einer frühzeitigen Planung ist es ebenfalls stets möglich, gebuchte Leistungen noch umzulegen, ohne, dass dafür hohe zusätzliche Kosten fällig werden.

Soll der Umzug professionell von einer Umzugsfirma bewältigt werden, sind die Preise in der Regel nicht allzu stark von der aktuellen Auslastung abhängig. Allerdings macht sich eine frühzeitige Buchung durchaus auch in der Kalkulation von Umzugsunternehmen bemerkbar.

Zum günstigen Termin umziehen

Die meisten Menschen ziehen im Sommer um – vorrangig an den Wochenenden oder in den Ferien. Schließlich sind die Tage dann lang, es herrscht angenehmes Wetter und es steht ausreichend Zeit für den Umzug zur Verfügung. Dies macht sich allerdings in den höheren Angebotspreisen bemerkbar.

Wer flexibel ist, sollte seinen Umzug daher am besten unter der Woche organisieren. Ideal ist es darüber hinaus, wenn der Umzug außerhalb der Ferien zu Beginn des Jahres stattfindet. Auch ein Umzug in der Mitte des Monats wird häufig durch günstigere Konditionen belohnt.

Natürlich können diese Faktoren oft nicht wie gewünscht beeinflusst werden, allerdings können auch bei kurzfristigen Umzügen oft wenigstens die Mitte des Monats und ein Werktag unter der Woche gewählt werden. Die Ausgaben können so maßgeblich reduziert werden.

Gute Zeitplanung erspart doppelte Miete

Optimalerweise wird der Übergang zwischen dem neuen und dem alten Zuhause so geplant, dass keine unnötigen doppelten Ausgaben für finanzielle Belastungen sorgen. Die Kosten für einen Umzug werden durch doppelte Mieten massiv in die Höhe getrieben.

Die Kündigungsfristen sollten ebenfalls bei den Anbietern für Strom und Telekommunikation beachtet werden.

Gründliches Ausmisten

Bei einem Umzug wird überaus häufig der Fehler begangen, dass das Ausmisten erst dann begonnen wird, wenn die Kisten im neuen Zuhause ausgepackt werden. Dieser Schritt sollte allerdings unbedingt im Vorfeld des Umzugs erledigt werden. Schließlich verursachen alle Dinge, die transportiert werden müssen, Aufwand und gegebenenfalls auch Kosten.

Mitgenommen werden sollten nur die Dinge, die wirklich behalten werden. Werden ausgediente Gegenstände vor dem Umzug verkauft, kann dadurch sogar noch die Umzugskasse aufgebessert werden.

Schönheitsreparaturen in Eigenregie erledigen

Nach Möglichkeit sollten alle Schönheitsreparaturen, die im Mietvertrag aufgeführt werden, selbständig erledigt werden. Kann auf einen Handwerker nicht verzichtet werden, bietet sich ein Sparpotential, wenn diesem die benötigten Produkte gestellt werden.

Falls die nötigen Schönheitsreparaturen vollkommen ignoriert werden, kann der Vermieter die Kosten für diese nach dem Auszug in Rechnung stellen. Diese fallen dann wesentlich höher aus, als eigentlich nötig gewesen wäre.

Vier Tipps für das perfekte Schlafzimmer nach dem Umzug

Perfektes Schlafzimmer nach Umzug: 4 Tipps

Ein Haus zu bauen ist schon schwer genug. Wenn man dann aber auch noch zwei Wohnungen zusammenführen darf, ist ein leichtes Chaos vorprogrammiert. Insgesamt 133 qm auf 156 qm verteilen, sollte ja eigentlich kein Problem sein. Einige Möbel sind doppelt vorhanden, andere gar nicht. Und dann gibt es diese wunderschönen Stücke, auf die man sich einfach nicht einigen kann, wenn man zusammenzieht. Betten sind dabei ein wichtiges Thema, da es nicht nur optisch ein relevantes Detail ist, sondern auch einen konkreten Mehrwert für die Erholung und die Gesundheit hat. Unbequeme Betten senken spürbar die Lebensqualität herab und führen zu Schlafmangel, Verspannungen und Fehlstellungen. Jeden hat ein Bett und jeder liebt seins, aber beide Betten würden nicht in einen Haushalt passen. Also muss ein neues Möbelstück her. Auch die komplette Gestaltung des Schlafzimmers spielt eine wichtige Rolle. Hier findest Du vier Tipps, wie ihr euer neues Schlafzimmer ideal einrichten könnt.

1. Das richtige Bett wählen

Das Bett ist immer das Herzstück eines Schlafzimmers. Als besonders bequem und praktisch haben sich die Boxspringbetten erwiesen, die in verschiedenen Qualitätsstufen und Bequemlichkeitsgraden erhältlich sind. Während günstige Discounter-Boxspringbetten für Frust und schlechten Schlaf sorgen können, sind hochwertige Exemplare eine richtige Entdeckung im Schlafzimmer. Es ist empfehlenswert, sich für ein Boxspringbett aus Deutschland zu entscheiden, um ein hochwertiges Produkt zu erhalten.

Neben Boxspringbetten können auch andere Modelle eingesetzt werden. Besonders platzsparend sind zum Beispiel Hochbetten, da sich unter der Schlafgelegenheit Stauraum befinden, der gerne als Kleiderschrank oder viel mehr Kleiderraum genutzt wird.

Achte auf die Größe des Bettes und ebenso auf die Schlafgewohnheiten. Paare, die eine höhere persönliche Distanz brauchen, werden sich in einem größeren Bett wohler fühlen. Doppelbetten sollten mindestens 1,60 m breit sein, besser sind aber 1,80 m. Auch die Länge sollte passen, vor allem bei größeren Personen muss man auf die richtige Länge achten.

2. Viel Raum lassen

Um sich im Schlafzimmer wohlzufühlen, muss der Raum möglichst viel freien Luftraum haben. Stelle das Schlafzimmer nicht zu voll mit Möbelstücken! Große, massive Schränke können den Raum optisch verkleinern und wirkend erdrückend. Entscheide Dich für helle, niedrige Möbel oder nutze Spiegelflächen, um den Raum optisch zu vergrößern.

3. Die Möbel richtig platzieren

Nicht nur die Art, sondern auch die Lage der Möbel spielt für das Wohlbefinden und erholsamen Schlaf eine große Rolle. Es ist empfehlenswert, das Bett nicht direkt an ein Fenster zu stellen, ebenso sollte das Licht seitlich auf das Bett fallen. Dies ermöglicht deutlich angenehmeres Aufwachen und ein sicheres Gefühl. Du solltest, sofern Du nicht sowieso Nachtschränke neben dem Bett platzierst, keine hohen und sperrigen Möbel direkt an das Bett ran stellen. Unterbewusst wirkt es erdrückend und verursacht ein Gefühl von Enge.

4. Strategisch für Farben entscheiden

Die Farbpsychologie sollte vor allem im Schlafzimmer nicht unterschätzt werden. Aus diesem Grund solltest Du, bevor Du das Zimmer möblierst, Dich für passende Wandfarben entscheiden.

Grundsätzlich können alle Farben verwendet werden, aber wenn Du Dich für dunklere oder grelle Farben entscheiden solltest, ist eine Kombination mit abgesetzten, farblich ruhigeren Möbeln sinnvoll.

Richtig streichen - Tipps und Tricks zu Pinsel & Co.Die Farbe Rot kann im Schlafzimmer sehr warm, wohlig und gemütlich aussehen. Kombiniert mit hellen Holzfarben entsteht ein Gefühl von Gemütlichkeit. Auch als Farbe der Liebe kann eine rote Wand sehr gut in das Schlafzimmer passen.

Gelbe Töne sind ebenso sehr warm und verbreiten schon morgens gute Laune. Zum Beispiel kann es sehr erfrischend aussehen, eine Wand im Sonnengelb zu gestalten und farblich passende Tupfer als Kissen, Blumentöpfe oder Dekorationen in das Zimmer zu bringen. Gelb und Orange symbolisieren Glück.

Blau wird häufig nicht so gerne im Schlafzimmer verwendet, da es in Kombination mit der Farbe Weiß kühl wirkt. Wenn man aber ein Himmelblau verwendet und die passenden Möbel richtig kombiniert, kann ein sehr helles, frisches Gefühl im Zimmer entstehen.

Rosa soll besonders schlaffördernd wirken und für Optimismus und Freude stehen. Kombiniert mit Weiß und Hellgrau ergibt sich ein sanftes Farbmuster, welches perfekt in ein Schlafzimmer passt.

Zum Schluss sollte man auch die reine Farbe Weiß nicht vernachlässigen. Es wurde nachgewiesen, dass besonders helle Zimmer für mehr Erholung sorgen und schlaffördernd wirken. Natürlich muss der Raum dabei nicht steril bleiben – arbeite mit aufregenden Farbakzenten, die sich perfekt in das Raumbild integrieren und Freude beim Anschauen bereiten.

Passend dazu …

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Nach dem Einzug: Wenn der Schimmel an den Wänden sich zu erkennen gibt

Schimmel nach Umzug (Aus- oder Einzug)

Oftmals wird Schimmel in der Wohnung bereits durch seinen muffigen Geruch erkannt, doch nicht immer machen sich die gesundheitsgefährdende Sporenbildung der Pilze direkt bemerkbar. Nicht selten wird ein Befall mit Schimmelpilzen erst dann erkannt, wenn es zum Aus- oder Einzug kommt. Was du dagegen unternehmen kannst und worauf du unbedingt achten solltest, erfährst du nachfolgend.

Schimmel an den Wänden, eine Gefahr für alle Mitbewohner

Sicherlich ist nicht jede Art von Schimmelpilz gefährlich für den Menschen, denn ansonsten würde so mancher heiß geliebter Schimmelkäse direkt aus den Supermarktregalen genommen werden. Doch wenn sich der Schimmel bei deinem Aus- oder Einzug in großen dunklen Flecken an den Wänden zeigt, ist spätestens handeln angesagt. Besonders gefährdet sind dabei Allergiker und Asthmatiker, denn diese reagieren in der Regel unmittelbar auf den Befall von Schimmel. Aber auch für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, ältere Personen und Säuglinge, sowie Kinder sind massiv gefährdet. Welche Symptome auf Schimmelpilz in der Wohnung hinweisen können:

  • Allergische Hautausschläge
  • Augenbrennen
  • Müdigkeit
  • Atembeschwerden wie Husten und Heiserkeit
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt

Hierfür hat das Luftreinigerdepot einen umfangreichen Ratgeber erstellt und beschreibt wie du Schimmel schnell und effektiv bekämpfen kannst.

Mögliche Ursachen für einen Schimmelbefall

Die Ursachen für einen Befall von Schimmelpilz in der Wohnung sind so vielfältig, wie es auch die Arten von Schimmelpilz selber sind. So kann z.B. eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen der Grund dafür sein, dass die gefährlichen Sporen sich breitmachen. Zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit kann beitragen, wenn du deine nasse Wäsche in der Wohnung trocknest, nachdem baden oder duschen nicht ausreichend lüftest und der Dunst vom Kochen in der Küche.

Aber auch bauliche Mängel sind ein häufiger Grund, dass der Schimmel die Möglichkeit zur Entstehung bekommt. Meist handelt es sich dann um undichte Stellen innerhalb des Mauerwerks oder an kritischen Punkten wie Wasserrohren, Dächern oder Kellerabdichtungen wurde nicht fachgerecht gearbeitet. Wenn du in einen Neubau ziehst und dort sich bereits Schimmel an den Wänden zeigt, ist dies ein eindeutiger Indikator dafür, dass die Wände nicht ausreichend Zeit bekommen haben, um komplett durchzutrocknen.

Unterschiedliche Arten von Schimmel

So wie es bei fast allen Dingen im Leben ist, gibt es auch bei Schimmel viele verschiedene Sorten. Etwa 100.000 Schimmelarten sind bereits bekannt und für Laien kann es sinnvoll sein, wenn Sie die gängigsten anhand ihrer Farbe identifizieren können. So kannst du dann ungefähr einschätzen, um welchen Schimmelpilz es sich handelt und welche Gefährdung in etwa von diesem ausgeht:

  • Der schwarze Schimmel entsteht oftmals durch ein Problem von Feuchtigkeit in der Wohnung. Er wird auch Schwarzschimmel genannt und ist äußerst gefährlich alles Leben in der Wohnung.
  • Der grüne Schimmel ist der wohl bekannteste und am häufigsten verbreitete. Bedenkt man an schimmelnde Lebensmittel wie etwa Brot, dann kann sich jeder direkt ein Bild von diesem Schimmelpilz machen. Dieser ist aber weniger gefährlich für das Leben in der Wohnung, kann allerdings trotzdem dein Immunsystem angreifen.
  • Der rote und weiße Schimmel zeigen sich eher selten, kommen aber trotzdem gerne auf Tapeten aus Papier vor oder lassen sich Bad oder Küche nieder. Die rote Variante wird verantwortlich für Schimmel Allergien, Asthma oder Lungenerkrankungen gemacht. Da der weiße Schimmel nur schlecht erkannt werden kann, solltest du vermehrt auf Tierchen Kellerasseln oder Silberfische in deiner Wohnung achten, denn diese können auf den weißen Schimmel hindeuten.

Was du vor- oder nach dem Einzug tun kannst

Am besten ist es natürlich immer vorzubeugen! Nimm dir die Zeit bereits bei der Wohnungsbesichtigung nach nassen Stellen zu suchen. Fass einmal die Wände an, sind diese nass und kalt, dann solltest du zumindest genau hinterfragen ob es Probleme gibt. Außerdem solltest du nach Stellen suchen, die auffällig übermalt sind. Gern gesehen sind dabei Außenecken oder die Bereiche am Kaminschacht oder aber auch Keller bzw. die Decken zum Keller. Diese Stellen werden besonders gerne mal feucht und hier bildet sich dann der Schimmel.

Wer es ganz genau nimmt, der kann bei der Besichtigung oder bei der Wohnungsübergabe auch mal versuchen einen Blick unter den Teppich oder hinter eine Fußleiste zu werfen (natürlich nur, wenn man sieht, dass irgendwo die Chance dazu besteht und man den Teppich z. B. einfach anheben kann).

Auffällige Bereiche sollten bereits bei der Übergabe dokumentiert werden und mit ins Übergabeprotokoll wandern, auch und gerade wenn man dies in Vertretung macht. Hier macht sich auch ein Fotobeweis gut, den man vom Vermieter unterschreiben lässt. Sollte es mit diesen Stellen an den Wänden später Probleme geben, dann kann direkt den Vermieter ins Boot holen und dieser hat wenig Chancen sich mit Aussagen wie „schlecht Gelüftet“ aus der Affäre zu ziehen!

Um Schimmel zu vermeiden ist es wichtig, richtig zu lüften. Es sollte immer Stoß-Gelüftet werden, mehrmals am Tag für 5-10 Minuten. Damit die Feuchtigkeit eine Chance hat aus der Wohnung heraus zu kommen. Außerdem sollten Möbel nicht direkt an die Wand gestellt werden, so dass ein Luftaustausch auch hinter Möbeln (wie Sofa oder Schränken) stattfinden kann.

Alles was die Luft zusätzlich befeuchtet (z.B. das Aufhängen von Wäsche in der Wohnung) sollte vermieden werden oder es sollte aber besonders auf die Luftzirkulation geachtet werden. Luftentfeuchter können helfen, wenn die Wohnung häufig sehr feucht ist. Der Feuchtigkeitsgehalt in deinen Räumen sollte durchschnittlich zwischen 25 %und 40 % liegen und diese Werte nur selten überschreiten.

Sollte sich der Vermieter weigern zu helfen, bleibt einem z. B. der Weg zum Mieterschutzbund oder der Weg zum Anwalt um seine Rechte als Mieter einzufordern.

Ein Umzug nach Hamburg – die Elbmetropole als Heimathafen

Aus welchen Gründen auch immer es dich in die norddeutsche Metropole verschlägt: herzlichen Glückwunsch! Du bist auf dem besten Weg, an einem Ort eine neue Heimat zu finden, den so viele so gerne ihr Zuhause nennen, der Sehnsuchtsort, Lieblingsstadt und Traumziel ist. Jede Menge Wasser, kleine Gässchen und große Nobeleinkaufsmeilen, nette kleine Cafés, zahllose Kneipen, schicke Restaurants, Elbphilharmonie und Schanze, Villenviertel und alternative Szene – Hamburg hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Und wir geben dir die besten Tipps zum Ankommen und Einleben als Sahnehäubchen obendrauf.

Hamburg im Faktencheck

Einwohner: 1,8 Millionen

Bevölkerungsdichte: 2430 Einwohner pro Quadratkilometer

Hamburg besteht aus sieben Bezirken, die sich wiederum in 104 Stadtteile untergliedern.

Der Hamburger Hafen gehört zu den weltgrößten Umschlaghäfen. Zusammen mit dem ebenfalls großen Hamburger Flughafen wird die Stadt an der Elbe so zu einem der wichtigsten Logistikstandorte Europas.

Zurechtfinden

Hamburg beherbergt mit seinen aktuell 1,8 Millionen Einwohnern deutlich weniger Menschen als Berlin. Dennoch ist es flächenmäßig mit seinen gut 755 Quadratkilometern gar nicht viel kleiner als die deutsche Hauptstadt. Hamburg verfügt über 104 Stadtteile, die sich auf die sieben Bezirke Altona, Hamburg Mitte, Wandsbek, Hamburg Nord, Eimsbüttel, Barmbek und Bergedorf verteilen. Hamburg ist damit auf der einen Seite sehr weitläufig. Auf der anderen Seite ist die Stadt an der Elbe so ausgelegt, dass man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln alle zentralen und wichtigen Punkte sehr gut erreicht. Damit wird die Wahl des Wohnbezirks vor allem zur Geschmacksfrage.

Tipp: Obwohl das Verkehrsnetz der Öffentlichen in Hamburg sehr gut ausgebaut ist, sind in der Stadt viele Autos unterwegs. Einen Parkplatz im Innenstadtbereich zu finden ist Glückssache und eine Fahrt durch den Elbtunnel ist gerade zu den Stoßzeiten alles andere als ein Vergnügen. Wir raten dir daher, so oft wie möglich Busse, Bahnen oder das Fahrrad zu nutzen. Das schont nicht nur die Umwelt, du kommst so auch deutlich entspannter ans Ziel!

Bei der Wahl des für dich richtigen Bezirks geht es vor allem um deine Vorlieben und Ansprüche an deinen neuen Wohnort. Wir haben für dich die wichtigsten Infos zu den sieben Bezirken zusammengefasst.

Hamburg Altona

Der Fischmarkt, der Hafen, der Elbstrand – das und noch viel mehr ist Hamburg Altona. Kein Wunder, dass dieser Bezirk besonders gerne von Touristen besucht wird. Altona beginnt in Ottensen, zieht sich an der Elbe entlang bis hin zur Stadtgrenze bei Schleswig-Holstein und geht im Norden über Rissen und Lurup bis zur Altstadt von Altona. Wer in Altona wohnt, sollte es schon etwas trubeliger mögen.

Hamburg Bergedorf

Es grünt so grün… Bergedorf ist für alle gut, die zwar das Stadtleben schätzen, aber sich gleichzeitig nach viel Grün und einer gewissen Weitläufigkeit sehnen. Bergedorf zeichnet sich durch seine hübsche historische Altstadt aus. Auch das Schloss Bergedorf und die Reitbrooker Mühle verleihen dem Bezirk ein geschichtsträchtiges Ambiente. In Bergedorf kannst du gemütlich über Wochenmärkte schlendern oder Ausflüge über die den Stadtkern umgebenden Vier- und Marschlanden, den Elberadweg oder die Wasserwege machen – ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Boot. Bergedorf kannst du auf unterschiedlichstem Weg erkunden. In Bergedorf kannst du übrigens auch wunderbar nach den Sternen greifen – hier befindet sich Hamburgs einzige Sternwarte.

Hamburg Eimsbüttel

Eimsbüttel ist ein zentraler Bezirk Hamburgs an der Außenalster. Es ist einer der beliebtesten Stadtteile – und einer der am dichtesten besiedelten. Das Stadtbild von Eimsbüttel ist durch Altbauten und Grünanlagen geprägt. Zu Eimsbüttel gehört auch das bekannte Schanzenviertel mit seinen Cafés und Bars. Außerdem findet sich hier mit dem Kaifu Bad eine echte Erholungsstätte mitten in der Stadt.

Hamburg Mitte

Der Bezirk mit den meisten Stadtteilen ist Hamburg Mitte. Hier finden sich besonders viele von Hamburgs Sehenswürdigkeiten, der Hafen und viele In-Viertel mit Restaurants, Kneipen, Clubs, Bars und Cafés. Damit ist Hamburg Mitte in jeder Hinsicht das Herzstück der Stadt. Dabei sind die einzelnen zu Mitte gehörenden Stadtteile atmosphärisch sehr unterschiedlich. Es gibt industriell geprägte Gebiete, gut bürgerliche Viertel und szenige Orte.

Wandsbek

Wandsbek ist der bevölkerungsstärkste Bezirk Hamburgs. Wo Wandsbek an Schleswig-Holstein grenzt, finden sich viele Naturschutzgebiete und der Bezirk ist ausgesprochen grün. In die andere Richtung geht es urbaner zu. Eine bekannte Sehenswürdigkeit des Bezirks ist das Schimmelmann-Mausoleum.

Hamburg Nord

Hamburg Nord ist in 13 Stadtteile untergliedert, die zum Teil sehr individuell ausfallen. Im Hamburger Norden befindet sich der große Hamburger Flughafen Helmut Schmidt. Zudem zeichnet sich der Bezirk durch seine zentrale Lage und die guten Verkehrsanbindungen aus. Parks und Grünanlagen sind in großer Zahl vorhanden und von Villenvierteln wie in Eppendorf bis hin zu Bürokomplexen wie in Winterhude hat das Stadtbild des Bezirks viel Unterschiedliches zu bieten.

Harburg

In Hamburg Harburg ist die Technische Universität angesiedelt. Zudem finden sich hier viele namhafte Unternehmen. Im Harburger Hafen kannst du neben großen Schiffen schicke Yachten bewundern. Außerdem kann man hier wunderbar Essen gehen und auch Bars sind im Harburger Hafen in größerer Zahl vorhanden. Jazzfans kommen im Jazzclub Stellwerk auf ihre Kosten. Das Helms-Museum und die Phönix Art Kulturstiftung bieten Kulturfreunden interessante Anlaufstellen.

Besondere Orte in Hamburg

Die Reeperbahn, die Speicherstadt, der Hafen, die Außenalster… Viele Attraktionen der Stadt kennen auch die meisten Neuhamburger zumindest dem Namen nach. Doch wenn du Hamburg zu deiner Heimat machen möchtest, dann werden über kurz oder lang nicht die typischen Touristenattraktion deine Lieblingsorte sein. Und deinen Besuchern möchtest du sicher auch ein paar speziellere Sehenswürdigkeiten als den Hamburger Michel oder die Elbphilharmonie präsentieren.  Darum verraten wir dir ein paar weniger bekannte Plätze der Hafenstadt, Plätze mit Wohlfühlpotential.

Das Falkensteiner Ufer

Gerade in den Sommermonaten ist der Elbstrand mehr als überlaufen. Zum Glück gibt es im Westen der Stadt mit dem Falkensteiner Ufer eine tolle Alternative. Das Falkensteiner Ufer ist ein weitläufiger Sandstrand, der noch eine Besonderheit zu bieten hat: seit Jahrzehnten liegen dort zwei Schiffswracks. Da ist zum einen das Binnenschiff Uwe, das 1975 bei starkem Nebel sank. Ein paar Meter weiter befindet sich das Wrack des finnischen Segelschiffs Polstjernan, das hier bereits seit 1926 liegt und seither als Wellenbrecher dient.

Beim Falkensteiner Ufer findet sich zudem der Römische Garten, der im 19. Jahrhundert von einem reichen Kaufmann angelegt wurde. Vom Ufer musst über 100 Stufen erklimmen, um die schöne Aussicht vom Garten aus auf die Elbe zu genießen.

Apropos Treppen, unweit des Ufers ist auch das Treppenviertel Blankenese mit seinen zauberhaften Gässchen zu erkunden.

Der Ohlsdorfer Friedhof

Ein Friedhof als Wohlfühlort? Aber ja. Du musst ja nicht unbedingt bei Nacht und Nebel die beeindruckenden Grabmäler des Ohlsdorfer Friedhofs aufsuchen. Das Gelände erstreckt sich über 389 Hektar und ist damit die größte Grünanlage der Stadt. Hier kannst du ausgiebige Spaziergänge zischen den Gräbern prominenter Persönlichkeiten wie Inge Meysel oder James Last machen.

Das Johannes-Brahms-Museum und die Peterstraße

In der Peterstraße mit ihren schmucken Fassaden befindet sich das kleine aber feine Johannes-Brahms-Museum in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Das tatsächliche Geburtshaus des Musikers stand ein paar Häuser weiter, wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört – so wie viele weitere Gebäude der Peterstraße. Damit ist die auf Barock getrimmte Straße eigentlich eine Mogelpackung. Denn die meisten der roten Backsteinbauten wurden in den 1960er Jahren nach historischem Vorbild errichtet. Dabei sah die Peterstraße in ihrem Ursprung völlig anders aus, standen dort doch keine großbürgerlichen Prachtbauten, sondern deutlich schlichtere Häuser. Das ändert jedoch nichts an der schönen Atmosphäre der Straße.

Klövensteen

Wer der Stadt entkommen möchte, ist im Naherholungsgebiet Klövensteen gut aufgehoben. Das Waldgebiet erstreckt sich am Rande Schleswig-Holsteins. Hier findest du dichte Wälder, Wildgehege, ein Moorgebiet… Und für Kinder: einen großartigen Waldspielplatz.

Ein Kiosk mit Geschichte

Möchtest du einmal dort ein Bierchen kaufen, wo schon die Beatles Zigaretten holten? In der Talstraße 19 in St. Pauli steht ein unscheinbar wirkender Kiosk mit Geschichte. In den Zeiten, in denen die Beatles im Indra Club auftraten, kauften sich John Lennon und Paul McCartney hier ihre Zigaretten – einzeln.

Die FrauenFreiluftGalerie

Für Kunstliebhaber ist die FrauenFreiluftGalerie ein besonderer Anlaufpunkt. Es handelt sich hierbei um ein Langzeitprojekt, in dessen Rahmen 15 Bilder an historischen Gebäuden und Mauern ausgestellt werden. Das Projekt wurde von mehreren Künstlerinnen ins Leben gerufen. Thematisch geht es um Frauenarbeit, genauer gesagt um den Wandel der Arbeit und Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiterinnen.

Die Mellin-Passage

Die Mellin-Passage ist nicht nur die kleinste, sondern auch die älteste Einkaufspassage der Hansestadt. Sie verbindet die Nobeleinkaufsmeile Neuer Wall mit den Alsterarkaden. Hier lohnt es sich, beim Schaufensterbummel auch einen Blick nach oben zu werfen: Dort findet sich eine aufwendig verzierte Decke.

Ein Eingang in die Abgründe Hamburgs

Wenn du diesen recht unscheinbar wirkenden Eingang kennst, dann kannst du bei deinen ersten Besuchern in deiner neuen Heimatstadt mit echtem Angeberwissen aufwarten und den Eindruck erwecken, dich schon richtig gut auszukennen. An der U-Bahn-Haltestelle Baumwall befindet sich ein Einstiegshäuschen in die Kanalisation der Stadt. Und dieses wurde extra für Kaiser Wilhelm II. errichtet. Ja, der Kaiser hatte sozusagen seinen eigenen Eingang in die Abgründe Hamburgs. Er hatte nämlich ein Faible für Technik und die unterirdischen Kanäle der Hafenstadt faszinierten ihn. So hatte er unterhalb des kleinen Eingangsgebäudes sogar ein eigenes Ankleidezimmer, damit er sich für die Besichtigung der Abwasserkanäle geeignete Kleidung anziehen und anschließend wieder in voller Pracht auf die Straße treten konnte. Besichtigen kann man den Einstieg übrigens leider nur von außen.

Wohnung finden

Eine so rundum großartige Stadt? Da muss doch irgendwo ein Haken sein? Aber ja, wie so oft in beliebten Metropolen findet sich der Haken bei der Wohnungssuche. Die Mieten und die Immobilienpreise in Hamburg kann man kaum noch als günstig bezeichnen. Die gute Nachricht ist: Hamburg ist nicht in der Top Ten der teuersten Städte in Deutschland vertreten, sondern belegt zu Beginn des Jahres 2019 „nur“ den 13. Platz der fragwürdigen Rangliste. Wie in anderen Großstädten auch, ist der Wohnraum zudem knapp bemessen. Und besonders die schönen und günstigen Wohnungen gehen gerne einmal unter der Hand weg. Wenn man nicht aus Hamburg kommt oder dort bereits ein großes Netzwerk hat, ist man ganz klar im Nachteil bei der Wohnungssuche. Bei den Wohnungen, die du über die bekannten Immobilienforen findest, siehst du dich einer großen Konkurrenz gegenüber. Wir raten dir also, möglichst viele Kanäle auszuschöpfen und ruhig unkonventionelle Wege zu gehen, um deine Traumwohnung zu finden. Wir haben hier die sechs wichtigsten Tipps für dich:

Social Media: Nutze deine Social-Media-Kanäle. Wenn du bei Facebook postest, dass du auf Wohnungssuche bist, findest du vielleicht jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der gerade aus seiner superschönen und günstigen Hamburger Altbauwohnung auszieht und noch keinen Nachmieter hat.

Anzeige schalten: Um auch die Menschen aufzuspüren, die sich auch heutzutage noch ungerne in der digitalen Welt bewegen, solltest du eine ganz klassische Zeitungsannonce schalten. Es kann sich auch umgekehrt lohnen, den Anzeigeteil lokaler Zeitungen und Zeitschriften zu durchforsten. Nicht alle Printanzeigen finden sich auch online!

Handzettel aushängen: Bestimmt hast du schon einmal Aushänge an Bäumen, Laternenpfählen, in Supermärkten oder an Ladentüren von Wohnungssuchenden bemerkt. Einen Zettel zu entwerfen und zu verteilen kostet etwas mehr Aufwand, doch auch damit erreichst du Menschen und potentielle Wohnungsvermittler, die du auf anderen Wegen nicht finden würdest. Wenn du deinen Aushang auch noch sympathisch und auffallend gestaltest, erhöhst du umso mehr die Chancen, dass sich jemand meldet.

Hausverwaltungen abtelefonieren: Eine weitere Möglichkeit, um an Wohnraum zu gelangen, ist die Kontaktaufnahme zu verschiedenen Hausverwaltungen. Am besten funktioniert das über einen persönlichen Anruf oder indem du bei der Hausverwaltung direkt vorbei gehst. Wenn du Glück hast, haben sie gerade ein Angebot, das noch nicht über die offiziellen Kanäle verbreitet wurde.

Wohnungsbaugenossenschaften: Wenn du Mitglied in einer Wohnungsbaugenossenschaft wirst, bekommst du die Chance auf preisgünstigen Wohnraum. Der Haken an der Sache ist, dass du zunächst Genossenschaftsanteile erwerben musst, die jedoch in der Regele bei Austritt aus der Genossenschaft verzinst zurückgezahlt werden.

Neue Plattformen nutzen: Inzwischen gibt es Plattformen wie Mietradar, die nicht nur automatisch Angebote aus den bekannten Immobilienplattformen scannen und dir passende Angebote zu dem von dir festgelegten Profil zusenden, sondern auch gleich eine Kontaktanfrage in deinem Namen an die Wohnungsanbieter verschicken.

Auch bei einem Umzug nach Hamburg gehört die Anmeldung an deinem neuen Wohnort zu den ersten Formalitäten, die es zu erledigen gilt. Die Anmeldung muss innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach deinem Umzug stattfinden. Anlaufstelle für die Anmeldung bzw. Ummeldung sind die Hamburger Kundenzentren. Du kannst in einem Kundenzentrum deiner Wahl online einen Termin zur Anmeldung auswählen. Zum Termin musst du die üblichen Unterlagen mitbringen:

  • Personalausweis oder Reisepass aller umzumeldender Personen,
  • den ausgefüllten und unterschriebenen Anmeldevordruck, der ebenfalls online zu finden ist
  • sowie eine ausgefüllte und unterschriebene Wohnungsgeberbestätigung.

Bei der Anmeldung wird zudem eine Bearbeitungsgebühr fällig.

Hinweis: Vergiss nicht, auch deinen PKW oder dein Haustier umzumelden! Auch hier können dir sonst Strafgebühren drohen.

Leute kennenlernen

Neu in der Stadt. Vor allem, wenn man allein und nicht mit Kind und Kegel umzieht, kann man sich schnell einsam in einer neuen Umgebung fühlen. Damit das neue Zuhause auch schnell zur neuen Heimat wird, ist es wichtig zu wissen, wie du in deiner neuen Stadt am besten neue Leute kennenlernst. Relativ einfach ist dies immer durch ein gemeinsames Hobby. Aber was, wenn du nicht der klassische Sportvereinsmensch bist? Wenn du nicht in einem Chor singen möchtest und kein Instrument beherrschst? Zum Glück gibt es da gerade in einer großen Stadt wie Hamburg noch viele weitere Möglichkeiten, um gemeinsam mit anderen Menschen spaßige Dinge zu erleben und ganz nebenbei neue Freunde zu finden. Wie wäre es zum Beispiel, wenn du einem guten alten Stammtisch beitrittst? Bei dem Wort Stammtisch denkst du an Parolen schwingende ältere Herren mit Schmähbauch? Schade, denn viele Hamburger Stammtische sind längst nicht so verstaubt, wie ihr Ruf und eine hervorragende Möglichkeit, Leute kennenzulernen, mit denen dich ein gemeinsames Interesse verbindet. Liebst du zum Beispiel VW-Busse? Dann schau doch einmal beim VW-Bus-Stammtisch vorbei. Du fotografierst gerne? Dann ist der Stammtisch der Hamburger Fotofreaks eine schöne Anlaufstelle. Und selbst Stricklieseln und Häkelliebhaber treffen sich in Hamburg im Rahmen von Stammtischen wie der Eppendorfer Masche. Darüber hinaus gibt es einen Punker-Stammtisch, den Veggi-Stammtisch für Vegetarier und Veganer, das Trekdinner für Science-Fiction-Fans… Du siehst, in Hamburg muss niemand sein Hobby im stillen Kämmerlein ausüben, wenn du das nicht möchtest. Eine Alternative zu Stammtischen sind Buchclubs und Lesezirkel. Diese bieten nicht nur eine schöne Möglichkeit mit anderen über Literatur zu diskutieren und sich über Bücher auszutauschen, sondern auch, Menschen kennen zu lernen. In und um Hamburg gibt es ein breites Angebot an Buchclubs und Literaturzirkeln. Auch über ein Ehrenamt, Sprachkurse, Töpferkurse, Kreativworkshops kannst du wunderbar neue Freundschaften knüpfen.

Du siehst, Hamburg ist eine Stadt mit tausend Möglichkeiten, die mehr zu bieten hat als die Reeperbahn, den Hafen und Schietwetter. Wir wünschen dir jedenfalls eine wunderschöne Zeit in deiner neuen Heimat im Norden!

Elektronik richtig verpackt

Umzug, Elektronik richtig verpackt

Wie du PC, TV und Co. sicher durch den Umzug bringst

Meistens musst du bei einem Umzug nicht nur massive Möbel wie Schränke, Regale und Betten von einer Wohnung in die nächste bringen. Heutzutage haben Haushalte in der Regel mindestens zwei bis drei Elektroartikel, wo sich mancher Umzugsherr und -helfer fragt, wie man die am besten transportieren soll. Ich erkläre dir jetzt, wie du hochwertige Elektroartikel richtig verpackst, damit beim Auspacken kein böses Erwachen folgt.

Es kann sehr viele verschiedene elektronische Geräte in einem Haushalt geben. Deshalb unterteile ich meinen Ratgeber, damit du dir nur die Hinweise durchlesen musst, die dich interessieren. Was allerdings für jedes einzelne Gerät gilt, ist, dass du es vor jeder Form von Feuchtigkeit schützen solltest! Daher solltest du alle zumindest in Folie einwickeln und die Folie mit Klebeband fixieren. Auch wichtig ist das rutschfeste Verstauen der Elektronik im Umzugswagen. Egal wie robust eine Box oder ein Monitor sein mag, ein umfallender Schrank kann erheblichen Schaden anrichten. Auch ist es ratsam, bei allen Geräten sämtliche abziehbaren Kabel und Stecker zu entfernen. Auch Akkus solltest du vor jedem Transport entfernen. Davon abgesehen können die Anforderungen an den Transport so unterschiedlich sein wie die Geräte selbst.

Fernseher/Monitore

Für den Fall, dass du ein Röhrengerät transportieren möchtest, musst du dir relativ wenig Sorgen machen: Diese sind durch Stöße und dergleichen quasi unzerstörbar. Durch starke Gewaltanwendung könntest du die Glaskörper zwar zur Implosion bringen, dafür müsstest du aber wirklich mit roher Gewalt vorgehen oder die Geräte fallen lassen. Du musst nur darauf achten, dass die Geräte keinerlei Kontakt mit irgendeiner Form von Flüssigkeit haben. Wesentlich empfindlicher sind dagegen flache Varianten. Hier muss vor allem der Bildschirm geschützt werden, der im Gegensatz zu Röhrengeräten nicht aus einer massiven Glasröhre besteht, sondern aus wesentlich leichteren, dünneren und empfindlicheren Materialien. Die beste Lösung für einen Transport ist meistens die Originalverpackung, da das Styropor zur Polsterung in der Regel entsprechend der Form der Monitore oder TVs angepasst ist. Wenn du die OVP nicht mehr besitzt, solltest du die Monitore in Luftpolsterfolie einwickeln und einen Karton mit zerknülltem Papier, Kartonstreifen und anderem Dämmmaterial ausstatten. In diesem präparierten Karton kannst du den eingewickelten Monitor vorsichtig transportieren. Du solltest also nichts auf diesem Karton abstellen. Außerdem solltest du pro Karton nicht mehr als einen einzelnen Monitor oder TV transportieren. Du kannst aber die zum Gerät gehörigen Kabel beilegen.

PCs

Heutzutage können PC-Systeme so unterschiedlich sein, wie nie zuvor. Je nachdem, ob du einen kleinen Office-Rechner, ein Gaming-System mit teuren Grafikkarten und Wasserkühlung oder ein Highend-Gerät transportieren möchtest, können die verschiedensten Anforderungen anfallen. Bürorechner sind meistens sehr stabil und stoßrobust, während du bei Gaming-PCs den Besitzer fragen solltest, ob er weiß, welche Teile wie verbaut sind. Gerade bei selbstgebauten Konstruktionen können die seltsamsten Probleme auftreten. Beim Transport von PCs ist es besonders wichtig, sie gut gepolstert und weit weg von statischer Ladung zu transportieren. Deswegen solltest du einen PC nicht mit (beispielsweise) Klamotten im selben Karton umziehen. Den Rechner im Umzugswagen auf den Teppich zu legen, mag für die Polsterung sinnvoll sein, wegen der statischen Ladung durch Reibung riskierst du aber die Zerstörung des Mainboards. Abhängig davon, wie die Grafikkarte im Rechner platziert ist und um welches Modell es sich handelt, kann die Stoßempfindlichkeit des PCs stark variieren. Wer sicher sein will, dass alle Komponenten fachkundig verbaut wurden, sollte sich seinen Rechner stets von einem professionellen Anbieter bestellen. Dann ist beim Transport nur noch auf entsprechende Polsterung, ähnlich der von Monitoren, zu achten. Allerdings kannst du mehrere PCs, die du in Luftpolsterfolie gepackt hast, durchaus im selben Karton transportieren. Denke aber daran, dass solche Kartons schnell sehr schwer werden können.

Laptops/Tablets

Laptops, Tablets und dergleichen sind für Mobilität konzipiert und machen es dir bei einem Umzug entsprechend leicht. Entferne (wenn möglich) den Akku, schütze sie vor Feuchtigkeit und wickle sie in Luftpolsterfolie ein. Du musst für den Transport keinen eigenen Karton benutzen, aber achte darauf, dass die Geräte nicht von anderen Gegenständen in der Kiste beschädigt werden können.

Soundsystem: Verstärker

Audio-Verstärker können von sehr robust bis hochempfindlich aufgebaut sein. Hier musst du dir zwangsläufig das Gerät genau ansehen und/oder dich mit dem Besitzer abstimmen. Die meisten Verstärker sind aber durchaus massiv konstruiert und halten dem ein oder anderen kräftigen Stoß locker stand. Umso empfindlicher reagieren sie auf Feuchtigkeit. Deshalb solltest du sie sorgfältig in Luftpolsterfolie packen und in einem Karton transportieren, in dem nichts nässen kann. Außerdem solltest du bei Verstärkern darauf achten, dass du sie in der Stellung umziehst, in der sie auch stehen sollen. Manche Modelle reagieren sehr empfindlich, wenn man sie auf den Kopf stellt.

Soundsystem: Boxen

Boxen sind verhältnismäßig einfach zu transportieren. Meistens sind sie sehr massiv gebaut und halten auch kräftigere Stöße aus. Du musst nur darauf achten, dass die Lautsprechermembran weder permanent noch kurzfristig während des Umzugs eingedrückt oder beschädigt wird. Gegen äußere Beschädigungen schützt auch hier zuverlässig Luftpolsterfolie.

Großgeräte

Waschmaschinen beim Umzug neu kaufenElektro-Großgeräte wie Kühlschränke oder -truhen, Spül- und Waschmaschinen oder Trockner sind in der Regel überraschend simpel zu transportieren. Mit ihrer Wuchtigkeit geht auch eine erhebliche Resistenz gegen verschiedene äußere Einflüsse einher. Die wichtigsten Schritte, die du dir hier vornehmen solltest sind Einplanen, Ausräumen, Abtauen, Abbauen. Du musst selbstverständlich alle Inhalte aus den Geräten entfernen und sie beim Transport einplanen. Am einfachsten ist es, wenn du große und sperrige Dinge zuerst in die neue Bleibe verbringst. Daran solltest du bereits beim Beladen des Transportfahrzeugs denken. Die größten Herausforderungen beim Umzug mit diesen Geräten sind ihr Gewicht und ihre Größe. Daher sind Umzugshelfer absolut unverzichtbar. Bei Waschmaschinen und Trocknern solltest du außerdem an das Einsetzen der Transportsicherung (meistens 1 bis 4 Bolzen) denken. Diese stellt sicher, dass die Trommel des Geräts sich während des Umzugs nicht ungewollt bewegt.

An dieser Stelle macht es auch Sinn zu überlegen ob wirklich alle Großgeräte mit umziehen sollen. Vielleicht überlegst du ohnehin dir eine neue Waschmaschine zuzulegen? In diesem Fall könntest du deine alte Waschmaschine einfach (gegen Abholung) in Kleinanzeigen anbieten und dann ein neues Gerät für die neue Wohnung bestellen. Den umständlichen Transport hättest du dann bequem vom Tisch.

Kabelmanagement

Wer elektronische Geräte transportiert, muss in der Regel auch die dazugehörigen Kabel mitnehmen. Damit bei einem Umzug nicht unnötiges Chaos entsteht, solltest du dir vorher ein System überlegen, wie du die Kabel übersichtlich und platzsparend transportieren kannst. Sonst frisst der erneute Aufbau der Geräte wegen verhedderter oder verschwundener Kabel möglicherweise unnötig viel Zeit. Um das zu vermeiden, solltest du alle Kabeln direkt nach dem Abziehen ordentlich aufrollen und mit Kabelbinder fixieren. Du kannst sämtliche Kabel, die zu einem bestimmten Gerät gehören, dann entweder beschriften oder in die jeweilige Umzugsverpackung beilegen. So weist du beim Auspacken sofort, welches Kabel wo hingehört.

Umzugsknigge – Was ist ein angemessenes Dankeschön für Umzugshelfer?

Wenn du mit einem professionellen Umzugsunternehmen umziehst und dich für einen guten Service erkenntlich zeigen möchtest, kannst du dich an unseren Empfehlungen zum Thema Trinkgeld für Umzugsunternehmen orientieren. Doch wie zeigt man am besten seine Dankbarkeit, wenn der Umzug mit der Hilfe von Freunden und Familie gestemmt wurde? Denn der besten Freundin oder dem Schwiegervater zum Abschied einen Zehner in die Hand drücken, das wäre wohl mehr als unpassend. Zum Glück haben wir für dich die besten Ideen für ein angemessenes Dankeschön für deine fleißigen Umzugshelfer zusammengestellt.

Was du Freunden, Bekannten und Verwandten beim Umzug immer anbieten solltest, ist eine ausreichende Verpflegung. Leckere belegte Brötchen, ein Nudelsalat, Gebäck und vor allem genügend Getränke wie Wasser, Saft, Limo, Kaffee und Tee. Schließlich willst du nicht, dass deine Helfer während des Kistenschleppens aus den Latschen kippen. Eine schöne Snackbar ist zudem eine gute Möglichkeit, deine Helfer immer einmal wieder zu einer Verschnaufpause zu motivieren. Denn du darfst nicht vergessen, es sind keine Profis, die jeden Tag Möbel stemmen und du willst nicht dafür verantwortlich sein, dass deine Helfer die nächsten Tage völlig k.o. sind.

Wer schwer arbeitet, sollte gut essen!

Ist der Umzug geschafft, dann kann ebenfalls ein Essen eine gute Möglichkeit sein, sich zu revanchieren. Das kannst du zum Beispiel gleich damit verbinden, den nächstgelegenen Lieferservice am neuen Wohnort auszutesten und Pizza für alle in die neue Wohnung bestellen. Wer in ein Haus mit Garten umzieht, kann natürlich auch ein paar Würstchen auf den Grill werfen. Diese Aktion solltest du jedoch rechtzeitig vor dem Umzug planen, damit du die Grillutensilien auch griffbereit hast und nicht erst noch im Umzugschaos suchen oder gar erst nach dem Umzug die Kohle kaufen musst.

Wer befürchtet, dass ein Essen direkt nach dem Umzug zu stressig wird oder in eine verfrühte Einweihungsparty ausartet, der kann den Helfern auch eine Einladung für ein paar Tage später aussprechen. Da kann es dann auch etwas schicker zugehen und du führst deine Umzugshelfer in ein schönes Restaurant in deiner neuen Umgebung aus. Oder du bekochst sie in deinem neuen Zuhause.

Zeit schenken

Ein Umzug kann ganz schön teuer werden. Und wer mit Freunden statt mit einem Umzugsunternehmen umzieht, der tut dies oft nicht zuletzt dem Geldbeutel zuliebe. Wenn du also nicht gleich zehn Leute zu Pizza oder Steak einladen willst, dann schenke deinen Freunden Zeit! Das ist nicht nur eine kostengünstige Alternative zur Essenseinladung, es ist auch ein sehr persönliches Dankeschön und nicht zuletzt die Möglichkeit, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Denn Zeit – und ihre Arbeitskraft – das ist letztendlich das, was dir Freunde und Familie durch ihre Hilfe bei deinem Umzug auch dir geschenkt haben. Deiner Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Überlege dir einfach, welche lästige Arbeit du Freunden und Familie abnehmen könntest oder womit du ihnen eine Freude machst. Hier ein paar Ideen:

  • Einer deiner Umzugshelfer hat ein Haus mit großem Garten? Er freut sich bestimmt über einen Gutschein fürs Rasenmähen.
  • Freunde oder Verwandte mit Kindern freuen sich immer über Gutscheine fürs Babysitten.
  • Du bist handwerklich geschickt? Dann kannst du Gutscheine für Reparaturarbeiten verschenken.

Wichtig beim Verschenken von Gutscheinen ist, dass du darauf achtest, dass deine Helfer sie zeitnah einlösen. Andernfalls hat deine nette Geste nicht viel Wert und manch einem Beschenkten ist es vielleicht unangenehm, dich nach längerer Zeit um die Einlösung des Gutscheins zu bitten. Am besten machst du gleich mit dem Überreichen des Gutscheins zwei oder drei Terminvorschläge, von denen sich der Beschenkte den auswählen kann, der ihm am besten passt.

Schöne Kleinigkeiten für Umzugshelfer

Wenn du nach dem Umzug doch noch ein wenig Kleingeld übrig hast, kannst du deinen Helfern auch ein nettes Präsent zukommen lassen. Hier genügt auch wirklich eine kleine Aufmerksamkeit, denn letztendlich ist die Hilfe beim Umzug ein Freundschaftsdienst und wenn du ein zu großes Geschenk zum Dank machst, dann könnte sich der ein oder andere sogar auf den Schlips getreten fühlen.

Schöne kleine Geschenke für fleißige Helfer sind zum Beispiel:

  • Ein besonderer Kaffee aus einer Rösterei oder ein leckerer Tee
  • Eine gute Flasche Wein
  • Eine leckere handgeschöpfte Schokolade oder Pralinen
  • Ein Kinogutschein
  • Ein Gutschein für den Saunabesuch (zum Entspannen nach dem Kistenschleppens)

Für welches Dankeschön du dich auch immer entscheidest, achte darauf, dass es zum Beschenkten passt.

Infografik, Umzug für Studenten

Umzug Studenten, Infografik

Wer als Student umzieht, der hat einiges zu beachten. Nicht jeder Ort eignet sich gleich gut um zu leben und für Studenten ist ein Umzug meist eine besondere Herausforderung. Deswegen sollte man hier besonders gut planen.

Praktisch finde ich zu diesem Thema die folgende Infografik, die ich von www.sowohnt.de zur Verfügung gestellt bekommen habe und die ich hier veröffentlichen darf (danke dafür). Die Infografik gibt einen guten Überblick über wichtige Sachverhalte, die bei einem Studentenumzug beachtet werden müssen (ein Klick öffnet die Grafik in einem neuen Fenster und in voller Größe):

Infografik Studentenumzug

So zeigt die Infografik z. B. die Vor- und Nachteile der wichtigsten Wohnmöglichkeiten für Studenten (Wohnheim, WG, eigene Wohnung) auf oder zeigt welches die lebenswertesten Städte in Deutschland sind (natürlich ist München dabei, aber hättet ihr Heidelberg und Stanberg noch vor Städten wie z.B. Berlin erwartet, was die Lebensqualität angeht?) bzw. wo es sich am günstigsten lebt.

Wer als Student einen Umzug plant, der sollte vorab gründlich recherchieren. Ich habe viele Tipps für euch auf meinen Seiten zusammengeschrieben, einen kompletten Überblick findet ihr hier. Hier schonmal die wichtigsten Tipps für alle Studenten im Überblick:

Ein Umzug nach Stuttgart – Leben im Schwabenländle

umziehen nach Stuttgart

Wer noch nie in Stuttgart war, verbindet mit der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt für gewöhnlich eine florierende Wirtschaft, Automobilindustrie und… ja und was eigentlich noch? War da nicht einmal etwas mit Wutbürgern und Stuttgart 21? Wer Stuttgart kennt, der weiß glücklicherweise, dass die Stadt mehr zu bieten hat als Autos und Bahnhöfe. Stuggi – so nennen die Stuttgarter ihre Stadt liebevoll. Und wir zeigen im Folgenden, warum diese gerne unterschätzte deutsche Großstadt einen so liebevollen Kosenamen verdient, warum sich angehende Neustuttgarter auf die Heimat ihrer Wahl freuen können und welche Besonderheiten sie dort erwarten.

Stuttgart im Faktencheck:

Baden-württembergische Landeshauptstadt

Einwohner: 632743 (Stand 2017)

Fläche: 207,4 km²

Bevölkerungsdichte: 3052 Einwohner pro km²

Erstmals urkundlich erwähnt: 1229

Stuttgart gehört zu den Städten mit der höchsten Exportrate in Deutschland.

Seinen Namen verdankt Stuttgart dem Stutengarten, einem Gestüt, von dem man vermutet, dass es im zehnten Jahrhundert den Ursprung der Stadt bildete. Besiedelt wurde die Gegend jedoch schon weitaus früher. Kein Wunder, liefen hier doch schon vor Jahrhunderten wichtige Verkehrs- und Handelswege zusammen.

Wohnen in Stuttgart – jedes Töpfchen…

Stuttgart ist mit seinen gut 610.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt Deutschlands und Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. Die Stadt besteht aus 23 Bezirken, die wiederum in 152 Stadtteile aufgesplittet sind. Da wundert es kaum, dass für jeden etwas Passendes dabei ist. Jedes Töpfchen findet hier sein Stadtteildeckelchen. So ist der Stuttgarter Westen bei Singles besonders beliebt. Kleine Geschäfte und Boutiquen, Bars und Cafés beleben das Straßenbild am und um den Hölderlinplatz. Und: Der Schlosspark ist nicht weit. Im Norden und Nordwesten von Stuttgart fühlen sich vor allem Familien und Paare wohl. Am nördlich gelegenen Killesberg liegt ein traumhafter Park und bei Weilimdorf und Feuerbach befindet sich ein großes Naherholungsgebiet, das zu Wochenendausflügen mit Kind und Kegel einlädt. Man ist jedoch nicht nur schnell im Grünen, sondern dank guter Verkehrsanbindungen auch schnell in der Innenstadt.

Wer zum Studieren nach Stuttgart kommt, hat in der Regel ein recht begrenztes Budget für die Miete zur Verfügung. Wer keinen Platz im Studentenwohnheim ergattert, kann in den Außenbezirken wie Botnang oder Möhringen relativ günstig wohnen. Auch hier sind die Verkehrsanbindungen sehr gut, so dass man auch abends rasch bei den beliebten Ausgehmeilen Mitte und Heusteigviertel ist.

Was die Miet- und Immobilienpreise angeht, gibt es in Stuttgart das gleiche Problem wie in allen anderen deutschen Großstädten. Die Preise haben in den letzten Jahren erheblich angezogen. Oder genauer gesagt: Seit 2009 sind die Mietpreise um gut ein Drittel gestiegen.  In Stuttgart liegt der durchschnittliche Mietpreis aktuell um die 11 Euro pro Quadratmeter.

Schwäbisch schwätze

Eine Sache gibt es, an die man sich als Neustuttgarter oder besser gesagt als Neigschmeckter, zunächst gewöhnen muss: den typischen Stuttgarter Dialekt. Verzweifle nicht, wenn du erst einmal kaum ein Wort von dem verstehst, was dein schwäbisches Gegenüber dir erzählt. Die schwäbische Sparsamkeit mag ein Vorurteil sein, wenn es um Geldangelegenheiten geht. Doch beim Sprechen zeigt sich der Stuttgarter durchaus geizig. So spart er hier gerne an Konsonanten, Vorsilben und Endungen. Und das macht die Verständigung nicht unbedingt leichter. Dazu kommt, dass die Schwaben auch die Grammatik zum Teil recht eigenwillig auslegen. Und mit Hanoi ist hier nicht unbedingt Vietnams Hauptstadt gemeint. Darum verraten wir dir an dieser Stelle ein paar wichtige Begriffe und Wendungen:

Zugezogener – Neigschmeckter

Guten Tag – Grissgodd

Auf Wiedersehen – Adele

Wie bitte? – Wasele?

Hanoi! – Das darf doch nicht wahr sein!

Lkw – Leberkäsbrötchen

Mauldasch – Maultaschen

A Guade! – Guten Appetit!

Kehrwoch – Kehrwoche

Ankommen

Wie in anderen Städten auch, hast du in Stuttgart zwei Wochen Zeit, um dich umzumelden. Es gibt 23 Bürgerbüros, die in den verschiedenen Bezirken verteilt sind und bei denen du die Ummeldung kostenlos durchführen kannst. Eine Anwesenheit zur Ummeldung ist erforderlich, da das Formular eigenhändig unterschrieben werden muss. In besonderen Fällen kann natürlich eine Vollmacht für die Erledigung der Formalitäten erteilt werden. Zum Ummeldetermin müssen die üblichen Unterlagen wie Personalausweis oder Reisepass und eine Bestätigung des Wohnungsgebers mitgebracht werden. Nähere Informationen zum Thema Ummeldung findest du auch auf den Internetseiten der Stuttgarter Stadtverwaltung.

Beim Erledigen der Formalitäten solltest du unbedingt daran denken, dass du nicht nur dich selbst, sondern – sofern vorhanden – auch dein Auto ummelden musst. Die richtige Anlaufstelle ist hier die Zulassungsstelle in Feuerbach.

Hundebesitzer müssen zudem ihren Vierbeiner in der neuen Stadt anmelden und die Hundesteuer in der neuen Heimat abführen. Für die Anmeldung von Hunden ist die Stadtkämmerei zuständig.

StuttgartEinleben

Auch in einer Stadt, die von über einer halben Millionen Menschen bevölkert wird, kann man sich einsam fühlen, vor allem als Neuankömmling, der noch keine Kontakte geknüpft hat. Doch glücklicherweise gibt es gerade in einer Großstadt zahlreiche Möglichkeiten, Leute kennenzulernen. Zum einen funktioniert das natürlich über ein Hobby, das du mit anderen ausübst. In Stuttgart gibt es zahlreiche Sportvereine und andere Interessengruppen zur gemeinsamen Freizeitgestaltung, die du wahrnehmen kannst. Auch über ein Ehrenamt kommst du schnell mit anderen in Kontakt. Nähere Informationen zu ehrenamtlichen Tätigkeiten und Freiwilligendiensten findest du zum Beispiel auf der Homepage der Stadt. Der Vorteil beim Kontakteknüpfen über ein Hobby, einen Verein oder ein Ehrenamt ist, dass du schon einmal über ein gemeinsames Interesse mit den anderen verbunden bist. Es gibt auch ganz explizite Angebote für Neustuttgarter. Die Facebookgruppe „Neu in Stuttgart“ organisiert regelmäßig Treffen für Neigschmeckte und die Gruppe ist groß.

Die Kehrwoche

„Damit die Stadt rein erhalten wird, soll jeder seinen Mist alle Wochen hinausführen.“

So hieß es in einer Verordnung des Stuttgarter Landesherren im Jahr 1492. In dem Jahr, in dem Kolumbus Amerika entdeckte, entdeckten die Württemberger die Reinlichkeit. Die Kehrwoche hielt sich lange. Doch in Stuttgart wurde sie im Jahr 1988 vom damals amtierenden OB abgeschafft. So wird die Reinigungspflicht inzwischen auch in Stuttgart durch Hausordnungen und Mietvertrag geregelt. Und für das Fegen der Bürgersteige und die Schneefreiheit derselbigen ist wie üblich auch in Stuttgart der Hauseigentümer verantwortlich. Dieser kann die Verantwortung auf die Mieter oder einen Hausmeister übertragen. Dabei sind diese Arbeiten vom Gesetzgeber her nach Bedarf durchzuführen und nicht im Rahmen der wöchentlichen Kehrwoch‘, die von vielen Stuttgartern dennoch (im Rahmen von Hausordnung oder Mietvertrag) aufrechterhalten wird.

Entdecken

In und um Stuttgart gibt es viel zu entdecken und zu erleben. Hier muss sich niemand langweilen. Egal bei welchem Wetter.

Zahlreiche Cafés, Bars und Restaurant bieten etwas für jeden Geschmack. Die Parks und Grünanlagen laden an warmen Sommertagen zum Verweilen ein. Und ganz schnell bist du auch mit dem Fahrrad, den Öffentlichen oder dem Auto raus aus der Stadt und so richtig im Grünen. Hier lässt es sich herrlich wandern zwischen Neckar und Weinbergen. Und ach ja, sowieso, der Wein…

Kultur

Stuttgart wartet mit einem regen Kulturprogramm auf. Staatsoper, Theater, Kleinbühnen. Und die Neue Staatsgalerie öffnet mittwochs sogar kostenfrei ihre Pforten. Hier gibt es Kunst ab dem späteren Mittelalter bis hin zur Moderne zu betrachten.

Freizeitparks und Ausflugsziele

Für Familien und Kinder halten Stuttgart und Umgebung wunderbare Ausflugsziele bereit. Da sind die „Klassiker“ wie der Stuttgarter Zoo Wilhelma und der Märchenpark Ludwigsburg, aber auch moderne Attraktionen wie Tripsdrill bei Cleeborn und der Indoorfreizeitpark Sensapolis. Immer wieder einen Besuch wert sind auch der Freizeitpark Traumland und die Bärenhöhle auf der Schwäbischen Alb. Und die genannten sind nur ein kleiner Ausschnitt der Freizeit-, Tier- und Wildparks, die es in Stuttgart und Umgebung zu entdecken gibt.

Sport und Abenteuer

Wer seine Freizeit gerne aktiv erlebt, der findet zahlreiche Möglichkeiten, in Stuttgart seinen Hobbys nachzugehen oder neue Hobbys zu entdecken. Mit der Freestyle Akademie findet man in Rutesheim die größte Halle für Skifahrer und Skater. Das Café Kraft und das Kletterzentrum Stuttgart bieten Kletterfans alles, was sie brauchen. Und von den Fahrrad- und Mountainbikerouten, den Wanderwegen, Kanutouren und Kletterwäldern der Umgebung wollen wir hier gar nicht erst anfangen.

Sehenswürdigkeiten

Neu in der Stadt? Da gehört es doch zum guten Ton, sich mit den Sehenswürdigkeiten und der Historie vertraut zu machen:

  • Ein wenig außerhalb der Innenstadt steht der Fernsehturm. Wer hier rauffährt bekommt schon mal einen wunderbaren Überblick von oben über die neue Heimat.
  • Auch von der Karlshöhe aus bekommt man einen tollen Ausblick über Stuttgart geboten. Zudem gibt es dort oben Spiel- und Sportplätze. In den Sommermonaten ist der Biergarten auf der Karlshöhe ein beliebtes Ausflugsziel.
  • Selbst als Radfahrer aus Überzeugung kommt man an Autos in dieser Stadt nicht vorbei. Das Porsche- und das Mercedes-Benz-Museum sind in Stuttgart beliebte Ausflugsziele.
  • Im Schloss Rosenstein befindet sich das Staatliche Museum für Naturkunde. Auch der kleine Schlosspark ist eine Besichtigung wert.
  • Das 1746 errichtete Neue Schloss war früher einmal die Residenz von Königen und den württembergischen Herzögen. Inzwischen beherbergt es Ministerien und Verwaltungseinrichtungen. Besichtigen kann man es dennoch im Rahmen einer Führung durch das Gebäude. Zudem lohnt sich ein Ausflug in den zugehörigen Park. Direkt neben dem Schloss liegt das Kunstmuseum Stuttgart. Hier gibt es wechselnde Ausstellungen zu sehen. Ein Fokus liegt auf regionalen Künstlern.
  • An Schlössern mangelt es Stuttgart wirklich nicht. Neben dem Neuen Schloss ist auch das Schloss Solitude sehenswert. Das prächtige Gebäude liegt etwas außerhalb der Stadtmitte leicht erhöht auf einem Hügel. So bietet nicht nur der Bau an sich, sondern auch der Blick vom Schloss großartige Aussichten. Spaß machen besonders die Themenführungen durch das Rokoko-Gebäude.
  • Ein weiteres historisches Highlight ist die Stuttgarter Stiftskirche. Diese steht bereits seit dem 12. Jahrhundert in zentraler Lage der Stadt. Die Führungen durch die Kirche werden kostenlos angeboten. Wer einen Besuch am Samstag einplant, kann diesen mit einem Rundgang über den kleinen Markt verbinden, der wöchentlich vor der Kirche stattfindet.
  • Im Gegensatz zur weitbekannten Stiftskirche ist die Johanneskirche am Feuersee schon beinahe ein Geheimtipp. Dabei ist der Blick auf die Johanneskirche mit den Wasserspielen im Vordergrund auf jeden Fall einen Gang in die Weststadt wert.

Unterwegs in Stuttgart

Mit dem Auto durch Stuttgart fahren kann die Hölle sein. Die Stadt ist berühmt für ihre Staus. Gerade zu den Stoßzeiten ist daher dringend dazu zu raten, das Auto stehen zu lassen – nicht zuletzt der Stuttgarter Luft zuliebe.

Stuttgart Fahrverbot

Die Belastung der Luft durch Stickoxide ist in vielen deutschen Großstädten ein Problem. Stuttgart ist davon leider besonders stark betroffen. Im Jahr 2018 waren die Stickoxidwerte in 35 Städten höher als erlaubt. Am höchsten waren sie mit 71 Mikrogramm pro Quadratmeter in der baden-württembergischen Hauptstadt. Der EU-Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Quadratmeter. Feinstaub bzw. Stickoxide sind gesundheitsschädlich. Und einer der Hauptverursacher der Luftverschmutzer sind Dieselfahrzeuge. Daher gilt seit dem 1. Januar 2019 ein ganzjähriges Fahrverbot für Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro 4/IV und schlechter im gesamten Stadtgebiet.

Wie kommt man sonst in Stuttgart gut von A nach B? Radfahren ist in Stuttgart nicht jedermanns Sache, da es viel auf und ab geht. Da braucht es für längere Wege schon ein wenig Kraft. Eine tolle Alternative ist ein E-Bike. Und Glücklicherweise ist der öffentliche Nahverkehr in Stuttgart sehr gut ausgebaut. Tatsächlich bietet die Stadt eines der am dichtesten ausgebauten Nahverkehrsnetze in Deutschland. Mit dem VVS, dem Stuttgarter Verkehrs- und Tarifverbund, kannst du schnell und bequem in der Stadt unterwegs sein und auch die Anbindung an die umliegenden Gemeinden ist sehr gut – und das auch noch nach ein Uhr in der Nacht. Am 1. April 2019 tritt zudem die große Tarifreform des VVS in Kraft. Durch die Reform soll nicht nur die Aufteilung der Tarifzonen übersichtlicher werden. Für viele Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs wird das Fahren mit Bus und Bahn zudem deutlich günstiger. Auf diese Weise sollen noch mehr Pendler und Gelegenheitsfahrer dazu gebracht werden, vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen.

Das Klima in Stuttgart

Wer nach Stuttgart zieht, kann sich auf ein angenehm gemäßigtes Klima freuen. Die Wetterlage ist hier geprägt von der Lage der Stadt im Neckarbecken, die Abschirmung durch den Schwarzwald, die Schwäbische Alb und den Schurwald östlich der Stadt sowie durch das Strom- und Heuchelberggebiet im Nordwesten. Das Temperaturmittel liegt bei 10 Grad im Stadtkern und 8,5 Grad in den Randgebieten. Das Klima ist angenehm, doch hat die Stadt ein massives Problem mit Luftverschmutzung durch Feinstaub, das jedoch seit Januar 2019 aktiv durch Fahrverbote angegangen wird.

Das richtige Umzugsunternehmen finden

Das richtige Umzugsunternehmen finden – Tipps für einen stressfreien Wohnungswechsel

Tipps für einen stressfreien Wohnungswechsel

Wenn du schon einmal umgezogen bist, weißt du sicher, wie schwer so eine Waschmaschine werden kann, wenn sich ihr neuer Arbeitsplatz im vierten Stock befindet. Oder wie viele Umzugskartons du brauchst, um deine DVD-Sammlung sicher in dein neues Zuhause zu verfrachten. Muskelkraft, Zeit und Nerven sind hier gefragt. Naja, und das passende Transportmittel brauchst du natürlich auch. Zum Glück gibt es Profis, die sich für dich darum kümmern. Damit die teure Standuhr von Großtante Heidi ohne Kratzer an ihren neuen Platz gelangt, kannst du ganz einfach ein Umzugsunternehmen engagieren. Wie das geht und was du dabei beachten musst, erfährst du hier.

Umziehen mit Möbelpackern – aber wie?

Bevor es zum Umzug kommt, musst du dir darüber Gedanken machen, was zu tun ist. Dazu gehören natürlich ganz praktische Dinge (Welche Möbel behältst du? Muss entrümpelt werden?), aber auch bürokratische Pflichten (Mietervertrag kündigen? Telefon- und Internetvertrag ummelden?). Das kann dir leider niemand abnehmen. Bei den ganzen Aufgaben den Überblick zu behalten ist nicht leicht. Spezielle To-Do-Listen können dir helfen, deinem Umzug eine Struktur zu geben.
Am großen Tag lautet das gesetzte Ziel: alles muss von A nach B. Wenn du viele starke/flexible Freunde hast und ein Umzugs-LKW vor deiner Haustüre steht, dann heißt es: Ab ins neue Eigenheim! Alles nicht der Fall? Kein Problem, hol dir Hilfe! Mit den folgenden drei W-Fragen findest du den passenden Dienstleister:

1. Was erwartest du von einem Umzugsunternehmen

Zuallererst muss dir klar sein, was so ein Unternehmen für dich tun soll und wo du selbst Hand anlegen willst. Überlege dir diese Modalitäten am besten schon frühzeitig. Eventuell brauchst du gar kein Rundum-Sorglos-Paket und dir reicht eine einfache Spedition für deine Möbel. Beachte: Je mehr du in fremde Hände gibst, desto teurer wird dein Umzug. Auch um die Haftungsbedingungen musst du dir Gedanken machen. Entscheide also umsichtig, ob dein Fokus auf Quantität oder Qualität liegt. Eine Firma, die sich mit Schnelligkeit rühmt, gibt eventuell weniger Acht auf die Sicherheit deines Hab und Guts.

2. Wie finde ich das passende Unternehmen?

Bei Umzugsunternehmen richtig sparenBenutze mehr als einen Kanal, um dich über Anbieter zu informieren. Vielleicht sind Familienmitglieder, Freunde oder Verwandte schon mit Umzugsfirmen in Berührung gekommen. Untersuche die sozialen Netzwerke nach Erfahrungsberichten, z.B. in speziellen Gruppen. Wenn Firma X noch nie einen Flügel transportiert hat, solltest du deinen Steinway für fünfzigtausend Euro besser von einem Profi überführen lassen. Im Internet existieren darüber hinaus etliche Vergleichs- und Bewertungsportale wie dieses, in denen User ihre Zufriedenheit (oder Unzufriedenheit) zum Ausdruck bringen können. Hier und hier gibts weitere Tipps zur Beauftragung von Umzugsunternehmen.

Wo kannst du suchen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Dienstleister zu finden, der deinen Wünschen entspricht. Neben der analogen Suche in Zeitungen oder den üblichen Firmenverzeichnissen (z.B. in Telefonbüchern), bietet dir das Internet die wohl umfassendsten Angebote. Wenn du keine Lust hast, durch hunderte von Seiten zu blättern, kannst du direkt auf ein Branchenbuch zugreifen, das online zur Verfügung steht. Dort erhältst du alle Infos, die du brauchst, um deine Umzugsprofis zu kontaktieren. Eine feste Adresse und eine eingetragene Festnetznummer sind ein gutes Zeichen, so kannst du dir sicher sein, dass das Unternehmen eine gewisse Seriosität an den Tag legt.

Mieterverein und Mieterbund – für wen lohnt sich die Mitgliedschaft?

Mieterverein und Mieterbund

Du hast dich in deiner alten Mietwohnung wahnsinnig oft über die Hausverwaltung geärgert? Die Kaution hast du auch noch nicht wiederbekommen? Vom neuen Vermieter willst du dich nicht über den Tisch ziehen lassen. Doch du hast nicht immer das nötige rechtliche Knowhow. Wer hilft da schnell und kostengünstig? Schließlich will man ja nicht immer gleich zum Anwalt rennen. Eine Alternative kann ein Mieterverein sein. Wir sagen dir, ob sich die Mitgliedschaft im Mieterbund lohnt.

Mieter ärgern sich über Vermieter seit es Mietwohnungen gibt. So ist es kaum verwunderlich, dass der erste Mieterverein in Deutschland bereits vor über 150 Jahren – genauer gesagt 1868 – ins Leben gerufen wurde. Doch lohnt sich eine Mitgliedschaft? Immerhin ist ein jährlicher Beitrag fällig. Und wie und wann springt ein Mieterbund helfend ein?

Was macht ein Mieterverein?

Ein Mieterverein berät dich in allen Fragen rund um das Mietrecht.  Was sind deine Rechte und Pflichten als Mieter? Was darf der Vermieter, was darf er nicht? Wann auch immer du in solchen belangen unsicher bist, steht dir der Mieterverein mit Rat und Tat zur Seite. Zudem hilft er dir beim Schriftverkehr mit dem Vermieter. Ist die Mieterhöhung nicht angemessen? Der Mieterverein gibt dir die passenden Argumente für deinen Einspruch und hilft dir, diese schriftlich und in korrekter Form zu formulieren. Die Fachleute vom Mieterverein setzen auch gerne das Schreiben für dich auf. Diese Leistung ist allerdings oft nicht im Jahresbeitrag enthalten und abhängig vom Aufwand für das Schreiben wird eine zusätzliche Gebühr fällig.

Auf Wunsch und gegen eine geringe Gebühr hilft der Mieterverein auch bei der Wohnungsübergabe. So besichtigt ein Wohnungsabnehmer vom Mieterverein die zu übergebenden Wohnräume und erstellt ein Übergabeprotokoll.

Mietervereine setzen sich übrigens nicht nur für die persönlichen Belange einzelner Mieter ein. Sie engagieren sich auch in der (kommunalen) Wohnungspolitik im Sinne der Mieter – beispielsweise bei Wohnungsbaumaßnahmen. Der Deutsche Mieterbund setzt sich mit seinen Landesverbänden auch auf Bundes- und Landesebene für die Interessen der Mieter ein.

Zudem informieren viele Mietvereine und der Deutsche Mieterbund ihre Mitglieder regelmäßig über Broschüren und Mitgliederzeitschriften über die neuesten Entwicklungen in Bezug auf das Mietrecht und auf dem Wohnungsmarkt. So kann man sich als Mitglied in einem Mieterverein auch selbst nach und nach wichtiges Wissen aneignen.

Für den Mieterverein sind übrigens meist auf Mietrecht spezialisierte Juristen tätig – also Fachleute, bei denen du ohne Mitgliedschaft im Mieterverein viel Geld für eine Beratung zahlen würdest.

Was kostet die Mitgliedschaft?

Die Kosten für einen Mieterverein sind von Ort zu Ort und von Verein zu Verein verschieden. In der Regel beträgt der Jahresbeitrag zwischen 40 und 100 €. Der genaue Betrag hängt auch davon ab, ob der Verein ein „Gesamtpaket“ mit Mietrechtsschutzversicherung bietet oder ob du nur die Beratung für den Verein „buchst“. Die Höhe des Mitgliedsbeitrags ist auch von den fachlichen Qualifikationen der Berater abhängig. Ein Mieterverein, der einen oder mehrere Anwälte beschäftigt, ist teurer als ein Verein, in dem die Beratung nicht von Juristen durchgeführt wird.

Die Beratung durch die Fachleute vom Mieterverein ist immer im Mitgliedschaftsbeitrag enthalten. Für das Aufsetzen von Schriftsätzen oder Vororttermine wie Protokollerstellung bei der Wohnungsübergabe fallen in der Regel zusätzliche Gebühren an, die jedoch deutlich unter den Beträgen liegen, die man einem Anwalt hierfür zahlen würde.

Welches ist der richtige Mieterverein für mich?

Im Vergleich zu anderen Ländern leben in Deutschland verhältnismäßig viele Menschen zur Miete. Über die Hälfte der Bevölkerung leben nicht im Eigenheim und sehen sich damit immer einmal wieder mit Fragen des Mietrechts konfrontiert. So erklärt sich sicher auch die große Anzahl an Mietervereinen, die es hierzulande gibt. Bekannteste Anlaufstelle und zentrale Organisation rund um den Mieterschutz ist der DMB, der Deutsche Mieterbund. Ihm sind 16 Landesverbände untergeordnet zu denen wiederum zahlreiche kommunale Vereine gehören. Zudem gibt es vom DMB unabhängige Mietvereine, so dass in vielen Städten und Kommunen eine Auswahl an Mietervereinen zu finden ist. Welcher davon der richtige für dich ist, musst du letztendlich selbst herausfinden. Überlege dir, welche Dinge dir bei deinem Mietverein wichtig sind und entscheide anhand deiner Kriterien. Wir haben hier ein paar Vorschläge, welche das sein könnten:

  • Soll der Verein vor Ort sein?
  • Wie qualifiziert ist das Personal – sind Anwälte für den Verein tätig?
  • Möchtest du immer persönlich jemanden erreichen können?
  • Soll der Verein auch eine Mietrechtsschutzversicherung anbieten?
  • Wie wichtig ist dir der Kostenfaktor?

Vergleiche im besten Fall verschiedene Mietervereine, informiere dich über die genauen Satzungen und triff dann deine Entscheidung.

Achtung: Manche Mietervereine haben eine lange Kündigungsfrist! Es kann passieren, dass du nach der Kündigung noch zwei Jahre Mitglied bleiben musst.

Mietrecht

Mieterverein und Mietrechtsschutzversicherung

Viele Mietervereine bieten ihren Mitgliedern zusätzlich zur Mitgliedschaft eine Mietrechtsschutzversicherung an. Während der Mieterverein auch und vor allem „vorbeugend“ berät, greift die Versicherung im Ernstfall – wenn ein Konflikt mit Vermieter oder Hausverwaltung nur noch vor Gericht beizulegen ist. Für alle die sich also fragen, wo der Unterschied zwischen Mieterverein und Rechtsschutzversicherung mit Mietschutz liegt: Damit die Versicherung zahlt, muss ein tatsächlicher oder behaupteter Rechtsverstoß wie eine ungerechtfertigte Kündigung oder Mieterhöhung vorliegen. Den Mieterverein kann man – salopp gesagt – wegen jeder Kleinigkeit in Anspruch nehmen. Meist arbeiten die Vereine dabei mit Versicherungen zusammen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Mietrechtsschutzversicherung in der Regel nicht bei bereits laufenden Fällen greift. Steckst du beispielsweise bereits mitten in einem Streit mit deinem Vermieter und möchtest diesen vor Gericht klären, hilft es meist nicht, schnell noch eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Diese wird die Kosten für einen Rechtsstreit bei einem bereits bestehenden Konflikt nicht übernehmen und greift erst nach einer Frist von einigen Monaten nach Abschluss der Versicherung (meist drei Monate nach Abschluss). Über die genauen Bedingungen der vom Mieterverein angebotenen Versicherung solltest du dich vorab im Detail informieren – ein wichtiges Stichwort ist hier auch die Selbstbeteiligung. Prüfe vor Abschluss der Versicherung genau, welche Leistungen inklusive sind und wie hoch eine etwaige Selbstbeteiligung ausfällt.

Unser Fazit

Ist deine Vermieterin nicht gerade deine Lieblings-Oma, dann kannst du dir nie sicher sein, was auf dich zukommt – selbst mit dem nettesten Vermieter kann es zu Konflikten kommen. Und das kann sehr teuer werden… Dennoch ist die Entscheidung für oder gegen eine Mitgliedschaft im Mieterverein sehr individuell und die Erfahrungen gehen hier weit auseinander. Von „lohnt sich auf jeden Fall“ bis hin zu „reine Abzocke“ ist da jede Meinung vertreten. Meine persönliche Erfahrung mit einem Mieterverein ist sehr gut und da ich mit Hilfe einer kompetenten Anwältin des Vereins eine ungerechtfertigte Mieterhöhung schnell und unkompliziert abwenden konnte, hat sich die Mitgliedschaft im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt gemacht. Doch hört man auch immer wieder von Fällen, in denen Mietervereine nicht gut beraten haben oder versuchen, bei jeder Kleinigkeit zusätzliche Gebühren für ihre Arbeit herauszuschlagen.

Unser Fazit zum Thema Mieterverein lautet daher: „Drum prüfe, wer sich ewig binde…“. Vergleiche die Mietervereine in deiner Nähe. Sieh dir die Satzungen der Vereine genau an. Prüfe auch die von den Vereinen angebotene Rechtsschutzversicherung. Nimm dich in Acht vor Knebelverträgen. Frage Freunde und Bekannte nach ihren Erfahrungen. Für viele ist es eine Alternative, nur eine gute und umfassende Rechtsschutzversicherung mit Mietrechtsklausel oder auch einen Mietrechtsschutz als Einzelpolice abzuschließen. Ob Mieterverein und / oder Rechtsschutzversicherung – in jedem Fall ist es eine Erleichterung, wenn man im Konfliktfall nicht erst darüber nachdenken muss, ob man sich einen Konter überhaupt leisten kann und sich nicht erst selbst auf die Schnelle gefährliches Halbwissen aus dem Internet zusammensuchen muss.