Möbel zerlegen wie die Profis: Montagetipps für den Umzug

Möbel zerlegen wie die Profis: Montagetipps für den Umzug

Die Schraube ist weg, das Gewinde kaputt, und quer über die Schranktür zieht sich ein dicker Kratzer: Beim Umziehen von Möbeln kann einiges schiefgehen. Mit einfachen Tricks verhinderst Du Schäden und vermeidest viel Ärger. Ich zeige Dir, wie Du Deine Möbel einfach zerlegen kannst und sie sicher ins neue Zuhause bringst.

Grundregel: Nur zerlegen, was wirklich nötig ist!

Bei der Frage, welche Möbel Du zerlegen musst und welche nicht, ist Faulheit der beste Berater: Denn Möbel zerlegen ist nicht nur zeitfressend, sondern verursacht bei mehreren Umzügen Verschleiß. Also: Nur zerlegen, wenn es wirklich sein muss – etwa, wenn sie zum Tragen zu schwer sind oder nicht durch die Türe passen. Darum solltest Du sperrige Möbel ausmessen und prüfen, ob es Engpässe in Wohnung und Treppenhaus gibt. Dann kannst Du entscheiden, was zerlegt wird und was nicht.

Möbel zerlegen: So baust Du sie richtig ab

Der Ab- und Aufbau der Möbel fällt leichter, wenn Du einen zweiten Helfer zur Hand hast. Mit ein bisschen Geschick klappt es aber auch alleine.

Falls Du noch die Aufbauanleitung deiner Möbel besitzt, sollte der Ab- und Wiederaufbau problemlos möglich sein. Hast Du sie nicht mehr, findest Du sie vielleicht im Internet oder kannst sie beim Möbelhersteller erfragen. Ansonsten solltest Du bei Möbeln mit vielen Einzelteilen den Abbau dokumentieren (heute hat ja jeder ein Handy und kann nebenbei einige Bilder knipsen) oder eine Skizze anfertigen – so tust du dich später beim Aufbau leichter.

Nimm zuerst die Regalböden der Schränke heraus und markiere die Löcher, in denen die Regalböden eingesetzt waren, mit einem Bleistift. Baue deine Schränke von oben nach unten ab. Deko-Blenden und Kleiderstangen solltest Du ebenfalls entfernen.

Jedes abgebaute Teil solltest Du nummerieren oder beschriften, damit Du nach dem Umzug weißt, wo es hingehört. Wenn du eine Skizze anfertigst, kannst du hier ebenfalls die Teilenummern hinterlegen um später alles gut zuordnen zu können. Hierbei ist Kreppband hilfreich, da Du es hinterher ohne Rückstände wieder entfernen kannst.

Hast du das Möbelstück in seine Bestandteile zerlegt, geht es daran Griffe und Schlüssel zu entfernen: Diese Teile stehen über und können im Transporter Schäden an anderen Möbeln verursachen. Zur Sicherheit solltest du auch sämtliche Schubladen und Türen mit Kreppband befestigen, damit sie nicht während des Transportes aufgehen.

Die Griffe, Dübel, Schrauben und Muttern der Möbelstücke bewahrst Du in beschrifteten Tüten auf. So stellst du sicher, dass nichts verloren geht. Hierfür sind widerverschließbare Tiefkühlbeutel geeignet, die Du mit Klebeband an dem zugehörigen Möbelstück befestigen kannst.

Möbel sicher transportieren

Nun heißt es Ärmel hochkrempeln: Damit Du Deine Möbel sicher in den Umzugswagen und wieder hinaus bringst, sind ein paar zusätzliche Hände hilfreich. Große und schwere Möbel lassen sich zudem einfacher mit Tragegurten oder einer Sackkarre transportieren. Bei zerlegten Möbeln solltest Du dagegen darauf achten, dass sämtliche Teile beieinanderliegen. Stelle deine Schränke Rücken an Rücken im Transporter auf, damit sie sich gegenseitig stützen. Dabei solltest du sie mit Decken oder Malerfließ voreinander schützen. Hier verrate ich dir übrigens, wie du deinen Umzugstransporter oder deinen LKW richtig belädst.

Kein Umzug ohne Werkzeugkiste!

Damit Du nach dem Umzug nicht erst noch nach Schraubenzieher und Hammer suchen musst, stellst Du die Werkzeugkiste als letztes in den Umzugswagen – so ist sie gleich griffbereit und geht nicht im Umzugschaos verloren. In diesem Artikel über die erste eigene Wohnung findest du Tipps, welche Werkzeuge Du brauchst und welche Einrichtungsgegenstände wichtig sind.

Den Möbelaufbau richtig planen

Im Idealfall hast Du Dir bereits vor dem Umzug Gedanken gemacht, welcher Gegenstand wohin kommt. Dabei hilft es, einen Einrichtungsplan zu erstellen. Das erspart dir eine Menge Möbel rücken.

Prinzipiell solltest Du Möbel auf einer ebenen Fläche aufbauen und dafür eine Unterlage benutzen – zum Beispiel Malerfließ oder einen Teppich. Andernfalls kann der Boden verkratzen oder die Möbel absplittern. Willst du hohe Möbel wie einen Schrank aufbauen, solltest Du diese auf dem Boden liegend zusammensetzen, und sie erst hinterher aufrichten und an ihren Platz stellen.

Gerade wenn der Umzug länger dauert, gilt beim Aufbau: Das Lebensnotwendigste zuerst! Fange mit deinem Bett an, so ist schon mal Dein Schlafplatz gesichert. Wenn danach noch Zeit ist, kannst du die Küche startklar machen.

In der Küche richtest du Kühlschrank und Spülmaschine aus, so dass sie geradestehen, und schließt den Herd an. Aber Vorsicht beim Kühlschrank: Beim Transport kann Öl in den Kühlkreislauf fließen, darum sollte man den Kühlschrank danach immer einige Stunden stehen lassen. Je nach Modell kann das bis zu 24 Stunden dauern.

Irgendwann ist aber gerade an Tag eins des Umzugs die Puste raus: Falls die Zeit knapp oder die Laune im Keller ist, kannst Du den Küchenaufbau verschieben und stattdessen eine Pizza bestellen. Schließlich muss es auch mal genug sein! Hier verrate ich dir, wie du dich und deine Umzugshelfer am Umzugstag verpflegen kannst.

Umzugskartons günstig oder gratis

Umzugskartons günstig oder gratis

Während Du auch Bananenkisten, Müllsäcke oder Koffer für Deinen Umzug nutzen kannst, sind Umzugskartons einfach die bessere Wahl. Denn sie lassen sich im Transporter oder Auto leichter und sicherer stapeln, sodass Du Deinen Umzugswagen effizienter packen und den vorhandenen Platz bestmöglich ausnutzen kannst. Allerdings sind Umzugskartons nicht gerade günstig und Du wirst wahrscheinlich eine große Vielzahl an Kartons benötigen, um Dein Hab und Gut sicher zu verpacken. Was also tun, wenn Du nicht auf Umzugskartons verzichten, aber trotzdem Geld sparen möchtest? Ich werde Dir nun zeigen, wie Du Dir alle für Deinen Umzug benötigten Umzugskartons billig oder gratis sichern kannst, wobei Du ausreichend Zeit mitbringen solltest, um alle Deine Umzugskartons zu sammeln.

Umzugskartons im Internet gratis oder günstig ergattern

Wenn Du bisher nur bei den verschiedenen Kleinanzeigenportalen nach Umzugskartons geschaut hast, dann ist dies gerade einmal der Anfang. Denn während die Kleinanzeigenseiten im Internet und in der Zeitung in der Tat immer mal wieder kostenlose Umzugskartons zur Abholung anbieten, lohnt es sich auf jeden Fall auch, bei Facebook nach kostenlosen oder günstigen Umzugskartons zu schauen. Bestimmt gibt es auch für Deine Stadt eine „Zu Verkaufen“- beziehungsweise Flohmarktgruppe oder ein entsprechendes Netzwerk. Bei diesen Seiten auf Facebook sind meist unzählige andere Mitglieder aus Deiner Region angemeldet, bei denen Umzugskartons nur ungenutzt herumstehen und einfach zu viel Platz wegnehmen. Wenn dem so ist, posten sie vielleicht sogar selbst eine Anzeige, um ihre Umzugskartons günstig oder sogar gratis anzubieten. Andererseits kannst Du mit einer entsprechenden Anzeige auch selbst nach gebrauchten Umzugskartons schauen. Selbst beim Online-Auktionshaus eBay kannst Du Umzugskartons inzwischen ersteigern. Hierbei ist es natürlich sinnvoll, wenn der Anbieter aus Deiner Region stammt, damit Du die Kartons einfach abholen und die Kosten für den Versand einsparen kannst. Auch bei Yahoo gibt es kostenlose Gruppen, die sich Freecycle nennen, und bei denen Du immer wieder kostenlose Umzugskartons erhalten kannst. Du musst Dich also nur online auf die Suche machen!

Umzugskartons günstig oder kostenlos von Umzugsunternehmen

Mit ein wenig Glück kannst Du aber auch mit Deinem Umzugsunternehmen einen Deal aushandeln. Gerade bei größeren Umzügen, welche entsprechend ins Geld gehen, kannst du vielleicht sogar kostenlose Umzugskartons heraushandeln, wenn Du Dein Verhandlungsgeschick entsprechend einsetzt. Bei immer mehr Umzugsunternehmen kannst Du Umzugskartons zudem günstig mieten. Wenn Dir das immer noch zu teuer ist, kannst Du aber auch bei einigen Umzugsunternehmen in Deiner Stadt anfragen, ob diese vielleicht Umzugskartons aus ihrem Mietbestand zu verschenken haben. Denn wenn die Umzugskartons bereits mehrere Male vermietet wurden, kann das Umzugsunternehmen diese Kartons aufgrund ihres stark gebrauchten Zustands irgendwann nicht mehr verwenden, sodass Du vielleicht Glück mit deiner Anfrage hast. Nimm also Deinen Mut zusammen und probiere es einfach aus!

Alle Tipps im Überblick

Zum Schluss möchte ich die wichtigsten Tipps, wie Du Dir Umzugskartons nahezu kostenlos sichern kannst, noch einmal für Dich zusammenfassen und Dir noch ein paar echte Geheimtipps für die effiziente Nutzung dieser Kartons geben:

  • Angehörige, Freunde, Bekannte, Arbeits- oder Studienkollegen unbedingt nach Umzugskartons fragen, die Du Dir ausleihen oder sogar geschenkt haben kannst
  • Kleinanzeigen online und in der Zeitung studieren, um kostenlos Umzugskartons zu bekommen
  • bei eBay gebrauchte Umzugskartons günstig von Privatanbietern ersteigern
  • beim Kauf von Umzugskartons einen Preisvergleich im Internet machen
  • auch bei Yahoo, Google+ und anderen sozialen Netzwerken nach gebrauchten Umzugskartons suchen
  • verschiedene Facebook-Gruppen auf der Suche nach günstigen oder gratis Umzugskartons durchstöbern
  • Aufkleber kaufen, um bereits benutzte Umzugskartons dennoch gut sichtbar beschriften zu können
  • bei Umzugsunternehmen nach gratis Umzugskartons aus dem Mietbestand fragen
  • einen Rabatt auf Umzugskartons beim Umzugsunternehmen aushandeln
  • Umzugskartons günstig mieten
  • leicht beschädigte Umzugskartons mit ein bisschen Tape einfach wieder reparieren, um sie wieder einsatzfähig zu machen
  • ausreichend Zeit mitbringen, um genügend günstige oder kostenlose Umzugskartons zusammenzusammeln

Übrigens: Wer seine Umzugskartons effizient packt, der braucht am Ende weniger Kartons und kann so ebenfalls sparen. Um dich zu informieren, wieivele Kartons du überhaupt brauchst, kannst du meinen Umzugskartonrechner nutzen oder dich in diesem Artikel darüber informieren, mit wieviel Kartons du kalkulieren solltest.

Umziehen mit Klavier – was Du beim Klaviertransport beachten musst

Umziehen mit Klavier – was Du beim Klaviertransport beachten musst

Ein gewöhnlicher Umzug kann ganz schön anstrengend sein. Ein Umzug mit Deinem Klavier stellt allerdings eine völlig neue Herausforderung dar. Dies liegt nicht nur allein am Gewicht des guten Stücks, sondern auch daran, dass Erschütterungen beim Umzug eines Klaviers möglichst zu vermeiden sind. Mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm, handelt es sich bei einem Klavier um ein echtes Schwergewicht. Demnach sollte bereits jetzt klar sein, dass ein Klaviertransport in Eigenregie eher nicht zu empfehlen ist. Dennoch möchte ich Dir verraten, wie Du diese Mammutaufgabe meistern kannst und wann Du sie besser an einen Profi abgeben solltest.

Ein Klavier bitte nur mit den richtigen Hilfsmitteln transportieren

Wenn Du den Umzug Deines Klaviers zusammen mit Deinen Umzugshelfern selbst in die Hand nehmen willst, dann dürfen die passenden Hilfsmittel nicht fehlen. Denn ein Klavier ist in Bezug auf seinen Transport eines der anspruchsvollsten Stücke in Deiner Wohnung. Die folgenden Hilfsmittel sind daher unerlässlich:

  • Ein Rollwagen (Hund) mit einer stabilen Ablagefläche
  • Zwei Möbelgurte
  • Ein Transporter, der über eine Laderampe oder Hebebühne verfügt
  • Umzugsdecken oder ausreichend Schutzfolien (als Schutz vor Kratzern, für die der Klavierlack leider sehr anfällig ist)

Wenn du in einer höheren Etage wohnst und kein Aufzug verfügbar ist, macht es vielleicht Sinn, einen Möbelaufzug anzumieten.

Die Last gemeinsam stemmen

Ein Klavier sollte immer von mindestens zwei oder besser noch von drei Personen gemeinsam bewegt werden. Viele der genannten Umzugshilfsmittel kannst Du übrigens auch im Baumarkt oder bei einem Umzugsunternehmen preiswert mieten, sodass Du beispielsweise einen Rollwagen nicht unbedingt kaufen musst und so Kosten sparen kannst. Besonders wenn ein Aufzug vorhanden ist und Du einen Transporter anmietest, der über eine Hebebühne oder Laderampe verfügt, ist der Klaviertransport in Eigenregie durchaus machbar. Anfängern solltest Du diese Mammutaufgabe jedoch nicht zumuten, wobei ausreichend körperliche Fitness, viel Kraft und keine gesundheitlichen Einschränkungen (besonders im Bereich des Bewegungsapparates) eine ebenso wichtige Grundvoraussetzung sind, damit Du Deine Freunde überhaupt um diese Hilfe beim Umzug bitten kannst.

Die richtige Versicherung ist unerlässlich

Dabei solltest Du in Anbetracht des hohen Preises für ein Klavier auch unbedingt die Versicherungsfrage klären. Wenn Du Deinen Umzug in Eigenregie zusammen mit Deinen Freunden meisterst, ist nicht immer ganz klar, wer im Schadensfall haftet oder ob Du am Ende auf dem Schaden sitzen bleibst. Nicht jede Haftpflichtversicherung schließt die sogenannten „Freundschaftsdienste“ ein. Falls dies eine Deiner größten Sorgen ist, ist es also besser, wenn Du Dich gleich an ein Umzugsunternehmen für den professionellen Transport Deines Klaviers wendest – hier sollten dann auch die Versicherungsfragen geklärt sein.

Detaillierte Anleitung zum Klaviertransport

Doch wie transportierst Du Dein Klavier mit den genannten Hilfsmitteln denn nun am besten?

  • Im ersten Schritt musst Du das Instrument erst einmal auf dem Hund platzieren, sodass mindestens drei Helfer erforderlich sind. Während zwei starke Umzugshelfer das Klavier anheben, kann die dritte Person den Rollwagen an der richtigen Stelle unter dem Klavier positionieren.
  • Mit Hilfe des Rollwagens lässt sich das Klavier nun erst einmal relativ einfach bis zur Haustür bewegen.
  • Abhängig von der Größe Deines Klaviers kann es außerdem sinnvoll sein, wenn die Lyra und die vorderen Beine abmontiert werden. Unter Benutzung eines Akkuschraubers sollte dies kein Problem sein.
  • Die eigentliche Herausforderung besteht nun darin, das Klavier durch das gesamte Treppenhaus zu manövrieren und das Instrument womöglich viele Treppen herunter zu tragen.
  • Dazu sollte das Klavier zunächst mit Decken geschützt und mit Gurten fest an dem Rollwagen befestigt werden. Beim Tragen des Klaviers packen am besten gleich zwei Helfer an der Unterseite an.
  • Außerdem solltet ihr bei jedem Stockwerk eine kurze Pause einlegen, um so ausreichend Kräfte für die nächsten Treppenstufen zu sammeln.
  • Falls Du einen Flügel transportieren möchtest, muss der Transport wahrscheinlich hochkant erfolgen, damit das Instrument überhaupt durchs Treppenhaus passt.
  • Wenn ihr es erst einmal bis zum Transporter geschafft habt, kann das Klavier mittels der Laderampe oder Hebebühne relativ leicht verladen werden.
  • Bedenkt jedoch, dass das Klavier unbedingt ausreichend im Transporter fixiert werden muss, da es selbst bei leichten Erschütterungen bereits umfallen und Schaden nehmen kann.
  • Das Ausladen des Klaviers in der neuen Wohnung funktioniert dann in umgekehrter Reihenfolge.
  • Nach dem Umzug muss das Klavier eventuell neu gestimmt werden.

Wann solltest Du besser Profis für den Klaviertransport anheuern?

Falls Du Dir in Anbetracht dieser Anleitung einen Klaviertransport in Eigenregie nicht zutraust,  solltest Du auf jeden Fall einen Profi für den Transport Deines geliebten Instruments engagieren. Doch auch in den folgenden Fällen ist ein professioneller Klaviertransport im Rahmen Deines Umzugs ratsam:

  • Zu wenige oder nicht ausreichend starke Helfer
  • Gesundheitliche Beschwerden, wie zum Beispiel Rückenleiden
  • Keinen ausreichenden Hilfsmittel
  • Wenn die Versicherungsfrage beim Transport Deines Klaviers nicht geklärt ist
  • Wenn es sich um ein sehr sperriges oder besonders altes und damit sehr fragiles Klavier handelt
  • Wenn Du einen Konzertflügel transportieren willst
  •  Bei einem sehr engen Treppenhaus
  • Bei einem sehr teuren Klavier (zum Beispiel von Herstellern wie Bösendorfer, Bechstein oder Steinway)

Dabei macht es am meisten Sinn, wenn Du ein Umzugsunternehmen beauftragst, das sich auf sachgemäße Klaviertransporte spezialisiert hat und gleichzeitig auch noch den Umzug Deiner restlichen Besitztümer fachmännisch abwickeln kann. Dann kannst Du die damit verbundenen Sorgen im gleichen Atemzug einfach an den Fachmann abgeben und Dich stattdessen um die Einrichtung in Deiner neuen Wohnung kümmern. Vielleicht ist es für dich ja auch eine Alternative, den kompletten Umzug in fremde Hände zu geben.

Umzug während der Schwangerschaft – Hilfreiche Tipps

Umzug während der Schwangerschaft – Hilfreiche Tipps

Ein Umzug während der Schwangerschaft ist alles andere als ein gewöhnlicher Umzug. Dennoch suchen viele Paare sofort nach einer größeren Wohnung oder einem Haus, wenn sie erfahren, dass sie Nachwuchs erwarten. Schließlich soll die junge Familie ausreichend Platz haben. Dabei solltest du gut überlegen, ob du dir einen Umzug während der Schwangerschaft wirklich zumuten möchtest. Denn selbst dann, wenn du ein Umzugsunternehmen mit einem Komplettumzug beauftragst und dich nicht einmal um das Kistenpacken selbst kümmern musst, ist ein Umzug immer noch mit viel Stress verbunden. Schließlich kann ein Umzug nicht nur körperlich, sondern auch emotional belastend sein. Wie ein stressfreier Umzug in der Schwangerschaft dennoch gelingen kann, möchte ich dir jetzt verraten.

Mute dir nicht zu viel zu

Unabhängig davon, in welchem Stadium deiner Schwangerschaft du dich gerade befindest, solltest du keine schweren Gegenstände heben oder tragen. Ein Umzugskarton, der meist um die 15 Kilogramm wiegt, ist also definitiv viel zu schwer für dich. Auch wenn du dich eigentlich noch fit fühlst und gerade am Anfang deiner Schwangerschaft noch sehr ehrgeizig bist, solltest du lieber die Finger von den Umzugskartons lassen. Die Aufgabe des Packens darfst du also getrost an die folgenden Personen abgeben:

Kartons schonend packen

Wenn du deine Kisten unbedingt selbst packen möchtest, solltest du dich dabei nicht zu tief bücken müssen. Stelle die Kartons zudem an einem Ort auf, von dem du sie später nicht mehr wegbewegen musst. So kannst du eine Kiste nach der anderen langsam mit deinem Hab und Gut befüllen, ohne die Kisten selbst schleppen zu müssen. Wenn du mit einem Umzugskarton fertig bist, verschließt du diesen einfach und stellst den nächsten Karton auf die bereits gefüllte Kiste. Nun kannst du zumindest leichte Sachen munter weiter in deine Umzugskartons packen. Allerdings solltest du dir auch hierbei nicht zu viel vornehmen und regelmäßige Pausen einliegen. Das kann auch bedeuten, dass du dir eine Liegepause gönnst. Wahrscheinlich wirst du schnell merken, dass dir das Strecken und Bücken als Schwangere doch etwas schwerer fällt. Während du die Kisten befüllst, solltest du diese oben und seitlich beschriften, damit sie in der neuen Wohnung gleich dem richtigen Raum zugeordnet werden können. Denn während du dich auf dein Baby vorbereitest, gibt es ohnehin viel zu bedenken, sodass es sinnvoll ist, jegliche unnötige Zusatzarbeit von Anfang zu vermeiden.

Diese Aufgaben solltest du besser anderen überlassen

Doch mit dem Packen der Umzugskartons allein ist es bei deinem Umzug nicht getan. Schließlich will die alte Wohnung vor der Wohnungsübergabe geputzt und renoviert werden und in der neuen Wohnung willst du vielleicht auch noch tapezieren oder einen neuen Boden verlegen. Vor allem die Renovierungsarbeiten solltest du allerdings jemand anderem überlassen. Denn gefährliche Kletterpartien auf einer Leiter sind ebenso wenig etwas für Schwangere wie die chemischen Dämpfe, die ein frisch gestrichenes Zimmer verströmt. Natürlich kannst du die Wandfarbe, Tapeten oder den neuen Boden aussuchen, aber die praktische Umsetzung der Renovierungsmaßnahmen darfst du dann gerne dem werdenden Papa, euren Freunden, der Familie oder professionellen Handwerkern überlassen. Auch der Großputz der alten Wohnung nach dem Auszug kann sehr anstrengend für dich als Schwangere sein und viele Putzmittel sind für werdende Mamas alles andere als ungefährlich.

Unterstützung beim Putzen

Zum Glück gibt es im Internet inzwischen aber viele professionelle Anbieter, sodass du dir einen Putztrupp kinderleicht auch nur für ein paar Stunden ins Haus kommen lassen kannst. Auch wenn dein Umzug in der Schwangerschaft unter Umständen etwas teurer werden könnte, da du wahrscheinlich auf mehr professionelle Hilfe angewiesen sein wirst, ist dies für dich und dein Kind die bessere Wahl. Im Übrigen kannst du diese haushaltsnahen Dienstleistungen dann im kommenden Jahr bei der Steuer geltend machen, sodass die Ausgabe nicht ganz so stark auf dein Haushaltsbudget schlägt.

Weitere Tipps für einen stressfreien Umzug während der Schwangerschaft

Damit ein Umzug während der Schwangerschaft für dich möglichst stressfrei verläuft, sollte dieser so früh wie möglich erfolgen. Denn sonst überkommt dich am Ende vielleicht die blanke Panik, weil du fürchtest, dass du vor der Geburt deines Kindes eventuell nicht mit allem fertig werden könntest. Diesen Stress solltest du dir und deinem Baby besser ersparen. Außerdem kann es sinnvoll sein, wenn du eine Prioritäten- und Aufgabenliste erstellst. So kannst du sichergehen, dass du nichts vergisst und alle Aufgaben entsprechend im Freundes- und Bekanntenkreis oder an professionelle Helfer verteilen. Allerdings solltest du auch wissen, dass du wahrscheinlich einige Abstriche machen musst. Wenn du dich gleich darauf einstellst, dass du eben nicht alle Kisten sofort auspacken und nicht alle Bilder sofort aufhängen wirst, ersparst du dir viel Stress. Konzentriere dich lieber darauf, dass du vor allem das Kinderzimmer zuerst herrichtest, während andere Dinge auch liegenbleiben können.

Nach Hilfe fragen kostet nichts

Denn selbst wenn dein Nestbautrieb um sich greift und du gerne alles schön haben möchtest, bevor das Baby kommt, ist es doch wichtiger, dass es dir und deinem Baby gut geht. Nimm dir also besser nicht zu viel in einer zu kurzen Zeit vor. Bei deiner Planung, wann welche Schritte erledigt sein sollen, kannst du eben nicht davon ausgehen, dass du den gleichen Einsatz erbringen kannst, wie das vor deiner Schwangerschaft noch möglich gewesen wäre. Während des Umzugs bist du also vor allem für die Planung zuständig und ansonsten lautet die Devise: So viel wie möglich delegieren. Wichtig ist dabei vor allem, dass du dich nicht stressen lässt und lieber ein Mal zu viel um Hilfe bittest als ein Mal zu wenig. Dein Körper und dein noch ungeborenes Kind werden es dir mit Sicherheit danken.

Bequemer umziehen mit einem Möbelaufzug

Bequemer umziehen mit einem Möbelaufzug

Ob das Treppenhaus nun zu eng ist oder es einfach zu viele Stockwerke bis zu deiner neuen Wohnung sind, um dein Hab und Gut die vielen Treppen nach oben zu schleppen, ein Möbelaufzug kann deinen Umzug zu einer viel komfortableren Angelegenheit machen. Dies setzt natürlich voraus, dass du deine Fenster, deine Balkontür oder die Hausflurfenster auf der Etage deiner neuen Wohnung weit genug öffnen kannst, um auf diesem Weg all deine Möbel in die Wohnung zu transportieren. Darüber hinaus kann die Zahl der Umzugshelfer, die gerade bei großen Umzügen zum Transport deiner Möbel und anderen Haushaltsgegenstände benötigt wird, durch einen Möbelaußenaufzug drastisch reduziert werden. Was alles für einen Möbelaufzug spricht und wann diese Art des Umziehens sinnvoll ist, möchte ich dir an dieser Stelle gerne verraten.

Die Vorteile eines Möbelaufzugs

Bei einem Möbelaufzug handelt es sich also um einen mobilen Aufzug, der einer Drehleiter, wie du sie wahrscheinlich bereits von Feuerwehrautos kennst, ähnelt. Dabei wird das Kopfstück des Lifts an deinem Balkongeländer oder an der Hausfassade angelehnt, damit der Möbellift dein Hab und Gut bequem in die neue Wohnung transportieren kann. Wenngleich zunächst einmal ein Liftcheck erfolgen sollte, um zu prüfen, ob deine neue Wohnung überhaupt für den Umzug per Möbellift geeignet ist, liegen die Vorteile eines Möbelaufzugs grundsätzlich auf der Hand und lauten wie folgt:

  • es werden weniger Umzugshelfer benötigt
  • ein Möbellift ersetzt mehrere Umzugshelfer und kann somit Personalkosten sparen
  • weniger Zeitaufwand für die Abwicklung des gesamten Umzugs
  • auch Möbel, die nicht durchs Treppenhaus passen, können auf diesem Weg in deine neue Wohnung transportiert werden
  • insgesamt weniger Kraftaufwand
  • geringere Beschädigungen am Mobiliar/ keine Beschädigungen im Treppenhaus

Möbellift bei einem Umzugsunternehmen mieten

Viele Umzugsfirmen vermieten Möbellifte übrigens auch, ohne dass du deinen kompletten Umzug über sie abwickeln musst. Du mietest dann also nur den Möbellift sowie ein bis zwei Personen, welche den Lift korrekt aufbauen und bedienen. Die restlichen Umzugs- und Transportarbeiten kannst du zusammen mit deinen Helfern aus dem Freundes-, Familien- oder Bekanntenkreis selbst übernehmen und so bares Geld sparen. Zum Teil kann es jedoch sinnvoll sein, wenn du auf die professionellen Helfer des Umzugsunternehmens zurückgreifst. Denn dann kannst du den Möbelaußenaufzug oftmals zu einem rabattierten Preis nutzen. Wenn du möchtest, dass selbst ein großer Umzug relativ schnell über die Bühne geht, ist ein Möbellift auf jeden Fall eine sehr gute Wahl.

Wann ein Möbelaufzug nicht die richtige Wahl ist

Allerdings gibt es auch Situationen, in denen ein Möbellift leider nicht zum Einsatz kommen darf. Das kann zum Beispiel bei Dachgeschosswohnungen der Fall sein, sofern es sich um kein Flachdach handelt. Denn dann sind dein Balkon oder deine Fenster wahrscheinlich nach hinten versetzt und für den Möbellift somit nicht zu erreichen, da der Möbelaufzug im oberen Bereich nicht geknickt werden kann. Auch wenn es an der Fassade nicht ausreichend Befestigungsmöglichkeiten für den oberen Teil des Möbelaußenaufzugs gibt, kannst du diesen leider nicht einsetzen.

Der Liftcheck vorab ist unerlässlich

Bevor du eine solche Gerätschaft für deinen Umzug anmietest, solltest du bei der Umzugsfirma also erfragen, ob du ihren Umzugslift für dein Vorhaben überhaupt verwenden kannst. Manche Unternehmen entsenden auch gerne einen Mitarbeiter zu dir nach Hause, damit dieser einen Liftcheck vor Ort machen und die dortigen Gegebenheiten sowohl bei der alten als auch bei der neuen Wohnung auf die Lifttauglichkeit überprüfen kann. Zudem muss vor dem Haus ausreichend Platz sein, um den Möbellift aufstellen zu können. Dazu sind eventuell Absperrungen und Halteverbotszonen erforderlich. Steht ein Baum jedoch ungünstig im Weg, so wirst du den Möbellift leider nicht für deinen kraftsparenden und weniger stressigen Umzug nutzen können.

Komplettumzug: Dein Umzug mit allen erdenklichen Extraleistungen

Komplettumzug: Dein Umzug mit allen erdenklichen Extraleistungen

Wenn Du möglichst stressfrei umziehen und Dich ganz entspannt zurücklehnen möchtest, während andere Deinen Umzug von A bis Z abwickeln, dann ist ein Komplettumzug die richtige Wahl. Ob Du nun schwanger bist, es sich um einen Seniorenumzug handelt oder Du einfach unter Zeitdruck stehst und beruflich stark eingespannt bist, Deinen kompletten Umzug kannst Du einfach den Profis überlassen. Ein Komplettumzug kann dabei nicht nur das Ein- und Auspacken deiner Kisten beinhalten, denn gerne übernimmt ein professionelles Umzugsunternehmen in Deiner Nähe auch weitere Leistungen für Dich. Wie so ein Komplettumzug also aussehen könnte, möchte ich Dir jetzt gerne verraten.

Viele Extraleistungen beim Komplettumzug

Dabei kannst Du Dir Dein Leistungspaket für Deinen Komplettumzug frei Deinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zusammenstellen. Folgende Leistungen sind zum Beispiel denkbar:

  • Ein- und Auspacken Deiner Umzugskartons
  • Auf- und Abbauen Deiner Möbel
  • Transport
  • Bauarbeiten
  • Renovierungsarbeiten
  • Sanierungsarbeiten
  • Montagearbeiten

Bei Deinem sorglosen Komplettumzug sieht Deine neue Wohnung also binnen kürzester Zeit so aus, als würdest Du dort schon ewig wohnen. Vom Anbringen der Lampen und Gardinen bis hin zur Montage Deiner Küche musst Du Dich wahlweise nämlich um nichts kümmern, sofern Du einen Komplettumzug buchst. Einige Umzugsunternehmen haben sich sogar auf so vielseitige Zusatzleistungen spezialisiert, dass sie auch mit fachkundigen Bauarbeitern oder Handwerkern zusammenarbeiten, die auf Wunsch Dein Laminat verlegen, neu tapezieren, für Dich streichen oder eine zusätzliche Wand einziehen. Das Ziel bei Deinem Komplettumzug ist es also, dass Deine neue Wohnung am Ende binnen kurzer Zeit so aussieht, wie Du es Dir wünschst, ohne dass Du dafür selbst bei Deinem Umzug schuften musstest. Selbst, wenn es um den Nachsendeantrag oder das Ummelden bei verschiedenen Dienstleistern geht, kann Dir ein professionelles Umzugsunternehmen kompetent unter die Arme greifen.

Tipps für Deinen Komplettumzug

Auch wenn Du Dein Umzugsunternehmen mit Deinem kompletten Umzug beauftragst, gibt es einige Dinge, die Du dennoch nicht aus der Hand geben sollest. Am besten erstellst Du zunächst eine Liste mit allen anfallenden Arbeiten. So kannst Du Dich bezüglich der gewünschten Leistungen einfacher mit Deinem Umzugsunternehmen besprechen. In diesem Zusammenhang wird Dir wahrscheinlich auch klar werden, dass es einige Aufgaben gibt, die eben nur Du allein übernehmen kannst. Denn auch wenn die Umzugsprofis grundsätzlich den Umzug deines kompletten Hab und Guts bewältigen können, möchtest Du einige sehr private Gegenstände bestimmt lieber selbst in Deine Umzugskartons packen. Zudem ist es wichtig, dass Du eine solide Vertrauensbasis zu Deinem Umzugsunternehmen aufbauen kannst. Wenn die Umzugshelfer sogar Deine Kartons packen, stehen die Chancen plötzlich viel größer, dass etwas unbemerkt verschwindet. Wertgegenstände, wie Schmuck oder kleinere Gadgets, solltest Du daher selbst einpacken und transportieren, damit Du gar nicht erst Gefahr läufst, dass diese während des Komplettumzugs abhanden kommen.

Kostenkalkulation und Versicherungen

Um Dein Gewissen zu beruhigen, kannst Du bei Deinem Umzugsunternehmen zudem nachfragen, inwiefern Du abgesichert bist, falls während des Umzugs doch einige Deiner Wertgegenstände verschwinden sollten (hierzu kann ich dir auch meinen Artikel ‚Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?‘ ans Herz legen). Bedenke zudem, dass ein Komplettumzug mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist als ein Standardumzug. Daher solltest Du nicht nur verschiedene Angebote einholen, sondern die unterschiedlichen Leistungen sollten auch als einzelne Kostenpunkte in dem Angebot zu finden sein. So kannst Du für Dich individuell entscheiden, welche Leistungen Dir Dein Geld wirklich wert sind und welche Arbeiten Du in Anbetracht der hohen Kosten vielleicht doch lieber eigenhändig übernimmst.

Umzug mit einem Kleinkredit finanzieren

Umzug mit einem Kleinkredit finanzieren

Ein Umzug kann sehr teuer werden: Speditionskosten, Kaution, Einrichtung… Plötzlich ist das Bankkonto leer bevor Du vollständig umgezogen bist. Wer nicht auf Erspartes zurückgreifen kann, hat dann die Möglichkeit, seine Umzugskosten über einen Kleinkredit finanzieren. Hierfür stehen Dir verschiedene Varianten zur Auswahl. Welche? Das möchte ich Dir verraten:

Was kostet ein Umzug?

Bei einem Umzug fallen viele unterschiedliche Kosten an. Hierzu gehören

Wie viel Geld genau Du für die jeweiligen Positionen einrechnen musst und wo Du so richtig viel Geld sparen kannst, habe ich Dir in meinem Artikel „Umzugskosten: Was kostet ein Umzug + Die besten Spar-Tipps?!“ zusammengetragen.

Kleinkredite für Deinen Umzug

Sollte Dein Bankkonto hierfür nicht ausreichen, oder Du möchtest Dir einfach eine neue Einrichtung gönnen, kannst Du zu unterschiedlichen Arten von Kleinkrediten für Deinen Umzug greifen:

Der Privat- und Ratenkredit

Ein Privatkredit kann in der Höhe sowie Laufzeit frei gewählt werden. Es gilt die Faustregel:

Je länger die Laufzeit, desto höher die Zinsen, aber umso geringer ist die monatliche Belastung.

Solche Kleinkredite kannst Du schon ab 2.500 Euro aufnehmen. Die Höchstgrenze liegt bei den meisten Instituten um die 25.000 Euro. Sowohl die Raten- als auch Zinssätze werden im Vornherein vereinbart und sind unveränderbar. In der Regel orientiert sich der Kreditgeber hierfür an dem pfändbaren Anteil Deines Einkommens für den Fall der Zahlungsunfähigkeit. Die Klein- beziehungsweise Ratenkredite sind dadurch leider sehr unflexibel. Achte beim Abschluss des Kreditvertrages unbedingt auf den effektiven Jahreszins. Hier sind, im Gegensatz zum Nominalzins, nämlich alle zusätzlichen Kreditkosten bereits einberechnet und Du kannst die tatsächliche monatliche Belastung berechnen – ohne böse Überraschungen.

Vorteile Raten- und Privatkredite:

+ gute Planbarkeit
+ überschaubare Zinsbelastung

Nachteile der Privat- und Ratenkredite:

– hohe finanzielle Anfangsbelastung
– unflexible Rückzahlung

Der Dispositionskredit:

Nicht die günstigste, dafür aber die schnellste und unkomplizierteste Art vor dem Umzug noch an Geld zu kommen, ist der Dispositionskredit. Das bedeutet: Du überziehst einfach Dein Girokonto mit dem gewünschten Betrag. Allerdings hat Deine Bank hierfür eine Höchstgrenze eingerichtet, die unter anderem von Deinem monatlichen Einkommen sowie der Summe auf Deinem Bankkonto abhängt. Zwar sind hier die Zinssätze höher, der Dispositionskredit fällt bei besonders kurzer Kreditaufnahme aber häufig günstiger aus als der Privatkredit. Wenn Du die Summe schnell wieder zurückzahlst, halten sich die Zinszahlungen nämlich in Grenzen und Du sparst Dir die Bearbeitungsgebühren. Zudem sinken die Zinsen anteilig zur noch ausstehenden Restsumme, bleiben also nicht konstant wie bei einem Ratenkredit.

Vorteile Dispositionskredit:

+ kurzfristige Inanspruchnahme
+ flexible Auszahlungshöhe
+ flexible Laufzeit
+ anteilig sinkende Zinssätze
+ keine Bearbeitungsgebühren
+ keine zusätzliche Bonitätsprüfung

Nachteile Dispositionskredit:

– vergleichsweise hohe Zinssätze
– Unübersichtlichkeit

Das Abrufdarlehen

Eine weitere Kreditmöglichkeit stellt das sogenannte Abrufdarlehen dar, auch als variabler Kredit bezeichnet. Hiermit kannst Du eine Summe zwischen 10.000 Euro und 25.000 Euro aufnehmen – immer und immer wieder. Was das bedeutet? Ganz einfach: Du nimmst ein Abrufdarlehen auf und zahlst es mit der monatlichen Tilgung und den anfallenden Zinsen zurück. Benötigst Du nun aber wieder die gesamte Kreditsumme, kannst Du diese erneut aufnehmen, fängst mit Deiner Tilgung also anschließend wieder bei Null an. Variabel ist das Abrufdarlehen zudem aufgrund des variablen Zinssatzes. Dieser orientiert sich täglich am aktuellen Zinsstand und kann nicht als Festzins vereinbart werden. Je nach aktuellem Zinssatz, kann dies sowohl einen Vor- als auch einen Nachteil des Abrufdarlehens darstellen. Die Zinsbelastung fällt monatlich oder quartalsweise rückwirkend an.

Vorteile Abrufdarlehen:

+ ständige Verfügbarkeit der Darlehenssumme
+ Rückzahlung über monatliche Mindestzahlungen
+ Möglichkeit von Sonderzahlungen
+ variabler Zinssatz

Nachteile Abrufdarlehen:

– variabler Zinssatz
– nachträgliche Zinsermittlung
– schlechte Planbarkeit

Das Arbeitgeberdarlehen:

Handelt es sich um einen beruflich bedingten Umzug, kommt eventuell ein Arbeitgeberdarlehen infrage. Dieser Umzugskredit wird von der neuen Firma (bei Jobwechsel) gewährt, manchmal sogar ohne Zinsen. Am besten fragst Du hierbei direkt bei Deinem Arbeitgeber nach.

Vorteile Arbeitgeberdarlehen:

+ geringes finanzielles Risiko
+ gute Planbarkeit
+ eventuelle Zinsfreiheit

Nachteile Arbeitgeberdarlehen:

– keine Garantie bzw. kein Anspruch auf das Darlehen
– Arbeitgeber gibt Kreditsumme und Tilgungsrahmen vor

Das Darlehen aus der Familie / dem Freundeskreis

Manchmal macht es durchaus Sinn, sich im Freundeskreis oder in der Familie umzuhören. Vielleicht gibt es jemanden, den du gut kennst und der ein paar Euro über hat, die er die anvertrauen möchte. Der Vorteil ist, dass man solche Kredite meist günstig oder sogar kostenlos bekommt und, dass beide Kreditpartner einander kennen und vertrauen. Eng wird es allerdings, wenn du die Raten mal nicht bedienen kannst – in diesem Fall verscherzt man es sich vielleicht mit einem wichtigen Menschen. Daher ist auch immer Vorsicht geboten, wenn man im engen Bekanntenkreis oder in der Familie nach Geld sucht.

Wichtig ist bei einem privaten Kredit aus der Familie vor allen Dingen: Auch hier sollte es unbedingt einen kleinen Vertrag geben, der das Wichtigste (Auszahlungssumme, Raten, Rückzahlungszeiten, Zinssätze etc.) regelt und der von beiden Seiten unterschrieben wird. Beim Geld hört schließlich die Freundschaft auf! So wird aus losen Absprachen ein verbindlicher Vertrag auf den sich beide Seiten bei Unstimmigkeiten berufen können und der dann hoffentlich hilft größeren Streit zu vermeiden. Außerdem sollte der Kreditgeber auf keinen Fall selber irgendwo das Geld „beschaffen“ müssen (es sich z.B. selber leihen) um hier keine unnötigen Abhängigkeiten aufzubauen.

Vorteile Kredit von Freunden / Familie:

+ geringe Kosten
+ hohe Flexibilität
+ oft schnell verfügbar
+ Kreditpartner vertrauen einander

Nachteile Kredit von Freunden / Familie:

– Bonitätsprüfung für Kreditgeber schwierig.
– Zu „lose“ Vereinbarungen führen schnell zu Streit
– Wenn man sich streitet steht eine enge, menschliche Beziehung auf dem Spiel

Worauf Du bei jedem Kleinkredit für deinen Umzug achten musst

Schlussendlich gibt es noch einige Grundregeln für den Abschluss von Kreditverträgen, welche Du unabhängig von der Kreditart beachten solltest:

  1. Die Kredite dürfen nicht zweckgebunden sein, sondern müssen Dir zur freien Verfügung stehen.  Immobilienkredite oder Bausparverträge kommen daher meist nicht infrage.
  2. Wenn Du verschiedene Kreditangebote vergleichst, kannst Du bis zur Hälfte der Zinsen einsparen. Du solltest deshalb vor der Kreditaufnehme eine ausführliche Beratung erhalten und einen Anbietervergleich durchführen.
  3. Bei Privatkrediten sind die Zinssätze häufig nicht festgesetzt, sondern hängen von der jeweiligen Bonität der Kreditnehmer ab. Diese wird Dir von der Schufa zugeordnet. Du kannst sie hier erfragen.
    4. Paare können zudem bei gemeinsamen Krediten die Zinsen senken. Seid Ihr beide berufstätig mit regelmäßigem Einkommen, verbessert sich durch das gemeinsame und damit höhere Einkommen Eure Bonität. Im Schnitt haben Paare dadurch acht Prozent weniger Zinsen zu entrichten als Einzelkunden.

Umzug für Studenten Teil 2: Nebenjob als Umzugshelfer

Umzug Studenten - Nebenjob als Umzugshelfer

Im ersten Teil der Artikelserie „Umzug für Studenten“ hast Du gelernt, wie Du als Student am besten wohnst und wie aus einem Umzug ein echtes Event unter Freunden werden kann. Nun geht es darum, wie Du den Umzug anderer Studenten, Familien oder Privatleuten zu Deinem Vorteil nutzen und Dir etwas Taschengeld verdienen kannst – als studentischer Umzugshelfer.

Wer kann als Umzugshelfer arbeiten?

Gerade männliche Studenten arbeiten häufig und gerne als Umzugshelfer, da sie zeitlich flexibel sind sowie jung und kräftig. Prinzipiell kann aber jeder als Umzugshelfer arbeiten, der körperlich gesund und entsprechend versichert ist (hierzu später mehr). Gewiss hast Du sogar schon häufig als helfende Hand bei Umzügen Deiner Freunde, Familie oder Bekannten mit angepackt. Anstatt kostenlos, kannst Du dies nun in Zukunft auch gegen ein attraktives Entgelt tun. Täglich ziehen täglich dutzende Menschen um, denen es an Umzugshelfern fehlt, die sich aber kein professionelles Umzugsunternehmen leisten können oder wollen.

Wieso ist der Job als Umzugshelfer gerade für Studenten attraktiv?

Private Umzugshelfer gibt es viele, ein auffallend großer Anteil hiervon sind aber Studenten. Der Nebenjob als Umzugshelfer scheint für sie also besonders attraktiv zu sein. Weshalb? Der studentische Umzugshelfer ist zeitlich meist deutlich flexibler als ein Arbeitnehmer und zugleich günstiger als ein selbstständiger Möbelpacker, der Steuern zahlen und die Umsatzsteuer abführen muss. Studenten können daher in der Regel das beste Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Zugleich brauchst Du für den Nebenjob keine besondere Ausbildung oder spezielle Kenntnisse. Du musst lediglich körperlich fit und leistungsbereit sein, eine perfekte Abwechslung zur Denkarbeit an der Uni. Möbel auf- und abbauen, Kartons tragen, Umzugskisten packen, den Transporter fahren…klingt machbar, oder?

Was Du brauchst, um als Umzugshelfer arbeiten zu können:

  1. Werkzeug und Equipment: Wenn Du nicht über eine professionelle Agentur oder ein Umzugsunternehmen geordert wirst, welches das entsprechende Equipment zur Verfügung stellt, solltest Du zumindest über die Grundausstattung an Material verfügen. Wer nämlich Sackkarre, Spanngurte, Werkzeug und sogar ein großes Fahrzeug mit zum Umzug bringt, ist gegenüber der Konkurrenz klar im Vorteil und kann höhere Stundenlöhne verlangen. Allerdings kann sich das gerade ein Student häufig nicht leisten. Es reicht daher auch, wenn Du einfach einen klassischen Werkzeugkoffer besitzt. Bespreche am besten im Voraus mit dem jeweiligen Kunden, was Du zum Umzug mitbringen sollst oder was er gut gebrauchen könnte.
  2. Ausreichende Haftpflichtversicherung: Beim Umzug kann immer ein Sach- oder Personenschaden entstehen, entweder auf Deiner oder der Kundenseite. Ein falscher Schritt und schon ist das Treppengeländer beschädigt und der Schrank hat einen dicken Kratzer. Das Wichtigste, wenn Du als studentischer Umzugshelfer arbeiten möchtest, ist deshalb eine gute Haftpflichtversicherung. Wenn Du ohne Bezahlung bei einem Umzug Deiner Freunde hilfst, erweist Du einen sogenannten „Freundschaftsdienst“, welcher in der Regel durch die Haftpflichtversicherung Deiner Bekannten abgedeckt wird. Nicht so, wenn es sich um eine bezahlte Tätigkeit handelt. Du benötigst daher für Deinen Nebenjob als Umzugshelfer eine extra Berufshaftpflichtversicherung oder einen entsprechenden Zusatz in Deiner privaten Haftpflichtversicherung. Diese sind meist für wenige Euro mehr pro Monat zu haben.
  3. Gewerbeschein: Am einfachsten meldest Du Deinen Nebenjob als Umzugshelfer als Kleingewerbe an. Solange Du nicht mehr als 17.500 Euro pro Jahr einnimmst, musst Du keine Umsatzsteuer ausweisen und kannst dennoch ganz einfach Rechnungen stellen. Entsprechende Vorlagen gemäß der Kleinunternehmerregelung findest Du zum Beispiel unter rechnungen-muster.de. Bleibst Du sogar unter dem Freibetrag von 8.652 Euro pro Jahr, musst Du gar keine Steuern bezahlen. Anmelden musst Du die Tätigkeit trotzdem…

Was verdient ein studentischer Umzugshelfer?

Berechnet wird die studentische Umzugshilfe in der Regel als Stundensatz. Üblich sind rund zehn bis 15 Euro. Du solltest niemals weniger als den gesetzlichen Mindestlohn verlangen!

So kommst Du an einen Nebenjob als studentischer Umzugshelfer

Wenn Du als studentischer Umzugshelfer arbeiten möchtest, hast Du verschiedene Möglichkeiten. Du kannst Dich zum Beispiel von einer Vermittlungsagentur vertreten lassen, Anzeigen ins Internet oder eine Tageszeitung setzen oder für eine Zeitarbeitsfirma arbeiten. Versetze Dich hierfür am besten einmal in die Arbeitgeberseite hinein: Wo würdest Du nach Umzugshelfern suchen? Als kleine Hilfe kannst Du hierfür im Artikel „(Studentische) Umzugshelfer engagieren: Worauf musst Du achten?“ stöbern…

Umzug für Senioren Teil 3: So sparst Du beim Umzug richtig Geld

Umzug für Senioren: So lässt sich Geld sparen!

Im zweiten Teil der Artikelserie „Umzug für Senioren“ habe ich Dir erläutert, wie Du ein passendes Umzugsunternehmen finden kannst und weshalb Du vom Komplett-Service der Unternehmen profitierst, die sich auf Seniorenumzüge spezialisiert haben. Allerdings handelt es sich dabei natürlich um eine eher teure Methode des Umziehens. Wenn Du Deinen Umzug stattdessen so günstig wie möglich gestalten möchtest, habe ich jetzt 5 nützliche Tipps für Dich:

1. Den Umzugstermin richtig legen

Nimmst Du die Leistungen eines Umzugsunternehmens in Anspruch oder mietest einen Umzugswagen, kannst Du mit der richtigen Wahl des Umzugstermines viel Geld sparen. Die meisten Umzüge finden nämlich entweder zum ersten oder 15. eines Monats statt. Hier sind die Unternehmen regelmäßig ausgebucht, Du musst den Anbieter früh kontaktieren und hohe Preise bezahlen. Am 8., 10., 18., 23. oder einem sonstigen Termin mitten im Monat, sind die Angebote der Umzugsunternehmen hingegen häufig viel günstiger. Und noch einen Vorteil hast Du gegenüber den Arbeitnehmern und Studenten: Wenn Du dann auch noch anstelle des Wochenendes unter der Woche umziehst, findest Du gewiss echte Schnäppchen. Lass Dir hierzu von mehreren Umzugsunternehmen Angebote unterbreiten.

2. Auch der Umzugswagen kann teuer werden, muss er aber nicht

Ein zweiter großer Faktor bei einem Umzug ist der Umzugswagen. Nimmst Du den Service eines Umzugsunternehmens in Anspruch, ist dieser bereits im Preis inbegriffen. Ziehst Du allerdings auf eigene Faust um, musst Du einen entsprechenden Transporter extern mieten. Bezahlt wird dieser dann meist nach Größe und Mietdauer. Reduzierst Du beide, kannst Du viel Geld sparen. Das bedeutet: Schätze den Umfang Deines Mobiliars richtig ein, transportiere kleine Kartons lieber mit dem PKW und miete den kleinstmöglichen Transporter. Um die benötigte Größe so realistisch wie möglich einzuschätzen, kannst Du auf entsprechende Umzugsrechner im Internet zurückgreifen oder Dir bei einer kostenlosen Beratung durch einen Fachmann helfen lassen. Manchmal muss es dann gar nicht der Kleintransporter sein, sondern der Kombi Deines Schwagers ist vollkommen ausreichend. Mietest Du trotzdem extra ein Fahrzeug, versuch es erst kurz vor dem Umzug zu holen und anschließend direkt zurück zu bringen. Auch hier bist Du übrigens unter der Woche häufig günstiger dran als am Wochenende… Bestimmt ist in diesem Falle auch mein Tipp zum Low-Budget-Transporter aus dem Baumarkt für dich interessant!

3. An Kartons kannst Du sparen

Ja, die Umzugskartons sind ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, dabei brauchst Du diese nach Deinem Umzug eigentlich nicht mehr. Wieso also solltest Du viel Geld für Kartons ausgeben? Kleidung kannst Du auch in Wäschekörben transportieren und den Rest packst Du kurzerhand in Bananenkartons und Obstkisten. Diese sind häufig sogar stabiler als konventionelle Umzugskartons und zudem absolut kostenfrei. Frag einfach einmal in Deinem Supermarkt um die Ecke nach!

Lies dir auch unbedingt meine Tipps dazu durch, wie man Umzugskartons richtig packt, denn eins ist doch wohl klar: Nur wer das vorhandene Material optimal ausnutzt, der kann kräftig sparen!

4. Den Umzug steuerlich geltend machen

Auch der Staat greift Dir bei Deinem Umzug indirekt unter die Arme, indem Du einige der Umzugskosten von der Steuer absetzen kannst. Behalte daher unbedingt alle Quittungen auf. Ziehst Du als Senior aus gesundheitlichen Gründen um und kannst nachweisen, dass dadurch Deine Lebensbedingungen nachhaltig verbessert werden, hast Du gegenüber „normalen Umzüglern“ nämlich steuerlich zahlreiche Vorteile. Als Werbungskosten oder haushaltsnahe Dienstleistungen kannst Du dann folgende Umzugskosten bei Deiner nächsten Steuererklärung komplett geltend machen:

  • Ummeldegebühren
  • Kosten für den Auf- und Abbau von Haushaltsgeräten
  • Gebühren für Wohnungsannoncen
  • Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung
  • Verpflegungskosten und Trinkgeld für die Umzugshelfer (privat und beruflich) sowie die Möbelpacker

Ergänzende Informationen zum steuerlichen Abzug von Umzügen findest du auch in meinem Tipp zur Umzugskostenpauschale.

5. Zahlreiche Fördermöglichkeiten für Seniorenumzüge

Übrigens hast Du, je nachdem aus welchem Grund Du umziehst, eventuell Anspruch auf Fördergelder von Deiner Krankenversicherung, Pflegekasse oder dem Sozialamt. So werden nicht nur barrierefreie Umbauten von der KfW gefördert, auch gesundheitlich bedingte Umzüge oder der Umzug in ein Pflegeheim werden durch externe Gelder unterstützt. Frage hierfür am besten einmal bei Deiner Krankenkasse nach oder kontaktiere das ortsansässige Sozialamt.

Übrigens: Weitere Informationen zu dem Umzugskosten und andere Sparmöglichkeiten findest du auch in diesem Tipp.

Umzugskosten: Was kostet ein Umzug + Die besten Spar-Tipps?!

Umzugskosten: Was kostet ein Umzug + die besten Spar-Tipps

Die Kosten für einen Umzug können stark schwanken, je nachdem, wie viele Personen umziehen, wie viele Möbel transportiert werden müssen und wie weit das neue Zuhause entfernt ist. Es ist daher immer gut, bereits im Voraus die Kosten für den Umzug zu berechnen und die Finanzen sinnvoll einzuplanen. Denn wo hohe Kosten sind, kannst Du stets auch viel einsparen. Und du möchtest ja gewiss schon gerne frühzeitig wissen, ob Dich der Umzug 200 oder 2.000 Euro kosten wird, oder? Ich habe Dir deshalb hier alles rund um die Kosten für einen Umzug und hilfreiche Spar-Tipps zusammengetragen.

Welche Kosten kommen überhaupt auf Dich zu?

Die größte Schwierigkeit bei der frühzeitigen Kostenberechnung für einen Umzug liegt darin, alle Kostenfaktoren mit einzuberechnen und abschätzen zu können. Denn vom Makler bis zum Trinkgeld für Handwerker, fallen bei einem Umzug die unterschiedlichsten Kosten an, die wiederum individuell unterschiedlich sind. Hierzu gehören beispielsweise

  • Maklerkosten
  • Mietkaution
  • Renovierungskosten
  • Handwerkerlöhne
  • Trinkgelder
  • Verpflegung am Umzugstag
  • Verwaltungskosten bei den Behörden
  • Umzugskartons und Packmaterial
  • Kosten für Installateure oder Elektriker
  • Parkgebühren
  • Kosten für den Nachsendeauftrag
  • Ummeldung von Internet, Telefon, Strom und Gas
  • Kosten für ein professionelles Umzugsunternehmen
  • Miete eines Transporters oder LKWs für den Umzug
  • Engagieren von externen Umzugshelfern
  • Kaufen von Umzugskartons und Bücherkartons
  • uvm.

Wie kannst Du die Kosten kalkulieren?

Manche Kosten sind unvermeidbar, andere kannst Du guten Gewissens einsparen. Doch auch für einen Umzug in kompletter Eigenregie solltest Du rund 500 bis 1.000 Euro einplanen. Musst Du einen Sprinter mieten, so kommen noch einmal etwa 60 bis 90 Euro pro Tag hinzu, bei einem 2,4 Tonner liegen die Preise zwischen 120 und 190 Euro täglich. Zudem musst Du die Verpflegung der freiwilligen Helfer einberechnen. Du brauchst noch mehr Hilfe, möchtest aber das Geld für eine Spedition sparen? Dann hole Dir doch ein paar studentische Hilfskräfte für etwa zehn bis zwölf Euro pro Stunde. Mit einberechnen musst Du auch die Benzinkosten, Packmaterialien, Schönheitsreparaturen, wie das Streichen der Wände, und ein Polster von 150 Euro für unvorhergesehene Kosten. Bei einem Umzug geht schließlich einmal etwas zu Bruch.

Sobald Du ein professionelles Umzugsunternehmen beauftragst, wird der Umzug natürlich entsprechend teurer. In der Regel kannst Du dann aus verschiedenen Leistungspaketen wählen. Beim Full-Service-Angebot sind beispielsweise das Verpacken, Ab- und Aufbauen der Möbel mit dabei, doch Du kannst auch lediglich den Transport buchen. Manche Firmen bieten zudem weitere organisatorische Leistungen an, wie die Anmeldung der Parkverbotszone für den Umzugstag. Für eine realistische Kostenkalkulation solltest Du Dir von mehreren Umzugsunternehmen einen Kostenvoranschlag aufstellen lassen und diese vergleichen. Als groben Anhaltspunkt findest Du aber auch im Internet zahlreiche Umzugskostenrechner. So belaufen sich die geschätzten Kosten für ein Umzugsunternehmen bei einem Umzug mit 200 Kilometer Entfernung auf etwa

  • 950 Euro für 50 m²
  • 1.200 Euro für 80 m²
  • 1.375 Euro für 100 m²
  • 1.800 Euro für 150 m²

Wie kannst Du beim Umzug so richtig viel Geld sparen?

Der Vorteil ist: Wo hohe Kosten sind, kannst Du auch immer viel Geld sparen. Deshalb habe ich Dir nun die wichtigsten Spar-Tipps für Deinen Umzug zusammengetragen:

  1. Laderaum genau abschätzen: Je größer das Fahrzeug, desto höher sind nicht nur seine Mietkosten, sondern auch die für das Benzin aufgrund des höheren Verbrauchs. Manche Umzugsunternehmen bieten diesbezüglich einen kostenlosen Vor-Ort-Service an.
  2. Autovermietungen und Umzugsunternehmen vergleichen: Immer dann, wenn ein externer Dienstleister mit ins Spiel kommt, weil Du eine Spedition beauftragst oder einen Transporter mieten möchtest, solltest Du unbedingt mehrere Anbieter vergleichen. Lasse Dir von unterschiedlichen Firmen einen verbindlichen Kostenvoranschlag machen und entscheide Dich dann für das günstigste Angebot.
  3. Auch beim Packen kannst du bereits kräftig sparen! Verwende Materialien, die du kostenlos bekommst. Zum Beispiel Bananenkartons aus dem Supermarkt, sammele kostenlose Tageszeitungen um Material zum Umwickeln von zerbrechlichen Gegenständen zu haben und packe alles so clever zusammen, dass du wenige Kartons benötigst. Hier findest du Spartipps zum cleveren Packen der Umzugskartons und hier findest Infos dazu, wie viele Umzugskartons du für deinen Umzug brauchen wirst. Mit meinem Umzugskartonrechner kannst du zusätzlich schnell und einfach bestimmen, wieviele Kartons du beschaffen musst.
  4. Den richtigen Zeitraum wählen: Die Kosten für eine Spedition oder Autovermietung hängen auch stark vom Wochentag ab. Am Wochenende beispielsweise, ziehen immer viele Menschen um. Ebenso zum Ende und zur Mitte eines Monats, da der Mietbeginn in der neuen Wohnung in der Regel am 1. oder 15. datiert ist. Wenn Du diese Zeiträume also meidest, kannst Du von besonders günstigen Sonderangeboten profitieren.
  5. Schönheitsreparaturen vermeiden: Dein Mietvertrag regelt, ob und inwiefern Du Schönheitsreparaturen beim Auszug aus der alten Wohnung vornehmen musst. Manchmal wurde auch eine anteilige Kostenübernahme für Renovierungskosten vereinbart, dies ist jedoch eher der Sonderfall. Normalerweise musst Du beim Auszug nicht viel mehr machen, als die Wände und eventuell die Decken zu streichen, die Farbe dafür kostet nur rund 25 Euro. Verlangt der Vermieter mehr, so informiere Dich noch einmal ausführlich über Deine Rechte und Pflichten. Viele der Klauseln sind nach dem neuesten Recht nämlich ungültig. So kannst Du die Kosten und den Aufwand für unnötige Schönheitsreparaturen vermeiden.
  6. Strom- und Gasanbieter vergleichen: Bei einem Umzug hast Du normalerweise ein Sonderkündigungsrecht bei dem jeweiligen Strom- und Gasanbieter. Das ist doch die perfekte Gelegenheit, wieder einmal die aktuellen Tarife zu vergleichen, bevor Du neue Verträge abschließt. Dies kann Einsparungen von mehreren Hundert Euro pro Jahr bedeuten.
  7. Günstige Hilfskräfte suchen: Wenn Du noch Bedarf an Hilfskräften hast, gibt es auch günstigere Varianten als das professionelle Umzugsunternehmen. Im Internet beispielsweise, tummeln sich zahlreiche Studenten, die sich gerne etwas als Möbelpacker dazu verdienen würden. Hier musst Du jedoch auf eine ausreichende Versicherung aller Beteiligten achten. Auf Nummer sicher kannst Du beispielsweise auch mit Zeitarbeitern gehen. Hier übernimmt in der Regel die Leiharbeitsfirma selbst das Organisatorische sowie die Versicherungen und Du fährst immer noch deutlich günstiger als mit der Spedition. Am Trinkgeld und der Verpflegung jedoch, solltest Du nicht sparen.
  8. Umzug steuerlich absetzen: Zuletzt kannst Du einige der Umzugskosten auch noch absetzen und so am Ende des Jahres Steuern sparen. Wichtig ist, dass Du Dir deshalb jede Leistung quittieren lässt und die Belege unbedingt aufbewahrst. Bei einem beruflich bedingten Umzug beispielsweise, kannst Du viele Kosten als Werbungskosten in voller Höhe ansetzen und auch bei privaten Umzügen lässt sich Geld über die „haushaltsnahe Dienstleistungen“ wieder reinholen (z.B. für das Umzugsunternehmen oder Handwerker). Die Transport-, Makler- und Reisekosten lassen sich (bei einem beruflichen Umzug) zudem auch als Werbungskosten geltend machen und selbst bis zu sechs Monatsmieten für die alte und bis zu drei Mietzahlungen für die neue Wohnung lassen sich so ebenfalls steuerlich absetzen, wenn der Mietvertrag nicht rechtzeitig gekündigt werden konnte. Auch 75 Prozent der Kosten für Deinen neuen Herd kannst Du beim Finanzamt einreichen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Spaß beim Umziehen und Sparen…