Checkliste für Deinen Umzug ins Studentenwohnheim

Vielleicht ist ein Umzug ins Studentenwohnheim auch für Dich die richtige Wahl. Denn bezahlbarer Wohnraum ist in vielen Städten so knapp, dass nicht nur Studenten darunter leiden. Im Wohnheim kommst Du meist nicht nur günstig unter, sondern findest gleich auch noch Anschluss. Außerdem bietet das Wohnheim den Vorteil, dass Du keinen eigenen Internet– oder Stromvertrag mit den örtlichen Versorgern abschließen musst, die Du dann später vielleicht nur schwer wieder loswirst. Allerdings musst Du Dich gerade beim zu Verfügung stehenden Platz auf deutliche Einschränkungen gefasst machen. Während Du bei Deinen Eltern vielleicht in einem riesigen Zimmer gewohnt hast, musst Du im Studentenwohnheim wahrscheinlich auf eher beengtem Raum leben, der jedoch entsprechend billig ist, und Dir wohlmöglich sogar eine Küche und gemeinschaftliche Waschräume mit den anderen Studenten teilen. Es hat alles also sein Vor- und Nachteile. Sofern Du Dich allerdings schon für das Leben in einem Studentenwohnheim entscheiden hast, möchte ich Dir heute verraten, wie Du Dich auf diesen Schritt am besten vorbereiten kannst.

Sichere Dir frühzeitig Deinen Platz

Aufgrund des Wohnungsnotstands in vielen deutschen Fachhochschul- und Universitätsstädten geht auch das Gerangel um die Plätze im Studentenwohnheim meist schon früh los. Für Dich bedeutet das, dass Du am besten schon vor Deiner Bewerbung an einer Universität oder Fachhochschule überlegen solltest, ob diese ein Studentenwohnheim zu bieten hat und, ob Du dort wohnen möchtest. Sobald Du dann angenommen wurdest, kannst Du Dich sofort um einen solchen Platz bewerben, ohne unnötig Zeit zu verlieren. Doch auch wenn Du erst einmal keinen Platz im Studentenwohnheim bekommst, solltest Du Die Hoffnung noch nicht aufgeben. Es gibt immer wieder Studenten, die Ihren Platz im Wohnheim doch nicht benötigen und diesen dann inserieren – zum Beispiel im Internet oder am schwarzen Brett der Uni oder Hochschule. Halte die Augen also offen! Alternativ kannst Du Dir mit ein wenig Glück vielleicht auch über das Losverfahren den heiß ersehnten Platz im Wohnheim sichern.

Checkliste, was Du alles ins Studentenwohnheim mitnehmen solltest

Ist Dir Dein Platz erst einmal sicher, dann solltest Du Dich erkundigen, ob Dir Dein Zimmer möbliert oder unmöbliert zur Verfügung gestellt wird. Meist handelt es sich um möblierte Wohnräume, so dass Du größere Möbel nicht selbst mitbringen musst. Um jedoch für mehr Komfort zu sorgen und Dich in Deinem neuen Zuhause so wohl wie möglich zu fühlen, kann es sinnvoll sein, wenn Du Dir einen separaten Matratzen-Topper kaufst. So musst Du nicht unmittelbar auf einer gebrauchten Matratze schlafen. Putzzeug und Desinfektionsmittel sowie Handschuhe dürfen ebenfalls nicht fehlen, damit Du Dein Zimmer erst einmal gründlich selbst von den letzten Spuren Deiner Vorgänger bereinigen kannst, um Dich einfach wohler dort zu fühlen.

Hausschuhe für den Sommer und Winter sind ebenfalls ein Muss, da ich Dir nicht anraten würde, jemals barfuß über den Flur im Wohnheim zu huschen – auch wenn Du vielleicht nur einen Studienkollegen im Nebenzimmer besuchen willst. Vorhänge, Lampen und jede Menge Poster sowie ein paar Kerzen können für einen persönlichen Touch im sonst so sterilen Wohnheim sorgen. Vielleicht stellst Du Dir auch einen kleinen Kühlschrank in Dein Zimmer, um Deine Lebensmittel fernab der Gemeinschaftsküche aufbewahren zu können. Dies hängt jedoch von den örtlichen Gegebenheiten ab. Auch die folgende Liste beinhaltet viele nützliche Dinge, welche Du bei Deinem Umzug ins Wohnheim sicherlich sehr gut gebrauchen kannst:

  • Bettzeug
  • Handtücher
  • Mülleimer
  • Besen
  • Handfeger
  • Staubsauger
  • Geschirr, Töpfe, Kochutensilien und eine komplette Küchenausstattung – abhängig von Deinem Wohnheim
  • Pflaster
  • Reiseapotheke
  • Kopfschmerztabletten
  • Ohrenstöpsel – falls es doch mal laut wird und Du Dich beim Lernen sonst nicht konzentrieren kannst
  • Taschentücher
  • Wasserkocher für Tee, Instant-Kaffee oder Fertigsuppen
  • Toilettenpapier
  • Küchenrolle
  • feuchte Desinfektionstücher
  • Aufbewahrungsdosen
  • Verlängerungsschnur
  • Caddy für Dein Duschzeug, falls es Gemeinschaftsduschen gibt
  • Bademantel
  • Wäschekorb
  • Waschmittel
  • Mikrowelle

Umbaumaßnahmen vor dem Umzug in eine behindertengerechte Wohnung

Die Suche nach einer behindertengerechten Wohnung gestaltet sich in vielen Orten Deutschlands gar nicht so einfach. Denn bezahlbarer Wohnraum ist ohnehin Mangelware und nur wenige Vermieter nehmen die zusätzlichen Kosten auf sich, um eine Wohnung barrierefrei zu gestalten. Daher bleibt vielen Menschen mit Behinderungen oftmals nichts anderes übrig, als mehr oder weniger umfangreiche Umbaumaßnahmen selbst in Angriff zu nehmen. Abhängig davon, ob es sich dabei um ein Mietobjekt oder Wohneigentum handelt, gelten bei diesen Umbaumaßnahmen natürlich andere Spielregeln, auf die ich Dich nun aufmerksam machen möchte.

Barrierefreie Umbauten in einer Mietwohnung

Wenn größere Umbaumaßnahmen erforderlich sind, um Deine Wohnung behindertengerecht und/oder barrierefrei zu gestalten, ist natürlich das Einverständnis des Vermieters erforderlich. Schließlich handelt es sich um sein Eigentum, welches im Zuge des Umbaus baulich verändert werden soll. Die Zustimmung solltest du also frühzeitig einholen, da ein Umzug in die jeweilige Wohnung für Dich wahrscheinlich sonst ohnehin nicht infrage kommt. Dabei kann der Vermieter die Umbaumaßnahmen zwar unter bestimmten Voraussetzungen ablehnen, muss laut Angaben des Deutschen Mieterbunds jedoch in den meisten Fällen zustimmen. Darunter fallen zum Beispiel folgende Renovierungs- und Umbauarbeiten:

  • Treppenlifteinbau
  • Verbreiterung der bestehenden Türdurchgänge
  • Umbau der bestehenden sanitären Anlagen

Die Abstimmung mit dem Vermieter ist unerlässlich

Bedenke dabei auch, dass Du als Mieter die Kosten für den Umbau zu tragen hast. Außerdem solltest Du Dich bereits jetzt darauf einstellen, dass Du die Modernisierungs- und Umbaumaßnamen bei Deinem Auszug wieder rückgängig machen musst, was ebenfalls mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Der Vermieter kann nämlich darauf bestehen, dass Du seine Wohnung so hinterlässt, wie Du sie ursprünglich übernommen hast. Für Dich bedeutet dies auch, dass Du wahrscheinlich eine Zeit lang doppelt Miete zahlen musst. Denn der Umbau kann erst anfangen, wenn Du die Wohnung bereits angemietet hast. Während des Umbaus kannst Du allerdings nicht in jedem Fall bereits in der Wohnung leben. Bei der Realisierung der Baumaßnahmen genießt Dein Vermieter zudem ein gewisses Mitspracherecht. Die detaillierte Planung der Baumaßnahmen sollte also in enger Abstimmung mit deinem Vermieter erfolgen. Während dieser Planungsphase kann es jedoch dazu kommen, dass Dein Vermieter einen berechtigten Widerspruch gegen den Umbau einlegt,

  • wenn Sicherheitsbestimmungen verletzt werden oder
  • falls der Wert des Hauses durch die Baumaßnahmen gemindert werden könnte.

Somit ist es also besonders wichtig, dass Du Dich mit Deinem Vermieter abstimmst, falls Du einen behindertengerechten oder barrierefreien Umbau Deiner Mietwohnung planst.

Planung von Umbaumaßnahmen bei Wohneigentum

Falls Du Dein Haus oder Deine Eigentumswohnung behindertengerecht umbauen möchtest, musst Du hingegen nur die gängigen Bauvorschriften beachten. Dabei kannst Du Dich mittels der DIN-Norm 18040 über die Möglichkeiten des barrierefreien und behindertengerechten Bauens informieren. Dieses Dokument gilt als nützliche Orientierungshilfe. Die angestrebten Baumaßnahmen sind natürlich vor allem davon abhängig, ob es sich um einen Neubau oder den Umbau eines bestehenden Objektes handelt. Bei einem Neubau solltest Du Dich am besten für einen möglichst großzügigen Grundriss entscheiden und alle Lichtschalter, Armaturen und Heizungsregler etc. direkt in der geeigneten Höhe anbringen lassen. Ein offenes Wohnkonzept trägt außerdem dazu bei, dass Du nachträglich einfacher bauliche Veränderungen umsetzen kannst, die in Zukunft vielleicht dringend erforderlich werden. Ein Treppenlift, Trennwände oder Ähnliches lassen sich somit leichter einbauen. Beim Umbau eines bestehenden Objektes bist Du hingegen eingeschränkt, da nicht alle Umbaumaßnahmen in Anbetracht der örtlichen Gegebenheiten überhaupt möglich sind. Hier ist Expertenrat also Gold wert. Bevor Du Deine Umbaumaßnahmen im Detail planst und in der Praxis umsetzt, kann es zudem sinnvoll sein, wenn Du Dich über die folgenden Finanzierungsmöglichkeiten informierst:

  • Wohnbauförderung auf Länderebene
  • Umzugsbeihilfe für Behinderte, die auch Umbaumaßnahmen beinhaltet
  • KfW-Kredit

Den Vermieter richtig ins Boot holen

Wie ich dir oben bereits erklärt habe, sind Umbaumaßnahmen bei einem Auszug normalerweise wieder rückgängig zu machen. Das heißt, du hast doppelte Kosten: Zum Einen musst du die Umbauten bezahlen, zum Anderen musst du beim Auszug unter Umständen alles wieder zurückbauen. Doch, wer geschickt verhandelt, der kann eventuell Kosten sparen und den Vermieter mit ins Boot holen. Behindertengerechte Wohnungen sind nämlich in Deutschland immer noch Mangelware! Gut umgebaute Wohnungen können daher auch mit höheren Mieten vermietet werden. Genau das sollte dein Argument im Gespräch mit dem Vermieter sein! Wenn du ihn von der Notwendigkeit des Umzugs in Kenntnis setzt und bei Ihm das Einverständnis einholst, dann solltest du im Gespräch unbedingt für dein Vorhaben werden und Ihm das Ganze so verkaufen, dass er mitkriegt, dass durch den Umbau eine echte Wertsteigerung seiner Immobilie erfolgt! Selbst wenn du mal ausziehst, sollte er Interesse daran haben die Umbauten nicht zurückbauen zu lassen, sondern die Wohnung zu einem höheren Kurs vermieten zu können.

Mit dieser Argumentation schaffst du es vielleicht, den Vermieter an den Umbaukosten zu beteiligen und gleichzeitig die Kosten für den Rückbauch bei Auszug zu sparen. In diesem Falle solltest du aber alles schriftlich festhalten. Da nach dem Auszug das Inventar (z.B. ein Treppenlift) aber bei diesen Vereinbarungen im Haus verbleibt und du ja (zumindest teilweise) die Kosten für den Umbau übernommen hast, sollte zudem klar sein, dass ein Auszug nicht so schnell vor der Tür steht. Ggf. lässt sich auch dazu etwas im Mietvertrag verankern.

Ziehst du direkt in eine barrierefreie Wohnung um, dann solltest prüfen, ob für deinen Umzug nicht Umzugsbeihilfe gewährt werden kann.

So findest Du eine behindertengerechte Wohnung

Eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist in den meisten deutschen Städten gar nicht so leicht. Wenn es sich dann aber auch noch um eine behindertengerechte Wohnung handeln muss, wird die Wohnungssuche gleich zu einer noch größeren Herausforderung.

Ich muss dir an dieser Stelle also bereits sagen, dass durchaus eine große Portion Glück mit dazu gehört, wenn du als Rollstuhlfahrer die passende Wohnung finden möchtest. Denn behindertengerechten Wohnraum gibt es leider nicht wie Sand am Meer. Daher kann es sinnvoll sein, eine Wohnung anzumieten, die zwar noch nicht perfekt ist, aber mit kleineren Umbaumaßnahmen oder den entsprechenden Hilfsmitteln behindertengerecht ausgestattet werden kann. So lässt sich meist deutlich schneller eine neue Wohnung für Menschen mit Behinderung finden als auf anderen Wegen. Dennoch sollen die folgenden Tipps dir bei der Wohnungssuche helfen.

Wohnungssuche für Menschen mit Behinderung – darauf gilt es zu achten

Auf der Suche nach einer barrierefreien oder behindertengerechten Wohnung wirst du unter Umständen leider Abstriche machen müssen. Denn die Barrierefreiheit deiner Wohnung wird bei der Wohnungssuche zum wichtigsten Kriterium, während andere Wünsche, wie zum Beispiel die Hoffnung auf einen großen Balkon oder eine 1A-Lage, sich unter Umständen hinten anstellen müssen. Zum Teil ist bei einer behindertengerechten Wohnung auch mit höheren Mietkosten zu rechnen, da der Vermieter entsprechend mehr Kosten aufwenden muss, um zum Beispiel das Badezimmer barrierefrei zu gestalten. Dies macht sich dann durch einen höheren Mietpreis bemerkbar. Dabei sind Anpassungen an der Wohnung nicht nur im Bereich des Bads erforderlich, um diese behindertengerecht zu machen. Denn auch in den folgenden Bereichen sind Änderungen nötig:

  • Breite der Türen
  • Schwellen
  • Höhe der Küchenarbeitsplatte
  • Höhe der Türklinken
  • Grundriss insgesamt (zum Beispiel ausreichend Platz in allen Räumen für einen Rollstuhlfahrer)
  • Möglichkeit, die Wohnung über einen Lift oder eine Rampe zu erreichen

Tipps für die Wohnungssuche

Angesichts all dieser Anforderungen, denen deine neue Wohnung gerecht werden muss, solltest du am besten einen langen Atem beweisen. Denn auch wenn die deutsche Bevölkerung im Schnitt immer älter wird, stellen sich die Bauträger erst langsam auf den gesteigerten Bedarf ein. Derartige Wohnungen sind in vielen Orten Deutschlands also leider noch immer Mangelware. Allerdings kannst du dich vor Ort gezielt an die zuständige Wohnungsbaugesellschaft wenden, denn sie führt meist eine spezielle Kartei solcher Objekte. Die Wohnungsbaugesellschaft kann dir dann also helfen, den Kontakt mit den Eigentümern derartiger Wohnungen oder gemeinnützigen Organisationen, die dich bei der Suche unterstützen können, herzustellen. Vor allem die Mitarbeiter der kommunalen Wohnberatung können dir in dieser Hinsicht weiterhelfen, damit die Suche nach einer behindertengerechten Wohnung am Ende nicht zum blanken Alptraum wird.

Umfassende Hilfsangebote bei Wohnungssuche, -umbau und Umzug

Die Wohnberatungsstelle kann dir nicht nur bei der Wohnungssuche behilflich sein, sondern auch bei möglichen Umbaumaßnahmen unter die Arme greifen, um deine neue Wohnung überhaupt erst barrierefrei und behindertengerecht zu gestalten. Inzwischen gibt es auch immer mehr Immobilienbörsen im Internet, welche die gezielte Suche nach einer behindertengerechten Wohnung möglich machen. Somit kannst du mit wenigen Mausklicks sehen, wie viel derartiger Wohnraum in deiner Stadt überhaupt zur Verfügung steht und in diesem Zusammenhang auch die Preise vergleichen. Wenn dann der eigentliche Umzug in deine neue, behindertengerechte Wohnung ansteht, ist eine Umzugsbeihilfe unter Umständen möglich, um dir deinen Umzug finanziell zu erleichtern.

Umzug während der Schwangerschaft – Hilfreiche Tipps

Ein Umzug während der Schwangerschaft ist alles andere als ein gewöhnlicher Umzug. Dennoch suchen viele Paare sofort nach einer größeren Wohnung oder einem Haus, wenn sie erfahren, dass sie Nachwuchs erwarten. Schließlich soll die junge Familie ausreichend Platz haben. Dabei solltest du gut überlegen, ob du dir einen Umzug während der Schwangerschaft wirklich zumuten möchtest. Denn selbst dann, wenn du ein Umzugsunternehmen mit einem Komplettumzug beauftragst und dich nicht einmal um das Kistenpacken selbst kümmern musst, ist ein Umzug immer noch mit viel Stress verbunden. Schließlich kann ein Umzug nicht nur körperlich, sondern auch emotional belastend sein. Wie ein stressfreier Umzug in der Schwangerschaft dennoch gelingen kann, möchte ich dir jetzt verraten.

Mute dir nicht zu viel zu

Unabhängig davon, in welchem Stadium deiner Schwangerschaft du dich gerade befindest, solltest du keine schweren Gegenstände heben oder tragen. Ein Umzugskarton, der meist um die 15 Kilogramm wiegt, ist also definitiv viel zu schwer für dich. Auch wenn du dich eigentlich noch fit fühlst und gerade am Anfang deiner Schwangerschaft noch sehr ehrgeizig bist, solltest du lieber die Finger von den Umzugskartons lassen. Die Aufgabe des Packens darfst du also getrost an die folgenden Personen abgeben:

Kartons schonend packen

Wenn du deine Kisten unbedingt selbst packen möchtest, solltest du dich dabei nicht zu tief bücken müssen. Stelle die Kartons zudem an einem Ort auf, von dem du sie später nicht mehr wegbewegen musst. So kannst du eine Kiste nach der anderen langsam mit deinem Hab und Gut befüllen, ohne die Kisten selbst schleppen zu müssen. Wenn du mit einem Umzugskarton fertig bist, verschließt du diesen einfach und stellst den nächsten Karton auf die bereits gefüllte Kiste. Nun kannst du zumindest leichte Sachen munter weiter in deine Umzugskartons packen. Allerdings solltest du dir auch hierbei nicht zu viel vornehmen und regelmäßige Pausen einliegen. Das kann auch bedeuten, dass du dir eine Liegepause gönnst. Wahrscheinlich wirst du schnell merken, dass dir das Strecken und Bücken als Schwangere doch etwas schwerer fällt. Während du die Kisten befüllst, solltest du diese oben und seitlich beschriften, damit sie in der neuen Wohnung gleich dem richtigen Raum zugeordnet werden können. Denn während du dich auf dein Baby vorbereitest, gibt es ohnehin viel zu bedenken, sodass es sinnvoll ist, jegliche unnötige Zusatzarbeit von Anfang zu vermeiden.

Diese Aufgaben solltest du besser anderen überlassen

Doch mit dem Packen der Umzugskartons allein ist es bei deinem Umzug nicht getan. Schließlich will die alte Wohnung vor der Wohnungsübergabe geputzt und renoviert werden und in der neuen Wohnung willst du vielleicht auch noch tapezieren oder einen neuen Boden verlegen. Vor allem die Renovierungsarbeiten solltest du allerdings jemand anderem überlassen. Denn gefährliche Kletterpartien auf einer Leiter sind ebenso wenig etwas für Schwangere wie die chemischen Dämpfe, die ein frisch gestrichenes Zimmer verströmt. Natürlich kannst du die Wandfarbe, Tapeten oder den neuen Boden aussuchen, aber die praktische Umsetzung der Renovierungsmaßnahmen darfst du dann gerne dem werdenden Papa, euren Freunden, der Familie oder professionellen Handwerkern überlassen. Auch der Großputz der alten Wohnung nach dem Auszug kann sehr anstrengend für dich als Schwangere sein und viele Putzmittel sind für werdende Mamas alles andere als ungefährlich.

Unterstützung beim Putzen

Zum Glück gibt es im Internet inzwischen aber viele professionelle Anbieter, sodass du dir einen Putztrupp kinderleicht auch nur für ein paar Stunden ins Haus kommen lassen kannst. Auch wenn dein Umzug in der Schwangerschaft unter Umständen etwas teurer werden könnte, da du wahrscheinlich auf mehr professionelle Hilfe angewiesen sein wirst, ist dies für dich und dein Kind die bessere Wahl. Im Übrigen kannst du diese haushaltsnahen Dienstleistungen dann im kommenden Jahr bei der Steuer geltend machen, sodass die Ausgabe nicht ganz so stark auf dein Haushaltsbudget schlägt.

Weitere Tipps für einen stressfreien Umzug während der Schwangerschaft

Damit ein Umzug während der Schwangerschaft für dich möglichst stressfrei verläuft, sollte dieser so früh wie möglich erfolgen. Denn sonst überkommt dich am Ende vielleicht die blanke Panik, weil du fürchtest, dass du vor der Geburt deines Kindes eventuell nicht mit allem fertig werden könntest. Diesen Stress solltest du dir und deinem Baby besser ersparen. Außerdem kann es sinnvoll sein, wenn du eine Prioritäten- und Aufgabenliste erstellst. So kannst du sichergehen, dass du nichts vergisst und alle Aufgaben entsprechend im Freundes- und Bekanntenkreis oder an professionelle Helfer verteilen. Allerdings solltest du auch wissen, dass du wahrscheinlich einige Abstriche machen musst. Wenn du dich gleich darauf einstellst, dass du eben nicht alle Kisten sofort auspacken und nicht alle Bilder sofort aufhängen wirst, ersparst du dir viel Stress. Konzentriere dich lieber darauf, dass du vor allem das Kinderzimmer zuerst herrichtest, während andere Dinge auch liegenbleiben können.

Nach Hilfe fragen kostet nichts

Denn selbst wenn dein Nestbautrieb um sich greift und du gerne alles schön haben möchtest, bevor das Baby kommt, ist es doch wichtiger, dass es dir und deinem Baby gut geht. Nimm dir also besser nicht zu viel in einer zu kurzen Zeit vor. Bei deiner Planung, wann welche Schritte erledigt sein sollen, kannst du eben nicht davon ausgehen, dass du den gleichen Einsatz erbringen kannst, wie das vor deiner Schwangerschaft noch möglich gewesen wäre. Während des Umzugs bist du also vor allem für die Planung zuständig und ansonsten lautet die Devise: So viel wie möglich delegieren. Wichtig ist dabei vor allem, dass du dich nicht stressen lässt und lieber ein Mal zu viel um Hilfe bittest als ein Mal zu wenig. Dein Körper und dein noch ungeborenes Kind werden es dir mit Sicherheit danken.

Tipps für die Einweihungsparty in Deiner neuen Wohnung

Wenn der Umzug endlich geschafft ist und Du Dich in Deiner neuen Wohnung eingelebt hast, ist Dir gewiss nach Feiern zumute. Da bietet sich bei einer Einweihungsparty die wunderbare Gelegenheit, mit den neuen Nachbarn auf eine gute Nachbarschaft anzustoßen und so vielleicht direkt neue Freunde zu finden. Außerdem ist eine Einweihungsparty perfekt, um Dich im gleichen Atemzug für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, die im Rahmen Deines Einzugs vielleicht entstanden sind. Auch wenn Du nur ein paar Straßen weiter gezogen bist, stellt eine Einweihungsparty eine tolle Möglichkeit dar, wie Du Dich bei Deinen Umzugshelfern gebührend für die geleistete Arbeit bedanken kannst. Doch was musst Du beachten, damit Deine Einweihungsparty zum Erfolg wird? Ich verrate Dir nachfolgend, wie Du am besten auf gute Nachbarschaft und Deine neue Wohnung anstoßen kannst.

Wen solltest Du einladen?

Wenn Du in eine völlig neue Stadt gezogen bist, sind es vor allem Deine Nachbarn, die Du zu Deiner Einweihungsparty einladen solltest. Alle Bewohner aus dem ganzen Haus einzuladen, wäre allerdings übertrieben. Beschränke Dich also auf die Nachbarn, die Dir wahrscheinlich am häufigsten über den Weg laufen werden. Natürlich kannst Du neben den Bewohnern Deines Flurs oder Stockwerks auch noch nette Nachbarn von anderen Etagen einladen, wenn diese Dir bereits begegnet sind. Falls Du frisch in ein Einfamilienhaus eingezogen bist, sprichst Du am besten eine Einladung an die Nachbarn aus den umliegenden Häusern aus. Falls nichts gegen ein privates Treffen mit den Kollegen spricht, kannst Du ausgewählte Kollegen gerne einladen. Freunde und Familie aus der Region dürfen bei Deiner Party natürlich auch nicht fehlen.

Vielleicht entscheidest Du Dich aber auch dazu, zwei separate Partys zu veranstalten. Deinen Eltern kannst Du Deine neue Wohnung zum Beispiel auch zu einem anderen Zeitpunkt bei Kaffee und Kuchen zeigen und lädst Sie daher wohlmöglich nicht ein, wenn Du den Einzug mit Deinen Freunden ausgelassen und feucht-fröhlich feiern möchtest. Natürlich sollten die fleißigen Umzugshelfer aus Deinem Freundes- und Bekanntenkreis zu den Ehrengästen bei Deiner Einweihungsparty zählen!

Wann soll Deine Einweihungsparty wo steigen?

Freitag- oder Samstagabend sind ideal für Deine Einweihungsparty, da die meisten Menschen am nächsten Tag frei haben und sich so von den Feierlichkeiten erholen können, bevor die nächste Arbeitswoche startet. Dabei ist Samstag wahrscheinlich der bessere Tag für eine Einweihungsparty, da Du so im Laufe des Tages noch ausreichend Zeit hast, um alle nötigen Besorgungen zu erledigen. Wenn Du lieber zu Kaffee und Kuchen einladen möchtest, um Deinen Umzug zu feiern, dann ist der Sonntagnachmittag eine ebenso gute Wahl. Bei einer Feier in den Abendstunden solltest Du darauf achten, dass die Musik nach 22 Uhr die Zimmerlautstärke nicht überschreitet und Du so nicht gleich Ärger mit Deinen Nachbarn wegen Lärmbelästigung bekommst. Es empfiehlt sich zudem, einen Zettel im Hausflur aufzuhängen, der auf Deine Party verweist. Die Nachbarn, die mit Dir feiern, werden sich natürlich nicht über eine Ruhestörung beschweren. Vielleicht kannst Du jedoch in Erfahrung bringen, ob es auch Nachbarn gibt, die das nicht so locker sehen, um mögliche Probleme von Anfang an zu vermeiden. Falls Du nicht in Deiner Wohnung feiern möchtest und über einen Garten verfügst, bietet sich eine (Grill-)Party draußen an, vor allem natürlich in den warmen Sommermonaten.

Richtig zur Einweihungsparty einladen

Damit Deine Einweihungsparty zum durchschlagenden Erfolg wird, solltest Du Deine Gäste mindestens eine Woche im Voraus einladen. Während Du Deine Freunde und Umzugshelfer auch per WhatsApp, SMS, Telefon, mündlich oder per E-Mail einladen kannst, kommt eine gedruckte Einladung bei Deinen neuen Nachbarn bestimmt sehr gut an. Am besten stellst Du Dich, die anderen Personen und eventuell auch die Haustiere, die zusammen mit Dir in die Wohnung eingezogen sind, kurz vor. Eine Prise Humor und ein nettes Foto von allen Bewohnern kann auf der Einladung nicht schaden. Außerdem sollten die folgenden Informationen enthalten sein:

• Wann die Party steigt (Datum oder Uhrzeit)
• Wo die Einweihungsparty stattfindet (bei Dir in der Wohnung oder im Garten)
• Ob bzw. dass Du für Getränke (und Essen) sorgen wirst
• Ob es sich um eine Mottoparty handelt

Falls Du in der Tat eine Mottoparty planst, weil Halloween oder der nächste Fasching passenderweise kurz bevorstehen, sollten Deine Gäste jedoch frei entscheiden dürfen, ob sie sich verkleiden möchten oder nicht. Während Du Getränke, Dekorationen und vielleicht auch Speisen bereitstellst, die zum Motto der Party passen, darf ein Kostüm keine Pflicht sein.

Für Speis, Trank und Musik sorgen

Essen, Getränke und Musik – neben netten Leuten und guter Laune sind dies die wichtigsten Zutaten für eine gelungene Party. Da die Geschmäcker verschiedenen sind, fährst Du am besten eine Reihe von verschiedenen Partyklassikern auf. Chips, Salzstangen, Gummibärchen, Nudelsalat, Gemüsesticks zum Dippen, Erdnüsse, Kartoffelsalat und Würstchen sowie Baguette und Käse stehen dabei hoch im Kurs. Da Du nicht sicher wissen kannst, ob einer Deiner Gäste nicht doch Vegetarier ist, sollest Du zumindest ein oder zwei vegetarische Optionen bereithalten. Eine Auswahl an Sekt, Bier, Wein und ein paar selbst kreierten Cocktails sorgen zusammen mit Wasser und anderen Softdrinks dafür, dass für das leibliche Wohl Deiner Gäste gesorgt ist. Genügend Servietten, Plastikbesteck und Wegwerfteller solltest Du außerdem zur Hand haben. Gleiches gilt für Papp- oder Plastikbecher. Die Musik darfst Du ebenfalls auf keinen Fall vergessen, um die Stimmung ein wenig anzuheizen. Am besten legst Du Dir bereits vor Deiner Einweihungsparty eine Playlist zurecht, die dann den ganzen Abend im Hintergrund spielen kann. Oder Du fragst einen Freund, ob er für einen Abend DJ spielen möchte. So gelingt Dir Dein Einstand in Deiner neuen Wohnung ganz bestimmt!

Mietkaution Teil 1: Höhe, Regeln und Rechte

Bei dem Umzug in eine Mietwohnung fordert der Vermieter in der Regel die Hinterlegung einer Mietkaution. Je nach Höhe der Miete, sind das hunderte oder gar mehrere tausend Euro. Für viele Mieter ist die Kaution daher einer der größten Kostenfaktoren bei einem Umzug. Nicht jeder kann sich so eine üppige Mietkaution leisten und wenn doch, so gibst Du bestimmt nicht gerne so viel Geld aus der Hand, ohne zu wissen was schlussendlich damit passiert. Ich erkläre Dir deshalb heute im ersten Artikel zur Mietkaution, wofür diese ist, welche Regeln der Vermieter zu beachten hat und welche Deine Rechte als Mieter sind.

Wofür ist eigentlich so eine Mietkaution?

Die Mietkaution stellt für den Vermieter eine finanzielle Sicherheit dar. Solltest Du irgendwann einfach Deine Miete nicht mehr bezahlen, beim Auszug Nebenkostenschulden hinterlassen oder die Wohnung in einem renovierungsbedürftigen Zustand zurückgeben, kann der Vermieter diese Unkosten durch die Mietkaution auffangen.

Musst Du zwingend eine Mietkaution hinterlegen?

Nein! Prinzipiell handelt es sich bei der Mietkaution um eine freiwillige Leistung. Als Mieter bist Du nicht dazu verpflichtet, allerdings steht es dem Vermieter dann natürlich frei, die Wohnung an einen anderen Mieter zu vergeben. In der Regel hast Du daher keine große Wahl, wenn es um die Hinterlegung der Mietkaution geht. Zudem verlangt heutzutage beinahe jeder Vermieter eine Kaution. Sinn macht es da eher, über die Höhe oder Art der Kaution zu verhandeln. Welche Alternativen es zur Mietkaution gibt, erfährst Du im zweiten Artikel dieser Reihe.

Ist die Höhe der Kaution gesetzlich geregelt?

Hinsichtlich der Höhe der Mietkaution gibt es keine festgesetzte Regel. Was es jedoch gibt, ist die Obergrenze von drei Nettokaltmieten. Das bedeutet, Dein Vermieter darf für die Mietkaution jeden Betrag zwischen null Euro und drei Nettokaltmieten verlangen. Darunter zu verstehen ist lediglich die im Mietvertrag festgehaltene Kaltmiete für Deine angemieteten Wohnräume, exklusive Neben- oder Sonderkosten. Bei Verträgen mit reiner Angabe der Warmmiete, muss der „warme“ Kostenanteil geschätzt und herausgerechnet werden. Hast Du zu viel bezahlt, kannst Du den Restbetrag zurückverlangen. Steigen im Laufe der Jahre, in welchen Du die Mietwohnung nutzt, die Mietpreise, musst Du Deine Kaution nicht erhöhen. Es gilt die Nettokaltmiete zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung.

Ist eine Ratenzahlung möglich?

Drei Monatskaltmieten? Die hat man nicht immer gleich zur Hand und das ist auch absolut nicht ungewöhnlich. Du hast deshalb gemäß §551 Abs. 2 BGB das Recht, die Mietkaution in drei gleichen Monatsteilbeträgen zu entrichten. Bespreche dies im Voraus mit Deinem Vermieter und sorge dafür, dass eine entsprechende Klausel im Mietvertrag festgehalten ist.

Wird die Mietkaution zurückgezahlt?

Als reine Kautionszahlung muss Dir der Vermieter beim Auszug die Mietkaution natürlich zurückzahlen. Hierfür hat er bis zu sechs Monate Zeit, um noch eventuell ausstehende Nebenkostenabrechnungen abzuwarten oder Forderungen aus Schäden einzureichen. Findet die Betriebskostenabrechnung nur einmal jährlich durch den Versorger statt, so hat der Vermieter eine Frist von sogar zwölf Monaten für die Rückzahlung. Allerdings darf er dann nicht die volle Kaution einbehalten, sondern lediglich einen geschätzten Anteil für die noch ausstehenden Kosten. Wenn Du, um dies zu vermeiden, einfach die letzten Monate vor der Kündigung keine Miete mehr zahlst, verletzt Du übrigens Deine Vertragspflichten und musst im schlimmsten Fall mit einer Klage rechnen. Andersherum steht Dir aber auch der Klageweg offen, wenn der Vermieter die Kaution zu lange, als zu hohen Betrag oder schlichtweg ohne Berechtigung einbehält.

Wann darf der Vermieter die Mietkaution einbehalten?

Viele Mieter haben Angst davor, dass der Vermieter nach ihrem Auszug einfach die ganze oder einen Teil der Mietkaution einbehält, ohne ausreichende Gründe. Merke Dir deshalb: Der Vermieter darf die Kaution auch über die Fristen hinaus nur dann ganz beziehungsweise anteilig einbehalten, wenn

  • Du Mietschulden bei ihm hast.
  • noch Zahlungen für Betriebskosten, Nebenkosten oder sonstige Schulden beim Vermieter ausstehen.
  • dem Vermieter Schadensersatz, Nutzungsausfallentschädigungen oder Prozesskostenerstattungsansprüche zustehen.
  • Du Schäden an der Wohnung verursacht hast.

Gerade der letzte Fall führt aber häufig zu Streit. Welche Schäden sind als normale Abnutzungen anzusehen? Für welche bist Du überhaupt verantwortlich? Deshalb ist es ungemein wichtig, dass Du beim Einzug ein Übergabeprotokoll erstellst und jeden Schaden Deines Vormieters unverzüglich meldest. Zudem solltest Du die Klausel im Mietvertrag zu den Schönheitsreparaturen unbedingt genauestens lesen. Hier ist geregelt, welche Pflichten Du beim Auszug hast, welche Schäden beseitigt werden müssen und welche Renovierungsarbeiten Du zu leisten hast. Alle wichtigen Informationen hierzu findest Du im Artikel „Schönheitsreparaturen – Was ist beim Auszug Pflicht?“.

Ist der Vermieter im Recht und findet Schäden, für deren Beseitigung Du verantwortlich bist, so muss er Dir erst einmal eine angemessene Frist für die Nachbesserung einräumen. Nur wenn Du dieser nicht nachkommst, kann er Deine Mietkaution dafür aufwenden, den Schaden professionell beheben zu lassen. Einbehalten darf er aber auch dann nur den geschätzten Anteil der Mietkaution, zum Beispiel anhand eines Kostenvoranschlages von einem Handwerker. Nach sechs Monaten ist die Frist für eine Nachbesserung verjährt. Hat der Vermieter also sechs Monate nach der Schlüsselübergabe noch keine Schäden beanstandet, musst Du diese auch nicht mehr beseitigen und er darf die Kaution nicht verrechnen.

Was, wenn die Mietkaution unrechtmäßig einbehalten wird?

Leider tritt genau der Grund, aus welchem viele Mieter die Hinterlegung einer Kaution fürchten, relativ häufig ein: Der Vermieter behält unter einem unberechtigten Vorwand die Mietkaution oder einen Teil davon ein. In diesem Fall musst Du die Rückzahlung der Kaution schriftlich und mit einer festgesetzten Frist zurückfordern. Stelle die Forderung am besten per Einschreiben zu, damit Du ihren Eingang beim Vermieter später vor Gericht nachweisen kannst. Reagiert der Vermieter darauf nicht, kannst Du ihm einen Mahnbescheid zustellen. Führt dies immer noch nicht zum Erfolg, bleibt Dir leider nur noch der Weg zum Anwalt. Wähle unbedingt einen Fachanwalt für Mietrecht.

Was passiert eigentlich mit der Kaution währen der Mietdauer?

Du weißt nun, wann Du die Mietkaution zu zahlen hast und wann Du sie zurückfordern kannst. Doch was passiert eigentlich in den Monaten, Jahren oder Jahrzehnten zwischen Ein- und Auszug mit der Mietkaution? Solltest Du fünf, zehn oder zwanzig Jahre in der Mietwohnung leben, ergibt sich dadurch doch ein finanzieller Nachteil für Dich, oder? Tatsächlich ist der Vermieter in der Pflicht, ein entsprechendes Mietkautionskonto zu eröffnen. Er darf die Mietkaution also nicht einfach auf sein privates Konto überweisen und sich an den Zinsen bereichern. Er kann entweder von dem Mieter verlangen, selbst ein solches Konto zu eröffnen, oder dies selbst übernehmen und muss dem Mieter dann einen entsprechenden Nachweis erbringen. Das Guthaben, also die Mietkaution, muss auf dem Konto zudem in „üblicher“ Höhe verzinst werden. Diese Zinsen werden Dir beim Auszug ebenfalls ausgezahlt. Vernachlässigt der Vermieter diese Pflicht, macht er sich der Veruntreuung strafbar. Dennoch: Bei derzeit üblichen Zinssätzen von unter einem Prozent und einer Inflationsrate von rund zwei Prozent machst Du auf Dauer Verlust. Hättest Du das Geld zur Verfügung, könntest Du es eventuell zu besseren Zinsen oder in einer lukrativeren Anlageform vermehren.

Es lohnt sich also durchaus einmal über eine Alternative zur Mietkaution nachzudenken. Allerdings sind diese in der Regel auch nicht kostenlos, manchmal sogar auf lange Sicht deutlich teurer. Aber mehr dazu erfährst Du im zweiten Teil der Artikelserie „Mietkaution“.

Beim Umzug selber putzen Teil 3: Liebe geht durch eine saubere Küche

Bestimmt kennst Du das Sprichwort „Liebe geht durch den Magen“. Doch bevor Du Dich in Deine neue Wohnung so richtig verlieben kannst, möchtest Du gewiss die Küche reinigen. Alte Fettflecken, ein verschmutzter Herd, ein seltsam riechender Backofen – das muss nicht sein. Ich zeige Dir heute im dritten Teil der Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“, wie Deine Küche in Rekordzeit wieder strahlt.

Die Dunstabzugshaube nicht vergessen

Mit dem Putzen beginnst Du am besten von oben nach unten. Leider vergessen viele Menschen, dass auch die Dunstabzugshaube gereinigt werden muss. Nur dann funktioniert sie dauerhaft einwandfrei und schützt zugleich vor unangenehmen Gerüchen. Öffne deshalb die Dunstabzugshaube und tausche den Fettfilter aus oder reinige den Metallfettfilter (je nach Modell). Die Modelle aus Metall kannst Du in der Regel einfach in die Spülmaschine geben. Reinige die Dunstabzugshaube außerdem innen und außen, um Fettrückstände vom Metall zu entfernen. Verwendet hierfür eine Sodalösung oder alkalische Reinigungsmittel. Allerdings können diese Aluminium angreifen. Bringe deshalb vorab in Erfahrung, aus welchem Material Deine Dunstabzugshaube gefertigt ist oder verwende zur Sicherheit neutrale Allzweckreiniger und ein weiches Tuch zum Putzen.

Übrigens: Wenn Du Deinen Herd täglich nutzt, solltest Du den Fettfilter Deiner Dunstabzugshaube alle vier Wochen austauschen beziehungsweise reinigen und etwa alle zwölf Wochen den Aktivkohlefilter wechseln. Hier sammeln sich sonst Bakterien und Keime oder es bilden sich Schimmelsporen.

Vorsicht mit dem Ceranfeld

Ceranherde sind weit verbreitet und sehen dabei noch schön aus. Allerdings nur dann, wenn sie auch ausreichend gepflegt und regelmäßig sowie richtig geputzt werden. Ceranfelder sind nämlich sehr sensibel und erleiden schnell Beschädigungen durch die falsche Reinigung. Am besten ist es natürlich, wenn Du Verschmutzungen direkt beim Kochen entfernst, damit diese gar nicht erst einbrennen. Hat Dein Vormieter dies aber nicht getan, findest Du nun vielleicht unschöne Flecken auf dem Ceranherd. In diesem Fall greifst Du zu einem Ceranfeldschaber und einem speziellen Reinigungsmittel aus der Drogerie. Dieses lässt Du kurz einwirken und schabst dann vorsichtig Verkrustungen und Rückstände von der Oberfläche. Anschließend wischst Du nass nach und polierst das Ceranfeld trocken, bis es glänzt. Hierfür eignen sich raue Küchentücher besonders gut. Hat das noch nicht ausreichend funktioniert oder Du greifst lieber zu Hausmitteln, bevor Du es mit dem chemischen Reiniger versuchst, kannst Du die Cerankochfläche auch mit Backpulver reinigen. Dieses verrührst Du mit ein wenig Wasser zu einer zähen Paste und lässt es auf hartnäckigen Verkrustungen einwirken. Auch Zitronensaft hat sich für die Ceranfeldreinigung bewährt.

Wichtig: Dem Ceranfeld darfst Du niemals mit einem Topfschwamm beziehungsweise Stahlwolle zu Leibe rücken. Dadurch entstehen irreparable Schäden auf der Oberfläche.

Ein strahlender Backofen

Den Backofen zu putzen ist sehr anstrengend und wird deshalb häufig vernachlässigt. In der Regel musst Du Dich dafür nämlich hinknien und umständlich verbiegen, um auch in den letzten Winkel oder an die Decke des Backofens zu gelangen. Trotzdem will er regelmäßig gereinigt werden. Da tropft der Käse von der Pizza, der Teig quillt über den Rand oder der Auflauf hat Fettflecken an den Wänden hinterlassen. Damit Du den Backofen bei Deinem Umzug von allen alten Flecken befreist, greifst Du am besten zum Backofenschaum aus dem Supermarkt beziehungsweise der Drogerie. Die Anwendung ist auf der Verpackung beschrieben und nach ein paar Minuten Einwirkzeit sollten sich Verkrustungen und Flecken entfernen lassen. Doch es gibt auch praktische Hausmittel, welche für die Backofenreinigung verwendet werden können. Löse zwei bis drei Geschirrspüler-Tabs in etwa 250 ml Wasser oder verwende Waschsoda und lasse diese jeweils auf hartnäckigen Flecken und Verkrustungen einwirken. Damit Du Dir in Zukunft das anstrengende Schrubben sparst, solltest Du Verschmutzungen fortan stets direkt nach dem Backen entfernen, solange der Ofen noch warm ist (etwa 40-50 Grad).

Saubere und hygienische Arbeitsplatten

Während im Backofen und auf dem Herd eventuelle Bakterien oder Keime durch die Hitze abgetötet werden, musst Du diese auf der Arbeitsplatte besonders gründlich entfernen. Teig ausrollen, Salat rupfen, Gemüse schneiden, Geschirr trocknen lassen…da soll es besonders sauber und hygienisch zugehen. Je nach Material, kannst Du diese unterschiedlich reinigen:

  1. Kunststoffarbeitsplatten kannst Du mit warmem Wasser und etwas Spülmittel abwischen.
  2. Edelstahlarbeitsplatten lassen sich sehr gut mit Wasser reinigen. Kalkflecken kannst Du mit Essig entfernen und die Arbeitsplatte anschließend mit einem sauberen Tuch trocknen.
  3. Holzarbeitsplatten kannst Du ebenfalls mit warmem Wasser und einem Schuss Spülmittel reinigen. Verwende hier aber niemals zu viel Wasser und trockne die Arbeitsplatte anschließend gut ab, damit es nicht ins Holz eindringen kann.
  4. Natursteinarbeitsplatten können mit reinem Wasser gesäubert werden. Reicht dies nicht aus, musst Du spezielle Reinigungsmittel aus dem Supermarkt oder der Drogerie verwenden, damit die empfindliche Imprägnierung der Natursteinplatte nicht verletzt wird.

Beim Einzug kannst Du zudem alle Oberflächen einmal kräftig desinfizieren. Hierfür eignet sich ein handelsübliches Desinfektionsspray.

Spülbecken und Abflüsse

Jetzt sind noch das Spülbecken und die zugehörigen Abflüsse an der Reihe. Auch hier kommt es auf das jeweilige Material an:

  1. Spülbecken aus Edelstahl kannst Du – wie im Bad auch – mit Essig oder Kalkreiniger putzen, mit Wasser nachwischen und anschließend trocknen.
  2. Spülbecken aus Keramik lassen sich mit warmem Wasser und ein wenig Spülmittel reinigen.
  3. Spülbecken aus Silgranit können bei hartnäckigen Flecken mit einem Vollwaschmittel oder auch Backpulver gereinigt werden.

Die Abflüsse jedoch, kannst Du natürlich nicht von Hand reinigen. Hierfür musst Du Dir professionelle oder chemische Hilfe holen. Verwende bei Deinem Einzug doch einfach sicherheitshalber einmal einen Rohrreiniger aus dem Handel. Die richtige Anwendung ist auf der Packungsbeilage beschrieben. Eine umweltfreundliche Alternative allerdings, ist dies nicht. Etwas sanfter kannst Du den Küchenabfluss daher mit einer Mischung aus Backpulver und Essig oder etwas heißer Sodalösung reinigen. Hilft alles nichts, muss ein Klempner kommen und den Abfluss mit einer Reinigungsspirale durchgängig machen.

Mülleimer säubern

Putze nun auch einmal die Mülleimer mit einer alten Spülbürste und etwas Reinigungsmittel oder Allzweckreiniger. Fertig ist die saubere Küche. Doch wie bringst Du eigentlich die Böden in Deiner neuen Wohnung auf Hochglanz? Das verrate ich Dir im vierten Teil der Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“.

Weitere Artikel aus der Serie „Beim Umzug selber putzen“

Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 4 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“:

Solltest du nicht selber zu Schwamm, Besen, Staubsauger oder Schrubber greifen wollen, dann könnte dich auch mein Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ interessieren.

Beim Umzug selber putzen Teil 2: Das Badezimmer auf Hochglanz bringen

Im ersten Teil der Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“ hast Du erfahren, wie Du Deine alte Wohnung beim Auszug hinterlassen musst und was eigentlich „besenrein“ bedeutet. Nun geht es darum, wie Du Deine neue Wohnung auf Hochglanz bringst und Dich direkt beim Einzug so richtig wohlfühlst. Wir beginnen heute mit dem Badezimmer, denn dort befinden sich häufig die meisten Verschmutzungen und Hygiene wird hier großgeschrieben. Du möchtest schließlich nicht in einer schmutzigen Badewanne baden oder eine fragwürdige Toilette benutzen, oder?

Schritt 1: Die Toilette reinigen

Die Toilette wird in der Regel schon während dem Umzug benutzt und sollte daher gleich zu Beginn gereinigt werden. Denke auch daran, bereits Toilettenpapier mitzubringen. Als allererstes kannst Du in der neuen Wohnung deshalb schon einmal den WC-Reiniger in die Toilette geben. Dieser muss nun nämlich für einige Minuten einwirken. Gerne kannst Du auch für den Anfang ein stärkeres Mittel gegen Verschmutzungen und Urinstein verwenden, welches über Nacht einwirkt. Fündig wirst Du im Supermarkt oder einer Drogerie. Ziehe nun Haushaltshandschuhe an und reinige die Ober- und Außenseiten der Toilette mit einem Lappen und Allzweckreiniger. Eine Toilette wird nämlich immer von außen nach innen geputzt. Toilettendeckel und -brille tauschst Du bei einem Umzug am besten einfach gegen neue aus. Diese kosten nur wenige Euro und sind in jedem Baumarkt oder Möbelgeschäft erhältlich. Ist der WC-Reiniger eingewirkt und die Außenseiten sind sauber, greifst Du zur Klobürste und putzt mit ihr gründlich den gesamten Innenraum der Toilette. Als besonders praktisch erweist sich dabei ein sogenannter Randreiniger, also eine kleine Extrabürste. Zuletzt reinigst Du die Bürste und ihren Behälter. Leere Rückstände aus, gib ein wenig Allzweckreiniger hinzu und halte die Klobürste ein bis zweimal in die Toilette, während Du die Spülung betätigst. Für besonders langanhaltende Frische kannst Du übrigens auch WC-Steine jeder Art anbringen. Doch auch diese sollten, inklusive Haltekorb, regelmäßig ausgetauscht werden.

Schritt 2: Kalkreste von den Armaturen entfernen

Mit dem Allzweckreiniger und einem frischen (!) Lappen kannst Du nun alle Oberflächen im Bad reinigen. Bei Armaturen jedoch, reicht dies häufig nicht aus. Je nachdem, wie gut diese vom Vormieter gepflegt wurden, können sich hier nämlich hässliche und unhygienische Kalkrückstände befinden. Hierfür kannst Du erst einmal zu einem handelsüblichen Kalkreiniger aus dem Supermarkt greifen. Sind nun immer noch Rückstände übrig, verwendest Du eine alte Zahnbürste und Essigreiniger oder Zitronensäure. Ist der Kalk schon hart geworden, kannst Du im Notfall mit einem spitzen Gegenstand, zum Beispiel einem Schraubendreher, hartnäckige Reste von den Armaturen kratzen. Dadurch könnte aber die Armatur beschädigt werden. In diesem Extremfall wäre daher das Auswechseln der alten gegen neue Armaturen einen Gedanken wert. Übrigens: Armaturen dürfen niemals mit einem Topfreiniger oder Edelstahlschwamm gereinigt werden. Dadurch entstehen nämlich kleine Schäden an der Oberfläche und ihr Glanz geht langfristig verloren.

Extra-Tipps:

  1. Schraube den sogenannten Perlator ab und lege ihn in Essigwasser, um den Kalk zu entfernen. Es handelt sich dabei um den „Aufsatz“ am Wasserhahn. Kalkablagerungen machen sich hier dadurch bemerkbar, dass das aus dem Wasserhahn strömende Wasser in verschiedene Richtungen spritzt.
  2. Wusstest Du, dass Cola gegen Kalk hilft und die Armaturen glänzen lässt?
  3. Auch Zahnpasta kann für besonders strahlende Armaturen verwendet werden.
  4. Zum Schluss solltest Du die Armaturen nach der Reinigung stets mit viel Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch trockenwischen.

Schritt 3: Eine einladende Badewanne

So eine Badewanne ist purer Luxus, doch wenn sich hier alte, undefinierbare Ablagerungen finden lassen, ist sie alles andere als einladend. Damit Du Dich nach Deiner Putzaktion oder dem Umzug in der Badewanne entspannen und rundum wohlfühlen kannst, solltest Du auch diese besonders gründlich reinigen. Wische die Badewanne mit einem Lappen beziehungsweise Schwamm und Allzweckreiniger aus. Sollten sich Kalkablagerungen in der Wanne befinden, kannst Du diese ebenfalls mit Essig oder Zitronensäure entfernen (wie bereits bei den Armaturen). Verzichte in der Badewanne aber auf zu scharfe Reinigungsmittel, da eventuelle Rückstände sonst später über das Badewasser auf Deine Haut kommen.

Schritt 4: Saubere Duschvorhänge

Duschabtrennungen aus Glas oder Plastik kannst Du mit Essigreiniger, einem Mikrofasertuch sowie viel Wasser und einem Abzieher säubern. Wusstest Du aber, dass Du einen Duschvorhang einfach bei 30 Grad in die Waschmaschine geben kannst? Oder Du entscheidest Dich für ein neues Modell aus dem Möbelhaus. Einfache und dennoch schöne Duschvorhänge gibt es hier schon ab etwa vier Euro inklusive Ringe zum Aufhängen.

Schritt 5: Der volle Durchblick im Badspiegel

Ob Schminken, Frisieren oder Rasieren: Ohne einen sauberen Spiegel wird das zur echten Herausforderung. Auch der Badspiegel will deshalb regelmäßig geputzt werden. Prinzipiell kannst Du hierfür einen einfachen Glasreiniger verwenden, oder aber einen Spritzer Essigessenz beziehungsweise Spülmittel. Die größere Herausforderung liegt im anschließenden Abtrocknen. Viele Tücher hinterlassen nämlich unschöne Schlieren oder einen Film mit restlichem Reinigungsmittel auf dem Spiegel. Ich empfehle Dir deshalb ein Mikrofasertuch oder – ganz einfach – ein Stück alte, zerknüllte Zeitung. Schon hast Du wieder den vollen Durchblick…

Schritt 6: Boden und Fliesen wischen

Nun wollen natürlich auch die Boden- und Wandfliesen noch gründlich gereinigt werden. Hierfür greifst Du erst einmal zum Staubsauger oder Besen. Sind grobe Verschmutzungen und Haare entfernt, kannst Du nass wischen, um auch festsitzende Verschmutzungen, fettige Fingerabdrücke oder Kalkreste loszuwerden. Dazu kannst Du einen Lappen mit Allzweckreiniger verwenden. Für Kalkablagerungen kannst Du wieder zur Zitronensäure beziehungsweise der Essigessenz greifen.

Mein Geheimtipp lautet: Füge dem Putzwasser einen Schuss Klarspüler hinzu, den Du sonst in der Spülmaschine verwendest. Das sorgt für einen tollen Glanz.

Schritt 7: Schimmelfreie Fugen

Eines der größten Probleme im Bad stellen in der Regel die Fugen dar. Bei falscher oder unzureichender Pflege, beginnen diese schon nach wenigen Jahren sich zu verfärben und nicht selten bildet sich hier Schimmel. Verfärbte Fugen kannst Du mit einer Mischung auf Backpulver und Essig bekämpfen. Gibt diese einfach auf eine alte Zahnbürste und bearbeite die betroffenen Stellen. Hat sich in den Fugen bereits schwarzer Schimmel gebildet, musst Du einen Fugenreiniger in der Drogerie kaufen. Da dieser Chlor enthält, musst Du das Bad nach der Reinigung aber ordentlich durchlüften.

Schritt 8: Die Putzlappen reinigen

Zuletzt gibst Du nun noch alle verwendeten Putzlappen in den Kochwaschgang Deiner Waschmaschine, damit sämtliche Bakterien und auch Putzmittel aus den Materialien entfernt werden. Wähle hierfür mindestens 60, besser noch 90 Grad Celsius. Im nächsten Artikel der Serie „Beim Umzug selber putzen“ widmen wir uns einer strahlend sauberen Küche.

Weitere Artikel aus der Serie „Beim Umzug selber putzen“

Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 4 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“:

Solltest du nicht selber zu Schwamm, Besen, Staubsauger oder Schrubber greifen wollen, dann könnte dich auch mein Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ interessieren.

Richtig zusammenziehen Teil 1: Behördengänge und Umzug

Die Entscheidung zusammen zu ziehen ist für ein Paar ein großer Schritt. Endlich eine gemeinsame Wohnung, mehr Zeit füreinander und vielleicht die Familienplanung…doch dies sind nicht die einzigen Vorteile einer gemeinsamen Wohnung. Wie Ihr richtig zusammenzieht und dabei auch noch viel Geld spart, verrate ich Dir in der Artikelserie „Richtig zusammenziehen“. Im ersten Teil soll es nun erst einmal darum gehen, welche Formalitäten und Behördengänge bei Eurem Umzug anstehen.

Den Mietvertrag gemeinsam unterschreiben

Egal, ob Ihr gemeinsam in eine neue Wohnung zieht oder einer der Partner schlichtweg in die bestehende Wohnung mit einzieht: Ihr solltet den Mietvertrag stets gemeinsam unterzeichnen. Nur so habt Ihr nämlich beide dieselben Rechte, aber auch Pflichten. Natürlich will man nicht an eine Trennung denken, wenn man frisch zusammenzieht, dennoch könnte es passieren, dass der Partner einfach auszieht und Du auf den Mietschulden sitzen bleibst. Es ist deshalb wichtig, dass beide Mieter im Mietvertrag aufgeführt sind. Möchte einer von beiden ausziehen, solltet Ihr einen Mietaufhebungsvertrag machen. Doch das ist nicht der einzige Vorteil, den ein gemeinsamer Mietvertrag mit sich bringt: Er stärkt das Wir-Gefühl und verhindert, dass ein Partner den anderen einfach „vor die Tür setzen“ kann.

Behördengänge beim Zusammenziehen

Nach den Formalitäten zum gemeinsamen Mietvertrag, musst Du die Behörden über Deine neue Adresse informieren. Beim Zusammenziehen handelt es sich dabei um dieselben Instanzen wie bei jedem anderen „gewöhnlichen“ Umzug auch:

  • Einwohnermeldeamt
  • KFZ-Zulassungsstelle
  • Versicherungsträger
  • Finanzamt
  • Arbeitsamt
  • Familienkasse
  • Rentenversicherung
  • Schule, Universität, Ausbildungsträger
  • Bafög-Amt
  • GEZ
  • uvm.

Vergiss zudem nicht, rechtzeitig einen Nachsendeauftrag bei der Post zu stellen.

Der Umzug

Wenn Du mit Deinem Partner zusammenziehst, steht Ihr meist vor einem Grundproblem: „Aus zwei mach eins“. Wenn Ihr Euren Haushalt zusammenlegt, habt Ihr nämlich vermutlich vieles doppelt. Aus dem zweiten Bett könntet Ihr ein Gästebett machen, der zweite Esstisch allerdings, findet vielleicht keinen Platz mehr. Wichtig ist deshalb, dass Ihr vor dem Zusammenziehen gemeinsam ein Einrichtungskonzept für die neue Wohnung erstellt und anschließend ordentlich entrümpelt. Verkaufe Möbelstücke oder Einrichtungsgegenstände, die Du nun nicht mehr brauchst, die aber noch in gutem Zustand sind, doch einfach über Kleinanzeigen in der Zeitung oder entsprechende Plattformen im Internet (zum Beispiel Ebay Kleinanzeigen oder Quoka). So kommt noch ein wenig Geld für den nächsten Urlaub zusammen. Habt Ihr ein größeres Budget, dann könnt Ihr auch überlegen einfach gemeinsam eine ganz neue Einrichtung zu kaufen. Hauptsache, Ihr fühlt Euch beide (!) wohl in den neuen vier Wänden.

Achtung Streitpotenzial: Die Einrichtung frühzeitig absprechen

Leider liegt bei genau diesem Punkt das häufigste Streitpotenzial beim Zusammenziehen: Welche Möbel kommen mit ins neue Zuhause, welche nicht? Schwierig wird es vor allem dann, wenn ein Partner bereits in der neuen Wohnung wohnt und nicht zu Veränderungen bereit ist. Jeder von uns hat schließlich Bilder, einen alten Stuhl oder auch eine hässliche Kuscheldecke aus der Kindheit, woran wir emotional hängen. Es gilt daher, die Einrichtung beim Zusammenziehen frühzeitig zu besprechen und folgende Grundregeln zu beachten:

  1. Macht eine Liste mit allen Gegenständen, die Ihr jeweils unbedingt mit in die neue Wohnung nehmen möchtet und einigt Euch auf eine feste Anzahl, zum Beispiel jeder drei oder jeder fünf.
  2. Jeder darf zudem drei Möbelstücke oder Einrichtungsgegenstände des Partners benennen, die er auf keinen Fall in der gemeinsamen Wohnung möchte.
  3. Möbel oder Gegenstände, an denen Du sehr hängst, kannst Du im Notfall auch erst einmal im Keller oder auf dem Dachboden verstauen. Es muss ja nicht immer gleich der Sperrmüll sein.
  4. Eine weitere Möglichkeit wäre es, die unerwünschten Möbel neu aufzufrischen. Vielleicht gefällt Deinem Partner das gemütliche alte Sofa ja doch, wenn Ihr es einfach neu beziehen lasst? Oder die Kommode mit einem neuen Lack?
  5. Häufig ist es auch eine gute Lösung, wenn Ihr beide in der neuen Wohnung jeweils ein eigenes Zimmer bezieht. Ob Arbeits- oder Playstation-Zimmer: Jeder Mensch braucht einen individuellen Rückzugsort und hier kannst Du dann auch die Einrichtung ganz nach Deinem eigenen Geschmack wählen.

Beim Zusammenziehen geht es schlussendlich immer um Kompromisse: Sei offen für neue Ideen, einen neuen Einrichtungsstil und ein neues Lebensgefühl. Neu ist schließlich nicht immer schlechter und mit dem Zusammenziehen geht für beide Partner ein kleiner Traum in Erfüllung. Doch das Zusammenziehen bringt noch weitere Vorteile mit sich: finanzielle. In welcher Form? Das verrate ich Dir im zweiten Teil von „Richtig zusammenziehen“

Schönheitsreparaturen: Was ist beim Auszug Pflicht?

Nicht selten stehen in Mietverträgen Klauseln, die Schönheitsreparaturen und Renovierungen in der Wohnung vorsehen, wenn man aus dieser ausziehen möchte. Klassiker sind hierbei zum Beispiel das Streichen aller Wände oder Abschleifen von Holzböden. Neue Entscheidungen des Bundesgerichtshofs allerdings, haben jetzt zahlreiche dieser Schönheitsreparaturklauseln außer Kraft gesetzt. Geblieben ist Verwirrung: Was darf noch vom Vermieter an den Mieter übertragen werden und was nicht? Und wer bezahlt die Kosten für Schönheitsreparaturen?

Muss jeder Mieter Schönheitsreparaturen vornehmen?

Nein, denn laut Gesetz sind Schönheitsreparaturen grundsätzlich die Sache des Vermieters. Gibt es keine entsprechende Klausel im Mietvertrag, die Du damals beim Einzug unterschrieben hast, so musst Du auch beim Auszug keine Schönheitsreparaturen vornehmen. Gibt es eine solche Klausel, so solltest Du sie erst einmal auf ihre Gültigkeit untersuchen. Denn dank neuester Präzedenzfälle, sind beinahe die Hälfte aller Schönheitsreparaturklauseln in deutschen Mietverträgen ungültig geworden. Legal sind so zum Beispiel immer noch die Verpflichtungen, die „Abnutzungserscheinungen von normalem Wohnen“ beim Auszug zu beseitigen. Hierzu noch einmal im Detail…

…welche Schönheitsreparaturklauseln gültig sind und welche nicht

Gültige Klauseln der Pflichtrenovierung im Mietvertrag sind:

  • Das Tapezieren, Anstreichen oder Kalken von Decken und Wänden.
  • Das Streichen der Fußböden, Heizungen und Heizungsrohre.
  • Anstrich der Fenster und Haustür von innen.
  • Das Streichen der innerhalb der Wohnung befindlichen Türen.

Unzulässig hingegen sind:

  • Das Abschleifen oder Versiegeln von Parkettböden.
  • Austausch von Teppichböden.
  • Ein Außenanstrich der Türen und Fenster.
  • Die Renovierung des Treppenhauses oder von Gemeinschaftsräumen.
  • Das Beheben von Schäden am Mauerwerk oder von Deckenrissen sowie Schäden am Putz.
  • Glasarbeiten.
  • Austausch der Badewanne.
  • Reparaturarbeiten an Türschlössern, Lichtschaltern, Elektroleitungen, Gasleitungen oder Heizkörpern.
  • Jede Art von Schadensbehebung, die auf normaler Abnutzung beruht.

Zusammenfassend definiert der Mieterbund die zulässigen Schönheitsreparaturen als „alles, was sich beim normalen Wohnen im Laufe der Zeit abgenutzt hat und in der Regel mit Farbe, Tapete und etwas Gips erneuert werden kann“. Das muss aber nicht, wie in vielen Mietverträgen gefordert, in Weiß sein. Eine solche „Weiß-„Klausel ist neuerdings ebenfalls unwirksam. Der Vermieter muss stattdessen auch andere Farbtöne akzeptieren, sofern sie hell und neutral sind. Zudem fallen alle Schönheitsreparaturen nur dann an, wenn Du die Wohnung in einem renovierten Zustand bezogen hast. Bei der Übergabe eine unrenovierten Wohnung hingegen, kannst Du diese auch bei Deinem Auszug wieder unrenoviert verlassen. Es gibt hiervon nur eine Ausnahme, und zwar dann, wenn Du vom Vermieter eine finanzielle Entschädigung erhalten hast, die den unrenovierten Zustand bei Bezug ausgleicht. Dieser Ausgleich stellt die Mieter in die Position, in welcher sie eine rechtlich renovierte Wohnung übernommen haben. Die finanzielle Entschädigung muss dafür aber ausreichend sein. Eine halbe Monatsmiete, wie sie vor Gericht verhandelt wurde, ist demnach nicht angemessen hoch. Je nach Zustand der Wohnung, handelt es sich daher um eine bis mehrere Monatsmieten Nachlass. Damit Du den unrenovierten Zustand der Wohnung hinterher aber überhaupt nachweisen kannst, ist das Übergabeprotokoll besonders wichtig. Dieses musst Du beim Einzug unbedingt beim Vermieter einfordern und in gemeinsam unterschriebener Ausführung aufbewahren.

Was tun gegen unwirksame Schönheitsreparaturklauseln?

Wird eine Schönheitsreparaturklausel im Mietvertrag durch die neuen Bestimmungen unwirksam, so ist der Mieter von allen Renovierungsarbeiten befreit. Das bedeutet, dass die gesamten Schönheitsreparaturen in die Verantwortung des Vermieters übergehen. Hast Du Deine Wohnung aber bereits auf eigene Kosten renoviert, so kannst Du innerhalb von sechs Monaten nach dem Ende Deines Mietvertrages deren Rückerstattung vom Vermieter fordern. Das Problem ist, dass sich viele Vermieter an dieser Stelle uneinsichtig zeigen und in der Konsequenz einfach die Mietkaution einbehalten. Du musst Dich daher ausreichend rechtlich absichern. Der erste Schritt hierfür war das Übergabeprotokoll beim Einzug. Denn die Beweislast für den Zustand der Wohnung bei Einzug liegt beim Mieter. Dokumentiere daher alle Schäden sorgfältig und lasse zur Sicherheit noch einmal einen Handwerker den Zustand der Wohnung protokollieren. Nun zum Auszug: Hast Du eine ungültige Klausel gefunden, so teilst Du dem Vermieter schriftlich mit, dass Du aufgrund der unwirksamen Regelung im Vertrag keine Renovierungsarbeiten übernehmen wirst. Die Kaution darf er dann nur mit den Renovierungskosten verrechnen, wenn Du in der gesetzlichen Pflicht zu Renovierung gewesen wärst und dieser nicht nachgekommen bist. Behält er trotz der ungültigen Klausel die Kaution ein, solltest Du eine schriftliche Forderung mit einer Frist von zwei Wochen stellen. Hilft auch das nichts, so bleibt nur noch der Gang zum Anwalt. Doch lass Dich davon nicht einschüchtern: Bist Du auf der rechtlich sicheren Seite, so muss der Vermieter hinterher die Gerichts- sowie Anwaltskosten in voller Höhe tragen.

Was ist mit Fristen- und Quotenregelungen?

Die neue Rechtsprechung berührt zudem noch das Thema der Fristen- und Quotenregelungen. Starre Renovierungsfristen, nach welchen zum Beispiel alle fünf Jahre das Bad und alle sieben Jahre die Küche renoviert werden müssen, sind nicht mehr zulässig. Sie können aber durch die Aufhebung der Terminstarre durchaus wirksam in einen Vertrag eingefügt werden. Enthält die Klausel zum Beispiel den Zusatz „normalerweise“, so ist die Fristenregelung durchaus gültig. Zieht ein Mieter jedoch vor Ablauf der Frist aus, so muss er weder renovieren noch die anteiligen Kosten tragen. Quotenregelungen, nach welchen die Renovierungen anteilig zur Wohndauer abgegolten werden müssen, wurden im März 2015 vom Gericht für ungültig erklärt.

Übrigens: Alle gültigen Arbeiten dürfen von Dir selbst ausgeführt werden, solange sie sorgfältig und mit bestem Gewissen durchgeführt werden. Dein Vermieter darf nicht verlangen, dass Du einen Fachhandwerker beauftragst. Allerdings ist er auch nicht verpflichtet, für die Schönheitsreparaturen Kosten zu übernehmen, es sei denn, sie wurden durch die neuen Regelungen ungültig.