Umzugsknigge Teil 2 – das Trinkgeld für die Möbelpacker

Wer mit einem Umzugsunternehmen umzieht, vertraut sein gesamtes Hab und Gut und seine liebsten Besitztümer Menschen an, die er noch nie zuvor gesehen hat. Da gehört nicht nur ein ordentlicher Vertrauensvorschuss dazu. Natürlich gilt: behandle die Leute, die dein Klavier oder die Eiche Rustikal Schrankwand – das gute Erbstück aus Omas Zeiten – aus dem zehnten Stock hinunter und dann wieder in den achten Stock hinauf schleppen und zwischendrin damit noch einige Kilometer Fahrt über schlaglöchrige Straßen zurücklegen, mit Respekt. Denn schließlich sollen auch dem Klavier und der Schrankwand die nötige Sorgsamkeit entgegengebracht werden. Herumkommandieren und alles besser wissen gehört nicht zu einem respektvollen Umgang. Der Anerkennung, die du der Arbeit der Möbelpacker zollst, kannst du jedoch nicht nur durch einen wertschätzenden Umgangston, sondern auch in der Form von Trinkgeld Ausdruck verleihen.

Ein Trinkgeld für die Möbelpacker ist keine Pflicht, doch eine gern gewählte Form der Anerkennung.

Sinn und Unsinn von Trinkgeldern

Es gibt Länder, dort gilt ein guter Service als so selbstverständlich, dass ein Trinkgeld eine Beleidigung darstellt. Doch wenn du nicht innerhalb von Japan umziehst, ist ein Trinkgeld durchaus üblich. Für den Freiherrn von Knigge war Trinkgeld eine gute Möglichkeit, Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu räumen. Für die meisten ist es einfach eine schöne Gelegenheit, Menschen etwas Gutes zu tun, die einem ebenfalls etwas Gutes getan haben.
Nach § 107 Abs. 3 der Gewerbeordnung ist Trinkgeld „ein Geldbetrag, den ein Dritter ohne rechtliche Verpflichtungen dem Arbeitnehmer zusätzlich zu einer dem Arbeitgeber geschuldeten Leistung zahlt“.
Ein Trinkgeld ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, es ist auch immer freiwillig und ein Zeichen der Zufriedenheit mit einer Leistung.

Wer jedoch Arbeitslosengeld II bezieht und den Umzug vom Arbeitsamt bezahlt bekommt, muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn er statt durch Trinkgeld seine Wertschätzung und Zufriedenheit durch ein aufrichtiges Dankeschön bekundet. Andere zeigen ihre Anerkennung auch lieber dadurch, dass sie den Möbelpackern Kaffee kochen und belegte Brötchen bereitstellen.
Für jeden, der gerne ein Trinkgeld geben möchte, stellen sich jedoch zwei Fragen: Wie viel Trinkgeld ist angemessen? Und: Wann soll ich das Trinkgeld geben?

Wie viel Trinkgeld ist angemessen?

Umzugsfirmen geben gerne die Empfehlung, das Trinkgeld solle fünf Euro pro Arbeitsstunde pro Umzugshelfer betragen. Diese Regel ist jedoch nur für sehr kurze Umzüge angemessen. Denn wer ein Vier-Mann-Team bei einem Umzug von Hamburg nach München mit einem derartigen Trinkgeld versehen wollte, müsste schon sehr tief in die Tasche greifen. Angemessen sind in der Regel 10 bis 20 Euro pro Helfer und pro Umzugstag. Den genauen Betrag sollte man am eigenen Budget und an der Schwere des Umzugs festmachen. Wer beispielsweise viele schwere Gegenstände umzieht und/oder einen Umzug aus oder in ein höheres Stockwerk ohne Aufzug bewerkstelligt, der darf im Zweifelsfall ruhig etwas großzügiger sein.

Trinkgeld für die Möbelpacker – vor oder nach dem Umzug?

Nun stellt sich noch die Frage, ob es taktisch geschickter ist, das Trinkgeld vor oder nach dem Umzug auszuhändigen. Wenn du das Geld vor dem Umzug verteilst, wirst du im besten Fall die Motivation der Umzugshelfer und ihr Entgegenkommen steigern. Im schlechtesten Fall wirst du dich jedoch über den Tisch gezogen fühlen, wenn du nach dem Umzug mit dem Service nicht zufrieden warst.
Zum Glück gibt es aber eine weitere Möglichkeit, wie du die Umzugshelfer von Anfang an für dich gewinnst und dennoch das Trinkgeld erst herausrückst, wenn du mit ihrer Arbeit am Ende des Umzugs zufrieden bist. Stelle einfach zu Beginn des Umzugs Getränke und Snacks bereit – Kaffee, Tee (keine alkoholischen Getränke, höchstens alkoholfreies Bier), belegte Brötchen, leckere Sandwiches, süße Teilchen vom Bäcker, alles, was man gut und schnell zwischendurch und nebenbei essen und trinken kann. So zeigst du den Umzugshelfern schon einmal deine Wertschätzung und kannst nach getaner Arbeit immer noch entscheiden, ob und wie viel Trinkgeld dir der Service wert war.

Umzug? Stromanbieter wechseln! Das musst du beachten.

Wer umzieht, der sollte in auf prüfen, ob er bei seinem Stromanbieter nicht die Chance zur Sonderkündigung nutzen kann. Auch wenn eine Sonderkündigung nicht besteht, bei vielen Menschen ist der Vertrag beim bestehenden Stromanbieter oft schon Jahre alt und kann entsprechend gekündigt werden.

Die Kündigung des Stromanbieters in regelmäßigen Abständen ist sehr sinnvoll, denn das gibt die Chance sich einen neuen Anbieter zu suchen und beim Vertragsabschluss viel Geld zu sparen. Der Anbieterwechsel ist meist problemlos möglich und da viele Anbieter mit einem Neukunden-Bonus oder anderen Prämien werben, ist er nicht selten auch finanziell sehr reizvoll. Oft lassen sich so einige hundert Euro sparen! In diesem Artikel erkläre ich euch das wichtigste zum Thema Stromanbieterwechsel (beim Umzug, oder auch so).

Stromanbieterwechsel – das brauchst du

Der Wechsel des Stromanbieters ist eigentlich relativ unkompliziert. Du brauchst nur eine Hand voll Informationen, die du zur Wahl des neuen Stromanbieters bereithalten solltest. Dazu gehören:

  • Deine Adresse (vor allem Postleitzahl und Ort)
  • Deine Zählernummer
  • Dein Zählerstand
  • Aktueller Stromanbieter und Kundennummer
  • Deine letzte Abrechnung bzw. Aussage über monatlichen/jährlichen Verbrauch
  • Und natürlich den Wechselzeitpunkt.

Du solltest zudem prüfen, ob dein Anbieter eine Kündigungsfrist (oft ein Monat) vorgesehen hat. Außerdem ist es praktisch die letzte Stromabrechnung von deinem (alten) Anbieter in der Hand zu haben. Hieraus erfährst du nämlich, was du im letzten Jahr verbraucht hast und weißt was du dafür bezahlt hast (das ist natürlich wichtig um einen günstigeren Anbieter zu finden).

Da die Stromanbieter meist eine Vielzahl von Tarifen haben, ist es wichtig zu wissen was du im Jahr an Strom verbrauchst. Der Stromverbrauch ist dabei in Kilowattstunden (abgekürzt mit kwh) angegeben. Deine Kosten setzen sich dann aus einem Verbrauch (bewertet mit dem Kilowattstunden-Preis) und ggf. aus einer monatlichen Grundgebühr zusammen (die aber auch entfallen kann).

Stromanbieterwechseln geht einfach

Ganz ehrlich: Ich habe mich auch jahrelang vor einem Stromanbieterwechsel gescheut. Die Angst ohne Strom da zustehen oder etwas falsch zu machen war einfach zu groß. Mit der Angst stehe ich nicht alleine da, der überwiegende Teil der Deutschen denkt da ähnlich wie ich.

Doch, vor einigen Monaten habe ich es (auf Drängen meiner Kollegen) das erste Mal probiert und es ist tatsächlich total einfach und unkompliziert gewesen und ich habe über 150 Euro für meine Familie und mich fürs nächste Jahr an Ersparnissen herausgeholt.

Der Wechsel des Stromanbieters ist vor allem deswegen so einfach, weil du dich um nichts kümmern musst. Das macht alles der neue Anbieter für dich. Das Ganze geht komplett online und dauert oft nur Minuten (ich habe mit verschiedenen Vergleichen ungefähr 45 Minuten gebraucht, habe mir aber auch viel Zeit gelassen). Außerdem ist auch bei einem Anbieterwechsel eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gewährleistet, der neue Stromanbieter kündigt in der Regel sogar deinen alten Tarif.

Anpassungen an der Hardware sind übrigens in der Regel nicht notwendig. Es muss also kein Servicemitarbeiter vom neuen Stromanbieter herauskommen und deinen Zähler wechseln oder ähnliches.

Und: Das Energiewirtschaftsgesetz schreibt vor, dass der Anbieterwechsel nur 3 Wochen dauern darf. Das heißt ein Anbieterwechsel geht dann auch relativ schnell über die Bühne.

Um herauszufinden, welche Anbieter der Richtige für dich ist, kannst du eines der zahlreichen Vergleichsportale (check24, verivox und wie sie nicht alle heißen) nutzen. Diese Dienstleister vergleichen verschiedene Stromanbieter miteinander und suchen den günstigsten Tarif für dich heraus. In der Regel geht das im ersten Schritt anonym und du brauchst nur wenige Informationen (jährlicher Verbrauch, Postleitzahl, Ort).

Da die Vergleichsdienste aber für die Vermittlung von Neukunden eine Provision vom Stromanbieter erhalten (die ja irgendwie vom Anbieter aus deinen monatlichen Zahlungen refinanziert werden muss), macht es unter Umständen Sinn direkt mit einem Stromanbieter Kontakt aufzunehmen und um ein Angebot zu bitten. Das könnte unter Umständen besser ausfallen. Einer der bekanntesten Anbieter ist lifestrom, für weitere Informationen kannst du deren Webseite zum Stromanbieterwechsel bei lifestrom aufrufen und dir mal einen passenden Tarif anzeigen lassen.

Darauf solltest du beim Wechsel achten

Sonderkündigung des Stromanbieters bei UmzugDie Stromanbieter kämpfen mit attraktiven Prämien und Neukunden-Boni um die Wechselwilligen Stromkunden am Markt. Das machen Sie vor allem deshalb, weil Neuverträge in der Regel mit einer entsprechenden Vertragslaufzeit versehen sind. Das heißt beim Wechsel zu einem neuen Stromanbieter unterzeichnest du einen verbindlichen Vertrag, der dann für z.B. 12 oder 24 Monate gilt. Du bindest dich also an den neuen Anbieter. Niedrige Vertragslaufzeiten sind natürlich für dich gut, denn je schneller du aus dem Vertrag herauskommst, desto eher kannst du erneut wechseln und wieder sparen.

Auch die Kündigungsfrist ist wichtig. Du solltest also gucken, mit wieviel zeitlichem Vorlauf man einen Vertrag kündigen kann (oft ist das ein Monat). Kurze Kündigungsfristen sind natürlich besser als lange Kündigungsfristen.

Bevor du wechselst solltest du überlegen, was du von deinem neuen Stromanbieter erwartest. Für viele Menschen ist es wichtig „grünen Strom“ zu bekommen. Also Strom, der z.B. aus Solar-, Wind- oder Wasserkraft gewonnen wird. Andere Menschen bevorzugen einen regionalen Anbieter oder sie gehen sogar noch weiter – mittlerweile gibt es sogar Anbieter die Strom aus der „Nachbarschaft“ (z.B. von Kleinst-PV-Anlagen) vermitteln. Darüber solltest du dir vorab Gedanken machen, dich aber nicht von Mogelpackungen z.B. beim Ökostrom blenden lassen. Wenn dir grüner Strom wichtig ist, achte also immer auf entsprechende Siegel und Zertifikate um sicherzustellen, dass du auch wirklich echten Ökostrom bekommst.

Beim Abschließen des neuen Vertrages solltest du immer drauf achten, dass der neue Anbieter seine Preise möglichst lange (am besten über die komplette Mindestvertragslaufzeit) festschreibt. So kannst du genau kalkulieren und weißt was dich an Kosten erwartet. Die Sorge von Preiserhöhungen und ähnlichem ist dann unberechtigt.

Zum Schluss solltest du dir genau ansehen, welche Abrechnungsmodalitäten der Stromanbieter vorsieht. Vorsicht ist bei Anbietern geboten, die Vorkasse oder Kautionstarife anbieten. Das heißt, du zahlst einen Abschlag an den Anbieter noch bevor dieser deinen Strom bereitstellt. Im Falle einer Insolvenz oder ähnlichen Dingen kann es also passieren, dass du für eine Leistung bezahlt hast, die dein Anbieter nicht mehr leisten kann.

Übrigens, ich persönlich fand die umfangreichen FAQs von stromauskunft.de sehr informativ und hilfreich.

Stromanbieter und Umzug: Ein Gedankenspiel zum Schluss

Das Ganze ist nur ein Gedankenspiel, es kann aber von dem Einen oder anderen vielleicht weitergesponnen werden. Wenn ihr damit Erfahrungen gemacht habt, gebt doch mal Bescheid ob es klappt ;-).

Wenn du weißt, dass du in einiger Zeit umziehen wirst (z.B. in 4 oder 5 Monaten) und gerade dabei bist einen neuen Stromanbieter zu suchen, dann kannst du natürlich strategisch planen und dir einen neuen, regionalen Stromanbieter zulegen (sofern dieser preislich sich nicht gravierend abhebt, aber z.B. einen Sofortbonus auslobt). Mit deinem Umzug kann der neue, regionale Anbieter dich dann ggf. nicht mehr versorgen und dir steht ein Sonderkündigungsrecht zu. Das ist die Chance zum erneuten Anbieterwechsel und die Möglichkeit erneut einen Bonus „abzustauben“.

Ein Umzug nach Köln – darum ist es am Rhein so schön

‚Et hätt noch emmer joot jejange‘ (es ist noch immer gut gegangen) lautete der dritte Paragraph des Rheinischen Grundgesetzes. Auch so wird auch dein Umzug nach Köln sicherlich gut gehe, denn mit der Rheinmetropole als Lebensmittelpunkt kann man nicht viel falsch machen. Und das liegt nicht nur an der entspannten und fröhlichen Mentalität deiner neuen Mitbürger.

Köln stellt sich vor

2000 Jahre, 1.076.000 Einwohner, 405 Quadratkilometer: Köln- oder auch Kölle – ist der kulturelle Mittelpunkt Nordrhein-Westfalens. Es unterteilt sich in neun Stadtbezirke und 86 Stadtteile. Und Köln hat viel zu bieten. Da ist noch weitaus mehr zu entdecken als der Dom und der Kölner Karneval. Wusstest du zum Beispiel, dass es in Köln ein Schokoladenmuseum mit einem Schokoladenbrunnen gibt, durch den 200 Liter Schokolade fließen? Und jeder darf hier einfach naschen. Wenn das kein Zufluchtsort für Heimwehtage ist… Oder wusstest du, dass du an manchen Tagen nicht über den Heinrich-Böll-Platz nahe des Doms laufen darfst, weil darunter die Kölner Philharmoniker proben? Und dann die Kunstmuseen und Ausstellungen – hier kannst du Geschichtliches erkunden oder Werke von Picasso und Co betrachten.

Und dann das Nachtleben – du wirst dich wundern, wie schnell du beim Ausgehen mit neuen Leuten ins Gespräch kommst. Doch erwarte nicht, so deine neuen besten Freunde zu finden. So kontaktfreudig die Kölner bei einem Glas Kölsch sein können, so unverbindlich halten sie es auch.

Und dann der Rhein! Was gibt es schöneres als abends in den Rheinauen zu sitzen und zuzusehen, wie auf der anderen Rheinseite die Lichter angehen?

Außerdem ist Köln eine Großstadt mit viel Grün. Neben dem Rheinufer gibt es zahlreiche Parks und Grünanlagen. Und wenn du die Stadt einmal nicht mehr sehen magst, bietet dir die Nähe zu Holland und Frankreich die beste Möglichkeit für entspannende Reisen und Kurztrips.

Steckbrief Köln

  • Einwohnerzahl: 1.076.000
  • Einwohner pro Quadratmeter: 2657
  • Lage auf dem Wohnungsmarkt: mit Kompromissbereitschaft kann man noch erschwinglichen Wohnraum ergattern.
  • Beliebteste Viertel: Südstadt, Ehrenfeld, Kalk (das neue Ehrenfeld – allerdings auf der falschen Rheinseite)
  • Besonderheiten: Kölner Dom, selbsternannte Medienhauptstadt

Medienhauptstadt Köln

Köln selbst bezeichnet sich gerne einmal als Medienhauptstadt Deutschlands – und das nicht zu unrecht. Köln beherbergt nicht nur den WDR als größten kontinentaleuropäischen öffentlich-rechtlichen Sender, sondern auch die RTL Group und weitere Sender. Ein Drittel aller deutschen Fernsehsendungen werden in Köln produziert. Und auch Kinofilme werden hier gedreht. Das Fernsehen und Medien allgemein sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Rheinmetropole. Etwa 50.000 Menschen sind in Köln in den Bereichen Medien, IT und Telekommunikation beschäftigt. Und auch Hollywood schaut immer einmal wieder am Rhein vorbei. Die ganz Großen fragen für Actionszenen gerne einmal bei der action concept Film- und Stuntproduktion in Hürth an.

Köln ist damit besonders für Zuzügler aus der Medienbranche attraktiv und natürlich für Studenten im Bereich Medienwissenschaft.

Hier lässt es sich leben

In Köln kann man viel Spaß haben – keine Frage. Bei den Mietpreisen wird es allerdings ernst. Vor allem, wenn es dir die linke Rheinseite angetan hat. Dabei sind die Mietpreise in Köln in den letzten Jahren sogar weniger steil angestiegen als in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen. Dennoch zahlt man im Schnitt 9,60 € pro Quadratmeter (Stand August 2018). Auf der linken Rheinseite kommt man auf einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von über 10 €. Das wohl „kölschste“ und mit teuerste Viertel ist hier die Südstadt. Studenten können links des Rheins mit viel Glück jedoch noch günstige WG-Zimmer ergattern. Da die WGs zum Teil schon etliche Studentengenerationen beherbergt haben, sind zum Teil noch alte, günstige Mietverträge in Kraft. Rechts des Rheins bieten Deutz und Mühlheim noch erschwinglichen Wohnraum, und erfreuen sich sicher nicht zuletzt aufgrund dessen immer größerer Beliebtheit.

Köln

Die wichtigsten To-dos für Neukölner

Frisch angekommen in Köln gibt es zunächst ein paar Formalitäten zu erledigen. So gilt auch in Köln: Ummelden nicht vergessen! Innerhalb einer Frist von 14 Tagen musst du dich offiziell an deinem neuen Heimatort anmelden. In Köln kannst du das in einem der neun Kundenzentren der Bezirksrathäuser. Hier wird auch gleich deine neue Adresse in deinen Personalausweis eingetragen.

Zur Anmeldung musst du die üblichen Ausweisdokumente, eine Bescheinigung deines Wohnungsgebers über deinen Einzug bzw. beim Einzug ins Eigenheim den Grundbucheintrag, Notarvertrag oder den aktuellen Grundsteuerbescheid mitbringen und ein Anmeldeformular ausfüllen. Das Anmeldeformular kannst du bereits vorab am PC herunterladen, ausdrucken und ausfüllen.

Wer innerhalb von Deutschland umzieht und ein Auto in die neue Stadt mitbringt, kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die eigene Anmeldung und die Ummeldung von Auto oder Motorrad kann man in einem Rutsch in der Kfz-Zulassungsstelle Poll und im Kundenzentrum Innenstadt erledigen. An beiden Stellen erhälst du auch einen Bewohnerparkausweis und eine Feinstaubplakette.

Und nach den Anmeldeformalitäten heißt es dann: Die Stadt entdecken.

Nach Köln mit Kind und Kegel

Ein Umzug mit Kindern ist immer eine besondere Herausforderung. Zum einen ist es für Kinder meist besonders schwer, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Es braucht viel Fingerspitzengefühl, den Nachwuchs auf einen Umzug vorzubereiten und beim Einleben in der neuen Heimat zu helfen. Zum anderen gibt es zusätzlich zu Ummeldung und Co eine Menge weiterer Formalitäten zu erledigen, von denen nicht zuletzt abhängt, dass sich die Kinder in der neuen Umgebung schnell einleben und wohlfühlen: Wie und wo finde ich einen geeigneten Kindergarten? Welches sind die besten Schulen in Köln? Und wie sieht es mit dem Freizeitangebot aus? Gibt es auch hier einen Hydraulophonkurs, wie er dem Nachwuchs in der alten Heimat so gefallen hat?

Kinderbetreuung – so findest du die passende Kita

Kinderbetreuung für die Kleinen ist immer ein Thema für sich – rar gesäte Kitaplätze, schlechte Betreuungsschlüssel, hoher bürokratischer Aufwand. Und Nordrhein-Westfalen war 2017 sogar das Bundesland mit der größten Betreuungslücke für Kinder im Kindergartenalter. Da heißt es also vor einem Umzug nach Köln so schnell wie möglich nach einem geeigneten Platz zu suchen.

In Köln gibt es über 200 städtische Kindergärten und mehr als 400 Einrichtungen von freien Trägern. Für einen guten Überblick und eine organisierte Kitasuche gibt es das Internetportal LITTLE BIRD der Stadt Köln. Hier kann man sich registrieren und mit Hilfe eines Suchfilters passende Kitas heraussuchen. Anschließend dürfen Eltern über das Portal bis zu fünf konkrete Platzanfragen parallel an Kindergärten unterschiedlicher Trägerschaft richten.

Die Kitagebühren sind in Köln übrigens abhängig vom Einkommen der Eltern.

Schulanmeldung

Köln hat den Schulnotstand ausgerufen. Die Kölner Schulen sind teilweise in einem schlechten Zustand und platzen zudem aus allen Nähten. Der Bildungsdezernentin Dr. Agnes Klein zufolge, müssen in Köln in den nächsten Jahren 41 neue Schulen gebaut werden, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Auch hier heißt es also, sich bei einem geplanten Umzug nach Köln so bald wie möglich um einen Platz zu bemühen.

Wer sein Kind oder sich selbst bei einem Umzug nach Köln an einer Schule vor Ort anmelden will, nimmt am besten direkten Kontakt zur gewünschten Bildungseinrichtung auf. Für die Anmeldung sind in jedem Fall die letzten Zeugnisse sowie die Meldebescheinigung notwendig. Weitere Formalitäten müssen direkt mit der Schule besprochen werden. Eine Übersicht über alle Kölner Schulen bietet der offizielle Internetauftritt der Stadt Köln.

Köln mit Kindern entdecken

Nach den weniger guten Nachrichten zu den Punkten Kita und Schule, zum Schluss noch etwas Positives: Für Kinder und Jugendliche bietet die Stadt ein umfangreiches Freizeitangebot. Dazu gehören nicht nur die zahlreichen Musikschulen und Sportvereine, die auch ausgefallenere Kurse bieten wie Rhönrad-Turnen oder Einradhockey.

Darüber hinaus gibt es Attraktionen wie den Kölner Zoo, das Abenteuermuseum Odysseum, den größten Trampolinpark in NRW, Schwarzlichtminigolf und den Rheinpark zu entdecken. Köln bietet auch zahlreiche Schwimm-, Spaß- und Erlebnisbäder wie das Aqualand mit der ersten Indoor-Looping-Rutsche der Welt. Und das sind natürlich nur ein paar Beispiele…

Haushaltsauflösungen richtig organisiert

Von einer Haushaltsauflösung spricht man, wenn Haus oder Wohnung vom Wohnungsinhaber vollständig geräumt und die Besitztümer verkauft, verschenkt oder entsorgt werden. Die Gründe für eine Haushaltsauflösung oder Wohnungsauflösung können vielfältig sein. Meist hängt die Räumung der Wohnung jedoch damit zusammen, dass der Wohnungsinhaber keinen eigenen Haushalt mehr führt bzw. führen wird. Ein Todesfall, die Notwendigkeit, dauerhaft in eine Pflegeeinrichtung zu ziehen, eine Zwangsveräußerung oder auch eine Auswanderung können Anlass zur Haushaltsauflösung geben. Oft ist damit der Grund für die Räumung wenig erfreulich und immer ist er mit großen Veränderungen für den Wohnungsinhaber oder seine Angehörigen verbunden. Ich erkläre dir im Folgenden, was du in der für dich vielleicht nicht ganz einfachen Zeit beachten musst, welche Rechte und Pflichten mit der Haushaltsauflösung einhergehen und wie du sie möglichst problemlos bewältigen kannst.

10.000 Gegenstände besitzt ein Erwachsener in Westeuropa durchschnittlich – vom Ausziehsofa bis zur Zahnbürste. Wie viel wir in unserem Leben gekauft, gesammelt und mehr oder weniger gebraucht haben, stellen wir oft erst fest, wenn wir uns fragen müssen, wohin mit all den Dingen. Eine Haushaltsauflösung oder eine Verkleinerung des Haushalts sollte daher immer gut geplant und organisiert werden. Zudem sollte man bedenken, dass es eben nicht nur Gegenstände sind, die weggeräumt oder aussortiert werden. Es sind auch Erinnerungen.

Verschenken, verkaufen, entsorgen

Zunächst sollte man bei der Haushaltsauflösung also Dinge mit rein materiellem Wert von den Erinnerungsstücken unterscheiden. Hier gilt es nun zu überlegen, welche besonders wichtigen Gegenstände mit sentimentalem Wert man auch nach der Haushaltsauflösung behalten möchte und was man in der Familie weitergibt. Anschließend geht es um die Besitztümer mit rein materiellem Wert. Ist ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung oder eine Seniorenresidenz der Grund für die Haushaltsauflösung sollte man sich vorher bei der Einrichtung erkundigen, was man mitbringen darf, kann und soll – ist beispielsweise genügend Platz für die hübsche antike Kommode oder sollte diese lieber weitergegeben oder verkauft werden? Wenn du weißt, was du mitnehmen kannst bzw. sollst, kann es mit dem Aussortieren losgehen. Einiges kann sicher verkauft werden, anderes lässt sich spenden oder verschenken. Für den Verkauf gebrauchter Gegenstände gibt es unterschiedliche Optionen:

Kleinanzeigen und Auktionen: Eine gute und beliebte Möglichkeit, gebrauchte Dinge zu verkaufen sind Kleinanzeigen im Internet oder Internetauktionen. Das Anbieten der Dinge kostet hier oftmals nichts. Der Nachteil ist, der ein oder andere Gegenstand braucht unter Umständen etwas länger bis zum Verkauf. Manchmal muss man in solchen Fällen noch einmal den Preis senken. Zudem macht es relativ viel Arbeit, alle Sachen einzeln selbst zu verkaufen. Du musst Fotos von den Verkaufsgegenständen machen, die Anzeigen erstellen, Anfragen beantworten, Termine zur Ansicht und zum Abholen der Verkaufsgegenstände verabreden.

Tipp: Einiges, was du verkaufen möchtest, lässt sich sicher als Set anbieten, zum Beispiel Kleidung oder CDs. So musst du nicht für jede Sache eine eigene Anzeige pflegen.

Ankaufbörsen: Online und offline gibt es zahlreiche Ankaufbörsen, die sich darauf spezialisiert haben, gebrauchte Gegenstände aufzukaufen. Der Vorteil ist, dass du auf diesem Wege relativ schnell einen Großteil deiner zum Verkauf stehenden Gegenstände auf einen Schlag los wirst. Der Nachteil gegenüber dem Verkauf auf eigene Faust über Anzeigen und Aktionen liegt darin, dass du auf diese Weise einen geringeren Gewinn für die einzelnen Gegenstände erzielen wirst.

Flohmarkt: Eine weitere Möglichkeit, gebrauchten Dingen ein neues Zuhause zu verschaffen sind Flohmärkte. Hier lässt sich alles anbieten, was du möchtest. Meist wird eine Standgebühr fällig, und du solltest davon ausgehen, dass du mehr als einen Anlauf brauchst um alle Dinge zu verkaufen.

Spenden: Was sich nicht verkaufen lässt, für den (Sperr-)Müll aber zu schade ist, wird am besten gespendet oder verschenkt. Sachen verschenken kann man ebenfalls über Kleinanzeigen im Internet oder Zeitungsannoncen. Für Spenden musst du dich mit gemeinnützigen Organisationen in Verbindung setzen. Oft handelt es sich hierbei um kirchliche Einrichtungen. Du kannst mit der Organisation deiner Wahl einen individuellen Termin für die Abholung der Gegenstände vereinbaren.

Sperrmüll: Alles, was sich nicht verkaufen, verschenken oder spenden lässt, muss entsorgt werden. Größere Gegenstände kommen dabei auf den Sperrmüll. Wie genau dieser organisiert wird, ist von Stadt zu Stadt verschieden. Einige Gemeinden führen eine regelmäßige Sperrmüllabholung durch, deren Termine dem Abfallkalender zu entnehmen sind. Bei anderen muss man einen individuellen Termin vereinbaren. Hier ist die Abholung auch meist mit Kosten verbunden. Am besten rufst du bei dem zuständigen (öffentlich rechtlichen) Entsorger an und erkundigst dich nach den genauen Konditionen. Hier ist es wichtig, sich auch über die Entsorgung von Sondermüll, zum Beispiel von Elektrogeräten zu informieren: Fallen zusätzliche Kosten an? Was wird überhaupt mitgenommen? Was muss selber zu einem Wertstoffhof gebracht werden? Auch ist es ratsam, rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren, denn in einigen Städten ist der Terminkalender der Entsorger voll belegt, und es kann schwierig werden oder höhere Kosten verursachen, wenn man einen bestimmten Wunschtermin nutzen möchte.

Professionelle Haushaltsauflösung – der einfache Weg

Eine Haushaltsauflösung kostet Zeit und Kraft. Doch ganz ohne Hilfe geht es oft nicht. Wer keine Verwandten vor Ort hat, ist unter Umständen mit einer Haushaltsauflösung durch Profis gut beraten. Hier gibt es die unterschiedlichsten Angebote, und du kannst entscheiden, in welchem Umfang du die Hilfe eines auf Haushaltsauflösungen spezialisierten Unternehmens in Anspruch nehmen willst. Manche Firmen übernehmen sogar die Regelung formeller Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Wohnungsauflösung wie zum Beispiel die Kündigung bei Stromanbietern oder Telefongesellschaften.

Da die Preise der Firmen, die Haushaltsauflösungen übernehmen sehr unterschiedlich ausfallen können, solltest du dir wenigstens drei Kostenvoranschläge einholen.

Die Haushaltsauflösung mit einem professionellen Unternehmen ist wohl die bequemste Variante, aber auch die kostenintensivste. Zudem hast du weniger Einfluss darauf, was aus deinen Sachen wird.

Rechtliches und Formalitäten

Neben dem großen Ausmisten solltest du dich rechtzeitig um Formelles und Rechtliches im Zusammenhang mit der Haushaltsauflösung kümmern. Wurde die Wohnung rechtzeitig gekündigt? Hast du dich bei Anbietern von Strom und Gas abgemeldet? Hierauf solltest du achten:

  • Mietvertrag kündigen bzw. klären, was aus Haus oder Eigentumswohnung wird
  • Verträge und Versicherungen kündigen
  • bei einem Umzug in ein Seniorenheim: Ummeldeformalitäten erledigen – lies hierzu auch unseren ausführlichen Artikel Umzug ins Seniorenheim.
  • Ggf. musst du dich auch um den Verbleib deiner Haustiere kümmern

Besondere rechtliche Gegebenheiten sind zu beachten, wenn der Grund für die Haushaltsauflösung ein Todesfall ist oder wenn die Person, deren Haushalt aufgelöst wird, einen Betreuer hat. Hier gilt es Rechtliches zu klären, bevor die Haushaltsauflösung in Angriff genommen wird. Ein rechtlicher Betreuer kann eine Haushaltsauflösung für eine betreute Person nur durchführen, wenn Wohnungsangelegenheiten in seinen Aufgabenbereich fallen. Damit er Dinge im Namen der betreuten Person veräußern darf, muss er offiziell für Vermögensangelegenheiten zuständig sein. Und um einen Umzug zu organisieren – beispielsweise in ein Altenheim oder eine Pflegeeinrichtung – muss er offiziell über das Aufenthaltsbestimmungsrecht verfügen.

Ist der Grund für die Haushaltsauflösung ein Todesfall, sollten die Erben sich im Einzelfall genau über die rechtliche Lage informieren, bevor sie zur Tat schreiten. Viele wissen beispielsweise nicht, dass auch ein Mietvertrag zum Nachlass gehört. Die Erben müssen weiterhin für die Mietkosten und entstandene und entstehende Nebenkosten aufkommen, und sollten daher schnell kündigen. In Erbgemeinschaften ist es darüber hinaus sehr wichtig, sich gegenseitig über alle Schritte, die man bezüglich der Haushaltsauflösung unternimmt, abzusprechen und zu informieren, damit sich niemand übervorteilt fühlt und Erbstreitigkeiten vermieden werden.

 

Ein Umzug nach Berlin Teil 2: Berliner Luft schnuppern

Ankommen in der Großstadt

Die Möbel sind ausgeladen, die Umzugshelfer haben sich verabschiedet – der Umzug ist geschafft! Doch eigentlich geht es jetzt erst so richtig los. Formalitäten wie Anmeldung oder Ummeldung warten auf Dich und dann musst Du Dich ja auch erst einmal orientieren und einleben in der größten Stadt Deutschlands. Ich habe ein paar Tipps und Adressen für Dich, die Dir das Ankommen in der Hauptstadt erleichtern.

Anmelden und Ummelden in Berlin

„Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht – aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!“ (Anneliese Bödecker 1932 – 2015)

In diesem Sinne: ein herzliches Willkommen an alle Neuberliner. Ab sofort lebt Ihr in der wohl spannendsten Stadt in Deutschland. Doch auch hier muss man sich nicht zuletzt mit ein paar bürokratischen Hürden herumplagen, bevor man sich tatsächlich als Berliner bezeichnen darf.

Nach § 17 BMG musst Du Dich nach einem Umzug innerhalb von zwei Wochen in Deinem neuen Heimatort anmelden. In Berlin vereinbarst Du zu diesem Zweck am besten einen Termin im Bezirksamt bzw. Einwohnermeldeamt – und das möglichst schon vor dem Umzug, denn kurzfristige Termine sind rar gesät. Berlin wächst rasend schnell und die Anforderungen an die Berliner Verwaltung sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Gleichzeitig wird an allen Ecken und Enden gespart – auch beim Personal in den Bürgerämtern. Das macht sich bemerkbar. Einige Verwaltungsvorgänge werden ohne Termin gar nicht mehr durchgeführt. Dafür kannst Du auf der Website berlin.de einfach einen Termin online vereinbaren. Um den Andrang auf die Bezirksämter zu entzerren können Dienstleistungen wie die Anmeldung in allen Ämtern in Anspruch genommen werden, d.h. Du musst nicht notwendigerweise auf einen Termin im Bürgeramt Deines Wohnbezirks warten. Das hat natürlich den Nachteil, dass Du für die Anmeldung im schlimmsten Fall einmal ans andere Ende der Stadt fahren musst. Aber auch so kann man ja seinen neuen Wohnort kennenlernen.

Eine Auflistung, was Du zum Anmeldetermin mitbringen musst, findest Du ebenfalls auf berlin.de. Dazu gehören die üblichen Unterlagen wie Identitätsnachweis, Anmeldeformular, Personenstandsurkunden (z.B. Heiratsurkunde, Geburtsurkunde für die Kinder), Einzugsbestätigung des Vermieters (ein Muster für die Einzugsbestätigung ist ebenfalls auf berlin.de unter Formulare zu finden).

Die Anmeldung bzw. Ummeldung in Berlin ist übrigens gebührenfrei.

Berlin, die kinder- und familienfreundliche Großstadt

Menschen dicht an dicht, knapper werdender Wohnraum, jede Menge Verkehr auf den Straßen. Das hört sich erst einmal nicht nach einem Ort an, an welchem Familien mit Kindern gut und gerne leben. Doch tatsächlich ist Berlin eine sehr kinderfreundliche Großstadt. Denn neben einem breit gefächerten Kultur- und Sportangebot speziell für Kinder gibt es zahlreiche Parks und Grünanlagen, Eltern-Kind-Cafés, Restaurants mit Spielecken und nicht zu vergessen die Spielplätze – die 1900 Spielplätze, um genau zu sein. Vom Dschungel-Spielplatz über Indoorspielplätze bis hin zum Wasserspielplatz ist alles dabei. Nicht umsonst gibt es auf berlin.de für jeden Bezirk einen Überblick über die städtischen Spielplätze.

Tipp: Mit dem Berliner FamilienPass bekommst Du das runde Jahr über Preisvorteile in zahlreichen Einrichtungen und bei verschiedenen Veranstaltungen.

Die Berliner Verkehrsbetriebe

Berliner VerkehrsbetriebeIn Berlin kommt man häufiger in die Verlegenheit, längere Wege zurücklegen zu müssen. Und ganz ehrlich: mit dem Auto durch Berlin zu fahren macht erstens keinen Spaß und zweitens kommt es auch nicht gerade der berüchtigten Berliner Luft zugute. Das Fahrrad ist für viele eine Alternative, und hier tut sich auch so einiges in der Stadt, um Radlern das Leben leichter zu machen. Doch nicht jeder schätzt es, sich stellenweise auf engem Raum auf stark befahrenen Straßen durchschlängeln zu müssen. Ganz ungefährlich lebt es sich nicht als Radfahrer in Berlin. Zum Glück gibt es ja noch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Und auch, wenn von den Berlinern immer wieder gerne über S-Bahn-Ausfälle, U-Bahnverspätungen und unfreundliche Busfahrer gemeckert wird, letztendlich ist das Nahverkehrsnetz in Berlin sehr gut ausgebaut und man kommt mit den Öffentlichen meist hervorragend von A nach B. Zudem gibt es verschiedene Angebote von Kurzstreckenticket und Einzelfahrschein über die Tageskarte bis hin zum Monatsticket Abo. Hier ist für jeden etwas Passendes dabei. Und nicht zuletzt hat die BVG wohl eine der originellsten und mutigsten Werbekampagnen gestartet, um ihr Image aufzupolieren. Ich sage nur: „Is mir egal“!

Kitas und Schulen in Berlin

Auch beim Thema Kinderbetreuung lässt sich Berlin nicht lumpen – zumindest in der Theorie. Seit August 2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Kita oder bei einer Tagesmutter bzw. einem Tagesvater. Doch in der Praxis sieht es nicht ganz so einfach aus, denn die Plätze in der Tagesbetreuung sind hart umkämpft, die Wartelisten zum Teil sehr lang. Die Stadt ist der großen Nachfrage kaum gewachsen. Damit ist gut beraten, wer sich so früh wie möglich um einen Platz bemüht.

Doch um sich um einen Platz bewerben zu können, braucht man in Berlin zunächst den sogenannten Kita-Gutschein. Diesen erhält man auf Antrag beim Jugendamt im zuständigen Bezirk. Der Antrag vermerkt Art und Umfang der Ansprüche auf eine Tagesbetreuung.

Punkten kann Berlin, was die Kosten für die Tagesbetreuung angeht. Denn diese sind nicht zuletzt abhängig vom elterlichen Einkommen. Die letzten drei Jahre vor Beginn der Schulpflicht sind sogar beitragsfrei – lediglich das Essensgeld von 23 Euro monatlich ist dann noch zu bezahlen.

Gute Schulen finden

Berlin hat einen festen Platz auf den hinteren Reihen sämtlicher Bildungsstudien. Doch ist die Auswahl an Schulen glücklicherweise groß und neben den öffentlichen Schulen gibt es zahlreiche Privatschulen – für größere und kleinere Geldbeutel. Dennoch muss man ganz ehrlich festhalten – je weniger gut die soziale Mischung im Wohnbezirk ist, desto schwieriger ist es, eine gute Schule in geringer Entfernung zu finden. Daran konnten auch die zahlreichen Reformen an den öffentlichen Berliner Schulen in den letzten Jahren nichts ändern – da wurde reformiert und wieder zurückreformiert, doch an der Lage hat sich kaum etwas geändert. Wer sich vor der Schulanmeldung seines Kindes ein Bild machen möchte, sollte den Internetauftritt der Bildungsverwaltung nutzen. Hier werden die Schulen vorgestellt und sogar Notendurchschnitte an den Bildungseinrichtungen sowie Berichte der Schulinspektion veröffentlicht. Zudem ist die Anmeldezahl an der Schule ein guter Qualitätshinweis. Diese ist jedoch nur bei den Schulen direkt in Erfahrung zu bringen.

Ein besonders gutes Angebot findet in Berlin, wer sein Kind bilingual bilden lassen möchte. Hier gibt es zahlreiche bilinguale Kitas und Schulen, wie die staatlichen Europaschulen.

Hinweis: Der Grundschulbesuch dauert in Berlin in der Regel sechs Jahre. Dies kann zu Schwierigkeiten führen bei Kindern, die am alten Wohnort bereits die fünfte oder sechste Klasse einer weiterführenden Schule besucht haben. Besonders, wenn das Kind eine Haupt- oder Realschule besucht hat. Denn diese Unterteilung gibt es in Berlin nicht. Die beiden Schulformen werden hier in der Sekundarschule zusammengefasst. Und während es Gymnasien gibt, die bereits ab der fünften Klasse besucht werden können, so beginnt die Sekundarschule in der Regel mit Klasse 7. Hier gilt es also, sich rechtzeitig eine passende Lösung zu überlegen.

Zu guter Letzt noch ein allgemeiner Tipp: Für Neuberliner gibt es sogar ein eigenes Magazin. Das Tagesspiegel-Heft „Neu in Berlin“ hilft allen Zugezogenen, sich in der Hauptstadt schnell und gut zurecht zu finden.

Umzugsknigge Teil 1: Auf gute Nachbarschaft

Ein Umzug geht oftmals mit vielen Veränderungen einher, und man ist auf die Unterstützung und Hilfe anderer angewiesen. Damit Du Dich in all den besonderen Situationen, die ein Umzug mit sich bringt, stets souverän bewegst, starten wir heute unsere neue Serie – den Umzugsknigge. Ob die Vorstellung bei den neuen Nachbarn oder die Trinkgelder für die Möbelpacker: Ich gebe Dir die wichtigsten Tipps, damit Du weißt, was wann angebracht ist – und was nicht.

So klappt’s auch mit den Nachbarn

Im ersten Teil unsres Umzugsknigges geht es um ein paar wichtige neue Menschen in Deinem Leben. Die lieben Nachbarn. Denn wer umzieht, findet sich nicht nur in neuen vier Wänden wieder, sondern auch mitten unter neuen Menschen – im eigenen Haus mit etwas mehr, in der Wohnung mit etwas weniger Abstand. Nachbarn – eine Spezies für sich. Jeder kennt wohl jemanden, der jemanden kennt, der wegen eines ungemähten Rasens in einen regelrechten Kleinkrieg verstrickt wurde. Und schon Friedrich Schiller wusste: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“ Auch, wenn die Nachbarn natürlich nicht Deine neuen besten Freunde werden müssen, es lohnt sich, mit ihnen gut auszukommen. Wer gießt sonst während Deines Sommerurlaubs die Blumen und leert den Briefkasten?

Doch wie machst Du Dich am besten bei den neuen Nachbarn bekannt? Und vor allem: wie hinterlässt Du einen guten ersten Eindruck, auf den man aufbauen kann? Am besten ist es hier, selbst aktiv zu werden und nicht auf eine zufällige Begegnung im Treppenhaus zu warten.

Bei den Nachbarn vorstellen

Beim Umzug in eine Wohnung im Mehrfamilienhaus sollte man sich bei den nächstgelegenen Nachbarn vorstellen – also bei den Nachbarn, deren Wohnung direkt neben, direkt über oder direkt unter der eigenen Wohnung liegt. Bei einem Umzug ins Haus musst Du natürlich auch nicht die gesamte Nachbarschaft abklappern. Aber einmal bei den direkten Nachbarn zu klingeln und hallo zu sagen, gehört zum guten Ton.

Wer möchte und die Gelegenheit hat, kann sich auch bereits vor dem Umzug vorstellen. So kannst Du nicht nur das Eis brechen, sondern die Nachbarn auch zugleich darüber informieren, wann der Umzug stattfindet und sie bitten zu entschuldigen, falls es an diesem Tag im Treppenhaus und Deiner neuen Wohnung etwas lauter zugeht.

Wer die Nachbarn nicht „vorwarnen“ kann, sollte sie zeitnah nach dem Umzug aufsuchen und sich bei dieser Gelegenheit erkundigen, ob es am Umzugstag auch nicht zu laut und störend zuging. Falls noch weitere Arbeiten in Deiner Wohnung anfallen, die mit größerer Lautstärke verbunden sind, kannst Du auch hier die Nachbarn gleich vorwarnen.

Eine kleine Anekdote am Rande: In die Wohnung über unserer zog einmal eine neue Familie ein. Jedes Mal, wenn ich der Frau im Treppenhaus begegnete, entschuldigte sie sich, dass bei ihnen noch immer gebohrt wurde, die Kinder morgens laut herumtrampelten oder es sonst irgendeinen Lärm gab. Und jedes Mal sagte sie, sie würde die Tage einmal einen Kuchen als Entschädigung vorbeibringen. Ich glaube, ich bekomme noch etwa zehn Kuchen von ihr! Etwa ein Jahr später zogen wir der Arbeit wegen in eine neue Stadt. Als die Nachbarin von oben dies hörte, fragte sie doch tatsächlich, ob wir nun auszögen, weil sie zu laut waren. Da konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen, dass sie sogar so laut waren, dass wir gleich die Stadt wechselten. Das war meine kleine Retourkutsche für die versprochenen und nie erhaltenen Kuchen…

Party mit den Nachbarn?

Wer möchte, kann seine Nachbarn natürlich auch zu seiner Einweihungsparty einladen. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie passend eine solche Einladung ist. Du bist 20 und feierst mit Deinen besten Freunden, Tequila und Hiphop den Einzug in die erste eigene Wohnung? Dann fühlen sich die Familie mit den drei Kindern von nebenan und das ältere Ehepaar aus dem Stockwerk über Dir wohl eher fehl am Platz auf Deiner Party. Wer seine Nachbarn durch eine Einladung gerne näher kennenlernen möchte, ist gerade bei einer bunt gemischten Nachbarschaft mit einer exklusiven Einladung nur für die nächsten Nachbarn in einem unverfänglichen Rahmen wie einem kleinen Umtrunk am besten beraten.

In jedem Fall sollte man bedenken, dass man mit einer Einladung in die eigenen vier Wände immer ein gutes Stück von sich und seinem Leben preisgibt. Auf der anderen Seite ist eine solche Einladung ein starkes Signal für die Bereitschaft zu einem guten Miteinander. Hier muss jeder die Vor- und Nachteile für sich abwägen.

Fazit:

Sich bei den nächstgelegenen Nachbarn kurz vorzustellen und sich für durch den Umzug entstandene oder noch entstehende Unannehmlichkeiten zu entschuldigen gehört zum guten Ton. Wer will und es für passend befindet, kann zusätzlich mit einer Einladung in die neuen vier Wände das Eis brechen und die Nachbarn besser kennenlernen.

Ein Umzug nach Berlin – Berlin, Berlin, wir ziehen nach Berlin!

Teil 1: Das ist Berlin! Plus: die besten Tipps zur Wohnungssuche

Berlin ist nicht nur unsere Bundeshauptstadt, sondern auch die größte Stadt Deutschlands. Und jedes Jahr gibt es zahlreiche Zuzügler. Allein im Jahr 2016 entschieden sich 119.000 Menschen, Berlin zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt zu machen. Da gibt es zum Thema umziehen nach und ankommen in Berlin natürlich viel zu erzählen. So wird unsere Städte-Vorstellungsrunde Berlin in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil gebe ich Dir einen Überblick über Berlin als Lebensmittelpunkt und die besten Tipps zur Wohnungssuche in einer Hauptstadt, in der Wohnraum immer knapper und Mieten immer teurer werden.

Berlin ist groß. Berlin ist bunt. Berlin ist laut. Und trubelig. In Berlin ist immer etwas los. Berlin ist eine tolle Stadt. Wer nach Berlin zieht, hat über eine lange Zeit immer wieder Neues zu entdecken und zu erleben. Kein Wunder, dass die Bundeshauptstadt nicht nur 13 Millionen Touristen jährlich anlockt, sondern auch immer mehr Menschen, die die Stadt zu ihrem Lebensmittelpunkt machen wollen. Sei es, weil sich hier tolle Jobmöglichkeiten bieten oder zum Studieren. Doch dies war nicht immer so. In den 1990er Jahren schrumpfte Berlin zunächst, da nach dem Mauerfall viele Berliner ihrer Heimat den Rücken kehrten. Erst seit 2003 wächst Berlin wieder – vor allem durch Neuzugänge. Dabei zieht es nicht nur die Menschen aus anderen deutschen Städten nach Berlin. Berlin ist multikulti und man begegnet Menschen aus aller Herren Länder.

Als „Neuzugang“ muss man sich in Berlin wirklich nicht alleine fühlen – vor allem, wenn man bedenkt, dass von den Menschen, die innerhalb des S-Bahn-Rings leben, nur jeder Dritte in Berlin geboren wurde. Dabei sind die bevorzugten Bezirke der Zugezogenen Pankow, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg. Die „echten“ Berliner findet man eher in den Bezirken drumherum.

Du bist nicht allein: Jede Minute gibt es einen Umzug in Berlin.

Wer die Wahl hat…

Eigentlich kann man sagen, dass die große Stadt an der Spree aus mehreren kleineren Städten besteht. Denn fast jeder der 12 Bezirke hat sein eigenes Zentrum – und seinen eigenen Charme. So hat man bei einem Umzug nach Berlin zunächst die Qual der Wahl, in welchem Stadtteil man sich niederlassen möchte. Zum einen sollte man hierbei natürlich den Arbeitsweg berücksichtigen. Das öffentliche Verkehrsnetz in Berlin (Berliner Verkehrsbetriebe – BVV) ist gut ausgebaut, doch schon ein vermeintlich kurzer Arbeitsweg kann sich an manchen Tagen unvorhergesehen in die Länge ziehen, wenn einmal eine S- oder U-Bahn ausfällt oder Bauarbeiten auf der Strecke zur Nutzung von Schienenersatzverkehr zwingen. Und zu den Stoßzeiten mit dem Auto durch die Stadt zu fahren ist zum einen keine wahre Freude und zum anderen der ohnehin hohen Luftbelastung nicht zuträglich. Wer also keine Lust hat, viel Zeit auf dem Weg zur Arbeitsstelle zu verbringen, sucht sich Wohnraum in der Nähe des Arbeitsplatzes. Des Weiteren spielt natürlich die Infrastruktur des Bezirks bzw. des Ortsteils eine Rolle. Wer als Student nach Berlin zieht hat sicher andere Ansprüche als eine Familie mit drei Kindern. Und last but not least gibt es teilweise erhebliche Preisunterschiede von Stadtteil zu Stadtteil. So entscheiden nicht nur persönliche Vorlieben, sondern auch der Geldbeutel, wo man in Berlin gut wohnen kann. Denn konnte man bis vor einigen Jahren in Berlin noch wirklich günstig mieten oder kaufen, so sind die Preise für Wohnraum inzwischen enorm gestiegen. Spitzenreiter den Quadratmeterpreis betreffend sind Bezirke wie Mitte und Charlottenburg Wilmersdorf, hier liegt der durchschnittliche Mietpreis schon deutlich über zehn Euro pro Quadratmeter. Dahingegen bezahlt man in den Bezirken außerhalb des S-Bahnrings zum Teil weitaus weniger. Schlusslicht ist, was die Wohnungspreise angeht, aktuell der Stadtrand von Berlin-Spandau mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von knapp sechs Euro pro Quadratmeter.

Wovon man sich bei der Wahl eines Bezirks zum Wohnen nicht leiten lassen sollte, sind die gängigen Klischees.

„Prenzlberg“ ist die Heimstatt der Latte Macchiato Mamas und Papas? In Charlottenburg geht es noch gut bürgerlich zu? Friedrichshain-Kreuzberg ist was für Studenten und in die Jahre gekommene Punks? In Grunewald leben nur die Reichen und Schönen? Zum einen gibt es auch innerhalb der Bezirke wesentliche Unterschiede von Ortsteil zu Ortsteil, zum anderen ist das, was heute noch gilt, morgen vielleicht schon ganz anders. So hat sich Neukölln, das den meisten nur durch negative Schlagzeilen aus der Presse bekannt war, in den letzten Jahren zum hippen Bezirk mit angesagten Kneipen und Clubs gemausert, der vor allem immer mehr junge Menschen anzieht.

Für alle, die sich in Berlin niederlassen möchten, lohnt es sich, sich vorab von den Bezirken bzw. Ortsteilen, die in die nähere Wahl gekommen sind, ein eigenes Bild zu machen.

Wohnungssuche in Berlin

Wenn man sich entschieden hat, wo genau man sich das Leben in Berlin vorstellen kann, geht das große Suchen los. Und ja, damit kann man eigentlich nicht früh genug anfangen. Denn Berlin ist zwar immer in Bewegung und an Wohnungsinseraten im Wunschbezirk wird es nicht mangeln, dennoch kann man davon ausgehen, dass man einer von vielen ist, der sich um eine Wohnung bewirbt. Dies betrifft gerade die beliebten Stadtteile und die schönen typischen Berliner Altbauwohnungen. Die Vermieter haben in Berlin für gewöhnlich die Wahl. So ist es ratsam, gleich von Beginn an einen guten Eindruck zu machen und sich von der Masse der Bewerber abzuheben:

  • Nimm immer alle Unterlagen zu Besichtigungsterminen mit, manche Vermieter nehmen Bewerber, die nicht alles dabeihaben, gar nicht erst in die engere Auswahl. Zu den üblichen Unterlagen gehören: Einkommensnachweis bzw. Arbeitsvertrag, Kopie des Personalausweises, Schufa-Auskunft und Mietschuldenbescheinigung.
  • Nimm von Anfang an persönlichen Kontakt zum potentiellen Vermieter bzw. zur vertretenden Hausverwaltung auf – also anrufen statt Email schreiben und am besten gleich ein paar interessierte Fragen zur Wohnung stellen. Auch bei der Besichtigung ist es vorteilhaft, mit dem Vermieter ins Gespräch zu kommen. So machst Du einen guten Eindruck und bleibst im Gedächtnis.

BerlinZudem solltest Du Folgendes bei der Wohnungssuche in Berlin beachten:

  • Wer nicht nach der eierlegenden Wollmilchsau sucht, sondern auch zu Abstrichen bereit ist, erhöht seine Chancen.
  • Vitamin B hilft! Du hast schon Freunde, Bekannte oder Verwandte in der Stadt – oder wenigstens ein paar Facebookbekanntschaften? Verbreite so weit wie möglich, dass Du auf der Suche nach einer Wohnung in Berlin bist. Auf diese Weise hat man am ehesten die Chance etwas über freien Wohnraum zu erfahren, der noch nicht offiziell inseriert wurde. PS: Auch ein neuer Arbeitgeber hilft manchmal gerne bei der Wohnungssuche.
  • Wirf auch einen Blick auf kleinere, unbekanntere Portale, in den Kleinanzeigenteil der Zeitungen und Zeitschriften oder auf das Schwarze Brett im Supermarkt in Deinem Traumkiez. Wer sucht, wo sonst kaum jemand nachsieht, stößt vielleicht auf das ein oder andere Schätzchen.
  • Aktiv werden: Lass Dich finden, anstatt zu suchen und schalte selbst eine Anzeige oder mache einen Aushang. Ein Makler, der passende Angebote für Dich raussucht, Wohnungen besichtigt, mit Vermietern spricht und die nötigen Kontakte hat, kann Dir viel Zeit und Nerven sparen. Auch kann es sich lohnen, direkt bei Hausverwaltungen nachzufragen, was sie derzeit im Angebot haben.

Vorsicht vor sogenannten Wohnungsvermittlungsvereinen!

Diese Vereine geben sich einen gemeinnützigen Namen, haben aber nur den eigenen Gewinn im Sinn. Man zahlt einen Mitgliedsbeitrag von bis zu 150 Euro, doch dass man über den Verein eine Wohnung erhält, ist ausgesprochen selten der Fall.

Ein Umzug nach Berlin ist eine aufregende Sache und gerade das Thema Wohnungssuche sollte man hier nicht auf die leichte Schulter nehmen. Doch ist man erst einmal angekommen, wird man sich schnell wohlfühlen. Denn Berlin hat einige Angebote in Petto, die gerade Neuzugängen das Leben erleichtern sollen. Hierüber wird es unter anderem im zweiten Teil von „Ein Umzug nach Berlin“ gehen.

Im zweiten Teil von „Ein Umzug nach Berlin“ dreht sich alles ums Ankommen in der neuen Heimat Berlin mit konkreten Tipps zu Behördengängen und zum Einleben in der Großstadt.

 

Ein Umzug nach Dresden – die Besonderheiten

Verena Mai vom Dresdner Immobilien Portal sz-immo.de hat uns in einem Gastbeitrag beleuchtet, was es bei einem Umzug speziell in die Elbestadt Dresden so zu beachten gibt – und warum es sich lohnt, gerade in diese Stadt zu ziehen.

Ein Umzug nach Dresden ist eine gute Wahl

Wer einen Umzug nach Dresden plant, der wird nicht enttäuscht. Die Stadt an der Elbe gilt als eine der schönsten Städte Deutschlands. Eine traumhaft schöne Altstadt, Kunstschätze von Weltrang, ein lebendiges Szeneviertel und Anschluss ans internationale Kulturgeschehen in Form von Oper, Konzerten, Tanz und innovativen Ausstellungen. Die Stadt ist sehr grün und das Erholungsgebiet Sächsische Schweiz liegt nur wenige Kilometer vor den Toren der Stadt. Zugezogene finden schnell Anschluss, gelten die Dresdner doch als sehr offenherzig.

Willkommen in Elbflorenz

Dresden ist eine Stadt zum Flanieren. Eine Stadt, die beinahe nahtlos in eine zauberhafte Umgebung übergeht. Die Elbe, der Große Garten, die Dresdner Heide – es ist nicht schwer, in Dresden ins Grüne zu kommen, die Sächsische Schweiz ist gerade mal eine halbe Stunde entfernt. Auch sonst sind alle nötigen Zutaten zum Wohlfühlen vorhanden: ein vielfältiges Kulturgeschehen und die verschiedensten Ortsteile.

Unterschiedliche Stadtviertel prägen Dresden

Die Stadtviertel der Stadt zeichnen sich durch eine hohe Vielfältigkeit aus. So hat jeder Stadtteil sein ganz eigenes Gesicht. Ob es nun die mondäne Altstadt mit Kunst und Kultur oder die beschauliche Lage am Elbhang mit Blick auf die Altstadt oder das lebendige Szeneviertel Dresden Neustadt mit Party bis zum Morgengrauen ist – in Dresden findet jeder sein eigenes Viertel.

Daneben ist Dresden eine der grünsten Städte Europas. Zahlreiche Parks und die wunderbaren Elbwiesen laden zum Entspannen ein.

Mondän, spontan oder doch lieber studentisch

Wer es beispielsweise lieber etwas mondäner mag, der kommt in der Altstadt voll auf seine Kosten. Der Stadtteil ist von prächtigen Barockbauten und profanen Herrschaftsbauten geprägt. Hier befinden sich auch viele der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Zwinger, das Residenzschloss und das Terrassenufer sowie die größte Shoppingmeile der Stadt bis hin zum prächtigen Elbpanorama. Das bringt allerdings auch einige Besonderheiten mit sich: Hier zu wohnen ist alles andere als günstig und die Altstadt wird täglich von zahlreichen Touristen besucht.

Das genaue Gegenteil ist die Neustadt. Hier können sich spontane Typen so richtig ausleben. Das Viertel wird von zahlreichen angesagten Clubs, Bars und Kneipen sowie Bistros bevölkert. Fast überall im Viertel gibt es etwas Köstliches zu Essen. In der Neustadt finden die besten Partys in Dresden statt. Hier leben junge, moderne und aufgeschlossene Menschen – ein buntes Gemisch der verschiedensten Leute.

Ein ganz besonderer Stadtteil ist die Südvorstadt. Hier stehen Plattenbauten und moderne Neubauten sowie Altbauten aus dem 19. Jahrhundert nebeneinander. Auch die Technische Universität befindet sich in dem Viertel. Daher wundert es auch nicht, dass viele Studenten aus der ganzen Welt in der Südvorstadt leben.

Umzug sollte gut geplant werden

Wer einen Umzug nach Dresden plant, der sollte gut vorbereitet sein. So lässt sich viel Stress vermeiden. Neben der rechtzeitigen Beschaffung des Verpackungsmaterials, der Planung von Demontage, Transport und Wiederaufbau von Mobiliar und die Organisation der Umzugshelfer, ist auch an die erforderlichen Behördengänge zu denken. Es besteht auch die Möglichkeit, sich von professionellen Dienstleistern helfen zu lassen. Sehr hilfreich sind auch Foren mit Tipps rund um den Umzug. Eine Übersicht der wichtigsten Behörden in Dresden gibt’s hier.

Übrigens: Im zweiten Beitrag meiner neuen Artikelserie zu lebenswerten Städten in Deutschland gucke ich mir die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn etwas genauer an!

Umzug in die Großstadt: So startest du günstig

Es gibt viele Gründe, warum ein Umzug in eine neue Stadt notwendig ist. Und manchmal ist es die pure Lust auf etwas Neues, die junge Menschen aus ihren Dörfern und Kleinstädten in die Großstadt zieht. Großstädte sind teuer, so lautet das verallgemeinernde Urteil derjenigen, die dich nicht gehen lassen wollen. Doch das ist so nicht richtig. Tatsächlich bieten Großstädte eine enorme Vielfalt an Möglichkeiten und das gilt auch für diejenigen, die einen schmalen Geldbeutel haben. Am Beispiel der größten deutschen Stadt, nämlich Berlin, liefern wir dir Tipps, wie du günstig in dein neues Leben startest.

Tipp 1: Günstige Energieversorger suchen

Fixkosten gering halten, so lautet das Credo für alle, die günstig leben wollen. In einer Großstadt heißt das, dass du für deine hoffentlich preiswerte Wohnung auch günstige Anbieter für Strom und Heizenergie wählst. Der Stromanbieterwechsel auf stromvergleich.de ist simpel und liefert dir schnell die günstigsten Anbieter in der Region. Gibst du zum Beispiel die Postleitzahl 10965 für Berlin-Kreuzberg ein und wählst einen Einpersonenhaushalt aus, dann generiert sich eine Liste der günstigsten Anbieter, die du in diesem Postleitzahlenbereich beauftragen kannst. Du musst dich nur entscheiden, wer den Auftrag erhalten soll. Alles andere läuft praktisch automatisch ab. Du informierst den neuen Anbieter über den gewünschten Bezugstermin, nennst die Adresse und gibst weitere persönliche Daten an, die für die Beauftragung relevant sind. Und wenn du dann in der neuen Wohnung startest, beziehst du pünktlich Strom zum günstigsten Preis.

Dasselbe Prinzip gilt auch für den Gaslieferanten. Voraussetzung ist, dass du den Gaslieferanten selber auswählen kannst, denn das ist in manchen Mehrparteienhäusern nicht möglich. Das solltest du vorab mit dem Vermieter klären.

Übrigens, hier habe ich Tipps zum Thema Sonderkündigung bei Strom und Gas.

Tipp 2: Günstigen Anbieter für Internet und Telefon beauftragen

Sind Strom- und Gaslieferant gewählt, geht es daran, den besten Anbieter für Telefon und Internet zu finden. Auch für diesen Bereich gibt es praktische Vergleichsrechner, die dir für deine Zwecke den günstigsten Anbieter vorschlagen. Wenn du keine Vorstellung davon hast, welcher Tarif für dich geeignet ist, weil du dein neues Telefon- und Surfverhalten in der neuen Stadt nicht abschätzen kannst, solltest du dich nicht auf einen Vertrag mit langer Laufzeit einlassen. Cleverer ist es, wenn du in den ersten Monaten einen günstigen Prepaid-Tarif nutzt. Sobald dir klar geworden ist, wie viel Datenvolumen, Telefonminuten oder SMS du monatlich brauchst, kannst du dich immer noch für einen Vertrag entscheiden. Übrigens: In Zeiten von WhattsApp und Viber kannst du Nachrichten kostenlos schicken und auch das Telefonieren ist über diese Anbieter gratis.

Hier auch noch ein Tipp zur Sonderkündigung des Telefon- und/oder Internetanbieters.

Tipp 3: Welcome Pakete nutzen

Viele Städte bieten für neue Bürger attraktive Welcome Pakete an. In Berlin sind die Angebote breit gefächert. Es gibt zum Beispiel die Berlin Welcome Card, zu haben unter berlin-welcomecard.de. Sie wird in unterschiedlichen Tarifen angeboten. Die Karte selber berechtigt zur Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und gewährt zudem ermäßigten Eintritt in viele Museen, Shows und Attraktionen. Wer gar nichts ausgeben will, informiert sich unter gratis-in-berlin.de, was es wann und wo zu sehen gibt.

Welcome-Package Berlin
Millionen Menschen nutzen täglich die öffentlichen Nahverkehrsmittel. Sie sind schnell und günstig.

Tipp 4: Tarife für den öffentlichen Nahverkehr checken und clever auswählen

Fährst du Rad oder Auto? Letzteres ist in Berlin einfach überflüssig, zumindest dann, wenn du mitten in der Stadt und nicht weitab in den Außenbezirken lebst. Das öffentliche Nahverkehrsnetz ist enorm gut ausgebaut und du kommst schnell von einem Ort zum anderen. Um Geld zu sparen, solltest du dir unter bvg.de die Tarifangebote genau ansehen und auch die Abo-Varianten durchrechnen. Wenn du zum Beispiel ein ganzes Jahr durch ganz Berlin (Zonen A, B und C) fahren willst, kannst du das für rund 80 € monatlich tun. Bist du nur in den Zonen A und B unterwegs, zahlst du nur rund 60 € monatlich. Die Kosten für ein Auto liegen weit darüber. Das, was für Berlin gilt, gilt auch für die meisten anderen Großstädte. Es ist kostengünstiger, den ÖPNV zu nutzen und komplett auf ein Auto zu verzichten. Doch es ist auch immer eine Einzelfallentscheidung, denn abhängig davon, wo deine neue Wohnung und deine neue Arbeitsstelle liegen, musst du individuell prüfen, was die beste Option für dich ist. Übrigens: Oft ist Fahrradfahren in Kombination mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die cleverste Lösung, die nicht nur ganz viel Geld spart, sondern auch für Flexibilität sorgt.

Tipp 5: Foodsharing Angebote unterstützen und nutzen

Im Foodsharing steckt nicht nur eine Menge Sparpotenzial für dich und andere. Es unterstützt auch nachhaltigen Konsum. Kennst du das auch? In deinem Kühlschrank liegt ein leicht verwelkter Salat, der Apfel ist nicht mehr taufrisch und das Knäckebrot nicht ganz so knackig. Beim Foodsharing bringst du deine Lebensmittel, die eigentlich zu schade zum Wegschmeißen sind, zu einer Sammelstelle. Das Besondere daran ist, dass du dich auch an anderen Lebensmitteln bedienen kannst. Brot, Obst, Gemüse oder Süßes – hier ist alles umsonst. In vielen Großstädten macht das Konzept Schule und rettet Lebensmittel vor dem Müll. Profitieren darf jeder. In Berlin stehen an ausgewählten Orten Kühlschränke, andere Städte organisieren sich in Jugendheimen, Studentenwohnheimen oder anderswo. Die offizielle Foodsharing Organisation fährt Supermärkte, Hotels und Cafés ab, um Lebensmittel abzuholen und sie an Bedürftige weiterzugeben. Eine gute Sache, die nicht nur Geld spart, sondern zudem wirklich Gutes bewirkt.

Fazit: Augen auf in der neuen Stadt

Es gibt in jeder Großstadt individuelle Angebote, die sich günstig auf deinen Geldbeutel auswirken. Wenn du beim Umzug in die neue Stadt sparen willst, dann fängst du am besten bereits mit kostenlosen oder sehr günstigen Umzugskartons an, spannst deine Freunde als Umzugshelfer ein und bittest deine Mutter, für die Verpflegung zu sorgen – gratis, versteht sich. Du kannst bereits vor dem Umzug checken, wie du in der neuen Stadt am besten sparen kannst, damit du von Tag 1 an nicht zu viel Geld ausgibst. Fest steht, dass Großstädte nicht teuer sein müssen. Es kommt darauf an, welche Angebote du nutzt.

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Was macht einen guten Umzugshelfer aus?

Umzugshelfer – egal ob Freunde, Bekannte, Verwandte oder Studenten, die sich ihr Taschengeld aufbessern wollen – gibt es in zwei Varianten: Es gibt die handwerklich geschickten, organisationsstarken Umzugshelfer und es gibt die, die nur mit viel Glück die Beschriftung auf den Umzugskartons richtig lesen und auch umsetzen können. Fakt ist: Wer um die Stärken und Schwächen des Umzugstrupps weiß, kann sie nach eben diesen auch passend einsetzen.

Heute drehen wir die Sicht daher einmal um und gucken uns (aus der Perspektive des Helfers) an: Was macht eigentlich einen guten Umzugshelfer aus? Was muss er mitbringen (an Fähigkeiten, aber auch an Material), wie kann er sich auf seine Rolle vorbereiten und wie sieht es eigentlich mit der eigenen Haftung aus?!

Welche Werkzeuge sollte der Umzugshelfer immer am Mann/an der Frau haben?

Wie die Werkzeugtasche bestückt ist, die der Umzugshelfer um die Hüfte trägt, ist abhängig davon, wo er eingesetzt wird. Im Ab- oder Aufbau-Trupp ist der Akkuschrauber mit mindestens zwei voll aufgeladenen Akkus zum Austauschen das wichtigste Werkzeug. Ein Bleistift, der vielleicht sogar in echter Handwerker-Manier hinters Ohr gesteckt wird, und ein Hammer gehören ebenfalls dazu. Wer zu den Lastenträgern gehört, der braucht sicherlich Handschuhe sowie Spanngurte oder eine Sackkarre.

Wer hingegen in der Gruppe der Kisten-Packer eingeteilt ist, der braucht vor allem Klebeband (möglichst auf einer Abrollhilfe) und einen dicken, schwarzen Stift, um die Kisten ordentlich beschriften zu können. Zeitungspapier, um zerbrechliches Hab und Gut ordentlich zu verpacken, sollte – ebenso wie Packkartons – vorhanden sein. Der Ausräum-Trupp hingegen braucht ein Cutter-Messer und das logistische Grundverständnis, dass erst der Aufbau-Trupp den Schrank aufstellen muss, damit der Ausräum-Trupp seine Arbeit tun kann.

Worauf muss ein guter Umzugshelfer am Tag X achten?

Einer muss am Tag des Umzugs den Hut aufhaben. Ob das nun derjenige ist, der umzieht, oder diejenigen, die dabei helfen – das liegt meist an den Personen selbst und an dem Maß an Organisationsgeschick, das sie mitbringen. Wichtig ist: Arbeit muss am Umzugstag nicht zwingend angeschafft werden. Ein guter Umzugshelfer zeichnet sich auch darüber aus, dass er die Arbeit sieht, die vielleicht auf keinem gut organisierten Flipchart steht, sondern einfach anfällt. Hinzu kommen Grundeigenschaften wie Fleiß, Kraft, Geschick und Teamfähigkeit. So ausgerüstet, kann am Umzugstag fast nichts mehr schiefgehen.

Was ist eigentlich in punkto Haftung zu bedenken?

Die Unterstützung von Freunden und Bekannten ist die günstigste Variante, um einen Umzug zu stemmen. Allerdings kann es spätestens dann zu einer Belastungsprobe der Freundschaft kommen, wenn im Eifer des Gefechts etwas zu Bruch geht. Die gelebte Praxis sieht so aus: Wer unbezahlt beim Umzug hilft, erweist einen Freundschaftsdienst. Unterstellt wird in diesem Fall eine Haftungsbeschränkung. Die ausführliche juristische Abwägung steht im Juraforum.

Das Fazit dort lautet: „Normalerweise brauchen private Umzugshelfer die unentgeltlich beim Umzug mithelfen nicht befürchten, dass sie für angerichtete Schäden gegenüber dem Umziehenden oder Dritten aufkommen müssen. Ein Restrisiko kann jedoch mangels höchstrichterlicher Entscheidungen nicht ganz ausgeschlossen werden. Um ganz sicherzugehen, sollten sie dies jedoch mit dem Umziehenden schriftlich einen Haftungsausschluss sowie eine Haftungsfreistellung gegenüber Dritten im Falle der leichten Fahrlässigkeit ausdrücklich vereinbaren. Dies sollte schriftlich geschehen.“

Eine zwar nicht kostenlose, aber immer noch kostengünstige Option, ist das Anheuern von Studenten. Werden diese von einer Umzugshelfer-Agentur vermittelt, sind sie dort direkt versichert. Meist sind sie kurzfristig verfügbar, engagiert und motiviert.

Siehe hierzu auch meinen Artikel: Studentische Umzugshelfer engagieren: Worauf musst Du achten?

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es für Umzugshelfer eigentlich?

Wer einen Umzug plant, der weiß: Helfende Hände werden zum Einpacken, zum Auspacken, zum Tragen sowie zum Ab- und Aufbauen gebraucht. Doch im Grunde ist das nur eine Hälfte der Einsatzgebiete, die es am Umzugstag zu besetzen gilt.

  • Die beliebtesten Helfer sind im Verpflegungstrupp. Sie sorgen für Häppchen, die zwischen LKW ausladen und Möbel aufbauen für neue Kraft sorgen. Sie achten darauf, dass Getränke in ausreichendem Maß zu Verfügung stehen und, dass es Kaffee sowie die eine oder andere Nascherei gibt.
    Tipp: Je Büffet-artiger die Verpflegung ausfällt, desto weniger kommt der Durchhänger nach dem üppigen Mahl. Wer bereits früh morgens Kisten schleppt, bekommt nach einer üppigen Mahlzeit am Mittag sehr schnell die sogenannte Bettschwere und ist nur mühsam wieder zu motivieren.
  • Besonders wichtig ist für den Umzugstag die Betreuung von Kindern und Tieren zu organisieren. Sprich: Ein Babysittermuss dafür sorgen, dass die Kinder entweder beim Umzugstrubel komplett außen vor sind oder unter ständiger Beobachtung kleine Aufgaben erledigen dürfen. Bei Tieren gilt hingegen: Am besten ein oder zwei Tage vorher ausquartieren und erst dann ins neue Heim lassen, wenn sich der Trubel gelegt hat.
    Tipp: Mehr Infos hierzu findest du auch in meiner Artikelserie zum Umzug mit Kindern.
  • Wo gehobelt wird, fallen Späne. Das ist nicht nur irgendein Sprichwort, sondern die Wahrheit, die am Umzugstag den Bedarf an Renovierungskräften aufkommen lässt. Im günstigsten Fall geht es bei den Renovierungsarbeiten (siehe hierzu diesen Artikel) lediglich um das Streichen der Wände oder das Verspachteln von Löchern. Meist arbeitet der Renovierungs-Trupp mit dem Putztrupp Hand in Hand. Putztipps für Boden, Küche oder Bad gibt es hier.