Umzug Überseetransport – auf zu neuen Ufern!

Ein Umzug in ein anderes Land ist immer eine besonders aufregende Angelegenheit. Und je weiter man sich von der alten Heimat mit dem neuen Wohnsitz entfernt, umso spannender wird es – aber auch umso umständlicher und kostenintensiver. Wenn dann noch eine ganzer Ozean zwischen dem alten und dem neuen Zuhause liegt, hast du vor allem für den Überseetransport eine Menge zu klären.

Kosten von Anfang an im Blick behalten

Am Anfang eines jeden Überseeumzugs sollte die Frage stehen: Was nehme ich mit? So ein Überseetransport ist niemals eine günstige Angelegenheit und bevor du die zum Schnäppchenpreis erworbene Schrankwand von einem Kontinent auf den anderen verfrachtest, solltest du dir gut überlegen, ob sich der Aufwand lohnt. Bei bestimmten Möbelstücken kann ein Neukauf vor Ort kostengünstiger ausfallen als der Transport. Dann kommt es auch darauf an, ob du langfristig ins Ausland ziehst oder nur für einen bestimmten Zeitraum. Ist Letzteres der Fall, kann es sich lohnen, nur das Allernötigste mitzunehmen und den Großteil deines Hab und Guts einzulagern – entweder in einem angemieteten Lagerraum oder bei Verwandten oder Freunden mit viel Platz im Keller. Und vor Ort wird dann eine möblierte Wohnung angemietet. Behalte die möglichen Kosten von Anfang an im Blick. Überlege, was dir wichtig ist, was du verkaufen und günstig neu kaufen kannst und erkundige dich rechtzeitig, ob und wo du Lagermöglichkeiten findest.

So ein Überseeumzug will in jedem Fall gut kalkuliert sein. Hast du entschieden, in welchem Umfang deine Möbel und persönlichen Gegenstände mitumziehen, solltest du dir Kostenvoranschläge von wenigstens drei Transportunternehmen einholen, um vergleichen und das beste Angebot aussuchen zu können.

Luftfracht oder Schiff?

In der Regel ist ein Überseetransport von Hab und Gut mit einem Container auf einem Schiff deutlich günstiger als ein Umzug per Luftfracht. Allerdings braucht ein Containerschiff auch deutlich länger, um an den Zielort zu kommen. Ganz Eilige müssen hier also vor allem den Kostenfaktor gegen den Zeitfaktor abwägen.

Diese Kosten kommen auf dich zu

Größere Umzüge werden für gewöhnlich mit dem Containerschiff bewältigt. Die genauen Kosten hängen hier von verschiedenen Faktoren ab. Letztendlich kommt es darauf an, wie viel cbm groß der Container sein muss und wie genau die Entfernung zur neuen Heimat ist. Desweiteren spielt eine Rolle, welchen Zoll- und Einfuhrbestimmungen die zu transportierenden Gegenstände unterliegen und ob der Container vom Ankunftshafen bis zur neuen Adresse transportiert werden soll.

Die genauen Kosten eines Überseeumzugs sind von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Hier jedoch ein paar Beispiele als Anhaltspunkt:

Neue Heimat Containergröße Kosten
Kanada 20 Fuß ca. 6000 €
China 40 Fuß ca. 6000 €
Australien 40 Fuß ca. 9000 €

Von Haustür zu Haustür

Einen Überseeumzug kannst du bei vielen Unternehmen als Door-to-Door-Service buchen. Das bedeutet, dass der Container mit deinen Habseligkeiten direkt bis zu deiner neuen Wohnung bzw. deinem neuen Haus gebracht wird. Auf diese Weise ersparst du dir, deine Sachen beim Zoll abholen zu müssen und selbst aufwendigen Formalitäten nachkommen zu müssen. Natürlich kostet ein solches Rundum-sorglos-Paket entsprechend.

Einfuhr- und Zollbestimmungen beachten

Bevor es ans Kisten packen für den Überseetransport geht, solltest du dich genauestens über die Einfuhr- und Zollbestimmungen in deinem neuen Heimatland erkundigen. So ersparst du dir unter Umständen weitere Kosten, bürokratischen Aufwand und eine Menge Ärger. So musst du in einigen Ländern darauf achten, dass nicht das geringste Bisschen Erde an eingeführten Schuhen, Werkzeugen oder Kleidung ist. Australien und Neuseeland beispielsweise sind sehr darauf bedacht, nicht durch fremde Erde und darin enthaltenen blinden Passagieren die heimische Flora und Fauna zu schädigen. Für Teppiche, Schmuck, Kunstgegenstände und bestimmte Elektrogeräte musst du bei der Einfuhr in vielen Ländern einen Zollantrag stellen und Steuern bezahlen.

Ein auf Überseetransporte spezialisiertes Umzugsunternehmen bzw. eine entsprechende Spedition kennt sich in der Regel aus, was Zoll- und Einfuhrbestimmungen angeht. Ggf. kannst du das Stellen entsprechender Anträge etc. gleich als Service mitbuchen.

Zollbestimmungen und Einfuhrformalitäten sind bei Gegenständen die per Luftfracht transportiert werden häufig besonders umfangreich und aufwendig. So kann es sich lohnen, wenn du auch kleinere Umzugsdinge nicht mit in den Flieger nimmst sondern mit deiner Seefracht verschickst.

Und so läuft dein Überseetransport ab

Hast du dich über Einfuhr- und Zollbestimmungen im Zielland informiert und dir genau überlegt, welche Gegenstände du mit umziehen möchtest, geht es darum, abzuschätzen, welche Größe der Container für den Transport haben sollte. Spätestens jetzt ist es sinnvoll, Kontakt zu Umzugsunternehmen oder Transportunternehmen aufzunehmen, die auf Überseeumzüge spezialisiert sind. Ein Fachmann kann am besten abschätzen, wie viel Raum dein Hab und Gut einnehmen wird. Hast du dich für ein Transportunternehmen entschieden, kann es theoretisch auch schon ans Packen gehen. Ist der Container beladen, wird er zunächst zum nächstgelegenen Hafen gebracht. Meist ist das Hamburg oder Bremerhaven. Hier wird der Container zwischengelagert, bis es aufs Schiff geht, das deine neue Heimat ansteuert. Auch am Zielhafen wird der Container zunächst zwischengelagert. Der Inhalt muss noch vom Zoll freigegeben werden, bevor der Container an deine neue Adresse geliefert werden kann.

So ein Überseeumzug kann Tage bis Wochen in Anspruch nehmen. Plane daher bei einem Überseetransport genug Zeit ein und organisiere alles rechtzeitig, damit deine Habseligkeiten nicht noch auf hoher See sind, während du schon seit Wochen  in der neuen Wohnung lebst – ohne Bett und ohne Stuhl…

Ist der Container ausgeladen, wird er vom Transportunternehmen wieder abgeholt.

Transportversicherung

Auch wenn auf der Strecke zum Zielort keine Eisberge liegen, bei einem Überseetransport kann auch einmal etwas schief gehen. Zwar haften auch die Transportunternehmen für Schäden, jedoch beschränkt sich die Haftung auf 620 € pro Kubikmeter Umzugsgut und der Schaden muss zu 100 % vom Transportunternehmen selbst verursacht sein. Geht zum Beispiel etwas zu Bruch, weil du es nicht gut genug verpackt hast oder weil Dritte den Schaden verursacht haben, bleibst du auf den Kosten sitzen oder bekommst durch die Versicherung einer dritten Person nur den Zeitwert erstattet. Eventuell kann sich daher eine gesonderte Transportversicherung für dich lohnen. Lies hierzu auch unseren Artikel Umzug & Versicherungen – Transportversicherung und achte darauf, dass diese Versicherung den Anschaffungswert beschädigter Güter ersetzt.

Checkliste Überseetransport

Zum Abschluss noch einmal im Überblick alles, an was du für den Überseetransport denken musst:

  • Was kommt mit? Aussortieren, zwischenlagern, verschenken, verkaufen…
  • Über Einfuhr- und Zollbestimmungen am Zielort informieren
  • Kostenvoranschläge von mindestens drei Transportunternehmen einholen – am besten mit Door-to-Door-Service
  • Vom Fachmann Containergröße bestimmen lassen
  • Termin zum Verschiffen rechtzeitig ausmachen
  • Sorgfältig packen – ggf. von den Profis vom Transportunternehmen packen lassen, damit alles stoßfest und bruchsicher verpackt ist
  • Ggf. Transportversicherung abschließen

Umzug & Versicherungen – Transportversicherung

Eine Haftpflichtversicherung fordern die meisten Vermieter beim Einzug und das frisch gebaute Eigenheim sollte man mit einer Gebäudeversicherung versehen. Doch welche Versicherungen sind darüber hinaus sinnvoll und wichtig und auf was kannst du getrost verzichten? In dieser Artikelserie erfährst du, welche Versicherung beim oder nach dem Umzug für wen empfehlenswert ist. Den Anfang macht die Transportversicherung, mit der du dein Hab und Gut gegen beim Umzug entstehende Schäden versichern kannst.

Bereits den Umzug selbst kann man versichern lassen. Dies macht aber nur in bestimmten Fällen Sinn. Es gilt abzuwägen, ob dich die Versicherung im Verhältnis zum Wert der versicherten Gegenstände nicht zu teuer kommt. Zudem kannst du das Risiko, ob dein Hab und Gut beim Umzug Schaden nimmt, teilweise selbst beeinflussen bzw. minimieren. Ich verrate dir, wie du das schaffst und ob sich eine Umzugsversicherung bzw. Transportversicherung für dich lohnt.

Transportversicherung beim Umzug mit den Profis

Einpacken, Treppen runter, in den Wagen schmeißen, die Vollbremsung auf dem Weg zur neuen Wohnung, ausladen, durch das enge Treppenhaus in den dritten Stock, abladen, auspacken – so ein Umzug kann zur Zerreißprobe für deinen Hausrat werden. Und die Lieblingsvase vom Antiquitätenmarkt in Amsterdam überlebt ihn vielleicht nicht. Doch wer haftet im Fall der Fälle? Die Hausratsversicherung greift in der Regel nur bei Schäden am Versicherungsort, nicht aber auf dem Transportweg. Wenn du mit einem Umzugsunternehmen umziehst, haftet das Unternehmen für Schäden, die von den Umzugshelfern verursacht werden. Doch Vorsicht, dies gilt nur, wenn die Umzugshelfer zu 100 Prozent den Schaden verursacht haben. Entsteht beispielsweise ein Schaden, weil du Umzugsgut nicht richtig verpackt hast, dann ist die Firma nicht in der Verantwortung. Ausgenommen sind auch Schäden durch unabwendbare Ereignisse wie Naturkatastrophen sowie durch Dritte verursachte Unfälle.

Ist der Schaden jedoch eindeutig auf die Fahrlässigkeit der Umzugshelfer zurück zu führen, haftet das Unternehmen mit einer Grundhaftung von 620 € pro Kubikmeter Umzugsgut.

Festgelegt ist dies durch Paragraph 451 e des Handelsgesetzbuchs.

Eine besondere Versicherung abzuschließen lohnt sich in diesem Fall nur, wenn der Wert deines Umzugsguts diesen Wert deutlich übersteigt. Infrage kommt hier z.B. eine besondere Transportversicherung. Gegebenenfalls bietet es sich auch an, besonders wertvolle Gegenstände einzeln zu versichern. Denn bei Kunstgegenständen, Antiquitäten oder wertvollen Pflanzen greift eine normale Transportversicherung nicht.

Die Grundhaftung des Umzugsunternehmens ersetzt immer nur den Zeitwert der beschädigten Gegenstände.

Tipp: Hellhörig solltest du werden, wenn das Umzugsunternehmen deiner Wahl auch auf Nachfrage keine Angaben zum Versicherungsschutz macht oder keine Güterverkehrserlaubnis vorweisen kann, die in der Regel mit der gesetzlich vorgeschriebenen Grundhaftung einhergeht. Hier kann Schwarzarbeit im Spiel sein und im Schadensfall bleibst du auf den Kosten sitzen.

Umzug in Eigenregie

Gerade beim Umzug in Eigenregie mit Helfern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis und einem Fahrer, der alle Jubeljahre einmal ein Kraftfahrzeug bewegt, das größer ist als die Familienkutsche, kann sich eine Transportversicherung lohnen – zumal der Gesetzgeber bei Freundschaftsdiensten von einer stillschweigenden Haftungsbeschränkung ausgeht. Damit muss ein Freund oder Verwandter in der Regel nicht für einen von ihm beim Umzug verursachten Schaden aufkommen. Allerdings gilt es auch hier abzuwägen. Wer als Student das neue WG-Zimmer bezieht und als wertvollstes Eigentum den Laptop mit der letzten Hausarbeit bezeichnen kann, der sollte diesen doch einfach in die eigene Tasche packen und für den Rest kann er sich die Versicherung getrost sparen.

Grundsätzlich kann man sagen, je länger der Umzugsweg und je höher der Wert des Hausrats, umso eher lohnt sich eine Transportversicherung.

Umzug Transportversicherung Kosten

Oft bekommt man vom Umzugsunternehmen oder dem Kleintransporterverleih ein Angebot für eine Transportversicherung unterbreitet. Doch wer sich für eine Transportversicherung entscheidet, sollte vor dem Abschluss nicht nur Preise vergleichen, sondern auch prüfen, ob die Versicherung auch wirklich alles abdeckt.

Um sich für die passende Versicherung zu entscheiden, sollte man zunächst überschlagen, wie viel das Eigentum wert ist, das versichert werden soll. Als Faustregel kann man hier 650 € pro Quadratmeter Wohnfläche berechnen. Allerdings beinhaltet diese Rechnung auch eine Küche und berücksichtigt auf der anderen Seite keine besonderen Wertgegenstände wie Antiquitäten oder die kostbare Münzsammlung. Für diese Faktoren muss man bei der groben Berechnung entsprechende Abschläge bzw. Zuschläge machen. Anschließend sollte man sich überlegen, ob man den Zeitwert oder Neuwert der Gegenstände versichert. Versichert man den Zeitwert, bekommt man unter Umständen bei einem Schaden nur noch einen Bruchteil dessen ausgezahlt, was der Gegenstand einmal gekostet hat. Hier gilt also in der Regel: Wenn schon, denn schon. Allerdings muss für eine Versicherung des Neuwerts dieser für gewöhnlich auch belegt werden können. Hilfreich ist es, wenn man zu diesem Zweck noch Kaufbelege und Quittungen aufbewahrt hat.

Was ist ein Unterversicherungsverzicht?

Wenn der Versicherungsvertrag einen Unterversicherungsverzicht enthält, verzichtet der Versicherer darauf, im Schadensfall zu prüfen, ob das versicherte Gut tatsächlich so viel Wert ist, wie vom Versicherten angegeben.

Aber was darf eine Transportversicherung denn nun kosten? Auch hierfür gibt es eine Faustregel. Der Versicherungspreis sollte etwa bei 0,25 % des Werts der versicherten Gegenstände liegen. Für Besitztümer im Wert von 20.000 € sollte die Transportversicherung zum Beispiel um die 50 € kosten.

Schadensmeldung nach dem Umzug

Nach dem Umzug sollte man so bald als möglich den Hausrat auf mögliche Schäden hin prüfen. So können eventuelle Schäden zeitnah dem Umzugsunternehmen oder der Versicherung gemeldet werden. Es gilt die Untersuchungspflicht. Bei verspäteter Schadensmeldung kann es passieren, dass du deinen Anspruch auf Entschädigung verlierst.

Prüfe also gleich nach der Ankunft im neuen Heim, ob alle Kisten vollzählig angekommen sind und ob auch keines der Möbelstücke fehlt. Sieh in alle Kisten hinein, ob hier nichts zu Bruch gegangen ist und untersuche alle Möbel auf mögliche Schrammen oder andere Beschädigungen. Schließe die Elektrogeräte an und prüfe sie auf ihre Funktionsfähigkeit.

Tipp: Gerade bei antiken Möbeln, die vielleicht schon den ein oder anderen Kratzer aufweisen, kann es sich lohnen, vor dem Umzug Fotos zu machen. So kannst du neue Schäden leichter nachweisen.

Findest du einen Schaden an deinem Hausrat oder ist etwas kaputt gegangen, dann melde dies unverzüglich – am besten schriftlich. Du musst in der Schadensmeldung genau angeben, welcher Gegenstand auf welche Weise beschädigt ist und am besten auch, wie der beschädigte Gegenstand verpackt war.

Schäden vermeiden

Im Idealfall kommt beim Möbeltransport natürlich erst gar kein Schaden auf. Du kannst selbst einiges tun, um deine Habseligkeiten bestmöglich vor Schrammen, Beulen und Bruch zu schützen:

nicht am falschen Ende sparen: Natürlich ist es toll, wenn du noch den ein oder anderen Karton im Keller hast oder dir der Supermarkt um die Ecke seine alten Obstkisten abtritt. Doch solltest du darauf achten, dass besonders die Sachen, die dir lieb und teuer sind, in stabilen und gut verschließbaren Umzugskartons verstaut werden. Achte auch beim Kauf der Umzugskisten auf die Qualität. Selbst bei Umzugskartons aus dem Baumarkt gibt es erhebliche Unterschiede. Die Pappe sollte dick und stabil und das Verschlusssystem sicher sein.

  • richtig packen: Achte darauf, WIE du die Umzugskartons füllst. Zum einen sollten sie nicht zu schwer bepackt werden. Das ist nicht nur angenehmer für die Umzugshelfer, du vermeidest so zudem, dass der Kartonboden reißt und alles herausfällt.
  • gut polstern: Wickele zerbrechliche Gegenstände gut ein. Geschirr und Co solltest du mit Zeitungspapier oder noch besser mit Luftpolsterfolie vor Schäden schützen. Zudem bietet es sich an, Kartons, die du mit zerbrechlichem Gut bepackst mit weichen Dingen wie Kleidung oder Handtüchern aufzufüllen und auszupolstern.
  • Beschriften nicht vergessen: Kartons mit zerbrechlichen oder empfindlichen Gegenständen solltest du entsprechend kenntlich machen. Ein gut lesbares, leuchtend rotes: Vorsicht, zerbrechlich! hält die Umzugshelfer garantiert davon ab, mit dieser Kiste Korbball zu spielen.
  • Möbel schützen: Auch bei deinen Möbeln kann sich eine „Verpackung“ lohnen. Dass ein Spiegel oder die Glasplatte vom Wohnzimmertisch gut umhüllt werden müssen, versteht sich von selbst. Aber auch die Ecken von Holzmöbeln und glatte Holzoberflächen sind anfällig für Schrammen und Kratzer und sollten entsprechend verpackt werden.

Schäden durch Dritte

Besonders kompliziert kann es werden, wenn ein Schaden beim Umzug durch Dritte verursacht wird. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Umzugswagen verunfallt und ein anderer Verkehrsteilnehmer als der Fahrer des Wagens den Unfall verursacht hat. In einem solchen Fall haftet der Dritte für den verursachten Schaden. Dessen Versicherung kommt aber unter Umständen nur für den Zeitwert der beschädigten Gegenstände auf. In einem solchen Fall sollte man – hat man eine eigene Transportversicherung abgeschlossen – hier den Regulierungsanspruch beachten. Mit Berufung auf den Regulierungsanspruch kann man das Geld für einen durch Dritte verursachten Schaden bei der eigenen Versicherung einfordern.

Umzugsknigge Teil 2 – das Trinkgeld für die Möbelpacker

Wer mit einem Umzugsunternehmen umzieht, vertraut sein gesamtes Hab und Gut und seine liebsten Besitztümer Menschen an, die er noch nie zuvor gesehen hat. Da gehört nicht nur ein ordentlicher Vertrauensvorschuss dazu. Natürlich gilt: behandle die Leute, die dein Klavier oder die Eiche Rustikal Schrankwand – das gute Erbstück aus Omas Zeiten – aus dem zehnten Stock hinunter und dann wieder in den achten Stock hinauf schleppen und zwischendrin damit noch einige Kilometer Fahrt über schlaglöchrige Straßen zurücklegen, mit Respekt. Denn schließlich sollen auch dem Klavier und der Schrankwand die nötige Sorgsamkeit entgegengebracht werden. Herumkommandieren und alles besser wissen gehört nicht zu einem respektvollen Umgang. Der Anerkennung, die du der Arbeit der Möbelpacker zollst, kannst du jedoch nicht nur durch einen wertschätzenden Umgangston, sondern auch in der Form von Trinkgeld Ausdruck verleihen.

Ein Trinkgeld für die Möbelpacker ist keine Pflicht, doch eine gern gewählte Form der Anerkennung.

Sinn und Unsinn von Trinkgeldern

Es gibt Länder, dort gilt ein guter Service als so selbstverständlich, dass ein Trinkgeld eine Beleidigung darstellt. Doch wenn du nicht innerhalb von Japan umziehst, ist ein Trinkgeld durchaus üblich. Für den Freiherrn von Knigge war Trinkgeld eine gute Möglichkeit, Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu räumen. Für die meisten ist es einfach eine schöne Gelegenheit, Menschen etwas Gutes zu tun, die einem ebenfalls etwas Gutes getan haben.
Nach § 107 Abs. 3 der Gewerbeordnung ist Trinkgeld „ein Geldbetrag, den ein Dritter ohne rechtliche Verpflichtungen dem Arbeitnehmer zusätzlich zu einer dem Arbeitgeber geschuldeten Leistung zahlt“.
Ein Trinkgeld ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, es ist auch immer freiwillig und ein Zeichen der Zufriedenheit mit einer Leistung.

Wer jedoch Arbeitslosengeld II bezieht und den Umzug vom Arbeitsamt bezahlt bekommt, muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn er statt durch Trinkgeld seine Wertschätzung und Zufriedenheit durch ein aufrichtiges Dankeschön bekundet. Andere zeigen ihre Anerkennung auch lieber dadurch, dass sie den Möbelpackern Kaffee kochen und belegte Brötchen bereitstellen.
Für jeden, der gerne ein Trinkgeld geben möchte, stellen sich jedoch zwei Fragen: Wie viel Trinkgeld ist angemessen? Und: Wann soll ich das Trinkgeld geben?

Wie viel Trinkgeld ist angemessen?

Umzugsfirmen geben gerne die Empfehlung, das Trinkgeld solle fünf Euro pro Arbeitsstunde pro Umzugshelfer betragen. Diese Regel ist jedoch nur für sehr kurze Umzüge angemessen. Denn wer ein Vier-Mann-Team bei einem Umzug von Hamburg nach München mit einem derartigen Trinkgeld versehen wollte, müsste schon sehr tief in die Tasche greifen. Angemessen sind in der Regel 10 bis 20 Euro pro Helfer und pro Umzugstag. Den genauen Betrag sollte man am eigenen Budget und an der Schwere des Umzugs festmachen. Wer beispielsweise viele schwere Gegenstände umzieht und/oder einen Umzug aus oder in ein höheres Stockwerk ohne Aufzug bewerkstelligt, der darf im Zweifelsfall ruhig etwas großzügiger sein.

Trinkgeld für die Möbelpacker – vor oder nach dem Umzug?

Nun stellt sich noch die Frage, ob es taktisch geschickter ist, das Trinkgeld vor oder nach dem Umzug auszuhändigen. Wenn du das Geld vor dem Umzug verteilst, wirst du im besten Fall die Motivation der Umzugshelfer und ihr Entgegenkommen steigern. Im schlechtesten Fall wirst du dich jedoch über den Tisch gezogen fühlen, wenn du nach dem Umzug mit dem Service nicht zufrieden warst.
Zum Glück gibt es aber eine weitere Möglichkeit, wie du die Umzugshelfer von Anfang an für dich gewinnst und dennoch das Trinkgeld erst herausrückst, wenn du mit ihrer Arbeit am Ende des Umzugs zufrieden bist. Stelle einfach zu Beginn des Umzugs Getränke und Snacks bereit – Kaffee, Tee (keine alkoholischen Getränke, höchstens alkoholfreies Bier), belegte Brötchen, leckere Sandwiches, süße Teilchen vom Bäcker, alles, was man gut und schnell zwischendurch und nebenbei essen und trinken kann. So zeigst du den Umzugshelfern schon einmal deine Wertschätzung und kannst nach getaner Arbeit immer noch entscheiden, ob und wie viel Trinkgeld dir der Service wert war.

Ein Umzug nach Köln – darum ist es am Rhein so schön

‚Et hätt noch emmer joot jejange‘ (es ist noch immer gut gegangen) lautete der dritte Paragraph des Rheinischen Grundgesetzes. Auch so wird auch dein Umzug nach Köln sicherlich gut gehe, denn mit der Rheinmetropole als Lebensmittelpunkt kann man nicht viel falsch machen. Und das liegt nicht nur an der entspannten und fröhlichen Mentalität deiner neuen Mitbürger.

Köln stellt sich vor

2000 Jahre, 1.076.000 Einwohner, 405 Quadratkilometer: Köln- oder auch Kölle – ist der kulturelle Mittelpunkt Nordrhein-Westfalens. Es unterteilt sich in neun Stadtbezirke und 86 Stadtteile. Und Köln hat viel zu bieten. Da ist noch weitaus mehr zu entdecken als der Dom und der Kölner Karneval. Wusstest du zum Beispiel, dass es in Köln ein Schokoladenmuseum mit einem Schokoladenbrunnen gibt, durch den 200 Liter Schokolade fließen? Und jeder darf hier einfach naschen. Wenn das kein Zufluchtsort für Heimwehtage ist… Oder wusstest du, dass du an manchen Tagen nicht über den Heinrich-Böll-Platz nahe des Doms laufen darfst, weil darunter die Kölner Philharmoniker proben? Und dann die Kunstmuseen und Ausstellungen – hier kannst du Geschichtliches erkunden oder Werke von Picasso und Co betrachten.

Und dann das Nachtleben – du wirst dich wundern, wie schnell du beim Ausgehen mit neuen Leuten ins Gespräch kommst. Doch erwarte nicht, so deine neuen besten Freunde zu finden. So kontaktfreudig die Kölner bei einem Glas Kölsch sein können, so unverbindlich halten sie es auch.

Und dann der Rhein! Was gibt es schöneres als abends in den Rheinauen zu sitzen und zuzusehen, wie auf der anderen Rheinseite die Lichter angehen?

Außerdem ist Köln eine Großstadt mit viel Grün. Neben dem Rheinufer gibt es zahlreiche Parks und Grünanlagen. Und wenn du die Stadt einmal nicht mehr sehen magst, bietet dir die Nähe zu Holland und Frankreich die beste Möglichkeit für entspannende Reisen und Kurztrips.

Steckbrief Köln

  • Einwohnerzahl: 1.076.000
  • Einwohner pro Quadratmeter: 2657
  • Lage auf dem Wohnungsmarkt: mit Kompromissbereitschaft kann man noch erschwinglichen Wohnraum ergattern.
  • Beliebteste Viertel: Südstadt, Ehrenfeld, Kalk (das neue Ehrenfeld – allerdings auf der falschen Rheinseite)
  • Besonderheiten: Kölner Dom, selbsternannte Medienhauptstadt

Medienhauptstadt Köln

Köln selbst bezeichnet sich gerne einmal als Medienhauptstadt Deutschlands – und das nicht zu unrecht. Köln beherbergt nicht nur den WDR als größten kontinentaleuropäischen öffentlich-rechtlichen Sender, sondern auch die RTL Group und weitere Sender. Ein Drittel aller deutschen Fernsehsendungen werden in Köln produziert. Und auch Kinofilme werden hier gedreht. Das Fernsehen und Medien allgemein sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Rheinmetropole. Etwa 50.000 Menschen sind in Köln in den Bereichen Medien, IT und Telekommunikation beschäftigt. Und auch Hollywood schaut immer einmal wieder am Rhein vorbei. Die ganz Großen fragen für Actionszenen gerne einmal bei der action concept Film- und Stuntproduktion in Hürth an.

Köln ist damit besonders für Zuzügler aus der Medienbranche attraktiv und natürlich für Studenten im Bereich Medienwissenschaft.

Hier lässt es sich leben

In Köln kann man viel Spaß haben – keine Frage. Bei den Mietpreisen wird es allerdings ernst. Vor allem, wenn es dir die linke Rheinseite angetan hat. Dabei sind die Mietpreise in Köln in den letzten Jahren sogar weniger steil angestiegen als in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen. Dennoch zahlt man im Schnitt 9,60 € pro Quadratmeter (Stand August 2018). Auf der linken Rheinseite kommt man auf einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von über 10 €. Das wohl „kölschste“ und mit teuerste Viertel ist hier die Südstadt. Studenten können links des Rheins mit viel Glück jedoch noch günstige WG-Zimmer ergattern. Da die WGs zum Teil schon etliche Studentengenerationen beherbergt haben, sind zum Teil noch alte, günstige Mietverträge in Kraft. Rechts des Rheins bieten Deutz und Mühlheim noch erschwinglichen Wohnraum, und erfreuen sich sicher nicht zuletzt aufgrund dessen immer größerer Beliebtheit.

Köln

Die wichtigsten To-dos für Neukölner

Frisch angekommen in Köln gibt es zunächst ein paar Formalitäten zu erledigen. So gilt auch in Köln: Ummelden nicht vergessen! Innerhalb einer Frist von 14 Tagen musst du dich offiziell an deinem neuen Heimatort anmelden. In Köln kannst du das in einem der neun Kundenzentren der Bezirksrathäuser. Hier wird auch gleich deine neue Adresse in deinen Personalausweis eingetragen.

Zur Anmeldung musst du die üblichen Ausweisdokumente, eine Bescheinigung deines Wohnungsgebers über deinen Einzug bzw. beim Einzug ins Eigenheim den Grundbucheintrag, Notarvertrag oder den aktuellen Grundsteuerbescheid mitbringen und ein Anmeldeformular ausfüllen. Das Anmeldeformular kannst du bereits vorab am PC herunterladen, ausdrucken und ausfüllen.

Wer innerhalb von Deutschland umzieht und ein Auto in die neue Stadt mitbringt, kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die eigene Anmeldung und die Ummeldung von Auto oder Motorrad kann man in einem Rutsch in der Kfz-Zulassungsstelle Poll und im Kundenzentrum Innenstadt erledigen. An beiden Stellen erhälst du auch einen Bewohnerparkausweis und eine Feinstaubplakette.

Und nach den Anmeldeformalitäten heißt es dann: Die Stadt entdecken.

Nach Köln mit Kind und Kegel

Ein Umzug mit Kindern ist immer eine besondere Herausforderung. Zum einen ist es für Kinder meist besonders schwer, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Es braucht viel Fingerspitzengefühl, den Nachwuchs auf einen Umzug vorzubereiten und beim Einleben in der neuen Heimat zu helfen. Zum anderen gibt es zusätzlich zu Ummeldung und Co eine Menge weiterer Formalitäten zu erledigen, von denen nicht zuletzt abhängt, dass sich die Kinder in der neuen Umgebung schnell einleben und wohlfühlen: Wie und wo finde ich einen geeigneten Kindergarten? Welches sind die besten Schulen in Köln? Und wie sieht es mit dem Freizeitangebot aus? Gibt es auch hier einen Hydraulophonkurs, wie er dem Nachwuchs in der alten Heimat so gefallen hat?

Kinderbetreuung – so findest du die passende Kita

Kinderbetreuung für die Kleinen ist immer ein Thema für sich – rar gesäte Kitaplätze, schlechte Betreuungsschlüssel, hoher bürokratischer Aufwand. Und Nordrhein-Westfalen war 2017 sogar das Bundesland mit der größten Betreuungslücke für Kinder im Kindergartenalter. Da heißt es also vor einem Umzug nach Köln so schnell wie möglich nach einem geeigneten Platz zu suchen.

In Köln gibt es über 200 städtische Kindergärten und mehr als 400 Einrichtungen von freien Trägern. Für einen guten Überblick und eine organisierte Kitasuche gibt es das Internetportal LITTLE BIRD der Stadt Köln. Hier kann man sich registrieren und mit Hilfe eines Suchfilters passende Kitas heraussuchen. Anschließend dürfen Eltern über das Portal bis zu fünf konkrete Platzanfragen parallel an Kindergärten unterschiedlicher Trägerschaft richten.

Die Kitagebühren sind in Köln übrigens abhängig vom Einkommen der Eltern.

Schulanmeldung

Köln hat den Schulnotstand ausgerufen. Die Kölner Schulen sind teilweise in einem schlechten Zustand und platzen zudem aus allen Nähten. Der Bildungsdezernentin Dr. Agnes Klein zufolge, müssen in Köln in den nächsten Jahren 41 neue Schulen gebaut werden, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Auch hier heißt es also, sich bei einem geplanten Umzug nach Köln so bald wie möglich um einen Platz zu bemühen.

Wer sein Kind oder sich selbst bei einem Umzug nach Köln an einer Schule vor Ort anmelden will, nimmt am besten direkten Kontakt zur gewünschten Bildungseinrichtung auf. Für die Anmeldung sind in jedem Fall die letzten Zeugnisse sowie die Meldebescheinigung notwendig. Weitere Formalitäten müssen direkt mit der Schule besprochen werden. Eine Übersicht über alle Kölner Schulen bietet der offizielle Internetauftritt der Stadt Köln.

Köln mit Kindern entdecken

Nach den weniger guten Nachrichten zu den Punkten Kita und Schule, zum Schluss noch etwas Positives: Für Kinder und Jugendliche bietet die Stadt ein umfangreiches Freizeitangebot. Dazu gehören nicht nur die zahlreichen Musikschulen und Sportvereine, die auch ausgefallenere Kurse bieten wie Rhönrad-Turnen oder Einradhockey.

Darüber hinaus gibt es Attraktionen wie den Kölner Zoo, das Abenteuermuseum Odysseum, den größten Trampolinpark in NRW, Schwarzlichtminigolf und den Rheinpark zu entdecken. Köln bietet auch zahlreiche Schwimm-, Spaß- und Erlebnisbäder wie das Aqualand mit der ersten Indoor-Looping-Rutsche der Welt. Und das sind natürlich nur ein paar Beispiele…

Ein Umzug nach Berlin Teil 2: Berliner Luft schnuppern

Ankommen in der Großstadt

Die Möbel sind ausgeladen, die Umzugshelfer haben sich verabschiedet – der Umzug ist geschafft! Doch eigentlich geht es jetzt erst so richtig los. Formalitäten wie Anmeldung oder Ummeldung warten auf Dich und dann musst Du Dich ja auch erst einmal orientieren und einleben in der größten Stadt Deutschlands. Ich habe ein paar Tipps und Adressen für Dich, die Dir das Ankommen in der Hauptstadt erleichtern.

Anmelden und Ummelden in Berlin

„Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht – aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!“ (Anneliese Bödecker 1932 – 2015)

In diesem Sinne: ein herzliches Willkommen an alle Neuberliner. Ab sofort lebt Ihr in der wohl spannendsten Stadt in Deutschland. Doch auch hier muss man sich nicht zuletzt mit ein paar bürokratischen Hürden herumplagen, bevor man sich tatsächlich als Berliner bezeichnen darf.

Nach § 17 BMG musst Du Dich nach einem Umzug innerhalb von zwei Wochen in Deinem neuen Heimatort anmelden. In Berlin vereinbarst Du zu diesem Zweck am besten einen Termin im Bezirksamt bzw. Einwohnermeldeamt – und das möglichst schon vor dem Umzug, denn kurzfristige Termine sind rar gesät. Berlin wächst rasend schnell und die Anforderungen an die Berliner Verwaltung sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Gleichzeitig wird an allen Ecken und Enden gespart – auch beim Personal in den Bürgerämtern. Das macht sich bemerkbar. Einige Verwaltungsvorgänge werden ohne Termin gar nicht mehr durchgeführt. Dafür kannst Du auf der Website berlin.de einfach einen Termin online vereinbaren. Um den Andrang auf die Bezirksämter zu entzerren können Dienstleistungen wie die Anmeldung in allen Ämtern in Anspruch genommen werden, d.h. Du musst nicht notwendigerweise auf einen Termin im Bürgeramt Deines Wohnbezirks warten. Das hat natürlich den Nachteil, dass Du für die Anmeldung im schlimmsten Fall einmal ans andere Ende der Stadt fahren musst. Aber auch so kann man ja seinen neuen Wohnort kennenlernen.

Eine Auflistung, was Du zum Anmeldetermin mitbringen musst, findest Du ebenfalls auf berlin.de. Dazu gehören die üblichen Unterlagen wie Identitätsnachweis, Anmeldeformular, Personenstandsurkunden (z.B. Heiratsurkunde, Geburtsurkunde für die Kinder), Einzugsbestätigung des Vermieters (ein Muster für die Einzugsbestätigung ist ebenfalls auf berlin.de unter Formulare zu finden).

Die Anmeldung bzw. Ummeldung in Berlin ist übrigens gebührenfrei.

Berlin, die kinder- und familienfreundliche Großstadt

Menschen dicht an dicht, knapper werdender Wohnraum, jede Menge Verkehr auf den Straßen. Das hört sich erst einmal nicht nach einem Ort an, an welchem Familien mit Kindern gut und gerne leben. Doch tatsächlich ist Berlin eine sehr kinderfreundliche Großstadt. Denn neben einem breit gefächerten Kultur- und Sportangebot speziell für Kinder gibt es zahlreiche Parks und Grünanlagen, Eltern-Kind-Cafés, Restaurants mit Spielecken und nicht zu vergessen die Spielplätze – die 1900 Spielplätze, um genau zu sein. Vom Dschungel-Spielplatz über Indoorspielplätze bis hin zum Wasserspielplatz ist alles dabei. Nicht umsonst gibt es auf berlin.de für jeden Bezirk einen Überblick über die städtischen Spielplätze.

Tipp: Mit dem Berliner FamilienPass bekommst Du das runde Jahr über Preisvorteile in zahlreichen Einrichtungen und bei verschiedenen Veranstaltungen.

Die Berliner Verkehrsbetriebe

Berliner VerkehrsbetriebeIn Berlin kommt man häufiger in die Verlegenheit, längere Wege zurücklegen zu müssen. Und ganz ehrlich: mit dem Auto durch Berlin zu fahren macht erstens keinen Spaß und zweitens kommt es auch nicht gerade der berüchtigten Berliner Luft zugute. Das Fahrrad ist für viele eine Alternative, und hier tut sich auch so einiges in der Stadt, um Radlern das Leben leichter zu machen. Doch nicht jeder schätzt es, sich stellenweise auf engem Raum auf stark befahrenen Straßen durchschlängeln zu müssen. Ganz ungefährlich lebt es sich nicht als Radfahrer in Berlin. Zum Glück gibt es ja noch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Und auch, wenn von den Berlinern immer wieder gerne über S-Bahn-Ausfälle, U-Bahnverspätungen und unfreundliche Busfahrer gemeckert wird, letztendlich ist das Nahverkehrsnetz in Berlin sehr gut ausgebaut und man kommt mit den Öffentlichen meist hervorragend von A nach B. Zudem gibt es verschiedene Angebote von Kurzstreckenticket und Einzelfahrschein über die Tageskarte bis hin zum Monatsticket Abo. Hier ist für jeden etwas Passendes dabei. Und nicht zuletzt hat die BVG wohl eine der originellsten und mutigsten Werbekampagnen gestartet, um ihr Image aufzupolieren. Ich sage nur: „Is mir egal“!

Kitas und Schulen in Berlin

Auch beim Thema Kinderbetreuung lässt sich Berlin nicht lumpen – zumindest in der Theorie. Seit August 2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Kita oder bei einer Tagesmutter bzw. einem Tagesvater. Doch in der Praxis sieht es nicht ganz so einfach aus, denn die Plätze in der Tagesbetreuung sind hart umkämpft, die Wartelisten zum Teil sehr lang. Die Stadt ist der großen Nachfrage kaum gewachsen. Damit ist gut beraten, wer sich so früh wie möglich um einen Platz bemüht.

Doch um sich um einen Platz bewerben zu können, braucht man in Berlin zunächst den sogenannten Kita-Gutschein. Diesen erhält man auf Antrag beim Jugendamt im zuständigen Bezirk. Der Antrag vermerkt Art und Umfang der Ansprüche auf eine Tagesbetreuung.

Punkten kann Berlin, was die Kosten für die Tagesbetreuung angeht. Denn diese sind nicht zuletzt abhängig vom elterlichen Einkommen. Die letzten drei Jahre vor Beginn der Schulpflicht sind sogar beitragsfrei – lediglich das Essensgeld von 23 Euro monatlich ist dann noch zu bezahlen.

Gute Schulen finden

Berlin hat einen festen Platz auf den hinteren Reihen sämtlicher Bildungsstudien. Doch ist die Auswahl an Schulen glücklicherweise groß und neben den öffentlichen Schulen gibt es zahlreiche Privatschulen – für größere und kleinere Geldbeutel. Dennoch muss man ganz ehrlich festhalten – je weniger gut die soziale Mischung im Wohnbezirk ist, desto schwieriger ist es, eine gute Schule in geringer Entfernung zu finden. Daran konnten auch die zahlreichen Reformen an den öffentlichen Berliner Schulen in den letzten Jahren nichts ändern – da wurde reformiert und wieder zurückreformiert, doch an der Lage hat sich kaum etwas geändert. Wer sich vor der Schulanmeldung seines Kindes ein Bild machen möchte, sollte den Internetauftritt der Bildungsverwaltung nutzen. Hier werden die Schulen vorgestellt und sogar Notendurchschnitte an den Bildungseinrichtungen sowie Berichte der Schulinspektion veröffentlicht. Zudem ist die Anmeldezahl an der Schule ein guter Qualitätshinweis. Diese ist jedoch nur bei den Schulen direkt in Erfahrung zu bringen.

Ein besonders gutes Angebot findet in Berlin, wer sein Kind bilingual bilden lassen möchte. Hier gibt es zahlreiche bilinguale Kitas und Schulen, wie die staatlichen Europaschulen.

Hinweis: Der Grundschulbesuch dauert in Berlin in der Regel sechs Jahre. Dies kann zu Schwierigkeiten führen bei Kindern, die am alten Wohnort bereits die fünfte oder sechste Klasse einer weiterführenden Schule besucht haben. Besonders, wenn das Kind eine Haupt- oder Realschule besucht hat. Denn diese Unterteilung gibt es in Berlin nicht. Die beiden Schulformen werden hier in der Sekundarschule zusammengefasst. Und während es Gymnasien gibt, die bereits ab der fünften Klasse besucht werden können, so beginnt die Sekundarschule in der Regel mit Klasse 7. Hier gilt es also, sich rechtzeitig eine passende Lösung zu überlegen.

Zu guter Letzt noch ein allgemeiner Tipp: Für Neuberliner gibt es sogar ein eigenes Magazin. Das Tagesspiegel-Heft „Neu in Berlin“ hilft allen Zugezogenen, sich in der Hauptstadt schnell und gut zurecht zu finden.

Umzug mit Kindern – Tipps für die Eingewöhnung

Ob Dein Nachwuchs durch einen Umzug nun den Kindergarten oder die Schule wechseln muss, für viele Kinder ist dies ein großer Schritt. Alle Freunde plötzlich zu verlieren und sich in einer völlig neuen Umgebung einleben zu müssen, kann bei Kindern zu Angst und Unsicherheiten führen. Natürlich gibt es auch mutige Kinder, die einen Umzug verbunden mit einem Schul- oder Kindergartenwechsel sehr gut wegstecken. Falls Du jedoch die Befürchtung hast, dass sich Dein Kind mit der Eingewöhnung etwas schwer tun könnte, möchte ich Dir heute ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg geben. So kannst Du Deinem Kind die Eingewöhnung entsprechend erleichtern.

Deinen Kindern den Umzug erleichtern

Du kannst Deinen Kindern den Umzug unter anderem dadurch erleichtern, dass Du schon früh damit anfängst, mit Deinen Kindern über dieses Thema zu sprechen. Gib ihnen so das Gefühl, dass Du sie in die Umzugsentscheidung bestmöglich mit einbeziehst und nicht einfach über ihren Kopf hinweg entscheidest. Die meisten Eltern tun sich alles andere als leicht mit diesem Schritt, da ihnen durchaus bewusst ist, dass sie ihre Kinder damit entwurzeln. Wenn Deine Kinder sauer oder traurig auf die Neuigkeit eines Umzugs reagieren, ist dies nur allzu verständlich. Versuche sie nicht sofort aufzuheitern, sondern teile ihnen mit, dass Du ihre Gefühle nachvollziehen kannst, der Umzug aber dennoch das Beste für eure ganze Familie ist. Nach und nach kannst Du Deinen Kindern auch die schönen Seiten der neuen Heimat aufzeigen. Vielleicht gibt es ein tolles Freizeitangebot für Kinder oder die neue Wohnung verspricht ein größeres Kinderzimmer. Du darfst Deinen Kindern den Umzug durchaus schmackhaft machen.

Doch auch wenn es Dir gelingen sollte, ein gewisses Maß an Vorfreude bei Deinen Kindern zu erwecken, so sollte ein gebührender Abschied von der alten Heimat dennoch nicht fehlen. Lade am besten alle Freunde Deines Kindes zur Abschiedsparty ein. Dabei solltest Du möglichst viele Fotos schießen, die Dein Kind dann in seinem neuen Zimmer aufhängen kann. Vielleicht machst Du auch jetzt schon Pläne, dass Dein Kind seine Freunde in den nächsten Ferien besuchen kann oder die Freunde zu euch in das neue Heim zu Besuch kommen werden. Vor allem solltest Du die nötige Zeit einplanen, damit die Bedürfnisse Deines Kindes trotz des ganzen Umzugsstresses nicht untergehen. Dabei ist es durchaus sinnvoll, wenn Du gemeinsam mit Deinem Kind einen Karton packst, der speziell für die erste Nacht im neuen Heim gedacht ist. Dort kann Dein Nachwuchs alle Dinge hineinpacken, auf die er oder sie während des Umzugs nicht verzichten möchte. Folgende Dinge könnten zum Beispiel in diesen Karton gehören:

  • eine Kuscheldecke
  • ein Kuscheltier
  • Fotos
  • Tagebuch
  • Lieblingskleidungsstücke
  • ein gutes Buch/ eine Gute-Nacht-Geschichte zum Vorlesen
  • Snacks

Den Kindergarten- oder Schulwechsel planen

Wenn Deine Kinder bereits zum Kindergarten oder zur Schule gehen, will dieser Wechsel besonders gut geplant werden. Günstig ist ein Wechsel immer zum Halbjahr oder zu Beginn des neuen Schuljahres. Denn dann wird Dein Kind nicht mitten aus dem gerade behandelten Stoff gerissen, sondern hat eine viel bessere Chance, gleich Anschluss zu finden, da gerade nach den Sommerferien ohnehin neuer Stoff in der Schule durchgenommen wird. Außerdem solltest Du möglichst eng mit der Schule oder dem neuen Kindergarten zusammenarbeiten, um das optimale Timing zu bestimmen. Im Kindergarten kann es sinnvoll sein, wenn das Kind zur Eingewöhnung erst einmal nur ein paar Stunden in den neuen Kindergarten geht und dann langsam immer länger dort bleibt.

Weitere Tipps zur Eingewöhnung

Nicht nur in der Schule oder im Kindergarten, sondern auch in der neuen Heimat an sich muss sich Dein Kind nun eingewöhnen. Daher solltest Du Dir viel Zeit nehmen, um die neue Heimat mit Deinem Kind zu erkunden. Vielleicht findet ihr einen Sportverein vor Ort, damit Dein Kind noch schneller Anschluss finden kann. Auch auf dem Spielplatz und in der Nachbarschaft lassen sich wunderbar neue Kontakte knüpfen. Eine Eltern-Kind-Gruppe oder auch eine Krabbelgruppe sind ebenso zu empfehlen, damit Eltern und Kind Anschluss bekommen. Damit sich Dein Kind in der neuen Heimat wohlfühlt, solltest Du sie oder ihn sein oder ihr Zimmer möglichst selbst gestalten lassen. Außerdem solltest Du dafür sorgen, dass Dein Kind regelmäßig per Internet oder Telefon Kontakt zu seinen Freunden in der alten Heimat haben kann. Denn diesen Freunden kann Dein Kind seinen Kummer anvertrauen, während es in der neuen Heimat erst noch Freundschaften knüpfen muss. Vor allem solltest Du Geduld mit Deinem Kind haben und ihm den Raum geben, um sein altes Zuhause trauern zu dürfen. Dabei gewöhnen sich Teenager meist weniger schnell ein als jüngere Kinder. Stelle auf jeden Fall sicher, dass Du immer ein offenes Ohr für Deine Kinder hast und sie so bestmöglich bei dieser emotional anstrengenden Umgewöhnung im Anschluss an euren Umzug unterstützen kannst!

Checkliste für Deinen Umzug ins Studentenwohnheim

Vielleicht ist ein Umzug ins Studentenwohnheim auch für Dich die richtige Wahl. Denn bezahlbarer Wohnraum ist in vielen Städten so knapp, dass nicht nur Studenten darunter leiden. Im Wohnheim kommst Du meist nicht nur günstig unter, sondern findest gleich auch noch Anschluss. Außerdem bietet das Wohnheim den Vorteil, dass Du keinen eigenen Internet– oder Stromvertrag mit den örtlichen Versorgern abschließen musst, die Du dann später vielleicht nur schwer wieder loswirst. Allerdings musst Du Dich gerade beim zu Verfügung stehenden Platz auf deutliche Einschränkungen gefasst machen. Während Du bei Deinen Eltern vielleicht in einem riesigen Zimmer gewohnt hast, musst Du im Studentenwohnheim wahrscheinlich auf eher beengtem Raum leben, der jedoch entsprechend billig ist, und Dir wohlmöglich sogar eine Küche und gemeinschaftliche Waschräume mit den anderen Studenten teilen. Es hat alles also sein Vor- und Nachteile. Sofern Du Dich allerdings schon für das Leben in einem Studentenwohnheim entscheiden hast, möchte ich Dir heute verraten, wie Du Dich auf diesen Schritt am besten vorbereiten kannst.

Sichere Dir frühzeitig Deinen Platz

Aufgrund des Wohnungsnotstands in vielen deutschen Fachhochschul- und Universitätsstädten geht auch das Gerangel um die Plätze im Studentenwohnheim meist schon früh los. Für Dich bedeutet das, dass Du am besten schon vor Deiner Bewerbung an einer Universität oder Fachhochschule überlegen solltest, ob diese ein Studentenwohnheim zu bieten hat und, ob Du dort wohnen möchtest. Sobald Du dann angenommen wurdest, kannst Du Dich sofort um einen solchen Platz bewerben, ohne unnötig Zeit zu verlieren. Doch auch wenn Du erst einmal keinen Platz im Studentenwohnheim bekommst, solltest Du Die Hoffnung noch nicht aufgeben. Es gibt immer wieder Studenten, die Ihren Platz im Wohnheim doch nicht benötigen und diesen dann inserieren – zum Beispiel im Internet oder am schwarzen Brett der Uni oder Hochschule. Halte die Augen also offen! Alternativ kannst Du Dir mit ein wenig Glück vielleicht auch über das Losverfahren den heiß ersehnten Platz im Wohnheim sichern.

Checkliste, was Du alles ins Studentenwohnheim mitnehmen solltest

Ist Dir Dein Platz erst einmal sicher, dann solltest Du Dich erkundigen, ob Dir Dein Zimmer möbliert oder unmöbliert zur Verfügung gestellt wird. Meist handelt es sich um möblierte Wohnräume, so dass Du größere Möbel nicht selbst mitbringen musst. Um jedoch für mehr Komfort zu sorgen und Dich in Deinem neuen Zuhause so wohl wie möglich zu fühlen, kann es sinnvoll sein, wenn Du Dir einen separaten Matratzen-Topper kaufst. So musst Du nicht unmittelbar auf einer gebrauchten Matratze schlafen. Putzzeug und Desinfektionsmittel sowie Handschuhe dürfen ebenfalls nicht fehlen, damit Du Dein Zimmer erst einmal gründlich selbst von den letzten Spuren Deiner Vorgänger bereinigen kannst, um Dich einfach wohler dort zu fühlen.

Hausschuhe für den Sommer und Winter sind ebenfalls ein Muss, da ich Dir nicht anraten würde, jemals barfuß über den Flur im Wohnheim zu huschen – auch wenn Du vielleicht nur einen Studienkollegen im Nebenzimmer besuchen willst. Vorhänge, Lampen und jede Menge Poster sowie ein paar Kerzen können für einen persönlichen Touch im sonst so sterilen Wohnheim sorgen. Vielleicht stellst Du Dir auch einen kleinen Kühlschrank in Dein Zimmer, um Deine Lebensmittel fernab der Gemeinschaftsküche aufbewahren zu können. Dies hängt jedoch von den örtlichen Gegebenheiten ab. Auch die folgende Liste beinhaltet viele nützliche Dinge, welche Du bei Deinem Umzug ins Wohnheim sicherlich sehr gut gebrauchen kannst:

  • Bettzeug
  • Handtücher
  • Mülleimer
  • Besen
  • Handfeger
  • Staubsauger
  • Geschirr, Töpfe, Kochutensilien und eine komplette Küchenausstattung – abhängig von Deinem Wohnheim
  • Pflaster
  • Reiseapotheke
  • Kopfschmerztabletten
  • Ohrenstöpsel – falls es doch mal laut wird und Du Dich beim Lernen sonst nicht konzentrieren kannst
  • Taschentücher
  • Wasserkocher für Tee, Instant-Kaffee oder Fertigsuppen
  • Toilettenpapier
  • Küchenrolle
  • feuchte Desinfektionstücher
  • Aufbewahrungsdosen
  • Verlängerungsschnur
  • Caddy für Dein Duschzeug, falls es Gemeinschaftsduschen gibt
  • Bademantel
  • Wäschekorb
  • Waschmittel
  • Mikrowelle

Umzug in eine WG – So klappt das Zusammenleben

Das Leben in einer Wohngemeinschaft stellen sich gerade viele junge Menschen sehr spannend vor. Dabei wollen die eigenen WG-Mitbewohner mit Bedacht ausgewählt werden, da es sonst schnell zu Streitigkeiten und persönlichen Problemen untereinander kommt. Sehr ordentliche Menschen und kleine Dreckspätze werden sich in einer WG wohl kaum vertragen, während es Gesundheitsfreaks und Kettenraucher ebenso schwer miteinander haben werden. Manche Wohnungen sind auch einfach nicht WG-geeignet, weil die Zimmer zum Teil zu klein oder als Durchgangszimmer gestaltet sind. Ob Du nun eine WG neu gründen oder in eine bestehende WG ziehen möchtest, ich habe nachfolgend ein paar wichtige Tipps für Dich zusammengestellt, damit das Abenteuer WG für Dich auch wirklich zum vollen Erfolg werden kann!

Zweck- oder Freundschafts-WG

Diese Frage stellt sich sowohl bei einer WG, die Du neu gründest, als auch einer bestehenden Wohngemeinschaft, in die Du schon bald einziehen willst. Bei Zweck-WGs geht es ausschließlich darum, vom günstigen Wohnraum durch die eigenen Mitbewohner profitieren zu können. Während sich alle Mitbewohner vertragen, werden die sozialen Beziehungen zwischen einander also kaum gepflegt. Bei einer Freundschafts-WG ziehst Du hingegen mit Menschen zusammen, mit denen Du gerne mal etwas unternehmen und auch befreundet sein würdest. Vielleicht sind es sogar Deine bisherigen Freunde, mit denen Du eine WG gründen willst. Dann gestaltet sich das WG-Leben zwar familiärer, aber Du lernst Deine Freunde plötzlich vielleicht von einer ganz anderen Seite kennen, die Du wohlmöglich lieber nicht kennengelernt hättest.

Gerade dann, wenn Du mit Freunden zusammenziehen willst, solltet ihr gemeinsam über eure Sorgen und Ängste sowie eure individuellen Gewohnheiten sprechen, um dann entscheiden zu können, ob ihr euch das gemeinsame WG-Leben überhaupt vorstellen könnt. Schließlich soll die Freundschaft nicht darunter leiden. Falls Du hingegen nach einem Zimmer in einer bestehenden WG suchst, solltest Du darauf achten, dass sich Deine und die Vorstellungen Deiner neuen Mitbewohner gleichen. Wenn Du Dir eigentlich eine Freundschaft mit Deinen neuen Mitbewohnern wünschst, diese aber nur auf eine Zweck-WG aus sind, dann kann es schon von Anfang an zu Reibungen kommen. Besser ist es also, wenn Du Deine Hoffnungen und Erwartungen ehrlich ansprichst und Dich eben für eine andere WG entscheidest, wenn es bei der ersten Wohnung einfach nicht passt.

Tipps zum Gründen einer WG

Wenn Du nun eine WG selbst gründen möchtest, solltest Du Dich beim Vermieter erkundigen, inwiefern das möglich ist. Denn nicht immer sind WGs von Seiten des Vermieters gestattet. Außerdem lohnt es sich zu erfragen, inwiefern jeder Mitbewohner seinen eigenen Mietvertrag erhält oder Du den Mietvertrag zum Beispiel allein unterschreibst und Deine Mitbewohner das Geld für die Miete und Nebenkosten dann direkt an Dich überweisen. Du trägst dann natürlich eine größere Verantwortung, da Du für die Miete einstehen musst, selbst wenn Deine Mitbewohner ihren Anteil mal nicht rechtzeitig bezahlen. Während der Wohnungsbesichtigung solltest Du zudem darauf achten, dass die neue Wohnung die folgenden Faktoren erfüllt und damit WG-tauglich ist:

  • alle Zimmer sollten ungefähr die gleiche Größe haben
  • der Grundriss muss WG-tauglich sein (also zum Beispiel keine Durchgangszimmer haben)
  • die Größe und Anzahl der Badezimmer sollte für die Anzahl der Mitbewohner ausreichend sein
  • eine separate Gästetoilette ist wünschenswert
  • ein Dachboden oder Keller ist ebenso wünschenswert
  • dass es eine Küche oder ein separates Wohnzimmer mit ausreichend Platz für das Gemeinschaftsleben gibt

Regeln für das gemeinsame WG-Leben aufstellen

Gerade bei einer Wohngemeinschaft, die keine reine Zweck-WG ist, bei der man sich also nur auf das Nötigste, wie zum Beispiel Ruhezeiten, die Mietzahlungen und einen Putzplan verständigt, solltest Du gemeinsam mit Deinen Mitbewohnern Regeln für das gemeinsame Leben aufstellen. Dabei geht es dann nicht mehr nur um einen Putzplan sondern auch darum,

  • … inwiefern Lebensmittel geteilt werden und es eine gemeinsame Haushaltskasse gibt.
  • … inwiefern es regelmäßig WG-Treffen mit allen Mitbewohnern geben soll.
  • … inwiefern Du Dein Zimmer während eines Auslandsaufenthalts oder in den Semesterferien zwischen- oder untervermieten darfst.
  • … inwiefern das Rauchen wo und wann in der Wohnung erlaubt ist.
  • … inwiefern gemeinsam Möbel fürs Wohnzimmer oder andere Gemeinschaftsräume gekauft werden sollen und was damit passiert, wenn einer der Mitbewohner auszieht. (Müssen die anderen Mitbewohner ihn dann ausbezahlen?)
  • … inwiefern Schlafgäste erlaubt sind und angekündigt werden müssen.
  • … inwiefern ihr gemeinsam eine Waschmaschine, einen Fernseher oder andere Elektrogeräte anschafft.
  • … wie der Auszug eines Mitbewohners zu handhaben ist, wie früh dieser anzukündigen ist, wer sich um einen Nachmieter für das WG-Zimmer kümmert, etc.
  • … was im Fall einer WG-Auflösung mit den gemeinsamen Anschaffungen und der Wohnung an sich passiert.
  • … wie die Telefonkosten unter den Mitbewohnern aufgeteilt werden.
  • … dass jeder Mitbewohner eine eigene Haftpflichtversicherung hat.
  • … bei welchen Änderungen die anderen Mitbewohner ein Mitspracherecht haben.

Gibt es den idealen Mitbewohner überhaupt?

Die Chemie sollte zwischen Dir und Deinen Mitbewohnern natürlich stimmen. Dabei kommt es aber nicht nur darauf an, dass ihr einen guten Draht zueinander habt. Vielmehr ist es so, dass ein guter Mitbewohner auch noch andere Eigenschaften mitbringen sollte, die das WG-Leben deutlich einfacher gestalten können. Wenn Du also nach dem passenden Mitbewohner suchst oder Dich fragst, ob Du gerne mit den Bewohnern einer bestehenden WG zusammenleben willst, dann behalte die folgende Liste einfach im Hinterkopf.

  • der Altersunterschied zwischen den Bewohnern sollte nicht allzu groß sein
  • das Geschlechterverhältnis sollte möglichst ausgeglichen sein – vielleicht möchtest Du aber auch nicht in einer gemischten WG wohnen, was Du entsprechend überlegen solltest
  • ähnliche Party-, Lern- oder Schlafgewohnheiten, damit es zu keinen gegenseitigen Ruhestörungen kommt
  • ähnliche Vorstellungen und Gewohnheiten in Sachen Sauberkeit
  • kompatible Lebensgewohnheiten – Veganer wollen vielleicht nicht unbedingt mit begeisterten Fleischessern zusammenleben
  • ein rücksichtsvoller Umgang miteinander

Umzugskartons günstig oder gratis

Während Du auch Bananenkisten, Müllsäcke oder Koffer für Deinen Umzug nutzen kannst, sind Umzugskartons einfach die bessere Wahl. Denn sie lassen sich im Transporter oder Auto leichter und sicherer stapeln, sodass Du Deinen Umzugswagen effizienter packen und den vorhandenen Platz bestmöglich ausnutzen kannst. Allerdings sind Umzugskartons nicht gerade günstig und Du wirst wahrscheinlich eine große Vielzahl an Kartons benötigen, um Dein Hab und Gut sicher zu verpacken. Was also tun, wenn Du nicht auf Umzugskartons verzichten, aber trotzdem Geld sparen möchtest? Ich werde Dir nun zeigen, wie Du Dir alle für Deinen Umzug benötigten Umzugskartons billig oder gratis sichern kannst, wobei Du ausreichend Zeit mitbringen solltest, um alle Deine Umzugskartons zu sammeln.

Umzugskartons im Internet gratis oder günstig ergattern

Wenn Du bisher nur bei den verschiedenen Kleinanzeigenportalen nach Umzugskartons geschaut hast, dann ist dies gerade einmal der Anfang. Denn während die Kleinanzeigenseiten im Internet und in der Zeitung in der Tat immer mal wieder kostenlose Umzugskartons zur Abholung anbieten, lohnt es sich auf jeden Fall auch, bei Facebook nach kostenlosen oder günstigen Umzugskartons zu schauen. Bestimmt gibt es auch für Deine Stadt eine „Zu Verkaufen“- beziehungsweise Flohmarktgruppe oder ein entsprechendes Netzwerk. Bei diesen Seiten auf Facebook sind meist unzählige andere Mitglieder aus Deiner Region angemeldet, bei denen Umzugskartons nur ungenutzt herumstehen und einfach zu viel Platz wegnehmen. Wenn dem so ist, posten sie vielleicht sogar selbst eine Anzeige, um ihre Umzugskartons günstig oder sogar gratis anzubieten. Andererseits kannst Du mit einer entsprechenden Anzeige auch selbst nach gebrauchten Umzugskartons schauen. Selbst beim Online-Auktionshaus eBay kannst Du Umzugskartons inzwischen ersteigern. Hierbei ist es natürlich sinnvoll, wenn der Anbieter aus Deiner Region stammt, damit Du die Kartons einfach abholen und die Kosten für den Versand einsparen kannst. Auch bei Yahoo gibt es kostenlose Gruppen, die sich Freecycle nennen, und bei denen Du immer wieder kostenlose Umzugskartons erhalten kannst. Du musst Dich also nur online auf die Suche machen!

Umzugskartons günstig oder kostenlos von Umzugsunternehmen

Mit ein wenig Glück kannst Du aber auch mit Deinem Umzugsunternehmen einen Deal aushandeln. Gerade bei größeren Umzügen, welche entsprechend ins Geld gehen, kannst du vielleicht sogar kostenlose Umzugskartons heraushandeln, wenn Du Dein Verhandlungsgeschick entsprechend einsetzt. Bei immer mehr Umzugsunternehmen kannst Du Umzugskartons zudem günstig mieten. Wenn Dir das immer noch zu teuer ist, kannst Du aber auch bei einigen Umzugsunternehmen in Deiner Stadt anfragen, ob diese vielleicht Umzugskartons aus ihrem Mietbestand zu verschenken haben. Denn wenn die Umzugskartons bereits mehrere Male vermietet wurden, kann das Umzugsunternehmen diese Kartons aufgrund ihres stark gebrauchten Zustands irgendwann nicht mehr verwenden, sodass Du vielleicht Glück mit deiner Anfrage hast. Nimm also Deinen Mut zusammen und probiere es einfach aus!

Alle Tipps im Überblick

Zum Schluss möchte ich die wichtigsten Tipps, wie Du Dir Umzugskartons nahezu kostenlos sichern kannst, noch einmal für Dich zusammenfassen und Dir noch ein paar echte Geheimtipps für die effiziente Nutzung dieser Kartons geben:

  • Angehörige, Freunde, Bekannte, Arbeits- oder Studienkollegen unbedingt nach Umzugskartons fragen, die Du Dir ausleihen oder sogar geschenkt haben kannst
  • Kleinanzeigen online und in der Zeitung studieren, um kostenlos Umzugskartons zu bekommen
  • bei eBay gebrauchte Umzugskartons günstig von Privatanbietern ersteigern
  • beim Kauf von Umzugskartons einen Preisvergleich im Internet machen
  • auch bei Yahoo, Google+ und anderen sozialen Netzwerken nach gebrauchten Umzugskartons suchen
  • verschiedene Facebook-Gruppen auf der Suche nach günstigen oder gratis Umzugskartons durchstöbern
  • Aufkleber kaufen, um bereits benutzte Umzugskartons dennoch gut sichtbar beschriften zu können
  • bei Umzugsunternehmen nach gratis Umzugskartons aus dem Mietbestand fragen
  • einen Rabatt auf Umzugskartons beim Umzugsunternehmen aushandeln
  • Umzugskartons günstig mieten
  • leicht beschädigte Umzugskartons mit ein bisschen Tape einfach wieder reparieren, um sie wieder einsatzfähig zu machen
  • ausreichend Zeit mitbringen, um genügend günstige oder kostenlose Umzugskartons zusammenzusammeln

Übrigens: Wer seine Umzugskartons effizient packt, der braucht am Ende weniger Kartons und kann so ebenfalls sparen. Um dich zu informieren, wieivele Kartons du überhaupt brauchst, kannst du meinen Umzugskartonrechner nutzen oder dich in diesem Artikel darüber informieren, mit wieviel Kartons du kalkulieren solltest.

Verschiedene behindertengerechte Wohnformen

Wenn für Dich oder einen lieben Menschen ein Umzug aufgrund einer Behinderung ansteht, ist es in vielen deutschen Städten mitunter gar nicht so leicht, behindertengerechten Wohnraum  zu finden. Denn viele Vermieter scheuen die Kosten, die aufzuwenden sind, um Wohnraum überhaupt erst einmal behindertengerecht zu gestalten. Dabei können verschiedene Wohnformen abhängig von der vorliegenden Behinderung infrage kommen. Heute möchte ich Dir also mehr über diese behindertengerechten Wohnformen verraten, damit Du Dir an dieser Stelle kinderleicht einen Überblick verschaffen kannst.

Diese behindertengerechten Wohnformen gibt es

Bevor Du die einzelnen Wohnformen näher kennenlernen kannst, solltest Du wissen, dass die folgenden Wohnformen für Menschen mit Behinderungen grundsätzlich erst einmal zur Auswahl stehen:

  • Tagespflegeheim
  • Wohngruppen
  • Wohnheime
  • Einzelwohnung mit einer fachkundigen Betreuung
  • Einzelwohnung ohne Betreuung, falls keine allzu schwerwiegende Behinderung vorliegt

Wohnen in einer Einzelwohnung

Abhängig von der Schwere und Art der Behinderung entscheidet sich demnach, welche Wohnform die richtige ist. Sofern ihre Wohnung behindertengerecht umgebaut wurde, können viele Rollstuhlfahrer zum Beispiel auch ohne Betreuung ein selbstbestimmtes Leben in ihrer eigenen Wohnung führen. Gerade dann, wenn ein Mensch mit Behinderung in einer Einzelwohnung nicht nur als Single, sondern zusammen mit seinem Partner, Kindern, Lebensgefährten oder Freunden lebt, ist eine Unterstützung von außen oftmals nicht erforderlich. Eine Einzelwohnung gewährleistet im Vergleich zu den anderen behindertengerechten Wohnungen zudem das höchstmögliche Maß an Privatsphäre. Sofern eine Unterstützung von außen erforderlich ist, kann diese jedoch auch in einer Einzelwohnung gewährleistet werden. Denn Fachpersonal kann den Betroffenen ambulant unterstützen, sofern dies nötig ist oder es im Laufe der Zeit wird. Somit kann ein hoher Grad an Selbstständigkeit trotz der Behinderung beibehalten werden.

Wohnen im Tagespflegeheim

Alle anderen Wohnformen, die an dieser Stelle als geeignet für Menschen mit Behinderung genannt wurden, ermöglichen hingegen nur ein geringeres Maß an Privatsphäre oder Selbstständigkeit. Tagespflegeheime bauen dabei auf einem ähnlichen Prinzip wie beispielsweise Kindertagesstätten auf. Die Gäste besuchen das Pflegeheim nur tagsüber, während sie am Abend oder in der Nacht entsprechend von ihren Angehörigen unterstützt werden. Somit können die betroffenen Personen länger in ihrem gewohnten Umfeld verbleiben, da die Angehörigen entlastet werden und am Tag ihrer Arbeit nachgehen können.

Wohngruppen für Menschen mit Behinderung

Alternativ gibt es aber auch Wohngruppen für Menschen mit Behinderung. Dabei gibt es auch gemischte Wohngruppen, in denen also nicht nur Menschen mit, sondern auch Menschen ohne Behinderung leben. Falls zusätzliche Hilfe von außen erforderlich wird, kann auch bei dieser Wohnform wieder eine ambulante Unterstützung durch ein gut ausgebildetes Fachpersonal herangezogen werden. Bewohner solcher Wohngruppen sind meist nicht in der Lage dazu, allein zu leben, weisen aber dennoch ein recht hohes Maß an Selbstständigkeit auf.

Wohnheime für Menschen mit Behinderung

Wenn eine intensivere und umfassendere Betreuung erforderlich ist und diese nicht durch die eigenen Angehörigen gewährleistet werden kann, dann ist ein Wohnheim die bessere Wahl. Dort stehen nicht nur Pflegekräfte, sondern oftmals auch Psychologen und Therapeuten zur Verfügung, die sich tags wie nachts um das Wohl der Bewohner kümmern. Dabei gibt es verschiedene Wohnheime, die sich um Menschen mit verschiedenen Arten sowie Schweregraden der Behinderung sorgen. Oftmals betreiben die Wohnheime auch Werkstätten für behinderte Menschen, sodass sich die Betroffenen etwas Geld hinzuverdienen und gleichzeitig einer sinnvollen, produktiven Beschäftigung nachgehen können.