Umzug Überseetransport – auf zu neuen Ufern!

Umzug Übersee

Ein Umzug in ein anderes Land ist immer eine besonders aufregende Angelegenheit. Und je weiter man sich von der alten Heimat mit dem neuen Wohnsitz entfernt, umso spannender wird es – aber auch umso umständlicher und kostenintensiver. Wenn dann noch eine ganzer Ozean zwischen dem alten und dem neuen Zuhause liegt, hast du vor allem für den Überseetransport eine Menge zu klären.

Kosten von Anfang an im Blick behalten

Am Anfang eines jeden Überseeumzugs sollte die Frage stehen: Was nehme ich mit? So ein Überseetransport ist niemals eine günstige Angelegenheit und bevor du die zum Schnäppchenpreis erworbene Schrankwand von einem Kontinent auf den anderen verfrachtest, solltest du dir gut überlegen, ob sich der Aufwand lohnt. Bei bestimmten Möbelstücken kann ein Neukauf vor Ort kostengünstiger ausfallen als der Transport. Dann kommt es auch darauf an, ob du langfristig ins Ausland ziehst oder nur für einen bestimmten Zeitraum. Ist Letzteres der Fall, kann es sich lohnen, nur das Allernötigste mitzunehmen und den Großteil deines Hab und Guts einzulagern – entweder in einem angemieteten Lagerraum oder bei Verwandten oder Freunden mit viel Platz im Keller. Und vor Ort wird dann eine möblierte Wohnung angemietet. Behalte die möglichen Kosten von Anfang an im Blick. Überlege, was dir wichtig ist, was du verkaufen und günstig neu kaufen kannst und erkundige dich rechtzeitig, ob und wo du Lagermöglichkeiten findest.

So ein Überseeumzug will in jedem Fall gut kalkuliert sein. Hast du entschieden, in welchem Umfang deine Möbel und persönlichen Gegenstände mitumziehen, solltest du dir Kostenvoranschläge von wenigstens drei Transportunternehmen einholen, um vergleichen und das beste Angebot aussuchen zu können.

Luftfracht oder Schiff?

In der Regel ist ein Überseetransport von Hab und Gut mit einem Container auf einem Schiff deutlich günstiger als ein Umzug per Luftfracht. Allerdings braucht ein Containerschiff auch deutlich länger, um an den Zielort zu kommen. Ganz Eilige müssen hier also vor allem den Kostenfaktor gegen den Zeitfaktor abwägen.

Diese Kosten kommen auf dich zu

Größere Umzüge werden für gewöhnlich mit dem Containerschiff bewältigt. Die genauen Kosten hängen hier von verschiedenen Faktoren ab. Letztendlich kommt es darauf an, wie viel cbm groß der Container sein muss und wie genau die Entfernung zur neuen Heimat ist. Desweiteren spielt eine Rolle, welchen Zoll- und Einfuhrbestimmungen die zu transportierenden Gegenstände unterliegen und ob der Container vom Ankunftshafen bis zur neuen Adresse transportiert werden soll.

Die genauen Kosten eines Überseeumzugs sind von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Hier jedoch ein paar Beispiele als Anhaltspunkt:

Neue Heimat Containergröße Kosten
Kanada 20 Fuß ca. 6000 €
China 40 Fuß ca. 6000 €
Australien 40 Fuß ca. 9000 €

Von Haustür zu Haustür

Einen Überseeumzug kannst du bei vielen Unternehmen als Door-to-Door-Service buchen. Das bedeutet, dass der Container mit deinen Habseligkeiten direkt bis zu deiner neuen Wohnung bzw. deinem neuen Haus gebracht wird. Auf diese Weise ersparst du dir, deine Sachen beim Zoll abholen zu müssen und selbst aufwendigen Formalitäten nachkommen zu müssen. Natürlich kostet ein solches Rundum-sorglos-Paket entsprechend.

Einfuhr- und Zollbestimmungen beachten

Bevor es ans Kisten packen für den Überseetransport geht, solltest du dich genauestens über die Einfuhr- und Zollbestimmungen in deinem neuen Heimatland erkundigen. So ersparst du dir unter Umständen weitere Kosten, bürokratischen Aufwand und eine Menge Ärger. So musst du in einigen Ländern darauf achten, dass nicht das geringste Bisschen Erde an eingeführten Schuhen, Werkzeugen oder Kleidung ist. Australien und Neuseeland beispielsweise sind sehr darauf bedacht, nicht durch fremde Erde und darin enthaltenen blinden Passagieren die heimische Flora und Fauna zu schädigen. Für Teppiche, Schmuck, Kunstgegenstände und bestimmte Elektrogeräte musst du bei der Einfuhr in vielen Ländern einen Zollantrag stellen und Steuern bezahlen.

Ein auf Überseetransporte spezialisiertes Umzugsunternehmen bzw. eine entsprechende Spedition kennt sich in der Regel aus, was Zoll- und Einfuhrbestimmungen angeht. Ggf. kannst du das Stellen entsprechender Anträge etc. gleich als Service mitbuchen.

Zollbestimmungen und Einfuhrformalitäten sind bei Gegenständen die per Luftfracht transportiert werden häufig besonders umfangreich und aufwendig. So kann es sich lohnen, wenn du auch kleinere Umzugsdinge nicht mit in den Flieger nimmst sondern mit deiner Seefracht verschickst.

Und so läuft dein Überseetransport ab

Hast du dich über Einfuhr- und Zollbestimmungen im Zielland informiert und dir genau überlegt, welche Gegenstände du mit umziehen möchtest, geht es darum, abzuschätzen, welche Größe der Container für den Transport haben sollte. Spätestens jetzt ist es sinnvoll, Kontakt zu Umzugsunternehmen oder Transportunternehmen aufzunehmen, die auf Überseeumzüge spezialisiert sind. Ein Fachmann kann am besten abschätzen, wie viel Raum dein Hab und Gut einnehmen wird. Hast du dich für ein Transportunternehmen entschieden, kann es theoretisch auch schon ans Packen gehen. Ist der Container beladen, wird er zunächst zum nächstgelegenen Hafen gebracht. Meist ist das Hamburg oder Bremerhaven. Hier wird der Container zwischengelagert, bis es aufs Schiff geht, das deine neue Heimat ansteuert. Auch am Zielhafen wird der Container zunächst zwischengelagert. Der Inhalt muss noch vom Zoll freigegeben werden, bevor der Container an deine neue Adresse geliefert werden kann.

So ein Überseeumzug kann Tage bis Wochen in Anspruch nehmen. Plane daher bei einem Überseetransport genug Zeit ein und organisiere alles rechtzeitig, damit deine Habseligkeiten nicht noch auf hoher See sind, während du schon seit Wochen  in der neuen Wohnung lebst – ohne Bett und ohne Stuhl…

Ist der Container ausgeladen, wird er vom Transportunternehmen wieder abgeholt.

Transportversicherung

Auch wenn auf der Strecke zum Zielort keine Eisberge liegen, bei einem Überseetransport kann auch einmal etwas schief gehen. Zwar haften auch die Transportunternehmen für Schäden, jedoch beschränkt sich die Haftung auf 620 € pro Kubikmeter Umzugsgut und der Schaden muss zu 100 % vom Transportunternehmen selbst verursacht sein. Geht zum Beispiel etwas zu Bruch, weil du es nicht gut genug verpackt hast oder weil Dritte den Schaden verursacht haben, bleibst du auf den Kosten sitzen oder bekommst durch die Versicherung einer dritten Person nur den Zeitwert erstattet. Eventuell kann sich daher eine gesonderte Transportversicherung für dich lohnen. Lies hierzu auch unseren Artikel Umzug & Versicherungen – Transportversicherung und achte darauf, dass diese Versicherung den Anschaffungswert beschädigter Güter ersetzt.

Checkliste Überseetransport

Zum Abschluss noch einmal im Überblick alles, an was du für den Überseetransport denken musst:

  • Was kommt mit? Aussortieren, zwischenlagern, verschenken, verkaufen…
  • Über Einfuhr- und Zollbestimmungen am Zielort informieren
  • Kostenvoranschläge von mindestens drei Transportunternehmen einholen – am besten mit Door-to-Door-Service
  • Vom Fachmann Containergröße bestimmen lassen
  • Termin zum Verschiffen rechtzeitig ausmachen
  • Sorgfältig packen – ggf. von den Profis vom Transportunternehmen packen lassen, damit alles stoßfest und bruchsicher verpackt ist
  • Ggf. Transportversicherung abschließen

Umzug & Versicherungen – Transportversicherung

Transportversicherung

Eine Haftpflichtversicherung fordern die meisten Vermieter beim Einzug und das frisch gebaute Eigenheim sollte man mit einer Gebäudeversicherung versehen. Doch welche Versicherungen sind darüber hinaus sinnvoll und wichtig und auf was kannst du getrost verzichten? In dieser Artikelserie erfährst du, welche Versicherung beim oder nach dem Umzug für wen empfehlenswert ist. Den Anfang macht die Transportversicherung, mit der du dein Hab und Gut gegen beim Umzug entstehende Schäden versichern kannst.

Bereits den Umzug selbst kann man versichern lassen. Dies macht aber nur in bestimmten Fällen Sinn. Es gilt abzuwägen, ob dich die Versicherung im Verhältnis zum Wert der versicherten Gegenstände nicht zu teuer kommt. Zudem kannst du das Risiko, ob dein Hab und Gut beim Umzug Schaden nimmt, teilweise selbst beeinflussen bzw. minimieren. Ich verrate dir, wie du das schaffst und ob sich eine Umzugsversicherung bzw. Transportversicherung für dich lohnt.

Transportversicherung beim Umzug mit den Profis

Einpacken, Treppen runter, in den Wagen schmeißen, die Vollbremsung auf dem Weg zur neuen Wohnung, ausladen, durch das enge Treppenhaus in den dritten Stock, abladen, auspacken – so ein Umzug kann zur Zerreißprobe für deinen Hausrat werden. Und die Lieblingsvase vom Antiquitätenmarkt in Amsterdam überlebt ihn vielleicht nicht. Doch wer haftet im Fall der Fälle? Die Hausratsversicherung greift in der Regel nur bei Schäden am Versicherungsort, nicht aber auf dem Transportweg. Wenn du mit einem Umzugsunternehmen umziehst, haftet das Unternehmen für Schäden, die von den Umzugshelfern verursacht werden. Doch Vorsicht, dies gilt nur, wenn die Umzugshelfer zu 100 Prozent den Schaden verursacht haben. Entsteht beispielsweise ein Schaden, weil du Umzugsgut nicht richtig verpackt hast, dann ist die Firma nicht in der Verantwortung. Ausgenommen sind auch Schäden durch unabwendbare Ereignisse wie Naturkatastrophen sowie durch Dritte verursachte Unfälle.

Ist der Schaden jedoch eindeutig auf die Fahrlässigkeit der Umzugshelfer zurück zu führen, haftet das Unternehmen mit einer Grundhaftung von 620 € pro Kubikmeter Umzugsgut.

Festgelegt ist dies durch Paragraph 451 e des Handelsgesetzbuchs.

Eine besondere Versicherung abzuschließen lohnt sich in diesem Fall nur, wenn der Wert deines Umzugsguts diesen Wert deutlich übersteigt. Infrage kommt hier z.B. eine besondere Transportversicherung. Gegebenenfalls bietet es sich auch an, besonders wertvolle Gegenstände einzeln zu versichern. Denn bei Kunstgegenständen, Antiquitäten oder wertvollen Pflanzen greift eine normale Transportversicherung nicht.

Die Grundhaftung des Umzugsunternehmens ersetzt immer nur den Zeitwert der beschädigten Gegenstände.

Tipp: Hellhörig solltest du werden, wenn das Umzugsunternehmen deiner Wahl auch auf Nachfrage keine Angaben zum Versicherungsschutz macht oder keine Güterverkehrserlaubnis vorweisen kann, die in der Regel mit der gesetzlich vorgeschriebenen Grundhaftung einhergeht. Hier kann Schwarzarbeit im Spiel sein und im Schadensfall bleibst du auf den Kosten sitzen.

Umzug in Eigenregie

Gerade beim Umzug in Eigenregie mit Helfern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis und einem Fahrer, der alle Jubeljahre einmal ein Kraftfahrzeug bewegt, das größer ist als die Familienkutsche, kann sich eine Transportversicherung lohnen – zumal der Gesetzgeber bei Freundschaftsdiensten von einer stillschweigenden Haftungsbeschränkung ausgeht. Damit muss ein Freund oder Verwandter in der Regel nicht für einen von ihm beim Umzug verursachten Schaden aufkommen. Allerdings gilt es auch hier abzuwägen. Wer als Student das neue WG-Zimmer bezieht und als wertvollstes Eigentum den Laptop mit der letzten Hausarbeit bezeichnen kann, der sollte diesen doch einfach in die eigene Tasche packen und für den Rest kann er sich die Versicherung getrost sparen.

Grundsätzlich kann man sagen, je länger der Umzugsweg und je höher der Wert des Hausrats, umso eher lohnt sich eine Transportversicherung.

Umzug Transportversicherung Kosten

Oft bekommt man vom Umzugsunternehmen oder dem Kleintransporterverleih ein Angebot für eine Transportversicherung unterbreitet. Doch wer sich für eine Transportversicherung entscheidet, sollte vor dem Abschluss nicht nur Preise vergleichen, sondern auch prüfen, ob die Versicherung auch wirklich alles abdeckt.

Um sich für die passende Versicherung zu entscheiden, sollte man zunächst überschlagen, wie viel das Eigentum wert ist, das versichert werden soll. Als Faustregel kann man hier 650 € pro Quadratmeter Wohnfläche berechnen. Allerdings beinhaltet diese Rechnung auch eine Küche und berücksichtigt auf der anderen Seite keine besonderen Wertgegenstände wie Antiquitäten oder die kostbare Münzsammlung. Für diese Faktoren muss man bei der groben Berechnung entsprechende Abschläge bzw. Zuschläge machen. Anschließend sollte man sich überlegen, ob man den Zeitwert oder Neuwert der Gegenstände versichert. Versichert man den Zeitwert, bekommt man unter Umständen bei einem Schaden nur noch einen Bruchteil dessen ausgezahlt, was der Gegenstand einmal gekostet hat. Hier gilt also in der Regel: Wenn schon, denn schon. Allerdings muss für eine Versicherung des Neuwerts dieser für gewöhnlich auch belegt werden können. Hilfreich ist es, wenn man zu diesem Zweck noch Kaufbelege und Quittungen aufbewahrt hat.

Was ist ein Unterversicherungsverzicht?

Wenn der Versicherungsvertrag einen Unterversicherungsverzicht enthält, verzichtet der Versicherer darauf, im Schadensfall zu prüfen, ob das versicherte Gut tatsächlich so viel Wert ist, wie vom Versicherten angegeben.

Aber was darf eine Transportversicherung denn nun kosten? Auch hierfür gibt es eine Faustregel. Der Versicherungspreis sollte etwa bei 0,25 % des Werts der versicherten Gegenstände liegen. Für Besitztümer im Wert von 20.000 € sollte die Transportversicherung zum Beispiel um die 50 € kosten.

Schadensmeldung nach dem Umzug

Nach dem Umzug sollte man so bald als möglich den Hausrat auf mögliche Schäden hin prüfen. So können eventuelle Schäden zeitnah dem Umzugsunternehmen oder der Versicherung gemeldet werden. Es gilt die Untersuchungspflicht. Bei verspäteter Schadensmeldung kann es passieren, dass du deinen Anspruch auf Entschädigung verlierst.

Prüfe also gleich nach der Ankunft im neuen Heim, ob alle Kisten vollzählig angekommen sind und ob auch keines der Möbelstücke fehlt. Sieh in alle Kisten hinein, ob hier nichts zu Bruch gegangen ist und untersuche alle Möbel auf mögliche Schrammen oder andere Beschädigungen. Schließe die Elektrogeräte an und prüfe sie auf ihre Funktionsfähigkeit.

Tipp: Gerade bei antiken Möbeln, die vielleicht schon den ein oder anderen Kratzer aufweisen, kann es sich lohnen, vor dem Umzug Fotos zu machen. So kannst du neue Schäden leichter nachweisen.

Findest du einen Schaden an deinem Hausrat oder ist etwas kaputt gegangen, dann melde dies unverzüglich – am besten schriftlich. Du musst in der Schadensmeldung genau angeben, welcher Gegenstand auf welche Weise beschädigt ist und am besten auch, wie der beschädigte Gegenstand verpackt war.

Schäden vermeiden

Im Idealfall kommt beim Möbeltransport natürlich erst gar kein Schaden auf. Du kannst selbst einiges tun, um deine Habseligkeiten bestmöglich vor Schrammen, Beulen und Bruch zu schützen:

nicht am falschen Ende sparen: Natürlich ist es toll, wenn du noch den ein oder anderen Karton im Keller hast oder dir der Supermarkt um die Ecke seine alten Obstkisten abtritt. Doch solltest du darauf achten, dass besonders die Sachen, die dir lieb und teuer sind, in stabilen und gut verschließbaren Umzugskartons verstaut werden. Achte auch beim Kauf der Umzugskisten auf die Qualität. Selbst bei Umzugskartons aus dem Baumarkt gibt es erhebliche Unterschiede. Die Pappe sollte dick und stabil und das Verschlusssystem sicher sein.

  • richtig packen: Achte darauf, WIE du die Umzugskartons füllst. Zum einen sollten sie nicht zu schwer bepackt werden. Das ist nicht nur angenehmer für die Umzugshelfer, du vermeidest so zudem, dass der Kartonboden reißt und alles herausfällt.
  • gut polstern: Wickele zerbrechliche Gegenstände gut ein. Geschirr und Co solltest du mit Zeitungspapier oder noch besser mit Luftpolsterfolie vor Schäden schützen. Zudem bietet es sich an, Kartons, die du mit zerbrechlichem Gut bepackst mit weichen Dingen wie Kleidung oder Handtüchern aufzufüllen und auszupolstern.
  • Beschriften nicht vergessen: Kartons mit zerbrechlichen oder empfindlichen Gegenständen solltest du entsprechend kenntlich machen. Ein gut lesbares, leuchtend rotes: Vorsicht, zerbrechlich! hält die Umzugshelfer garantiert davon ab, mit dieser Kiste Korbball zu spielen.
  • Möbel schützen: Auch bei deinen Möbeln kann sich eine „Verpackung“ lohnen. Dass ein Spiegel oder die Glasplatte vom Wohnzimmertisch gut umhüllt werden müssen, versteht sich von selbst. Aber auch die Ecken von Holzmöbeln und glatte Holzoberflächen sind anfällig für Schrammen und Kratzer und sollten entsprechend verpackt werden.

Schäden durch Dritte

Besonders kompliziert kann es werden, wenn ein Schaden beim Umzug durch Dritte verursacht wird. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Umzugswagen verunfallt und ein anderer Verkehrsteilnehmer als der Fahrer des Wagens den Unfall verursacht hat. In einem solchen Fall haftet der Dritte für den verursachten Schaden. Dessen Versicherung kommt aber unter Umständen nur für den Zeitwert der beschädigten Gegenstände auf. In einem solchen Fall sollte man – hat man eine eigene Transportversicherung abgeschlossen – hier den Regulierungsanspruch beachten. Mit Berufung auf den Regulierungsanspruch kann man das Geld für einen durch Dritte verursachten Schaden bei der eigenen Versicherung einfordern.

Checkliste: Verpackungsmaterial für den Umzug

Checkliste, Verpackungsmaterial Umzug

Wer umzieht, hat viel zu organisieren und es stellen sich viele Fragen. An welchem Tag soll der Umzug sein? Wer hilft beim Umzug? Braucht es eine Parkerlaubnis für den Möbelwagen? Wie groß muss der Möbelwagen überhaupt sein und wie viele Umzugskartons sind nötig?

Umzugskartons günstig oder gratisAbhängig von diesen und von anderen Fragen errechnen sich die gesamten Umzugskosten. Eine wichtige Größe ist dabei die Anzahl der Umzugskartons und der benötigte Stauraum für die Möbel. Diese beiden Werte ergeben zusammengenommen das Volumen, das in die neue Wohnung zu transportieren ist. Je mehr Volumen, desto teurer der Umzug, wenn ein Umzugsunternehmen beauftragt wird. Doch auch für den selbst durchgeführten Umzug gibt das benötigte Volumen den Kostenrahmen vor. Das Volumen bestimmt zum Beispiel die Menge des Verpackungsmaterials sowie die Größe des Möbelwagens bzw. die Anzahl der Fahrten mit einem Transportfahrzeug zwischen alter und neuer Wohnung.

Du solltest immer darauf achten, deinen Besitz sicher zu verpacken, damit dieser keinen Schaden nimmt. Diese Checkliste hilft dabei, das richtige Verpackungsmaterial für den Umzug zusammen zu stellen.

Zeitungen oder Packpapier

Zeitungen und Packpapier dienen zum Schutz zerbrechliche Gegenstände wie Gläser, Teller und Tassen. Praktisch umsonst gibt es Zeitungspapier, dass jeder von uns Tag für Tag im Briefkasten hat. Es ist ratsam, einige Wochen vor dem Umzugstermin die Zeitungen zur Seite zu legen und nach und nach mit dem Einpacken zu beginnen. Hochglanzwerbung im Mehrfarbendruck ist ungeeignet, denn mitunter hinterlassen die Farben hartnäckige Rückstände. Je nach Qualität des Zeitungsdrucks hinterlässt aber auch die normale Druckerschwärze einer Tageszeitung sichtbare Spuren. Wer es besonders sauber haben will, entscheidet sich für professionelles Packpapier. Dieses hat den Vorteil, dass es nicht staubt, nicht fusselt und nicht abfärbt. Außerdem sind das Geschirr und die Gläser praktisch sofort nach dem Auspacken einsatzbereit. Lästige Spülen und Reinigen fällt damit weg.

Packpapier oder Zeitungspapier eignet sich dazu, Hohlräume in Umzugskartons oder anderen Behältern auszustopfen, damit die darin enthaltenen Dinge nicht gegeneinanderschlagen und beschädigt werden.

Luftpolsterfolie

Besitzt du feines Kristallglas oder hochempfindliche Gegenstände, die besonders sorgfältig vor Erschütterungen und Beschädigungen geschützt werden sollen, ist Luftpolsterfolie eine gute Option. Die empfindlichen Gegenstände werden großzügig mit der Luftpolsterfolie eingewickelt und so verstaut, dass nichts wackelt oder klappert. Luftpolsterfolie ist zum Beispiel auch für Bilder/Bilderrahmen nützlich, wobei ein besonderer Kantenschutz aus stabilem Karton für Bilder empfehlenswert ist.

Umzugskartons

Die Anzahl der Umzugskartons richtet sich nach der Menge der zu verstauenden Gegenstände. Auf die Frage „Wie viele Umzugskartons brauche ich?“ gibt es keine pauschale Antwort, aber einige gängige Faustregeln:

Mein Tipp: Benutze den Umzugskartonrechner, damit du eine ungefähre Vorstellung der benötigten Menge bekommst.

Bevor du Umzugskartons bestellst, solltest du dir über die Qualität Gedanken machen. Natürlich ist es möglich, die billigsten Kartons im Baumarkt zu kaufen, doch bei Umzugskartons solltest du nicht auf das billigste Produkt setzen. Zu groß ist die Gefahr, dass die Böden durchreißen, die Stabilität zu gering ist oder die Griffe nicht für das Gewicht des Kartons ausgelegt sind. Empfehlenswert ist der Umzugskarton „Kartonara“. Der Boden ist nach dem Schmetterlingsprinzip konzipiert, sodass bis zu 45 kg Gewicht untergebracht werden können. Falls es dir nicht gelingt, 45 kg zu heben, kannst du den Karton auch schieben oder ziehen, denn die Griffe sind vierfach verstärkt. Falls die Kartons für eine Weile zwischengelagert werden, können die Griffe mit Staubstopfen verschlossen werden. So bleibt der Inhalt staubfrei und auch kleine Tiere wie Spinnen oder Käfer werden abgehalten.

Umzug: Umzugskartons richtig packenBesonders wichtig ist es, einen Umzugskartons richtig zu packen. Die Lastenverteilung sollte gleichmäßig sein und der Inhalt nicht über das zumutbare Gewicht hinausgehen. Es ist sinnvoller, einige Kartons mehr zu kaufen, statt die Kartons zu voll zu beladen. Werden die Kartons später aufeinandergestapelt, solltest du die vollen, schweren Kartons nach unten stellen, und die leichteren Kartons nach oben, um die Kartonagen nicht über Gebühr zu belasten.

Umzugsfolie und Klebeband

Unverzichtbar bei jedem Umzug sind Klebeband und Umzugsfolie. Die Umzugsfolie dient dazu, Möbel zu schützen, damit beispielsweise Schubladen verschlossen bleiben und sich Schranktüren nicht öffnen. Als Alternative sind Klebestreifen geeignet, doch nur, wenn die Oberfläche unempfindlich ist. Bei empfindlichen Materialien könnte der Kleber die Oberfläche beschädigen, in offenporigen Oberflächen bleibt der Kleber hängen und ist nur mit großem Aufwand wieder zu entfernen. Wenn nötig, können die Umzugskartons mit Klebestreifen verschlossen werden.

Die Extras: Füllmaterial, Kantenschutz und Umzugsdecken

Wie oben bereits erwähnt, können Packpapier und Zeitungspapier als Füllmaterial dienen. Eine Alternative dazu stellen Schaumstoff oder Styroporgranulat dar. Das Füllmaterial gibt es in unterschiedlichen Größen. Es lässt sich nachträglich einfüllen, falls Gegenstände in einem Karton zu große Hohlräume bilden und der Transport ohne zusätzlichen Puffer zu risikoreich erscheint.

Kantenschutz ist nicht allein für Bilderrahmen geeignet, dieser kann auch empfindliche Möbel, eine Duschtrennwand aus Glas, Schranktüren und andere Gegenstände schützen. Umzugsdecken sorgen im Umzugswagen dafür, dass die Kartons und das Mobiliar noch besser gepuffert und geschützt werden. Auch als Unterlage unter Möbeln dienen Umzugsdecken als Schmutzabweiser.

Zum Schluss: Sauber und sicher verpacken, clever transportieren

Sind Möbel und Gegenstände verpackt, müssen sie von der Wohnung in den Umzugswagen und vom Umzugswagen in die neue Wohnung gebracht werden. Richtiges Heben und Tragen schützt dich vor Schmerzen und Unfällen, hier findest du Tipps zum richtigen Beladen des Transporters und eine Anregung zum Low-Budget-Umzug mit dem Transporter aus dem Baumarkt. Abgesehen davon ist es hilfreich, zum Transport von Kartons und Möbeln spezielle Rollwagen oder Sackkarren zu benutzen. Rollwagen sind im Prinzip stabile Bretter auf vier Rollen. Diese sind dazu geeignet, schwere Möbel, Schränke oder Sofas mit wenig Kraftaufwand über ebene Flächen zu bewegen. Sackkarren sind in erster Linie für den Transport gestapelter Kartons sowie von verpackten Gegenständen oder von Gegenständen mit unempfindlicher Oberfläche geeignet.

Du solltest dir diese Utensilien vorab besorgen und auch die Spanngurte nicht vergessen. Falls du Spanngurte ausleihst, überprüfe sie auf ihrer Zugkraft und Sauberkeit, wenn die Spanngurte direkt mit deinen Möbeln in Kontakt kommen. So vermeidest du unschöne Verunreinigungen am Mobiliar.

Alles Wichtige zur Mitnahme und Kündigung des DSL-Anschlusses beim Umzug

Alles Wichtige zur Mitnahme und Kündigung des DSL-Anschlusses beim Umzug

Ob Wohnort- oder Wohnungswechsel – ein Umzug ist mit vielseitigen Vorbereitungen verbunden. Sowohl das Einpacken und Verstauen der Einrichtung als auch der Transport des Mobiliars sowie die Herrichtung der neuen Unterkunft zählen zu den wichtigsten To-dos auf der Liste und bedürfen langfristiger Planung. Ein weiteres Thema, das heutzutage mindestens genauso wichtig ist, um am neuen Wohnort sofort wieder erreichbar zu sein, ist der DSL-Anschluss. In der Regel zieht der Anschluss ebenfalls mit zur neuen Adresse. Im Einzelfall kann es jedoch auch sein, dass in der neuen Region nicht die gleichen Möglichkeiten bestehen wie am alten Wohnort. Damit dein DSL-Umzug stressfrei funktioniert, gibt es im Folgenden ein paar Tipps und Tricks.

Erste Schritte: Anbieter kontaktieren und DSL-Verfügbarkeit prüfen

Abbildung 2: Damit in der neuen Wohnung Internet und Telefon verfügbar sind, müssen sich Verbraucher über die Angebote und Möglichkeiten informieren und entsprechende Aufträge erteilen.
Abbildung 2: Damit in der neuen Wohnung Internet und Telefon verfügbar sind, müssen sich Verbraucher über die Angebote und Möglichkeiten informieren und entsprechende Aufträge erteilen.
Bei einem Umzug kommt es darauf an, ob zukünftig weiterhin allein in einer Wohnung gelebt wird oder ob der Umzug in eine WG ansteht. Bei Letzterem kann es unter Umständen der Fall sein, dass bereits ein Anschluss vorhanden ist. Dies ist im Vorfeld unbedingt zuerst zu prüfen. Anschließend ist es wichtig, die DSL-Verfügbarkeit am neuen Wohnort zu checken. Geschuldet ist dies der Tatsache, dass sich die Vernetzungen leider noch nicht überall auf dem gleichen Stand befinden. Steht der bislang genutzte Anschluss in der neuen Wohnung nicht mehr zur Verfügung, sollte der Anbieter kontaktiert werden. Dieser prüft die neue Adresse noch einmal gründlicher, um festzustellen, ob wirklich keine Möglichkeit besteht, den aktuellen DSL- und Telefonanschluss mitzunehmen. Wer dann auf der Suche nach einer Alternative ist, kann die besten Tarife direkt bei Verivox vergleichen.

Hier bekommen Interessierte verschiedenste Angebote unterschiedlicher Anbieter, um schnelles Internet nach Bedarf am neuen Wohnort zu erhalten. Insbesondere hinsichtlich des vielseitigen Marktes ist ein Tarif- und Anbietervergleich bei einem Online-Portal wie Verivox ratsam. Denn schon lange sind die monatlichen Kosten eines DSL-Anschlusses nicht mehr das einzige Entscheidungskriterium. Weiterhin sind ebenfalls das Tempo der Leitung, die Laufzeit des Vertrages sowie Extraleistungen essenzielle Merkmale der heutigen Angebote.

Empfehlenswert: Checkliste anlegen

Empfehlenswert ist das Gespräch mit dem bisherigen Anbieter übrigens in jedem Fall, um beispielsweise grundlegende Fragen vorab zu klären und daraus eine Checkliste für den DSL-Umzug zu erstellen. Dazu zählen unter anderem folgende Fragen:

  • Funktioniert eine Rufnummer-Mitnahme bei Umzug?
  • Welche Zusatzkosten kommen bei einem Umzug des DSL-Anschlusses auf den Kunden zu?
  • Verändern sich die Vertragsdaten?
  • Ist am neuen Wohnort die gleiche Geschwindigkeit wie vorher möglich?
  • Gibt es die Möglichkeit, die Vertragslaufzeit zu ändern?
  • Besteht die Chance, dass der alte Vertrag von einem Nachmieter genutzt werden kann, wenn der DSL-Anschluss nicht mit umzieht?

Ein Anbieterwechsel ist vor allem dann interessant, wenn besondere Neukundenvorteile zum Angebot gehören. Dies gilt es im Zusammenhang mit dem Tarifvergleich ebenfalls zu prüfen.

Hat der Umzug Auswirkungen auf den DSL-Vertrag?

Grundsätzlich ist diese Frage mit einem klaren „Nein“ zu beantworten. Der Wechsel des Wohnortes oder der Wohnung hat im Regelfall keine Auswirkungen auf den bestehenden Anschluss. Dies gilt sowohl für die Vertragslaufzeit als auch für die genutzten Leistungen. Dennoch sollte geprüft werden ob nicht ein Sonderkündigungsrecht besteht.

Wie funktioniert der DSL-Anschluss-Umzug?

Normalerweise ist der Umzug eines DSL-Anschlusses mit einer Schaltung eines neuen Anschlusses vergleichbar, da hier die gleichen Prozesse eingeleitet werden müssen. Der Anbieter kümmert sich dabei um alle wichtigen Schritte, damit der Anschluss am neuen Wohnort zur Verfügung steht. Wichtig ist, dass der Nutzer mit ausreichend Zeit im Vorfeld den Umzug anmeldet und alle wichtigen Details mit dem Dienstleister bespricht, um Internet und Telefon am neuen Zielort ohne Einschränkungen direkt nutzen zu können. Am besten ist es, den Anbieter sofort zu kontaktieren, wenn der Umzugstermin feststeht, dann ist in der Regel genügend Vorlaufzeit gegeben. Normalerweise benötigen die Anbieter ungefähr vier Wochen vor dem Umzugstermin einen sogenannten „Umzugsantrag“ vom Kunden, damit alles reibungslos funktioniert.

Wann lohnt sich die Kündigung des Vertrages?

Wie bereits erwähnt, kann sich die Kündigung des DSL-Vertrages lohnen, wenn beispielsweise ein besseres Angebot entscheidende Vorteile für den neuen Wohnort offeriert. Allerdings ist es nicht so einfach, den vorhandenen Vertrag beim Anbieter zu kündigen. Hier sind verschiedene Faktoren entscheidend, die beispielsweise ein außerordentliches Kündigungsrecht ermöglichen.

Wann besteht außerordentliches Kündigungsrecht?

Das außerordentliche Kündigungsrecht oder auch Sonderkündigungsrecht besteht, wenn der Anbieter nicht imstande ist, ist den aktuellen Vertrag mit allen Eigenschaften an der neuen Adresse zu gewährleisten. Dann ist es möglich, den DSL-Anschluss ohne weitere Zuzahlungen oder Probleme zu beenden. Das gilt übrigens nicht nur für die allgemeine DSL-Verfügbarkeit, sondern ebenso für die Geschwindigkeit. Wenn Letztere durch den Umzug immens verringert ist, darf der Vertrag aufgrund von nicht erbrachter Leistung gekündigt werden.
Eine weitere Möglichkeit, die den Einsatz der außerordentlichen Kündigung erlaubt, ist der Umzug ins Ausland. Allerdings ist es in diesem Zusammenhang wichtig, diesbezüglich einen Beleg – also die Abmeldung in Deutschland und die Neuanmeldung im Ausland – beim Anbieter vorzuweisen.

Rechtliche Lage beim Umzug mit DSL-Anschluss

Sonderkündigung, Vertrag Telefon und Internet bei UmzugIm Mai 2012 wurde das Telekommunikationsgesetz erneuert. Dadurch ergaben sich viele Vorteile für alle Nutzer von Internet und Telefon, die unter anderem besagen, dass sich ein Vertrag durch den Umzug nicht automatisch verlängern darf. Außerdem sind die Anbieter dazu verpflichtet, dem Kunden bei Umzug an eine neue Adresse die gleichen Leistungen zur Verfügung zu stellen – ohne Änderung der Vertragsdaten. Das gilt jedenfalls, sofern die technischen Gegebenheiten und Leitungen vor Ort dies zulassen.

Außerdem sind die Kosten bei einer DSL-Mitnahme zu einer neuen Adresse festgelegt worden. Laut der Bundesnetzagentur dürfen die Entgelte für einen DSL-Umzug nicht die Kosten für eine Neuschaltung eines Anschlusses überschreiten. Alle, die beispielsweise Probleme beim Umzug mit dem DSL-Anschluss haben oder mehr über die eigenen Rechte in diesem Zusammenhang erfahren wollen, finden bei der Bundesnetzagentur verschiedene Formulare.

Umzug ins Seniorenheim

Umziehen ins Seniorenheim

Der Umzug in ein Seniorenheim ist ein sensibles Thema. Das geliebte Haus oder die langjährige Wohnung aufzugeben und sich einzugestehen, dass es Probleme bereitet oder in näherer Zukunft Probleme bereiten könnte, allein zu leben und zurechtzukommen ist ein großer Schritt – nicht nur für die Betroffenen selbst, auch für die Angehörigen, die die Entscheidung unterstützen. Zum Glück gibt es für ältere Menschen verschiedene Möglichkeiten, betreut und umsorgt zu wohnen. Das klassische Seniorenheim ist nur eine davon. So gibt es immer mehr Senioren-WGs oder Mehrgenerationenhäuser mit Betreuung. Im Folgenden möchte ich aber vor allem Tipps und Ratschläge zum Umzug in eine „klassische“ Senioreneinrichtung wie Seniorenresidenz, Pflegeheim, Altenheim und Seniorenheim geben.

Leben im Seniorenheim

Zu keiner Zeit zuvor konnten Senioren ihr Leben so lange unabhängig und aktiv gestalten. Dennoch kommt früher oder später der Zeitpunkt, an dem es immer schwerer fällt, sich selbst zu versorgen. Und nicht in jeder Familie besteht die Möglichkeit, dass sich die jüngere Generation um Eltern oder Großeltern kümmert – sei es aufgrund räumlicher Entfernung oder weil die Berufstätigkeit keine Zeit für eine ausreichende Betreuung lässt. Wer im fortgeschrittenen Alter aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr alleine oder mit Partner und/oder Familie leben kann oder möchte, der kann in einer betreuten Wohnform ein neues Zuhause finden. Hier ist zwischen Einrichtungen, die die Möglichkeit bieten selbstbestimmt mit Betreuung zu wohnen oder mit der Rundumversorgung eines Altersheims zu unterscheiden. Oftmals finden sich in Seniorenheimen Kombinationen aus beiden Modellen, so dass einfach die Betreuung einem eventuell gewachsenen Bedarf angepasst werden kann, ohne dass man noch einmal einen Umzug auf sich nehmen muss. Viele Seniorenheime bieten heutzutage individuelle Einzimmerappartements oder sogar Wohnungen innerhalb einer barrierefreien Wohnanlage.

Tipp: In manchen Seniorenheimen darf man für einen gewissen Zeitraum Probewohnen. Dies erleichtert die Entscheidung für oder gegen eine Einrichtung.

Den Umzug vorbereiten

Im Idealfall überlegt man sich schon bevor es so weit ist, welche Wohnform man sich im Alter vorstellen kann und spricht offen mit Familie und Angehörigen über seine Vorstellungen und Wünsche oder trifft sogar schon eine Auswahl an Einrichtungen, in denen man sich vorstellen könnte zu leben. So sind alle Beteiligten zumindest seelisch rechtzeitig darauf vorbereitet, was zu tun ist, wenn die Zeit für den Umzug ins Seniorenheim gekommen ist, und die wichtigsten Angelegenheiten sind unter Dach und Fach. Doch auch dann bleibt im Fall der Fälle noch einiges zu tun und zu bedenken.

Was kann und will ich mir leisten?

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt beim Thema Umzug ins Seniorenheim, der vor dem Umzug geklärt werden muss, ist natürlich die Finanzierung. Was übernimmt die Krankenkasse? Welche Kosten muss ich selber tragen? Wichtige Fragen mit sehr individuellen Antworten. Hier ergeben sich zum Teil allein erhebliche Unterschiede anhand der Unterbringungsart vollstationäre Heimunterbringung oder betreutes Wohnen. Zum Punkt Finanzierung ist daher rechtzeitig die Krankenversicherung oder Pflegeversicherung zu kontaktieren. Auch die Leitung der Senioren- bzw. Pflegeeinrichtung und der Sozialdienst können diesbezüglich beraten und weiterhelfen.

Was kann ich mitnehmen?

In einer Einrichtung für betreutes Wohnen wird man zumindest einen Teil seiner eigenen Möbel mitbringen können. In einem Pflegeheim benötigt man eventuell nur ein paar persönliche Gegenstände, da die wichtigsten Möbel wie Bett, Schrank, Tisch und Stühle im Zimmer bereits vorhanden sind. In den allermeisten Fällen wird man seinen Haushalt jedoch zumindest deutlich verkleinern und daher gründlich aussortieren müssen. Hier heißt es: rechtzeitig vor dem Umzug mit der Organisation und Planung beginnen. Hierfür muss man zunächst mit dem Seniorenheim klären, was man mitbringen soll, kann und darf. Darüber hinaus heißt es, rechtzeitig mit dem Ausmisten beginnen. Können dabei Familie und Freunde helfen? Andernfalls muss rechtzeitig ein Umzugsunternehmen, das als Service auch Haushaltsauflösungen anbietet, organisiert werden. Und was geschieht mit den Sachen, die nicht mehr gebraucht werden? Was wird innerhalb der Familie weitergegeben? Was wird gespendet? Und welche Gegenstände haben ihre besten Tage hinter sich und müssen auf den (Sperr-)Müll?

Formalitäten erledigen

Bei einem Umzug gibt es immer eine Menge mehr oder weniger lästiger Formalitäten zu erledigen. Zunächst muss der Mietvertrag für die alte Wohnung rechtzeitig gekündigt werden. Wer ein eigenes Haus besitzt, sollte vor dem Umzug ins Seniorenheim klären, was daraus werden soll. Wird es vermietet? Oder den Kindern überschrieben? Des Weiteren müssen Abos gekündigt oder umgemeldet, Strom- und Gasanbieter müssen über den Umzug informiert werden. Telefon- und Kabelanschluss sollten rechtzeitig gekündigt werden. Man muss sich überlegen, welche Versicherungen man weiterhin benötigt und auch hier gegebenenfalls „ausmisten“. Zu guter Letzt müssen spätestens kurz nach dem Umzug die Behörden über den neuen Wohnsitz informiert werden, und die neuen Kontaktdaten müssen an Banken und Co weitergegeben werden.

Umzugsunternehmen beauftragen

Vielleicht gibt es im Verwandten- oder Freundeskreis Unterstützung beim Kistenpacken, jemanden der den Umzugswagen fährt und fleißige Helfer beim Ein- und Ausladen. Doch auch in diesem Fall müssen rechtzeitig ein geeigneter Wagen sowie Kisten und Kartons besorgt werden. In allen anderen Fällen gilt es zeitig vor dem Umzug ein geeignetes Umzugsunternehmen zu finden. Am besten lässt man sich hier von verschiedenen Unternehmen Kostenvoranschläge geben, um das günstigste Angebot zu bekommen.

Lies zum Thema Umzugsunternehmen auch unseren ausführlichen Artikel Umzug für Senioren Teil 2: Das richtige Umzugsunternehmen aussuchen.

Du siehst: Es gibt viel zu tun und viel zu beachten vor dem einschneidenden Umzug ins Seniorenheim. Darum hier zusammenfassend noch einmal unsere praktische Checkliste:

Checkliste Umzug ins Seniorenheim

  • Pflegegrad beantragen
  • Ggf. Antrag auf Kostenübernahme für eine vollstationäre Unterbringung bei der Pflegeversicherung einreichen
  • Finanzierung prüfen und sichern. Gegebenenfalls Hilfe zur Pflege für eine zusätzliche Finanzierung beantragen)
  • Pflegeversicherung bzw. Krankenversicherung über den Umzug in die Senioreneinrichtung informieren
  • Ggf. Mietvertrag kündigen

Hinweis: Ein Sonderkündigungsrecht bei einem Umzug ins Pflegeheim gibt es nicht, auch nicht in akuten Fällen. Aber eventuell gibt es im Mietvertrag eine Nachmieterklausel, die das Stellen eines Nachmieters und damit ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Mietvertrag erlaubt. Oder der Vermieter ist bereit einen Aufhebungsvertrag auszuhandeln.

  • Umzugsunternehmen beauftragen bzw. Hilfe für den Umzug durch Angehörige oder Freunde organisieren. Manche Umzugsunternehmen sind auf Seniorenumzüge spezialisiert und/oder bieten einen umfassenden Service inklusive Haushaltsauflösung an.
  • Findet der Umzug mit Hilfe eines Umzugsunternehmens statt, lohnt es sich, verschiedene Unternehmen zu vergleichen und Kostenvoranschläge einzuholen.
  • Mit Heimleitung besprechen, welche Möbel und Gegenstände mitgebracht werden können/dürfen und dementsprechend den Haushalt auflösen bzw. aussortieren
  • Ggf. um den Verbleib von Haustieren kümmern (in manche Einrichtungen dürfen Haustiere auch mitgebracht werden)
  • Verträge und Versicherungen: ggf. Daueraufträge für Stromanbieter, Telefon etc. kündigen, Kabelanschluss, Telefonanschluss o.ä. kündigen. Darüber hinaus sollte man prüfen, welche Versicherungen man in der Senioreneinrichtung noch benötigt und überflüssige Versicherungen ebenfalls kündigen. Manche Versicherungen übernimmt auch das Seniorenheim. Hier sollte man sich also auch rechtzeitig informieren.

Tipp: Wird der Umzug ins Seniorenheim als Wohnumfeldverbessernde Maßnahme akzeptiert, bezuschusst die Krankenversicherung ggf. Umzug und möglicherweise anfallende Renovierungskosten.

  • Ummeldeformalitäten: Auch an die Mitteilung der Adressänderung bei Behörden, Bank, Versicherungen sollte man rechtzeitig denken. Für eine Übergangszeit kann auch ein Nachsendeantrag bei der Post sinnvoll sein.

Seniorenumzug bei der Steuer absetzen

Wer im Alter aufgrund gesundheitlicher Probleme in ein Seniorenheim umzieht, kann verschiedene Posten steuerlich geltend machen. Dazu gehören:

  • Ummeldekosten
  • Kosten für den Auf- und Abbau von Haushaltsgeräten
  • Kosten für Trinkgelder und Verpflegung der Umzugshelfer (sowohl bei privaten als auch bei professionellen Helfern)
  • Kosten für Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung

Umzugskosten richtig kalkulieren

Umzugskosten richtig kalkulieren

Immer wieder treffe ich Menschen, die mit einem Umzug an ihre finanzielle Belastungsgrenze kommen. Viel zu selten wird vor dem eigentlichen Umzug gefragt: „Kann ich mir einen Umzug eigentlich leisten?“ Und viel zu selten macht man sich Gedanken darüber, welche Kosten eigentlich bei einem Umzug entstehen.

Nur wenn man bereits in der Planungsphase des Umzugs weiß, welche Kosten an welchen Stellen entstehen, kann man auch abschätzen, ob ein Umzug überhaupt realisierbar ist und an welchen Stellen man ggf. Kosten reduzieren kann (z.B. weil man eben nicht den Maler zur Renovierung in die neue Wohnung holt, sondern die Arbeiten selbst durchführt).

Dieser Beitrag soll dir einen ersten (hoffentlich ziemlich vollständigen) Überblick darüber geben, welche Kosten bei einem Umzug anfallen, welche Kosten vielleicht vermeidbar sind und welche Treiber es bei den Umzugskosten gibt. Als wichtige Grundlage bei den Recherchen für diesen Artikel habe ich eine tolle Übersicht zum Thema Umzugskosten auf vexcash.de gefunden.

Wovon hängen Umzugskosten im Wesentlichen ab?

Für viele Themen bei der folgenden Betrachtung sich einige Treiber erkennen, die wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Umzugskosten nehmen. Dazu gehören:

  • Die Größe der alten/neuen Wohnung
  • Die Menge der Güter die umgezogenen werden
  • Die Distanz, die bei einem Umzug überwunden werden muss
  • Der Grad an angestrebter Selbstbeteiligung beim Umzug
  • Den „Luxus“ den man sich gönnen möchte (z.B. Neuanschaffungen)

Ganz klar: Wer viele Güter über eine lange Strecke umziehen muss, der muss tendenziell auch eher mit höheren Umzugskosten rechnen. Wer meint einen Umzug in fremde Hände (Umzugsunternehmen, aber auch Handwerker) geben zu wollen, der muss sich diese Leistung natürlich ebenfalls etwas kosten lassen und muss mit höheren Umzugskosten rechnen. Größere Wohnungen machen (was die Renovierung angeht) natürlich mehr Arbeit als kleinere Wohnungen und haben so einen Einfluss auf die entsprechenden Umzugskosten.

Welche Umzugskosten fallen eigentlich an?

Hier mal eine Liste an Kostenpositionen, die es bei einem Umzug auf zu berücksichtigen gilt. Zu vielen Themen gibt’s hier auf umzugsratgeber.de bereits Artikel, die ich euch direkt mitverlinkt habe. Umzugskosten fallen unter Umständen an für …

… Umzugsunternehmen

Wer den kompletten Umzug in fremde Hände geben möchte, der muss mit finanziellen Belastungen rechnen. Ein Komplettumzug per Umzugsunternehmen ist bequem, aber natürlich auch mit Kosten verbunden. Wie hoch diese Kosten sind, das hängt vor allem davon ab, wie viel es über welche Strecke zu transportieren gibt. Größere Wohnungen und größere Fahrtstrecken sind erhebliche Kostentreiber. Wer einen Umzug via Umzugsunternehmen anstrebt, der tut gut daran auf jeden fall ordentlich zu vergleichen. Hol‘ dir verschiedene Angebote vom verschiedenen Dienstleistern ein. Hier gibt’s ein paar weitere Informationen zu dem Thema!

… die Renovierung (alte und neue Wohnung!)

Auch hier stellt sich die Frage: Abgeben oder selber machen? Wer selber renoviert, der hat nur die Materialkosten für Farbe, Spachtelmasse, Streichutensilien, Reinigungsmittel, Tapeten etc. Wer einen Handwerker mit diesen Leistungen beauftragt, der muss zusätzlich die Handwerkerkosten (rechne mal mit 35-55 € die Stunde) mit einkalkulieren.

… Verpackungsmaterialien

Klar, wer mit vielen Dingen umzieht, der hat auch höhere Verpackungskosten. Wer genügsam lebt, der braucht deutlich weniger. Mein Umzugskarton-Rechner hilft dir schon mal zu bestimmen, wie viel Kartons du eigentlich brauchst. Ein Umzugskarton kostet im Baumarkt etwa 1,50 € bis 3 €. Je nach Form, Größe und Stabilität. Bücherkartons sind etwas teurer. Frag doch mal im Freundeskreis nach: Oft haben Freunde oder Bekannte noch Kartons aus früheren Umzügen im Keller stehen, die Sie dir kostenlos zur Verfügung stellen können. Ansonsten helfen diese Tipps um günstig beim Umzug zu verpacken.

… den Transport(er)

Reicht dir ein einfacher Transporter oder brauchst du bereits einen kleinen 7,5 Tonner oder sogar noch mehr für deinen Umzug? Einen einfach Transporter gibt’s schon für ab etwa 100 € zur Miete, der LKW ist etwas teurer. Noch teurer wird’s, wenn du einen Container (z.B. bei Umzügen ins Ausland) brauchst oder wenn du über eine große Strecke umziehst und nicht mit einer LKW-Fuhre hinkommst.
Meine Erfahrung hier: Reserviere rechtzeitig deinen Transporter. Meistens ist es günstiger, wenn man sich rechtzeitig darum kümmert. Denk daran, dass du bei mehr als 3,5 Tonnen unter Umständen einen speziellen Fahrer brauchst, der einen LKW-Führerschein hat. Außerdem müssen hier natürlich nicht nur die Mietkosten für den LKW berücksichtigt werden, sondern auch die Spritkosten.
Wie du einen Low-Budget-Umzug mit dem Transporter aus dem Baumarkt organisierst erfährst du hier.

… Halteverbotszonen vor dem Haus

Haltverbote direkt vor der Haustür machen vieles leichter. Sie kosten aber natürlich auch eine Kleinigkeit. Die Preise sind regional unterschiedlich und liegen bei 20 € bis 70 €. Am besten also, du holst dir kostenlos und unverbindlich ein Angebot ein. Alle wichtigen Infos zum Thema Halteverbotszone gibt’s übrigens in diesem Beitrag.

… Verpflegung am Umzugstag

Viele Hände, schnelles Ende? Stimmt! Aber die Formel geht noch weiter: Viele Hände müssen natürlich auch ordentlich verpflegt werden. Es muss ja kein Luxus sein, aber 5 € bis 10 € pro Helfer solltest du schon einplanen. Gesorgt werden muss für Getränke, ein Mittagsmahl, Frühstück und ggf. eine Abschlussfeier.

Über jeden Helfer, den du am Umzugstag verpflegst solltest du aber froh sein. Es kommt dich natürlich deutlich teurer zu stehen, wenn du externe Helfer für deinen Umzug beauftragst und auch noch deren Arbeitsleistung finanzieren musst…

… zusätzliche Umzugshelfer

Wer nicht über ausreichend fleißige Hände in der Familie oder im Freundeskreis verfügt, der wird nicht Drumherum kommen, sich Gedanken darüber zu machen, ob er nicht einen (oder mehrere) externe Helfer anheuert, die ihm beim Umzug unter die Arme greifen. Die Kosten liegen bei 10 € bis 25 € je Stunde. Zusätzlich solltest du ein kleines Trinkgeld von 5 € bis 15 € je Helfer einplanen.
Hier gibt’s Tipps zu studentischen Umzugshelfern und zum Einsatz von externen Helfern beim Umzug.

… Spezialtransporte (z.B. Klavier)

Manche Sachen kann man einfach nicht selber machen. Hier tut man gut daran seine Umzugskosten zu belasten. Spezialtransporte sind so eine Sache. Wer ein Klavier hat, der sollte darüber nachdenken professionelle Helfer zu bestellen, die den Transport durchführen. Und auch der Einsatz von Hebebühnen und anderen Hilfen sollte man vorab genau kalkulieren.

… den Nachsendeauftrag bei der Post

Im Vergleich zu den Kosten von Spezialtransporten fallen die Kosten für den Nachsendeauftrag eher gering aus. Sie hängen vor allem von der Laufzeit ab, die es braucht um Briefe an die neue Wohnung nachsenden zu lassen und auch davon, ob man nur Briefe nachsenden lassen will oder auch andere Sendungen (z.B. Pakete). Bei Privatpersonen liegen die Kosten für einen Nachsendeauftrag bei etwa 20 € bis 40 €.

… die Ummeldung

Bist du umgezogen, musst du deine neue Adresse auch den staatlichen Einrichtungen (Einwohnermeldeamt, Ummeldung von Auto und Hund, Finanzamt, GEZ,…) bekannt geben und dich offiziell ummelden. Manchmal geht das einfach per Brief oder E-Mail, manchmal wird eine geringe Gebühr von 10 € bis 30 € erhoben. Je nachdem, was du alles umzumelden hast, können sich hier aber auch ein paar Kosten summieren. Siehe auch Artikel: Ummelden beim Umzug. Wann, wie, wo?

… die Mietkaution

Drei Monatsmieten solltest du (in der Regel) für die Mietkaution hinterlegen können. Meine Erfahrung ist oft, dass man von einer kleineren in eine größere Wohnung zieht. Entsprechend reicht die Mietkaution der kleineren Wohnung oft nicht aus um die neue Kaution zu decken. Es gilt hier also eine gewisse Lücke zu decken. Kläre vorzeitig, wie viel finanziellen Bedarf du für die Mietkaution einplanen musst. Du solltest dabei berücksichtigen, dass es unter Umstände eine Weile dauern kann, bis dein alter Vermieter deine Mietkaution zurückzahlt und kannst mal prüfen, welche Alternativen es zur klassischen Barkaution gibt.

… neue Einrichtungsgegenstände

Nicht selten entstehen mit einem Umzug auch Notwendigkeiten zur Anschaffung für neue Einrichtungsgegenstände. Schnell kommt es vor, dass man eine neue Küche braucht und eigentlich hat das alte Sofa auch wirklich ausgedient.

Deswegen solltest du vorab genau planen, was du an Budget reservieren musst um die neue Wohnung einzurichten. Nicht alle Gegenstände müssen sofort angeschafft werden, manche kann man auch Monate nach dem Umzug nachziehen, wenn die Liquidität sich dann wieder etwas verbessert hat.
Überlege zudem bei jeder Anschaffung, ob Sie notwendig ist oder nicht. Manchmal tun’s die alten Sachen dann vielleicht doch noch oder es gibt Alternativen auf dem Second-Hand-Markt.
In jedem Fall solltest du dir genau überlegen, ob eine Finanzierung von Neuanschaffungen für dich in Frage kommt. Ich bin da ja eher skeptisch.

Prüfe, was du dir zurückholen kannst

Unter bestimmten Umständen ist es übrigens möglich, den Staat an deinem Umzug zu beteiligen. Das Zauberwort heißt Umzugskostenpauschale. Du solltest also unbedingt prüfen, ob du nicht ein Anrecht auf staatliche Förderung deines Umzugs hast. Auch als Hartz-4-Empfänger kannst du deinen Umzug übrigens (teilweise) auf Staatskosten durchführen.

Zum Schluss: Habe ich Umzugskosten vergessen, die hier nicht auftauchen?

Habe ich was vergessen? Dann ergänze doch einfach deine Positionen via Kommentar am Ende der Seite oder schick mir kurz eine Mail an info@umzugsratgeber.de, damit ich vergessene Kostenpositionen nachtragen kann.

Abmelden, Anmelden, Ummelden – das ist beim Umzug zu beachten

Abmelden, Anmelden, Ummelden – das ist beim Umzug zu beachten

Beim Umzug gibt es viel zu beachten und eine leidige Aufgabe besteht in den Meldepflichten bei den Ämtern. Auch der Bezug von Strom und Gas ändert sich, Telefon- und Internetanbieter wollen gecheckt und gekündigt oder neu beauftragt werden. Damit der Start in deiner neuen Wohnung reibungslos gelingt, folgt jetzt eine Aufstellung der wichtigsten Aufgaben, die in Sachen abmelden, anmelden und ummelden von dir zu erledigen sind.

Neue Adresse: Nachsendeauftrag erteilen und E-Mail-Signatur ergänzen

Sobald der Einzugstermin feststeht und der Mietvertrag unterschrieben ist, hilft ein offizieller Nachsendeauftrag dabei, dass die Post die neue Adresse auch erreicht. Dabei lässt sich im Rahmen der Online-Beauftragung festlegen, ob nur die Briefpost oder auch Päckchen und Pakete nachgesendet werden sollen. Ob der Nachsendeauftrag 6 oder 12 Monate oder noch länger laufen soll, entscheidet der Kunde. Der Service kostet ab 20 €, gut investiertes Geld, um auf postalischem Weg erreichbar zu bleiben.

Neben dem offiziellen Nachsendeauftrag ist es hilfreich, die eigene private E-Mail-Signatur zu ergänzen. Ein Hinweis auf die neue Privatanschrift und das Einzugsdatum farbig abgesetzt reichen schon aus, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Kostenlose Alternative: Die Umzugsmitteilung

Ebenfalls effektiv, aber komplett kostenlos, ist die Umzugsmitteilung. Dabei bekommt die Post eine Information über die alte und über die neue Adresse. Sie sorgt dann dafür, dass Unternehmen, die bereits die alte Adresse haben, eine Mitteilung über die neue Adresse erhalten. Allerdings nutzt nicht jedes Unternehmen diesen Service der Post. Deshalb ist es zusätzlich ratsam, die wichtigsten Vertragspartner auf schriftlichem Weg über die Adressänderung zu informieren. Dazu gehören diese:

  • Banken
  • Versicherungen
  • Versandhäuser
  • Mobilfunk- und Festnetzanbieter
  • Vereine
  • Verbände

Stromanbieter wechseln

In Deutschland gibt es knapp 1.200 Stromlieferanten und weit über 20.000 unterschiedliche Tarife. Deshalb ist die Chance ausgesprochen hoch, beim Wechsel kräftig zu sparen. Ein Umzug ist eine gute Gelegenheit, die Preise auf dem Strommarkt zu checken. Egal, ob bei einem Umzug innerhalb der Stadtgrenzen oder über Bundeslandgrenzen hinweg, die Preise sind einem ständigen Wandel unterworfen, so dass in den allermeisten Fällen ein Stromanbieterwechsel auch gleichzeitig eine Ersparnis bedeutet. Online können Verbraucher die Tarife miteinander vergleichen und entscheiden, welcher Anbieter am besten geeignet ist.

Tipp: Lese hierzu auch unbedingt meinen Beitrag: Sonderkündigung: Kannst Du bei einem Umzug den Stromanbieter wechseln?

Gasanbieter wechseln

Bei mehr als 900 Gaslieferanten in Deutschland stellt sich ein ähnliches Bild dar, wie bei den Stromanbietern. Auch in Sachen Gas ist es dringend zu empfehlen, die Tarife miteinander zu vergleichen. Die Chance, auch hier einen günstigen Tarif zu finden, der die Haushaltskasse langfristig weniger belastet, ist hoch.

Auch hier ein Tipp für einen weiterführenden Beitrag zum Thema: Sonderkündigung: Kannst Du bei einem Umzug Deinen Gasvertrag wechseln?

Festnetz- und Internetanbieter informieren und/oder wechseln

Welches Telekommunikationsunternehmen bietet den günstigsten Festnetztarif? Welcher Internetanbieter kommt in der neuen Wohnung infrage? Der anstehende Umzug erfordert auch hier die Prüfung der Angebote. Wer innerhalb des Ortes umzieht, nimmt in der Regel seine alte Telefonnummer inklusive Telefonanbieter mit ins neue Domizil und kann sich den Aufwand sparen. Ähnliches gilt für den Internetanbieter. Ob das allerdings wirklich Fall ist, ist im Einzelnen zu klären (lies hierzu auch den Beitrag „Sonderkündigung: Kannst Du Deinen Vertrag für Telefon und Internet bei Umzug fristlos kündigen?„). Verträge mit Telefon- und Internetanbietern mit festen Laufzeiten haben nämlich in der Regel eine Klausel inkludiert, die den Weiterbezug verbindlich regeln, sollte die neue Adresse für den Anbieter erreichbar sein. Die Verbraucherzentrale informiert in dem Beitrag „Umzug: die Rechte der Telefon-_ und Internetkunden“ ausführlich darüber, wie Verbraucher für einen stressfreien Umgang mit den Vertragspartnern sorgen und wann sie kündigungsberechtigt sind.

Abbildung 2: Damit in der neuen Wohnung Internet und Telefon verfügbar sind, müssen sich Verbraucher über die Angebote und Möglichkeiten informieren und entsprechende Aufträge erteilen.
Abbildung 2: Damit in der neuen Wohnung Internet und Telefon verfügbar sind, müssen sich Verbraucher über die Angebote und Möglichkeiten informieren und entsprechende Aufträge erteilen.

Einwohnermeldeamt am neuen Wohnort aufsuchen

Wer umzieht, muss Anmeldepflichten nachkommen. Der erste Gang in der ersten Woche nach dem Einzug in die neue Wohnung ist der zum Einwohnermeldeamt. Dort müssen Neubürger sich mit ihrem neuen Wohnsitz anmelden. Das neue Einwohnermeldeamt übernimmt die Abmeldung beim bisherigen Einwohnermeldeamt. Achtung: Auch wer innerhalb derselben Gemeinde oder Stadt umzieht, muss seine neue Anschrift beim Einwohnermeldeamt bekannt geben. Geschieht das nicht innerhalb einer Woche nach Umzug, droht ein Ordnungsgeld.

Kfz-Zulassungsstelle über neue Adresse informieren

Bei einem Umzug innerhalb desselben Zulassungsbezirks wird im Fahrzeugschein bzw. in der Zulassungsbescheinigung lediglich die neue Adresse eingetragen. Geht der Umzug über den Zulassungsbezirk hinaus, müssen die Neubürger mit diesen Papieren zum Straßenverkehrsamt, um die Ummeldung ordnungsgemäß durchführen zu lassen:

  • Fahrzeugschein
  • Fahrzeugbrief
  • Nachweis über HU und ASU
  • gültiger Personalausweis sowie Meldebescheinigung
  • Soll das Fahrzeug neue Kennzeichen erhalten, sind die alten Kennzeichen ebenfalls mitzubringen.

Auch hierzu gibt es bereits einen extra Artikel auf meinen Seiten, den ich dir wärmstens ans Herz legen möchte.

Abbildung 3: Die Ummeldung des Wohnsitzes in einen anderen Zulassungsbezirk eröffnet die Möglichkeit, sich ein neues Kennzeichen für das Auto auszusuchen.
Abbildung 3: Die Ummeldung des Wohnsitzes in einen anderen Zulassungsbezirk eröffnet die Möglichkeit, sich ein neues Kennzeichen für das Auto auszusuchen.

Finanzamt informieren

Ändert sich im Rahmen des Umzugs auch das zuständige Finanzamt, dann müssen Betroffene sich offiziell ummelden und eine neue Steuernummer beantragen. Das erledigen Steuerpflichtige am einfachsten mit einem formlosen Schreiben. Das zuständige Finanzamt wird dann die nötigen Informationen und Vordrucke auf den Postweg bringen. Ändert sich durch den Umzug das zuständige Finanzamt nicht, dann reicht es, bei der nächsten Steuererklärung die neue Adresse in den Formularen der Einkommensteuer einzutragen.

Übrigens, apropos Finanzamt … Ein Umzug kann durchaus eine Menge Potential zum Steuern sparen liefern! Im Jahr nach deinem Umzug solltest du also unbedingt darüber nachdenken eine Steuererklärung anzufertigen und so deine Umzugskosten beim Staat geltend machen!

Weitere Behörden, die über den Umzug in Kenntnis zu setzen sind

Neben den genannten Behörden, die im Rahmen eines Umzugs zu informieren sind, gibt es noch weitere Behörden und Vertragspartner, die davon erfahren müssen.

  • Wer Leistungen über die Agentur für Arbeit bezieht, muss seine neue Anschrift dort mitteilen.
  • Auch Personen, die mit dem Sozialamt zu tun haben, müssen die neue Adresse hinterlegen.
  • Studenten und andere Bezieher von Bafög dürfen nicht vergessen, das Bafög-Amt zu informieren.
  • Wer Dienst bei der Bundeswehr tut oder Zivildienst leistet, muss die Bundeswehr bzw. das Bundesamt für Zivildienst über die neue Adresse in Kenntnis setzen.

Sind die Behördengänge und die organisatorischen Aufgaben rund um den Umzug erledigt, dürfen die Neuankömmlinge durchaus über die schönen Dinge des Lebens in der neuen Wohnung nachdenken: Tipps für die Einweihungsparty helfen dabei, dass der Start im neuen Umfeld schwungvoll gelingt.

Quellen:
pixabay.com © geralt (CCO Public Domain)
pixabay.com © FirmBee (CCO Public Domain)
pixabay.com © Pexels (CCO Public Domain)

Checkliste für Deinen Umzug ins Studentenwohnheim

Checkliste für den Umzug ins Studentenwohnheim

Vielleicht ist ein Umzug ins Studentenwohnheim auch für Dich die richtige Wahl. Denn bezahlbarer Wohnraum ist in vielen Städten so knapp, dass nicht nur Studenten darunter leiden. Im Wohnheim kommst Du meist nicht nur günstig unter, sondern findest gleich auch noch Anschluss. Außerdem bietet das Wohnheim den Vorteil, dass Du keinen eigenen Internet– oder Stromvertrag mit den örtlichen Versorgern abschließen musst, die Du dann später vielleicht nur schwer wieder loswirst. Allerdings musst Du Dich gerade beim zu Verfügung stehenden Platz auf deutliche Einschränkungen gefasst machen. Während Du bei Deinen Eltern vielleicht in einem riesigen Zimmer gewohnt hast, musst Du im Studentenwohnheim wahrscheinlich auf eher beengtem Raum leben, der jedoch entsprechend billig ist, und Dir wohlmöglich sogar eine Küche und gemeinschaftliche Waschräume mit den anderen Studenten teilen. Es hat alles also sein Vor- und Nachteile. Sofern Du Dich allerdings schon für das Leben in einem Studentenwohnheim entscheiden hast, möchte ich Dir heute verraten, wie Du Dich auf diesen Schritt am besten vorbereiten kannst.

Sichere Dir frühzeitig Deinen Platz

Aufgrund des Wohnungsnotstands in vielen deutschen Fachhochschul- und Universitätsstädten geht auch das Gerangel um die Plätze im Studentenwohnheim meist schon früh los. Für Dich bedeutet das, dass Du am besten schon vor Deiner Bewerbung an einer Universität oder Fachhochschule überlegen solltest, ob diese ein Studentenwohnheim zu bieten hat und, ob Du dort wohnen möchtest. Sobald Du dann angenommen wurdest, kannst Du Dich sofort um einen solchen Platz bewerben, ohne unnötig Zeit zu verlieren. Doch auch wenn Du erst einmal keinen Platz im Studentenwohnheim bekommst, solltest Du Die Hoffnung noch nicht aufgeben. Es gibt immer wieder Studenten, die Ihren Platz im Wohnheim doch nicht benötigen und diesen dann inserieren – zum Beispiel im Internet oder am schwarzen Brett der Uni oder Hochschule. Halte die Augen also offen! Alternativ kannst Du Dir mit ein wenig Glück vielleicht auch über das Losverfahren den heiß ersehnten Platz im Wohnheim sichern.

Checkliste, was Du alles ins Studentenwohnheim mitnehmen solltest

Ist Dir Dein Platz erst einmal sicher, dann solltest Du Dich erkundigen, ob Dir Dein Zimmer möbliert oder unmöbliert zur Verfügung gestellt wird. Meist handelt es sich um möblierte Wohnräume, so dass Du größere Möbel nicht selbst mitbringen musst. Um jedoch für mehr Komfort zu sorgen und Dich in Deinem neuen Zuhause so wohl wie möglich zu fühlen, kann es sinnvoll sein, wenn Du Dir einen separaten Matratzen-Topper kaufst. So musst Du nicht unmittelbar auf einer gebrauchten Matratze schlafen. Putzzeug und Desinfektionsmittel sowie Handschuhe dürfen ebenfalls nicht fehlen, damit Du Dein Zimmer erst einmal gründlich selbst von den letzten Spuren Deiner Vorgänger bereinigen kannst, um Dich einfach wohler dort zu fühlen.

Hausschuhe für den Sommer und Winter sind ebenfalls ein Muss, da ich Dir nicht anraten würde, jemals barfuß über den Flur im Wohnheim zu huschen – auch wenn Du vielleicht nur einen Studienkollegen im Nebenzimmer besuchen willst. Vorhänge, Lampen und jede Menge Poster sowie ein paar Kerzen können für einen persönlichen Touch im sonst so sterilen Wohnheim sorgen. Vielleicht stellst Du Dir auch einen kleinen Kühlschrank in Dein Zimmer, um Deine Lebensmittel fernab der Gemeinschaftsküche aufbewahren zu können. Dies hängt jedoch von den örtlichen Gegebenheiten ab. Auch die folgende Liste beinhaltet viele nützliche Dinge, welche Du bei Deinem Umzug ins Wohnheim sicherlich sehr gut gebrauchen kannst:

  • Bettzeug
  • Handtücher
  • Mülleimer
  • Besen
  • Handfeger
  • Staubsauger
  • Geschirr, Töpfe, Kochutensilien und eine komplette Küchenausstattung – abhängig von Deinem Wohnheim
  • Pflaster
  • Reiseapotheke
  • Kopfschmerztabletten
  • Ohrenstöpsel – falls es doch mal laut wird und Du Dich beim Lernen sonst nicht konzentrieren kannst
  • Taschentücher
  • Wasserkocher für Tee, Instant-Kaffee oder Fertigsuppen
  • Toilettenpapier
  • Küchenrolle
  • feuchte Desinfektionstücher
  • Aufbewahrungsdosen
  • Verlängerungsschnur
  • Caddy für Dein Duschzeug, falls es Gemeinschaftsduschen gibt
  • Bademantel
  • Wäschekorb
  • Waschmittel
  • Mikrowelle

Kündigung wegen Eigenbedarf – welche Rechte hat der Vermieter?

Kündigung wegen Eigenbedarf - welche Rechte hat der Vermieter?Kündigung wegen Eigenbedarf - welche Rechte hat der Vermieter?

Vielleicht war ein Umzug Deinerseits gar nicht geplant, doch jetzt hat Dein Vermieter eine Kündigung wegen Eigenbedarf ausgesprochen. Nun fragst Du Dich als Mieter wahrscheinlich, welche Rechte Du hast. Während Dich die Sozialklausel zwar vor einer allzu großen Härte im Fall solch einer Kündigung schützen soll, kann Dir Dein Vermieter durchaus erst einmal aus Eigenbedarf kündigen. Welche Rechte der Vermieter in diesem Zusammenhang hat, verrate ich Dir jetzt.

Die wichtigsten Informationen zur Kündigung wegen Eigenbedarf

Um eine Kündigung wegen Eigenbedarf auszusprechen, muss der Vermieter seinen eigenen Bedarf, den seiner Angehörigen oder eines Mitglieds aus seinem Haushalt an der von Dir bewohnten Wohnung oder Immobilie nennen. Im Kündigungsschreiben muss der Vermieter dabei nicht nur angeben, für welche Person er den Eigenbedarf anmelden möchte, sondern auch einen Grund für diesen Bedarf. Warum wird Deine Wohnung also von dem Vermieter benötigt? Eine Kündigung ohne die Nennung solcher Gründe, die im Detail auszuführen sind, ist demnach nicht rechtskräftig. Darüber hinaus muss ein tatsächlicher Eigenbedarf vorliegen. Sollte sich später herausstellen, dass Dein Vermieter einen Eigenbedarf nur vorgetäuscht hat, so kannst Du entweder gegen die Kündigung vorgehen oder hast im Nachhinein Anspruch auf Schadensersatz. Wenn Du also bereits ausgezogen bist, weil Dein Vermieter einen fälschlichen Eigenbedarf vorgetäuscht hat, kannst Du eine Übernahme der folgenden Kosten von Deinem früheren Vermieter verlangen und wirst auch vor Gericht mit einer großen Wahrscheinlichkeit Recht bekommen:

  • Renovierungskosten
  • Maklerkosten
  • Umzugskosten
  • Höhere Mietkosten

Sofern Du in einer Wohnung wohnst, die während Deiner Mietzeit in eine Eigentumswohnung umgewandelt wird, gelten übrigens bestimmte Fristen, bevor eine Kündigung durch den Vermieter aus Gründen des Eigenbedarfs überhaupt rechtskräftig wird. Meist gibt es eine Sperrfrist von drei Jahren. In einigen Orten und Gemeinden kann diese Frist aber auch bis zu zehn Jahre betragen, sodass der neue Eigentümer der Wohnung Dir binnen dieses Zeitraums nicht wegen Eigenbedarf kündigen darf und Du auf absehbare Zeit in Deiner Wohnung bleiben kannst.

Für wen kann der Vermieter aus Eigenbedarf kündigen?

Wenngleich der Vermieter auch für seine Verwandten Eigenbedarf anmelden kann, sind damit nur enge Angehörige gemeint, die zu einer der folgenden Personengruppen gehören:

• Kinder
• Eltern
• Großeltern
• Enkel
• Geschwister
• Stiefkinder
• Neffen und Nichten

Eine Kündigung für einen Onkel, eine Tante, einen Cousin, eine Cousine, Großnichte oder einen Großneffen sowie geschiedene Ehegatten ist demnach nicht zulässig. Auch eine Kündigung für die Kinder oder Eltern des Lebensgefährten, das Patenkind des Vermieters oder den Schwager beziehungsweise die Schwägerin (mit wenigen Ausnahmen) ist nicht gesetzmäßig. Somit wird der Personenkreis, für den der Vermieter Eigenbedarf anmelden kann, deutlich eingeschränkt.

Wie die Kündigung wegen Eigenbedarf auszusehen hat

Darüber hinaus muss sich der Vermieter an fest vorgeschrieben Formalitäten halten, damit die Kündigung rechtskräftig ist. Wie bereits angesprochen, muss die Kündigung erklären, welcher der Verwandten des Vermieters (oder der Vermieter selbst) in die Wohnung einziehen möchte. Darüber hinaus muss der Grund für den Eigenbedarf konkret angeführt werden. Vielleicht ist die Wohnung aufgrund des Fahrstuhls und des behindertengerechten Bads besonders gut für alte Menschen geeignet, was die Nutzung als Alterswohnsitz erklären würde. Vielleicht will die Tochter des Vermieters aber auch eine Familie gründen und es handelt sich um eine besonders große Wohnung mit Garten, die sich noch dazu in unmittelbarer Nähe einer Schule oder eines Kindergartens befindet und damit wunderbar für Familien geeignet ist. Es müssen bereits ganz konkrete Pläne vorliegen, wann die jeweilige Person in die Wohnung einziehen möchte. Die Wahl des Kündigungszeitpunkts ist in diesem Fall ebenfalls zu erläutern, wobei der Vermieter natürlich die gängigen Kündigungsfristen beachten muss. Außerdem solltest Du wissen, dass eine Kündigung wegen Eigenbedarf nur dann zulässig ist, wenn die Wohnung auch weiterhin vorwiegend als Wohn- und nicht als gewerblicher Büroraum genutzt werden soll. Der Vermieter hat also ganz bestimmte Auflagen zu erfüllen, um seine Kündigung wegen Eigenbedarf rechtmäßig zu formulieren.

Mieter-Checkliste bei einer Kündigung wegen Eigenbedarf

Du als Mieter kannst natürlich gegen eine Kündigung wegen Eigenbedarf Widerspruch einlegen, wobei Du nicht immer Erfolg haben wirst. Daher solltest Du zunächst einmal für Dich überprüfen, ob die Kündigung Deines Vermieters rechtmäßig oder unzulässig ist. Bei einer rechtmäßigen Kündigung stehen die Chancen, dass Dir das Gericht am Ende Recht gibt, eher schlecht. Folgende Checkliste soll Dich bei dieser Einschätzung unterstützen:

  1. Wurden die gängigen Kündigungsfristen vom Vermieter eingehalten?
  2. Hat der Vermieter alle Formalien beachtet?
  3. Läuft die Sperrzeit im Anschluss an eine Wohnungsumwandlung noch?
  4. Liegt eine unzumutbare Härte vor, sodass Du Dich auf die Sozialklausel berufen kannst?
  5. Ist Deine Wohnung für den vom Vermieter genannten Zweck geeignet?
  6. Täuscht der Vermieter den Eigenbedarf nur vor und will Dir rechtsmissbräuchlich kündigen?

Wenn Du diese Fragen nun allesamt für Dich beantwortet hast und feststellst, dass Dir unrechtmäßig gekündigt wurde, solltest Du Dir am besten einen Anwalt nehmen oder Dich an einen Mieterverein wenden, um gegen die Kündigung vorzugehen. Manchmal kann so eine gütliche Einigung mit dem Vermieter erwirkt werden oder der Fall geht schlussendlich vor Gericht. Wenn der Vermieter Dir allerdings rechtmäßig gekündigt hat und keine besondere Härte durch einen Umzug Deinerseits vorliegt, wirst Du leider nicht viel gegen die Kündigung unternehmen können, sondern musst wohl oder übel Deinen Umzug planen.

Wann und wieso ist der Gesundheitscheck vor einem Umzug ins Ausland sinnvoll?

Wann und wieso ist der Gesundheitscheck vor einem Umzug ins Ausland sinnvoll?

Es gibt viele Gesetze, Formalien und Fristen, die Du bei einem Umzug ins Ausland beachten musst. Während ich Dich in meinem Artikel „Umzug ins Ausland – Worauf musst Du achten?“ bereits mit einer Liste der wichtigsten Punkte, die bei solch einem Vorhaben zu bedenken sind, vertraut gemacht habe, steht heute der Gesundheitscheck im Vordergrund. Denn abhängig davon, in welches Land Du ziehst, kann ein Gesundheitscheck in Deutschland sehr sinnvoll sein. Das liegt vor allem daran, dass die Gesundheitsversorgung nicht in allen Ländern weltweit so gut ist wie in weiten Teilen Europas. Außerdem gibt es durchaus bestimmte Krankheiten, die in anderen Ländern besonders häufig auftauchen und gegen die Dein Immunsystem weniger resistent ist als das der Einheimischen. Wie Du siehst, sprechen viele Gründe für einen Gesundheitscheck vor Deinem bevorstehenden Umzug ins Ausland!

Was spricht für den Gesundheitscheck in der Heimat?

Eine neue Wohnung im Ausland finden, Kartons packen, Reisepläne machen, ein Visum organisieren und den Transport Deiner Möbel buchen – damit hast Du doch eigentlich schon genug zu tun, oder? Warum solltest Du in dieser stressigen Zeit also auch noch einen Medical Check-Up zu Deiner Liste der To-Dos hinzufügen? Abhängig von Deinem Zielland kann ein Gesundheitscheck sogar Pflicht sein, damit Du überhaupt ein Visum für die Einreise oder eine Arbeitserlaubnis für Deine neue, ausländische Heimat erhältst. Doch auch wenn dieser Zwang eines Gesundheitschecks nicht besteht, solltest Du einen Check-Up als angehender Auswanderer ernsthaft in Erwägung ziehen.

Wann ist der Artzbesuch sinnvoll?

Ein Arztbesuch kurz vor dem Umzug empfiehlt sich zum Beispiel dann, wenn Du unbedingt ein neues Rezept für die Anti-Baby-Pille, ein dringend benötigtes Herz-Medikament oder andere Arzneien, die Du regelmäßig nimmst, brauchst. In diesem Zusammenhang solltest Du mit Deinem Arzt auch abklären, inwiefern das jeweilige Medikament im Ausland überhaupt verfügbar ist und welche Alternativen Dein Arzt Dir empfehlen kann. Bedenke dabei außerdem, dass einige Medikamente, die in Europa zugelassen sind, bei der Einreise in andere Länder zu Problemen führen könnten. Dies ist zum Beispiel in den Vereinigten Arabischen Emiraten der Fall, wo es eine lange Liste von Medikamenteninhaltsstoffen gibt, die bei der Einreise vor Ort verboten sind. Zur Sicherheit solltest Du demnach Rücksprache mit Deinem Arzt halten und Dich über die jeweiligen Einreisebestimmungen vor Ort informieren. Darüber hinaus sprechen die nachfolgenden Gründe für einen Arztbesuch vor dem Umzug:

  • Wenn Du einen Gesundheitscheck in Deutschland durchlaufen hast, kannst Du Dir in Deinem Zielland mehr Zeit mit der Arztsuche lassen.
  • Nicht in allen Ländern ist die medizinische Versorgung so gut wie hier. Bei einem Arztbesuch hierzulande bist Du erst einmal mit den wichtigsten Medikamenten versorgt.
  • Ein Gesundheitscheck bestätigt (hoffentlich), dass bei Dir gesundheitlich alles in Ordnung ist. So kannst Du dem Umzug gelassener entgegenblicken.
  • Zum Teil können die Kosten für eine adäquate medizinische Versorgung im Ausland sehr hoch sein. Mit einem Gesundheitscheck in der Heimat kannst Du vorsorgen.
  • Vielleicht deckt Deine ausländische Krankenversicherung nur Notfälle und keine Vorsorgeuntersuchungen ab. Dann solltest Du am besten die nötigen Vorsorgeuntersuchungen noch in Deutschland auf Kosten der heimischen Krankenkasse durchführen lassen.

Dabei können ein Blutbild und EKG in diesem Zusammenhang nicht schaden, um Dir Deinen allgemeinen Gesundheitszustand bestätigen zu lassen. Auch wenn Du eine neue Füllung oder Versiegelung Deiner Zähne benötigst, ist ein Besuch beim Zahnarzt Deines Vertrauens vor dem Umzug ins Ausland sinnvoll. Gerade im Bereich der Zahnmedizin hört man öfter Horror-Stories aus dem Ausland und bei einem Zahnarztbesuch in Deutschland übernimmt sogar die Krankenkasse einen Teil der Kosten, was im Ausland hingegen oftmals nicht der Fall ist. Auch wenn Du eine neue Brille benötigst, suchst Du am besten hierzulande einen Augenarzt auf. Im Vergleich zu Deiner neuen Heimat ist die Auswahl an Brillengestellen hierzulande womöglich nicht nur größer, sondern Du kannst meist auf eine Zuzahlung von der Krankenkasse bauen. Demnach ist ein Gesundheitscheck vor dem Umzug sowohl im Sinne Deiner Gesundheit als auch im Sinne Deiner Geldbörse!

Dein Gesundheitscheck ist ohne alle wichtigen Impfungen nicht komplett

Welche der vorrangehenden Tipps Du unbedingt beherzigen solltest, hängt vor allem von Deinem Zielland ab. Ähnlich sieht es auch bei den Impfungen aus, die Du vor Deinem Umzug ins Ausland benötigst. Gerade wenn es Dich in tropische oder subtropische Regionen fernab von jeder Zivilisation zieht, ist der Besuch beim Tropenmediziner, der Dir die passenden Impfungen verabreichen kann, Pflicht. Bei solch einem Termin kann Dich der zuständige Arzt zudem über die schwerwiegendsten Krankheiten, die in Deiner neuen Heimat auftreten können, aufklären. Dadurch weist du, wann Du sofort Hilfe holen solltest. Wenn Du zunächst einmal in Erfahrung bringen möchtest, welcher Impfschutz in Deinem Auswanderungsland dringend erforderlich ist, kannst Du Dich an eine der folgenden drei Anlaufstellen wenden:

• die Reisehinweise des Auswärtigen Amts
• an das in Berlin ansässige Robert-Koch-Institut
• an verschiedene Tropeninstitute in ganz Deutschland

Achtung: Dabei solltest Du unbedingt ausreichend Vorlaufzeit einplanen. Denn bei den meisten Impfungen reicht eine Impfdosis allein nicht aus, sodass es eine Weile dauern wird, bis der nötige Impfschutz besteht. Eine Auffrischung der Standardimpfungen ist zu Deiner Sicherheit unabhängig vom Auswanderungsland zu empfehlen. Allerspätestens drei Monate vor Deinem Umzug ins Ausland solltest Du Dich routinemäßig um den folgenden Impfschutz bemühen:

• Kinderlähmung
• Masern, Mumps, Röteln
• Diphterie
• Tetanus
• Hepatitis B (und vielleicht auch Hepatitis A)

Eine Grippeimpfung kann nach eigenem Ermessen oder nach dem Ermessen Deines Arztes erfolgen. Wenn Dein Immunsystem ohnehin nicht das beste ist und Du weißt, dass Du von einer Impfstoffgabe relativ stark in Mitleidenschaft gezogen wirst, solltest Du schon mehr als drei Monate vor dem Umzug ins Ausland einen Arzt für den nötigen Impfschutz aufsuchen. Mitunter musst Du diesen Impfschutz zudem nachweisen, damit Du Dein Arbeitsvisum überhaupt erhältst, weshalb auch in diesem Fall entsprechend längere Vorlaufzeiten immens wichtig sind.