Checkliste: Verpackungsmaterial für den Umzug

Wer umzieht, hat viel zu organisieren und es stellen sich viele Fragen. An welchem Tag soll der Umzug sein? Wer hilft beim Umzug? Braucht es eine Parkerlaubnis für den Möbelwagen? Wie groß muss der Möbelwagen überhaupt sein und wie viele Umzugskartons sind nötig?

Umzugskartons günstig oder gratisAbhängig von diesen und von anderen Fragen errechnen sich die gesamten Umzugskosten. Eine wichtige Größe ist dabei die Anzahl der Umzugskartons und der benötigte Stauraum für die Möbel. Diese beiden Werte ergeben zusammengenommen das Volumen, das in die neue Wohnung zu transportieren ist. Je mehr Volumen, desto teurer der Umzug, wenn ein Umzugsunternehmen beauftragt wird. Doch auch für den selbst durchgeführten Umzug gibt das benötigte Volumen den Kostenrahmen vor. Das Volumen bestimmt zum Beispiel die Menge des Verpackungsmaterials sowie die Größe des Möbelwagens bzw. die Anzahl der Fahrten mit einem Transportfahrzeug zwischen alter und neuer Wohnung.

Du solltest immer darauf achten, deinen Besitz sicher zu verpacken, damit dieser keinen Schaden nimmt. Diese Checkliste hilft dabei, das richtige Verpackungsmaterial für den Umzug zusammen zu stellen.

Zeitungen oder Packpapier

Zeitungen und Packpapier dienen zum Schutz zerbrechliche Gegenstände wie Gläser, Teller und Tassen. Praktisch umsonst gibt es Zeitungspapier, dass jeder von uns Tag für Tag im Briefkasten hat. Es ist ratsam, einige Wochen vor dem Umzugstermin die Zeitungen zur Seite zu legen und nach und nach mit dem Einpacken zu beginnen. Hochglanzwerbung im Mehrfarbendruck ist ungeeignet, denn mitunter hinterlassen die Farben hartnäckige Rückstände. Je nach Qualität des Zeitungsdrucks hinterlässt aber auch die normale Druckerschwärze einer Tageszeitung sichtbare Spuren. Wer es besonders sauber haben will, entscheidet sich für professionelles Packpapier. Dieses hat den Vorteil, dass es nicht staubt, nicht fusselt und nicht abfärbt. Außerdem sind das Geschirr und die Gläser praktisch sofort nach dem Auspacken einsatzbereit. Lästige Spülen und Reinigen fällt damit weg.

Packpapier oder Zeitungspapier eignet sich dazu, Hohlräume in Umzugskartons oder anderen Behältern auszustopfen, damit die darin enthaltenen Dinge nicht gegeneinanderschlagen und beschädigt werden.

Luftpolsterfolie

Besitzt du feines Kristallglas oder hochempfindliche Gegenstände, die besonders sorgfältig vor Erschütterungen und Beschädigungen geschützt werden sollen, ist Luftpolsterfolie eine gute Option. Die empfindlichen Gegenstände werden großzügig mit der Luftpolsterfolie eingewickelt und so verstaut, dass nichts wackelt oder klappert. Luftpolsterfolie ist zum Beispiel auch für Bilder/Bilderrahmen nützlich, wobei ein besonderer Kantenschutz aus stabilem Karton für Bilder empfehlenswert ist.

Umzugskartons

Die Anzahl der Umzugskartons richtet sich nach der Menge der zu verstauenden Gegenstände. Auf die Frage „Wie viele Umzugskartons brauche ich?“ gibt es keine pauschale Antwort, aber einige gängige Faustregeln:

Mein Tipp: Benutze den Umzugskartonrechner, damit du eine ungefähre Vorstellung der benötigten Menge bekommst.

Bevor du Umzugskartons bestellst, solltest du dir über die Qualität Gedanken machen. Natürlich ist es möglich, die billigsten Kartons im Baumarkt zu kaufen, doch bei Umzugskartons solltest du nicht auf das billigste Produkt setzen. Zu groß ist die Gefahr, dass die Böden durchreißen, die Stabilität zu gering ist oder die Griffe nicht für das Gewicht des Kartons ausgelegt sind. Empfehlenswert ist der Umzugskarton „Kartonara“. Der Boden ist nach dem Schmetterlingsprinzip konzipiert, sodass bis zu 45 kg Gewicht untergebracht werden können. Falls es dir nicht gelingt, 45 kg zu heben, kannst du den Karton auch schieben oder ziehen, denn die Griffe sind vierfach verstärkt. Falls die Kartons für eine Weile zwischengelagert werden, können die Griffe mit Staubstopfen verschlossen werden. So bleibt der Inhalt staubfrei und auch kleine Tiere wie Spinnen oder Käfer werden abgehalten.

Umzug: Umzugskartons richtig packenBesonders wichtig ist es, einen Umzugskartons richtig zu packen. Die Lastenverteilung sollte gleichmäßig sein und der Inhalt nicht über das zumutbare Gewicht hinausgehen. Es ist sinnvoller, einige Kartons mehr zu kaufen, statt die Kartons zu voll zu beladen. Werden die Kartons später aufeinandergestapelt, solltest du die vollen, schweren Kartons nach unten stellen, und die leichteren Kartons nach oben, um die Kartonagen nicht über Gebühr zu belasten.

Umzugsfolie und Klebeband

Unverzichtbar bei jedem Umzug sind Klebeband und Umzugsfolie. Die Umzugsfolie dient dazu, Möbel zu schützen, damit beispielsweise Schubladen verschlossen bleiben und sich Schranktüren nicht öffnen. Als Alternative sind Klebestreifen geeignet, doch nur, wenn die Oberfläche unempfindlich ist. Bei empfindlichen Materialien könnte der Kleber die Oberfläche beschädigen, in offenporigen Oberflächen bleibt der Kleber hängen und ist nur mit großem Aufwand wieder zu entfernen. Wenn nötig, können die Umzugskartons mit Klebestreifen verschlossen werden.

Die Extras: Füllmaterial, Kantenschutz und Umzugsdecken

Wie oben bereits erwähnt, können Packpapier und Zeitungspapier als Füllmaterial dienen. Eine Alternative dazu stellen Schaumstoff oder Styroporgranulat dar. Das Füllmaterial gibt es in unterschiedlichen Größen. Es lässt sich nachträglich einfüllen, falls Gegenstände in einem Karton zu große Hohlräume bilden und der Transport ohne zusätzlichen Puffer zu risikoreich erscheint.

Kantenschutz ist nicht allein für Bilderrahmen geeignet, dieser kann auch empfindliche Möbel, eine Duschtrennwand aus Glas, Schranktüren und andere Gegenstände schützen. Umzugsdecken sorgen im Umzugswagen dafür, dass die Kartons und das Mobiliar noch besser gepuffert und geschützt werden. Auch als Unterlage unter Möbeln dienen Umzugsdecken als Schmutzabweiser.

Zum Schluss: Sauber und sicher verpacken, clever transportieren

Sind Möbel und Gegenstände verpackt, müssen sie von der Wohnung in den Umzugswagen und vom Umzugswagen in die neue Wohnung gebracht werden. Richtiges Heben und Tragen schützt dich vor Schmerzen und Unfällen, hier findest du Tipps zum richtigen Beladen des Transporters und eine Anregung zum Low-Budget-Umzug mit dem Transporter aus dem Baumarkt. Abgesehen davon ist es hilfreich, zum Transport von Kartons und Möbeln spezielle Rollwagen oder Sackkarren zu benutzen. Rollwagen sind im Prinzip stabile Bretter auf vier Rollen. Diese sind dazu geeignet, schwere Möbel, Schränke oder Sofas mit wenig Kraftaufwand über ebene Flächen zu bewegen. Sackkarren sind in erster Linie für den Transport gestapelter Kartons sowie von verpackten Gegenständen oder von Gegenständen mit unempfindlicher Oberfläche geeignet.

Du solltest dir diese Utensilien vorab besorgen und auch die Spanngurte nicht vergessen. Falls du Spanngurte ausleihst, überprüfe sie auf ihrer Zugkraft und Sauberkeit, wenn die Spanngurte direkt mit deinen Möbeln in Kontakt kommen. So vermeidest du unschöne Verunreinigungen am Mobiliar.

Möbel zerlegen wie die Profis: Montagetipps für den Umzug

Die Schraube ist weg, das Gewinde kaputt, und quer über die Schranktür zieht sich ein dicker Kratzer: Beim Umziehen von Möbeln kann einiges schiefgehen. Mit einfachen Tricks verhinderst Du Schäden und vermeidest viel Ärger. Ich zeige Dir, wie Du Deine Möbel einfach zerlegen kannst und sie sicher ins neue Zuhause bringst.

Grundregel: Nur zerlegen, was wirklich nötig ist!

Bei der Frage, welche Möbel Du zerlegen musst und welche nicht, ist Faulheit der beste Berater: Denn Möbel zerlegen ist nicht nur zeitfressend, sondern verursacht bei mehreren Umzügen Verschleiß. Also: Nur zerlegen, wenn es wirklich sein muss – etwa, wenn sie zum Tragen zu schwer sind oder nicht durch die Türe passen. Darum solltest Du sperrige Möbel ausmessen und prüfen, ob es Engpässe in Wohnung und Treppenhaus gibt. Dann kannst Du entscheiden, was zerlegt wird und was nicht.

Möbel zerlegen: So baust Du sie richtig ab

Der Ab- und Aufbau der Möbel fällt leichter, wenn Du einen zweiten Helfer zur Hand hast. Mit ein bisschen Geschick klappt es aber auch alleine.

Falls Du noch die Aufbauanleitung deiner Möbel besitzt, sollte der Ab- und Wiederaufbau problemlos möglich sein. Hast Du sie nicht mehr, findest Du sie vielleicht im Internet oder kannst sie beim Möbelhersteller erfragen. Ansonsten solltest Du bei Möbeln mit vielen Einzelteilen den Abbau dokumentieren (heute hat ja jeder ein Handy und kann nebenbei einige Bilder knipsen) oder eine Skizze anfertigen – so tust du dich später beim Aufbau leichter.

Nimm zuerst die Regalböden der Schränke heraus und markiere die Löcher, in denen die Regalböden eingesetzt waren, mit einem Bleistift. Baue deine Schränke von oben nach unten ab. Deko-Blenden und Kleiderstangen solltest Du ebenfalls entfernen.

Jedes abgebaute Teil solltest Du nummerieren oder beschriften, damit Du nach dem Umzug weißt, wo es hingehört. Wenn du eine Skizze anfertigst, kannst du hier ebenfalls die Teilenummern hinterlegen um später alles gut zuordnen zu können. Hierbei ist Kreppband hilfreich, da Du es hinterher ohne Rückstände wieder entfernen kannst.

Hast du das Möbelstück in seine Bestandteile zerlegt, geht es daran Griffe und Schlüssel zu entfernen: Diese Teile stehen über und können im Transporter Schäden an anderen Möbeln verursachen. Zur Sicherheit solltest du auch sämtliche Schubladen und Türen mit Kreppband befestigen, damit sie nicht während des Transportes aufgehen.

Die Griffe, Dübel, Schrauben und Muttern der Möbelstücke bewahrst Du in beschrifteten Tüten auf. So stellst du sicher, dass nichts verloren geht. Hierfür sind widerverschließbare Tiefkühlbeutel geeignet, die Du mit Klebeband an dem zugehörigen Möbelstück befestigen kannst.

Möbel sicher transportieren

Nun heißt es Ärmel hochkrempeln: Damit Du Deine Möbel sicher in den Umzugswagen und wieder hinaus bringst, sind ein paar zusätzliche Hände hilfreich. Große und schwere Möbel lassen sich zudem einfacher mit Tragegurten oder einer Sackkarre transportieren. Bei zerlegten Möbeln solltest Du dagegen darauf achten, dass sämtliche Teile beieinanderliegen. Stelle deine Schränke Rücken an Rücken im Transporter auf, damit sie sich gegenseitig stützen. Dabei solltest du sie mit Decken oder Malerfließ voreinander schützen. Hier verrate ich dir übrigens, wie du deinen Umzugstransporter oder deinen LKW richtig belädst.

Kein Umzug ohne Werkzeugkiste!

Damit Du nach dem Umzug nicht erst noch nach Schraubenzieher und Hammer suchen musst, stellst Du die Werkzeugkiste als letztes in den Umzugswagen – so ist sie gleich griffbereit und geht nicht im Umzugschaos verloren. In diesem Artikel über die erste eigene Wohnung findest du Tipps, welche Werkzeuge Du brauchst und welche Einrichtungsgegenstände wichtig sind.

Den Möbelaufbau richtig planen

Im Idealfall hast Du Dir bereits vor dem Umzug Gedanken gemacht, welcher Gegenstand wohin kommt. Dabei hilft es, einen Einrichtungsplan zu erstellen. Das erspart dir eine Menge Möbel rücken.

Prinzipiell solltest Du Möbel auf einer ebenen Fläche aufbauen und dafür eine Unterlage benutzen – zum Beispiel Malerfließ oder einen Teppich. Andernfalls kann der Boden verkratzen oder die Möbel absplittern. Willst du hohe Möbel wie einen Schrank aufbauen, solltest Du diese auf dem Boden liegend zusammensetzen, und sie erst hinterher aufrichten und an ihren Platz stellen.

Gerade wenn der Umzug länger dauert, gilt beim Aufbau: Das Lebensnotwendigste zuerst! Fange mit deinem Bett an, so ist schon mal Dein Schlafplatz gesichert. Wenn danach noch Zeit ist, kannst du die Küche startklar machen.

In der Küche richtest du Kühlschrank und Spülmaschine aus, so dass sie geradestehen, und schließt den Herd an. Aber Vorsicht beim Kühlschrank: Beim Transport kann Öl in den Kühlkreislauf fließen, darum sollte man den Kühlschrank danach immer einige Stunden stehen lassen. Je nach Modell kann das bis zu 24 Stunden dauern.

Irgendwann ist aber gerade an Tag eins des Umzugs die Puste raus: Falls die Zeit knapp oder die Laune im Keller ist, kannst Du den Küchenaufbau verschieben und stattdessen eine Pizza bestellen. Schließlich muss es auch mal genug sein! Hier verrate ich dir, wie du dich und deine Umzugshelfer am Umzugstag verpflegen kannst.

Umzugskartons günstig oder gratis

Während Du auch Bananenkisten, Müllsäcke oder Koffer für Deinen Umzug nutzen kannst, sind Umzugskartons einfach die bessere Wahl. Denn sie lassen sich im Transporter oder Auto leichter und sicherer stapeln, sodass Du Deinen Umzugswagen effizienter packen und den vorhandenen Platz bestmöglich ausnutzen kannst. Allerdings sind Umzugskartons nicht gerade günstig und Du wirst wahrscheinlich eine große Vielzahl an Kartons benötigen, um Dein Hab und Gut sicher zu verpacken. Was also tun, wenn Du nicht auf Umzugskartons verzichten, aber trotzdem Geld sparen möchtest? Ich werde Dir nun zeigen, wie Du Dir alle für Deinen Umzug benötigten Umzugskartons billig oder gratis sichern kannst, wobei Du ausreichend Zeit mitbringen solltest, um alle Deine Umzugskartons zu sammeln.

Umzugskartons im Internet gratis oder günstig ergattern

Wenn Du bisher nur bei den verschiedenen Kleinanzeigenportalen nach Umzugskartons geschaut hast, dann ist dies gerade einmal der Anfang. Denn während die Kleinanzeigenseiten im Internet und in der Zeitung in der Tat immer mal wieder kostenlose Umzugskartons zur Abholung anbieten, lohnt es sich auf jeden Fall auch, bei Facebook nach kostenlosen oder günstigen Umzugskartons zu schauen. Bestimmt gibt es auch für Deine Stadt eine „Zu Verkaufen“- beziehungsweise Flohmarktgruppe oder ein entsprechendes Netzwerk. Bei diesen Seiten auf Facebook sind meist unzählige andere Mitglieder aus Deiner Region angemeldet, bei denen Umzugskartons nur ungenutzt herumstehen und einfach zu viel Platz wegnehmen. Wenn dem so ist, posten sie vielleicht sogar selbst eine Anzeige, um ihre Umzugskartons günstig oder sogar gratis anzubieten. Andererseits kannst Du mit einer entsprechenden Anzeige auch selbst nach gebrauchten Umzugskartons schauen. Selbst beim Online-Auktionshaus eBay kannst Du Umzugskartons inzwischen ersteigern. Hierbei ist es natürlich sinnvoll, wenn der Anbieter aus Deiner Region stammt, damit Du die Kartons einfach abholen und die Kosten für den Versand einsparen kannst. Auch bei Yahoo gibt es kostenlose Gruppen, die sich Freecycle nennen, und bei denen Du immer wieder kostenlose Umzugskartons erhalten kannst. Du musst Dich also nur online auf die Suche machen!

Umzugskartons günstig oder kostenlos von Umzugsunternehmen

Mit ein wenig Glück kannst Du aber auch mit Deinem Umzugsunternehmen einen Deal aushandeln. Gerade bei größeren Umzügen, welche entsprechend ins Geld gehen, kannst du vielleicht sogar kostenlose Umzugskartons heraushandeln, wenn Du Dein Verhandlungsgeschick entsprechend einsetzt. Bei immer mehr Umzugsunternehmen kannst Du Umzugskartons zudem günstig mieten. Wenn Dir das immer noch zu teuer ist, kannst Du aber auch bei einigen Umzugsunternehmen in Deiner Stadt anfragen, ob diese vielleicht Umzugskartons aus ihrem Mietbestand zu verschenken haben. Denn wenn die Umzugskartons bereits mehrere Male vermietet wurden, kann das Umzugsunternehmen diese Kartons aufgrund ihres stark gebrauchten Zustands irgendwann nicht mehr verwenden, sodass Du vielleicht Glück mit deiner Anfrage hast. Nimm also Deinen Mut zusammen und probiere es einfach aus!

Alle Tipps im Überblick

Zum Schluss möchte ich die wichtigsten Tipps, wie Du Dir Umzugskartons nahezu kostenlos sichern kannst, noch einmal für Dich zusammenfassen und Dir noch ein paar echte Geheimtipps für die effiziente Nutzung dieser Kartons geben:

  • Angehörige, Freunde, Bekannte, Arbeits- oder Studienkollegen unbedingt nach Umzugskartons fragen, die Du Dir ausleihen oder sogar geschenkt haben kannst
  • Kleinanzeigen online und in der Zeitung studieren, um kostenlos Umzugskartons zu bekommen
  • bei eBay gebrauchte Umzugskartons günstig von Privatanbietern ersteigern
  • beim Kauf von Umzugskartons einen Preisvergleich im Internet machen
  • auch bei Yahoo, Google+ und anderen sozialen Netzwerken nach gebrauchten Umzugskartons suchen
  • verschiedene Facebook-Gruppen auf der Suche nach günstigen oder gratis Umzugskartons durchstöbern
  • Aufkleber kaufen, um bereits benutzte Umzugskartons dennoch gut sichtbar beschriften zu können
  • bei Umzugsunternehmen nach gratis Umzugskartons aus dem Mietbestand fragen
  • einen Rabatt auf Umzugskartons beim Umzugsunternehmen aushandeln
  • Umzugskartons günstig mieten
  • leicht beschädigte Umzugskartons mit ein bisschen Tape einfach wieder reparieren, um sie wieder einsatzfähig zu machen
  • ausreichend Zeit mitbringen, um genügend günstige oder kostenlose Umzugskartons zusammenzusammeln

Übrigens: Wer seine Umzugskartons effizient packt, der braucht am Ende weniger Kartons und kann so ebenfalls sparen. Um dich zu informieren, wieivele Kartons du überhaupt brauchst, kannst du meinen Umzugskartonrechner nutzen oder dich in diesem Artikel darüber informieren, mit wieviel Kartons du kalkulieren solltest.

Umziehen mit Klavier – was Du beim Klaviertransport beachten musst

Ein gewöhnlicher Umzug kann ganz schön anstrengend sein. Ein Umzug mit Deinem Klavier stellt allerdings eine völlig neue Herausforderung dar. Dies liegt nicht nur allein am Gewicht des guten Stücks, sondern auch daran, dass Erschütterungen beim Umzug eines Klaviers möglichst zu vermeiden sind. Mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm, handelt es sich bei einem Klavier um ein echtes Schwergewicht. Demnach sollte bereits jetzt klar sein, dass ein Klaviertransport in Eigenregie eher nicht zu empfehlen ist. Dennoch möchte ich Dir verraten, wie Du diese Mammutaufgabe meistern kannst und wann Du sie besser an einen Profi abgeben solltest.

Ein Klavier bitte nur mit den richtigen Hilfsmitteln transportieren

Wenn Du den Umzug Deines Klaviers zusammen mit Deinen Umzugshelfern selbst in die Hand nehmen willst, dann dürfen die passenden Hilfsmittel nicht fehlen. Denn ein Klavier ist in Bezug auf seinen Transport eines der anspruchsvollsten Stücke in Deiner Wohnung. Die folgenden Hilfsmittel sind daher unerlässlich:

  • Ein Rollwagen (Hund) mit einer stabilen Ablagefläche
  • Zwei Möbelgurte
  • Ein Transporter, der über eine Laderampe oder Hebebühne verfügt
  • Umzugsdecken oder ausreichend Schutzfolien (als Schutz vor Kratzern, für die der Klavierlack leider sehr anfällig ist)

Wenn du in einer höheren Etage wohnst und kein Aufzug verfügbar ist, macht es vielleicht Sinn, einen Möbelaufzug anzumieten.

Die Last gemeinsam stemmen

Ein Klavier sollte immer von mindestens zwei oder besser noch von drei Personen gemeinsam bewegt werden. Viele der genannten Umzugshilfsmittel kannst Du übrigens auch im Baumarkt oder bei einem Umzugsunternehmen preiswert mieten, sodass Du beispielsweise einen Rollwagen nicht unbedingt kaufen musst und so Kosten sparen kannst. Besonders wenn ein Aufzug vorhanden ist und Du einen Transporter anmietest, der über eine Hebebühne oder Laderampe verfügt, ist der Klaviertransport in Eigenregie durchaus machbar. Anfängern solltest Du diese Mammutaufgabe jedoch nicht zumuten, wobei ausreichend körperliche Fitness, viel Kraft und keine gesundheitlichen Einschränkungen (besonders im Bereich des Bewegungsapparates) eine ebenso wichtige Grundvoraussetzung sind, damit Du Deine Freunde überhaupt um diese Hilfe beim Umzug bitten kannst.

Die richtige Versicherung ist unerlässlich

Dabei solltest Du in Anbetracht des hohen Preises für ein Klavier auch unbedingt die Versicherungsfrage klären. Wenn Du Deinen Umzug in Eigenregie zusammen mit Deinen Freunden meisterst, ist nicht immer ganz klar, wer im Schadensfall haftet oder ob Du am Ende auf dem Schaden sitzen bleibst. Nicht jede Haftpflichtversicherung schließt die sogenannten „Freundschaftsdienste“ ein. Falls dies eine Deiner größten Sorgen ist, ist es also besser, wenn Du Dich gleich an ein Umzugsunternehmen für den professionellen Transport Deines Klaviers wendest – hier sollten dann auch die Versicherungsfragen geklärt sein.

Detaillierte Anleitung zum Klaviertransport

Doch wie transportierst Du Dein Klavier mit den genannten Hilfsmitteln denn nun am besten?

  • Im ersten Schritt musst Du das Instrument erst einmal auf dem Hund platzieren, sodass mindestens drei Helfer erforderlich sind. Während zwei starke Umzugshelfer das Klavier anheben, kann die dritte Person den Rollwagen an der richtigen Stelle unter dem Klavier positionieren.
  • Mit Hilfe des Rollwagens lässt sich das Klavier nun erst einmal relativ einfach bis zur Haustür bewegen.
  • Abhängig von der Größe Deines Klaviers kann es außerdem sinnvoll sein, wenn die Lyra und die vorderen Beine abmontiert werden. Unter Benutzung eines Akkuschraubers sollte dies kein Problem sein.
  • Die eigentliche Herausforderung besteht nun darin, das Klavier durch das gesamte Treppenhaus zu manövrieren und das Instrument womöglich viele Treppen herunter zu tragen.
  • Dazu sollte das Klavier zunächst mit Decken geschützt und mit Gurten fest an dem Rollwagen befestigt werden. Beim Tragen des Klaviers packen am besten gleich zwei Helfer an der Unterseite an.
  • Außerdem solltet ihr bei jedem Stockwerk eine kurze Pause einlegen, um so ausreichend Kräfte für die nächsten Treppenstufen zu sammeln.
  • Falls Du einen Flügel transportieren möchtest, muss der Transport wahrscheinlich hochkant erfolgen, damit das Instrument überhaupt durchs Treppenhaus passt.
  • Wenn ihr es erst einmal bis zum Transporter geschafft habt, kann das Klavier mittels der Laderampe oder Hebebühne relativ leicht verladen werden.
  • Bedenkt jedoch, dass das Klavier unbedingt ausreichend im Transporter fixiert werden muss, da es selbst bei leichten Erschütterungen bereits umfallen und Schaden nehmen kann.
  • Das Ausladen des Klaviers in der neuen Wohnung funktioniert dann in umgekehrter Reihenfolge.
  • Nach dem Umzug muss das Klavier eventuell neu gestimmt werden.

Wann solltest Du besser Profis für den Klaviertransport anheuern?

Falls Du Dir in Anbetracht dieser Anleitung einen Klaviertransport in Eigenregie nicht zutraust,  solltest Du auf jeden Fall einen Profi für den Transport Deines geliebten Instruments engagieren. Doch auch in den folgenden Fällen ist ein professioneller Klaviertransport im Rahmen Deines Umzugs ratsam:

  • Zu wenige oder nicht ausreichend starke Helfer
  • Gesundheitliche Beschwerden, wie zum Beispiel Rückenleiden
  • Keinen ausreichenden Hilfsmittel
  • Wenn die Versicherungsfrage beim Transport Deines Klaviers nicht geklärt ist
  • Wenn es sich um ein sehr sperriges oder besonders altes und damit sehr fragiles Klavier handelt
  • Wenn Du einen Konzertflügel transportieren willst
  •  Bei einem sehr engen Treppenhaus
  • Bei einem sehr teuren Klavier (zum Beispiel von Herstellern wie Bösendorfer, Bechstein oder Steinway)

Dabei macht es am meisten Sinn, wenn Du ein Umzugsunternehmen beauftragst, das sich auf sachgemäße Klaviertransporte spezialisiert hat und gleichzeitig auch noch den Umzug Deiner restlichen Besitztümer fachmännisch abwickeln kann. Dann kannst Du die damit verbundenen Sorgen im gleichen Atemzug einfach an den Fachmann abgeben und Dich stattdessen um die Einrichtung in Deiner neuen Wohnung kümmern. Vielleicht ist es für dich ja auch eine Alternative, den kompletten Umzug in fremde Hände zu geben.

Umzug während der Schwangerschaft – Hilfreiche Tipps

Ein Umzug während der Schwangerschaft ist alles andere als ein gewöhnlicher Umzug. Dennoch suchen viele Paare sofort nach einer größeren Wohnung oder einem Haus, wenn sie erfahren, dass sie Nachwuchs erwarten. Schließlich soll die junge Familie ausreichend Platz haben. Dabei solltest du gut überlegen, ob du dir einen Umzug während der Schwangerschaft wirklich zumuten möchtest. Denn selbst dann, wenn du ein Umzugsunternehmen mit einem Komplettumzug beauftragst und dich nicht einmal um das Kistenpacken selbst kümmern musst, ist ein Umzug immer noch mit viel Stress verbunden. Schließlich kann ein Umzug nicht nur körperlich, sondern auch emotional belastend sein. Wie ein stressfreier Umzug in der Schwangerschaft dennoch gelingen kann, möchte ich dir jetzt verraten.

Mute dir nicht zu viel zu

Unabhängig davon, in welchem Stadium deiner Schwangerschaft du dich gerade befindest, solltest du keine schweren Gegenstände heben oder tragen. Ein Umzugskarton, der meist um die 15 Kilogramm wiegt, ist also definitiv viel zu schwer für dich. Auch wenn du dich eigentlich noch fit fühlst und gerade am Anfang deiner Schwangerschaft noch sehr ehrgeizig bist, solltest du lieber die Finger von den Umzugskartons lassen. Die Aufgabe des Packens darfst du also getrost an die folgenden Personen abgeben:

Kartons schonend packen

Wenn du deine Kisten unbedingt selbst packen möchtest, solltest du dich dabei nicht zu tief bücken müssen. Stelle die Kartons zudem an einem Ort auf, von dem du sie später nicht mehr wegbewegen musst. So kannst du eine Kiste nach der anderen langsam mit deinem Hab und Gut befüllen, ohne die Kisten selbst schleppen zu müssen. Wenn du mit einem Umzugskarton fertig bist, verschließt du diesen einfach und stellst den nächsten Karton auf die bereits gefüllte Kiste. Nun kannst du zumindest leichte Sachen munter weiter in deine Umzugskartons packen. Allerdings solltest du dir auch hierbei nicht zu viel vornehmen und regelmäßige Pausen einliegen. Das kann auch bedeuten, dass du dir eine Liegepause gönnst. Wahrscheinlich wirst du schnell merken, dass dir das Strecken und Bücken als Schwangere doch etwas schwerer fällt. Während du die Kisten befüllst, solltest du diese oben und seitlich beschriften, damit sie in der neuen Wohnung gleich dem richtigen Raum zugeordnet werden können. Denn während du dich auf dein Baby vorbereitest, gibt es ohnehin viel zu bedenken, sodass es sinnvoll ist, jegliche unnötige Zusatzarbeit von Anfang zu vermeiden.

Diese Aufgaben solltest du besser anderen überlassen

Doch mit dem Packen der Umzugskartons allein ist es bei deinem Umzug nicht getan. Schließlich will die alte Wohnung vor der Wohnungsübergabe geputzt und renoviert werden und in der neuen Wohnung willst du vielleicht auch noch tapezieren oder einen neuen Boden verlegen. Vor allem die Renovierungsarbeiten solltest du allerdings jemand anderem überlassen. Denn gefährliche Kletterpartien auf einer Leiter sind ebenso wenig etwas für Schwangere wie die chemischen Dämpfe, die ein frisch gestrichenes Zimmer verströmt. Natürlich kannst du die Wandfarbe, Tapeten oder den neuen Boden aussuchen, aber die praktische Umsetzung der Renovierungsmaßnahmen darfst du dann gerne dem werdenden Papa, euren Freunden, der Familie oder professionellen Handwerkern überlassen. Auch der Großputz der alten Wohnung nach dem Auszug kann sehr anstrengend für dich als Schwangere sein und viele Putzmittel sind für werdende Mamas alles andere als ungefährlich.

Unterstützung beim Putzen

Zum Glück gibt es im Internet inzwischen aber viele professionelle Anbieter, sodass du dir einen Putztrupp kinderleicht auch nur für ein paar Stunden ins Haus kommen lassen kannst. Auch wenn dein Umzug in der Schwangerschaft unter Umständen etwas teurer werden könnte, da du wahrscheinlich auf mehr professionelle Hilfe angewiesen sein wirst, ist dies für dich und dein Kind die bessere Wahl. Im Übrigen kannst du diese haushaltsnahen Dienstleistungen dann im kommenden Jahr bei der Steuer geltend machen, sodass die Ausgabe nicht ganz so stark auf dein Haushaltsbudget schlägt.

Weitere Tipps für einen stressfreien Umzug während der Schwangerschaft

Damit ein Umzug während der Schwangerschaft für dich möglichst stressfrei verläuft, sollte dieser so früh wie möglich erfolgen. Denn sonst überkommt dich am Ende vielleicht die blanke Panik, weil du fürchtest, dass du vor der Geburt deines Kindes eventuell nicht mit allem fertig werden könntest. Diesen Stress solltest du dir und deinem Baby besser ersparen. Außerdem kann es sinnvoll sein, wenn du eine Prioritäten- und Aufgabenliste erstellst. So kannst du sichergehen, dass du nichts vergisst und alle Aufgaben entsprechend im Freundes- und Bekanntenkreis oder an professionelle Helfer verteilen. Allerdings solltest du auch wissen, dass du wahrscheinlich einige Abstriche machen musst. Wenn du dich gleich darauf einstellst, dass du eben nicht alle Kisten sofort auspacken und nicht alle Bilder sofort aufhängen wirst, ersparst du dir viel Stress. Konzentriere dich lieber darauf, dass du vor allem das Kinderzimmer zuerst herrichtest, während andere Dinge auch liegenbleiben können.

Nach Hilfe fragen kostet nichts

Denn selbst wenn dein Nestbautrieb um sich greift und du gerne alles schön haben möchtest, bevor das Baby kommt, ist es doch wichtiger, dass es dir und deinem Baby gut geht. Nimm dir also besser nicht zu viel in einer zu kurzen Zeit vor. Bei deiner Planung, wann welche Schritte erledigt sein sollen, kannst du eben nicht davon ausgehen, dass du den gleichen Einsatz erbringen kannst, wie das vor deiner Schwangerschaft noch möglich gewesen wäre. Während des Umzugs bist du also vor allem für die Planung zuständig und ansonsten lautet die Devise: So viel wie möglich delegieren. Wichtig ist dabei vor allem, dass du dich nicht stressen lässt und lieber ein Mal zu viel um Hilfe bittest als ein Mal zu wenig. Dein Körper und dein noch ungeborenes Kind werden es dir mit Sicherheit danken.

Komplettumzug: Dein Umzug mit allen erdenklichen Extraleistungen

Wenn Du möglichst stressfrei umziehen und Dich ganz entspannt zurücklehnen möchtest, während andere Deinen Umzug von A bis Z abwickeln, dann ist ein Komplettumzug die richtige Wahl. Ob Du nun schwanger bist, es sich um einen Seniorenumzug handelt oder Du einfach unter Zeitdruck stehst und beruflich stark eingespannt bist, Deinen kompletten Umzug kannst Du einfach den Profis überlassen. Ein Komplettumzug kann dabei nicht nur das Ein- und Auspacken deiner Kisten beinhalten, denn gerne übernimmt ein professionelles Umzugsunternehmen in Deiner Nähe auch weitere Leistungen für Dich. Wie so ein Komplettumzug also aussehen könnte, möchte ich Dir jetzt gerne verraten.

Viele Extraleistungen beim Komplettumzug

Dabei kannst Du Dir Dein Leistungspaket für Deinen Komplettumzug frei Deinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zusammenstellen. Folgende Leistungen sind zum Beispiel denkbar:

  • Ein- und Auspacken Deiner Umzugskartons
  • Auf- und Abbauen Deiner Möbel
  • Transport
  • Bauarbeiten
  • Renovierungsarbeiten
  • Sanierungsarbeiten
  • Montagearbeiten

Bei Deinem sorglosen Komplettumzug sieht Deine neue Wohnung also binnen kürzester Zeit so aus, als würdest Du dort schon ewig wohnen. Vom Anbringen der Lampen und Gardinen bis hin zur Montage Deiner Küche musst Du Dich wahlweise nämlich um nichts kümmern, sofern Du einen Komplettumzug buchst. Einige Umzugsunternehmen haben sich sogar auf so vielseitige Zusatzleistungen spezialisiert, dass sie auch mit fachkundigen Bauarbeitern oder Handwerkern zusammenarbeiten, die auf Wunsch Dein Laminat verlegen, neu tapezieren, für Dich streichen oder eine zusätzliche Wand einziehen. Das Ziel bei Deinem Komplettumzug ist es also, dass Deine neue Wohnung am Ende binnen kurzer Zeit so aussieht, wie Du es Dir wünschst, ohne dass Du dafür selbst bei Deinem Umzug schuften musstest. Selbst, wenn es um den Nachsendeantrag oder das Ummelden bei verschiedenen Dienstleistern geht, kann Dir ein professionelles Umzugsunternehmen kompetent unter die Arme greifen.

Tipps für Deinen Komplettumzug

Auch wenn Du Dein Umzugsunternehmen mit Deinem kompletten Umzug beauftragst, gibt es einige Dinge, die Du dennoch nicht aus der Hand geben sollest. Am besten erstellst Du zunächst eine Liste mit allen anfallenden Arbeiten. So kannst Du Dich bezüglich der gewünschten Leistungen einfacher mit Deinem Umzugsunternehmen besprechen. In diesem Zusammenhang wird Dir wahrscheinlich auch klar werden, dass es einige Aufgaben gibt, die eben nur Du allein übernehmen kannst. Denn auch wenn die Umzugsprofis grundsätzlich den Umzug deines kompletten Hab und Guts bewältigen können, möchtest Du einige sehr private Gegenstände bestimmt lieber selbst in Deine Umzugskartons packen. Zudem ist es wichtig, dass Du eine solide Vertrauensbasis zu Deinem Umzugsunternehmen aufbauen kannst. Wenn die Umzugshelfer sogar Deine Kartons packen, stehen die Chancen plötzlich viel größer, dass etwas unbemerkt verschwindet. Wertgegenstände, wie Schmuck oder kleinere Gadgets, solltest Du daher selbst einpacken und transportieren, damit Du gar nicht erst Gefahr läufst, dass diese während des Komplettumzugs abhanden kommen.

Kostenkalkulation und Versicherungen

Um Dein Gewissen zu beruhigen, kannst Du bei Deinem Umzugsunternehmen zudem nachfragen, inwiefern Du abgesichert bist, falls während des Umzugs doch einige Deiner Wertgegenstände verschwinden sollten (hierzu kann ich dir auch meinen Artikel ‚Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?‘ ans Herz legen). Bedenke zudem, dass ein Komplettumzug mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist als ein Standardumzug. Daher solltest Du nicht nur verschiedene Angebote einholen, sondern die unterschiedlichen Leistungen sollten auch als einzelne Kostenpunkte in dem Angebot zu finden sein. So kannst Du für Dich individuell entscheiden, welche Leistungen Dir Dein Geld wirklich wert sind und welche Arbeiten Du in Anbetracht der hohen Kosten vielleicht doch lieber eigenhändig übernimmst.

Umzug für Senioren Teil 3: So sparst Du beim Umzug richtig Geld

Im zweiten Teil der Artikelserie „Umzug für Senioren“ habe ich Dir erläutert, wie Du ein passendes Umzugsunternehmen finden kannst und weshalb Du vom Komplett-Service der Unternehmen profitierst, die sich auf Seniorenumzüge spezialisiert haben. Allerdings handelt es sich dabei natürlich um eine eher teure Methode des Umziehens. Wenn Du Deinen Umzug stattdessen so günstig wie möglich gestalten möchtest, habe ich jetzt 5 nützliche Tipps für Dich:

1. Den Umzugstermin richtig legen

Nimmst Du die Leistungen eines Umzugsunternehmens in Anspruch oder mietest einen Umzugswagen, kannst Du mit der richtigen Wahl des Umzugstermines viel Geld sparen. Die meisten Umzüge finden nämlich entweder zum ersten oder 15. eines Monats statt. Hier sind die Unternehmen regelmäßig ausgebucht, Du musst den Anbieter früh kontaktieren und hohe Preise bezahlen. Am 8., 10., 18., 23. oder einem sonstigen Termin mitten im Monat, sind die Angebote der Umzugsunternehmen hingegen häufig viel günstiger. Und noch einen Vorteil hast Du gegenüber den Arbeitnehmern und Studenten: Wenn Du dann auch noch anstelle des Wochenendes unter der Woche umziehst, findest Du gewiss echte Schnäppchen. Lass Dir hierzu von mehreren Umzugsunternehmen Angebote unterbreiten.

2. Auch der Umzugswagen kann teuer werden, muss er aber nicht

Ein zweiter großer Faktor bei einem Umzug ist der Umzugswagen. Nimmst Du den Service eines Umzugsunternehmens in Anspruch, ist dieser bereits im Preis inbegriffen. Ziehst Du allerdings auf eigene Faust um, musst Du einen entsprechenden Transporter extern mieten. Bezahlt wird dieser dann meist nach Größe und Mietdauer. Reduzierst Du beide, kannst Du viel Geld sparen. Das bedeutet: Schätze den Umfang Deines Mobiliars richtig ein, transportiere kleine Kartons lieber mit dem PKW und miete den kleinstmöglichen Transporter. Um die benötigte Größe so realistisch wie möglich einzuschätzen, kannst Du auf entsprechende Umzugsrechner im Internet zurückgreifen oder Dir bei einer kostenlosen Beratung durch einen Fachmann helfen lassen. Manchmal muss es dann gar nicht der Kleintransporter sein, sondern der Kombi Deines Schwagers ist vollkommen ausreichend. Mietest Du trotzdem extra ein Fahrzeug, versuch es erst kurz vor dem Umzug zu holen und anschließend direkt zurück zu bringen. Auch hier bist Du übrigens unter der Woche häufig günstiger dran als am Wochenende… Bestimmt ist in diesem Falle auch mein Tipp zum Low-Budget-Transporter aus dem Baumarkt für dich interessant!

3. An Kartons kannst Du sparen

Ja, die Umzugskartons sind ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, dabei brauchst Du diese nach Deinem Umzug eigentlich nicht mehr. Wieso also solltest Du viel Geld für Kartons ausgeben? Kleidung kannst Du auch in Wäschekörben transportieren und den Rest packst Du kurzerhand in Bananenkartons und Obstkisten. Diese sind häufig sogar stabiler als konventionelle Umzugskartons und zudem absolut kostenfrei. Frag einfach einmal in Deinem Supermarkt um die Ecke nach!

Lies dir auch unbedingt meine Tipps dazu durch, wie man Umzugskartons richtig packt, denn eins ist doch wohl klar: Nur wer das vorhandene Material optimal ausnutzt, der kann kräftig sparen!

4. Den Umzug steuerlich geltend machen

Auch der Staat greift Dir bei Deinem Umzug indirekt unter die Arme, indem Du einige der Umzugskosten von der Steuer absetzen kannst. Behalte daher unbedingt alle Quittungen auf. Ziehst Du als Senior aus gesundheitlichen Gründen um und kannst nachweisen, dass dadurch Deine Lebensbedingungen nachhaltig verbessert werden, hast Du gegenüber „normalen Umzüglern“ nämlich steuerlich zahlreiche Vorteile. Als Werbungskosten oder haushaltsnahe Dienstleistungen kannst Du dann folgende Umzugskosten bei Deiner nächsten Steuererklärung komplett geltend machen:

  • Ummeldegebühren
  • Kosten für den Auf- und Abbau von Haushaltsgeräten
  • Gebühren für Wohnungsannoncen
  • Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung
  • Verpflegungskosten und Trinkgeld für die Umzugshelfer (privat und beruflich) sowie die Möbelpacker

Ergänzende Informationen zum steuerlichen Abzug von Umzügen findest du auch in meinem Tipp zur Umzugskostenpauschale.

5. Zahlreiche Fördermöglichkeiten für Seniorenumzüge

Übrigens hast Du, je nachdem aus welchem Grund Du umziehst, eventuell Anspruch auf Fördergelder von Deiner Krankenversicherung, Pflegekasse oder dem Sozialamt. So werden nicht nur barrierefreie Umbauten von der KfW gefördert, auch gesundheitlich bedingte Umzüge oder der Umzug in ein Pflegeheim werden durch externe Gelder unterstützt. Frage hierfür am besten einmal bei Deiner Krankenkasse nach oder kontaktiere das ortsansässige Sozialamt.

Übrigens: Weitere Informationen zu dem Umzugskosten und andere Sparmöglichkeiten findest du auch in diesem Tipp.

Umzug für Senioren Teil 2: Das richtige Umzugsunternehmen aussuchen

Im ersten Teil der Artikelserie „Umzug für Senioren“ hast Du erfahren, welche Wohnmöglichkeiten es im Alter gibt, was Du vor einem Umzug beachten musst und wie Du Deine Wohnung effizient entrümpelst. Nun sollten nur noch diejenigen Dinge in Deiner Wohnung beziehungsweise in Deinem Haus sein, welche Du auch in die neue Bleibe mitnehmen möchtest. Für den Transport benötigst Du wahrscheinlich ein Umzugsunternehmen. Doch wie findest Du hierfür eigentlich den besten Anbieter?

Was brauchen Senioren bei einem Umzugsunternehmen?

Senioren müssen tatsächlich andere Faktoren bei der Wahl eines Umzugsunternehmens beachten als beispielsweise Studenten. Sie bringen nämlich ein anderes Profil mit: Senioren…

  • …können häufig selbst nicht mehr mit „anpacken“.
  • …möchten mit dem Umzug oft so wenig Aufwand wie möglich haben.
  • …benötigen wichtige Zusatzservices, zum Beispiel Hilfe bei Behördengängen.
  • …können oder wollen ihre alte und neue Wohnung nicht mehr selbst renovieren.

Natürlich könntest Du nun einfach auf eigene Faust Handwerker rufen, Umzugshelfer beauftragen und einen Transportwagen mieten. Das ist aber eigentlich gar nicht notwendig. Wieso? Weil es zahlreiche Umzugsunternehmen gibt, die sich auf Seniorenumzüge spezialisiert haben und einen umfassenden Komplett-Service anbieten.

Auf Seniorenumzüge spezialisierte Umzugsunternehmen

Solche spezialisierten Umzugs-Services haben viel Erfahrung mit den Bedürfnissen von Senioren bei einem Umzug und haben ihr Angebot daher direkt an Deine Wünsche angepasst. Sie nehmen Dir neben dem eigentlichen Transport der Möbel und Kartons auch zahlreiche weitere Tätigkeiten ab:

  • Umzugsplanung und -organisation
  • umfassende Beratung
  • Beschaffung und Lieferung des Verpackungsmaterials und der Kartons
  • Ver- und Entpacken Deines Hab und Guts
  • Aufbau und Montage des Mobiliars
  • Transport mit einem Umzugswagen
  • Verwaltungs- und Behördengänge
  • Nachsendeauftrag bei der Post
  • Ummeldung von Strom, Wasser, Gas, Telefon & Co.
  • Einholen der Parkgenehmigung oder der Halteverbotszone
  • Schwerlasttransporte, z.B. Klavier
  • Verkauf Deiner Altmöbel, solltest Du diese nicht mehr benötigen
  • bei Bedarf die Vermittlung einer Hotelunterkunft
  • Maler- und Renovierungsarbeiten
  • Installation eines Außenaufzugs
  • Dübelarbeiten
  • Vermittlung eines Pflegedienstes für Dein Haustier
  • Wasser- und Elektroinstallationen
  • ausreichender Versicherungsschutz für Schäden
  • Müllentsorgung
  • uvm.

Ein auf Seniorenumzüge spezialisiertes Unternehmen ist daher eine tolle Wahl als Komplettlösung, wenn Du selbst so wenig Zeit und Energie wie möglich für den Umzug aufbringen möchtest. Nach der umfassenden Beratung und Planung Deines Umzugs kannst Du Dich entspannt zurücklehnen und musst nur noch warten, bis Dein neues Zuhause fertig ist.

Das Umzugsunternehmen auswählen

Wenn Du ein passendes Umzugsunternehmen suchst, hast Du verschiedene Möglichkeiten:

  1. Frage Deine Freunde und Bekannten, ob diese Erfahrungen mit Umzugsunternehmen für Senioren haben oder vielleicht sogar eines empfehlen können.
  2. Recherchiere im Telefonbuch nach Anbietern aus Deiner Region und kontaktiere diese für einen ersten Beratungstermin oder lass Dir Informationsmaterial zusenden.
  3. Starte eine Internetsuche unter dem Stichwort „Umzug für Senioren + Deine Stadt“ oder „Seniorenumzüge + Deine Stadt“ und schon wirst Du einige Angebote finden. Häufig kannst Du hier direkt online die unterschiedlichen Leistungen vergleichen.

Hast Du eine Auswahl von mehreren Umzugsunternehmen erstellt, ich empfehle Dir etwa drei bis fünf, so kontaktiere diese und lass Dir ein konkretes Angebot machen. Diesem Angebot sollte ein kostenloser (!) Beratungstermin vorangehen, damit es bereits auf Deine individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Anschließend kannst Du Dich für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis entscheiden.

Doch Vorsicht: Achte unbedingt auf ein Angebot mit festem Pauschalpreis, damit es hinterher keine bösen Überraschungen gibt. Frage notfalls noch einmal nach möglichen zusätzlichen oder versteckten Kosten. Ist Dir das allerdings zu teuer, so erhältst Du im dritten Teil der Artikelserie „Umzug für Senioren“ praktische Tipps, wie Du bei Deinem Umzug so richtig Geld sparen kannst…

Umzugskosten: Was kostet ein Umzug + Die besten Spar-Tipps?!

Die Kosten für einen Umzug können stark schwanken, je nachdem, wie viele Personen umziehen, wie viele Möbel transportiert werden müssen und wie weit das neue Zuhause entfernt ist. Es ist daher immer gut, bereits im Voraus die Kosten für den Umzug zu berechnen und die Finanzen sinnvoll einzuplanen. Denn wo hohe Kosten sind, kannst Du stets auch viel einsparen. Und du möchtest ja gewiss schon gerne frühzeitig wissen, ob Dich der Umzug 200 oder 2.000 Euro kosten wird, oder? Ich habe Dir deshalb hier alles rund um die Kosten für einen Umzug und hilfreiche Spar-Tipps zusammengetragen.

Welche Kosten kommen überhaupt auf Dich zu?

Die größte Schwierigkeit bei der frühzeitigen Kostenberechnung für einen Umzug liegt darin, alle Kostenfaktoren mit einzuberechnen und abschätzen zu können. Denn vom Makler bis zum Trinkgeld für Handwerker, fallen bei einem Umzug die unterschiedlichsten Kosten an, die wiederum individuell unterschiedlich sind. Hierzu gehören beispielsweise

  • Maklerkosten
  • Mietkaution
  • Renovierungskosten
  • Handwerkerlöhne
  • Trinkgelder
  • Verpflegung am Umzugstag
  • Verwaltungskosten bei den Behörden
  • Umzugskartons und Packmaterial
  • Kosten für Installateure oder Elektriker
  • Parkgebühren
  • Kosten für den Nachsendeauftrag
  • Ummeldung von Internet, Telefon, Strom und Gas
  • Kosten für ein professionelles Umzugsunternehmen
  • Miete eines Transporters oder LKWs für den Umzug
  • Engagieren von externen Umzugshelfern
  • Kaufen von Umzugskartons und Bücherkartons
  • uvm.

Wie kannst Du die Kosten kalkulieren?

Manche Kosten sind unvermeidbar, andere kannst Du guten Gewissens einsparen. Doch auch für einen Umzug in kompletter Eigenregie solltest Du rund 500 bis 1.000 Euro einplanen. Musst Du einen Sprinter mieten, so kommen noch einmal etwa 60 bis 90 Euro pro Tag hinzu, bei einem 2,4 Tonner liegen die Preise zwischen 120 und 190 Euro täglich. Zudem musst Du die Verpflegung der freiwilligen Helfer einberechnen. Du brauchst noch mehr Hilfe, möchtest aber das Geld für eine Spedition sparen? Dann hole Dir doch ein paar studentische Hilfskräfte für etwa zehn bis zwölf Euro pro Stunde. Mit einberechnen musst Du auch die Benzinkosten, Packmaterialien, Schönheitsreparaturen, wie das Streichen der Wände, und ein Polster von 150 Euro für unvorhergesehene Kosten. Bei einem Umzug geht schließlich einmal etwas zu Bruch.

Sobald Du ein professionelles Umzugsunternehmen beauftragst, wird der Umzug natürlich entsprechend teurer. In der Regel kannst Du dann aus verschiedenen Leistungspaketen wählen. Beim Full-Service-Angebot sind beispielsweise das Verpacken, Ab- und Aufbauen der Möbel mit dabei, doch Du kannst auch lediglich den Transport buchen. Manche Firmen bieten zudem weitere organisatorische Leistungen an, wie die Anmeldung der Parkverbotszone für den Umzugstag. Für eine realistische Kostenkalkulation solltest Du Dir von mehreren Umzugsunternehmen einen Kostenvoranschlag aufstellen lassen und diese vergleichen. Als groben Anhaltspunkt findest Du aber auch im Internet zahlreiche Umzugskostenrechner. So belaufen sich die geschätzten Kosten für ein Umzugsunternehmen bei einem Umzug mit 200 Kilometer Entfernung auf etwa

  • 950 Euro für 50 m²
  • 1.200 Euro für 80 m²
  • 1.375 Euro für 100 m²
  • 1.800 Euro für 150 m²

Wie kannst Du beim Umzug so richtig viel Geld sparen?

Der Vorteil ist: Wo hohe Kosten sind, kannst Du auch immer viel Geld sparen. Deshalb habe ich Dir nun die wichtigsten Spar-Tipps für Deinen Umzug zusammengetragen:

  1. Laderaum genau abschätzen: Je größer das Fahrzeug, desto höher sind nicht nur seine Mietkosten, sondern auch die für das Benzin aufgrund des höheren Verbrauchs. Manche Umzugsunternehmen bieten diesbezüglich einen kostenlosen Vor-Ort-Service an.
  2. Autovermietungen und Umzugsunternehmen vergleichen: Immer dann, wenn ein externer Dienstleister mit ins Spiel kommt, weil Du eine Spedition beauftragst oder einen Transporter mieten möchtest, solltest Du unbedingt mehrere Anbieter vergleichen. Lasse Dir von unterschiedlichen Firmen einen verbindlichen Kostenvoranschlag machen und entscheide Dich dann für das günstigste Angebot.
  3. Auch beim Packen kannst du bereits kräftig sparen! Verwende Materialien, die du kostenlos bekommst. Zum Beispiel Bananenkartons aus dem Supermarkt, sammele kostenlose Tageszeitungen um Material zum Umwickeln von zerbrechlichen Gegenständen zu haben und packe alles so clever zusammen, dass du wenige Kartons benötigst. Hier findest du Spartipps zum cleveren Packen der Umzugskartons und hier findest Infos dazu, wie viele Umzugskartons du für deinen Umzug brauchen wirst. Mit meinem Umzugskartonrechner kannst du zusätzlich schnell und einfach bestimmen, wieviele Kartons du beschaffen musst.
  4. Den richtigen Zeitraum wählen: Die Kosten für eine Spedition oder Autovermietung hängen auch stark vom Wochentag ab. Am Wochenende beispielsweise, ziehen immer viele Menschen um. Ebenso zum Ende und zur Mitte eines Monats, da der Mietbeginn in der neuen Wohnung in der Regel am 1. oder 15. datiert ist. Wenn Du diese Zeiträume also meidest, kannst Du von besonders günstigen Sonderangeboten profitieren.
  5. Schönheitsreparaturen vermeiden: Dein Mietvertrag regelt, ob und inwiefern Du Schönheitsreparaturen beim Auszug aus der alten Wohnung vornehmen musst. Manchmal wurde auch eine anteilige Kostenübernahme für Renovierungskosten vereinbart, dies ist jedoch eher der Sonderfall. Normalerweise musst Du beim Auszug nicht viel mehr machen, als die Wände und eventuell die Decken zu streichen, die Farbe dafür kostet nur rund 25 Euro. Verlangt der Vermieter mehr, so informiere Dich noch einmal ausführlich über Deine Rechte und Pflichten. Viele der Klauseln sind nach dem neuesten Recht nämlich ungültig. So kannst Du die Kosten und den Aufwand für unnötige Schönheitsreparaturen vermeiden.
  6. Strom- und Gasanbieter vergleichen: Bei einem Umzug hast Du normalerweise ein Sonderkündigungsrecht bei dem jeweiligen Strom- und Gasanbieter. Das ist doch die perfekte Gelegenheit, wieder einmal die aktuellen Tarife zu vergleichen, bevor Du neue Verträge abschließt. Dies kann Einsparungen von mehreren Hundert Euro pro Jahr bedeuten.
  7. Günstige Hilfskräfte suchen: Wenn Du noch Bedarf an Hilfskräften hast, gibt es auch günstigere Varianten als das professionelle Umzugsunternehmen. Im Internet beispielsweise, tummeln sich zahlreiche Studenten, die sich gerne etwas als Möbelpacker dazu verdienen würden. Hier musst Du jedoch auf eine ausreichende Versicherung aller Beteiligten achten. Auf Nummer sicher kannst Du beispielsweise auch mit Zeitarbeitern gehen. Hier übernimmt in der Regel die Leiharbeitsfirma selbst das Organisatorische sowie die Versicherungen und Du fährst immer noch deutlich günstiger als mit der Spedition. Am Trinkgeld und der Verpflegung jedoch, solltest Du nicht sparen.
  8. Umzug steuerlich absetzen: Zuletzt kannst Du einige der Umzugskosten auch noch absetzen und so am Ende des Jahres Steuern sparen. Wichtig ist, dass Du Dir deshalb jede Leistung quittieren lässt und die Belege unbedingt aufbewahrst. Bei einem beruflich bedingten Umzug beispielsweise, kannst Du viele Kosten als Werbungskosten in voller Höhe ansetzen und auch bei privaten Umzügen lässt sich Geld über die „haushaltsnahe Dienstleistungen“ wieder reinholen (z.B. für das Umzugsunternehmen oder Handwerker). Die Transport-, Makler- und Reisekosten lassen sich (bei einem beruflichen Umzug) zudem auch als Werbungskosten geltend machen und selbst bis zu sechs Monatsmieten für die alte und bis zu drei Mietzahlungen für die neue Wohnung lassen sich so ebenfalls steuerlich absetzen, wenn der Mietvertrag nicht rechtzeitig gekündigt werden konnte. Auch 75 Prozent der Kosten für Deinen neuen Herd kannst Du beim Finanzamt einreichen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Spaß beim Umziehen und Sparen…

Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?

Bei quasi jedem Umzug geht irgendetwas zu Bruch. Seien es eine alte Vase, Sektgläser oder ein dicker Kratzer in der Kommode. Und die ein oder andere Sache geht sogar einmal ganz verloren. Doch haftet das georderte Umzugsunternehmen überhaupt für Schäden und Verluste an den transportierten Gegenständen? Was musst Du beachten, damit Du hinterher nicht auf den Kosten sitzen bleibst?

Grundsatz zur Haftung einer Spedition

Wie jede Rechtsfrage, ist auch die nach der Haftung eines Umzugsunternehmens sehr komplex. Grundsätzlich gilt aber, dass eine Spedition für Schäden und Verluste während des gesamten Umzugs haftet. Doch bei jeder Regel gibt es Ausnahmen und die sehen in diesem Fall wie folgt aus:

  • Die Haftung ist auf 620 Euro pro Kubikmeter an Laderaum beschränkt.
    Der Schaden muss eindeutig, nachweislich und alleinig durch die Spedition verursacht worden sein.
  • Bei einem Schaden oder Verlust durch „höhere Gewalt“, sprich eine Naturgewalt oder einen Unfall mit Fahrerflucht etc., trägt die Spedition keine Schuld und damit haftet sie auch nicht für den entstandenen Schaden.
  • Die Haftung ist allgemein auf das Dreifache des Betrages der Fracht begrenzt.
  • Gehaftet wird zudem generell nicht, wenn es sich um Wertgegenstände, Elektrogeräte, Pflanzen oder Tiere handelt.
  • Für Ware, die unzureichend verpackt oder unklar beschriftet wurde, übernimmt das Umzugsunternehmen ebenfalls keine Haftung.
  • Gehaftet wird auch nicht für die Fracht, die aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit leicht zerstörbar ist, zum Beispiel aufgrund von Rost.

Ausschlüsse der Haftung bei Umzugsunternehmen

Natürlich kennen die Speditionsfirmen die Rechtslage in- und auswendig und haben sich in der Regel optimal daran angepasst. Dir sollte daher bewusst sein, dass Du bei einem Rechtsstreit später nur dann eine Chance auf Erfolg hast, wenn Du bereits vor und während des Umzugs alle Grundregeln beachtest. Hierfür eine kurze Checkliste:

  • Werfe vor dem Unterschreiben einen Blick in den Vertrag, vor allem die Rubrik der Haftungsausschlüsse.
  • Überlege Dir, ob Du vielleicht liebe einen „Komfortumzug“ wählst. Hierbei übernimmt die Spedition auch das Verpacken der Fracht. Denn überall dort, wo Du selbst Hand anlegst, ist das Unternehmen nicht mehr haftbar. Ein Karton, den Du gepackt hast, kommt beschädigt an? Oder der Frachtführer hat Dich auf die nicht optimalen Größen- und Raumverhältnisse des Transporters aufmerksam gemacht? In beiden Fällen musst Du den Schaden anschließend selbst verantworten. Da ist es manchmal geschickter, die Verantwortung komplett an das Unternehmen abzugeben und dafür ein bisschen tiefer in den Geldbeutel zu greifen.
  • Mache das Umzugsunternehmen frühzeitig auf wertvolle Güter, zum Beispiel ein Erbstück, aufmerksam. Kleingegenstände, Pflanzen oder Tiere kannst Du vielleicht auch lieber selbst transportieren? Ansonsten wäre es an der Zeit über eine Zusatzversicherung nachzudenken.

Auf Nummer sicher gehen: Die Zusatzversicherung

Sobald die transportierte Fracht den Wert von 620 Euro pro Kubikmeter übersteigt oder unter die Ausschlussklausel fällt, solltest Du dringend eine Zusatzversicherung abschließen. Diese sogenannte Transportversicherung kann zum Beispiel Wertgegenstände, Tiere oder Schäden durch Dritte miteinbeziehen und Du musst Dir um die Haftung keine Sorgen mehr machen. Prüfe aber auch hier unbedingt vorher die Geschäftsbedingungen und schneidere die Zusatzversicherung optimal auf Deine Bedürfnisse zu.

Wie gehst Du bei einem Schaden vor?

Es ist passiert. Die antike Kommode ist verkratzt, ein paar Gläser gingen zu Bruch und Dein ehemaliger Vermieter fordert Schadensersatz von Dir, weil das Treppenhaus beschädigt sei. Was kannst Du jetzt tun?

Wichtig: Die Prävention eines Rechtsstreits beginnt schon vor dem Umzug. Dokumentiere daher alle wichtigen Gegenstände, das Treppenhaus, den Fahrstuhl, eventuell auch das Auto des Nachbarn direkt vor Beginn des Umzuges mit Fotos oder Videos. Eben all jene Gegenstände, die während der Arbeit des Umzugsunternehmens beschädigt werden könnten. Nur so kannst Du hinterher nachweisen, dass das Objekt vor dem Umzug noch heil oder das Treppenhaus schon beschädigt war. Denn nicht selten nutzen Vermieter diese Chance, um alte Schäden kostenfrei beheben zu lassen. Es sind daher stets alle Eventualitäten zu bedenken.

Nun ist tatsächlich ein Schaden entstanden? Dann dokumentierst Du auch diesen per Foto oder Video. Fällt Dir das noch während des Umzuges auf, so solltest Du ihn unbedingt direkt beim Umzugsleiter reklamieren und Dir schriftlich mit einer Unterschrift bestätigen lassen. Ansonsten musst Du den Schaden so schnell wie möglich beim Umzugsunternehmen melden, damit dieser bearbeitet werden kann. Hierfür gilt laut Speditionsverband AMÖ:

  • Du solltest offen ersichtliche Schäden sofort oder spätestens am Tag nach dem Umzug der Spedition melden.
  • Nicht offen ersichtliche Schäden haben eine Anzeigefrist von bis zu 14 Tagen.
  • Die Schäden sollten stets schriftlich spezifiziert werden.
  • Im Zweifelsfall suchst Du Dir Rat bei einem Experten oder Anwalt.

Auch hier lohnt sich der Blick in die Vertragsunterlagen, denn abweichende Regelungen sind möglich. Auf der sicheren Seite bist Du dann, wenn Du die Fracht direkt nach dem Ausladen kontrollierst. Haftet die Spedition für diesen Schaden, so muss sie Dir anschließend einen angemessenen Schadensersatz zahlen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten, die zumeist vorab geregelt sind:

  1. Entweder Dir wird der Zeitwert erstattet, sprich der Kaufpreis abzüglich des Wertverlustes durch Abnutzung,
  2. oder der Wiederbeschaffungswert, also der aktuelle Kaufpreis.

Prüfe vorab welches für Dich das bessere Modell wäre. Im Notfall musst Du Dich anwaltlich beraten lassen oder gerichtlich gegen das Umzugsunternehmen vorgehen. Ich hoffe, das wird bei Dir nicht nötig sein und wünsche Dir einen erfolgreichen Umzug!