(Studentische) Umzugshelfer engagieren: Worauf musst Du achten?

Bei jedem Umzug werden zahlreiche Helfer benötigt. Schließlich müssen unzählige Kartons gepackt, Möbel ab- und aufgebaut und alles zur neuen Wohnung transportiert werden. Ein paar starke Hände kommen da gerade gelegen. Doch nicht jeder hat Freunde oder die Familie in der Nähe, die am großen Tag als Umzugshelfer einspringen können. Manchmal scheitert es auch einfach an der mangelnden Zeit, Kraft oder dem fehlenden Führerschein für das Transportfahrzeug. Doch was, wenn Du für Deinen Umzug Hilfe brauchst, eine professionelle Spedition aber einfach zu teuer ist? Keine Sorge, es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Ich möchte Dir nun einige Alternativen zum professionellen Umzugsunternehmen vorstellen.

Wo findest Du Helfer für den Umzug?

1. Das Internet

Auf der Suche nach geeigneten Umzugshelfern kannst Du gerne kreativ werden. Schließlich möchten sich viele Menschen gerne ein bisschen Geld dazu verdienen. Ganz vorne mit dabei sind da zum Beispiel die Studenten. Diese haben meist Bedarf an einem Zusatzverdienst und sind zudem jung und kräftig. Daher gibt es mittlerweile unzählige Online-Jobbörsen im Internet, auf welchen sich Studenten oder weitere Interessenten als Umzugshelfer anbieten. Du kannst zudem ganz einfach selbst eine Anzeige schalten und anschließend die passenden Bewerber auswählen. Achte jedoch darauf, dass Du hierfür eine angemessene Vorlaufzeit benötigst. Geeignet sind rund vier Wochen. So können die Umzugshelfer den Termin gut einplanen und Du kommst nicht in Zeitnot, falls sich auf Anhieb niemand findet. Während Jobbörsen wie MachDuDas nämlich in Großstädten durchaus eine hohe Erfolgsquote haben, kann sich die Suche in kleineren Orten etwas schwieriger gestalten.

2. Die Hochschule

Im Internet bist Du nicht fündig geworden? Dann versuche es doch einfach einmal direkt in einer Hochschule oder Universität. Sprich die Studenten persönlich an oder platziere eine kleine Anzeige am schwarzen Brett. Die Devise heißt: Mundpropaganda. Frage auch einmal bei deinen Bekannten und Freunden nach, ob sie nicht noch jemanden kennen würden, der vielleicht an dem Job interessiert wäre. Allgemein gilt: Je früher Du mit der Suche beginnst, desto besser sind Deine Erfolgschancen. Solltest Du hingegen partout niemanden finden, so musst Du gegebenenfalls den Verdienst erhöhen oder doch ein professionelles Unternehmen beauftragen. Doch auch hier gibt es günstige Alternativen zur Speditionsfirma.

3. Die Zeitarbeitsagentur

Eine Zeitarbeitsagentur ist eine praktische Anlaufstelle für Hilfskräfte jeder Art und zugleich günstiger als ein Umzugsunternehmen. Es lohnt sich daher durchaus, auch hier einmal nach Hilfskräften zu fragen. Zwar hast Du dann immer noch höhere Kosten als beim Privatauftrag, doch die Zeitarbeiter bringen einen großen Vorteil mit sich: Sie sind adäquat versichert. So musst Du Dir um Unfälle oder Schäden am Mobiliar keine Sorgen mehr machen und kannst Dich beruhigt auf den Umzug konzentrieren.

Wie sieht das eigentlich mit der Versicherung aus?

Die Haftpflichtversicherung für Umzugshelfer

Die richtige Versicherung ist nämlich das A und O bei der Auswahl der Umzugshilfe. Unbezahlte Helfer, wie Freunde oder die Familie, erteilen Dir laut Gesetz einen „Freundschaftsdienst“, welcher grundsätzlich nicht versichert ist. Rechtlich wird hier von einer „stillschweigenden Haftungsbeschränkung“ ausgegangen. Dasselbe gilt für Helfer, die Du privat beauftragt hast. Du solltest daher unbedingt einen Vertrag aufsetzen, welcher alle Deine Helfer zur Haftung verpflichtet. Diese müssen dann wiederum selbst eine entsprechende Zusatzversicherung bei ihrem Haftpflichtversicherer abschließen. Kläre also unbedingt im Vornherein ab, ob Deine Helfer eine solche Versicherung abgeschlossen haben und lasse sie Dir in jedem Fall vorzeigen. Ansonsten bleibst Du hinterher auf eventuellen Schäden sitzen.

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung für den Auftraggeber

Doch nicht nur Deine Helfer können Schäden verursachen, auch Personenunfälle sind leider bei einem Umzug nicht auszuschließen. Daher musst auch Du Dich ausreichend versichern. Kläre am besten einmal mit Deinem Privathaftpflichtversicherer ab, inwiefern ein Schutz möglich ist. Reicht dieser nicht aus, so ist die sogenannte „Bauherrenhaftpflichtversicherung“ eine gute Alternative. Diese deckt grundlegende Personen- und Sachschäden ab, die während eines Umzugs oder des Transports passieren. Eventuelle Arztkosten oder Schmerzensgelder werden also ebenso übernommen wie die Beseitigung der Schäden im Treppenhaus. Willst Du vollkommen auf Nummer sicher gehen, solltest Du dennoch über die Beauftragung einer professionellen Umzugsfirma oder einer Zeitarbeitsagentur nachdenken. Denn dort sind die Arbeitnehmer normalerweise über das Unternehmen ausreichend versichert. Doch auch hier solltest Du zur Sicherheit noch einmal die Konditionen erfragen.

Was kostet die Umzugshilfe?

Wie Du siehst, solltest Du auf der Suche nach dem richtigen Umzugshelfer nicht einfach das günstigste Angebot nehmen. Sonst bleibst Du hinterher bei Schäden oder Unfällen vielleicht auf hohen Kosten sitzen. So musst Du eventuell doch ein bisschen mehr investieren, bist dafür aber im Schadensfall auf der sicheren Seite. Als Stundenlohn kannst Du mit rund zehn bis elf Euro netto pro Stunde für eine (studentische) Hilfskraft rechnen. Eine Zeitarbeitsfirma nimmt rund 18 Euro netto – pro Stunde und pro Mitarbeiter. Bei der Kostenkalkulation für Umzugshelfer darfst Du aber nicht nur den Stundenlohn berücksichtigen. Mit einkalkulieren musst Du stets:

  • Kosten für eine (Zusatz-) Versicherung
  • Eventuelle Vermittlungsgebühren der Online-Jobbörsen
  • Eventuelle Steuerabgaben, wie die Mehrwertsteuer
  • Anfahrtskosten
  • Boni, wenn z.B. eigenes Werkzeug mitgebracht wird

Zudem freuen sich alle Deine Helfer gewiss über ein bisschen Verpflegung und ein kleines Trinkgeld als Dankeschön…

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