Erfahrungsbericht: Mammut-Umzug! So gelingt der Umzug einer Pension.

An dieser Stelle mal ein kleiner und sehr krasser Erfahrungsbericht über einen der Mammut-Umzüge die ich bisher mitgemacht habe. Es geht um den Umzug einer ganzen Pension mit angeschlossener Gastronomie. Der Betreiber musste seine alten Räumlichkeiten (immerhin 5 Angestellte, 17 Gästezimmer und eine kleine Frühstücks-Gastronomie) aufgegeben und wollte neue, (zum Glück) etwas kleinere Räumlichkeiten, in einer gut 20 Kilometer entfernten Ortschaft beziehen.

Solch einen Umzug macht man wahrlich nur selten mit und, anders als bei einem privaten Wohnungswechsel musste hier alles generalstabsmäßig geplant sein: Der Timeslot für Renovierung und Umzug waren eng, nicht zuletzt heißt jeder Tag an dem keine Gäste übernachten können den Verlust von Umsatz. Entsprechend haben wir mit den Vorbereitungen dieses Umzugs auch schon sehr früh (über 8 Monate vorher) begonnen.

Schritt 1: Einen Verantwortlichen bestimmen!

Beim Umzug eines Unternehmens muss es immer einen Verantwortlichen geben! Sonst geht es drunter und drüber und kein Angestellter fühlt sich verantwortlich. Als erstes wurde daher ein Projektverantwortlicher bestimmt. Bei kleinen Unternehmen ist das gerne direkt der Inhaber oder Geschäftsführer, in diesem Fall ging das aus privaten und gesundheitlichen Gründen nicht. Entsprechend wurde ein Stellvertreter bestimmt, der auch gleich mit entsprechenden Handlungs- und Unterschriftsvollmachten ausgestattet war. Der Inhaber der Pension kannte seinen Mitarbeiter seit über 20 Jahren und wusste, dass er sich auf diesen verlassen konnte. Im Sparring konnten wir nun die notwendigen weiteren Schritte planen und durchführen.

Schritt 2: Planen – im Team

Als nächstes haben wir uns im Team zusammengesetzt und im Rahmen eines Brainstormings mal zusammengetragen was eigentlich alles umziehen muss, was nicht und was es alles zu beachten gibt. Aus diesen Punkten wurden dann eine Checkliste und ein verdichteter Plan für den Umzug erstellt. Schnell kamen etliche Punkte zusammen, hier die wichtigsten – nur auszugsweise:

  • Herrichten der neuen Räumlichkeiten
  • Anlegen einer Inventarliste
  • Kategorisierung des Inventars (was muss mit, was bleibt da, was kann veräußert/entsorgt werden).
  • Einbau / Anpassung des Inventars an die neuen Räumlichkeiten
  • Kündigung von Verträgen (Strom, Telefon, Gas, aber auch bestehende Verträge von Lieferanten die den neuen Standort unter Umständen nicht mehr beliefern konnten).
  • Einholen von Speditionsangeboten
  • Rechtzeitige Information der (Stamm-)Gäste
  • Anfertigen neuer Werbematerialien (auch Briefpapier etc.)
  • Abschließen / übernehmen von Verträgen. Insbesondere Telefon / Internet.
  • Information von Geschäftspartnern (Banken, Kabelfernsehen, Energieversorger, Versicherungen, GEZ)
  • Änderungen der Adresse im Handelsregister und beim Finanzamt
  • Kennzeichnung Rettungswege in neuen Objekten, Fluchtplan und alles im Zusammenhang mit der Sicherheit des Gastes
  • Kontakt zur Dehoga zur Begehung des neuen Objektes
  • Renovierung der alten Räumlichkeiten und Übergabe
  • IT-Infrastruktur und Server in neuen Räumlichkeiten
  • Preisstruktur überarbeiten

Schritt 3: Checkliste abarbeiten und agil ergänzen.

War der grobe Plan erstmal aufgezeichnet, hatte man ein Konstrukt an dem man sich gut entlanghangeln konnte. Im Laufe der Zeit wurden die Checkliste und unser Masterplan aber immer wieder ergänzt und konkretisiert.

In zweiwöchentlichen Statusmeetings haben wir im Dreiergespann (Verantwortlicher, Inhaber und ich als beratende Instanz) uns über den aktuellen Fortschritt des Umzugsplans ausgetauscht. Alle Beteiligten hatten so den gleichen Informationsstand und konnten immer wieder wichtige Gedanken einbringen um den Masterplan zu ergänzen. In den Monaten vor dem Umzug waren diese Meetings meist innerhalb von 30 Minuten abgearbeitet, aber etwa 8 Wochen vor dem Umzugsstichtag haben wir die Zeitspanne erst auf 1 Stunde angehoben und im letzten Monat vor dem Umzug fanden wöchentliche Jourefixe-Termine statt.

Schritt 4: Vorbereitung der neuen Räume

Wer bereits im Hotel- oder Gastronomiegewerbe tätig war, der weiß, dass es nicht mit dem Bezug neuer Räume getan ist. An ein Hotelzimmer sind in Punkto Einrichtung und Ausstattung erhebliche Anforderungen gestellt. Außerdem gibt es natürlich erhebliche Auflagen in Punkto Fluchtplan, Kennzeichnung von Fluchtwegen, Brandschutz etc. die eingehalten werden mussten.

All diese Sachen mussten im neuen Objekt stehen, bevor der Umzug durchgeführt werden konnte.

Schritt 5: Der eigentliche Umzug

Der eigentliche Transport des Inventars und der Abbau / das Verpacken des Sperrguts fand durch eine Spedition statt. Um die Transportmöglichkeit oder Umzugskartons – wie bei einem privaten Wohnungswechsel – mussten wir uns daher keine Gedanken machen. Allerdings gab es natürlich direkt beim Umzug jede Menge für die Mitarbeiter der Pension zu tun. Wir haben uns frühzeitig auf einen Zeitraum von 7 Tagen geeinigt, in dem der eigentliche Umzug durchzuführen war. Das klingt nach viel Zeit, stellte sich im Nachhinein aber als tatsächlich sehr enges Zeitfenster heraus.

Hilfreich war die Kategorisierung des Inventars. Nicht alles musste zum Glück mit umziehen. Zum Glück gab es vom Betreiber der Pension ein Budget für Neuanschaffungen. So musste man sich nicht um den Transport aller Gegenstände kümmern. Bettwäsche für die Gastronomie beispielsweise wurde neu angeschafft. Die alten Kissen und Decken (die viel Platz beim Transport eingenommen hätten) konnten entsorgt bzw. teilweise gespendet werden.

An dieser Stelle haben wir die Not zur Tugend gemacht und mal geprüft, was die bisherigen Gäste eigentlich an der Pension geschätzt haben und welche Kritikpunkte es gab. Einer der Kritikpunkte war der Schlafkomfort. Dies spielte beim Umzug ebenfalls in die Hände: Wir haben zwar die alten Betten mitgenommen, aber die sperrigen, alten Matratzen und die Lattenroste wurden ausgetauscht: Nun brauchte kein Gast mehr klagen „kann nicht schlafen“ und tatsächlich wurden genau diese Erfahrungen auch schon kurz nach den ersten Übernachtungen in den neuen Räumlichkeiten lobend von den Gästen erwähnt!

Schritt 6: Stammgäste rechtzeitig informieren

Ich komme aus dem Marketing. Entsprechend habe ich den Umzug als Chance gesehen und den Betreiber der Pension gebeten eine Liste an Stammgästen (Gäste mit mehr als 4 Übernachtungen) und eine Liste aller anderen Gäste zu erstellen. Jeweils mit Datum des letzten Aufenthalts.

Mit diesen Listen konnte man nun ein perfektes Briefmailing starten. Stammgäste wurden separat angeschrieben. Wir haben Sie über die neuen Räumlichkeiten informiert und einige tolle Eindrücke vorbereitet – das Mailing fand vor dem eigentlichen Umzugstermin statt, auf Bildmaterial konnten wir nicht zugreifen. Der beteiligte Innenarchitekt für die Planung der neuen Zimmer konnte aber Beispieldarstellungen und Grundrisse für die neuen Zimmer liefern und natürlich gab es zahlreiche Pluspunkte die wir unseren Stammgästen kommunizieren konnten (bessere Verkehrsanbindung und natürlich der verbesserte Schlafkomfort in den Gästezimmern).

Alle anderen Gäste haben wir nochmal separat angeschrieben. Die Gäste, die im letzten Jahr zu Gast waren haben neben der tollen und sehr ansprechenden Präsentation der neuen Räumlichkeiten auch eine Einladung zum ersten Frühstück erhalten. Gäste die vor längerer Zeit da waren, aber im letzten Jahr nicht mehr, haben zusätzlich einen Gutschein über 10% auf die erste Buchung erhalten. Das hat tatsächlich dazu geführt, dass einige Leute (vor allem Monteure, die regelmäßig in der Region unterwegs waren und Zimmer benötigten) weitere Übernachtungen gebucht haben.

Schritt 7: Erfolge feiern

Das Team hat in der Zeit des Umzugs teilweise wirklich einiges mitgemacht. Sowas geht nur bei Teams, die schon lange zusammenarbeiten und sich auch freundschaftlich nahe stehen. Ein Mitarbeiter hat in der Umzugswoche unglaubliche 20 Überstunden angehäuft! Als kleines Dankeschön für die tolle Teamleistung habe ich vorgeschlagen, alle Mitarbeiter auf ein tolles Abendessen einzuladen. Ein Catering hat dafür gesorgt, dass alle Mitarbeiter ausgiebig den erfolgreichen Umzug feiern und auf die neuen Räumlichkeiten anstoßen konnten.

Mietkaution Teil 3: Mein Vermieter will Mietkaution nicht zurückzahlen, was kann ich tun?

Es ist soweit, Dein Umzug steht an. Gedanklich bist Du schon in Deiner neuen Traumwohnung angekommen. Es müssen nur noch schnell die letzten, vielleicht lästigen Formalitäten mit Deinem alten Vermieter abgeklärt werden, dann bist Du weg. Deine Wohnung ist gekündigt, Du hast alles bis zu Deinem Mietende bezahlt, aber Dein Vermieter will Dir die Sicherheitsleistung, meist die hinterlegte Kaution, nicht auszahlen.

Hast Du fristgerecht gekündigt?

Die Kündigungsfristen stehen in Deinem Mietvertrag. Bis zur Frist, also dem Zeitpunkt des Mietendes, ist der Mieter verpflichtet, die vereinbarte Mietzahlung, meist bestehend aus Kaltmiete und Betriebskostenvorauszahlungen, an den Vermieter zu leisten. Du kannst nicht erwarten, dass die Mietzahlungen mit der hinterlegten Kaution für die letzten Monate der Mietzeit verrechnet werden (siehe zur Verrechnung von Kaution und Miete auch diesen Beitrag bei Haufe.de). Dies kannst Du nur im Einzelfall individuell mit Deinem Vermieter verabreden.

Hast Du Deinen Vermieter um einen Rückgabetermin gebeten?

Wenn Du die Wohnung geräumt und Deine Verpflichtungen aus Deinem Mietvertrag, wie Renovierung oder besenreine Säuberung, erfüllt hast, vereinbare einen Termin mit Deinem Vermieter. Geht gemeinsam durch die Wohnung und sprecht offen über den Zustand der Wohnung. Nimm Dir für diesen Termin einen Zeugen mit. Hilfreich ist es, wenn Du bei Deinem Einzug Fotos von der Wohnung gemacht hast, die Du jetzt bei dem Rückgabetermin zurate ziehen kannst. Zum Ende dieses Termins solltet Ihr ein Rückgabeprotokoll aufsetzen und gemeinsam unterschreiben. Wenn keine Arbeiten mehr von Dir zu leisten sind (siehe auch eventuell fällige Schönheitsreparaturen), kannst Du Deinen Wohnungsschlüssel gleich übergeben, damit ist die Wohnung zurückgegeben. Dies ist der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Kautionsrückzahlung. Einfach den Schlüssel in den Briefkasten des Vermieters zu werfen oder ihm Deinen Schlüssel über Dritte bzw. Freunde überreichen zu lassen, ist nicht zielführend. Damit ist die Wohnung nicht abgenommen.

Du hast alles gemacht, trotzdem behält der Vermieter die Kaution ein?

Teile Deinem Vermieter Deine Bankverbindung mit und frage höflich nach, wann er die Kaution auf Dein Konto überweisen wird. Bei einem Wohnungswechsel innerhalb eines Abrechnungszeitraumes für Betriebskosten kann der Vermieter die Kaution bis zur Erstellung der für Dich letzten Betriebskosten- und Nebenkostenabrechnung einbehalten. Um zu vermeiden, dass Du unter Umständen noch Monate auf Dein Geld warten musst, kalkuliere Deine voraussichtliche Nebenkostennachzahlung entsprechend den letzten Abrechnungszeiträumen und schlage Deinem Vermieter vor, dass er Dir den Teilbetrag Deiner Kautionssumme auszahlt, der zur Deckung Deiner voraussichtlichen Nachzahlung nicht erforderlich ist. Hattest Du bei der letzten Betriebskostenabrechnung ein Guthaben, so könntest Du Deinem Vermieter mitteilen, dass er voraussichtlich nach der nächsten Abrechnung noch mehr Geld an Dich auszahlen müsste, wenn er Dir jetzt die Kaution nicht auszahlt. Nach Vertragserfüllung schuldet er sie Dir. Dein Vermieter darf Deine Sicherheitseinlage nicht anderweitig nutzen oder zweckentfremden. Selbst bei einem Verkauf der Immobilie muss er zuerst Dich, seinen Mieter, fragen, ob er die Kaution mit Mietvertragsübergabe an den neuen Eigentümer weitergeben darf.
Ist Deine Mietwohnung während Deiner Mietzeit verkauft worden, so könnte auch dieser Sachverhalt dazu führen, dass Dein jetziger Vermieter Dir die Kaution nicht zurückerstatten kann. Es könnte sein, dass er die Kaution nicht vom Verkäufer erhalten hat. Stelle daher sicher, ob Dein Vermieter oder seine Bankverbindung während Deiner Mietzeit gewechselt haben.

Wie kommst Du zu Deinem Recht?

Eine gute Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Anmietung von Wohnraum ist der Deutsche Mieterbund e.V. Wenn Du bereits Mitglied bist, kannst Du Dir bei dem DMB rechtlichen Rat und Unterstützung einholen. Im Nachhinein ist eine Unterstützung bei schon bestehenden Problemen erst zu erfragen.
Bist Du Dir sicher, dass Dein ehemaliger Vermieter Dir Deine Kaution ungerechtfertigt vorenthält, kannst Du den Gerichtsweg beschreiten. Du kannst als Privatperson einen Mahnbescheid bei einem Mahngericht beantragen. Hierzu gibt es einschlägige Internetseiten, wie http://www.mahnbescheid.de oder http://www.mahngerichte.de. Diese Portale erklären Dir nachvollziehbar, wie Du einen Mahnbescheid erwirken kannst.

Selbstverständlich können auch natürliche Personen Antragsteller bei Mahngerichten sein. Ein unterstützender Rechtsanwalt als Prozessbevollmächtigter ist in erster Instanz nicht erforderlich. Um einen Antrag auf Erstellung eines Mahnbescheides stellen zu können, benötigst Du eine Kennziffer. Diese ist wie eine Auftragsnummer anzusehen und verbindet Dich als Antragsteller mit dem Mahnverfahren. Die Kennziffer wird vom zuständigen Mahngericht auf Deinen Antrag hin erteilt.
Anträge und Anschreiben sollten nur in der auf den Portalen empfohlenen Form und dem gewünschten Format abgesendet werden. So kann eine geknickte Seite des Antrages auf Erteilung eines Mahnbescheides schon zur Ablehnung des Vorganges durch das zuständige Mahngericht führen. Also ist hier neben der Plausibilität und der Wahrhaftigkeit Deines Anspruchs auch auf dessen Form und Format genau zu achten.

Ist dieser Weg über das zuständige Mahngericht erst einmal eingeschlagen, kommen auch Kosten auf den Mieter, den Antragsteller, zu. Die Gebühren zur Erstellung des Mahnbescheides sind vom Antragsteller zu bezahlen und können nicht gestundet werden. Wird der Mahnbescheid erteilt und zugestellt, ist der Schuldner, also Dein säumiger Vermieter, in der Pflicht zur Zahlung. Befriedigt der Schuldner diesen Bescheid nicht und widerspricht ihm auch nicht, so kann nach Ablauf der im Mahnbescheid benannten Frist im zweiten Schritt vor Gericht eine Vollstreckung beantragt werden. Der Vollstreckungstitel über die Kaution mit Mahnkosten und Zinsen ist dann über Jahrzehnte vollstreckbar. Davon liegt jedoch die Kautionssumme bei Auszug auch nicht wieder auf dem Tisch.

Übrigens: Ganz viele juristische Fragen rund um das Thema Mietkaution beantwortet eine Rechtsanwaltskanzlei aus Berlin auch auf dieser Seite.

 

Home-Office für die Selbstständigkeit einrichten

Immer mehr Geschäftsführer gehen zum Outsourcing einzelner Prozesse und Abläufe in ihrem Unternehmen über, um die Arbeit effizienter zu gestalten. Eine besondere Form des Outsourcings ist das sogenannte On Site Management, bei dem einzelne Betriebsteile ausgelagert werden. Sehr häufig ist das die Buchhaltung. Diese wird dann von selbstständigen Lohnbuchhaltern erledigt, die gleichzeitig von mehreren verschiedenen Unternehmen beauftragt sind und ihre Arbeit von zu Hause aus, dem Home-Office, verrichten. Damit das einwandfrei ablaufen kann, sollte das Büro eines Buchhalters in den eigenen vier Wänden über folgende Ausstattung verfügen:

Die Ausstattung des Home-Office

Die IT-Infrastruktur

Um die Arbeit auch zu Hause effizient leisten zu können, brauchst du grundsätzlich eine professionelle IT-Infrastruktur. Dazu gehört im Allgemeinen:

  • Ein Laptop oder ein PC mit Bildschirm
  • Ein Headset sowie eine Webcam für Videotelefonie, um mit deinen Kunden gut vernetzt zu bleiben
  • Eine zuverlässige Internetverbindung

Des Weiteren sind verschiedene Software-Programme vonnöten:

  • Speziell für selbstständige Lohnbuchhalter: Mit dem Lohnabrechnungsprogramm von Lexware kannst du als selbstständiger Lohnbuchhalter deine Arbeit effizient und unkompliziert gestalten. Löhne und Gehälter deiner Kunden lassen sich damit gesetzeskonform abrechnen. Durch den automatisierten Übertrag der Stamm- und Abrechnungsdaten vermeidest du Fehler und stellst deine Auftraggeber so bestens zufrieden. Über verschiedene Schnittstellen ist zudem ein unkomplizierter Datenexport und -import mit dem auftraggebenden Unternehmen, dem Finanzamt sowie den Sozialversicherungsträgern möglich.
  • Daneben erleichtert dir ein Programm zum Kundenmanagement die Kundenpflege. Mit einem solchen kannst du alle Kontaktdaten sicher abspeichern und übersichtlich verwalten.
  • Außerdem solltest du dir ein Organizer-Tool zulegen, mit dem du deine Termine planen und so deine Arbeit immer termingerecht abliefern kannst.

Ausreichend Lichtquellen

Grundsätzlich ist Tageslicht immer das beste Licht für Arbeiten rund um Schreibtisch und PC. Eine ausreichende Helligkeit schafft gute Sichtverhältnisse und sorgt dafür, dass die Augen die Konzentration möglichst lange aufrechterhalten können. Unterstützend zum Tageslicht kannst du Deckenlampen oder herabhängende Lampen anbringen, die den gesamten Raum ausleuchten. Zur zusätzlichen und punktuellen Beleuchtung eignet sich besonders an späten Abendstunden und während düsterer Jahreszeiten des Weiteren eine Schreibtischlampe. Entscheidend ist immer die Lumen-Kennzeichnung auf dem Leuchtmittel. Eine Beleuchtung, welche die Konzentration fördert und der Müdigkeit entgegen wirkt, verfügt über mindestens 600 Lumen.

Der Standort des Schreibtisches

Auch den Schreibtisch solltest du an die Lichtverhältnisse anpassen. Das gilt zusätzlich für die Position des PCs. Blendende Sonneneinstrahlung führt dazu, dass man keine gute Sicht auf den Bildschirm hat. So ermüden die Augen schnell und es schleichen sich Fehler ein. Am geeignetsten ist ein Lichteinfall der von der Seite kommt, nie direkt von vorne oder von hinten.

Das Büromobiliar

Gerade wenn du selbstständig bist und in der Folge jeden Tag an deinem Schreibtisch im Home Office sitzt, solltest du Wert darauf legen, dass dein Arbeitsplatz ergonomisch eingerichtet ist, um ein rückenschonendes Arbeiten zu ermöglichen. Die Tischplatte sollte deshalb in der Höhe verstellbar sein, um sie individuell an deine Körpergröße anpassen zu können und dein Rücken im Sitzen aufrecht ist. Daneben sollte sie natürlich ausreichend groß sein, damit du alle wichtigen Arbeitsmaterialien darauf ausbreiten kannst. Ebenso den Bürostuhl solltest du in der Höhe verstellen können. Eine optimale und gesunde Sitzhaltung erreichst du, wenn sich die Unter- und Oberschenkel in einem 90°-Winkel zueinander befinden. Denke außerdem daran, dich zwischendurch ausreichend zu bewegen, um Verspannungen sowie Beschwerden im Hals-Nacken-Bereich vorzubeugen.

Kosten absetzen

Wenn du nach dem Umzug dein Home Office einrichtest, dann solltest du dir alle Kosten notieren. Neu angeschaffte Möbel, Renovierungen und unter Umständen sogar die anteiligen Umzugskosten kannst du als Betriebsausgaben in deiner eigenen Buchführung ansetzen und so Steuern sparen! Auch laufende Kosten (Telefon, Internet, Strom, Wasser, Reinigungskosten) kannst du Anteilig in deiner Buchführung geltend machen. Mehr Informationen dazu findest du bei smartsteuer.

Möbel zerlegen wie die Profis: Montagetipps für den Umzug

Die Schraube ist weg, das Gewinde kaputt, und quer über die Schranktür zieht sich ein dicker Kratzer: Beim Umziehen von Möbeln kann einiges schiefgehen. Mit einfachen Tricks verhinderst Du Schäden und vermeidest viel Ärger. Ich zeige Dir, wie Du Deine Möbel einfach zerlegen kannst und sie sicher ins neue Zuhause bringst.

Grundregel: Nur zerlegen, was wirklich nötig ist!

Bei der Frage, welche Möbel Du zerlegen musst und welche nicht, ist Faulheit der beste Berater: Denn Möbel zerlegen ist nicht nur zeitfressend, sondern verursacht bei mehreren Umzügen Verschleiß. Also: Nur zerlegen, wenn es wirklich sein muss – etwa, wenn sie zum Tragen zu schwer sind oder nicht durch die Türe passen. Darum solltest Du sperrige Möbel ausmessen und prüfen, ob es Engpässe in Wohnung und Treppenhaus gibt. Dann kannst Du entscheiden, was zerlegt wird und was nicht.

Möbel zerlegen: So baust Du sie richtig ab

Der Ab- und Aufbau der Möbel fällt leichter, wenn Du einen zweiten Helfer zur Hand hast. Mit ein bisschen Geschick klappt es aber auch alleine.

Falls Du noch die Aufbauanleitung deiner Möbel besitzt, sollte der Ab- und Wiederaufbau problemlos möglich sein. Hast Du sie nicht mehr, findest Du sie vielleicht im Internet oder kannst sie beim Möbelhersteller erfragen. Ansonsten solltest Du bei Möbeln mit vielen Einzelteilen den Abbau dokumentieren (heute hat ja jeder ein Handy und kann nebenbei einige Bilder knipsen) oder eine Skizze anfertigen – so tust du dich später beim Aufbau leichter.

Nimm zuerst die Regalböden der Schränke heraus und markiere die Löcher, in denen die Regalböden eingesetzt waren, mit einem Bleistift. Baue deine Schränke von oben nach unten ab. Deko-Blenden und Kleiderstangen solltest Du ebenfalls entfernen.

Jedes abgebaute Teil solltest Du nummerieren oder beschriften, damit Du nach dem Umzug weißt, wo es hingehört. Wenn du eine Skizze anfertigst, kannst du hier ebenfalls die Teilenummern hinterlegen um später alles gut zuordnen zu können. Hierbei ist Kreppband hilfreich, da Du es hinterher ohne Rückstände wieder entfernen kannst.

Hast du das Möbelstück in seine Bestandteile zerlegt, geht es daran Griffe und Schlüssel zu entfernen: Diese Teile stehen über und können im Transporter Schäden an anderen Möbeln verursachen. Zur Sicherheit solltest du auch sämtliche Schubladen und Türen mit Kreppband befestigen, damit sie nicht während des Transportes aufgehen.

Die Griffe, Dübel, Schrauben und Muttern der Möbelstücke bewahrst Du in beschrifteten Tüten auf. So stellst du sicher, dass nichts verloren geht. Hierfür sind widerverschließbare Tiefkühlbeutel geeignet, die Du mit Klebeband an dem zugehörigen Möbelstück befestigen kannst.

Möbel sicher transportieren

Nun heißt es Ärmel hochkrempeln: Damit Du Deine Möbel sicher in den Umzugswagen und wieder hinaus bringst, sind ein paar zusätzliche Hände hilfreich. Große und schwere Möbel lassen sich zudem einfacher mit Tragegurten oder einer Sackkarre transportieren. Bei zerlegten Möbeln solltest Du dagegen darauf achten, dass sämtliche Teile beieinanderliegen. Stelle deine Schränke Rücken an Rücken im Transporter auf, damit sie sich gegenseitig stützen. Dabei solltest du sie mit Decken oder Malerfließ voreinander schützen. Hier verrate ich dir übrigens, wie du deinen Umzugstransporter oder deinen LKW richtig belädst.

Kein Umzug ohne Werkzeugkiste!

Damit Du nach dem Umzug nicht erst noch nach Schraubenzieher und Hammer suchen musst, stellst Du die Werkzeugkiste als letztes in den Umzugswagen – so ist sie gleich griffbereit und geht nicht im Umzugschaos verloren. In diesem Artikel über die erste eigene Wohnung findest du Tipps, welche Werkzeuge Du brauchst und welche Einrichtungsgegenstände wichtig sind.

Den Möbelaufbau richtig planen

Im Idealfall hast Du Dir bereits vor dem Umzug Gedanken gemacht, welcher Gegenstand wohin kommt. Dabei hilft es, einen Einrichtungsplan zu erstellen. Das erspart dir eine Menge Möbel rücken.

Prinzipiell solltest Du Möbel auf einer ebenen Fläche aufbauen und dafür eine Unterlage benutzen – zum Beispiel Malerfließ oder einen Teppich. Andernfalls kann der Boden verkratzen oder die Möbel absplittern. Willst du hohe Möbel wie einen Schrank aufbauen, solltest Du diese auf dem Boden liegend zusammensetzen, und sie erst hinterher aufrichten und an ihren Platz stellen.

Gerade wenn der Umzug länger dauert, gilt beim Aufbau: Das Lebensnotwendigste zuerst! Fange mit deinem Bett an, so ist schon mal Dein Schlafplatz gesichert. Wenn danach noch Zeit ist, kannst du die Küche startklar machen.

In der Küche richtest du Kühlschrank und Spülmaschine aus, so dass sie geradestehen, und schließt den Herd an. Aber Vorsicht beim Kühlschrank: Beim Transport kann Öl in den Kühlkreislauf fließen, darum sollte man den Kühlschrank danach immer einige Stunden stehen lassen. Je nach Modell kann das bis zu 24 Stunden dauern.

Irgendwann ist aber gerade an Tag eins des Umzugs die Puste raus: Falls die Zeit knapp oder die Laune im Keller ist, kannst Du den Küchenaufbau verschieben und stattdessen eine Pizza bestellen. Schließlich muss es auch mal genug sein! Hier verrate ich dir, wie du dich und deine Umzugshelfer am Umzugstag verpflegen kannst.

Umzugskartons günstig oder gratis

Während Du auch Bananenkisten, Müllsäcke oder Koffer für Deinen Umzug nutzen kannst, sind Umzugskartons einfach die bessere Wahl. Denn sie lassen sich im Transporter oder Auto leichter und sicherer stapeln, sodass Du Deinen Umzugswagen effizienter packen und den vorhandenen Platz bestmöglich ausnutzen kannst. Allerdings sind Umzugskartons nicht gerade günstig und Du wirst wahrscheinlich eine große Vielzahl an Kartons benötigen, um Dein Hab und Gut sicher zu verpacken. Was also tun, wenn Du nicht auf Umzugskartons verzichten, aber trotzdem Geld sparen möchtest? Ich werde Dir nun zeigen, wie Du Dir alle für Deinen Umzug benötigten Umzugskartons billig oder gratis sichern kannst, wobei Du ausreichend Zeit mitbringen solltest, um alle Deine Umzugskartons zu sammeln.

Umzugskartons im Internet gratis oder günstig ergattern

Wenn Du bisher nur bei den verschiedenen Kleinanzeigenportalen nach Umzugskartons geschaut hast, dann ist dies gerade einmal der Anfang. Denn während die Kleinanzeigenseiten im Internet und in der Zeitung in der Tat immer mal wieder kostenlose Umzugskartons zur Abholung anbieten, lohnt es sich auf jeden Fall auch, bei Facebook nach kostenlosen oder günstigen Umzugskartons zu schauen. Bestimmt gibt es auch für Deine Stadt eine „Zu Verkaufen“- beziehungsweise Flohmarktgruppe oder ein entsprechendes Netzwerk. Bei diesen Seiten auf Facebook sind meist unzählige andere Mitglieder aus Deiner Region angemeldet, bei denen Umzugskartons nur ungenutzt herumstehen und einfach zu viel Platz wegnehmen. Wenn dem so ist, posten sie vielleicht sogar selbst eine Anzeige, um ihre Umzugskartons günstig oder sogar gratis anzubieten. Andererseits kannst Du mit einer entsprechenden Anzeige auch selbst nach gebrauchten Umzugskartons schauen. Selbst beim Online-Auktionshaus eBay kannst Du Umzugskartons inzwischen ersteigern. Hierbei ist es natürlich sinnvoll, wenn der Anbieter aus Deiner Region stammt, damit Du die Kartons einfach abholen und die Kosten für den Versand einsparen kannst. Auch bei Yahoo gibt es kostenlose Gruppen, die sich Freecycle nennen, und bei denen Du immer wieder kostenlose Umzugskartons erhalten kannst. Du musst Dich also nur online auf die Suche machen!

Umzugskartons günstig oder kostenlos von Umzugsunternehmen

Mit ein wenig Glück kannst Du aber auch mit Deinem Umzugsunternehmen einen Deal aushandeln. Gerade bei größeren Umzügen, welche entsprechend ins Geld gehen, kannst du vielleicht sogar kostenlose Umzugskartons heraushandeln, wenn Du Dein Verhandlungsgeschick entsprechend einsetzt. Bei immer mehr Umzugsunternehmen kannst Du Umzugskartons zudem günstig mieten. Wenn Dir das immer noch zu teuer ist, kannst Du aber auch bei einigen Umzugsunternehmen in Deiner Stadt anfragen, ob diese vielleicht Umzugskartons aus ihrem Mietbestand zu verschenken haben. Denn wenn die Umzugskartons bereits mehrere Male vermietet wurden, kann das Umzugsunternehmen diese Kartons aufgrund ihres stark gebrauchten Zustands irgendwann nicht mehr verwenden, sodass Du vielleicht Glück mit deiner Anfrage hast. Nimm also Deinen Mut zusammen und probiere es einfach aus!

Alle Tipps im Überblick

Zum Schluss möchte ich die wichtigsten Tipps, wie Du Dir Umzugskartons nahezu kostenlos sichern kannst, noch einmal für Dich zusammenfassen und Dir noch ein paar echte Geheimtipps für die effiziente Nutzung dieser Kartons geben:

  • Angehörige, Freunde, Bekannte, Arbeits- oder Studienkollegen unbedingt nach Umzugskartons fragen, die Du Dir ausleihen oder sogar geschenkt haben kannst
  • Kleinanzeigen online und in der Zeitung studieren, um kostenlos Umzugskartons zu bekommen
  • bei eBay gebrauchte Umzugskartons günstig von Privatanbietern ersteigern
  • beim Kauf von Umzugskartons einen Preisvergleich im Internet machen
  • auch bei Yahoo, Google+ und anderen sozialen Netzwerken nach gebrauchten Umzugskartons suchen
  • verschiedene Facebook-Gruppen auf der Suche nach günstigen oder gratis Umzugskartons durchstöbern
  • Aufkleber kaufen, um bereits benutzte Umzugskartons dennoch gut sichtbar beschriften zu können
  • bei Umzugsunternehmen nach gratis Umzugskartons aus dem Mietbestand fragen
  • einen Rabatt auf Umzugskartons beim Umzugsunternehmen aushandeln
  • Umzugskartons günstig mieten
  • leicht beschädigte Umzugskartons mit ein bisschen Tape einfach wieder reparieren, um sie wieder einsatzfähig zu machen
  • ausreichend Zeit mitbringen, um genügend günstige oder kostenlose Umzugskartons zusammenzusammeln

Übrigens: Wer seine Umzugskartons effizient packt, der braucht am Ende weniger Kartons und kann so ebenfalls sparen. Um dich zu informieren, wieivele Kartons du überhaupt brauchst, kannst du meinen Umzugskartonrechner nutzen oder dich in diesem Artikel darüber informieren, mit wieviel Kartons du kalkulieren solltest.

Umzug in eine kleinere Wohnung – so klappt‘s

Wenn Du von einer großen in eine kleine Wohnung ziehst, heißt dies noch mehr Arbeit für Dich als bei einem regulären Umzug. Denn eine kleinere Wohnung bedeutet natürlich, dass nicht alle Deine Möbel dort Unterschlupf finden werden und Du Dich womöglich von einigen Dingen trennen musst. Beim Umzug in eine kleinere Wohnung kommst Du um ein gezieltes Ausmisten also nicht herum. Ob Du nun infolge eines Jobverlustes, einer Trennung oder aufgrund der zu hohen Kosten für Deine bisherige Wohnung umziehst, kann bei der Planung Deines Umzugs in eine kleinere Wohnung auch eine Rolle spielen. Schließlich musst Du Dich fragen, ob Du Dich von Deinen zu großen Möbelstücken dauerhaft oder nur temporär trennen willst. Ich möchte Dir an dieser Stelle daher ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben, damit Dein Umzug in die kleinere Wohnung gelingt.

Ausmisten oder einlagern?

Sich von lieb gewonnen Gegenständen, mit denen Du vielleicht viele Erinnerungen verknüpfst, zu trennen, fällt nicht immer leicht. Dabei kann genau dies erforderlich werden, wenn Du in Deiner neuen Wohnung einfach nicht ausreichend Platz für Dein bisheriges Hab und Gut hast. Zunächst einmal solltest Du daher ganz genau überlegen, wie viel Platz Deine neue Wohnung (inklusive Keller oder Dachboden) hergibt und von welchen Dingen Du Dich eigentlich trennen müsstest. Wenn Du jedoch ohnehin weißt, dass Du nur für einen kurzen Zeitraum in eine kleinere Wohnung ziehst oder Dich von einigen Möbeln und anderen persönlichen Gegenständen einfach nicht trennen kannst, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Möbel bei einem professionellen Anbieter zwischen- oder einlagern (kann mit hohen Kosten verbunden sein)
  • Möbel bei Deiner Familie oder Freunden ein- oder zwischenlagern (am besten nicht zu lange, um die Beziehung nicht zu stark zu strapazieren)

Bei den professionellen Einlagerungsmöglichkeiten kannst Du meist zwischen der Möbellagerung in Einzelcontainern, Outdoor-Lagerräumen, Driveup-Lagern und Indoor-Lagern auswählen. Welche Option dabei für Dich die richtige ist, ist nicht nur eine Kostenfrage, sondern hängt auch davon ab, was Du genau lagern willst und wie empfindlich diese Möbel und Gegenstände sind. Vielleicht entscheidest Du Dich in Anbetracht der relativ hohen Kosten auch dafür, dass Du Dich doch von dem ein oder anderen Stück trennen wirst. Schließlich kannst Du Deine Umzugskasse durch den Verkauf von Möbeln und Co. auch noch etwas aufbessern. Wenn die Entscheidung zum Ausmisten gefallen ist, gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, die Du zur Entsorgung Deiner Sachen nutzen kannst.

Weitere Informationen zum Thema Einlagerung habe ich für dich übrigens in einem separatem Umzugstipp zusammengeschrieben.

Gekonnt ausmisten

Noch bevor Du deine Umzugskisten packst, solltest Du am besten die Dinge aussortieren, die in Deiner neuen Wohnung keinen Platz mehr finden werden. Denn gerade wenn Du einige dieser Sachen verkaufen möchtest, benötigst Du ausreichend Vorlaufzeit, um Dich noch rechtzeitig vor dem Umzug um den Verkauf kümmern zu können. Während Du Deine Wohnung ausmistest, sortierst Du Deine Sachen am besten in verschiedene Kisten oder Stapel und unterscheidest zwischen Dingen, die Du

  • verkaufen willst,
  • spenden willst,
  • in den Müll geben wirst,
  • zum Sperrmüll bringen willst,
  • im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis noch weitergeben/ verschenken willst,
  • und bei denen Du Dir noch nicht sicher bist, ob Du Dich wirklich von ihnen trennen kannst.

Auch Deine Möbel kannst Du ganz einfach mit einer entsprechenden Haftnotiz versehen, die besagt, ob sie zu verschenken, entsorgen oder zu verkaufen sind. Mit diesem System behältst Du immer den Überblick und das auch dann, wenn Du wirklich viele Sachen auszusortieren hast. Helfen können hier übrigens bunte Klebezettel / Haftzettel in den Farben rot (= behalten), gelb (= verschenken) und grün (= Müll). Wenn Du Dich nur schwer von Dingen trennen kannst, überlegst Du am besten, wann Du den Gegenstand das letzte Mal benutzt hast. Falls dies schon eine Weile zurückliegt, brauchst Du ihn wahrscheinlich nicht wirklich – es sei denn, es handelt sich um ein Erinnerungsstück mit sentimentalem Wert.

Die kleinere Wohnung als Chance sehen

Du kannst Deinen bevorstehenden Umzug also auch als Chance nutzen, um endlich jede Menge unerwünschten Ballast loszuwerden. Vielleicht erinnerst Du Dich in diesem Zusammenhang daran, dass Dein Umzug umso günstiger wird, je weniger Sachen umziehen müssen. Um Deinen Umzug in eine kleinere Wohnung als echte Chance wahrzunehmen, kann es auch sinnvoll sein, wenn Du Dich von Dekokissen, Vorhängen und anderen Heimtextilien ganz bewusst trennst, auch wenn diese noch gut erhalten sind. Denn wenn Du Deine neue Wohnung mit kleinen Hilfsmitteln wie Vorhängen oder Teppichen neu dekorierst, freust Du Dich womöglich deutlich mehr auf den bevorstehenden Umzug.

Deine aussortierten Sachen verkaufen

Da Du vielleicht nicht alle der aussortierten Sachen, die defekt oder kaputt sind, im Müll entsorgen kannst, solltest Du unbedingt rechtzeitig eine Sperrmüllabholung in Auftrag geben (wie das bei dir geht, erfährst du bei deinem regionalen Müllentsorger oder beim Bürgerbüro in deiner Stadt). Ebenso frühzeitig solltest Du den Verkauf Deiner aussortieren Sachen in Angriff nehmen. Besonders dann, wenn einige dieser Gegenstände lange auf Deinem Dachboden gestanden haben und etwas eingestaubt sind, solltest Du sie erst gründlich reinigen, um am Ende einen möglichst hohen Verkaufspreis erzielen zu können. Wenn Du die Sachen, die zum Verkauf stehen, dann alle zusammengetragen hast, kannst Du folgende Möglichkeiten nutzen, um Dir damit ein wenig Geld hinzuzuverdienen:

  • Flohmärkte vor Ort
  • Bücher- und Medienankauf vor Ort oder im Internet
  • Online-Flohmärkte
  • Wohnungsflohmarkt bei Dir zuhause (mit Postern oder in der lokalen Presse für die Haushaltsauflösung werben)
  • Online-Auktionshäuser
  • Secondhand-Läden vor Ort oder inzwischen auch online
  • Kleinanzeigen (online oder in der Zeitung)
  • Spezielle Verkaufs- und Flohmarktgruppen bei Facebook
  • Verkauf im Bekannten-/ Freundeskreis
  • Verkauf an Arbeitskollegen
  • Aushänge in Supermärkten oder am schwarzen Brett in der Uni, im Kindergarten, etc.
  • Verkauf an einen Antiquitätenhändler oder ein Goldgeschäft
  • An- und Verkauf vor Ort

Wie du siehst, stehen Dir ausgesprochen viele Möglichkeiten offen, wie Du Deinen Hausrat vor einem Umzug in eine kleinere Wohnung noch zu Geld machen und dann mit weniger Ballast umziehen kannst.

Kündigung wegen Eigenbedarf – welche Rechte hat der Vermieter?

Vielleicht war ein Umzug Deinerseits gar nicht geplant, doch jetzt hat Dein Vermieter eine Kündigung wegen Eigenbedarf ausgesprochen. Nun fragst Du Dich als Mieter wahrscheinlich, welche Rechte Du hast. Während Dich die Sozialklausel zwar vor einer allzu großen Härte im Fall solch einer Kündigung schützen soll, kann Dir Dein Vermieter durchaus erst einmal aus Eigenbedarf kündigen. Welche Rechte der Vermieter in diesem Zusammenhang hat, verrate ich Dir jetzt.

Die wichtigsten Informationen zur Kündigung wegen Eigenbedarf

Um eine Kündigung wegen Eigenbedarf auszusprechen, muss der Vermieter seinen eigenen Bedarf, den seiner Angehörigen oder eines Mitglieds aus seinem Haushalt an der von Dir bewohnten Wohnung oder Immobilie nennen. Im Kündigungsschreiben muss der Vermieter dabei nicht nur angeben, für welche Person er den Eigenbedarf anmelden möchte, sondern auch einen Grund für diesen Bedarf. Warum wird Deine Wohnung also von dem Vermieter benötigt? Eine Kündigung ohne die Nennung solcher Gründe, die im Detail auszuführen sind, ist demnach nicht rechtskräftig. Darüber hinaus muss ein tatsächlicher Eigenbedarf vorliegen. Sollte sich später herausstellen, dass Dein Vermieter einen Eigenbedarf nur vorgetäuscht hat, so kannst Du entweder gegen die Kündigung vorgehen oder hast im Nachhinein Anspruch auf Schadensersatz. Wenn Du also bereits ausgezogen bist, weil Dein Vermieter einen fälschlichen Eigenbedarf vorgetäuscht hat, kannst Du eine Übernahme der folgenden Kosten von Deinem früheren Vermieter verlangen und wirst auch vor Gericht mit einer großen Wahrscheinlichkeit Recht bekommen:

  • Renovierungskosten
  • Maklerkosten
  • Umzugskosten
  • Höhere Mietkosten

Sofern Du in einer Wohnung wohnst, die während Deiner Mietzeit in eine Eigentumswohnung umgewandelt wird, gelten übrigens bestimmte Fristen, bevor eine Kündigung durch den Vermieter aus Gründen des Eigenbedarfs überhaupt rechtskräftig wird. Meist gibt es eine Sperrfrist von drei Jahren. In einigen Orten und Gemeinden kann diese Frist aber auch bis zu zehn Jahre betragen, sodass der neue Eigentümer der Wohnung Dir binnen dieses Zeitraums nicht wegen Eigenbedarf kündigen darf und Du auf absehbare Zeit in Deiner Wohnung bleiben kannst.

Für wen kann der Vermieter aus Eigenbedarf kündigen?

Wenngleich der Vermieter auch für seine Verwandten Eigenbedarf anmelden kann, sind damit nur enge Angehörige gemeint, die zu einer der folgenden Personengruppen gehören:

• Kinder
• Eltern
• Großeltern
• Enkel
• Geschwister
• Stiefkinder
• Neffen und Nichten

Eine Kündigung für einen Onkel, eine Tante, einen Cousin, eine Cousine, Großnichte oder einen Großneffen sowie geschiedene Ehegatten ist demnach nicht zulässig. Auch eine Kündigung für die Kinder oder Eltern des Lebensgefährten, das Patenkind des Vermieters oder den Schwager beziehungsweise die Schwägerin (mit wenigen Ausnahmen) ist nicht gesetzmäßig. Somit wird der Personenkreis, für den der Vermieter Eigenbedarf anmelden kann, deutlich eingeschränkt.

Wie die Kündigung wegen Eigenbedarf auszusehen hat

Darüber hinaus muss sich der Vermieter an fest vorgeschrieben Formalitäten halten, damit die Kündigung rechtskräftig ist. Wie bereits angesprochen, muss die Kündigung erklären, welcher der Verwandten des Vermieters (oder der Vermieter selbst) in die Wohnung einziehen möchte. Darüber hinaus muss der Grund für den Eigenbedarf konkret angeführt werden. Vielleicht ist die Wohnung aufgrund des Fahrstuhls und des behindertengerechten Bads besonders gut für alte Menschen geeignet, was die Nutzung als Alterswohnsitz erklären würde. Vielleicht will die Tochter des Vermieters aber auch eine Familie gründen und es handelt sich um eine besonders große Wohnung mit Garten, die sich noch dazu in unmittelbarer Nähe einer Schule oder eines Kindergartens befindet und damit wunderbar für Familien geeignet ist. Es müssen bereits ganz konkrete Pläne vorliegen, wann die jeweilige Person in die Wohnung einziehen möchte. Die Wahl des Kündigungszeitpunkts ist in diesem Fall ebenfalls zu erläutern, wobei der Vermieter natürlich die gängigen Kündigungsfristen beachten muss. Außerdem solltest Du wissen, dass eine Kündigung wegen Eigenbedarf nur dann zulässig ist, wenn die Wohnung auch weiterhin vorwiegend als Wohn- und nicht als gewerblicher Büroraum genutzt werden soll. Der Vermieter hat also ganz bestimmte Auflagen zu erfüllen, um seine Kündigung wegen Eigenbedarf rechtmäßig zu formulieren.

Mieter-Checkliste bei einer Kündigung wegen Eigenbedarf

Du als Mieter kannst natürlich gegen eine Kündigung wegen Eigenbedarf Widerspruch einlegen, wobei Du nicht immer Erfolg haben wirst. Daher solltest Du zunächst einmal für Dich überprüfen, ob die Kündigung Deines Vermieters rechtmäßig oder unzulässig ist. Bei einer rechtmäßigen Kündigung stehen die Chancen, dass Dir das Gericht am Ende Recht gibt, eher schlecht. Folgende Checkliste soll Dich bei dieser Einschätzung unterstützen:

  1. Wurden die gängigen Kündigungsfristen vom Vermieter eingehalten?
  2. Hat der Vermieter alle Formalien beachtet?
  3. Läuft die Sperrzeit im Anschluss an eine Wohnungsumwandlung noch?
  4. Liegt eine unzumutbare Härte vor, sodass Du Dich auf die Sozialklausel berufen kannst?
  5. Ist Deine Wohnung für den vom Vermieter genannten Zweck geeignet?
  6. Täuscht der Vermieter den Eigenbedarf nur vor und will Dir rechtsmissbräuchlich kündigen?

Wenn Du diese Fragen nun allesamt für Dich beantwortet hast und feststellst, dass Dir unrechtmäßig gekündigt wurde, solltest Du Dir am besten einen Anwalt nehmen oder Dich an einen Mieterverein wenden, um gegen die Kündigung vorzugehen. Manchmal kann so eine gütliche Einigung mit dem Vermieter erwirkt werden oder der Fall geht schlussendlich vor Gericht. Wenn der Vermieter Dir allerdings rechtmäßig gekündigt hat und keine besondere Härte durch einen Umzug Deinerseits vorliegt, wirst Du leider nicht viel gegen die Kündigung unternehmen können, sondern musst wohl oder übel Deinen Umzug planen.

Bequemer umziehen mit einem Möbelaufzug

Ob das Treppenhaus nun zu eng ist oder es einfach zu viele Stockwerke bis zu deiner neuen Wohnung sind, um dein Hab und Gut die vielen Treppen nach oben zu schleppen, ein Möbelaufzug kann deinen Umzug zu einer viel komfortableren Angelegenheit machen. Dies setzt natürlich voraus, dass du deine Fenster, deine Balkontür oder die Hausflurfenster auf der Etage deiner neuen Wohnung weit genug öffnen kannst, um auf diesem Weg all deine Möbel in die Wohnung zu transportieren. Darüber hinaus kann die Zahl der Umzugshelfer, die gerade bei großen Umzügen zum Transport deiner Möbel und anderen Haushaltsgegenstände benötigt wird, durch einen Möbelaußenaufzug drastisch reduziert werden. Was alles für einen Möbelaufzug spricht und wann diese Art des Umziehens sinnvoll ist, möchte ich dir an dieser Stelle gerne verraten.

Die Vorteile eines Möbelaufzugs

Bei einem Möbelaufzug handelt es sich also um einen mobilen Aufzug, der einer Drehleiter, wie du sie wahrscheinlich bereits von Feuerwehrautos kennst, ähnelt. Dabei wird das Kopfstück des Lifts an deinem Balkongeländer oder an der Hausfassade angelehnt, damit der Möbellift dein Hab und Gut bequem in die neue Wohnung transportieren kann. Wenngleich zunächst einmal ein Liftcheck erfolgen sollte, um zu prüfen, ob deine neue Wohnung überhaupt für den Umzug per Möbellift geeignet ist, liegen die Vorteile eines Möbelaufzugs grundsätzlich auf der Hand und lauten wie folgt:

  • es werden weniger Umzugshelfer benötigt
  • ein Möbellift ersetzt mehrere Umzugshelfer und kann somit Personalkosten sparen
  • weniger Zeitaufwand für die Abwicklung des gesamten Umzugs
  • auch Möbel, die nicht durchs Treppenhaus passen, können auf diesem Weg in deine neue Wohnung transportiert werden
  • insgesamt weniger Kraftaufwand
  • geringere Beschädigungen am Mobiliar/ keine Beschädigungen im Treppenhaus

Möbellift bei einem Umzugsunternehmen mieten

Viele Umzugsfirmen vermieten Möbellifte übrigens auch, ohne dass du deinen kompletten Umzug über sie abwickeln musst. Du mietest dann also nur den Möbellift sowie ein bis zwei Personen, welche den Lift korrekt aufbauen und bedienen. Die restlichen Umzugs- und Transportarbeiten kannst du zusammen mit deinen Helfern aus dem Freundes-, Familien- oder Bekanntenkreis selbst übernehmen und so bares Geld sparen. Zum Teil kann es jedoch sinnvoll sein, wenn du auf die professionellen Helfer des Umzugsunternehmens zurückgreifst. Denn dann kannst du den Möbelaußenaufzug oftmals zu einem rabattierten Preis nutzen. Wenn du möchtest, dass selbst ein großer Umzug relativ schnell über die Bühne geht, ist ein Möbellift auf jeden Fall eine sehr gute Wahl.

Wann ein Möbelaufzug nicht die richtige Wahl ist

Allerdings gibt es auch Situationen, in denen ein Möbellift leider nicht zum Einsatz kommen darf. Das kann zum Beispiel bei Dachgeschosswohnungen der Fall sein, sofern es sich um kein Flachdach handelt. Denn dann sind dein Balkon oder deine Fenster wahrscheinlich nach hinten versetzt und für den Möbellift somit nicht zu erreichen, da der Möbelaufzug im oberen Bereich nicht geknickt werden kann. Auch wenn es an der Fassade nicht ausreichend Befestigungsmöglichkeiten für den oberen Teil des Möbelaußenaufzugs gibt, kannst du diesen leider nicht einsetzen.

Der Liftcheck vorab ist unerlässlich

Bevor du eine solche Gerätschaft für deinen Umzug anmietest, solltest du bei der Umzugsfirma also erfragen, ob du ihren Umzugslift für dein Vorhaben überhaupt verwenden kannst. Manche Unternehmen entsenden auch gerne einen Mitarbeiter zu dir nach Hause, damit dieser einen Liftcheck vor Ort machen und die dortigen Gegebenheiten sowohl bei der alten als auch bei der neuen Wohnung auf die Lifttauglichkeit überprüfen kann. Zudem muss vor dem Haus ausreichend Platz sein, um den Möbellift aufstellen zu können. Dazu sind eventuell Absperrungen und Halteverbotszonen erforderlich. Steht ein Baum jedoch ungünstig im Weg, so wirst du den Möbellift leider nicht für deinen kraftsparenden und weniger stressigen Umzug nutzen können.

Komplettumzug: Dein Umzug mit allen erdenklichen Extraleistungen

Wenn Du möglichst stressfrei umziehen und Dich ganz entspannt zurücklehnen möchtest, während andere Deinen Umzug von A bis Z abwickeln, dann ist ein Komplettumzug die richtige Wahl. Ob Du nun schwanger bist, es sich um einen Seniorenumzug handelt oder Du einfach unter Zeitdruck stehst und beruflich stark eingespannt bist, Deinen kompletten Umzug kannst Du einfach den Profis überlassen. Ein Komplettumzug kann dabei nicht nur das Ein- und Auspacken deiner Kisten beinhalten, denn gerne übernimmt ein professionelles Umzugsunternehmen in Deiner Nähe auch weitere Leistungen für Dich. Wie so ein Komplettumzug also aussehen könnte, möchte ich Dir jetzt gerne verraten.

Viele Extraleistungen beim Komplettumzug

Dabei kannst Du Dir Dein Leistungspaket für Deinen Komplettumzug frei Deinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zusammenstellen. Folgende Leistungen sind zum Beispiel denkbar:

  • Ein- und Auspacken Deiner Umzugskartons
  • Auf- und Abbauen Deiner Möbel
  • Transport
  • Bauarbeiten
  • Renovierungsarbeiten
  • Sanierungsarbeiten
  • Montagearbeiten

Bei Deinem sorglosen Komplettumzug sieht Deine neue Wohnung also binnen kürzester Zeit so aus, als würdest Du dort schon ewig wohnen. Vom Anbringen der Lampen und Gardinen bis hin zur Montage Deiner Küche musst Du Dich wahlweise nämlich um nichts kümmern, sofern Du einen Komplettumzug buchst. Einige Umzugsunternehmen haben sich sogar auf so vielseitige Zusatzleistungen spezialisiert, dass sie auch mit fachkundigen Bauarbeitern oder Handwerkern zusammenarbeiten, die auf Wunsch Dein Laminat verlegen, neu tapezieren, für Dich streichen oder eine zusätzliche Wand einziehen. Das Ziel bei Deinem Komplettumzug ist es also, dass Deine neue Wohnung am Ende binnen kurzer Zeit so aussieht, wie Du es Dir wünschst, ohne dass Du dafür selbst bei Deinem Umzug schuften musstest. Selbst, wenn es um den Nachsendeantrag oder das Ummelden bei verschiedenen Dienstleistern geht, kann Dir ein professionelles Umzugsunternehmen kompetent unter die Arme greifen.

Tipps für Deinen Komplettumzug

Auch wenn Du Dein Umzugsunternehmen mit Deinem kompletten Umzug beauftragst, gibt es einige Dinge, die Du dennoch nicht aus der Hand geben sollest. Am besten erstellst Du zunächst eine Liste mit allen anfallenden Arbeiten. So kannst Du Dich bezüglich der gewünschten Leistungen einfacher mit Deinem Umzugsunternehmen besprechen. In diesem Zusammenhang wird Dir wahrscheinlich auch klar werden, dass es einige Aufgaben gibt, die eben nur Du allein übernehmen kannst. Denn auch wenn die Umzugsprofis grundsätzlich den Umzug deines kompletten Hab und Guts bewältigen können, möchtest Du einige sehr private Gegenstände bestimmt lieber selbst in Deine Umzugskartons packen. Zudem ist es wichtig, dass Du eine solide Vertrauensbasis zu Deinem Umzugsunternehmen aufbauen kannst. Wenn die Umzugshelfer sogar Deine Kartons packen, stehen die Chancen plötzlich viel größer, dass etwas unbemerkt verschwindet. Wertgegenstände, wie Schmuck oder kleinere Gadgets, solltest Du daher selbst einpacken und transportieren, damit Du gar nicht erst Gefahr läufst, dass diese während des Komplettumzugs abhanden kommen.

Kostenkalkulation und Versicherungen

Um Dein Gewissen zu beruhigen, kannst Du bei Deinem Umzugsunternehmen zudem nachfragen, inwiefern Du abgesichert bist, falls während des Umzugs doch einige Deiner Wertgegenstände verschwinden sollten (hierzu kann ich dir auch meinen Artikel ‚Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?‘ ans Herz legen). Bedenke zudem, dass ein Komplettumzug mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist als ein Standardumzug. Daher solltest Du nicht nur verschiedene Angebote einholen, sondern die unterschiedlichen Leistungen sollten auch als einzelne Kostenpunkte in dem Angebot zu finden sein. So kannst Du für Dich individuell entscheiden, welche Leistungen Dir Dein Geld wirklich wert sind und welche Arbeiten Du in Anbetracht der hohen Kosten vielleicht doch lieber eigenhändig übernimmst.

Einrichtungsplan erstellen: Erleichterung vor und während Deinem Umzug

Endlich hast Du Deine Traumwohnung gefunden und malst Dir bestimmt bereits im Kopf aus, wie sie schlussendlich eingerichtet aussehen wird. Doch wieso nur im Kopf? Ich verrate Dir heute, wie Du einen Einrichtungsplan zu Papier bringst. So kannst Du nämlich nicht nur besser planen wie die Räume später aussehen sollen, sondern Du kannst auch direkt am Umzugstag dafür sorgen, dass alle Umzugshelfer die jeweiligen Möbel und Kartons an den richtigen Platz bringen. Ein Einrichtungsplan stellt deshalb vor und während Deinem Umzug eine große Erleichterung für alle Beteiligten dar – vor allem für Dich als Koordinator/in.

Schritt 1: Den Grundriss skizzieren

Bevor Du planst, welche Möbel wo hinsollen, brauchst Du natürlich erst einmal einen Grundriss Deiner neuen Wohnung. Dieser muss unbedingt maßstabsgetreu sein, damit Du später beim Einrichten keine bösen Überraschungen erlebst. Frage daher entweder den Vermieter beziehungsweise Verkäufer der neuen Wohnung, ob er Dir einen Grundriss als Kopie aushändigen kann. Oder aber Du machst Dich selbst mit Zollstock, Stift und Papier ans Werk und skizzierst einen eigenen Grundriss. Wichtig dabei ist, dass Du auch alle Türen, Fenster, Heizungen, Rohre, Anschlüsse, Antennen usw. maßstabsgetreu vermerkst. So weißt Du nämlich später, wo die Waschmaschine hin muss oder wie weit das Bett aufgrund des Heizkörpers vom Fenster entfernt platziert werden sollte. Bei Fenstern und Türen musst Du unbedingt auch vermerken, in welche Richtung sich diese öffnen. Am einfachsten lässt sich die Skizze eines Grundrisses übrigens auf Millimeterpapier anfertigen. Wähle dafür einen Maßstab von 1:20, also entspricht ein Meter in der Wohnung fünf Zentimetern auf dem Papier. So hast Du ausreichend Platz, um später die Möbel, Teppiche, Lampen etc. einzukleben. Falls nötig, kannst Du einen größeren Papierbogen kaufen oder einfach mehrere DIN-A4-Blätter aneinanderkleben.

Schritt 2: Die fixen Möbel einzeichnen

Fixe Möbel? Was soll denn das sein? Mit fixen Möbel meine ich jene Möbelstücke und elektronischen Geräte, deren Platz Du nicht frei wählen kannst. Entweder, weil diese einen entsprechenden Anschluss benötigen, wie zum Beispiel der Herd oder die Waschmaschine, oder aber weil nur an dieser einen Stelle ausreichend Platz für das Ecksofa ist.

Schritt 3: Die variablen Möbel platzieren

Nun kannst Du alle weiteren Möbel frei nach Belieben in Deinem Grundriss platzieren. Am besten geht das, wenn Du diese aus einem weiteren Stück Papier maßstabsgetreu ausschneidest und beschriftest. Nun kannst Du diese auf den Grundriss legen und so lange hin- und herschieben, bis Du mit der Einrichtung zufrieden bist. Außerdem kannst Du jetzt optimal Möbel übereinanderlegen, zum Beispiel den Couchtisch auf den Wohnzimmerteppich. Beachte unbedingt, dass zwischen den Möbeln ausreichend Platz für Durchgänge sein muss. In der Regel werden dafür mindestens 75 Zentimeter veranschlagt. Hast Du die optimale Stelle gefunden, klebst Du die Möbel entsprechend fest. Umrande jetzt die ausgeschnittenen Möbel mit einem dicken Filzstift, sodass sie sich noch besser vom Grundriss abheben.

Schritt 4: Einrichtungsplan kopieren und an Umzugshelfer verteilen

Nun hast Du den fertigen Einrichtungsplan und kannst diesen in beliebiger Anzahl kopieren. Wofür? Ganz einfach: Jeder Deiner Umzugshelfer und Möbelpacker sollte am Umzugstag einen solchen Einrichtungsplan von Dir erhalten. So können diese alle Möbel direkt an den späteren Standort bringen. Je verständlicher der Einrichtungsplan gestaltet ist, desto weniger Aufwand hast Du während des Umzugs mit der Koordination der Umzugshelfer.

Schritt 5: Kartons richtig packen und beschriften

Zuletzt bietet es sich auch an, die Umzugskartons so zu packen, dass diese eindeutig einem der Räume zugeordnet werden können. Beschrifte sie dann entsprechend mit denselben Raumbezeichnungen, welche Du auch auf dem Einrichtungsplan vermerkt hast. So wissen auch hier alle Umzugshelfer direkt, wo welcher Karton am Ende stehen sollte. Mehr Tipps dazu findest du übrigens im Artikel: Umzugskartons richtig packen.

Extra-Tipp: Online-Einrichtungsplaner verwenden

Zuletzt habe ich noch einen praktischen Extra-Tipp für Dich im Gepäck: Im Internet gibt es mittlerweile zahlreiche Anbieter, die Dir die Erstellung eines Einrichtungsplans direkt online ermöglichen. Einige davon gibt es sogar bereits in 3D. Nach einer kurzen Einarbeitung hast Du so einen einfachen und schnellen Weg gefunden, einen besonders realistischen Einrichtungsplan zu erstellen. Ein solches Angebot findest Du zum Beispiel unter www.everyday-feng-shui.de. Planen, ausdrucken, fertig!

Außerdem ….

… sollte dein Einrichtungsplan natürlich beim Ein- und Ausladen des Umzugs-LKW Berücksichtigung finden (was es da ansonsten zu beachten gilt, dass verrate ich dir hier). Jeder deiner Helfer sollte den Einrichtungsplan verinnerlichen. So vermeidest du die zahlreichen Fragen á la „Wo kommt das denn hin?“ beim Entladen des Transporters oder Umzugs-LKWs. Außerdem kann man das Fahrzeug natürlich entsprechend des Einrichtungsplans geschickt beladen.

Mein Tipp: Stapel die Kartons so, dass beim Entladen Kartons für unterschiedliche Räume nacheinander abgeladen werden. So erhält der erste Helfer bspw. einen Karton fürs Schlafzimmer, der zweite Helfer einen Karton für die Küche und der dritte Helfer einen Umzugskarton fürs Wohnzimmer. In deinen neuen Räumen verläuft sich der Umzugs-Traffic dann ein bisschen und deine Helfer stehen sich nicht auf den Füßen herum! Außerdem solltest du den Helfern den Rücken frei halten, die noch etwas aufzubauen haben. Gibt es bspw. einen großen Schrank der zu aller erst im Wohnzimmer aufgebaut werden soll und der daher vorne im LKW steht, dann solltest du beim Entladen andere Sachen für das Wohnzimmer eher auf der anderen Seite des LKWs stapeln um deinen Helfern möglichst lange, möglichst viel Freiraum zum Aufbauen zu geben!