Auch im höheren Alter ist ein Umzug nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil: Gerade jetzt kann er besonders sinnvoll sein, um den Alltag zu erleichtern oder schlicht zu verschönern. Näher zu den Enkelkindern, bessere öffentliche Verkehrsanbindung, günstigere Mieten, barrierefreie Wohnräume oder auch der Umzug in eine neue Wohnart können wichtige Umzugsgründe für Senioren darstellen. In der Artikelreihe „Umzug für Senioren“ möchte ich Dir deshalb zeigen, wie Du die passende Wohnart findest, wie der Umzug möglichst stressfrei ablaufen kann und wie Du richtig Geld sparst…

Moderne Wohnarten: Senioren haben die Qual der Wahl

Je nach Alter und Gesundheitszustand, ist es Senioren nicht immer möglich selbständig in ihren eigenen vier Wänden zu wohnen. Doch heutzutage muss es nicht immer gleich das Alten- oder Pflegeheim sein. Im Gegenteil: Moderne Wohnarten stellen Senioren mittlerweile vor eine schwierige Entscheidung: Möchten Sie alleine leben oder in einer Gemeinschaft? In einer Wohnung oder einem Haus? Benötigen Sie ambulante oder stationäre Pflege? Als neues Zuhause kommen zum Beispiel in Frage:

  • Barrierefreie/s Wohnung, Haus
  • Altendörfer
  • Seniorenresidenz
  • Wohngemeinschaft
  • Seniorenhausgemeinschaft
  • Mehrgenerationenhaus
  • Altenheim
  • Pflegeheim
  • uvm.

So kannst Du individuell Deine Wünsche sowie Bedürfnisse, beispielsweise Barrierefreiheit oder Pflegeleistungen, miteinander kombinieren.

So findest Du die passende Wohnart

Wenn Du herausfinden möchtest, welche die passende Wohnart für Dich ist, solltest Du am besten mit Listen arbeiten. Schreibe auf, was Dir im Alltag zunehmend schwer fällt, was Du Dir wünschst, was Dich stört usw. Gleichzeitig solltest Du auch an die Zukunft denken: Welche Einschränkungen könnten in fünf, zehn, 15 oder 20 Jahren auf Dich zukommen? Inwiefern könntest Du dann in Deinem neuen Zuhause wohnen bleiben? Wichtige Kriterien für die Auswahl der zur Dir passenden Wohnart sind zum Beispiel:

  • Barrierefreiheit
  • Nahverkehrsanbindung
  • Nähe zu Familie und Freunden
  • Pflegedienste (ambulant oder stationär)
  • Soziales Umfeld
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Wohngegend (Lärm, Altersstruktur, Hauptstraßen etc.)
  • Miet- oder Kaufpreis
  • uvm.

Erst einmal entrümpeln…

Du hast Dich für eine Wohnart entschieden und ein passendes neues Zuhause gefunden? Bevor Du nun Deinen Hausstand prüfst und ein Umzugsunternehmen orderst, solltest Du ordentlich entrümpeln. So nimmst Du nur das mit in Deine neue Wohnung, was Du auch wirklich benötigst und sparst Dir damit nicht nur Aufwand, sondern auch bares Geld. Du kannst einen kleineren Umzugstransporter mieten und das Umzugsunternehmen für einen kürzeren Zeitraum buchen.

Entrümpeln will geplant sein

Bei Deiner Entrümpelung solltest Du möglichst strukturiert vorgehen:

  1. Räume die Wohnung gründlich auf.
  2. Beginne systematisch in einem Raum und sammle alle Gegenstände, Kleider, Deko-Artikel, Möbel usw., welche Du nicht mehr benötigst.
  3. Teile die aussortierten Sachen direkt nach der Art ihrer Entsorgung auf. So können Kleider zum Beispiel als Spende zur Diakonie, einem Obdachlosenheim oder einer vergleichbaren Einrichtung gebracht werden, alte Möbel bringen vielleicht auf einem Flohmarkt noch etwas Kleingeld ein oder landen auf dem Sperrmüll, alte Wandfarben müssen in den Sondermüll usw.
  4. Mache anschließend mit dem nächsten Raum weiter.
  5. Hast Du alle Wohnräume entrümpelt, kannst Du zum Schluss noch die Garage, das Gartenhaus, die Scheune oder sonstige Räumlichkeiten ausmisten.
  6. Anschließend entsorgst Du alle entrümpelten Dinge gemäß ihrer Sortierung (Spende, Sperrmüll etc.).

Solltest Du selbst zu einer solch aufwändigen Entrümpelung nicht mehr in der Lage sein, gibt es übrigens zahlreiche ehrenamtliche Einrichtungen, die Dir sehr gerne dabei unter die Arme greifen. Frage hierfür doch einmal bei der Kirche, Seelsorge oder dem Sozialamt nach. Nun bist Du bereit für den Umzug. Doch worauf müssen Senioren eigentlich bei einem Umzugsunternehmen achten und wie kannst Du bei Deinem Umzug so richtig Geld sparen? Das verrate ich Dir im zweiten Teil der Artikelreihe „Umzug für Senioren“.

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