DIY Regale selber bauen

Stauraum – ein typisches Thema beim Bezug einer neuen Wohnung oder des neuen Hauses. Besonders betroffen ist hier der Stauraum in Form von Regalen. Denn seien wir ehrlich, ein Regal mehr könnte man nach einem Umzug doch irgendwo immer gebrauchen – sei es, weil das  Bücherregal aus dem Wohnzimmer sich im neuen zu Hause viel besser im Flur macht, aber ein völlig regalloses Wohnzimmer auch blöd ist oder weil man plötzlich stolzer Balkonbesitzer ist und doch irgendwo ein bisschen Grün unterbringen muss oder auch weil man das praktische Gewürzregal aus der alten Wohnung so vermisst.

Doch wer ein besonderes und individuelles Regal haben möchte, muss oft tief in die Tasche greifen – und das für ein paar Bretter. Dann doch lieber selber machen! Wir zeigen dir drei tolle und einfache Ideen, wie du ruck zuck ein passendes Regal selber zauberst.

Doch bevor du dich ans Werk machst, zunächst ein paar allgemeine Hinweise zum Regalbau.

Empfohlenes Holz

Ganz klar, Fichte und Kiefer gehören zu den günstigsten Hölzern. Doch das Problem ist, dass diese Weichhölzer bei der Verarbeitung leicht ausreißen. Daher sind gerade für Anfänger etwas teurere Hölzer wie Birke, Leimholzplatten aus Birke oder Erle oder auch Multiplex-Platten aus Birkenholz unter Umständen besser geeignet.

Präzise arbeiten

Auch wenn ein Regal ein gutes Anfängerstück ist, auch hier ist präzises Arbeiten unerlässlich. Was nicht passt, wird passend gemacht gilt nicht. Genaues messen und exaktes zusägen sind gefragt. Am besten lässt du dir diese Arbeit im Baumarkt abnehmen. So musst du dich nur auf das Schrauben und gegebenenfalls Schleifen und Lackieren konzentrieren.

Die Werkzeuge

Wer sich die Bretter für sein Regal im Baumarkt zuschneiden lässt, braucht noch nicht einmal eine Säge. Art und Anzahl der Schrauben fallen von Regal zu Regal unterschiedlich aus. Ein Akkubohrschrauber erleichtert die Arbeit. Holzleim sorgt für mehr Stabilität. Mit Schleifpapier oder Schleifgerät geht es an die Feinarbeit.

So, hier nun aber endlich unsere Regalideen!

Ein Modulregal aus Weinkisten selber bauen

Ein Modulregal schafft dir nicht nur viel Stauraum für relativ wenig Geld, du kannst es auch perfekt an die Gegebenheiten des Raumes anpassen und jederzeit erweitern. Ein Modulregal lässt sich sogar als Raumteiler einsetzen.

Natürlich kannst du für dein Modulregal die einzelnen Korpusse selbst bauen. Anleitungen dazu findest du beispielsweise auf Internetseiten von Baumärkten. Doch sogar aus fertigen Modulen kannst du dir ein individuelles Regal bauen und hast damit denkbar wenig Arbeit. Hoch im Kurs sind aktuell Modulregale aus Weinkisten.

Da Weinkisten derzeit so beliebt sind, besteht der größte Aufwand darin, erst einmal gut erhaltene Kisten zu einem fairen Preis aufzutreiben. Am besten tust du dich hierfür online um. Meist wird man bei Kleinanzeigen fündig. Es gibt auch Onlineshops, die Weinkisten anbieten, diese sind dann aber meist etwas teurer. Vielleicht hast du aber auch Glück und der Weinhändler in deiner Straße überlässt dir ein paar Kisten. Überlege dir genau, wie viele Kisten du für dein Wunschregal benötigst, denn der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Eine schöne Alternative zu Weinkisten können übrigens Obstkisten sein.

Weinkistenregal

Drei Ideen für ein Modulregal aus Weinkisten

Als Vorlage kommen hier drei Anregungen von uns. Dir fällt aber sicher noch mehr ein!

  1. Ein Bücherregal aus Weinkisten

Das Bücherregal aus Weinkisten ist wohl die einfachste Möglichkeit, ein tolles und individuelles Modulregal zu zaubern. Hierfür stellst du die Kisten einfach in der gewünschten Form neben- und aufeinander. Du kannst auch einige Kisten hochkant stellen, um eine besondere Form zu erreichen. Durch zusägen kannst du einzelnen Kisten auch eine schräge Form geben und das Regal in Ecken einpassen – zum Beispiel unter einer Treppe oder einer Dachschräge.

Regal stabilisieren: Dein Regal aus Weinkisten kannst du auch als Raumteiler nutzen. Hierfür ordnest du die Kisten so an, dass sie im Wechsel mal mit dem Boden und mal mit der offenen Seite in eine Richtung zeigen.

  1. Wandregal aus Weinkisten

Du kannst die Kisten auch mit Dübeln und Schrauben an der Wand befestigen. Wenn du mehrere Kisten im Hoch- und Querformat oder versetzt zueinander an einer Wand kombinierst, ist ein individueller Hingucker garantiert. Eine weitere Möglichkeit, ein Wandregal aus alten Weinkisten zu zaubern ist, diese auf hübschen Konsolen zu montiert. Ein solches Wandregal macht sich vor allem in der Küche sehr gut. Wenn man in die Unterseite der Kiste noch ein paar Haken einschraubt, hat man sogar noch einen dekorativen Platz für Lieblingsbecher und Tassen.

Tipp: Da die Weinkisten oft etwas älteren Datums sind, bleiben raue oder splitterige Stellen am Holz nicht aus. Diese solltest du mit Schleifpapier bearbeiten, damit du nicht jedesmal Gefahr läufst, dir einen Splitter zuzuziehen, wenn du etwas aus dem Regal nimmst.

  1. Rollregal aus Weinkisten

Für ein Rollregal aus Weinkisten musst du lediglich Rollfüße unter eine oder mehrere miteinander verbundene Kisten Schrauben. Schon hast du praktischen fahrbaren Stauraum, den du zum Beispiel im Büro für Aktenordner nutzen kannst.

Tipp: Für ein noch individuelleres Ergebnis kannst du die Weinkisten auch streichen oder lackieren. Ganz in weiß sehen sie besonders elegant aus. Ein Modulregal, bei dem jede Kiste in einer anderen Farbe gestrichen ist, wirkt besonders fröhlich und macht sich gut im Kinderzimmer.

Hängeregal

Das etwas andere „String“-Regal

Wer sich auf Instagram oder Interior-Blogs Inspiration für seine Inneneinrichtung holt, kommt kaum am Anblick des berühmt-berüchtigten Stringregals, dem Designklassiker von Nils und Karin Strinning, vorbei.

Ob unser Tipp für ein Stringregal der besonderen Art auch so ein Klassiker wird, muss sich erst zeigen. Kostengünstiger ist es allemal und hier steht String tatsächlich für Schnur…

Für das Hängeregal brauchst du:

  • Ein Holzbrett 80 x 20 cm
  • Schleifpapier
  • Zwei dickere, gleichlange Schnüre (z.B. Hanfseile), die Länge der Seile ist dir überlassen und davon abhängig, auf welcher Höhe das Regal später hängen soll
  • Bohrer
  • Zollstock

Das Regalbrett lässt du dir am besten gleich im Baumarkt zurechtsägen. Du kannst natürlich auch andere Maße als die vorgegebenen wählen, wenn dein Regal länger oder tiefer sein soll.

Du musst nun bei dem Brett nur noch die Feinarbeit übernehmen und raue Stellen mit Schleifpapier bearbeiten.

Im nächsten Schritt markierst du dir die vier Stellen, an denen die Löcher für das Seil gebohrt werden auf dem Regalbrett – eine Markierung in jede Ecke. Miss mit dem Zollstock exakt gleiche Abstände aus.

Mit einem Bohraufsatz, der etwa der Dicke des Seiles entspricht, werden nun die vier Löcher in das Regalbrett gebohrt, durch die später das Seil gefädelt wird.

Nun wird es etwas friemelig: Du musst von jedem Seil beide Enden durch die Löcher fädeln und unter dem Regalbrett einen Knoten in jedes Seilende machen, auf dem das Brett schließlich aufsitzt. Es ist nicht ganz einfach, die Knoten so hinzubekommen, dass das Regal am Ende auch gerade hängt. Hier wirst du ein wenig herumprobieren müssen. Das war es dann aber auch schon! An Hakenschrauben kannst du das Regal nun an der Decke oder Wand befestigen.

Auch bei diesem Regal sind Variationen möglich. So kannst du auch mehrere Regalbretter in beliebig großem Abstand am Seil verknoten. Du kannst das Regalbrett farbig streichen oder für einen Vintagelook ein Regalbrett aus alten Holz verwenden.

Ein Leiterregal selber bauen

Ein Leiterregal ist ein dekoratives und praktisches Möbelstück. Mit dem richtigen Anstrich macht es sich auch gut auf Terrasse oder Balkon, um den Lieblingspflanzen angemessenen Ausstellungsraum zu bieten.

Das brauchst du für dein Leiterregal:

  • Eine Holzklappleiter
  • Holzbretter in verschiedenen Längen
  • Akkubohrschrauber
  • Schleifpapier
  • Schrauben

Eine Doppelstehleiter aus Holz ist das Grundgerüst für dein Leiterregal. Ob alt oder neu – das ist ganz dir überlassen. Nur stabil genug sollte die Leiter noch sein und möglichst frei von Holzwürmern.

Hinweis: Wenn du mit altem Holz arbeitest, achte darauf, dass es frei von Holzwürmern ist. Andernfalls hast du möglicherweise nicht lange Freude an deinem Regal. Zudem können die Holzwürmer auch auf andere Möbelstücke übergehen. Holzwürmer lassen sich übrigens auch im Holz vernichten. Zum Beispiel durch eine Wärmebehandlung.

Für die Regalbretter kannst du z.B. Kiefern- oder Fichtenholzbretter verwenden. Auch Tischlerplatten erfüllen hier voll und ganz ihren Zweck. Das Leiterregal ist Pyramidenförmig aufgebaut. Die genaue Länge der Bretter ist dir überlassen. Doch sollte das längste Regalbrett nicht mehr als ein Drittel länger sein als die Standbreite der Leiter.  Andernfalls wird das Regal instabil. Die Bretter lässt du dir am besten im Baumarkt auf die passenden Maße zusägen.

Nun gilt es zunächst, etwas Feinarbeit zu erledigen. Mit Schleifpapier machst du rauen oder rissigen Stellen am Holz den Gar aus. Leiter und Regalbretter kannst du zudem beliebig streichen und lackieren.

Man könnte meinen, nun müssen nur noch die Bretter auf die Leiterstufen gelegt werden – doch sicher ist sicher und stabil wird das Regal nur, wenn die Regalbretter mit den Leiterstufen verschraubt werden. Hierfür musst die die Stellen, an denen die Bretter auf den Stufen aufliegen sollen, markieren. Anschließend bohrst du an den Markierungen Löcher in die Bretter. Nun kommt es beim weiteren Vorgehen auf das genaue Leitermodell an. Manche Doppelstehleitern haben flache Stufen, andere haben senkrecht stehende Sprossen. Bei einer Leiter mit Stufen kann von unten verschraubt werden. Bei einer Leiter mit senkrecht stehenden Sprossen müssen die Schrauben von oben versenkt werden. In jedem Fall versenkst du die Schrauben am besten mit einem Akkubohrschrauber.

Jetzt bleibt uns nur noch, dir viel Spaß beim Werkeln zu wünschen!

Umzug & Versicherungen – Transportversicherung

Eine Haftpflichtversicherung fordern die meisten Vermieter beim Einzug und das frisch gebaute Eigenheim sollte man mit einer Gebäudeversicherung versehen. Doch welche Versicherungen sind darüber hinaus sinnvoll und wichtig und auf was kannst du getrost verzichten? In dieser Artikelserie erfährst du, welche Versicherung beim oder nach dem Umzug für wen empfehlenswert ist. Den Anfang macht die Transportversicherung, mit der du dein Hab und Gut gegen beim Umzug entstehende Schäden versichern kannst.

Bereits den Umzug selbst kann man versichern lassen. Dies macht aber nur in bestimmten Fällen Sinn. Es gilt abzuwägen, ob dich die Versicherung im Verhältnis zum Wert der versicherten Gegenstände nicht zu teuer kommt. Zudem kannst du das Risiko, ob dein Hab und Gut beim Umzug Schaden nimmt, teilweise selbst beeinflussen bzw. minimieren. Ich verrate dir, wie du das schaffst und ob sich eine Umzugsversicherung bzw. Transportversicherung für dich lohnt.

Transportversicherung beim Umzug mit den Profis

Einpacken, Treppen runter, in den Wagen schmeißen, die Vollbremsung auf dem Weg zur neuen Wohnung, ausladen, durch das enge Treppenhaus in den dritten Stock, abladen, auspacken – so ein Umzug kann zur Zerreißprobe für deinen Hausrat werden. Und die Lieblingsvase vom Antiquitätenmarkt in Amsterdam überlebt ihn vielleicht nicht. Doch wer haftet im Fall der Fälle? Die Hausratsversicherung greift in der Regel nur bei Schäden am Versicherungsort, nicht aber auf dem Transportweg. Wenn du mit einem Umzugsunternehmen umziehst, haftet das Unternehmen für Schäden, die von den Umzugshelfern verursacht werden. Doch Vorsicht, dies gilt nur, wenn die Umzugshelfer zu 100 Prozent den Schaden verursacht haben. Entsteht beispielsweise ein Schaden, weil du Umzugsgut nicht richtig verpackt hast, dann ist die Firma nicht in der Verantwortung. Ausgenommen sind auch Schäden durch unabwendbare Ereignisse wie Naturkatastrophen sowie durch Dritte verursachte Unfälle.

Ist der Schaden jedoch eindeutig auf die Fahrlässigkeit der Umzugshelfer zurück zu führen, haftet das Unternehmen mit einer Grundhaftung von 620 € pro Kubikmeter Umzugsgut.

Festgelegt ist dies durch Paragraph 451 e des Handelsgesetzbuchs.

Eine besondere Versicherung abzuschließen lohnt sich in diesem Fall nur, wenn der Wert deines Umzugsguts diesen Wert deutlich übersteigt. Infrage kommt hier z.B. eine besondere Transportversicherung. Gegebenenfalls bietet es sich auch an, besonders wertvolle Gegenstände einzeln zu versichern. Denn bei Kunstgegenständen, Antiquitäten oder wertvollen Pflanzen greift eine normale Transportversicherung nicht.

Die Grundhaftung des Umzugsunternehmens ersetzt immer nur den Zeitwert der beschädigten Gegenstände.

Tipp: Hellhörig solltest du werden, wenn das Umzugsunternehmen deiner Wahl auch auf Nachfrage keine Angaben zum Versicherungsschutz macht oder keine Güterverkehrserlaubnis vorweisen kann, die in der Regel mit der gesetzlich vorgeschriebenen Grundhaftung einhergeht. Hier kann Schwarzarbeit im Spiel sein und im Schadensfall bleibst du auf den Kosten sitzen.

Umzug in Eigenregie

Gerade beim Umzug in Eigenregie mit Helfern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis und einem Fahrer, der alle Jubeljahre einmal ein Kraftfahrzeug bewegt, das größer ist als die Familienkutsche, kann sich eine Transportversicherung lohnen – zumal der Gesetzgeber bei Freundschaftsdiensten von einer stillschweigenden Haftungsbeschränkung ausgeht. Damit muss ein Freund oder Verwandter in der Regel nicht für einen von ihm beim Umzug verursachten Schaden aufkommen. Allerdings gilt es auch hier abzuwägen. Wer als Student das neue WG-Zimmer bezieht und als wertvollstes Eigentum den Laptop mit der letzten Hausarbeit bezeichnen kann, der sollte diesen doch einfach in die eigene Tasche packen und für den Rest kann er sich die Versicherung getrost sparen.

Grundsätzlich kann man sagen, je länger der Umzugsweg und je höher der Wert des Hausrats, umso eher lohnt sich eine Transportversicherung.

Umzug Transportversicherung Kosten

Oft bekommt man vom Umzugsunternehmen oder dem Kleintransporterverleih ein Angebot für eine Transportversicherung unterbreitet. Doch wer sich für eine Transportversicherung entscheidet, sollte vor dem Abschluss nicht nur Preise vergleichen, sondern auch prüfen, ob die Versicherung auch wirklich alles abdeckt.

Um sich für die passende Versicherung zu entscheiden, sollte man zunächst überschlagen, wie viel das Eigentum wert ist, das versichert werden soll. Als Faustregel kann man hier 650 € pro Quadratmeter Wohnfläche berechnen. Allerdings beinhaltet diese Rechnung auch eine Küche und berücksichtigt auf der anderen Seite keine besonderen Wertgegenstände wie Antiquitäten oder die kostbare Münzsammlung. Für diese Faktoren muss man bei der groben Berechnung entsprechende Abschläge bzw. Zuschläge machen. Anschließend sollte man sich überlegen, ob man den Zeitwert oder Neuwert der Gegenstände versichert. Versichert man den Zeitwert, bekommt man unter Umständen bei einem Schaden nur noch einen Bruchteil dessen ausgezahlt, was der Gegenstand einmal gekostet hat. Hier gilt also in der Regel: Wenn schon, denn schon. Allerdings muss für eine Versicherung des Neuwerts dieser für gewöhnlich auch belegt werden können. Hilfreich ist es, wenn man zu diesem Zweck noch Kaufbelege und Quittungen aufbewahrt hat.

Was ist ein Unterversicherungsverzicht?

Wenn der Versicherungsvertrag einen Unterversicherungsverzicht enthält, verzichtet der Versicherer darauf, im Schadensfall zu prüfen, ob das versicherte Gut tatsächlich so viel Wert ist, wie vom Versicherten angegeben.

Aber was darf eine Transportversicherung denn nun kosten? Auch hierfür gibt es eine Faustregel. Der Versicherungspreis sollte etwa bei 0,25 % des Werts der versicherten Gegenstände liegen. Für Besitztümer im Wert von 20.000 € sollte die Transportversicherung zum Beispiel um die 50 € kosten.

Schadensmeldung nach dem Umzug

Nach dem Umzug sollte man so bald als möglich den Hausrat auf mögliche Schäden hin prüfen. So können eventuelle Schäden zeitnah dem Umzugsunternehmen oder der Versicherung gemeldet werden. Es gilt die Untersuchungspflicht. Bei verspäteter Schadensmeldung kann es passieren, dass du deinen Anspruch auf Entschädigung verlierst.

Prüfe also gleich nach der Ankunft im neuen Heim, ob alle Kisten vollzählig angekommen sind und ob auch keines der Möbelstücke fehlt. Sieh in alle Kisten hinein, ob hier nichts zu Bruch gegangen ist und untersuche alle Möbel auf mögliche Schrammen oder andere Beschädigungen. Schließe die Elektrogeräte an und prüfe sie auf ihre Funktionsfähigkeit.

Tipp: Gerade bei antiken Möbeln, die vielleicht schon den ein oder anderen Kratzer aufweisen, kann es sich lohnen, vor dem Umzug Fotos zu machen. So kannst du neue Schäden leichter nachweisen.

Findest du einen Schaden an deinem Hausrat oder ist etwas kaputt gegangen, dann melde dies unverzüglich – am besten schriftlich. Du musst in der Schadensmeldung genau angeben, welcher Gegenstand auf welche Weise beschädigt ist und am besten auch, wie der beschädigte Gegenstand verpackt war.

Schäden vermeiden

Im Idealfall kommt beim Möbeltransport natürlich erst gar kein Schaden auf. Du kannst selbst einiges tun, um deine Habseligkeiten bestmöglich vor Schrammen, Beulen und Bruch zu schützen:

nicht am falschen Ende sparen: Natürlich ist es toll, wenn du noch den ein oder anderen Karton im Keller hast oder dir der Supermarkt um die Ecke seine alten Obstkisten abtritt. Doch solltest du darauf achten, dass besonders die Sachen, die dir lieb und teuer sind, in stabilen und gut verschließbaren Umzugskartons verstaut werden. Achte auch beim Kauf der Umzugskisten auf die Qualität. Selbst bei Umzugskartons aus dem Baumarkt gibt es erhebliche Unterschiede. Die Pappe sollte dick und stabil und das Verschlusssystem sicher sein.

  • richtig packen: Achte darauf, WIE du die Umzugskartons füllst. Zum einen sollten sie nicht zu schwer bepackt werden. Das ist nicht nur angenehmer für die Umzugshelfer, du vermeidest so zudem, dass der Kartonboden reißt und alles herausfällt.
  • gut polstern: Wickele zerbrechliche Gegenstände gut ein. Geschirr und Co solltest du mit Zeitungspapier oder noch besser mit Luftpolsterfolie vor Schäden schützen. Zudem bietet es sich an, Kartons, die du mit zerbrechlichem Gut bepackst mit weichen Dingen wie Kleidung oder Handtüchern aufzufüllen und auszupolstern.
  • Beschriften nicht vergessen: Kartons mit zerbrechlichen oder empfindlichen Gegenständen solltest du entsprechend kenntlich machen. Ein gut lesbares, leuchtend rotes: Vorsicht, zerbrechlich! hält die Umzugshelfer garantiert davon ab, mit dieser Kiste Korbball zu spielen.
  • Möbel schützen: Auch bei deinen Möbeln kann sich eine „Verpackung“ lohnen. Dass ein Spiegel oder die Glasplatte vom Wohnzimmertisch gut umhüllt werden müssen, versteht sich von selbst. Aber auch die Ecken von Holzmöbeln und glatte Holzoberflächen sind anfällig für Schrammen und Kratzer und sollten entsprechend verpackt werden.

Schäden durch Dritte

Besonders kompliziert kann es werden, wenn ein Schaden beim Umzug durch Dritte verursacht wird. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Umzugswagen verunfallt und ein anderer Verkehrsteilnehmer als der Fahrer des Wagens den Unfall verursacht hat. In einem solchen Fall haftet der Dritte für den verursachten Schaden. Dessen Versicherung kommt aber unter Umständen nur für den Zeitwert der beschädigten Gegenstände auf. In einem solchen Fall sollte man – hat man eine eigene Transportversicherung abgeschlossen – hier den Regulierungsanspruch beachten. Mit Berufung auf den Regulierungsanspruch kann man das Geld für einen durch Dritte verursachten Schaden bei der eigenen Versicherung einfordern.

Umzugsknigge Teil 2 – das Trinkgeld für die Möbelpacker

Wer mit einem Umzugsunternehmen umzieht, vertraut sein gesamtes Hab und Gut und seine liebsten Besitztümer Menschen an, die er noch nie zuvor gesehen hat. Da gehört nicht nur ein ordentlicher Vertrauensvorschuss dazu. Natürlich gilt: behandle die Leute, die dein Klavier oder die Eiche Rustikal Schrankwand – das gute Erbstück aus Omas Zeiten – aus dem zehnten Stock hinunter und dann wieder in den achten Stock hinauf schleppen und zwischendrin damit noch einige Kilometer Fahrt über schlaglöchrige Straßen zurücklegen, mit Respekt. Denn schließlich sollen auch dem Klavier und der Schrankwand die nötige Sorgsamkeit entgegengebracht werden. Herumkommandieren und alles besser wissen gehört nicht zu einem respektvollen Umgang. Der Anerkennung, die du der Arbeit der Möbelpacker zollst, kannst du jedoch nicht nur durch einen wertschätzenden Umgangston, sondern auch in der Form von Trinkgeld Ausdruck verleihen.

Ein Trinkgeld für die Möbelpacker ist keine Pflicht, doch eine gern gewählte Form der Anerkennung.

Sinn und Unsinn von Trinkgeldern

Es gibt Länder, dort gilt ein guter Service als so selbstverständlich, dass ein Trinkgeld eine Beleidigung darstellt. Doch wenn du nicht innerhalb von Japan umziehst, ist ein Trinkgeld durchaus üblich. Für den Freiherrn von Knigge war Trinkgeld eine gute Möglichkeit, Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu räumen. Für die meisten ist es einfach eine schöne Gelegenheit, Menschen etwas Gutes zu tun, die einem ebenfalls etwas Gutes getan haben.
Nach § 107 Abs. 3 der Gewerbeordnung ist Trinkgeld „ein Geldbetrag, den ein Dritter ohne rechtliche Verpflichtungen dem Arbeitnehmer zusätzlich zu einer dem Arbeitgeber geschuldeten Leistung zahlt“.
Ein Trinkgeld ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, es ist auch immer freiwillig und ein Zeichen der Zufriedenheit mit einer Leistung.

Wer jedoch Arbeitslosengeld II bezieht und den Umzug vom Arbeitsamt bezahlt bekommt, muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn er statt durch Trinkgeld seine Wertschätzung und Zufriedenheit durch ein aufrichtiges Dankeschön bekundet. Andere zeigen ihre Anerkennung auch lieber dadurch, dass sie den Möbelpackern Kaffee kochen und belegte Brötchen bereitstellen.
Für jeden, der gerne ein Trinkgeld geben möchte, stellen sich jedoch zwei Fragen: Wie viel Trinkgeld ist angemessen? Und: Wann soll ich das Trinkgeld geben?

Wie viel Trinkgeld ist angemessen?

Umzugsfirmen geben gerne die Empfehlung, das Trinkgeld solle fünf Euro pro Arbeitsstunde pro Umzugshelfer betragen. Diese Regel ist jedoch nur für sehr kurze Umzüge angemessen. Denn wer ein Vier-Mann-Team bei einem Umzug von Hamburg nach München mit einem derartigen Trinkgeld versehen wollte, müsste schon sehr tief in die Tasche greifen. Angemessen sind in der Regel 10 bis 20 Euro pro Helfer und pro Umzugstag. Den genauen Betrag sollte man am eigenen Budget und an der Schwere des Umzugs festmachen. Wer beispielsweise viele schwere Gegenstände umzieht und/oder einen Umzug aus oder in ein höheres Stockwerk ohne Aufzug bewerkstelligt, der darf im Zweifelsfall ruhig etwas großzügiger sein.

Trinkgeld für die Möbelpacker – vor oder nach dem Umzug?

Nun stellt sich noch die Frage, ob es taktisch geschickter ist, das Trinkgeld vor oder nach dem Umzug auszuhändigen. Wenn du das Geld vor dem Umzug verteilst, wirst du im besten Fall die Motivation der Umzugshelfer und ihr Entgegenkommen steigern. Im schlechtesten Fall wirst du dich jedoch über den Tisch gezogen fühlen, wenn du nach dem Umzug mit dem Service nicht zufrieden warst.
Zum Glück gibt es aber eine weitere Möglichkeit, wie du die Umzugshelfer von Anfang an für dich gewinnst und dennoch das Trinkgeld erst herausrückst, wenn du mit ihrer Arbeit am Ende des Umzugs zufrieden bist. Stelle einfach zu Beginn des Umzugs Getränke und Snacks bereit – Kaffee, Tee (keine alkoholischen Getränke, höchstens alkoholfreies Bier), belegte Brötchen, leckere Sandwiches, süße Teilchen vom Bäcker, alles, was man gut und schnell zwischendurch und nebenbei essen und trinken kann. So zeigst du den Umzugshelfern schon einmal deine Wertschätzung und kannst nach getaner Arbeit immer noch entscheiden, ob und wie viel Trinkgeld dir der Service wert war.

Ein Umzug nach Köln – darum ist es am Rhein so schön

‚Et hätt noch emmer joot jejange‘ (es ist noch immer gut gegangen) lautete der dritte Paragraph des Rheinischen Grundgesetzes. Auch so wird auch dein Umzug nach Köln sicherlich gut gehe, denn mit der Rheinmetropole als Lebensmittelpunkt kann man nicht viel falsch machen. Und das liegt nicht nur an der entspannten und fröhlichen Mentalität deiner neuen Mitbürger.

Köln stellt sich vor

2000 Jahre, 1.076.000 Einwohner, 405 Quadratkilometer: Köln- oder auch Kölle – ist der kulturelle Mittelpunkt Nordrhein-Westfalens. Es unterteilt sich in neun Stadtbezirke und 86 Stadtteile. Und Köln hat viel zu bieten. Da ist noch weitaus mehr zu entdecken als der Dom und der Kölner Karneval. Wusstest du zum Beispiel, dass es in Köln ein Schokoladenmuseum mit einem Schokoladenbrunnen gibt, durch den 200 Liter Schokolade fließen? Und jeder darf hier einfach naschen. Wenn das kein Zufluchtsort für Heimwehtage ist… Oder wusstest du, dass du an manchen Tagen nicht über den Heinrich-Böll-Platz nahe des Doms laufen darfst, weil darunter die Kölner Philharmoniker proben? Und dann die Kunstmuseen und Ausstellungen – hier kannst du Geschichtliches erkunden oder Werke von Picasso und Co betrachten.

Und dann das Nachtleben – du wirst dich wundern, wie schnell du beim Ausgehen mit neuen Leuten ins Gespräch kommst. Doch erwarte nicht, so deine neuen besten Freunde zu finden. So kontaktfreudig die Kölner bei einem Glas Kölsch sein können, so unverbindlich halten sie es auch.

Und dann der Rhein! Was gibt es schöneres als abends in den Rheinauen zu sitzen und zuzusehen, wie auf der anderen Rheinseite die Lichter angehen?

Außerdem ist Köln eine Großstadt mit viel Grün. Neben dem Rheinufer gibt es zahlreiche Parks und Grünanlagen. Und wenn du die Stadt einmal nicht mehr sehen magst, bietet dir die Nähe zu Holland und Frankreich die beste Möglichkeit für entspannende Reisen und Kurztrips.

Steckbrief Köln

  • Einwohnerzahl: 1.076.000
  • Einwohner pro Quadratmeter: 2657
  • Lage auf dem Wohnungsmarkt: mit Kompromissbereitschaft kann man noch erschwinglichen Wohnraum ergattern.
  • Beliebteste Viertel: Südstadt, Ehrenfeld, Kalk (das neue Ehrenfeld – allerdings auf der falschen Rheinseite)
  • Besonderheiten: Kölner Dom, selbsternannte Medienhauptstadt

Medienhauptstadt Köln

Köln selbst bezeichnet sich gerne einmal als Medienhauptstadt Deutschlands – und das nicht zu unrecht. Köln beherbergt nicht nur den WDR als größten kontinentaleuropäischen öffentlich-rechtlichen Sender, sondern auch die RTL Group und weitere Sender. Ein Drittel aller deutschen Fernsehsendungen werden in Köln produziert. Und auch Kinofilme werden hier gedreht. Das Fernsehen und Medien allgemein sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Rheinmetropole. Etwa 50.000 Menschen sind in Köln in den Bereichen Medien, IT und Telekommunikation beschäftigt. Und auch Hollywood schaut immer einmal wieder am Rhein vorbei. Die ganz Großen fragen für Actionszenen gerne einmal bei der action concept Film- und Stuntproduktion in Hürth an.

Köln ist damit besonders für Zuzügler aus der Medienbranche attraktiv und natürlich für Studenten im Bereich Medienwissenschaft.

Hier lässt es sich leben

In Köln kann man viel Spaß haben – keine Frage. Bei den Mietpreisen wird es allerdings ernst. Vor allem, wenn es dir die linke Rheinseite angetan hat. Dabei sind die Mietpreise in Köln in den letzten Jahren sogar weniger steil angestiegen als in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen. Dennoch zahlt man im Schnitt 9,60 € pro Quadratmeter (Stand August 2018). Auf der linken Rheinseite kommt man auf einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von über 10 €. Das wohl „kölschste“ und mit teuerste Viertel ist hier die Südstadt. Studenten können links des Rheins mit viel Glück jedoch noch günstige WG-Zimmer ergattern. Da die WGs zum Teil schon etliche Studentengenerationen beherbergt haben, sind zum Teil noch alte, günstige Mietverträge in Kraft. Rechts des Rheins bieten Deutz und Mühlheim noch erschwinglichen Wohnraum, und erfreuen sich sicher nicht zuletzt aufgrund dessen immer größerer Beliebtheit.

Köln

Die wichtigsten To-dos für Neukölner

Frisch angekommen in Köln gibt es zunächst ein paar Formalitäten zu erledigen. So gilt auch in Köln: Ummelden nicht vergessen! Innerhalb einer Frist von 14 Tagen musst du dich offiziell an deinem neuen Heimatort anmelden. In Köln kannst du das in einem der neun Kundenzentren der Bezirksrathäuser. Hier wird auch gleich deine neue Adresse in deinen Personalausweis eingetragen.

Zur Anmeldung musst du die üblichen Ausweisdokumente, eine Bescheinigung deines Wohnungsgebers über deinen Einzug bzw. beim Einzug ins Eigenheim den Grundbucheintrag, Notarvertrag oder den aktuellen Grundsteuerbescheid mitbringen und ein Anmeldeformular ausfüllen. Das Anmeldeformular kannst du bereits vorab am PC herunterladen, ausdrucken und ausfüllen.

Wer innerhalb von Deutschland umzieht und ein Auto in die neue Stadt mitbringt, kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die eigene Anmeldung und die Ummeldung von Auto oder Motorrad kann man in einem Rutsch in der Kfz-Zulassungsstelle Poll und im Kundenzentrum Innenstadt erledigen. An beiden Stellen erhälst du auch einen Bewohnerparkausweis und eine Feinstaubplakette.

Und nach den Anmeldeformalitäten heißt es dann: Die Stadt entdecken.

Nach Köln mit Kind und Kegel

Ein Umzug mit Kindern ist immer eine besondere Herausforderung. Zum einen ist es für Kinder meist besonders schwer, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Es braucht viel Fingerspitzengefühl, den Nachwuchs auf einen Umzug vorzubereiten und beim Einleben in der neuen Heimat zu helfen. Zum anderen gibt es zusätzlich zu Ummeldung und Co eine Menge weiterer Formalitäten zu erledigen, von denen nicht zuletzt abhängt, dass sich die Kinder in der neuen Umgebung schnell einleben und wohlfühlen: Wie und wo finde ich einen geeigneten Kindergarten? Welches sind die besten Schulen in Köln? Und wie sieht es mit dem Freizeitangebot aus? Gibt es auch hier einen Hydraulophonkurs, wie er dem Nachwuchs in der alten Heimat so gefallen hat?

Kinderbetreuung – so findest du die passende Kita

Kinderbetreuung für die Kleinen ist immer ein Thema für sich – rar gesäte Kitaplätze, schlechte Betreuungsschlüssel, hoher bürokratischer Aufwand. Und Nordrhein-Westfalen war 2017 sogar das Bundesland mit der größten Betreuungslücke für Kinder im Kindergartenalter. Da heißt es also vor einem Umzug nach Köln so schnell wie möglich nach einem geeigneten Platz zu suchen.

In Köln gibt es über 200 städtische Kindergärten und mehr als 400 Einrichtungen von freien Trägern. Für einen guten Überblick und eine organisierte Kitasuche gibt es das Internetportal LITTLE BIRD der Stadt Köln. Hier kann man sich registrieren und mit Hilfe eines Suchfilters passende Kitas heraussuchen. Anschließend dürfen Eltern über das Portal bis zu fünf konkrete Platzanfragen parallel an Kindergärten unterschiedlicher Trägerschaft richten.

Die Kitagebühren sind in Köln übrigens abhängig vom Einkommen der Eltern.

Schulanmeldung

Köln hat den Schulnotstand ausgerufen. Die Kölner Schulen sind teilweise in einem schlechten Zustand und platzen zudem aus allen Nähten. Der Bildungsdezernentin Dr. Agnes Klein zufolge, müssen in Köln in den nächsten Jahren 41 neue Schulen gebaut werden, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Auch hier heißt es also, sich bei einem geplanten Umzug nach Köln so bald wie möglich um einen Platz zu bemühen.

Wer sein Kind oder sich selbst bei einem Umzug nach Köln an einer Schule vor Ort anmelden will, nimmt am besten direkten Kontakt zur gewünschten Bildungseinrichtung auf. Für die Anmeldung sind in jedem Fall die letzten Zeugnisse sowie die Meldebescheinigung notwendig. Weitere Formalitäten müssen direkt mit der Schule besprochen werden. Eine Übersicht über alle Kölner Schulen bietet der offizielle Internetauftritt der Stadt Köln.

Köln mit Kindern entdecken

Nach den weniger guten Nachrichten zu den Punkten Kita und Schule, zum Schluss noch etwas Positives: Für Kinder und Jugendliche bietet die Stadt ein umfangreiches Freizeitangebot. Dazu gehören nicht nur die zahlreichen Musikschulen und Sportvereine, die auch ausgefallenere Kurse bieten wie Rhönrad-Turnen oder Einradhockey.

Darüber hinaus gibt es Attraktionen wie den Kölner Zoo, das Abenteuermuseum Odysseum, den größten Trampolinpark in NRW, Schwarzlichtminigolf und den Rheinpark zu entdecken. Köln bietet auch zahlreiche Schwimm-, Spaß- und Erlebnisbäder wie das Aqualand mit der ersten Indoor-Looping-Rutsche der Welt. Und das sind natürlich nur ein paar Beispiele…

DIY – 6 Ideen um Dachschrägen auszunutzen

Wir wohnen unterm Dach, juchhe! Dachgeschosswohnungen sind gemütlich. Vor allem wenn der Regen gegen die Schrägen prasselt, kann man kaum ein wohligeres Plätzchen haben. Ein Nachteil der schrägen vier Wände ist jedoch, dass für Nullachtfünfzehn-Möbel nur bedingt Platz ist. Aber mit ein bisschen Geschick kann man den Raum unterm Dach optimal nutzen und bekommt individuellen und günstigen Stauraum für seine Wohnung. Ich verrate Dir heute sechs easy peasy Möglichkeiten, die Dir helfen, den Raum Deiner Dachgeschosswohnung optimal zu nutzen.

Wer in ein Dachgeschoss zieht, wird feststellen, dass einige der vorhandenen Möbel nicht mehr passen. Oder auch einfach nicht so schön aussehen wie in der alten Wohnung, zu wuchtig, zu klobig und unpraktisch. Und wie schafft man sich unterm Dach am besten Stauraummöglichkeiten? Selbst wenn die neue Dachgeschosswohnung von der Quadratmeterzahl her vielleicht sogar größer ist als die alte Wohnung – einrichtungstechnisch wird sie Dich vor die ein oder andere Herausforderung stellen. Darum hier meine sechs Tipps, wie Du auch unterm Dach aus der Not eine Tugend machst.

Tipp 1: Was nicht passt wird passend gemacht

Kniestockregal
Ein Kniestockregal schafft Stauraum

Bevor Du nun Deine alten Sachen verschenkst, im Keller verrotten lässt oder gar auf den Sperrmüll bringst, um Dir vom Schreiner für viel Geld Spezialmöbel anfertigen lässt: manch ein Möbelstück fügt sich mittels ein bisschen Arbeit und ein paar Handgriffen schnell in die neue Umgebung ein. Ideal geeignet sind hierfür beispielsweise Regale aus massivem Holz. Dein wichtigstes Arbeitsinstrument um aus einem nullachtfünfzehn Bücherregal ein individuelles Kniestockregal zu zaubern: Eine Schmiege und eine Säge.

Eine Schmiege – auch Winkelschmiege genannt oder Schrägmaß – ist ein besonders für Dachgeschossbewohner sehr praktisches Werkzeug und leicht im Fachhandel zu finden. Mithilfe der Schmiege können Winkel ganz einfach übertragen werden.

Säge Dir das Regal einfach so zurecht, dass es optimal unter die Dachschräge geschoben werden kann.

Man kann bei einem Kniestockregal natürlich auch ganz auf Marke Eigenbau setzen. Dies erfordert natürlich ein wenig mehr handwerkliches Geschick und Aufwand. Einfache Anleitungen dazu bekommt man beispielsweise auf Baumarktwebsites.

Tipp 2: Stufenweise

Es gibt spezielle Metallkonsolen für Dachschrägen. Mit Hilfe dieser Konsolen können Regalböden und Wandregalbretter ganz einfach an Dachschrägen befestigt werden. Wer die Bretter übereinander gestuft anbringt und verschiedene Breiten und Längen variiert, bekommt schnell individuellen Stauraum.

Tipp 3: Gleitender Übergang

Glasgleittüren oder auch einfache Schiebegardinen können in Dachgeschosswohnungen für tolle Effekte sorgen. Mithilfe von Schienen lassen sie sich einfach vor der Schräge anbringen. Dahinter kann man gut verbergen, was nicht gleich für jeden sichtbar sein soll. Diesen Sichtschutz kann man auch sehr gut mit Tipp 1 und 2 kombinieren.

Tipp 4: Die Würfel sind gefallen

Wer überhaupt nicht sägen und schrauben möchte, der kann mit Regalwürfeln kreativ werden. Denn diese lassen sich auch unter Schrägen prima stapeln. Dabei müssen es hier nicht die klassischen rechteckigen Regalwürfel aus dem Möbelhaus sein. Denkbar ist zum Beispiel auch ein aus alten Wein- oder Obstkisten passend zurechtgestapeltes Regal. Werden die Würfel oder Kisten dann auch noch in verschiedenen Farben bemalt, kann es besonders hübsch aussehen.

Dachgaube Sitzecke
Nischenplätzchen

Tipp 5: Nischen nutzen

Viele Dachgeschosswohnungen haben durch Dachgauben hübsche Nischenplätzchen. Auch dieser Raum muss nicht ungenutzt bleiben. Stelle einfach eine passende Sitzbank oder eine große Holzkiste mit Deckel, auf den Du ein Polster oder viele schöne Kissen legst in die Nische unter das Fenster: Et voilà – fertig ist der neue Lieblingsleseplatz!

Tipp 6: Den Dingen einen Rahmen geben

Manchmal muss man querdenken – oder schräg. Wer sagt denn, dass man Bilder immer an die graden Wände hängen muss? Besonders wenn man großformatige Bilder oder Fotos entlang einer Dachschräge befestigt, kann das großartig aussehen. U-Profile aus dem Baumarkt, die einfach an die Wand geschraubt werden, halten die Bilder sogar mit Rahmen oben und unten am richtigen Platz.

Umzugsknigge Teil 1: Auf gute Nachbarschaft

Ein Umzug geht oftmals mit vielen Veränderungen einher, und man ist auf die Unterstützung und Hilfe anderer angewiesen. Damit Du Dich in all den besonderen Situationen, die ein Umzug mit sich bringt, stets souverän bewegst, starten wir heute unsere neue Serie – den Umzugsknigge. Ob die Vorstellung bei den neuen Nachbarn oder die Trinkgelder für die Möbelpacker: Ich gebe Dir die wichtigsten Tipps, damit Du weißt, was wann angebracht ist – und was nicht.

So klappt’s auch mit den Nachbarn

Im ersten Teil unsres Umzugsknigges geht es um ein paar wichtige neue Menschen in Deinem Leben. Die lieben Nachbarn. Denn wer umzieht, findet sich nicht nur in neuen vier Wänden wieder, sondern auch mitten unter neuen Menschen – im eigenen Haus mit etwas mehr, in der Wohnung mit etwas weniger Abstand. Nachbarn – eine Spezies für sich. Jeder kennt wohl jemanden, der jemanden kennt, der wegen eines ungemähten Rasens in einen regelrechten Kleinkrieg verstrickt wurde. Und schon Friedrich Schiller wusste: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“ Auch, wenn die Nachbarn natürlich nicht Deine neuen besten Freunde werden müssen, es lohnt sich, mit ihnen gut auszukommen. Wer gießt sonst während Deines Sommerurlaubs die Blumen und leert den Briefkasten?

Doch wie machst Du Dich am besten bei den neuen Nachbarn bekannt? Und vor allem: wie hinterlässt Du einen guten ersten Eindruck, auf den man aufbauen kann? Am besten ist es hier, selbst aktiv zu werden und nicht auf eine zufällige Begegnung im Treppenhaus zu warten.

Bei den Nachbarn vorstellen

Beim Umzug in eine Wohnung im Mehrfamilienhaus sollte man sich bei den nächstgelegenen Nachbarn vorstellen – also bei den Nachbarn, deren Wohnung direkt neben, direkt über oder direkt unter der eigenen Wohnung liegt. Bei einem Umzug ins Haus musst Du natürlich auch nicht die gesamte Nachbarschaft abklappern. Aber einmal bei den direkten Nachbarn zu klingeln und hallo zu sagen, gehört zum guten Ton.

Wer möchte und die Gelegenheit hat, kann sich auch bereits vor dem Umzug vorstellen. So kannst Du nicht nur das Eis brechen, sondern die Nachbarn auch zugleich darüber informieren, wann der Umzug stattfindet und sie bitten zu entschuldigen, falls es an diesem Tag im Treppenhaus und Deiner neuen Wohnung etwas lauter zugeht.

Wer die Nachbarn nicht „vorwarnen“ kann, sollte sie zeitnah nach dem Umzug aufsuchen und sich bei dieser Gelegenheit erkundigen, ob es am Umzugstag auch nicht zu laut und störend zuging. Falls noch weitere Arbeiten in Deiner Wohnung anfallen, die mit größerer Lautstärke verbunden sind, kannst Du auch hier die Nachbarn gleich vorwarnen.

Eine kleine Anekdote am Rande: In die Wohnung über unserer zog einmal eine neue Familie ein. Jedes Mal, wenn ich der Frau im Treppenhaus begegnete, entschuldigte sie sich, dass bei ihnen noch immer gebohrt wurde, die Kinder morgens laut herumtrampelten oder es sonst irgendeinen Lärm gab. Und jedes Mal sagte sie, sie würde die Tage einmal einen Kuchen als Entschädigung vorbeibringen. Ich glaube, ich bekomme noch etwa zehn Kuchen von ihr! Etwa ein Jahr später zogen wir der Arbeit wegen in eine neue Stadt. Als die Nachbarin von oben dies hörte, fragte sie doch tatsächlich, ob wir nun auszögen, weil sie zu laut waren. Da konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen, dass sie sogar so laut waren, dass wir gleich die Stadt wechselten. Das war meine kleine Retourkutsche für die versprochenen und nie erhaltenen Kuchen…

Party mit den Nachbarn?

Wer möchte, kann seine Nachbarn natürlich auch zu seiner Einweihungsparty einladen. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie passend eine solche Einladung ist. Du bist 20 und feierst mit Deinen besten Freunden, Tequila und Hiphop den Einzug in die erste eigene Wohnung? Dann fühlen sich die Familie mit den drei Kindern von nebenan und das ältere Ehepaar aus dem Stockwerk über Dir wohl eher fehl am Platz auf Deiner Party. Wer seine Nachbarn durch eine Einladung gerne näher kennenlernen möchte, ist gerade bei einer bunt gemischten Nachbarschaft mit einer exklusiven Einladung nur für die nächsten Nachbarn in einem unverfänglichen Rahmen wie einem kleinen Umtrunk am besten beraten.

In jedem Fall sollte man bedenken, dass man mit einer Einladung in die eigenen vier Wände immer ein gutes Stück von sich und seinem Leben preisgibt. Auf der anderen Seite ist eine solche Einladung ein starkes Signal für die Bereitschaft zu einem guten Miteinander. Hier muss jeder die Vor- und Nachteile für sich abwägen.

Fazit:

Sich bei den nächstgelegenen Nachbarn kurz vorzustellen und sich für durch den Umzug entstandene oder noch entstehende Unannehmlichkeiten zu entschuldigen gehört zum guten Ton. Wer will und es für passend befindet, kann zusätzlich mit einer Einladung in die neuen vier Wände das Eis brechen und die Nachbarn besser kennenlernen.

Ein Umzug nach Berlin – Berlin, Berlin, wir ziehen nach Berlin!

Teil 1: Das ist Berlin! Plus: die besten Tipps zur Wohnungssuche

Berlin ist nicht nur unsere Bundeshauptstadt, sondern auch die größte Stadt Deutschlands. Und jedes Jahr gibt es zahlreiche Zuzügler. Allein im Jahr 2016 entschieden sich 119.000 Menschen, Berlin zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt zu machen. Da gibt es zum Thema umziehen nach und ankommen in Berlin natürlich viel zu erzählen. So wird unsere Städte-Vorstellungsrunde Berlin in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil gebe ich Dir einen Überblick über Berlin als Lebensmittelpunkt und die besten Tipps zur Wohnungssuche in einer Hauptstadt, in der Wohnraum immer knapper und Mieten immer teurer werden.

Berlin ist groß. Berlin ist bunt. Berlin ist laut. Und trubelig. In Berlin ist immer etwas los. Berlin ist eine tolle Stadt. Wer nach Berlin zieht, hat über eine lange Zeit immer wieder Neues zu entdecken und zu erleben. Kein Wunder, dass die Bundeshauptstadt nicht nur 13 Millionen Touristen jährlich anlockt, sondern auch immer mehr Menschen, die die Stadt zu ihrem Lebensmittelpunkt machen wollen. Sei es, weil sich hier tolle Jobmöglichkeiten bieten oder zum Studieren. Doch dies war nicht immer so. In den 1990er Jahren schrumpfte Berlin zunächst, da nach dem Mauerfall viele Berliner ihrer Heimat den Rücken kehrten. Erst seit 2003 wächst Berlin wieder – vor allem durch Neuzugänge. Dabei zieht es nicht nur die Menschen aus anderen deutschen Städten nach Berlin. Berlin ist multikulti und man begegnet Menschen aus aller Herren Länder.

Als „Neuzugang“ muss man sich in Berlin wirklich nicht alleine fühlen – vor allem, wenn man bedenkt, dass von den Menschen, die innerhalb des S-Bahn-Rings leben, nur jeder Dritte in Berlin geboren wurde. Dabei sind die bevorzugten Bezirke der Zugezogenen Pankow, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg. Die „echten“ Berliner findet man eher in den Bezirken drumherum.

Du bist nicht allein: Jede Minute gibt es einen Umzug in Berlin.

Wer die Wahl hat…

Eigentlich kann man sagen, dass die große Stadt an der Spree aus mehreren kleineren Städten besteht. Denn fast jeder der 12 Bezirke hat sein eigenes Zentrum – und seinen eigenen Charme. So hat man bei einem Umzug nach Berlin zunächst die Qual der Wahl, in welchem Stadtteil man sich niederlassen möchte. Zum einen sollte man hierbei natürlich den Arbeitsweg berücksichtigen. Das öffentliche Verkehrsnetz in Berlin (Berliner Verkehrsbetriebe – BVV) ist gut ausgebaut, doch schon ein vermeintlich kurzer Arbeitsweg kann sich an manchen Tagen unvorhergesehen in die Länge ziehen, wenn einmal eine S- oder U-Bahn ausfällt oder Bauarbeiten auf der Strecke zur Nutzung von Schienenersatzverkehr zwingen. Und zu den Stoßzeiten mit dem Auto durch die Stadt zu fahren ist zum einen keine wahre Freude und zum anderen der ohnehin hohen Luftbelastung nicht zuträglich. Wer also keine Lust hat, viel Zeit auf dem Weg zur Arbeitsstelle zu verbringen, sucht sich Wohnraum in der Nähe des Arbeitsplatzes. Des Weiteren spielt natürlich die Infrastruktur des Bezirks bzw. des Ortsteils eine Rolle. Wer als Student nach Berlin zieht hat sicher andere Ansprüche als eine Familie mit drei Kindern. Und last but not least gibt es teilweise erhebliche Preisunterschiede von Stadtteil zu Stadtteil. So entscheiden nicht nur persönliche Vorlieben, sondern auch der Geldbeutel, wo man in Berlin gut wohnen kann. Denn konnte man bis vor einigen Jahren in Berlin noch wirklich günstig mieten oder kaufen, so sind die Preise für Wohnraum inzwischen enorm gestiegen. Spitzenreiter den Quadratmeterpreis betreffend sind Bezirke wie Mitte und Charlottenburg Wilmersdorf, hier liegt der durchschnittliche Mietpreis schon deutlich über zehn Euro pro Quadratmeter. Dahingegen bezahlt man in den Bezirken außerhalb des S-Bahnrings zum Teil weitaus weniger. Schlusslicht ist, was die Wohnungspreise angeht, aktuell der Stadtrand von Berlin-Spandau mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von knapp sechs Euro pro Quadratmeter.

Wovon man sich bei der Wahl eines Bezirks zum Wohnen nicht leiten lassen sollte, sind die gängigen Klischees.

„Prenzlberg“ ist die Heimstatt der Latte Macchiato Mamas und Papas? In Charlottenburg geht es noch gut bürgerlich zu? Friedrichshain-Kreuzberg ist was für Studenten und in die Jahre gekommene Punks? In Grunewald leben nur die Reichen und Schönen? Zum einen gibt es auch innerhalb der Bezirke wesentliche Unterschiede von Ortsteil zu Ortsteil, zum anderen ist das, was heute noch gilt, morgen vielleicht schon ganz anders. So hat sich Neukölln, das den meisten nur durch negative Schlagzeilen aus der Presse bekannt war, in den letzten Jahren zum hippen Bezirk mit angesagten Kneipen und Clubs gemausert, der vor allem immer mehr junge Menschen anzieht.

Für alle, die sich in Berlin niederlassen möchten, lohnt es sich, sich vorab von den Bezirken bzw. Ortsteilen, die in die nähere Wahl gekommen sind, ein eigenes Bild zu machen.

Wohnungssuche in Berlin

Wenn man sich entschieden hat, wo genau man sich das Leben in Berlin vorstellen kann, geht das große Suchen los. Und ja, damit kann man eigentlich nicht früh genug anfangen. Denn Berlin ist zwar immer in Bewegung und an Wohnungsinseraten im Wunschbezirk wird es nicht mangeln, dennoch kann man davon ausgehen, dass man einer von vielen ist, der sich um eine Wohnung bewirbt. Dies betrifft gerade die beliebten Stadtteile und die schönen typischen Berliner Altbauwohnungen. Die Vermieter haben in Berlin für gewöhnlich die Wahl. So ist es ratsam, gleich von Beginn an einen guten Eindruck zu machen und sich von der Masse der Bewerber abzuheben:

  • Nimm immer alle Unterlagen zu Besichtigungsterminen mit, manche Vermieter nehmen Bewerber, die nicht alles dabeihaben, gar nicht erst in die engere Auswahl. Zu den üblichen Unterlagen gehören: Einkommensnachweis bzw. Arbeitsvertrag, Kopie des Personalausweises, Schufa-Auskunft und Mietschuldenbescheinigung.
  • Nimm von Anfang an persönlichen Kontakt zum potentiellen Vermieter bzw. zur vertretenden Hausverwaltung auf – also anrufen statt Email schreiben und am besten gleich ein paar interessierte Fragen zur Wohnung stellen. Auch bei der Besichtigung ist es vorteilhaft, mit dem Vermieter ins Gespräch zu kommen. So machst Du einen guten Eindruck und bleibst im Gedächtnis.

BerlinZudem solltest Du Folgendes bei der Wohnungssuche in Berlin beachten:

  • Wer nicht nach der eierlegenden Wollmilchsau sucht, sondern auch zu Abstrichen bereit ist, erhöht seine Chancen.
  • Vitamin B hilft! Du hast schon Freunde, Bekannte oder Verwandte in der Stadt – oder wenigstens ein paar Facebookbekanntschaften? Verbreite so weit wie möglich, dass Du auf der Suche nach einer Wohnung in Berlin bist. Auf diese Weise hat man am ehesten die Chance etwas über freien Wohnraum zu erfahren, der noch nicht offiziell inseriert wurde. PS: Auch ein neuer Arbeitgeber hilft manchmal gerne bei der Wohnungssuche.
  • Wirf auch einen Blick auf kleinere, unbekanntere Portale, in den Kleinanzeigenteil der Zeitungen und Zeitschriften oder auf das Schwarze Brett im Supermarkt in Deinem Traumkiez. Wer sucht, wo sonst kaum jemand nachsieht, stößt vielleicht auf das ein oder andere Schätzchen.
  • Aktiv werden: Lass Dich finden, anstatt zu suchen und schalte selbst eine Anzeige oder mache einen Aushang. Ein Makler, der passende Angebote für Dich raussucht, Wohnungen besichtigt, mit Vermietern spricht und die nötigen Kontakte hat, kann Dir viel Zeit und Nerven sparen. Auch kann es sich lohnen, direkt bei Hausverwaltungen nachzufragen, was sie derzeit im Angebot haben.

Vorsicht vor sogenannten Wohnungsvermittlungsvereinen!

Diese Vereine geben sich einen gemeinnützigen Namen, haben aber nur den eigenen Gewinn im Sinn. Man zahlt einen Mitgliedsbeitrag von bis zu 150 Euro, doch dass man über den Verein eine Wohnung erhält, ist ausgesprochen selten der Fall.

Ein Umzug nach Berlin ist eine aufregende Sache und gerade das Thema Wohnungssuche sollte man hier nicht auf die leichte Schulter nehmen. Doch ist man erst einmal angekommen, wird man sich schnell wohlfühlen. Denn Berlin hat einige Angebote in Petto, die gerade Neuzugängen das Leben erleichtern sollen. Hierüber wird es unter anderem im zweiten Teil von „Ein Umzug nach Berlin“ gehen.

Im zweiten Teil von „Ein Umzug nach Berlin“ dreht sich alles ums Ankommen in der neuen Heimat Berlin mit konkreten Tipps zu Behördengängen und zum Einleben in der Großstadt.

 

Ein Umzug nach Dresden – die Besonderheiten

Verena Mai vom Dresdner Immobilien Portal sz-immo.de hat uns in einem Gastbeitrag beleuchtet, was es bei einem Umzug speziell in die Elbestadt Dresden so zu beachten gibt – und warum es sich lohnt, gerade in diese Stadt zu ziehen.

Ein Umzug nach Dresden ist eine gute Wahl

Wer einen Umzug nach Dresden plant, der wird nicht enttäuscht. Die Stadt an der Elbe gilt als eine der schönsten Städte Deutschlands. Eine traumhaft schöne Altstadt, Kunstschätze von Weltrang, ein lebendiges Szeneviertel und Anschluss ans internationale Kulturgeschehen in Form von Oper, Konzerten, Tanz und innovativen Ausstellungen. Die Stadt ist sehr grün und das Erholungsgebiet Sächsische Schweiz liegt nur wenige Kilometer vor den Toren der Stadt. Zugezogene finden schnell Anschluss, gelten die Dresdner doch als sehr offenherzig.

Willkommen in Elbflorenz

Dresden ist eine Stadt zum Flanieren. Eine Stadt, die beinahe nahtlos in eine zauberhafte Umgebung übergeht. Die Elbe, der Große Garten, die Dresdner Heide – es ist nicht schwer, in Dresden ins Grüne zu kommen, die Sächsische Schweiz ist gerade mal eine halbe Stunde entfernt. Auch sonst sind alle nötigen Zutaten zum Wohlfühlen vorhanden: ein vielfältiges Kulturgeschehen und die verschiedensten Ortsteile.

Unterschiedliche Stadtviertel prägen Dresden

Die Stadtviertel der Stadt zeichnen sich durch eine hohe Vielfältigkeit aus. So hat jeder Stadtteil sein ganz eigenes Gesicht. Ob es nun die mondäne Altstadt mit Kunst und Kultur oder die beschauliche Lage am Elbhang mit Blick auf die Altstadt oder das lebendige Szeneviertel Dresden Neustadt mit Party bis zum Morgengrauen ist – in Dresden findet jeder sein eigenes Viertel.

Daneben ist Dresden eine der grünsten Städte Europas. Zahlreiche Parks und die wunderbaren Elbwiesen laden zum Entspannen ein.

Mondän, spontan oder doch lieber studentisch

Wer es beispielsweise lieber etwas mondäner mag, der kommt in der Altstadt voll auf seine Kosten. Der Stadtteil ist von prächtigen Barockbauten und profanen Herrschaftsbauten geprägt. Hier befinden sich auch viele der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Zwinger, das Residenzschloss und das Terrassenufer sowie die größte Shoppingmeile der Stadt bis hin zum prächtigen Elbpanorama. Das bringt allerdings auch einige Besonderheiten mit sich: Hier zu wohnen ist alles andere als günstig und die Altstadt wird täglich von zahlreichen Touristen besucht.

Das genaue Gegenteil ist die Neustadt. Hier können sich spontane Typen so richtig ausleben. Das Viertel wird von zahlreichen angesagten Clubs, Bars und Kneipen sowie Bistros bevölkert. Fast überall im Viertel gibt es etwas Köstliches zu Essen. In der Neustadt finden die besten Partys in Dresden statt. Hier leben junge, moderne und aufgeschlossene Menschen – ein buntes Gemisch der verschiedensten Leute.

Ein ganz besonderer Stadtteil ist die Südvorstadt. Hier stehen Plattenbauten und moderne Neubauten sowie Altbauten aus dem 19. Jahrhundert nebeneinander. Auch die Technische Universität befindet sich in dem Viertel. Daher wundert es auch nicht, dass viele Studenten aus der ganzen Welt in der Südvorstadt leben.

Umzug sollte gut geplant werden

Wer einen Umzug nach Dresden plant, der sollte gut vorbereitet sein. So lässt sich viel Stress vermeiden. Neben der rechtzeitigen Beschaffung des Verpackungsmaterials, der Planung von Demontage, Transport und Wiederaufbau von Mobiliar und die Organisation der Umzugshelfer, ist auch an die erforderlichen Behördengänge zu denken. Es besteht auch die Möglichkeit, sich von professionellen Dienstleistern helfen zu lassen. Sehr hilfreich sind auch Foren mit Tipps rund um den Umzug. Eine Übersicht der wichtigsten Behörden in Dresden gibt’s hier.

Übrigens: Im zweiten Beitrag meiner neuen Artikelserie zu lebenswerten Städten in Deutschland gucke ich mir die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn etwas genauer an!

Modernisierung Teil 1: Musst Du eine Modernisierung akzeptieren?

Modernisierung der Wohnräume – auf den ersten Blick klingt das sehr gut. Wer will nicht eine strahlend neue Küche, eine bessere Isolierung und dadurch gesenkte Heizkosten oder endlich neue Rohre im Badezimmer, damit das Wasser wieder schneller abfließt? Um Wohnungen und Häuser in Schuss zu halten, sind immer wieder solche Modernisierungsmaßnahmen notwendig. Doch leider stellen diese für den Mieter häufig eine große Belastung dar, sowohl finanziell als auch zeitlich und organisatorisch. Was es mit einer Modernisierung auf sich hat und ob Du diese als Mieter akzeptieren musst, verrate ich Dir hier im ersten Teil der Artikelserie „Modernisierung“.

Was bedeutet „Modernisierung“?

Als Modernisierung werden alle Baumaßnahmen an einer Wohnung, einem Haus oder an Gewerberäumen bezeichnet, welche unter eine der folgenden Kategorien fallen:

  • Es soll neuer Wohnraum geschaffen werden.
  • Der Gebrauchswert des Mietobjektes wird durch Baumaßnahmen nachhaltig erhöht.
  • Es handelt sich um eine sogenannte energetische Modernisierung, durch welche in Zukunft nachhaltig End- oder Primärenergie eingespart wird. Dies dient dem Klimaschutz.
  • Durch die Baumaßnahmen reduziert sich der Wasserverbrauch nachhaltig.
  • Die Wohnverhältnisse in dem Mietobjekt werden dauerhaft verbessert.

Rechtlich gesehen, fallen unter den Begriff der Modernisierung und die damit einhergehend geltenden Regelungen auch bauliche Veränderungen aufgrund von Umständen, die nicht durch den Vermieter zu vertreten sind. Vorausgesetzt, diese gehören nicht in die Kategorie der Erhaltungsmaßnahmen.

Der Vermieter muss Modernisierungen ankündigen

Als Mieter erfährst Du von geplanten Modernisierungsmaßnahmen häufig erst relativ kurzfristig. Der Vermieter ist in der Pflicht, Dir diese spätestens drei Monate vor Baubeginn schriftlich anzukündigen. Daraus muss zudem ersichtlich sein, wann die Bauarbeiten geplant sind, in welcher Art, der Umfang sowie Beginn und Dauer der Baumaßnahme. Zudem muss er Dich darüber informieren, ob und in welcher Höhe sich anschließend Deine Miete erhöht und wie sich die Modernisierung auf die zukünftigen Energiekosten auswirkt.

Muss der Mieter die Modernisierung dulden?

Drei Monate ist allerdings nicht sonderlich viel Zeit, vor allem wenn es sich um umfassende und langanhaltende Modernisierungsmaßnahmen handelt oder die Wohnräume währenddessen vielleicht überhaupt nicht bewohnbar sind. Die Frage, welche sich viele betroffene Mieter stellen, lautet daher: Musst Du die Modernisierung dulden oder kannst Du diese ablehnen beziehungsweise verzögern?

Prinzipiell gilt: Du musst die Modernisierungsmaßnahmen dulden. Es gibt aber eine Ausnahme, und zwar dann, wenn diese eine nicht zu rechtfertigende Härte für Dich darstellen würden. Dies kann sowohl während der Bauarbeiten der Fall sein als auch anschließend, wenn zum Beispiel die Miete nach der Erhöhung quasi unbezahlbar für Dich wäre.

Wie kannst Du Einspruch gegen die Modernisierung einlegen?

Möchtest Du die geplante Modernisierung ablehnen, so kannst Du schriftlich einen sogenannten „Härteeinwand“ verfassen. Dieser muss bis spätestens Ende des nächsten auf den Eingang der Modernisierungsankündigung folgenden Monats beim Vermieter eintreffen. Sende ihn am besten per Post als Einschreiben, sodass Du den Eingangstermin im Streitfall nachweisen kannst. Ein entsprechendes Muster findest Du im Internet, zum Beispiel auf der Homepage des Mieterschutzbundes. Wirst Du Dir allerdings nicht mit dem Vermieter einig, findet eine sogenannte Härtefallprüfung statt. Im Fokus steht dabei in der Regel die Abwägung der Interessen beider Parteien. Vor allem bei energetischen Modernisierungsmaßnahmen, die dem Umweltschutz zugute kommen, wird dabei nicht selten im Sinne des Vermieters entschieden.

Als Mieter hast Du ein Sonderkündigungsrecht

Werden die Modernisierungsmaßnahmen also auch gegen Deinen Willen durchgeführt oder Du möchtest aus einem anderen Grund ausziehen, so kannst Du im Zuge der geplanten Modernisierungsmaßnahmen sonderkündigen. Die Kündigung greift dann zum Ablauf des übernächsten Monats. Die Dreimonatsfrist musst Du also in diesem Fall nicht einhalten.

Der Vermieter hat das Recht auf Mieterhöhung

Ein Grund dafür, dass Du wegen der Modernisierung kündigen möchtest, könnte in den höheren Folgekosten liegen. Der Vermieter hat nämlich auf der anderen Seite das Recht, nach den Modernisierungsarbeiten die Miete zu erhöhen. Weitere Informationen hierzu erhältst Du im zweiten Artikel zum Thema „Modernisierung“.

Was, wenn dem Mieter durch die Modernisierung Kosten entstehen?

Doch was passiert jetzt eigentlich, wenn die Wohnräume während der Umbaumaßnahmen nicht bewohnbar sind oder sonstige Kosten für Dich als Mieter anfallen? Die Rechtslage sieht wie folgt aus: Alle Ausgaben, die dem Mieter aufgrund der Baumaßnahmen im Zuge der Modernisierung entstehen, hat der Vermieter in angemessenem Umfang zu tragen. Das bedeutet, dass er Dir zum Beispiel die auswärtige Unterbringung finanzieren muss, nicht aber das 5-Sterne-Luxushotel. Tragen muss er zudem Kosten für

  • einen Mehraufwand in der Verpflegung
  • die Beseitigung von Schäden am Besitz des Mieters, zum Beispiel an Möbeln oder Dekoration
  • einen neuen Bodenbelag, wenn dieser durch die Renovierungsarbeiten unbrauchbar wurde
  • neue Gardinen oder ähnliche Umbauten, die aufgrund der neuen Heizkörper notwendig sind
  • andere Veränderungen in Mobiliar, Wandgestaltung, Bodenbelägen o.ä., wenn diese durch die Modernisierung unbrauchbar wurden oder nicht mehr verwendet werden können
  • die Reinigung

Die Berechnung der Kosten, die übernommen werden, findet in der Regel als Pauschalbetrag statt, zum Beispiel sieben Euro pro Stunde für anfallende Reinigungsarbeiten.

Hast Du als Mieter einen Anspruch auf Modernisierung?

Es gibt natürlich auch den Fall, dass der Mieter eine Modernisierung wünscht, der Vermieter diese aber ablehnt. Einen Anspruch auf Modernisierung kannst Du aber nur dann durchsetzen, wenn der Vermieter seine Pflichten in der energetischen Nachrüstung verletzt. Notfalls kannst Du aber unter Absprache mit dem Vermieter selbst Modernisierungsmaßnahmen durchführen. Der Vermieter darf dann im Anschluss natürlich nicht die Miete erhöhen beziehungsweise bei der Erhöhung auf die sogenannte „ortsübliche Vergleichsmiete“ dürfen die geleisteten Modernisierungsmaßnahmen und die Einrichtungen des Mieters nicht einberechnet werden. Alle wichtigen Regelungen zur Mieterhöhung nach der Modernisierung findest Du – wie bereits erwähnt – im zweiten Teil der Artikelserie „Modernisierung“.

Nachmieter Teil 1: Raus aus dem Mietvertrag durch Nachmieter?

Manchmal musst Du schneller aus einem Mietvertrag raus als gedacht. Vielleicht, weil Du einen neuen Job in einer anderen Stadt ergattert hast, Du mit Deinem Partner zusammenziehst oder Du einfach eine schönere, größere oder günstigere Wohnung gefunden hast. Doch Du kannst nicht einfach von heute auf morgen ausziehen. In der Regel hast Du dafür nämlich eine Kündigungsfrist von drei Monaten einzuhalten. Das bedeutet, dass Du in dieser Zeit auch noch die volle Miete zahlen musst, egal ob Du die Wohnung noch nutzt oder schon umgezogen bist. Doch was kannst Du tun, um schneller aus einem Mietvertrag zu kommen und dadurch Doppelmieten zu vermeiden? Eine Möglichkeit liegt darin, einen Nachmieter zu stellen. Doch Achtung: Ob der Vermieter dies akzeptieren muss, hängt von Deinem Mietvertrag ab.

Nachmieter muss nicht prinzipiell akzeptiert werden

Der Vermieter muss einen Nachmieter nicht akzeptieren, wenn der Mietvertrag nicht eine spezielle Nachmieterregelung als Klausel enthält. Du kannst also nicht einfach ein oder gar drei Nachmieter suchen und prompt auch ohne Kündigungsfrist aus der Wohnung ausziehen. Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Prinzipiell muss Dir der Vermieter nämlich nicht entgegenkommen. Er darf auf die drei Monate Kündigungsfrist bestehen. Doch wie von jeder Regel, gibt es zum Glück auch hier Ausnahmen:

Ausnahme Nr. 1: Der Zeitmietvertrag

Hast Du einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen, der gemäß § 242 BGB unter die Kategorie Zeitmietvertrag oder Vertrag mit Kündigungsausschluss fällt, so kannst Du durch die Nachmieterregelung den Mietvertrag vorzeitig beenden. Allerdings muss hierfür ein sogenanntes „berechtigtes Interesse“ an der Vertragsaufhebung vorliegen, also ein wichtiger Grund. Darunter fällt zum Beispiel, wenn

  • Du aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt umziehen musst.
  • sich Deine Familiensituation insofern verändert, dass ein Umzug notwendig wird. Dies kann sowohl der Fall sein, wenn Du eine größere Wohnung aufgrund der Geburt eines Kindes brauchst, als auch wenn Du aufgrund einer Trennung oder des Todes Deines Ehepartners die Miete nicht mehr alleine bezahlen könntest.
  • Du als Mieter aus gesundheitlichen Gründen in ein Pflege-, Altersheim oder eine altersgerechte Wohnung umziehst.
  • weitere schwerwiegende Gründe vorliegen, die das Bestehen des Mietvertrags für Dich unzumutbar machen, zum Beispiel aufgrund einer schweren Erkrankung.

Wenn Du einen solchen Zeitmietvertrag aufheben möchtest, reicht es also nicht aus, dass Du eine schönere oder günstigere Wohnung gefunden hast. Du musst einen schwerwiegenden Grund nachweisen, dem Vermieter mindestens einen geeigneten Nachmieter stellen und dieser muss den bestehenden Vertrag ohne Einschränkungen oder Änderungen übernehmen. Zudem ist der Vermieter nicht verpflichtet, jeden von Dir vorgeschlagenen Nachmieter zu akzeptieren. Er kann zum Beispiel verlangen, dass dieser in etwa dasselbe Einkommen hat wie Du als Vorgänger, dass er Nichtraucher ist, keine Haustiere besitzt oder weitere für einen Mietvertrag übliche Forderungen stellen.

Ausnahme Nr. 2: Mietverträge mit Nachmieterklausel

Zudem gibt es spezielle Mietverträge, die eine sogenannte Nachmieterklausel beinhalten. Diese regelt, dass der Mieter bei einem berechtigten Interesse den Mietvertrag auch vor Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist auflösen darf, wenn er einen geeigneten Nachmieter stellt. Der Vermieter ist dann dazu verpflichtet, diesen Nachmieter als solchen zu akzeptieren. Lehnt er ihn ab, musst Du als Mieter ab dem Zeitpunkt keine Miete mehr bezahlen, zu welcher der Nachmieter eingezogen wäre. Kein Wunder also, dass diese Nachmieterklausel sehr selten geworden ist. Würdest Du das als Vermieter wollen?

Häufig ist eine Einigung möglich

Vermutlich nicht! Deshalb ist ein wenig Verständnis von beiden Parteien notwendig und gewiss werdet Ihr Euch dann einig. Verträge sind nämlich Verhandlungssache und viele Vermieter lassen Dich dennoch früher aus einem Mietvertrag aussteigen, wenn Du ihnen die Gründe für Deinen schnellen Auszug nachvollziehbar darlegen kannst und einen wirklich geeigneten Nachmieter stellst. Schlussendlich will der Vermieter ja meist nur die monatliche Miete erhalten und so wenig Ärger wie möglich mit dem Mieter haben. Viele suchen deshalb dann doch lieber selbst nach einem geeigneten Bewerber und bieten Dir einen Aufhebungsvertrag an. Erzwingen allerdings, kannst Du nichts. Der Vermieter sitzt diesbezüglich am längeren Hebel.

Vermieter hat Recht auf Bedenkzeit

Dem Vermieter steht übrigens immer eine angemessene Überlegungsfrist zu. Schließlich wird er mit Deinem Auszug vielleicht völlig überrumpelt. Ob er einen Nachmieter zulässt oder konkret Deinen Vorschlag akzeptiert, darf er sich laut Gericht für bis zu drei Monate überlegen. Im schlimmsten Fall kommst Du also nicht umher, vom Tag der Kündigung an noch für bis zu drei Monate weiterhin (Doppel-) Miete zu bezahlen. Hast Du das Glück und Dein Vertrag oder der Vermieter ermöglichen Dir den verfrühten Auszug gegen Stellung eines Nachmieters, so gebe ich Dir im zweiten Teil dieses Artikels hilfreiche Tipps, wie Du schnell geeignete Bewerber findest.