Ein Umzug nach Düsseldorf – Großstadt mit hoher Lebensqualität

Düsseldorf rangiert unter den Top 10 der größten Städte Deutschlands. Mit seinen rund 619.000 Einwohnern liegt es hinter Stuttgart auf Platz sieben. Doch nicht nur, was die Größe nach Einwohnern anbelangt, liegt Düsseldorf auf einem Spitzenplatz. Viel wichtiger ist, dass die Stadt bei Studien zur höchsten Lebensqualität weltweit auf einem der oberen Plätze rangiert. Außerdem gehört deine neue Heimat zu den fünf bedeutendsten Wirtschaftszentren Deutschlands. Für den bestmöglichen Start in Düsseldorf geben wir dir die wichtigsten Tipps zur Wohnungssuche, zum Einleben und Ankommen.

Düsseldorf in Zahlen und Fakten

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Fläche: 217 km²

Einwohner: rund 619.000

Erstmals urkundlich erwähnt: frühestens 1135

Stadtrechte seit: 1288

Düsseldorf ist die Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen. Von “Dorf” kann hier eigentlich nicht die Rede sein – immerhin ist Düsseldorf von seiner EInwohnerzahl her gesehen die siebtgrößte Stadt in Deutschland. Düsseldorf ist in zehn Stadtbezirke und 50 Stadtteile gegliedert.

Ihren Namen hat die Stadt übrigens dem Fluss Düssel zu verdanken. Düsseldorf liegt an der Mündung des Düssels in den Rhein.

Der Arbeitsmarkt in Düsseldorf

Als bedeutender Wirtschaftsstandort hat Düsseldorf eine lange Geschichte. Seit der Industrialisierung entwickelte sich die Stadt zum Sitz international wichtiger Industrie- und Handelsunternehmen. Außerdem haben in Düsseldorf zahlreiche große Banken, Werbeagenturen und Modeateliers ihren Sitz.

Heute findest du im Düsseldorfer Stadtgebiet über 45.000 Unternehmen. Im Großraum Düsseldorf gibt es insgesamt sogar über 80.000 Firmen. Mit dem internationalen Flughafen und seiner Lage am Rhein ist die Stadt gut angebunden und in alle Welt vernetzt.

Außerdem ist die Stadt eine Messestadt von internationaler Bedeutung.

Viele Menschen ziehen jährlich von Berufs wegen in die Rheinmetropole. Und es ist wohl nicht unwahrscheinlich, dass auch dich ein neuer Arbeitsplatz nach Düsseldorf verschlägt. Falls du mit dem Gedanken spielst, ein eigenes Unternehmen in der Stadt zu gründen: Der Gewerbesteuerhebesatz von Düsseldorf gehört zu den niedrigsten der deutschen Großstädte. Und auch an anderen Stellen versucht die Stadt immer wieder, es Gründern und Investoren möglichst einfach zu machen.

Wohnungssuche in Düsseldorf – Stadtbezirke und Stadtteile

Zehn Stadtbezirke, 50 Stadtteile – in Düsseldorf gibt es den passenden Stadtteil für jeden Geschmack. Wir stellen dir die beliebtesten Stadtteile vor. Übrigens: Die Stadtbezirke haben hier keine klangvollen Namen, sondern wurden ganz pragmatisch durchnummeriert.

  • Wersten und Hassels sind als Stadtteile besonders bei Familien beliebt. Hier findet sich mit zahlreichen Schulen die passende Infrastruktur. Zudem geht es in der Gegend relativ ruhig zu und es gibt zahlreiche Freizeitmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Familien.
  • Auch im Bezirk Flingern Nord leben viele Familien und junge Menschen. Geschichtlich gesehen ist der Bezirk ein Arbeiterviertel. In den letzten Jahren wurde die Gegend immer mehr zu einem In-Viertel der Stadt.
  • Etwas weiter entfernt vom Stadtzentrum liegt Kaiserswerth. Doch findest du auch in diesem Stadtteil alles für deinen täglichen Bedarf und dank Straßenbahn bist du schnell im Stadtkern.
  • In Szenevierteln wie Flingern und Unterbilk gibt es zahlreiche Cafés, Restaurants und Bars. Das Wohnen ist hier zwar nicht gerade günstig, aber besonders Singles und junge Paare genießen die Annehmlichkeiten und den Trubel dieser beiden Stadtteile. Übrigens: Düsseldorf hat die größte Singledichte unter den Nordrhein-Westfälischen Städten zu verzeichnen.
  • Als Student hat man es bei der Suche nach günstigem Wohnraum in einer Stadt wie Düsseldorf nicht gerade leicht. Im typischen Unistadtteil Bilk ist es kaum noch möglich, eine günstige Wohnung zu ergattern. Viele Studenten zieht es daher in die Randgebiete der Stadt. Hier ist das Wohnen noch günstiger und zum Glück ist das Verkehrsnetz sehr gut ausgebaut. So bist du trotzdem schnell im Zentrum des Geschehens.
  • Gut erhaltene und restaurierte Jugendstilgebäude findet man im Stadtteil Oberkassel. Der Stadtteil gehört zu den beliebtesten Wohngegenden der Stadt. Entsprechend hoch sind hier die Mieten. Dafür ist man auch in nur zehn Minuten in der Düsseldorfer Innenstadt – und dass, obwohl Oberkassel auf der anderen Rheinseite liegt. In Oberkassel befindet sich übrigens auch die japanische Schule von Düsseldorf.
  • Kleine Boutiquen, Blumenläden, Bäckereien und Buchläden prägen das Bild des Stadtteils Pempelfort. Die Nordstraße ist eine der größten Einkaufsstraßen der Stadt.
  • Natürlich dürfen wir das Stadtzentrum – Düsseldorf Stadtmitte – nicht vergessen. Denn hier lässt es sich nicht nur königlich Shoppen auf der riesigen Einkaufsmeile. Für Pendler ist auch die Nähe zum Hauptbahnhof praktisch.
  • Auch in der Altstadt spielt sich ein großer Teil des Düsseldorfer (Nacht-)lebens ab. Zudem ist die Altstadt ein beliebter Ort für die Veranstaltung von Festen und Events.

Der Immobilienmarkt in Düsseldorf

Immer knapper werdender Wohnraum, dramatisch gestiegene Miet- und Kaufpreise – wie gerne würden wir an diese Stelle einmal etwas anderes schreiben. Doch auch in der Metropole Düsseldorf haben die Immobilienpreise in den letzten Jahren stark angezogen. 1360 Euro zahlt man im Schnitt als Kaltmiete für eine Vierzimmerwohnung (Stand 2017).

Und wir können dir nur raten, dich rechtzeitig auf Wohnungssuche zu begeben und alle Kanäle zu nutzen. Für eine effektive Wohnungssuche liest du am besten unsere Tipps im Artikel Wohnungssuche.

Anmelden in Düsseldorf

Zwei Wochen beträgt die übliche Frist, innerhalb der du dich an deinem neuen Wohnort anmelden musst. Ziehst du mit der Familie um, so genügt es, wenn ein Familienmitglied die Anmeldung für alle übernimmt. Die Anmeldung ist kostenlos. Wenn du allerdings die Frist überschreitest, kann es zu Strafgebühren kommen. Für die Anmeldung benötigst du folgende Unterlagen:

  • gültigen Personalausweis oder Reisepass (von dir und gegebenenfalls von allen weiteren anzumeldenden Familienmitgliedern)
  • eine Wohnungsgeberbestätigung

Sollte es dir oder einem anderen Familienmitglied nicht möglich sein, innerhalb der Frist selbst beim zuständigen Amt zu erscheinen, kannst du auch einen Freund oder Verwandten mit einer Vollmacht vorbeischicken und die Anmeldung für dich übernehmen lassen.

Vergiss nicht, dass du auch deinen PKW bei der KFZ-Zulassungsbehörde ummelden musst. Seit einigen Jahren darfst du dabei übrigens dein Nummernschild vom vorhergehenden Wohnort behalten, was den Ummeldeaufwand noch einmal verringert.

Hundebesitzer müssen auch ihren Vierbeiner am neuen Wohnort anmelden. Denn in Zukunft wird die Hundesteuer an die Stadt Düsseldorf abgeführt. 96 Euro zahlst du in Düsseldorf jährlich für deinen Hund. Die Ummeldung deines Hundes kannst du online durchführen.

Studieren in Düsseldorf

Gut 50.000 Studierende gibt es in Düsseldorf, die sich auf sechs Hochschulen verteilen, die ihren Hauptsitz in Düsseldorf haben. Insgesamt verfügt die Stadt sogar über 17 Hochschulen und eine hochschulähnliche Einrichtung. Die größte und wichtigste Hochschule der Stadt ist die Heinrich-Heine-Universität. Hier studieren allein rund 30.000 Studierende. Die Uni beherbergt fünf große Fakultäten und du findest somit die unterschiedlichsten Fachbereiche.

Eine weitere wichtige Hochschule ist die Hochschule Düsseldorf. Hier kannst du unter anderem Medien, Elektrotechnik und Design studieren.

Einen Namen über Düsseldorf hinaus hat auch die Kunstakademie Düsseldorf. Ohne die Kunstakademie wäre Düsseldorf als Kreativ- und Modemetropole sicher nicht das, was sie ist. Die Kunstakademie wurde schon von internationalen Größen wie Günter Grass und Joseph Beuys besucht.

Für die musischen Studiengänge ist die Robert Schumann Hochschule eine wichtige Einrichtung. Hier können nicht nur die verschiedenen Instrumente und Gesang studiert werden, auch eine Ausbildung in Ton- und Bildtechnik ist möglich.

Trotz eines Studierendenanteils von etwa neun Prozent ist Düsseldorf keine typische Studentenstadt. Dennoch ist das Nachtleben in Düsseldorf ausgesprochen attraktiv und es gibt zahlreiche interessante Veranstaltungen und ein breites kulturelles Angebot.

Ein weiterer Vorteil der Stadt für Studierende ist, dass sich durch die zahlreichen gut gehenden Unternehmen viele Möglichkeiten für Praktika, Jobs als Werkstudenten und natürlich den Einstieg ins Berufsleben nach dem Studium bieten.

Ankommen und Einleben in Düsseldorf

Düsseldorf hat ein sehr weltoffenes und internationales Flair. Kein Wunder, seine BürgerInnen kommen immerhin aus über 150 verschiedenen Ländern. Da fällt es nicht schwer, anzukommen, sich einzuleben und neue Kontakte zu knüpfen.

Die Stadt kennenlernen

Rheinmetropole, Modestadt, Perle am Rhein, Kreativzentrum, D’dorf, Wirtschaftszentrum, Bankenstadt, Einkaufsparadies… Düsseldorf hat viele Namen, die allesamt von seiner Vielseitigkeit zeugen. Elegant und schick und dabei dennoch gemütlich. Dein neues Zuhause bringt Gegensätze zusammen. Die wichtigsten Highlights stellen wir dir an dieser Stelle kurz vor.

Die Kö

Bist du gut angekommen in deiner neuen Heimat? Dann solltest du für ein erstes näheres Kennenlernen unbedingt einen Gang über die Kö – die vielbesagte Königsallee – machen. SIe ist ein Herzstück von Düsseldorf und als Boulevard genießt sie sogar internationales Ansehen. Hier haben sich die großen Designer und bekannte Modeketten angesiedelt. Früher einmal war die Kö übrigens der Stadtgraben.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Düsseldorf

  • Der Medienhafen ist ein beliebtes Fotomotiv bei Einheimischen und Touristen. Dies hat er der besonderen Architektur der dort ansässigen modernen Bauten zu verdanken. Diese sind nämlich ziemlich schräg – im wahrsten SInne des Wortes.
  • Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Rheinturm. Er liegt direkt neben dem Medienhafen. Vom Turm aus hast du eine herrliche Aussicht über Düsseldorf und Umgebung. Besonders günstig sind die Tickets für den Turmbesuch übrigens am frühen Morgen und abends.
  • Einer deiner ersten Besuche sollte auf jeden Fall der Düsseldorfer Altstadt gelten. Sie ist die Seele der Stadt und ihre einzelnen Straßen zeugen bereits von der Vielseitigkeit Düsseldorfs. Da gibt es die Feiermeile der Bolkerstraße (die längste Theke der Welt), shoppen kann man am besten in der Flinger Straße, in der Kurzen Straße ist die alternative Szene zu Hause und in der Ratinger Straße trifft dann alles zusammen.
  • In der Altstadt findest du zudem außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten wie die Basilika Sankt Lambertus mit ihrem schiefen und verdrehten Kirchturm.
  • Ein Spaziergang an der Rheinuferpromenade wird dir ein besonders schönes Bild deiner neuen Heimatstadt bieten. Ein guter Startpunkt ist der Burgplatz mit dem historischen Burgturm. Hier befindet sich auch das Schifffahrtmuseum. Weiter geht es an den Kasematten vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite kannst du die Rheinwiesen sehen. Wenn die Rheinkirmes stattfindet, hast du sogar die Möglichkeit, mit einer Fähre von den Kasematten zur anderen Rheinseite zu gelangen.
  • Einen besonders schönen Markt findest du am Carlsplatz. Zwischen Obst- und Gemüseständen, findest du auch allerlei Spezialitäten und besondere Angebote.
  • Wer sich für Kultur- und Geschichte interessiert, kommt in Düsseldorf ebenfalls auf seine Kosten. Schloss Benrath im Süden von Düsseldorf hat nicht nur einen wunderschönen Park, das Schloss beherbergt auch ein Naturkundemuseum, ein Museum für europäische Gartenkunst und das Museum Corps de Logis, in welchem du dir einen Eindruck vom Leben bei Hofe im 18. Jahrhundert verschaffen kannst.

Kunstliebhaber werden sich für die Museen K20 und K21 begeistern. Auch das Filmmuseum ist einen Besuch wert.

Düsseldorf ist für seine architektonischen Besonderheiten bekannt. Architekten wie der US Amerikaner Daniel Libeskind haben sich in der Stadt “ausgetobt” Für Architektur-Fans bietet sich demnach eine spezielle Architekturführung an, um die neue Heimat besser kennenzulernen.

Freizeit und Aktivitäten

Großstadt – ja, aber gemütlich

Die Düsseldorfer lieben ihre Fest eund Bräuche – und damit meine ich nicht nur den Karneval. Hier werden auch Feste, die man sonst eher aus ländlichen Gegenden kennt, zelebriert. So feiern viele Stadtteile ihr eigenes Schützenfest. Düsseldorf ist eine Stadt, die Gegensätze auf das beste vereint. Auch das Stadtbild ist von einer Mischung aus moderner Architektur und Gebäuden alten Stils geprägt. Im zweiten Weltkrieg wurden weite Teile der Metropole zerstört. So entstand viel moderne Architektur. Doch viele der alten Gebäude wurden auch wieder aufgebaut und erhalten.

Feste und Bräuche

Karneval

Köln ist nicht die einzige Stadt in Nordrhein-Westfalen, die für den Ausnahmezustand während der Faschingszeit bekannt ist. Auch Düsseldorf ist eine Karnevalshochburg. Im Februar bzw. im März findet hier ein Rosenmontagszug statt, der dem Kölner kaum nachsteht. Wenn du mit dem bunten Faschingstreiben nichts anfangen kannst, solltest du dir von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch lieber Urlaub nehmen und dich in deiner Wohnung verschanzen – oder lieber gleich ganz weit wegfahren. Alle anderen haben in dieser Zeit jedoch richtig viel Spaß…

Der Japantag

Neben den Karnevalssfestivitäten gibt es glatt noch einen Tag, an dem du so manch einen Düsseldorfer verkleidet sehen wirst: Im Frühsommer wird alljährlich der Japantag veranstaltet und zu dieser Gelegenheit verkleiden sich gerne Cosplayer als Mangafiguren. Zudem gibt es ein tolles Bühnen und Sportprogramm sowie ein beeindruckendes Feuerwerk. Düsseldorf hat die größte japanische Gemeinschaft Kontinentaleuropas. Und das japanische Viertel um die Immermann-Straße ist nicht nur zum Japantag einen Besuch wert.

Die Kirmes

In Düsseldorf findet zudem die größte Kirmes am Rhein statt. Jeden Juli lockt die Festivität im linksrheinischen Oberkassel gut vier Millionen Besucher aus aller Welt an.

Die längste Theke der Welt

Auch wenn einmal kein Fest angesetzt ist, wissen die Düsseldorfer zu feiern. Über 200 Restaurants, Bars, Kneipen und Cafés findest du zwischen Rheinufer und Heinrich-Heine-Allee. Darum wird die Düsseldorfer Altstadt auch gerne einmal als längste Theke der Welt bezeichnet.

Düsseldorf mit Kindern

Als Großstadt hat Düsseldorf auch Kindern einige Attraktionen zu bieten. Langeweile kommt hier zu keiner Jahreszeit auf. Während es im Sommer dank der Rheinwiesen und anderer grüner Ausflugsziele in und um Düsseldorf draußen viel zu entdecken gibt, lohnt sich in der kalten Jahreszeit oder bei Regenwetter zum Beispiel ein Besuch im Aquazoo Löbbecke Museum. Rund 600 TIerarten gibt es hier in Terrarien, Aquarien und der Tropenhalle zu bestaunen.

Düsseldorf hat auch tolle Spielplätze wie den Waldspielplatz, den Abenteuerspielplatz ASP und diverse Wasserspielplätze. Das Freibad Mettman im Düsseldorfer Umland liegt mitten im Wald. Im Neanderthalmuseum erklärt per Audioführung ein Neanderthalermädchen ihre Welt. Tiere und Natur ganz nah erfahren kann man auf Erlebnisbauernhöfen wie den Erlebnisbauernhöfen Kürten oder Krewelshof. Auf dem Kinderbauernhof gibt es sogar einen Streichelzoo.

Unterwegs in Düsseldorf

Ganz gleich, in welchem Stadtteil von Düsseldorf du deine neue Heimat finden wirst, von A nach B zu kommen wird dir in der Rheinmetropole keine Schwierigkeiten bereiten. Die Verkehrsinfrastruktur ist hervorragend ausgebaut. Es gibt eine Stadtbahn mit elf Bahnlinien und den Stadtbus. Es gelten die Preise des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr. Außerdem gilt die Großstadt als ausgesprochen fahrradfreundlich – was nicht nur an der Initiative RADschlag liegt, die sich unermüdlich für neue Radwege und eine gute Beschilderung einsetzt. Vielleicht trägt auch ein wenig dazu bei, dass Linksabbieger es in Düsseldorf schwer haben. Dies ist hier nämlich oftmals nicht möglich. Auf ein Auto wirst du also je nach genauer Wohnlage nicht unbedingt angewiesen sein.

Übrigens: Wenn es darum geht, mit dem Taxi von einem Ort zum anderen zu fahren, ist Düsseldorf das teuerste Pflaster in Deutschland und selbst im internationalen Vergleich liegt die Rheinmetropole hier ziemlich weit vorn. Selbst in London und Paris berechnen Taxifahrer weniger Kilometergeld…

Ein Umzug nach Frankfurt am Main – alles, was du wissen musst: von Apfelwein bis Zoo

Banker, Börsen, Langeweile? Die Banken und die Frankfurter Börse sind tatsächlich nicht aus Frankfurt wegzudenken. Den Ruf als Langeweile-Metropole genießt Frankfurt jedoch zu unrecht. Frankfurt hat durchaus viel zu bieten. Du kannst dich in deiner neuen Heimat am Main nicht nur auf fragwürdige hessische Spezialitäten wie den berüchtigten Apfelwein freuen, sondern du findest auch ein breites kulturelles Angebot, vielfältige Freizeitbeschäftigungen, ein multikulturelles Flair, gemütliche Kneipen, szenige Clubs und Restaurants für jeden Geschmack.

Lasst uns über Geld reden

Nein, nicht weil Frankfurt DIE deutsche Finanzmetropole ist. Das ist ein alter Hut und muss hier nicht noch einmal betont werden. Doch ist diese Tatsache sicher nicht ganz unschuldig daran, dass du finanziell in Frankfurt gut aufgestellt sein solltest – zumindest, wenn du im Innenstadtbereich Quartier beziehen möchtest. Frankfurt am Main ist ein teures Pflaster. Es kommt zwar nicht ganz an die Münchner Mietpreise heran, doch mit einem Quadratmeterpreis von durchschnittlich 12 Euro gehôrt Frankfurt zu den teuersten Städten Deutschlands. Aber keine Angst. Denn Frankfurt ist das Zentrum eines Ballungsgebiets und nicht umsonst eine Hochburg für Pendler. Wer sich eine Wohnung im östlichen Teil der Stadt oder einer der umliegenden Gemeinden nimmt, kommt bei der Miete deutlich günstiger weg und ist dank gut ausgebauter Verkehrsanbindungen dennoch schnell im Zentrum des Geschehens.

Aber in Frankfurt braucht man nicht nur Geld, in Frankfurt ist das Geld eben auch zu Hause. Die Stadt gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten in Deutschland. Der Flughafen ist die größte Arbeitsstätte des Landes, dann der bereits erwähnte Finanzsektor, Chemie- und Pharmaindustrie, IT- und Telekommunikation, Metall- und Elektronikbranche – in Frankfurt finden sich viele attraktive Arbeitgeber. Dabei ist Frankfurt nicht nur für regionale Unternehmen ein beliebter Standort. Weltweit agierende Konzerne haben sich hier angesiedelt. Die Arbeitslosenquote liegt in Frankfurt bei 5,1 Prozent (Stand März 2019) und ist damit im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten im Rahmen.

Frankfurt am Main in Zahlen und Fakten

Einwohner: rund 753.000

Fläche: 248 km²

Erstmals urkundlich erwähnt: 794

Bekanntestes Wahrzeichen: der Messeturm

Besonderheiten:

  • Frankfurt am Main ist die größte Stadt in Hessen und die fünftgrößte deutsche Stadt.
  • Frankfurt gehört als einer der wichtigsten internationalen Finanzstandorte zu den Weltstädten. Frankfurt ist Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank, der Frankfurter Börse und zahlreicher weiterer Finanzinstitute.
  • Mit seiner zentralen Lage ist Frankfurt ein europäischer Verkehrsknotenpunkt. Frankfurt bezeichnet sich auch als Europastadt zum Zeichen des europäischen Gedankens und der europäische Vereinigung.
Messestandort Frankfurt am Main

Schon im Jahr 1240 erhielt Frankfurt am Main das Recht als Messestadt durch Kaiser Friedrich II verliehen. Das Messeprivileg war ausschlaggebend dafür, dass die Stadt sich zu einem bedeutenden Fernhandelszentrum entwickeln konnte. Heute gehört Frankfurt zu den wichtigsten Messestandorten in Europa. Besonders bekannt sind die Frankfurter Buchmesse und die Internationale Automobilausstellung.

Das Frankfurter Stadtbild – ein Ort der Gegensätze

Wenn du an Frankfurt am Main denkst, siehst du wahrscheinlich gleich das Bild der berühmten Skyline vor deinem inneren Auge, aufgrund der die Stadt auch gerne als ‘Mainhattan’ bezeichnet wird. Frankfurt kann für deutsche Verhältnisse zwar mit ziemlich vielen Hochhäusern aufwarten, doch mit der US Metropole New York ist Frankfurt dennoch schwer zu vergleichen. Mit ihren gut 750.000 Einwohnern knackt die hessische Großstadt noch nicht einmal die Millionengrenze. Und zwar laufen auch in Frankfurts Innenstadt einige schwer beschäftigte Anzugträger herum, doch an vielen Ecken in Frankfurt geht es noch ziemlich gemütlich zu. Neben modernen Gebäuden und belebten Straßenzügen mit Luxusboutiquen gibt es die mittelalterlich anmutenden Gebäud und die 50er Jahre Bauten  in der Altstadt. Neben Yuppies aus dem Finanzsektor gibt es die Frankfurter Originale. Neben Szeneclubs gibt es urige Eckkneipen. Und schlemmen kann man in Frankfurt nicht nur in schicken Restaurants, sondern auch ganz schlicht mit Handkäse und Apfelwein. Frankfurt ist ein Ort für Kulturliebhaber. Museen mit Weltruf wie die Schirn Kunsthalle sind hier zu Hause. Doch auch das Frankfurter Bahnhofsviertel hat einen Ruf, der über die Stadtgrenzen hinausgeht. Allerdings ist dieser nicht für jeden positiv besetzt. Frankfurt liegt in einem Ballungsgebiet mit vielen ansässigen Unternehmen und Industrie und doch bist du schnell im Grünen und findest in der schönen umliegenden Natur rasch Erholung. Damit ist klar: In deiner neuen Heimat gibt es viel zu entdecken. Es ist für jeden etwas dabei und langweilig wird dir so schnell nicht werden.

Furt der Franken – Franconofurd – hieß die Stadt, als sie noch eine kleine Siedlung auf dem Domhügel war. Seither hat sich Frankfurt ganz ordentlich gemausert. 46 Stadtteile und 124 Stadtbezirke weist Frankfurt inzwischen auf. Das hört sich nach viel an, doch ist die Frankfurt am Main ziemlich zentriert aufgebaut und du wirst dich rasch zurechtfinden. Frankfurt konnte einst eine der größten zusammenhängenden Altstädte in Deutschland sein eigen nennen. Keine mittelalterliche Feuersbrunst hatte hier jemals etwas zerstört. Auch kein Krieg – zumindest nicht bis zum Zweiten Weltkrieg. Denn damals wurden große Teile der Stadt zerbombt und anschließend im typischen Stil der 50er Jahre wieder aufgebaut. Nur wenige Fachwerkhäuser blieben erhalten, nur zwei weitestgehend unversehrt. So ergibt sich in der Stadt eine interessante Mischung aus wenigen, teils wieder aufgebauten bzw. nachgebauten mittelalterlichen Häusern, 50er und 60er Jahre Bauten und moderner Hochhausarchitektur.

Studieren in Frankfurt

Vor lauter Banken wird gerne vergessen, dass Frankfurt nicht nur Finanzmetropole, sondern auch Unistadt ist. Rund 60.000 Studierende leben in Frankfurt. Der Großteil ist an der Frankfurter Goethe Universität eingeschrieben. Andere studieren an der Frankfurt University of Applied Science oder an einer der zahlreichen Fachhochschulen. Darüber hinaus gibt es zwei Kunsthochschulen und natürlich die Frankfurt Business School of Finance and Management sowie mehrere private Hochschulen.

Frankfurt hat zwar nicht das typische Flair einer Studentenstadt, doch gerade vorausschauende Studierende wissen die Unternehmensdichte der Stadt zu schätzen. Interessante Praktika, Jobs für Werkstudenten oder die erste Arbeitsstelle nach dem Studium – diesbezüglich hast du in Frankfurt eine große Wahl. Besonders interessant ist dies natürlich für alle, die ein Duales Studium in Erwägung ziehen. Dafür kann die Tatsache, dass Frankfurt ein teures Pflaster ist, gerade für Studierende schwierig sein. Günstige Wohnheimplätze sind rar gesät und schwer umkämpft. Sehr viele Studierende ziehen daher in Appartements oder WGs außerhalb Frankfurts und pendeln. Doch glücklicherweise ist in Frankfurt trotz Großstadtflair alles ziemlich gebündelt und die Infrastruktur ist sehr gut ausgebaut und auf die Studierenden eingestellt. So müssen auch diejenigen, die in die Stadt pendeln nicht auf abendliche Kneipengänge in einem der Frankfurter Stadtteile verzichten.

Frankfurt mit Kindern

Stark befahrene Straßen, Lärm und große Gebäudekomplexe. Auf den ersten Blick wirkt Frankfurt nicht unbedingt wie eine Stadt die für Familien mit Kindern geeignet ist. Doch auch hier sollte man nicht vorschnell sein Urteil fällen. Wer nicht unbedingt in der Mitte des Geschehens leben will, der findet außerhalb der Stadt erschwinglichen Wohnraum und zudem viel Grün und Platz zum Spielen und Toben. Auch in Frankfurt selbst lockern Parks und Grünflächen das Stadtbild auf und dann gibt es da noch das Mainufer. Vom großen kulturellen Angebot der Stadt profitieren auch und vor allem die lieben Kleinen. Denn die Kulturstätten bieten viele Aktionen und Veranstaltungen speziell für Kinder. Und dann ist da ja noch der Zoo und der Odenwald ist auch nicht weit. Und Großstadt sei Dank, kann man als Neufrankfurter ganz prima über ein breit aufgestelltes Angebot an Krabbelgruppen, Eltern-Kind-Cafés, Kinderturnen und musikalischer Früherziehung ganz schnell andere Mamas und Papas kennenlernen!

Formalitäten nach dem Umzug

Wie andernorts auch üblich musst du dich in Frankfurt im Rahmen einer Frist von zwei Wochen mit deinem neuen Wohnsitz anmelden. Die Anmeldung erfolgt persönlich beim zuständigen Bürgeramt. Wem es nicht möglich ist, persönlich zu erscheinen, kann einen bevollmächtigten Vertreter schicken. Alternativ zur schriftlichen Vollmacht, kann der Vertreter auch das bereits ausgefüllte und unterschriebene Anmeldeformular mitbringen. Ansonsten benötigst du für die Anmeldung:

  • Deinen gültigen Personalausweis oder Reisepass und ggf. die Ausweise deiner Familienmitglieder (bei Kindern kannst du statt des Ausweises auch die Geburtsurkunde vorlegen)
  • Einen Nachweis von deinem Vermieter über den Bezug der neuen Wohnung (Wohnungsgeberbestätigung)

Vergiss nicht, nach dem Umzug auch dein Auto umzumelden!

Kontakte knüpfen

Die meisten Zugezogenen verschlägt es aus beruflichen Gründen oder zum Studieren nach Frankfurt am Main. Studierenden wird das Einleben in Frankfurt durch die sogenannte Einführungswoche leichter gemacht. Denn dabei geht es nicht nur darum, Uni und Campus kennenzulernen. Die Einführungswoche soll vor allem dazu dienen, die Stadt zu erkunden und die Kontakte zu knüpfen. Zu diesem Zweck werden Stadt-Rallyes, Kneipentouren und Partys veranstaltet.

Wer für den (neuen) Job nach Frankfurt zieht, muss da schon selbst aktiver werden. Sicherlich finden sich schnell ein paar nette Kollegen, mit denen du dich auch in der Freizeit treffen kannst. Doch sicherlich willst du auch ein paar Leute außerhalb der Arbeit kennenlernen. Da gibt es natürlich die üblichen Möglichkeiten. Dazu zählen Online-Communities, in deren Rahmen du dich mit anderen Neufrankfurtern austauschen kannst. Du kannst das umfangreichen Freizeitangebot nutzen, so dass du bei einem neuen oder alten Hobbys Leute kennenlernen und Kontakte knüpfen kannst. Auch ein ehrenamtliches Engagement oder die Mitgliedschaft in einem Verein sind immer eine gute Sache, um Menschen zu treffen, mit denen dich schon einmal ein gemeinsames Interesse verbindet. Aber zudem hat Frankfurt noch eine ganz besondere Kontaktbörse zu bieten: Den Markt auf dem Friedberger Platz. Auf dem Friedberger Platz findet jeden Freitag bis 18:00 Uhr ein gewöhnlicher Wochenmarkt statt. Danach wird der Platz vor allem in der warmen Jahreszeit zur wöchentlichen Partymeile. Kontakte werden hier schnell geknüpft. Der Markt am Friedberger Platz gehört fast schon zur Frankfurter Willkommenskultur.

Von A nach B

Als Pendlerstadt verfügt Frankfurt über ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz. Mit Bus, Tram oder S-Bahn kommst du leicht von A nach B. Die S-Bahnen fahren teilweise sogar die ganze Nacht durch in die umliegenden Städte. Nachtschwärmer profitieren auch von den Nachtbussen, deren Knotenpunkt die Konstabler Wache (von den Frankfurtern auch liebevoll „Konsti“ genannt) ist.

Frankfurt hat nicht unbedingt den Ruf, eine fahrradfreundliche Stadt zu sein. Doch in den letzten Jahren hat sich hier einiges getan, so dass du inzwischen auch gut und sicher mit dem Fahrrad an dein Ziel kommen kannst.

Sehenswertes

Wer neu in Frankfurt ist, sollte sich natürlich mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Kultureinrichtungen vertraut machen. Schon allein, um Besuch aus der alten Heimat adäquat herumführen zu können.

Gleich vier der wichtigsten Sehenswürdigkeiten haben sich in der Frankfurter Altstadt versammelt:

  • Der Römer ist das im 14. Jahrhundert erbaute Rathaus. Du kennst sicher schon den berühmten Balkon des auffälligen roten Steinhauses. Hier versammeln sich die Spieler der Eintracht Frankfurt nach einem Titelgewinn, um sich von ihren Fans feiern zu lassen.
  • Der Kaiserdom Sankt Bartholomäus erlangte Berühmtheit als Wahl- und Krönungsstätte der deutschen Kaiser. Vom Dom mit seinem beeindruckenden gotischen Westturm führte der Krönungswege die Kaiser direkt zum Rathaus.
  • Auch die Paulskirche gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Dabei ist sie verhältnismäßig jung. Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie an Stelle der hier zuvor stehenden Barfüßerkirche errichtet. Dennoch handelt es sich bei der Paulskirche um einen Ort, an dem Geschichte geschrieben wurde. So tagte hier die Frankfurter Nationalversammlung, die erste Volksvertretung für ganz Deutschland. Damit würde die Paulskirche ein Symbol deutscher Demokratie.
  • Im Goethe-Haus erblickte der Dichterfürst Johann Wolfgang von das Licht der Welt. Das Gebäude ist inzwischen eine Gedenkstätte für den weltberühmten Schriftsteller.

Natürlich gibt es nicht nur in der Altstadt von Frankfurt viel zu sehen. Ein Spaziergang entlang des Mainufers und über die zahlreichen Mainbrücken ist nicht nur bei Tag schön. Besonders hervorzuheben ist hier der Eiserne Steg. Nachts beeindrucken die Lichter der Stadt entlang der Uferpromenade.

Eine Besonderheit Frankfurts sind zudem die Dotationskirchen. Acht Kirchen in der Innenstadt werden von der Stadt finanziert und viermal im Jahr findet in diesen Kirchen das traditionelle Frankfurter Stadtgeläut zu kirchlichen Feiertagen statt.

Ein beliebtes Ausgehviertel ist Frankfurt Sachsenhausen. Wo früher überwiegend Fischer, Handwerker und Landarbeiter lebten, finden sich inzwischen zahlreiche Kneipen und Bars.

In Sachsenhausen findet sich auch die Museumsmeile mit 13 teils international bekannten Museen wie dem Städel Museum, dem Liebig Haus und dem Museum für Weltkulturen.

Hibbdebach und Dribbdebach

Sachsenhausen liegt übrigens auf der südlichen Seite des Mains. Diesen Teil der Stadt nennt man im schönen Frankfurter Dialekt auch Dribbdebach. Das nördliche Ufer wird als Hibbdebach bezeichnet. Auf Hochdeutsch würde man statt Hibbdebach und Dribbdebach diesseits bzw. jenseits des Flusses sagen.

Weitere wichtige und interessante Sehenswürdigkeiten in Frankfurt sind:

  • Die Saalgasse, mit ihrer besonderen Architektur: kein Haus gleicht hier dem anderen
  • Der Palmengarten, Frankfurts grüne Oase
  • Der Main Tower – hier findest du Frankfurts höchsten Aussichtspunkt
  • EZB-Turm und Großmarkthalle: auch hier ist die Architektur besonders interessant, denn das historische Gebäude der Markthalle wurde in die modernen Hochhaustürme integriert
  • Bei der Alten Oper Frankfurt vorbeizuschauen, lohnt sich nicht nur für einen Konzertbesuch
  • Die Bockenheimer Warte: eigentlich „nur“ ein U-Bahnhof. Doch sogar beim Eingang einer U-Bahn-Station legen die Frankfurter Wert auf spezielle Architektur. Der Architekt und Designer Z. P. Pininski entwarf den skurrilen Schacht in die Unterwelt als aus der Erde ragenden historischen Londoner Tramwagen.

Ein alljährliches Highlight in Frankfurt ist das Museumsuferfest. Das große Kulturfest findet immer am letzten Augustwochenende statt.

Das Klima in Frankfurt

Dank seiner Lage in der Oberrheinischen Tiefebene gehört Frankfurt zu den wärmsten Gegenden in Deutschland. In Frankfurt kannst du dich auf ein mildes Klima mit relativ wenig Niederschlag freuen. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei gut 10 Grad Celsius.

Fazit: Frankfurt am Main ist DER Knotenpunkt in Deutschland. Hier laufen viele Fäden zusammen. Und für viele Menschen ist Frankfurt ein Ort, den man höchstens einmal für Geschäftsreisen besucht oder um vom Frankfurter Flughafen aus in die große weite Welt aufzubrechen. Doch wie die meisten Städte ist Frankfurt viel mehr als seine Klischees und wenn du nicht ohnehin schon begeisterter Frankfurt Fan bist, wird die Stadt dich mit ihrer Vielfältigkeit und ihren entspannten Bewohnern positiv überraschen!

Ein Umzug nach Hamburg – die Elbmetropole als Heimathafen

Aus welchen Gründen auch immer es dich in die norddeutsche Metropole verschlägt: herzlichen Glückwunsch! Du bist auf dem besten Weg, an einem Ort eine neue Heimat zu finden, den so viele so gerne ihr Zuhause nennen, der Sehnsuchtsort, Lieblingsstadt und Traumziel ist. Jede Menge Wasser, kleine Gässchen und große Nobeleinkaufsmeilen, nette kleine Cafés, zahllose Kneipen, schicke Restaurants, Elbphilharmonie und Schanze, Villenviertel und alternative Szene – Hamburg hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Und wir geben dir die besten Tipps zum Ankommen und Einleben als Sahnehäubchen obendrauf.

Hamburg im Faktencheck

Einwohner: 1,8 Millionen

Bevölkerungsdichte: 2430 Einwohner pro Quadratkilometer

Hamburg besteht aus sieben Bezirken, die sich wiederum in 104 Stadtteile untergliedern.

Der Hamburger Hafen gehört zu den weltgrößten Umschlaghäfen. Zusammen mit dem ebenfalls großen Hamburger Flughafen wird die Stadt an der Elbe so zu einem der wichtigsten Logistikstandorte Europas.

Zurechtfinden

Hamburg beherbergt mit seinen aktuell 1,8 Millionen Einwohnern deutlich weniger Menschen als Berlin. Dennoch ist es flächenmäßig mit seinen gut 755 Quadratkilometern gar nicht viel kleiner als die deutsche Hauptstadt. Hamburg verfügt über 104 Stadtteile, die sich auf die sieben Bezirke Altona, Hamburg Mitte, Wandsbek, Hamburg Nord, Eimsbüttel, Barmbek und Bergedorf verteilen. Hamburg ist damit auf der einen Seite sehr weitläufig. Auf der anderen Seite ist die Stadt an der Elbe so ausgelegt, dass man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln alle zentralen und wichtigen Punkte sehr gut erreicht. Damit wird die Wahl des Wohnbezirks vor allem zur Geschmacksfrage.

Tipp: Obwohl das Verkehrsnetz der Öffentlichen in Hamburg sehr gut ausgebaut ist, sind in der Stadt viele Autos unterwegs. Einen Parkplatz im Innenstadtbereich zu finden ist Glückssache und eine Fahrt durch den Elbtunnel ist gerade zu den Stoßzeiten alles andere als ein Vergnügen. Wir raten dir daher, so oft wie möglich Busse, Bahnen oder das Fahrrad zu nutzen. Das schont nicht nur die Umwelt, du kommst so auch deutlich entspannter ans Ziel!

Bei der Wahl des für dich richtigen Bezirks geht es vor allem um deine Vorlieben und Ansprüche an deinen neuen Wohnort. Wir haben für dich die wichtigsten Infos zu den sieben Bezirken zusammengefasst.

Hamburg Altona

Der Fischmarkt, der Hafen, der Elbstrand – das und noch viel mehr ist Hamburg Altona. Kein Wunder, dass dieser Bezirk besonders gerne von Touristen besucht wird. Altona beginnt in Ottensen, zieht sich an der Elbe entlang bis hin zur Stadtgrenze bei Schleswig-Holstein und geht im Norden über Rissen und Lurup bis zur Altstadt von Altona. Wer in Altona wohnt, sollte es schon etwas trubeliger mögen.

Hamburg Bergedorf

Es grünt so grün… Bergedorf ist für alle gut, die zwar das Stadtleben schätzen, aber sich gleichzeitig nach viel Grün und einer gewissen Weitläufigkeit sehnen. Bergedorf zeichnet sich durch seine hübsche historische Altstadt aus. Auch das Schloss Bergedorf und die Reitbrooker Mühle verleihen dem Bezirk ein geschichtsträchtiges Ambiente. In Bergedorf kannst du gemütlich über Wochenmärkte schlendern oder Ausflüge über die den Stadtkern umgebenden Vier- und Marschlanden, den Elberadweg oder die Wasserwege machen – ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Boot. Bergedorf kannst du auf unterschiedlichstem Weg erkunden. In Bergedorf kannst du übrigens auch wunderbar nach den Sternen greifen – hier befindet sich Hamburgs einzige Sternwarte.

Hamburg Eimsbüttel

Eimsbüttel ist ein zentraler Bezirk Hamburgs an der Außenalster. Es ist einer der beliebtesten Stadtteile – und einer der am dichtesten besiedelten. Das Stadtbild von Eimsbüttel ist durch Altbauten und Grünanlagen geprägt. Zu Eimsbüttel gehört auch das bekannte Schanzenviertel mit seinen Cafés und Bars. Außerdem findet sich hier mit dem Kaifu Bad eine echte Erholungsstätte mitten in der Stadt.

Hamburg Mitte

Der Bezirk mit den meisten Stadtteilen ist Hamburg Mitte. Hier finden sich besonders viele von Hamburgs Sehenswürdigkeiten, der Hafen und viele In-Viertel mit Restaurants, Kneipen, Clubs, Bars und Cafés. Damit ist Hamburg Mitte in jeder Hinsicht das Herzstück der Stadt. Dabei sind die einzelnen zu Mitte gehörenden Stadtteile atmosphärisch sehr unterschiedlich. Es gibt industriell geprägte Gebiete, gut bürgerliche Viertel und szenige Orte.

Wandsbek

Wandsbek ist der bevölkerungsstärkste Bezirk Hamburgs. Wo Wandsbek an Schleswig-Holstein grenzt, finden sich viele Naturschutzgebiete und der Bezirk ist ausgesprochen grün. In die andere Richtung geht es urbaner zu. Eine bekannte Sehenswürdigkeit des Bezirks ist das Schimmelmann-Mausoleum.

Hamburg Nord

Hamburg Nord ist in 13 Stadtteile untergliedert, die zum Teil sehr individuell ausfallen. Im Hamburger Norden befindet sich der große Hamburger Flughafen Helmut Schmidt. Zudem zeichnet sich der Bezirk durch seine zentrale Lage und die guten Verkehrsanbindungen aus. Parks und Grünanlagen sind in großer Zahl vorhanden und von Villenvierteln wie in Eppendorf bis hin zu Bürokomplexen wie in Winterhude hat das Stadtbild des Bezirks viel Unterschiedliches zu bieten.

Harburg

In Hamburg Harburg ist die Technische Universität angesiedelt. Zudem finden sich hier viele namhafte Unternehmen. Im Harburger Hafen kannst du neben großen Schiffen schicke Yachten bewundern. Außerdem kann man hier wunderbar Essen gehen und auch Bars sind im Harburger Hafen in größerer Zahl vorhanden. Jazzfans kommen im Jazzclub Stellwerk auf ihre Kosten. Das Helms-Museum und die Phönix Art Kulturstiftung bieten Kulturfreunden interessante Anlaufstellen.

Besondere Orte in Hamburg

Die Reeperbahn, die Speicherstadt, der Hafen, die Außenalster… Viele Attraktionen der Stadt kennen auch die meisten Neuhamburger zumindest dem Namen nach. Doch wenn du Hamburg zu deiner Heimat machen möchtest, dann werden über kurz oder lang nicht die typischen Touristenattraktion deine Lieblingsorte sein. Und deinen Besuchern möchtest du sicher auch ein paar speziellere Sehenswürdigkeiten als den Hamburger Michel oder die Elbphilharmonie präsentieren.  Darum verraten wir dir ein paar weniger bekannte Plätze der Hafenstadt, Plätze mit Wohlfühlpotential.

Das Falkensteiner Ufer

Gerade in den Sommermonaten ist der Elbstrand mehr als überlaufen. Zum Glück gibt es im Westen der Stadt mit dem Falkensteiner Ufer eine tolle Alternative. Das Falkensteiner Ufer ist ein weitläufiger Sandstrand, der noch eine Besonderheit zu bieten hat: seit Jahrzehnten liegen dort zwei Schiffswracks. Da ist zum einen das Binnenschiff Uwe, das 1975 bei starkem Nebel sank. Ein paar Meter weiter befindet sich das Wrack des finnischen Segelschiffs Polstjernan, das hier bereits seit 1926 liegt und seither als Wellenbrecher dient.

Beim Falkensteiner Ufer findet sich zudem der Römische Garten, der im 19. Jahrhundert von einem reichen Kaufmann angelegt wurde. Vom Ufer musst über 100 Stufen erklimmen, um die schöne Aussicht vom Garten aus auf die Elbe zu genießen.

Apropos Treppen, unweit des Ufers ist auch das Treppenviertel Blankenese mit seinen zauberhaften Gässchen zu erkunden.

Der Ohlsdorfer Friedhof

Ein Friedhof als Wohlfühlort? Aber ja. Du musst ja nicht unbedingt bei Nacht und Nebel die beeindruckenden Grabmäler des Ohlsdorfer Friedhofs aufsuchen. Das Gelände erstreckt sich über 389 Hektar und ist damit die größte Grünanlage der Stadt. Hier kannst du ausgiebige Spaziergänge zischen den Gräbern prominenter Persönlichkeiten wie Inge Meysel oder James Last machen.

Das Johannes-Brahms-Museum und die Peterstraße

In der Peterstraße mit ihren schmucken Fassaden befindet sich das kleine aber feine Johannes-Brahms-Museum in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Das tatsächliche Geburtshaus des Musikers stand ein paar Häuser weiter, wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört – so wie viele weitere Gebäude der Peterstraße. Damit ist die auf Barock getrimmte Straße eigentlich eine Mogelpackung. Denn die meisten der roten Backsteinbauten wurden in den 1960er Jahren nach historischem Vorbild errichtet. Dabei sah die Peterstraße in ihrem Ursprung völlig anders aus, standen dort doch keine großbürgerlichen Prachtbauten, sondern deutlich schlichtere Häuser. Das ändert jedoch nichts an der schönen Atmosphäre der Straße.

Klövensteen

Wer der Stadt entkommen möchte, ist im Naherholungsgebiet Klövensteen gut aufgehoben. Das Waldgebiet erstreckt sich am Rande Schleswig-Holsteins. Hier findest du dichte Wälder, Wildgehege, ein Moorgebiet… Und für Kinder: einen großartigen Waldspielplatz.

Ein Kiosk mit Geschichte

Möchtest du einmal dort ein Bierchen kaufen, wo schon die Beatles Zigaretten holten? In der Talstraße 19 in St. Pauli steht ein unscheinbar wirkender Kiosk mit Geschichte. In den Zeiten, in denen die Beatles im Indra Club auftraten, kauften sich John Lennon und Paul McCartney hier ihre Zigaretten – einzeln.

Die FrauenFreiluftGalerie

Für Kunstliebhaber ist die FrauenFreiluftGalerie ein besonderer Anlaufpunkt. Es handelt sich hierbei um ein Langzeitprojekt, in dessen Rahmen 15 Bilder an historischen Gebäuden und Mauern ausgestellt werden. Das Projekt wurde von mehreren Künstlerinnen ins Leben gerufen. Thematisch geht es um Frauenarbeit, genauer gesagt um den Wandel der Arbeit und Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiterinnen.

Die Mellin-Passage

Die Mellin-Passage ist nicht nur die kleinste, sondern auch die älteste Einkaufspassage der Hansestadt. Sie verbindet die Nobeleinkaufsmeile Neuer Wall mit den Alsterarkaden. Hier lohnt es sich, beim Schaufensterbummel auch einen Blick nach oben zu werfen: Dort findet sich eine aufwendig verzierte Decke.

Ein Eingang in die Abgründe Hamburgs

Wenn du diesen recht unscheinbar wirkenden Eingang kennst, dann kannst du bei deinen ersten Besuchern in deiner neuen Heimatstadt mit echtem Angeberwissen aufwarten und den Eindruck erwecken, dich schon richtig gut auszukennen. An der U-Bahn-Haltestelle Baumwall befindet sich ein Einstiegshäuschen in die Kanalisation der Stadt. Und dieses wurde extra für Kaiser Wilhelm II. errichtet. Ja, der Kaiser hatte sozusagen seinen eigenen Eingang in die Abgründe Hamburgs. Er hatte nämlich ein Faible für Technik und die unterirdischen Kanäle der Hafenstadt faszinierten ihn. So hatte er unterhalb des kleinen Eingangsgebäudes sogar ein eigenes Ankleidezimmer, damit er sich für die Besichtigung der Abwasserkanäle geeignete Kleidung anziehen und anschließend wieder in voller Pracht auf die Straße treten konnte. Besichtigen kann man den Einstieg übrigens leider nur von außen.

Wohnung finden

Eine so rundum großartige Stadt? Da muss doch irgendwo ein Haken sein? Aber ja, wie so oft in beliebten Metropolen findet sich der Haken bei der Wohnungssuche. Die Mieten und die Immobilienpreise in Hamburg kann man kaum noch als günstig bezeichnen. Die gute Nachricht ist: Hamburg ist nicht in der Top Ten der teuersten Städte in Deutschland vertreten, sondern belegt zu Beginn des Jahres 2019 „nur“ den 13. Platz der fragwürdigen Rangliste. Wie in anderen Großstädten auch, ist der Wohnraum zudem knapp bemessen. Und besonders die schönen und günstigen Wohnungen gehen gerne einmal unter der Hand weg. Wenn man nicht aus Hamburg kommt oder dort bereits ein großes Netzwerk hat, ist man ganz klar im Nachteil bei der Wohnungssuche. Bei den Wohnungen, die du über die bekannten Immobilienforen findest, siehst du dich einer großen Konkurrenz gegenüber. Wir raten dir also, möglichst viele Kanäle auszuschöpfen und ruhig unkonventionelle Wege zu gehen, um deine Traumwohnung zu finden. Wir haben hier die sechs wichtigsten Tipps für dich:

Social Media: Nutze deine Social-Media-Kanäle. Wenn du bei Facebook postest, dass du auf Wohnungssuche bist, findest du vielleicht jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der gerade aus seiner superschönen und günstigen Hamburger Altbauwohnung auszieht und noch keinen Nachmieter hat.

Anzeige schalten: Um auch die Menschen aufzuspüren, die sich auch heutzutage noch ungerne in der digitalen Welt bewegen, solltest du eine ganz klassische Zeitungsannonce schalten. Es kann sich auch umgekehrt lohnen, den Anzeigeteil lokaler Zeitungen und Zeitschriften zu durchforsten. Nicht alle Printanzeigen finden sich auch online!

Handzettel aushängen: Bestimmt hast du schon einmal Aushänge an Bäumen, Laternenpfählen, in Supermärkten oder an Ladentüren von Wohnungssuchenden bemerkt. Einen Zettel zu entwerfen und zu verteilen kostet etwas mehr Aufwand, doch auch damit erreichst du Menschen und potentielle Wohnungsvermittler, die du auf anderen Wegen nicht finden würdest. Wenn du deinen Aushang auch noch sympathisch und auffallend gestaltest, erhöhst du umso mehr die Chancen, dass sich jemand meldet.

Hausverwaltungen abtelefonieren: Eine weitere Möglichkeit, um an Wohnraum zu gelangen, ist die Kontaktaufnahme zu verschiedenen Hausverwaltungen. Am besten funktioniert das über einen persönlichen Anruf oder indem du bei der Hausverwaltung direkt vorbei gehst. Wenn du Glück hast, haben sie gerade ein Angebot, das noch nicht über die offiziellen Kanäle verbreitet wurde.

Wohnungsbaugenossenschaften: Wenn du Mitglied in einer Wohnungsbaugenossenschaft wirst, bekommst du die Chance auf preisgünstigen Wohnraum. Der Haken an der Sache ist, dass du zunächst Genossenschaftsanteile erwerben musst, die jedoch in der Regele bei Austritt aus der Genossenschaft verzinst zurückgezahlt werden.

Neue Plattformen nutzen: Inzwischen gibt es Plattformen wie Mietradar, die nicht nur automatisch Angebote aus den bekannten Immobilienplattformen scannen und dir passende Angebote zu dem von dir festgelegten Profil zusenden, sondern auch gleich eine Kontaktanfrage in deinem Namen an die Wohnungsanbieter verschicken.

Auch bei einem Umzug nach Hamburg gehört die Anmeldung an deinem neuen Wohnort zu den ersten Formalitäten, die es zu erledigen gilt. Die Anmeldung muss innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach deinem Umzug stattfinden. Anlaufstelle für die Anmeldung bzw. Ummeldung sind die Hamburger Kundenzentren. Du kannst in einem Kundenzentrum deiner Wahl online einen Termin zur Anmeldung auswählen. Zum Termin musst du die üblichen Unterlagen mitbringen:

  • Personalausweis oder Reisepass aller umzumeldender Personen,
  • den ausgefüllten und unterschriebenen Anmeldevordruck, der ebenfalls online zu finden ist
  • sowie eine ausgefüllte und unterschriebene Wohnungsgeberbestätigung.

Bei der Anmeldung wird zudem eine Bearbeitungsgebühr fällig.

Hinweis: Vergiss nicht, auch deinen PKW oder dein Haustier umzumelden! Auch hier können dir sonst Strafgebühren drohen.

Leute kennenlernen

Neu in der Stadt. Vor allem, wenn man allein und nicht mit Kind und Kegel umzieht, kann man sich schnell einsam in einer neuen Umgebung fühlen. Damit das neue Zuhause auch schnell zur neuen Heimat wird, ist es wichtig zu wissen, wie du in deiner neuen Stadt am besten neue Leute kennenlernst. Relativ einfach ist dies immer durch ein gemeinsames Hobby. Aber was, wenn du nicht der klassische Sportvereinsmensch bist? Wenn du nicht in einem Chor singen möchtest und kein Instrument beherrschst? Zum Glück gibt es da gerade in einer großen Stadt wie Hamburg noch viele weitere Möglichkeiten, um gemeinsam mit anderen Menschen spaßige Dinge zu erleben und ganz nebenbei neue Freunde zu finden. Wie wäre es zum Beispiel, wenn du einem guten alten Stammtisch beitrittst? Bei dem Wort Stammtisch denkst du an Parolen schwingende ältere Herren mit Schmähbauch? Schade, denn viele Hamburger Stammtische sind längst nicht so verstaubt, wie ihr Ruf und eine hervorragende Möglichkeit, Leute kennenzulernen, mit denen dich ein gemeinsames Interesse verbindet. Liebst du zum Beispiel VW-Busse? Dann schau doch einmal beim VW-Bus-Stammtisch vorbei. Du fotografierst gerne? Dann ist der Stammtisch der Hamburger Fotofreaks eine schöne Anlaufstelle. Und selbst Stricklieseln und Häkelliebhaber treffen sich in Hamburg im Rahmen von Stammtischen wie der Eppendorfer Masche. Darüber hinaus gibt es einen Punker-Stammtisch, den Veggi-Stammtisch für Vegetarier und Veganer, das Trekdinner für Science-Fiction-Fans… Du siehst, in Hamburg muss niemand sein Hobby im stillen Kämmerlein ausüben, wenn du das nicht möchtest. Eine Alternative zu Stammtischen sind Buchclubs und Lesezirkel. Diese bieten nicht nur eine schöne Möglichkeit mit anderen über Literatur zu diskutieren und sich über Bücher auszutauschen, sondern auch, Menschen kennen zu lernen. In und um Hamburg gibt es ein breites Angebot an Buchclubs und Literaturzirkeln. Auch über ein Ehrenamt, Sprachkurse, Töpferkurse, Kreativworkshops kannst du wunderbar neue Freundschaften knüpfen.

Du siehst, Hamburg ist eine Stadt mit tausend Möglichkeiten, die mehr zu bieten hat als die Reeperbahn, den Hafen und Schietwetter. Wir wünschen dir jedenfalls eine wunderschöne Zeit in deiner neuen Heimat im Norden!

Ein Umzug nach Leipzig – das „neue Berlin“ stellt sich vor

nach leipzig ziehen

Leipzig ist das neue Berlin – so hört man. Während in Berlin Mieten und Immobilienpreise rasant gestiegen sind und es so gerade für Menschen mit kleinem Geldbeutel immer schwieriger wird, sich in der Hauptstadt ein Leben aufzubauen, bietet Leipzig das, was man in Berlin noch vor einigen Jahren fand: viel freistehenden Wohnraum, relativ günstige Miet- und Immobilienpreise. Das wiederum lockt vor allem Studenten, Künstler und Kulturschaffende in die ostdeutsche Großstadt, so dass sich hier in den letzten Jahren eine lebhafte Kreativszene entwickelt hat.

Leipzig gehörte in den letzten Jahren zu den Städten in Deutschland mit dem größten Bevölkerungszuwachs. Wenn es auch dich nach Leipzig zieht – sei es zum Studieren oder wegen eines neuen Jobs, alleine oder mit Familie – haben wir die besten Tipps für dich für einen gelungenen Start in deiner neuen Heimat.

Leipzig im Faktencheck

  • Einwohner: 582.000
  • Fläche: 297,8 Quadratkilometer
  • Bevölkerungsdichte: 1954 Einwohner pro Quadratkilometer
  • Erstmals urkundlich erwähnt: 1015

Leipzig gehört aktuell zu den deutschen Städten mit dem größten Bevölkerungszuwachs.

Leipzig gehört zu den Städten mit einer der längsten Messetraditionen weltweit. Zudem ist die Stadt ein historisches Zentrum des Buchdrucks und Buchhandels. Kein Wunder also, dass gerade die Leipziger Buchmesse sich großer Beliebtheit erfreut und jährlich tausende Menschen aus aller Welt anlockt.

Wohnen und arbeiten in Leipzig

Eine Wohnung zu finden gestaltet sich in Leipzig noch nicht so schwierig wie in anderen deutschen Großstädten. Mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 8,91 € pro Quadratmeter haben auch in der ostdeutschen Metropole die Preise ordentlich angezogen, doch sind die Lebenshaltungskosten noch immer günstiger als in vielen anderen Regionen. Und je nach Stadtteil kann man tatsächlich noch recht günstig wohnen. Richtung Zentrum wird es dann immer teuer.

Wichtige Arbeitgeber in Leipzig

Man liest immer wieder, dass die Arbeitslosenquote in Leipzig in den letzten Jahren gesunken ist. Und tatsächlich liegt die Arbeitslosenquote im April 2019 bei „nur“ 6,3 Prozent. Damit ist sie jedoch immer noch deutlich höher als in vielen anderen Regionen Deutschlands. Doch auch in Leipzig scheint sich hier ein positiver Trend abzuzeichnen und die Messestadt weckt zunehmend das Interesse größerer Arbeitgeber. So hat sich mit dem BMW Group Werk eine der modernsten und nachhaltigsten Fabriken der Automobilindustrie hier angesiedelt. Und auch Amazon, DHL und die Lufthansa haben Leipzig als Wirtschaftsstandort für sich entdeckt.

Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber ist die Leipziger Uniklinik. Zum Universitätsklinikum Leipzig gehören 26 Kliniken und Polikliniken, sowie sieben Institute und elf unterschiedliche Abteilungen.

Und auch der internationale Leipziger Flughafen ist ein wichtiger Arbeitgeber für die Stadt und die Region.

Ämter und Formalitäten

Wie bundesweit üblich, muss man sich auch nach seinem Umzug nach Leipzig binnen einer Frist von zwei Wochen am neuen Wohnort anmelden. Die Anmeldung bzw. Ummeldung erfolgt im Bürgeramt. Neben dem Anmeldeformularbenötigt man einen gültigen Personalausweis oder Reisepass sowie eine schriftliche Bestätigung des Wohnungsgebers über den Umzug in die neue Wohnung. Bei Familien genügt es, wenn ein volljähriges Familienmitglied die verlangten Dokumente beim Bürgeramt vorlegt.

Die Anmeldung kann unabhängig vom genauen Wohnort in Leipzig an jedem der Leipziger Bürgerämter vorgenommen werden. Vorab kann man sich auf der Internetseite der Stadt Leipzig über die aktuellen Wartezeiten in den einzelnen Bürgerämter informieren.

Studieren in Leipzig

Vor allem immer mehr Studierende entdecken Leipzig als attraktive Wahlheimat. Von A wie Afrikastudien bis Z wie Zahnmedizin – die Leipziger Universität und die Hochschulen bieten ein breites Spektrum bei der Fächerwahl. 14 Hochschulen und drei hochschulähnliche Einrichtungen findest du in Leipzig. Kein Wunder, dass Leipzig zu den beliebtesten Universitätsstädten in Deutschland gehört. Rund 40.000 Studierende gibt es in der Stadt. Damit machen die Studierenden etwa sieben Prozent der Gesamtbevölkerung von Leipzig aus. Dementsprechend ist auch das Leben in der Stadt studentisch geprägt und von Clubs und Cafés bis hin zu allerhand Studentenrabatten in verschiedenen Geschäften gibt es hier besondere attraktive Angebote und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für Studierende. Zudem hat Leipzig als Universitätsstadt eine lange Tradition und wer zum Studium nach Leipzig zieht, reiht sich ein in eine Riege großer Namen wie Goethe, Lessing und Klopstock.

Universität Leipzig

1409 wurde die Alma mater Lipsiensis gegründet. Damit handelt es sich bei der Leipziger Universität um eine echte Traditionsuni. Sie verfügt aktuell über 14 Fakultäten und 150 Institute. Die einzelnen Fakultäten und Institute sind über die Stadt verteilt, was zum besonderen studentischen Flair von Leipzig beiträgt. Bei aller Tradition ist das, was die Alma mater heute bietet, hochmodern. Online-Lernportale, eine Hauptbibliothek, die 24 Stunden geöffnet hat, eine Mensa die auf Nachhaltigkeit setzt: die Universität Leipzig geht mit der Zeit.

Weitere Hochschulen in Leipzig

  • In einer Buchdrucker- und Buchhandelsstadt wie Leipzig darf eine Hochschule für Grafik natürlich nicht fehlen. Die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig blickt wie die Leipziger Universität auf eine lange Tradition zurück. Sie wurde bereits 1764 gegründet. Damit gehört sie zu den ältesten Kunstakademien in Deutschland. An der HGB stehen die vier Studiengänge Malerei und Grafik, Buchkunst und Grafik-Design, Fotografie und Medienkunst zur Auswahl. Hier studieren etwa 600 Studenten, woraus sich eine recht „familiäre“ Atmosphäre an der Hochschule ergibt.
  • Neueren Jahrgangs ist die Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur. 1992 wurde sie als Hochschule der angewandten Wissenschaften gegründet. Sie gehört mit gut 6.000 Studierenden inzwischen zu den größten Fachhochschulen in Deutschland.
  • 1843 gründete Felix Mendelssohn Bartholdy ein Konservatorium in Leipzig. Dieses Konservatorium war die erste Einrichtung für eine höhere musikalische Bildung in Deutschland. Inzwischen nennt sich das Konservatorium Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy und bietet ein Ausbildungsspektrum von Klassik bis Popmusik, von Schauspiel bis Dramaturgie.

Dies waren nur drei Beispiele für das rege Bildungsangebot der Stadt Leipzig. Des Weiteren finden sich staatliche und private Hochschulen und Bildungseinrichtungen mit zum Teil sehr spezialisiertem Angebot oder auch mit regelrechten Nischenfächern wie Gamedesign. Auffällig ist, dass besonders die kreativen Fachrichtungen stark vertreten sind.

Kunstszene Leipzig

A propos kreativ – die Leipziger Kunstszene ist in jedem Fall erwähnenswert. Vor allem der Künstler Neo Rauch wurde zum Wegbereiter der Neuen Leipziger Schule. Kein Wunder, dass nach der Wende rasch eine große Euphorie, ein regelrechter Hype um die Leipziger Kunstszene entstand. Wenn wir über Leipzig sprechen, müssen wir auch über Kunst reden. Ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für die Leipziger Kreativszene ist die Alte Baumwollspinnerei, deren Atelierpotential ebenfalls Neo Rauch erkannte. In der Spinnerei ist die Dichte an Galerien und Kunstschaffenden besonders hoch. Ateliers, Galerien, Start-Ups, Kunsthandel und Kunsthandwerk sind hier angesiedelt, liefern sich gegenseitig Inspiration und schmoren zugleich ein wenig im eigenen Saft. Doch gibt es vielversprechende Anläufe nicht nur von der Hochschule für Grafik und Buchkunst, der Leipziger Kunstszene auf internationales Parkett zu führen. Wenig bekannt ist bisher, dass Leipzig auch einige interessante junge Fotografen hervorgebracht hat.

Leipzig

Leipzig mit Kind und Kegel

Wer mit seiner Familie nach Leipzig zieht, macht sich besondere Gedanken darüber, ob sich die Kinder in der neuen Heimat wohl fühlen werden, ob es zuverlässige Betreuungsmöglichkeiten, gute Schulen und Kindergärten gibt. Kurz gesagt: Leipzig ist eine Stadt, in der man sich auch als Familie gut niederlassen kann. Im Vergleich der Bundesländer liegen Sachsens Schüler bildungstechnisch seit Jahren ganz weit vorne. Gute Schulen lassen sich demnach relativ problemlos finden. Und auch das Kinderbetreuungsangebot ist in Leipzig gut aufgestellt. Für die Freizeitgestaltung ist Leipzig für Familien ebenfalls attraktiv – denn man ist nicht nur schnell im Grünen, auch in der Stadt gibt es ein großes und zum Teil sehr besonderes Freizeitangebot für Kinder – so den pädagogisch betreuten Bauspielplatz, das offene Spielzimmer für kalte Regentage, Vorlesenachmittage in der Umweltbibliothek, die Erfinderkinder-Nachmittage in der Spittastraße, den Modellbaupark, Kindercafés, Seifenkistenrennen, das BELANTIS AbenteuerReich, das Kindermuseum UNIKATUM, das Puppentheater Sterntaler, das Schreberbad und vieles, vieles mehr.

Einleben in der neuen Stadt

Ihren Namen verdankt die Stadt Leipzig den Lindenbäumen. In der ersten Erwähnung der Stadt, sprach Bischof und Geschichtsschreiber Thietmar von Merseburg von der urbs Libzi, der Stadt der Linden. Und noch heute zeichnet sich Leipzig durch viel Grün aus und ist für viele ein idyllisches Plätzchen, dass das Beste vom Großstadtleben und Nähe zur Natur vereint. Überhaupt scheint Leipzig einige Gegensätze perfekt zu verbinden. Denn neben Stadt und Natur treffen hier Tradition und modernes urbanes Leben, sächsische Gemütlichkeit und Weltoffenheit, klassische Musik und Electrobeats, Eckkneipe und Sternerestaurant aufeinander. Leipzig ist ein Wohlfühlort. Hier ist für jedes Gemüt und jede Vorliebe etwas dabei. Wer in Leipzig schnell Anschluss finden will, der verbindet dies gerne mit seinen Vorlieben für die individuelle Freizeitgestaltung – Sportverein, Ehrenamt, Kulturclub, Musikgruppe – in Leipzig findest du ein breites Angebot, um deinen Hobbys nachzugehen und dabei Freundschaften zu knüpfen.

Freizeitmöglichkeiten in Leipzig

Ein entspannter Museumsbesuch? Das klassische Konzert? Theater oder Kabarett? Oder powerst du dich in deiner Freizeit lieber beim Sport aus – zum Beispiel beim Paddeln auf dem Fluss? Du hast Kinder und die gehen gerne einmal in den Zoo? Sobald das Wochenende naht zieht es dich ins Grüne – an Seen oder in den Wald? Oder du feierst lieber die Nächte durch im angesagten Szeneclub? In Leipzig ist all das möglich. Es gibt kaum etwas, das es nicht gibt. Die Stadt bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten für Singles, Paare, Familien mit Kindern, Naturliebhaber, Kulturgenießer, Sportbegeisterte und Naturliebhaber. Als wichtige Anlaufpunkte zur Freizeitgestaltung seien hier nur ein paar Beispiele aufgezählt:

  • Als Neuling in Leipzig sollte man sich zumindest einmal die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vornehmen. Dazu gehören das Alte Rathaus, die Red Bull Arena, das City-Hochhaus mit Aussichtsplattform, der Stadthafen, die Mädler Passage, die Nikolaikirche, die Thomaskirche und natürlich das wohl beliebteste Leipziger Postkartenmotiv – das Völkerschlachtdenkmal und FORUM 1813.
  • Für Museumsbesuche eignen sich zunächst die bekannten Museen wie das Museum für Völkerkunde oder das Museum der bildenden Künste. Das Stadtgeschichtliche Museum gibt einen guten Überblick über die Geschichte der neuen Heimat. Echte Museumsliebhaber können in Leipzig zudem viele interessante kleinere Ausstellungen und Galerien entdecken.
  • Für Kulturfreunde lohnt sich immer ein Besuch der Leipziger Oper, die mit ihrer 300jährigen Tradition Spielstätte für international bekannte Solisten und Ensemble ist. Schöne Konzerte gibt auch das Gewandhausorchester, das seinen Sitz direkt gegenüber der Oper hat. Für Theaterbesuche lohnt sich das Leipziger Stadttheater. Ein kleiner Geheimtipp ist wohl die in der Südvorstadt gelegene na To. Sie ist das älteste Kulturzentrum Leipzigs in freier Trägerschaft und ein soziokulturelles Zentrum für experimentellen Jazz, freies Theater, Performances und Musik unterschiedlichster Richtungen.
  • Naturliebhaber kommen im Leipziger Zoo, im Wildpark, im Rosental und ja, auch auf dem parkähnlich angelegten Südfriedhof auf ihre Kosten. Schöne Spaziergänge kann man auch entlang des Karl-Heine-Kanals oder im Clara-Zetkin-Park machen.
  • Natürlich verfügt Leipzig über zahlreiche Sportvereine und die meisten Trendsportarten sind in der Großstadt vertreten. Durch den Leipziger Stadthafen und die Nähe zu Seen und Flüssen, kann man hier zudem vor allem in den Sommermonaten ganz großartig unterschiedlichsten Wassersportarten frönen. Freunde des Wassersports finden zum Beispiel direkt am Leipziger Stadthafen die Möglichkeit für Kanu- und Paddeltouren.
  • Wer abends nicht ins Kino, Theater oder Konzert möchte, aber auch nicht daheim auf dem Sofa sitzen will, findet im Leipziger Süden, in der Karl-Liebknecht-Straße – auch liebevoll KarLi genannt – jede Menge Bars, Cafés und Kneipen. Auch die Karl-Heine-Straße ist eine regelrechte Szenemeile mit Restaurants und außergewöhnlichen Geschäften.

In Leipzig unterwegs

Verkehrstechnisch ist Leipzig gut aufgestellt. Drei Autobahnen, ein internationaler Flughafen und ein großer Bahnhof sorgen für genügend Anbindungen zur „Außenwelt“ und für genügend Möglichkeiten in die Stadt und aus der Stadt zu kommen. Auch bei kürzeren Strecken entpuppt sich die Leipziger Infrastruktur als ausgezeichnet. Das S-Bahn-Netz ist dicht ausgebaut und auch mit den Bussen kommt man gut von einem Stadtteil in den nächsten.

Leipziger Klima

Leipzig bleibt von den typischen klimatischen Großstadtproblemen nicht verschont. Das Klima in der Stadt unterscheidet sich von dem in der umgebenden freien Landschaft. Versiegelung, dichte Bebauung, viel Beton und Asphalt, große Baumassen – die Stadt heizt sich im Sommer schneller auf und es kann in den Sommermonaten zu stärkeren Wärmebelastungen kommen. Zudem gibt es auch in Leipzig ein wachsendes Verkehrsaufkommen und damit eine stärker werdende Schadstoffemission. Die Stadt wirkt dem mit Maßnahmen wie der sogenannten doppelten Innenentwicklung entgegen. Das bedeutet, dass in Leipzig innerstädtische Flächen nicht nur baulich verplant, sondern auch zur Begrünung genutzt werden. Auf diese Weise soll auch in Hinblick auf das Klima in Leipzig die Lebensqualität im Blick behalten werden.

Ummelden bei Umzug: Wo und wann Sie das tun müssen

Ummelden, Umzug

Der eigene Umzug markiert einen besonderen Wendepunkt im Leben vieler Menschen. Ob innerhalb der gleichen Stadt oder über Hunderte von Kilometern: Die neue Wohnung ist ein gänzlich fremder Ort, der Stück für Stück zum Heim gemacht werden muss. Nicht vergessen sollten Sie dabei auch, sich bei allen wichtigen Stellen umzumelden.

Vor dem Umzug: Nicht vergessen!

Es gibt einige Punkte, die Sie schon dann erledigen müssen, bevor Sie in Ihr neues Zuhause ziehen. So sollten Sie sowohl ihrem Versorger für Gas, Strom und Wasser rechtzeitig Bescheid geben, wenn sich Ihre Adresse ändert. Das ist schnell und unbürokratisch möglich, sofern Sie keinen Anbieterwechsel anstreben. Bei einem Wechsel berücksichtigen Sie am besten die jeweiligen Kündigungsfristen und lassen sich bei Ihrem neuen Anbieter beraten. Oftmals hilft dieser dann bei Kündigung und Ummeldung.

Der Energieversorger muss über die neue Adresse informiert werden.
Der Energieversorger muss über die neue Adresse informiert werden.
Damit Sie direkt nach dem Umzug per Telefon erreicht werden und das Internet nutzen können, melden Sie Ihre neue Adresse inklusive des Umzugsdatums bei Ihrer Telefongesellschaft an. Tun Sie das erst nach dem Umzug, müssen Sie eine Weile auf einen funktionierenden Anschluss verzichten.

Neue Adresse: Die ersten Anlaufstellen

Wer umzieht, muss dies selbstverständlich dem Einwohnermeldeamt mitteilen. Immerhin verwaltet die Behörde alle Einwohner einer Stadt inklusive deren Adressen. Mit einer Ummeldung verbunden sind dabei auch die neue Festsetzung von Grundsteuer, versiegelter Fläche und Müllgebühren. Für gewöhnlich ist es nötig, sich bis spätestens 14 Tage nach dem Umzug beim Einwohnermeldeamt einzufinden und dort den neuen Wohnsitz anzumelden. Wer diese Frist versäumt, muss mir einem Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 500 Euro rechnen. Nicht vergessen werden sollte beim Anmelden der Personalausweis und bei Mietwohnungen auch die sogenannte Wohnungsgeberbescheinigung. Angemeldet werden muss der neue Wohnsitz auch, wenn es sich um eine Zweitwohnung handelt. Das Einwohnermeldeamt der entsprechenden Gemeinde ist dafür zuständig.

Zieht ein Hund mit um, verändert sich möglicherweise die Höhe der Steuer.
Zieht ein Hund mit um, verändert sich möglicherweise die Höhe der Steuer.

Umziehende, die einen Hund besitzen, können diesen direkt bei der Anmeldung ebenfalls mit neuer Adresse hinterlegen lassen. Das ist wichtig, damit die Hundesteuer korrekt berechnet werden kann. Auch bei einem Umzug innerhalb der Stadt ist die Mitteilung der Adressänderung wichtig. Meist nämlich wird die Hundesteuer mit weiteren haushaltsbezogenen Kosten abgerechnet. Es lohnt sich, zunächst zu fragen, ob der Hund beim Einwohnermeldeamt ab- und wieder angemeldet werden kann. Ist das nicht möglich, führt der nächste Schritt zum Finanzamt. Mehr dazu gibt’s übrigens im Beitrag: Hund ummelden leicht gemacht

Auch wichtig: Bank und Co.

Natürlich ist es mit dem Einwohnermeldeamt nicht getan. Möchten Sie sich nach einem Umzug ummelden, müssen Sie dies laut umzugsauktion.de nicht nur beim Bürgeramt, sondern beim Finanzamt, der Agentur für Arbeit oder bei Banken und Sparkassen. Es lohnt sich, vor dem Umzug eine Liste zu erstellen, um die wichtigsten Ansprechpartner nicht zu vergessen. Da vor allem mangelnde Organisation zu Fehlern beim Umzug führt, ist dieser Schritt umso wichtiger. Nach dem Umzug muss die erstellte Liste dann nur noch Stück für Stück abgearbeitet werden.

Die nächste Anlaufstelle beim Ummelden ist das Finanzamt. Auch hier ist es unerheblich, ob der Umzug innerhalb der Stadt oder in eine andere Gemeinde erfolgt, denn das Amt muss eine aktuelle und korrekte Adresse hinterlegen. Wer in eine andere Gemeinde umzieht und dabei auch in den Zuständigkeitsbereich eines neuen Finanzamtes rückt, muss dort seine Steuernummer und die Adresse angeben. Bei einem Umzug innerhalb des Zuständigkeitsbereiches genügt die Mitteilung der neuen Adresse im Zuge der nächsten Steuererklärung. Auf der Website des Bundeszentralamtes für Steuern lässt sich schnell ermitteln, ob ein neues Finanzamt zuständig sein wird.

Sollten Sie Leistungen von der Agentur für Arbeit beziehen – hierzu gehört auch das Kindergeld – ist eine Ummeldung ebenfalls nötig. In der Regel kann dies bequem per Online-Formular erledigt werden. Gegebenenfalls ist jedoch auch ein Anruf beim aktuellen Ansprechpartner nötig, falls dieser weitere Belege benötigt, Sollte nach dem Umzug eine neue Dienststelle zuständig sein, werden Ihre Unterlagen automatisch an diese geschickt.

Seit 2015 dürfen KFZ-Besitzer ihr altes Kennzeichen behalten.
Seit 2015 dürfen KFZ-Besitzer ihr altes Kennzeichen behalten.

Wer mit seinem PKW umzieht, muss selbstverständlich auch diesen ummelden. Sowohl die eigene KFZ-Versicherung als auch die Zulassungsstelle sind die richtigen Ansprechpartner. Hier unterscheidet sich das Vorgehen jedoch deutlich, wenn es um den Umzug innerhalb der Stadt oder in eine neue Gemeinde geht. Bleiben Sie ihrer bisherigen Gemeinde treu, genügt es, Ihrem Versicherer die neue Adresse zu übermitteln und der Zulassungsstelle den Fahrzeugschein und den Brief vorzulegen. Dort wird die neue Adresse dann eingetragen. Ziehen Sie jedoch in eine neue Stadt, verlangt die Zulassungsstelle außerdem auch die elektronische Versicherungsbestätigung, die Ihr KFZ-Versicherer ausstellt. Zusätzlich ist es möglich, ein neues Nummernschild zu beantragen, oder das alte kurzerhand zu behalten. Hierüber informiert der ADAC genauer.

Ob Sie ein Konto bei einer neuen Bank eröffnen müssen, lässt sich pauschal nicht sagen. In vielen Fällen genügt es, der Bank die neue Adresse mitzuteilen. Ziehen Sie jedoch weiter weg und möchten Sie sich auch vor Ort beraten lassen können, ist die Neueröffnung sinnvoll. Ihre aktuelle Bank kann unter Umständen beim Umzug des Kontos helfen.

Kurz nach dem Umzug steht auch die Ummeldung bei der GEZ an. Auch wenn der Rundfunkbeitrag vielen Menschen ein Dorn im Auge ist, muss er dennoch gezahlt werden. Die Ummeldung erfolgt bequem per Internet, sodass die nächste Gebührenrechnung direkt an die passende Adresse verschickt wird.

Für diese Personen ist eine Adressänderung ebenfalls interessant

Natürlich ist es ebenfalls wichtig, all Ihren Freunden, Geschäftspartnern, Versicherungsgesellschaften und Ihrem Arbeitgeber von der neuen Adresse zu berichten. Das jedoch klappt nicht immer sofort, weswegen manche Briefe auch weiterhin an die alte Adresse geschickt werden. Richten Sie für diese Zeit einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post ein, wird Ihnen jedes Schreiben automatisch an die neue Adresse zugestellt. Am besten ist es, den Nachsendeauftrag schon rund eine Woche vor dem Umzug zu beantragen.

Haben Sie Kinder, sollten Sie auch deren Schulen oder Kindertagesstätten über den Umzug informieren. Steht ein Schul- oder Kindergartenwechsel an, ist es unerlässlich, diesen schon Monate vor dem Umzug zu planen, denn freie Plätze sind keine Selbstverständlichkeit.

Ein Umzug nach Köln – darum ist es am Rhein so schön

‚Et hätt noch emmer joot jejange‘ (es ist noch immer gut gegangen) lautete der dritte Paragraph des Rheinischen Grundgesetzes. Auch so wird auch dein Umzug nach Köln sicherlich gut gehe, denn mit der Rheinmetropole als Lebensmittelpunkt kann man nicht viel falsch machen. Und das liegt nicht nur an der entspannten und fröhlichen Mentalität deiner neuen Mitbürger.

Köln stellt sich vor

2000 Jahre, 1.076.000 Einwohner, 405 Quadratkilometer: Köln- oder auch Kölle – ist der kulturelle Mittelpunkt Nordrhein-Westfalens. Es unterteilt sich in neun Stadtbezirke und 86 Stadtteile. Und Köln hat viel zu bieten. Da ist noch weitaus mehr zu entdecken als der Dom und der Kölner Karneval. Wusstest du zum Beispiel, dass es in Köln ein Schokoladenmuseum mit einem Schokoladenbrunnen gibt, durch den 200 Liter Schokolade fließen? Und jeder darf hier einfach naschen. Wenn das kein Zufluchtsort für Heimwehtage ist… Oder wusstest du, dass du an manchen Tagen nicht über den Heinrich-Böll-Platz nahe des Doms laufen darfst, weil darunter die Kölner Philharmoniker proben? Und dann die Kunstmuseen und Ausstellungen – hier kannst du Geschichtliches erkunden oder Werke von Picasso und Co betrachten.

Und dann das Nachtleben – du wirst dich wundern, wie schnell du beim Ausgehen mit neuen Leuten ins Gespräch kommst. Doch erwarte nicht, so deine neuen besten Freunde zu finden. So kontaktfreudig die Kölner bei einem Glas Kölsch sein können, so unverbindlich halten sie es auch.

Und dann der Rhein! Was gibt es schöneres als abends in den Rheinauen zu sitzen und zuzusehen, wie auf der anderen Rheinseite die Lichter angehen?

Außerdem ist Köln eine Großstadt mit viel Grün. Neben dem Rheinufer gibt es zahlreiche Parks und Grünanlagen. Und wenn du die Stadt einmal nicht mehr sehen magst, bietet dir die Nähe zu Holland und Frankreich die beste Möglichkeit für entspannende Reisen und Kurztrips.

Steckbrief Köln

  • Einwohnerzahl: 1.076.000
  • Einwohner pro Quadratmeter: 2657
  • Lage auf dem Wohnungsmarkt: mit Kompromissbereitschaft kann man noch erschwinglichen Wohnraum ergattern.
  • Beliebteste Viertel: Südstadt, Ehrenfeld, Kalk (das neue Ehrenfeld – allerdings auf der falschen Rheinseite)
  • Besonderheiten: Kölner Dom, selbsternannte Medienhauptstadt

Medienhauptstadt Köln

Köln selbst bezeichnet sich gerne einmal als Medienhauptstadt Deutschlands – und das nicht zu unrecht. Köln beherbergt nicht nur den WDR als größten kontinentaleuropäischen öffentlich-rechtlichen Sender, sondern auch die RTL Group und weitere Sender. Ein Drittel aller deutschen Fernsehsendungen werden in Köln produziert. Und auch Kinofilme werden hier gedreht. Das Fernsehen und Medien allgemein sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Rheinmetropole. Etwa 50.000 Menschen sind in Köln in den Bereichen Medien, IT und Telekommunikation beschäftigt. Und auch Hollywood schaut immer einmal wieder am Rhein vorbei. Die ganz Großen fragen für Actionszenen gerne einmal bei der action concept Film- und Stuntproduktion in Hürth an.

Köln ist damit besonders für Zuzügler aus der Medienbranche attraktiv und natürlich für Studenten im Bereich Medienwissenschaft.

Hier lässt es sich leben

In Köln kann man viel Spaß haben – keine Frage. Bei den Mietpreisen wird es allerdings ernst. Vor allem, wenn es dir die linke Rheinseite angetan hat. Dabei sind die Mietpreise in Köln in den letzten Jahren sogar weniger steil angestiegen als in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen. Dennoch zahlt man im Schnitt 9,60 € pro Quadratmeter (Stand August 2018). Auf der linken Rheinseite kommt man auf einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von über 10 €. Das wohl „kölschste“ und mit teuerste Viertel ist hier die Südstadt. Studenten können links des Rheins mit viel Glück jedoch noch günstige WG-Zimmer ergattern. Da die WGs zum Teil schon etliche Studentengenerationen beherbergt haben, sind zum Teil noch alte, günstige Mietverträge in Kraft. Rechts des Rheins bieten Deutz und Mühlheim noch erschwinglichen Wohnraum, und erfreuen sich sicher nicht zuletzt aufgrund dessen immer größerer Beliebtheit.

Köln

Die wichtigsten To-dos für Neukölner

Frisch angekommen in Köln gibt es zunächst ein paar Formalitäten zu erledigen. So gilt auch in Köln: Ummelden nicht vergessen! Innerhalb einer Frist von 14 Tagen musst du dich offiziell an deinem neuen Heimatort anmelden. In Köln kannst du das in einem der neun Kundenzentren der Bezirksrathäuser. Hier wird auch gleich deine neue Adresse in deinen Personalausweis eingetragen.

Zur Anmeldung musst du die üblichen Ausweisdokumente, eine Bescheinigung deines Wohnungsgebers über deinen Einzug bzw. beim Einzug ins Eigenheim den Grundbucheintrag, Notarvertrag oder den aktuellen Grundsteuerbescheid mitbringen und ein Anmeldeformular ausfüllen. Das Anmeldeformular kannst du bereits vorab am PC herunterladen, ausdrucken und ausfüllen.

Wer innerhalb von Deutschland umzieht und ein Auto in die neue Stadt mitbringt, kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die eigene Anmeldung und die Ummeldung von Auto oder Motorrad kann man in einem Rutsch in der Kfz-Zulassungsstelle Poll und im Kundenzentrum Innenstadt erledigen. An beiden Stellen erhälst du auch einen Bewohnerparkausweis und eine Feinstaubplakette.

Und nach den Anmeldeformalitäten heißt es dann: Die Stadt entdecken.

Nach Köln mit Kind und Kegel

Ein Umzug mit Kindern ist immer eine besondere Herausforderung. Zum einen ist es für Kinder meist besonders schwer, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Es braucht viel Fingerspitzengefühl, den Nachwuchs auf einen Umzug vorzubereiten und beim Einleben in der neuen Heimat zu helfen. Zum anderen gibt es zusätzlich zu Ummeldung und Co eine Menge weiterer Formalitäten zu erledigen, von denen nicht zuletzt abhängt, dass sich die Kinder in der neuen Umgebung schnell einleben und wohlfühlen: Wie und wo finde ich einen geeigneten Kindergarten? Welches sind die besten Schulen in Köln? Und wie sieht es mit dem Freizeitangebot aus? Gibt es auch hier einen Hydraulophonkurs, wie er dem Nachwuchs in der alten Heimat so gefallen hat?

Kinderbetreuung – so findest du die passende Kita

Kinderbetreuung für die Kleinen ist immer ein Thema für sich – rar gesäte Kitaplätze, schlechte Betreuungsschlüssel, hoher bürokratischer Aufwand. Und Nordrhein-Westfalen war 2017 sogar das Bundesland mit der größten Betreuungslücke für Kinder im Kindergartenalter. Da heißt es also vor einem Umzug nach Köln so schnell wie möglich nach einem geeigneten Platz zu suchen.

In Köln gibt es über 200 städtische Kindergärten und mehr als 400 Einrichtungen von freien Trägern. Für einen guten Überblick und eine organisierte Kitasuche gibt es das Internetportal LITTLE BIRD der Stadt Köln. Hier kann man sich registrieren und mit Hilfe eines Suchfilters passende Kitas heraussuchen. Anschließend dürfen Eltern über das Portal bis zu fünf konkrete Platzanfragen parallel an Kindergärten unterschiedlicher Trägerschaft richten.

Die Kitagebühren sind in Köln übrigens abhängig vom Einkommen der Eltern.

Schulanmeldung

Köln hat den Schulnotstand ausgerufen. Die Kölner Schulen sind teilweise in einem schlechten Zustand und platzen zudem aus allen Nähten. Der Bildungsdezernentin Dr. Agnes Klein zufolge, müssen in Köln in den nächsten Jahren 41 neue Schulen gebaut werden, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Auch hier heißt es also, sich bei einem geplanten Umzug nach Köln so bald wie möglich um einen Platz zu bemühen.

Wer sein Kind oder sich selbst bei einem Umzug nach Köln an einer Schule vor Ort anmelden will, nimmt am besten direkten Kontakt zur gewünschten Bildungseinrichtung auf. Für die Anmeldung sind in jedem Fall die letzten Zeugnisse sowie die Meldebescheinigung notwendig. Weitere Formalitäten müssen direkt mit der Schule besprochen werden. Eine Übersicht über alle Kölner Schulen bietet der offizielle Internetauftritt der Stadt Köln.

Köln mit Kindern entdecken

Nach den weniger guten Nachrichten zu den Punkten Kita und Schule, zum Schluss noch etwas Positives: Für Kinder und Jugendliche bietet die Stadt ein umfangreiches Freizeitangebot. Dazu gehören nicht nur die zahlreichen Musikschulen und Sportvereine, die auch ausgefallenere Kurse bieten wie Rhönrad-Turnen oder Einradhockey.

Darüber hinaus gibt es Attraktionen wie den Kölner Zoo, das Abenteuermuseum Odysseum, den größten Trampolinpark in NRW, Schwarzlichtminigolf und den Rheinpark zu entdecken. Köln bietet auch zahlreiche Schwimm-, Spaß- und Erlebnisbäder wie das Aqualand mit der ersten Indoor-Looping-Rutsche der Welt. Und das sind natürlich nur ein paar Beispiele…

Ein Umzug nach Berlin Teil 2: Berliner Luft schnuppern

Umzug nach Berlin

Ankommen in der Großstadt

Die Möbel sind ausgeladen, die Umzugshelfer haben sich verabschiedet – der Umzug ist geschafft! Doch eigentlich geht es jetzt erst so richtig los. Formalitäten wie Anmeldung oder Ummeldung warten auf Dich und dann musst Du Dich ja auch erst einmal orientieren und einleben in der größten Stadt Deutschlands. Ich habe ein paar Tipps und Adressen für Dich, die Dir das Ankommen in der Hauptstadt erleichtern.

Anmelden und Ummelden in Berlin

„Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht – aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!“ (Anneliese Bödecker 1932 – 2015)

In diesem Sinne: ein herzliches Willkommen an alle Neuberliner. Ab sofort lebt Ihr in der wohl spannendsten Stadt in Deutschland. Doch auch hier muss man sich nicht zuletzt mit ein paar bürokratischen Hürden herumplagen, bevor man sich tatsächlich als Berliner bezeichnen darf.

Nach § 17 BMG musst Du Dich nach einem Umzug innerhalb von zwei Wochen in Deinem neuen Heimatort anmelden. In Berlin vereinbarst Du zu diesem Zweck am besten einen Termin im Bezirksamt bzw. Einwohnermeldeamt – und das möglichst schon vor dem Umzug, denn kurzfristige Termine sind rar gesät. Berlin wächst rasend schnell und die Anforderungen an die Berliner Verwaltung sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Gleichzeitig wird an allen Ecken und Enden gespart – auch beim Personal in den Bürgerämtern. Das macht sich bemerkbar. Einige Verwaltungsvorgänge werden ohne Termin gar nicht mehr durchgeführt. Dafür kannst Du auf der Website berlin.de einfach einen Termin online vereinbaren. Um den Andrang auf die Bezirksämter zu entzerren können Dienstleistungen wie die Anmeldung in allen Ämtern in Anspruch genommen werden, d.h. Du musst nicht notwendigerweise auf einen Termin im Bürgeramt Deines Wohnbezirks warten. Das hat natürlich den Nachteil, dass Du für die Anmeldung im schlimmsten Fall einmal ans andere Ende der Stadt fahren musst. Aber auch so kann man ja seinen neuen Wohnort kennenlernen.

Eine Auflistung, was Du zum Anmeldetermin mitbringen musst, findest Du ebenfalls auf berlin.de. Dazu gehören die üblichen Unterlagen wie Identitätsnachweis, Anmeldeformular, Personenstandsurkunden (z.B. Heiratsurkunde, Geburtsurkunde für die Kinder), Einzugsbestätigung des Vermieters (ein Muster für die Einzugsbestätigung ist ebenfalls auf berlin.de unter Formulare zu finden).

Die Anmeldung bzw. Ummeldung in Berlin ist übrigens gebührenfrei.

Berlin, die kinder- und familienfreundliche Großstadt

Menschen dicht an dicht, knapper werdender Wohnraum, jede Menge Verkehr auf den Straßen. Das hört sich erst einmal nicht nach einem Ort an, an welchem Familien mit Kindern gut und gerne leben. Doch tatsächlich ist Berlin eine sehr kinderfreundliche Großstadt. Denn neben einem breit gefächerten Kultur- und Sportangebot speziell für Kinder gibt es zahlreiche Parks und Grünanlagen, Eltern-Kind-Cafés, Restaurants mit Spielecken und nicht zu vergessen die Spielplätze – die 1900 Spielplätze, um genau zu sein. Vom Dschungel-Spielplatz über Indoorspielplätze bis hin zum Wasserspielplatz ist alles dabei. Nicht umsonst gibt es auf berlin.de für jeden Bezirk einen Überblick über die städtischen Spielplätze.

Tipp: Mit dem Berliner FamilienPass bekommst Du das runde Jahr über Preisvorteile in zahlreichen Einrichtungen und bei verschiedenen Veranstaltungen.

Die Berliner Verkehrsbetriebe

Berliner VerkehrsbetriebeIn Berlin kommt man häufiger in die Verlegenheit, längere Wege zurücklegen zu müssen. Und ganz ehrlich: mit dem Auto durch Berlin zu fahren macht erstens keinen Spaß und zweitens kommt es auch nicht gerade der berüchtigten Berliner Luft zugute. Das Fahrrad ist für viele eine Alternative, und hier tut sich auch so einiges in der Stadt, um Radlern das Leben leichter zu machen. Doch nicht jeder schätzt es, sich stellenweise auf engem Raum auf stark befahrenen Straßen durchschlängeln zu müssen. Ganz ungefährlich lebt es sich nicht als Radfahrer in Berlin. Zum Glück gibt es ja noch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Und auch, wenn von den Berlinern immer wieder gerne über S-Bahn-Ausfälle, U-Bahnverspätungen und unfreundliche Busfahrer gemeckert wird, letztendlich ist das Nahverkehrsnetz in Berlin sehr gut ausgebaut und man kommt mit den Öffentlichen meist hervorragend von A nach B. Zudem gibt es verschiedene Angebote von Kurzstreckenticket und Einzelfahrschein über die Tageskarte bis hin zum Monatsticket Abo. Hier ist für jeden etwas Passendes dabei. Und nicht zuletzt hat die BVG wohl eine der originellsten und mutigsten Werbekampagnen gestartet, um ihr Image aufzupolieren. Ich sage nur: „Is mir egal“!

Kitas und Schulen in Berlin

Auch beim Thema Kinderbetreuung lässt sich Berlin nicht lumpen – zumindest in der Theorie. Seit August 2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Kita oder bei einer Tagesmutter bzw. einem Tagesvater. Doch in der Praxis sieht es nicht ganz so einfach aus, denn die Plätze in der Tagesbetreuung sind hart umkämpft, die Wartelisten zum Teil sehr lang. Die Stadt ist der großen Nachfrage kaum gewachsen. Damit ist gut beraten, wer sich so früh wie möglich um einen Platz bemüht.

Doch um sich um einen Platz bewerben zu können, braucht man in Berlin zunächst den sogenannten Kita-Gutschein. Diesen erhält man auf Antrag beim Jugendamt im zuständigen Bezirk. Der Antrag vermerkt Art und Umfang der Ansprüche auf eine Tagesbetreuung.

Punkten kann Berlin, was die Kosten für die Tagesbetreuung angeht. Denn diese sind nicht zuletzt abhängig vom elterlichen Einkommen. Die letzten drei Jahre vor Beginn der Schulpflicht sind sogar beitragsfrei – lediglich das Essensgeld von 23 Euro monatlich ist dann noch zu bezahlen.

Gute Schulen finden

Berlin hat einen festen Platz auf den hinteren Reihen sämtlicher Bildungsstudien. Doch ist die Auswahl an Schulen glücklicherweise groß und neben den öffentlichen Schulen gibt es zahlreiche Privatschulen – für größere und kleinere Geldbeutel. Dennoch muss man ganz ehrlich festhalten – je weniger gut die soziale Mischung im Wohnbezirk ist, desto schwieriger ist es, eine gute Schule in geringer Entfernung zu finden. Daran konnten auch die zahlreichen Reformen an den öffentlichen Berliner Schulen in den letzten Jahren nichts ändern – da wurde reformiert und wieder zurückreformiert, doch an der Lage hat sich kaum etwas geändert. Wer sich vor der Schulanmeldung seines Kindes ein Bild machen möchte, sollte den Internetauftritt der Bildungsverwaltung nutzen. Hier werden die Schulen vorgestellt und sogar Notendurchschnitte an den Bildungseinrichtungen sowie Berichte der Schulinspektion veröffentlicht. Zudem ist die Anmeldezahl an der Schule ein guter Qualitätshinweis. Diese ist jedoch nur bei den Schulen direkt in Erfahrung zu bringen.

Ein besonders gutes Angebot findet in Berlin, wer sein Kind bilingual bilden lassen möchte. Hier gibt es zahlreiche bilinguale Kitas und Schulen, wie die staatlichen Europaschulen.

Hinweis: Der Grundschulbesuch dauert in Berlin in der Regel sechs Jahre. Dies kann zu Schwierigkeiten führen bei Kindern, die am alten Wohnort bereits die fünfte oder sechste Klasse einer weiterführenden Schule besucht haben. Besonders, wenn das Kind eine Haupt- oder Realschule besucht hat. Denn diese Unterteilung gibt es in Berlin nicht. Die beiden Schulformen werden hier in der Sekundarschule zusammengefasst. Und während es Gymnasien gibt, die bereits ab der fünften Klasse besucht werden können, so beginnt die Sekundarschule in der Regel mit Klasse 7. Hier gilt es also, sich rechtzeitig eine passende Lösung zu überlegen.

Zu guter Letzt noch ein allgemeiner Tipp: Für Neuberliner gibt es sogar ein eigenes Magazin. Das Tagesspiegel-Heft „Neu in Berlin“ hilft allen Zugezogenen, sich in der Hauptstadt schnell und gut zurecht zu finden.

Umzug ins Seniorenheim

Umziehen ins Seniorenheim

Der Umzug in ein Seniorenheim ist ein sensibles Thema. Das geliebte Haus oder die langjährige Wohnung aufzugeben und sich einzugestehen, dass es Probleme bereitet oder in näherer Zukunft Probleme bereiten könnte, allein zu leben und zurechtzukommen ist ein großer Schritt – nicht nur für die Betroffenen selbst, auch für die Angehörigen, die die Entscheidung unterstützen. Zum Glück gibt es für ältere Menschen verschiedene Möglichkeiten, betreut und umsorgt zu wohnen. Das klassische Seniorenheim ist nur eine davon. So gibt es immer mehr Senioren-WGs oder Mehrgenerationenhäuser mit Betreuung. Im Folgenden möchte ich aber vor allem Tipps und Ratschläge zum Umzug in eine „klassische“ Senioreneinrichtung wie Seniorenresidenz, Pflegeheim, Altenheim und Seniorenheim geben.

Leben im Seniorenheim

Zu keiner Zeit zuvor konnten Senioren ihr Leben so lange unabhängig und aktiv gestalten. Dennoch kommt früher oder später der Zeitpunkt, an dem es immer schwerer fällt, sich selbst zu versorgen. Und nicht in jeder Familie besteht die Möglichkeit, dass sich die jüngere Generation um Eltern oder Großeltern kümmert – sei es aufgrund räumlicher Entfernung oder weil die Berufstätigkeit keine Zeit für eine ausreichende Betreuung lässt. Wer im fortgeschrittenen Alter aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr alleine oder mit Partner und/oder Familie leben kann oder möchte, der kann in einer betreuten Wohnform ein neues Zuhause finden. Hier ist zwischen Einrichtungen, die die Möglichkeit bieten selbstbestimmt mit Betreuung zu wohnen oder mit der Rundumversorgung eines Altersheims zu unterscheiden. Oftmals finden sich in Seniorenheimen Kombinationen aus beiden Modellen, so dass einfach die Betreuung einem eventuell gewachsenen Bedarf angepasst werden kann, ohne dass man noch einmal einen Umzug auf sich nehmen muss. Viele Seniorenheime bieten heutzutage individuelle Einzimmerappartements oder sogar Wohnungen innerhalb einer barrierefreien Wohnanlage.

Tipp: In manchen Seniorenheimen darf man für einen gewissen Zeitraum Probewohnen. Dies erleichtert die Entscheidung für oder gegen eine Einrichtung.

Den Umzug vorbereiten

Im Idealfall überlegt man sich schon bevor es so weit ist, welche Wohnform man sich im Alter vorstellen kann und spricht offen mit Familie und Angehörigen über seine Vorstellungen und Wünsche oder trifft sogar schon eine Auswahl an Einrichtungen, in denen man sich vorstellen könnte zu leben. So sind alle Beteiligten zumindest seelisch rechtzeitig darauf vorbereitet, was zu tun ist, wenn die Zeit für den Umzug ins Seniorenheim gekommen ist, und die wichtigsten Angelegenheiten sind unter Dach und Fach. Doch auch dann bleibt im Fall der Fälle noch einiges zu tun und zu bedenken.

Was kann und will ich mir leisten?

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt beim Thema Umzug ins Seniorenheim, der vor dem Umzug geklärt werden muss, ist natürlich die Finanzierung. Was übernimmt die Krankenkasse? Welche Kosten muss ich selber tragen? Wichtige Fragen mit sehr individuellen Antworten. Hier ergeben sich zum Teil allein erhebliche Unterschiede anhand der Unterbringungsart vollstationäre Heimunterbringung oder betreutes Wohnen. Zum Punkt Finanzierung ist daher rechtzeitig die Krankenversicherung oder Pflegeversicherung zu kontaktieren. Auch die Leitung der Senioren- bzw. Pflegeeinrichtung und der Sozialdienst können diesbezüglich beraten und weiterhelfen.

Was kann ich mitnehmen?

In einer Einrichtung für betreutes Wohnen wird man zumindest einen Teil seiner eigenen Möbel mitbringen können. In einem Pflegeheim benötigt man eventuell nur ein paar persönliche Gegenstände, da die wichtigsten Möbel wie Bett, Schrank, Tisch und Stühle im Zimmer bereits vorhanden sind. In den allermeisten Fällen wird man seinen Haushalt jedoch zumindest deutlich verkleinern und daher gründlich aussortieren müssen. Hier heißt es: rechtzeitig vor dem Umzug mit der Organisation und Planung beginnen. Hierfür muss man zunächst mit dem Seniorenheim klären, was man mitbringen soll, kann und darf. Darüber hinaus heißt es, rechtzeitig mit dem Ausmisten beginnen. Können dabei Familie und Freunde helfen? Andernfalls muss rechtzeitig ein Umzugsunternehmen, das als Service auch Haushaltsauflösungen anbietet, organisiert werden. Und was geschieht mit den Sachen, die nicht mehr gebraucht werden? Was wird innerhalb der Familie weitergegeben? Was wird gespendet? Und welche Gegenstände haben ihre besten Tage hinter sich und müssen auf den (Sperr-)Müll?

Formalitäten erledigen

Bei einem Umzug gibt es immer eine Menge mehr oder weniger lästiger Formalitäten zu erledigen. Zunächst muss der Mietvertrag für die alte Wohnung rechtzeitig gekündigt werden. Wer ein eigenes Haus besitzt, sollte vor dem Umzug ins Seniorenheim klären, was daraus werden soll. Wird es vermietet? Oder den Kindern überschrieben? Des Weiteren müssen Abos gekündigt oder umgemeldet, Strom- und Gasanbieter müssen über den Umzug informiert werden. Telefon- und Kabelanschluss sollten rechtzeitig gekündigt werden. Man muss sich überlegen, welche Versicherungen man weiterhin benötigt und auch hier gegebenenfalls „ausmisten“. Zu guter Letzt müssen spätestens kurz nach dem Umzug die Behörden über den neuen Wohnsitz informiert werden, und die neuen Kontaktdaten müssen an Banken und Co weitergegeben werden.

Umzugsunternehmen beauftragen

Vielleicht gibt es im Verwandten- oder Freundeskreis Unterstützung beim Kistenpacken, jemanden der den Umzugswagen fährt und fleißige Helfer beim Ein- und Ausladen. Doch auch in diesem Fall müssen rechtzeitig ein geeigneter Wagen sowie Kisten und Kartons besorgt werden. In allen anderen Fällen gilt es zeitig vor dem Umzug ein geeignetes Umzugsunternehmen zu finden. Am besten lässt man sich hier von verschiedenen Unternehmen Kostenvoranschläge geben, um das günstigste Angebot zu bekommen.

Lies zum Thema Umzugsunternehmen auch unseren ausführlichen Artikel Umzug für Senioren Teil 2: Das richtige Umzugsunternehmen aussuchen.

Du siehst: Es gibt viel zu tun und viel zu beachten vor dem einschneidenden Umzug ins Seniorenheim. Darum hier zusammenfassend noch einmal unsere praktische Checkliste:

Checkliste Umzug ins Seniorenheim

  • Pflegegrad beantragen
  • Ggf. Antrag auf Kostenübernahme für eine vollstationäre Unterbringung bei der Pflegeversicherung einreichen
  • Finanzierung prüfen und sichern. Gegebenenfalls Hilfe zur Pflege für eine zusätzliche Finanzierung beantragen)
  • Pflegeversicherung bzw. Krankenversicherung über den Umzug in die Senioreneinrichtung informieren
  • Ggf. Mietvertrag kündigen

Hinweis: Ein Sonderkündigungsrecht bei einem Umzug ins Pflegeheim gibt es nicht, auch nicht in akuten Fällen. Aber eventuell gibt es im Mietvertrag eine Nachmieterklausel, die das Stellen eines Nachmieters und damit ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Mietvertrag erlaubt. Oder der Vermieter ist bereit einen Aufhebungsvertrag auszuhandeln.

  • Umzugsunternehmen beauftragen bzw. Hilfe für den Umzug durch Angehörige oder Freunde organisieren. Manche Umzugsunternehmen sind auf Seniorenumzüge spezialisiert und/oder bieten einen umfassenden Service inklusive Haushaltsauflösung an.
  • Findet der Umzug mit Hilfe eines Umzugsunternehmens statt, lohnt es sich, verschiedene Unternehmen zu vergleichen und Kostenvoranschläge einzuholen.
  • Mit Heimleitung besprechen, welche Möbel und Gegenstände mitgebracht werden können/dürfen und dementsprechend den Haushalt auflösen bzw. aussortieren
  • Ggf. um den Verbleib von Haustieren kümmern (in manche Einrichtungen dürfen Haustiere auch mitgebracht werden)
  • Verträge und Versicherungen: ggf. Daueraufträge für Stromanbieter, Telefon etc. kündigen, Kabelanschluss, Telefonanschluss o.ä. kündigen. Darüber hinaus sollte man prüfen, welche Versicherungen man in der Senioreneinrichtung noch benötigt und überflüssige Versicherungen ebenfalls kündigen. Manche Versicherungen übernimmt auch das Seniorenheim. Hier sollte man sich also auch rechtzeitig informieren.

Tipp: Wird der Umzug ins Seniorenheim als Wohnumfeldverbessernde Maßnahme akzeptiert, bezuschusst die Krankenversicherung ggf. Umzug und möglicherweise anfallende Renovierungskosten.

  • Ummeldeformalitäten: Auch an die Mitteilung der Adressänderung bei Behörden, Bank, Versicherungen sollte man rechtzeitig denken. Für eine Übergangszeit kann auch ein Nachsendeantrag bei der Post sinnvoll sein.

Seniorenumzug bei der Steuer absetzen

Wer im Alter aufgrund gesundheitlicher Probleme in ein Seniorenheim umzieht, kann verschiedene Posten steuerlich geltend machen. Dazu gehören:

  • Ummeldekosten
  • Kosten für den Auf- und Abbau von Haushaltsgeräten
  • Kosten für Trinkgelder und Verpflegung der Umzugshelfer (sowohl bei privaten als auch bei professionellen Helfern)
  • Kosten für Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung

Hund ummelden leicht gemacht

Umzug: Hund ummelden, Hundesteuer

Bei einem Umzug musst Du viele Ummeldungen vornehmen: Beim Einwohnermeldeamt, bei der KFZ-Meldestelle und eben auch für Deinen Hund. Denn für diesen gilt, ebenso wie für Dich, eine Meldepflicht, damit die jeweils zu entrichtende Hundesteuer festgelegt werden kann. Wie Du Deinen Hund ummeldest und was es mit der Hundesteuer auf sich hat, möchte ich Dir verraten:

Wo kannst Du Deinen Hund ummelden?

Deinen Hund meldest bei derjenigen Behörde um, die für den Einzug der Hundesteuer zuständig ist. In der Regel handelt es sich dabei um eine Unterabteilung des örtlichen Ordnungsamtes. Ziehst Du innerhalb der gleichen Gemeinde um, kannst Du hierfür einfach auf deinem letzten Hundesteuerbescheid nachsehen. Ansonsten kannst Du Deinen Hund mancherorts direkt beim Einwohnermeldeamt mit ummelden oder zumindest die zuständige Behörde erfragen.

Wie meldest Du Deinen Hund um?

Die Ummeldung Deines Hundes ist eigentlich recht simpel. Du musst keine komplizierten Formulare ausfüllen oder Nachweise mitbringen. Es reicht, wenn Du eine formlose, schriftliche Mitteilung an die zuständige Behörde sendest. Da die Hundesteuer unter das Ortsrecht fällt, gibt es aber keine einheitliche Regelung. Es kann also durchaus sein, dass sich das Vorgehen je nach Gemeinde ein wenig unterscheidet.

Weshalb musst Du einen Hund überhaupt anmelden?

Du musst Deinen Hund an- beziehungsweise ummelden, damit der jeweilige Ort die entsprechende Hundesteuer erheben kann. Ob und in welcher Höhe Du Steuern für Dein Haustier bezahlen musst, ist aber auch hier sehr unterschiedlich. Sie kann je nach Region und Hunderasse zwischen Null und mehreren hundert Euro pro Jahr schwanken. Festgeschrieben ist die jeweilige Höhe der Hundesteuer in der sogenannten Hundesteuersatzung. Die Kommunen zielen mancherorts durch besonders hohe Steuersätze darauf ab, die Zahl aller gehaltenen Hunde im Ort zu begrenzen. Dabei ist es völlig egal, ob der Hund privat oder gewerblich gehalten wird. Zudem muss die Hundesteuer nicht unbedingt von Dir bezahlt werden. Sie gilt pro Hund und kann daher auch von Deinen Eltern, Freunden oder dem Arbeitgeber übernommen werden. Wenn Du allerdings als Hundehalter eingetragen bist, richtet sich die Hundesteuer nach dem Steuersatz, der für Deinen Hauptwohnsitz gilt.

Was, wenn Du zur Mitte des Monats umziehst?

Die Hundesteuer wird prinzipiell pro Jahr erhoben. Ziehst Du aber um, wird sie auf den Monat umgerechnet. Doch was ist eigentlich, wenn Du in der Mitte eines Monats umziehst? Ganz einfach: Für den Umzugsmonat musst Du die Hundesteuer dann noch an Deinen alten Wohnort entrichten. Die Pflicht zur Zahlung der Hundesteuer für die neue Adresse beginnt dann mit dem Ersten des Folgemonats. Die Hundesteuerpflicht in diesem Ort endet wiederum entweder mit Ablauf des Monats, in welchem Du wegziehst, oder wenn Du den Hund weggibst beziehungsweise er verstirbt.

Übrigens, allgemeine Informationen und Tipps zum Umzug mit Hunden findest du in diesem Artikel.

Richtig zusammenziehen Teil 1: Behördengänge und Umzug

Richtig zusammenziehen, Behördengänge und Umzug

Die Entscheidung zusammen zu ziehen ist für ein Paar ein großer Schritt. Endlich eine gemeinsame Wohnung, mehr Zeit füreinander und vielleicht die Familienplanung…doch dies sind nicht die einzigen Vorteile einer gemeinsamen Wohnung. Wie Ihr richtig zusammenzieht und dabei auch noch viel Geld spart, verrate ich Dir in der Artikelserie „Richtig zusammenziehen“. Im ersten Teil soll es nun erst einmal darum gehen, welche Formalitäten und Behördengänge bei Eurem Umzug anstehen.

Den Mietvertrag gemeinsam unterschreiben

Egal, ob Ihr gemeinsam in eine neue Wohnung zieht oder einer der Partner schlichtweg in die bestehende Wohnung mit einzieht: Ihr solltet den Mietvertrag stets gemeinsam unterzeichnen. Nur so habt Ihr nämlich beide dieselben Rechte, aber auch Pflichten. Natürlich will man nicht an eine Trennung denken, wenn man frisch zusammenzieht, dennoch könnte es passieren, dass der Partner einfach auszieht und Du auf den Mietschulden sitzen bleibst. Es ist deshalb wichtig, dass beide Mieter im Mietvertrag aufgeführt sind. Möchte einer von beiden ausziehen, solltet Ihr einen Mietaufhebungsvertrag machen. Doch das ist nicht der einzige Vorteil, den ein gemeinsamer Mietvertrag mit sich bringt: Er stärkt das Wir-Gefühl und verhindert, dass ein Partner den anderen einfach „vor die Tür setzen“ kann.

Behördengänge beim Zusammenziehen

Nach den Formalitäten zum gemeinsamen Mietvertrag, musst Du die Behörden über Deine neue Adresse informieren. Beim Zusammenziehen handelt es sich dabei um dieselben Instanzen wie bei jedem anderen „gewöhnlichen“ Umzug auch:

  • Einwohnermeldeamt
  • KFZ-Zulassungsstelle
  • Versicherungsträger
  • Finanzamt
  • Arbeitsamt
  • Familienkasse
  • Rentenversicherung
  • Schule, Universität, Ausbildungsträger
  • Bafög-Amt
  • GEZ
  • uvm.

Vergiss zudem nicht, rechtzeitig einen Nachsendeauftrag bei der Post zu stellen.

Der Umzug

Wenn Du mit Deinem Partner zusammenziehst, steht Ihr meist vor einem Grundproblem: „Aus zwei mach eins“. Wenn Ihr Euren Haushalt zusammenlegt, habt Ihr nämlich vermutlich vieles doppelt. Aus dem zweiten Bett könntet Ihr ein Gästebett machen, der zweite Esstisch allerdings, findet vielleicht keinen Platz mehr. Wichtig ist deshalb, dass Ihr vor dem Zusammenziehen gemeinsam ein Einrichtungskonzept für die neue Wohnung erstellt und anschließend ordentlich entrümpelt. Verkaufe Möbelstücke oder Einrichtungsgegenstände, die Du nun nicht mehr brauchst, die aber noch in gutem Zustand sind, doch einfach über Kleinanzeigen in der Zeitung oder entsprechende Plattformen im Internet (zum Beispiel Ebay Kleinanzeigen oder Quoka). So kommt noch ein wenig Geld für den nächsten Urlaub zusammen. Habt Ihr ein größeres Budget, dann könnt Ihr auch überlegen einfach gemeinsam eine ganz neue Einrichtung zu kaufen. Hauptsache, Ihr fühlt Euch beide (!) wohl in den neuen vier Wänden.

Achtung Streitpotenzial: Die Einrichtung frühzeitig absprechen

Leider liegt bei genau diesem Punkt das häufigste Streitpotenzial beim Zusammenziehen: Welche Möbel kommen mit ins neue Zuhause, welche nicht? Schwierig wird es vor allem dann, wenn ein Partner bereits in der neuen Wohnung wohnt und nicht zu Veränderungen bereit ist. Jeder von uns hat schließlich Bilder, einen alten Stuhl oder auch eine hässliche Kuscheldecke aus der Kindheit, woran wir emotional hängen. Es gilt daher, die Einrichtung beim Zusammenziehen frühzeitig zu besprechen und folgende Grundregeln zu beachten:

  1. Macht eine Liste mit allen Gegenständen, die Ihr jeweils unbedingt mit in die neue Wohnung nehmen möchtet und einigt Euch auf eine feste Anzahl, zum Beispiel jeder drei oder jeder fünf.
  2. Jeder darf zudem drei Möbelstücke oder Einrichtungsgegenstände des Partners benennen, die er auf keinen Fall in der gemeinsamen Wohnung möchte.
  3. Möbel oder Gegenstände, an denen Du sehr hängst, kannst Du im Notfall auch erst einmal im Keller oder auf dem Dachboden verstauen. Es muss ja nicht immer gleich der Sperrmüll sein.
  4. Eine weitere Möglichkeit wäre es, die unerwünschten Möbel neu aufzufrischen. Vielleicht gefällt Deinem Partner das gemütliche alte Sofa ja doch, wenn Ihr es einfach neu beziehen lasst? Oder die Kommode mit einem neuen Lack?
  5. Häufig ist es auch eine gute Lösung, wenn Ihr beide in der neuen Wohnung jeweils ein eigenes Zimmer bezieht. Ob Arbeits- oder Playstation-Zimmer: Jeder Mensch braucht einen individuellen Rückzugsort und hier kannst Du dann auch die Einrichtung ganz nach Deinem eigenen Geschmack wählen.

Beim Zusammenziehen geht es schlussendlich immer um Kompromisse: Sei offen für neue Ideen, einen neuen Einrichtungsstil und ein neues Lebensgefühl. Neu ist schließlich nicht immer schlechter und mit dem Zusammenziehen geht für beide Partner ein kleiner Traum in Erfüllung. Doch das Zusammenziehen bringt noch weitere Vorteile mit sich: finanzielle. In welcher Form? Das verrate ich Dir im zweiten Teil von „Richtig zusammenziehen“