Umzug? Stromanbieter wechseln! Das musst du beachten.

Wer umzieht, der sollte in auf prüfen, ob er bei seinem Stromanbieter nicht die Chance zur Sonderkündigung nutzen kann. Auch wenn eine Sonderkündigung nicht besteht, bei vielen Menschen ist der Vertrag beim bestehenden Stromanbieter oft schon Jahre alt und kann entsprechend gekündigt werden.

Die Kündigung des Stromanbieters in regelmäßigen Abständen ist sehr sinnvoll, denn das gibt die Chance sich einen neuen Anbieter zu suchen und beim Vertragsabschluss viel Geld zu sparen. Der Anbieterwechsel ist meist problemlos möglich und da viele Anbieter mit einem Neukunden-Bonus oder anderen Prämien werben, ist er nicht selten auch finanziell sehr reizvoll. Oft lassen sich so einige hundert Euro sparen! In diesem Artikel erkläre ich euch das wichtigste zum Thema Stromanbieterwechsel (beim Umzug, oder auch so).

Stromanbieterwechsel – das brauchst du

Der Wechsel des Stromanbieters ist eigentlich relativ unkompliziert. Du brauchst nur eine Hand voll Informationen, die du zur Wahl des neuen Stromanbieters bereithalten solltest. Dazu gehören:

  • Deine Adresse (vor allem Postleitzahl und Ort)
  • Deine Zählernummer
  • Dein Zählerstand
  • Aktueller Stromanbieter und Kundennummer
  • Deine letzte Abrechnung bzw. Aussage über monatlichen/jährlichen Verbrauch
  • Und natürlich den Wechselzeitpunkt.

Du solltest zudem prüfen, ob dein Anbieter eine Kündigungsfrist (oft ein Monat) vorgesehen hat. Außerdem ist es praktisch die letzte Stromabrechnung von deinem (alten) Anbieter in der Hand zu haben. Hieraus erfährst du nämlich, was du im letzten Jahr verbraucht hast und weißt was du dafür bezahlt hast (das ist natürlich wichtig um einen günstigeren Anbieter zu finden).

Da die Stromanbieter meist eine Vielzahl von Tarifen haben, ist es wichtig zu wissen was du im Jahr an Strom verbrauchst. Der Stromverbrauch ist dabei in Kilowattstunden (abgekürzt mit kwh) angegeben. Deine Kosten setzen sich dann aus einem Verbrauch (bewertet mit dem Kilowattstunden-Preis) und ggf. aus einer monatlichen Grundgebühr zusammen (die aber auch entfallen kann).

Stromanbieterwechseln geht einfach

Ganz ehrlich: Ich habe mich auch jahrelang vor einem Stromanbieterwechsel gescheut. Die Angst ohne Strom da zustehen oder etwas falsch zu machen war einfach zu groß. Mit der Angst stehe ich nicht alleine da, der überwiegende Teil der Deutschen denkt da ähnlich wie ich.

Doch, vor einigen Monaten habe ich es (auf Drängen meiner Kollegen) das erste Mal probiert und es ist tatsächlich total einfach und unkompliziert gewesen und ich habe über 150 Euro für meine Familie und mich fürs nächste Jahr an Ersparnissen herausgeholt.

Der Wechsel des Stromanbieters ist vor allem deswegen so einfach, weil du dich um nichts kümmern musst. Das macht alles der neue Anbieter für dich. Das Ganze geht komplett online und dauert oft nur Minuten (ich habe mit verschiedenen Vergleichen ungefähr 45 Minuten gebraucht, habe mir aber auch viel Zeit gelassen). Außerdem ist auch bei einem Anbieterwechsel eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gewährleistet, der neue Stromanbieter kündigt in der Regel sogar deinen alten Tarif.

Anpassungen an der Hardware sind übrigens in der Regel nicht notwendig. Es muss also kein Servicemitarbeiter vom neuen Stromanbieter herauskommen und deinen Zähler wechseln oder ähnliches.

Und: Das Energiewirtschaftsgesetz schreibt vor, dass der Anbieterwechsel nur 3 Wochen dauern darf. Das heißt ein Anbieterwechsel geht dann auch relativ schnell über die Bühne.

Um herauszufinden, welche Anbieter der Richtige für dich ist, kannst du eines der zahlreichen Vergleichsportale (check24, verivox und wie sie nicht alle heißen) nutzen. Diese Dienstleister vergleichen verschiedene Stromanbieter miteinander und suchen den günstigsten Tarif für dich heraus. In der Regel geht das im ersten Schritt anonym und du brauchst nur wenige Informationen (jährlicher Verbrauch, Postleitzahl, Ort).

Da die Vergleichsdienste aber für die Vermittlung von Neukunden eine Provision vom Stromanbieter erhalten (die ja irgendwie vom Anbieter aus deinen monatlichen Zahlungen refinanziert werden muss), macht es unter Umständen Sinn direkt mit einem Stromanbieter Kontakt aufzunehmen und um ein Angebot zu bitten. Das könnte unter Umständen besser ausfallen. Einer der bekanntesten Anbieter ist lifestrom, für weitere Informationen kannst du deren Webseite zum Stromanbieterwechsel bei lifestrom aufrufen und dir mal einen passenden Tarif anzeigen lassen.

Darauf solltest du beim Wechsel achten

Sonderkündigung des Stromanbieters bei UmzugDie Stromanbieter kämpfen mit attraktiven Prämien und Neukunden-Boni um die Wechselwilligen Stromkunden am Markt. Das machen Sie vor allem deshalb, weil Neuverträge in der Regel mit einer entsprechenden Vertragslaufzeit versehen sind. Das heißt beim Wechsel zu einem neuen Stromanbieter unterzeichnest du einen verbindlichen Vertrag, der dann für z.B. 12 oder 24 Monate gilt. Du bindest dich also an den neuen Anbieter. Niedrige Vertragslaufzeiten sind natürlich für dich gut, denn je schneller du aus dem Vertrag herauskommst, desto eher kannst du erneut wechseln und wieder sparen.

Auch die Kündigungsfrist ist wichtig. Du solltest also gucken, mit wieviel zeitlichem Vorlauf man einen Vertrag kündigen kann (oft ist das ein Monat). Kurze Kündigungsfristen sind natürlich besser als lange Kündigungsfristen.

Bevor du wechselst solltest du überlegen, was du von deinem neuen Stromanbieter erwartest. Für viele Menschen ist es wichtig „grünen Strom“ zu bekommen. Also Strom, der z.B. aus Solar-, Wind- oder Wasserkraft gewonnen wird. Andere Menschen bevorzugen einen regionalen Anbieter oder sie gehen sogar noch weiter – mittlerweile gibt es sogar Anbieter die Strom aus der „Nachbarschaft“ (z.B. von Kleinst-PV-Anlagen) vermitteln. Darüber solltest du dir vorab Gedanken machen, dich aber nicht von Mogelpackungen z.B. beim Ökostrom blenden lassen. Wenn dir grüner Strom wichtig ist, achte also immer auf entsprechende Siegel und Zertifikate um sicherzustellen, dass du auch wirklich echten Ökostrom bekommst.

Beim Abschließen des neuen Vertrages solltest du immer drauf achten, dass der neue Anbieter seine Preise möglichst lange (am besten über die komplette Mindestvertragslaufzeit) festschreibt. So kannst du genau kalkulieren und weißt was dich an Kosten erwartet. Die Sorge von Preiserhöhungen und ähnlichem ist dann unberechtigt.

Zum Schluss solltest du dir genau ansehen, welche Abrechnungsmodalitäten der Stromanbieter vorsieht. Vorsicht ist bei Anbietern geboten, die Vorkasse oder Kautionstarife anbieten. Das heißt, du zahlst einen Abschlag an den Anbieter noch bevor dieser deinen Strom bereitstellt. Im Falle einer Insolvenz oder ähnlichen Dingen kann es also passieren, dass du für eine Leistung bezahlt hast, die dein Anbieter nicht mehr leisten kann.

Übrigens, ich persönlich fand die umfangreichen FAQs von stromauskunft.de sehr informativ und hilfreich.

Stromanbieter und Umzug: Ein Gedankenspiel zum Schluss

Das Ganze ist nur ein Gedankenspiel, es kann aber von dem Einen oder anderen vielleicht weitergesponnen werden. Wenn ihr damit Erfahrungen gemacht habt, gebt doch mal Bescheid ob es klappt ;-).

Wenn du weißt, dass du in einiger Zeit umziehen wirst (z.B. in 4 oder 5 Monaten) und gerade dabei bist einen neuen Stromanbieter zu suchen, dann kannst du natürlich strategisch planen und dir einen neuen, regionalen Stromanbieter zulegen (sofern dieser preislich sich nicht gravierend abhebt, aber z.B. einen Sofortbonus auslobt). Mit deinem Umzug kann der neue, regionale Anbieter dich dann ggf. nicht mehr versorgen und dir steht ein Sonderkündigungsrecht zu. Das ist die Chance zum erneuten Anbieterwechsel und die Möglichkeit erneut einen Bonus „abzustauben“.

Alles Wichtige zur Mitnahme und Kündigung des DSL-Anschlusses beim Umzug

Ob Wohnort- oder Wohnungswechsel – ein Umzug ist mit vielseitigen Vorbereitungen verbunden. Sowohl das Einpacken und Verstauen der Einrichtung als auch der Transport des Mobiliars sowie die Herrichtung der neuen Unterkunft zählen zu den wichtigsten To-dos auf der Liste und bedürfen langfristiger Planung. Ein weiteres Thema, das heutzutage mindestens genauso wichtig ist, um am neuen Wohnort sofort wieder erreichbar zu sein, ist der DSL-Anschluss. In der Regel zieht der Anschluss ebenfalls mit zur neuen Adresse. Im Einzelfall kann es jedoch auch sein, dass in der neuen Region nicht die gleichen Möglichkeiten bestehen wie am alten Wohnort. Damit dein DSL-Umzug stressfrei funktioniert, gibt es im Folgenden ein paar Tipps und Tricks.

Erste Schritte: Anbieter kontaktieren und DSL-Verfügbarkeit prüfen

Abbildung 2: Damit in der neuen Wohnung Internet und Telefon verfügbar sind, müssen sich Verbraucher über die Angebote und Möglichkeiten informieren und entsprechende Aufträge erteilen.
Abbildung 2: Damit in der neuen Wohnung Internet und Telefon verfügbar sind, müssen sich Verbraucher über die Angebote und Möglichkeiten informieren und entsprechende Aufträge erteilen.
Bei einem Umzug kommt es darauf an, ob zukünftig weiterhin allein in einer Wohnung gelebt wird oder ob der Umzug in eine WG ansteht. Bei Letzterem kann es unter Umständen der Fall sein, dass bereits ein Anschluss vorhanden ist. Dies ist im Vorfeld unbedingt zuerst zu prüfen. Anschließend ist es wichtig, die DSL-Verfügbarkeit am neuen Wohnort zu checken. Geschuldet ist dies der Tatsache, dass sich die Vernetzungen leider noch nicht überall auf dem gleichen Stand befinden. Steht der bislang genutzte Anschluss in der neuen Wohnung nicht mehr zur Verfügung, sollte der Anbieter kontaktiert werden. Dieser prüft die neue Adresse noch einmal gründlicher, um festzustellen, ob wirklich keine Möglichkeit besteht, den aktuellen DSL- und Telefonanschluss mitzunehmen. Wer dann auf der Suche nach einer Alternative ist, kann die besten Tarife direkt bei Verivox vergleichen.

Hier bekommen Interessierte verschiedenste Angebote unterschiedlicher Anbieter, um schnelles Internet nach Bedarf am neuen Wohnort zu erhalten. Insbesondere hinsichtlich des vielseitigen Marktes ist ein Tarif- und Anbietervergleich bei einem Online-Portal wie Verivox ratsam. Denn schon lange sind die monatlichen Kosten eines DSL-Anschlusses nicht mehr das einzige Entscheidungskriterium. Weiterhin sind ebenfalls das Tempo der Leitung, die Laufzeit des Vertrages sowie Extraleistungen essenzielle Merkmale der heutigen Angebote.

Empfehlenswert: Checkliste anlegen

Empfehlenswert ist das Gespräch mit dem bisherigen Anbieter übrigens in jedem Fall, um beispielsweise grundlegende Fragen vorab zu klären und daraus eine Checkliste für den DSL-Umzug zu erstellen. Dazu zählen unter anderem folgende Fragen:

  • Funktioniert eine Rufnummer-Mitnahme bei Umzug?
  • Welche Zusatzkosten kommen bei einem Umzug des DSL-Anschlusses auf den Kunden zu?
  • Verändern sich die Vertragsdaten?
  • Ist am neuen Wohnort die gleiche Geschwindigkeit wie vorher möglich?
  • Gibt es die Möglichkeit, die Vertragslaufzeit zu ändern?
  • Besteht die Chance, dass der alte Vertrag von einem Nachmieter genutzt werden kann, wenn der DSL-Anschluss nicht mit umzieht?

Ein Anbieterwechsel ist vor allem dann interessant, wenn besondere Neukundenvorteile zum Angebot gehören. Dies gilt es im Zusammenhang mit dem Tarifvergleich ebenfalls zu prüfen.

Hat der Umzug Auswirkungen auf den DSL-Vertrag?

Grundsätzlich ist diese Frage mit einem klaren „Nein“ zu beantworten. Der Wechsel des Wohnortes oder der Wohnung hat im Regelfall keine Auswirkungen auf den bestehenden Anschluss. Dies gilt sowohl für die Vertragslaufzeit als auch für die genutzten Leistungen. Dennoch sollte geprüft werden ob nicht ein Sonderkündigungsrecht besteht.

Wie funktioniert der DSL-Anschluss-Umzug?

Normalerweise ist der Umzug eines DSL-Anschlusses mit einer Schaltung eines neuen Anschlusses vergleichbar, da hier die gleichen Prozesse eingeleitet werden müssen. Der Anbieter kümmert sich dabei um alle wichtigen Schritte, damit der Anschluss am neuen Wohnort zur Verfügung steht. Wichtig ist, dass der Nutzer mit ausreichend Zeit im Vorfeld den Umzug anmeldet und alle wichtigen Details mit dem Dienstleister bespricht, um Internet und Telefon am neuen Zielort ohne Einschränkungen direkt nutzen zu können. Am besten ist es, den Anbieter sofort zu kontaktieren, wenn der Umzugstermin feststeht, dann ist in der Regel genügend Vorlaufzeit gegeben. Normalerweise benötigen die Anbieter ungefähr vier Wochen vor dem Umzugstermin einen sogenannten „Umzugsantrag“ vom Kunden, damit alles reibungslos funktioniert.

Wann lohnt sich die Kündigung des Vertrages?

Wie bereits erwähnt, kann sich die Kündigung des DSL-Vertrages lohnen, wenn beispielsweise ein besseres Angebot entscheidende Vorteile für den neuen Wohnort offeriert. Allerdings ist es nicht so einfach, den vorhandenen Vertrag beim Anbieter zu kündigen. Hier sind verschiedene Faktoren entscheidend, die beispielsweise ein außerordentliches Kündigungsrecht ermöglichen.

Wann besteht außerordentliches Kündigungsrecht?

Das außerordentliche Kündigungsrecht oder auch Sonderkündigungsrecht besteht, wenn der Anbieter nicht imstande ist, ist den aktuellen Vertrag mit allen Eigenschaften an der neuen Adresse zu gewährleisten. Dann ist es möglich, den DSL-Anschluss ohne weitere Zuzahlungen oder Probleme zu beenden. Das gilt übrigens nicht nur für die allgemeine DSL-Verfügbarkeit, sondern ebenso für die Geschwindigkeit. Wenn Letztere durch den Umzug immens verringert ist, darf der Vertrag aufgrund von nicht erbrachter Leistung gekündigt werden.
Eine weitere Möglichkeit, die den Einsatz der außerordentlichen Kündigung erlaubt, ist der Umzug ins Ausland. Allerdings ist es in diesem Zusammenhang wichtig, diesbezüglich einen Beleg – also die Abmeldung in Deutschland und die Neuanmeldung im Ausland – beim Anbieter vorzuweisen.

Rechtliche Lage beim Umzug mit DSL-Anschluss

Sonderkündigung, Vertrag Telefon und Internet bei UmzugIm Mai 2012 wurde das Telekommunikationsgesetz erneuert. Dadurch ergaben sich viele Vorteile für alle Nutzer von Internet und Telefon, die unter anderem besagen, dass sich ein Vertrag durch den Umzug nicht automatisch verlängern darf. Außerdem sind die Anbieter dazu verpflichtet, dem Kunden bei Umzug an eine neue Adresse die gleichen Leistungen zur Verfügung zu stellen – ohne Änderung der Vertragsdaten. Das gilt jedenfalls, sofern die technischen Gegebenheiten und Leitungen vor Ort dies zulassen.

Außerdem sind die Kosten bei einer DSL-Mitnahme zu einer neuen Adresse festgelegt worden. Laut der Bundesnetzagentur dürfen die Entgelte für einen DSL-Umzug nicht die Kosten für eine Neuschaltung eines Anschlusses überschreiten. Alle, die beispielsweise Probleme beim Umzug mit dem DSL-Anschluss haben oder mehr über die eigenen Rechte in diesem Zusammenhang erfahren wollen, finden bei der Bundesnetzagentur verschiedene Formulare.

Mieterschutzrecht: Wie die Sozialklausel Dich schützen kann

Vielleicht hat Dir Dein Vermieter wegen Eigenbedarf gekündigt. Für viele Mieter ist das ein echter Schock. Denn Wohnraum in den deutschen Großstädten ist teuer und Ersatz als Geringverdiener oder Familie mit Kindern auf die Schnelle kaum zu finden. Doch zum Glück schützt der Gesetzgeber nicht nur die Vermieter, die eine Kündigung aus Gründen des Eigenbedarfs aussprechen können, sondern es gibt die Sozialklausel, die fest im Mieterschutzrecht verankert ist. Sie soll Dich als Mieter vor Härte schützen.

Was die Sozialklausel besagt

Mit Hilfe der Sozialklausel kannst Du als Mieter einer Vermieterkündigung widersprechen, obwohl diese berechtigt ist. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn die Kündigung für Dich eine gewisse Härte bedeutet. Der wichtigste Härtegrund in den Augen des Gesetzes ist fehlender Ersatzraumwohn. Solltest Du in Deiner Stadt keine Wohnung mit zumutbaren Bedingungen finden, so kannst Du Dich als gekündigter Mieter auf die Sozialklausel berufen. Allerdings bedeutet eine teurere, kleinere oder eine Ersatzwohnung in einem anderen Wohnviertel nicht, dass die Sozialklausel automatisch greift. Ob Dein Härtegrund ausreichend ist, muss am Ende ein Richter entscheiden, falls Du Dir mit Deinem Vermieter nicht einig wirst. Auch die folgenden Umstände kannst Du in diesem Zusammenhang als weitere Härtegründe anführen:

  • Gebrechlichkeit
  • Invalidität
  • Schwangerschaft
  • hohes Alter
  • Kinder
  • Schwierigkeiten beim Kindergarten- oder Schulwechsel
  • geringer Verdienst
  • ein kurz bevorstehendes Examen
  • schwere Erkrankungen
  • eine lange Mietdauer

Gerade dann, wenn bei Dir mehrere dieser Gründe gleichzeitig greifen, erhöht dies Deine Erfolgschancen entsprechend.

Widerspruch gegen die Kündigung des Vermieters einlegen

Wenn Du Dich nun auf die Sozialklausel berufen möchtest, musst Du erst einmal schriftlich Widerspruch gegen die vom Vermieter ausgesprochene Kündigung einlegen. Das Widerspruchsschreiben, welches Deiner eigenhändigen Unterschrift bedarf, muss beim Vermieter zwei Monate vor dem Ablauf der gesetzten Kündigungsfrist eingehen. Die Zwei-Monats-Frist ist allerdings nur dann relevant, wenn Dein Vermieter Dich in seinem Kündigungsschreiben auf Deine Widerspruchsmöglichkeit aufmerksam gemacht und auch die Frist und notwendige Form des Widerspruchs genannt hat.

Falls dem nicht so ist, kannst Du der Kündigung als Mieter auch noch zu einem späteren Zeitpunkt widersprechen – nämlich bis zum ersten Gerichtstermin bei einem Räumungsrechtsstreit. Sinnvoller ist es jedoch, wenn Du die Situation gar nicht erst eskalieren lässt, sondern Deinen Widerspruch schnellstmöglich einreichst. Dann besteht immerhin noch die Hoffnung, dass Du Dich mit dem Vermieter durch den Verweis auf die Sozialklausel außergerichtlich einigen kannst. Dies kann allerdings bedeuten, dass Dein Wohnrecht nur befristet erhalten bleibt und zum Beispiel direkt nach Deinem Examen endet, wenn Du ein bevorstehendes Examen als Härtegrund angeführt hast.

Die Sozialklausel vor Gericht

Wenn es zu keiner Einigung zwischen Dir und Deinem Vermieter kommt, muss ein Gericht entscheiden. Dieses muss dann abwägen, ob Deine Härtegründe schwerer wiegen als das berechtigte Vermieterinteresse. Als Faustregel lässt sich festhalten, dass Dein Recht auf körperliche Unversehrtheit das Vermieterinteresse auf eine selbstbestimmte und freie Lebensgestaltung in nahezu allen Fällen übertrifft. Wenn ein Umzug Deine Gesundheit gefährden oder belasten würde, kannst Du Dir vor Gericht relativ gute Chancen ausrechnen. Dies muss allerdings nicht heißen, dass Du ein unbefristetes Wohnrecht zugesprochen bekommst. Vielmehr kann das Gericht eine Fortsetzung des Mietverhältnisses anordnen, die lediglich befristet ist. Damit das Gericht überhaupt zu Deinen Gunsten entscheiden kann, wirst Du die Schwere Deiner Härtegründe zunächst belegen müssen, was unter Umständen gar nicht so einfach ist. Dennoch ist die Sozialklausel dazu da, Dich als Teil des Mietrechts vor Härtefällen in diesem Bereich zu schützen.

Modernisierung Teil 2: Mieterhöhung nach der Modernisierung

Im ersten Teil der Artikelserie „Modernisierung“ hast Du bereits erfahren, was unter dem Begriff zu verstehen ist, wie diese abläuft und wann Du als Mieter Einspruch gegen Modernisierungsmaßnahmen einlegen kannst. Mit der Modernisierung geht nämlich nicht nur während der Bauarbeiten viel Aufwand einher, zum Beispiel zeitlicher oder finanzieller Art, sondern auch danach kann es als Mieter ungemütlich werden: Der Vermieter darf nämlich nach Modernisierungsarbeiten bis zu elf Prozent ihrer Kosten auf Deine jährliche Miete umschlagen.

Vermieter hat Recht auf Mieterhöhung

Grundsätzlich steht dem Vermieter nach Modernisierungsmaßnahmen das Recht auf eine Mieterhöhung zu. Allerdings gibt es auch hier einige wichtige Regeln zu beachten. Der Vermieter darf die Miete nämlich nur dann erhöhen, wenn die Umbauarbeiten

  • zur Einsparung von Energie beitragen,
  • zur Wassereinsparung beitragen,
  • eine nachhaltige Wohnungsverbesserung nach sich ziehen oder
  • im Rahmen einer energetischen Modernisierung stattgefunden haben (nur, wenn durch die Baumaßnahmen tatsächlich Endenergie eingespart wurde).

Nur in einem dieser drei Fälle darf der Vermieter eine Mieterhöhung aufgrund der Modernisierung vornehmen. Es gibt also eine Vielzahl an Bauarbeiten oder Verbesserungen in den Wohnräumen, die gesetzlich nicht unter den Begriff der Modernisierung fallen und für welche der Vermieter demnach auch keine höhere Miete ansetzen darf. Dazu gehören zum Beispiel

Häufig werden im Rahmen des Umbaus aber direkt Modernisierungsmaßnahmen mit weiteren Bauarbeiten verknüpft. In diesem Fall darf der Vermieter nur diejenigen anteiligen Kosten in die Mieterhöhung einrechnen, die tatsächlich in den Bereich der Modernisierung fallen. Hierzu ein Beispiel: Dein Vermieter lässt die Wärmedämmung der Außenwände erneuern und verputzt anschließend das Haus neu. So musst Du als Mieter nur eine Mieterhöhung für die Energiesparmaßnahme in Kauf nehmen, nicht aber für den neuen Putz.

Örtliche Vergleichsmiete oder Modernisierungsmieterhöhung?

Interessant ist auch, dass der Vermieter frei entscheiden darf, ob er aufgrund des jetzt höheren Wertes der modernisierten Wohnung eine Mieterhöhung anhand der örtlichen Vergleichsmiete vornimmt, oder aber eine sogenannte Modernisierungsmieterhöhung. Für die Erhöhung anhand der örtlichen Vergleichsmiete muss er allerdings im Voraus Deine Zustimmung einholen. Und auch eine Mieterhöhung aufgrund der Modernisierung muss rechtzeitig angekündigt werden:

Ankündigungspflicht bei der Mieterhöhung

Wird aufgrund einer Modernisierungsmaßnahme die Miete erhöht, so muss der Vermieter dies rechtzeitig ankündigen. Das geschieht in der Regel schriftlich. Neben der Ankündigung der Mieterhöhung muss er diese zudem begründen, sie für den Vermieter verständlich berechnen und gegebenenfalls die jeweiligen Kostenanteile abziehen, welche auf Erhaltungsmaßnahmen entfallen. Legst Du als Mieter anschließend keinen Widerspruch ein, gilt dies als Zustimmung zu der Mieterhöhung und sie tritt zu Beginn des dritten Monats ein, nachdem Du die Erklärung des Vermieters über die Mieterhöhung erhalten hast. Findet die Mitteilung zu spät statt, so verlängert sich die Frist auf sechs Monate. Selbiges gilt für tatsächliche Mieterhöhungen, welche die angekündigte um mehr als zehn Prozent überschreiten.

Muss Du als Mieter die Mieterhöhung akzeptieren?

Nach Erhalt der Mitteilung über die Mieterhöhung hast Du bis zum Ende des darauf folgenden Monats Zeit, um Widerspruch einzulegen. Diesen Widerspruch musst Du begründen, damit er anschließend geprüft werden kann. Prinzipiell musst Du Mieterhöhungen im zulässigen Rahmen aber akzeptieren, sofern sie für Dich keine unzumutbare Härte darstellen, wenn Du die Miete also nach der Erhöhung nicht mehr bezahlen könntest. Berücksichtigt werden dabei sowohl die Miet- und Betriebskosten für die Wohnräume als auch Deine finanzielle Situation und Dein Einkommen. Im Fokus steht dann immer der Interessensausgleich zwischen Mieter und Vermieter. In der Regel wird also nach einem bezahlbaren Kompromiss gesucht.

Sonderkündigungsrecht des Mieters bei Mieterhöhung

Kündigt der Vermieter im Zuge der Modernisierung eine Mieterhöhung an, hast Du als Mieter ein Sonderkündigungsrecht. Von diesem kannst Du bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Eintreffen der Ankündigung Gebrauch machen. Kündigen kannst Du dann jeweils zum Ende des übernächsten Monats. Eine eventuelle Mieterhöhung hast Du in diesem Fall bis zu Deinem Auszug nicht mehr zu bezahlen. Davon abweichende Regelungen im Mietvertrag werden automatisch ungültig.

Nachmieter Teil 2: So findest Du schnell geeignete Bewerber

Im ersten Artikel zum Thema „Nachmieter“ hast Du bereits erfahren, wann Du frühzeitig aus einem Mietvertrag aussteigen kannst, indem Du einen geeigneten Nachmieter stellst. Hat eine dieser vertraglichen Regelungen auf Dich zugetroffen oder Du konntest mit dem Vermieter eine entsprechende Einigung erwirken, so musst Du nun nur noch den passenden Nachmieter finden und schon kannst Du sorglos umziehen. Doch wo findest Du eigentlich solche Bewerber und welcher kommt als Nachmieter überhaupt infrage?

Das Gespräch mit dem Vermieter suchen

Dein erster Schritt sollte darin bestehen, das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen. Halte die Einigung, dass Du durch das Stellen eines Nachmieters aus dem Mietvertrag entlassen wirst, unbedingt schriftlich fest. Der Vermieter muss das Dokument zudem eigenhändig unterschreiben, damit es im Streitfall vor Gericht Bestand hat. In diesem Zuge macht es natürlich auch Sinn, die Kriterien für einen Nachmieter zu besprechen. Was versteht Dein Vermieter unter einem „geeigneten“ Nachmieter? Welche Voraussetzungen muss dieser erfüllen und was sind absolute No-Gos (Raucher, Haustiere,…)? Am einfachsten ist es, gemeinsam eine Liste anzulegen und diese ebenfalls schriftlich festzuhalten. So kannst Du später jederzeit die Vereinbarungen nochmal nachlesen, hast einen Leitfaden für die Suche nach Bewerbern an der Hand und einen schriftlichen Nachweis Eurer Absprache, falls es zum Streit kommen sollte.

Suche einen Dir ähnlichen Nachmieter

Die meisten Vermieter wünschen sich gewiss einen Nachmieter, der Dir als Typ ähnlich ist. Das bedeutet, dass in etwa gleich viele Personen wieder in die Wohnung einziehen, das Einkommen vergleichbar ist sowie die Lebensumstände. Hast Du bis jetzt alleine in einer Zweizimmerwohnung gelebt, wird der Vermieter im Anschluss gewiss keine vierköpfige Familie wünschen. Suche daher nach Personen, die Dir ähnlich sind. Ob männlich oder weiblich spielt dabei in der Regel weniger eine Rolle als Beruf, Hobbys, Familienstruktur oder eben genannte Kriterien, wie Nichtraucher oder Haustiere. Zudem sollten die ausgewählten Bewerber natürlich die Voraussetzungen des Vermieters erfüllen.

Nachmietersuche über den Bekanntenkreis

Höre Dich nun einmal im Bekannten- und Freundeskreis um. Sucht gerade jemand eine Wohnung, der auf das Profil passen würde? Ein Arbeitskollege vielleicht? Eine Tante, ein Kumpel oder eine entfernte Bekannte? Manchmal ergibt sich daraus direkt oder auch über ein oder zwei Ecken ein passender Nachmieter, ohne dass Du den Aufwand einer Anzeigensuche betreiben musst.

Anzeigen in Zeitung und Internet schalten

In der Regel stehst Du bei der Suche nach einem Nachmieter aber unter Zeitdruck, da Du ja schon vor der Dreimonatsfrist ausziehen möchtest. Deshalb macht es durchaus Sinn, auch während der Suche im Bekanntenkreis bereits Anzeigen zu schalten. Infrage kommen dafür sowohl klassische Zeitungsannoncen als auch Kleinanzeigen im Internet. Hier gibt es mittlerweile zahlreiche Plattformen, wie Immonet, Immobilienscout24, Immowelt oder die Ebay Kleinanzeigen, in welchen Du größtenteils kostenfrei Inserate einstellen kannst. Je nach Region hast Du dann bereits meist innerhalb weniger Stunden einige oder gar unzählige Anfragen.

Gerade in begehrten Uni-Städten ist es außerdem sinnvoll, sich mal in der Uni umzusehen ob es nicht ein schwarzes Brett gibt. Dies kann sowohl physisch auf dem Campus hängen, als auch digital als Plattform der Uni im Internet existieren!

Die passenden Bewerber finden

Hast Du zu viele Anfragen erhalten, heißt es nun natürlich aussortieren, und zwar anhand der Kriterien des Vermieters. Am Ende sollten rund drei bis fünf Interessenten übrig bleiben. Mit diesen vereinbarst Du einen Besichtigungstermin in der Wohnung. Lade hierzu unbedingt auch den Vermieter ein. Manch einer ist gerne bereits dabei, um sich ein Bild von den Bewerbern zu machen. Möchte er allerdings nicht anwesend sein, suchst Du selbst ein bis drei geeignete Nachmieter aus (je nach Vereinbarung) und schlägst diese dem Vermieter vor. Lass sie dafür eine Mieterselbstauskunft ausfüllen.

Ein Mietangebot aufsetzen

Hat der Vermieter die Nachmietersuche gänzlich in Deine Hände gegeben oder greift die sogenannte Nachmieterklausel, kannst Du dem Interessenten bereits auf eigene Faust ein Mietangebot unterbreiten. Stelle dieses aber zunächst auf Deinen eigenen Namen und unter Vorbehalt aus, bis der Vermieter zugestimmt hat. Hierin enthalten sein sollten dieselben Kriterien, wie sie im Mietvertrag stehen. Ob für den neuen Mieter gegebenenfalls eine Mieterhöhung greift oder es sonstige Änderungen geben wird, gilt es ebenfalls im Voraus mit dem Vermieter zu besprechen. Ist alles unter Dach und Fach, stehen jetzt nur noch Formalitäten an. So kannst Du zum vereinbarten Zeitpunkt ausziehen und der Nachmieter übernimmt Deinen Mietvertrag oder erhält vom Vermieter direkt einen neuen. Du siehst: Die Kommunikation mit dem Vermieter ist bei der Suche nach einem geeigneten Nachmieter sowie in allen Fragen zum Ablauf der Nachmieterregelung das A und O.

Modernisierung Teil 1: Musst Du eine Modernisierung akzeptieren?

Modernisierung der Wohnräume – auf den ersten Blick klingt das sehr gut. Wer will nicht eine strahlend neue Küche, eine bessere Isolierung und dadurch gesenkte Heizkosten oder endlich neue Rohre im Badezimmer, damit das Wasser wieder schneller abfließt? Um Wohnungen und Häuser in Schuss zu halten, sind immer wieder solche Modernisierungsmaßnahmen notwendig. Doch leider stellen diese für den Mieter häufig eine große Belastung dar, sowohl finanziell als auch zeitlich und organisatorisch. Was es mit einer Modernisierung auf sich hat und ob Du diese als Mieter akzeptieren musst, verrate ich Dir hier im ersten Teil der Artikelserie „Modernisierung“.

Was bedeutet „Modernisierung“?

Als Modernisierung werden alle Baumaßnahmen an einer Wohnung, einem Haus oder an Gewerberäumen bezeichnet, welche unter eine der folgenden Kategorien fallen:

  • Es soll neuer Wohnraum geschaffen werden.
  • Der Gebrauchswert des Mietobjektes wird durch Baumaßnahmen nachhaltig erhöht.
  • Es handelt sich um eine sogenannte energetische Modernisierung, durch welche in Zukunft nachhaltig End- oder Primärenergie eingespart wird. Dies dient dem Klimaschutz.
  • Durch die Baumaßnahmen reduziert sich der Wasserverbrauch nachhaltig.
  • Die Wohnverhältnisse in dem Mietobjekt werden dauerhaft verbessert.

Rechtlich gesehen, fallen unter den Begriff der Modernisierung und die damit einhergehend geltenden Regelungen auch bauliche Veränderungen aufgrund von Umständen, die nicht durch den Vermieter zu vertreten sind. Vorausgesetzt, diese gehören nicht in die Kategorie der Erhaltungsmaßnahmen.

Der Vermieter muss Modernisierungen ankündigen

Als Mieter erfährst Du von geplanten Modernisierungsmaßnahmen häufig erst relativ kurzfristig. Der Vermieter ist in der Pflicht, Dir diese spätestens drei Monate vor Baubeginn schriftlich anzukündigen. Daraus muss zudem ersichtlich sein, wann die Bauarbeiten geplant sind, in welcher Art, der Umfang sowie Beginn und Dauer der Baumaßnahme. Zudem muss er Dich darüber informieren, ob und in welcher Höhe sich anschließend Deine Miete erhöht und wie sich die Modernisierung auf die zukünftigen Energiekosten auswirkt.

Muss der Mieter die Modernisierung dulden?

Drei Monate ist allerdings nicht sonderlich viel Zeit, vor allem wenn es sich um umfassende und langanhaltende Modernisierungsmaßnahmen handelt oder die Wohnräume währenddessen vielleicht überhaupt nicht bewohnbar sind. Die Frage, welche sich viele betroffene Mieter stellen, lautet daher: Musst Du die Modernisierung dulden oder kannst Du diese ablehnen beziehungsweise verzögern?

Prinzipiell gilt: Du musst die Modernisierungsmaßnahmen dulden. Es gibt aber eine Ausnahme, und zwar dann, wenn diese eine nicht zu rechtfertigende Härte für Dich darstellen würden. Dies kann sowohl während der Bauarbeiten der Fall sein als auch anschließend, wenn zum Beispiel die Miete nach der Erhöhung quasi unbezahlbar für Dich wäre.

Wie kannst Du Einspruch gegen die Modernisierung einlegen?

Möchtest Du die geplante Modernisierung ablehnen, so kannst Du schriftlich einen sogenannten „Härteeinwand“ verfassen. Dieser muss bis spätestens Ende des nächsten auf den Eingang der Modernisierungsankündigung folgenden Monats beim Vermieter eintreffen. Sende ihn am besten per Post als Einschreiben, sodass Du den Eingangstermin im Streitfall nachweisen kannst. Ein entsprechendes Muster findest Du im Internet, zum Beispiel auf der Homepage des Mieterschutzbundes. Wirst Du Dir allerdings nicht mit dem Vermieter einig, findet eine sogenannte Härtefallprüfung statt. Im Fokus steht dabei in der Regel die Abwägung der Interessen beider Parteien. Vor allem bei energetischen Modernisierungsmaßnahmen, die dem Umweltschutz zugute kommen, wird dabei nicht selten im Sinne des Vermieters entschieden.

Als Mieter hast Du ein Sonderkündigungsrecht

Werden die Modernisierungsmaßnahmen also auch gegen Deinen Willen durchgeführt oder Du möchtest aus einem anderen Grund ausziehen, so kannst Du im Zuge der geplanten Modernisierungsmaßnahmen sonderkündigen. Die Kündigung greift dann zum Ablauf des übernächsten Monats. Die Dreimonatsfrist musst Du also in diesem Fall nicht einhalten.

Der Vermieter hat das Recht auf Mieterhöhung

Ein Grund dafür, dass Du wegen der Modernisierung kündigen möchtest, könnte in den höheren Folgekosten liegen. Der Vermieter hat nämlich auf der anderen Seite das Recht, nach den Modernisierungsarbeiten die Miete zu erhöhen. Weitere Informationen hierzu erhältst Du im zweiten Artikel zum Thema „Modernisierung“.

Was, wenn dem Mieter durch die Modernisierung Kosten entstehen?

Doch was passiert jetzt eigentlich, wenn die Wohnräume während der Umbaumaßnahmen nicht bewohnbar sind oder sonstige Kosten für Dich als Mieter anfallen? Die Rechtslage sieht wie folgt aus: Alle Ausgaben, die dem Mieter aufgrund der Baumaßnahmen im Zuge der Modernisierung entstehen, hat der Vermieter in angemessenem Umfang zu tragen. Das bedeutet, dass er Dir zum Beispiel die auswärtige Unterbringung finanzieren muss, nicht aber das 5-Sterne-Luxushotel. Tragen muss er zudem Kosten für

  • einen Mehraufwand in der Verpflegung
  • die Beseitigung von Schäden am Besitz des Mieters, zum Beispiel an Möbeln oder Dekoration
  • einen neuen Bodenbelag, wenn dieser durch die Renovierungsarbeiten unbrauchbar wurde
  • neue Gardinen oder ähnliche Umbauten, die aufgrund der neuen Heizkörper notwendig sind
  • andere Veränderungen in Mobiliar, Wandgestaltung, Bodenbelägen o.ä., wenn diese durch die Modernisierung unbrauchbar wurden oder nicht mehr verwendet werden können
  • die Reinigung

Die Berechnung der Kosten, die übernommen werden, findet in der Regel als Pauschalbetrag statt, zum Beispiel sieben Euro pro Stunde für anfallende Reinigungsarbeiten.

Hast Du als Mieter einen Anspruch auf Modernisierung?

Es gibt natürlich auch den Fall, dass der Mieter eine Modernisierung wünscht, der Vermieter diese aber ablehnt. Einen Anspruch auf Modernisierung kannst Du aber nur dann durchsetzen, wenn der Vermieter seine Pflichten in der energetischen Nachrüstung verletzt. Notfalls kannst Du aber unter Absprache mit dem Vermieter selbst Modernisierungsmaßnahmen durchführen. Der Vermieter darf dann im Anschluss natürlich nicht die Miete erhöhen beziehungsweise bei der Erhöhung auf die sogenannte „ortsübliche Vergleichsmiete“ dürfen die geleisteten Modernisierungsmaßnahmen und die Einrichtungen des Mieters nicht einberechnet werden. Alle wichtigen Regelungen zur Mieterhöhung nach der Modernisierung findest Du – wie bereits erwähnt – im zweiten Teil der Artikelserie „Modernisierung“.

Sonderkündigung beim Umzug – wie sieht das beim Mobilfunkvertrag aus?

In meiner Artikelserie zur Sonderkündigung hast Du bereits erfahren, ob, wann und wie Du Deinen Gas-, Strom- oder Telefon- und Internetvertrag bei einem Umzug sonderkündigen kannst. Außerdem habe ich hier gezeigt wie’s mit der Sonderkündigung des Fitnessstudios im Falle eines Umzuges aussieht. Doch wie sieht das eigentlich mit Deinem Handy aus? Schließlich ist dieses ja mobil, Du kannst es einfach an Deinen neuen Wohnort mitnehmen. Hast Du dennoch die Möglichkeit einer Sonderkündigung?

Handyvertrag ohne festgelegte Laufzeit

Hast Du einen Handyvertrag ohne Mindestvertragslaufzeit abgeschlossen, kannst Du in der Regel mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende kündigen. Reiche Deine Kündigung schriftlich und fristgerecht ein, am besten per Post als Einschreiben, und bitte um eine Bestätigung mit Nennung des Beendigungstermines.

Handyvertrag mit Mindestvertragslaufzeit

Allerdings sind solche Verträge ohne eine festgesetzte Mindestvertragslaufzeit eher die Ausnahme und meist deutlich teurer. Die meisten Handyverträge sind daher für mindestens 24 Monate ab Vertragsabschluss gültig und verlängern sich anschließend um jeweils weitere zwölf Monate, wenn Du nicht vorher fristgerecht kündigst. Eine ordentliche Kündigung ist daher immer nur zum Ende der 24 beziehungsweise zwölf Monate möglich. Was kannst Du aber tun, wenn Du umziehst und Deinen Handyvertrag in diesem Zuge auflösen oder wechseln möchtest?

Hast Du auch beim Mobilfunkvertrag ein Sonderkündigungsrecht?

Tatsächlich ist es so, dass Du Deinen Handyvertrag bei einem Umzug innerhalb Deutschlands nicht sonderkündigen kannst. Schließlich handelt es sich um eine ortsunabhängige Leistung. Anders sieht das aber aus, wenn Du ins Ausland umziehst. Hier wird in der Regel Dein Tarif nicht mehr oder nur zu Mehrkosten angeboten.

Beachte aber: Rein rechtlich gesehen hast Du kein Recht auf eine Sonderkündigung durch einen Umzug. Nicht einmal dann, wenn Du ins Ausland ziehst.

Das Gesetz geht nämlich davon aus, dass Du Deinen Mobilfunkvertrag auch im Ausland nutzen kannst. Das stimmt zwar, ist aufgrund der Roaming-Gebühren für Dich aber gewiss keine sinnvolle Alternative. Im schlimmsten Fall kommst Du aber daher erst zum regulären Laufzeitende aus Deinem Vertrag heraus.

Viele Mobilfunkanbieter sind bei einem Umzug ins Ausland kulant…

…und akzeptieren Deine Sonderkündigung trotzdem. Alles, was Du dafür brauchst, sind eine frist- und formgerechte Sonderkündigung sowie ein Nachweis über Deinen Umzug ins Ausland, zum Beispiel Deine Meldebescheinigung. Es gibt zudem Anbieter, welche den Vertrag zwar nicht auflösen, Dir stattdessen aber

  • eine Stilllegung Deines laufenden Vertrages,
  • den Erlass der monatlichen Grundgebühr oder
  • eine Einstufung in einen ausländischen, meist aber auch teureren Tarif

anbieten. Du solltest daher entweder einfach einmal eine Sonderkündigung an Deinen Mobilfunkanbieter senden und seine Reaktion abwarten, oder aber den direkten Kontakt zur Kundenbetreuung suchen, um Deinen individuellen Einzelfall zu besprechen und eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Wie sieht die Sonderkündigung Deines Mobilfunkvertrages aus?

Deine Sonderkündigung musst Du unbedingt schriftlich einreichen und handschriftlich unterzeichnen. Sie muss so früh wie möglich bei Deinem Mobilfunkanbieter eingehen. Sende sie daher postalisch als Einschreiben und als E-Mail beziehungsweise Fax an Deinen Vertragspartner und bewahre die Sendebestätigung sorgfältig auf. Nur so kannst Du später den termingerechten Eingang Deiner Kündigung nachweisen. Wurden Deine Beiträge bislang per Lastschrift eingezogen, so füge Deiner Sonderkündigung stets auch einen Widerruf Deines SEPA-Lastschriftmandates bei.

Muster für die Sonderkündigung eines Handyertrages beim Umzug ins Ausland

Name/Vorname, Straße/Hausnummer, PLZ/OrtMobilfunkanbieter (vollständiger Name des Unternehmens)
Postanschrift des Unternehmens
Kundennummer: XXX
Vertragsnummer: XXX
Mobilfunknummer: XXX

Sonderkündigung meines Mobilfunkvertrages mit dem Unternehmen XXX,

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich fristgerecht meinen Mobilfunkvertrag mit der Vertragsnummer XXX für die Rufnummer XXX bei Ihnen zum nächstmöglichen Termin (tt.mm.jjjj). Einen Nachweis über meinen Umzug ins Ausland habe ich Ihnen beigelegt.

Zugleich widerrufe ich die am tt.mm.jjjj erteilte Einzugsermächtigung für das Konto XXX zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Ich bitte um eine zeitnahe Bestätigung der Kündigung und des Widerrufs sowie die jeweilige Nennung des Beendigungstermines schriftlich an

Name/Vorname
Straße/Hausnummer
PLZ/Ort

Ich bedanke mich und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Eigenhändige Unterschrift

Kündigung aus Kulanz

Ziehst Du innerhalb Deutschlands um, kannst Du höchstens auf eine Sonderkündigung aus Kulanz setzen. Schildere Deinem Mobilfunkanbieter möglichst ausführlich sowie schriftlich Deine persönliche Situation:

  • Wann ziehst Du um?
  • Weshalb ziehst Du um?
  • Verschlechtert sich dadurch vielleicht Deine finanzielle Situation?
  • Weshalb benötigst Du den Mobilfunkvertrag nicht mehr?
  • War es vielleicht ein Geschäftshandy, das Du durch den Jobwechsel nicht mehr benötigst?

Die Begründung, welche Du für eine Kündigung aus Kulanz vorbringen kannst, ist ganz individuell. Denke aber daran, dass Du diese eventuell nachweisen musst. Du solltest daher stets ehrlich bleiben. Schlussendlich musst Du nun nur noch die Entscheidung Deines Mobilfunkanbieters abwarten. Genehmigt er keine Sonderkündigung, so musst Du den Vertrag bis zum Ende der Vertragslaufzeit erfüllen, sprich bezahlen. Du hast, wie bereits gesagt, keinen rechtlichen Anspruch auf eine Kündigung aus Kulanz, ebenso wenig für eine Kündigung aufgrund Deines Umzugs im Inland oder ins Ausland.

Einen neuen Handyvertrag abschließen

Wird die Kündigung genehmigt, so hast Du nun den offiziellen Termin Deines Vertragsendes. Du solltest Dich daher rechtzeitig um einen neuen Mobilfunkvertrag kümmern und eventuell frühzeitig die Rufnummernportierung beantragen (nur zwischen deutschen Verträgen möglich). Nutze diese Chance, um aktuelle Tarife der unterschiedlichen Anbieter zu vergleichen. Beinahe monatlich ändern diese nämlich ihre Angebote und gewiss findest Du eine günstigere Variante oder erhältst bessere Leistungen für Dein Geld. Es ist daher stets einen Versuch wert, die Kündigung aus Kulanz bei Deinem Mobilfunkanbieter zu beantragen…

Kannst du mit deinem Umzug weitere Verträge kündigen?

Die Frage nach dem Sonderkündigungsrecht eines bestehenden Vertrages bei einem Umzug stellt sich in ganz vielen Fällen – daher habe ich eine komplette Artikelserie fertig gemacht und Informationen zu vielen verschiedenen Vertragsarten für dich vorbereitet. Guck doch einfach mal nach, ob du nicht noch einen anderen Vertrag hast, für den ein Sonderkündigungsrecht bestehen kann! Hier sind alle Artikel aus meiner Artikelserie für dich aufgelistet:

Sonderkündigung: Kannst Du bei einem Umzug Deinen Gasvertrag wechseln?

Der Umzug in ein neues Zuhause ist immer spannend und eine optimale Gelegenheit, so richtig auszumisten. Das betrifft auch die laufenden Verträge: Strom, Telefon, Internet, Fitnessstudio, Gas? Welche davon brauchst Du noch? Könntest Du diese vielleicht günstiger erhalten? Hast Du überhaupt ein Sonderkündigungsrecht bei Deinem Umzug? In diesem Artikel verrate ich Dir, wie sich das bei Deinem Gasvertrag verhält.

Wieso überhaupt einen neuen Gasvertrag?

Wenn Du niemals bewusst einen Gasvertrag mit einem entsprechenden Anbieter abgeschlossen hast, bist Du automatisch bei dem sogenannten Grundversorger. Dies ist zwar die einfachste Alternative, dafür meist aber auch die teuerste. Du hast stattdessen die Möglichkeit, Dir bewusst einen anderen Vertrag auszusuchen und kannst dadurch von einem günstigeren Tarif profitieren. Die Sparmöglichkeiten können so je nach Situation bei mehreren Hundert Euro pro Jahr liegen. Ich empfehle Dir deshalb unbedingt, spätestens in Deiner neuen Wohnung einmal die aktuellen Tarife zu vergleichen und Dich für einen günstigeren als den Grundversorger zu entscheiden. Hast Du bereits einen laufenden Gasvertrag, so solltest Du dennoch jährlich einen Preisvergleich durchführen. Kurze Vertragslaufzeiten sind daher stets ratsam.

Kannst Du Deinen Gasvertrag beim Umzug sonderkündigen?

Viele Menschen lassen sich allerdings von scheinbar günstigen Tarifen mit einer Vertragslaufzeit von zwei oder mehr Jahren locken. Die Frage ist nun, kannst Du den Umzug praktischerweise als Gelegenheit für eine Sonderkündigung nutzen? Die Antwort lautet: Ja, wenn

  • Du beim Grundversorger bist, denn dann kannst Du mit einer gesetzlichen Kündigungsfrist von zwei Wochen jederzeit den Vertrag auflösen.
  • Du in Deinem alternativ abgeschlossenen Gasvertrag eine sogenannte „Umzugsklausel“ findest. Diese beinhaltet zudem weitere Informationen zu den Bedingungen und Fristen.
  • Deine neue Wohnung außerhalb des Netzgebietes Deines Anbieters liegt oder hier ein teurerer Tarif gelten würde. In letzterem Fall greift dann Dein Sonderkündigungsrecht bei einer Preiserhöhung.

Wie kündige ich meinen Gasvertrag bei einem Umzug?

Wenn Du Deinen Gasanbieter wechselst, übernimmt dieser in der Regel die Kündigung bei Deinem bisherigen Vertragspartner für Dich. Da Du bei einer Sonderkündigung aber in der Regel nur eine Frist von rund zwei bis vier Wochen hast, gehst Du lieber auf Nummer sicher und kündigst stattdessen selbst. Teile dies anschließend Deinem neuen Vertragspartner mit. Falls Deine Beiträge über das Lastschriftverfahren von Deinem Konto abgebucht werden, denke unbedingt daran, auch das SEPA-Lastschriftmandat zu kündigen.

Muster für eine Sonderkündigung des Gasvertrages

Name/Vorname, Straße/Hausnummer, PLZ/OrtGasanbieter (vollständiger Name des Unternehmens)
Postanschrift des Unternehmens
Kundennummer: XXX
Vertragsnummer: XXX
Zählernummer: XXX

Sonderkündigung meines Gasvertrages mit dem Unternehmen XXX,

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich fristgerecht meinen Gas-Liefervertrag mit der Vertragsnummer XXX bei Ihnen zum nächstmöglichen Termin (tt.mm.jjjj).
Zugleich widerrufe ich die am tt.mm.jjjj erteilte Einzugsermächtigung für das Konto XXX zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Ich bitte um eine zeitnahe Bestätigung der Kündigung und des Widerrufs sowie die jeweilige Nennung des Beendigungstermines schriftlich an

Name/Vorname
Straße/Hausnummer
PLZ/Ort

Ich bedanke mich und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Eigenhändige Unterschrift

Wie läuft so ein Anbieterwechsel beim Umzug ab?

Machst Du von Deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch, musst Du unbedingt innerhalb der Frist kündigen. Sende Deine Kündigung daher am besten postalisch per Einschreiben an Deinen Anbieter, sodass Du später ihren fristgerechten Eingang nachweisen kannst. Du wirst anschließend eine Kündigungsbestätigung erhalten sowie die Aufforderung, am Tag des Wechsels (voraussichtlich der Tag des Umzugs) den Zählerstand abzulesen. Diesen kannst Du heutzutage meist direkt online abgeben oder aber durch das vorgefertigte Formular ganz einfach an den Gasanbieter zurücksenden.

Rechtzeitig einen neuen Gasvertrag abschließen

Gleichzeitig musst Du aber auch daran denken, bereits spätestens vier, besser sechs bis acht Wochen vor Deinem Umzug einen anderen Vertrag beim neuen Anbieter Deiner Wahl abzuschließen. Ansonsten fällst Du während der Versorgungslücke in die teure Grundversorgung. Diesem neuen Anbieter teilst Du dann folgende drei Daten mit:

  1. Name des örtlichen Grundversorgers Deiner neuen Wohnung, damit dieser Dich anmelden kann.
  2. dass Du bereits selbst Deinen alten Vertrag gekündigt hast.
  3. den Zählerstand zum Datum des Vertragsbeginns. Notiere ihn Dir am besten direkt bei Deinem Einzug und warte anschließend die postalische Aufforderung zur Mitteilung des Zählerstandes durch Deinen Gasanbieter ab.

Kann ich meinen Gasvertrag auch behalten?

Ja, wenn Du bereits bei einem günstigen Gasanbieter bist, kannst Du diesen Vertrag natürlich auch behalten. Teile ihm hierfür frühzeitig (ebenfalls rund drei bis sechs Wochen) alle Daten zu Deinem Umzug mit, sprich Umzugstag, neue Adresse, Zählerstand, Zählernummer etc. Allerdings gibt es auch Ausnahmefälle. Du kannst Deinen bestehenden Vertrag nicht mit in die neue Wohnung nehmen, wenn

  • Du bei der örtlichen Grundversorgung bist, so wechselst Du nämlich automatisch in die Grundversorgung Deines neuen Wohnortes.
  • Deine neue Adresse außerhalb des Liefergebietes Deines Anbieters liegt.
  • der Gasanbieter Deinen Tarif im neuen Wohngebiet nicht anbietet.

Kontaktiere in diesem Fall für Fragen oder den Abschluss eines Alternativvertrages direkt den Kundenservice bei Deinem Gasanbieter. Ich gebe Dir aber den Tipp, dennoch einmal die Tarife in Deinem neuen Wohnort zu vergleichen, da die Anbieter oft je nach Region verschiedene Angebote offerieren. Ein Gaspreisvergleich kann sich daher auch dann lohnen, wenn Du vermeintlich in Deiner alten Wohnung bereits den günstigsten Tarif hattest. Ich wünsche Dir dabei viel Erfolg…

Kannst du mit deinem Umzug weitere Verträge kündigen?

Die Frage nach dem Sonderkündigungsrecht eines bestehenden Vertrages bei einem Umzug stellt sich in ganz vielen Fällen – daher habe ich eine komplette Artikelserie fertig gemacht und Informationen zu vielen verschiedenen Vertragsarten für dich vorbereitet. Guck doch einfach mal nach, ob du nicht noch einen anderen Vertrag hast, für den ein Sonderkündigungsrecht bestehen kann! Hier sind alle Artikel aus meiner Artikelserie für dich aufgelistet:

Sonderkündigung: Kannst Du bei einem Umzug den Stromanbieter wechseln?

Da der Stromvertrag ja direkt an Deine Adresse gekoppelt ist, möchtest Du bestimmt wissen, ob Du dann im Falle eines Umzuges nicht auch ein Sonderkündigungsrecht hast? Dies ist allerdings eine Frage, die sich nicht einfach mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten lässt. Tatsächlich unterscheidet der Gesetzgeber hier streng nach der Art des Vertrages sowie dem Ort, an welchen Du umziehst. Ich habe Dir daher nun alle Bestimmungen zum Stromvertrag beim Umzug zusammengestellt.

Wofür überhaupt den Stromanbieter wechseln?

Viele Menschen haben so bewusst gar keinen Stromvertrag abgeschlossen, wie also sollen sie diesen wechseln und wieso? Wenn Du keinen Stromvertrag mit einem speziellen Anbieter hast, bist Du automatisch bei dem sogenannten „Grundversorger“ gemeldet. Du hast also automatisch einen Vertrag mit dem örtlich zuständigen Stromanbieter, normalerweise sind dies die Stadtwerke. Allerdings ist die Grundversorgung im Vergleich mit anderen Anbietern häufig sehr teuer. Deshalb kannst Du jederzeit einen anderen Stromvertrag mit einem Stromanbieter Deiner Wahl abschließen und so von günstigeren Tarifen profitieren. Bei einem solchen Wechsel, entweder vom Grundversorger oder von einem zum anderen Stromanbieter, kannst Du mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Es lohnt sich daher auf jeden Fall, Dich einmal mit dem Thema „Stromvertrag“ auseinander zu setzen.

Wie funktioniert der Umzug, wenn Du beim Grundversorger gemeldet bist?

Hast Du bislang noch keinen solchen Stromvertrag abgeschlossen, hast Du beim Umzug einen großen Vorteil: Die Kündigungsfristen hier sind sehr kurz und beim Einzug in Deine neue Wohnung entsteht automatisch ein neuer Vertrag mit dem örtlichen Grundversorger, ohne dass Du Dich selbst darum kümmern musst. Deine Grundversorgung kannst Du mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen auflösen. Die Adresse hierfür findest Du auf Deiner letzten Stromrechnung.

Wie sieht es mit einer Sonderkündigung des Stromvertrages aus?

Hast Du einen eigenen Stromvertrag abgeschlossen, hast Du hingegen kein grundsätzliches Sonderkündigungsrecht bei einem Umzug. Dieses hängt stattdessen unmittelbar von Deinem individuellen Vertrag und dessen Bestimmungen ab. Siehe diesbezüglich noch einmal in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nach oder informiere Dich bei Fragen direkt bei Deinem Ansprechpartner. Wenn Du in den AGB eine sogenannte „Umzugsklausel“ findest, gewährt der Stromanbieter Dir ein Sonderkündigungsrecht bei einem Umzug und definiert die zugehörige Kündigungsfrist. Kannst Du eine solche Klausel allerdings nicht finden, gelten folgende gesetzliche Regelungen:

  • Grundsätzlich musst Du Deinen laufenden Stromvertrag bei einem Umzug mitnehmen und den Stromanbieter rechtzeitig über die Adressänderung informieren.
  • Es gibt jedoch zwei Ausnahmen: Du kannst Deinen laufenden Stromvertrag dennoch sonderkündigen, wenn

1. Du in Deiner neuen Wohnung mehr für den Strom bezahlen müsstest als bisher, da der Versorger für das neue Versorgungsgebiet andere Tarife berechnet. Es gilt dann sozusagen das „Sonderkündigungsrecht aufgrund einer Strompreiserhöhung“. Beachte aber, dass Du hierfür meist eine Frist von nur zwei Wochen einhalten musst.

ODER

2. Wenn Deine neue Wohnung außerhalb des Liefergebietes des alten Stromversorgers liegt, kannst Du von der Sonderkündigung Gebrauch machen, da eine Weiterversorgung durch Deinen bisherigen Stromvertrag ja nicht mehr möglich wäre.

Wie funktioniert die Sonderkündigung?

Hast Du eine Umzugsklausel gefunden oder es greift eine der beiden genannten gesetzlichen Ausnahmeregelungen, solltest Du von Deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und die Chance nutzen, Dir einen günstigeren Vertrag zu suchen. Hierfür kannst Du die entsprechenden Angebote im Internet vergleichen und den gewünschten Tarif dann direkt online abschließen. In der Regel übernimmt Dein neuer Stromanbieter dann selbst die Kündigung Deines bisherigen Vertrages. Bei einer Sonderkündigung allerdings, hast Du nur sehr kurze Kündigungsfristen. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du deshalb lieber selbst kündigen und dies Deinem neuen Anbieter mitteilen. Die Kündigung muss schriftlich bei Deinem Stromanbieter oder Grundversorger eingehen. Sende sie am besten per Post als Einschreiben, so kannst Du später nachweisen, dass Du die Kündigungsfrist gewahrt hast.

Füge der Kündigung Deines Stromvertrags zudem eine Kündigung des Lastschriftverfahrens bei.

So hat Dein bisheriger Stromanbieter ab dem Zeitpunkt des Widerrufes des SEPA-Lastschriftmandates keinen Zugriff mehr auf Dein Konto, kann also eine Nachzahlung o.ä. nicht einfach abbuchen, sondern muss Dich vorher darüber unterrichten. Teile ihm hierfür Deine neue Adresse mit oder richte frühzeitig einen Nachsendeauftrag bei der Post ein, sonst kann es teuer werden.

Muster für eine Sonderkündigung des Stromvertrages

Name/Vorname, Straße/Hausnummer, PLZ/OrtStromanbieter (vollständiger Name des Unternehmens)
Postanschrift des Unternehmens
Kundennummer: XXX
Vertragsnummer: XXX
Zählernummer: XXX

 

Sonderkündigung meines Stromvertrages mit dem Unternehmen XXX
Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich fristgerecht meinen Strom-Liefervertrag mit der Vertragsnummer bei Ihnen zum nächstmöglichen Termin (tt.mm.jjjj).

Zugleich widerrufe ich die am tt.mm.jjjj erteilte Einzugsermächtigung für das Konto XXX zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Ich bitte um eine zeitnahe Bestätigung der Kündigung und des Widerrufs sowie die jeweilige Nennung des Beendigungstermines schriftlich an

Name/Vorname
Straße/Hausnummer
PLZ/Ort

Ich bedanke mich und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Eigenhändige Unterschrift

 

Kann ich meinen alten Vertrag bei einem Umzug auch mitnehmen?

Natürlich kannst Du aber auch bewusst Deinen bisherigen Stromvertrag in die neue Wohnung mitnehmen, wenn sich diese Adresse ebenfalls im Liefergebiet Deines Versorgers befindet und er Deinen Tarif dort anbietet. Informiere Dich diesbezüglich frühzeitig direkt bei Deinem Stromanbieter. Notfalls wird er Dir ein Angebot für einen neuen Tarif unterbreiten.

Rechtzeitig einen neuen Vertrag abschließen

Musst oder möchtest Du für Deine neue Adresse einen anderen Stromvertrag abschließen, so musst Du dies unbedingt frühzeitig machen. Ein Anbieterwechsel oder die Installation eines Neuvertrages kann nämlich bis zu sechs oder acht Wochen dauern. Ich empfehle Dir, auf jeden Fall einmal nach einem günstigeren Alternativvertrag zu sehen. Da sich die Strompreise und damit auch die Angebote auf dem Markt nämlich jährlich ändern, birgt fast jeder Vertragswechsel Einsparungspotenziale.

Kann eine Versorgungslücke, also ein Stromausfall, entstehen?

Nein, keine Sorge. In Deutschland haben alle Bewohner ein Recht auf die Grundversorgung. Sollte es also eine Lücke zwischen der Kündigung Deines alten und dem Beginn Deines neuen Stromvertrages geben, springt ersatzweise der örtlich zuständige Grundversorger ein. Du musst also keine Angst vor einem Stromausfall haben. Der Nachteil ist dann allerdings, dass diese „Zwischenversorgung“ meist vergleichsweise teuer ist. Sie sollte daher so kurz wie möglich gehalten werden. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Vergleichen und Sparen…

Kannst du mit deinem Umzug weitere Verträge kündigen?

Die Frage nach dem Sonderkündigungsrecht eines bestehenden Vertrages bei einem Umzug stellt sich in ganz vielen Fällen – daher habe ich eine komplette Artikelserie fertig gemacht und Informationen zu vielen verschiedenen Vertragsarten für dich vorbereitet. Guck doch einfach mal nach, ob du nicht noch einen anderen Vertrag hast, für den ein Sonderkündigungsrecht bestehen kann! Hier sind alle Artikel aus meiner Artikelserie für dich aufgelistet:

Sonderkündigung: Kannst Du Deinen Vertrag für Telefon und Internet bei Umzug fristlos kündigen?

In meinem Artikel „Fitnessstudio – Sonderkündigungsrecht bei einem Umzug?“ hast Du erfahren, dass Du bei einem Umzug häufig recht einfach Deinen Vertrag im Fitnessstudio auflösen kannst. Die Frage ist nun, wie sieht das bei anderen Verträgen aus? Kannst Du dann Deinen alten und sowieso viel zu teuren Telefon- und Internetvertrag auch einfach kündigen? Leider lautet die Antwort: Grundsätzlich nicht!

Kein grundsätzliches Sonderkündigungsrecht bei Internet- und Telefonverträgen

Denn im Gegensatz zum Fitnessstudio, ist die Leistung, welche Du durch den Vertrag in Anspruch nimmst, hier nicht ortsabhängig. Du kannst Deinen Telefon- und Internetvertrag in den meisten Fällen in Dein neues Zuhause mitnehmen, ohne dadurch Einschränkungen zu erleben. Deshalb gibt es bei den Telefon- und Internetanbietern grundsätzlich kein Sonderkündigungsrecht wegen einem Umzug. Das bedeutet:

Du musst Deinen Telefon- und Internetvertrag bei einem Umzug mitnehmen, wenn der Anbieter auch an Deinem neuen Wohnort dieselben Leistungen erbringen kann.

Du kannst andersherum also nur dann von Deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, wenn der Anbieter die gebuchte Leistung in Deinem neuen Zuhause nicht anbieten kann, also zum Beispiel der DSL-Vertrag eine geringere Geschwindigkeit hätte. Oder aber Du bist bei einem regionalen Anbieter, welchen es in Deiner neuen Umgebung überhaupt nicht gibt. Häufig hast Du dann eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende. Du solltest deshalb so oder so zum frühest möglichen Termin kündigen.

Was, wenn mehrere Personen zusammenziehen?

Ja, bei den Telefon- und Internetverträgen ist die deutsche Rechtsprechung wirklich fies. Denn selbst wenn Du mit anderen Personen zusammenziehst, zum Beispiel mit Deiner Freundin oder in eine WG, und so mehrere Verträge auf dieselbe Wohnung umgemeldet werden, hast Du laut Gesetz kein Recht zur Sonderkündigung. Zum Glück sind viele Anbieter hier aber kulant, vor allem dann, wenn mehrere Verträge bei ihm gemeldet sind. Es lohnt sich also durchaus, einfach einmal den Kontakt zum Kundensupport zu suchen und gemeinsam eine Lösung zu finden.

Fiese Kostenfalle: Der Umzug kann sogar vom Anbieter berechnet werden

Noch eine gesetzliche Regelung ist derzeit sehr umstritten: Der Vertragsanbieter darf Dir den Umzug des Telefon- und Internetanschlusses sogar noch in Rechnung stellen. Du kommst also nicht nur nicht aus dem Vertrag heraus, Du musst sogar noch Zusatzkosten einplanen. Diese schwanken je nach Anbieter, dürfen aber niemals höher sein als die Kosten für eine Neuschaltung des Anschlusses . Sieh daher doch einfach einmal in Deiner ersten Rechnung nach, wie hoch die Einrichtungsgebühren für Telefon und Internet damals waren. Meistens liegen sie zwischen 20 und 50 Euro.

Eine automatische Verlängerung des Vertrages ist nicht mehr möglich

Es gibt jedoch auch eine verbraucherfreundliche Regelung im neuen Gesetz: Nimmst Du Deinen Anschluss mit in die neue Wohnung, darf sich die Laufzeit des Vertrages anschließend nicht mehr automatisch verlängern. Bei alten Verträgen kann es aber durchaus sein, dass Du noch eine Klausel unterschrieben hast, wonach durch die Neueinrichtung des Telefon- und Internetanschlusses wieder dieselbe Mindestvertragslaufzeit gilt wie zu Beginn. Erkundige Dich hierüber am besten frühzeitig bei Deinem Anbieter und achte in Zukunft darauf, dass neue Verträge keine solche Klausel mehr enthalten.

Wann kannst Du Deinen Vertrag überhaupt kündigen?

Die meisten Internet- und Telefonverträge (oft im Kombi-Paket) haben eine anfängliche Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren. Anschließend verlängern sie sich automatisch um je weitere zwölf Monate, wenn Du sie nicht vorher fristgerecht kündigst. Auch wenn ein Umzug grundsätzlich nicht dazu gehört, gibt es aber dennoch Gründe, die eine außerordentliche Kündigung möglich machen:

  • Änderung von AGB
  • Preiserhöhung
  • Nicht erbrachte Leistung durch den Anbieter
  • Andere Vertragsbedingungen nach Umzug

Zudem sind die Anbieter häufig kulant, wenn

  • Du ins Ausland ziehst,
  • der Vertragspartner Insolvenz anmeldet oder
  • ablebt.

Umzug frühzeitig anmelden

Alles, was Du tun kannst, wenn keiner der Gründe für ein Sonderkündigungsrecht auf Dich zutrifft, ist: So früh wie möglich den Umzug bei Deinem Telefon- und Internetanbieter anmelden. Denn je später Du Bescheid gibst, desto langwieriger wird die Neueinrichtung sein. Leider, und da eilt der Branche ihr Ruf voraus, dauert es dennoch häufig mehrere Tage, manchmal sogar vier bis sechs Wochen, bis Du nach dem Umzug Dein Internet und Telefon wieder in vollem Umfang nutzen kannst. Gib daher allen wichtigen Bekannten, Geschäfts- oder sonstigen Ansprechpartnern schon im Voraus Deine Handynummer.

Tipps:

  • Spreche doch einmal mit Deinem Nachmieter: Du hast nämlich die Option, den bestehenden Vertrag auf eine andere Person zu übertragen. Vielleicht freut sich dieser ja, wenn er sich den Ärger mit der Neueinrichtung von Telefon und Internet sparen kann. Und Fragen kostet ja bekanntlich nichts…
  • Du kannst auch einfach Deinen alten Vertrag kündigen und auslaufen lassen. In der neuen Wohnung installierst Du stattdessen von Anfang an einen neuen Vertrag. Ob das dann nicht doppelt kostet? Nicht, wenn Du ein entsprechendes Angebot nutzt. Bei Unitymedia kannst Du zum Beispiel das Internet bis zu zwölf Monate kostenfrei nutzen, wenn Du noch einen laufenden alten Vertrag bei einem anderen Anbieter besitzt. Bis zu sechs Monate sind es zudem bei Tele Columbus und Kabel Deutschland.
  • Zuletzt kannst Du auch (jetzt oder in Zukunft) einen flexiblen Vertrag ohne Kündigungsfrist abschließen. Diese kosten zwar meist etwas mehr an Grundgebühr pro Monat, sind dafür aber monatlich kündbar und Du kannst jederzeit bei einem Umzug, oder auch einfach um Geld zu sparen, Deinen Vertrag wechseln. Manchmal ist die Flexibilität eben ihre Mehrkosten wert…

Apropos Geld sparen…

…für die meisten Kunden ist dies der Hauptgrund, weshalb sie ihren DSL-, Internet- oder Telefonvertrag kündigen möchten. Tatsächlich wird der Konkurrenzkampf auf dem Markt immer größer, die Anbieter unterbieten sich gegenseitig und die Preise sinken beinahe monatlich. Einen Vertrag mit einer Laufzeit von zwölf, 24 oder sogar mehr Monaten abzuschließen, ist deshalb in dieser Branche nicht immer vorteilhaft. Um zu sehen, ob und wie viel Geld Du sparen könntest, solltest Du regelmäßig die Preise der unterschiedlichen Anbieter vergleichen – egal, ob Umzug oder nicht.

Hilfe im Streitfall

Wenn es trotz allem nun noch zu Streit mit Deinem Internet- und Telefonanbieter kommt oder Du eine ungerechtfertigt hohe Rechnung erhältst, kannst Du übrigens die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur kontaktieren. Diese führt dann ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren durch und prüft, inwiefern der Provider die Telekommunikationsgesetze und den Verbraucherschutz einhält. Dies ist allerdings nicht ganz kostenlos. Der Preis richtet sich nach dem Streitwert, bei 1.500 Euro wird er beispielsweise zu je 65 Euro auf die streitenden Parteien aufgeteilt. Ich hoffe, dass dieser Schritt für Dich nicht notwendig ist, wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Umzug und ausreichend Geduld mit Deinem Telefon- und Internetanbieter…

Kannst du mit deinem Umzug weitere Verträge kündigen?

Die Frage nach dem Sonderkündigungsrecht eines bestehenden Vertrages bei einem Umzug stellt sich in ganz vielen Fällen – daher habe ich eine komplette Artikelserie fertig gemacht und Informationen zu vielen verschiedenen Vertragsarten für dich vorbereitet. Guck doch einfach mal nach, ob du nicht noch einen anderen Vertrag hast, für den ein Sonderkündigungsrecht bestehen kann! Hier sind alle Artikel aus meiner Artikelserie für dich aufgelistet: