Duschkabinen in Mietwohnungen – brauche ich eine Genehmigung?

Du wohnst in einer Mietwohnung und wünschst dir eine neue Duschkabine oder eine Duschwand für die Badewanne? Dann fragst du dich sicher, ob du hierfür eine Genehmigung benötigst oder den Einbau einfach selbst erledigen darfst.

Grundsätzlich solltest du dir für die Renovierung deines Duschbereichs eine schriftliche Erlaubnis deines Vermieters einholen. Dies wird dir auf lange Sicht möglichen Ärger und Aufwand ersparen, denn wenn du eine Wohnung anmietest, gibst du dich mit dem Zustand dieser bei Vertragsunterzeichnung zufrieden und bestätigst, dass du die Räumlichkeiten bei Auszug auch in ebendiesem ursprünglichen Zustand zurückgibst. Solltest du also einen Umbau von der Größe einer Badezimmerrenovierung durchführen wollen, verändert dieser den Ursprungszustand so weit, dass der Vermieter bei Ihrem Auszug fordern kann, die Renovierung rückgängig zu machen.

Kostendeckung und Verantwortung für Duschkabinen in Mietwohnungen

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die dein Vermieter hinsichtlich des Einbaus einer neuen Duschkabine genehmigen kann:

  • Du erhältst die Erlaubnis, ein neues Duschkonzept zu installieren. Die Kosten für dieses musst du jedoch selbst tragen. In diesem Fall ist die Duschabtrennung dein Eigentum; jegliche Instandhaltungsarbeiten obliegen deiner eigenen Verantwortung und im Falle deines Auszugs kannst du das Produkt ausbauen und mitnehmen.
  • Dein Vermieter stimmt dem Einbau einer neuen Duschkabine zu und trägt die Kosten für die Renovierung. In einer solchen Situation obliegt jedoch auch die Entscheidungsgewalt über das Modell, sprich über Design, Größe und Preisklasse, dem Vermieter. Bei deinem Auszug hast du kein Recht das Produkt mitzunehmen. Da die Duschkabine zum Inventar der Mietwohnung zählt, musst du allerdings auch keinerlei Kosten für deren Instandhaltung und Wartung zahlen.

Duschabtrennungen vom Qualitätshersteller werden deinen Vermieter überzeugen

Um eine Genehmigung für die Renovierung deines Badezimmers zu erhalten, ist es sinnvoll, vorbereitet in das Gespräch zu starten: Präsentiere deinem Vermieter eine Idee, die er nicht ausschlagen kann. Insbesondere, wenn du hoffst, die Kosten nicht selbst tragen zu müssen, solltest du Produkte mit überzeugendem Preis-Leistungs-Verhältnis vorstellen.

Passende Angebote findest du etwa bei Schulte – der Qualitätsmarke für Duschkabinen Made in Germany. Zahlreiche Modelle mit verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten und für unterschiedliche Einbausituationen halten für jeden Geschmack und für jegliche Gegebenheit das passende Produkt bereit.

Wenn du also in das Gespräch mit deinem Vermieter einsteigst, solltest du dir zum einen genau überlegt haben, was dein Ziel ist: Möchtest du dir eine eigene Duschkabine aussuchen (und kaufen) oder möchtest du bloß eine neue Duschabtrennung in deiner Mietwohnung, deren Optik dir weitestgehend egal ist und die bestenfalls von deinem Vermieter finanziert wird?

Zum anderen solltest du dich über das aktuelle Angebot möglicher Duschkabinen informiert haben.

Eine fundierte Argumentation, warum du den Einbau eines neuen Duschbereichs für nötig hältst und wie du dir die Neugestaltung von diesem vorstellst, erhöhen deine Chancen auf einen erfolgreichen Ausgang des Gesprächs. Häufig ist die gesteigerte Attraktivität der Wohnung ein gutes Argument, da der Vermieter natürlich ein Interesse daran hat, die Wohnung schnell weiterzuvermieten, wenn du einmal ausziehst.

Was kann ich tun, wenn ich in meiner Mietwohnung trotzdem keine feste Duschkabine montieren darf?

Sollte dein Vermieter den Einbau einer neuen Duschabtrennung dennoch gänzlich ablehnen, da er zum Beispiel keine Bohrungen in den Wänden genehmigt, bleibt dir noch eine andere Möglichkeit: Oftmals werden Duschwände angeboten, die einfach ohne Bohren angebracht werden können. Hierbei handelt es sich häufig um Badewannenaufsätze.

Hast du eine Badewanne in der Wohnung? Dann solltest du dir die Möglichkeit einer Badewannenfaltwand unbedingt einmal näher ansehen. In der Regel erfolgt die Befestigung mittels eines speziellen Klebers. Der Vorteil hierbei ist, dass die angeklebten Adapter bei Bedarf unkompliziert und rückstandslos entfernt werden können und du daher keine Einverständniserklärung deines Vermieters benötigst.

Tipp: Hier gibts jede Menge Tipps zur Reinigung des Bades bei einem Umzug.

Umbaumaßnahmen vor dem Umzug in eine behindertengerechte Wohnung

Die Suche nach einer behindertengerechten Wohnung gestaltet sich in vielen Orten Deutschlands gar nicht so einfach. Denn bezahlbarer Wohnraum ist ohnehin Mangelware und nur wenige Vermieter nehmen die zusätzlichen Kosten auf sich, um eine Wohnung barrierefrei zu gestalten. Daher bleibt vielen Menschen mit Behinderungen oftmals nichts anderes übrig, als mehr oder weniger umfangreiche Umbaumaßnahmen selbst in Angriff zu nehmen. Abhängig davon, ob es sich dabei um ein Mietobjekt oder Wohneigentum handelt, gelten bei diesen Umbaumaßnahmen natürlich andere Spielregeln, auf die ich Dich nun aufmerksam machen möchte.

Barrierefreie Umbauten in einer Mietwohnung

Wenn größere Umbaumaßnahmen erforderlich sind, um Deine Wohnung behindertengerecht und/oder barrierefrei zu gestalten, ist natürlich das Einverständnis des Vermieters erforderlich. Schließlich handelt es sich um sein Eigentum, welches im Zuge des Umbaus baulich verändert werden soll. Die Zustimmung solltest du also frühzeitig einholen, da ein Umzug in die jeweilige Wohnung für Dich wahrscheinlich sonst ohnehin nicht infrage kommt. Dabei kann der Vermieter die Umbaumaßnahmen zwar unter bestimmten Voraussetzungen ablehnen, muss laut Angaben des Deutschen Mieterbunds jedoch in den meisten Fällen zustimmen. Darunter fallen zum Beispiel folgende Renovierungs- und Umbauarbeiten:

  • Treppenlifteinbau
  • Verbreiterung der bestehenden Türdurchgänge
  • Umbau der bestehenden sanitären Anlagen

Die Abstimmung mit dem Vermieter ist unerlässlich

Bedenke dabei auch, dass Du als Mieter die Kosten für den Umbau zu tragen hast. Außerdem solltest Du Dich bereits jetzt darauf einstellen, dass Du die Modernisierungs- und Umbaumaßnamen bei Deinem Auszug wieder rückgängig machen musst, was ebenfalls mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Der Vermieter kann nämlich darauf bestehen, dass Du seine Wohnung so hinterlässt, wie Du sie ursprünglich übernommen hast. Für Dich bedeutet dies auch, dass Du wahrscheinlich eine Zeit lang doppelt Miete zahlen musst. Denn der Umbau kann erst anfangen, wenn Du die Wohnung bereits angemietet hast. Während des Umbaus kannst Du allerdings nicht in jedem Fall bereits in der Wohnung leben. Bei der Realisierung der Baumaßnahmen genießt Dein Vermieter zudem ein gewisses Mitspracherecht. Die detaillierte Planung der Baumaßnahmen sollte also in enger Abstimmung mit deinem Vermieter erfolgen. Während dieser Planungsphase kann es jedoch dazu kommen, dass Dein Vermieter einen berechtigten Widerspruch gegen den Umbau einlegt,

  • wenn Sicherheitsbestimmungen verletzt werden oder
  • falls der Wert des Hauses durch die Baumaßnahmen gemindert werden könnte.

Somit ist es also besonders wichtig, dass Du Dich mit Deinem Vermieter abstimmst, falls Du einen behindertengerechten oder barrierefreien Umbau Deiner Mietwohnung planst.

Planung von Umbaumaßnahmen bei Wohneigentum

Falls Du Dein Haus oder Deine Eigentumswohnung behindertengerecht umbauen möchtest, musst Du hingegen nur die gängigen Bauvorschriften beachten. Dabei kannst Du Dich mittels der DIN-Norm 18040 über die Möglichkeiten des barrierefreien und behindertengerechten Bauens informieren. Dieses Dokument gilt als nützliche Orientierungshilfe. Die angestrebten Baumaßnahmen sind natürlich vor allem davon abhängig, ob es sich um einen Neubau oder den Umbau eines bestehenden Objektes handelt. Bei einem Neubau solltest Du Dich am besten für einen möglichst großzügigen Grundriss entscheiden und alle Lichtschalter, Armaturen und Heizungsregler etc. direkt in der geeigneten Höhe anbringen lassen. Ein offenes Wohnkonzept trägt außerdem dazu bei, dass Du nachträglich einfacher bauliche Veränderungen umsetzen kannst, die in Zukunft vielleicht dringend erforderlich werden. Ein Treppenlift, Trennwände oder Ähnliches lassen sich somit leichter einbauen. Beim Umbau eines bestehenden Objektes bist Du hingegen eingeschränkt, da nicht alle Umbaumaßnahmen in Anbetracht der örtlichen Gegebenheiten überhaupt möglich sind. Hier ist Expertenrat also Gold wert. Bevor Du Deine Umbaumaßnahmen im Detail planst und in der Praxis umsetzt, kann es zudem sinnvoll sein, wenn Du Dich über die folgenden Finanzierungsmöglichkeiten informierst:

  • Wohnbauförderung auf Länderebene
  • Umzugsbeihilfe für Behinderte, die auch Umbaumaßnahmen beinhaltet
  • KfW-Kredit

Den Vermieter richtig ins Boot holen

Wie ich dir oben bereits erklärt habe, sind Umbaumaßnahmen bei einem Auszug normalerweise wieder rückgängig zu machen. Das heißt, du hast doppelte Kosten: Zum Einen musst du die Umbauten bezahlen, zum Anderen musst du beim Auszug unter Umständen alles wieder zurückbauen. Doch, wer geschickt verhandelt, der kann eventuell Kosten sparen und den Vermieter mit ins Boot holen. Behindertengerechte Wohnungen sind nämlich in Deutschland immer noch Mangelware! Gut umgebaute Wohnungen können daher auch mit höheren Mieten vermietet werden. Genau das sollte dein Argument im Gespräch mit dem Vermieter sein! Wenn du ihn von der Notwendigkeit des Umzugs in Kenntnis setzt und bei Ihm das Einverständnis einholst, dann solltest du im Gespräch unbedingt für dein Vorhaben werden und Ihm das Ganze so verkaufen, dass er mitkriegt, dass durch den Umbau eine echte Wertsteigerung seiner Immobilie erfolgt! Selbst wenn du mal ausziehst, sollte er Interesse daran haben die Umbauten nicht zurückbauen zu lassen, sondern die Wohnung zu einem höheren Kurs vermieten zu können.

Mit dieser Argumentation schaffst du es vielleicht, den Vermieter an den Umbaukosten zu beteiligen und gleichzeitig die Kosten für den Rückbauch bei Auszug zu sparen. In diesem Falle solltest du aber alles schriftlich festhalten. Da nach dem Auszug das Inventar (z.B. ein Treppenlift) aber bei diesen Vereinbarungen im Haus verbleibt und du ja (zumindest teilweise) die Kosten für den Umbau übernommen hast, sollte zudem klar sein, dass ein Auszug nicht so schnell vor der Tür steht. Ggf. lässt sich auch dazu etwas im Mietvertrag verankern.

Ziehst du direkt in eine barrierefreie Wohnung um, dann solltest prüfen, ob für deinen Umzug nicht Umzugsbeihilfe gewährt werden kann.

Modernisierung Teil 2: Mieterhöhung nach der Modernisierung

Im ersten Teil der Artikelserie „Modernisierung“ hast Du bereits erfahren, was unter dem Begriff zu verstehen ist, wie diese abläuft und wann Du als Mieter Einspruch gegen Modernisierungsmaßnahmen einlegen kannst. Mit der Modernisierung geht nämlich nicht nur während der Bauarbeiten viel Aufwand einher, zum Beispiel zeitlicher oder finanzieller Art, sondern auch danach kann es als Mieter ungemütlich werden: Der Vermieter darf nämlich nach Modernisierungsarbeiten bis zu elf Prozent ihrer Kosten auf Deine jährliche Miete umschlagen.

Vermieter hat Recht auf Mieterhöhung

Grundsätzlich steht dem Vermieter nach Modernisierungsmaßnahmen das Recht auf eine Mieterhöhung zu. Allerdings gibt es auch hier einige wichtige Regeln zu beachten. Der Vermieter darf die Miete nämlich nur dann erhöhen, wenn die Umbauarbeiten

  • zur Einsparung von Energie beitragen,
  • zur Wassereinsparung beitragen,
  • eine nachhaltige Wohnungsverbesserung nach sich ziehen oder
  • im Rahmen einer energetischen Modernisierung stattgefunden haben (nur, wenn durch die Baumaßnahmen tatsächlich Endenergie eingespart wurde).

Nur in einem dieser drei Fälle darf der Vermieter eine Mieterhöhung aufgrund der Modernisierung vornehmen. Es gibt also eine Vielzahl an Bauarbeiten oder Verbesserungen in den Wohnräumen, die gesetzlich nicht unter den Begriff der Modernisierung fallen und für welche der Vermieter demnach auch keine höhere Miete ansetzen darf. Dazu gehören zum Beispiel

Häufig werden im Rahmen des Umbaus aber direkt Modernisierungsmaßnahmen mit weiteren Bauarbeiten verknüpft. In diesem Fall darf der Vermieter nur diejenigen anteiligen Kosten in die Mieterhöhung einrechnen, die tatsächlich in den Bereich der Modernisierung fallen. Hierzu ein Beispiel: Dein Vermieter lässt die Wärmedämmung der Außenwände erneuern und verputzt anschließend das Haus neu. So musst Du als Mieter nur eine Mieterhöhung für die Energiesparmaßnahme in Kauf nehmen, nicht aber für den neuen Putz.

Örtliche Vergleichsmiete oder Modernisierungsmieterhöhung?

Interessant ist auch, dass der Vermieter frei entscheiden darf, ob er aufgrund des jetzt höheren Wertes der modernisierten Wohnung eine Mieterhöhung anhand der örtlichen Vergleichsmiete vornimmt, oder aber eine sogenannte Modernisierungsmieterhöhung. Für die Erhöhung anhand der örtlichen Vergleichsmiete muss er allerdings im Voraus Deine Zustimmung einholen. Und auch eine Mieterhöhung aufgrund der Modernisierung muss rechtzeitig angekündigt werden:

Ankündigungspflicht bei der Mieterhöhung

Wird aufgrund einer Modernisierungsmaßnahme die Miete erhöht, so muss der Vermieter dies rechtzeitig ankündigen. Das geschieht in der Regel schriftlich. Neben der Ankündigung der Mieterhöhung muss er diese zudem begründen, sie für den Vermieter verständlich berechnen und gegebenenfalls die jeweiligen Kostenanteile abziehen, welche auf Erhaltungsmaßnahmen entfallen. Legst Du als Mieter anschließend keinen Widerspruch ein, gilt dies als Zustimmung zu der Mieterhöhung und sie tritt zu Beginn des dritten Monats ein, nachdem Du die Erklärung des Vermieters über die Mieterhöhung erhalten hast. Findet die Mitteilung zu spät statt, so verlängert sich die Frist auf sechs Monate. Selbiges gilt für tatsächliche Mieterhöhungen, welche die angekündigte um mehr als zehn Prozent überschreiten.

Muss Du als Mieter die Mieterhöhung akzeptieren?

Nach Erhalt der Mitteilung über die Mieterhöhung hast Du bis zum Ende des darauf folgenden Monats Zeit, um Widerspruch einzulegen. Diesen Widerspruch musst Du begründen, damit er anschließend geprüft werden kann. Prinzipiell musst Du Mieterhöhungen im zulässigen Rahmen aber akzeptieren, sofern sie für Dich keine unzumutbare Härte darstellen, wenn Du die Miete also nach der Erhöhung nicht mehr bezahlen könntest. Berücksichtigt werden dabei sowohl die Miet- und Betriebskosten für die Wohnräume als auch Deine finanzielle Situation und Dein Einkommen. Im Fokus steht dann immer der Interessensausgleich zwischen Mieter und Vermieter. In der Regel wird also nach einem bezahlbaren Kompromiss gesucht.

Sonderkündigungsrecht des Mieters bei Mieterhöhung

Kündigt der Vermieter im Zuge der Modernisierung eine Mieterhöhung an, hast Du als Mieter ein Sonderkündigungsrecht. Von diesem kannst Du bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Eintreffen der Ankündigung Gebrauch machen. Kündigen kannst Du dann jeweils zum Ende des übernächsten Monats. Eine eventuelle Mieterhöhung hast Du in diesem Fall bis zu Deinem Auszug nicht mehr zu bezahlen. Davon abweichende Regelungen im Mietvertrag werden automatisch ungültig.

Modernisierung Teil 1: Musst Du eine Modernisierung akzeptieren?

Modernisierung der Wohnräume – auf den ersten Blick klingt das sehr gut. Wer will nicht eine strahlend neue Küche, eine bessere Isolierung und dadurch gesenkte Heizkosten oder endlich neue Rohre im Badezimmer, damit das Wasser wieder schneller abfließt? Um Wohnungen und Häuser in Schuss zu halten, sind immer wieder solche Modernisierungsmaßnahmen notwendig. Doch leider stellen diese für den Mieter häufig eine große Belastung dar, sowohl finanziell als auch zeitlich und organisatorisch. Was es mit einer Modernisierung auf sich hat und ob Du diese als Mieter akzeptieren musst, verrate ich Dir hier im ersten Teil der Artikelserie „Modernisierung“.

Was bedeutet „Modernisierung“?

Als Modernisierung werden alle Baumaßnahmen an einer Wohnung, einem Haus oder an Gewerberäumen bezeichnet, welche unter eine der folgenden Kategorien fallen:

  • Es soll neuer Wohnraum geschaffen werden.
  • Der Gebrauchswert des Mietobjektes wird durch Baumaßnahmen nachhaltig erhöht.
  • Es handelt sich um eine sogenannte energetische Modernisierung, durch welche in Zukunft nachhaltig End- oder Primärenergie eingespart wird. Dies dient dem Klimaschutz.
  • Durch die Baumaßnahmen reduziert sich der Wasserverbrauch nachhaltig.
  • Die Wohnverhältnisse in dem Mietobjekt werden dauerhaft verbessert.

Rechtlich gesehen, fallen unter den Begriff der Modernisierung und die damit einhergehend geltenden Regelungen auch bauliche Veränderungen aufgrund von Umständen, die nicht durch den Vermieter zu vertreten sind. Vorausgesetzt, diese gehören nicht in die Kategorie der Erhaltungsmaßnahmen.

Der Vermieter muss Modernisierungen ankündigen

Als Mieter erfährst Du von geplanten Modernisierungsmaßnahmen häufig erst relativ kurzfristig. Der Vermieter ist in der Pflicht, Dir diese spätestens drei Monate vor Baubeginn schriftlich anzukündigen. Daraus muss zudem ersichtlich sein, wann die Bauarbeiten geplant sind, in welcher Art, der Umfang sowie Beginn und Dauer der Baumaßnahme. Zudem muss er Dich darüber informieren, ob und in welcher Höhe sich anschließend Deine Miete erhöht und wie sich die Modernisierung auf die zukünftigen Energiekosten auswirkt.

Muss der Mieter die Modernisierung dulden?

Drei Monate ist allerdings nicht sonderlich viel Zeit, vor allem wenn es sich um umfassende und langanhaltende Modernisierungsmaßnahmen handelt oder die Wohnräume währenddessen vielleicht überhaupt nicht bewohnbar sind. Die Frage, welche sich viele betroffene Mieter stellen, lautet daher: Musst Du die Modernisierung dulden oder kannst Du diese ablehnen beziehungsweise verzögern?

Prinzipiell gilt: Du musst die Modernisierungsmaßnahmen dulden. Es gibt aber eine Ausnahme, und zwar dann, wenn diese eine nicht zu rechtfertigende Härte für Dich darstellen würden. Dies kann sowohl während der Bauarbeiten der Fall sein als auch anschließend, wenn zum Beispiel die Miete nach der Erhöhung quasi unbezahlbar für Dich wäre.

Wie kannst Du Einspruch gegen die Modernisierung einlegen?

Möchtest Du die geplante Modernisierung ablehnen, so kannst Du schriftlich einen sogenannten „Härteeinwand“ verfassen. Dieser muss bis spätestens Ende des nächsten auf den Eingang der Modernisierungsankündigung folgenden Monats beim Vermieter eintreffen. Sende ihn am besten per Post als Einschreiben, sodass Du den Eingangstermin im Streitfall nachweisen kannst. Ein entsprechendes Muster findest Du im Internet, zum Beispiel auf der Homepage des Mieterschutzbundes. Wirst Du Dir allerdings nicht mit dem Vermieter einig, findet eine sogenannte Härtefallprüfung statt. Im Fokus steht dabei in der Regel die Abwägung der Interessen beider Parteien. Vor allem bei energetischen Modernisierungsmaßnahmen, die dem Umweltschutz zugute kommen, wird dabei nicht selten im Sinne des Vermieters entschieden.

Als Mieter hast Du ein Sonderkündigungsrecht

Werden die Modernisierungsmaßnahmen also auch gegen Deinen Willen durchgeführt oder Du möchtest aus einem anderen Grund ausziehen, so kannst Du im Zuge der geplanten Modernisierungsmaßnahmen sonderkündigen. Die Kündigung greift dann zum Ablauf des übernächsten Monats. Die Dreimonatsfrist musst Du also in diesem Fall nicht einhalten.

Der Vermieter hat das Recht auf Mieterhöhung

Ein Grund dafür, dass Du wegen der Modernisierung kündigen möchtest, könnte in den höheren Folgekosten liegen. Der Vermieter hat nämlich auf der anderen Seite das Recht, nach den Modernisierungsarbeiten die Miete zu erhöhen. Weitere Informationen hierzu erhältst Du im zweiten Artikel zum Thema „Modernisierung“.

Was, wenn dem Mieter durch die Modernisierung Kosten entstehen?

Doch was passiert jetzt eigentlich, wenn die Wohnräume während der Umbaumaßnahmen nicht bewohnbar sind oder sonstige Kosten für Dich als Mieter anfallen? Die Rechtslage sieht wie folgt aus: Alle Ausgaben, die dem Mieter aufgrund der Baumaßnahmen im Zuge der Modernisierung entstehen, hat der Vermieter in angemessenem Umfang zu tragen. Das bedeutet, dass er Dir zum Beispiel die auswärtige Unterbringung finanzieren muss, nicht aber das 5-Sterne-Luxushotel. Tragen muss er zudem Kosten für

  • einen Mehraufwand in der Verpflegung
  • die Beseitigung von Schäden am Besitz des Mieters, zum Beispiel an Möbeln oder Dekoration
  • einen neuen Bodenbelag, wenn dieser durch die Renovierungsarbeiten unbrauchbar wurde
  • neue Gardinen oder ähnliche Umbauten, die aufgrund der neuen Heizkörper notwendig sind
  • andere Veränderungen in Mobiliar, Wandgestaltung, Bodenbelägen o.ä., wenn diese durch die Modernisierung unbrauchbar wurden oder nicht mehr verwendet werden können
  • die Reinigung

Die Berechnung der Kosten, die übernommen werden, findet in der Regel als Pauschalbetrag statt, zum Beispiel sieben Euro pro Stunde für anfallende Reinigungsarbeiten.

Hast Du als Mieter einen Anspruch auf Modernisierung?

Es gibt natürlich auch den Fall, dass der Mieter eine Modernisierung wünscht, der Vermieter diese aber ablehnt. Einen Anspruch auf Modernisierung kannst Du aber nur dann durchsetzen, wenn der Vermieter seine Pflichten in der energetischen Nachrüstung verletzt. Notfalls kannst Du aber unter Absprache mit dem Vermieter selbst Modernisierungsmaßnahmen durchführen. Der Vermieter darf dann im Anschluss natürlich nicht die Miete erhöhen beziehungsweise bei der Erhöhung auf die sogenannte „ortsübliche Vergleichsmiete“ dürfen die geleisteten Modernisierungsmaßnahmen und die Einrichtungen des Mieters nicht einberechnet werden. Alle wichtigen Regelungen zur Mieterhöhung nach der Modernisierung findest Du – wie bereits erwähnt – im zweiten Teil der Artikelserie „Modernisierung“.

Mietkaution Teil 1: Höhe, Regeln und Rechte

Bei dem Umzug in eine Mietwohnung fordert der Vermieter in der Regel die Hinterlegung einer Mietkaution. Je nach Höhe der Miete, sind das hunderte oder gar mehrere tausend Euro. Für viele Mieter ist die Kaution daher einer der größten Kostenfaktoren bei einem Umzug. Nicht jeder kann sich so eine üppige Mietkaution leisten und wenn doch, so gibst Du bestimmt nicht gerne so viel Geld aus der Hand, ohne zu wissen was schlussendlich damit passiert. Ich erkläre Dir deshalb heute im ersten Artikel zur Mietkaution, wofür diese ist, welche Regeln der Vermieter zu beachten hat und welche Deine Rechte als Mieter sind.

Wofür ist eigentlich so eine Mietkaution?

Die Mietkaution stellt für den Vermieter eine finanzielle Sicherheit dar. Solltest Du irgendwann einfach Deine Miete nicht mehr bezahlen, beim Auszug Nebenkostenschulden hinterlassen oder die Wohnung in einem renovierungsbedürftigen Zustand zurückgeben, kann der Vermieter diese Unkosten durch die Mietkaution auffangen.

Musst Du zwingend eine Mietkaution hinterlegen?

Nein! Prinzipiell handelt es sich bei der Mietkaution um eine freiwillige Leistung. Als Mieter bist Du nicht dazu verpflichtet, allerdings steht es dem Vermieter dann natürlich frei, die Wohnung an einen anderen Mieter zu vergeben. In der Regel hast Du daher keine große Wahl, wenn es um die Hinterlegung der Mietkaution geht. Zudem verlangt heutzutage beinahe jeder Vermieter eine Kaution. Sinn macht es da eher, über die Höhe oder Art der Kaution zu verhandeln. Welche Alternativen es zur Mietkaution gibt, erfährst Du im zweiten Artikel dieser Reihe.

Ist die Höhe der Kaution gesetzlich geregelt?

Hinsichtlich der Höhe der Mietkaution gibt es keine festgesetzte Regel. Was es jedoch gibt, ist die Obergrenze von drei Nettokaltmieten. Das bedeutet, Dein Vermieter darf für die Mietkaution jeden Betrag zwischen null Euro und drei Nettokaltmieten verlangen. Darunter zu verstehen ist lediglich die im Mietvertrag festgehaltene Kaltmiete für Deine angemieteten Wohnräume, exklusive Neben- oder Sonderkosten. Bei Verträgen mit reiner Angabe der Warmmiete, muss der „warme“ Kostenanteil geschätzt und herausgerechnet werden. Hast Du zu viel bezahlt, kannst Du den Restbetrag zurückverlangen. Steigen im Laufe der Jahre, in welchen Du die Mietwohnung nutzt, die Mietpreise, musst Du Deine Kaution nicht erhöhen. Es gilt die Nettokaltmiete zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung.

Ist eine Ratenzahlung möglich?

Drei Monatskaltmieten? Die hat man nicht immer gleich zur Hand und das ist auch absolut nicht ungewöhnlich. Du hast deshalb gemäß §551 Abs. 2 BGB das Recht, die Mietkaution in drei gleichen Monatsteilbeträgen zu entrichten. Bespreche dies im Voraus mit Deinem Vermieter und sorge dafür, dass eine entsprechende Klausel im Mietvertrag festgehalten ist.

Wird die Mietkaution zurückgezahlt?

Als reine Kautionszahlung muss Dir der Vermieter beim Auszug die Mietkaution natürlich zurückzahlen. Hierfür hat er bis zu sechs Monate Zeit, um noch eventuell ausstehende Nebenkostenabrechnungen abzuwarten oder Forderungen aus Schäden einzureichen. Findet die Betriebskostenabrechnung nur einmal jährlich durch den Versorger statt, so hat der Vermieter eine Frist von sogar zwölf Monaten für die Rückzahlung. Allerdings darf er dann nicht die volle Kaution einbehalten, sondern lediglich einen geschätzten Anteil für die noch ausstehenden Kosten. Wenn Du, um dies zu vermeiden, einfach die letzten Monate vor der Kündigung keine Miete mehr zahlst, verletzt Du übrigens Deine Vertragspflichten und musst im schlimmsten Fall mit einer Klage rechnen. Andersherum steht Dir aber auch der Klageweg offen, wenn der Vermieter die Kaution zu lange, als zu hohen Betrag oder schlichtweg ohne Berechtigung einbehält.

Wann darf der Vermieter die Mietkaution einbehalten?

Viele Mieter haben Angst davor, dass der Vermieter nach ihrem Auszug einfach die ganze oder einen Teil der Mietkaution einbehält, ohne ausreichende Gründe. Merke Dir deshalb: Der Vermieter darf die Kaution auch über die Fristen hinaus nur dann ganz beziehungsweise anteilig einbehalten, wenn

  • Du Mietschulden bei ihm hast.
  • noch Zahlungen für Betriebskosten, Nebenkosten oder sonstige Schulden beim Vermieter ausstehen.
  • dem Vermieter Schadensersatz, Nutzungsausfallentschädigungen oder Prozesskostenerstattungsansprüche zustehen.
  • Du Schäden an der Wohnung verursacht hast.

Gerade der letzte Fall führt aber häufig zu Streit. Welche Schäden sind als normale Abnutzungen anzusehen? Für welche bist Du überhaupt verantwortlich? Deshalb ist es ungemein wichtig, dass Du beim Einzug ein Übergabeprotokoll erstellst und jeden Schaden Deines Vormieters unverzüglich meldest. Zudem solltest Du die Klausel im Mietvertrag zu den Schönheitsreparaturen unbedingt genauestens lesen. Hier ist geregelt, welche Pflichten Du beim Auszug hast, welche Schäden beseitigt werden müssen und welche Renovierungsarbeiten Du zu leisten hast. Alle wichtigen Informationen hierzu findest Du im Artikel „Schönheitsreparaturen – Was ist beim Auszug Pflicht?“.

Ist der Vermieter im Recht und findet Schäden, für deren Beseitigung Du verantwortlich bist, so muss er Dir erst einmal eine angemessene Frist für die Nachbesserung einräumen. Nur wenn Du dieser nicht nachkommst, kann er Deine Mietkaution dafür aufwenden, den Schaden professionell beheben zu lassen. Einbehalten darf er aber auch dann nur den geschätzten Anteil der Mietkaution, zum Beispiel anhand eines Kostenvoranschlages von einem Handwerker. Nach sechs Monaten ist die Frist für eine Nachbesserung verjährt. Hat der Vermieter also sechs Monate nach der Schlüsselübergabe noch keine Schäden beanstandet, musst Du diese auch nicht mehr beseitigen und er darf die Kaution nicht verrechnen.

Was, wenn die Mietkaution unrechtmäßig einbehalten wird?

Leider tritt genau der Grund, aus welchem viele Mieter die Hinterlegung einer Kaution fürchten, relativ häufig ein: Der Vermieter behält unter einem unberechtigten Vorwand die Mietkaution oder einen Teil davon ein. In diesem Fall musst Du die Rückzahlung der Kaution schriftlich und mit einer festgesetzten Frist zurückfordern. Stelle die Forderung am besten per Einschreiben zu, damit Du ihren Eingang beim Vermieter später vor Gericht nachweisen kannst. Reagiert der Vermieter darauf nicht, kannst Du ihm einen Mahnbescheid zustellen. Führt dies immer noch nicht zum Erfolg, bleibt Dir leider nur noch der Weg zum Anwalt. Wähle unbedingt einen Fachanwalt für Mietrecht.

Was passiert eigentlich mit der Kaution währen der Mietdauer?

Du weißt nun, wann Du die Mietkaution zu zahlen hast und wann Du sie zurückfordern kannst. Doch was passiert eigentlich in den Monaten, Jahren oder Jahrzehnten zwischen Ein- und Auszug mit der Mietkaution? Solltest Du fünf, zehn oder zwanzig Jahre in der Mietwohnung leben, ergibt sich dadurch doch ein finanzieller Nachteil für Dich, oder? Tatsächlich ist der Vermieter in der Pflicht, ein entsprechendes Mietkautionskonto zu eröffnen. Er darf die Mietkaution also nicht einfach auf sein privates Konto überweisen und sich an den Zinsen bereichern. Er kann entweder von dem Mieter verlangen, selbst ein solches Konto zu eröffnen, oder dies selbst übernehmen und muss dem Mieter dann einen entsprechenden Nachweis erbringen. Das Guthaben, also die Mietkaution, muss auf dem Konto zudem in „üblicher“ Höhe verzinst werden. Diese Zinsen werden Dir beim Auszug ebenfalls ausgezahlt. Vernachlässigt der Vermieter diese Pflicht, macht er sich der Veruntreuung strafbar. Dennoch: Bei derzeit üblichen Zinssätzen von unter einem Prozent und einer Inflationsrate von rund zwei Prozent machst Du auf Dauer Verlust. Hättest Du das Geld zur Verfügung, könntest Du es eventuell zu besseren Zinsen oder in einer lukrativeren Anlageform vermehren.

Es lohnt sich also durchaus einmal über eine Alternative zur Mietkaution nachzudenken. Allerdings sind diese in der Regel auch nicht kostenlos, manchmal sogar auf lange Sicht deutlich teurer. Aber mehr dazu erfährst Du im zweiten Teil der Artikelserie „Mietkaution“.

Beim Umzug selber putzen Teil 4: Putztipps für Deinen Bodenbelag

Nach den ersten drei Teilen meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“ hast Du nun bereits ein strahlendes Bad und eine saubere Küche. Nun stehen eigentlich in den Wohnräumen nur noch das Staubwischen und die Böden an – und schon bist Du fertig. Je nach Bodenbelag, musst Du aber zu unterschiedlichen Hilfsmitteln greifen, um ihn strahlend sauber zu reinigen. Ich erkläre Dir heute kurz und praxisnah, wie Du die vier häufigsten Bodenbeläge in Wohnungen putzen kannst.

Der pflegeleichte Laminatboden

Laminatböden sind in Mietwohnungen besonders häufig zu finden, da sie als sehr robust und pflegeleicht gelten. Moderne Materialien sorgen zudem für einen hochwertigen Look und so manches Laminat sieht einem echten Parkett- oder auch Dielenboden zum Verwechseln ähnlich. Auch die Reinigung des Laminats ist kinderleicht:

Schritt 1: Staubsaugen

Grobe Verschmutzungen entfernst Du erst einmal mit dem Staubsauger (im Notfall geht auch ein Besen). Kleine Steine solltest Du stets sofort aufsammeln, da diese sonst Kratzer im Laminat hinterlassen könnten.

Schritt 2: Feucht wischen

Nun kannst Du auch hartnäckigere Verschmutzungen vom Laminat entfernen, indem Du diesen feucht wischst. Feucht heißt aber keinesfalls nass, denn die im Laminat verarbeiteten Pressspanplatten saugen zu viel Wasser auf und quellen dadurch aus der Form. Gib daher etwas warmes Wasser auf ein Tuch und wringe es gut aus. Für besonders hartnäckige Flecken kannst Du zu einem speziellen Bodenbelagsreiniger aus dem Supermarkt oder der Drogerie greifen. Das Tuch darf nicht mehr tropfen und sollte sich nur leicht feucht anfühlen. Nach spätestens fünf Minuten sollte das Laminat wieder vollständig getrocknet sein, ansonsten hast Du zu viel Wasser verwendet.

Schritt 3: Laminat polieren

Sauber sollte das Laminat nun bereits sein. Wenn Du aber großen Wert auf einen schönen Glanz legst, kannst Du es zusätzlich noch polieren. Greife hierfür unbedingt zu einer extra Laminatbodenpflege aus dem Handel und trage eine hauchdünne Schutzschicht auf dem gesamten Boden auf. So vertuschst Du optimal kleine Kratzer, bringst den Laminatboden schön zum Glänzen und schützt ihn zugleich besser vor neuen Verschmutzungen oder Beschädigungen.

Das empfindliche Parkett

Zugegeben, so ein Echtholzfußboden sieht einfach toll aus. Leider handelt es sich dabei aber auch um einen der empfindlichsten Bodenbeläge. Je nach Art und Beschichtung des Parketts, gestaltet sich die Reinigung deshalb mehr oder weniger aufwändig. Mit der richtigen Pflege jedoch, wirst Du viele Jahre Freude an diesem langlebigen Bodenbelag haben.

Schritt 1: Staubsaugen

Auch den Parkettboden solltest Du erst einmal durch Fegen oder Staubsaugen von groben Verschmutzungen befreien.

Schritt 2: Feucht wischen

Anschließend greifst Du zum Mop oder Lappen und wischst die Oberfläche des Parkettbodens. Dieser ist bezüglich Wasser aber noch empfindlicher als der Laminatboden. Wringe den Lappen deshalb mehrmals fest aus, bis er nur noch leicht feucht ist. Auch der Parkettboden sollte nach spätestens fünf Minuten getrocknet sein. Als Reinigungsmittel verwendest Du etwas Hartholzseife für einen geölten und Lackseife für einen lackierten Parkettboden. Frage im Notfall beim Vermieter beziehungsweise Verkäufer nach um welche Art von Parkett es sich handelt.

Schritt 3: Renovierungspflege

Das Auffrischen eines Parkettbodens nennt sich Renovierungspflege. Hierbei geht es darum, die oberste, schützende Schicht des Parketts wieder herzustellen und zugleich einen tollen neuen Glanz zu erzeugen. Bei einem geölten Parkettboden greifst Du dafür zu einem Ölpflegemittel aus der Drogerie und einem speziellen Reiniger zum Entfetten des Parketts. Für einen lackierten Parkettboden hingegen, gibt es entsprechende Lackpflegemittel. Beachte stets die Gebrauchsanweisung auf der Verpackung.

Der aufwändige Teppichboden

Teppichböden sind eigentlich aus der Mode. Schon nach wenigen Jahren sehen sie nämlich häufig nicht mehr allzu schön aus, haben Flecken und an Farbkraft verloren. Und passiert doch einmal ein Missgeschick, ist der Austausch eines Teppichbodens sehr aufwändig. Ebenso die Reinigung: Um einen Teppichboden beim Einzug in die neue Wohnung strahlend sauber und vor allem hygienisch zu reinigen, musst Du folgende Tipps beachten:

Schritt 1: Flecken sofort entfernen

Eine kleine Unachtsamkeit kann ausreichen und schon ist das Rotweinglas umgekippt, das Kind ist mit den dreckigen Schuhen in die Wohnung gerannt oder die Blumenerde verstreut sich über den Teppichboden. Je schneller Du bei Flecken reagierst, desto besser stehen Deine Chancen, diese vollständig entfernen zu können. Je nach Art der Verschmutzung, solltest Du deshalb sofort zum Staubsauger oder einem trockenen Lappen greifen. Vermeide es, Flüssigkeiten durch nasses Wischen entfernen zu wollen. Hierdurch ziehen sie erst recht tief in den Teppich ein und der Fleck wird durch die Ausbreitung des Wassers nur größer. Nimm sie stattdessen mit einem trockenen Lappen auf und streue eventuell Salz auf den Fleck. Dieses saugt die Flüssigkeit auf und Du kannst es später einfach mit dem Staubsauger wieder entfernen. Ein echter Geheimtipp bei Rotweinflecken auf dem Teppich.

Schritt 2: Regelmäßige Reinigung

Ein Teppichboden rächt sich schnell, wenn Du die regelmäßige Reinigung vernachlässigst. Nur durch regelmäßiges Staubsaugen kannst Du nämlich verhindern, dass Verschmutzungen tief in den Boden einziehen. So tief, dass sie später beinahe unmöglich zu entfernen sind. Greife daher regelmäßig zum Staubsauger.

Schritt 3: Tiefliegende Verschmutzungen entfernen

Doch was, wenn der Vormieter die Pflege des Teppichbodens ein wenig vernachlässigt hat und sich hässliche Flecken oder ein matter Grauschleier auf dem Bodenbelag abzeichnen? Greife zu einem Teppichreiniger aus der Drogerie. Diese sind in der Regel als Spray oder Pulver erhältlich. Beachte die jeweilige Gebrauchsanweisung oder lasse Dich hierzu von einem Teppichfachhändler beraten. Oder aber Du mietest im örtlichen Baumarkt einen Dampfreiniger, welcher bis tief in die Fasern eindringt und den Teppich wieder zum Strahlen bringt. Die Nutzungsgebühr schwankt dabei je nach Verleiher stark.

Schritt 4: Den Teppich imprägnieren

Um den strahlend sauberen Teppich nun auch bestmöglich vor neuen Verschmutzungen zu schützen, solltest Du ihn imprägnieren. Entsprechende Produkte findest Du beim Teppichfachhändler oder in der Drogerie. Die Imprägnierung dient als schmutzabweisende und schützende Schicht und lässt Deinen Teppichboden länger schön aussehen.

Die praktischen Fliesen

Fliesen sind in fast jeder Wohnung beziehungsweise jedem Haus zu finden. Mindestens in Bad und Küche sind sie nämlich der praktischste Bodenbelag. Damit diese in neuem Glanz erstrahlen, gehst Du wie folgt vor:

Schritt 1: Staubsaugen

Auch bei der Fliesenreinigung liegt der erste Schritt natürlich im Staubsaugen beziehungsweise Fegen, damit grobe Verschmutzungen später beim Wischen nicht stören oder Schlieren hinterlassen.

Schritt 2: Nass wischen

Nun kannst Du nass wischen. Bei den Fliesen darfst Du dabei auch tatsächlich zu etwas mehr Wasser greifen als beim Laminat oder Parkett. Gib einfach etwas warmes Wasser in einen Eimer und füge Spülmittel oder Haushaltsreiniger hinzu. Wische den gesamten Fliesenboden und trockne ihn anschließend mit einem Mikrofasertuch.

Schritt 3: Fugen reinigen

Die kompliziertesten Stellen an einem Fliesenboden sind eigentlich die Fugen. Gerade hier setzen sich sehr gerne Verschmutzungen oder erste Schimmelsporen in Bad und Küche ab. Greife daher zu einer alten Zahnbürste mit besonders harten Borsten. Als Reinigungsmittel kannst Du entweder etwas Backpulver mit Zitronensaft mischen oder handelsüblichen Haushaltsreiniger verwenden. Schrubben, Schmutz- oder Reinigungsmittelreste mit einem feuchten Tuch entfernen und fertig!

Schritt 4: Dampfreinigen

Dir ist der Fliesenboden noch nicht sauber genug? Dann kannst Du auch hier zum Dampfreiniger greifen. Allerdings strapaziert dieser die Fugen zwischen den Fliesen und sollte daher nicht allzu häufig Verwendung finden. Bei Deinem Einzug ist er aber eine super Möglichkeit, alle Rückstände und Verschmutzungen der Vormieter loszuwerden.

Endlich erstrahlt Deine Wohnung im neuen Glanz und ist bereit für Deinen Einzug. Du musst Dir nun keine Gedanken mehr um Bakterien, Keime & Co machen und kannst Dich stattdessen auf Deine Einrichtung und die schönen Momente im neuen Zuhause konzentrieren.

Weitere Artikel aus der Serie „Beim Umzug selber putzen“

Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 4 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“:

Solltest du nicht selber zu Schwamm, Besen, Staubsauger oder Schrubber greifen wollen, dann könnte dich auch mein Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ interessieren.

Beim Umzug selber putzen Teil 1: Die alte Wohnung richtig hinterlassen

In meinem Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ habe ich Dir bereits erklärt, wie Du beim Putzen professionelle Unterstützung erhältst. Hast Du aber ausreichend Zeit und Lust beim Umzug selbst zu putzen, oder Du möchtest ein wenig Geld sparen, kannst Du natürlich auch eigens zu Staubwedel und Putzlappen greifen. Mit meinen praktischen Tipps und Tricks in dieser Artikelserie bist Du ruckzuck fertig und Deine Wohnung erstrahlt in Hochglanz.

Die alte Wohnung „besenrein“ hinterlassen

Im ersten Teil soll es nun erst einmal um Deine alte Wohnung gehen. Auch diese musst Du gereinigt hinterlassen. Während es in der Schweiz zum Beispiel Pflicht ist, dass der Mieter die Wohnung professionell grundgereinigt hinterlässt, gilt in Deutschland normalerweise die Klausel „besenrein“. Es sei denn, in Deinem Mietvertrag wurden abweichende Vereinbarungen getroffen. Lies deshalb vor dem Auszug unbedingt noch einmal gründlich nach. Doch was bedeutet nun eigentlich „besenrein“?

Eine „besenreine“ Wohnung bedeutet:

  • Du musst Deine alte Wohnung leerräumen
  • Du musst fegen
  • Starke Verschmutzungen müssen entfernt werden
  • Spinnweben müssen beseitigt werden (auch in Keller und Nebenräumen)
  • Einbauküche, Kühlschrank und Herd müssen gereinigt werden
  • Du musst Klebereste an Fenstern und Türen entfernen, diese aber nicht putzen
  • Teppichböden staubsaugen
  • Heizkörper wischen
  • Grobe Verschmutzungen im Bad beseitigen
  • Du musst Bad und Küche wischen

Mietvertragsabhängige Regelungen

Ob und wie gründlich Du weitere Verschmutzungen beseitigen musst, hängt jeweils von Deinem Mietvertrag ab. Bei einer vertraglichen Nichtraucherwohnung musst Du alle Spuren des Rauchens beseitigen, also zum Beispiel Ablagerungen an den Wänden. Auch Dübellöcher müssen nur entfernt werden, wenn dies explizit im Mietvertrag steht. Ähnlich verhält es sich mit Unkraut auf Terrasse und Balkon oder im Garten sowie der Tiefenreinigung von Teppichen und Gardinen.

Abnahme durch den Vermieter

Bei der Wohnungsübergabe nimmt der Vermieter die besenreine Wohnung ab und kann gegebenenfalls Nachbesserungen verlangen. Die Kosten für eine Reinigung allerdings, kann er Dir nur dann in Rechnung stellen, wenn es sich um eine zulässige Forderung gemäß den Vereinbarungen im Mietvertrag handelt und Du Dich der Reinigung oder Nachbesserung verweigerst.

Nun hast Du die alte Wohnung übergeben und kannst in Dein neues Mietobjekt ziehen. Das Problem ist: Auch hier wurde die Wohnung nur besenrein übergeben. Du möchtest die neuen vier Wände aber gewiss noch einmal richtig reinigen, bevor Du mit Möbeln & Co einziehst. Im zweiten Teil der Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“ verrate ich Dir deshalb, wie Du das Badezimmer so richtig auf Hochglanz bringst und eventuellen Bakterien den Garaus machst.

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Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister

In der Regel musst Du Deine alte Wohnung bei einem Umzug „besenrein“ hinterlassen, also nicht noch einmal gründlich jeden Winkel putzen. Das Problem ist: Dasselbe gilt für den Vormieter Deiner neuen Wohnung. Und gewiss möchtest Du erst in Deine eigenen vier Wände einziehen, wenn diese vorher auch einmal gründlich gesäubert wurden. Doch Du musst vielleicht noch Schönheitsreparaturen vornehmen, den Umzug organisieren oder arbeiten und hast schlichtweg keine Lust oder keine Zeit, um selbst zu putzen. Ich zeige Dir deshalb heute, wie Du günstige und seriöse Anbieter findest, die Deine alte oder neue Wohnung so richtig auf Hochglanz bringen.

Der Klassiker: Professionelle Reinigungsunternehmen

Die Endreinigung Deiner alten oder Grundreinigung Deiner neuen Wohnung kannst Du klassisch von einer Reinigungsfirma übernehmen lassen. Diese haben in der Regel verschiedene „Pakete“ im Angebot, zum Beispiel Grundreinigung, zusätzliche Fensterreinigung oder Textilreinigung. So kannst Du gezielt auswählen, was Du an Leistungen brauchst. Lass Dir aber im Voraus ein verbindliches Angebot unterbreiten und vergleiche am besten drei bis vier verschiedene Anbieter.

Worauf achten bei einem Reinigungsunternehmen?

Eine professionelle Reinigungsfirma legt Dir in der Regel auch einen professionellen Vertrag vor. Hier können sich fiese Klauseln verstecken. Lies deshalb vor dem Unterzeichnen das Kleingedruckte und versuche es auch wirklich zu verstehen. Wichtig ist, dass der Vertrag unbedingt eine Abnahmegarantie enthält. Wieso? Durch die Abnahmegarantie kannst Du das Putzergebnis vor dem Bezahlen noch einmal überprüfen. Bist Du nicht zufrieden, muss die Reinigungsfirma entweder nacharbeiten oder Dir einen Rabatt gewähren.

So findest Du eine Reinigungsfirma

Auf der Suche nach einem Reinigungsunternehmen für Deinen Umzug fragst Du am besten erst einmal Bekannte und Freunde, ob sie bereits Erfahrungen haben oder Dir eine Firma empfehlen können. Ist dies nicht der Fall, kannst Du auch klassisch im Telefonbuch nachsehen oder eine Internetrecherche starten. Letztere bringt den Vorteil mit sich, dass auf vielen Plattformen gleich auch Bewertungen und Erfahrungsberichte von anderen Kunden einsehbar sind. Fündig wirst Du zum Beispiel über Google mit Stichwörtern, wie „Grundreinigung, Umzugsreinigung, Gebäudereinigung, Deine Stadt“ o.ä.

Die Alternative: Private Reinigungskräfte

Etwas günstiger fährst Du in der Regel mit privaten Anbietern. Privat bedeutet übrigens nicht schwarz oder illegal, sondern dass die Reinigungskraft selbständig tätig ist. Dadurch, dass kein großes Unternehmen an ihrer Arbeit mitverdient, kann sie denselben Service in der Regel deutlich günstiger anbieten. Allerdings gibt es auch hier wichtige Dinge zu beachten:

Was Du bei privaten Anbietern beachten musst

Achte unbedingt darauf, dass die private Reinigungskraft

  • korrekt angemeldet ist,
  • über eine ausreichende Versicherung verfügt und
  • Dir eine ordentliche Rechnung stellen kann.

Ansonsten handelst Du illegal, musst eventuell für Schäden haften und kannst die Reinigungsarbeiten nicht steuerlich geltend machen.

Private Reinigungskräfte finden

Die spannende Frage ist nun aber: Wie findest Du vertrauenswürdige private Reinigungskräfte für Deinen Umzug? Ganz einfach – im Internet. Durch moderne Jobbörsen konnten sich in den letzten Jahren immer mehr Reinigungsdienstleister selbständig machen und offerieren ihre Dienste nun auf einer der folgenden Plattformen:

  • MachDuDas.de: Auf MachDuDas kannst Du entweder einen Suchauftrag eingeben und verschiedene Reinigungskräfte „bewerben“ sich dann bei Dir für den Auftrag, oder Du siehst Dir direkt die Angebote der unterschiedlichen Dienstleister an und kontaktierst diese. Der Vorteil bei MachDuDas liegt in der Bewertungsfunktion. Nachdem ein Auftrag zustande gekommen ist, können sich Kunde und Anbieter gegenseitig bewerten und Du kannst Dir gleich ein Bild von der Qualität der Reinigungsarbeiten machen.
  • My-Hammer.de: Zwar gilt My-Hammer als Handwerkerportal, Reinigungskräfte sind hier aber auch gelistet. So kannst Du direkt nach der gewünschten Dienstleistung in Deinem Ort suchen und Dir ganz bequem Angebote machen lassen. Das Beste auswählen und fertig!
  • Ebay Kleinanzeigen: Ja, auch bei den Ebay Kleinanzeigen kannst Du entweder Deinen Suchauftrag eingeben oder nach entsprechenden Angeboten in Deiner Region suchen. Allerdings tummeln sich hier leider auch zahlreiche unseriöse Anbieter. Reinigungsdienstleister, die in gebrochenem Deutsch werben oder keine Gewerbeanmeldung vorlegen können, solltest Du deshalb unbedingt meiden.
  • Happy Maids, Book a Tiger & Mr. Cleaner: Diese drei sind nur wenige Beispiele für extra auf Reinigungsarbeiten spezialisierte Internetangebote, die Du via Google zuhauf findest. Hier kannst Du direkt online professionelle Reinigungskräfte buchen, einmalig für Deinen Umzug oder regelmäßig als Haushaltshilfe. Lass Dir am besten auch hier erst einmal Angebote für den besseren Konditionenvergleich erstellen. Dabei ist sind nicht nur die Preise wichtig, sondern auch inbegriffene Leistungen, Anfahrtswege, Abnahmegarantie oder Reinigungsdauer.

Ich wünsche Dir viel Spaß in Deiner strahlend sauberen neuen Wohnung!

Tapezieren wie ein Profi? Ich zeige Dir, wie es klappt

Tapeten hatten lange Zeit den Ruf, veraltet zu sein und waren nur mehr in Omis Wohnung zu finden. Mittlerweile haben sich die Tapetenhersteller aber tolle neue Designs einfallen lassen und das Tapezieren selbst stetig optimiert. Einfacher, schneller und vor allem schöner sind die neuen Tapeten mittlerweile an der Wand und erleben daher auch bei der jungen Generation einen echten Aufschwung. Ich möchte Dir heute zeigen, wie auch Du in Rekordzeit Deine neue Tapete an die Wand bringst – mit einem Ergebnis wie direkt vom Profi.

Checkliste: Material zum Tapezieren

Zu allererst benötigst Du natürlich das richtige Werkzeug, damit Du unterbrechungsfrei und schnell tapezieren kannst. Hierzu gehören:

  • Tapete
  • Kleister
  • Tapezier- oder Küchentisch
  • Trittleiter
  • Eimer
  • Tapezierschere/-messer
  • Zentimetermaß oder Zollstock
  • Wasserwaage
  • Weiche (Tapezier-) Bürste
  • Andrückwalze
  • Quast
  • Bleistift
  • Nahtrolle
  • Zange
  • Schraubendreher

Tapeziertisch Second-Hand oder zur Miete

Solltest Du keinen eigenen Tapeziertisch besitzen, kannst Du auch Deinen Küchentisch verwenden. Allerdings könnte dieser anschließend mit Kleisterresten verschmutzt sein. Eine weitere Alternative ist es deshalb, einen Tapeziertisch einfach zu mieten. Frage im örtlichen Baumarkt nach diesem Service oder informiere Dich diesbezüglich im Internet. Vielleicht findest Du ja auch einen günstigen Tapeziertisch als Second-Hand-Ware in den Ebay-Kleinanzeigen oder auf Quoka.de.

Die richtige Menge macht‘s – Tipps zum Tapetenkauf

Wenn Du Deine Wunschtapete kaufst, benötigst Du natürlich auch die richtigen Maße. Du willst ja schließlich nicht, dass Dir beim Tapezieren plötzlich die Tapete ausgeht. Du darfst die Tapetenrollen deshalb ruhig großzügig bemessen. Der Verschnitt ist nicht selten hinterher noch gut für kleine Ausbesserungen oder einfach zum Basteln geeignet. In der Regel sind Tapeten als Standardrollen von 0,53 m x 33,5 m erhältlich. Als Faustregel gilt daher bei der durchschnittlichen Deckenhöhe von 2,10 m bis 2,35 m:

  • 3 Rollen für 6 m Raumumfang
  • 5 Rollen für 10 m Raumumfang
  • 7 Rollen für 15 m Raumumfang
  • 10 Rollen für 20 m Raumumfang

Worauf Du vor dem Tapezieren achten musst

Bevor es nun aber losgehen kann, musst Du erst einmal die Wände für das Tapezieren vorbereiten:

Wenn noch alte Tapete an der Wand haftet…

… musst Du diese entfernen. Feuchte sie hierfür mit etwas Wasser an, lasse es einziehen und schon sollten sich die alten Bahnen ablösen. Falls nicht, hilfst Du einfach mit einem Tapetenschaber nach.

Bei frisch verputzten Wänden…

solltest Du sie vor dem Tapezieren mit einer lösungsmittelarmen Grundierung streichen. So schaffst Du eine einheitliche Grundfläche und zusätzliche Saugfähigkeit. Hierfür eignet sich zum Beispiel die sogenannte „Streichmakulatur“.

Unebenheiten, wie Nägel…

…müssen ebenfalls vor dem Tapezieren entfernt werden. Überprüfe daher die Wände auf herausstehende Gegenstände oder Löcher. Je ebener die Oberfläche, desto schöner wird am Ende die Tapete aussehen. Sind alle Farb- und Tapetenreste sowie Unebenheiten entfernt, kannst Du mit einer kleinen Testbahn überprüfen, ob die Wand zum Tapezieren geeignet ist.

Den Tapetenkleister anrühren

Je nach Art der Tapete, musst Du nun den Tapeziergeräte- oder aber den Spezialkleister anrühren. In welchem Verhältnis? Siehe hierfür einfach auf der Verpackung nach. Dort findest Du nämlich eine ausführliche Beschreibung. In der Regel liegt das Mischverhältnis für den Kleister zwischen 1:20 und 1:30 mit sauberem, kalten Wasser. Um Klumpen zu vermeiden, die später unter der Tapete sichtbar wären, musst Du den Kleister so schnell wie möglich anrühren. Bringe hierfür zuerst das Wasser in Bewegung und schütte dann unter ständigem Rühren das Kleisterpulver hinein. Erst, wenn sich eine homogene und klumpenfreie Masse gebildet hat, darfst Du mit dem Rühren aufhören. Manchmal musst Du nun noch einmal kurz warten und anschließend nochmal rühren, bevor Du mit dem Tapezieren beginnen kannst. Alle Angaben hierzu findest Du ebenfalls auf der jeweiligen Verpackung des Kleisters.

Übrigens: Du kannst den Kleister auch über Nacht aufbewahren, um am nächsten Tag ein anderes Zimmer zu tapezieren. Er ist in der Regel mehrere Tage haltbar. Damit sich keine „Haut“ auf dem Kleister bildet, schüttest Du ein wenig Wasser vorsichtig über den Rand in den Eimer. Dieses Wasser legt sich wie ein schützender Film auf den Kleister und verlängert seine Haltbarkeit. Möchtest Du dann weiterarbeiten, rührst Du den Eimer einfach noch einmal kräftig durch, bis wieder eine homogene Masse erkenntlich ist.

Es geht los: Die Tapete einweichen und -kleistern

Ist die Tapete noch nicht in Bahnen zugeschnitten, kannst Du dies nun tun. Beachte hierbei, dass sie stets rund zehn Zentimeter länger sein sollten als die eigentliche Wandhöhe. Nun verwendest Du den Quast, um die Bahnen einzukleistern. Besonders sorgfältig solltest Du bei den Rändern vorgehen. Lege einfach alle Bahnen aufeinander, beginne mit der obersten und arbeite Dich nach unten vor. Geraten dennoch Kleberreste auf den Tapeziertisch, kannst Du diese einfach mit einem feuchten Tuch oder am Ende mit einem Spachtel entfernen. Jede eingekleisterte Bahn muss nun aber erst einmal einweichen, bevor Du sie an der Wand anbringen kannst.

Wie funktioniert das Einweichen?

Das Weichen bedeutet, dass Du die eingekleisterte Tapete mit den Klebeflächen zusammenlegst (auf der einen Seite rund ein Drittel, auf der anderen etwa zwei Drittel der Länge) und rund zehn bis 15 Minuten wartest. Wieso? Weil sich die Tapete durch den Kontakt mit dem flüssigen Kleber noch einmal ausdehnt und die Kanten bei der sofortigen Verarbeitung deshalb nicht mehr aneinanderpassen würden. Dadurch entstehen unschöne Falten und Blasen. Lasse daher alle Tapetenbahnen gleich lang einweichen, damit am Ende ein einheitliches Bild entsteht.

Die Tapete an die Wand bringen

Nach dem Kleistern und Weichen, kannst Du jetzt endlich die erste Tapetenbahn an der Wand anbringen. Du beginnst in der Nähe der Hauptlichtquelle, also zum Beispiel beim größten Fenster, und arbeitest Dich dann zur entgegenliegenden Wand vor. Die einzelnen Bahnen werden passgenau ohne Lücke nebeneinander angebracht. Oben und unten stehen nun jeweils rund fünf Zentimeter über.

Die erste Tapetenbahn ist die wichtigste

Die erste Tapetenbahn ist besonders wichtig, um am Ende ein einheitliches Bild zu erhalten. Sie stellt schließlich den Ausgangspunkt für alle weiteren Tapetenbahnen dar und muss deshalb exakt senkrecht sitzen. Verwende hierfür eine Wasserwaage und markiere das Lot mit einem Bleistift an der Wand. Solange der Kleister noch nicht getrocknet ist, kannst Du die Tapete jederzeit noch einmal abziehen oder an der Wand verschieben, bis sie perfekt sitzt.

Streichrichtung und Blasen

Zum Weichen hattest Du die Tapete ja im Verhältnis 1:3 und 2:3 gefaltet. Nun klappst Du zuerst das kürzere Stück auf und bringst es oben an der Wand an. Anschließend kannst Du auch das größere Teilstück ausklappen und nach unten hin an die Wand streichen. Verwende hierfür die Tapezierbürste und gehe stets von oben nach unten sowie von der Mitte zu den Rändern vor.

Es ist dennoch passiert: Nach dem Trocknen sind Blasen in der Tapete erkennbar? Keine Sorge: Nimm einfach eine handelsübliche Spritze aus der Apotheke zur Hand, feuchte die Tapete im Bereich der Blase an und spritze etwas Leim hinein. Mit einer Malerrolle kannst Du die Tapete nun wieder glatt streichen, überflüssige Kleberreste abtupfen und die Blasen sind Vergangenheit.

Was ist mit Ecken, Lichtschaltern und Heizkörpern?

Die fünf Zentimeter Überstand sollen perfekte Ecken hervorbringen. Diese kannst Du nämlich nun direkt an der Wand mit der Tapezierschere markieren, die Bahn leicht abziehen und den Überstand abschneiden. Ebenso gehst Du mit den Fußleisten vor. Steckdosen und Lichtschalter werden einfach übertapeziert und anschließend ausgeschnitten. Bei einer Heizung stehst Du vor einer echten Herausforderung: Alle hinter dem Heizkörper sichtbaren Stellen sollten unbedingt mittapeziert werden. Verwende hierfür am besten einen langstieligen Farbroller.

Übrigens: Beim Tapezieren hinter einem Heizkörper oder in dessen Nähe sollte er unbedingt ausgeschaltet sein. Die Tapetenbahn trocknet sonst an dieser Stelle durch die Wärme schneller und passt nicht mehr optimal zu den angrenzenden Bahnen.

Wenn du lieber nicht tapezieren möchtest, dann findest du in meinen Umzugstipps auch einen Artikel zum richtigen Streichen.

Richtig streichen: Tipps und Tricks zu Pinsel & Co.

Es gibt viele Gründe, zu Farbe und Pinsel zu greifen. Entweder, weil Du ausziehst und im Zuge der Schönheitsreparaturen die Wände in hellen und neutralen Farben streichen musst. Oder aber, weil Du Dir nach Deinem Einzug oder als Auffrischung nach vielen Jahren etwas neue Farbe an die Wände wünschst. Mit meinen Tipps und Tricks kannst Du ab sofort nicht nur schneller streichen, sondern erhältst auch ein noch besseres Ergebnis, wie vom Profi.

Was Du zum Streichen brauchst

Bevor Du anfängst, solltest Du alle wichtigen Materialien griffbereit haben. Denn ist die Farbe erst einmal an den Wänden, muss sie schnell verarbeitet werden. Einmal getrocknet, hinterlassen nachträgliche Ausbesserungen oder ungleichmäßige Anstriche nämlich unschöne Flecken. Für ein optimales Ergebnis benötigst Du:

  • Deine Wunschfarbe (diese kannst Du Dir in professionellen Fachgeschäften direkt vor Ort zusammenmixen lassen)
  • Leiter
  • ein dunkles Tuch
  • Pinsel und Farbroller
  • Abstreifgitter
  • Fleckendecker oder Isolierfarbe
  • Malerfolie und -krepp
  • Spachtel- und Fugenmasse
  • Spachtel

Und schon kann es losgehen mit den sieben einfachen Schritten zur perfekten Wandfarbe:

1. Schritt: Vorbereitung

Wie die Materialien schon vermuten lassen, kannst Du nicht einfach zum Pinsel greifen und die Wandfarbe auftragen. Ansonsten hast Du hinterher nicht nur Flecken an Wänden, Boden und Decken, sondern auch Unebenheiten und ein enttäuschendes Ergebnis. Erst einmal musst Du nämlich feststellen, auf welchem Untergrund Du streichen wirst. Fahre hierfür mit dem dunklen Tuch über die Wand und suche nach kreidigen oder sandigen Rückständen. In diesem Fall musst Du die Oberfläche vor dem Streichen grundieren. Selbiges gilt für Leimfarbe, die sich mit einem feuchten Tuch „verwischen“ lässt, für dunkle Farben und besonders saugfähige Wände. Halte hierfür einen nassen Schwamm an die Wand und beobachte, ob das Wasser abtropft oder ein deutlicher feuchter Fleck zurückbleibt. Klebe zuletzt noch einen Streifen Malerkrepp an die Wand (rund fünf bis zehn Zentimeter lang) und ziehe ihn ruckartig ab. Lösen sich dadurch Reste des alten Anstrichs oder vom Putz ab, musst Du diesen vor dem Streichen entfernen. Anschließend besserst Du Risse, (Dübel-)Löcher oder Unebenheiten mit Fugen- oder Spachtelmasse aus und lässt sie trocknen.

2. Schritt: Abkleben der Wände

Egal, ob Du Dich für eine Grundierung entschieden hast oder direkt mit der Wandfarbe beginnen möchtest: Zuerst müssen unbedingt die Steckdosen, Lichtschalter, Tür- und Fensterrahmen, Möbel- sowie Sockelkanten mit Malerkrepp abgeklebt werden. Lege den Boden sowie alle angrenzenden Flächen und Möbel mit Malerfolie aus und klebe diese an den Rändern fest, damit sie nicht verrutscht. Je sorgfältiger Du beim Abkleben vorgehst, desto besser sind später die Konturen und Kanten.

Meiner Erfahrung nach dauert das Abkleben oft länger als das eigentliche streichen. Aber es lohnt sich: Wer ordentlich abklebt, der muss hinterher nicht so viel sauber machen und kann beim Streichen relativ „arglos“ vorgehen und muss nicht mit dem dünnsten Pinsel jeder Ecke ganz akkurat ausmalen!

3. Schritt: Endlich dürfen Farbrolle und Pinsel ran

Nach der lästigen Vorarbeit kannst Du jetzt endlich zum spaßigen Teil kommen: dem eigentlichen Streichen. Eine Grundierung ist stets empfehlenswert, da sie den Untergrund anraut und so für eine optimale Haftung und Deckkraft der gewählten Farbe sorgt. Lasse diese anschließend bei normaler Raumtemperatur trocknen und verhindere Zugluft. So könnten sich nämlich nicht nur Schmutzpartikel an den noch nassen Wänden absetzen, sondern auch ungleichmäßige Flecken in der Wandfarbe entstehen. Wer beim Streichen die Fenster öffnet um die unangenehmen Farbdämpfe herauszulassen, der riskiert, dass Flächen ungleichmäßig trocknen (Flächen am Fenster werden so unter Umständen schneller Trocken).

Gehe beim Streichen stets wie folgt vor:

4. Schritt: Immer die Decke zuerst streichen

Die Decken werden immer zuerst gestrichen. Klar, so können überschüssige Farbkleckse in den Ecken und an den Wänden später optimal ausgeglichen werden. Am einfachsten streichst Du die Decke mit einem Teleskop-Pinsel. Gegebenenfalls hilft auch eine Leiter nach, achte hierbei aber stets auf einen sicheren Stand.

5. Schritt: Mit dem Pinsel in die Ecken

Bevor Du Dich an die Großflächen wagst, solltest Du jetzt zuerst die Ecken streichen. Verwende hierfür einen Pinsel. Nach den Ecken streichst Du anschließend auch schwer erreichbare Winkel, zum Beispiel bei Heizkörpern oder Fußleisten, mit dem Pinsel.

6. Schritt: Die Farbrolle richtig verwenden

Nun hast Du den „Rahmen“ geschaffen und kannst mit der Farbrolle weiterarbeiten. Je größer die Farbrolle, desto schneller bist Du mit großen Flächen fertig. Achte aber darauf, sie stets zuerst am Abstreifgitter abzurollen und anschließend mittig auf der Fläche anzusetzen. Arbeite lieber mit mehreren dünnen Farbschichten als mit einer sehr dicken.

7. Schritt: Erst quer, dann längs streichen

Doch auch mit der Farbrolle solltest Du nicht kreuz und quer arbeiten. Streiche die Wände systematisch erst in Quer- und anschließend noch einmal in Längsrichtung. Ist die Farbe nach einem Tag getrocknet, kannst Du auf Wunsch den ganzen Prozess noch einmal wiederholen.

Komm bitte nicht auf die Idee, kleine „Makel“ einfach schnell mit dem Pinsel auszubessern. Dies wird stets unschöne Flecken hinterlassen. Es lohnt sich daher, bereits beim Streichen selbst mit der größtmöglichen Sorgfalt vorzugehen. So kannst Du Dir die lästige Nacharbeit sparen und hast bereits einen Tag später eine trockene und in neuer Farbe erstrahlende Wand.

Wichtig ist: Das finale Ergebnis wird erst beurteilt, wenn die Farbe wirklich trocken ist. Lass dich nicht von Streifen oder Flecken irritieren, die direkt nach dem Streichen auf der noch feuchten Wand sichtbar sind und fang an nachzubessern. Gib der Sache Chance zu trocknen und beurteile dein Arbeitsergebnis erst, wenn alles nach 12-24 Stunden wirklich trocken ist!

8. Saubere Kanten

Noch ein kleiner Spezialtipp für alle, die mit mehreren Farben auf einer Wand arbeiten wollen (wer also zum Beispiel den unteren Bereich rot und den oberen Bereich einer Wand in weiß streichen möchte): Im Handel gibt es verschiedene Kreppbänder die „Farbkanten ohne überlaufen und Farbnasen“ versprechen. Vergiss das! Kostet viel Geld und bringt nix!

So klappt’s hingegen richtig mit sauberen Kanten:

  • Klebe die Kanten deiner farbigen Fläche mit einfachem Kreppband aus dem Baumarkt ab.
  • Fange mit der geringer deckenden Farbe an.
  • Überstreiche die Kanten noch einmal mit der Hintergrundfarbe und lass alles trocken.
  • Nun sind die Ränder deines Kreppbands mit der Farbe des Hintergrunds „versiegelt“, du kannst beginnen die 2. Farbe aufzutragen.
  • Achte dabei darauf nicht über die Ränder des Kreppbands hinweg zu malen
  • Ziehe das Kreppband ab, solange die Farbe noch nass ist. Du solltest nun eine tolle, gerade Kante vorfinden

So gehst du vor, wenn du meinem Beispiel von oben folgst und den unteren Teil der Wand rot streichst und den oberen weiß: Streiche zuerst die ganze Wand weiß. Nun klebst du den Teil ab, der rot werden soll. Von der weißen Fläche ausgehend streichst du die beiden Ränder deines Kreppbands noch einmal nach und lässt alles trocknen. Jetzt wird die rote Fläche gestrichen, dabei achtest du darauf nicht über das Kreppband zu malen. Im noch frischen Zustand ziehst du das Kreppband vorsichtig ab und solltest eine Scharfe Kante vorfinden!

Übrigens: Ich habe auch einen Artikel für dich vorbereitet, der dir erklärt wie du professionell tapezierst (zum Beispiel, wenn die Tapeten vor dem Überstreichen erst noch ausgetauscht werden müssen, weil sie bereits zu viel Farbe tragen).