Haushaltsauflösungen richtig organisiert

Von einer Haushaltsauflösung spricht man, wenn Haus oder Wohnung vom Wohnungsinhaber vollständig geräumt und die Besitztümer verkauft, verschenkt oder entsorgt werden. Die Gründe für eine Haushaltsauflösung oder Wohnungsauflösung können vielfältig sein. Meist hängt die Räumung der Wohnung jedoch damit zusammen, dass der Wohnungsinhaber keinen eigenen Haushalt mehr führt bzw. führen wird. Ein Todesfall, die Notwendigkeit, dauerhaft in eine Pflegeeinrichtung zu ziehen, eine Zwangsveräußerung oder auch eine Auswanderung können Anlass zur Haushaltsauflösung geben. Oft ist damit der Grund für die Räumung wenig erfreulich und immer ist er mit großen Veränderungen für den Wohnungsinhaber oder seine Angehörigen verbunden. Ich erkläre dir im Folgenden, was du in der für dich vielleicht nicht ganz einfachen Zeit beachten musst, welche Rechte und Pflichten mit der Haushaltsauflösung einhergehen und wie du sie möglichst problemlos bewältigen kannst.

10.000 Gegenstände besitzt ein Erwachsener in Westeuropa durchschnittlich – vom Ausziehsofa bis zur Zahnbürste. Wie viel wir in unserem Leben gekauft, gesammelt und mehr oder weniger gebraucht haben, stellen wir oft erst fest, wenn wir uns fragen müssen, wohin mit all den Dingen. Eine Haushaltsauflösung oder eine Verkleinerung des Haushalts sollte daher immer gut geplant und organisiert werden. Zudem sollte man bedenken, dass es eben nicht nur Gegenstände sind, die weggeräumt oder aussortiert werden. Es sind auch Erinnerungen.

Verschenken, verkaufen, entsorgen

Zunächst sollte man bei der Haushaltsauflösung also Dinge mit rein materiellem Wert von den Erinnerungsstücken unterscheiden. Hier gilt es nun zu überlegen, welche besonders wichtigen Gegenstände mit sentimentalem Wert man auch nach der Haushaltsauflösung behalten möchte und was man in der Familie weitergibt. Anschließend geht es um die Besitztümer mit rein materiellem Wert. Ist ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung oder eine Seniorenresidenz der Grund für die Haushaltsauflösung sollte man sich vorher bei der Einrichtung erkundigen, was man mitbringen darf, kann und soll – ist beispielsweise genügend Platz für die hübsche antike Kommode oder sollte diese lieber weitergegeben oder verkauft werden? Wenn du weißt, was du mitnehmen kannst bzw. sollst, kann es mit dem Aussortieren losgehen. Einiges kann sicher verkauft werden, anderes lässt sich spenden oder verschenken. Für den Verkauf gebrauchter Gegenstände gibt es unterschiedliche Optionen:

Kleinanzeigen und Auktionen: Eine gute und beliebte Möglichkeit, gebrauchte Dinge zu verkaufen sind Kleinanzeigen im Internet oder Internetauktionen. Das Anbieten der Dinge kostet hier oftmals nichts. Der Nachteil ist, der ein oder andere Gegenstand braucht unter Umständen etwas länger bis zum Verkauf. Manchmal muss man in solchen Fällen noch einmal den Preis senken. Zudem macht es relativ viel Arbeit, alle Sachen einzeln selbst zu verkaufen. Du musst Fotos von den Verkaufsgegenständen machen, die Anzeigen erstellen, Anfragen beantworten, Termine zur Ansicht und zum Abholen der Verkaufsgegenstände verabreden.

Tipp: Einiges, was du verkaufen möchtest, lässt sich sicher als Set anbieten, zum Beispiel Kleidung oder CDs. So musst du nicht für jede Sache eine eigene Anzeige pflegen.

Ankaufbörsen: Online und offline gibt es zahlreiche Ankaufbörsen, die sich darauf spezialisiert haben, gebrauchte Gegenstände aufzukaufen. Der Vorteil ist, dass du auf diesem Wege relativ schnell einen Großteil deiner zum Verkauf stehenden Gegenstände auf einen Schlag los wirst. Der Nachteil gegenüber dem Verkauf auf eigene Faust über Anzeigen und Aktionen liegt darin, dass du auf diese Weise einen geringeren Gewinn für die einzelnen Gegenstände erzielen wirst.

Flohmarkt: Eine weitere Möglichkeit, gebrauchten Dingen ein neues Zuhause zu verschaffen sind Flohmärkte. Hier lässt sich alles anbieten, was du möchtest. Meist wird eine Standgebühr fällig, und du solltest davon ausgehen, dass du mehr als einen Anlauf brauchst um alle Dinge zu verkaufen.

Spenden: Was sich nicht verkaufen lässt, für den (Sperr-)Müll aber zu schade ist, wird am besten gespendet oder verschenkt. Sachen verschenken kann man ebenfalls über Kleinanzeigen im Internet oder Zeitungsannoncen. Für Spenden musst du dich mit gemeinnützigen Organisationen in Verbindung setzen. Oft handelt es sich hierbei um kirchliche Einrichtungen. Du kannst mit der Organisation deiner Wahl einen individuellen Termin für die Abholung der Gegenstände vereinbaren.

Sperrmüll: Alles, was sich nicht verkaufen, verschenken oder spenden lässt, muss entsorgt werden. Größere Gegenstände kommen dabei auf den Sperrmüll. Wie genau dieser organisiert wird, ist von Stadt zu Stadt verschieden. Einige Gemeinden führen eine regelmäßige Sperrmüllabholung durch, deren Termine dem Abfallkalender zu entnehmen sind. Bei anderen muss man einen individuellen Termin vereinbaren. Hier ist die Abholung auch meist mit Kosten verbunden. Am besten rufst du bei dem zuständigen (öffentlich rechtlichen) Entsorger an und erkundigst dich nach den genauen Konditionen. Hier ist es wichtig, sich auch über die Entsorgung von Sondermüll, zum Beispiel von Elektrogeräten zu informieren: Fallen zusätzliche Kosten an? Was wird überhaupt mitgenommen? Was muss selber zu einem Wertstoffhof gebracht werden? Auch ist es ratsam, rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren, denn in einigen Städten ist der Terminkalender der Entsorger voll belegt, und es kann schwierig werden oder höhere Kosten verursachen, wenn man einen bestimmten Wunschtermin nutzen möchte.

Professionelle Haushaltsauflösung – der einfache Weg

Eine Haushaltsauflösung kostet Zeit und Kraft. Doch ganz ohne Hilfe geht es oft nicht. Wer keine Verwandten vor Ort hat, ist unter Umständen mit einer Haushaltsauflösung durch Profis gut beraten. Hier gibt es die unterschiedlichsten Angebote, und du kannst entscheiden, in welchem Umfang du die Hilfe eines auf Haushaltsauflösungen spezialisierten Unternehmens in Anspruch nehmen willst. Manche Firmen übernehmen sogar die Regelung formeller Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Wohnungsauflösung wie zum Beispiel die Kündigung bei Stromanbietern oder Telefongesellschaften.

Da die Preise der Firmen, die Haushaltsauflösungen übernehmen sehr unterschiedlich ausfallen können, solltest du dir wenigstens drei Kostenvoranschläge einholen.

Die Haushaltsauflösung mit einem professionellen Unternehmen ist wohl die bequemste Variante, aber auch die kostenintensivste. Zudem hast du weniger Einfluss darauf, was aus deinen Sachen wird.

Rechtliches und Formalitäten

Neben dem großen Ausmisten solltest du dich rechtzeitig um Formelles und Rechtliches im Zusammenhang mit der Haushaltsauflösung kümmern. Wurde die Wohnung rechtzeitig gekündigt? Hast du dich bei Anbietern von Strom und Gas abgemeldet? Hierauf solltest du achten:

  • Mietvertrag kündigen bzw. klären, was aus Haus oder Eigentumswohnung wird
  • Verträge und Versicherungen kündigen
  • bei einem Umzug in ein Seniorenheim: Ummeldeformalitäten erledigen – lies hierzu auch unseren ausführlichen Artikel Umzug ins Seniorenheim.
  • Ggf. musst du dich auch um den Verbleib deiner Haustiere kümmern

Besondere rechtliche Gegebenheiten sind zu beachten, wenn der Grund für die Haushaltsauflösung ein Todesfall ist oder wenn die Person, deren Haushalt aufgelöst wird, einen Betreuer hat. Hier gilt es Rechtliches zu klären, bevor die Haushaltsauflösung in Angriff genommen wird. Ein rechtlicher Betreuer kann eine Haushaltsauflösung für eine betreute Person nur durchführen, wenn Wohnungsangelegenheiten in seinen Aufgabenbereich fallen. Damit er Dinge im Namen der betreuten Person veräußern darf, muss er offiziell für Vermögensangelegenheiten zuständig sein. Und um einen Umzug zu organisieren – beispielsweise in ein Altenheim oder eine Pflegeeinrichtung – muss er offiziell über das Aufenthaltsbestimmungsrecht verfügen.

Ist der Grund für die Haushaltsauflösung ein Todesfall, sollten die Erben sich im Einzelfall genau über die rechtliche Lage informieren, bevor sie zur Tat schreiten. Viele wissen beispielsweise nicht, dass auch ein Mietvertrag zum Nachlass gehört. Die Erben müssen weiterhin für die Mietkosten und entstandene und entstehende Nebenkosten aufkommen, und sollten daher schnell kündigen. In Erbgemeinschaften ist es darüber hinaus sehr wichtig, sich gegenseitig über alle Schritte, die man bezüglich der Haushaltsauflösung unternimmt, abzusprechen und zu informieren, damit sich niemand übervorteilt fühlt und Erbstreitigkeiten vermieden werden.

 

Umzug ins Seniorenheim

Der Umzug in ein Seniorenheim ist ein sensibles Thema. Das geliebte Haus oder die langjährige Wohnung aufzugeben und sich einzugestehen, dass es Probleme bereitet oder in näherer Zukunft Probleme bereiten könnte, allein zu leben und zurechtzukommen ist ein großer Schritt – nicht nur für die Betroffenen selbst, auch für die Angehörigen, die die Entscheidung unterstützen. Zum Glück gibt es für ältere Menschen verschiedene Möglichkeiten, betreut und umsorgt zu wohnen. Das klassische Seniorenheim ist nur eine davon. So gibt es immer mehr Senioren-WGs oder Mehrgenerationenhäuser mit Betreuung. Im Folgenden möchte ich aber vor allem Tipps und Ratschläge zum Umzug in eine „klassische“ Senioreneinrichtung wie Seniorenresidenz, Pflegeheim, Altenheim und Seniorenheim geben.

Leben im Seniorenheim

Zu keiner Zeit zuvor konnten Senioren ihr Leben so lange unabhängig und aktiv gestalten. Dennoch kommt früher oder später der Zeitpunkt, an dem es immer schwerer fällt, sich selbst zu versorgen. Und nicht in jeder Familie besteht die Möglichkeit, dass sich die jüngere Generation um Eltern oder Großeltern kümmert – sei es aufgrund räumlicher Entfernung oder weil die Berufstätigkeit keine Zeit für eine ausreichende Betreuung lässt. Wer im fortgeschrittenen Alter aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr alleine oder mit Partner und/oder Familie leben kann oder möchte, der kann in einer betreuten Wohnform ein neues Zuhause finden. Hier ist zwischen Einrichtungen, die die Möglichkeit bieten selbstbestimmt mit Betreuung zu wohnen oder mit der Rundumversorgung eines Altersheims zu unterscheiden. Oftmals finden sich in Seniorenheimen Kombinationen aus beiden Modellen, so dass einfach die Betreuung einem eventuell gewachsenen Bedarf angepasst werden kann, ohne dass man noch einmal einen Umzug auf sich nehmen muss. Viele Seniorenheime bieten heutzutage individuelle Einzimmerappartements oder sogar Wohnungen innerhalb einer barrierefreien Wohnanlage.

Tipp: In manchen Seniorenheimen darf man für einen gewissen Zeitraum Probewohnen. Dies erleichtert die Entscheidung für oder gegen eine Einrichtung.

Den Umzug vorbereiten

Im Idealfall überlegt man sich schon bevor es so weit ist, welche Wohnform man sich im Alter vorstellen kann und spricht offen mit Familie und Angehörigen über seine Vorstellungen und Wünsche oder trifft sogar schon eine Auswahl an Einrichtungen, in denen man sich vorstellen könnte zu leben. So sind alle Beteiligten zumindest seelisch rechtzeitig darauf vorbereitet, was zu tun ist, wenn die Zeit für den Umzug ins Seniorenheim gekommen ist, und die wichtigsten Angelegenheiten sind unter Dach und Fach. Doch auch dann bleibt im Fall der Fälle noch einiges zu tun und zu bedenken.

Was kann und will ich mir leisten?

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt beim Thema Umzug ins Seniorenheim, der vor dem Umzug geklärt werden muss, ist natürlich die Finanzierung. Was übernimmt die Krankenkasse? Welche Kosten muss ich selber tragen? Wichtige Fragen mit sehr individuellen Antworten. Hier ergeben sich zum Teil allein erhebliche Unterschiede anhand der Unterbringungsart vollstationäre Heimunterbringung oder betreutes Wohnen. Zum Punkt Finanzierung ist daher rechtzeitig die Krankenversicherung oder Pflegeversicherung zu kontaktieren. Auch die Leitung der Senioren- bzw. Pflegeeinrichtung und der Sozialdienst können diesbezüglich beraten und weiterhelfen.

Was kann ich mitnehmen?

In einer Einrichtung für betreutes Wohnen wird man zumindest einen Teil seiner eigenen Möbel mitbringen können. In einem Pflegeheim benötigt man eventuell nur ein paar persönliche Gegenstände, da die wichtigsten Möbel wie Bett, Schrank, Tisch und Stühle im Zimmer bereits vorhanden sind. In den allermeisten Fällen wird man seinen Haushalt jedoch zumindest deutlich verkleinern und daher gründlich aussortieren müssen. Hier heißt es: rechtzeitig vor dem Umzug mit der Organisation und Planung beginnen. Hierfür muss man zunächst mit dem Seniorenheim klären, was man mitbringen soll, kann und darf. Darüber hinaus heißt es, rechtzeitig mit dem Ausmisten beginnen. Können dabei Familie und Freunde helfen? Andernfalls muss rechtzeitig ein Umzugsunternehmen, das als Service auch Haushaltsauflösungen anbietet, organisiert werden. Und was geschieht mit den Sachen, die nicht mehr gebraucht werden? Was wird innerhalb der Familie weitergegeben? Was wird gespendet? Und welche Gegenstände haben ihre besten Tage hinter sich und müssen auf den (Sperr-)Müll?

Formalitäten erledigen

Bei einem Umzug gibt es immer eine Menge mehr oder weniger lästiger Formalitäten zu erledigen. Zunächst muss der Mietvertrag für die alte Wohnung rechtzeitig gekündigt werden. Wer ein eigenes Haus besitzt, sollte vor dem Umzug ins Seniorenheim klären, was daraus werden soll. Wird es vermietet? Oder den Kindern überschrieben? Des Weiteren müssen Abos gekündigt oder umgemeldet, Strom- und Gasanbieter müssen über den Umzug informiert werden. Telefon- und Kabelanschluss sollten rechtzeitig gekündigt werden. Man muss sich überlegen, welche Versicherungen man weiterhin benötigt und auch hier gegebenenfalls „ausmisten“. Zu guter Letzt müssen spätestens kurz nach dem Umzug die Behörden über den neuen Wohnsitz informiert werden, und die neuen Kontaktdaten müssen an Banken und Co weitergegeben werden.

Umzugsunternehmen beauftragen

Vielleicht gibt es im Verwandten- oder Freundeskreis Unterstützung beim Kistenpacken, jemanden der den Umzugswagen fährt und fleißige Helfer beim Ein- und Ausladen. Doch auch in diesem Fall müssen rechtzeitig ein geeigneter Wagen sowie Kisten und Kartons besorgt werden. In allen anderen Fällen gilt es zeitig vor dem Umzug ein geeignetes Umzugsunternehmen zu finden. Am besten lässt man sich hier von verschiedenen Unternehmen Kostenvoranschläge geben, um das günstigste Angebot zu bekommen.

Lies zum Thema Umzugsunternehmen auch unseren ausführlichen Artikel Umzug für Senioren Teil 2: Das richtige Umzugsunternehmen aussuchen.

Du siehst: Es gibt viel zu tun und viel zu beachten vor dem einschneidenden Umzug ins Seniorenheim. Darum hier zusammenfassend noch einmal unsere praktische Checkliste:

Checkliste Umzug ins Seniorenheim

  • Pflegegrad beantragen
  • Ggf. Antrag auf Kostenübernahme für eine vollstationäre Unterbringung bei der Pflegeversicherung einreichen
  • Finanzierung prüfen und sichern. Gegebenenfalls Hilfe zur Pflege für eine zusätzliche Finanzierung beantragen)
  • Pflegeversicherung bzw. Krankenversicherung über den Umzug in die Senioreneinrichtung informieren
  • Ggf. Mietvertrag kündigen

Hinweis: Ein Sonderkündigungsrecht bei einem Umzug ins Pflegeheim gibt es nicht, auch nicht in akuten Fällen. Aber eventuell gibt es im Mietvertrag eine Nachmieterklausel, die das Stellen eines Nachmieters und damit ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Mietvertrag erlaubt. Oder der Vermieter ist bereit einen Aufhebungsvertrag auszuhandeln.

  • Umzugsunternehmen beauftragen bzw. Hilfe für den Umzug durch Angehörige oder Freunde organisieren. Manche Umzugsunternehmen sind auf Seniorenumzüge spezialisiert und/oder bieten einen umfassenden Service inklusive Haushaltsauflösung an.
  • Findet der Umzug mit Hilfe eines Umzugsunternehmens statt, lohnt es sich, verschiedene Unternehmen zu vergleichen und Kostenvoranschläge einzuholen.
  • Mit Heimleitung besprechen, welche Möbel und Gegenstände mitgebracht werden können/dürfen und dementsprechend den Haushalt auflösen bzw. aussortieren
  • Ggf. um den Verbleib von Haustieren kümmern (in manche Einrichtungen dürfen Haustiere auch mitgebracht werden)
  • Verträge und Versicherungen: ggf. Daueraufträge für Stromanbieter, Telefon etc. kündigen, Kabelanschluss, Telefonanschluss o.ä. kündigen. Darüber hinaus sollte man prüfen, welche Versicherungen man in der Senioreneinrichtung noch benötigt und überflüssige Versicherungen ebenfalls kündigen. Manche Versicherungen übernimmt auch das Seniorenheim. Hier sollte man sich also auch rechtzeitig informieren.

Tipp: Wird der Umzug ins Seniorenheim als Wohnumfeldverbessernde Maßnahme akzeptiert, bezuschusst die Krankenversicherung ggf. Umzug und möglicherweise anfallende Renovierungskosten.

  • Ummeldeformalitäten: Auch an die Mitteilung der Adressänderung bei Behörden, Bank, Versicherungen sollte man rechtzeitig denken. Für eine Übergangszeit kann auch ein Nachsendeantrag bei der Post sinnvoll sein.

Seniorenumzug bei der Steuer absetzen

Wer im Alter aufgrund gesundheitlicher Probleme in ein Seniorenheim umzieht, kann verschiedene Posten steuerlich geltend machen. Dazu gehören:

  • Ummeldekosten
  • Kosten für den Auf- und Abbau von Haushaltsgeräten
  • Kosten für Trinkgelder und Verpflegung der Umzugshelfer (sowohl bei privaten als auch bei professionellen Helfern)
  • Kosten für Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung

So mistest Du Deinen Kleiderschrank vor dem Umzug richtig aus

Ein Umzug steht an? Dann ist genau der richtige Zeitpunkt gekommen, konsequent im Kleiderschrank auszumisten. Viele schieben diese Aktion lange vor sich her. Immer wieder gibt es andere Ausreden, warum gerade keine Zeit dafür ist. Aber jetzt ist Schluss damit. Schließlich möchtest Du beim Umzug keinen unnötigen Ballast mitnehmen. In diesem Artikel möchte ich dir einige Tipps zum richtigen Ausmisten des Kleiderschranks beim Umzug geben. Inspiriert hat mich dabei ein Artikel auf wenz.de in dem es darum geht, welche Ordnungsmethoden sich am besten zum Aufräumen des Kleiderschrankes eignen

1. Einen Termin festlegen

Lege einen genauen Tag für die Aufräum-Aktion Deines Kleiderschrankes fest. Trage diesen auch in Deinen Kalender ein. Damit sind Ausreden passé, denn an dem festgelegten Tag wird ausgemistet! Sinnvoll ist es, dafür einen kompletten Tag einzuplanen. So entsteht kein Stress durch weitere Termine und Du kannst in aller Ruhe überlegen, was bleiben darf und was nicht.

2. Hole Dir Verstärkung

Frag doch einfach Deine Familie oder Freunde, ob sie Dich unterstützen können. Das macht nicht nur mehr Spaß, sondern kann auch eine echte Hilfe für Dich sein. Sie können Dich bei der Entscheidung, ein Teil auszurangieren oder zu behalten, beraten. Außerdem setzt es dich unter zusätzlichen Druck einen geplanten Termin zum Ausmisten auch wirklich so wahr zu nehmen – weil du sonst einer dritten Person absagen müsstest.

3. Alles muss raus

Um Dir einen Überblick zu verschaffen, was sich überhaupt alles in Deinem Kleiderschrank befindet, räumst Du am besten alles ausnahmslos aus ihm heraus. Werfe dafür zunächst sämtlichen Inhalt auf einen großen Haufen auf dem Boden.

4. Kleiderschrank ausputzen

Wenn der Schrank leer ist, solltest Du diese Situation ausnutzen und ihn gründlich von oben bis unten ausputzen. Zur richtigen Reinigung des Kleiderschrankes nimmst du am besten Seifenwasser und einen Lappen (siehe hierzu auch Tipps auf frag-mutti.de). Wische sowohl die einzelnen Fächer als auch den Korpus aus und sorge dafür, dass der Schrank anschließend wieder trocken ist.

5. Bilde Stapel

Nun musst Du beurteilen, welche Teile Du behalten möchtest und was fliegt. Eine hilfreiche Regel bei der Entscheidung lautet: Alles, was Du ein Jahr lang nicht getragen hast, kann weg. Folgende drei Stapelkategorien bieten sich an:

  • Bleibt da
  • Kann weg
  • Weiß nicht

6. Sortiere den „Weiß nicht“-Stapel

Bei Kleidung auf diesem Stapel handelt es sich wahrscheinlich um Teile, die Du früher gern getragen hast. Zudem sind sicherlich teure Stücke dabei, von denen Du Dich nur ungern trennst. Ziehe deshalb zunächst jedes Kleidungsstück einzeln an und berücksichtige dabei folgende Fragen:

  • Passt das Kleidungsstück noch?
    Alles, was nicht mehr passt kommt weg. Egal, ob zu groß oder zu klein – Du wirst es höchstwahrscheinlich nie wieder tragen.
  • Fühlst du Dich in dem Teil wohl?
    Wenn Deine Bluse zwickt oder ein Rock ständig hochrutscht und Du die Kleidungsstücke aus diesen Gründen nicht mehr trägst, kannst Du Sie aussortieren. Du sollst Dich schließlich in Deiner Kleidung wohlfühlen.
  • Bist du mit der Qualität zufrieden?
    Nervt Dich Dein Schal, der ständig überall Fusseln zurücklässt? Dann weg damit. Sämtliche Kleidung, mit deren Qualität zu unzufrieden bist, solltest du ausmustern.

Sicherlich wird es Dir schwer fallen, Dich von dem einen oder anderen Teil zu trennen. Aber wenn Du Deinen Kleiderschrank im neuen Heim einräumst, wirst sicher froh sein, das Ausmisten vor dem Umzug erledigt zu haben.

Umzug in eine kleinere Wohnung – so klappt‘s

Wenn Du von einer großen in eine kleine Wohnung ziehst, heißt dies noch mehr Arbeit für Dich als bei einem regulären Umzug. Denn eine kleinere Wohnung bedeutet natürlich, dass nicht alle Deine Möbel dort Unterschlupf finden werden und Du Dich womöglich von einigen Dingen trennen musst. Beim Umzug in eine kleinere Wohnung kommst Du um ein gezieltes Ausmisten also nicht herum. Ob Du nun infolge eines Jobverlustes, einer Trennung oder aufgrund der zu hohen Kosten für Deine bisherige Wohnung umziehst, kann bei der Planung Deines Umzugs in eine kleinere Wohnung auch eine Rolle spielen. Schließlich musst Du Dich fragen, ob Du Dich von Deinen zu großen Möbelstücken dauerhaft oder nur temporär trennen willst. Ich möchte Dir an dieser Stelle daher ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben, damit Dein Umzug in die kleinere Wohnung gelingt.

Ausmisten oder einlagern?

Sich von lieb gewonnen Gegenständen, mit denen Du vielleicht viele Erinnerungen verknüpfst, zu trennen, fällt nicht immer leicht. Dabei kann genau dies erforderlich werden, wenn Du in Deiner neuen Wohnung einfach nicht ausreichend Platz für Dein bisheriges Hab und Gut hast. Zunächst einmal solltest Du daher ganz genau überlegen, wie viel Platz Deine neue Wohnung (inklusive Keller oder Dachboden) hergibt und von welchen Dingen Du Dich eigentlich trennen müsstest. Wenn Du jedoch ohnehin weißt, dass Du nur für einen kurzen Zeitraum in eine kleinere Wohnung ziehst oder Dich von einigen Möbeln und anderen persönlichen Gegenständen einfach nicht trennen kannst, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Möbel bei einem professionellen Anbieter zwischen- oder einlagern (kann mit hohen Kosten verbunden sein)
  • Möbel bei Deiner Familie oder Freunden ein- oder zwischenlagern (am besten nicht zu lange, um die Beziehung nicht zu stark zu strapazieren)

Bei den professionellen Einlagerungsmöglichkeiten kannst Du meist zwischen der Möbellagerung in Einzelcontainern, Outdoor-Lagerräumen, Driveup-Lagern und Indoor-Lagern auswählen. Welche Option dabei für Dich die richtige ist, ist nicht nur eine Kostenfrage, sondern hängt auch davon ab, was Du genau lagern willst und wie empfindlich diese Möbel und Gegenstände sind. Vielleicht entscheidest Du Dich in Anbetracht der relativ hohen Kosten auch dafür, dass Du Dich doch von dem ein oder anderen Stück trennen wirst. Schließlich kannst Du Deine Umzugskasse durch den Verkauf von Möbeln und Co. auch noch etwas aufbessern. Wenn die Entscheidung zum Ausmisten gefallen ist, gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, die Du zur Entsorgung Deiner Sachen nutzen kannst.

Weitere Informationen zum Thema Einlagerung habe ich für dich übrigens in einem separatem Umzugstipp zusammengeschrieben.

Gekonnt ausmisten

Noch bevor Du deine Umzugskisten packst, solltest Du am besten die Dinge aussortieren, die in Deiner neuen Wohnung keinen Platz mehr finden werden. Denn gerade wenn Du einige dieser Sachen verkaufen möchtest, benötigst Du ausreichend Vorlaufzeit, um Dich noch rechtzeitig vor dem Umzug um den Verkauf kümmern zu können. Während Du Deine Wohnung ausmistest, sortierst Du Deine Sachen am besten in verschiedene Kisten oder Stapel und unterscheidest zwischen Dingen, die Du

  • verkaufen willst,
  • spenden willst,
  • in den Müll geben wirst,
  • zum Sperrmüll bringen willst,
  • im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis noch weitergeben/ verschenken willst,
  • und bei denen Du Dir noch nicht sicher bist, ob Du Dich wirklich von ihnen trennen kannst.

Auch Deine Möbel kannst Du ganz einfach mit einer entsprechenden Haftnotiz versehen, die besagt, ob sie zu verschenken, entsorgen oder zu verkaufen sind. Mit diesem System behältst Du immer den Überblick und das auch dann, wenn Du wirklich viele Sachen auszusortieren hast. Helfen können hier übrigens bunte Klebezettel / Haftzettel in den Farben rot (= behalten), gelb (= verschenken) und grün (= Müll). Wenn Du Dich nur schwer von Dingen trennen kannst, überlegst Du am besten, wann Du den Gegenstand das letzte Mal benutzt hast. Falls dies schon eine Weile zurückliegt, brauchst Du ihn wahrscheinlich nicht wirklich – es sei denn, es handelt sich um ein Erinnerungsstück mit sentimentalem Wert.

Die kleinere Wohnung als Chance sehen

Du kannst Deinen bevorstehenden Umzug also auch als Chance nutzen, um endlich jede Menge unerwünschten Ballast loszuwerden. Vielleicht erinnerst Du Dich in diesem Zusammenhang daran, dass Dein Umzug umso günstiger wird, je weniger Sachen umziehen müssen. Um Deinen Umzug in eine kleinere Wohnung als echte Chance wahrzunehmen, kann es auch sinnvoll sein, wenn Du Dich von Dekokissen, Vorhängen und anderen Heimtextilien ganz bewusst trennst, auch wenn diese noch gut erhalten sind. Denn wenn Du Deine neue Wohnung mit kleinen Hilfsmitteln wie Vorhängen oder Teppichen neu dekorierst, freust Du Dich womöglich deutlich mehr auf den bevorstehenden Umzug.

Deine aussortierten Sachen verkaufen

Da Du vielleicht nicht alle der aussortierten Sachen, die defekt oder kaputt sind, im Müll entsorgen kannst, solltest Du unbedingt rechtzeitig eine Sperrmüllabholung in Auftrag geben (wie das bei dir geht, erfährst du bei deinem regionalen Müllentsorger oder beim Bürgerbüro in deiner Stadt). Ebenso frühzeitig solltest Du den Verkauf Deiner aussortieren Sachen in Angriff nehmen. Besonders dann, wenn einige dieser Gegenstände lange auf Deinem Dachboden gestanden haben und etwas eingestaubt sind, solltest Du sie erst gründlich reinigen, um am Ende einen möglichst hohen Verkaufspreis erzielen zu können. Wenn Du die Sachen, die zum Verkauf stehen, dann alle zusammengetragen hast, kannst Du folgende Möglichkeiten nutzen, um Dir damit ein wenig Geld hinzuzuverdienen:

  • Flohmärkte vor Ort
  • Bücher- und Medienankauf vor Ort oder im Internet
  • Online-Flohmärkte
  • Wohnungsflohmarkt bei Dir zuhause (mit Postern oder in der lokalen Presse für die Haushaltsauflösung werben)
  • Online-Auktionshäuser
  • Secondhand-Läden vor Ort oder inzwischen auch online
  • Kleinanzeigen (online oder in der Zeitung)
  • Spezielle Verkaufs- und Flohmarktgruppen bei Facebook
  • Verkauf im Bekannten-/ Freundeskreis
  • Verkauf an Arbeitskollegen
  • Aushänge in Supermärkten oder am schwarzen Brett in der Uni, im Kindergarten, etc.
  • Verkauf an einen Antiquitätenhändler oder ein Goldgeschäft
  • An- und Verkauf vor Ort

Wie du siehst, stehen Dir ausgesprochen viele Möglichkeiten offen, wie Du Deinen Hausrat vor einem Umzug in eine kleinere Wohnung noch zu Geld machen und dann mit weniger Ballast umziehen kannst.

Umzug während der Schwangerschaft – Hilfreiche Tipps

Ein Umzug während der Schwangerschaft ist alles andere als ein gewöhnlicher Umzug. Dennoch suchen viele Paare sofort nach einer größeren Wohnung oder einem Haus, wenn sie erfahren, dass sie Nachwuchs erwarten. Schließlich soll die junge Familie ausreichend Platz haben. Dabei solltest du gut überlegen, ob du dir einen Umzug während der Schwangerschaft wirklich zumuten möchtest. Denn selbst dann, wenn du ein Umzugsunternehmen mit einem Komplettumzug beauftragst und dich nicht einmal um das Kistenpacken selbst kümmern musst, ist ein Umzug immer noch mit viel Stress verbunden. Schließlich kann ein Umzug nicht nur körperlich, sondern auch emotional belastend sein. Wie ein stressfreier Umzug in der Schwangerschaft dennoch gelingen kann, möchte ich dir jetzt verraten.

Mute dir nicht zu viel zu

Unabhängig davon, in welchem Stadium deiner Schwangerschaft du dich gerade befindest, solltest du keine schweren Gegenstände heben oder tragen. Ein Umzugskarton, der meist um die 15 Kilogramm wiegt, ist also definitiv viel zu schwer für dich. Auch wenn du dich eigentlich noch fit fühlst und gerade am Anfang deiner Schwangerschaft noch sehr ehrgeizig bist, solltest du lieber die Finger von den Umzugskartons lassen. Die Aufgabe des Packens darfst du also getrost an die folgenden Personen abgeben:

Kartons schonend packen

Wenn du deine Kisten unbedingt selbst packen möchtest, solltest du dich dabei nicht zu tief bücken müssen. Stelle die Kartons zudem an einem Ort auf, von dem du sie später nicht mehr wegbewegen musst. So kannst du eine Kiste nach der anderen langsam mit deinem Hab und Gut befüllen, ohne die Kisten selbst schleppen zu müssen. Wenn du mit einem Umzugskarton fertig bist, verschließt du diesen einfach und stellst den nächsten Karton auf die bereits gefüllte Kiste. Nun kannst du zumindest leichte Sachen munter weiter in deine Umzugskartons packen. Allerdings solltest du dir auch hierbei nicht zu viel vornehmen und regelmäßige Pausen einliegen. Das kann auch bedeuten, dass du dir eine Liegepause gönnst. Wahrscheinlich wirst du schnell merken, dass dir das Strecken und Bücken als Schwangere doch etwas schwerer fällt. Während du die Kisten befüllst, solltest du diese oben und seitlich beschriften, damit sie in der neuen Wohnung gleich dem richtigen Raum zugeordnet werden können. Denn während du dich auf dein Baby vorbereitest, gibt es ohnehin viel zu bedenken, sodass es sinnvoll ist, jegliche unnötige Zusatzarbeit von Anfang zu vermeiden.

Diese Aufgaben solltest du besser anderen überlassen

Doch mit dem Packen der Umzugskartons allein ist es bei deinem Umzug nicht getan. Schließlich will die alte Wohnung vor der Wohnungsübergabe geputzt und renoviert werden und in der neuen Wohnung willst du vielleicht auch noch tapezieren oder einen neuen Boden verlegen. Vor allem die Renovierungsarbeiten solltest du allerdings jemand anderem überlassen. Denn gefährliche Kletterpartien auf einer Leiter sind ebenso wenig etwas für Schwangere wie die chemischen Dämpfe, die ein frisch gestrichenes Zimmer verströmt. Natürlich kannst du die Wandfarbe, Tapeten oder den neuen Boden aussuchen, aber die praktische Umsetzung der Renovierungsmaßnahmen darfst du dann gerne dem werdenden Papa, euren Freunden, der Familie oder professionellen Handwerkern überlassen. Auch der Großputz der alten Wohnung nach dem Auszug kann sehr anstrengend für dich als Schwangere sein und viele Putzmittel sind für werdende Mamas alles andere als ungefährlich.

Unterstützung beim Putzen

Zum Glück gibt es im Internet inzwischen aber viele professionelle Anbieter, sodass du dir einen Putztrupp kinderleicht auch nur für ein paar Stunden ins Haus kommen lassen kannst. Auch wenn dein Umzug in der Schwangerschaft unter Umständen etwas teurer werden könnte, da du wahrscheinlich auf mehr professionelle Hilfe angewiesen sein wirst, ist dies für dich und dein Kind die bessere Wahl. Im Übrigen kannst du diese haushaltsnahen Dienstleistungen dann im kommenden Jahr bei der Steuer geltend machen, sodass die Ausgabe nicht ganz so stark auf dein Haushaltsbudget schlägt.

Weitere Tipps für einen stressfreien Umzug während der Schwangerschaft

Damit ein Umzug während der Schwangerschaft für dich möglichst stressfrei verläuft, sollte dieser so früh wie möglich erfolgen. Denn sonst überkommt dich am Ende vielleicht die blanke Panik, weil du fürchtest, dass du vor der Geburt deines Kindes eventuell nicht mit allem fertig werden könntest. Diesen Stress solltest du dir und deinem Baby besser ersparen. Außerdem kann es sinnvoll sein, wenn du eine Prioritäten- und Aufgabenliste erstellst. So kannst du sichergehen, dass du nichts vergisst und alle Aufgaben entsprechend im Freundes- und Bekanntenkreis oder an professionelle Helfer verteilen. Allerdings solltest du auch wissen, dass du wahrscheinlich einige Abstriche machen musst. Wenn du dich gleich darauf einstellst, dass du eben nicht alle Kisten sofort auspacken und nicht alle Bilder sofort aufhängen wirst, ersparst du dir viel Stress. Konzentriere dich lieber darauf, dass du vor allem das Kinderzimmer zuerst herrichtest, während andere Dinge auch liegenbleiben können.

Nach Hilfe fragen kostet nichts

Denn selbst wenn dein Nestbautrieb um sich greift und du gerne alles schön haben möchtest, bevor das Baby kommt, ist es doch wichtiger, dass es dir und deinem Baby gut geht. Nimm dir also besser nicht zu viel in einer zu kurzen Zeit vor. Bei deiner Planung, wann welche Schritte erledigt sein sollen, kannst du eben nicht davon ausgehen, dass du den gleichen Einsatz erbringen kannst, wie das vor deiner Schwangerschaft noch möglich gewesen wäre. Während des Umzugs bist du also vor allem für die Planung zuständig und ansonsten lautet die Devise: So viel wie möglich delegieren. Wichtig ist dabei vor allem, dass du dich nicht stressen lässt und lieber ein Mal zu viel um Hilfe bittest als ein Mal zu wenig. Dein Körper und dein noch ungeborenes Kind werden es dir mit Sicherheit danken.

Zu viele Möbel? So kannst Du sie beim Umzug zwischenlagern oder einlagern

Kennst Du das Problem? Du hast einfach zu viel Zeug, aber nicht genug Platz in der Wohnung, Garage oder im Keller, um es zu lagern? Und was machst Du eigentlich mit Möbeln, wenn Du in eine kleinere Wohnung ziehst und für diese schlichtweg kein Raum mehr ist? Verkaufen? Verschenken? Auf den Sperrmüll bringen? Nein, Du musst Dich nicht immer gleich von dem Besitz verabschieden, für den momentan kein Platz ist. Dies kann sich schließlich in einigen Monaten oder Jahren wieder ändern und vielleicht freust Du dich beim nächsten Umzug in eine größere Wohnung umso mehr, die Kommode von Großmutti wieder ins Schlafzimmer stellen zu können. Ich verrate Dir deshalb jetzt, wie Du Deine Möbel am besten kurz- oder langfristig einlagern kannst.

Worauf musst Du beim Einlagern der Möbel achten?

Jedes Möbelstück oder sonstige Objekt, das Du zwischen- oder einlagern möchtest, solltest Du ordentlich verpacken. Und zwar so, dass es vor Staub, Schmutz und Feuchtigkeit geschützt ist. Empfindliche (Elektro-) Geräte solltest Du am besten in Luftpolsterfolie einwickeln. Kühlschränke, Waschmaschinen o.ä. müssen unbedingt vor dem Einlagern getrocknet und einmal ordentlich geputzt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Aus Polstermöbeln sind Verschmutzungen oder Staub besonders schwierig zu entfernen. Diese sollten deshalb besonders sorgfältig mit Folien abgedeckt werden. Auch Kleidung oder Kleinteile kannst Du durchaus langfristig einlagern. Hierfür gibt es spezielle Kleiderkisten. Edle Anzüge oder Ballkleider kannst Du zudem in einen entsprechenden Kleiderschutz geben und an einer Stange aufhängen. Bettzeug, Vorhänge oder Kleinkram kannst Du in Koffern oder Schubladen der eingelagerten Möbel verstauen. Greife zudem lieber zu Plastikkisten als zu Umzugskartons, da diese einen besseren Schutz gegen Feuchtigkeit oder Nagetiere bieten.

Wo kannst Du Deine Möbel zwischenlagern?

Möchtest Du also Möbel und weiteren Besitz einlagern, stehen Dir verschiedene Möglichkeiten offen:

Möbel in Einzelcontainern einlagern

Eine erste Variante ist die Zwischenlagerung der Möbel in Einzelcontainern. Diese umfassen in der Regel eine Menge von bis zu 40 Kubikmetern und können flexibel in der jeweils benötigten Anzahl gemietet werden. Alle Einzelcontainer werden dann vom Anbieter in einer großen Lagerhalle aufbewahrt. Bei guten Anbietern ist diese klimatisiert, vor Feuchtigkeit geschützt und alarmgesichert. Du erhältst einen eigenen Schlüssel für Deine Container. Der Zutritt wird zudem streng kontrolliert. Immer mehr Umzugsfirmen bieten einen solchen Service selbstständig oder in Kooperation an. Frag deshalb am besten einfach bei mehreren Umzugsunternehmen aus Deiner Region nach und hol Dir entsprechende Angebote ein.

Self-Storage und Abstellräume

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Anmietung von Abstellräumen. Solche Angebote findest Du unter den Namen Self-Storage, Mietlager oder Miet-Box. Prinzipiell verbirgt sich dahinter nichts anderes als ein Lagerraum, über welchen Du während des Mietzeitraums frei verfügen kannst, ähnlich einer Garage oder einem Kellerraum. Diese Abstellräume werden wiederum nach vier verschiedenen Varianten unterschieden:

  • Outdoor-Lageräume sind besonders günstig, da sie lediglich aus unbeheizten Blech- oder Betonverschlägen bestehen. Sie bieten sich daher als kostengünstige Alternative für unempfindlichen Besitz an.
  • Driveup-Lager können mit einer Garage verglichen werden. Du lieferst die einzulagernden Möbel beziehungsweise Objekte direkt ans Rolltor, wo Du je nach Anbieter selbst ausladen kannst oder der Service das für Dich übernimmt.
  • Indoor-Lager sind – ähnlich den Einzelcontainern – in der Regel bewacht sowie klimatisiert. Wichtig ist es hierbei auf einen ausreichenden Brandschutz zu achten.
  • Paketdienste übernehmen die Abholung und Rücklieferung Deines einzulagernden Besitzes, wodurch Du den geringsten Aufwand hast. Allerdings lassen diese sich das auch entsprechend entlohnen.

Welche Art der Einlagerung für Dich die am besten geeignete ist, hängt also sowohl von der Art des Mobiliars oder Besitzes ab, den Du zwischenlagern möchtest, als auch von Deiner finanziellen Situation.

Verträge stets im Voraus prüfen

Egal, für welche Art der Zwischenlagerung Du dich schlussendlich entscheidest: Du solltest stets im Voraus die Preise und Konditionen der unterschiedlichen Anbieter vergleichen. Wichtig sind hierbei

  • Kosten
  • inbegriffene Leistungen
  • Lagervolumen
  • Kündigungsfristen
  • Bewachung der Lagerräume
  • Lastenaufzüge für Sperrgut
  • Versicherungsschutz des Anbieters
  • Brandschutzeinrichtungen

Zudem solltest Du einen Lagerraum stets besichtigen, bevor Du einen Vertrag unterschreibst. Achte hierbei vor allem auf Warnzeichen, wie Feuchtigkeit, einen muffigen Geruch oder Schimmelflecken an Wänden und Böden. Zudem empfiehlt sich ein Lagerraum, der möglichst nah an Deiner Wohnung liegt. So kannst Du nicht nur Transportkosten und -zeit sparen, sondern auch flexibel jederzeit Mobiliar oder Gegenstände aus dem Lagerraum holen beziehungsweise zum Zwischenlagern bringen.

Möbel kostengünstig Zwischenlagern oder einlagern

Doch, es muss nicht immer das all-inclusive Dienstleistungsangebot sein, wenn es darum geht überzählige Möbel irgendwo zwischen zu lagern! Hör dich doch mal im Freundeskreis oder bei Verwandten um. Bestimmt hat jemand einen großen Dachboden und kann dir hier ein Plätzchen zur Verfügung stellen oder kann in seiner Garage einen Platz für deine Sachen frei machen.

Mein Tipp dabei lautet allerdings: Bedenke, dass derjenige Zugriff auf deine Sachen hat (insbesondere wenn Du Dokumente oder wertvolle Stücke unterstellen willst, solltest du also ausreichend Vertrauen haben)! Außerdem solltest du natürlich das Entgegenkommen von Freunden oder Verwandten nicht überreizen. Lagere nur solange zwischen, wie unbedingt möglich und gib bereits im Vorfeld einen gut passenden zeitlichen Horizont für deinen Lagerbedarf bekannt. Ein freundschaftliches Verhältnis kann sonst schnell unnötig strapaziert werden, wenn deine Sachen Platz wegnehmen und der Bereitstellende diesen auf einmal irgendwann für sich selber braucht!

Kurzer Hinweis, weil ich auf das Bild oben angesprochen worden bin. Dies zeigt einen Teil des Garagenparks in Duisburg des Anbieters maxi-garagen.de.

Umzug für Senioren Teil 2: Das richtige Umzugsunternehmen aussuchen

Im ersten Teil der Artikelserie „Umzug für Senioren“ hast Du erfahren, welche Wohnmöglichkeiten es im Alter gibt, was Du vor einem Umzug beachten musst und wie Du Deine Wohnung effizient entrümpelst. Nun sollten nur noch diejenigen Dinge in Deiner Wohnung beziehungsweise in Deinem Haus sein, welche Du auch in die neue Bleibe mitnehmen möchtest. Für den Transport benötigst Du wahrscheinlich ein Umzugsunternehmen. Doch wie findest Du hierfür eigentlich den besten Anbieter?

Was brauchen Senioren bei einem Umzugsunternehmen?

Senioren müssen tatsächlich andere Faktoren bei der Wahl eines Umzugsunternehmens beachten als beispielsweise Studenten. Sie bringen nämlich ein anderes Profil mit: Senioren…

  • …können häufig selbst nicht mehr mit „anpacken“.
  • …möchten mit dem Umzug oft so wenig Aufwand wie möglich haben.
  • …benötigen wichtige Zusatzservices, zum Beispiel Hilfe bei Behördengängen.
  • …können oder wollen ihre alte und neue Wohnung nicht mehr selbst renovieren.

Natürlich könntest Du nun einfach auf eigene Faust Handwerker rufen, Umzugshelfer beauftragen und einen Transportwagen mieten. Das ist aber eigentlich gar nicht notwendig. Wieso? Weil es zahlreiche Umzugsunternehmen gibt, die sich auf Seniorenumzüge spezialisiert haben und einen umfassenden Komplett-Service anbieten.

Auf Seniorenumzüge spezialisierte Umzugsunternehmen

Solche spezialisierten Umzugs-Services haben viel Erfahrung mit den Bedürfnissen von Senioren bei einem Umzug und haben ihr Angebot daher direkt an Deine Wünsche angepasst. Sie nehmen Dir neben dem eigentlichen Transport der Möbel und Kartons auch zahlreiche weitere Tätigkeiten ab:

  • Umzugsplanung und -organisation
  • umfassende Beratung
  • Beschaffung und Lieferung des Verpackungsmaterials und der Kartons
  • Ver- und Entpacken Deines Hab und Guts
  • Aufbau und Montage des Mobiliars
  • Transport mit einem Umzugswagen
  • Verwaltungs- und Behördengänge
  • Nachsendeauftrag bei der Post
  • Ummeldung von Strom, Wasser, Gas, Telefon & Co.
  • Einholen der Parkgenehmigung oder der Halteverbotszone
  • Schwerlasttransporte, z.B. Klavier
  • Verkauf Deiner Altmöbel, solltest Du diese nicht mehr benötigen
  • bei Bedarf die Vermittlung einer Hotelunterkunft
  • Maler- und Renovierungsarbeiten
  • Installation eines Außenaufzugs
  • Dübelarbeiten
  • Vermittlung eines Pflegedienstes für Dein Haustier
  • Wasser- und Elektroinstallationen
  • ausreichender Versicherungsschutz für Schäden
  • Müllentsorgung
  • uvm.

Ein auf Seniorenumzüge spezialisiertes Unternehmen ist daher eine tolle Wahl als Komplettlösung, wenn Du selbst so wenig Zeit und Energie wie möglich für den Umzug aufbringen möchtest. Nach der umfassenden Beratung und Planung Deines Umzugs kannst Du Dich entspannt zurücklehnen und musst nur noch warten, bis Dein neues Zuhause fertig ist.

Das Umzugsunternehmen auswählen

Wenn Du ein passendes Umzugsunternehmen suchst, hast Du verschiedene Möglichkeiten:

  1. Frage Deine Freunde und Bekannten, ob diese Erfahrungen mit Umzugsunternehmen für Senioren haben oder vielleicht sogar eines empfehlen können.
  2. Recherchiere im Telefonbuch nach Anbietern aus Deiner Region und kontaktiere diese für einen ersten Beratungstermin oder lass Dir Informationsmaterial zusenden.
  3. Starte eine Internetsuche unter dem Stichwort „Umzug für Senioren + Deine Stadt“ oder „Seniorenumzüge + Deine Stadt“ und schon wirst Du einige Angebote finden. Häufig kannst Du hier direkt online die unterschiedlichen Leistungen vergleichen.

Hast Du eine Auswahl von mehreren Umzugsunternehmen erstellt, ich empfehle Dir etwa drei bis fünf, so kontaktiere diese und lass Dir ein konkretes Angebot machen. Diesem Angebot sollte ein kostenloser (!) Beratungstermin vorangehen, damit es bereits auf Deine individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Anschließend kannst Du Dich für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis entscheiden.

Doch Vorsicht: Achte unbedingt auf ein Angebot mit festem Pauschalpreis, damit es hinterher keine bösen Überraschungen gibt. Frage notfalls noch einmal nach möglichen zusätzlichen oder versteckten Kosten. Ist Dir das allerdings zu teuer, so erhältst Du im dritten Teil der Artikelserie „Umzug für Senioren“ praktische Tipps, wie Du bei Deinem Umzug so richtig Geld sparen kannst…

Umzug für Senioren Teil 1: Wichtiges vor dem Umzug

Auch im höheren Alter ist ein Umzug nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil: Gerade jetzt kann er besonders sinnvoll sein, um den Alltag zu erleichtern oder schlicht zu verschönern. Näher zu den Enkelkindern, bessere öffentliche Verkehrsanbindung, günstigere Mieten, barrierefreie Wohnräume oder auch der Umzug in eine neue Wohnart können wichtige Umzugsgründe für Senioren darstellen. In der Artikelreihe „Umzug für Senioren“ möchte ich Dir deshalb zeigen, wie Du die passende Wohnart findest, wie der Umzug möglichst stressfrei ablaufen kann und wie Du richtig Geld sparst…

Moderne Wohnarten: Senioren haben die Qual der Wahl

Je nach Alter und Gesundheitszustand, ist es Senioren nicht immer möglich selbständig in ihren eigenen vier Wänden zu wohnen. Doch heutzutage muss es nicht immer gleich das Alten- oder Pflegeheim sein. Im Gegenteil: Moderne Wohnarten stellen Senioren mittlerweile vor eine schwierige Entscheidung: Möchten Sie alleine leben oder in einer Gemeinschaft? In einer Wohnung oder einem Haus? Benötigen Sie ambulante oder stationäre Pflege? Als neues Zuhause kommen zum Beispiel in Frage:

  • Barrierefreie/s Wohnung, Haus
  • Altendörfer
  • Seniorenresidenz
  • Wohngemeinschaft
  • Seniorenhausgemeinschaft
  • Mehrgenerationenhaus
  • Altenheim
  • Pflegeheim
  • uvm.

So kannst Du individuell Deine Wünsche sowie Bedürfnisse, beispielsweise Barrierefreiheit oder Pflegeleistungen, miteinander kombinieren.

So findest Du die passende Wohnart

Wenn Du herausfinden möchtest, welche die passende Wohnart für Dich ist, solltest Du am besten mit Listen arbeiten. Schreibe auf, was Dir im Alltag zunehmend schwer fällt, was Du Dir wünschst, was Dich stört usw. Gleichzeitig solltest Du auch an die Zukunft denken: Welche Einschränkungen könnten in fünf, zehn, 15 oder 20 Jahren auf Dich zukommen? Inwiefern könntest Du dann in Deinem neuen Zuhause wohnen bleiben? Wichtige Kriterien für die Auswahl der zur Dir passenden Wohnart sind zum Beispiel:

  • Barrierefreiheit
  • Nahverkehrsanbindung
  • Nähe zu Familie und Freunden
  • Pflegedienste (ambulant oder stationär)
  • Soziales Umfeld
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Wohngegend (Lärm, Altersstruktur, Hauptstraßen etc.)
  • Miet- oder Kaufpreis
  • uvm.

Erst einmal entrümpeln…

Du hast Dich für eine Wohnart entschieden und ein passendes neues Zuhause gefunden? Bevor Du nun Deinen Hausstand prüfst und ein Umzugsunternehmen orderst, solltest Du ordentlich entrümpeln. So nimmst Du nur das mit in Deine neue Wohnung, was Du auch wirklich benötigst und sparst Dir damit nicht nur Aufwand, sondern auch bares Geld. Du kannst einen kleineren Umzugstransporter mieten und das Umzugsunternehmen für einen kürzeren Zeitraum buchen.

Entrümpeln will geplant sein

Bei Deiner Entrümpelung solltest Du möglichst strukturiert vorgehen:

  1. Räume die Wohnung gründlich auf.
  2. Beginne systematisch in einem Raum und sammle alle Gegenstände, Kleider, Deko-Artikel, Möbel usw., welche Du nicht mehr benötigst.
  3. Teile die aussortierten Sachen direkt nach der Art ihrer Entsorgung auf. So können Kleider zum Beispiel als Spende zur Diakonie, einem Obdachlosenheim oder einer vergleichbaren Einrichtung gebracht werden, alte Möbel bringen vielleicht auf einem Flohmarkt noch etwas Kleingeld ein oder landen auf dem Sperrmüll, alte Wandfarben müssen in den Sondermüll usw.
  4. Mache anschließend mit dem nächsten Raum weiter.
  5. Hast Du alle Wohnräume entrümpelt, kannst Du zum Schluss noch die Garage, das Gartenhaus, die Scheune oder sonstige Räumlichkeiten ausmisten.
  6. Anschließend entsorgst Du alle entrümpelten Dinge gemäß ihrer Sortierung (Spende, Sperrmüll etc.).

Solltest Du selbst zu einer solch aufwändigen Entrümpelung nicht mehr in der Lage sein, gibt es übrigens zahlreiche ehrenamtliche Einrichtungen, die Dir sehr gerne dabei unter die Arme greifen. Frage hierfür doch einmal bei der Kirche, Seelsorge oder dem Sozialamt nach. Nun bist Du bereit für den Umzug. Doch worauf müssen Senioren eigentlich bei einem Umzugsunternehmen achten und wie kannst Du bei Deinem Umzug so richtig Geld sparen? Das verrate ich Dir im zweiten Teil der Artikelreihe „Umzug für Senioren“.

Entrümpelung beim Umzug: Welche Dinge gehören in den Sondermüll und wie entsorge ich Sondermüll richtig?

Ein Umzug ist die perfekte Gelegenheit, um einmal so richtig auszumisten. Seien es alte Möbel, der zerfetzte Katzenkratzbaum, ein alter Fernseher oder einfach Mengen an Kleinkram: Bei einer Entrümpelung fallen zahlreiche unterschiedliche Arten von Müll an, die jeweils fachgerecht entsorgt werden müssen. Während viele kleine Dinge, wie Spielzeug oder Plüschtiere, häufig einfach in die normale Mülltonne wandern, können größere Gegenstände, wie Möbel oder Skier, auf den Sperrmüll gebracht werden. Und dann gibt es da noch den Sondermüll… Doch was gehört überhaupt alles in den Sondermüll? Woran erkenne ich diesen und wie entsorge ich ihn richtig?

Wofür gibt es den Sondermüll?

Sondermüll fällt in einem Haushalt beinahe täglich an, wird häufig aber nicht erkannt oder bewusst falsch über den normalen Hausmüll entsorgt. Das Problem dabei ist: Sondermüll enthält Schadstoffe, welche bei der „normalen“ Entsorgung oder gar Verbrennung freigesetzt werden und somit eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Elektronische Geräte, Akkus oder Batterien können gar explodieren und zu schweren Verletzungen führen. Tiere, Pflanzen, der Boden und das Trinkwasser leiden unter den Auswirkungen der Schadstoffe von Sondermüll ebenso wie der Mensch selbst. Hinzu kommen eine erhöhte Luftbelastung durch giftige Stoffe, das Vorantreiben des Treibhauseffektes und damit des Klimawandels sowie des Waldsterbens und der Bodenversauerung. Der richtige Umgang mit diesem gefährlichen Müll ist deshalb das A und O bei der Entrümpelung sowie auch im Alltag. Ich möchte Dir dabei helfen, Sondermüll zu erkennen und fachgerecht zu entsorgen, damit Du und Deine Umwelt bestmöglich geschont werden.

Was gehört in den Sondermüll?

Tatsächlich umfasst der Sondermüll deutlich mehr Abfälle als Du vermuten magst. In erster Linie sind das zum Beispiel

  • Farben und Lacke
  • Medikamente
  • Säuren und Lösungsmittel
  • Batterien und Akkus
  • Reinigungs- und Putzmittel
  • Elektrogeräte
  • CD’s und DVD’s
  • etc.

Sondermüll, nicht in den HausmüllDie Gemeinsamkeit all dieser Materialien liegt dabei in ihren chemischen Inhaltsstoffen. Umgangssprachlich wird der Sondermüll deshalb auch als Giftmüll, Problemabfall oder Haushalts-Chemikalie beschrieben. Hat ein Gegenstand chemische Inhaltsstoffe, so wird dieser über den Sondermüll entsorgt. Wenn Du Dir nicht sicher bist, kannst Du nach entsprechenden Markierungen oder Siegeln auf der Verpackung Ausschau halten. Als schnell entflammbare oder Gefahrstoffe gekennzeichnete Inhalte zum Beispiel, sind ein Indiz für den Sondermüll. So sind auf den entsprechenden Kennzeichnungen Flammen, ein toter Fisch oder ein toter Baum zu sehen. Hinzu kommen zahlreiche verschiedene Siegel, die das Produkt als ätzend, reizend, entzündlich oder gesundheitsschädigend markieren. Als Faustregel gilt: Suche nach einem schwarzen Symbol auf orangenem Hintergrund. Solltest Du Dir immer noch nicht sicher sein, so findest Du eine gute Übersicht auf www.wie-entsorge-ich-was.de.

Wie wird der Sondermüll entsorgt?

Da diese Arten von Müll keinesfalls in den normalen Hausmüll wandern dürfen, musst Du den Sondermüll auch „gesondert“ entsorgen. Wie das funktioniert, ist je nach Gemeinde unterschiedlich: So gibt es in manchen Regionen ein sogenanntes „Giftmobil“, welches straßenweise den Sondermüll abholt. An anderen Orten gibt es Sammelstellen, wo Du Deinen Sondermüll abliefern kannst. Batterien zum Beispiel, können zudem häufig in Supermärkten, Medikamente wiederum in Apotheken abgegeben werden. Am besten, Du informierst dich über das Internet oder direkt bei der Stadt über die Regelungen in Deiner Region. Hier einige Beispiele:

  • Batterien werden häufig in Containern gesammelt, welche in großen Supermärkten aufgestellt sind. Diese sind meist grün und als Batteriesammelbox gekennzeichnet. Hier kannst Du Batterien und Akkus entsorgen.
  • Altöl sowie weitere, in Öl getränkte, Gegenstände werden häufig an Schadstoffsammelstellen angenommen und fachmännisch entsorgt. Hast Du das Öl nicht ganz aufgebracht, so müssen die Verkaufsstellen das gebrauchte Restöl laut Altölverordnung bis zur verkauften Menge auch wieder zurücknehmen. Bewahre darum stets die Quittung auf.
  • Energiespar- und Leuchtstofflampen enthalten das hoch gesundheitsschädliche Quecksilber und müssen entweder vom Schadstoffmobil oder der Sondermüllannahmestelle abgenommen werden.
  • Elektrogeräte müssen stets über den Sondermüll entsorgt werden. Manche Verkaufsstellen nehmen zudem Altgeräte, wie eine Mikrowelle, zur Entsorgung an.

Tipps und Tricks zur Entsorgung von Sondermüll

Damit die Entsorgung des Sondermülls bei Deiner Entrümpelung schnell und unkompliziert funktionieren kann, solltest Du schadstoffhaltige Substanzen stets in den Originalbehältern aufbewahren. So kann die Annahmestelle schneller einordnen, was sich darin befindet und die Gefahr von gefährlichen Mischungen sinkt. Denn nicht selten kommen Menschen auf die Idee, die „Restflüssigkeiten“ ineinander zu mischen. So wird die neue Flüssigkeit mitunter hundertfach gefährlicher als das Ausgangsprodukt. Die Entsorgung wird dann deutlich schwieriger und zugleich teurer.

Übrigens: Wenn Du noch Farben und Lacke hast, die ungeöffnet oder minimal gebraucht sind, so kannst Du diese je nach Region bei einer sogenannten „Farbbörse“ auf dem Recyclinghof abgeben. Hier findest Du dann auch für Deine neue Wohnung kostenlose Restfarben und kannst Dich mit gutem Gewissen an den Wänden austoben.

Zuletzt gebe ich Dir noch einen Tipp mit auf den Weg: Versuche doch in Zukunft, den Sondermüll einfach von Vornherein zu meiden. So können zum Beisiel Einmalbatterien durch wiederaufladbare Akkus, CD’s durch USB-Sticks oder Reiniger durch Wasser-Essig-Mischungen ersetzt werden. So sparst Du Dir bei der nächsten Entrümpelung zum nächsten Umzug viel Zeit und schonst zugleich Deine eigene Gesundheit sowie die Deiner Umwelt. Und billiger sind die Alternativen auf Dauer meist auch…

Entrümpelung beim Umzug: Was darf in den Sperrmüll und was nicht?

Bei einem Umzug fallen häufig allerlei alte Möbel, Fernseher, technische Geräte oder Kleinkrust an, die Du in Deine neue Wohnung eigentlich nicht mitnehmen möchtest. Ist es da nicht die einfachste Lösung, einfach alles auf den Sperrmüll zu werfen? Nein, denn wer die falschen Materialien zur Abholung auf die Straße legt, dem drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro. Damit Du Dir keine Sorgen machen musst, habe ich eine Liste für Dich zusammengestellt, was auf den Sperrmüll darf und was fachmännisch entsorgt werden muss…

Was nimmt der Sperrmüll mit?

Grundsätzlich darfst Du alles auf den Sperrmüll werfen, das als ausgedienter Haushaltsgegenstand sowie Möbel für die Wohnung oder den Außenbereich erkennbar ist und nicht in eine 120 Liter-Mülltonne passt. Gleichzeitig darf er aber auch nicht so groß sein, dass er nicht mehr von Hand verladen werden könnte. Dazu gehören

  • Tische
  • Schränke
  • Kleinmöbel
  • Aquarien
  • Kinderautositze
  • Kinderwagen
  • Matratzen
  • Teppiche
  • Skier
  • Zelte

Die Liste ist lang und nicht selten landen schlussendlich doch noch irgendwelche falschen Gegenstände in dem Haufen. Diese schmücken dann meist wochenlang die Straßen, bis sich irgendwann jemand erbarmt und sie entsorgt. Wenn es sich dabei nicht um grobe Vergehen handelt, ist das auch nicht weiter schlimm. Doch es gibt auch zahlreiche Bestimmungen, welche Materialien Du auf keinen Fall in den Sperrmüll geben darfst…

Was zählt nicht als Sperrmüll?

Was liegen bleibt ist vielfältig und nicht selten mit Bußgeldern behaftet. Deshalb darfst Du auf keinen Fall unbewegliche Gegenstände, Flüssigkeiten, Bauschutt oder Gartenabfälle in den Sperrmüll geben. Zudem wird all das nicht mitgenommen, was auch in Deine Mülltonne passen würde, ohne diese zu beschädigen oder das Entleeren zu behindern. Zum besseren Verständnis, sind hier einige Beispiele für Dich, was nicht in den Sperrmüll gehört:

  • Kleinteile, wie Spielsachen, Essgeschirr, Kleidung oder Schuhe
  • Elektronikgeräte, diese müssen als Sondermüll entsorgt werden
  • Baustellenabfälle, wie Türen, Fenster oder Zäune
  • Mineralische Abfälle, wie Natursteinplatten, Bauschutt oder Wasch- und Toilettenbecken
  • Gefährliche Abfälle, wie Leuchtstoffröhren, Kfz-Batterien oder Altreifen
  • Gewerbliche Abfälle werden nur in haushaltsüblicher Menge abgeholt

All diese Arten von Müll müssen speziell entsorgt werden oder Du bestellst einen extra Container, der allerdings kostenpflichtig ist. Da sich die Regelungen je nach Bundesland und Region unterscheiden, empfehle ich Dir, direkt einen Blick auf die Website Deines Ortsdienstleisters zu werfen. Hier gibt es in der Regel ausführliche Übersichten, welche Materialien mitgenommen werden und wo Du die anderen entsorgen kannst. So kann hinterher eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Den Sperrmüll bestellen

Wenn Du nun also tatsächlich einige Abfälle für den Sperrmüll gesammelt hast, möchtest Du diesen gewiss auch loswerden, bevor der Umzug im vollen Gange ist. Daher musst Du den Sperrmüll unbedingt rechtzeitig bestellen. Die Anmeldung erfolgt telefonisch oder über ein entsprechendes Formular, wenn die Menge die „haushaltsüblichen“ vier Kubikmeter nicht überschreitet. Der Entsorger sammelt dann einige Termine von Haushalten aus der gleichen Gegend und teilt Dir anschließend den nächstmöglichen Termin für Deinen Müll mit. Frühestens am Vortag, darfst Du dann abends den Sperrmüll an der Straße deponieren. Wichtig ist, dass weder Fußgänger noch Radfahrer oder gar der Straßenverkehr durch den Sperrmüll behindert werden dürfen. Die Abholung erfolgt dann im Normalfall zwischen sieben Uhr morgens und 19 Uhr am Abend.

Was kostet der Sperrmüll?

Die Abrechnung für Deinen Sperrmüll wird je nach Region manchmal bereits in den jährlichen oder halbjährlichen Müllgebühren einberechnet, solange er eine festgelegte Menge nicht überschreitet. Ansonsten berechnen sich die Kosten für die Sperrmüll-Abholung stets nach der Kubikmeter-Anzahl. Kommunal gibt es Unterschiede bei den Kosten, als grobe Richtwerte kann ich Dir aber diese nennen: Für den ersten Kubikmeter inklusive der Anfahrt fallen normalerweise rund 25 bis 35 Euro an. Anschließend werden meist etwa fünf Euro pro weiterem Kubikmeter hinzugerechnet. Bei dringender Abholung am Wochenende fallen zusätzliche Gebühren an. Müllmengen von bis zu zwei Kubikmetern können je nach Dienstleister mancherorts auch kostenfrei selbst angeliefert werden. Nun fragst Du Dich bestimmt: „Woher weiß ich, wie viele Kubikmeter mein Müll misst?“ Eine gute Frage: Als Richtwert entsprechen vier Kubikmeter rund zwei auf zwei Metern. Stell Dir einfach ein großes Doppelbett vor, welches Du mit Möbeln und Abfällen vollfüllst. Vielleicht ist ja sogar ein solches selbst beim Sperrmüll dabei.