Einrichtung planen, Zimmertüren

Einrichtung planen, Zimmertüren

Einrichtung planen: Die richtigen Zimmertüren spielen eine essenzielle Rolle

Zu einer erfolgreich eingerichteten Wohnung gehören auch die entsprechenden Zimmertüren. Als Verbindungen zwischen den einzelnen Räumen können Sie nicht nur durch Ihr Aussehen punkten, sondern auch durch Gewicht, Haptik, edle Türklinken oder durch den geschmeidigen Lauf in den Bändern. Eine Tür im Innenraum erlebt man mit verschiedenen Sinnen: Sie verbindet eine schöne Optik im Zusammenspiel mit Wand, Decke und Boden mit dem praktischen Nutzen. Aber was macht eine gute Zimmertür aus? Was unterscheidet die verschiedenen Innentüren auf dem Markt, und welche Tür ist die Richtige für die eigenen Zwecke?

Die richtigen Innentüren wählen: Tipps zum Kauf

Wie trifft man nun die richtige Entscheidung beim Kauf neuer Innentüren? Orientieren Sie sich an folgende Punkte:

Optik

Einrichtungsexperten raten meist davon ab, dass die Zimmertüren in einer Wohnung zum Sammelsurium verschiedener Optiken, Stile und Typen werden. Die Türen sollten zur Wohnungseinrichtung passen, aber selbstverständlich auch zueinander. Dies ist allerdings nicht immer ganz so einfach – insbesondere dann, wenn man weniger ein Gesamtkonzept verfolgt, sondern jeder Raum historisch gewachsen ist. Dabei lässt sich hier dennoch ein besserer gemeinsamer Nenner finden (zur Not kann man sich jederzeit beraten lassen: https://www.montario.de/). Falls die durch die Zimmertür verbundenen Räume sehr verschieden sind, kann man sich ebenfalls für Innentüren mit jeweils unterschiedlichen, zum Zimmer weisenden Oberflächen entscheiden.

Ein zusätzlicher Hinweis: Neben den Zimmertüren mit Standardmaß gibt es ebenso sogenannte raumhohe Türen, die durch ihre Höhe zum Beispiel zu repräsentativen Wohnräumen mit hohen Decken passen.

Marken

In der Regel bieten alle führenden Hersteller qualitativ hochwertige Zimmertüren – hier sind keine nennenswerten Unterschiede bei Innentüren mit dem gleichen Aufbau zu sehen. Ein Unterschied besteht eher bei besonderen Oberflächen, raffinierten Optiken oder verschiedenen Designs. Hier kann man sich ganz nach Sympathie oder Geschmack für gewisse Hersteller leiten lassen. Wer sein Haus oder seine Wohnung mit Zimmertüren ausstattet, findet bei den meisten Wohnbereichen Türen mit Wärme- und Schalldämmung interessant. Ob der Schutz vor Kälte aus ungenutzten Zimmern, die Ruhe im Arbeitszimmer oder der fröhliche Lärm aus dem Kinderzimmer – in jedem dieser Fälle ist eine Innentür mit Einlage aus wärme- und schalldämmender Röhrenspanplatte eine optimale Idee. Eine Tür aus Massivholz bietet sich hier ebenfalls an.

Klimaklasse

Falls auf beiden Türseiten unterschiedliche Luftfeuchtigkeitsgrade und Temperaturen herrschen, wird die Klimaklasse bzw. das Stehvermögen relevant, um sich nicht über die Dimensionen zu verziehen und somit eine Einschränkung an Wärmedämmung/Schall und Schließbarkeit zu bewirken.

Oberfläche

Welche Beanspruchungen dürfen die gewählten Zimmertüren erwarten? Krallenbewehrte Haustiere sowie kleine und aktive Kinder sind ein gutes Argument, um statt einer furnierten Tür lieber eine robuste CPL-Tür montieren zu lassen. Möglich ist es ebenso CPL-Türen mit Innentüren mit Echtholzfurnier zu kombinieren, die eine täuschend echte Furnierreproduktion aufzeigen. Natürliche Macken an der Tür aus Massivholz betonen wiederum den Vintagecharakter und können somit als durchaus entspannt gesehen werden.

Wanddekoration – Fünf Ideen für schöne Wände

Bilder aufhängen kann jeder. Wenn du auf der Suche nach einer besonderen Wanddekoration bist, dann bieten dir unsere fünf Tipps für schöne Wände eine tolle Inspiration.

1. Tapete einmal anders

Wer behauptet, dass man mit einer Tapete gleich ein ganzes Zimmer ausgestalten muss, der kennt die neuesten Wohntrends noch nicht. Intensive Farben, schöne Muster und ausgefallene Grafiken: Im Fachhandel bekommst du Tapeten, die eher einem Kunstwerk gleichen. Und als solche sollten sie auch genutzt und inszeniert werden. Bei einer besonders auffälligen Tapete sieht es toll aus, wenn du lediglich eine Wand im Raum oder auch nur einen Teil einer Wand mit ihr tapezierst. Die übrigen Wände sollten in einem schlichten Weiß gehalten sein oder eine der Farben aus der Tapete aufgreifen, um ihre besondere Wirkung zu unterstreichen. Schön sieht es aus, wenn du beispielsweise nur den Wandteil hinter einem schönen Möbelstück wie einer Truhe oder einem Sideboard mit einer auffälligen Tapete gestaltest. Dann noch ein wenig passende Deko auf das Möbelstück wie eine schöne große Vase mit Zweigen oder ein Arrangement aus mehreren Vasen oder Kerzenständern und fertig ist deine individuelle und besondere Wand.

Des Weiteren kannst du deine Lieblingstapete gekonnt in Szene setzen, indem du sie mit leeren Bilderrahmen dekorierst. Dies bringt die Tapete als Kunstobjekt besonders gut zur Geltung. Oder hast du schon einmal darüber nachgedacht, eine alte Schrankwand oder eine Tür zu tapezieren? Auch auf diese Weise kannst du Räumen eine ganz neuen Charakter verleihen.

Vielleicht hast du ja auch noch einige alte, aber schöne Tapetenreste zur Hand. Anstatt sie in die Tonne zu werfen, kannst du sie geometrisch angeordnet auf MDF-Platten kleben und so Bilder entstehen lassen, die ebenfalls eine wunderschöne Wanddekoration werden können.

2. Spieglein, Spieglein…

Der Spiegel im Bad oder im Flur, manchmal auch im Schlafzimmer – das sind die Klassiker. Dabei kannst du auch in anderen Räumen mit Spiegeln tolle Effekte erzielen. Spiegel sind nicht nur dafür gut, zu prüfen, ob die Frisur noch sitzt. Sie reflektieren auch das Licht und können so an der richtigen Stelle platziert, eine besondere Wirkung im Raum entfalten. Mit einem Spiegel kannst du einen kleinen Raum größer und einen dunklen Raum heller wirken lassen.

Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ein Spiegel mit schwerem, verschnörkeltem Rahmen vom Flohmarkt kann einen tollen Kontrast zur modernen Einrichtung bilden. Im Handel findest du Spiegel, die von ihrem Design her eher an ein Kunstwerk, als an einen Gebrauchsgegenstand erinnern. Du kannst auch selbst kreativ werden und verschiedene Spiegel in einer Petersburger Hängung zusammenstellen oder aus kleinen Spiegelplättchen ein Spiegelmosaik kreieren. Ein besonderes Flair erzeugst du auch mit einem Spiegel mit einer Kerze davor.

3. Luftpflanzen – die hängen hier so rum

Hast du schon einmal von Luftpflanzen gehört? Was sich anhört wie eine Züchtung aus einem Science Fiction Film gibt es tatsächlich und ist eine tolle Dekoidee. Vor allem, wenn du ein Anhänger des minimalistischen Stils bist. Weißen Wänden und großen Fensterfronten hauchen die Pflanzen im Nu Leben ein und brauchen dafür keinen Topf und keine schwere Hängevorrichtung. Luftpflanzen – in Fachkreisen auch als Tillandsien bekannt – sind robust und pflegeleicht und brauchen keine Erde und kein Substrat zum Wachsen. Wie der Name vermuten lässt, ziehen sie sich alle benötigten Nährstoffe durch ihre Blätter aus der Luft. Die Pflanzen haben eine schlichte Optik und bringen dennoch genügend Grün für eine heimelige Atmosphäre mit. Und: die richtige Pflege wird manches Mal mit schönen Blüten belohnt. Das einzige, was du tun musst, um das Überleben der Pflanzen zu sichern, ist, zwei bis drei Mal in der Woche etwas lauwarmes Wasser auf die Blätter zu sprühen. Darüber hinaus lieben die Tillandsien eine angenehme Zimmertemperatur und viel Licht.

Und auch hier gilt wieder: Wie und wo genau du die Pflanzen als Dekoration einsetzt ist ganz deiner Fantasie überlassen. Du kannst sie an unsichtbaren Fäden an der Wand schweben lassen. Du kannst ein Wandbild bzw. einen hängenden Garten aus den Luftpflanzen kreieren, indem du einen schönen Rahmen mit einem Metallgitter ausstattest, in das du die Pflanzen setzt. Auch ohne Rahmen ist ein Metallgitter eine schöne Möglichkeit, um Tillandsien an der Wand zu arrangieren. Du kannst für die Pflänzchen auch ein Drahtgestell zur Aufhängung formen oder ein fertiges Draht- oder Metallgestell zur Aufhängung nutzen.

Extra-Tipp: Tillandsien sind auch eine besonders schöne Badezimmerdekoration. Hier fühlen sie sich zudem aufgrund der Luftfeuchtigkeit besonders wohl. Es sollte allerdings ein Badezimmer sein, in das ausreichend Tageslicht einfällt.

4. Ist das noch praktisch oder schon Kunst?

Das Schöne mit dem Nützlichen verbinden – auch bei der Wandgestaltung ist das möglich. Ich sage nur: Pinnwände! Wer jetzt an die klassischen Rechtecke aus Kork denkt, der kennt einfach noch nicht die zahllosen weiteren Möglichkeiten. Wir geben dir drei schöne Ideen vor:

  • Man nehme eine Holzplatte und streiche sie mit magnetischer Tafelfarbe. Und schon kannst du ein jederzeit wandelbares Kunstwerk erschaffen: Kleine Zeichnungen neben mit hübschen Magneten festgepinnten Postkarten aus aller Welt. Die in Schönschrift per Kreide festgehaltene Einkaufsliste in Kombination mit Erinnerungsstücken wie Theaterkarten… Es ist nur noch deine Fantasie gefragt.
  • Ein Memoboard im industrial Style erhältst du, indem du ein Metallgitter an der Wand befestigst. Hier kannst du Erinnerungsstücke und Zettelwerk einfach hinter klemmen oder mit Hilfe von Magneten befestigen.
  • Ein schöner großer Rahmen, ein paar dünne Hanfschnüre zwischen die Rahmenseiten gespannt und schon kannst du an hübschen Holzklammern Postkarten, Notizzettel, Fotos und ähnliches aufhängen.

5. Gehängt, nicht verlegt

Wandteller als Dekoration sind ein alter Hut und muten für die meisten eher spießig an. Aber wie wäre es denn mit einzelnen Fliesen an der Wand? Wer gerne auf Flohmärkten stöbert, kann fliesentechnisch echte Schmuckstücke entdecken. Auch als Mitbringsel aus dem Urlaub sind hübsch bemalte Kacheln beliebt. Doch was fängt man mit einzelnen Fliesen an, außer sie als Untersetzer zu verwenden? Wenn du in deiner neuen Wohnung ohnehin gerade die Wände in Küche oder Bad neu gestaltest, kannst du die Einzelstücke zwischen dem übrigen einfarbigen Fliesenwerk in Szene setzen. Aber auch in anderen Räumen können hübsch bemalte Fliesen eine schöne Wanddekoration werden. Auf MDF-Platten geklebt, kannst du die Kacheln zum Kunstwerk werden lassen. Oder du setzt sie auf einem schmalen Wandboard in Szene oder hängst sie wie kleine Bilder einfach an die Wand.

Bilder aufhängen

Die Fotos aus dem letzten Urlaub, das Filmposter, das geerbte Ölgemälde von der Oma, der Kunstdruck, den du nach dem Besuch dieser tollen Ausstellung gekauft hast – die Bilder in unseren vier Wänden sind meist nicht nur schön anzusehen, sie erzählen auch eine Geschichte, deine Geschichte. Kaum etwas anderes verleiht deinem Zuhause so viel Individualität wie die Auswahl der Bilder, die du hier zeigst. Darum haben Fotos, Poster und Gemälde auch eine besondere Sorgfalt bei ihrer Inszenierung verdient, einen besonderen Platz, eine besondere Anordnung. Klar, letztendlich ist erlaubt, was gefällt, doch gibt es ein paar Kniffe, mit deren Hilfe du große Poster und kleine Bilder am besten in Szene setzen kannst. Und diese Kniffe zeigen wir dir.

Der richtige Ort

Bei der Wahl des richtigen Orts geht es uns weniger um die Frage Schlafzimmer oder Wohnzimmer. Es geht vielmehr um die Frage nach der richtigen Wand und der richtigen Höhe und darum, bei der Platzierung eines Bildes Möbel und Dekoration im Raum berücksichtigen.

Große freie Wände bieten dir Platz für die Inszenierung großer Einzelstücke oder geben Spielraum für die Kombination mehrerer Kunstwerke die in einer besonderen Hängung platziert werden. An kleinen Wänden oder in Nischen und Erkern wirken auch einzelne kleinere Bilder sehr schön. Auch kürzere Bilderleisten mit kleinen Bildern kommen hier zur Geltung.

Tipp: Als Faustregel gilt, dass ein Bild etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Länge des Möbelstücks haben sollte, über dem es hängt.

In Museen werden Bilder so aufgehängt, dass sich die Bildmitte auf einer Höhe von etwa 1,40 m bis 1,50 m befindet. Ein Bild, das auf dieser Höhe platziert wird, kann sich der vollen Aufmerksamkeit des Betrachters sicher sein und kommt gut zur Geltung. Viele halten sich in Punkto Höhe auch an die Regel, dass lediglich ein Drittel des Bildes über der Augenhöhe des Betrachters liegen sollte.

Des Weiteren gilt es in Punkto Höhe den Abstand zum darunter befindlichen Möbelstück zu bedenken. So entsteht schnell eine Disharmonie, wenn ein Bild mit einem Abstand von mehr als 30 Zentimetern von der Oberkante eines Möbels aufgehängt wird.

Der passende Hintergrund

Du ahnst es schon – eine weiße Wand bietet dir den größten Gestaltungsspielraum für deine Bilder. Und ansonsten: Klar, der Warhol vor der Blümchentapete führt sicher zu einem interessanten Stilbruch, doch wer es in seinen vier Wänden harmonischer und ruhiger wünscht, kann sich an folgende Regeln halten:

  • Findet sich im Bild der Farbton der Wand wieder, dann erzielst du eine intensivere Wirkung des Bildes. Je dunkler dabei der Farbton ist, umso stärker kommt das Bild zur Geltung.
  • Bei farbig gestrichenen Wänden oder gemusterten Tapeten, kann ein Passepartout helfen, mehr Ruhe in die Komposition von Wand und Bild zu bringen und das Bildmotiv nicht untergehen zu lassen.
  • Bei farbigen oder gemusterten Wänden sollte der Bilderrahmen dezent sein. Auf dunklen Wänden sehen einfarbige Rahmen in Weiß, Creme oder einem hellen Grau schön aus.

Tipp: Bei dunklen Wandtönen sehen schwarz-weiße Motive oder schlichte Fotografien besonders gut aus. Zu sehr knalligen Wänden passen auch auffällige Motive.

Eine schöne Beleuchtung

Wenn du einem besonderen Bild besondere Aufmerksamkeit sichern möchtest, dann ist nicht nur die richtige Platzierung eine gute Möglichkeit, das Kunstwerk zu inszenieren. Wenn du dein Lieblingsbild zudem richtig ausleuchtest, zieht es erst recht alle Blicke auf sich. Die Kunst ist hierbei, dass die Atmosphäre im Raum gemütlich bleibt und du dich nicht wie in einer Galerie fühlst. Wenn du das Bild an einen Ort hängst, der durch ein bereits vorhandenes Licht gut ausgeleuchtet ist, dann erzielst du ganz nebenbei einen tollen Effekt und musst dir keine weiteren Gedanken um die Raumatmosphäre machen. Etwas schwieriger wird es da schon mit einer speziell auf das Bild ausgerichteten Beleuchtung, wie Strahlern oder Leuchtröhren.

Tipp: Wenn du deine Bilder mit Deckenstrahlern oder Wandleuchten ins rechte Licht rücken willst, dann solltest du bei der Platzauswahl für dein Bild auch Stromauslässe berücksichtigen.

Deckenstrahler

Leuchtest du ein Bild mit Deckenstrahlern aus, sind zwei Dinge zu beachten:

  • Lichtstärke und
  • Abstand der Lichtquelle zum Bild

Wählst du eine zu helle Lichtstärke, dann wirkt der Raum mit dem Bild schnell ungemütlich. Ist das Licht zu düster, erreichst du hingegen nicht den gewünschten Effekt.

Der Abstand der Lichtquelle zum Bild sollte so groß sein, dass das Bild in seiner Gesamtheit ausgeleuchtet wird und keine unerwünschten Schatten Teile des Bildes im Dunkeln lassen.

Spezielle Bilderleuchten

Spezielle Bilderleuchten sind besonders geeignet, wenn du dein Bild nicht durch Deckenstrahler in Szene setzen möchtest. Bilderleuchten sind meist sehr unauffällig gestaltet und nehmen damit nicht Bild und Rahmen die Wirkung. Durch ein direktes Licht von oben oder auch von der Seite leuchten sie deine liebsten Kunstwerke aus.

Tipp: LEDs sind die Leuchtmittel der Stunde. Sie kommen dir nicht nur zugute, weil sie sehr sparsam im Verbrauch sind. LEDs lassen auch deine Kunst länger leben, denn sie haben eine nur sehr geringe Wärmeentwicklung und geben kein ausbleichend wirkendes UV-Licht ab.

Der richtige Rahmen

Schlicht oder pompös? Holz oder Kunststoff? Bunt oder einfarbig? Natürlich sind auch bei der Rahmung eines Bildes Stilbrüche erlaubt, doch die meisten Betrachter bevorzugen es, wenn auch Bild und Rahmen harmonieren, eine Einheit bilden. Denn letztendlich soll ein Rahmen das Bild von seiner besten Seite zeigen und ihm nicht die Show stehlen: Das Schwarz-weiß-Foto sieht im Alurahmen oder im schmalen schwarzen Holzrahmen mit weißem Passepartout ziemlich cool aus. Das Ölgemälde mit den kräftigen Farben kann einen wuchtigeren Rahmen gut vertragen. Ein verspieltes Motiv kann sehr schön in einem Rahmen wirken, der verschiedene Farben des Bildes aufgreift.

Bei der Auswahl des Rahmens solltest du die Anzahl der Bilder im Raum und die Raumgröße beachten. Rahmen in verschiedenen Stilrichtungen wild durcheinandergewürfelt in einer Petersburger Hängung wirken originell, jedoch auch schnell überladen. Ein solches Sammelsurium sollte sich in jedem Fall gut in den restlichen Stil deiner Wohnung einfügen.

Tipp: Bei Holzrahmen solltest du darauf achten, dass das Holz nicht nur zu den Farben des Bildes, sondern auch zu Holzmöbeln, Parkett oder Täfelungen in deiner Wohnung passt.

Ein Rahmen präsentiert ein Bild nicht nur auf beste Weise, er hat auch eine Schutzfunktion. Damit diese garantiert ist, musst du berücksichtigen, dass bei bestimmten Bildarten Glas oder Kunststoff des Rahmens nicht direkt auf dem Bild aufliegen sollten. Dies ist zum Beispiel bei Aquarellen der Fall. Mit Hilfe eines dickeren Passepartouts kann hier der notwendige Abstand zwischen Bild und Glas geschaffen werden. Oder du verwendest einen speziellen Rahmen, wie einen Magnetrahmen.

Praxistipp: Am besten nimmst du dein Bild mit in eine Rahmenhandlung und probierst verschiedene Kombinationen von Bild und Rahmen aus. Hier wirst du auch gut beraten, ob und in welcher Größe du ein Passepartout einsetzen solltest.

Der Rahmen selbst als Kunst

Manche Rahmen sind so wunderschön, dass sie selbst schon wie ein Kunstwerk wirken. Und so kannst du sie auch nutzen. Zum Beispiel kannst du bei einer gemustert tapezierten Wand einfach einen antiken Rahmen ohne Bild aufhängen. Auf diese Weise setzt du das Tapetenmuster und den Schatz vom Flohmarkt auf besondere Weise in Szene. Auch mehrere schöne, große alte Rahmen überlappend an eine freie Wand gelehnt werden zu tollen Dekoobjekten.

Just hanging around – die verschiedenen Hängungen im Überblick

Der Richtige Ort, der passende Rahmen, der optimale Hintergrund sind gefunden. Nun fragt sich noch, in welcher Hängung du deine Bilder am besten präsentierst. Wir zeigen dir an dieser Stelle verschiedene Möglichkeiten – von der Einzelhängung großer Kunstwerke bis hin zur Petersburger Hängung, bei der du viele Bilder in verschiedenen Größen und Formen kombinieren kannst.

Einzelhängung

Die Einzelhängung wirkt vor allem für große, auffällige Kunstwerke auf großen Flächen. Der Klassiker ist wohl das große Gemälde über dem Sofa im Wohnzimmer, über Sideboard oder Kommode. Aber auch kleinere Bilder können als Einzelhängung auf kleineren Wandflächen sehr hübsch wirken.

Aufgereiht

Eine klassische Möglichkeit zur Präsentation mehrere Bilder ist das Aufhängen verschiedener Motive in einer Reihe. Dafür müssen die Bilder bzw. die Rahmen nicht unbedingt die gleiche Höhe und Größe haben. Bei unterschiedlich großen Bildern hast du drei Möglichkeiten, damit die Hängung in einer Reihe gut wirkt:

  • Du kannst die Bilder so aufreihen, dass jeweils dis Bildmitte auf einer Höhe ist.
  • Du kannst dich an der Oberkante der Rahmen orientieren und diese eine Linie bilden lassen.
  • Du kannst die Unterkante der Bilder auf eine Linie bringen.

Tipp: Die Hängung auf Kante bzw. entlang einer Mittellinie funktioniert nicht nur in der Waagerechten. Du kannst die Bilder so auch senkrecht anordnen und dich an den Außenkanten der Rahmen orientieren. Außerdem kannst du an großen Wandflächen mehrere Bildreihen über bzw. nebeneinandersetzen.

Quartett

Verwandte Bildmotive, Kunst von gleicher Technik und Beschaffenheit und vor allem Bilder bzw. Rahmen gleicher Größe kannst du sehr gut in symmetrischen Gruppen anordnen. Zum Beispiel als Quartett. Achte hierbei akribisch auf einen genau gleichen Abstand zwischen den Bildern. Schon kleine Abweichungen werden die Harmonie stören.

Bei noch mehr verwandten Motiven kannst du aus dem Quartett natürlich auch ein Sextett etc. werden lassen.

Bildermosaik

Du kannst viele Bilder zu einem Kunstwerk verschmelzen lassen, wenn du die Rahmen genau Kante an Kante hängst. Die Bilder sollten bei einer solchen Hängung, farblich, vom Motiv, der Kunsttechnik und von den Rahmen her besonders gut aufeinander abgestimmt sein.

Bilderleisten und Bilderboard

Wenn du zu den Menschen gehörst, die ihre Wohnung gerne umdekorieren und umgestalten, dann sind für dich Bilderleisten und Bilderboards eine sehr gute Lösung. Du kannst ganz einfach unterschiedliche Bilder unterschiedlicher Größe auf der Leiste ausstellen. Und wenn die neuesten Urlaubsfotos da sind, werden Motive und / oder Rahmen einfach ausgetauscht.

Die Petersburger Hängung

Für alle, die die Schönheit im Chaos erkennen ist die Petersburger Hängung perfekt. Klein, groß, eckig, rund, Bilderrahmen unterschiedlichster Art und Motive unterschiedlichster Natur, mal größere, mal kleinere Abstände zwischen den Bildern, die gerne auch vom Boden bis zur Decke angebracht werden – das ist die Petersburger Hängung, auch als Salonhängung bekannt. Ihren Namen verdankt die Petersburger Hängung übrigens den wenig dezent behangenen Wänden in der Petersburger Eremitage. Ursprüngliche Intention der Salonhängung war, den Betrachter allein durch die Menge der Kunst zu beeindrucken, weniger durch einzelne Werke und Motive.

Bei der Petersburger Hängung kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. So kannst du auch Dekogegenstände wie Metallschilder, Makrammees oder Wandteller mit in die Hängung einbeziehen und zwischen den Bildern platzieren.

Etwas Ruhe bringst du in diese Art der Hängung, wenn du bei der Wahl der Bilder auf ähnliche Farbwelten, Motive oder Rahmen achtest.

Aus dem Rahmen gefallen

Es gibt auch schöne Möglichkeiten, Bilder ohne Rahmen aufzuhängen. Hierfür eignen sich zum Beispiel Magnetleisten oder auch eine einfache Schnur an die Bilder mit kleinen Holzwäscheklammer gehängt werden. So entsteht eine regelrechte Bildergirlande, die besonders in Kinderzimmern mit stetig wechselnder Kinderkunst oder als Mood-„board“ im Arbeitszimmer schön und praktisch zugleich sein kann.

Treppauf, treppab

Bei der Suche nach schönen Orten für die Lieblingsbilder wird gerne einmal der Treppenaufgang vergessen. Dabei gehst du hier sicher mehrmals täglich rauf und runter und freust dich auch hier über ein paar schöne Erinnerungen im Bildformat.

Schön sieht es aus, wenn die Bilder im Treppenaufgang treppenförmig angeordnet werden.

Ein paar Tipps zum Schluss

Lässig an die Wand gelehnt: Gerade große Bilder müssen nicht immer hängen. Gegen die Wand gelehnt und mit passender Dekoration wie einer schönen Bodenvase kombiniert machen sie ebenfalls Eindruck und können leicht ausgetauscht werden.

Optisches Gegengewicht schaffen: Wenn du ein Bild nicht in die Mitte einer Zimmerwand hängst, solltest du darauf achten, dass auf der anderen Seite der Wand ein optischer Ausgleich zu finden ist. Dies kann ein Möbelstück wie zum Beispiel ein Schrank sein, eine Standleuchte oder ein Dekogegenstand.

Keine Angst vor Bohrer und Dübeln! Große schwere Bilder bzw. Rahmen solltest du genauso sorgfältig befestigen wie zum Beispiel ein Wandregal. Also lieber zu Schraube und Dübel greifen, bevor das gute Stück nicht lange bleibt, wo es bleiben soll…

Ihr Bild hängt schief… Wer kennt nicht den Sketch von Loriot, bei dem ein schiefes Bild der Ausgangspunkt für ein verwüstetes Wohnzimmer ist? Ein schiefes Bild kann das Auge des Betrachters wirklich stören. Arbeite mit einer Wasserwaage beim Ausrichten deiner Bilder. Der Aufwand lohnt sich.

Längs macht schlank. Das gilt auch für deine Wände. Senkrecht angeordnete Bilder lassen diese optisch an Höhe gewinnen. Waagerechte Anordnungen bewirken, dass die Wand breiter erscheint.

Klein aber oho! Kleine Wohnung einrichten – die 5 besten Tipps

5 Tipps zum EInrichten einer kleinen Wohnung

Die erste eigene Bude, die Mietpreise sind zu hoch, um sich etwas Größeres leisten zu können oder man braucht eben schlicht und einfach wenig Platz. Es kann viele Gründe geben, warum du es dir in einer kleinen Wohnung gemütlich machst. Wir geben dir 5 wertvolle Tipps, wie du in deinem kleinen Zuhause eine große Wirkung erzielst.

Tipp 1: Nischen nutzen

Hier ist ein wenig um die Ecke denken gefragt. Um (Stau-)Raum in deinem kleinen Reich zu schaffen, solltest du dir überlegen, welche auf den ersten Blick vielleicht unkonventionellen Stellen du nutzbar machen kannst. Die Garderobe unter der Treppe? Das Regal unter der Fensterbank? Einen Kleiderschrank in die Dachschräge einpassen? Da ist Vieles machbar. Wer in einer kleinen Altbauwohnung lebt, sollte unbedingt die Höhen ausnutzen. Ein Klassiker ist dabei natürlich das Hochbett. Wenn du die Hochebene für das Bett erweiterst, bekommst du gleich noch Platz für weitere Funktionen: eine gemütliche Leseecke, Stauraum – deine Fantasie ist gefragt.

Tipp 2: Multifunktional

Gib einem Möbel mehr als einen Zweck.

Nutze den Esstisch auch als Schreibtisch, baue das Bett erhöht, um darunter in großen Schubfächern Stauraum zu schaffen. Ein Sekretär bietet Stauraum und Arbeitsplatz zugleich. Eine Schlafcouch ist Tag und Nacht nutzbar. Kisten auf Rollen können vielseitig und flexibel eingesetzt werden.

Multifunktionsmöbel findest du in Einrichtungshäusern. Aber auch hierkannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Eine Seemannskiste bietet Platz zur Aufbewahrung und ist zugleich ein optisch ansprechender Couchtisch.

Tipp 3: Abgrenzen

Wer nur ein oder zwei Zimmer zur Verfügung hat, kann mit Raumteilern zusätzlich verschiedene Wohnzonen kreieren. Nicht jeder möchte schließlich vom Bett oder Sofa aus ständig auf den mit Papieren überladenen Schreibtisch oder den unerledigten Abwasch in der Spüle schauen müssen. Mit Hilfe von Paravents, Vorhängen oder Schiebevorhängen kann man Räume gut unterteilen. Ideal für kleine Wohnungen sind natürlich Raumteiler, die zudem eine Funktion erfüllen. So kann ein Regal ohne Rückwand zur optischen Grenze werden. Oder du stellst zwei gleiche Schränke oder Regale Rücken an Rücken als Raumteiler zusammen.

Tipp 4: Fifty Shades of …

Wenn du in deiner kleinen Wohnung die Wandfarbe geschickt zum Einsatz bringst, kannst du zumindest die einzelnen Räume optisch größer wirken lassen. So kannst du einen schmalen Raum weiter wirken lassen, wenn du die kürzeren Wände in einem dunkleren Farbton streichst. Bei niedrigen Decken holst du mit einer Wandfarbe, die heller ist als der Anstrich der Decke mehr Länge raus. In einem Einzimmerappartement kannst du durch eine geschickte Farbwahl zudem die Aufteilung des Zimmers in unterschiedliche Wohnbereiche optisch unterstreichen.

Neben der Farbe, kannst du auch Spiegel und Beleuchtung für eine optische Vergrößerung einsetzen. Ein großer Spiegel lässt einen Raum größer wirken, vor allem, wenn er gegenüber eines Fensters angebracht wird. Auch Licht, und vor allem gut ausgeleuchtete Ecken, haben einen optisch vergrößernden Effekt.

Tipp 5: Weniger ist mehr

Eine kleine Wohnung kann schnell überladen wirken. Setze daher nicht nur bei den Möbeln auf das Motto „weniger ist mehr“. Entscheide dich auch bei der Deko für wenige ausgewählte Stücke und spare an unnötigem Chichi. Auch wenn die Möbel zu massig sind, wirkt dein kleines Heim schnell überfüllt. Gerade bei einer kleinen Wohnung kann regelmäßiges Ausmisten Wunder wirken.

DIY Regale selber bauen

Regal bauen

Stauraum – ein typisches Thema beim Bezug einer neuen Wohnung oder des neuen Hauses. Besonders betroffen ist hier der Stauraum in Form von Regalen. Denn seien wir ehrlich, ein Regal mehr könnte man nach einem Umzug doch irgendwo immer gebrauchen – sei es, weil das  Bücherregal aus dem Wohnzimmer sich im neuen zu Hause viel besser im Flur macht, aber ein völlig regalloses Wohnzimmer auch blöd ist oder weil man plötzlich stolzer Balkonbesitzer ist und doch irgendwo ein bisschen Grün unterbringen muss oder auch weil man das praktische Gewürzregal aus der alten Wohnung so vermisst.

Doch wer ein besonderes und individuelles Regal haben möchte, muss oft tief in die Tasche greifen – und das für ein paar Bretter. Dann doch lieber selber machen! Wir zeigen dir drei tolle und einfache Ideen, wie du ruck zuck ein passendes Regal selber zauberst.

Doch bevor du dich ans Werk machst, zunächst ein paar allgemeine Hinweise zum Regalbau.

Empfohlenes Holz

Ganz klar, Fichte und Kiefer gehören zu den günstigsten Hölzern. Doch das Problem ist, dass diese Weichhölzer bei der Verarbeitung leicht ausreißen. Daher sind gerade für Anfänger etwas teurere Hölzer wie Birke, Leimholzplatten aus Birke oder Erle oder auch Multiplex-Platten aus Birkenholz unter Umständen besser geeignet.

Präzise arbeiten

Auch wenn ein Regal ein gutes Anfängerstück ist, auch hier ist präzises Arbeiten unerlässlich. Was nicht passt, wird passend gemacht gilt nicht. Genaues messen und exaktes zusägen sind gefragt. Am besten lässt du dir diese Arbeit im Baumarkt abnehmen. So musst du dich nur auf das Schrauben und gegebenenfalls Schleifen und Lackieren konzentrieren.

Die Werkzeuge

Wer sich die Bretter für sein Regal im Baumarkt zuschneiden lässt, braucht noch nicht einmal eine Säge. Art und Anzahl der Schrauben fallen von Regal zu Regal unterschiedlich aus. Ein Akkubohrschrauber erleichtert die Arbeit. Holzleim sorgt für mehr Stabilität. Mit Schleifpapier oder Schleifgerät geht es an die Feinarbeit.

So, hier nun aber endlich unsere Regalideen!

Ein Modulregal aus Weinkisten selber bauen

Ein Modulregal schafft dir nicht nur viel Stauraum für relativ wenig Geld, du kannst es auch perfekt an die Gegebenheiten des Raumes anpassen und jederzeit erweitern. Ein Modulregal lässt sich sogar als Raumteiler einsetzen.

Natürlich kannst du für dein Modulregal die einzelnen Korpusse selbst bauen. Anleitungen dazu findest du beispielsweise auf Internetseiten von Baumärkten. Doch sogar aus fertigen Modulen kannst du dir ein individuelles Regal bauen und hast damit denkbar wenig Arbeit. Hoch im Kurs sind aktuell Modulregale aus Weinkisten.

Da Weinkisten derzeit so beliebt sind, besteht der größte Aufwand darin, erst einmal gut erhaltene Kisten zu einem fairen Preis aufzutreiben. Am besten tust du dich hierfür online um. Meist wird man bei Kleinanzeigen fündig. Es gibt auch Onlineshops, die Weinkisten anbieten, diese sind dann aber meist etwas teurer. Vielleicht hast du aber auch Glück und der Weinhändler in deiner Straße überlässt dir ein paar Kisten. Überlege dir genau, wie viele Kisten du für dein Wunschregal benötigst, denn der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Eine schöne Alternative zu Weinkisten können übrigens Obstkisten sein.

Weinkistenregal

Drei Ideen für ein Modulregal aus Weinkisten

Als Vorlage kommen hier drei Anregungen von uns. Dir fällt aber sicher noch mehr ein!

  1. Ein Bücherregal aus Weinkisten

Das Bücherregal aus Weinkisten ist wohl die einfachste Möglichkeit, ein tolles und individuelles Modulregal zu zaubern. Hierfür stellst du die Kisten einfach in der gewünschten Form neben- und aufeinander. Du kannst auch einige Kisten hochkant stellen, um eine besondere Form zu erreichen. Durch zusägen kannst du einzelnen Kisten auch eine schräge Form geben und das Regal in Ecken einpassen – zum Beispiel unter einer Treppe oder einer Dachschräge.

Regal stabilisieren: Dein Regal aus Weinkisten kannst du auch als Raumteiler nutzen. Hierfür ordnest du die Kisten so an, dass sie im Wechsel mal mit dem Boden und mal mit der offenen Seite in eine Richtung zeigen.

  1. Wandregal aus Weinkisten

Du kannst die Kisten auch mit Dübeln und Schrauben an der Wand befestigen. Wenn du mehrere Kisten im Hoch- und Querformat oder versetzt zueinander an einer Wand kombinierst, ist ein individueller Hingucker garantiert. Eine weitere Möglichkeit, ein Wandregal aus alten Weinkisten zu zaubern ist, diese auf hübschen Konsolen zu montiert. Ein solches Wandregal macht sich vor allem in der Küche sehr gut. Wenn man in die Unterseite der Kiste noch ein paar Haken einschraubt, hat man sogar noch einen dekorativen Platz für Lieblingsbecher und Tassen.

Tipp: Da die Weinkisten oft etwas älteren Datums sind, bleiben raue oder splitterige Stellen am Holz nicht aus. Diese solltest du mit Schleifpapier bearbeiten, damit du nicht jedesmal Gefahr läufst, dir einen Splitter zuzuziehen, wenn du etwas aus dem Regal nimmst.

  1. Rollregal aus Weinkisten

Für ein Rollregal aus Weinkisten musst du lediglich Rollfüße unter eine oder mehrere miteinander verbundene Kisten Schrauben. Schon hast du praktischen fahrbaren Stauraum, den du zum Beispiel im Büro für Aktenordner nutzen kannst.

Tipp: Für ein noch individuelleres Ergebnis kannst du die Weinkisten auch streichen oder lackieren. Ganz in weiß sehen sie besonders elegant aus. Ein Modulregal, bei dem jede Kiste in einer anderen Farbe gestrichen ist, wirkt besonders fröhlich und macht sich gut im Kinderzimmer.

Hängeregal

Das etwas andere „String“-Regal

Wer sich auf Instagram oder Interior-Blogs Inspiration für seine Inneneinrichtung holt, kommt kaum am Anblick des berühmt-berüchtigten Stringregals, dem Designklassiker von Nils und Karin Strinning, vorbei.

Ob unser Tipp für ein Stringregal der besonderen Art auch so ein Klassiker wird, muss sich erst zeigen. Kostengünstiger ist es allemal und hier steht String tatsächlich für Schnur…

Für das Hängeregal brauchst du:

  • Ein Holzbrett 80 x 20 cm
  • Schleifpapier
  • Zwei dickere, gleichlange Schnüre (z.B. Hanfseile), die Länge der Seile ist dir überlassen und davon abhängig, auf welcher Höhe das Regal später hängen soll
  • Bohrer
  • Zollstock

Das Regalbrett lässt du dir am besten gleich im Baumarkt zurechtsägen. Du kannst natürlich auch andere Maße als die vorgegebenen wählen, wenn dein Regal länger oder tiefer sein soll.

Du musst nun bei dem Brett nur noch die Feinarbeit übernehmen und raue Stellen mit Schleifpapier bearbeiten.

Im nächsten Schritt markierst du dir die vier Stellen, an denen die Löcher für das Seil gebohrt werden auf dem Regalbrett – eine Markierung in jede Ecke. Miss mit dem Zollstock exakt gleiche Abstände aus.

Mit einem Bohraufsatz, der etwa der Dicke des Seiles entspricht, werden nun die vier Löcher in das Regalbrett gebohrt, durch die später das Seil gefädelt wird.

Nun wird es etwas friemelig: Du musst von jedem Seil beide Enden durch die Löcher fädeln und unter dem Regalbrett einen Knoten in jedes Seilende machen, auf dem das Brett schließlich aufsitzt. Es ist nicht ganz einfach, die Knoten so hinzubekommen, dass das Regal am Ende auch gerade hängt. Hier wirst du ein wenig herumprobieren müssen. Das war es dann aber auch schon! An Hakenschrauben kannst du das Regal nun an der Decke oder Wand befestigen.

Auch bei diesem Regal sind Variationen möglich. So kannst du auch mehrere Regalbretter in beliebig großem Abstand am Seil verknoten. Du kannst das Regalbrett farbig streichen oder für einen Vintagelook ein Regalbrett aus alten Holz verwenden.

Ein Leiterregal selber bauen

Ein Leiterregal ist ein dekoratives und praktisches Möbelstück. Mit dem richtigen Anstrich macht es sich auch gut auf Terrasse oder Balkon, um den Lieblingspflanzen angemessenen Ausstellungsraum zu bieten.

Das brauchst du für dein Leiterregal:

  • Eine Holzklappleiter
  • Holzbretter in verschiedenen Längen
  • Akkubohrschrauber
  • Schleifpapier
  • Schrauben

Eine Doppelstehleiter aus Holz ist das Grundgerüst für dein Leiterregal. Ob alt oder neu – das ist ganz dir überlassen. Nur stabil genug sollte die Leiter noch sein und möglichst frei von Holzwürmern.

Hinweis: Wenn du mit altem Holz arbeitest, achte darauf, dass es frei von Holzwürmern ist. Andernfalls hast du möglicherweise nicht lange Freude an deinem Regal. Zudem können die Holzwürmer auch auf andere Möbelstücke übergehen. Holzwürmer lassen sich übrigens auch im Holz vernichten. Zum Beispiel durch eine Wärmebehandlung.

Für die Regalbretter kannst du z.B. Kiefern- oder Fichtenholzbretter verwenden. Auch Tischlerplatten erfüllen hier voll und ganz ihren Zweck. Das Leiterregal ist Pyramidenförmig aufgebaut. Die genaue Länge der Bretter ist dir überlassen. Doch sollte das längste Regalbrett nicht mehr als ein Drittel länger sein als die Standbreite der Leiter.  Andernfalls wird das Regal instabil. Die Bretter lässt du dir am besten im Baumarkt auf die passenden Maße zusägen.

Nun gilt es zunächst, etwas Feinarbeit zu erledigen. Mit Schleifpapier machst du rauen oder rissigen Stellen am Holz den Gar aus. Leiter und Regalbretter kannst du zudem beliebig streichen und lackieren.

Man könnte meinen, nun müssen nur noch die Bretter auf die Leiterstufen gelegt werden – doch sicher ist sicher und stabil wird das Regal nur, wenn die Regalbretter mit den Leiterstufen verschraubt werden. Hierfür musst die die Stellen, an denen die Bretter auf den Stufen aufliegen sollen, markieren. Anschließend bohrst du an den Markierungen Löcher in die Bretter. Nun kommt es beim weiteren Vorgehen auf das genaue Leitermodell an. Manche Doppelstehleitern haben flache Stufen, andere haben senkrecht stehende Sprossen. Bei einer Leiter mit Stufen kann von unten verschraubt werden. Bei einer Leiter mit senkrecht stehenden Sprossen müssen die Schrauben von oben versenkt werden. In jedem Fall versenkst du die Schrauben am besten mit einem Akkubohrschrauber.

Jetzt bleibt uns nur noch, dir viel Spaß beim Werkeln zu wünschen!

5 goldene Regeln, wie Leinwandbilder am besten im Raum wirken

5 goldene Regeln, wie Leinwandbilder am besten im Raum wirken

Ein Umzug bedeutet für alle Beteiligten viel Arbeit. Diese beginnt bereits lange, bevor der Umzugstag endlich anbricht. Ist eine Wohnung gefunden, dauert es oft noch Monate bis zum Einzug. Diese Phase lässt sich sinnvoll nutzen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um einen Einrichtungsplan für die neuen vier Wände zu erstellen. Das erleichtert den späteren Umzug erheblich. Denn wer weiß, welche Möbelstücke in welchem Raum und an welcher Position ihren Platz findet, der kann die Umzugskartons und das Mobiliar bereits in der alten Wohnung zielführend beschriften.

Und ein weiterer Vorteil macht sich bemerkbar. Ist der endgültige Standort von Schränken, Sofa, Fernsehgerät und anderen Möbeln geklärt, dann kann direkt der passende Wandbehang – sei es der Anstrich, die Tapete oder die Bilder – ausgewählt und angeschafft werden. Besonders edel wirken Leinwandbilder. Die 5 goldenen Regeln, wie Leinwandbilder in einem Raum am besten wirken, habe ich hier für dich zusammengetragen!

Regel 1: Beim Herzstück der Wohnung mit der Wanddeko beginnen

Eine gute Idee ist es, mit der Planung im Wohnzimmer zu beginnen. Hier ist der Ort, an dem sich die Bewohner gemütlich zurückziehen, sich in eine Decke einkuscheln und entspannen. Dieses Zimmer sollte mit besonders großer Sorgfalt eingerichtet werden und auch farblich durchdacht sein. Tipps zum Einrichten mit Konzept, hilfreiche Informationen zur farblichen Gestaltung und Beleuchtung liefert dazu der Beitrag „Nach dem Umzug: Wohnzimmer einrichten – So gelingt es!“. Ist das Wohnzimmer erst mit Möbeln, Bildern und anderen Dekoelementen perfektioniert, fällt es viel leichter, die anderen Räume später ebenfalls mit Bildern zu verschönern.

Regel 2: Leinwandbild in einem kleinen (Wohn-) Zimmer kleinformatig wählen

Kleine Räume haben wenig Wandfläche. Sind diese zudem mit Möbeln zugestellt, reduzieren sich die Möglichkeiten, Leinwandbilder aufzuhängen. Tipp: Motive in harmonierenden Farbtönen, die zur Einrichtung passen und nicht zu großformatig sind, sind erste Wahl.

Regel 3: Leinwandbild in einem großen (Wohn-) Zimmer großformatig wählen

Große Räume einzurichten erfordert besonderes Geschick und es ist ratsam, sich Anregungen vom Profi zu holen. Dieser Artikel bietet umfangreiche Hilfestellung dazu. Geht das Wohnzimmer in den Essbereich oder die Wohnküche ins Wohnzimmer über, reduziert sich die Zahl der Wände. Die zur Verfügung stehende Fläche in großen Räumen sollte mit Bedacht dekoriert werden. Großformatige Bilder beeinflussen die Stimmung in großen Räumen. Sie können Weite erzeugen, wenn das Motiv eine Perspektive bietet, z. B. einen Blick über das Meer, die Abbildung eines verschlungenen Waldwegs oder eines Bootsstegs. Tipp: Leinwandbilder mit Naturmotiven harmonieren mit fast jedem Einrichtungsstil. Wer noch eine gute Leinwand sucht, der kann es ja mal hier beim Leinwandprofi probieren. Hier können zum Beispiel selbst geschossene Fotos auf Leinwand gezogen werden. So lässt sich jede Wand individuell mit den persönlichen Lieblingsmotiven gestalten.

Regel 4: Bilderserie für lange Wände in Fluren

Langgezogene Flure, Durchgangszimmer und Treppenaufgänge können mit der richtigen Auswahl passender Leinwandbilder zu heimlichen Stars avancieren. Wie wäre es, den Treppenaufgang zum Beispiel mit einer hübschen Bilderserie der Familienmitglieder zu verschönern? Auch die Flure sind dazu geeignet, Bildserien zu präsentieren. Eine Serie beginnt ab einer Stückzahl von 3 Bildern. Geeignete Motive für eine Bildserie sind nicht nur Porträts von Familienmitgliedern, sondern auch schöne Abbildungen der geliebten Haustiere. Zusätzlich sind Naturmotive oder architektonische Highlights beliebte Motive für eine Bilderserie. Tipp: Wer eine Blütenknospe in geschlossenem Zustand, dann im halbgeöffneten und dann in voller Blüte abfotografiert, hält die agile Vegetationsphase gezielt fest. In chronologischer Reihenfolge aufgehängt ist die Wirkung unvergleichlich lebendig.

Regel 5: Petersburger Hängung sorgt für Kurzweil und wirkt edel

Die Petersburger Hängung, auch Salonhängung genannt, bezeichnet eine Ansammlung von Bildern, die in großer Stückzahl und in unterschiedlicher Größe arrangiert werden. Das Ziel ist, viele verschiedene Bilder auf einer Wand zu vereinen. Wichtig ist, dass man sich vorher genau überlegt, welches Bild an welcher Stelle hängen soll. Das lässt sich am besten dadurch erreichen, dass die Bilder vorab auf dem Boden ausgelegt werden. Dabei wird das später gewünschte Arrangement kreiert und abfotografiert. Anhand des Fotos lassen sich die Bilder später an der Wand wie gewünscht aufhängen.

Die Petersburger Hängung muss einem bestimmten Konzept folgen, um nicht wie ein wahlloses Sammelsurium zu wirken.

  • Zum einen ist ein Farbkonzept möglich: Sind die ausgewählten Motive und Bilderrahmen farblich aufeinander abgestimmt, dann spielt es fast keine Rolle, was genau darauf abgebildet ist. So können z. B. Lieblingsfotos vorab am Computer mit Farbfiltern bearbeitet werden, um die gewünschte harmonische Farbzusammenstellung zu erreichen.
  • Ein anderes Konzept ist, ein ganz bestimmtes Thema zu wählen. So könnten in der Petersburger Hängung beispielsweise viele verschiedene Bilder mit unterschiedlichen Motiven aus der Architektur oder Natur präsentiert werden. Tipp: Je konkreter das Thema ist, desto größer ist die Wirkung. Eine Wand, an der zwei Dutzend Bilder von Menschen, Tieren, Autos oder Blumen hängen, wirkt edel.

Der größte Vorteil der Petersburger Hängung aber ist der Kurzweil, den sie liefert. Man kann sich fast nicht daran satt sehen. Das gilt besonders dann, wenn die Bilderrahmen ausgefallen sind und zusätzlich Abwechslung für das Auge des Betrachters bieten.

Einrichtungsplan erstellen: Erleichterung vor und während Deinem Umzug

Einrichtungsplan erstellen: Erleichterung vor und während Deinem Umzug

Endlich hast Du Deine Traumwohnung gefunden und malst Dir bestimmt bereits im Kopf aus, wie sie schlussendlich eingerichtet aussehen wird. Doch wieso nur im Kopf? Ich verrate Dir heute, wie Du einen Einrichtungsplan zu Papier bringst. So kannst Du nämlich nicht nur besser planen wie die Räume später aussehen sollen, sondern Du kannst auch direkt am Umzugstag dafür sorgen, dass alle Umzugshelfer die jeweiligen Möbel und Kartons an den richtigen Platz bringen. Ein Einrichtungsplan stellt deshalb vor und während Deinem Umzug eine große Erleichterung für alle Beteiligten dar – vor allem für Dich als Koordinator/in.

Schritt 1: Den Grundriss skizzieren

Bevor Du planst, welche Möbel wo hinsollen, brauchst Du natürlich erst einmal einen Grundriss Deiner neuen Wohnung. Dieser muss unbedingt maßstabsgetreu sein, damit Du später beim Einrichten keine bösen Überraschungen erlebst. Frage daher entweder den Vermieter beziehungsweise Verkäufer der neuen Wohnung, ob er Dir einen Grundriss als Kopie aushändigen kann. Oder aber Du machst Dich selbst mit Zollstock, Stift und Papier ans Werk und skizzierst einen eigenen Grundriss. Wichtig dabei ist, dass Du auch alle Türen, Fenster, Heizungen, Rohre, Anschlüsse, Antennen usw. maßstabsgetreu vermerkst. So weißt Du nämlich später, wo die Waschmaschine hin muss oder wie weit das Bett aufgrund des Heizkörpers vom Fenster entfernt platziert werden sollte. Bei Fenstern und Türen musst Du unbedingt auch vermerken, in welche Richtung sich diese öffnen. Am einfachsten lässt sich die Skizze eines Grundrisses übrigens auf Millimeterpapier anfertigen. Wähle dafür einen Maßstab von 1:20, also entspricht ein Meter in der Wohnung fünf Zentimetern auf dem Papier. So hast Du ausreichend Platz, um später die Möbel, Teppiche, Lampen etc. einzukleben. Falls nötig, kannst Du einen größeren Papierbogen kaufen oder einfach mehrere DIN-A4-Blätter aneinanderkleben.

Schritt 2: Die fixen Möbel einzeichnen

Fixe Möbel? Was soll denn das sein? Mit fixen Möbel meine ich jene Möbelstücke und elektronischen Geräte, deren Platz Du nicht frei wählen kannst. Entweder, weil diese einen entsprechenden Anschluss benötigen, wie zum Beispiel der Herd oder die Waschmaschine, oder aber weil nur an dieser einen Stelle ausreichend Platz für das Ecksofa ist.

Schritt 3: Die variablen Möbel platzieren

Nun kannst Du alle weiteren Möbel frei nach Belieben in Deinem Grundriss platzieren. Am besten geht das, wenn Du diese aus einem weiteren Stück Papier maßstabsgetreu ausschneidest und beschriftest. Nun kannst Du diese auf den Grundriss legen und so lange hin- und herschieben, bis Du mit der Einrichtung zufrieden bist. Außerdem kannst Du jetzt optimal Möbel übereinanderlegen, zum Beispiel den Couchtisch auf den Wohnzimmerteppich. Beachte unbedingt, dass zwischen den Möbeln ausreichend Platz für Durchgänge sein muss. In der Regel werden dafür mindestens 75 Zentimeter veranschlagt. Hast Du die optimale Stelle gefunden, klebst Du die Möbel entsprechend fest. Umrande jetzt die ausgeschnittenen Möbel mit einem dicken Filzstift, sodass sie sich noch besser vom Grundriss abheben.

Schritt 4: Einrichtungsplan kopieren und an Umzugshelfer verteilen

Nun hast Du den fertigen Einrichtungsplan und kannst diesen in beliebiger Anzahl kopieren. Wofür? Ganz einfach: Jeder Deiner Umzugshelfer und Möbelpacker sollte am Umzugstag einen solchen Einrichtungsplan von Dir erhalten. So können diese alle Möbel direkt an den späteren Standort bringen. Je verständlicher der Einrichtungsplan gestaltet ist, desto weniger Aufwand hast Du während des Umzugs mit der Koordination der Umzugshelfer.

Schritt 5: Kartons richtig packen und beschriften

Zuletzt bietet es sich auch an, die Umzugskartons so zu packen, dass diese eindeutig einem der Räume zugeordnet werden können. Beschrifte sie dann entsprechend mit denselben Raumbezeichnungen, welche Du auch auf dem Einrichtungsplan vermerkt hast. So wissen auch hier alle Umzugshelfer direkt, wo welcher Karton am Ende stehen sollte. Mehr Tipps dazu findest du übrigens im Artikel: Umzugskartons richtig packen.

Extra-Tipp: Online-Einrichtungsplaner verwenden

Zuletzt habe ich noch einen praktischen Extra-Tipp für Dich im Gepäck: Im Internet gibt es mittlerweile zahlreiche Anbieter, die Dir die Erstellung eines Einrichtungsplans direkt online ermöglichen. Einige davon gibt es sogar bereits in 3D. Nach einer kurzen Einarbeitung hast Du so einen einfachen und schnellen Weg gefunden, einen besonders realistischen Einrichtungsplan zu erstellen. Ein solches Angebot findest Du zum Beispiel unter www.everyday-feng-shui.de. Planen, ausdrucken, fertig!

Außerdem ….

… sollte dein Einrichtungsplan natürlich beim Ein- und Ausladen des Umzugs-LKW Berücksichtigung finden (was es da ansonsten zu beachten gilt, dass verrate ich dir hier). Jeder deiner Helfer sollte den Einrichtungsplan verinnerlichen. So vermeidest du die zahlreichen Fragen á la „Wo kommt das denn hin?“ beim Entladen des Transporters oder Umzugs-LKWs. Außerdem kann man das Fahrzeug natürlich entsprechend des Einrichtungsplans geschickt beladen.

Mein Tipp: Stapel die Kartons so, dass beim Entladen Kartons für unterschiedliche Räume nacheinander abgeladen werden. So erhält der erste Helfer bspw. einen Karton fürs Schlafzimmer, der zweite Helfer einen Karton für die Küche und der dritte Helfer einen Umzugskarton fürs Wohnzimmer. In deinen neuen Räumen verläuft sich der Umzugs-Traffic dann ein bisschen und deine Helfer stehen sich nicht auf den Füßen herum! Außerdem solltest du den Helfern den Rücken frei halten, die noch etwas aufzubauen haben. Gibt es bspw. einen großen Schrank der zu aller erst im Wohnzimmer aufgebaut werden soll und der daher vorne im LKW steht, dann solltest du beim Entladen andere Sachen für das Wohnzimmer eher auf der anderen Seite des LKWs stapeln um deinen Helfern möglichst lange, möglichst viel Freiraum zum Aufbauen zu geben!

Beim Umzug selber putzen Teil 2: Das Badezimmer auf Hochglanz bringen

Umzug in die neue Wohnung: Das Badezimmer putzen

Im ersten Teil der Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“ hast Du erfahren, wie Du Deine alte Wohnung beim Auszug hinterlassen musst und was eigentlich „besenrein“ bedeutet. Nun geht es darum, wie Du Deine neue Wohnung auf Hochglanz bringst und Dich direkt beim Einzug so richtig wohlfühlst. Wir beginnen heute mit dem Badezimmer, denn dort befinden sich häufig die meisten Verschmutzungen und Hygiene wird hier großgeschrieben. Du möchtest schließlich nicht in einer schmutzigen Badewanne baden oder eine fragwürdige Toilette benutzen, oder?

Schritt 1: Die Toilette reinigen

Die Toilette wird in der Regel schon während dem Umzug benutzt und sollte daher gleich zu Beginn gereinigt werden. Denke auch daran, bereits Toilettenpapier mitzubringen. Als allererstes kannst Du in der neuen Wohnung deshalb schon einmal den WC-Reiniger in die Toilette geben. Dieser muss nun nämlich für einige Minuten einwirken. Gerne kannst Du auch für den Anfang ein stärkeres Mittel gegen Verschmutzungen und Urinstein verwenden, welches über Nacht einwirkt. Fündig wirst Du im Supermarkt oder einer Drogerie. Ziehe nun Haushaltshandschuhe an und reinige die Ober- und Außenseiten der Toilette mit einem Lappen und Allzweckreiniger. Eine Toilette wird nämlich immer von außen nach innen geputzt. Toilettendeckel und -brille tauschst Du bei einem Umzug am besten einfach gegen neue aus. Diese kosten nur wenige Euro und sind in jedem Baumarkt oder Möbelgeschäft erhältlich. Ist der WC-Reiniger eingewirkt und die Außenseiten sind sauber, greifst Du zur Klobürste und putzt mit ihr gründlich den gesamten Innenraum der Toilette. Als besonders praktisch erweist sich dabei ein sogenannter Randreiniger, also eine kleine Extrabürste. Zuletzt reinigst Du die Bürste und ihren Behälter. Leere Rückstände aus, gib ein wenig Allzweckreiniger hinzu und halte die Klobürste ein bis zweimal in die Toilette, während Du die Spülung betätigst. Für besonders langanhaltende Frische kannst Du übrigens auch WC-Steine jeder Art anbringen. Doch auch diese sollten, inklusive Haltekorb, regelmäßig ausgetauscht werden.

Schritt 2: Kalkreste von den Armaturen entfernen

Mit dem Allzweckreiniger und einem frischen (!) Lappen kannst Du nun alle Oberflächen im Bad reinigen. Bei Armaturen jedoch, reicht dies häufig nicht aus. Je nachdem, wie gut diese vom Vormieter gepflegt wurden, können sich hier nämlich hässliche und unhygienische Kalkrückstände befinden. Hierfür kannst Du erst einmal zu einem handelsüblichen Kalkreiniger aus dem Supermarkt greifen. Sind nun immer noch Rückstände übrig, verwendest Du eine alte Zahnbürste und Essigreiniger oder Zitronensäure. Ist der Kalk schon hart geworden, kannst Du im Notfall mit einem spitzen Gegenstand, zum Beispiel einem Schraubendreher, hartnäckige Reste von den Armaturen kratzen. Dadurch könnte aber die Armatur beschädigt werden. In diesem Extremfall wäre daher das Auswechseln der alten gegen neue Armaturen einen Gedanken wert. Übrigens: Armaturen dürfen niemals mit einem Topfreiniger oder Edelstahlschwamm gereinigt werden. Dadurch entstehen nämlich kleine Schäden an der Oberfläche und ihr Glanz geht langfristig verloren.

Extra-Tipps:

  1. Schraube den sogenannten Perlator ab und lege ihn in Essigwasser, um den Kalk zu entfernen. Es handelt sich dabei um den „Aufsatz“ am Wasserhahn. Kalkablagerungen machen sich hier dadurch bemerkbar, dass das aus dem Wasserhahn strömende Wasser in verschiedene Richtungen spritzt.
  2. Wusstest Du, dass Cola gegen Kalk hilft und die Armaturen glänzen lässt?
  3. Auch Zahnpasta kann für besonders strahlende Armaturen verwendet werden.
  4. Zum Schluss solltest Du die Armaturen nach der Reinigung stets mit viel Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch trockenwischen.

Schritt 3: Eine einladende Badewanne

So eine Badewanne ist purer Luxus, doch wenn sich hier alte, undefinierbare Ablagerungen finden lassen, ist sie alles andere als einladend. Damit Du Dich nach Deiner Putzaktion oder dem Umzug in der Badewanne entspannen und rundum wohlfühlen kannst, solltest Du auch diese besonders gründlich reinigen. Wische die Badewanne mit einem Lappen beziehungsweise Schwamm und Allzweckreiniger aus. Sollten sich Kalkablagerungen in der Wanne befinden, kannst Du diese ebenfalls mit Essig oder Zitronensäure entfernen (wie bereits bei den Armaturen). Verzichte in der Badewanne aber auf zu scharfe Reinigungsmittel, da eventuelle Rückstände sonst später über das Badewasser auf Deine Haut kommen.

Schritt 4: Saubere Duschvorhänge

Duschabtrennungen aus Glas oder Plastik kannst Du mit Essigreiniger, einem Mikrofasertuch sowie viel Wasser und einem Abzieher säubern. Wusstest Du aber, dass Du einen Duschvorhang einfach bei 30 Grad in die Waschmaschine geben kannst? Oder Du entscheidest Dich für ein neues Modell aus dem Möbelhaus. Einfache und dennoch schöne Duschvorhänge gibt es hier schon ab etwa vier Euro inklusive Ringe zum Aufhängen.

Schritt 5: Der volle Durchblick im Badspiegel

Ob Schminken, Frisieren oder Rasieren: Ohne einen sauberen Spiegel wird das zur echten Herausforderung. Auch der Badspiegel will deshalb regelmäßig geputzt werden. Prinzipiell kannst Du hierfür einen einfachen Glasreiniger verwenden, oder aber einen Spritzer Essigessenz beziehungsweise Spülmittel. Die größere Herausforderung liegt im anschließenden Abtrocknen. Viele Tücher hinterlassen nämlich unschöne Schlieren oder einen Film mit restlichem Reinigungsmittel auf dem Spiegel. Ich empfehle Dir deshalb ein Mikrofasertuch oder – ganz einfach – ein Stück alte, zerknüllte Zeitung. Schon hast Du wieder den vollen Durchblick…

Schritt 6: Boden und Fliesen wischen

Nun wollen natürlich auch die Boden- und Wandfliesen noch gründlich gereinigt werden. Hierfür greifst Du erst einmal zum Staubsauger oder Besen. Sind grobe Verschmutzungen und Haare entfernt, kannst Du nass wischen, um auch festsitzende Verschmutzungen, fettige Fingerabdrücke oder Kalkreste loszuwerden. Dazu kannst Du einen Lappen mit Allzweckreiniger verwenden. Für Kalkablagerungen kannst Du wieder zur Zitronensäure beziehungsweise der Essigessenz greifen.

Mein Geheimtipp lautet: Füge dem Putzwasser einen Schuss Klarspüler hinzu, den Du sonst in der Spülmaschine verwendest. Das sorgt für einen tollen Glanz.

Schritt 7: Schimmelfreie Fugen

Eines der größten Probleme im Bad stellen in der Regel die Fugen dar. Bei falscher oder unzureichender Pflege, beginnen diese schon nach wenigen Jahren sich zu verfärben und nicht selten bildet sich hier Schimmel. Verfärbte Fugen kannst Du mit einer Mischung auf Backpulver und Essig bekämpfen. Gibt diese einfach auf eine alte Zahnbürste und bearbeite die betroffenen Stellen. Hat sich in den Fugen bereits schwarzer Schimmel gebildet, musst Du einen Fugenreiniger in der Drogerie kaufen. Da dieser Chlor enthält, musst Du das Bad nach der Reinigung aber ordentlich durchlüften.

Schritt 8: Die Putzlappen reinigen

Zuletzt gibst Du nun noch alle verwendeten Putzlappen in den Kochwaschgang Deiner Waschmaschine, damit sämtliche Bakterien und auch Putzmittel aus den Materialien entfernt werden. Wähle hierfür mindestens 60, besser noch 90 Grad Celsius. Im nächsten Artikel der Serie „Beim Umzug selber putzen“ widmen wir uns einer strahlend sauberen Küche.

Weitere Artikel aus der Serie „Beim Umzug selber putzen“

Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 4 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“:

Solltest du nicht selber zu Schwamm, Besen, Staubsauger oder Schrubber greifen wollen, dann könnte dich auch mein Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ interessieren.

Richtig zusammenziehen Teil 1: Behördengänge und Umzug

Richtig zusammenziehen, Behördengänge und Umzug

Die Entscheidung zusammen zu ziehen ist für ein Paar ein großer Schritt. Endlich eine gemeinsame Wohnung, mehr Zeit füreinander und vielleicht die Familienplanung…doch dies sind nicht die einzigen Vorteile einer gemeinsamen Wohnung. Wie Ihr richtig zusammenzieht und dabei auch noch viel Geld spart, verrate ich Dir in der Artikelserie „Richtig zusammenziehen“. Im ersten Teil soll es nun erst einmal darum gehen, welche Formalitäten und Behördengänge bei Eurem Umzug anstehen.

Den Mietvertrag gemeinsam unterschreiben

Egal, ob Ihr gemeinsam in eine neue Wohnung zieht oder einer der Partner schlichtweg in die bestehende Wohnung mit einzieht: Ihr solltet den Mietvertrag stets gemeinsam unterzeichnen. Nur so habt Ihr nämlich beide dieselben Rechte, aber auch Pflichten. Natürlich will man nicht an eine Trennung denken, wenn man frisch zusammenzieht, dennoch könnte es passieren, dass der Partner einfach auszieht und Du auf den Mietschulden sitzen bleibst. Es ist deshalb wichtig, dass beide Mieter im Mietvertrag aufgeführt sind. Möchte einer von beiden ausziehen, solltet Ihr einen Mietaufhebungsvertrag machen. Doch das ist nicht der einzige Vorteil, den ein gemeinsamer Mietvertrag mit sich bringt: Er stärkt das Wir-Gefühl und verhindert, dass ein Partner den anderen einfach „vor die Tür setzen“ kann.

Behördengänge beim Zusammenziehen

Nach den Formalitäten zum gemeinsamen Mietvertrag, musst Du die Behörden über Deine neue Adresse informieren. Beim Zusammenziehen handelt es sich dabei um dieselben Instanzen wie bei jedem anderen „gewöhnlichen“ Umzug auch:

  • Einwohnermeldeamt
  • KFZ-Zulassungsstelle
  • Versicherungsträger
  • Finanzamt
  • Arbeitsamt
  • Familienkasse
  • Rentenversicherung
  • Schule, Universität, Ausbildungsträger
  • Bafög-Amt
  • GEZ
  • uvm.

Vergiss zudem nicht, rechtzeitig einen Nachsendeauftrag bei der Post zu stellen.

Der Umzug

Wenn Du mit Deinem Partner zusammenziehst, steht Ihr meist vor einem Grundproblem: „Aus zwei mach eins“. Wenn Ihr Euren Haushalt zusammenlegt, habt Ihr nämlich vermutlich vieles doppelt. Aus dem zweiten Bett könntet Ihr ein Gästebett machen, der zweite Esstisch allerdings, findet vielleicht keinen Platz mehr. Wichtig ist deshalb, dass Ihr vor dem Zusammenziehen gemeinsam ein Einrichtungskonzept für die neue Wohnung erstellt und anschließend ordentlich entrümpelt. Verkaufe Möbelstücke oder Einrichtungsgegenstände, die Du nun nicht mehr brauchst, die aber noch in gutem Zustand sind, doch einfach über Kleinanzeigen in der Zeitung oder entsprechende Plattformen im Internet (zum Beispiel Ebay Kleinanzeigen oder Quoka). So kommt noch ein wenig Geld für den nächsten Urlaub zusammen. Habt Ihr ein größeres Budget, dann könnt Ihr auch überlegen einfach gemeinsam eine ganz neue Einrichtung zu kaufen. Hauptsache, Ihr fühlt Euch beide (!) wohl in den neuen vier Wänden.

Achtung Streitpotenzial: Die Einrichtung frühzeitig absprechen

Leider liegt bei genau diesem Punkt das häufigste Streitpotenzial beim Zusammenziehen: Welche Möbel kommen mit ins neue Zuhause, welche nicht? Schwierig wird es vor allem dann, wenn ein Partner bereits in der neuen Wohnung wohnt und nicht zu Veränderungen bereit ist. Jeder von uns hat schließlich Bilder, einen alten Stuhl oder auch eine hässliche Kuscheldecke aus der Kindheit, woran wir emotional hängen. Es gilt daher, die Einrichtung beim Zusammenziehen frühzeitig zu besprechen und folgende Grundregeln zu beachten:

  1. Macht eine Liste mit allen Gegenständen, die Ihr jeweils unbedingt mit in die neue Wohnung nehmen möchtet und einigt Euch auf eine feste Anzahl, zum Beispiel jeder drei oder jeder fünf.
  2. Jeder darf zudem drei Möbelstücke oder Einrichtungsgegenstände des Partners benennen, die er auf keinen Fall in der gemeinsamen Wohnung möchte.
  3. Möbel oder Gegenstände, an denen Du sehr hängst, kannst Du im Notfall auch erst einmal im Keller oder auf dem Dachboden verstauen. Es muss ja nicht immer gleich der Sperrmüll sein.
  4. Eine weitere Möglichkeit wäre es, die unerwünschten Möbel neu aufzufrischen. Vielleicht gefällt Deinem Partner das gemütliche alte Sofa ja doch, wenn Ihr es einfach neu beziehen lasst? Oder die Kommode mit einem neuen Lack?
  5. Häufig ist es auch eine gute Lösung, wenn Ihr beide in der neuen Wohnung jeweils ein eigenes Zimmer bezieht. Ob Arbeits- oder Playstation-Zimmer: Jeder Mensch braucht einen individuellen Rückzugsort und hier kannst Du dann auch die Einrichtung ganz nach Deinem eigenen Geschmack wählen.

Beim Zusammenziehen geht es schlussendlich immer um Kompromisse: Sei offen für neue Ideen, einen neuen Einrichtungsstil und ein neues Lebensgefühl. Neu ist schließlich nicht immer schlechter und mit dem Zusammenziehen geht für beide Partner ein kleiner Traum in Erfüllung. Doch das Zusammenziehen bringt noch weitere Vorteile mit sich: finanzielle. In welcher Form? Das verrate ich Dir im zweiten Teil von „Richtig zusammenziehen“