Im ersten Teil der Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“ hast Du erfahren, wie Du Deine alte Wohnung beim Auszug hinterlassen musst und was eigentlich „besenrein“ bedeutet. Nun geht es darum, wie Du Deine neue Wohnung auf Hochglanz bringst und Dich direkt beim Einzug so richtig wohlfühlst. Wir beginnen heute mit dem Badezimmer, denn dort befinden sich häufig die meisten Verschmutzungen und Hygiene wird hier großgeschrieben. Du möchtest schließlich nicht in einer schmutzigen Badewanne baden oder eine fragwürdige Toilette benutzen, oder?

Schritt 1: Die Toilette reinigen

Die Toilette wird in der Regel schon während dem Umzug benutzt und sollte daher gleich zu Beginn gereinigt werden. Denke auch daran, bereits Toilettenpapier mitzubringen. Als allererstes kannst Du in der neuen Wohnung deshalb schon einmal den WC-Reiniger in die Toilette geben. Dieser muss nun nämlich für einige Minuten einwirken. Gerne kannst Du auch für den Anfang ein stärkeres Mittel gegen Verschmutzungen und Urinstein verwenden, welches über Nacht einwirkt. Fündig wirst Du im Supermarkt oder einer Drogerie. Ziehe nun Haushaltshandschuhe an und reinige die Ober- und Außenseiten der Toilette mit einem Lappen und Allzweckreiniger. Eine Toilette wird nämlich immer von außen nach innen geputzt. Toilettendeckel und -brille tauschst Du bei einem Umzug am besten einfach gegen neue aus. Diese kosten nur wenige Euro und sind in jedem Baumarkt oder Möbelgeschäft erhältlich. Ist der WC-Reiniger eingewirkt und die Außenseiten sind sauber, greifst Du zur Klobürste und putzt mit ihr gründlich den gesamten Innenraum der Toilette. Als besonders praktisch erweist sich dabei ein sogenannter Randreiniger, also eine kleine Extrabürste. Zuletzt reinigst Du die Bürste und ihren Behälter. Leere Rückstände aus, gib ein wenig Allzweckreiniger hinzu und halte die Klobürste ein bis zweimal in die Toilette, während Du die Spülung betätigst. Für besonders langanhaltende Frische kannst Du übrigens auch WC-Steine jeder Art anbringen. Doch auch diese sollten, inklusive Haltekorb, regelmäßig ausgetauscht werden.

Schritt 2: Kalkreste von den Armaturen entfernen

Mit dem Allzweckreiniger und einem frischen (!) Lappen kannst Du nun alle Oberflächen im Bad reinigen. Bei Armaturen jedoch, reicht dies häufig nicht aus. Je nachdem, wie gut diese vom Vormieter gepflegt wurden, können sich hier nämlich hässliche und unhygienische Kalkrückstände befinden. Hierfür kannst Du erst einmal zu einem handelsüblichen Kalkreiniger aus dem Supermarkt greifen. Sind nun immer noch Rückstände übrig, verwendest Du eine alte Zahnbürste und Essigreiniger oder Zitronensäure. Ist der Kalk schon hart geworden, kannst Du im Notfall mit einem spitzen Gegenstand, zum Beispiel einem Schraubendreher, hartnäckige Reste von den Armaturen kratzen. Dadurch könnte aber die Armatur beschädigt werden. In diesem Extremfall wäre daher das Auswechseln der alten gegen neue Armaturen einen Gedanken wert. Übrigens: Armaturen dürfen niemals mit einem Topfreiniger oder Edelstahlschwamm gereinigt werden. Dadurch entstehen nämlich kleine Schäden an der Oberfläche und ihr Glanz geht langfristig verloren.

Extra-Tipps:

  1. Schraube den sogenannten Perlator ab und lege ihn in Essigwasser, um den Kalk zu entfernen. Es handelt sich dabei um den „Aufsatz“ am Wasserhahn. Kalkablagerungen machen sich hier dadurch bemerkbar, dass das aus dem Wasserhahn strömende Wasser in verschiedene Richtungen spritzt.
  2. Wusstest Du, dass Cola gegen Kalk hilft und die Armaturen glänzen lässt?
  3. Auch Zahnpasta kann für besonders strahlende Armaturen verwendet werden.
  4. Zum Schluss solltest Du die Armaturen nach der Reinigung stets mit viel Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch trockenwischen.

Schritt 3: Eine einladende Badewanne

So eine Badewanne ist purer Luxus, doch wenn sich hier alte, undefinierbare Ablagerungen finden lassen, ist sie alles andere als einladend. Damit Du Dich nach Deiner Putzaktion oder dem Umzug in der Badewanne entspannen und rundum wohlfühlen kannst, solltest Du auch diese besonders gründlich reinigen. Wische die Badewanne mit einem Lappen beziehungsweise Schwamm und Allzweckreiniger aus. Sollten sich Kalkablagerungen in der Wanne befinden, kannst Du diese ebenfalls mit Essig oder Zitronensäure entfernen (wie bereits bei den Armaturen). Verzichte in der Badewanne aber auf zu scharfe Reinigungsmittel, da eventuelle Rückstände sonst später über das Badewasser auf Deine Haut kommen.

Schritt 4: Saubere Duschvorhänge

Duschabtrennungen aus Glas oder Plastik kannst Du mit Essigreiniger, einem Mikrofasertuch sowie viel Wasser und einem Abzieher säubern. Wusstest Du aber, dass Du einen Duschvorhang einfach bei 30 Grad in die Waschmaschine geben kannst? Oder Du entscheidest Dich für ein neues Modell aus dem Möbelhaus. Einfache und dennoch schöne Duschvorhänge gibt es hier schon ab etwa vier Euro inklusive Ringe zum Aufhängen.

Schritt 5: Der volle Durchblick im Badspiegel

Ob Schminken, Frisieren oder Rasieren: Ohne einen sauberen Spiegel wird das zur echten Herausforderung. Auch der Badspiegel will deshalb regelmäßig geputzt werden. Prinzipiell kannst Du hierfür einen einfachen Glasreiniger verwenden, oder aber einen Spritzer Essigessenz beziehungsweise Spülmittel. Die größere Herausforderung liegt im anschließenden Abtrocknen. Viele Tücher hinterlassen nämlich unschöne Schlieren oder einen Film mit restlichem Reinigungsmittel auf dem Spiegel. Ich empfehle Dir deshalb ein Mikrofasertuch oder – ganz einfach – ein Stück alte, zerknüllte Zeitung. Schon hast Du wieder den vollen Durchblick…

Schritt 6: Boden und Fliesen wischen

Nun wollen natürlich auch die Boden- und Wandfliesen noch gründlich gereinigt werden. Hierfür greifst Du erst einmal zum Staubsauger oder Besen. Sind grobe Verschmutzungen und Haare entfernt, kannst Du nass wischen, um auch festsitzende Verschmutzungen, fettige Fingerabdrücke oder Kalkreste loszuwerden. Dazu kannst Du einen Lappen mit Allzweckreiniger verwenden. Für Kalkablagerungen kannst Du wieder zur Zitronensäure beziehungsweise der Essigessenz greifen.

Mein Geheimtipp lautet: Füge dem Putzwasser einen Schuss Klarspüler hinzu, den Du sonst in der Spülmaschine verwendest. Das sorgt für einen tollen Glanz.

Schritt 7: Schimmelfreie Fugen

Eines der größten Probleme im Bad stellen in der Regel die Fugen dar. Bei falscher oder unzureichender Pflege, beginnen diese schon nach wenigen Jahren sich zu verfärben und nicht selten bildet sich hier Schimmel. Verfärbte Fugen kannst Du mit einer Mischung auf Backpulver und Essig bekämpfen. Gibt diese einfach auf eine alte Zahnbürste und bearbeite die betroffenen Stellen. Hat sich in den Fugen bereits schwarzer Schimmel gebildet, musst Du einen Fugenreiniger in der Drogerie kaufen. Da dieser Chlor enthält, musst Du das Bad nach der Reinigung aber ordentlich durchlüften.

Schritt 8: Die Putzlappen reinigen

Zuletzt gibst Du nun noch alle verwendeten Putzlappen in den Kochwaschgang Deiner Waschmaschine, damit sämtliche Bakterien und auch Putzmittel aus den Materialien entfernt werden. Wähle hierfür mindestens 60, besser noch 90 Grad Celsius. Im nächsten Artikel der Serie „Beim Umzug selber putzen“ widmen wir uns einer strahlend sauberen Küche.

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Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 4 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“:

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