Umzug in die Großstadt: So startest du günstig

Es gibt viele Gründe, warum ein Umzug in eine neue Stadt notwendig ist. Und manchmal ist es die pure Lust auf etwas Neues, die junge Menschen aus ihren Dörfern und Kleinstädten in die Großstadt zieht. Großstädte sind teuer, so lautet das verallgemeinernde Urteil derjenigen, die dich nicht gehen lassen wollen. Doch das ist so nicht richtig. Tatsächlich bieten Großstädte eine enorme Vielfalt an Möglichkeiten und das gilt auch für diejenigen, die einen schmalen Geldbeutel haben. Am Beispiel der größten deutschen Stadt, nämlich Berlin, liefern wir dir Tipps, wie du günstig in dein neues Leben startest.

Tipp 1: Günstige Energieversorger suchen

Fixkosten gering halten, so lautet das Credo für alle, die günstig leben wollen. In einer Großstadt heißt das, dass du für deine hoffentlich preiswerte Wohnung auch günstige Anbieter für Strom und Heizenergie wählst. Der Stromanbieterwechsel auf stromvergleich.de ist simpel und liefert dir schnell die günstigsten Anbieter in der Region. Gibst du zum Beispiel die Postleitzahl 10965 für Berlin-Kreuzberg ein und wählst einen Einpersonenhaushalt aus, dann generiert sich eine Liste der günstigsten Anbieter, die du in diesem Postleitzahlenbereich beauftragen kannst. Du musst dich nur entscheiden, wer den Auftrag erhalten soll. Alles andere läuft praktisch automatisch ab. Du informierst den neuen Anbieter über den gewünschten Bezugstermin, nennst die Adresse und gibst weitere persönliche Daten an, die für die Beauftragung relevant sind. Und wenn du dann in der neuen Wohnung startest, beziehst du pünktlich Strom zum günstigsten Preis.

Dasselbe Prinzip gilt auch für den Gaslieferanten. Voraussetzung ist, dass du den Gaslieferanten selber auswählen kannst, denn das ist in manchen Mehrparteienhäusern nicht möglich. Das solltest du vorab mit dem Vermieter klären.

Übrigens, hier habe ich Tipps zum Thema Sonderkündigung bei Strom und Gas.

Tipp 2: Günstigen Anbieter für Internet und Telefon beauftragen

Sind Strom- und Gaslieferant gewählt, geht es daran, den besten Anbieter für Telefon und Internet zu finden. Auch für diesen Bereich gibt es praktische Vergleichsrechner, die dir für deine Zwecke den günstigsten Anbieter vorschlagen. Wenn du keine Vorstellung davon hast, welcher Tarif für dich geeignet ist, weil du dein neues Telefon- und Surfverhalten in der neuen Stadt nicht abschätzen kannst, solltest du dich nicht auf einen Vertrag mit langer Laufzeit einlassen. Cleverer ist es, wenn du in den ersten Monaten einen günstigen Prepaid-Tarif nutzt. Sobald dir klar geworden ist, wie viel Datenvolumen, Telefonminuten oder SMS du monatlich brauchst, kannst du dich immer noch für einen Vertrag entscheiden. Übrigens: In Zeiten von WhattsApp und Viber kannst du Nachrichten kostenlos schicken und auch das Telefonieren ist über diese Anbieter gratis.

Hier auch noch ein Tipp zur Sonderkündigung des Telefon- und/oder Internetanbieters.

Tipp 3: Welcome Pakete nutzen

Viele Städte bieten für neue Bürger attraktive Welcome Pakete an. In Berlin sind die Angebote breit gefächert. Es gibt zum Beispiel die Berlin Welcome Card, zu haben unter berlin-welcomecard.de. Sie wird in unterschiedlichen Tarifen angeboten. Die Karte selber berechtigt zur Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und gewährt zudem ermäßigten Eintritt in viele Museen, Shows und Attraktionen. Wer gar nichts ausgeben will, informiert sich unter gratis-in-berlin.de, was es wann und wo zu sehen gibt.

Welcome-Package Berlin
Millionen Menschen nutzen täglich die öffentlichen Nahverkehrsmittel. Sie sind schnell und günstig.

Tipp 4: Tarife für den öffentlichen Nahverkehr checken und clever auswählen

Fährst du Rad oder Auto? Letzteres ist in Berlin einfach überflüssig, zumindest dann, wenn du mitten in der Stadt und nicht weitab in den Außenbezirken lebst. Das öffentliche Nahverkehrsnetz ist enorm gut ausgebaut und du kommst schnell von einem Ort zum anderen. Um Geld zu sparen, solltest du dir unter bvg.de die Tarifangebote genau ansehen und auch die Abo-Varianten durchrechnen. Wenn du zum Beispiel ein ganzes Jahr durch ganz Berlin (Zonen A, B und C) fahren willst, kannst du das für rund 80 € monatlich tun. Bist du nur in den Zonen A und B unterwegs, zahlst du nur rund 60 € monatlich. Die Kosten für ein Auto liegen weit darüber. Das, was für Berlin gilt, gilt auch für die meisten anderen Großstädte. Es ist kostengünstiger, den ÖPNV zu nutzen und komplett auf ein Auto zu verzichten. Doch es ist auch immer eine Einzelfallentscheidung, denn abhängig davon, wo deine neue Wohnung und deine neue Arbeitsstelle liegen, musst du individuell prüfen, was die beste Option für dich ist. Übrigens: Oft ist Fahrradfahren in Kombination mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die cleverste Lösung, die nicht nur ganz viel Geld spart, sondern auch für Flexibilität sorgt.

Tipp 5: Foodsharing Angebote unterstützen und nutzen

Im Foodsharing steckt nicht nur eine Menge Sparpotenzial für dich und andere. Es unterstützt auch nachhaltigen Konsum. Kennst du das auch? In deinem Kühlschrank liegt ein leicht verwelkter Salat, der Apfel ist nicht mehr taufrisch und das Knäckebrot nicht ganz so knackig. Beim Foodsharing bringst du deine Lebensmittel, die eigentlich zu schade zum Wegschmeißen sind, zu einer Sammelstelle. Das Besondere daran ist, dass du dich auch an anderen Lebensmitteln bedienen kannst. Brot, Obst, Gemüse oder Süßes – hier ist alles umsonst. In vielen Großstädten macht das Konzept Schule und rettet Lebensmittel vor dem Müll. Profitieren darf jeder. In Berlin stehen an ausgewählten Orten Kühlschränke, andere Städte organisieren sich in Jugendheimen, Studentenwohnheimen oder anderswo. Die offizielle Foodsharing Organisation fährt Supermärkte, Hotels und Cafés ab, um Lebensmittel abzuholen und sie an Bedürftige weiterzugeben. Eine gute Sache, die nicht nur Geld spart, sondern zudem wirklich Gutes bewirkt.

Fazit: Augen auf in der neuen Stadt

Es gibt in jeder Großstadt individuelle Angebote, die sich günstig auf deinen Geldbeutel auswirken. Wenn du beim Umzug in die neue Stadt sparen willst, dann fängst du am besten bereits mit kostenlosen oder sehr günstigen Umzugskartons an, spannst deine Freunde als Umzugshelfer ein und bittest deine Mutter, für die Verpflegung zu sorgen – gratis, versteht sich. Du kannst bereits vor dem Umzug checken, wie du in der neuen Stadt am besten sparen kannst, damit du von Tag 1 an nicht zu viel Geld ausgibst. Fest steht, dass Großstädte nicht teuer sein müssen. Es kommt darauf an, welche Angebote du nutzt.

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