Umzug mit Haustieren Teil 3: Katzen als echte Herausforderung

Im ersten Teil der Reihe „Umzug mit Haustieren“ habe ich Dir bereits wichtige Tipps für den Umzugstag mitgegeben. Während Kleintiere und auch Hunde meist recht unkompliziert sind, kann der Umzug mit einer Katze zur echten Herausforderung werden. Wieso? Weil Katzen ein festes Revier haben, welches sie sich erkämpfen müssen und an welchem sie sich orientieren. Und dieses Revier ändert sich bei einem Umzug grundlegend. Wie kannst Du die Katze also am besten eingewöhnen und worauf musst Du unbedingt achten? Ich verrate es Dir…

Katzen am Umzugstag

Wie bei allen anderen Haustieren auch, gilt für Katzen: Versuche sie so gut wie möglich vom Trubel des Umzugs zu verschonen. Richte daher in Deiner neuen Wohnung als erstes ein gemütliches Zimmer für Deine Katze ein und bringe sie so früh wie möglich in ihr neues Zuhause. Das Zimmer sollte verschließbar sein, damit die Katze darin ihre Ruhe hat, während Du den Rest der Bude einrichtest. Ein Katzenklo sowie ausreichend Essen und Trinken sollten ebenfalls schon bereit stehen. Beseitige außerdem alle potenziellen Gefahren, wie freiliegende Stromkabel oder offene Fenster. Auch auf laute Musik oder strenge Gerüche, zum Beispiel durch frische Wandfarben, solltest Du wenn möglich verzichten.

Die Katze richtig transportieren

Für Katzen gibt es spezielle Transportboxen, welche Du im Tierfachhandel kaufen kannst. Im Gegensatz zu Hunden, sind Katzen solche Transporte aber in der Regel nicht gewohnt. Wenn überhaupt, geht es in der Box hin und wieder einmal zum Tierarzt. Viele Katzen haben deshalb schlechte Erinnerungen an die Transportbox oder kennen diese überhaupt nicht. Damit sie keine Angst mehr vor ihr hat, solltest Du mit Deiner Katze deshalb regelmäßig den Gang in die Transportbox üben. Lege sie am besten mit einer kuscheligen Decke aus und stelle sie schon einige Wochen vorher in das Katzenzimmer. So kann sich Deine Katze an die Transportbox gewöhnen, ihren Geruch bereits darin verteilen und die Angst vor ihr verlieren. Übe zudem bewusst den Gang in die Box sowie das Verschließen des Gitters. Je gewohnter dieser Vorgang ist, desto weniger Stress bedeutet der Umzug für Deine Katze. Und ein positiver Nebeneffekt ist, dass wohl auch die nächste Fahrt zum Tierarzt für alle Beteiligten einfacher wird. Sichere die Transportbox dann ausreichend mit Gurten im Fahrzeug und halte bei langen Strecken regelmäßig an, um dem Tier ein wenig Wasser und etwas zu Essen zu offerieren.

Eine gewohnte Umgebung schaffen

Natürlich kann es sein, dass der Kratzbaum Deiner Katze sowieso schon total zerfetzt ist und die Gelegenheit für eine Neuanschaffung optimal wäre. Zudem ist der Transport bei großen Modellen manchmal alles andere als einfach. Dennoch: Deinem Haustier zuliebe, solltest Du unbedingt seine alten Möbel, Spielsachen, das Körbchen oder den Kratzbaum mit in die neue Wohnung nehmen. Denn die gewohnten Objekte und der heimische Geruch geben der Katze Orientierung und Sicherheit. Dies vereinfacht ihr die Eingewöhnung. Tausche alte Spielsachen oder Kratzbäume deshalb entweder lange genug vor dem Umzug oder Stück für Stück einige Wochen danach aus. Dies ist auch deshalb besonders wichtig, weil die Katze zu Beginn die Wohnung nicht verlassen darf. Das Körbchen oder der Kratzbaum stellen dann oft den wichtigsten Rückzugsort im neuen Heim dar. Aber wieso darf die Katze zu Beginn eigentlich nicht ins Freie?

Auch Freigänger müssen vorübergehend in der Wohnung bleiben

In der Zeit nach dem Umzug muss Deine Katze unbedingt in der Wohnung bleiben, auch wenn sie normalerweise Freigänger ist. Denn sie muss sich zuerst an ihr neues Zuhause gewöhnen und dieses als solches akzeptieren. Wenn Du sie zu früh rauslässt und sie noch die alte Wohnung als Heimat empfindet, kann es nämlich passieren, dass sich Deine Katze auf den Weg in ihr altes Revier macht, sich verläuft oder große Straßen überquert. Sie darf deshalb erst dann wieder ins Freie, wenn sie Euer neues Zuhause als Heimat und damit als Orientierungspunkt akzeptiert hat. Dies ist in der Regel nach frühestens drei bis vier Wochen der Fall. Katzen sind zwar nicht wie Hunde auf ihren Besitzer fixiert, doch Du stellst eine bekannte Person dar und gibst ihr deshalb Sicherheit. Verbringe also viel Zeit mit Deiner Katze und beobachte sie genau. Dass sie zu Beginn in all der Aufregung nicht frisst, ist übrigens normal. Allerdings sollte das nicht länger als 48 Stunden der Fall sein. Sie muss aber unbedingt ausreichend trinken und regelmäßig das Katzenklo aufsuchen. Tut sie das auch nach 24 Stunden im neuen Zuhause noch nicht, suche besser einen Tierarzt auf. Sicher ist sicher…

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Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 5 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Umzug mit Haustieren“:

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