Umziehen mit Klavier – was Du beim Klaviertransport beachten musst

Umziehen mit Klavier – was Du beim Klaviertransport beachten musst

Ein gewöhnlicher Umzug kann ganz schön anstrengend sein. Ein Umzug mit Deinem Klavier stellt allerdings eine völlig neue Herausforderung dar. Dies liegt nicht nur allein am Gewicht des guten Stücks, sondern auch daran, dass Erschütterungen beim Umzug eines Klaviers möglichst zu vermeiden sind. Mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm, handelt es sich bei einem Klavier um ein echtes Schwergewicht. Demnach sollte bereits jetzt klar sein, dass ein Klaviertransport in Eigenregie eher nicht zu empfehlen ist. Dennoch möchte ich Dir verraten, wie Du diese Mammutaufgabe meistern kannst und wann Du sie besser an einen Profi abgeben solltest.

Ein Klavier bitte nur mit den richtigen Hilfsmitteln transportieren

Wenn Du den Umzug Deines Klaviers zusammen mit Deinen Umzugshelfern selbst in die Hand nehmen willst, dann dürfen die passenden Hilfsmittel nicht fehlen. Denn ein Klavier ist in Bezug auf seinen Transport eines der anspruchsvollsten Stücke in Deiner Wohnung. Die folgenden Hilfsmittel sind daher unerlässlich:

  • Ein Rollwagen (Hund) mit einer stabilen Ablagefläche
  • Zwei Möbelgurte
  • Ein Transporter, der über eine Laderampe oder Hebebühne verfügt
  • Umzugsdecken oder ausreichend Schutzfolien (als Schutz vor Kratzern, für die der Klavierlack leider sehr anfällig ist)

Wenn du in einer höheren Etage wohnst und kein Aufzug verfügbar ist, macht es vielleicht Sinn, einen Möbelaufzug anzumieten.

Die Last gemeinsam stemmen

Ein Klavier sollte immer von mindestens zwei oder besser noch von drei Personen gemeinsam bewegt werden. Viele der genannten Umzugshilfsmittel kannst Du übrigens auch im Baumarkt oder bei einem Umzugsunternehmen preiswert mieten, sodass Du beispielsweise einen Rollwagen nicht unbedingt kaufen musst und so Kosten sparen kannst. Besonders wenn ein Aufzug vorhanden ist und Du einen Transporter anmietest, der über eine Hebebühne oder Laderampe verfügt, ist der Klaviertransport in Eigenregie durchaus machbar. Anfängern solltest Du diese Mammutaufgabe jedoch nicht zumuten, wobei ausreichend körperliche Fitness, viel Kraft und keine gesundheitlichen Einschränkungen (besonders im Bereich des Bewegungsapparates) eine ebenso wichtige Grundvoraussetzung sind, damit Du Deine Freunde überhaupt um diese Hilfe beim Umzug bitten kannst.

Die richtige Versicherung ist unerlässlich

Dabei solltest Du in Anbetracht des hohen Preises für ein Klavier auch unbedingt die Versicherungsfrage klären. Wenn Du Deinen Umzug in Eigenregie zusammen mit Deinen Freunden meisterst, ist nicht immer ganz klar, wer im Schadensfall haftet oder ob Du am Ende auf dem Schaden sitzen bleibst. Nicht jede Haftpflichtversicherung schließt die sogenannten „Freundschaftsdienste“ ein. Falls dies eine Deiner größten Sorgen ist, ist es also besser, wenn Du Dich gleich an ein Umzugsunternehmen für den professionellen Transport Deines Klaviers wendest – hier sollten dann auch die Versicherungsfragen geklärt sein.

Detaillierte Anleitung zum Klaviertransport

Doch wie transportierst Du Dein Klavier mit den genannten Hilfsmitteln denn nun am besten?

  • Im ersten Schritt musst Du das Instrument erst einmal auf dem Hund platzieren, sodass mindestens drei Helfer erforderlich sind. Während zwei starke Umzugshelfer das Klavier anheben, kann die dritte Person den Rollwagen an der richtigen Stelle unter dem Klavier positionieren.
  • Mit Hilfe des Rollwagens lässt sich das Klavier nun erst einmal relativ einfach bis zur Haustür bewegen.
  • Abhängig von der Größe Deines Klaviers kann es außerdem sinnvoll sein, wenn die Lyra und die vorderen Beine abmontiert werden. Unter Benutzung eines Akkuschraubers sollte dies kein Problem sein.
  • Die eigentliche Herausforderung besteht nun darin, das Klavier durch das gesamte Treppenhaus zu manövrieren und das Instrument womöglich viele Treppen herunter zu tragen.
  • Dazu sollte das Klavier zunächst mit Decken geschützt und mit Gurten fest an dem Rollwagen befestigt werden. Beim Tragen des Klaviers packen am besten gleich zwei Helfer an der Unterseite an.
  • Außerdem solltet ihr bei jedem Stockwerk eine kurze Pause einlegen, um so ausreichend Kräfte für die nächsten Treppenstufen zu sammeln.
  • Falls Du einen Flügel transportieren möchtest, muss der Transport wahrscheinlich hochkant erfolgen, damit das Instrument überhaupt durchs Treppenhaus passt.
  • Wenn ihr es erst einmal bis zum Transporter geschafft habt, kann das Klavier mittels der Laderampe oder Hebebühne relativ leicht verladen werden.
  • Bedenkt jedoch, dass das Klavier unbedingt ausreichend im Transporter fixiert werden muss, da es selbst bei leichten Erschütterungen bereits umfallen und Schaden nehmen kann.
  • Das Ausladen des Klaviers in der neuen Wohnung funktioniert dann in umgekehrter Reihenfolge.
  • Nach dem Umzug muss das Klavier eventuell neu gestimmt werden.

Wann solltest Du besser Profis für den Klaviertransport anheuern?

Falls Du Dir in Anbetracht dieser Anleitung einen Klaviertransport in Eigenregie nicht zutraust,  solltest Du auf jeden Fall einen Profi für den Transport Deines geliebten Instruments engagieren. Doch auch in den folgenden Fällen ist ein professioneller Klaviertransport im Rahmen Deines Umzugs ratsam:

  • Zu wenige oder nicht ausreichend starke Helfer
  • Gesundheitliche Beschwerden, wie zum Beispiel Rückenleiden
  • Keinen ausreichenden Hilfsmittel
  • Wenn die Versicherungsfrage beim Transport Deines Klaviers nicht geklärt ist
  • Wenn es sich um ein sehr sperriges oder besonders altes und damit sehr fragiles Klavier handelt
  • Wenn Du einen Konzertflügel transportieren willst
  •  Bei einem sehr engen Treppenhaus
  • Bei einem sehr teuren Klavier (zum Beispiel von Herstellern wie Bösendorfer, Bechstein oder Steinway)

Dabei macht es am meisten Sinn, wenn Du ein Umzugsunternehmen beauftragst, das sich auf sachgemäße Klaviertransporte spezialisiert hat und gleichzeitig auch noch den Umzug Deiner restlichen Besitztümer fachmännisch abwickeln kann. Dann kannst Du die damit verbundenen Sorgen im gleichen Atemzug einfach an den Fachmann abgeben und Dich stattdessen um die Einrichtung in Deiner neuen Wohnung kümmern. Vielleicht ist es für dich ja auch eine Alternative, den kompletten Umzug in fremde Hände zu geben.

Komplettumzug: Dein Umzug mit allen erdenklichen Extraleistungen

Komplettumzug: Dein Umzug mit allen erdenklichen Extraleistungen

Wenn Du möglichst stressfrei umziehen und Dich ganz entspannt zurücklehnen möchtest, während andere Deinen Umzug von A bis Z abwickeln, dann ist ein Komplettumzug die richtige Wahl. Ob Du nun schwanger bist, es sich um einen Seniorenumzug handelt oder Du einfach unter Zeitdruck stehst und beruflich stark eingespannt bist, Deinen kompletten Umzug kannst Du einfach den Profis überlassen. Ein Komplettumzug kann dabei nicht nur das Ein- und Auspacken deiner Kisten beinhalten, denn gerne übernimmt ein professionelles Umzugsunternehmen in Deiner Nähe auch weitere Leistungen für Dich. Wie so ein Komplettumzug also aussehen könnte, möchte ich Dir jetzt gerne verraten.

Viele Extraleistungen beim Komplettumzug

Dabei kannst Du Dir Dein Leistungspaket für Deinen Komplettumzug frei Deinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zusammenstellen. Folgende Leistungen sind zum Beispiel denkbar:

  • Ein- und Auspacken Deiner Umzugskartons
  • Auf- und Abbauen Deiner Möbel
  • Transport
  • Bauarbeiten
  • Renovierungsarbeiten
  • Sanierungsarbeiten
  • Montagearbeiten

Bei Deinem sorglosen Komplettumzug sieht Deine neue Wohnung also binnen kürzester Zeit so aus, als würdest Du dort schon ewig wohnen. Vom Anbringen der Lampen und Gardinen bis hin zur Montage Deiner Küche musst Du Dich wahlweise nämlich um nichts kümmern, sofern Du einen Komplettumzug buchst. Einige Umzugsunternehmen haben sich sogar auf so vielseitige Zusatzleistungen spezialisiert, dass sie auch mit fachkundigen Bauarbeitern oder Handwerkern zusammenarbeiten, die auf Wunsch Dein Laminat verlegen, neu tapezieren, für Dich streichen oder eine zusätzliche Wand einziehen. Das Ziel bei Deinem Komplettumzug ist es also, dass Deine neue Wohnung am Ende binnen kurzer Zeit so aussieht, wie Du es Dir wünschst, ohne dass Du dafür selbst bei Deinem Umzug schuften musstest. Selbst, wenn es um den Nachsendeantrag oder das Ummelden bei verschiedenen Dienstleistern geht, kann Dir ein professionelles Umzugsunternehmen kompetent unter die Arme greifen.

Tipps für Deinen Komplettumzug

Auch wenn Du Dein Umzugsunternehmen mit Deinem kompletten Umzug beauftragst, gibt es einige Dinge, die Du dennoch nicht aus der Hand geben sollest. Am besten erstellst Du zunächst eine Liste mit allen anfallenden Arbeiten. So kannst Du Dich bezüglich der gewünschten Leistungen einfacher mit Deinem Umzugsunternehmen besprechen. In diesem Zusammenhang wird Dir wahrscheinlich auch klar werden, dass es einige Aufgaben gibt, die eben nur Du allein übernehmen kannst. Denn auch wenn die Umzugsprofis grundsätzlich den Umzug deines kompletten Hab und Guts bewältigen können, möchtest Du einige sehr private Gegenstände bestimmt lieber selbst in Deine Umzugskartons packen. Zudem ist es wichtig, dass Du eine solide Vertrauensbasis zu Deinem Umzugsunternehmen aufbauen kannst. Wenn die Umzugshelfer sogar Deine Kartons packen, stehen die Chancen plötzlich viel größer, dass etwas unbemerkt verschwindet. Wertgegenstände, wie Schmuck oder kleinere Gadgets, solltest Du daher selbst einpacken und transportieren, damit Du gar nicht erst Gefahr läufst, dass diese während des Komplettumzugs abhanden kommen.

Kostenkalkulation und Versicherungen

Um Dein Gewissen zu beruhigen, kannst Du bei Deinem Umzugsunternehmen zudem nachfragen, inwiefern Du abgesichert bist, falls während des Umzugs doch einige Deiner Wertgegenstände verschwinden sollten (hierzu kann ich dir auch meinen Artikel ‚Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?‘ ans Herz legen). Bedenke zudem, dass ein Komplettumzug mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist als ein Standardumzug. Daher solltest Du nicht nur verschiedene Angebote einholen, sondern die unterschiedlichen Leistungen sollten auch als einzelne Kostenpunkte in dem Angebot zu finden sein. So kannst Du für Dich individuell entscheiden, welche Leistungen Dir Dein Geld wirklich wert sind und welche Arbeiten Du in Anbetracht der hohen Kosten vielleicht doch lieber eigenhändig übernimmst.

Umzug für Senioren Teil 3: So sparst Du beim Umzug richtig Geld

Umzug für Senioren: So lässt sich Geld sparen!

Im zweiten Teil der Artikelserie „Umzug für Senioren“ habe ich Dir erläutert, wie Du ein passendes Umzugsunternehmen finden kannst und weshalb Du vom Komplett-Service der Unternehmen profitierst, die sich auf Seniorenumzüge spezialisiert haben. Allerdings handelt es sich dabei natürlich um eine eher teure Methode des Umziehens. Wenn Du Deinen Umzug stattdessen so günstig wie möglich gestalten möchtest, habe ich jetzt 5 nützliche Tipps für Dich:

1. Den Umzugstermin richtig legen

Nimmst Du die Leistungen eines Umzugsunternehmens in Anspruch oder mietest einen Umzugswagen, kannst Du mit der richtigen Wahl des Umzugstermines viel Geld sparen. Die meisten Umzüge finden nämlich entweder zum ersten oder 15. eines Monats statt. Hier sind die Unternehmen regelmäßig ausgebucht, Du musst den Anbieter früh kontaktieren und hohe Preise bezahlen. Am 8., 10., 18., 23. oder einem sonstigen Termin mitten im Monat, sind die Angebote der Umzugsunternehmen hingegen häufig viel günstiger. Und noch einen Vorteil hast Du gegenüber den Arbeitnehmern und Studenten: Wenn Du dann auch noch anstelle des Wochenendes unter der Woche umziehst, findest Du gewiss echte Schnäppchen. Lass Dir hierzu von mehreren Umzugsunternehmen Angebote unterbreiten.

2. Auch der Umzugswagen kann teuer werden, muss er aber nicht

Ein zweiter großer Faktor bei einem Umzug ist der Umzugswagen. Nimmst Du den Service eines Umzugsunternehmens in Anspruch, ist dieser bereits im Preis inbegriffen. Ziehst Du allerdings auf eigene Faust um, musst Du einen entsprechenden Transporter extern mieten. Bezahlt wird dieser dann meist nach Größe und Mietdauer. Reduzierst Du beide, kannst Du viel Geld sparen. Das bedeutet: Schätze den Umfang Deines Mobiliars richtig ein, transportiere kleine Kartons lieber mit dem PKW und miete den kleinstmöglichen Transporter. Um die benötigte Größe so realistisch wie möglich einzuschätzen, kannst Du auf entsprechende Umzugsrechner im Internet zurückgreifen oder Dir bei einer kostenlosen Beratung durch einen Fachmann helfen lassen. Manchmal muss es dann gar nicht der Kleintransporter sein, sondern der Kombi Deines Schwagers ist vollkommen ausreichend. Mietest Du trotzdem extra ein Fahrzeug, versuch es erst kurz vor dem Umzug zu holen und anschließend direkt zurück zu bringen. Auch hier bist Du übrigens unter der Woche häufig günstiger dran als am Wochenende… Bestimmt ist in diesem Falle auch mein Tipp zum Low-Budget-Transporter aus dem Baumarkt für dich interessant!

3. An Kartons kannst Du sparen

Ja, die Umzugskartons sind ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, dabei brauchst Du diese nach Deinem Umzug eigentlich nicht mehr. Wieso also solltest Du viel Geld für Kartons ausgeben? Kleidung kannst Du auch in Wäschekörben transportieren und den Rest packst Du kurzerhand in Bananenkartons und Obstkisten. Diese sind häufig sogar stabiler als konventionelle Umzugskartons und zudem absolut kostenfrei. Frag einfach einmal in Deinem Supermarkt um die Ecke nach!

Lies dir auch unbedingt meine Tipps dazu durch, wie man Umzugskartons richtig packt, denn eins ist doch wohl klar: Nur wer das vorhandene Material optimal ausnutzt, der kann kräftig sparen!

4. Den Umzug steuerlich geltend machen

Auch der Staat greift Dir bei Deinem Umzug indirekt unter die Arme, indem Du einige der Umzugskosten von der Steuer absetzen kannst. Behalte daher unbedingt alle Quittungen auf. Ziehst Du als Senior aus gesundheitlichen Gründen um und kannst nachweisen, dass dadurch Deine Lebensbedingungen nachhaltig verbessert werden, hast Du gegenüber „normalen Umzüglern“ nämlich steuerlich zahlreiche Vorteile. Als Werbungskosten oder haushaltsnahe Dienstleistungen kannst Du dann folgende Umzugskosten bei Deiner nächsten Steuererklärung komplett geltend machen:

  • Ummeldegebühren
  • Kosten für den Auf- und Abbau von Haushaltsgeräten
  • Gebühren für Wohnungsannoncen
  • Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung
  • Verpflegungskosten und Trinkgeld für die Umzugshelfer (privat und beruflich) sowie die Möbelpacker

Ergänzende Informationen zum steuerlichen Abzug von Umzügen findest du auch in meinem Tipp zur Umzugskostenpauschale.

5. Zahlreiche Fördermöglichkeiten für Seniorenumzüge

Übrigens hast Du, je nachdem aus welchem Grund Du umziehst, eventuell Anspruch auf Fördergelder von Deiner Krankenversicherung, Pflegekasse oder dem Sozialamt. So werden nicht nur barrierefreie Umbauten von der KfW gefördert, auch gesundheitlich bedingte Umzüge oder der Umzug in ein Pflegeheim werden durch externe Gelder unterstützt. Frage hierfür am besten einmal bei Deiner Krankenkasse nach oder kontaktiere das ortsansässige Sozialamt.

Übrigens: Weitere Informationen zu dem Umzugskosten und andere Sparmöglichkeiten findest du auch in diesem Tipp.

Umzugskosten: Was kostet ein Umzug + Die besten Spar-Tipps?!

Umzugskosten: Was kostet ein Umzug + die besten Spar-Tipps

Die Kosten für einen Umzug können stark schwanken, je nachdem, wie viele Personen umziehen, wie viele Möbel transportiert werden müssen und wie weit das neue Zuhause entfernt ist. Es ist daher immer gut, bereits im Voraus die Kosten für den Umzug zu berechnen und die Finanzen sinnvoll einzuplanen. Denn wo hohe Kosten sind, kannst Du stets auch viel einsparen. Und du möchtest ja gewiss schon gerne frühzeitig wissen, ob Dich der Umzug 200 oder 2.000 Euro kosten wird, oder? Ich habe Dir deshalb hier alles rund um die Kosten für einen Umzug und hilfreiche Spar-Tipps zusammengetragen.

Welche Kosten kommen überhaupt auf Dich zu?

Die größte Schwierigkeit bei der frühzeitigen Kostenberechnung für einen Umzug liegt darin, alle Kostenfaktoren mit einzuberechnen und abschätzen zu können. Denn vom Makler bis zum Trinkgeld für Handwerker, fallen bei einem Umzug die unterschiedlichsten Kosten an, die wiederum individuell unterschiedlich sind. Hierzu gehören beispielsweise

  • Maklerkosten
  • Mietkaution
  • Renovierungskosten
  • Handwerkerlöhne
  • Trinkgelder
  • Verpflegung am Umzugstag
  • Verwaltungskosten bei den Behörden
  • Umzugskartons und Packmaterial
  • Kosten für Installateure oder Elektriker
  • Parkgebühren
  • Kosten für den Nachsendeauftrag
  • Ummeldung von Internet, Telefon, Strom und Gas
  • Kosten für ein professionelles Umzugsunternehmen
  • Miete eines Transporters oder LKWs für den Umzug
  • Engagieren von externen Umzugshelfern
  • Kaufen von Umzugskartons und Bücherkartons
  • uvm.

Wie kannst Du die Kosten kalkulieren?

Manche Kosten sind unvermeidbar, andere kannst Du guten Gewissens einsparen. Doch auch für einen Umzug in kompletter Eigenregie solltest Du rund 500 bis 1.000 Euro einplanen. Musst Du einen Sprinter mieten, so kommen noch einmal etwa 60 bis 90 Euro pro Tag hinzu, bei einem 2,4 Tonner liegen die Preise zwischen 120 und 190 Euro täglich. Zudem musst Du die Verpflegung der freiwilligen Helfer einberechnen. Du brauchst noch mehr Hilfe, möchtest aber das Geld für eine Spedition sparen? Dann hole Dir doch ein paar studentische Hilfskräfte für etwa zehn bis zwölf Euro pro Stunde. Mit einberechnen musst Du auch die Benzinkosten, Packmaterialien, Schönheitsreparaturen, wie das Streichen der Wände, und ein Polster von 150 Euro für unvorhergesehene Kosten. Bei einem Umzug geht schließlich einmal etwas zu Bruch.

Sobald Du ein professionelles Umzugsunternehmen beauftragst, wird der Umzug natürlich entsprechend teurer. In der Regel kannst Du dann aus verschiedenen Leistungspaketen wählen. Beim Full-Service-Angebot sind beispielsweise das Verpacken, Ab- und Aufbauen der Möbel mit dabei, doch Du kannst auch lediglich den Transport buchen. Manche Firmen bieten zudem weitere organisatorische Leistungen an, wie die Anmeldung der Parkverbotszone für den Umzugstag. Für eine realistische Kostenkalkulation solltest Du Dir von mehreren Umzugsunternehmen einen Kostenvoranschlag aufstellen lassen und diese vergleichen. Als groben Anhaltspunkt findest Du aber auch im Internet zahlreiche Umzugskostenrechner. So belaufen sich die geschätzten Kosten für ein Umzugsunternehmen bei einem Umzug mit 200 Kilometer Entfernung auf etwa

  • 950 Euro für 50 m²
  • 1.200 Euro für 80 m²
  • 1.375 Euro für 100 m²
  • 1.800 Euro für 150 m²

Wie kannst Du beim Umzug so richtig viel Geld sparen?

Der Vorteil ist: Wo hohe Kosten sind, kannst Du auch immer viel Geld sparen. Deshalb habe ich Dir nun die wichtigsten Spar-Tipps für Deinen Umzug zusammengetragen:

  1. Laderaum genau abschätzen: Je größer das Fahrzeug, desto höher sind nicht nur seine Mietkosten, sondern auch die für das Benzin aufgrund des höheren Verbrauchs. Manche Umzugsunternehmen bieten diesbezüglich einen kostenlosen Vor-Ort-Service an.
  2. Autovermietungen und Umzugsunternehmen vergleichen: Immer dann, wenn ein externer Dienstleister mit ins Spiel kommt, weil Du eine Spedition beauftragst oder einen Transporter mieten möchtest, solltest Du unbedingt mehrere Anbieter vergleichen. Lasse Dir von unterschiedlichen Firmen einen verbindlichen Kostenvoranschlag machen und entscheide Dich dann für das günstigste Angebot.
  3. Auch beim Packen kannst du bereits kräftig sparen! Verwende Materialien, die du kostenlos bekommst. Zum Beispiel Bananenkartons aus dem Supermarkt, sammele kostenlose Tageszeitungen um Material zum Umwickeln von zerbrechlichen Gegenständen zu haben und packe alles so clever zusammen, dass du wenige Kartons benötigst. Hier findest du Spartipps zum cleveren Packen der Umzugskartons und hier findest Infos dazu, wie viele Umzugskartons du für deinen Umzug brauchen wirst. Mit meinem Umzugskartonrechner kannst du zusätzlich schnell und einfach bestimmen, wieviele Kartons du beschaffen musst.
  4. Den richtigen Zeitraum wählen: Die Kosten für eine Spedition oder Autovermietung hängen auch stark vom Wochentag ab. Am Wochenende beispielsweise, ziehen immer viele Menschen um. Ebenso zum Ende und zur Mitte eines Monats, da der Mietbeginn in der neuen Wohnung in der Regel am 1. oder 15. datiert ist. Wenn Du diese Zeiträume also meidest, kannst Du von besonders günstigen Sonderangeboten profitieren.
  5. Schönheitsreparaturen vermeiden: Dein Mietvertrag regelt, ob und inwiefern Du Schönheitsreparaturen beim Auszug aus der alten Wohnung vornehmen musst. Manchmal wurde auch eine anteilige Kostenübernahme für Renovierungskosten vereinbart, dies ist jedoch eher der Sonderfall. Normalerweise musst Du beim Auszug nicht viel mehr machen, als die Wände und eventuell die Decken zu streichen, die Farbe dafür kostet nur rund 25 Euro. Verlangt der Vermieter mehr, so informiere Dich noch einmal ausführlich über Deine Rechte und Pflichten. Viele der Klauseln sind nach dem neuesten Recht nämlich ungültig. So kannst Du die Kosten und den Aufwand für unnötige Schönheitsreparaturen vermeiden.
  6. Strom- und Gasanbieter vergleichen: Bei einem Umzug hast Du normalerweise ein Sonderkündigungsrecht bei dem jeweiligen Strom- und Gasanbieter. Das ist doch die perfekte Gelegenheit, wieder einmal die aktuellen Tarife zu vergleichen, bevor Du neue Verträge abschließt. Dies kann Einsparungen von mehreren Hundert Euro pro Jahr bedeuten.
  7. Günstige Hilfskräfte suchen: Wenn Du noch Bedarf an Hilfskräften hast, gibt es auch günstigere Varianten als das professionelle Umzugsunternehmen. Im Internet beispielsweise, tummeln sich zahlreiche Studenten, die sich gerne etwas als Möbelpacker dazu verdienen würden. Hier musst Du jedoch auf eine ausreichende Versicherung aller Beteiligten achten. Auf Nummer sicher kannst Du beispielsweise auch mit Zeitarbeitern gehen. Hier übernimmt in der Regel die Leiharbeitsfirma selbst das Organisatorische sowie die Versicherungen und Du fährst immer noch deutlich günstiger als mit der Spedition. Am Trinkgeld und der Verpflegung jedoch, solltest Du nicht sparen.
  8. Umzug steuerlich absetzen: Zuletzt kannst Du einige der Umzugskosten auch noch absetzen und so am Ende des Jahres Steuern sparen. Wichtig ist, dass Du Dir deshalb jede Leistung quittieren lässt und die Belege unbedingt aufbewahrst. Bei einem beruflich bedingten Umzug beispielsweise, kannst Du viele Kosten als Werbungskosten in voller Höhe ansetzen und auch bei privaten Umzügen lässt sich Geld über die „haushaltsnahe Dienstleistungen“ wieder reinholen (z.B. für das Umzugsunternehmen oder Handwerker). Die Transport-, Makler- und Reisekosten lassen sich (bei einem beruflichen Umzug) zudem auch als Werbungskosten geltend machen und selbst bis zu sechs Monatsmieten für die alte und bis zu drei Mietzahlungen für die neue Wohnung lassen sich so ebenfalls steuerlich absetzen, wenn der Mietvertrag nicht rechtzeitig gekündigt werden konnte. Auch 75 Prozent der Kosten für Deinen neuen Herd kannst Du beim Finanzamt einreichen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Spaß beim Umziehen und Sparen…

Umzug ins Ausland – Worauf musst Du achten?

Umzug ins Ausland

Sobald es über eine oder mehrere Ländergrenzen hinweg geht, wird Dein Umzug etwas komplizierter. Neue Gesetze und Regelungen, andere Formalitäten und eventuell eine neue Sprache erfordern daher deutlich mehr Vorbereitungen, als wenn Du Deinen Wohnsitz nur innerhalb Deutschlands verlagerst. Zudem gibt es große Unterschiede zwischen den Zielländern. Während in der Europäischen Union nämlich ein Wohn- und Arbeitsrecht besteht, musst Du anderswo erst einmal ein Visum beantragen. Ich habe Dir deshalb eine Checkliste zusammengestellt, worauf Du bei Deinem Umzug ins Ausland unbedingt achten musst:

  • Abmeldung: Wenn Du in Deutschland umziehst, übernimmt das Einwohnermeldeamt des neuen Wohnortes die Abmeldung bei Deinem alten. Alle Informationen hierzu findest Du im Artikel „Ummelden beim Umzug. Wann, wie, wo?“. Wenn Du ins Ausland ziehst, musst Du Dich allerdings an Deinem deutschen Wohnort abmelden. Eine Abmeldung ist außerdem beim Finanzamt notwendig, bei der KFZ-Zulassungsbehörde, der Familienkasse, dem Sozialamt, der Rentenkasse usw.
  • Arbeitserlaubnis: Wenn Du im Ausland leben und arbeiten möchtest, benötigst Du eine Arbeitserlaubnis. Im EU-Ausland erhältst Du diese bei der zuständigen Meldebehörde des jeweiligen Ziellandes. Bringe hierfür Deinen Personalausweis sowie Deinen Arbeitsvertrag mit zur Behörde.
  • Aufenthaltsgenehmigung: Informiere Dich rechtzeitig über die Notwendigkeit einer Aufenthaltsgenehmigung in Deinem neuen Wohnort und beantrage diese gegebenenfalls für Dich und Deine Familie. Das Visum erhältst Du beim jeweiligen Konsulat des Landes.
  • Bankgeschäfte: Vereinbare einen Beratungstermin bei Deiner Bank und informiere Dich über die Möglichkeiten, wenn Du im Ausland wohnst. Musst Du Deine Bank wechseln oder ein neues Konto eröffnen, solltest Du Dir rechtzeitig eine geeignete Bank aussuchen und einen entsprechenden Antrag stellen. Erteile außerdem, wenn nötig, Bankvollmachten an Dritte.
  • Führerschein: Informiere Dich bei der Botschaft Deines Ziellandes, ob Du einen internationalen Führerschein benötigst.
  • Gesundheitscheck: Lasse Dich vor Deinem Umzug noch einmal von Deinem Hausarzt durchchecken und beraten. Dieser kann Dich ebenso darüber aufklären, ob und welche Impfungen in dem Zielland empfohlen werden. Solltest Du gesundheitliche Probleme haben oder Medikamente benötigen, informiere Dich rechtzeitig vorher über die medizinische Weiterversorgung im neuen Wohnort und kontaktiere den entsprechenden Arzt bereits vor Deinem Umzug. Lasse Dir außerdem einer Kopie der wichtigsten Arztberichte erstellen und sie gegebenenfalls auf die Sprache des Ziellandes übersetzen.
  • Haustiere: Bezüglich der Einfuhr von Haustieren bestehen in den Ländern unterschiedliche Regelungen. In der EU wurden diese mittlerweile größtenteils vereinheitlicht. Informiere Dich bei der Botschaft oder ausländischen Vertretung Deines Ziellandes über die jeweiligen Bestimmungen. Häufig sind spezielle Impfungen vorgeschrieben oder es gelten feste Fristen für Quarantäne-Aufenthalte. Organisiere außerdem rechtzeitig den Transport Deiner tierischen Freunde.
  • Kommunikationsgeräte: Du musst in deinem neuen Wohnort in der Regel auch neue Verträge für Deine Kommunikationsgeräte abschließen. Melde Deinen Fernseher, das Internet, Telefon und Mobiltelefon an. Mit einem Anbietervergleich im Internet kannst Du dabei viel Geld sparen.
  • Kultur: Informiere Dich unbedingt über die Kultur in Deiner neuen Heimat. Denn der Tritt in ein Fettnäpfchen kann nicht nur unangenehm, sondern teilweise auch sehr teuer werden: Gedankenloses Wegwerfen von Müll oder der Kaugummi auf der Straße kosten in Singapur beispielsweise bis zu 4.000 Dollar. Besonders gravierend sind die Unterschiede natürlich, wenn Du in ein Land mit einer anderen Religion ziehst, unterschätze aber auch nicht die kulturellen und rechtlichen Unterschiede zwischen EU-Ländern. Informationen sind vor dem Umzug deshalb das A und O.
  • Nachsendeauftrag: Richte spätestens zwei Wochen vor Deinem Umzug einen Nachsendeauftrag bei der Post ein. Alle hierfür notwendigen Informationen erhältst Du im Artikel „Nachsendeauftrag beim Umzug: Brauchst Du ihn und wie funktioniert er?
  • Pflanzen: Tatsächlich darfst Du nicht immer all Deine Pflanzen mit ins Zielland bringen. Informiere Dich deshalb unter www.auswaertiges-amt.de über die jeweiligen Bestimmungen.
  • Reisedokumente: Prüfe rechtzeitig die Gültigkeit Deiner Ausweispapiere sowie die Deiner Familie. Beantrage, wenn nötig, rechtzeitig Reisepässe. Beachte hierbei, dass die Ausstellung eines Reisepasses bis zu acht Wochen Zeit braucht. Viele Länder erlauben die Einreise außerdem nur, wenn die Ausweisdokumente noch mindestens drei/sechs Monate gültig sind. Prüfe außerdem alle weiteren wichtigen Dokumente auf ihre Vollständigkeit, lasse sie auf die Zielsprache übersetzen und notariell beglaubigen. Hierzu gehören beispielsweise eine Geburts- oder die Heiratsurkunde.
  • Spedition: Wenn Du ein Umzugsunternehmen beauftragen möchtest, so wähle eines, das sich auf Auslandsumzüge spezialisiert hat. Dieses kennt sich mit den Zollbestimmungen aus und kann Dir gewiss noch die ein oder andere wichtige Frage beantworten. Hole Dir verschiedene Angebote ein, vergleiche sie und buche das beste Angebot so früh wie möglich.
  • Sprachkurs: Andere Länder, andere Sprachen – Wenn Du in ein Land umziehst, in welchem eine andere Sprache gesprochen wird, solltest Du bereits im Voraus die Grundlagen der Sprache erlernen oder Deine Sprachkenntnisse in einem Sprachkurs noch einmal auffrischen.
  • Steckdosenadapter: Bedenke, dass die Steckdosen in verschiedenen Ländern auch unterschiedlich aussehen. Es kann also sein, dass der Fernseher, Wasserkocher oder Staubsauger im Zielland nicht mehr funktionieren. Kaufe Dir deshalb frühzeitig ausreichend Steckdosenadapter oder überlege, welche elektronischen Geräte Du doch lieber noch vor dem Umzug als Kleinanzeige verkaufen möchtest.
  • Versicherungen: Kläre ab, welche Versicherungen Du im Ausland benötigst, welche bereits bestehenden Versicherungen Du behalten kannst und welche Du kündigen solltest. Beachte hierbei die vorgeschriebenen Kündigungsfristen. Nicht alle Versicherungen sind auch im Ausland gültig, manchmal kannst Du den Vertrag aber entsprechend anpassen lassen. Kläre außerdem mit Deiner Krankenkasse ab, inwiefern ihre Leistungen auch im Ausland gelten und ob Du eine Zusatzversicherung benötigst.
  • Zoll: Wenn Du Dein Hab und Gut ins Ausland transportierst, musst Du damit rechnen, dass Du dieses teilweise verzollen musst. Für einige der Gegenstände, zum Beispiel das Auto oder einen Fernseher, musst Du deshalb schon frühzeitig einen Zollantrag stellen. Alle Informationen hierzu findest Du unter www.zoll.de

Zuletzt musst Du natürlich auch noch alle Faktoren eines „normalen“ Umzuges im Inland berücksichtigen, beispielsweise Deine Wohnung rechtzeitig zu kündigen oder zu prüfen, ob Schönheitsreparaturen anfallen. Hierzu habe ich Dir in den unterschiedlichen Artikeln bereits zahlreiche Informationen zusammengetragen. Und nun wünsche ich Dir viel Erfolg bei deinem Umzug ins Ausland…

Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?

Haftung des Umzugsunternehmens bei einem Umzug

Bei quasi jedem Umzug geht irgendetwas zu Bruch. Seien es eine alte Vase, Sektgläser oder ein dicker Kratzer in der Kommode. Und die ein oder andere Sache geht sogar einmal ganz verloren. Doch haftet das georderte Umzugsunternehmen überhaupt für Schäden und Verluste an den transportierten Gegenständen? Was musst Du beachten, damit Du hinterher nicht auf den Kosten sitzen bleibst?

Grundsatz zur Haftung einer Spedition

Wie jede Rechtsfrage, ist auch die nach der Haftung eines Umzugsunternehmens sehr komplex. Grundsätzlich gilt aber, dass eine Spedition für Schäden und Verluste während des gesamten Umzugs haftet. Doch bei jeder Regel gibt es Ausnahmen und die sehen in diesem Fall wie folgt aus:

  • Die Haftung ist auf 620 Euro pro Kubikmeter an Laderaum beschränkt.
    Der Schaden muss eindeutig, nachweislich und alleinig durch die Spedition verursacht worden sein.
  • Bei einem Schaden oder Verlust durch „höhere Gewalt“, sprich eine Naturgewalt oder einen Unfall mit Fahrerflucht etc., trägt die Spedition keine Schuld und damit haftet sie auch nicht für den entstandenen Schaden.
  • Die Haftung ist allgemein auf das Dreifache des Betrages der Fracht begrenzt.
  • Gehaftet wird zudem generell nicht, wenn es sich um Wertgegenstände, Elektrogeräte, Pflanzen oder Tiere handelt.
  • Für Ware, die unzureichend verpackt oder unklar beschriftet wurde, übernimmt das Umzugsunternehmen ebenfalls keine Haftung.
  • Gehaftet wird auch nicht für die Fracht, die aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit leicht zerstörbar ist, zum Beispiel aufgrund von Rost.

Ausschlüsse der Haftung bei Umzugsunternehmen

Natürlich kennen die Speditionsfirmen die Rechtslage in- und auswendig und haben sich in der Regel optimal daran angepasst. Dir sollte daher bewusst sein, dass Du bei einem Rechtsstreit später nur dann eine Chance auf Erfolg hast, wenn Du bereits vor und während des Umzugs alle Grundregeln beachtest. Hierfür eine kurze Checkliste:

  • Werfe vor dem Unterschreiben einen Blick in den Vertrag, vor allem die Rubrik der Haftungsausschlüsse.
  • Überlege Dir, ob Du vielleicht liebe einen „Komfortumzug“ wählst. Hierbei übernimmt die Spedition auch das Verpacken der Fracht. Denn überall dort, wo Du selbst Hand anlegst, ist das Unternehmen nicht mehr haftbar. Ein Karton, den Du gepackt hast, kommt beschädigt an? Oder der Frachtführer hat Dich auf die nicht optimalen Größen- und Raumverhältnisse des Transporters aufmerksam gemacht? In beiden Fällen musst Du den Schaden anschließend selbst verantworten. Da ist es manchmal geschickter, die Verantwortung komplett an das Unternehmen abzugeben und dafür ein bisschen tiefer in den Geldbeutel zu greifen.
  • Mache das Umzugsunternehmen frühzeitig auf wertvolle Güter, zum Beispiel ein Erbstück, aufmerksam. Kleingegenstände, Pflanzen oder Tiere kannst Du vielleicht auch lieber selbst transportieren? Ansonsten wäre es an der Zeit über eine Zusatzversicherung nachzudenken.

Auf Nummer sicher gehen: Die Zusatzversicherung

Sobald die transportierte Fracht den Wert von 620 Euro pro Kubikmeter übersteigt oder unter die Ausschlussklausel fällt, solltest Du dringend eine Zusatzversicherung abschließen. Diese sogenannte Transportversicherung kann zum Beispiel Wertgegenstände, Tiere oder Schäden durch Dritte miteinbeziehen und Du musst Dir um die Haftung keine Sorgen mehr machen. Prüfe aber auch hier unbedingt vorher die Geschäftsbedingungen und schneidere die Zusatzversicherung optimal auf Deine Bedürfnisse zu.

Wie gehst Du bei einem Schaden vor?

Es ist passiert. Die antike Kommode ist verkratzt, ein paar Gläser gingen zu Bruch und Dein ehemaliger Vermieter fordert Schadensersatz von Dir, weil das Treppenhaus beschädigt sei. Was kannst Du jetzt tun?

Wichtig: Die Prävention eines Rechtsstreits beginnt schon vor dem Umzug. Dokumentiere daher alle wichtigen Gegenstände, das Treppenhaus, den Fahrstuhl, eventuell auch das Auto des Nachbarn direkt vor Beginn des Umzuges mit Fotos oder Videos. Eben all jene Gegenstände, die während der Arbeit des Umzugsunternehmens beschädigt werden könnten. Nur so kannst Du hinterher nachweisen, dass das Objekt vor dem Umzug noch heil oder das Treppenhaus schon beschädigt war. Denn nicht selten nutzen Vermieter diese Chance, um alte Schäden kostenfrei beheben zu lassen. Es sind daher stets alle Eventualitäten zu bedenken.

Nun ist tatsächlich ein Schaden entstanden? Dann dokumentierst Du auch diesen per Foto oder Video. Fällt Dir das noch während des Umzuges auf, so solltest Du ihn unbedingt direkt beim Umzugsleiter reklamieren und Dir schriftlich mit einer Unterschrift bestätigen lassen. Ansonsten musst Du den Schaden so schnell wie möglich beim Umzugsunternehmen melden, damit dieser bearbeitet werden kann. Hierfür gilt laut Speditionsverband AMÖ:

  • Du solltest offen ersichtliche Schäden sofort oder spätestens am Tag nach dem Umzug der Spedition melden.
  • Nicht offen ersichtliche Schäden haben eine Anzeigefrist von bis zu 14 Tagen.
  • Die Schäden sollten stets schriftlich spezifiziert werden.
  • Im Zweifelsfall suchst Du Dir Rat bei einem Experten oder Anwalt.

Auch hier lohnt sich der Blick in die Vertragsunterlagen, denn abweichende Regelungen sind möglich. Auf der sicheren Seite bist Du dann, wenn Du die Fracht direkt nach dem Ausladen kontrollierst. Haftet die Spedition für diesen Schaden, so muss sie Dir anschließend einen angemessenen Schadensersatz zahlen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten, die zumeist vorab geregelt sind:

  1. Entweder Dir wird der Zeitwert erstattet, sprich der Kaufpreis abzüglich des Wertverlustes durch Abnutzung,
  2. oder der Wiederbeschaffungswert, also der aktuelle Kaufpreis.

Prüfe vorab welches für Dich das bessere Modell wäre. Im Notfall musst Du Dich anwaltlich beraten lassen oder gerichtlich gegen das Umzugsunternehmen vorgehen. Ich hoffe, das wird bei Dir nicht nötig sein und wünsche Dir einen erfolgreichen Umzug!

Bei Umzugsunternehmen richtig sparen – aber wie?

Bei Umzugsunternehmen richtig sparen

Ein Umzug ist teuer, so viel ist klar. Schließlich muss normalerweise nicht nur eine Kaution hinterlegt oder eine Maklerprovision bezahlt werden. Oft kommen noch Kosten für die neue Einrichtung, Renovierungsmaßnahmen oder eben den Umzug selbst hinzu. Doch hier kommt die gute Nachricht: Beim Umzugsunternehmen kannst Du so richtig viel Geld sparen und das mit nur einigen wenigen Tipps und Tricks – ich zeige Dir wie…

Den Aufwand realistisch einschätzen

Der erste wichtige Schritt, um bei einem Umzugsunternehmen kein unnötiges Geld liegen zu lassen, ist die richtige Planung. Schätze den Umzugsaufwand realistisch ein: Wie groß muss der Wagen sein? Reicht vielleicht auch das kleinere Modell? Wie viele Umzugshelfer brauchst Du? Reicht vielleicht auch die Hilfe von Familie und Freunden aus? Viele Menschen wollen hierbei stets auf „Nummer sicher“ gehen und hinterher ist der LKW noch halb leer. Wenn Du nun also eine Liste hast, was Du für den Umzugstag tatsächlich benötigst, kannst Du dich auf die Suche nach Einsparungspotenzial begeben.

Eigeninitiative ergreifen

Erst einmal gilt es zu klären: „Wo kannst Du selbst mit anpacken?“ Viele kleinere Aufgaben kannst Du bei einem Umzug nämlich selbst erledigen und brauchst dafür keine professionelle Fachkraft zu ordern. So reicht es zum Beispiel für einen überschaubaren Hausrat normalerweise aus, wenn ein bis zwei Fachmänner Dein Hab und Gut professionell im Wagen verstauen und befestigen. Das Tragen selbst, kannst Du mit der Hilfe von freiwilligen Freunden und Bekannten bewerkstelligen. Sollte es hieran mangeln, sieh Dich doch einfach einmal im Internet nach studentischen Umzugshelfern um. Diese sind deutlich günstiger als professionelle Umzugshelfer und freuen sich über das kleine Taschengeld und ein kühles Bier. Achte aber stets darauf, dass es sich um legale und angemeldete Arbeiter handelt, ansonsten hast Du später nicht nur Ärger mit dem Finanzamt, Du kannst die Kosten auch nicht steuerlich geltend machen und um Schadensfall greift keine ausreichende Versicherung.

Den richtigen Wagen mieten

Wenn Du nun zwar genügend Helfer hast, keiner aber besitzt einen Wagen oder Sprinter, der groß genug wäre, so kommst Du nicht herum einen solchen zu mieten. Doch da Du hier nach Größe bezahlst, solltest Du genau abwägen, welches Modell wirklich notwendig ist. So können viele kleinere Kartons oder Möbelstücke gewiss auch gut mit Deinem eigenen Auto oder dem großen Kombi der Verwandten transportiert werden. Gerade dann, wenn Dein altes und neues Zuhause nicht allzu weit entfernt sind, kannst Du hierfür auch mehrmals zwischen den Wohnungen pendeln. Überschlage doch einfach einmal, was hierfür an Benzinkosten anfällt und vergleiche sie dann mit den Preisen für einen größeren Lastwagen. So erkennst Du schnell, welche die günstigere Variante ist. Am Ende brauchst Du nämlich vielleicht doch nicht den 7,5 Tonner, sondern nur einen Sprinter und zwei Privatwagen. Bedenke zudem, dass bei einem Umzug am Sonntag das Lastwagenverbot greift. Erstelle am besten eine Liste von den Möbeln, die Du nicht selbst transportieren kannst, wie die Küche, Schränke oder ein Sofa, und entscheide Dich erst dann für das adäquate Mietobjekt.

Beim Umzugsunternehmen sparen

Mit dieser Übersicht kannst Du Dich nun auf die Suche nach einem günstigen Umzugsunternehmen begeben. Du hast jetzt schließlich genaue Vorstellungen davon, was Du für Deinen Umzug benötigst und was nicht. Lasse Dir daher auch keine weiteren Leistungen „aufschwätzen“. Ansonsten fällst Du schnell auf sogenannte „Lockvogelangebote“ rein, die später zu immensen Mehrkosten führen.

Angebote einholen und Preise vergleichen

Frage also gezielt bei mehreren lokalen Unternehmen ein Angebot für Deine Bedürfnisse an, z.B. einen 3,5 Tonner sowie zwei Umzugshelfer So behältst Du den Überblick über die aufkommenden Kosten und kannst sie optimal vergleichen. Hilfe bieten zudem Vergleichsportale im Internet, wo Du bereits im Voraus nach besonders günstigen Umzugsunternehmen suchen kannst. So ein ausführlicher Preisvergleich kann Dir später Summen im dreistelligen Bereich sparen. Doch Vorsicht: Bei vielen Angeboten handelt es sich um unverbindliche Kostenvoranschläge. Zahlreiche Unternehmen möchten die Wohnung zuerst besichtigen, bevor sie ein verbindliches Angebot angeben. Und auch dann gilt es einen Festpreis zu verhandeln. Ansonsten hast Du später durch längere Arbeitszeiten oder das Stehen im Stau unvorhergesehen hohe Kosten für den zeitlichen Mehraufwand.

Den richtigen Termin wählen

Ein Kostenfaktor, den viele Umziehende nicht bedenken, ist die Wahl des richtigen Termins. Doch tatsächlich kannst Du hier echte Schnäppchen machen. Kein Wunder, denn beinahe jeder Miet- und Kaufvertrag in Deutschland beginnt mit dem Anfang oder dem 15. eines Monats. Das bedeutet zugleich, dass beinahe jeder Umzug wenige Tage vor bis wenige Tage nach diesem Datum stattfinden. Die Umzugsunternehmen sind ausgebucht, die Preise werden angehoben. Es greift der natürliche Mechanismus unserer Marktwirtschaft. Bist Du Dir dessen bewusst und hast ausreichend Planungsfreiheit, so kannst Du echte Sparangebote finden, wenn Du Deinen Umzug stattdessen auf den Zeitraum vom 6. bis 13. oder dem 18. bis 24. eines Monats legst – am besten auf einen Werktag.

Mit einer Speditionsfirma Steuern sparen

Umzüge, welche Du durch eine Speditionsfirma in Auftrag gibst, kannst Du zudem am Ende des Jahres steuerlich geltend machen. Das gilt für berufliche ebenso wie für private Umzüge. Das Finanzamt erkennt beispielsweise Kosten für Spediteure, Maler und Handwerker an. Hinzu kommen bis zu 6.000 Euro Lohnkosten pro Jahr. Wichtig ist dabei, dass Du stets eine detaillierte Rechnung verlangst, auch wenn es sich um einen Pauschalbetrag handelt. Nur so kann das Finanzamt hinterher bestimmten, welche Kosten steuerfrei sind und welche nicht. Die einzelnen Positionen kannst Du notfalls auch hinterher noch per Hand nachtragen lassen. Umzüge aus beruflichen Gründen gehören außerdem zu den Werbungskosten. Wechselt Du Deinen Wohnort also aufgrund eines Jobwechsels oder einer beruflichen Veränderung, so kannst Du quasi alle Kosten für die Wohnungssuche sowie den Umzug von der Steuer absetzen, sofern folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Der Weg zu Deiner Arbeitsstelle verkürzt sich um mindestens eine Stunde oder
  • eine doppelte Haushaltsführung, zum Beispiel durch die Trennung von Arbeits- und Familienwohnsitz, fällt durch den Umzug weg oder
  • Du beziehst oder räumst eine vom Arbeitgeber gewährte Dienstwohnung.

Neben diesen allgemeinen Kosten gibt es zudem die sogenannte „Umzugskostenpauschale“. Hierunter fallen die Trinkgelder für Möbeltransporteure, Verpflegung für Umzugshelfer, Ab- und Aufbaumaßnahmen von Küchengeräten, Lampen etc., Annoncen für die Wohnungssuche sowie das Ummelden Deines Pkw und des Telefonanschlusses. All das kannst Du bei einem privaten sowie beruflichen Umzug als Pauschalbetrag von 730 Euro als Ledige/r von der Steuer absetzen. Mehr Informationen hierzu findest Du in meinem Artikel „Umzug und Steuern: Was ist die „Umzugskostenpauschale“?“

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Sparen!

Hilfe: Wie belade ich einen Umzugstransporter oder LKW?

Umzug, Transporter und Umzugswagen richtig beladen

Einen Umzugstransporter, LKW oder auch einfach ein großes Auto für den Umzug anzumieten, ist meist deutlich günstiger als die professionelle Umzugsfirma. Klar, wer sich den Luxus leisten kann, profitiert davon, dass er weder selbst die Möbel tragen, noch den Umzugswagen beladen oder gar fahren muss. Doch Dir fehlt es an dem nötigen Kleingeld und Du übernimmst den Transport lieber selbst? Gar kein Problem: Ich zeige Dir, wie Du den Umzugstransporter, LKW oder Sprinter richtig belädst und Du kannst Dein Geld lieber für den nächsten Urlaub sparen.

Wieso muss ein Umzugswagen mit System beladen werden?

Könntest Du nicht einfach Alles so stapeln, wie es eben reinpasst? Nein, denn die Gegenstände müssen ausreichend gesichert werden. Ansonsten kommt es nicht nur zu Beschädigungen bei den transportierten Materialien, sondern gegebenenfalls auch zu schweren Verletzungen der Insassen bei einem Unfall. Das richtige Beladen schließt deshalb die korrekte Sicherung der Möbel, Kartons, Pflanzen usw. ein. Doch noch ein Grund spricht für das Beladen nach System: Alle Möbel, Kartons, Pflanzen und Haushaltsgeräte sollen in dem Wagen Platz haben. Sonst müsstest Du mehrmals fahren und spätestens, wenn eine weite Strecke zwischen der alten und der neuen Wohnung liegt, möchtest Du das gewiss vermeiden. Das richtige Beladen ist ohne Erfahrung aber häufig ein schwieriges Unterfangen. Wie es dennoch geht, zeige ich Dir in den folgenden zwölf einfachen Schritten:

  1. Nimm alle Griffe und Schlüssel von den Möbeln ab sowie alle losen Kleinteile, die während des Transportes für unschöne Kratzer oder gar Beschädigungen sorgen könnten. Verpacke diese am besten mitsamt den zugehörigen Schrauben in einer kleinen Tüte und schreibe darauf, zu welchen Möbelstück sie gehören.
  2. Verklebe mit Klebeband alle Schranktüren oder Schubladen, die sich während des Transportes öffnen könnten.
  3. Lege Umzugsdecken bereit (auch normale Wolldecken sind möglich), damit die Möbel vor Transportschäden geschützt werden können. Wenn Du keine besitzt, so kannst Du Umzugsdecken in jedem Baumarkt für rund 1,50 Euro pro Stück kaufen. Hast Du den Wagen gemietet, so bietet die Autovermietung häufig auch zugehörige Decken gegen eine kleine Leihgebühr an.
  4. Verwende möglichst einheitliche Umzugskartons (hier verrate ich dir, wie du günstig oder gratis an diese Umzugskartons herankommst). Dies ermöglicht anschließend das Stapeln der Kartons im Umzugswagen sowie die optimale Ausnutzung des gesamten Stauraumes. Mehr zum Thema „Umzugskartons richtig packen“ findest Du auf umzugsratgeber.de/umzugskartons-richtig-packen
  5. Du selbst oder einer Deiner Umzugshelfer sollte von nun an stets beim LKW bleiben. Er passt somit nicht nur auf, dass nichts geklaut wird, es spart auch Zeit, wenn er die Gegenstände direkt aus dem Wagen entgegennimmt und stapelt.
  6. Eingeladen werden jetzt zuerst die Umzugskartons. Diese stapelst Du längs an der Trennwand zwischen Fahrer und Laderaum bis hoch an die Decke des Wagens. Begonnen wird dabei stets mit den schweren Kartons unten, nach oben hin werden sie immer leichter. Nach der ersten Reihe weißt Du, wie viele Umzugskartons in eine solche Reihe passen und kannst kurz den weiteren Vorgang planen. Wo Lücken entstanden sind, kannst Du Wäschesäcke, Handtücher oder Füllmaterial zur Fixierung verwenden.
  7. Jetzt werden flache sowie leicht zerbrechliche Gegenstände an den Seiten mit Gurten fixiert. Durch den „Rückhalt“ der Außenwand sind sie so besonders gut gegen mögliches Zerbrechen gesichert und nehmen zudem so wenig Platz wie möglich ein.
  8. Nun geht es an die Möbel. Zum Teil sind sie gewiss auseinandergebaut, weil Du Deinen riesigen Kleiderschrank oder das große Doppelbett niemals durch die Tür bekommen hättest. Diese Einzelteile können daher jetzt aufgeladen werden. Begonnen wird erst einmal mit den Wänden und Türen von großen Schränken. Auch diese werden seitlich mit den entsprechenden Gurten an der Wand befestigt. Achte dabei stets darauf, den LKW gleichmäßig zu beladen. Arbeite deshalb abwechselnd an der rechten und linken Seite.
  9. Jetzt kommen die Möbel in den Transporter. Tische, Stühle, Schränke, Kommoden…eben all das, was sich nicht mehr weiter auseinanderbauen lässt. Lade sie mittig in den Transporter ein und versuche sie so zu verkeilen, dass sie fest stehen und so wenig Raum wie möglich beanspruchen. Entstandene Zwischenräume füllst Du auch hier mit weichen Materialien.
  10. Die Haushaltsgeräte kommen nun in die noch freien Stellen. Das hat allein den Grund, dass die Waschmaschine, der Herd, die Spülmaschine & Co zuerst in die neue Wohnung sollen. Denn sie sind nicht nur sperrig und daher besser in einer noch leeren Wohnung zu rangieren, sie sollten auch zuerst aufgebaut und angeschlossen werden. Da es sich um besonders schwere Geräte handelt, musst Du diese unbedingt ausreichend mit Gurten fixieren.
  11. Zuletzt kommen die Lebewesen in den Transporter. Die Sprache ist nicht von Deiner Katze, sondern von den Pflanzen. Überstülpe die Blumentöpfe mit einem blauen Sack, damit die Erde nicht entweichen kann. Da es für die Pflanzen nichts Schlimmeres gibt als sauerstoffarme Luft in einem dunklen Raum, solltest Du sie erst kurz vor dem Transport einladen und zugleich bei der Auskunft wieder herausnehmen.
  12. Apropos Ausladen: Der Prozess läuft hier natürlich einfach in umgekehrter Reihenfolge ab. Du oder ein Umzugshelfer bleiben dabei stets im Wagen, lösen die Möbelstücke, Kartons und Geräte von ihrer Verankerung und reichen sie dann den Umzugshelfern heraus…

…doch was machst Du eigentlich, wenn Du keine oder nicht ausreichend Umzugshelfer hast? Vielleicht ist gerade Ferienzeit und die Familie sowie Freunde sind verreist? Als kleinen Extratipp gebe ich Dir deshalb mit auf den Weg, im Internet einmal nach studentischen Umzugshelfern zu suchen. Diese freuen sich über einen kleinen Nebenverdienst und Du kommt immer noch deutlich günstiger weg als mit der professionellen Umzugsfirma. Ich wünsche Dir viel Erfolg und gutes Stapeln!

Mein Tipp: Am besten du erstellst vorab bereits einen Einrichtungsplan und teilst diesen an deine Umzugshelfer aus. So weiß jeder gleich beim Entladen des LKWs wo welcher Karton und welches Möbel hinkommen soll. Das schont deine Nerven am Umzugstag und vermeidet einen Stau beim Ausladen, weil jeder erst fragen muss „Wohin soll denn dieser Karton“? Hier verrate ich dir, wie du einen Einrichtungsplan bei deinem Umzug erstellst.

Kostengünstige Alternativen zu Umzugskartons

Umzugskartons Alternativen: So lässt sich Geld sparen!

Ein Umzug kann ganz schön ins Geld gehen. Vor allem das richtige Verpackungsmaterial kann eine ganze Menge an Kohle verschlingen, sag ich dir! Im Laufe der Zeit habe ich aber einige Alternativen gesammelt, die dir beim kostengünstigen Verpacken deines Hab und Guts helfen können.

Bananenkartons statt Umzugskartons

Die Kartons in denen Supermärkte ihre Bananen geliefert bekommen eignen sich hervorragend als Ersatz für den klassischen Umzugskarton. Sie sind stabil und recht groß, bestehen aus Unter- und Oberseite und lassen sich im LKW perfekt stapeln. Deswegen eignen Sie sich hervorragend für die Durchführung eines Umzugs. Viele Supermärkte geben diese Kartons kostenlos auf Anfrage ab.

Mein Tipp: Klapper‘ doch einfach mal die örtlichen Supermärkte in der Nähe ab und frage ob Kartons über sind, die du bekommen kannst. In der Regel finden sich immer 2-3 Kartons die Supermärkte kostenlos heraus geben. Je größer und besser besucht der Supermarkt oder Discounter ist, desto mehr Kartons lassen sich potentiell abstauben. Der Supermarkt spart sich so die Kosten für die Entsorgung und du lässt den Karton einer neuen Bestimmung zukommen!

Aber: Mittlerweile hat sich dieser Tipp schon ziemlich herumgesprochen und viele Supermärkte verwenden die Kartons mittlerweile auch selber. Deswegen kann es ein paar Tage dauern, bis du ausreichend Material zusammengesammelt hast. Fang‘ also rechtzeitig mit deiner Tour durch die Supermärkte an. Sollte ein Markt keine Kartons über haben, dann bitte die Verkäufer darum die Kartons der nächsten Lieferungen für dich zurückzuhalten.

Bananenkartons sind natürlich der Klassiker als Alternative zum Umzugskarton, in vielen Kaufhäusern des Einzelhandels gibt es aber noch weitere, stabile Kartons in denen Waren bei der Lieferung verpackt werden. Frag daher nicht nur nach Bananenkartons, sondern auch nach anderen stabilen Kisten, die sich gut stapeln lassen nach!

Müllsäcke für Strümpfe und Wäsche

Müllsäcke lassen sich kostengünstig im örtlichen Supermarkt beziehen. In vielen Regionen Deutschlands gibt es sogar Abfallentsorger, die kostenlose Müllsäcke bereitstellen. Bei uns in Hannover beispielsweise gibt es in jedem Supermarkt kostenlose Abfallsäcke für Wertstoffe und Papier.

Abfallsäcke lassen sich für einen Umzug hervorragend umfunktionieren. Sie können dazu dienen leichte und flexible Gegenstände zu transportieren. Besonders gut eignen sich Müllsäcke für den Transport von Strümpfen, Unterwäsche, Handtüchern, Decken und Bettlaken.

Prüf‘ doch einmal ob Müllsäcke für dich eine Alternative sind oder ob du mit den Abfallsäcken das Verpackungsmaterial für deinen Umzug kostengünstig ergänzen kannst. Gibt es in deiner Region keine kostenlosen Müllsäcke, kannst du auf Reisen rechtzeitig daran denken und einmal nachgucken ob es nicht am Reiseziel kostenlose Säcke zum Mitnehmen gibt.

Zeitungspapier, Decken und Handtücher zum Auspolstern

Polstermaterial und Luftpolsterfolie kosten im Handel echt viel Geld! Günstiger wird’s, wenn du versuchst die Materialien zu verwenden, die ohnehin im Haushalt vorhanden sind. Geschirr lässt sich vielleicht auch mit Handtüchern polstern und Tassen kannst du zum Schutz hervorragend mit Socken ausstopfen.

Außerdem solltest du rechtzeitig vor dem Umzug die Tages- oder die kostenlosen Wochenzeitungen aufheben. Zeitungspapier ist ein hervorragender und kostenloser Ersatz zum Packpapier aus dem Handel!

Bäcker in der Familie?

In Bäckereien findet man oft Plastikkisten mit denen Brote und Brötchen transportiert werden. Ähnliches gibt es auch in Fleischereien oder bei Party-Lieferdiensten. Vielleicht hast du ja einen jemanden aus diesen Zünften in der Familie oder im Freundeskreis und kannst fragen, ob er dir einige dieser Kisten leihen kann? Die Kisten eignen sich wirklich hervorragend zum Transportieren von Büchern und größeren Gegenständen.

Auch die Post hat solche Plastikkisten in den viele Briefumschläge oder kleine Pakete transportiert werden können. Wenn du jemanden kennst, lässt sich da vielleicht was einrichten?

Achte aber in jedem Fall darauf, den Freund oder Bekannten nicht in Probleme zu bringen. Wer Angestellt ist, der sollte vorab immer seinen Chef fragen ob das Verleihen von Materialien gestattet wird.

Gebrauchte Umzugskartons nutzen oder Kartons mieten

Frag doch einfach einmal im Freundeskreis nach: Fast immer findet sich jemand, der noch alte Umzugskartons im Keller stehen hat und diese gerne abgibt! Wenn es wirklich nichts im Bekanntenkreis abzutreten gibt, dann schau in die Kleinanzeigenteile der regionalen Zeitungen oder auf Kleinanzeigenportalen im Internet nach. Hier werden oft Umzugskartons verschenkt oder zumindest günstig angeboten.

Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, Kartons zu mieten. Ob diese Alternative wirklich sinnvoll ist, muss jeder für sich selber wissen. Meiner Erfahrung nach dauert es nach einem Umzug doch recht lange, bis alle Kartons ausgepackt und an den Verleiher zurückgeschickt sind und nicht selten streitet man sich hinterher über Beschädigungen an den Kartons.

Wäschekörbe, Koffer und Reisetaschen benutzen

Wie oft habe ich es schon erlebt, dass Koffer und Reisetaschen leer in Umzugskartons gestopft worden sind? Nutze diese Behältnisse doch gleich für den Transport und um Kleidung zu verpacken. Auch Wäschekörbe eignen sich hervorragend als Transportbehältnis beim Umzug.