Umzug während der Schwangerschaft – Hilfreiche Tipps

Ein Umzug während der Schwangerschaft ist alles andere als ein gewöhnlicher Umzug. Dennoch suchen viele Paare sofort nach einer größeren Wohnung oder einem Haus, wenn sie erfahren, dass sie Nachwuchs erwarten. Schließlich soll die junge Familie ausreichend Platz haben. Dabei solltest du gut überlegen, ob du dir einen Umzug während der Schwangerschaft wirklich zumuten möchtest. Denn selbst dann, wenn du ein Umzugsunternehmen mit einem Komplettumzug beauftragst und dich nicht einmal um das Kistenpacken selbst kümmern musst, ist ein Umzug immer noch mit viel Stress verbunden. Schließlich kann ein Umzug nicht nur körperlich, sondern auch emotional belastend sein. Wie ein stressfreier Umzug in der Schwangerschaft dennoch gelingen kann, möchte ich dir jetzt verraten.

Mute dir nicht zu viel zu

Unabhängig davon, in welchem Stadium deiner Schwangerschaft du dich gerade befindest, solltest du keine schweren Gegenstände heben oder tragen. Ein Umzugskarton, der meist um die 15 Kilogramm wiegt, ist also definitiv viel zu schwer für dich. Auch wenn du dich eigentlich noch fit fühlst und gerade am Anfang deiner Schwangerschaft noch sehr ehrgeizig bist, solltest du lieber die Finger von den Umzugskartons lassen. Die Aufgabe des Packens darfst du also getrost an die folgenden Personen abgeben:

Kartons schonend packen

Wenn du deine Kisten unbedingt selbst packen möchtest, solltest du dich dabei nicht zu tief bücken müssen. Stelle die Kartons zudem an einem Ort auf, von dem du sie später nicht mehr wegbewegen musst. So kannst du eine Kiste nach der anderen langsam mit deinem Hab und Gut befüllen, ohne die Kisten selbst schleppen zu müssen. Wenn du mit einem Umzugskarton fertig bist, verschließt du diesen einfach und stellst den nächsten Karton auf die bereits gefüllte Kiste. Nun kannst du zumindest leichte Sachen munter weiter in deine Umzugskartons packen. Allerdings solltest du dir auch hierbei nicht zu viel vornehmen und regelmäßige Pausen einliegen. Das kann auch bedeuten, dass du dir eine Liegepause gönnst. Wahrscheinlich wirst du schnell merken, dass dir das Strecken und Bücken als Schwangere doch etwas schwerer fällt. Während du die Kisten befüllst, solltest du diese oben und seitlich beschriften, damit sie in der neuen Wohnung gleich dem richtigen Raum zugeordnet werden können. Denn während du dich auf dein Baby vorbereitest, gibt es ohnehin viel zu bedenken, sodass es sinnvoll ist, jegliche unnötige Zusatzarbeit von Anfang zu vermeiden.

Diese Aufgaben solltest du besser anderen überlassen

Doch mit dem Packen der Umzugskartons allein ist es bei deinem Umzug nicht getan. Schließlich will die alte Wohnung vor der Wohnungsübergabe geputzt und renoviert werden und in der neuen Wohnung willst du vielleicht auch noch tapezieren oder einen neuen Boden verlegen. Vor allem die Renovierungsarbeiten solltest du allerdings jemand anderem überlassen. Denn gefährliche Kletterpartien auf einer Leiter sind ebenso wenig etwas für Schwangere wie die chemischen Dämpfe, die ein frisch gestrichenes Zimmer verströmt. Natürlich kannst du die Wandfarbe, Tapeten oder den neuen Boden aussuchen, aber die praktische Umsetzung der Renovierungsmaßnahmen darfst du dann gerne dem werdenden Papa, euren Freunden, der Familie oder professionellen Handwerkern überlassen. Auch der Großputz der alten Wohnung nach dem Auszug kann sehr anstrengend für dich als Schwangere sein und viele Putzmittel sind für werdende Mamas alles andere als ungefährlich.

Unterstützung beim Putzen

Zum Glück gibt es im Internet inzwischen aber viele professionelle Anbieter, sodass du dir einen Putztrupp kinderleicht auch nur für ein paar Stunden ins Haus kommen lassen kannst. Auch wenn dein Umzug in der Schwangerschaft unter Umständen etwas teurer werden könnte, da du wahrscheinlich auf mehr professionelle Hilfe angewiesen sein wirst, ist dies für dich und dein Kind die bessere Wahl. Im Übrigen kannst du diese haushaltsnahen Dienstleistungen dann im kommenden Jahr bei der Steuer geltend machen, sodass die Ausgabe nicht ganz so stark auf dein Haushaltsbudget schlägt.

Weitere Tipps für einen stressfreien Umzug während der Schwangerschaft

Damit ein Umzug während der Schwangerschaft für dich möglichst stressfrei verläuft, sollte dieser so früh wie möglich erfolgen. Denn sonst überkommt dich am Ende vielleicht die blanke Panik, weil du fürchtest, dass du vor der Geburt deines Kindes eventuell nicht mit allem fertig werden könntest. Diesen Stress solltest du dir und deinem Baby besser ersparen. Außerdem kann es sinnvoll sein, wenn du eine Prioritäten- und Aufgabenliste erstellst. So kannst du sichergehen, dass du nichts vergisst und alle Aufgaben entsprechend im Freundes- und Bekanntenkreis oder an professionelle Helfer verteilen. Allerdings solltest du auch wissen, dass du wahrscheinlich einige Abstriche machen musst. Wenn du dich gleich darauf einstellst, dass du eben nicht alle Kisten sofort auspacken und nicht alle Bilder sofort aufhängen wirst, ersparst du dir viel Stress. Konzentriere dich lieber darauf, dass du vor allem das Kinderzimmer zuerst herrichtest, während andere Dinge auch liegenbleiben können.

Nach Hilfe fragen kostet nichts

Denn selbst wenn dein Nestbautrieb um sich greift und du gerne alles schön haben möchtest, bevor das Baby kommt, ist es doch wichtiger, dass es dir und deinem Baby gut geht. Nimm dir also besser nicht zu viel in einer zu kurzen Zeit vor. Bei deiner Planung, wann welche Schritte erledigt sein sollen, kannst du eben nicht davon ausgehen, dass du den gleichen Einsatz erbringen kannst, wie das vor deiner Schwangerschaft noch möglich gewesen wäre. Während des Umzugs bist du also vor allem für die Planung zuständig und ansonsten lautet die Devise: So viel wie möglich delegieren. Wichtig ist dabei vor allem, dass du dich nicht stressen lässt und lieber ein Mal zu viel um Hilfe bittest als ein Mal zu wenig. Dein Körper und dein noch ungeborenes Kind werden es dir mit Sicherheit danken.

Bequemer umziehen mit einem Möbelaufzug

Ob das Treppenhaus nun zu eng ist oder es einfach zu viele Stockwerke bis zu deiner neuen Wohnung sind, um dein Hab und Gut die vielen Treppen nach oben zu schleppen, ein Möbelaufzug kann deinen Umzug zu einer viel komfortableren Angelegenheit machen. Dies setzt natürlich voraus, dass du deine Fenster, deine Balkontür oder die Hausflurfenster auf der Etage deiner neuen Wohnung weit genug öffnen kannst, um auf diesem Weg all deine Möbel in die Wohnung zu transportieren. Darüber hinaus kann die Zahl der Umzugshelfer, die gerade bei großen Umzügen zum Transport deiner Möbel und anderen Haushaltsgegenstände benötigt wird, durch einen Möbelaußenaufzug drastisch reduziert werden. Was alles für einen Möbelaufzug spricht und wann diese Art des Umziehens sinnvoll ist, möchte ich dir an dieser Stelle gerne verraten.

Die Vorteile eines Möbelaufzugs

Bei einem Möbelaufzug handelt es sich also um einen mobilen Aufzug, der einer Drehleiter, wie du sie wahrscheinlich bereits von Feuerwehrautos kennst, ähnelt. Dabei wird das Kopfstück des Lifts an deinem Balkongeländer oder an der Hausfassade angelehnt, damit der Möbellift dein Hab und Gut bequem in die neue Wohnung transportieren kann. Wenngleich zunächst einmal ein Liftcheck erfolgen sollte, um zu prüfen, ob deine neue Wohnung überhaupt für den Umzug per Möbellift geeignet ist, liegen die Vorteile eines Möbelaufzugs grundsätzlich auf der Hand und lauten wie folgt:

  • es werden weniger Umzugshelfer benötigt
  • ein Möbellift ersetzt mehrere Umzugshelfer und kann somit Personalkosten sparen
  • weniger Zeitaufwand für die Abwicklung des gesamten Umzugs
  • auch Möbel, die nicht durchs Treppenhaus passen, können auf diesem Weg in deine neue Wohnung transportiert werden
  • insgesamt weniger Kraftaufwand
  • geringere Beschädigungen am Mobiliar/ keine Beschädigungen im Treppenhaus

Möbellift bei einem Umzugsunternehmen mieten

Viele Umzugsfirmen vermieten Möbellifte übrigens auch, ohne dass du deinen kompletten Umzug über sie abwickeln musst. Du mietest dann also nur den Möbellift sowie ein bis zwei Personen, welche den Lift korrekt aufbauen und bedienen. Die restlichen Umzugs- und Transportarbeiten kannst du zusammen mit deinen Helfern aus dem Freundes-, Familien- oder Bekanntenkreis selbst übernehmen und so bares Geld sparen. Zum Teil kann es jedoch sinnvoll sein, wenn du auf die professionellen Helfer des Umzugsunternehmens zurückgreifst. Denn dann kannst du den Möbelaußenaufzug oftmals zu einem rabattierten Preis nutzen. Wenn du möchtest, dass selbst ein großer Umzug relativ schnell über die Bühne geht, ist ein Möbellift auf jeden Fall eine sehr gute Wahl.

Wann ein Möbelaufzug nicht die richtige Wahl ist

Allerdings gibt es auch Situationen, in denen ein Möbellift leider nicht zum Einsatz kommen darf. Das kann zum Beispiel bei Dachgeschosswohnungen der Fall sein, sofern es sich um kein Flachdach handelt. Denn dann sind dein Balkon oder deine Fenster wahrscheinlich nach hinten versetzt und für den Möbellift somit nicht zu erreichen, da der Möbelaufzug im oberen Bereich nicht geknickt werden kann. Auch wenn es an der Fassade nicht ausreichend Befestigungsmöglichkeiten für den oberen Teil des Möbelaußenaufzugs gibt, kannst du diesen leider nicht einsetzen.

Der Liftcheck vorab ist unerlässlich

Bevor du eine solche Gerätschaft für deinen Umzug anmietest, solltest du bei der Umzugsfirma also erfragen, ob du ihren Umzugslift für dein Vorhaben überhaupt verwenden kannst. Manche Unternehmen entsenden auch gerne einen Mitarbeiter zu dir nach Hause, damit dieser einen Liftcheck vor Ort machen und die dortigen Gegebenheiten sowohl bei der alten als auch bei der neuen Wohnung auf die Lifttauglichkeit überprüfen kann. Zudem muss vor dem Haus ausreichend Platz sein, um den Möbellift aufstellen zu können. Dazu sind eventuell Absperrungen und Halteverbotszonen erforderlich. Steht ein Baum jedoch ungünstig im Weg, so wirst du den Möbellift leider nicht für deinen kraftsparenden und weniger stressigen Umzug nutzen können.

Komplettumzug: Dein Umzug mit allen erdenklichen Extraleistungen

Wenn Du möglichst stressfrei umziehen und Dich ganz entspannt zurücklehnen möchtest, während andere Deinen Umzug von A bis Z abwickeln, dann ist ein Komplettumzug die richtige Wahl. Ob Du nun schwanger bist, es sich um einen Seniorenumzug handelt oder Du einfach unter Zeitdruck stehst und beruflich stark eingespannt bist, Deinen kompletten Umzug kannst Du einfach den Profis überlassen. Ein Komplettumzug kann dabei nicht nur das Ein- und Auspacken deiner Kisten beinhalten, denn gerne übernimmt ein professionelles Umzugsunternehmen in Deiner Nähe auch weitere Leistungen für Dich. Wie so ein Komplettumzug also aussehen könnte, möchte ich Dir jetzt gerne verraten.

Viele Extraleistungen beim Komplettumzug

Dabei kannst Du Dir Dein Leistungspaket für Deinen Komplettumzug frei Deinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zusammenstellen. Folgende Leistungen sind zum Beispiel denkbar:

  • Ein- und Auspacken Deiner Umzugskartons
  • Auf- und Abbauen Deiner Möbel
  • Transport
  • Bauarbeiten
  • Renovierungsarbeiten
  • Sanierungsarbeiten
  • Montagearbeiten

Bei Deinem sorglosen Komplettumzug sieht Deine neue Wohnung also binnen kürzester Zeit so aus, als würdest Du dort schon ewig wohnen. Vom Anbringen der Lampen und Gardinen bis hin zur Montage Deiner Küche musst Du Dich wahlweise nämlich um nichts kümmern, sofern Du einen Komplettumzug buchst. Einige Umzugsunternehmen haben sich sogar auf so vielseitige Zusatzleistungen spezialisiert, dass sie auch mit fachkundigen Bauarbeitern oder Handwerkern zusammenarbeiten, die auf Wunsch Dein Laminat verlegen, neu tapezieren, für Dich streichen oder eine zusätzliche Wand einziehen. Das Ziel bei Deinem Komplettumzug ist es also, dass Deine neue Wohnung am Ende binnen kurzer Zeit so aussieht, wie Du es Dir wünschst, ohne dass Du dafür selbst bei Deinem Umzug schuften musstest. Selbst, wenn es um den Nachsendeantrag oder das Ummelden bei verschiedenen Dienstleistern geht, kann Dir ein professionelles Umzugsunternehmen kompetent unter die Arme greifen.

Tipps für Deinen Komplettumzug

Auch wenn Du Dein Umzugsunternehmen mit Deinem kompletten Umzug beauftragst, gibt es einige Dinge, die Du dennoch nicht aus der Hand geben sollest. Am besten erstellst Du zunächst eine Liste mit allen anfallenden Arbeiten. So kannst Du Dich bezüglich der gewünschten Leistungen einfacher mit Deinem Umzugsunternehmen besprechen. In diesem Zusammenhang wird Dir wahrscheinlich auch klar werden, dass es einige Aufgaben gibt, die eben nur Du allein übernehmen kannst. Denn auch wenn die Umzugsprofis grundsätzlich den Umzug deines kompletten Hab und Guts bewältigen können, möchtest Du einige sehr private Gegenstände bestimmt lieber selbst in Deine Umzugskartons packen. Zudem ist es wichtig, dass Du eine solide Vertrauensbasis zu Deinem Umzugsunternehmen aufbauen kannst. Wenn die Umzugshelfer sogar Deine Kartons packen, stehen die Chancen plötzlich viel größer, dass etwas unbemerkt verschwindet. Wertgegenstände, wie Schmuck oder kleinere Gadgets, solltest Du daher selbst einpacken und transportieren, damit Du gar nicht erst Gefahr läufst, dass diese während des Komplettumzugs abhanden kommen.

Kostenkalkulation und Versicherungen

Um Dein Gewissen zu beruhigen, kannst Du bei Deinem Umzugsunternehmen zudem nachfragen, inwiefern Du abgesichert bist, falls während des Umzugs doch einige Deiner Wertgegenstände verschwinden sollten (hierzu kann ich dir auch meinen Artikel ‚Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?‘ ans Herz legen). Bedenke zudem, dass ein Komplettumzug mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist als ein Standardumzug. Daher solltest Du nicht nur verschiedene Angebote einholen, sondern die unterschiedlichen Leistungen sollten auch als einzelne Kostenpunkte in dem Angebot zu finden sein. So kannst Du für Dich individuell entscheiden, welche Leistungen Dir Dein Geld wirklich wert sind und welche Arbeiten Du in Anbetracht der hohen Kosten vielleicht doch lieber eigenhändig übernimmst.

Einrichtungsplan erstellen: Erleichterung vor und während Deinem Umzug

Endlich hast Du Deine Traumwohnung gefunden und malst Dir bestimmt bereits im Kopf aus, wie sie schlussendlich eingerichtet aussehen wird. Doch wieso nur im Kopf? Ich verrate Dir heute, wie Du einen Einrichtungsplan zu Papier bringst. So kannst Du nämlich nicht nur besser planen wie die Räume später aussehen sollen, sondern Du kannst auch direkt am Umzugstag dafür sorgen, dass alle Umzugshelfer die jeweiligen Möbel und Kartons an den richtigen Platz bringen. Ein Einrichtungsplan stellt deshalb vor und während Deinem Umzug eine große Erleichterung für alle Beteiligten dar – vor allem für Dich als Koordinator/in.

Schritt 1: Den Grundriss skizzieren

Bevor Du planst, welche Möbel wo hinsollen, brauchst Du natürlich erst einmal einen Grundriss Deiner neuen Wohnung. Dieser muss unbedingt maßstabsgetreu sein, damit Du später beim Einrichten keine bösen Überraschungen erlebst. Frage daher entweder den Vermieter beziehungsweise Verkäufer der neuen Wohnung, ob er Dir einen Grundriss als Kopie aushändigen kann. Oder aber Du machst Dich selbst mit Zollstock, Stift und Papier ans Werk und skizzierst einen eigenen Grundriss. Wichtig dabei ist, dass Du auch alle Türen, Fenster, Heizungen, Rohre, Anschlüsse, Antennen usw. maßstabsgetreu vermerkst. So weißt Du nämlich später, wo die Waschmaschine hin muss oder wie weit das Bett aufgrund des Heizkörpers vom Fenster entfernt platziert werden sollte. Bei Fenstern und Türen musst Du unbedingt auch vermerken, in welche Richtung sich diese öffnen. Am einfachsten lässt sich die Skizze eines Grundrisses übrigens auf Millimeterpapier anfertigen. Wähle dafür einen Maßstab von 1:20, also entspricht ein Meter in der Wohnung fünf Zentimetern auf dem Papier. So hast Du ausreichend Platz, um später die Möbel, Teppiche, Lampen etc. einzukleben. Falls nötig, kannst Du einen größeren Papierbogen kaufen oder einfach mehrere DIN-A4-Blätter aneinanderkleben.

Schritt 2: Die fixen Möbel einzeichnen

Fixe Möbel? Was soll denn das sein? Mit fixen Möbel meine ich jene Möbelstücke und elektronischen Geräte, deren Platz Du nicht frei wählen kannst. Entweder, weil diese einen entsprechenden Anschluss benötigen, wie zum Beispiel der Herd oder die Waschmaschine, oder aber weil nur an dieser einen Stelle ausreichend Platz für das Ecksofa ist.

Schritt 3: Die variablen Möbel platzieren

Nun kannst Du alle weiteren Möbel frei nach Belieben in Deinem Grundriss platzieren. Am besten geht das, wenn Du diese aus einem weiteren Stück Papier maßstabsgetreu ausschneidest und beschriftest. Nun kannst Du diese auf den Grundriss legen und so lange hin- und herschieben, bis Du mit der Einrichtung zufrieden bist. Außerdem kannst Du jetzt optimal Möbel übereinanderlegen, zum Beispiel den Couchtisch auf den Wohnzimmerteppich. Beachte unbedingt, dass zwischen den Möbeln ausreichend Platz für Durchgänge sein muss. In der Regel werden dafür mindestens 75 Zentimeter veranschlagt. Hast Du die optimale Stelle gefunden, klebst Du die Möbel entsprechend fest. Umrande jetzt die ausgeschnittenen Möbel mit einem dicken Filzstift, sodass sie sich noch besser vom Grundriss abheben.

Schritt 4: Einrichtungsplan kopieren und an Umzugshelfer verteilen

Nun hast Du den fertigen Einrichtungsplan und kannst diesen in beliebiger Anzahl kopieren. Wofür? Ganz einfach: Jeder Deiner Umzugshelfer und Möbelpacker sollte am Umzugstag einen solchen Einrichtungsplan von Dir erhalten. So können diese alle Möbel direkt an den späteren Standort bringen. Je verständlicher der Einrichtungsplan gestaltet ist, desto weniger Aufwand hast Du während des Umzugs mit der Koordination der Umzugshelfer.

Schritt 5: Kartons richtig packen und beschriften

Zuletzt bietet es sich auch an, die Umzugskartons so zu packen, dass diese eindeutig einem der Räume zugeordnet werden können. Beschrifte sie dann entsprechend mit denselben Raumbezeichnungen, welche Du auch auf dem Einrichtungsplan vermerkt hast. So wissen auch hier alle Umzugshelfer direkt, wo welcher Karton am Ende stehen sollte. Mehr Tipps dazu findest du übrigens im Artikel: Umzugskartons richtig packen.

Extra-Tipp: Online-Einrichtungsplaner verwenden

Zuletzt habe ich noch einen praktischen Extra-Tipp für Dich im Gepäck: Im Internet gibt es mittlerweile zahlreiche Anbieter, die Dir die Erstellung eines Einrichtungsplans direkt online ermöglichen. Einige davon gibt es sogar bereits in 3D. Nach einer kurzen Einarbeitung hast Du so einen einfachen und schnellen Weg gefunden, einen besonders realistischen Einrichtungsplan zu erstellen. Ein solches Angebot findest Du zum Beispiel unter www.everyday-feng-shui.de. Planen, ausdrucken, fertig!

Außerdem ….

… sollte dein Einrichtungsplan natürlich beim Ein- und Ausladen des Umzugs-LKW Berücksichtigung finden (was es da ansonsten zu beachten gilt, dass verrate ich dir hier). Jeder deiner Helfer sollte den Einrichtungsplan verinnerlichen. So vermeidest du die zahlreichen Fragen á la „Wo kommt das denn hin?“ beim Entladen des Transporters oder Umzugs-LKWs. Außerdem kann man das Fahrzeug natürlich entsprechend des Einrichtungsplans geschickt beladen.

Mein Tipp: Stapel die Kartons so, dass beim Entladen Kartons für unterschiedliche Räume nacheinander abgeladen werden. So erhält der erste Helfer bspw. einen Karton fürs Schlafzimmer, der zweite Helfer einen Karton für die Küche und der dritte Helfer einen Umzugskarton fürs Wohnzimmer. In deinen neuen Räumen verläuft sich der Umzugs-Traffic dann ein bisschen und deine Helfer stehen sich nicht auf den Füßen herum! Außerdem solltest du den Helfern den Rücken frei halten, die noch etwas aufzubauen haben. Gibt es bspw. einen großen Schrank der zu aller erst im Wohnzimmer aufgebaut werden soll und der daher vorne im LKW steht, dann solltest du beim Entladen andere Sachen für das Wohnzimmer eher auf der anderen Seite des LKWs stapeln um deinen Helfern möglichst lange, möglichst viel Freiraum zum Aufbauen zu geben!

Umzug für Senioren Teil 3: So sparst Du beim Umzug richtig Geld

Im zweiten Teil der Artikelserie „Umzug für Senioren“ habe ich Dir erläutert, wie Du ein passendes Umzugsunternehmen finden kannst und weshalb Du vom Komplett-Service der Unternehmen profitierst, die sich auf Seniorenumzüge spezialisiert haben. Allerdings handelt es sich dabei natürlich um eine eher teure Methode des Umziehens. Wenn Du Deinen Umzug stattdessen so günstig wie möglich gestalten möchtest, habe ich jetzt 5 nützliche Tipps für Dich:

1. Den Umzugstermin richtig legen

Nimmst Du die Leistungen eines Umzugsunternehmens in Anspruch oder mietest einen Umzugswagen, kannst Du mit der richtigen Wahl des Umzugstermines viel Geld sparen. Die meisten Umzüge finden nämlich entweder zum ersten oder 15. eines Monats statt. Hier sind die Unternehmen regelmäßig ausgebucht, Du musst den Anbieter früh kontaktieren und hohe Preise bezahlen. Am 8., 10., 18., 23. oder einem sonstigen Termin mitten im Monat, sind die Angebote der Umzugsunternehmen hingegen häufig viel günstiger. Und noch einen Vorteil hast Du gegenüber den Arbeitnehmern und Studenten: Wenn Du dann auch noch anstelle des Wochenendes unter der Woche umziehst, findest Du gewiss echte Schnäppchen. Lass Dir hierzu von mehreren Umzugsunternehmen Angebote unterbreiten.

2. Auch der Umzugswagen kann teuer werden, muss er aber nicht

Ein zweiter großer Faktor bei einem Umzug ist der Umzugswagen. Nimmst Du den Service eines Umzugsunternehmens in Anspruch, ist dieser bereits im Preis inbegriffen. Ziehst Du allerdings auf eigene Faust um, musst Du einen entsprechenden Transporter extern mieten. Bezahlt wird dieser dann meist nach Größe und Mietdauer. Reduzierst Du beide, kannst Du viel Geld sparen. Das bedeutet: Schätze den Umfang Deines Mobiliars richtig ein, transportiere kleine Kartons lieber mit dem PKW und miete den kleinstmöglichen Transporter. Um die benötigte Größe so realistisch wie möglich einzuschätzen, kannst Du auf entsprechende Umzugsrechner im Internet zurückgreifen oder Dir bei einer kostenlosen Beratung durch einen Fachmann helfen lassen. Manchmal muss es dann gar nicht der Kleintransporter sein, sondern der Kombi Deines Schwagers ist vollkommen ausreichend. Mietest Du trotzdem extra ein Fahrzeug, versuch es erst kurz vor dem Umzug zu holen und anschließend direkt zurück zu bringen. Auch hier bist Du übrigens unter der Woche häufig günstiger dran als am Wochenende… Bestimmt ist in diesem Falle auch mein Tipp zum Low-Budget-Transporter aus dem Baumarkt für dich interessant!

3. An Kartons kannst Du sparen

Ja, die Umzugskartons sind ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, dabei brauchst Du diese nach Deinem Umzug eigentlich nicht mehr. Wieso also solltest Du viel Geld für Kartons ausgeben? Kleidung kannst Du auch in Wäschekörben transportieren und den Rest packst Du kurzerhand in Bananenkartons und Obstkisten. Diese sind häufig sogar stabiler als konventionelle Umzugskartons und zudem absolut kostenfrei. Frag einfach einmal in Deinem Supermarkt um die Ecke nach!

Lies dir auch unbedingt meine Tipps dazu durch, wie man Umzugskartons richtig packt, denn eins ist doch wohl klar: Nur wer das vorhandene Material optimal ausnutzt, der kann kräftig sparen!

4. Den Umzug steuerlich geltend machen

Auch der Staat greift Dir bei Deinem Umzug indirekt unter die Arme, indem Du einige der Umzugskosten von der Steuer absetzen kannst. Behalte daher unbedingt alle Quittungen auf. Ziehst Du als Senior aus gesundheitlichen Gründen um und kannst nachweisen, dass dadurch Deine Lebensbedingungen nachhaltig verbessert werden, hast Du gegenüber „normalen Umzüglern“ nämlich steuerlich zahlreiche Vorteile. Als Werbungskosten oder haushaltsnahe Dienstleistungen kannst Du dann folgende Umzugskosten bei Deiner nächsten Steuererklärung komplett geltend machen:

  • Ummeldegebühren
  • Kosten für den Auf- und Abbau von Haushaltsgeräten
  • Gebühren für Wohnungsannoncen
  • Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung
  • Verpflegungskosten und Trinkgeld für die Umzugshelfer (privat und beruflich) sowie die Möbelpacker

Ergänzende Informationen zum steuerlichen Abzug von Umzügen findest du auch in meinem Tipp zur Umzugskostenpauschale.

5. Zahlreiche Fördermöglichkeiten für Seniorenumzüge

Übrigens hast Du, je nachdem aus welchem Grund Du umziehst, eventuell Anspruch auf Fördergelder von Deiner Krankenversicherung, Pflegekasse oder dem Sozialamt. So werden nicht nur barrierefreie Umbauten von der KfW gefördert, auch gesundheitlich bedingte Umzüge oder der Umzug in ein Pflegeheim werden durch externe Gelder unterstützt. Frage hierfür am besten einmal bei Deiner Krankenkasse nach oder kontaktiere das ortsansässige Sozialamt.

Übrigens: Weitere Informationen zu dem Umzugskosten und andere Sparmöglichkeiten findest du auch in diesem Tipp.

Umzugskosten: Was kostet ein Umzug + Die besten Spar-Tipps?!

Die Kosten für einen Umzug können stark schwanken, je nachdem, wie viele Personen umziehen, wie viele Möbel transportiert werden müssen und wie weit das neue Zuhause entfernt ist. Es ist daher immer gut, bereits im Voraus die Kosten für den Umzug zu berechnen und die Finanzen sinnvoll einzuplanen. Denn wo hohe Kosten sind, kannst Du stets auch viel einsparen. Und du möchtest ja gewiss schon gerne frühzeitig wissen, ob Dich der Umzug 200 oder 2.000 Euro kosten wird, oder? Ich habe Dir deshalb hier alles rund um die Kosten für einen Umzug und hilfreiche Spar-Tipps zusammengetragen.

Welche Kosten kommen überhaupt auf Dich zu?

Die größte Schwierigkeit bei der frühzeitigen Kostenberechnung für einen Umzug liegt darin, alle Kostenfaktoren mit einzuberechnen und abschätzen zu können. Denn vom Makler bis zum Trinkgeld für Handwerker, fallen bei einem Umzug die unterschiedlichsten Kosten an, die wiederum individuell unterschiedlich sind. Hierzu gehören beispielsweise

  • Maklerkosten
  • Mietkaution
  • Renovierungskosten
  • Handwerkerlöhne
  • Trinkgelder
  • Verpflegung am Umzugstag
  • Verwaltungskosten bei den Behörden
  • Umzugskartons und Packmaterial
  • Kosten für Installateure oder Elektriker
  • Parkgebühren
  • Kosten für den Nachsendeauftrag
  • Ummeldung von Internet, Telefon, Strom und Gas
  • Kosten für ein professionelles Umzugsunternehmen
  • Miete eines Transporters oder LKWs für den Umzug
  • Engagieren von externen Umzugshelfern
  • Kaufen von Umzugskartons und Bücherkartons
  • uvm.

Wie kannst Du die Kosten kalkulieren?

Manche Kosten sind unvermeidbar, andere kannst Du guten Gewissens einsparen. Doch auch für einen Umzug in kompletter Eigenregie solltest Du rund 500 bis 1.000 Euro einplanen. Musst Du einen Sprinter mieten, so kommen noch einmal etwa 60 bis 90 Euro pro Tag hinzu, bei einem 2,4 Tonner liegen die Preise zwischen 120 und 190 Euro täglich. Zudem musst Du die Verpflegung der freiwilligen Helfer einberechnen. Du brauchst noch mehr Hilfe, möchtest aber das Geld für eine Spedition sparen? Dann hole Dir doch ein paar studentische Hilfskräfte für etwa zehn bis zwölf Euro pro Stunde. Mit einberechnen musst Du auch die Benzinkosten, Packmaterialien, Schönheitsreparaturen, wie das Streichen der Wände, und ein Polster von 150 Euro für unvorhergesehene Kosten. Bei einem Umzug geht schließlich einmal etwas zu Bruch.

Sobald Du ein professionelles Umzugsunternehmen beauftragst, wird der Umzug natürlich entsprechend teurer. In der Regel kannst Du dann aus verschiedenen Leistungspaketen wählen. Beim Full-Service-Angebot sind beispielsweise das Verpacken, Ab- und Aufbauen der Möbel mit dabei, doch Du kannst auch lediglich den Transport buchen. Manche Firmen bieten zudem weitere organisatorische Leistungen an, wie die Anmeldung der Parkverbotszone für den Umzugstag. Für eine realistische Kostenkalkulation solltest Du Dir von mehreren Umzugsunternehmen einen Kostenvoranschlag aufstellen lassen und diese vergleichen. Als groben Anhaltspunkt findest Du aber auch im Internet zahlreiche Umzugskostenrechner. So belaufen sich die geschätzten Kosten für ein Umzugsunternehmen bei einem Umzug mit 200 Kilometer Entfernung auf etwa

  • 950 Euro für 50 m²
  • 1.200 Euro für 80 m²
  • 1.375 Euro für 100 m²
  • 1.800 Euro für 150 m²

Wie kannst Du beim Umzug so richtig viel Geld sparen?

Der Vorteil ist: Wo hohe Kosten sind, kannst Du auch immer viel Geld sparen. Deshalb habe ich Dir nun die wichtigsten Spar-Tipps für Deinen Umzug zusammengetragen:

  1. Laderaum genau abschätzen: Je größer das Fahrzeug, desto höher sind nicht nur seine Mietkosten, sondern auch die für das Benzin aufgrund des höheren Verbrauchs. Manche Umzugsunternehmen bieten diesbezüglich einen kostenlosen Vor-Ort-Service an.
  2. Autovermietungen und Umzugsunternehmen vergleichen: Immer dann, wenn ein externer Dienstleister mit ins Spiel kommt, weil Du eine Spedition beauftragst oder einen Transporter mieten möchtest, solltest Du unbedingt mehrere Anbieter vergleichen. Lasse Dir von unterschiedlichen Firmen einen verbindlichen Kostenvoranschlag machen und entscheide Dich dann für das günstigste Angebot.
  3. Auch beim Packen kannst du bereits kräftig sparen! Verwende Materialien, die du kostenlos bekommst. Zum Beispiel Bananenkartons aus dem Supermarkt, sammele kostenlose Tageszeitungen um Material zum Umwickeln von zerbrechlichen Gegenständen zu haben und packe alles so clever zusammen, dass du wenige Kartons benötigst. Hier findest du Spartipps zum cleveren Packen der Umzugskartons und hier findest Infos dazu, wie viele Umzugskartons du für deinen Umzug brauchen wirst. Mit meinem Umzugskartonrechner kannst du zusätzlich schnell und einfach bestimmen, wieviele Kartons du beschaffen musst.
  4. Den richtigen Zeitraum wählen: Die Kosten für eine Spedition oder Autovermietung hängen auch stark vom Wochentag ab. Am Wochenende beispielsweise, ziehen immer viele Menschen um. Ebenso zum Ende und zur Mitte eines Monats, da der Mietbeginn in der neuen Wohnung in der Regel am 1. oder 15. datiert ist. Wenn Du diese Zeiträume also meidest, kannst Du von besonders günstigen Sonderangeboten profitieren.
  5. Schönheitsreparaturen vermeiden: Dein Mietvertrag regelt, ob und inwiefern Du Schönheitsreparaturen beim Auszug aus der alten Wohnung vornehmen musst. Manchmal wurde auch eine anteilige Kostenübernahme für Renovierungskosten vereinbart, dies ist jedoch eher der Sonderfall. Normalerweise musst Du beim Auszug nicht viel mehr machen, als die Wände und eventuell die Decken zu streichen, die Farbe dafür kostet nur rund 25 Euro. Verlangt der Vermieter mehr, so informiere Dich noch einmal ausführlich über Deine Rechte und Pflichten. Viele der Klauseln sind nach dem neuesten Recht nämlich ungültig. So kannst Du die Kosten und den Aufwand für unnötige Schönheitsreparaturen vermeiden.
  6. Strom- und Gasanbieter vergleichen: Bei einem Umzug hast Du normalerweise ein Sonderkündigungsrecht bei dem jeweiligen Strom- und Gasanbieter. Das ist doch die perfekte Gelegenheit, wieder einmal die aktuellen Tarife zu vergleichen, bevor Du neue Verträge abschließt. Dies kann Einsparungen von mehreren Hundert Euro pro Jahr bedeuten.
  7. Günstige Hilfskräfte suchen: Wenn Du noch Bedarf an Hilfskräften hast, gibt es auch günstigere Varianten als das professionelle Umzugsunternehmen. Im Internet beispielsweise, tummeln sich zahlreiche Studenten, die sich gerne etwas als Möbelpacker dazu verdienen würden. Hier musst Du jedoch auf eine ausreichende Versicherung aller Beteiligten achten. Auf Nummer sicher kannst Du beispielsweise auch mit Zeitarbeitern gehen. Hier übernimmt in der Regel die Leiharbeitsfirma selbst das Organisatorische sowie die Versicherungen und Du fährst immer noch deutlich günstiger als mit der Spedition. Am Trinkgeld und der Verpflegung jedoch, solltest Du nicht sparen.
  8. Umzug steuerlich absetzen: Zuletzt kannst Du einige der Umzugskosten auch noch absetzen und so am Ende des Jahres Steuern sparen. Wichtig ist, dass Du Dir deshalb jede Leistung quittieren lässt und die Belege unbedingt aufbewahrst. Bei einem beruflich bedingten Umzug beispielsweise, kannst Du viele Kosten als Werbungskosten in voller Höhe ansetzen und auch bei privaten Umzügen lässt sich Geld über die „haushaltsnahe Dienstleistungen“ wieder reinholen (z.B. für das Umzugsunternehmen oder Handwerker). Die Transport-, Makler- und Reisekosten lassen sich (bei einem beruflichen Umzug) zudem auch als Werbungskosten geltend machen und selbst bis zu sechs Monatsmieten für die alte und bis zu drei Mietzahlungen für die neue Wohnung lassen sich so ebenfalls steuerlich absetzen, wenn der Mietvertrag nicht rechtzeitig gekündigt werden konnte. Auch 75 Prozent der Kosten für Deinen neuen Herd kannst Du beim Finanzamt einreichen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Spaß beim Umziehen und Sparen…

Umzug ins Ausland – Worauf musst Du achten?

Sobald es über eine oder mehrere Ländergrenzen hinweg geht, wird Dein Umzug etwas komplizierter. Neue Gesetze und Regelungen, andere Formalitäten und eventuell eine neue Sprache erfordern daher deutlich mehr Vorbereitungen, als wenn Du Deinen Wohnsitz nur innerhalb Deutschlands verlagerst. Zudem gibt es große Unterschiede zwischen den Zielländern. Während in der Europäischen Union nämlich ein Wohn- und Arbeitsrecht besteht, musst Du anderswo erst einmal ein Visum beantragen. Ich habe Dir deshalb eine Checkliste zusammengestellt, worauf Du bei Deinem Umzug ins Ausland unbedingt achten musst:

  • Abmeldung: Wenn Du in Deutschland umziehst, übernimmt das Einwohnermeldeamt des neuen Wohnortes die Abmeldung bei Deinem alten. Alle Informationen hierzu findest Du im Artikel „Ummelden beim Umzug. Wann, wie, wo?“. Wenn Du ins Ausland ziehst, musst Du Dich allerdings an Deinem deutschen Wohnort abmelden. Eine Abmeldung ist außerdem beim Finanzamt notwendig, bei der KFZ-Zulassungsbehörde, der Familienkasse, dem Sozialamt, der Rentenkasse usw.
  • Arbeitserlaubnis: Wenn Du im Ausland leben und arbeiten möchtest, benötigst Du eine Arbeitserlaubnis. Im EU-Ausland erhältst Du diese bei der zuständigen Meldebehörde des jeweiligen Ziellandes. Bringe hierfür Deinen Personalausweis sowie Deinen Arbeitsvertrag mit zur Behörde.
  • Aufenthaltsgenehmigung: Informiere Dich rechtzeitig über die Notwendigkeit einer Aufenthaltsgenehmigung in Deinem neuen Wohnort und beantrage diese gegebenenfalls für Dich und Deine Familie. Das Visum erhältst Du beim jeweiligen Konsulat des Landes.
  • Bankgeschäfte: Vereinbare einen Beratungstermin bei Deiner Bank und informiere Dich über die Möglichkeiten, wenn Du im Ausland wohnst. Musst Du Deine Bank wechseln oder ein neues Konto eröffnen, solltest Du Dir rechtzeitig eine geeignete Bank aussuchen und einen entsprechenden Antrag stellen. Erteile außerdem, wenn nötig, Bankvollmachten an Dritte.
  • Führerschein: Informiere Dich bei der Botschaft Deines Ziellandes, ob Du einen internationalen Führerschein benötigst.
  • Gesundheitscheck: Lasse Dich vor Deinem Umzug noch einmal von Deinem Hausarzt durchchecken und beraten. Dieser kann Dich ebenso darüber aufklären, ob und welche Impfungen in dem Zielland empfohlen werden. Solltest Du gesundheitliche Probleme haben oder Medikamente benötigen, informiere Dich rechtzeitig vorher über die medizinische Weiterversorgung im neuen Wohnort und kontaktiere den entsprechenden Arzt bereits vor Deinem Umzug. Lasse Dir außerdem einer Kopie der wichtigsten Arztberichte erstellen und sie gegebenenfalls auf die Sprache des Ziellandes übersetzen.
  • Haustiere: Bezüglich der Einfuhr von Haustieren bestehen in den Ländern unterschiedliche Regelungen. In der EU wurden diese mittlerweile größtenteils vereinheitlicht. Informiere Dich bei der Botschaft oder ausländischen Vertretung Deines Ziellandes über die jeweiligen Bestimmungen. Häufig sind spezielle Impfungen vorgeschrieben oder es gelten feste Fristen für Quarantäne-Aufenthalte. Organisiere außerdem rechtzeitig den Transport Deiner tierischen Freunde.
  • Kommunikationsgeräte: Du musst in deinem neuen Wohnort in der Regel auch neue Verträge für Deine Kommunikationsgeräte abschließen. Melde Deinen Fernseher, das Internet, Telefon und Mobiltelefon an. Mit einem Anbietervergleich im Internet kannst Du dabei viel Geld sparen.
  • Kultur: Informiere Dich unbedingt über die Kultur in Deiner neuen Heimat. Denn der Tritt in ein Fettnäpfchen kann nicht nur unangenehm, sondern teilweise auch sehr teuer werden: Gedankenloses Wegwerfen von Müll oder der Kaugummi auf der Straße kosten in Singapur beispielsweise bis zu 4.000 Dollar. Besonders gravierend sind die Unterschiede natürlich, wenn Du in ein Land mit einer anderen Religion ziehst, unterschätze aber auch nicht die kulturellen und rechtlichen Unterschiede zwischen EU-Ländern. Informationen sind vor dem Umzug deshalb das A und O.
  • Nachsendeauftrag: Richte spätestens zwei Wochen vor Deinem Umzug einen Nachsendeauftrag bei der Post ein. Alle hierfür notwendigen Informationen erhältst Du im Artikel „Nachsendeauftrag beim Umzug: Brauchst Du ihn und wie funktioniert er?
  • Pflanzen: Tatsächlich darfst Du nicht immer all Deine Pflanzen mit ins Zielland bringen. Informiere Dich deshalb unter www.auswaertiges-amt.de über die jeweiligen Bestimmungen.
  • Reisedokumente: Prüfe rechtzeitig die Gültigkeit Deiner Ausweispapiere sowie die Deiner Familie. Beantrage, wenn nötig, rechtzeitig Reisepässe. Beachte hierbei, dass die Ausstellung eines Reisepasses bis zu acht Wochen Zeit braucht. Viele Länder erlauben die Einreise außerdem nur, wenn die Ausweisdokumente noch mindestens drei/sechs Monate gültig sind. Prüfe außerdem alle weiteren wichtigen Dokumente auf ihre Vollständigkeit, lasse sie auf die Zielsprache übersetzen und notariell beglaubigen. Hierzu gehören beispielsweise eine Geburts- oder die Heiratsurkunde.
  • Spedition: Wenn Du ein Umzugsunternehmen beauftragen möchtest, so wähle eines, das sich auf Auslandsumzüge spezialisiert hat. Dieses kennt sich mit den Zollbestimmungen aus und kann Dir gewiss noch die ein oder andere wichtige Frage beantworten. Hole Dir verschiedene Angebote ein, vergleiche sie und buche das beste Angebot so früh wie möglich.
  • Sprachkurs: Andere Länder, andere Sprachen – Wenn Du in ein Land umziehst, in welchem eine andere Sprache gesprochen wird, solltest Du bereits im Voraus die Grundlagen der Sprache erlernen oder Deine Sprachkenntnisse in einem Sprachkurs noch einmal auffrischen.
  • Steckdosenadapter: Bedenke, dass die Steckdosen in verschiedenen Ländern auch unterschiedlich aussehen. Es kann also sein, dass der Fernseher, Wasserkocher oder Staubsauger im Zielland nicht mehr funktionieren. Kaufe Dir deshalb frühzeitig ausreichend Steckdosenadapter oder überlege, welche elektronischen Geräte Du doch lieber noch vor dem Umzug als Kleinanzeige verkaufen möchtest.
  • Versicherungen: Kläre ab, welche Versicherungen Du im Ausland benötigst, welche bereits bestehenden Versicherungen Du behalten kannst und welche Du kündigen solltest. Beachte hierbei die vorgeschriebenen Kündigungsfristen. Nicht alle Versicherungen sind auch im Ausland gültig, manchmal kannst Du den Vertrag aber entsprechend anpassen lassen. Kläre außerdem mit Deiner Krankenkasse ab, inwiefern ihre Leistungen auch im Ausland gelten und ob Du eine Zusatzversicherung benötigst.
  • Zoll: Wenn Du Dein Hab und Gut ins Ausland transportierst, musst Du damit rechnen, dass Du dieses teilweise verzollen musst. Für einige der Gegenstände, zum Beispiel das Auto oder einen Fernseher, musst Du deshalb schon frühzeitig einen Zollantrag stellen. Alle Informationen hierzu findest Du unter www.zoll.de

Zuletzt musst Du natürlich auch noch alle Faktoren eines „normalen“ Umzuges im Inland berücksichtigen, beispielsweise Deine Wohnung rechtzeitig zu kündigen oder zu prüfen, ob Schönheitsreparaturen anfallen. Hierzu habe ich Dir in den unterschiedlichen Artikeln bereits zahlreiche Informationen zusammengetragen. Und nun wünsche ich Dir viel Erfolg bei deinem Umzug ins Ausland…

Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?

Bei quasi jedem Umzug geht irgendetwas zu Bruch. Seien es eine alte Vase, Sektgläser oder ein dicker Kratzer in der Kommode. Und die ein oder andere Sache geht sogar einmal ganz verloren. Doch haftet das georderte Umzugsunternehmen überhaupt für Schäden und Verluste an den transportierten Gegenständen? Was musst Du beachten, damit Du hinterher nicht auf den Kosten sitzen bleibst?

Grundsatz zur Haftung einer Spedition

Wie jede Rechtsfrage, ist auch die nach der Haftung eines Umzugsunternehmens sehr komplex. Grundsätzlich gilt aber, dass eine Spedition für Schäden und Verluste während des gesamten Umzugs haftet. Doch bei jeder Regel gibt es Ausnahmen und die sehen in diesem Fall wie folgt aus:

  • Die Haftung ist auf 620 Euro pro Kubikmeter an Laderaum beschränkt.
    Der Schaden muss eindeutig, nachweislich und alleinig durch die Spedition verursacht worden sein.
  • Bei einem Schaden oder Verlust durch „höhere Gewalt“, sprich eine Naturgewalt oder einen Unfall mit Fahrerflucht etc., trägt die Spedition keine Schuld und damit haftet sie auch nicht für den entstandenen Schaden.
  • Die Haftung ist allgemein auf das Dreifache des Betrages der Fracht begrenzt.
  • Gehaftet wird zudem generell nicht, wenn es sich um Wertgegenstände, Elektrogeräte, Pflanzen oder Tiere handelt.
  • Für Ware, die unzureichend verpackt oder unklar beschriftet wurde, übernimmt das Umzugsunternehmen ebenfalls keine Haftung.
  • Gehaftet wird auch nicht für die Fracht, die aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit leicht zerstörbar ist, zum Beispiel aufgrund von Rost.

Ausschlüsse der Haftung bei Umzugsunternehmen

Natürlich kennen die Speditionsfirmen die Rechtslage in- und auswendig und haben sich in der Regel optimal daran angepasst. Dir sollte daher bewusst sein, dass Du bei einem Rechtsstreit später nur dann eine Chance auf Erfolg hast, wenn Du bereits vor und während des Umzugs alle Grundregeln beachtest. Hierfür eine kurze Checkliste:

  • Werfe vor dem Unterschreiben einen Blick in den Vertrag, vor allem die Rubrik der Haftungsausschlüsse.
  • Überlege Dir, ob Du vielleicht liebe einen „Komfortumzug“ wählst. Hierbei übernimmt die Spedition auch das Verpacken der Fracht. Denn überall dort, wo Du selbst Hand anlegst, ist das Unternehmen nicht mehr haftbar. Ein Karton, den Du gepackt hast, kommt beschädigt an? Oder der Frachtführer hat Dich auf die nicht optimalen Größen- und Raumverhältnisse des Transporters aufmerksam gemacht? In beiden Fällen musst Du den Schaden anschließend selbst verantworten. Da ist es manchmal geschickter, die Verantwortung komplett an das Unternehmen abzugeben und dafür ein bisschen tiefer in den Geldbeutel zu greifen.
  • Mache das Umzugsunternehmen frühzeitig auf wertvolle Güter, zum Beispiel ein Erbstück, aufmerksam. Kleingegenstände, Pflanzen oder Tiere kannst Du vielleicht auch lieber selbst transportieren? Ansonsten wäre es an der Zeit über eine Zusatzversicherung nachzudenken.

Auf Nummer sicher gehen: Die Zusatzversicherung

Sobald die transportierte Fracht den Wert von 620 Euro pro Kubikmeter übersteigt oder unter die Ausschlussklausel fällt, solltest Du dringend eine Zusatzversicherung abschließen. Diese sogenannte Transportversicherung kann zum Beispiel Wertgegenstände, Tiere oder Schäden durch Dritte miteinbeziehen und Du musst Dir um die Haftung keine Sorgen mehr machen. Prüfe aber auch hier unbedingt vorher die Geschäftsbedingungen und schneidere die Zusatzversicherung optimal auf Deine Bedürfnisse zu.

Wie gehst Du bei einem Schaden vor?

Es ist passiert. Die antike Kommode ist verkratzt, ein paar Gläser gingen zu Bruch und Dein ehemaliger Vermieter fordert Schadensersatz von Dir, weil das Treppenhaus beschädigt sei. Was kannst Du jetzt tun?

Wichtig: Die Prävention eines Rechtsstreits beginnt schon vor dem Umzug. Dokumentiere daher alle wichtigen Gegenstände, das Treppenhaus, den Fahrstuhl, eventuell auch das Auto des Nachbarn direkt vor Beginn des Umzuges mit Fotos oder Videos. Eben all jene Gegenstände, die während der Arbeit des Umzugsunternehmens beschädigt werden könnten. Nur so kannst Du hinterher nachweisen, dass das Objekt vor dem Umzug noch heil oder das Treppenhaus schon beschädigt war. Denn nicht selten nutzen Vermieter diese Chance, um alte Schäden kostenfrei beheben zu lassen. Es sind daher stets alle Eventualitäten zu bedenken.

Nun ist tatsächlich ein Schaden entstanden? Dann dokumentierst Du auch diesen per Foto oder Video. Fällt Dir das noch während des Umzuges auf, so solltest Du ihn unbedingt direkt beim Umzugsleiter reklamieren und Dir schriftlich mit einer Unterschrift bestätigen lassen. Ansonsten musst Du den Schaden so schnell wie möglich beim Umzugsunternehmen melden, damit dieser bearbeitet werden kann. Hierfür gilt laut Speditionsverband AMÖ:

  • Du solltest offen ersichtliche Schäden sofort oder spätestens am Tag nach dem Umzug der Spedition melden.
  • Nicht offen ersichtliche Schäden haben eine Anzeigefrist von bis zu 14 Tagen.
  • Die Schäden sollten stets schriftlich spezifiziert werden.
  • Im Zweifelsfall suchst Du Dir Rat bei einem Experten oder Anwalt.

Auch hier lohnt sich der Blick in die Vertragsunterlagen, denn abweichende Regelungen sind möglich. Auf der sicheren Seite bist Du dann, wenn Du die Fracht direkt nach dem Ausladen kontrollierst. Haftet die Spedition für diesen Schaden, so muss sie Dir anschließend einen angemessenen Schadensersatz zahlen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten, die zumeist vorab geregelt sind:

  1. Entweder Dir wird der Zeitwert erstattet, sprich der Kaufpreis abzüglich des Wertverlustes durch Abnutzung,
  2. oder der Wiederbeschaffungswert, also der aktuelle Kaufpreis.

Prüfe vorab welches für Dich das bessere Modell wäre. Im Notfall musst Du Dich anwaltlich beraten lassen oder gerichtlich gegen das Umzugsunternehmen vorgehen. Ich hoffe, das wird bei Dir nicht nötig sein und wünsche Dir einen erfolgreichen Umzug!

Umzug und Steuern: Was ist die „Umzugskostenpauschale“?

Die Kosten für einen Umzug sind oftmals hoch: Renovierung, Handwerker, Transporteure und das Speditionsunternehmen – die Fachkräfte lassen sich für die Hilfe bei Deinem Umzug gut entlohnen. Hinzu kommen zahlreiche Materialkosten oder auch die Ausgaben für die Verpflegung der Helfer am Umzugstag. Doch jetzt die gute Nachricht: Einen Teil all dieser Kosten kannst Du steuerlich geltend machen. Doch was bedeutet eigentlich „Umzugskostenpauschale“ und welche Investitionen kannst Du am Ende vom Jahr absetzen?

Die Umzugskostenpauschale

Deinen Umzug kannst Du im Zuge Deiner nächsten Steuererklärung beim Finanzamt geltend machen. Die sogenannte „Umzugskostenpauschale“ umfasst dabei alle „sonstigen Umzugskosten“, für die Du keine exakten Einzelnachweise erbringen musst.

Wer kann die Umzugskostenpauschale nutzen?

Das Finanzamt erlaubt die pauschale Abrechnung dann, wenn Du für Deinen Umzug mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllst:

  • Du ziehst aus beruflichen Gründen um und trittst eine neue Stelle an oder verkürzt Deinen Arbeitsweg durch den Umzug um mindestens eine Stunde.
  • Der Umzug findet aufgrund von außergewöhnlichen Belastungen statt, zum Beispiel Krankheit oder Behinderung.
  • Eine doppelte Haushaltsführung wird durch den Umzug wieder zusammengeführt oder dauerhaft vermieden.
  • Du bist Auszubildende/r oder Studierende/r und erfüllst mindestens eines der Kriterien.

Welche Kosten fallen unter die Pauschale?

Die Definition der „sonstigen Umzugskosten“ ist vom Finanzamt derzeit allerdings reichlich vage formuliert. Hierunter fallen demnach zum Beispiel Wohnungsanzeigen, Renovierungsarbeiten in Deiner alten Wohnung, Trinkgelder und Verpflegung für die Umzugshelfer, das Anbringen von Lampen und ähnlichen elektrischen Geräten, die Installation sowie der Einbau von Küchengeräten sowie die An- und Ummeldegebühren für Deinen Pkw, den Personalausweis oder einen Telefonanschluss.

Wie hoch sind die Beträge bei der Pauschale?

Nach dem aktuellen Stand (ab Februar 2017) liegt die Umzugskostenpauschale für Verheiratete, Lebenspartner oder Gleichgestellte bei 1.528 Euro. Für Ledige sind es je 764 Euro. Pro Kind oder verwandter Person, die anschließend mit in der neuen Wohnung lebt, erhöht sich der jeweilige Satz zudem um 337 Euro. Sollten für Kinder umzugsbedingte Unterrichtskosten anfallen, so sind diese wiederum mit bis zu 1.841 Euro absetzbar. Bis zum 01. Februar sind es 1.493 Euro für Verheiratete, 746 Euro für Singles und 329 Euro als Erhöhungsbetrag für Kinder und sonstige Angehörige.

Wichtig ist zu wissen, dass sich die Umzugskostenpauschale in regelmäßigen Abständen verändert. Sie wird regelmäßig vom Bundesfinanzministerium angepasst. Bei Anpassungen gibt es dann einen Stichtag, ab dem die neue Pauschale gültig ist. Liegt dein Umzug vor dem Stichtag, so musst du ihn mit „dem alten Satz“ abrechnen, liegt er danach kannst du den neuen (meist höheren) Pauschalbetrag ansetzen. Hier eine Liste der Umzugskostenpauschalen für die letzten Jahre:

Pauschale gilt ab Datum Pauschale Verheiratete Pauschale Singles Erhöhung für Kinder
01.02.2017 1.528 € 764 € 337 €
01.03.2016 1.493 € 746 € 329 €
01.03.2015 1.460 € 730 € 322 €
01.03.2014 1.429 € 715 € 315 €

Der Umzug als Werbungskosten

Doch damit nicht genug: Auch außerhalb der Umzugskostenpauschale kannst Du einige Kosten für Deinen Umzug zusätzlich steuerlich geltend machen. Sollte es sich um einen beruflichen Umzug handeln, so fallen diese in der Regel unter die Werbungskosten. Welche zusätzlichen Kosten können also beim Finanzamt geltend gemacht werden?

  1. Die Maklergebühren sind dann steuerlich absetzbar, wenn diese für die Vermittlung Deiner neuen Wohnung angefallen sind. Für den Verkauf oder die Vermietung der bisherigen Wohnung allerdings ist das nicht möglich.
  2. Die Renovierungskosten als Gesamtposition ist zwar steuerlich nicht anerkannt, doch die sogenannten Schönheitsreparaturen sehr wohl. Das bedeutet, dass Du Kosten für das Streichen und Tapezieren der Zimmerdecken und Wände, der Heizkörper, Innentüren oder Fenster und Außentüren (innere Seite) beim Finanzamt einreichen kannst. Die Renovierungskosten können außerdem dann eingereicht werden, wenn sie beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses als „Herstellungsaufwand vor dem Einzug“ durch den Verkäufer auf den Kaufpreis aufgeschlagen wurden.
  3. Die Transport- und Fahrtkosten bei einem Umzug sind dann absetzbar, wenn sie von einer professionellen Spedition in Rechnung gestellt wurden. Bei dem Umzug ins Ausland gilt das aber nur bis zum Grenzort. Die Trinkgelder für Deine Helfer wiederum fallen unter die Umzugskostenpauschale.
  4. Übernachtungskosten werden zwar anerkannt, allerdings nur für zwei Reise- und zwei Aufenthaltstage.
  5. Aufkommende Kosten bei Deiner Wohnungssuche kannst Du ebenfalls beim Finanzamt einreichen und zwar als die Fahrt zur Besichtigung mit pauschalen 0,3 Euro pro Kilometer. Auch die Schaltung von Zeitungsanzeigen wird hierbei anerkannt.
  6. Hinzu kommen zahlreiche weitere Kostenfaktoren, wie der Einbau eines Wasserenthärters für Geschirrspülmaschinen, Mietentschädigungen oder der Ersatz, die Änderung, der Abbau und das Anbringen von Rundfunk- und Fernsehantennen.

Lohnkosten für Handwerker – auch privat

Schlussendlich kannst Du aber auch als Privatmann/-frau noch außerhalb der Umzugskostenpauschale einige Rechnungen geltend machen, und zwar die der Handwerker. Mit einer Höhe von bis zu 6.000 Euro im Jahr kannst Du so bis zu 1.200 Euro sparen. Doch Vorsicht: Absetzbar sind nur die reinen Lohn-, nicht aber die Materialkosten. Lass Dir deshalb immer eine detaillierte Rechnung mit den einzelnen Positionen ausstellen, auch wenn Du mit dem Handwerker einen Pauschalpreis vereinbart hast. Zudem muss die Bezahlung stets per Überweisung erfolgen. Bar bezahlte Rechnungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt. Die Lohnkosten kannst Du dann für folgende Arbeiten einreichen:

  • Malerarbeiten,
  • Austausch oder Renovierung von Fenstern und Türen,
  • Reparatur von Haushaltsgeräten, Elektronikgeräten und Computern,
  • Wartung der Heizungsanlage,
  • Dach- oder Fassadenarbeiten,
  • Pflasterarbeiten auf dem Hof vor dem Haus,
  • Gebühren für den Schornsteinfeger,
  • Kontrolle des Blitzableiters,
  • Modernisierung der Einbauküche oder des Badezimmers,
  • Verlegung von Bodenbelägen, wie Fliesen, Teppich oder Parkett.

Bei Umzugsunternehmen richtig sparen – aber wie?

Ein Umzug ist teuer, so viel ist klar. Schließlich muss normalerweise nicht nur eine Kaution hinterlegt oder eine Maklerprovision bezahlt werden. Oft kommen noch Kosten für die neue Einrichtung, Renovierungsmaßnahmen oder eben den Umzug selbst hinzu. Doch hier kommt die gute Nachricht: Beim Umzugsunternehmen kannst Du so richtig viel Geld sparen und das mit nur einigen wenigen Tipps und Tricks – ich zeige Dir wie…

Den Aufwand realistisch einschätzen

Der erste wichtige Schritt, um bei einem Umzugsunternehmen kein unnötiges Geld liegen zu lassen, ist die richtige Planung. Schätze den Umzugsaufwand realistisch ein: Wie groß muss der Wagen sein? Reicht vielleicht auch das kleinere Modell? Wie viele Umzugshelfer brauchst Du? Reicht vielleicht auch die Hilfe von Familie und Freunden aus? Viele Menschen wollen hierbei stets auf „Nummer sicher“ gehen und hinterher ist der LKW noch halb leer. Wenn Du nun also eine Liste hast, was Du für den Umzugstag tatsächlich benötigst, kannst Du dich auf die Suche nach Einsparungspotenzial begeben.

Eigeninitiative ergreifen

Erst einmal gilt es zu klären: „Wo kannst Du selbst mit anpacken?“ Viele kleinere Aufgaben kannst Du bei einem Umzug nämlich selbst erledigen und brauchst dafür keine professionelle Fachkraft zu ordern. So reicht es zum Beispiel für einen überschaubaren Hausrat normalerweise aus, wenn ein bis zwei Fachmänner Dein Hab und Gut professionell im Wagen verstauen und befestigen. Das Tragen selbst, kannst Du mit der Hilfe von freiwilligen Freunden und Bekannten bewerkstelligen. Sollte es hieran mangeln, sieh Dich doch einfach einmal im Internet nach studentischen Umzugshelfern um. Diese sind deutlich günstiger als professionelle Umzugshelfer und freuen sich über das kleine Taschengeld und ein kühles Bier. Achte aber stets darauf, dass es sich um legale und angemeldete Arbeiter handelt, ansonsten hast Du später nicht nur Ärger mit dem Finanzamt, Du kannst die Kosten auch nicht steuerlich geltend machen und um Schadensfall greift keine ausreichende Versicherung.

Den richtigen Wagen mieten

Wenn Du nun zwar genügend Helfer hast, keiner aber besitzt einen Wagen oder Sprinter, der groß genug wäre, so kommst Du nicht herum einen solchen zu mieten. Doch da Du hier nach Größe bezahlst, solltest Du genau abwägen, welches Modell wirklich notwendig ist. So können viele kleinere Kartons oder Möbelstücke gewiss auch gut mit Deinem eigenen Auto oder dem großen Kombi der Verwandten transportiert werden. Gerade dann, wenn Dein altes und neues Zuhause nicht allzu weit entfernt sind, kannst Du hierfür auch mehrmals zwischen den Wohnungen pendeln. Überschlage doch einfach einmal, was hierfür an Benzinkosten anfällt und vergleiche sie dann mit den Preisen für einen größeren Lastwagen. So erkennst Du schnell, welche die günstigere Variante ist. Am Ende brauchst Du nämlich vielleicht doch nicht den 7,5 Tonner, sondern nur einen Sprinter und zwei Privatwagen. Bedenke zudem, dass bei einem Umzug am Sonntag das Lastwagenverbot greift. Erstelle am besten eine Liste von den Möbeln, die Du nicht selbst transportieren kannst, wie die Küche, Schränke oder ein Sofa, und entscheide Dich erst dann für das adäquate Mietobjekt.

Beim Umzugsunternehmen sparen

Mit dieser Übersicht kannst Du Dich nun auf die Suche nach einem günstigen Umzugsunternehmen begeben. Du hast jetzt schließlich genaue Vorstellungen davon, was Du für Deinen Umzug benötigst und was nicht. Lasse Dir daher auch keine weiteren Leistungen „aufschwätzen“. Ansonsten fällst Du schnell auf sogenannte „Lockvogelangebote“ rein, die später zu immensen Mehrkosten führen.

Angebote einholen und Preise vergleichen

Frage also gezielt bei mehreren lokalen Unternehmen ein Angebot für Deine Bedürfnisse an, z.B. einen 3,5 Tonner sowie zwei Umzugshelfer So behältst Du den Überblick über die aufkommenden Kosten und kannst sie optimal vergleichen. Hilfe bieten zudem Vergleichsportale im Internet, wo Du bereits im Voraus nach besonders günstigen Umzugsunternehmen suchen kannst. So ein ausführlicher Preisvergleich kann Dir später Summen im dreistelligen Bereich sparen. Doch Vorsicht: Bei vielen Angeboten handelt es sich um unverbindliche Kostenvoranschläge. Zahlreiche Unternehmen möchten die Wohnung zuerst besichtigen, bevor sie ein verbindliches Angebot angeben. Und auch dann gilt es einen Festpreis zu verhandeln. Ansonsten hast Du später durch längere Arbeitszeiten oder das Stehen im Stau unvorhergesehen hohe Kosten für den zeitlichen Mehraufwand.

Den richtigen Termin wählen

Ein Kostenfaktor, den viele Umziehende nicht bedenken, ist die Wahl des richtigen Termins. Doch tatsächlich kannst Du hier echte Schnäppchen machen. Kein Wunder, denn beinahe jeder Miet- und Kaufvertrag in Deutschland beginnt mit dem Anfang oder dem 15. eines Monats. Das bedeutet zugleich, dass beinahe jeder Umzug wenige Tage vor bis wenige Tage nach diesem Datum stattfinden. Die Umzugsunternehmen sind ausgebucht, die Preise werden angehoben. Es greift der natürliche Mechanismus unserer Marktwirtschaft. Bist Du Dir dessen bewusst und hast ausreichend Planungsfreiheit, so kannst Du echte Sparangebote finden, wenn Du Deinen Umzug stattdessen auf den Zeitraum vom 6. bis 13. oder dem 18. bis 24. eines Monats legst – am besten auf einen Werktag.

Mit einer Speditionsfirma Steuern sparen

Umzüge, welche Du durch eine Speditionsfirma in Auftrag gibst, kannst Du zudem am Ende des Jahres steuerlich geltend machen. Das gilt für berufliche ebenso wie für private Umzüge. Das Finanzamt erkennt beispielsweise Kosten für Spediteure, Maler und Handwerker an. Hinzu kommen bis zu 6.000 Euro Lohnkosten pro Jahr. Wichtig ist dabei, dass Du stets eine detaillierte Rechnung verlangst, auch wenn es sich um einen Pauschalbetrag handelt. Nur so kann das Finanzamt hinterher bestimmten, welche Kosten steuerfrei sind und welche nicht. Die einzelnen Positionen kannst Du notfalls auch hinterher noch per Hand nachtragen lassen. Umzüge aus beruflichen Gründen gehören außerdem zu den Werbungskosten. Wechselt Du Deinen Wohnort also aufgrund eines Jobwechsels oder einer beruflichen Veränderung, so kannst Du quasi alle Kosten für die Wohnungssuche sowie den Umzug von der Steuer absetzen, sofern folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Der Weg zu Deiner Arbeitsstelle verkürzt sich um mindestens eine Stunde oder
  • eine doppelte Haushaltsführung, zum Beispiel durch die Trennung von Arbeits- und Familienwohnsitz, fällt durch den Umzug weg oder
  • Du beziehst oder räumst eine vom Arbeitgeber gewährte Dienstwohnung.

Neben diesen allgemeinen Kosten gibt es zudem die sogenannte „Umzugskostenpauschale“. Hierunter fallen die Trinkgelder für Möbeltransporteure, Verpflegung für Umzugshelfer, Ab- und Aufbaumaßnahmen von Küchengeräten, Lampen etc., Annoncen für die Wohnungssuche sowie das Ummelden Deines Pkw und des Telefonanschlusses. All das kannst Du bei einem privaten sowie beruflichen Umzug als Pauschalbetrag von 730 Euro als Ledige/r von der Steuer absetzen. Mehr Informationen hierzu findest Du in meinem Artikel „Umzug und Steuern: Was ist die „Umzugskostenpauschale“?“

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Sparen!