Umzug nach Österreich – was muss ich beachten?

Ist ein Umzug ins Nachbarland Österreich geplant, kommen sicherlich einige Fragen auf, die beantwortet werden wollen. Dieser Ratgeber widmet sich zentralen Punkten, welche vermutlich auf jeder Checkliste eines typischen Auswanderers in ein anderes EU-Land zu finden sind.

Transporter mieten und Geld sparen

Mit dem deutschen Führerschein darf auch in Österreich gefahren werden. Anstatt ein Umzugsunternehmen zu beauftragen, kann man den Umzug auch selbst über die Bühne bringen. Mit einem gemieteten Transporter oder Kleinlaster und ein paar hilfsbereiten Freunden hat man schon die halbe Miete geschafft. Privates Umzugsgut kann zollfrei über die Landesgrenze in das EU-Land Österreich eingeführt werden. Wer es stressfreier mag und sich lieber auf andere wichtige Punkte konzentrieren möchte, der ist mit einem Umzugsunternehmen allerdings gut bedient.

Als EU-Bürger in Österreich anmelden

Als Deutscher EU-Bürger darf man sich bis zu drei Monate ohne Anmeldung im Land aufhalten. Wer länger in Österreich leben möchte, unterliegt nach drei Monaten der Meldepflicht. Dazu muss man bei der zuständigen österreichischen Behörde eine Anmeldebescheinigung beantragen.

Diese Voraussetzungen müssen bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten zur Beantragung einer Niederlassungsberechtigung erfüllt werden:

  • Man ist als Arbeitnehmer oder selbstständig in Österreich tätig.
  • Man verfügt über ausreichend Existenzmittel sowie einen Krankenversicherungsschutz inklusive der Familienmitglieder.
  • Man absolviert eine Ausbildung und verfügt über genügend Existenzmittel sowie einen Krankenversicherungsschutz inklusive der anwesenden Familienmitglieder.

Diese Unterlagen werden für die Anmeldung in Österreich benötigt:

  • Gültiger Reisepass oder Personalausweis
  • Nachweis zur Arbeit (wie Arbeitsvertrag, Auszug aus dem Gewerberegister, Steuernummer)
  • Kontoauszug als Nachweis über die ausreichenden Existenzmittel
  • Bescheinigung der Krankenversicherung
  • Gegebenenfalls Nachweis über die Ausbildungsstelle, Schule oder Bildungseinrichtung

Anmeldung der Wohnung in Österreich

Hält man nach erfolgreicher Wohnungssuche, entweder über Zeitungsinserate oder Immobilienplattformen im Internet, endlich den Schlüssel zu seinem neuen Heim in den Händen, ruft schon der nächste Behördengang. Dann bleiben maximal drei Tage Zeit, bis der neue Wohnsitz bei der zuständigen Behörde angemeldet werden muss. Es besteht eine gesetzliche Meldefrist von drei Tagen ab Bezug der Wohnung.

Diese Dokumente werden für die Anmeldung der Wohnung benötigt:

  • Reisepass
  • Geburtsurkunde
  • Ausgefüllter und vom Vermieter unterschriebener Meldezettel

Egal ob bei einem Umzug nach Wien oder andere Orte in Austria, dieser offizielle Behördenwegweiser „Österreichs digitales Amt“ hilft dort, wo Sie sind.

Für viele Deutsche Auswanderer ist Wien ein Sehnsuchtsort
Für viele Deutsche Auswanderer ist Wien ein Sehnsuchtsort

Das eigene Auto nach Österreich einführen

Wer ein Auto hat und dieses gerne in Österreich einführen möchte, kann das problemlos tun. Fahrzeuge sind wie die anderen Dinge des privaten Besitzes ein zollfreies Übersiedlungsgut. Nur wenn das Auto nicht älter als sechs Monate ist oder einen geringeren Kilometerstand als 6.000 km aufweist, gilt dieses als Neufahrzeug. Für Neufahrzeuge muss man nochmal in die Tasche greifen und die Mehrwertsteuer von 20 Prozent an den österreichischen Staat entrichten.

Das eigene Auto kann ab Anmeldung des neuen österreichischen Wohnsitzes bis zu einen Monat lang mit dem deutschen Kennzeichen geführt werden. Wichtig: Während dieser vier Wochen muss das Auto aber umgemeldet werden, ansonsten sind hohe Ordnungsgelder zu erwarten. Die normalen Kosten für die Kfz-Ummeldung betragen etwa 200 Euro. Des Weiteren wird auch ein Nachweis über eine Pkw-Haftpflichtversicherung verlangt.
Neben der Zulassungsgebühr wird auch eine sogenannte Normverbrauchsabgabe (NoVA) fällig. Diese kann erschreckend hoch sein. Bis zu 32 Prozent des Anschaffungspreises kann diese Steuer betragen.

Job finden und arbeiten in Österreich

Auch bei der Frage nach der Arbeitsberechtigung im Nachbarland kann grünes Licht gegeben werden. Denn als EU-Bürger hat man auch freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Es wird keine zusätzliche Arbeitserlaubnis benötigt. Um einen passenden Job zu finden, bieten sich grundsätzlich in Österreich die gleichen Kanäle wie in Deutschland an. Online-Stellenbörsen, Zeitungsofferten oder auch Personalvermittler.

Wenn die genannten Punkte Job, Wohnung, Kfz, Anmeldung und Transporter abgehakt werden können, sollte dem Anfang des neuen Glücks in Österreich nichts großes mehr im Wege stehen.

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