Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?

Haftung des Umzugsunternehmens bei einem Umzug

Bei quasi jedem Umzug geht irgendetwas zu Bruch. Seien es eine alte Vase, Sektgläser oder ein dicker Kratzer in der Kommode. Und die ein oder andere Sache geht sogar einmal ganz verloren. Doch haftet das georderte Umzugsunternehmen überhaupt für Schäden und Verluste an den transportierten Gegenständen? Was musst Du beachten, damit Du hinterher nicht auf den Kosten sitzen bleibst?

Grundsatz zur Haftung einer Spedition

Wie jede Rechtsfrage, ist auch die nach der Haftung eines Umzugsunternehmens sehr komplex. Grundsätzlich gilt aber, dass eine Spedition für Schäden und Verluste während des gesamten Umzugs haftet. Doch bei jeder Regel gibt es Ausnahmen und die sehen in diesem Fall wie folgt aus:

  • Die Haftung ist auf 620 Euro pro Kubikmeter an Laderaum beschränkt.
    Der Schaden muss eindeutig, nachweislich und alleinig durch die Spedition verursacht worden sein.
  • Bei einem Schaden oder Verlust durch „höhere Gewalt“, sprich eine Naturgewalt oder einen Unfall mit Fahrerflucht etc., trägt die Spedition keine Schuld und damit haftet sie auch nicht für den entstandenen Schaden.
  • Die Haftung ist allgemein auf das Dreifache des Betrages der Fracht begrenzt.
  • Gehaftet wird zudem generell nicht, wenn es sich um Wertgegenstände, Elektrogeräte, Pflanzen oder Tiere handelt.
  • Für Ware, die unzureichend verpackt oder unklar beschriftet wurde, übernimmt das Umzugsunternehmen ebenfalls keine Haftung.
  • Gehaftet wird auch nicht für die Fracht, die aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit leicht zerstörbar ist, zum Beispiel aufgrund von Rost.

Ausschlüsse der Haftung bei Umzugsunternehmen

Natürlich kennen die Speditionsfirmen die Rechtslage in- und auswendig und haben sich in der Regel optimal daran angepasst. Dir sollte daher bewusst sein, dass Du bei einem Rechtsstreit später nur dann eine Chance auf Erfolg hast, wenn Du bereits vor und während des Umzugs alle Grundregeln beachtest. Hierfür eine kurze Checkliste:

  • Werfe vor dem Unterschreiben einen Blick in den Vertrag, vor allem die Rubrik der Haftungsausschlüsse.
  • Überlege Dir, ob Du vielleicht liebe einen „Komfortumzug“ wählst. Hierbei übernimmt die Spedition auch das Verpacken der Fracht. Denn überall dort, wo Du selbst Hand anlegst, ist das Unternehmen nicht mehr haftbar. Ein Karton, den Du gepackt hast, kommt beschädigt an? Oder der Frachtführer hat Dich auf die nicht optimalen Größen- und Raumverhältnisse des Transporters aufmerksam gemacht? In beiden Fällen musst Du den Schaden anschließend selbst verantworten. Da ist es manchmal geschickter, die Verantwortung komplett an das Unternehmen abzugeben und dafür ein bisschen tiefer in den Geldbeutel zu greifen.
  • Mache das Umzugsunternehmen frühzeitig auf wertvolle Güter, zum Beispiel ein Erbstück, aufmerksam. Kleingegenstände, Pflanzen oder Tiere kannst Du vielleicht auch lieber selbst transportieren? Ansonsten wäre es an der Zeit über eine Zusatzversicherung nachzudenken.

Auf Nummer sicher gehen: Die Zusatzversicherung

Sobald die transportierte Fracht den Wert von 620 Euro pro Kubikmeter übersteigt oder unter die Ausschlussklausel fällt, solltest Du dringend eine Zusatzversicherung abschließen. Diese sogenannte Transportversicherung kann zum Beispiel Wertgegenstände, Tiere oder Schäden durch Dritte miteinbeziehen und Du musst Dir um die Haftung keine Sorgen mehr machen. Prüfe aber auch hier unbedingt vorher die Geschäftsbedingungen und schneidere die Zusatzversicherung optimal auf Deine Bedürfnisse zu.

Wie gehst Du bei einem Schaden vor?

Es ist passiert. Die antike Kommode ist verkratzt, ein paar Gläser gingen zu Bruch und Dein ehemaliger Vermieter fordert Schadensersatz von Dir, weil das Treppenhaus beschädigt sei. Was kannst Du jetzt tun?

Wichtig: Die Prävention eines Rechtsstreits beginnt schon vor dem Umzug. Dokumentiere daher alle wichtigen Gegenstände, das Treppenhaus, den Fahrstuhl, eventuell auch das Auto des Nachbarn direkt vor Beginn des Umzuges mit Fotos oder Videos. Eben all jene Gegenstände, die während der Arbeit des Umzugsunternehmens beschädigt werden könnten. Nur so kannst Du hinterher nachweisen, dass das Objekt vor dem Umzug noch heil oder das Treppenhaus schon beschädigt war. Denn nicht selten nutzen Vermieter diese Chance, um alte Schäden kostenfrei beheben zu lassen. Es sind daher stets alle Eventualitäten zu bedenken.

Nun ist tatsächlich ein Schaden entstanden? Dann dokumentierst Du auch diesen per Foto oder Video. Fällt Dir das noch während des Umzuges auf, so solltest Du ihn unbedingt direkt beim Umzugsleiter reklamieren und Dir schriftlich mit einer Unterschrift bestätigen lassen. Ansonsten musst Du den Schaden so schnell wie möglich beim Umzugsunternehmen melden, damit dieser bearbeitet werden kann. Hierfür gilt laut Speditionsverband AMÖ:

  • Du solltest offen ersichtliche Schäden sofort oder spätestens am Tag nach dem Umzug der Spedition melden.
  • Nicht offen ersichtliche Schäden haben eine Anzeigefrist von bis zu 14 Tagen.
  • Die Schäden sollten stets schriftlich spezifiziert werden.
  • Im Zweifelsfall suchst Du Dir Rat bei einem Experten oder Anwalt.

Auch hier lohnt sich der Blick in die Vertragsunterlagen, denn abweichende Regelungen sind möglich. Auf der sicheren Seite bist Du dann, wenn Du die Fracht direkt nach dem Ausladen kontrollierst. Haftet die Spedition für diesen Schaden, so muss sie Dir anschließend einen angemessenen Schadensersatz zahlen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten, die zumeist vorab geregelt sind:

  1. Entweder Dir wird der Zeitwert erstattet, sprich der Kaufpreis abzüglich des Wertverlustes durch Abnutzung,
  2. oder der Wiederbeschaffungswert, also der aktuelle Kaufpreis.

Prüfe vorab welches für Dich das bessere Modell wäre. Im Notfall musst Du Dich anwaltlich beraten lassen oder gerichtlich gegen das Umzugsunternehmen vorgehen. Ich hoffe, das wird bei Dir nicht nötig sein und wünsche Dir einen erfolgreichen Umzug!

Umzug und Steuern: Was ist die „Umzugskostenpauschale“?

Steuertipps zum Umzug: Die Umzugskostenpauschale in der Steuererklärung

Die Kosten für einen Umzug sind oftmals hoch: Renovierung, Handwerker, Transporteure und das Speditionsunternehmen – die Fachkräfte lassen sich für die Hilfe bei Deinem Umzug gut entlohnen. Hinzu kommen zahlreiche Materialkosten oder auch die Ausgaben für die Verpflegung der Helfer am Umzugstag. Doch jetzt die gute Nachricht: Einen Teil all dieser Kosten kannst Du steuerlich geltend machen. Doch was bedeutet eigentlich „Umzugskostenpauschale“ und welche Investitionen kannst Du am Ende vom Jahr absetzen?

Die Umzugskostenpauschale

Deinen Umzug kannst Du im Zuge Deiner nächsten Steuererklärung beim Finanzamt geltend machen. Die sogenannte „Umzugskostenpauschale“ umfasst dabei alle „sonstigen Umzugskosten“, für die Du keine exakten Einzelnachweise erbringen musst.

Wer kann die Umzugskostenpauschale nutzen?

Das Finanzamt erlaubt die pauschale Abrechnung dann, wenn Du für Deinen Umzug mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllst:

  • Du ziehst aus beruflichen Gründen um und trittst eine neue Stelle an oder verkürzt Deinen Arbeitsweg durch den Umzug um mindestens eine Stunde.
  • Der Umzug findet aufgrund von außergewöhnlichen Belastungen statt, zum Beispiel Krankheit oder Behinderung.
  • Eine doppelte Haushaltsführung wird durch den Umzug wieder zusammengeführt oder dauerhaft vermieden.
  • Du bist Auszubildende/r oder Studierende/r und erfüllst mindestens eines der Kriterien.

Welche Kosten fallen unter die Pauschale?

Die Definition der „sonstigen Umzugskosten“ ist vom Finanzamt derzeit allerdings reichlich vage formuliert. Hierunter fallen demnach zum Beispiel Wohnungsanzeigen, Renovierungsarbeiten in Deiner alten Wohnung, Trinkgelder und Verpflegung für die Umzugshelfer, das Anbringen von Lampen und ähnlichen elektrischen Geräten, die Installation sowie der Einbau von Küchengeräten sowie die An- und Ummeldegebühren für Deinen Pkw, den Personalausweis oder einen Telefonanschluss.

Wie hoch sind die Beträge bei der Pauschale?

Nach dem aktuellen Stand (ab Februar 2017) liegt die Umzugskostenpauschale für Verheiratete, Lebenspartner oder Gleichgestellte bei 1.528 Euro. Für Ledige sind es je 764 Euro. Pro Kind oder verwandter Person, die anschließend mit in der neuen Wohnung lebt, erhöht sich der jeweilige Satz zudem um 337 Euro. Sollten für Kinder umzugsbedingte Unterrichtskosten anfallen, so sind diese wiederum mit bis zu 1.841 Euro absetzbar. Bis zum 01. Februar sind es 1.493 Euro für Verheiratete, 746 Euro für Singles und 329 Euro als Erhöhungsbetrag für Kinder und sonstige Angehörige.

Wichtig ist zu wissen, dass sich die Umzugskostenpauschale in regelmäßigen Abständen verändert. Sie wird regelmäßig vom Bundesfinanzministerium angepasst. Bei Anpassungen gibt es dann einen Stichtag, ab dem die neue Pauschale gültig ist. Liegt dein Umzug vor dem Stichtag, so musst du ihn mit „dem alten Satz“ abrechnen, liegt er danach kannst du den neuen (meist höheren) Pauschalbetrag ansetzen. Hier eine Liste der Umzugskostenpauschalen für die letzten Jahre:

Pauschale gilt ab Datum Pauschale Verheiratete Pauschale Singles Erhöhung für Kinder
01.02.2017 1.528 € 764 € 337 €
01.03.2016 1.493 € 746 € 329 €
01.03.2015 1.460 € 730 € 322 €
01.03.2014 1.429 € 715 € 315 €

Der Umzug als Werbungskosten

Doch damit nicht genug: Auch außerhalb der Umzugskostenpauschale kannst Du einige Kosten für Deinen Umzug zusätzlich steuerlich geltend machen. Sollte es sich um einen beruflichen Umzug handeln, so fallen diese in der Regel unter die Werbungskosten. Welche zusätzlichen Kosten können also beim Finanzamt geltend gemacht werden?

  1. Die Maklergebühren sind dann steuerlich absetzbar, wenn diese für die Vermittlung Deiner neuen Wohnung angefallen sind. Für den Verkauf oder die Vermietung der bisherigen Wohnung allerdings ist das nicht möglich.
  2. Die Renovierungskosten als Gesamtposition ist zwar steuerlich nicht anerkannt, doch die sogenannten Schönheitsreparaturen sehr wohl. Das bedeutet, dass Du Kosten für das Streichen und Tapezieren der Zimmerdecken und Wände, der Heizkörper, Innentüren oder Fenster und Außentüren (innere Seite) beim Finanzamt einreichen kannst. Die Renovierungskosten können außerdem dann eingereicht werden, wenn sie beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses als „Herstellungsaufwand vor dem Einzug“ durch den Verkäufer auf den Kaufpreis aufgeschlagen wurden.
  3. Die Transport- und Fahrtkosten bei einem Umzug sind dann absetzbar, wenn sie von einer professionellen Spedition in Rechnung gestellt wurden. Bei dem Umzug ins Ausland gilt das aber nur bis zum Grenzort. Die Trinkgelder für Deine Helfer wiederum fallen unter die Umzugskostenpauschale.
  4. Übernachtungskosten werden zwar anerkannt, allerdings nur für zwei Reise- und zwei Aufenthaltstage.
  5. Aufkommende Kosten bei Deiner Wohnungssuche kannst Du ebenfalls beim Finanzamt einreichen und zwar als die Fahrt zur Besichtigung mit pauschalen 0,3 Euro pro Kilometer. Auch die Schaltung von Zeitungsanzeigen wird hierbei anerkannt.
  6. Hinzu kommen zahlreiche weitere Kostenfaktoren, wie der Einbau eines Wasserenthärters für Geschirrspülmaschinen, Mietentschädigungen oder der Ersatz, die Änderung, der Abbau und das Anbringen von Rundfunk- und Fernsehantennen.

Lohnkosten für Handwerker – auch privat

Schlussendlich kannst Du aber auch als Privatmann/-frau noch außerhalb der Umzugskostenpauschale einige Rechnungen geltend machen, und zwar die der Handwerker. Mit einer Höhe von bis zu 6.000 Euro im Jahr kannst Du so bis zu 1.200 Euro sparen. Doch Vorsicht: Absetzbar sind nur die reinen Lohn-, nicht aber die Materialkosten. Lass Dir deshalb immer eine detaillierte Rechnung mit den einzelnen Positionen ausstellen, auch wenn Du mit dem Handwerker einen Pauschalpreis vereinbart hast. Zudem muss die Bezahlung stets per Überweisung erfolgen. Bar bezahlte Rechnungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt. Die Lohnkosten kannst Du dann für folgende Arbeiten einreichen:

  • Malerarbeiten,
  • Austausch oder Renovierung von Fenstern und Türen,
  • Reparatur von Haushaltsgeräten, Elektronikgeräten und Computern,
  • Wartung der Heizungsanlage,
  • Dach- oder Fassadenarbeiten,
  • Pflasterarbeiten auf dem Hof vor dem Haus,
  • Gebühren für den Schornsteinfeger,
  • Kontrolle des Blitzableiters,
  • Modernisierung der Einbauküche oder des Badezimmers,
  • Verlegung von Bodenbelägen, wie Fliesen, Teppich oder Parkett.

Bei Umzugsunternehmen richtig sparen – aber wie?

Bei Umzugsunternehmen richtig sparen

Ein Umzug ist teuer, so viel ist klar. Schließlich muss normalerweise nicht nur eine Kaution hinterlegt oder eine Maklerprovision bezahlt werden. Oft kommen noch Kosten für die neue Einrichtung, Renovierungsmaßnahmen oder eben den Umzug selbst hinzu. Doch hier kommt die gute Nachricht: Beim Umzugsunternehmen kannst Du so richtig viel Geld sparen und das mit nur einigen wenigen Tipps und Tricks – ich zeige Dir wie…

Den Aufwand realistisch einschätzen

Der erste wichtige Schritt, um bei einem Umzugsunternehmen kein unnötiges Geld liegen zu lassen, ist die richtige Planung. Schätze den Umzugsaufwand realistisch ein: Wie groß muss der Wagen sein? Reicht vielleicht auch das kleinere Modell? Wie viele Umzugshelfer brauchst Du? Reicht vielleicht auch die Hilfe von Familie und Freunden aus? Viele Menschen wollen hierbei stets auf „Nummer sicher“ gehen und hinterher ist der LKW noch halb leer. Wenn Du nun also eine Liste hast, was Du für den Umzugstag tatsächlich benötigst, kannst Du dich auf die Suche nach Einsparungspotenzial begeben.

Eigeninitiative ergreifen

Erst einmal gilt es zu klären: „Wo kannst Du selbst mit anpacken?“ Viele kleinere Aufgaben kannst Du bei einem Umzug nämlich selbst erledigen und brauchst dafür keine professionelle Fachkraft zu ordern. So reicht es zum Beispiel für einen überschaubaren Hausrat normalerweise aus, wenn ein bis zwei Fachmänner Dein Hab und Gut professionell im Wagen verstauen und befestigen. Das Tragen selbst, kannst Du mit der Hilfe von freiwilligen Freunden und Bekannten bewerkstelligen. Sollte es hieran mangeln, sieh Dich doch einfach einmal im Internet nach studentischen Umzugshelfern um. Diese sind deutlich günstiger als professionelle Umzugshelfer und freuen sich über das kleine Taschengeld und ein kühles Bier. Achte aber stets darauf, dass es sich um legale und angemeldete Arbeiter handelt, ansonsten hast Du später nicht nur Ärger mit dem Finanzamt, Du kannst die Kosten auch nicht steuerlich geltend machen und um Schadensfall greift keine ausreichende Versicherung.

Den richtigen Wagen mieten

Wenn Du nun zwar genügend Helfer hast, keiner aber besitzt einen Wagen oder Sprinter, der groß genug wäre, so kommst Du nicht herum einen solchen zu mieten. Doch da Du hier nach Größe bezahlst, solltest Du genau abwägen, welches Modell wirklich notwendig ist. So können viele kleinere Kartons oder Möbelstücke gewiss auch gut mit Deinem eigenen Auto oder dem großen Kombi der Verwandten transportiert werden. Gerade dann, wenn Dein altes und neues Zuhause nicht allzu weit entfernt sind, kannst Du hierfür auch mehrmals zwischen den Wohnungen pendeln. Überschlage doch einfach einmal, was hierfür an Benzinkosten anfällt und vergleiche sie dann mit den Preisen für einen größeren Lastwagen. So erkennst Du schnell, welche die günstigere Variante ist. Am Ende brauchst Du nämlich vielleicht doch nicht den 7,5 Tonner, sondern nur einen Sprinter und zwei Privatwagen. Bedenke zudem, dass bei einem Umzug am Sonntag das Lastwagenverbot greift. Erstelle am besten eine Liste von den Möbeln, die Du nicht selbst transportieren kannst, wie die Küche, Schränke oder ein Sofa, und entscheide Dich erst dann für das adäquate Mietobjekt.

Beim Umzugsunternehmen sparen

Mit dieser Übersicht kannst Du Dich nun auf die Suche nach einem günstigen Umzugsunternehmen begeben. Du hast jetzt schließlich genaue Vorstellungen davon, was Du für Deinen Umzug benötigst und was nicht. Lasse Dir daher auch keine weiteren Leistungen „aufschwätzen“. Ansonsten fällst Du schnell auf sogenannte „Lockvogelangebote“ rein, die später zu immensen Mehrkosten führen.

Angebote einholen und Preise vergleichen

Frage also gezielt bei mehreren lokalen Unternehmen ein Angebot für Deine Bedürfnisse an, z.B. einen 3,5 Tonner sowie zwei Umzugshelfer So behältst Du den Überblick über die aufkommenden Kosten und kannst sie optimal vergleichen. Hilfe bieten zudem Vergleichsportale im Internet, wo Du bereits im Voraus nach besonders günstigen Umzugsunternehmen suchen kannst. So ein ausführlicher Preisvergleich kann Dir später Summen im dreistelligen Bereich sparen. Doch Vorsicht: Bei vielen Angeboten handelt es sich um unverbindliche Kostenvoranschläge. Zahlreiche Unternehmen möchten die Wohnung zuerst besichtigen, bevor sie ein verbindliches Angebot angeben. Und auch dann gilt es einen Festpreis zu verhandeln. Ansonsten hast Du später durch längere Arbeitszeiten oder das Stehen im Stau unvorhergesehen hohe Kosten für den zeitlichen Mehraufwand.

Den richtigen Termin wählen

Ein Kostenfaktor, den viele Umziehende nicht bedenken, ist die Wahl des richtigen Termins. Doch tatsächlich kannst Du hier echte Schnäppchen machen. Kein Wunder, denn beinahe jeder Miet- und Kaufvertrag in Deutschland beginnt mit dem Anfang oder dem 15. eines Monats. Das bedeutet zugleich, dass beinahe jeder Umzug wenige Tage vor bis wenige Tage nach diesem Datum stattfinden. Die Umzugsunternehmen sind ausgebucht, die Preise werden angehoben. Es greift der natürliche Mechanismus unserer Marktwirtschaft. Bist Du Dir dessen bewusst und hast ausreichend Planungsfreiheit, so kannst Du echte Sparangebote finden, wenn Du Deinen Umzug stattdessen auf den Zeitraum vom 6. bis 13. oder dem 18. bis 24. eines Monats legst – am besten auf einen Werktag.

Mit einer Speditionsfirma Steuern sparen

Umzüge, welche Du durch eine Speditionsfirma in Auftrag gibst, kannst Du zudem am Ende des Jahres steuerlich geltend machen. Das gilt für berufliche ebenso wie für private Umzüge. Das Finanzamt erkennt beispielsweise Kosten für Spediteure, Maler und Handwerker an. Hinzu kommen bis zu 6.000 Euro Lohnkosten pro Jahr. Wichtig ist dabei, dass Du stets eine detaillierte Rechnung verlangst, auch wenn es sich um einen Pauschalbetrag handelt. Nur so kann das Finanzamt hinterher bestimmten, welche Kosten steuerfrei sind und welche nicht. Die einzelnen Positionen kannst Du notfalls auch hinterher noch per Hand nachtragen lassen. Umzüge aus beruflichen Gründen gehören außerdem zu den Werbungskosten. Wechselt Du Deinen Wohnort also aufgrund eines Jobwechsels oder einer beruflichen Veränderung, so kannst Du quasi alle Kosten für die Wohnungssuche sowie den Umzug von der Steuer absetzen, sofern folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Der Weg zu Deiner Arbeitsstelle verkürzt sich um mindestens eine Stunde oder
  • eine doppelte Haushaltsführung, zum Beispiel durch die Trennung von Arbeits- und Familienwohnsitz, fällt durch den Umzug weg oder
  • Du beziehst oder räumst eine vom Arbeitgeber gewährte Dienstwohnung.

Neben diesen allgemeinen Kosten gibt es zudem die sogenannte „Umzugskostenpauschale“. Hierunter fallen die Trinkgelder für Möbeltransporteure, Verpflegung für Umzugshelfer, Ab- und Aufbaumaßnahmen von Küchengeräten, Lampen etc., Annoncen für die Wohnungssuche sowie das Ummelden Deines Pkw und des Telefonanschlusses. All das kannst Du bei einem privaten sowie beruflichen Umzug als Pauschalbetrag von 730 Euro als Ledige/r von der Steuer absetzen. Mehr Informationen hierzu findest Du in meinem Artikel „Umzug und Steuern: Was ist die „Umzugskostenpauschale“?“

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Sparen!

Hilfe: Wie belade ich einen Umzugstransporter oder LKW?

Umzug, Transporter und Umzugswagen richtig beladen

Einen Umzugstransporter, LKW oder auch einfach ein großes Auto für den Umzug anzumieten, ist meist deutlich günstiger als die professionelle Umzugsfirma. Klar, wer sich den Luxus leisten kann, profitiert davon, dass er weder selbst die Möbel tragen, noch den Umzugswagen beladen oder gar fahren muss. Doch Dir fehlt es an dem nötigen Kleingeld und Du übernimmst den Transport lieber selbst? Gar kein Problem: Ich zeige Dir, wie Du den Umzugstransporter, LKW oder Sprinter richtig belädst und Du kannst Dein Geld lieber für den nächsten Urlaub sparen.

Wieso muss ein Umzugswagen mit System beladen werden?

Könntest Du nicht einfach Alles so stapeln, wie es eben reinpasst? Nein, denn die Gegenstände müssen ausreichend gesichert werden. Ansonsten kommt es nicht nur zu Beschädigungen bei den transportierten Materialien, sondern gegebenenfalls auch zu schweren Verletzungen der Insassen bei einem Unfall. Das richtige Beladen schließt deshalb die korrekte Sicherung der Möbel, Kartons, Pflanzen usw. ein. Doch noch ein Grund spricht für das Beladen nach System: Alle Möbel, Kartons, Pflanzen und Haushaltsgeräte sollen in dem Wagen Platz haben. Sonst müsstest Du mehrmals fahren und spätestens, wenn eine weite Strecke zwischen der alten und der neuen Wohnung liegt, möchtest Du das gewiss vermeiden. Das richtige Beladen ist ohne Erfahrung aber häufig ein schwieriges Unterfangen. Wie es dennoch geht, zeige ich Dir in den folgenden zwölf einfachen Schritten:

  1. Nimm alle Griffe und Schlüssel von den Möbeln ab sowie alle losen Kleinteile, die während des Transportes für unschöne Kratzer oder gar Beschädigungen sorgen könnten. Verpacke diese am besten mitsamt den zugehörigen Schrauben in einer kleinen Tüte und schreibe darauf, zu welchen Möbelstück sie gehören.
  2. Verklebe mit Klebeband alle Schranktüren oder Schubladen, die sich während des Transportes öffnen könnten.
  3. Lege Umzugsdecken bereit (auch normale Wolldecken sind möglich), damit die Möbel vor Transportschäden geschützt werden können. Wenn Du keine besitzt, so kannst Du Umzugsdecken in jedem Baumarkt für rund 1,50 Euro pro Stück kaufen. Hast Du den Wagen gemietet, so bietet die Autovermietung häufig auch zugehörige Decken gegen eine kleine Leihgebühr an.
  4. Verwende möglichst einheitliche Umzugskartons (hier verrate ich dir, wie du günstig oder gratis an diese Umzugskartons herankommst). Dies ermöglicht anschließend das Stapeln der Kartons im Umzugswagen sowie die optimale Ausnutzung des gesamten Stauraumes. Mehr zum Thema „Umzugskartons richtig packen“ findest Du auf umzugsratgeber.de/umzugskartons-richtig-packen
  5. Du selbst oder einer Deiner Umzugshelfer sollte von nun an stets beim LKW bleiben. Er passt somit nicht nur auf, dass nichts geklaut wird, es spart auch Zeit, wenn er die Gegenstände direkt aus dem Wagen entgegennimmt und stapelt.
  6. Eingeladen werden jetzt zuerst die Umzugskartons. Diese stapelst Du längs an der Trennwand zwischen Fahrer und Laderaum bis hoch an die Decke des Wagens. Begonnen wird dabei stets mit den schweren Kartons unten, nach oben hin werden sie immer leichter. Nach der ersten Reihe weißt Du, wie viele Umzugskartons in eine solche Reihe passen und kannst kurz den weiteren Vorgang planen. Wo Lücken entstanden sind, kannst Du Wäschesäcke, Handtücher oder Füllmaterial zur Fixierung verwenden.
  7. Jetzt werden flache sowie leicht zerbrechliche Gegenstände an den Seiten mit Gurten fixiert. Durch den „Rückhalt“ der Außenwand sind sie so besonders gut gegen mögliches Zerbrechen gesichert und nehmen zudem so wenig Platz wie möglich ein.
  8. Nun geht es an die Möbel. Zum Teil sind sie gewiss auseinandergebaut, weil Du Deinen riesigen Kleiderschrank oder das große Doppelbett niemals durch die Tür bekommen hättest. Diese Einzelteile können daher jetzt aufgeladen werden. Begonnen wird erst einmal mit den Wänden und Türen von großen Schränken. Auch diese werden seitlich mit den entsprechenden Gurten an der Wand befestigt. Achte dabei stets darauf, den LKW gleichmäßig zu beladen. Arbeite deshalb abwechselnd an der rechten und linken Seite.
  9. Jetzt kommen die Möbel in den Transporter. Tische, Stühle, Schränke, Kommoden…eben all das, was sich nicht mehr weiter auseinanderbauen lässt. Lade sie mittig in den Transporter ein und versuche sie so zu verkeilen, dass sie fest stehen und so wenig Raum wie möglich beanspruchen. Entstandene Zwischenräume füllst Du auch hier mit weichen Materialien.
  10. Die Haushaltsgeräte kommen nun in die noch freien Stellen. Das hat allein den Grund, dass die Waschmaschine, der Herd, die Spülmaschine & Co zuerst in die neue Wohnung sollen. Denn sie sind nicht nur sperrig und daher besser in einer noch leeren Wohnung zu rangieren, sie sollten auch zuerst aufgebaut und angeschlossen werden. Da es sich um besonders schwere Geräte handelt, musst Du diese unbedingt ausreichend mit Gurten fixieren.
  11. Zuletzt kommen die Lebewesen in den Transporter. Die Sprache ist nicht von Deiner Katze, sondern von den Pflanzen. Überstülpe die Blumentöpfe mit einem blauen Sack, damit die Erde nicht entweichen kann. Da es für die Pflanzen nichts Schlimmeres gibt als sauerstoffarme Luft in einem dunklen Raum, solltest Du sie erst kurz vor dem Transport einladen und zugleich bei der Auskunft wieder herausnehmen.
  12. Apropos Ausladen: Der Prozess läuft hier natürlich einfach in umgekehrter Reihenfolge ab. Du oder ein Umzugshelfer bleiben dabei stets im Wagen, lösen die Möbelstücke, Kartons und Geräte von ihrer Verankerung und reichen sie dann den Umzugshelfern heraus…

…doch was machst Du eigentlich, wenn Du keine oder nicht ausreichend Umzugshelfer hast? Vielleicht ist gerade Ferienzeit und die Familie sowie Freunde sind verreist? Als kleinen Extratipp gebe ich Dir deshalb mit auf den Weg, im Internet einmal nach studentischen Umzugshelfern zu suchen. Diese freuen sich über einen kleinen Nebenverdienst und Du kommt immer noch deutlich günstiger weg als mit der professionellen Umzugsfirma. Ich wünsche Dir viel Erfolg und gutes Stapeln!

Mein Tipp: Am besten du erstellst vorab bereits einen Einrichtungsplan und teilst diesen an deine Umzugshelfer aus. So weiß jeder gleich beim Entladen des LKWs wo welcher Karton und welches Möbel hinkommen soll. Das schont deine Nerven am Umzugstag und vermeidet einen Stau beim Ausladen, weil jeder erst fragen muss „Wohin soll denn dieser Karton“? Hier verrate ich dir, wie du einen Einrichtungsplan bei deinem Umzug erstellst.

Umzugskartons richtig packen

Umzug: Umzugskartons richtig packen

Die Umzugskartons zu packen ist kein Hexenwerk – doch kann falsch gemacht zum Hexenschuss führen. Denn in letzter Minute wird häufig alles wahllos übereinander geworfen, die Kartons sind viel zu schwer, instabil oder wölben sich völlig überladen nach außen. Stapeln wird da unmöglich, zerbrechliche Gegenstände findest Du vermutlich in Stücken wieder und im neuen Heim entsteht erst einmal ein unüberschaubares Chaos.

Bei all meinen Umzügen in den letzten Jahren, waren die am einfachsten, in denen vorab alle Kartons richtig und mit System gepackt waren!

Umzugskartons wollen mit System gepackt werden und ich gebe dir in diesem Artikel einige Erfahrungen und Tipps weiter, die ich in den letzten Jahren zum richtigen Packen von Umzugskartons sammeln konnte!

Der Umzug als die beste Gelegenheit zum Aussortieren

Welchen besseren Zeitpunkt gäbe es für eine umfassende Entrümpelungsaktion als das Leerräumen Deiner bisherigen Wohnung? Keinen! Deshalb solltest Du erst einmal entscheiden, welche Möbel, Dekoartikel oder auch Tassen mit in das neue Heim sollen und was bereits ausgedient hat. Es ist daher ratsam, schon früh genug vor dem Umzug und vor der Bestellung eines Umzugswagens in der passenden Größe anzufangen, die Kartons zu packen und den Rest-, Sonder- oder Sperrmüll fachgerecht zu entsorgen. Was nun übrig geblieben ist, kann ordentlich verstaut werden.

Das richtige Verpackungsmaterial besorgen

Nur wer die richtigen Kartons sowie das passende Zubehör zur Hand hat, kann die Verpackung auch professionell, platzsparend und sicher bewerkstelligen. Diese Liste enthält die wichtigsten Must-haves für einen reibungslosen Umzug:

  • stabile Umzugskartons für zerbrechliche Gegenstände
  • Kleider- oder Bananenkartons für Klamotten, Bettwäsche, Tischdecken o.ä.
  • Klebeband und Schere
  • Packpapier
  • Luftpolsterfolie oder Styropor
  • Edding zum Beschriften der Kartons
  • eventuell Block und Stift zum Anfertigen einer Kartonliste

Die Frage nach der richtigen Menge dieser Materialien hängt stark vom individuellen Hausrat ab. Als Faustregel können aber etwa 20 Kartons für ein großes oder zwei kleine Zimmer gerechnet werden. Besser Du hast zu viele als zu wenige Verstaumöglichkeiten zur Hand. Denn vor allem schwere Gegenstände wie Bücher, dürfen nicht in zu großen Mengen gemeinsam verpackt werden. Hier bieten sich entweder kleinere Kartons an oder Du mischst schwere mit leichten Materialien: Bücher unten, Jeans oben.

Was darf ein voller Umzugskarton wiegen?

Ein häufiger Irrtum den ich immer beim Umzug bemerke ist die Annahme, ein Karton gebe durch seine Größe auch vor, wie viel Gewicht er tragen könne. So wird das große Modell eben einmal bis zum Rand mit Büchern vollgeladen. Sollte dieser das überhaupt aushalten, so ist nun die Frage, wer diesen Karton tragen muss. Denn nun sind einerseits die Tragegriffe blockiert, andererseits liegt das Gewicht weit über der vorgegebenen Norm. Als Faustregel gelten hier nämlich rund 15 Kilogramm. Mehr sollte ein vollgepackter Umzugskarton nicht wiegen, um noch problemlos transportiert werden zu können. 20 Kilogramm solltest Du als absolute Obergrenze nicht überschreiten.

Bücher richtig verpacken

Bücher sind eines der schwersten, gleichzeitig aber auch robustesten Materialien, das Du bei einem Umzug zu verstauen hast. Das bringt den Vorteil mit sich, dass sie gut als „Grundlage“ im Karton gestapelt und dann durch leichtere Gegenstände, wie Decken oder Pflanzen, bedeckt werden können. Am sichersten sind Bücher dann verpackt, wenn sie auf dem Boden liegen. Zwischen den Büchern schützt eine Luftpolsterfolie vor dem Wegrutschen und schont zugleich die Ecken und Einbände.

Im Handel gibt es auch spezielle Bücherkartons, die den Transport der eigenen Bibliothek erleichtern können. Sie sind stabiler und oft kleiner als normale Umzugskartons und damit ideal für den Transport von Büchern, allerdings kosten sie meistens mehr als ein vergleichbar großer „normaler“ Umzugskarton.

Herausforderung: Geschirr bruchsicher einpacken

Das Geschirr richtig zu verpacken, ist auch für Profis stets noch eine echte Herausforderung. Denn Geschirr ist nicht nur zerbrechlich, es bringt gleichzeitig eine Menge Gewicht auf die Waage. Zudem lässt es sich in der Regel durch die unterschiedlichen Formen und Höhen nur schwer neben- oder übereinander stapeln. Helfen kann hier ein spezieller Kartoneinsatz für Gläser. Der Rest muss mit Packpapier und Luftpolsterfolie ausreichend geschützt werden. Ein Geheimtipp ist die Polsterung mit Geschirr-, Handtüchern, Socken oder kleinen Decken und Kissen: So sparst Du zugleich an Gewicht und Platz, denn ähnlich wie bei den Büchern, dürfen auch die Geschirrkartons nicht mehr als 15 Kilogramm wiegen.

Mein Tipp: Beschrifte die Umzugskartons mit dem Geschirr unbedingt mit einer gut sichtbaren Aufschrift „Zerbrechlich“ oder ähnlichem. So wissen deine Helfer direkt bescheid, dass der Karton mit besonderer Vorsicht getragen werden muss!

Was passiert mit wertvoller Kleidung?

Für viele Umziehende ist die Kleidung das kleinste Problem. Sie kann schließlich problemlos gefaltet und in einem Karton gestapelt werden. In der neuen Wohnung wird dann einfach kurzerhand das Bügeleisen gezückt oder die Wäsche wandert einmal in einen rundum Wasch- und Trocknergang. Doch was machst Du mit teurer Kleidung, die nicht knittern darf, wenn Du Dir das Geld für die anschließend Reinigung sparen möchtest? Wenn es sich um wenige Einzelstücke handelt, können diese vielleicht in Kleidersäcken separat transportiert werden? Schließlich hat beinahe jedes Auto entsprechende Haken an der Rückband. Ansonsten gibt es nur noch eine Möglichkeit: Es gibt spezielle große Kartons, in welchen lange und wertvolle Kleidungsstücke an einem Bügel eingehängt werden können (also einem Kleiderkarton), ähnlich einem Kleiderschrank. Voraussetzung hierfür ist ein ausreichend hoher Stauraum im Umzugswagen.

Das Beschriften der Umzugskartons

Zuletzt werden alle Kartons (am besten direkt nach dem Packen, auf jedenfall aber) vor dem Verladen mit einem dicken Edding beschriftet. Dies erleichtert die Zuordnung der Kartons auf die Räume in der neuen Wohnung oder dem Haus und vermindert so das Chaos nach dem Entladen. Hier die drei wichtigsten Regeln zum richtigen Beschriften von Umzugskartons:

  • Schreibe stets den Raum, den Inhalt sowie die eventuelle Nummer auf den Karton, z.B. 5-Küche – Gläser.
  • Beschrifte die Kartons immer von oben und seitlich, denn ansonsten sind sie im gestapelten Zustand nicht mehr zuordenbar.
  • Führe wenn möglich jeden Karton in einer Liste auf, sodass Du diesen später schnell wiederfinden kannst. Hierbei kann eine Nummerierung helfen.

Mein Tipp: In der neuen Wohnung solltest du vorab einmal durch die einzelnen Räume gehen und dir überlegen, welcher Raum künftig welche Funktion haben soll. Du kannst dann direkt jeden Raum mit einem Post-It beschriften. So weiß jeder am Umzugstag direkt wo welcher Karton am Ende abgestellt werden muss. Jeder Umzugskarton ist dann direkt im richtigen Raum.

Die entsprechenden Raumnummern oder Hinweise auf den Kartons sollten sich natürlich auch im Einrichtungsplan wiederfinden, den du erstellen und deinen Helfern austeilen kannst!

Der Überlebens-Karton

Gehe stets davon aus, dass in Deinem neuen Zuhause die ersten Tage Chaos herrschen wird. Auch wenn Du dieses durch professionelles Packen Deiner Kartons minimiert hast, darf ein ganz besonderer nicht fehlen: der Überlebens-Karton. Dieser muss kein Karton sein, sondern Du kannst wahlweise auch einen Koffer oder eine Reisetasche nehmen, die Du dann bestenfalls nicht mehr aus dem Auge lassen und selbst transportieren wirst. Denn ähnlich wie der verloren gegangene Koffer auf dem Flughafen im Urlaub, wartet der ein oder andere Umzügler auch länger als erhofft auf den Umzugswagen. Kleidung für zwei Tage, Kosmetikartikel, Medikamente und ein Satz Bettwäsche sollten deshalb immer mit dabei sein. Das Tablet oder Handyladegerät darf auch nicht fehlen? Dann rein damit! Fertige am besten schon einige Wochen vor dem Umzug eine Liste mit für Dich wichtigen Utensilien an…so kann an dem großen Tag eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Weitere Tipps

Auf meinen Seiten erfährst du noch viel mehr zum Thema Umzugskartons. So verrate ich dir in diesem Umzugstipp, wie du günstig oder gratis an Umzugskartons kommen kannst. In einem anderen Tipp verrate ich dir, welche kostenlosen oder kostengünstigen Alternativen es zum Umzugskarton gibt. Außerdem solltest du dir den Tipp zum richtigen Beladen von Umzugs-LKWs durchlesen!