Umzug mit Kindern – Tipps für die Eingewöhnung

Umzug mit Kindern – Tipps für die Eingewöhnung

Ob Dein Nachwuchs durch einen Umzug nun den Kindergarten oder die Schule wechseln muss, für viele Kinder ist dies ein großer Schritt. Alle Freunde plötzlich zu verlieren und sich in einer völlig neuen Umgebung einleben zu müssen, kann bei Kindern zu Angst und Unsicherheiten führen. Natürlich gibt es auch mutige Kinder, die einen Umzug verbunden mit einem Schul- oder Kindergartenwechsel sehr gut wegstecken. Falls Du jedoch die Befürchtung hast, dass sich Dein Kind mit der Eingewöhnung etwas schwer tun könnte, möchte ich Dir heute ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg geben. So kannst Du Deinem Kind die Eingewöhnung entsprechend erleichtern.

Deinen Kindern den Umzug erleichtern

Du kannst Deinen Kindern den Umzug unter anderem dadurch erleichtern, dass Du schon früh damit anfängst, mit Deinen Kindern über dieses Thema zu sprechen. Gib ihnen so das Gefühl, dass Du sie in die Umzugsentscheidung bestmöglich mit einbeziehst und nicht einfach über ihren Kopf hinweg entscheidest. Die meisten Eltern tun sich alles andere als leicht mit diesem Schritt, da ihnen durchaus bewusst ist, dass sie ihre Kinder damit entwurzeln. Wenn Deine Kinder sauer oder traurig auf die Neuigkeit eines Umzugs reagieren, ist dies nur allzu verständlich. Versuche sie nicht sofort aufzuheitern, sondern teile ihnen mit, dass Du ihre Gefühle nachvollziehen kannst, der Umzug aber dennoch das Beste für eure ganze Familie ist. Nach und nach kannst Du Deinen Kindern auch die schönen Seiten der neuen Heimat aufzeigen. Vielleicht gibt es ein tolles Freizeitangebot für Kinder oder die neue Wohnung verspricht ein größeres Kinderzimmer. Du darfst Deinen Kindern den Umzug durchaus schmackhaft machen.

Doch auch wenn es Dir gelingen sollte, ein gewisses Maß an Vorfreude bei Deinen Kindern zu erwecken, so sollte ein gebührender Abschied von der alten Heimat dennoch nicht fehlen. Lade am besten alle Freunde Deines Kindes zur Abschiedsparty ein. Dabei solltest Du möglichst viele Fotos schießen, die Dein Kind dann in seinem neuen Zimmer aufhängen kann. Vielleicht machst Du auch jetzt schon Pläne, dass Dein Kind seine Freunde in den nächsten Ferien besuchen kann oder die Freunde zu euch in das neue Heim zu Besuch kommen werden. Vor allem solltest Du die nötige Zeit einplanen, damit die Bedürfnisse Deines Kindes trotz des ganzen Umzugsstresses nicht untergehen. Dabei ist es durchaus sinnvoll, wenn Du gemeinsam mit Deinem Kind einen Karton packst, der speziell für die erste Nacht im neuen Heim gedacht ist. Dort kann Dein Nachwuchs alle Dinge hineinpacken, auf die er oder sie während des Umzugs nicht verzichten möchte. Folgende Dinge könnten zum Beispiel in diesen Karton gehören:

  • eine Kuscheldecke
  • ein Kuscheltier
  • Fotos
  • Tagebuch
  • Lieblingskleidungsstücke
  • ein gutes Buch/ eine Gute-Nacht-Geschichte zum Vorlesen
  • Snacks

Den Kindergarten- oder Schulwechsel planen

Wenn Deine Kinder bereits zum Kindergarten oder zur Schule gehen, will dieser Wechsel besonders gut geplant werden. Günstig ist ein Wechsel immer zum Halbjahr oder zu Beginn des neuen Schuljahres. Denn dann wird Dein Kind nicht mitten aus dem gerade behandelten Stoff gerissen, sondern hat eine viel bessere Chance, gleich Anschluss zu finden, da gerade nach den Sommerferien ohnehin neuer Stoff in der Schule durchgenommen wird. Außerdem solltest Du möglichst eng mit der Schule oder dem neuen Kindergarten zusammenarbeiten, um das optimale Timing zu bestimmen. Im Kindergarten kann es sinnvoll sein, wenn das Kind zur Eingewöhnung erst einmal nur ein paar Stunden in den neuen Kindergarten geht und dann langsam immer länger dort bleibt.

Weitere Tipps zur Eingewöhnung

Nicht nur in der Schule oder im Kindergarten, sondern auch in der neuen Heimat an sich muss sich Dein Kind nun eingewöhnen. Daher solltest Du Dir viel Zeit nehmen, um die neue Heimat mit Deinem Kind zu erkunden. Vielleicht findet ihr einen Sportverein vor Ort, damit Dein Kind noch schneller Anschluss finden kann. Auch auf dem Spielplatz und in der Nachbarschaft lassen sich wunderbar neue Kontakte knüpfen. Eine Eltern-Kind-Gruppe oder auch eine Krabbelgruppe sind ebenso zu empfehlen, damit Eltern und Kind Anschluss bekommen. Damit sich Dein Kind in der neuen Heimat wohlfühlt, solltest Du sie oder ihn sein oder ihr Zimmer möglichst selbst gestalten lassen. Außerdem solltest Du dafür sorgen, dass Dein Kind regelmäßig per Internet oder Telefon Kontakt zu seinen Freunden in der alten Heimat haben kann. Denn diesen Freunden kann Dein Kind seinen Kummer anvertrauen, während es in der neuen Heimat erst noch Freundschaften knüpfen muss. Vor allem solltest Du Geduld mit Deinem Kind haben und ihm den Raum geben, um sein altes Zuhause trauern zu dürfen. Dabei gewöhnen sich Teenager meist weniger schnell ein als jüngere Kinder. Stelle auf jeden Fall sicher, dass Du immer ein offenes Ohr für Deine Kinder hast und sie so bestmöglich bei dieser emotional anstrengenden Umgewöhnung im Anschluss an euren Umzug unterstützen kannst!

Mieterschutzrecht: Wie die Sozialklausel Dich schützen kann

Mieterschutzrecht: Wie die Sozialklausel Dich schützen kann

Vielleicht hat Dir Dein Vermieter wegen Eigenbedarf gekündigt. Für viele Mieter ist das ein echter Schock. Denn Wohnraum in den deutschen Großstädten ist teuer und Ersatz als Geringverdiener oder Familie mit Kindern auf die Schnelle kaum zu finden. Doch zum Glück schützt der Gesetzgeber nicht nur die Vermieter, die eine Kündigung aus Gründen des Eigenbedarfs aussprechen können, sondern es gibt die Sozialklausel, die fest im Mieterschutzrecht verankert ist. Sie soll Dich als Mieter vor Härte schützen.

Was die Sozialklausel besagt

Mit Hilfe der Sozialklausel kannst Du als Mieter einer Vermieterkündigung widersprechen, obwohl diese berechtigt ist. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn die Kündigung für Dich eine gewisse Härte bedeutet. Der wichtigste Härtegrund in den Augen des Gesetzes ist fehlender Ersatzraumwohn. Solltest Du in Deiner Stadt keine Wohnung mit zumutbaren Bedingungen finden, so kannst Du Dich als gekündigter Mieter auf die Sozialklausel berufen. Allerdings bedeutet eine teurere, kleinere oder eine Ersatzwohnung in einem anderen Wohnviertel nicht, dass die Sozialklausel automatisch greift. Ob Dein Härtegrund ausreichend ist, muss am Ende ein Richter entscheiden, falls Du Dir mit Deinem Vermieter nicht einig wirst. Auch die folgenden Umstände kannst Du in diesem Zusammenhang als weitere Härtegründe anführen:

  • Gebrechlichkeit
  • Invalidität
  • Schwangerschaft
  • hohes Alter
  • Kinder
  • Schwierigkeiten beim Kindergarten- oder Schulwechsel
  • geringer Verdienst
  • ein kurz bevorstehendes Examen
  • schwere Erkrankungen
  • eine lange Mietdauer

Gerade dann, wenn bei Dir mehrere dieser Gründe gleichzeitig greifen, erhöht dies Deine Erfolgschancen entsprechend.

Widerspruch gegen die Kündigung des Vermieters einlegen

Wenn Du Dich nun auf die Sozialklausel berufen möchtest, musst Du erst einmal schriftlich Widerspruch gegen die vom Vermieter ausgesprochene Kündigung einlegen. Das Widerspruchsschreiben, welches Deiner eigenhändigen Unterschrift bedarf, muss beim Vermieter zwei Monate vor dem Ablauf der gesetzten Kündigungsfrist eingehen. Die Zwei-Monats-Frist ist allerdings nur dann relevant, wenn Dein Vermieter Dich in seinem Kündigungsschreiben auf Deine Widerspruchsmöglichkeit aufmerksam gemacht und auch die Frist und notwendige Form des Widerspruchs genannt hat.

Falls dem nicht so ist, kannst Du der Kündigung als Mieter auch noch zu einem späteren Zeitpunkt widersprechen – nämlich bis zum ersten Gerichtstermin bei einem Räumungsrechtsstreit. Sinnvoller ist es jedoch, wenn Du die Situation gar nicht erst eskalieren lässt, sondern Deinen Widerspruch schnellstmöglich einreichst. Dann besteht immerhin noch die Hoffnung, dass Du Dich mit dem Vermieter durch den Verweis auf die Sozialklausel außergerichtlich einigen kannst. Dies kann allerdings bedeuten, dass Dein Wohnrecht nur befristet erhalten bleibt und zum Beispiel direkt nach Deinem Examen endet, wenn Du ein bevorstehendes Examen als Härtegrund angeführt hast.

Die Sozialklausel vor Gericht

Wenn es zu keiner Einigung zwischen Dir und Deinem Vermieter kommt, muss ein Gericht entscheiden. Dieses muss dann abwägen, ob Deine Härtegründe schwerer wiegen als das berechtigte Vermieterinteresse. Als Faustregel lässt sich festhalten, dass Dein Recht auf körperliche Unversehrtheit das Vermieterinteresse auf eine selbstbestimmte und freie Lebensgestaltung in nahezu allen Fällen übertrifft. Wenn ein Umzug Deine Gesundheit gefährden oder belasten würde, kannst Du Dir vor Gericht relativ gute Chancen ausrechnen. Dies muss allerdings nicht heißen, dass Du ein unbefristetes Wohnrecht zugesprochen bekommst. Vielmehr kann das Gericht eine Fortsetzung des Mietverhältnisses anordnen, die lediglich befristet ist. Damit das Gericht überhaupt zu Deinen Gunsten entscheiden kann, wirst Du die Schwere Deiner Härtegründe zunächst belegen müssen, was unter Umständen gar nicht so einfach ist. Dennoch ist die Sozialklausel dazu da, Dich als Teil des Mietrechts vor Härtefällen in diesem Bereich zu schützen.

Checkliste für die Wohnungsbesichtigung: Worauf musst Du achten?

Wohnungsbesichtigung. Checkliste

In meinem Artikel „Wohnungssuche: So findest du eine Wohnung?“ hast Du bereits erfahren, wo Du nach einer für Dich passenden Wohnung suchen kannst. Du hast gewiss eine oder mehrere Wohnungen gefunden, die Dir gefallen und den Vermieter kontaktiert. Mit etwas Glück wirst Du nun zu einer Wohnungsbesichtigung eingeladen. Einerseits hast Du so die Chance den Vermieter kennen zu lernen und von Dir zu überzeugen, andererseits musst Du natürlich auch für Dich prüfen, ob diese die für Dich richtige Wohnung ist. Hierfür habe ich Dir eine praktische Checkliste zusammengestellt:

1. Vier Augen sehen mehr als zwei:

Wenn möglich, nimm eine Begleitperson mit zur Besichtigung. Dies können Dein/e Partner/in sein, Deine Eltern, Deine zukünftigen WG-Mitbewohner, Onkel, Freunde o.ä. Am besten wäre es natürlich, wenn sich Deine Begleitperson sogar mit Wohnungen auskennt, also vielleicht ein Makler, Handwerker oder Architekt ist. Hauptsache ist jedoch, dass Du nicht alleine gehst. Denn auch bei Laien gilt: Vier Augen sehen mehr als zwei und so macht Dich Deine Begleitperson gewiss noch auf den ein oder anderen Vor- und Nachteil der Wohnung aufmerksam oder stellt Fragen, auf welche Du selbst nie gekommen wärst.

2. Eine Wohnungsbesichtigung nur bei Tageslicht…

…und bestenfalls wochentags durchführen. Denn bei Nacht sind nicht nur Mängel schwieriger zu entdecken, es ist in der Regel auch leiser. Ebenso sonn- und feiertags, wenn keine Lastwagen fahren dürfen. Du solltest Dir die Wohnung deshalb zu einem alltäglichen Zeitpunkt ansehen, zum Beispiel Mittwochs um 16 Uhr. So kannst sehen, wie hell die Wohnung ist, wo ihre Makel liegen und lauschen, ob und wie laut der Verkehr zu hören ist.

3. Nein zur Massenbesichtigung!

Gerade in Gegenden, in welchen Mietwohnungen Mangelware sind, wollen sich viele Vermieter Zeit sparen und laden einfach mehrere Interessenten zugleich ein. Eine solche Massenbesichtigung bietet jedoch nur Nachteile: Einerseits lernst Du den Vermieter nur flüchtig kennen und es wird schwer, ihn von Dir zu überzeugen. Andererseits hat er nicht ausreichend Zeit für Fragen. Vereinbare deshalb stets eine Einzelbesichtigung mit ihm. Hierdurch bekundigst Du zugleich ein erstes Interesse und kannst Dich als Bewerber von den anderen potenziellen Mietern absetzen.

4. Unterschreibe niemals direkt vor Ort

Mache nicht den Fehler, direkt bei der Besichtigung verbindlich zuzusagen oder gar bereits einen Vertrag zu unterschreiben. Verlangt der Vermieter dies von Dir, hat er etwas zu verbergen. Ansonsten gibt er Dir gewiss gerne ein oder zwei Nächte, um über die Entscheidung zu schlafen.

5. Nimm eine Kamera mit…

…und fotografiere die Wohnungen, welche Du besichtigst. So kannst Du dir die Bilder am Abend noch einmal in Ruhe ansehen, die unterschiedlichen Objekte vergleichen und überprüfen, ob es sich auch auf den zweiten Blick noch um Deine Traumwohnung handelt.

6. Weitere Besichtigungstermine vereinbaren

Du hast Dich entschieden? Dann vereinbare noch einmal zwei bis drei weitere Besichtigungstermine zu verschiedenen Tages- und Uhrzeiten, bevor Du den Mietvertrag unterschreibst. So kannst Du Dich besser gegen unerwartete Makel absichern, zum Beispiel einen erhöhten Lärmpegel zur Feierabendzeit.

7. Umgebung besichtigen

Anschließend solltest Du nicht nur die Wohnung, sondern auch die neue Wohngegend ausführlich besichtigen. Ist vielleicht ein stinkendes Klärwerk in der Nähe oder liegt das Viertel in einer Einflugschneise des Flughafens? Informiere Dich auch über das Internet, zum Beispiel via Google Maps, über Unternehmen, mögliche Lärm-, Geruchs- oder sonstige Belästigungsfaktoren in der Nähe.

8. Mit den Nachbarn sprechen

Sinnvoll ist es auch, einmal kurz mit den Nachbarn zu sprechen. Vielleicht sind sie im Sommer sowieso im Garten oder Du klingelst einfach am Nachmittag kurz an ihrer Tür, bringst leckere Kekse mit und stellst Dich vor. Hier kannst Du noch einmal wichtige Informationen über Dein Wohnhaus in Erfahrung bringen, zum Beispiel ob zwischen den Wohnparteien Streit herrscht, dass es im Wäschekeller schimmelt oder dass der Nachbarhund ständig bellt.

9. Fragen stellen

Schlussendlich kannst Du auch Deinen Vermieter noch einmal ins Kreuzverhör nehmen oder gar mit ihm über den Mietvertrag verhandeln, wenn Du Makel in der Wohnung entdeckt hast. Doch Vorsicht: Bei begehrten Wohnungen kannst Du nicht maßlos Forderungen stellen, sonst entscheidet er sich kurzerhand für einen anderen Bewerber. Auf die Beseitigung eines Schimmelflecks, einen neuen Bodenbelag in der Küche oder den Austausch des 20 Jahre alten Boilers jedoch, lässt er sich eventuell ein.

10. Die richtige Mischung aus Verstand und Bauchgefühl…

…sollte Dir am Ende die optimale Entscheidung bringen. Einerseits hilft es, eine Checkliste anzulegen, diese abzuhaken, eine Pro- und Contra-Liste zu führen und Dir fachmännischen Rat bei Deinen Bekannten einzuholen. Andererseits wird Dir schlussendlich aber Dein Bauchgefühl sagen, welche die für Dich richtige Wohnung ist. Und wenn Du Dich wohlfühlst, kannst Du auch über den ein oder anderen Makel hinwegsehen…

Muster für eine Checkliste bei der Wohnungsbesichtigung:

  • Sind Haustiere erlaubt?
  • Wieso ist der Vormieter ausgezogen?
  • Wie laut ist die Wohnung?
  • Gibt es Lärmfaktoren in der Nähe, wie eine Einflugschneise, Industrie, Bahngleise etc.?
  • Wie hell ist die Wohnung?
  • Welches Baujahr hat sie?
  • Wann und was wurde zuletzt renoviert?
  • Wie wird geheizt?
  • Wie alt sind Gemäuer, Rohre und Kabel?
  • Sind genügend Steckdosen vorhanden?
  • Wie einfach lassen sich Fenster und Türen öffnen? Zieht es?
  • Gehören ein Keller und/oder Garage zu der Wohnung?
  • Wo befindet sich der Waschmaschinenanschluss?
  • Kannst Du Geräusche aus der Nachbarwohnung hören?
  • Wie weit sind öffentliche Verkehrsmittel und Einkaufsmöglichkeiten entfernt?
  • Wo liegen Schule oder Kindergarten für Deine Kinder?
  • Sind die Schulwege sicher oder an einer großen Hauptstraße gelegen?
  • Zieht es an Türen und Fenstern?
  • Kannst Du Schimmel oder Wasserflecken entdecken?
  • In welchem Zustand sind die Flure und Außenanlagen?
  • Welche Nebenkosten sind inbegriffen, welche müssen extra übernommen werden?
  • Wie hoch sind die Nebenkosten? Ist der Nebenkostenabschlag realistisch?

Ummelden beim Umzug. Wann, wie, wo?

Wohnortwechsel, Ummelden - Ummeldung nach dem Umzug

Den Formalitäten kannst Du bei einem Umzug leider nicht entgehen. Dazu gehört auch, dass Du Dich an Deinem neuen Wohnort anmeldest. Dieser Prozess wurde durch die Digitalisierung zuletzt glücklicherweise erheblich erleichtert. Wichtig ist allerdings, dass Du unbedingt die Fristen einhältst. Ansonsten kommen schlimmstenfalls hohe Geldstrafen auf Dich zu.

Den Wohnort ummelden – so geht’s

Deinen Wohnort musst Du innerhalb der ersten Woche nach dem Einzug beim Einwohnermeldeamt Deines neuen Wohnsitzes ummelden. In Ausnahmefällen hast Du dafür auch zwei Wochen Zeit, spätestens dann kann aber schlimmstenfalls ein Ordnungsgeld von bis zu 500 Euro fällig werden. Der Gang zum Einwohnermeldeamt sollte daher unbedingt einer Deiner ersten sein. Da die Ämter ihre Daten mittlerweile elektronisch untereinander austauschen, musst Du Dich übrigens an Deinem alten Wohnort nicht mehr abmelden, dies geschieht automatisch. Vielerorts kannst Du Dich mittlerweile auch schon zum Teil oder ganz online ummelden. Siehe Dich doch einmal auf der Website des für Dich zuständigen Einwohnermeldeamtes um. Früher oder später jedoch, wird der Behördengang unerlässlich sein, da die neue Anschrift noch auf dem Personalausweis angebracht werden muss.

Wo melde ich mich eigentlich um?

Die Ummeldung nach einem Umzug erfolgt normalerweise bei der Stadt. Üblicherweise musst du dich also im örtlichen Rathaus und hier im Einwohnermeldeamt oder im Bürgerbüro einfinden. Welche Stelle Ummeldungen vornimmt, unterscheidet sich aber von Ort zu Ort. Am Besten, du informierst dich vorab einmal auf den offiziellen Webseiten der Stadt bzw. Gemeinde in die du verziehst – hier findest du normalerweise recht schnell die richtigen Infos und auch die Öffnungszeiten der Meldebehörde. Denk daran etwas Zeit einzuplanen. Der Ummelde-Vorgang an sich ist zwar oft schnell erledigt (meiner Erfahrung nach zwischen 5 und 10 Minuten), aber bei vielen Ämtern muss man eben immer noch mit erheblichen Wartezeiten (vor allem zu Stoßzeiten) rechnen …

Musst Du persönlich zur Meldebehörde gehen?

Nein, Du kannst auch einen Vertreter senden. Hierfür musst Du eine Vollmacht für den Vertreter in Deinem Namen ausstellen. Der Bevollmächtigte kann diese dann beim Einwohnermeldeamt vorlegen und für Dich die Ummeldung des Wohnsitzes durchführen. Je nach Bundesland ist dies mehr oder weniger kompliziert. In Bayern und Hessen beispielsweise, muss eine solche Vollmacht beglaubigt sein. Da ist es dann meist doch unkomplizierter, persönlich bei der Behörde vorbeizugehen. Meistens geht die Ummeldung auch sehr schnell, vorausgesetzt Du hast alle notwendigen Dokumente dabei.

Welche Dokumente benötigst Du für die Ummeldung des Wohnsitzes?

Du musst unbedingt die Reisepässe und/oder Personalausweise all jener Personen mitnehmen, welche Du ummelden möchtest. Bei Familien ist es ausreichend, wenn ein volljähriges Mitglied die Ummeldung mit allen Ausweisen der Familienmitglieder vornimmt. Handelst Du als Vertreter für eine oder mehrere andere Personen, so musst Du zusätzlich noch die schriftlichen Vollmachten einpacken. Nimm auch etwas Bargeld mit. Bei vielen Behörden ist das Ummelden kostenlos, bei manchen wiederum wird eine kleine Bearbeitungsgebühr erhoben (ca. 6-10 Euro).

Wo musst Du Dich sonst noch ummelden?

Nachsendeauftrag

Etwa zwei Wochen vor Deinem Umzug solltest Du bei der Post einen Nachsendeauftrag einrichten. Dies gibt Dir zudem die Sicherheit, dass auch Post von Ämtern oder Rechnungsstellen, bei welchen Du die Ummeldung vergessen hast, dennoch bei Dir am neuen Wohnsitz ankommt. Alles rund um das Thema Nachsendeauftrag findest Du unter Nachsendeauftrag beim Umzug: Brauchst Du ihn und wie funktioniert er?

Finanzamt

Auch beim Finanzamt solltest Du Dich ummelden. Hier stehst Du allerdings nicht so sehr unter Zeitdruck. Beim neuen Finanzamt reicht es, wenn Du die neue Anschrift gemeinsam mit der nächsten ausstehenden Steuererklärung einreichst. Du solltest die Adressänderung aber unbedingt auch Deinem alten Finanzamt mitteilen, damit keine Missverständnisse entstehen.

Agentur für Arbeit

Für Leistungsbezieher der Agentur für Arbeit ist es wichtig, dass Du auch dieser frühzeitig Bescheid gibst. So kann nämlich Deine Akte so schnell wie möglich an das neue zuständige Amt weitergeleitet werden, damit die Fortzahlung reibungslos verläuft.

Auto

Denke unbedingt daran, Dein Auto umzumelden. Dies geht mittlerweile ganz einfach per Online-Formular. Du musst dann aber dennoch zeitnah bei der KFZ-Zulassungsbehörde vorbei, um die Daten in Deinem Fahrzeugschein und -brief anpassen zu lassen und eventuell die neuen Nummernschilder abzuholen. Packe hierfür auch Deinen Personalausweis sowie die Anmeldebestätigung des Einwohnermeldeamtes ein. Mancherorts benötigst Du zudem die Versicherungsbestätigungskarte Deines KFZ-Haftpflichtversicherers.

Banken und Bausparkassen

Wenn Du umziehst ohne die Bank zu wechseln, reicht es in der Regel aus, die alte Filiale darüber zu informieren. Frage dann am besten auch gleich nach, ob es einen sogenannten „Umzugsservice“ gibt und lasse Dich über das weitere Vorgehen aufklären. Die meisten Banken haben einen vollautomatisierten Prozess, sodass Du hinterher reibungslos Deine Bankgeschäfte in der neuen Filiale tätigen kannst.

GEZ

Seit die GEZ als generelle Haushaltsabgabe erhoben wird, ist die Gebührenerhebung deutlich einfacher geworden. Für den Verbraucher bedeutet das, dass es aber auch weniger Ausnahmen und Befreiungsmöglichkeiten gibt. Du wirst daher so oder so auch an Deiner neuen Adresse GEZ-Gebühren zahlen müssen. Zur einfacheren Feststellung Deiner bereits hinterlegten Daten, getätigten Zahlungen und einer eventuellen Befreiung, solltest Du Dich daher auch frühzeitig bei der GEZ ummelden. Die Änderung Deiner Daten kannst Du online auf der Website der GEZ vornehmen.

Behörden

Nicht nur beim Einwohnermeldeamt, sondern auch bei weiteren Behörden musst Du Dich ummelden. Wenn Du beispielsweise Bafög, Kindergeld oder sonstige staatliche Leistungen beziehst, musst Du den zuständigen Ämtern unbedingt Bescheid geben. Oft reicht hierfür ein kurzer Anruf bei Deiner/m Sachbearbeiter/in.

Versorgungsbetriebe

Du musst Dich auch bei allen aktiven Versorgungsbetrieben ummelden, hierzu gehören Strom, Gas, Wasser und Fernwärme. Dies muss unbedingt vor dem Umzug geschehen, da Du am Umzugstag in der alten sowie der neuen Wohnung jeweils die Zählerstände ablesen und weitergeben musst. Du hast bei einem Umzug übrigens in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. Er ist daher eine optimale Gelegenheit, sich einmal nach einem anderen oder günstigeren Tarif umzusehen.

Haustiere

Ja, selbst Haustiere müssen umgemeldet werden, und zwar dann, wenn sie entweder eine Haftpflichtversicherung besitzen, zum Beispiel Hunde oder Pferde, oder bei der Tasso-Zentrale gemeldet sind. Letzteres empfehle ich Dir grundsätzlich für alle freilaufenden Haustiere, denn so lässt es sich schneller wieder auffinden, sollte es einmal verloren gehen oder davonlaufen.

Telefon und Internet

Denke auch daran, Dich bei Deinem Telefon-, Internet- und Mobiltelefonanbieter umzumelden. Hierfür reicht in der Regel ein kurzer Anruf. Sollte Dein bisheriger Dienstleister oder Tarif aus irgendeinem Grund am neuen Wohnort nicht verfügbar sein, hast Du übrigens ein Sonderkündigungsrecht.

Kredit- und Kundenkarten

Siehe einmal in Deinen Geldbeutel. Welche Kredit- und Kundenkarten findest Du hier? Denke auch daran, dich bei jeder einzelnen umzumelden. Hast Du Dich bereits bei Deiner Bank umgemeldet, zieht die Kreditkarte meist automatisch mit um. Frage aber zur Sicherheit lieber noch einmal nach!

Schule und Kindergarten

Du ziehst mit Kindern um? Dann musst Du vielleicht auch einen Kindergarten- oder Schulwechsel vornehmen. Wann und wie Du Deine Kinder ummeldest, findest Du unter Umziehen mit Kindern Teil 2: So klappt der Schulwechsel

Versicherungen

Jeder von uns hat zahlreiche Versicherungen, zum Beispiel die Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Denke auch hier daran, jeden einzelnen Versicherungsträger über Deinen Umzug zu informieren, damit alle wichtigen Unterlagen weiterhin bei Dir eintreffen.

Vereine, Mitgliedschaften und Verbände

Du bist Mitglied in einem Verein, Verband oder einer Sportgemeinschaft? Auch hier solltest Du stets Deine neue Adresse mitteilen. Ziehst Du weiter weg und kannst Dein Amt oder Dein Hobby nicht mehr weiter ausführen, so denke daran rechtzeitig zu kündigen.

Zeitschriften und Tageszeitungen

Du liest gerne Zeitschriften und Magazine? Dann bedenke, Dein Abonnement rechtzeitig auf den neuen Wohnort umzumelden, damit diese auch weiterhin zeitnah bei Dir eintreffen. Die Tageszeitung Deines alten Wohnortes solltest Du fristgerecht kündigen. Am neuen Wohnort kannst Du dann oftmals günstige Probeabos der führenden Tageszeitungen in Anspruch nehmen und Dich so für eine oder mehrere entscheiden. Vielerorts erhältst Du nach der Anmeldung Deines neuen Wohnsitzes ein sogenanntes „Umzugsscheckheft“, in welchem Du neben der Tageszeitung auch weitere Tipps und Vergünstigungen für die Region findest.

Weitere Stellen für die Ummeldung

  • Arbeitgeber
  • Steuerberater, Finanzberater, Rechtsanwalt o.ä.
  • Bücherei
  • Mieterbund
  • Online-Shops und ähnliche Online-Angebote
  • Rentenversicherung
  • Hochschule oder Universität
  • Verkehrsbetriebe

Umziehen mit Kindern Teil 3: Wenn die Pubertät Probleme macht

Umziehen mit Kindern: Wenn die Pubertät Probleme macht

In den ersten beiden Teilen der Reihe „Umziehen mit Kindern“ hast Du gelernt, wie Du den Umzug am besten planst und wie ein Schulwechsel für Deine Kinder ablaufen kann. Mit Jugendlichen entstehen aber trotz guter Planung und Vorbereitung häufig große Probleme bei so einem Wechsel des Umfelds. Ausschlaggebend sind dafür weniger die Umgebung selbst, als die Freunde und sozialen Kontakte. Häufig kommt es dann zu Trotzreaktionen oder gar Depressionen.

Psychische Probleme durch Umzüge als Jugendlicher?

Eine amerikanische Studie fand kürzlich heraus, dass Jugendliche nach Umzügen häufiger in psychologische Behandlung oder eine psychiatrische Klinik mussten als Gleichaltrige ohne Umzug. Die Studie untersuchte hierfür rund 500.000 Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren, wovon rund ein Viertel im Jahr 2008 umziehen musste. Die Auswertung fand rund ein Jahr später statt. Es ist daher davon auszugehen, dass die Häufung der psychischen Schwierigkeiten unmittelbar mit dem vorangegangenen Umzug zusammenhingen. 0,9 Prozent der Kinder mussten gar in eine stationäre Behandlung, Die häufigsten Diagnosen waren: Anpassungsstörungen, Verhaltens- und Alkoholprobleme, ADHS, Selbstverletzung oder Substanzmittelmissbrauch.

Woher kommen die Schwierigkeiten?

Das Ergebnis der Studie ist beunruhigend für alle jene Eltern, die mit ihren Kindern im Jugendalter umziehen müssen. Die Frage ist nun: Woher kommen all diese Schwierigkeiten? Um zu handeln, solltest Du schließlich die Ursachen der Probleme kennen. Die Hauptgründe für die schwierige Anpassung an das neue Umfeld sehen die Experten vor allem darin,
dass bei den Jugendlichen häufig mehr Verständnis für den Umzug vorausgesetzt wird als noch bei Kindern.

  • dass die Jugendlichen deshalb weniger intensiv betreut und schlechter auf die neue Situation vorbereitet werden.
  • dass die Jugendlichen sich in diesem Alter stark an ihre sozialen Kontakte binden, sich über die „Clique“ definieren oder vielleicht bereits ihre „erste Liebe“ durchleben. In keinem Alter sind soziale Kontakte wichtiger als zu dieser Zeit. Freundeskreise sind daher meist sehr fest und in sich geschlossen, Neuankömmlinge finden nur schwer Anschluss.
  • dass viele Eltern damit überfordert sind, ihren Kindern die notwendige Stütze in dieser schwierigen Zeit zu sein, zumal viele Jugendliche zu Trotzreaktionen neigen.

Schlussendlich entstehen daraus Gefühle der Überforderung, Vernachlässigung oder Einsamkeit und die Jugendlichen wissen sich oft nicht mehr anders zu helfen, als ihren Frust in irgendeiner Art der Überreaktion auszuleben, seien es die Selbstverletzung, das „Ausreißen“ oder die Flucht in Suchtmittel. Ich möchte Dir natürlich keine Angst machen, solch extreme Situationen sind immer noch Einzelfälle. Kleinere und vor allem langwierige Schwierigkeiten jedoch, wie ständiger Streit oder das Schwänzen der Schule, kommen bei Umzügen vergleichsweise häufig vor. Was kannst Du als Elternteil nun dagegen tun und vor allem: Wie kannst Du Dein Kind bestmöglich unterstützen?

Tipps für einen erfolgreichen Umzug mit Jugendlichen

Erst einmal möchte ich Dir sagen, dass Du natürlich Dein Kind am besten kennst und die Probleme sowie optimale Umgangsform größtenteils vom Charakter und Alter Deiner Sprösslinge abhängen . Einen großen Unterschied macht stets auch die Entfernung des Umzugs. Je weiter weg vom alten sich der neue Wohnort befindet, desto schwieriger wird es. Besonders extrem verhält sich das bei einem Umzug ins Ausland mit einer anderen Sprache. Hier habe ich die wichtigsten Punkte für Dich zusammengetragen, welche Du für einen erfolgreichen Umzug und Deinem Kind zuliebe beachten solltest:

  • Setze das Verständnis für einen Umzug nicht einfach voraus, sondern bespreche sie mit Deinem Kind und versuche es so weit wie möglich mit in die Entscheidungen einzubeziehen, zum Beispiel bei der Wohnungssuche oder dem Aussuchen der neuen Schule.
  • Beobachte Dein Kind vor, während und nach dem Umzug und achte auf Anzeichen für eine Überforderung. Sollten sich Probleme ergeben, handle schnell und suche Dir falls nötig fachmännische Hilfe. Ist die Situation einmal zu sehr ausgeartet, lässt sie sich häufig nur noch schwer in den Griff kriegen.
  • Ermögliche Deinem Kind jederzeit den Kontakt zu seinen Freunden am alten Wohnort. Kaufe ihm, wenn nötig, ein Smartphone oder einen Laptop zum Skypen und lasse sich die Kinder in den Ferien gegenseitig besuchen.
  • Erleichtere Deinem Kind den sozialen Anschluss in der neuen Umgebung. Je eher es sich in einen Freundeskreis integrieren kann, desto besser. Lass es daher vielleicht schon vor dem Schulstart einem Sport- oder Musikverein beitreten oder fördere ein neues Hobby. Vielleicht ergibt sich auch ein netter Kontakt mit eine/m Jugendlichen aus derselben Klasse, zum Beispiel aus der Nachbarschaft? Oft reicht nämlich ein guter Freund bereits aus, damit sich Dein Kind in dessen Freundeskreis willkommen fühlt.
  • Überlasse Deinem Kind die freie Gestaltung seines Zimmers, sodass es sich bestmöglich entfalten kann und heimisch fühlt.
  • Sollten sich das Schulsystem oder die Lehrinhalte stark von denen in der alten Schule unterscheiden, stelle Deinem Kind frühzeitig einen Nachhilfelehrer zur Verfügung.
  • Vielleicht findest Du ja einen triftigen Grund für Dein Kind, weshalb der neue Wohnort für es besser ist als der alte. Vielleicht gibt es hier die Möglichkeit, endlich ein lang ersehntes Hobby auszuüben oder eine spezielle Talentförderung in der Schule zu erhalten? Versuche ihm die „Coolness“ des neuen Zuhauses näher zu bringen, lasse Dich aber nicht auf unnötige Diskussionen ein.
  • Der letzte und wichtigste Punkt bist Du selbst. Natürlich ist so ein Umzug auch für Dich mit viel Stress und Organisation verbunden. Nimm Dir aber dennoch genügend Zeit für Deine Kinder, sprich mit ihnen, versuche ihnen zu helfen und unterstütze sie, wo Du kannst. Das schlimmste Gefühl ist für Jugendliche nämlich jenes, allein gelassen worden zu sein.

Weitere Artikel aus dieser Serie

Umziehen mit Kindern Teil 1: So meisterst Du die Herausforderung

Umziehen mit Kindern Teil 2: So klappt der Schulwechsel

Umziehen mit Kindern Teil 4: So findest Du einen Babysitter

Umzug mit Kindern: Tipps für die Eingewöhnung

Umziehen mit Kindern Teil 2: So klappt der Schulwechsel

Umzug mit Kindern: Schulwechsel

Im ersten Teil der Artikelserie „Umziehen mit Kindern“ hast Du erfahren, weshalb ein Umzug für Deine Sprösslinge so aufreibend ist, was sie emotional durchleben und welche Ängste sie vielleicht haben mögen. Ein Umzug in derselben Stadt stellt dabei meist keine Probleme dar, da die Kinder weder ihre Freunde noch ihre bisherige Schule hinter sich lassen müssen. Geht es aber weiter fort und ein Schulwechsel wird nötig, stehst Du als Mutter oder Vater vor einer echten Herausforderung. Noch komplexer wird es dann, wenn sich die neue Schule in einem anderen als dem bisherigen Bundesland befindet. Denn Schulen sind in Deutschland Ländersache und so kann ein Umzug von Bayern nach Hamburg immense Veränderungen für Deine Kinder mit sich bringen.

Wann solltest Du den Schulwechsel vornehmen?

Natürlich haben die Eltern häufig nicht die Wahl, wann ein Umzug stattfinden soll, schließlich hat er eventuell berufliche, finanzielle oder familiäre Gründe. Wenn es Dir aber irgendwie möglich ist, solltest Du Dein Kind bestenfalls zum Beginn eines Schuljahres wechseln lassen. Notfalls wäre auch das Schulhalbjahr noch ein guter Zeitpunkt. Denn so ist nicht nur das vergangene (Halb-) Jahr abgeschlossen und Dein Kind hat ein ordentliches Zeugnis der letzten Schule, es kann sich auch während der vorangehenden Ferien besser auf den Wechsel vorbereiten und trifft zu einem Zeitpunkt auf seine neuen Mitschüler, zu welchem für alle ein neuer Abschnitt beginnt und vielleicht sogar mehrere neue Schüler in die Klasse kommen oder die Klassen neu aufgeteilt werden. Ist Dir das nicht möglich, so solltest Du Dein Kind zumindest so früh wie möglich zum neuen Schuljahr wechseln lassen. Dies hat allein praktische Gründe, hinsichtlich des verpassten Lehrstoffes.

Bezüglich des Alters Deines Kindes gilt dasselbe: Je früher, desto besser. Kleinere Kinder finden schneller neue Freunde und passen sich leichter an eine veränderte Umgebung an.
Vor allem für Jugendliche ist so ein Schulwechsel häufig eine sehr schwierige Zeit und kann viele Probleme mit sich bringen. Wenn möglich, könntest Du den sowieso fälligen Schulwechsel für den Umzug nutzen, zum Beispiel von der Grund- auf die Realschule oder nach der zehnten Klasse auf ein weiterführendes Gymnasium.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Bundesländern?

Innerhalb eines Bundeslandes lässt sich so ein Wechsel meist noch verhältnismäßig unkompliziert gestalten. Spätestens aber, wenn Du über eine Ländergrenze hinweg umziehst, gibt es zum Teil große Veränderungen zwischen der alten und der neuen Schule Deiner Kinder. Diese betreffen nicht nur Lerninhalte und Regeln im Unterricht, sondern manchmal gar das gesamte Schulsystem. So gibt es in Bayern und Baden-Württemberg zum Beispiel stets vier Jahre Grundschule, in Berlin hingegen sind es sechs. Anschließend gibt es je nach Bundesland Haupt-, Real-, Regel-, Gesamtschulen oder Gymnasien, letztere wiederum acht- oder neunjährig. Eine Übersicht über die 16 Systeme findest Du auf 3sat.de.

Doch damit nicht genug: Auch die Lerninhalte variieren je nach Bundesland. Während mancherorts bereits in der ersten Klasse mit Englisch begonnen wird, lernen die Kinder in einem anderen Bundesland dafür die Schreibschrift früher oder das Abitur ist verkürzt. Wie Du Deinem Kind dann den Wechsel erleichtern kannst, möchte ich Dir im letzten Kapitel näher erläutern.

Welche Dokumente, Fristen und Behördengänge werden notwendig?

Erst einmal möchte ich Dich aufklären, wie der Schulwechsel bürokratisch von statten geht. Befindet sich Dein Kind noch in der Grundschule oder im Kindergarten, so ist der Schulbezirk für die Wahl der neuen Schule ausschlaggebend. Erkundige Dich deshalb bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde darüber, welches Schulamt für Dich zuständig ist und in welche Grundschule oder welchen Kindergarten Deine Kinder zukünftig gehen werden. Du musst Dein Kind dann bei der betreffenden Schule anmelden. Beginne dieses Anmeldeverfahren so früh wie möglich, sodass Du eventuell fehlende Dokumente noch rechtzeitig nachreichen kannst. Bringe stets auch den An- bzw. Ummeldenachweis für Deine neue Wohnung mit. Der Schulwechsel sollte für Dein Kind so stress- und reibungslos wie möglich ablaufen. Informiere Dich über die geltenden Termine und Fristen direkt bei der Schule. War die Anmeldung erfolgreich, meldest Du Dein Kind nun bei seiner alten Schule ab. Dies solltest Du erst nach der zugesagten Aufnahme bei der neuen Schule tun.

Kannst Du die neue Schule frei wählen?

Grund- und Hauptschule

Wie bereits erwähnt, besteht beim Kindergarten und der Grundschule in der Regel keine freie Wahl. Es gibt jedoch Ausnahmen: Du kannst Dein Kind zum Beispiel in der alten Schule angemeldet lassen, obwohl Ihr in einen neuen, nahegelegenen Schulbezirk umzieht. Eine Ausnahme jedoch ist nur dann möglich, wenn Du „wichtige Gründe“ vorbringen kannst und ein Antrag vom staatlichen Schulamt genehmigt wurde. Bespreche dies mit der zuständigen Schulleitung und hole Dir hier die eventuell notwendigen Dokumente und Nachweise.

Weiterführende Schule

Bei der weiterführenden Schule hingegen, ist das anders. Hier sind normalerweise keine Schulbezirke definiert und Du kannst die Schule frei wählen. Schwierig allerdings kann es bei der Frage werden, welche Schulart im neuen Bundesland der bisher besuchten entspricht. Je mehr sich die zwei Systeme unterscheiden, umso komplizierter wird der Wechsel. Informiere Dich in unklaren Fällen am besten über folgende Faktoren:

  • Welche Voraussetzungen werden an den jeweiligen Abschluss gestellt?
  • Welche Möglichkeiten hat das Kind mit dem Abschluss?
  • Welche Fremdsprachen müssen wie viele Schuljahre belegt worden sein?
  • Welche sind die Pflichtfächer?
  • Können bereits erbrachte Leistungen angerechnet werden?
  • In welchem Schuljahr werden welche Lerninhalte gelehrt?
  • Welche Fächerkombinationen gibt es in der Oberstufe?

So kannst Du Dir ein besseres Bild über die bisherige und die zur Auswahl stehenden neuen Schularten machen und sie bestmöglich abgleichen. Für Dein Kind ist der Schulwechsel einfacher, je weniger sich die alten von den neuen Lernstrukturen und Ansprüchen unterscheiden. Nutze den Wechsel daher nicht, um Dein Kind „hochzustufen“ und es hinterher zu überfordern. Findet der Umzug zum Wechsel von der Grund- in die weiterführende Schule statt, so wird die ausgesprochene Empfehlung anerkannt. Hat Dein Kind also eine Empfehlung fürs Gymnasium in Hessen erhalten, kann es auch in Sachsen, Baden-Württemberg oder Bayern anschließend das Gymnasium besuchen. Der Wechsel auf ein Gymnasium mit einer Haupt- oder Realschulempfehlung hingegen, ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt.

Wie kannst Du Deinem Kind den Schulwechsel erleichtern?

Du siehst, es handelt sich um ein unglaublich komplexes Thema. Das Wichtigste dabei ist jedoch stets Dein Kind. Versuche es so gut wie möglich bei dieser großen Veränderung in seinem Leben zu unterstützen und bleibe wachsam, wie es sich fühlt und ob es unter- oder überfordert ist.

Achtsamkeit ist das A und O in dieser spannenden Zeit. Informiere Dich daher bestmöglich im Voraus, wähle die passende neue Schule aus und kläre Dein Kind darüber auf, welche Veränderungen zukünftig zu erwarten sind. Je nach Bundesland kann es durchaus passieren, dass Dein Kind in einem oder mehreren Fächern großen Aufholbedarf hat. Lasse es damit nicht alleine, sondern bereite es auf die neue Situation vor, hole gegebenenfalls einen Nachhilfelehrer zur Unterstützung und spreche vorab mit seinen Lehrern, damit eine gute Atmosphäre herrscht und keine Missverständnisse aufkommen.

Fördere Dein Kind so gut wie möglich, notfalls mit professioneller Unterstützung und nutze bereits die Zeit vor dem Umzug für die Vorbereitung auf die neue Schule, zum Beispiel durch Nachhilfe. Kläre Dein Kind unbedingt über veränderte Regeln auf, zum Beispiel welches Verhalten in der neuen Schule akzeptabel ist und welches nicht. Einen Fehler zu machen und sich zu blamieren ist nämlich das Schlimmste, was Deinem Kind in der Anfangszeit passieren kann.

Fasse Dir an die eigene Nase

Für Dich als Mutter oder Vater des Kindes ist es besonders wichtig, dass Du den Kenntnisstand und die emotionale Verfassung Deines Kindes so realistisch wie möglich einschätzt. Übertriebener Ehrgeiz oder eine „Das wird schon“-Einstellung sind hier fehl am Platz. Stufe Dein Kind stattdessen notfalls eine Klasse zurück, damit es nicht überfordert ist.

Denkst Du, dass Dein Kind schon weiter ist als seine Mitschüler, so lass es eine Klasse überspringen, damit es sich nicht langweilt und verhaltensauffällig wird. Bespreche all diese Konzepte mit dem zuständigen Klassenlehrer. Manchmal sind solche Varianten auch „auf Probe“ möglich, um zu sehen wie gut sie funktionieren.

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Umzug mit Kindern - neue Schule

Ein Umzug ist an sich schon eine sehr aufreibende Sache. Doch wenn auch noch Kinder mit im Spiel sind, stehst Du vor einer echten Herausforderung. Je weiter entfernt das neue Zuhause sein wird, desto besser musst Du Deine Kinder auf die große Veränderung vorbereiten. Und auch am Umzugstag selbst müssen sie, je nach Alter, rundum gut versorgt werden. Ich habe Dir deshalb eine Checkliste zusammengestellt, worauf Du vor, während und nach dem Umzug mit Kindern achten solltest…

Vor dem Umzug

1. Die Kinder auf das neue Zuhause vorbereiten

Schon lange Zeit vor dem Umzug selbst solltest Du Deine Kinder gut auf die neue Umgebung vorbereiten. Wie weit weg werdet Ihr dann wohnen? Müssen die Kinder vielleicht all ihre Freunde zurücklassen? Was wird sich in der neuen Umgebung ändern? Auf welche Schule werden sie gehen? Wie sieht es mit Hobbies aus? Deine Kinder haben gewiss viele Fragen und auch ein wenig Angst, schließlich handelt es sich um eine große Veränderung in ihrem Leben. Du solltest deshalb regelmäßig mit ihnen darüber sprechen und herausfinden, welche Bedürfnisse deine Kinder haben. Vielen hilft es zum Beispiel, wenn sie ihr neues Zuhause vorher besichtigen können. Auch eine neue Schule oder der Kindergarten sollten unbedingt schon vor dem ersten Tag einmal besucht werden. Beachte aber, dass keine ausgiebigen Diskussionen entstehen. Nimm Dir stattdessen zwar genügend Zeit für die Antwort auf ihre Fragen, wechsle aber rechtzeitig das Thema bevor es belastend oder ärgerlich wird. Der Umzug sollte so positiv wie möglich von statten gehen. Eine Möglichkeit wäre es, die Kinder am Umzug selbst zu beteiligen. Lass Sie bei der Auswahl der neuen Einrichtung helfen und wenn möglich ihr neues Zimmer selbst aussuchen. Das Kind soll das Gefühl bekommen, dass das neue Zuhause eine Besserung mit sich bringt. Finde etwas in der neuen Umgebung, das Dein Kind begeistern wird und baue auf dieser positiven Erfahrung auf. Ein Beispiel? Deine Tochter würde gerne Basketball spielen, aber im bisherigen Ort gab es nur eine Mannschaft für Männer? Dann informiere Dich doch einmal, ob dies im neuen Zuhause vielleicht endlich möglich wäre.

2. Zeit zu packen

Wenn es an der Zeit ist zu packen, so solltest Du auch hier Deine Kinder unbedingt mit einbeziehen. Lasse sie zum Beispiel, wenn sie alt genug sind, ihre Spielsachen selbst einpacken. Dies gibt dem Kind das Gefühl ein Teil des Geschehens zu sein und dadurch direkt am Umzug beteiligt. Nichts ist schließlich schlimmer als Machtlosigkeit, wenn ein Kind nur zusehen kann wie seine Sachen weggepackt werden.

3. Verpflegung nicht vergessen

Je kleiner die Kinder, desto bedürftiger sind sie. Das bedeutet, dass Du bereits beim Packen darauf achten musst, dass Du wichtige Utensilien am Umzugstag noch zur Hand hast. Ein Baby zum Beispiel, braucht neben dem altersgemäßen Essen und Trinken auch unbedingt Wechselklamotten, Windeln und Spielzeuge. Da Du im Trubel des Umzugs aber gewiss irgendetwas vergessen wirst, mache Dir so frühzeitig wie möglich eine Liste.

4. Die Betreuung organisieren

Wenn Du Dich am Umzugstag nicht um Deine Kinder kümmern kannst, weil Du zum Beispiel den Transport der Möbel selbst übernimmst, solltest Du rechtzeitig ihre Betreuung sicherstellen. Bedenke dabei, dass es sich sowieso um eine sehr stressige Situation handelt, Dein Kind vielleicht Angst hat vor der neuen Umgebung oder ein Baby noch gar nicht so recht versteht, was gerade vor sich geht. Um den zusätzlichen Stress dann so gering wie möglich zu halten, sollte zumindest die Betreuungsperson möglichst vertraut sein. Frage deshalb rechtzeitig zum Beispiel bei den Großeltern der Kinder an, damit diese sich den Tag freihalten können.

5. Richtig „Tschüss“ sagen

Gerade ältere Kinder und Jugendliche, die bei einem Umzug die Schule wechseln und Freunde zurücklassen müssen, sehnen sich oft nach einem adäquaten Abschied. Ermögliche ihnen daher eine kleine Abschiedsfeier. Diese ist ein schönes Ritual, um den vergangenen Lebensabschnitt bewusst abzuschließen und dann mit einem klaren Schnitt ins neue Zuhause zu ziehen. Auch für Dich selbst wäre das gewiss eine gute Idee.

Während des Umzugs

Etwas ältere Kinder können sehr gerne am Umzugstag helfen. Lass sie leichte Sachen, zum Beispiel ihr Spielzeug, selbst tragen und bei der Einrichtung im neuen Zuhause helfen. Biete ihnen aber jederzeit auch einen Rückzugsort an, falls ihnen der Trubel irgendwann zu viel wird. Im neuen Zuhause angekommen, solltet Ihr zuerst den Kinderbereich einrichten. Darauf freut es sich schließlich am meisten und irgendwann wird sich gewiss auch die Müdigkeit breitmachen.

Nach dem Umzug

1. Kinder bis sechs Jahre

Nach dem Umzug brauchen die Kinder vor allem zwei Dinge: Vertrautes und viel Zeit. Es ist daher keine gute Idee, das Kinderzimmer komplett neu einzurichten. Klar, anbieten würde es sich, aber das Kind sollte in seinem vertrauten Bett schlafen können und den alten Kleiderschrank wiedererkennen. Denn je vertrauter die Umgebung ist, desto schneller gewöhnen sich Kinder im neuen Heim ein. Kinder bis sechs Jahre sind dabei übrigens am unkompliziertesten. Sie sind sehr an ihre Eltern und weniger an äußere Umstände gebunden. Nimm Dir deshalb nach dem Umzug viel Zeit für Dein Kind, unternehme tolle Ausflüge mit ihm und verbringe schöne Zeiten im neuen Zuhause. So gibst Du ihm Sicherheit und gleich einige positive Erinnerungen an die neue Umgebung. Das Wichtigste ist: Anwesenheit zeigen.

2. Kinder im Schulalter

Wenn Dein Kind bereits im Schulalter ist, hat das Vor- und Nachteile. Einerseits ist ein Schulwechsel (siehe hierzu auch den 2. Artikel unserer Serie, Umziehen mit Kindern Teil 2: So klappt der Schulwechsel) ein einschneidendes Erlebnis für das Kind und meistens mit großen Ängsten verbunden. Ist der erste Tag aber überstanden, findet es andererseits meist sehr schnell neue Freunde und dadurch sozialen Anschluss. Bereite Dein Kind daher gut auf den Schulwechsel vor, besuche die Räumlichkeiten einmal vor dem ersten Schultag und versuche ihm so gut wie möglich die Angst zu nehmen. Am besten wäre es, wenn Dein Kind am ersten Schultag schon ein Kind aus seiner Klasse oder zumindest aus der gleichen Schule kennt. Dies nimmt die Angst und gibt Orientierung. Erkundige Dich doch zum Beispiel einmal bei Deinen Nachbarn, ob sie jemanden im gleichen Alter kennen oder vielleicht selbst Kinder auf der Schule haben. Eine tolle Möglichkeit für soziale Kontakte sind stets auch Sportvereine, eine Musikschule, ein Reitstall oder ein anderes Hobby, welches Dein Kind gerne ausübt. Der positive Nebenaspekt dabei ist, dass Du selbst gleich Deine soziale Umgebung kennenlernst und vielleicht den ein oder anderen neuen Freund findest. Trotz allem musst Du zur Eingewöhnung Deines Kindes in der neuen Schule rund sechs bis acht Wochen rechnen. Ein paar Tränen bleiben da meist nicht aus…

3. In Kontakt bleiben

Natürlich sind neue Freunde für die Kinder immens wichtig, doch auch die „alten“ sind nicht einfach vergessen. Dein Kind wird seine bisherigen Freunde und Freundinnen vermissen und seine Erfahrungen in der neuen Umgebung mit ihnen teilen wollen. Mache es ihm deshalb so einfach wie möglich mit seinen alten Freunden in Kontakt zu bleiben. Solltet Ihr nicht allzu weit weggezogen sein, kannst Du ja vielleicht sogar einmal ein Treffen organisieren. Auch wenn sich die Kinder in den Feiern gegenseitig besuchen können, haben Sie stets einen Grund zur Vorfreude. Biete ihnen sonst die Möglichkeit für Telefonate oder ein Videogespräch via Skype. Je nach Alter des Kindes, wäre vielleicht jetzt auch der richtige Zeitpunkt für ein eigenes Smartphone.

4. Wenn die Pubertät Probleme bereitet

Gerade im Teenageralter ist ein Umzug für viele Jugendliche besonders belastend. Nicht selten kommt es dann zu etwas größeren Problemen zwischen Eltern und Kindern, zu Streit oder Trotzreaktionen. Der Umzug mit Teenagern erfordert daher etwas mehr Eingewöhnungszeit und Einfühlungsvermögen. Aber mehr dazu im dritten Teil der Reihe „Umziehen mit Kindern“

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