Bequemer umziehen mit einem Möbelaufzug

Ob das Treppenhaus nun zu eng ist oder es einfach zu viele Stockwerke bis zu deiner neuen Wohnung sind, um dein Hab und Gut die vielen Treppen nach oben zu schleppen, ein Möbelaufzug kann deinen Umzug zu einer viel komfortableren Angelegenheit machen. Dies setzt natürlich voraus, dass du deine Fenster, deine Balkontür oder die Hausflurfenster auf der Etage deiner neuen Wohnung weit genug öffnen kannst, um auf diesem Weg all deine Möbel in die Wohnung zu transportieren. Darüber hinaus kann die Zahl der Umzugshelfer, die gerade bei großen Umzügen zum Transport deiner Möbel und anderen Haushaltsgegenstände benötigt wird, durch einen Möbelaußenaufzug drastisch reduziert werden. Was alles für einen Möbelaufzug spricht und wann diese Art des Umziehens sinnvoll ist, möchte ich dir an dieser Stelle gerne verraten.

Die Vorteile eines Möbelaufzugs

Bei einem Möbelaufzug handelt es sich also um einen mobilen Aufzug, der einer Drehleiter, wie du sie wahrscheinlich bereits von Feuerwehrautos kennst, ähnelt. Dabei wird das Kopfstück des Lifts an deinem Balkongeländer oder an der Hausfassade angelehnt, damit der Möbellift dein Hab und Gut bequem in die neue Wohnung transportieren kann. Wenngleich zunächst einmal ein Liftcheck erfolgen sollte, um zu prüfen, ob deine neue Wohnung überhaupt für den Umzug per Möbellift geeignet ist, liegen die Vorteile eines Möbelaufzugs grundsätzlich auf der Hand und lauten wie folgt:

  • es werden weniger Umzugshelfer benötigt
  • ein Möbellift ersetzt mehrere Umzugshelfer und kann somit Personalkosten sparen
  • weniger Zeitaufwand für die Abwicklung des gesamten Umzugs
  • auch Möbel, die nicht durchs Treppenhaus passen, können auf diesem Weg in deine neue Wohnung transportiert werden
  • insgesamt weniger Kraftaufwand
  • geringere Beschädigungen am Mobiliar/ keine Beschädigungen im Treppenhaus

Möbellift bei einem Umzugsunternehmen mieten

Viele Umzugsfirmen vermieten Möbellifte übrigens auch, ohne dass du deinen kompletten Umzug über sie abwickeln musst. Du mietest dann also nur den Möbellift sowie ein bis zwei Personen, welche den Lift korrekt aufbauen und bedienen. Die restlichen Umzugs- und Transportarbeiten kannst du zusammen mit deinen Helfern aus dem Freundes-, Familien- oder Bekanntenkreis selbst übernehmen und so bares Geld sparen. Zum Teil kann es jedoch sinnvoll sein, wenn du auf die professionellen Helfer des Umzugsunternehmens zurückgreifst. Denn dann kannst du den Möbelaußenaufzug oftmals zu einem rabattierten Preis nutzen. Wenn du möchtest, dass selbst ein großer Umzug relativ schnell über die Bühne geht, ist ein Möbellift auf jeden Fall eine sehr gute Wahl.

Wann ein Möbelaufzug nicht die richtige Wahl ist

Allerdings gibt es auch Situationen, in denen ein Möbellift leider nicht zum Einsatz kommen darf. Das kann zum Beispiel bei Dachgeschosswohnungen der Fall sein, sofern es sich um kein Flachdach handelt. Denn dann sind dein Balkon oder deine Fenster wahrscheinlich nach hinten versetzt und für den Möbellift somit nicht zu erreichen, da der Möbelaufzug im oberen Bereich nicht geknickt werden kann. Auch wenn es an der Fassade nicht ausreichend Befestigungsmöglichkeiten für den oberen Teil des Möbelaußenaufzugs gibt, kannst du diesen leider nicht einsetzen.

Der Liftcheck vorab ist unerlässlich

Bevor du eine solche Gerätschaft für deinen Umzug anmietest, solltest du bei der Umzugsfirma also erfragen, ob du ihren Umzugslift für dein Vorhaben überhaupt verwenden kannst. Manche Unternehmen entsenden auch gerne einen Mitarbeiter zu dir nach Hause, damit dieser einen Liftcheck vor Ort machen und die dortigen Gegebenheiten sowohl bei der alten als auch bei der neuen Wohnung auf die Lifttauglichkeit überprüfen kann. Zudem muss vor dem Haus ausreichend Platz sein, um den Möbellift aufstellen zu können. Dazu sind eventuell Absperrungen und Halteverbotszonen erforderlich. Steht ein Baum jedoch ungünstig im Weg, so wirst du den Möbellift leider nicht für deinen kraftsparenden und weniger stressigen Umzug nutzen können.

Mietkaution Teil 1: Höhe, Regeln und Rechte

Bei dem Umzug in eine Mietwohnung fordert der Vermieter in der Regel die Hinterlegung einer Mietkaution. Je nach Höhe der Miete, sind das hunderte oder gar mehrere tausend Euro. Für viele Mieter ist die Kaution daher einer der größten Kostenfaktoren bei einem Umzug. Nicht jeder kann sich so eine üppige Mietkaution leisten und wenn doch, so gibst Du bestimmt nicht gerne so viel Geld aus der Hand, ohne zu wissen was schlussendlich damit passiert. Ich erkläre Dir deshalb heute im ersten Artikel zur Mietkaution, wofür diese ist, welche Regeln der Vermieter zu beachten hat und welche Deine Rechte als Mieter sind.

Wofür ist eigentlich so eine Mietkaution?

Die Mietkaution stellt für den Vermieter eine finanzielle Sicherheit dar. Solltest Du irgendwann einfach Deine Miete nicht mehr bezahlen, beim Auszug Nebenkostenschulden hinterlassen oder die Wohnung in einem renovierungsbedürftigen Zustand zurückgeben, kann der Vermieter diese Unkosten durch die Mietkaution auffangen.

Musst Du zwingend eine Mietkaution hinterlegen?

Nein! Prinzipiell handelt es sich bei der Mietkaution um eine freiwillige Leistung. Als Mieter bist Du nicht dazu verpflichtet, allerdings steht es dem Vermieter dann natürlich frei, die Wohnung an einen anderen Mieter zu vergeben. In der Regel hast Du daher keine große Wahl, wenn es um die Hinterlegung der Mietkaution geht. Zudem verlangt heutzutage beinahe jeder Vermieter eine Kaution. Sinn macht es da eher, über die Höhe oder Art der Kaution zu verhandeln. Welche Alternativen es zur Mietkaution gibt, erfährst Du im zweiten Artikel dieser Reihe.

Ist die Höhe der Kaution gesetzlich geregelt?

Hinsichtlich der Höhe der Mietkaution gibt es keine festgesetzte Regel. Was es jedoch gibt, ist die Obergrenze von drei Nettokaltmieten. Das bedeutet, Dein Vermieter darf für die Mietkaution jeden Betrag zwischen null Euro und drei Nettokaltmieten verlangen. Darunter zu verstehen ist lediglich die im Mietvertrag festgehaltene Kaltmiete für Deine angemieteten Wohnräume, exklusive Neben- oder Sonderkosten. Bei Verträgen mit reiner Angabe der Warmmiete, muss der „warme“ Kostenanteil geschätzt und herausgerechnet werden. Hast Du zu viel bezahlt, kannst Du den Restbetrag zurückverlangen. Steigen im Laufe der Jahre, in welchen Du die Mietwohnung nutzt, die Mietpreise, musst Du Deine Kaution nicht erhöhen. Es gilt die Nettokaltmiete zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung.

Ist eine Ratenzahlung möglich?

Drei Monatskaltmieten? Die hat man nicht immer gleich zur Hand und das ist auch absolut nicht ungewöhnlich. Du hast deshalb gemäß §551 Abs. 2 BGB das Recht, die Mietkaution in drei gleichen Monatsteilbeträgen zu entrichten. Bespreche dies im Voraus mit Deinem Vermieter und sorge dafür, dass eine entsprechende Klausel im Mietvertrag festgehalten ist.

Wird die Mietkaution zurückgezahlt?

Als reine Kautionszahlung muss Dir der Vermieter beim Auszug die Mietkaution natürlich zurückzahlen. Hierfür hat er bis zu sechs Monate Zeit, um noch eventuell ausstehende Nebenkostenabrechnungen abzuwarten oder Forderungen aus Schäden einzureichen. Findet die Betriebskostenabrechnung nur einmal jährlich durch den Versorger statt, so hat der Vermieter eine Frist von sogar zwölf Monaten für die Rückzahlung. Allerdings darf er dann nicht die volle Kaution einbehalten, sondern lediglich einen geschätzten Anteil für die noch ausstehenden Kosten. Wenn Du, um dies zu vermeiden, einfach die letzten Monate vor der Kündigung keine Miete mehr zahlst, verletzt Du übrigens Deine Vertragspflichten und musst im schlimmsten Fall mit einer Klage rechnen. Andersherum steht Dir aber auch der Klageweg offen, wenn der Vermieter die Kaution zu lange, als zu hohen Betrag oder schlichtweg ohne Berechtigung einbehält.

Wann darf der Vermieter die Mietkaution einbehalten?

Viele Mieter haben Angst davor, dass der Vermieter nach ihrem Auszug einfach die ganze oder einen Teil der Mietkaution einbehält, ohne ausreichende Gründe. Merke Dir deshalb: Der Vermieter darf die Kaution auch über die Fristen hinaus nur dann ganz beziehungsweise anteilig einbehalten, wenn

  • Du Mietschulden bei ihm hast.
  • noch Zahlungen für Betriebskosten, Nebenkosten oder sonstige Schulden beim Vermieter ausstehen.
  • dem Vermieter Schadensersatz, Nutzungsausfallentschädigungen oder Prozesskostenerstattungsansprüche zustehen.
  • Du Schäden an der Wohnung verursacht hast.

Gerade der letzte Fall führt aber häufig zu Streit. Welche Schäden sind als normale Abnutzungen anzusehen? Für welche bist Du überhaupt verantwortlich? Deshalb ist es ungemein wichtig, dass Du beim Einzug ein Übergabeprotokoll erstellst und jeden Schaden Deines Vormieters unverzüglich meldest. Zudem solltest Du die Klausel im Mietvertrag zu den Schönheitsreparaturen unbedingt genauestens lesen. Hier ist geregelt, welche Pflichten Du beim Auszug hast, welche Schäden beseitigt werden müssen und welche Renovierungsarbeiten Du zu leisten hast. Alle wichtigen Informationen hierzu findest Du im Artikel „Schönheitsreparaturen – Was ist beim Auszug Pflicht?“.

Ist der Vermieter im Recht und findet Schäden, für deren Beseitigung Du verantwortlich bist, so muss er Dir erst einmal eine angemessene Frist für die Nachbesserung einräumen. Nur wenn Du dieser nicht nachkommst, kann er Deine Mietkaution dafür aufwenden, den Schaden professionell beheben zu lassen. Einbehalten darf er aber auch dann nur den geschätzten Anteil der Mietkaution, zum Beispiel anhand eines Kostenvoranschlages von einem Handwerker. Nach sechs Monaten ist die Frist für eine Nachbesserung verjährt. Hat der Vermieter also sechs Monate nach der Schlüsselübergabe noch keine Schäden beanstandet, musst Du diese auch nicht mehr beseitigen und er darf die Kaution nicht verrechnen.

Was, wenn die Mietkaution unrechtmäßig einbehalten wird?

Leider tritt genau der Grund, aus welchem viele Mieter die Hinterlegung einer Kaution fürchten, relativ häufig ein: Der Vermieter behält unter einem unberechtigten Vorwand die Mietkaution oder einen Teil davon ein. In diesem Fall musst Du die Rückzahlung der Kaution schriftlich und mit einer festgesetzten Frist zurückfordern. Stelle die Forderung am besten per Einschreiben zu, damit Du ihren Eingang beim Vermieter später vor Gericht nachweisen kannst. Reagiert der Vermieter darauf nicht, kannst Du ihm einen Mahnbescheid zustellen. Führt dies immer noch nicht zum Erfolg, bleibt Dir leider nur noch der Weg zum Anwalt. Wähle unbedingt einen Fachanwalt für Mietrecht.

Was passiert eigentlich mit der Kaution währen der Mietdauer?

Du weißt nun, wann Du die Mietkaution zu zahlen hast und wann Du sie zurückfordern kannst. Doch was passiert eigentlich in den Monaten, Jahren oder Jahrzehnten zwischen Ein- und Auszug mit der Mietkaution? Solltest Du fünf, zehn oder zwanzig Jahre in der Mietwohnung leben, ergibt sich dadurch doch ein finanzieller Nachteil für Dich, oder? Tatsächlich ist der Vermieter in der Pflicht, ein entsprechendes Mietkautionskonto zu eröffnen. Er darf die Mietkaution also nicht einfach auf sein privates Konto überweisen und sich an den Zinsen bereichern. Er kann entweder von dem Mieter verlangen, selbst ein solches Konto zu eröffnen, oder dies selbst übernehmen und muss dem Mieter dann einen entsprechenden Nachweis erbringen. Das Guthaben, also die Mietkaution, muss auf dem Konto zudem in „üblicher“ Höhe verzinst werden. Diese Zinsen werden Dir beim Auszug ebenfalls ausgezahlt. Vernachlässigt der Vermieter diese Pflicht, macht er sich der Veruntreuung strafbar. Dennoch: Bei derzeit üblichen Zinssätzen von unter einem Prozent und einer Inflationsrate von rund zwei Prozent machst Du auf Dauer Verlust. Hättest Du das Geld zur Verfügung, könntest Du es eventuell zu besseren Zinsen oder in einer lukrativeren Anlageform vermehren.

Es lohnt sich also durchaus einmal über eine Alternative zur Mietkaution nachzudenken. Allerdings sind diese in der Regel auch nicht kostenlos, manchmal sogar auf lange Sicht deutlich teurer. Aber mehr dazu erfährst Du im zweiten Teil der Artikelserie „Mietkaution“.

Umzug für Studenten Teil 2: Nebenjob als Umzugshelfer

Im ersten Teil der Artikelserie „Umzug für Studenten“ hast Du gelernt, wie Du als Student am besten wohnst und wie aus einem Umzug ein echtes Event unter Freunden werden kann. Nun geht es darum, wie Du den Umzug anderer Studenten, Familien oder Privatleuten zu Deinem Vorteil nutzen und Dir etwas Taschengeld verdienen kannst – als studentischer Umzugshelfer.

Wer kann als Umzugshelfer arbeiten?

Gerade männliche Studenten arbeiten häufig und gerne als Umzugshelfer, da sie zeitlich flexibel sind sowie jung und kräftig. Prinzipiell kann aber jeder als Umzugshelfer arbeiten, der körperlich gesund und entsprechend versichert ist (hierzu später mehr). Gewiss hast Du sogar schon häufig als helfende Hand bei Umzügen Deiner Freunde, Familie oder Bekannten mit angepackt. Anstatt kostenlos, kannst Du dies nun in Zukunft auch gegen ein attraktives Entgelt tun. Täglich ziehen täglich dutzende Menschen um, denen es an Umzugshelfern fehlt, die sich aber kein professionelles Umzugsunternehmen leisten können oder wollen.

Wieso ist der Job als Umzugshelfer gerade für Studenten attraktiv?

Private Umzugshelfer gibt es viele, ein auffallend großer Anteil hiervon sind aber Studenten. Der Nebenjob als Umzugshelfer scheint für sie also besonders attraktiv zu sein. Weshalb? Der studentische Umzugshelfer ist zeitlich meist deutlich flexibler als ein Arbeitnehmer und zugleich günstiger als ein selbstständiger Möbelpacker, der Steuern zahlen und die Umsatzsteuer abführen muss. Studenten können daher in der Regel das beste Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Zugleich brauchst Du für den Nebenjob keine besondere Ausbildung oder spezielle Kenntnisse. Du musst lediglich körperlich fit und leistungsbereit sein, eine perfekte Abwechslung zur Denkarbeit an der Uni. Möbel auf- und abbauen, Kartons tragen, Umzugskisten packen, den Transporter fahren…klingt machbar, oder?

Was Du brauchst, um als Umzugshelfer arbeiten zu können:

  1. Werkzeug und Equipment: Wenn Du nicht über eine professionelle Agentur oder ein Umzugsunternehmen geordert wirst, welches das entsprechende Equipment zur Verfügung stellt, solltest Du zumindest über die Grundausstattung an Material verfügen. Wer nämlich Sackkarre, Spanngurte, Werkzeug und sogar ein großes Fahrzeug mit zum Umzug bringt, ist gegenüber der Konkurrenz klar im Vorteil und kann höhere Stundenlöhne verlangen. Allerdings kann sich das gerade ein Student häufig nicht leisten. Es reicht daher auch, wenn Du einfach einen klassischen Werkzeugkoffer besitzt. Bespreche am besten im Voraus mit dem jeweiligen Kunden, was Du zum Umzug mitbringen sollst oder was er gut gebrauchen könnte.
  2. Ausreichende Haftpflichtversicherung: Beim Umzug kann immer ein Sach- oder Personenschaden entstehen, entweder auf Deiner oder der Kundenseite. Ein falscher Schritt und schon ist das Treppengeländer beschädigt und der Schrank hat einen dicken Kratzer. Das Wichtigste, wenn Du als studentischer Umzugshelfer arbeiten möchtest, ist deshalb eine gute Haftpflichtversicherung. Wenn Du ohne Bezahlung bei einem Umzug Deiner Freunde hilfst, erweist Du einen sogenannten „Freundschaftsdienst“, welcher in der Regel durch die Haftpflichtversicherung Deiner Bekannten abgedeckt wird. Nicht so, wenn es sich um eine bezahlte Tätigkeit handelt. Du benötigst daher für Deinen Nebenjob als Umzugshelfer eine extra Berufshaftpflichtversicherung oder einen entsprechenden Zusatz in Deiner privaten Haftpflichtversicherung. Diese sind meist für wenige Euro mehr pro Monat zu haben.
  3. Gewerbeschein: Am einfachsten meldest Du Deinen Nebenjob als Umzugshelfer als Kleingewerbe an. Solange Du nicht mehr als 17.500 Euro pro Jahr einnimmst, musst Du keine Umsatzsteuer ausweisen und kannst dennoch ganz einfach Rechnungen stellen. Entsprechende Vorlagen gemäß der Kleinunternehmerregelung findest Du zum Beispiel unter rechnungen-muster.de. Bleibst Du sogar unter dem Freibetrag von 8.652 Euro pro Jahr, musst Du gar keine Steuern bezahlen. Anmelden musst Du die Tätigkeit trotzdem…

Was verdient ein studentischer Umzugshelfer?

Berechnet wird die studentische Umzugshilfe in der Regel als Stundensatz. Üblich sind rund zehn bis 15 Euro. Du solltest niemals weniger als den gesetzlichen Mindestlohn verlangen!

So kommst Du an einen Nebenjob als studentischer Umzugshelfer

Wenn Du als studentischer Umzugshelfer arbeiten möchtest, hast Du verschiedene Möglichkeiten. Du kannst Dich zum Beispiel von einer Vermittlungsagentur vertreten lassen, Anzeigen ins Internet oder eine Tageszeitung setzen oder für eine Zeitarbeitsfirma arbeiten. Versetze Dich hierfür am besten einmal in die Arbeitgeberseite hinein: Wo würdest Du nach Umzugshelfern suchen? Als kleine Hilfe kannst Du hierfür im Artikel „(Studentische) Umzugshelfer engagieren: Worauf musst Du achten?“ stöbern…

Wohnungsübergabe: Darauf musst Du als Mieter achten

Immer dann, wenn Du eine neue Wohnung beziehst oder aus Deiner bisherigen Wohnung ausziehst, findet mit dem jeweiligen Vermieter die sogenannte Wohnungsübergabe statt. Hierbei handelt es sich prinzipiell um die Schlüsselübergabe, zugleich wird die Wohnung aber auch auf ihren Zustand überprüft. Wer bei der Wohnungsübergabe Fehler macht, bleibt hinterher eventuell auf Schäden sitzen. Darauf solltest Du deshalb unbedingt achten:

Fall 1: Die Wohnungsübergabe beim Einzug

Wenn Du Dich auf der Suche nach einer neuen Wohnung befindest, solltest Du diese bereits bei der Wohnungsbesichtigung genau unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls noch einmal einen zweiten Besichtigungstermin vereinbaren. Dennoch achtest Du hier meist weniger auf Details als auf die Lage der Wohnung, ihre Ausrichtung, den Balkon, den Mietpreis usw. So hast Du den Mietvertrag häufig schon unterschrieben, bevor Du kleine Mängel überhaupt bemerkst. Die Wohnungsübergabe ist deshalb der optimale Zeitpunkt, noch einmal gezielt in der Wohnung nach Schäden, Schimmel oder Mängeln zu suchen. Werden diese nämlich nicht im Übergabeprotokoll festgehalten, musst Du eventuell später für den Schaden aufkommen, obwohl dieser durch Deinen Vormieter verursacht wurde.

Das Übergabeprotokoll ist stets ein Muss

Das Wichtigste bei der Wohnungsübergabe ist daher stets das Übergabeprotokoll. Dieses gilt später als Nachweis, dass der Schaden bereits beim Einzug vorhanden war, sodass Du diesen nicht verantworten musst. Leider versuchen nämlich viele Vermieter, einen Schaden auf die Kosten des Mieters abzuwälzen. Wichtige Punkte, die Du im Übergabeprotokoll festhalten musst, sind zum Beispiel:

  • Befindet sich die Wohnung im „besenreinen“ Zustand?
  • Schließen Türen und Fenster vollständig oder spürst Du Zugluft?
  • In welchem Zustand sind die Fensterrahmen? Müssen sie eventuell nochmals gestrichen werden?
  • Sind Schäden oder Schimmel an Wänden beziehungsweise Fußböden zu erkennen?
  • Gibt es Bohrlöcher in den Wänden, Böden oder Fließen?
  • Sind Risse oder tiefe Kratzer in Wänden, Böden oder Einrichtungsgegenständen zu erkennen?
  • Funktionieren die elektrischen Geräte, Wasserhähne und Heizungen?
  • Sind Sprünge in der Dusche, Badewanne, Toilette oder dem Waschbecken zu erkennen?
  • Sind Wohnung, Keller, Garage, Mülltonnen etc. leer?
  • Wie viele Schlüssel hast Du erhalten und musst Du dementsprechend zum Ende der Mietzeit zurückgeben?
  • Halte zuletzt stets auch die Strom-, Gas- und Wasserzählerstände fest.
  • Solltest Du direkt vor Ort die Beseitigung der Mängel, Reparaturen oder Renovierungsarbeiten mit dem Vermieter vereinbaren, halte diese unbedingt ebenso im Übergabeprotokoll schriftlich fest.

Eine Vorlage für das Übergabeprotokoll findest Du beispielsweise unter www.mieterverein-meissen.de

Verhaltensregeln für die Wohnungsübergabe

Die Wohnungsübergabe sollte im Hellen stattfinden. Nimm zudem eine zweite Person als Zeuge mit und dokumentiere die Übergabe mit einem Fotoapparat. Fotografiere alle gefundenen Mängel und schreibe sie im Übergabeprotokoll nieder. Das Übergabeprotokoll muss anschließend vom Vermieter und Mieter eigenhändig unterschrieben werden und beide Parteien erhalten eine originale Fassung.

Was, wenn Du einen Mangel erst nach dem Einzug entdeckst?

Es kann durchaus passieren, dass ein Schaden bei der Wohnungsübergabe nicht ersichtlich ist, zum Beispiel weil die Heizung bei Deinem Einzug im Sommer ausgeschaltet war und im Winter plötzlich nicht anspringt. Sobald Du einen Schaden entdeckst, musst Du diesen daher ebenfalls fotografieren und dem Vermieter unverzüglich schriftlich melden. Dieser hat daraufhin eine angemessene Zeitspanne zur Beseitigung des Mangels. Kommt er dieser Pflicht nicht nach oder beeinträchtigt der Schaden den Wohnwert Deiner Wohnung, so kannst Du die Minderung der Miete verlangen. Auch wenn Du den Schaden zwar entdeckst, aber ihn als nicht weiter schlimm empfindest und nicht beheben lässt, musst Du ihn festhalten und schriftlich melden. Ansonsten kommst Du bei Deinem Auszug eventuell in die Pflicht, diesen aus eigenen Mitteln zu beheben.

Fall 2: Die Wohnung beim Auszug richtig hinterlassen

Gleichzeitig musst Du als Mieter Deine alte Wohnung beim Auszug auch stets korrekt hinterlassen, um nicht in Streitigkeiten mit dem Vermieter zu geraten. Auch hier solltest Du unbedingt ein Übergabeprotokoll erstellen. Damit es gar nicht erst zu Problemen kommt, verrate ich Dir, wie Du Deine Wohnung hinterlassen musst:

  1. Je nach Mietvertrag, musst Du die vereinbarten Schönheitsreparaturen durchführen, also beispielsweise die Wände in einer hellen und neutralen Farbe streichen.
  2. Beseitige alle persönlichen Gegenstände aus den gemieteten Räumen. Hierzu gehören neben der Wohnung selbst auch der Keller, die Garage, eine Abstellkammer, der Garten, Balkon o.ä.
  3. Eine detaillierte Grundreinigung der Wohnung ist nicht nötig, doch sie muss „besenrein“ übergeben werden. Das bedeutet, dass Du groben Schmutz beseitigen musst. Die Böden müssen gestaubsaugt sowie Küche, Bad und Zimmer sauber sein.
  4. Wurde die Wohnung durch Dich baulich verändert, also hast Du beispielsweise Einbauschränke installiert oder die Balkonbrüstung erhöht, musst Du diese Veränderungen wieder rückgängig machen. Du kannst allerdings bereits beim Einbau oder vor der Wohnungsübergabe mit dem Vermieter sprechen, ob er diese Veränderungen beibehalten möchte. Gibt er seine Zustimmung, so lasse Dir diese schriftlich bestätigen.
  5. Selbst die Einbauküche musst Du rechtlich gesehen beim Auszug wieder ausbauen. Allerdings passt diese vielleicht nicht in Deine neue Wohnung oder dort ist bereits eine vorhanden. Sprich deshalb im Voraus mit Deinem Vermieter. Häufig hat er Interesse daran, die Küche zu behalten oder Du kannst Sie Dir vom Nachmieter abkaufen lassen.
  6. Überprüfe die nun leere Wohnung auf Abnutzungserscheinungen. Beheben musst Du allerdings nur jene Schäden, die nicht als „üblich“ anzusehen sind. Hierzu gehören beispielsweise Brandlöcher, Bohrungen oder zerkratzte Tapeten durch Deine Katze.
  7. Zuletzt übergibst Du natürlich alle Schlüssel, welche Du von Deinem Vermieter erhalten hast. Vergiss dabei nicht den Briefkasten-, Dachboden- oder Kellerschlüssel.
  8. Halte zudem die Strom-, Gas- und Wasserzählerstände fest und lasse sie Dir im Übergabeprotokoll schriftlich bestätigen.
  9. Anschließend erhältst Du Deine Kaution zurück. Der Vermieter darf diese aber für höchstens sechs Monate ganz oder teilweise einbehalten, um ausstehende Reparaturen oder Nebenkostenabrechnungen zu decken. Achte unbedingt darauf, dass Du Deine Kaution mit samt der Zinsen zurückbekommst. Der Vermieter ist schließlich in der Pflicht, Deine Kaution während der Mietdauer für Dich zinsbringend (zum „üblichen“ Zinssatz) anzulegen.

Grundsätzlich gilt als bei jeder Art der Wohnungsübergabe:

Je mehr und detaillierter Du dokumentierst, desto besser!

Low-Budget: Umzug mit dem Transporter aus dem Möbelmarkt oder Baumarkt

Wer beim Umzug aufs Geld gucken muss und nur innerhalb einer Stadt und mit verhältnismäßig wenig Möbeln und anderen Gegenständen umzieht, der kann beim Transport seiner Habseligkeiten am Umzugstag unter Umständen richtig sparen! Anstatt den Transporter bei einer renommierten Vermietungsgesellschaft anzumieten, kann man nämlich prüfen ob ein im Baumarkt oder Möbelmarkt gemieteter Transporter nicht unter Umständen sehr viel preisgünstiger ist und so den Umzug zu einem echten Low-Budget-Projekt macht!

Was viele gar nicht wissen …

Mittlerweile hat fast jedes große Einrichtungshaus oder jeder Baumarkt das Serviceangebot für seine Kunden einen Transporter, Lieferwagen oder einen Anhänger anzumieten um die eingekauften Möbel oder Baustoffe unproblematisch transportieren zu können.

Was viele gar nicht wissen: Oft sind es gar nicht die Möbelhäuser oder Baumärkte, die hier als Vermieter auftreten, sondern Drittagenturen! Diese profitieren nur von den Kunden des Marktes und verkaufen Ihre Serviceleistungen quasi „on top“. Nicht selten kann man daher die Transporter in Baumärkten oder Möbelhäusern tatsächlich auch ausleihen ohne selber Kunde des Marktes zu sein!

Für deinen Umzug ergibt sich so unter Umständen ein nicht unerhebliches Einsparpotential. Immer dann, wenn man wenig Möbel und Gegenstände zum Transportieren hat und wenn man in einer größeren Stadt nur kleiner Strecken bewältigen muss (z.B. wenn man sein Kinderzimmer oder das Zimmer in einer Studenten-WG räumt), kann es durchaus sinnvoll sein, die hiesigen Händler anzusprechen und nachzufragen ob nicht ein Transporter stundenweise vermietet wird.

Ein Rechenbeispiel

Ein Transporter bei einem renommierten Vermieter kostet meiner Erfahrung nach rund 65 – 100 Euro pro Tag. Der genaue Preis hängt natürlich immer vom Vermieter, den sonstigen Serviceleistungen und dem Transporter (z.B. Modell, Ladevolumen, Preisklasse etc.) ab. Auch der Zeitpunkt der Anmietung (je früher man mietet, desto billiger wird’s normalerweise) ist für die Preisgestaltung ausschlaggebend. Rechnen wir einfach mal mit einem durchschnittlichen Preis von 80 Euro pro Transporter und Tag (die Spritkosten lassen wir der Einfachheit halber unter den Tisch fallen). Eine stündliche Anmietung ist bei vielen klassischen Verleihern nicht, oder nur unter sehr speziellen Bedingungen möglich. Um die Tagesmiete kommt man hier fast nie herum.

Das letzte Baumarktangebot, dass ich wahrgenommen habe sah so aus: Transporter für 7,95 Euro / Stunde und 0,30 Cent je gefahrenen Kilometer. Der Sprit ist im Kilometerpreis bereits enthalten gewesen, das Tanken übernahm der Baumarkt, ich hatte den Transporter mit fast vollen Tank übenommen.

Gehen wir mal von folgenden Parametern aus (in meinen Augen relativ realistisch für kleine Umzüge innerhalb der gleichen Stadt):

  • Klassischer Studenten-Umzug von einer Wohngemeinschaft in die nächste
  • Transportiert wird über eine Strecke von 8 Kilometern von der alten zur neuen Wohnung
  • Der Baumarkt ist 7 Kilometer von beiden Umzugsorten entfernt
  • Für das Holen des Transportes, das Beladen, Transportieren und Entladen und das Wegbringen des Transporters muss mit ungefähr 3 Stunden kalkuliert werden

Dann ergeben sich mit den Eckdaten meiner letzten Baumarkt-Transporter-Erfahrung Gesamtkosten von 32,85 Euro (setzten sich zusammen aus 9 Euro Kosten für die gefahrene Strecke von 30 Kilometern und 23,85 Euro aus der Anmietung über 3 Stunden).

Selbst bei 2 Transporten auf der gleichen Strecke ergibt sich lediglich ein Preis von 61,50 Euro (setzt sich zusammen aus 13,80 Euro für 46 Km gefahrene Strecke und Transportermiete über 47,70 Euro für 6 Stunden), der immer noch deutlich unter den üblichen Tagespreisen von renommierten Vermietstationen liegt.

Du siehst: Wer auf’s Geld gucken muss, der kann mit Baumarkt-Transportern oder mit geliehenen Anhängern aus dem Möbelmarkt durchaus Geld sparen!

Vorbereitung ist das A und O beim Low-Budget Umzug

Wer mit der stündlichen Anmietung eines Lieferwagens viel Geld sparen will, der sollte seinen Umzug aber besonders gut vorbereiten. Denn: Jede weitere angefangene Stunde für die Miete des Transporters kostet bares Geld! Wer erst anfängt alle Möbel abzubauen, wenn der Transporter schon vor der Tür steht, der wird unter Umständen sogar drauf zahlen. Daher solltest du am Umzugstag richtig vorbereitet in den Möbeltransport starten. Berücksichtige dazu vor allem folgende Tipps:

  • Packe erst alles fertig bevor du den Transporter holst. Hier erfährst du, wie du Umzugskartons richtig packst.
  • Sieh‘ zu, dass alle Möbel abgebaut und für den Transport verpackt sind
  • Recherchiere die schnellsten (von der Fahrtzeit) Strecken zwischen den beiden Umzugsorten und für die Strecke von den Umzugsorten zum Baumarkt. Nicht immer ist der kürzeste Weg auch der schnellste (gerade wenn man in einer Großstadt zu Zeiten der Rush-Hour umzieht).
  • Am Besten du deponierst deine Möbel schon irgendwo (Hof, Hausflur, Carport des Nachbarn, etc.) in der Nähe des Parkplatzes für deinen Transporter, damit das Beladen schnell geht!
  • Es wäre gut, wenn der Transporter am Umzugstag direkt vor den Haustüren der Umzugsorte parken kann, damit das Be- und Entladen schnell geht. Vielleicht gibt es ja bei deinen Umzugswohnungen eine kostengünstigere Alternative zu einem Halteverbot am Umzugstag?
  • Stelle die Möbel direkt in der Reihenfolge zurecht, in welcher der Transporter beladen werden soll – dann geht das Einladen schneller. Hier erkläre ich dir, wie du den Möbeltransporter richtig belädst.
  • Vielleicht kannst du die Möbel am Umzugstag erstmal irgendwo (auf der Straße, im Hof oder im Hausflur) zwischenlagern um das Entladen des Lieferwagens oder des gemieteten Anhängers zu beschleunigen.
  • Teile die 2-4 erfahrensten Helfer ein, die nur damit beschäftigt sind die Möbel in den Miettransporter einzuladen und sie wieder aus dem Transporter auszuladen.
  • Vermeide unnötige Wege beim direkten Transport. Das Essen oder weitere Besorgungen könnt ihr vielleicht auf hinterher verschieben.
  • Ein zweiter Transport lässt sich unter Umständen vermeiden, wenn man erst alle sperrigen Gegenstände transportiert und Kisten oder Umzugskartons dann (oft auch erst hinterher) in den Privatwagen transportiert. Bitte deine Freunde mit großen Autos, also um ihre Hilfe und bitte sie darum am Umzugstag selbst zu fahren!
  • Die Möbel werden erst aufgebaut, wenn alles aus dem Wagen ausgeladen ist. Deine Helfer sollten sich nur darauf konzentrieren alles in die neue Wohnung oder an einen geeigneten Lagerort zu transportieren.

Übrigens: Wenn dein Umzugstag von einer Strafe für zu schnelles Fahren begleitet wird, dann hast du nichts gewonnen! Also, fahre entsprechend der Verkehrsregeln und nach StVO, auch wenn dir die stündlichen Kosten für die Anmietung im Nacken sitzen!

Den Transporter rechtzeitig reservieren

Da die Transporter und Anhänger aus dem Baumarkt oder dem Einrichtungshaus oft sehr beliebt sind, solltest du rechtzeitig daran denken, deinen Transporter oder Mietanhänger für den Umzugstag zu reservieren. Manchmal kann es sogar notwendig sein schon einen Monat oder noch länger vor dem Umzugstermin im Baumarkt aufzuschlagen und dort den Transport für deinen Umzugstag zu reservieren.

Bei der Reservierung solltest du unbedingt prüfen wie groß die Ladeflächen des reservierten Transporters sind (um schon mal zu planen was du wie transportierst und wie viele Transportfahrten es braucht). Sollte der Baumarkt oder das Möbelhaus unterschiedliche Transporter mit unterschiedlichen Ladevolumina haben, dann solltest du dir zusichern lassen, dass du ein Modell bekommst, das auch wirklich deinen Anforderungen genügt!

Am Umzugstag solltest du dir allerdings die Zeit nehmen und den reservierten Transporter genau auf Schäden zu untersuchen. Stellst du Beschädigungen fest, die im Vermiet-Protokoll noch nicht vermerkt worden sind, bitte die Markt-Mitarbeiter darum, diese ordentlich festzuhalten.

Mein Tipp: Achte bei der Reservierung unbedingt darauf, dass es keine versteckten Kosten gibt. Große Ketten werden ihre Kunden nicht mit Nepp-Angeboten ködern und sollten daher deinen Vorzug genießen – in jedem Fall solltest du aber einen Blick in das Kleingedruckte werfen! Rechne deinen Transport genau durch. Kalkuliere dabei eher etwas zu passiv als zu optimistisch. Außerdem solltest stets die enthaltenen Versicherungsleistungen (Vollkasko enthalten? Mit welcher Zuzahlung im Schadensfall?) prüfen!

(Studentische) Umzugshelfer engagieren: Worauf musst Du achten?

Bei jedem Umzug werden zahlreiche Helfer benötigt. Schließlich müssen unzählige Kartons gepackt, Möbel ab- und aufgebaut und alles zur neuen Wohnung transportiert werden. Ein paar starke Hände kommen da gerade gelegen. Doch nicht jeder hat Freunde oder die Familie in der Nähe, die am großen Tag als Umzugshelfer einspringen können. Manchmal scheitert es auch einfach an der mangelnden Zeit, Kraft oder dem fehlenden Führerschein für das Transportfahrzeug. Doch was, wenn Du für Deinen Umzug Hilfe brauchst, eine professionelle Spedition aber einfach zu teuer ist? Keine Sorge, es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Ich möchte Dir nun einige Alternativen zum professionellen Umzugsunternehmen vorstellen.

Wo findest Du Helfer für den Umzug?

1. Das Internet

Auf der Suche nach geeigneten Umzugshelfern kannst Du gerne kreativ werden. Schließlich möchten sich viele Menschen gerne ein bisschen Geld dazu verdienen. Ganz vorne mit dabei sind da zum Beispiel die Studenten. Diese haben meist Bedarf an einem Zusatzverdienst und sind zudem jung und kräftig. Daher gibt es mittlerweile unzählige Online-Jobbörsen im Internet, auf welchen sich Studenten oder weitere Interessenten als Umzugshelfer anbieten. Du kannst zudem ganz einfach selbst eine Anzeige schalten und anschließend die passenden Bewerber auswählen. Achte jedoch darauf, dass Du hierfür eine angemessene Vorlaufzeit benötigst. Geeignet sind rund vier Wochen. So können die Umzugshelfer den Termin gut einplanen und Du kommst nicht in Zeitnot, falls sich auf Anhieb niemand findet. Während Jobbörsen wie MachDuDas nämlich in Großstädten durchaus eine hohe Erfolgsquote haben, kann sich die Suche in kleineren Orten etwas schwieriger gestalten.

2. Die Hochschule

Im Internet bist Du nicht fündig geworden? Dann versuche es doch einfach einmal direkt in einer Hochschule oder Universität. Sprich die Studenten persönlich an oder platziere eine kleine Anzeige am schwarzen Brett. Die Devise heißt: Mundpropaganda. Frage auch einmal bei deinen Bekannten und Freunden nach, ob sie nicht noch jemanden kennen würden, der vielleicht an dem Job interessiert wäre. Allgemein gilt: Je früher Du mit der Suche beginnst, desto besser sind Deine Erfolgschancen. Solltest Du hingegen partout niemanden finden, so musst Du gegebenenfalls den Verdienst erhöhen oder doch ein professionelles Unternehmen beauftragen. Doch auch hier gibt es günstige Alternativen zur Speditionsfirma.

3. Die Zeitarbeitsagentur

Eine Zeitarbeitsagentur ist eine praktische Anlaufstelle für Hilfskräfte jeder Art und zugleich günstiger als ein Umzugsunternehmen. Es lohnt sich daher durchaus, auch hier einmal nach Hilfskräften zu fragen. Zwar hast Du dann immer noch höhere Kosten als beim Privatauftrag, doch die Zeitarbeiter bringen einen großen Vorteil mit sich: Sie sind adäquat versichert. So musst Du Dir um Unfälle oder Schäden am Mobiliar keine Sorgen mehr machen und kannst Dich beruhigt auf den Umzug konzentrieren.

Wie sieht das eigentlich mit der Versicherung aus?

Die Haftpflichtversicherung für Umzugshelfer

Die richtige Versicherung ist nämlich das A und O bei der Auswahl der Umzugshilfe. Unbezahlte Helfer, wie Freunde oder die Familie, erteilen Dir laut Gesetz einen „Freundschaftsdienst“, welcher grundsätzlich nicht versichert ist. Rechtlich wird hier von einer „stillschweigenden Haftungsbeschränkung“ ausgegangen. Dasselbe gilt für Helfer, die Du privat beauftragt hast. Du solltest daher unbedingt einen Vertrag aufsetzen, welcher alle Deine Helfer zur Haftung verpflichtet. Diese müssen dann wiederum selbst eine entsprechende Zusatzversicherung bei ihrem Haftpflichtversicherer abschließen. Kläre also unbedingt im Vornherein ab, ob Deine Helfer eine solche Versicherung abgeschlossen haben und lasse sie Dir in jedem Fall vorzeigen. Ansonsten bleibst Du hinterher auf eventuellen Schäden sitzen.

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung für den Auftraggeber

Doch nicht nur Deine Helfer können Schäden verursachen, auch Personenunfälle sind leider bei einem Umzug nicht auszuschließen. Daher musst auch Du Dich ausreichend versichern. Kläre am besten einmal mit Deinem Privathaftpflichtversicherer ab, inwiefern ein Schutz möglich ist. Reicht dieser nicht aus, so ist die sogenannte „Bauherrenhaftpflichtversicherung“ eine gute Alternative. Diese deckt grundlegende Personen- und Sachschäden ab, die während eines Umzugs oder des Transports passieren. Eventuelle Arztkosten oder Schmerzensgelder werden also ebenso übernommen wie die Beseitigung der Schäden im Treppenhaus. Willst Du vollkommen auf Nummer sicher gehen, solltest Du dennoch über die Beauftragung einer professionellen Umzugsfirma oder einer Zeitarbeitsagentur nachdenken. Denn dort sind die Arbeitnehmer normalerweise über das Unternehmen ausreichend versichert. Doch auch hier solltest Du zur Sicherheit noch einmal die Konditionen erfragen.

Was kostet die Umzugshilfe?

Wie Du siehst, solltest Du auf der Suche nach dem richtigen Umzugshelfer nicht einfach das günstigste Angebot nehmen. Sonst bleibst Du hinterher bei Schäden oder Unfällen vielleicht auf hohen Kosten sitzen. So musst Du eventuell doch ein bisschen mehr investieren, bist dafür aber im Schadensfall auf der sicheren Seite. Als Stundenlohn kannst Du mit rund zehn bis elf Euro netto pro Stunde für eine (studentische) Hilfskraft rechnen. Eine Zeitarbeitsfirma nimmt rund 18 Euro netto – pro Stunde und pro Mitarbeiter. Bei der Kostenkalkulation für Umzugshelfer darfst Du aber nicht nur den Stundenlohn berücksichtigen. Mit einkalkulieren musst Du stets:

  • Kosten für eine (Zusatz-) Versicherung
  • Eventuelle Vermittlungsgebühren der Online-Jobbörsen
  • Eventuelle Steuerabgaben, wie die Mehrwertsteuer
  • Anfahrtskosten
  • Boni, wenn z.B. eigenes Werkzeug mitgebracht wird

Zudem freuen sich alle Deine Helfer gewiss über ein bisschen Verpflegung und ein kleines Trinkgeld als Dankeschön…

Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?

Bei quasi jedem Umzug geht irgendetwas zu Bruch. Seien es eine alte Vase, Sektgläser oder ein dicker Kratzer in der Kommode. Und die ein oder andere Sache geht sogar einmal ganz verloren. Doch haftet das georderte Umzugsunternehmen überhaupt für Schäden und Verluste an den transportierten Gegenständen? Was musst Du beachten, damit Du hinterher nicht auf den Kosten sitzen bleibst?

Grundsatz zur Haftung einer Spedition

Wie jede Rechtsfrage, ist auch die nach der Haftung eines Umzugsunternehmens sehr komplex. Grundsätzlich gilt aber, dass eine Spedition für Schäden und Verluste während des gesamten Umzugs haftet. Doch bei jeder Regel gibt es Ausnahmen und die sehen in diesem Fall wie folgt aus:

  • Die Haftung ist auf 620 Euro pro Kubikmeter an Laderaum beschränkt.
    Der Schaden muss eindeutig, nachweislich und alleinig durch die Spedition verursacht worden sein.
  • Bei einem Schaden oder Verlust durch „höhere Gewalt“, sprich eine Naturgewalt oder einen Unfall mit Fahrerflucht etc., trägt die Spedition keine Schuld und damit haftet sie auch nicht für den entstandenen Schaden.
  • Die Haftung ist allgemein auf das Dreifache des Betrages der Fracht begrenzt.
  • Gehaftet wird zudem generell nicht, wenn es sich um Wertgegenstände, Elektrogeräte, Pflanzen oder Tiere handelt.
  • Für Ware, die unzureichend verpackt oder unklar beschriftet wurde, übernimmt das Umzugsunternehmen ebenfalls keine Haftung.
  • Gehaftet wird auch nicht für die Fracht, die aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit leicht zerstörbar ist, zum Beispiel aufgrund von Rost.

Ausschlüsse der Haftung bei Umzugsunternehmen

Natürlich kennen die Speditionsfirmen die Rechtslage in- und auswendig und haben sich in der Regel optimal daran angepasst. Dir sollte daher bewusst sein, dass Du bei einem Rechtsstreit später nur dann eine Chance auf Erfolg hast, wenn Du bereits vor und während des Umzugs alle Grundregeln beachtest. Hierfür eine kurze Checkliste:

  • Werfe vor dem Unterschreiben einen Blick in den Vertrag, vor allem die Rubrik der Haftungsausschlüsse.
  • Überlege Dir, ob Du vielleicht liebe einen „Komfortumzug“ wählst. Hierbei übernimmt die Spedition auch das Verpacken der Fracht. Denn überall dort, wo Du selbst Hand anlegst, ist das Unternehmen nicht mehr haftbar. Ein Karton, den Du gepackt hast, kommt beschädigt an? Oder der Frachtführer hat Dich auf die nicht optimalen Größen- und Raumverhältnisse des Transporters aufmerksam gemacht? In beiden Fällen musst Du den Schaden anschließend selbst verantworten. Da ist es manchmal geschickter, die Verantwortung komplett an das Unternehmen abzugeben und dafür ein bisschen tiefer in den Geldbeutel zu greifen.
  • Mache das Umzugsunternehmen frühzeitig auf wertvolle Güter, zum Beispiel ein Erbstück, aufmerksam. Kleingegenstände, Pflanzen oder Tiere kannst Du vielleicht auch lieber selbst transportieren? Ansonsten wäre es an der Zeit über eine Zusatzversicherung nachzudenken.

Auf Nummer sicher gehen: Die Zusatzversicherung

Sobald die transportierte Fracht den Wert von 620 Euro pro Kubikmeter übersteigt oder unter die Ausschlussklausel fällt, solltest Du dringend eine Zusatzversicherung abschließen. Diese sogenannte Transportversicherung kann zum Beispiel Wertgegenstände, Tiere oder Schäden durch Dritte miteinbeziehen und Du musst Dir um die Haftung keine Sorgen mehr machen. Prüfe aber auch hier unbedingt vorher die Geschäftsbedingungen und schneidere die Zusatzversicherung optimal auf Deine Bedürfnisse zu.

Wie gehst Du bei einem Schaden vor?

Es ist passiert. Die antike Kommode ist verkratzt, ein paar Gläser gingen zu Bruch und Dein ehemaliger Vermieter fordert Schadensersatz von Dir, weil das Treppenhaus beschädigt sei. Was kannst Du jetzt tun?

Wichtig: Die Prävention eines Rechtsstreits beginnt schon vor dem Umzug. Dokumentiere daher alle wichtigen Gegenstände, das Treppenhaus, den Fahrstuhl, eventuell auch das Auto des Nachbarn direkt vor Beginn des Umzuges mit Fotos oder Videos. Eben all jene Gegenstände, die während der Arbeit des Umzugsunternehmens beschädigt werden könnten. Nur so kannst Du hinterher nachweisen, dass das Objekt vor dem Umzug noch heil oder das Treppenhaus schon beschädigt war. Denn nicht selten nutzen Vermieter diese Chance, um alte Schäden kostenfrei beheben zu lassen. Es sind daher stets alle Eventualitäten zu bedenken.

Nun ist tatsächlich ein Schaden entstanden? Dann dokumentierst Du auch diesen per Foto oder Video. Fällt Dir das noch während des Umzuges auf, so solltest Du ihn unbedingt direkt beim Umzugsleiter reklamieren und Dir schriftlich mit einer Unterschrift bestätigen lassen. Ansonsten musst Du den Schaden so schnell wie möglich beim Umzugsunternehmen melden, damit dieser bearbeitet werden kann. Hierfür gilt laut Speditionsverband AMÖ:

  • Du solltest offen ersichtliche Schäden sofort oder spätestens am Tag nach dem Umzug der Spedition melden.
  • Nicht offen ersichtliche Schäden haben eine Anzeigefrist von bis zu 14 Tagen.
  • Die Schäden sollten stets schriftlich spezifiziert werden.
  • Im Zweifelsfall suchst Du Dir Rat bei einem Experten oder Anwalt.

Auch hier lohnt sich der Blick in die Vertragsunterlagen, denn abweichende Regelungen sind möglich. Auf der sicheren Seite bist Du dann, wenn Du die Fracht direkt nach dem Ausladen kontrollierst. Haftet die Spedition für diesen Schaden, so muss sie Dir anschließend einen angemessenen Schadensersatz zahlen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten, die zumeist vorab geregelt sind:

  1. Entweder Dir wird der Zeitwert erstattet, sprich der Kaufpreis abzüglich des Wertverlustes durch Abnutzung,
  2. oder der Wiederbeschaffungswert, also der aktuelle Kaufpreis.

Prüfe vorab welches für Dich das bessere Modell wäre. Im Notfall musst Du Dich anwaltlich beraten lassen oder gerichtlich gegen das Umzugsunternehmen vorgehen. Ich hoffe, das wird bei Dir nicht nötig sein und wünsche Dir einen erfolgreichen Umzug!