Komplettumzug: Dein Umzug mit allen erdenklichen Extraleistungen

Wenn Du möglichst stressfrei umziehen und Dich ganz entspannt zurücklehnen möchtest, während andere Deinen Umzug von A bis Z abwickeln, dann ist ein Komplettumzug die richtige Wahl. Ob Du nun schwanger bist, es sich um einen Seniorenumzug handelt oder Du einfach unter Zeitdruck stehst und beruflich stark eingespannt bist, Deinen kompletten Umzug kannst Du einfach den Profis überlassen. Ein Komplettumzug kann dabei nicht nur das Ein- und Auspacken deiner Kisten beinhalten, denn gerne übernimmt ein professionelles Umzugsunternehmen in Deiner Nähe auch weitere Leistungen für Dich. Wie so ein Komplettumzug also aussehen könnte, möchte ich Dir jetzt gerne verraten.

Viele Extraleistungen beim Komplettumzug

Dabei kannst Du Dir Dein Leistungspaket für Deinen Komplettumzug frei Deinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zusammenstellen. Folgende Leistungen sind zum Beispiel denkbar:

  • Ein- und Auspacken Deiner Umzugskartons
  • Auf- und Abbauen Deiner Möbel
  • Transport
  • Bauarbeiten
  • Renovierungsarbeiten
  • Sanierungsarbeiten
  • Montagearbeiten

Bei Deinem sorglosen Komplettumzug sieht Deine neue Wohnung also binnen kürzester Zeit so aus, als würdest Du dort schon ewig wohnen. Vom Anbringen der Lampen und Gardinen bis hin zur Montage Deiner Küche musst Du Dich wahlweise nämlich um nichts kümmern, sofern Du einen Komplettumzug buchst. Einige Umzugsunternehmen haben sich sogar auf so vielseitige Zusatzleistungen spezialisiert, dass sie auch mit fachkundigen Bauarbeitern oder Handwerkern zusammenarbeiten, die auf Wunsch Dein Laminat verlegen, neu tapezieren, für Dich streichen oder eine zusätzliche Wand einziehen. Das Ziel bei Deinem Komplettumzug ist es also, dass Deine neue Wohnung am Ende binnen kurzer Zeit so aussieht, wie Du es Dir wünschst, ohne dass Du dafür selbst bei Deinem Umzug schuften musstest. Selbst, wenn es um den Nachsendeantrag oder das Ummelden bei verschiedenen Dienstleistern geht, kann Dir ein professionelles Umzugsunternehmen kompetent unter die Arme greifen.

Tipps für Deinen Komplettumzug

Auch wenn Du Dein Umzugsunternehmen mit Deinem kompletten Umzug beauftragst, gibt es einige Dinge, die Du dennoch nicht aus der Hand geben sollest. Am besten erstellst Du zunächst eine Liste mit allen anfallenden Arbeiten. So kannst Du Dich bezüglich der gewünschten Leistungen einfacher mit Deinem Umzugsunternehmen besprechen. In diesem Zusammenhang wird Dir wahrscheinlich auch klar werden, dass es einige Aufgaben gibt, die eben nur Du allein übernehmen kannst. Denn auch wenn die Umzugsprofis grundsätzlich den Umzug deines kompletten Hab und Guts bewältigen können, möchtest Du einige sehr private Gegenstände bestimmt lieber selbst in Deine Umzugskartons packen. Zudem ist es wichtig, dass Du eine solide Vertrauensbasis zu Deinem Umzugsunternehmen aufbauen kannst. Wenn die Umzugshelfer sogar Deine Kartons packen, stehen die Chancen plötzlich viel größer, dass etwas unbemerkt verschwindet. Wertgegenstände, wie Schmuck oder kleinere Gadgets, solltest Du daher selbst einpacken und transportieren, damit Du gar nicht erst Gefahr läufst, dass diese während des Komplettumzugs abhanden kommen.

Kostenkalkulation und Versicherungen

Um Dein Gewissen zu beruhigen, kannst Du bei Deinem Umzugsunternehmen zudem nachfragen, inwiefern Du abgesichert bist, falls während des Umzugs doch einige Deiner Wertgegenstände verschwinden sollten (hierzu kann ich dir auch meinen Artikel ‚Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?‘ ans Herz legen). Bedenke zudem, dass ein Komplettumzug mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist als ein Standardumzug. Daher solltest Du nicht nur verschiedene Angebote einholen, sondern die unterschiedlichen Leistungen sollten auch als einzelne Kostenpunkte in dem Angebot zu finden sein. So kannst Du für Dich individuell entscheiden, welche Leistungen Dir Dein Geld wirklich wert sind und welche Arbeiten Du in Anbetracht der hohen Kosten vielleicht doch lieber eigenhändig übernimmst.

Einrichtungsplan erstellen: Erleichterung vor und während Deinem Umzug

Endlich hast Du Deine Traumwohnung gefunden und malst Dir bestimmt bereits im Kopf aus, wie sie schlussendlich eingerichtet aussehen wird. Doch wieso nur im Kopf? Ich verrate Dir heute, wie Du einen Einrichtungsplan zu Papier bringst. So kannst Du nämlich nicht nur besser planen wie die Räume später aussehen sollen, sondern Du kannst auch direkt am Umzugstag dafür sorgen, dass alle Umzugshelfer die jeweiligen Möbel und Kartons an den richtigen Platz bringen. Ein Einrichtungsplan stellt deshalb vor und während Deinem Umzug eine große Erleichterung für alle Beteiligten dar – vor allem für Dich als Koordinator/in.

Schritt 1: Den Grundriss skizzieren

Bevor Du planst, welche Möbel wo hinsollen, brauchst Du natürlich erst einmal einen Grundriss Deiner neuen Wohnung. Dieser muss unbedingt maßstabsgetreu sein, damit Du später beim Einrichten keine bösen Überraschungen erlebst. Frage daher entweder den Vermieter beziehungsweise Verkäufer der neuen Wohnung, ob er Dir einen Grundriss als Kopie aushändigen kann. Oder aber Du machst Dich selbst mit Zollstock, Stift und Papier ans Werk und skizzierst einen eigenen Grundriss. Wichtig dabei ist, dass Du auch alle Türen, Fenster, Heizungen, Rohre, Anschlüsse, Antennen usw. maßstabsgetreu vermerkst. So weißt Du nämlich später, wo die Waschmaschine hin muss oder wie weit das Bett aufgrund des Heizkörpers vom Fenster entfernt platziert werden sollte. Bei Fenstern und Türen musst Du unbedingt auch vermerken, in welche Richtung sich diese öffnen. Am einfachsten lässt sich die Skizze eines Grundrisses übrigens auf Millimeterpapier anfertigen. Wähle dafür einen Maßstab von 1:20, also entspricht ein Meter in der Wohnung fünf Zentimetern auf dem Papier. So hast Du ausreichend Platz, um später die Möbel, Teppiche, Lampen etc. einzukleben. Falls nötig, kannst Du einen größeren Papierbogen kaufen oder einfach mehrere DIN-A4-Blätter aneinanderkleben.

Schritt 2: Die fixen Möbel einzeichnen

Fixe Möbel? Was soll denn das sein? Mit fixen Möbel meine ich jene Möbelstücke und elektronischen Geräte, deren Platz Du nicht frei wählen kannst. Entweder, weil diese einen entsprechenden Anschluss benötigen, wie zum Beispiel der Herd oder die Waschmaschine, oder aber weil nur an dieser einen Stelle ausreichend Platz für das Ecksofa ist.

Schritt 3: Die variablen Möbel platzieren

Nun kannst Du alle weiteren Möbel frei nach Belieben in Deinem Grundriss platzieren. Am besten geht das, wenn Du diese aus einem weiteren Stück Papier maßstabsgetreu ausschneidest und beschriftest. Nun kannst Du diese auf den Grundriss legen und so lange hin- und herschieben, bis Du mit der Einrichtung zufrieden bist. Außerdem kannst Du jetzt optimal Möbel übereinanderlegen, zum Beispiel den Couchtisch auf den Wohnzimmerteppich. Beachte unbedingt, dass zwischen den Möbeln ausreichend Platz für Durchgänge sein muss. In der Regel werden dafür mindestens 75 Zentimeter veranschlagt. Hast Du die optimale Stelle gefunden, klebst Du die Möbel entsprechend fest. Umrande jetzt die ausgeschnittenen Möbel mit einem dicken Filzstift, sodass sie sich noch besser vom Grundriss abheben.

Schritt 4: Einrichtungsplan kopieren und an Umzugshelfer verteilen

Nun hast Du den fertigen Einrichtungsplan und kannst diesen in beliebiger Anzahl kopieren. Wofür? Ganz einfach: Jeder Deiner Umzugshelfer und Möbelpacker sollte am Umzugstag einen solchen Einrichtungsplan von Dir erhalten. So können diese alle Möbel direkt an den späteren Standort bringen. Je verständlicher der Einrichtungsplan gestaltet ist, desto weniger Aufwand hast Du während des Umzugs mit der Koordination der Umzugshelfer.

Schritt 5: Kartons richtig packen und beschriften

Zuletzt bietet es sich auch an, die Umzugskartons so zu packen, dass diese eindeutig einem der Räume zugeordnet werden können. Beschrifte sie dann entsprechend mit denselben Raumbezeichnungen, welche Du auch auf dem Einrichtungsplan vermerkt hast. So wissen auch hier alle Umzugshelfer direkt, wo welcher Karton am Ende stehen sollte. Mehr Tipps dazu findest du übrigens im Artikel: Umzugskartons richtig packen.

Extra-Tipp: Online-Einrichtungsplaner verwenden

Zuletzt habe ich noch einen praktischen Extra-Tipp für Dich im Gepäck: Im Internet gibt es mittlerweile zahlreiche Anbieter, die Dir die Erstellung eines Einrichtungsplans direkt online ermöglichen. Einige davon gibt es sogar bereits in 3D. Nach einer kurzen Einarbeitung hast Du so einen einfachen und schnellen Weg gefunden, einen besonders realistischen Einrichtungsplan zu erstellen. Ein solches Angebot findest Du zum Beispiel unter www.everyday-feng-shui.de. Planen, ausdrucken, fertig!

Außerdem ….

… sollte dein Einrichtungsplan natürlich beim Ein- und Ausladen des Umzugs-LKW Berücksichtigung finden (was es da ansonsten zu beachten gilt, dass verrate ich dir hier). Jeder deiner Helfer sollte den Einrichtungsplan verinnerlichen. So vermeidest du die zahlreichen Fragen á la „Wo kommt das denn hin?“ beim Entladen des Transporters oder Umzugs-LKWs. Außerdem kann man das Fahrzeug natürlich entsprechend des Einrichtungsplans geschickt beladen.

Mein Tipp: Stapel die Kartons so, dass beim Entladen Kartons für unterschiedliche Räume nacheinander abgeladen werden. So erhält der erste Helfer bspw. einen Karton fürs Schlafzimmer, der zweite Helfer einen Karton für die Küche und der dritte Helfer einen Umzugskarton fürs Wohnzimmer. In deinen neuen Räumen verläuft sich der Umzugs-Traffic dann ein bisschen und deine Helfer stehen sich nicht auf den Füßen herum! Außerdem solltest du den Helfern den Rücken frei halten, die noch etwas aufzubauen haben. Gibt es bspw. einen großen Schrank der zu aller erst im Wohnzimmer aufgebaut werden soll und der daher vorne im LKW steht, dann solltest du beim Entladen andere Sachen für das Wohnzimmer eher auf der anderen Seite des LKWs stapeln um deinen Helfern möglichst lange, möglichst viel Freiraum zum Aufbauen zu geben!

Umzug mit Haustieren Teil 4: Ein Hoch auf die treuen Hunde

Im dritten Teil der Reihe „Umzug mit Haustieren“ hast Du erfahren, weshalb Katzen nicht gerne umziehen und die ersten drei bis vier Wochen nicht einmal die neue Wohnung verlassen dürfen. Für alle Hundebesitzer unter Euch kommt deshalb jetzt die gute Nachricht: Mit einem Hund ist ein Umzug absolut unkompliziert. Die treuen Seelen sind auf ihren Besitzer fixiert und solange Du bei ihm bist, macht ihm in der Regel auch eine neue Umgebung nicht allzu viel aus. Wer da meistens schon eher Probleme macht, sind der Vermieter oder die Nachbarn…

Hundehaltung mit dem Vermieter klären

Du möchtest gewiss nur in eine Wohnung oder ein Haus umziehen, wenn Du Deinen vierbeinigen Freund mitnehmen darfst. Daher solltest Du die Frage der Hundehaltung unbedingt vorher mit Deinem Vermieter klären. Ein generelles Verbot von Haustieren oder Hunden darf vom Vermieter nicht mehr in den Vertrag gesetzt werden. Er muss gemäß der aktuellen Rechtsprechung hingegen stets im Einzelfall entscheiden und dies ausreichend begründen können. Ist die Hundehaltung aber rechtswirksam untersagt, musst Du Dich auch daran halten. Ansonsten musst Du entweder das Tier abgeben oder wieder ausziehen. Zudem kann Dir die Genehmigung zur Hundehaltung entzogen werden, wenn dies eine Belastung für die Nachbarn darstellt, zum Beispiel durch ständiges Bellen. All das sind deshalb wichtige Formalien, die Du dringend vor dem Umzug regeln musst.

Den Hund in die Vorbereitungen einbeziehen

Das klingt nun erst einmal seltsam, denn der Hund kann ja schlecht den Karton tragen oder das Umzugsfahrzeug steuern. Was ich stattdessen meine ist: Nimm den Hund bei der Wohnungsbesichtigung mit. Dies hat gleich zwei Vorteile: Der Vermieter lernt den Hund kennen und kann sich mit dem Gedanken an die Tierhaltung in der Wohnung anfreunden. Hierfür sollte der Hund natürlich gut erzogen sein und weder bellen noch aggressiv oder unkontrolliert durch die Wohnung stürmen. Ich gehe aber in diesem Artikel einfach mal davon aus, dass Du einen lieben und gut erzogenen Hund besitzt. Ansonsten wird es dringend Zeit für die Hundeschule oder einen spezialisierten Hundetrainer. Der zweite Vorteil, wenn Du Deinen Hund zur Wohnungsbesichtigung mitnimmst, liegt darin, dass er die neue Wohnung, eventuell den Garten und die Umgebung bereits kennenlernt und diese später für ihn weniger fremd und bedrohlich erscheinen. Nimm Dir ausreichend Zeit, damit der Hund die neue Umgebung erkunden kann, und mache einen oder mehrere Spaziergänge in der neuen Wohngegend mit ihm.

An das Autofahren gewöhnen

Die meisten Hunde kennen das Autofahren bereits. Sollte dies bei Deinem Tier nicht der Fall sein, solltest Du schon einige Wochen vor dem Umzug damit beginnen, es sanft an den Transport zu gewöhnen. Hierfür gibt es spezielle Käfige für den Kofferraum oder Du spannst ein Sicherheitsnetz zwischen Koffer- und Passagierraum. Bei Fahrzeugen mit kleinem Kofferraum kannst Du den Hund auch auf die Rückbank setzen. Bringe das Sicherheitsnetz dann zwischen Rück- und Vorderbank an, sodass der Hund während der Fahrt nicht nach vorne springen und Dich behindern kann. Bei langen Fahrten musst Du zudem ausreichend Pausen einlegen, sodass Dein Tier sein Geschäft erledigen sowie etwas Essen und Trinken kann. Nimm den Hund in Straßennähe unbedingt an die Leine und lasse ihn nicht zu lange alleine im Auto. Bei einer großen Hitze musst Du unbedingt ein oder mehrere Fenster öffnen (rund 5-10 Zentimeter), sodass kühle Luft hereinströmen kann. Öffne es allerdings nur so weit, dass der Hund nicht versucht hindurch zu klettern und sich dabei lebensgefährlich verkeilt oder entwischt. Im Winter muss das Auto ausreichend warm aufgeheizt werden. Am besten, Du fährst einfach so schnell wie möglich weiter. Ist die Temperatur für Dich angenehm, so ist sie dies normalerweise auch für den Hund.

Nimm Dir Zeit für Deinen Hund

Am Umzugstag selbst hast Du gewiss viel zu tun. Dennoch solltest Du Dir entweder ausreichend Zeit für Deinen Hund nehmen, oder diesen bei einer vertrauten Person in Betreuung geben. Der Stress und die Hektik gehen nämlich auch an den sensiblen Tieren nicht spurlos vorbei und eine Bezugsperson ist heute besonders wichtig. Am besten ist es, wenn Du den Hund als erstes in sein neues Heim bringst, seine gewohnten Spielsachen sowie Futter und Trinken aufbaust und ihn dann zur Betreuung bei einer ihm bekannten Vertrauensperson lässt. So kannst Du Dich in Ruhe um den Umzug kümmern, hältst den Hund von eventuellen Gefahren fern und er kann sich langsam an die neue Umgebung gewöhnen. Die gewohnten Spielsachen und Gerüche, beispielsweise seines Körbchens oder seiner Lieblingsdecke, helfen dabei.

Apropos Gefahren…

Hast Du keine Möglichkeit, Deinen Hund vom Umzugstrubel fern zu halten, so baue ihm ein gemütliches Nest in erhöhter Position, zum Beispiel auf dem Sofa, damit er die Situation überblicken und beobachten kann. Nimm Dir ausreichend Zeit und bringe viel Ruhe in den Umzug, denn Hunde spüren sofort den Stress bei ihrer Bezugsperson. Achte zudem jederzeit darauf, dass der Hund von möglichen Gefahrenquellen fernbleibt. Bewahre zum Beispiel Lösungsmittelbehälter, Farbtöpfe oder Werkzeuge in einem separaten, verschlossenen Raum auf. Achte zudem darauf, dass viele Zimmerpflanzen für Hunde hochgiftig sind. In der ungewohnten Situation kann es durchaus passieren, dass das Tier bislang ungewohnte Gepflogenheiten an den Tag legt und plötzlich am giftigen Grünzeug knabbert. Auch die Pflanzen sollten deshalb stets außerhalb seiner Reichweite zwischengelagert werden. Für den Notfall hast Du am besten die Nummer des Tierarztes in der Hosentasche oder speicherst sie im Handy ein.

Nach dem Umzug: Eingewöhnung und Organisation

Es ist geschafft: Der Umzug ist gemeistert, Dein Hund und Du sind wohlbehalten im neuen Zuhause angekommen. Nun wird es Zeit, dass Du den Hund in der neuen Gemeinde anmeldest. Zudem solltest Du Dir bestenfalls ein paar Tage frei nehmen und Dich intensiv mit Deinem Hund beschäftigen, in Ruhe die Wohnung einräumen und zur gewohnten Tagesordnung übergehen. Halte wieder die Gassi-, Essens- und Spielzeiten ein, sodass für den Hund alles so gewohnt wie möglich weiterläuft. Einer eurer Spaziergänge kann dann vielleicht auf das örtliche Umzugsamt stattfinden, denn nach dem Umzug muss dein Hund umgemeldet werden, damit auch steuerlich alles okay ist. Muss das Tier bald für einige Stunden in der neuen Wohnung alleine bleiben, so musst Du dies langsam mit ihm trainieren, und zwar auch dann, wenn dies früher immer reibungslos geklappt hat. Neue Umgebung, neue Gewohnheiten – das kann jedenfalls passieren, muss es aber nicht. Jetzt sind deshalb vor allem Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt. Ein Umzug ist damit aber auch eine tolle Chance, seinen Hund noch einmal ganz neu kennenzulernen, zu trainieren und eine noch engere Bindung aufzubauen. Ich wünsche Dir dabei viel Erfolg und Freude…

Weitere Artikel aus der Serie „Umzug mit Haustieren“

Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 5 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Umzug mit Haustieren“:

Umzug mit Haustieren Teil 1: Worauf muss ich achten?

Für viele Menschen bedeutet ein Umzug vor allem eines: Stress. Da bleibt nicht auch noch groß Zeit, sich intensiv um das Haustier zu kümmern. Dabei darfst Du aber gerade jetzt nicht vergessen, dass der Umzug auch für Dein Haustier eine sehr anstrengende, ja beängstigende Zeit sein kann. Der Lärm, der Trubel und die neue Umgebung gehen auch an den Vierbeinern in Deiner Familie nicht spurlos vorbei. Gerade Hunde oder Katzen tun sich mit den Veränderungen oft schwer. Gleichzeitig musst Du zahlreiche gesetzliche Bestimmungen beachten, vor allem dann, wenn Du ins Ausland ziehst oder exotische Haustiere mitnimmst. Ich habe deshalb für Dich in der Artikelreihe „Umzug mit Haustieren“ die wichtigsten Punkte für Deinen Umzug mit Haustieren zusammengefasst. Erst einmal möchte ich Dir allgemeine Tipps mit auf den Weg geben:

Betreuung am Umzugstag

Dein Baby oder Deine kleinen Kinder setzt Du am Umzugstag doch bestimmt nicht gnadenlos dem Trubel aus, sondern siehst Dich rechtzeitig nach einem geeigneten Betreuungsplatz um (siehe auch Artikelreihe „Umziehen mit Kindern“). Dies solltest Du deshalb auch für Deine Tiere tun. Kleintiere, welche im Käfig gehalten werden, kommen meist besser mit der Belastung klar, da sich für sie die direkte Umgebung nicht ändert. Viele fremde Gesichter oder starker Lärm können aber auch die kleinen Vierbeiner stark verängstigen. Versuche sie deshalb so gut es geht zu schonen, schon vor dem ganzen Trubel in das neue Zuhause zu bringen oder den Käfig zumindest in einen Raum zu stellen, in welchem es verhältnismäßig ruhig zugeht. Bei freilaufenden Haustieren hingegen, also Katzen oder Hunden, lohnt es sich tatsächlich, für den Umzugstag eine Betreuung zu organisieren. Für sie ändert sich schlagartig das ganze Revier. Manche Haustiere reagieren darauf sehr sensibel, verkriechen sich oder werden gar aggressiv. Am besten ist es deshalb, wenn das Tier den eigentlichen Umzug gar nicht miterlebt. Transportiere es so früh wie möglich in sein neues Zuhause oder organisiere eine Freundin oder jemanden aus der Familie, den das Tier kennt, dem es vertraut und der es für den Umzugstag zu sich nimmt.

Gefahren für Tiere während dem Umzug

Die Tiere so schnell wie möglich aus dem Schauplatz herauszuholen, ist auch auf den zweiten Blick die beste Idee. Denn wenn die Möbel eingepackt, die Waschmaschine demontiert und die Wände gestrichen werden, ergeben sich auch plötzlich zahlreiche neue Gefahren für Deine Tiere. Eine Katze könnte das Stromkabel anknabbern, der Hund die Wandfarbe trinken oder die Meerschweinchen unter den Ausdünstungen der Lösungsmittel leiden. Vergiss nämlich nicht: Tiere haben oft viel ausgeprägtere Sinne als wir Menschen und nehmen daher den Lärm, die Gerüche sowie auch einfach die gestresste Atmosphäre viel intensiver wahr. Du tust deshalb allen Beteiligten einen Gefallen, wenn Du Deine Haustiere umgehend vom Schauplatz entfernst.

Die Haustiere richtig transportieren

Doch dabei wirft sich die Frage auf, wie kannst Du das Tier eigentlich am besten transportieren? Während manche Hunde oder Katzen an das Autofahren gewöhnt sind oder daran sogar Spaß finden, reagieren andere darauf ganz sensibel. Ein Käfig muss zudem vor dem Kippen bewahrt werden und auch die Sauerei aus Einstreu und Futter im Auto möchtest Du Dir gewiss ganz gerne ersparen. Wichtig ist beim Tiertransport in erster Linie, dass er artgerecht ist. Neben dem Käfig zu sitzen und ihn festzuhalten, bringt bei einem Unfall gewiss nicht allzu viel Schutz. Sichere ihn deshalb ausreichend durch entsprechende Gurte oder bringe bei Hunden ein Netz zwischen Kofferraum und Sitzen beziehungsweise der Rück- und der Vorderbank an, damit dieser nicht aus Angst oder Neugier nach vorne springen und den Fahrer behindern kann. Bei längeren Fahrten musst Du unbedingt genügend Wasser und Futter dabei haben. Speichere zudem die Nummer des Tierarztes in Dein Handy ein oder schreibe sie auf einen Zettel und trage diesen für alle Fälle bei Dir. Sorge außerdem dafür, dass Dein Tier eine vertraute Umgebung hat. Packe sein Lieblingsspielzeug ein, die gewohnt riechende Schlafdecke und die üblichen Pflegeutensilien. Auch das Wasser solltest Du in Flaschen abfüllen und erst langsam durch das in der neuen Wohnung auswechseln. Ein zu plötzlicher Wechsel des Trinkwassers kann bei empfindlichen Tieren nämlich zu Verdauungs- und Magenbeschwerden führen. Bei personenbezogenen Haustieren solltest Du zudem während des gesamten Transportes in ihrer Nähe bleiben und sie durch Deine Stimme oder ein zärtliches Streicheln beruhigen. Übrigens: Beruhigungsmittel stellen eine sehr hohe Belastung für den Organismus eines Tieres dar und können im schlimmsten Fall zu bleibenden Schäden oder gar dem Tod führen. Sie sind deshalb eine reine Notlösung und dürfen nur in Absprache mit dem Tierarzt verwendet werden.

Alles neu? Das Haustier sanft eingewöhnen

Der Kratzbaum ist sowieso schon total alt und nimmt beim Umzug auch viel zu viel Platz weg? Dein Hund braucht schon länger ein neues Schlafkörbchen, dann ist dies ja die optimale Gelegenheit? Solche Gedankengänge sind logisch, stellen aber den völlig falschen Denkansatz dar. Versetze Dich einmal in die Lage des Haustieres: Deine komplette Umgebung ist neu, das Revier unbekannt und die Gerüche sind irgendwie seltsam. Schön, wenn Du dann zu Deinem gewohnten Kratzbaum oder der guten alten Kuscheldecke gehen kannst, oder? Genau! Je gewohnter Du die neue Umgebung für Deine Haustiere gestaltest, umso schneller und sanfter werden sie sich eingewöhnen. Bringe deshalb unbedingt die alten Spielsachen, Kratzbäume, Körbchen, Decken oder Käfige mit, auch wenn es eigentlich „unpraktisch“ oder „viel Aufwand“ ist. Dein Tier wird es Dir danken. Diese Dinge sollten dann übrigens auch die ersten sein, welche Du im neuen Heim wieder aufbaust. So kann sich das Tier noch während dem Einzugstrubel im gewohnten Unterschlupf verkriechen.

Ende gut, alles gut?

Nein, denn jedes Haustier reagiert anders auf die neue Umgebung. Katzen beispielsweise, fällt der Revierwechsel viel schwerer als Hunden. Und was ist mit „gefährlichen“ Tieren? Darfst Du die Schlange oder den Kampfhund im neuen Wohnort überhaupt halten? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen wir uns in den nächsten Teilen der Reihe „Umzug mit Haustieren“.

Weitere Artikel aus der Serie „Umzug mit Haustieren“

Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 5 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Umzug mit Haustieren“:

Umzug ins Ausland – Worauf musst Du achten?

Sobald es über eine oder mehrere Ländergrenzen hinweg geht, wird Dein Umzug etwas komplizierter. Neue Gesetze und Regelungen, andere Formalitäten und eventuell eine neue Sprache erfordern daher deutlich mehr Vorbereitungen, als wenn Du Deinen Wohnsitz nur innerhalb Deutschlands verlagerst. Zudem gibt es große Unterschiede zwischen den Zielländern. Während in der Europäischen Union nämlich ein Wohn- und Arbeitsrecht besteht, musst Du anderswo erst einmal ein Visum beantragen. Ich habe Dir deshalb eine Checkliste zusammengestellt, worauf Du bei Deinem Umzug ins Ausland unbedingt achten musst:

  • Abmeldung: Wenn Du in Deutschland umziehst, übernimmt das Einwohnermeldeamt des neuen Wohnortes die Abmeldung bei Deinem alten. Alle Informationen hierzu findest Du im Artikel „Ummelden beim Umzug. Wann, wie, wo?“. Wenn Du ins Ausland ziehst, musst Du Dich allerdings an Deinem deutschen Wohnort abmelden. Eine Abmeldung ist außerdem beim Finanzamt notwendig, bei der KFZ-Zulassungsbehörde, der Familienkasse, dem Sozialamt, der Rentenkasse usw.
  • Arbeitserlaubnis: Wenn Du im Ausland leben und arbeiten möchtest, benötigst Du eine Arbeitserlaubnis. Im EU-Ausland erhältst Du diese bei der zuständigen Meldebehörde des jeweiligen Ziellandes. Bringe hierfür Deinen Personalausweis sowie Deinen Arbeitsvertrag mit zur Behörde.
  • Aufenthaltsgenehmigung: Informiere Dich rechtzeitig über die Notwendigkeit einer Aufenthaltsgenehmigung in Deinem neuen Wohnort und beantrage diese gegebenenfalls für Dich und Deine Familie. Das Visum erhältst Du beim jeweiligen Konsulat des Landes.
  • Bankgeschäfte: Vereinbare einen Beratungstermin bei Deiner Bank und informiere Dich über die Möglichkeiten, wenn Du im Ausland wohnst. Musst Du Deine Bank wechseln oder ein neues Konto eröffnen, solltest Du Dir rechtzeitig eine geeignete Bank aussuchen und einen entsprechenden Antrag stellen. Erteile außerdem, wenn nötig, Bankvollmachten an Dritte.
  • Führerschein: Informiere Dich bei der Botschaft Deines Ziellandes, ob Du einen internationalen Führerschein benötigst.
  • Gesundheitscheck: Lasse Dich vor Deinem Umzug noch einmal von Deinem Hausarzt durchchecken und beraten. Dieser kann Dich ebenso darüber aufklären, ob und welche Impfungen in dem Zielland empfohlen werden. Solltest Du gesundheitliche Probleme haben oder Medikamente benötigen, informiere Dich rechtzeitig vorher über die medizinische Weiterversorgung im neuen Wohnort und kontaktiere den entsprechenden Arzt bereits vor Deinem Umzug. Lasse Dir außerdem einer Kopie der wichtigsten Arztberichte erstellen und sie gegebenenfalls auf die Sprache des Ziellandes übersetzen.
  • Haustiere: Bezüglich der Einfuhr von Haustieren bestehen in den Ländern unterschiedliche Regelungen. In der EU wurden diese mittlerweile größtenteils vereinheitlicht. Informiere Dich bei der Botschaft oder ausländischen Vertretung Deines Ziellandes über die jeweiligen Bestimmungen. Häufig sind spezielle Impfungen vorgeschrieben oder es gelten feste Fristen für Quarantäne-Aufenthalte. Organisiere außerdem rechtzeitig den Transport Deiner tierischen Freunde.
  • Kommunikationsgeräte: Du musst in deinem neuen Wohnort in der Regel auch neue Verträge für Deine Kommunikationsgeräte abschließen. Melde Deinen Fernseher, das Internet, Telefon und Mobiltelefon an. Mit einem Anbietervergleich im Internet kannst Du dabei viel Geld sparen.
  • Kultur: Informiere Dich unbedingt über die Kultur in Deiner neuen Heimat. Denn der Tritt in ein Fettnäpfchen kann nicht nur unangenehm, sondern teilweise auch sehr teuer werden: Gedankenloses Wegwerfen von Müll oder der Kaugummi auf der Straße kosten in Singapur beispielsweise bis zu 4.000 Dollar. Besonders gravierend sind die Unterschiede natürlich, wenn Du in ein Land mit einer anderen Religion ziehst, unterschätze aber auch nicht die kulturellen und rechtlichen Unterschiede zwischen EU-Ländern. Informationen sind vor dem Umzug deshalb das A und O.
  • Nachsendeauftrag: Richte spätestens zwei Wochen vor Deinem Umzug einen Nachsendeauftrag bei der Post ein. Alle hierfür notwendigen Informationen erhältst Du im Artikel „Nachsendeauftrag beim Umzug: Brauchst Du ihn und wie funktioniert er?
  • Pflanzen: Tatsächlich darfst Du nicht immer all Deine Pflanzen mit ins Zielland bringen. Informiere Dich deshalb unter www.auswaertiges-amt.de über die jeweiligen Bestimmungen.
  • Reisedokumente: Prüfe rechtzeitig die Gültigkeit Deiner Ausweispapiere sowie die Deiner Familie. Beantrage, wenn nötig, rechtzeitig Reisepässe. Beachte hierbei, dass die Ausstellung eines Reisepasses bis zu acht Wochen Zeit braucht. Viele Länder erlauben die Einreise außerdem nur, wenn die Ausweisdokumente noch mindestens drei/sechs Monate gültig sind. Prüfe außerdem alle weiteren wichtigen Dokumente auf ihre Vollständigkeit, lasse sie auf die Zielsprache übersetzen und notariell beglaubigen. Hierzu gehören beispielsweise eine Geburts- oder die Heiratsurkunde.
  • Spedition: Wenn Du ein Umzugsunternehmen beauftragen möchtest, so wähle eines, das sich auf Auslandsumzüge spezialisiert hat. Dieses kennt sich mit den Zollbestimmungen aus und kann Dir gewiss noch die ein oder andere wichtige Frage beantworten. Hole Dir verschiedene Angebote ein, vergleiche sie und buche das beste Angebot so früh wie möglich.
  • Sprachkurs: Andere Länder, andere Sprachen – Wenn Du in ein Land umziehst, in welchem eine andere Sprache gesprochen wird, solltest Du bereits im Voraus die Grundlagen der Sprache erlernen oder Deine Sprachkenntnisse in einem Sprachkurs noch einmal auffrischen.
  • Steckdosenadapter: Bedenke, dass die Steckdosen in verschiedenen Ländern auch unterschiedlich aussehen. Es kann also sein, dass der Fernseher, Wasserkocher oder Staubsauger im Zielland nicht mehr funktionieren. Kaufe Dir deshalb frühzeitig ausreichend Steckdosenadapter oder überlege, welche elektronischen Geräte Du doch lieber noch vor dem Umzug als Kleinanzeige verkaufen möchtest.
  • Versicherungen: Kläre ab, welche Versicherungen Du im Ausland benötigst, welche bereits bestehenden Versicherungen Du behalten kannst und welche Du kündigen solltest. Beachte hierbei die vorgeschriebenen Kündigungsfristen. Nicht alle Versicherungen sind auch im Ausland gültig, manchmal kannst Du den Vertrag aber entsprechend anpassen lassen. Kläre außerdem mit Deiner Krankenkasse ab, inwiefern ihre Leistungen auch im Ausland gelten und ob Du eine Zusatzversicherung benötigst.
  • Zoll: Wenn Du Dein Hab und Gut ins Ausland transportierst, musst Du damit rechnen, dass Du dieses teilweise verzollen musst. Für einige der Gegenstände, zum Beispiel das Auto oder einen Fernseher, musst Du deshalb schon frühzeitig einen Zollantrag stellen. Alle Informationen hierzu findest Du unter www.zoll.de

Zuletzt musst Du natürlich auch noch alle Faktoren eines „normalen“ Umzuges im Inland berücksichtigen, beispielsweise Deine Wohnung rechtzeitig zu kündigen oder zu prüfen, ob Schönheitsreparaturen anfallen. Hierzu habe ich Dir in den unterschiedlichen Artikeln bereits zahlreiche Informationen zusammengetragen. Und nun wünsche ich Dir viel Erfolg bei deinem Umzug ins Ausland…

Wofür haften eigentlich Umzugsunternehmen?

Bei quasi jedem Umzug geht irgendetwas zu Bruch. Seien es eine alte Vase, Sektgläser oder ein dicker Kratzer in der Kommode. Und die ein oder andere Sache geht sogar einmal ganz verloren. Doch haftet das georderte Umzugsunternehmen überhaupt für Schäden und Verluste an den transportierten Gegenständen? Was musst Du beachten, damit Du hinterher nicht auf den Kosten sitzen bleibst?

Grundsatz zur Haftung einer Spedition

Wie jede Rechtsfrage, ist auch die nach der Haftung eines Umzugsunternehmens sehr komplex. Grundsätzlich gilt aber, dass eine Spedition für Schäden und Verluste während des gesamten Umzugs haftet. Doch bei jeder Regel gibt es Ausnahmen und die sehen in diesem Fall wie folgt aus:

  • Die Haftung ist auf 620 Euro pro Kubikmeter an Laderaum beschränkt.
    Der Schaden muss eindeutig, nachweislich und alleinig durch die Spedition verursacht worden sein.
  • Bei einem Schaden oder Verlust durch „höhere Gewalt“, sprich eine Naturgewalt oder einen Unfall mit Fahrerflucht etc., trägt die Spedition keine Schuld und damit haftet sie auch nicht für den entstandenen Schaden.
  • Die Haftung ist allgemein auf das Dreifache des Betrages der Fracht begrenzt.
  • Gehaftet wird zudem generell nicht, wenn es sich um Wertgegenstände, Elektrogeräte, Pflanzen oder Tiere handelt.
  • Für Ware, die unzureichend verpackt oder unklar beschriftet wurde, übernimmt das Umzugsunternehmen ebenfalls keine Haftung.
  • Gehaftet wird auch nicht für die Fracht, die aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit leicht zerstörbar ist, zum Beispiel aufgrund von Rost.

Ausschlüsse der Haftung bei Umzugsunternehmen

Natürlich kennen die Speditionsfirmen die Rechtslage in- und auswendig und haben sich in der Regel optimal daran angepasst. Dir sollte daher bewusst sein, dass Du bei einem Rechtsstreit später nur dann eine Chance auf Erfolg hast, wenn Du bereits vor und während des Umzugs alle Grundregeln beachtest. Hierfür eine kurze Checkliste:

  • Werfe vor dem Unterschreiben einen Blick in den Vertrag, vor allem die Rubrik der Haftungsausschlüsse.
  • Überlege Dir, ob Du vielleicht liebe einen „Komfortumzug“ wählst. Hierbei übernimmt die Spedition auch das Verpacken der Fracht. Denn überall dort, wo Du selbst Hand anlegst, ist das Unternehmen nicht mehr haftbar. Ein Karton, den Du gepackt hast, kommt beschädigt an? Oder der Frachtführer hat Dich auf die nicht optimalen Größen- und Raumverhältnisse des Transporters aufmerksam gemacht? In beiden Fällen musst Du den Schaden anschließend selbst verantworten. Da ist es manchmal geschickter, die Verantwortung komplett an das Unternehmen abzugeben und dafür ein bisschen tiefer in den Geldbeutel zu greifen.
  • Mache das Umzugsunternehmen frühzeitig auf wertvolle Güter, zum Beispiel ein Erbstück, aufmerksam. Kleingegenstände, Pflanzen oder Tiere kannst Du vielleicht auch lieber selbst transportieren? Ansonsten wäre es an der Zeit über eine Zusatzversicherung nachzudenken.

Auf Nummer sicher gehen: Die Zusatzversicherung

Sobald die transportierte Fracht den Wert von 620 Euro pro Kubikmeter übersteigt oder unter die Ausschlussklausel fällt, solltest Du dringend eine Zusatzversicherung abschließen. Diese sogenannte Transportversicherung kann zum Beispiel Wertgegenstände, Tiere oder Schäden durch Dritte miteinbeziehen und Du musst Dir um die Haftung keine Sorgen mehr machen. Prüfe aber auch hier unbedingt vorher die Geschäftsbedingungen und schneidere die Zusatzversicherung optimal auf Deine Bedürfnisse zu.

Wie gehst Du bei einem Schaden vor?

Es ist passiert. Die antike Kommode ist verkratzt, ein paar Gläser gingen zu Bruch und Dein ehemaliger Vermieter fordert Schadensersatz von Dir, weil das Treppenhaus beschädigt sei. Was kannst Du jetzt tun?

Wichtig: Die Prävention eines Rechtsstreits beginnt schon vor dem Umzug. Dokumentiere daher alle wichtigen Gegenstände, das Treppenhaus, den Fahrstuhl, eventuell auch das Auto des Nachbarn direkt vor Beginn des Umzuges mit Fotos oder Videos. Eben all jene Gegenstände, die während der Arbeit des Umzugsunternehmens beschädigt werden könnten. Nur so kannst Du hinterher nachweisen, dass das Objekt vor dem Umzug noch heil oder das Treppenhaus schon beschädigt war. Denn nicht selten nutzen Vermieter diese Chance, um alte Schäden kostenfrei beheben zu lassen. Es sind daher stets alle Eventualitäten zu bedenken.

Nun ist tatsächlich ein Schaden entstanden? Dann dokumentierst Du auch diesen per Foto oder Video. Fällt Dir das noch während des Umzuges auf, so solltest Du ihn unbedingt direkt beim Umzugsleiter reklamieren und Dir schriftlich mit einer Unterschrift bestätigen lassen. Ansonsten musst Du den Schaden so schnell wie möglich beim Umzugsunternehmen melden, damit dieser bearbeitet werden kann. Hierfür gilt laut Speditionsverband AMÖ:

  • Du solltest offen ersichtliche Schäden sofort oder spätestens am Tag nach dem Umzug der Spedition melden.
  • Nicht offen ersichtliche Schäden haben eine Anzeigefrist von bis zu 14 Tagen.
  • Die Schäden sollten stets schriftlich spezifiziert werden.
  • Im Zweifelsfall suchst Du Dir Rat bei einem Experten oder Anwalt.

Auch hier lohnt sich der Blick in die Vertragsunterlagen, denn abweichende Regelungen sind möglich. Auf der sicheren Seite bist Du dann, wenn Du die Fracht direkt nach dem Ausladen kontrollierst. Haftet die Spedition für diesen Schaden, so muss sie Dir anschließend einen angemessenen Schadensersatz zahlen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten, die zumeist vorab geregelt sind:

  1. Entweder Dir wird der Zeitwert erstattet, sprich der Kaufpreis abzüglich des Wertverlustes durch Abnutzung,
  2. oder der Wiederbeschaffungswert, also der aktuelle Kaufpreis.

Prüfe vorab welches für Dich das bessere Modell wäre. Im Notfall musst Du Dich anwaltlich beraten lassen oder gerichtlich gegen das Umzugsunternehmen vorgehen. Ich hoffe, das wird bei Dir nicht nötig sein und wünsche Dir einen erfolgreichen Umzug!

Umzugskartons richtig packen

Die Umzugskartons zu packen ist kein Hexenwerk – doch kann falsch gemacht zum Hexenschuss führen. Denn in letzter Minute wird häufig alles wahllos übereinander geworfen, die Kartons sind viel zu schwer, instabil oder wölben sich völlig überladen nach außen. Stapeln wird da unmöglich, zerbrechliche Gegenstände findest Du vermutlich in Stücken wieder und im neuen Heim entsteht erst einmal ein unüberschaubares Chaos.

Bei all meinen Umzügen in den letzten Jahren, waren die am einfachsten, in denen vorab alle Kartons richtig und mit System gepackt waren!

Umzugskartons wollen mit System gepackt werden und ich gebe dir in diesem Artikel einige Erfahrungen und Tipps weiter, die ich in den letzten Jahren zum richtigen Packen von Umzugskartons sammeln konnte!

Der Umzug als die beste Gelegenheit zum Aussortieren

Welchen besseren Zeitpunkt gäbe es für eine umfassende Entrümpelungsaktion als das Leerräumen Deiner bisherigen Wohnung? Keinen! Deshalb solltest Du erst einmal entscheiden, welche Möbel, Dekoartikel oder auch Tassen mit in das neue Heim sollen und was bereits ausgedient hat. Es ist daher ratsam, schon früh genug vor dem Umzug und vor der Bestellung eines Umzugswagens in der passenden Größe anzufangen, die Kartons zu packen und den Rest-, Sonder- oder Sperrmüll fachgerecht zu entsorgen. Was nun übrig geblieben ist, kann ordentlich verstaut werden.

Das richtige Verpackungsmaterial besorgen

Nur wer die richtigen Kartons sowie das passende Zubehör zur Hand hat, kann die Verpackung auch professionell, platzsparend und sicher bewerkstelligen. Diese Liste enthält die wichtigsten Must-haves für einen reibungslosen Umzug:

  • stabile Umzugskartons für zerbrechliche Gegenstände
  • Kleider- oder Bananenkartons für Klamotten, Bettwäsche, Tischdecken o.ä.
  • Klebeband und Schere
  • Packpapier
  • Luftpolsterfolie oder Styropor
  • Edding zum Beschriften der Kartons
  • eventuell Block und Stift zum Anfertigen einer Kartonliste

Die Frage nach der richtigen Menge dieser Materialien hängt stark vom individuellen Hausrat ab. Als Faustregel können aber etwa 20 Kartons für ein großes oder zwei kleine Zimmer gerechnet werden. Besser Du hast zu viele als zu wenige Verstaumöglichkeiten zur Hand. Denn vor allem schwere Gegenstände wie Bücher, dürfen nicht in zu großen Mengen gemeinsam verpackt werden. Hier bieten sich entweder kleinere Kartons an oder Du mischst schwere mit leichten Materialien: Bücher unten, Jeans oben.

Was darf ein voller Umzugskarton wiegen?

Ein häufiger Irrtum den ich immer beim Umzug bemerke ist die Annahme, ein Karton gebe durch seine Größe auch vor, wie viel Gewicht er tragen könne. So wird das große Modell eben einmal bis zum Rand mit Büchern vollgeladen. Sollte dieser das überhaupt aushalten, so ist nun die Frage, wer diesen Karton tragen muss. Denn nun sind einerseits die Tragegriffe blockiert, andererseits liegt das Gewicht weit über der vorgegebenen Norm. Als Faustregel gelten hier nämlich rund 15 Kilogramm. Mehr sollte ein vollgepackter Umzugskarton nicht wiegen, um noch problemlos transportiert werden zu können. 20 Kilogramm solltest Du als absolute Obergrenze nicht überschreiten.

Bücher richtig verpacken

Bücher sind eines der schwersten, gleichzeitig aber auch robustesten Materialien, das Du bei einem Umzug zu verstauen hast. Das bringt den Vorteil mit sich, dass sie gut als „Grundlage“ im Karton gestapelt und dann durch leichtere Gegenstände, wie Decken oder Pflanzen, bedeckt werden können. Am sichersten sind Bücher dann verpackt, wenn sie auf dem Boden liegen. Zwischen den Büchern schützt eine Luftpolsterfolie vor dem Wegrutschen und schont zugleich die Ecken und Einbände.

Im Handel gibt es auch spezielle Bücherkartons, die den Transport der eigenen Bibliothek erleichtern können. Sie sind stabiler und oft kleiner als normale Umzugskartons und damit ideal für den Transport von Büchern, allerdings kosten sie meistens mehr als ein vergleichbar großer „normaler“ Umzugskarton.

Herausforderung: Geschirr bruchsicher einpacken

Das Geschirr richtig zu verpacken, ist auch für Profis stets noch eine echte Herausforderung. Denn Geschirr ist nicht nur zerbrechlich, es bringt gleichzeitig eine Menge Gewicht auf die Waage. Zudem lässt es sich in der Regel durch die unterschiedlichen Formen und Höhen nur schwer neben- oder übereinander stapeln. Helfen kann hier ein spezieller Kartoneinsatz für Gläser. Der Rest muss mit Packpapier und Luftpolsterfolie ausreichend geschützt werden. Ein Geheimtipp ist die Polsterung mit Geschirr-, Handtüchern, Socken oder kleinen Decken und Kissen: So sparst Du zugleich an Gewicht und Platz, denn ähnlich wie bei den Büchern, dürfen auch die Geschirrkartons nicht mehr als 15 Kilogramm wiegen.

Mein Tipp: Beschrifte die Umzugskartons mit dem Geschirr unbedingt mit einer gut sichtbaren Aufschrift „Zerbrechlich“ oder ähnlichem. So wissen deine Helfer direkt bescheid, dass der Karton mit besonderer Vorsicht getragen werden muss!

Was passiert mit wertvoller Kleidung?

Für viele Umziehende ist die Kleidung das kleinste Problem. Sie kann schließlich problemlos gefaltet und in einem Karton gestapelt werden. In der neuen Wohnung wird dann einfach kurzerhand das Bügeleisen gezückt oder die Wäsche wandert einmal in einen rundum Wasch- und Trocknergang. Doch was machst Du mit teurer Kleidung, die nicht knittern darf, wenn Du Dir das Geld für die anschließend Reinigung sparen möchtest? Wenn es sich um wenige Einzelstücke handelt, können diese vielleicht in Kleidersäcken separat transportiert werden? Schließlich hat beinahe jedes Auto entsprechende Haken an der Rückband. Ansonsten gibt es nur noch eine Möglichkeit: Es gibt spezielle große Kartons, in welchen lange und wertvolle Kleidungsstücke an einem Bügel eingehängt werden können (also einem Kleiderkarton), ähnlich einem Kleiderschrank. Voraussetzung hierfür ist ein ausreichend hoher Stauraum im Umzugswagen.

Das Beschriften der Umzugskartons

Zuletzt werden alle Kartons (am besten direkt nach dem Packen, auf jedenfall aber) vor dem Verladen mit einem dicken Edding beschriftet. Dies erleichtert die Zuordnung der Kartons auf die Räume in der neuen Wohnung oder dem Haus und vermindert so das Chaos nach dem Entladen. Hier die drei wichtigsten Regeln zum richtigen Beschriften von Umzugskartons:

  • Schreibe stets den Raum, den Inhalt sowie die eventuelle Nummer auf den Karton, z.B. 5-Küche – Gläser.
  • Beschrifte die Kartons immer von oben und seitlich, denn ansonsten sind sie im gestapelten Zustand nicht mehr zuordenbar.
  • Führe wenn möglich jeden Karton in einer Liste auf, sodass Du diesen später schnell wiederfinden kannst. Hierbei kann eine Nummerierung helfen.

Mein Tipp: In der neuen Wohnung solltest du vorab einmal durch die einzelnen Räume gehen und dir überlegen, welcher Raum künftig welche Funktion haben soll. Du kannst dann direkt jeden Raum mit einem Post-It beschriften. So weiß jeder am Umzugstag direkt wo welcher Karton am Ende abgestellt werden muss. Jeder Umzugskarton ist dann direkt im richtigen Raum.

Die entsprechenden Raumnummern oder Hinweise auf den Kartons sollten sich natürlich auch im Einrichtungsplan wiederfinden, den du erstellen und deinen Helfern austeilen kannst!

Der Überlebens-Karton

Gehe stets davon aus, dass in Deinem neuen Zuhause die ersten Tage Chaos herrschen wird. Auch wenn Du dieses durch professionelles Packen Deiner Kartons minimiert hast, darf ein ganz besonderer nicht fehlen: der Überlebens-Karton. Dieser muss kein Karton sein, sondern Du kannst wahlweise auch einen Koffer oder eine Reisetasche nehmen, die Du dann bestenfalls nicht mehr aus dem Auge lassen und selbst transportieren wirst. Denn ähnlich wie der verloren gegangene Koffer auf dem Flughafen im Urlaub, wartet der ein oder andere Umzügler auch länger als erhofft auf den Umzugswagen. Kleidung für zwei Tage, Kosmetikartikel, Medikamente und ein Satz Bettwäsche sollten deshalb immer mit dabei sein. Das Tablet oder Handyladegerät darf auch nicht fehlen? Dann rein damit! Fertige am besten schon einige Wochen vor dem Umzug eine Liste mit für Dich wichtigen Utensilien an…so kann an dem großen Tag eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Weitere Tipps

Auf meinen Seiten erfährst du noch viel mehr zum Thema Umzugskartons. So verrate ich dir in diesem Umzugstipp, wie du günstig oder gratis an Umzugskartons kommen kannst. In einem anderen Tipp verrate ich dir, welche kostenlosen oder kostengünstigen Alternativen es zum Umzugskarton gibt. Außerdem solltest du dir den Tipp zum richtigen Beladen von Umzugs-LKWs durchlesen!