Umzug finanzieren: Das solltest du beachten

Die alte Wohnung ist zu klein geworden, der Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet, es geht von der Wohngemeinschaft in die ersten eigenen vier Wände oder ein Jobwechsel ist Anlass für den Umzug in eine andere Stadt. Die Gründe, die für einen Umzug sprechen sind vielfältig. So unterschiedlich die persönlichen Beweggründe sind, so gewiss ist die Tatsache, dass der Wechsel der Wohnung meist ein teures Unterfangen ist.

Kosten, die durch einen Umzug entstehen

Zunächst überwiegt die Freude darüber, dass eine neue Wohnung gefunden wurde. In vielen Städten Deutschlands ist das mittlerweile aufgrund der hohen Nachfrage und der kontinuierlich steigenden Mieten nicht ganz einfach. Wenn es dann um die Kosten geht, die wegen des Umzugs auf einen zukommen, dann macht sich meist relativ schnell Ernüchterung breit. Zunächst wäre da die Kaution. Manche Vermieter fordern die Kaution oder zumindest die erste Rate der Kaution bereits zur Unterzeichnung des Mietvertrages ein (siehe auch Artikel Mietkaution Teil 2: Alternativen zur klassischen Barkaution). Weiter geht es mit dem Umzug an sich. Neue Umzugskartons müssen gekauft werden und in der Regel wird ein Wagen für den Transport der Möbel gemietet. Wer Kosten einsparen möchte, der verzichtet auf professionelle Umzugshelfer und nimmt die Hilfe von Freunden und der Familie an oder organisiert günstige studentische Umzugshelfer.

Sind erstmal alle Sache in der neuen Wohnung wird häufig rasch klar, dass nicht alle alten Möbel in das neue Heim passen oder das weitere Möbelstücke benötigt werden. Vor allem beim Aufbau der alten Küche kann eigentlich immer mit zusätzlich anfallenden Kosten gerechnet werden – auch wenn es nur die Arbeitsplatte ist, die wegen der unterschiedlichen Raumformen der Küchen neu zugeschnitten werden muss. Fest steht, dass die Kosten, die im Zusammenhang mit einem Umzug in eine neue Wohnung anfallen, nicht gerade gering und auf den ersten Blick nicht immer vollständig vorhersehbar sind.

Einen Umzug finanzieren

Da nicht alle Umzüge lange Zeit im Voraus geplant werden können – man denke beispielsweise an die Kündigung wegen Eigenbedarfs oder einen relativ kurzfristigen Jobwechsel – hat nicht jeder die Möglichkeit, eine ausreichende Rücklage für den Umzug zu bilden. In anderen Fällen erlaubt die aktuelle finanzielle Situation leider keine Rücklagenbildung. In solchen Fällen kann es sich durchaus als hilfreich erweisen, eine Finanzierung abzuschließen. Schließlich möchte man ja auch nicht immer die Familie oder enge Vertraute um Geld bitten, wenn es auch anders geht.

Den passenden Kredit finden

Dank Kreditvergleichsportalen ist es relativ einfach und bequem einen passenden Kredit zu finden. Als Anbieter für den Vergleich verschiedener Privatdarlehen hat sich smava etabliert. Privatdarlehen verschiedener Anbieter zu unterschiedlichen Konditionen werden hier übersichtlich präsentiert, sodass ein Vergleich der Kredite vereinfach wird. Je nachdem wie hoch die gewünscht Kreditsumme ist, werden dem Kreditnehmer unterschiedliche Kreditkonditionen angeboten. Die Laufzeit und die Höhe der monatlichen Raten können in der Regel der individuellen Situation angepasst werden.

Von günstigen Online-Kredite profitieren

Aufgrund der Tatsache, dass Vergleichsportale vornehmlich mit Direktbanken zusammenarbeiten, die im Vergleich zu herkömmlichen Hausbanken über kein ausgebautes Filialnetz verfügen und im Internet wegen des direkten Vergleichs eine stärkere Wettbewerbssituation herrscht, sind die Online-Kredite in der Regel günstiger als Kredite bei Filialbanken. Zum Teil gibt es sogar Banken, mit denen spezielle Exklusiv-Zinsen oder für kleinere Beträge 0%-Finanzierungen vereinbart werden, die dann nur bei einem Abschluss über das entsprechende Vergleichsportal gelten.

Aktionsangebote zur Finanzierung des Umzugs nutzen

In anderen Fällen gibt es Aktionskredite, die angeboten werden. Aktuell wird z.B. über ein Kreditvergleichsportal ein sogenannter Negativzins-Kredit vermittelt, bei dem der Bankkunde weniger zurückzahlt, als er sich bei der Bank geliehen hat. Konkret handelt es sich um einen Kredit, der auf 1.000 Euro pro Person gedeckelt ist. Aufgrund eines negativen effektiven Jahreszinses zahlt der Kreditnehmer schlussendlich nur 994 Euro an die Bank zurück. Da die Aufnahme des Kredits nicht an einen Verwendungszweck gebunden ist, eignet sich der Negativzins-Kredit zum Beispiel bestens, um einen Umzug oder neue Möbel zu finanzieren.

Vorsicht bei 0%-Finanzierung

Viele Unternehmen bieten bei Neuanschaffungen mittlerweile auch eine Nullprozent-Finanzierung an (z.B. bei der Anschaffung einer neuen Küche oder neuen Möbeln). Nicht nur in Zeiten niedriger Kreditzinsen sollte man sich genau überlegen, ob man solche Angebote annehmen möchte. In einem separaten Artikel habe ich alle Informationen zu solchen 0%-Finanzierungen für dich zusammengefasst.

Beim Umzug: Ist Null-Prozent-Finanzierung sinnvoll?

Wer umzieht, der sieht sich oft mit ganz erheblichen Kosten konfrontiert. Es müssen Umzugsunternehmen oder Umzugstransporter finanziert werden, die alte und die neue Wohnung müssen renoviert werden und für die neue Wohnung muss unter Umständen eine Mietkaution hinterlegt werden. Hinzu kommen die Verpflegung der Helfer, die Einlagerung von Möbeln, die Einweihungsparty und viele andere Kostenfaktoren.

Wer dann noch neue Möbel oder eine neue Küche oder neue Elektronikgeräte anschaffen möchte, der greift oft zur sogenannten „Null-Prozent-Finanzierung“. Also quasi ein Kredit, der (scheinbar) zu einem Zinssatz von 0% ausgegeben wird und die Finanzierung hochwertiger Anschaffungsgüter möglich machen soll. Ob eine solche Finanzierung sinnvoll ist und was dabei beachtet werden soll, dass erkläre ich dir in diesem Artikel.

Null-Prozent-Finanzierung ist kein Verbraucherdarlehen

Nach einer Entscheidung vom Bundesgerichtshof gelten Null-Prozent-Finanzierungen nicht als Verbraucherdarlehen. Das hat für dich als Kreditnehmer weitreichende Folgen. Mit einem Verbraucherdarlehen sind wichtige Schutzrechte verbunden, die bei einer Null-Prozent-Finanzierung nicht greifen. Die wichtigsten Punkte dazu sind das Recht zum Widerruf und das Recht zum Rücktritt vom Kaufvertrag.

Rücktritt und Widerruf können erschwert sein

Bei einem Verbraucherdarlehen kannst du als Kunde sowohl vom Kaufvertrag als auch vom Darlehensvertrag zurücktreten. In beiden Fällen erlischt der damit in Verbindung abgeschlossene Vertrag für Darlehen oder Produktkauf. Die Ware wird zurückgegeben und das Darlehen rückabgewickelt. Bei einer Null-Prozent-Finanzierung gibt es diese Möglichkeiten nicht, außer sie sind im Vertrag ausdrücklich schriftlich fixiert.

Bei Mängeln der Ware läuft das Darlehen weiter

Will man zum Beispiel die Ware wegen Mängeln zurückgeben, dann erlischt bei einem Verbraucherdarlehen der Kredit automatisch. Bei einer Null-Prozent-Finanzierung ist dies nicht unbedingt der Fall. Die Bank hat auch bei Rückgabe der Ware oder Rücktritt vom Kaufvertrag ein Recht auf die komplette Ratenzahlung. Ob sich die gekaufte Ware dabei überhaupt noch im Besitz des Kunden befindet, spielt keine Rolle. Der Darlehensnehmer muss die Raten weiter bezahlen, bis die komplette Summe getilgt ist.

Versteckte Zusatzkosten machen das Darlehen teuer

Mein Tipp: Lass dich nicht veralbern und von einem großen Werbeschild mit der „0%“ drauf blenden! Natürlich kann eine solche Finanzierung nicht kostenlos vom Händler angeboten werden. Dies geht nur, wenn er entweder den Produktpreis anhebt (bzw. dir einen sonst üblichen Rabatt nicht gewärt) oder wenn er versteckte Kosten auf die monatlichen Raten aufschlägt, diese aber nicht im Zins deklariert!

Bei einer Null-Prozent-Finanzierung werden oft teure Nebenprodukte wie eine Restschuldversicherung oder Bearbeitungsgebühren angeboten. Diese Zusatzprodukte tauchen zwar nicht als Zins auf, lassen jedoch die Raten steigen. Wenn man den Vertrag nicht genau liest oder die Raten nicht nachrechnet, kann man diese Fakten schnell übersehen. Wie hoch die versteckten Zusatzkosten sind, stellst du einfach fest, indem du die Gesamtkosten erfragst und mit dem Auszahlungsbetrag vergleichst.

Zins von Null Prozent gilt nicht für die ganze Laufzeit

Bei einigen Varianten bieten die Händler den Zins von Null Prozent nur für eine bestimmte Laufzeit an. Danach läuft das Darlehen mit einem ganz normalen, oft erhöhten Zins weiter. Gerade bei größeren Summen wie beim Kauf einer Küche oder einer Wohnzimmereinrichtung können hier schnell erhebliche Zusatzkosten entstehen. Der Nachteil ist nicht nur in den höheren Darlehenskosten zu sehen. Während der zinsfreien Zeit können die Darlehensraten geringer sein als im Anschluss. Wer diesen Fakt aus den Augen verliert, erlebt beim Wechsel in die Raten mit Zinszahlungen möglicherweise eine böse Überraschung. Bei einem knappen Budget und neuen Verpflichtungen kann es zu Engpässen und Zahlungsschwierigkeiten kommen.

Koppelgeschäfte im Kleingedruckten

Unter Umständen wird eine Null-Prozent-Finanzierung mit einem Service-Konto oder einem großzügigen Verfügungsrahmen verbunden. Wer denkt, hier geht es mit den günstigen Konditionen weiter, irrt sich. Der Verfügungsrahmen wird normalerweise nicht zinsfrei gestaltet. Ein zusätzliches Konto kann mit monatlichen Gebühren verbunden sein. Gelegentlich wird die Null-Prozent-Finanzierung in Verbindung mit einer neuen Kreditkarte abgeschlossen. Auch hier sollte man sich darüber im Klaren sein, dass später Zusatzkosten auftreten werden. Die einzelnen Bedingungen und Zusatzprodukte sind oft im Kleingedruckten versteckt oder gar nicht im Vertrag aufgeführt. Da wie bereits beschrieben der Verbraucherschutz hier nicht greift, kann es kompliziert und teuer werden, die zusätzlichen Produkte wieder zu kündigen.

So schützt du dich

Wie du merkst bin ich kein Freund von solchen 0%-Finanzierungen. Eher im Gegenteil: Ich persönlich würde immer erst versuchen das benötigte Geld anzusparen und vollständig auf eine Finanzierung zu verzichten. Doch manchmal geht es eben nicht anders. In diesem Fall solltest du das Angebot (welches dir der Händler macht) sehr genau unter die Lupe nehmen und dir Zeit bei der Bewertung lassen. Nimm die Unterlagen ruhig mit nach Hause, prüfe in Ruhe und lass dich vor allem nicht unter Druck setzen (ein „Das Angebot gilt aber nur heute“ ist ein sicheres Zeichen dafür, dass du auf den Hacken kehrt und den Laden verlassen solltest!).

Bei einer Null-Prozent-Finanzierung solltest du den Vertrag also sehr genau lesen. Nimm dir Zeit und geh alle Punkte im Vertrag akribisch durch. Frage den Verkäufer, wenn dir etwas unklar ist. Im Zweifel schlag‘ das Angebot lieber aus und suchen dir einen unabhängigen Anbieter. Über Vergleichsportale kann man günstige Angebote finden. Hier kannst du dir aus den Konditionen zahlreicher Banken das beste Ergebnis für dein Vorhaben aussuchen.