Haushaltsauflösungen richtig organisiert

Von einer Haushaltsauflösung spricht man, wenn Haus oder Wohnung vom Wohnungsinhaber vollständig geräumt und die Besitztümer verkauft, verschenkt oder entsorgt werden. Die Gründe für eine Haushaltsauflösung oder Wohnungsauflösung können vielfältig sein. Meist hängt die Räumung der Wohnung jedoch damit zusammen, dass der Wohnungsinhaber keinen eigenen Haushalt mehr führt bzw. führen wird. Ein Todesfall, die Notwendigkeit, dauerhaft in eine Pflegeeinrichtung zu ziehen, eine Zwangsveräußerung oder auch eine Auswanderung können Anlass zur Haushaltsauflösung geben. Oft ist damit der Grund für die Räumung wenig erfreulich und immer ist er mit großen Veränderungen für den Wohnungsinhaber oder seine Angehörigen verbunden. Ich erkläre dir im Folgenden, was du in der für dich vielleicht nicht ganz einfachen Zeit beachten musst, welche Rechte und Pflichten mit der Haushaltsauflösung einhergehen und wie du sie möglichst problemlos bewältigen kannst.

10.000 Gegenstände besitzt ein Erwachsener in Westeuropa durchschnittlich – vom Ausziehsofa bis zur Zahnbürste. Wie viel wir in unserem Leben gekauft, gesammelt und mehr oder weniger gebraucht haben, stellen wir oft erst fest, wenn wir uns fragen müssen, wohin mit all den Dingen. Eine Haushaltsauflösung oder eine Verkleinerung des Haushalts sollte daher immer gut geplant und organisiert werden. Zudem sollte man bedenken, dass es eben nicht nur Gegenstände sind, die weggeräumt oder aussortiert werden. Es sind auch Erinnerungen.

Verschenken, verkaufen, entsorgen

Zunächst sollte man bei der Haushaltsauflösung also Dinge mit rein materiellem Wert von den Erinnerungsstücken unterscheiden. Hier gilt es nun zu überlegen, welche besonders wichtigen Gegenstände mit sentimentalem Wert man auch nach der Haushaltsauflösung behalten möchte und was man in der Familie weitergibt. Anschließend geht es um die Besitztümer mit rein materiellem Wert. Ist ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung oder eine Seniorenresidenz der Grund für die Haushaltsauflösung sollte man sich vorher bei der Einrichtung erkundigen, was man mitbringen darf, kann und soll – ist beispielsweise genügend Platz für die hübsche antike Kommode oder sollte diese lieber weitergegeben oder verkauft werden? Wenn du weißt, was du mitnehmen kannst bzw. sollst, kann es mit dem Aussortieren losgehen. Einiges kann sicher verkauft werden, anderes lässt sich spenden oder verschenken. Für den Verkauf gebrauchter Gegenstände gibt es unterschiedliche Optionen:

Kleinanzeigen und Auktionen: Eine gute und beliebte Möglichkeit, gebrauchte Dinge zu verkaufen sind Kleinanzeigen im Internet oder Internetauktionen. Das Anbieten der Dinge kostet hier oftmals nichts. Der Nachteil ist, der ein oder andere Gegenstand braucht unter Umständen etwas länger bis zum Verkauf. Manchmal muss man in solchen Fällen noch einmal den Preis senken. Zudem macht es relativ viel Arbeit, alle Sachen einzeln selbst zu verkaufen. Du musst Fotos von den Verkaufsgegenständen machen, die Anzeigen erstellen, Anfragen beantworten, Termine zur Ansicht und zum Abholen der Verkaufsgegenstände verabreden.

Tipp: Einiges, was du verkaufen möchtest, lässt sich sicher als Set anbieten, zum Beispiel Kleidung oder CDs. So musst du nicht für jede Sache eine eigene Anzeige pflegen.

Ankaufbörsen: Online und offline gibt es zahlreiche Ankaufbörsen, die sich darauf spezialisiert haben, gebrauchte Gegenstände aufzukaufen. Der Vorteil ist, dass du auf diesem Wege relativ schnell einen Großteil deiner zum Verkauf stehenden Gegenstände auf einen Schlag los wirst. Der Nachteil gegenüber dem Verkauf auf eigene Faust über Anzeigen und Aktionen liegt darin, dass du auf diese Weise einen geringeren Gewinn für die einzelnen Gegenstände erzielen wirst.

Flohmarkt: Eine weitere Möglichkeit, gebrauchten Dingen ein neues Zuhause zu verschaffen sind Flohmärkte. Hier lässt sich alles anbieten, was du möchtest. Meist wird eine Standgebühr fällig, und du solltest davon ausgehen, dass du mehr als einen Anlauf brauchst um alle Dinge zu verkaufen.

Spenden: Was sich nicht verkaufen lässt, für den (Sperr-)Müll aber zu schade ist, wird am besten gespendet oder verschenkt. Sachen verschenken kann man ebenfalls über Kleinanzeigen im Internet oder Zeitungsannoncen. Für Spenden musst du dich mit gemeinnützigen Organisationen in Verbindung setzen. Oft handelt es sich hierbei um kirchliche Einrichtungen. Du kannst mit der Organisation deiner Wahl einen individuellen Termin für die Abholung der Gegenstände vereinbaren.

Sperrmüll: Alles, was sich nicht verkaufen, verschenken oder spenden lässt, muss entsorgt werden. Größere Gegenstände kommen dabei auf den Sperrmüll. Wie genau dieser organisiert wird, ist von Stadt zu Stadt verschieden. Einige Gemeinden führen eine regelmäßige Sperrmüllabholung durch, deren Termine dem Abfallkalender zu entnehmen sind. Bei anderen muss man einen individuellen Termin vereinbaren. Hier ist die Abholung auch meist mit Kosten verbunden. Am besten rufst du bei dem zuständigen (öffentlich rechtlichen) Entsorger an und erkundigst dich nach den genauen Konditionen. Hier ist es wichtig, sich auch über die Entsorgung von Sondermüll, zum Beispiel von Elektrogeräten zu informieren: Fallen zusätzliche Kosten an? Was wird überhaupt mitgenommen? Was muss selber zu einem Wertstoffhof gebracht werden? Auch ist es ratsam, rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren, denn in einigen Städten ist der Terminkalender der Entsorger voll belegt, und es kann schwierig werden oder höhere Kosten verursachen, wenn man einen bestimmten Wunschtermin nutzen möchte.

Professionelle Haushaltsauflösung – der einfache Weg

Eine Haushaltsauflösung kostet Zeit und Kraft. Doch ganz ohne Hilfe geht es oft nicht. Wer keine Verwandten vor Ort hat, ist unter Umständen mit einer Haushaltsauflösung durch Profis gut beraten. Hier gibt es die unterschiedlichsten Angebote, und du kannst entscheiden, in welchem Umfang du die Hilfe eines auf Haushaltsauflösungen spezialisierten Unternehmens in Anspruch nehmen willst. Manche Firmen übernehmen sogar die Regelung formeller Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Wohnungsauflösung wie zum Beispiel die Kündigung bei Stromanbietern oder Telefongesellschaften.

Da die Preise der Firmen, die Haushaltsauflösungen übernehmen sehr unterschiedlich ausfallen können, solltest du dir wenigstens drei Kostenvoranschläge einholen.

Die Haushaltsauflösung mit einem professionellen Unternehmen ist wohl die bequemste Variante, aber auch die kostenintensivste. Zudem hast du weniger Einfluss darauf, was aus deinen Sachen wird.

Rechtliches und Formalitäten

Neben dem großen Ausmisten solltest du dich rechtzeitig um Formelles und Rechtliches im Zusammenhang mit der Haushaltsauflösung kümmern. Wurde die Wohnung rechtzeitig gekündigt? Hast du dich bei Anbietern von Strom und Gas abgemeldet? Hierauf solltest du achten:

  • Mietvertrag kündigen bzw. klären, was aus Haus oder Eigentumswohnung wird
  • Verträge und Versicherungen kündigen
  • bei einem Umzug in ein Seniorenheim: Ummeldeformalitäten erledigen – lies hierzu auch unseren ausführlichen Artikel Umzug ins Seniorenheim.
  • Ggf. musst du dich auch um den Verbleib deiner Haustiere kümmern

Besondere rechtliche Gegebenheiten sind zu beachten, wenn der Grund für die Haushaltsauflösung ein Todesfall ist oder wenn die Person, deren Haushalt aufgelöst wird, einen Betreuer hat. Hier gilt es Rechtliches zu klären, bevor die Haushaltsauflösung in Angriff genommen wird. Ein rechtlicher Betreuer kann eine Haushaltsauflösung für eine betreute Person nur durchführen, wenn Wohnungsangelegenheiten in seinen Aufgabenbereich fallen. Damit er Dinge im Namen der betreuten Person veräußern darf, muss er offiziell für Vermögensangelegenheiten zuständig sein. Und um einen Umzug zu organisieren – beispielsweise in ein Altenheim oder eine Pflegeeinrichtung – muss er offiziell über das Aufenthaltsbestimmungsrecht verfügen.

Ist der Grund für die Haushaltsauflösung ein Todesfall, sollten die Erben sich im Einzelfall genau über die rechtliche Lage informieren, bevor sie zur Tat schreiten. Viele wissen beispielsweise nicht, dass auch ein Mietvertrag zum Nachlass gehört. Die Erben müssen weiterhin für die Mietkosten und entstandene und entstehende Nebenkosten aufkommen, und sollten daher schnell kündigen. In Erbgemeinschaften ist es darüber hinaus sehr wichtig, sich gegenseitig über alle Schritte, die man bezüglich der Haushaltsauflösung unternimmt, abzusprechen und zu informieren, damit sich niemand übervorteilt fühlt und Erbstreitigkeiten vermieden werden.

 

Einen Umzug ins Ausland planen – die Herausforderung des Auswanderns richtig angehen

Immer mehr Deutsche entscheiden sich dafür ihre Heimat zu verlassen und ein neues Kapitel in einem anderen Land aufzuschlagen. Dabei können die Gründe für das Auswandern sehr vielseitig sein. Ob ein Job mit besseren Verdienstmöglichkeiten, die große Liebe oder die Sehnsucht nach Veränderung – ein Umzug ins Ausland hat für einige Menschen so einige Vorteile. Dabei lässt sich die Herausforderung eines Umzugs ins Ausland nur mit der richtigen Planung bewältigen. Denn ein die Ausreise kostet oftmals viel Geld und strapaziert die Nerven. Der Neuanfang im Ausland muss an zwei Fronten organisiert werden, wodurch viele Auswanderer wichtige Schritte nicht mit der nötigen Sorgfalt beachten. Die Planungen für das Auswandern sind selten innerhalb von wenigen Wochen zu schaffen. So sollte der Start im neuen Land gut organisiert werden. Aus diesem Grund haben wir Ihnen eine Reihe von Tipps und Tricks zusammengefasst, die dir bei den Planungen für einen Umzug ins Ausland unter die Arme greifen.

Umzug ins Ausland mit spezialisierten Umzugsunternehmen angehen

Internationale Umzüge sollten immer mit einem professionellen Umzugsunternehmen geplant werden. Denn die Hilfe einer Spedition kann die Herausforderung eines Umzugs ins Ausland um ein Vielfaches erleichtern. So sollte man sich schon frühzeitig mit einem spezialisierten Umzugsunternehmen für internationale Umzüge in Verbindung setzen, um die schon bei der Einreise auf sein ganzes Hab und Gut zurückgreifen zu können. Hier bietet es sich vor allem an im Internet nach Umzugsunternehmen Ausschau zu halten. Viele professionelle Unternehmen zeigen mit entsprechenden Referenzen, dass sie schon mehrere Umzüge ins Ausland erfolgreich geplant und bewältigt haben. Umso früher man sich mit einem Speditionsunternehmen austauscht, desto mehr Geld kann man sparen. Auch sollte man ein Vergleich verschiedener Umzugsunternehmen nicht scheuen.

Wichtige Dokumente rechtzeitig anfordern

Vor jedem Neustart ist es wichtig sich über die Aufenthaltserlaubnis, die Arbeitserlaubnis oder notariell beglaubigte Dokumente wie Geburtsurkunden und Heiratsurkunden zu kümmern. Dabei ist ein Umzug in das europäische Ausland meistens mit nicht so großem Aufwand verbunden wie bei einer Ausreise in das nichteuropäische Ausland. Hier sollte man rechtzeitig planen und darauf achten alle Dokumente so schnell wie möglich anzufordern. Denn oftmals benötigt man wichtige Dokumente auch in der Landessprache, wodurch es manchmal zu Wartefristen von bis zu zwei Monaten kommen kann. Bei den Planungen für den Umzug ins Ausland sollten Dokumente deshalb direkt zu Beginn beantragt werden. Auch beim Thema Versicherungen sollte man sich rechtzeitig informieren, um sicherzugehen welche Versicherungen auch im Ausland beibehalten werden können.

Die wichtigsten Worte in Landessprache

Auswanderer, die in ein fremdes Land ziehen und nicht ein Wort der Landessprache verstehen kann ich immer nicht verstehen. Gerade in den ersten Tagen nach den Umzug gibt es so viel zu erledigen (Behördengänge, Kindergarten, Arbeitgeber, …), dass es einfach gut ist wenn man wenigstens die wichtigsten Worte in der Sprache der neuen Heimat sprechen kann und hier keine zusätzliche Hürde vorfindet. Also: Vor dem eigentlichen Umzug, mach doch schon mal einen Sprachkurs. Der hilft vielleicht ja sogar um mit anderen potentiellen Auswanderern in Kontakt zu kommen. Austausch ist immer gut und wer bereits erste Kontakte in Deutschland knüpft hat es später sicher leichter.

Auswandererforen im Internet

Apropos Austausch! Im Internet gibt es zahlreiche Auswandererforen (z.B. www.auswandererforum.de oder https://www.auswandern-webforum.de) Hier kann man sich vorab prima mit anderen Auswanderern kurzschließen und erhält von Leuten die bereits ausgewandert sind wichtige Insidertipps zum neuen Wohnort. Das kann echt eine große Hilfe sein.

Verträge vorab prüfen

Oft kommen mit Beginn des neuen Lebensabschnitts auch zahlreiche Verträge auf einen zu. Ein Mietvertrag wird unterschrieben, ein Arbeitsvertrag, vielleicht Verträge im Rahmen einer selbständigen Tätigkeit. Fast immer sind diese Verträge in Landessprache und nach Landesrecht verfasst. Entsprechend können böse Überraschungen in den Verträgen lauern, die einen auch mal die Existenz kosten können.

Mein Tipp: Lass dir die Verträge am besten rechtzeitig via E-Mail schicken und lass diese von einem Fachmann prüfen. Selbst wenn du Sprachkenntnisse hast: Suche dir jemanden, der vertraglich fit ist in der Sprache und der sich mit den rechtlichen Begebenheiten Vorort auskennt. Keiner will in den ersten Tagen des neuen Lebens auch noch rechtliche Auseinandersetzungen am neuen Wohnort führen!

Wichtig ist auch, sich mit den Arbeitsbedingungen und Arbeitsbestimmungen Vorort auseinander zu setzen. Prüft vorab, ob eure Ausbildungen anerkannt werden und ob ihr überhaupt (und unter welchen Umständen) arbeiten dürft. Klingt eigentlich logisch, doch so mancher Auswanderer ist schon daran gescheitert, dass er erst nach der Auswanderung bemerkt hat wie schwer oder unmöglich es ist eine Arbeitserlaubnis zu erhalten.

Hier helfen die regionalen Botschaften in Deutschland weiter.

Das Hab- und Gut rechtzeitig versilbern

Die meisten Menschen haben etliche Vermögensgegenstände. Bei der Auswanderung kann man viele Dinge nicht mitnehmen und da das Leben in Deutschland beendet werden soll, wird Hab und Gut verkauft um das Startkapital für die Auswanderung zu erhöhen.

Ganz wichtig ist es rechtzeitig zu überlegen, was ihr mitnehmen wollt und was hier bleibt. Je eher ihr wisst was verkauft werden sollt, desto mehr Zeit habt ihr um einen potentiellen Käufer zu finden und um Dinge anzubieten. Das ist gut, denn so kommt ihr nicht in die Verlegenheit euer Auto oder die Wohnzimmereinrichtung am Tag des Umzugs unter „Druck“ an den erstbesten und zum niedrigsten Preis verkaufen zu müssen. Sucht euch also rechtzeitig einen Käufer für eure Wertgegenstände, die hierbleiben sollen.

Ausreichend Budget

Ich habe viele Auswanderungen scheitern sehen, weil das Budget nicht ausreichend war. Ich kenne einige Leute, die sind ohne Sorgen aus dem Leben in Deutschland ausgeschieden und waren nach wenigen Wochen wieder zurück – arm wie die Kirchenmäuse. Sorgt dafür, dass ihr ausreichend Budget habt. Informiert euch, was das Leben in der neuen Heimat kosten wird. Stellt Listen mit den zu erwartenden Ausgaben auf und sorgt dafür, dass ihr mindestens für 10 Monate (eher für 12 Monate) ausreichend Reserven habt um notfalls auch ohne Einkommen klar zu kommen!

Ein Plan B gibt Sicherheit

Verwerft euch nicht mit Freunden oder Bekannten hier in Deutschland. Wenn eine Auswanderung scheitert, seid ihr froh, wenn ihr einen Plan B in der Tasche habt und hier Leute kennt, die euch auffangen und helfen wieder ins Leben in Deutschland zurück zu finden. Oft werden mit dem Entschluss, die Zelte in Deutschland abzubrechen auch die Freundschaften innerlich schon beendet. Der Kontakt wird weniger und man beginnt damit sich auseinander zu leben. Das ist aber falsch, denn Freundschaften sind oft über Jahre gewachsen. Sie helfen nicht nur in der Phase der Auswanderung, sondern können auch während der Auswanderung eine wichtige Stütze sein und bei eventuellen Problemen einen Plan B darstellen.

Also: Pflegt Freundschaften (wenigstens) bis zum Schluss und sorgt dafür, dass diese auch in den ersten Monaten der Auswanderung gut erhalten bleiben – auch wenn ihr wisst, dass eine Beziehung über kurz oder lang eher einschlafen wird.

Kinderbetreuung sicherstellen

In den ersten Wochen der Auswanderung gibt’s viel zu regeln. Die Zeit wird stressig werden. Am besten, ihr kümmert euch schon von Deutschland aus um eine ordentliche Betreuung für eure Kinder um in dieser harten Zeit mit vollem Einsatz an den Problemchen der ersten Tage im neuen Land arbeiten zu können.

Übrigens: Hier gibts viel mehr Tipps zum Umzug ins Ausland. Unbedingt weiterlesen!

Der Weg zur Eigentumswohnung – Darauf solltest du bei der Finanzierung achten

Die Zinsen sind seit einigen Jahren historisch niedrig, sodass viele Menschen über den Kauf einer Eigentumswohnung nachdenken. Die eigenen vier Wände haben zahlreiche Vorteile gegenüber einer Mietwohnung. Nicht zuletzt eignet sie sich hervorragend, um für das Alter vorzusorgen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich selber ein großer Freund von Immobilien-Eigentum bin und mehrere weitere Webseiten (z.B. die-grundstückspreise.de oder grundstueckspreise.net) in diesem Bereich betreibe.

In diesem Artikel möchte ich auch wichtige Aspekte eingehen, damit der Kauf der Eigentumswohnung für dich ein Erfolg wird.

Das eigene Budget richtig kalkulieren

Natürlich haben viele Verbraucher den Wunsch, eine luxuriöse und geräumige Eigentumswohnung zu kaufen. Doch der Kauf einer eigenen Wohnung sollte in erster Linie zum verfügbaren Budget passen. Du solltest dir daher die Frage stellen, welches Budget für die Abzahlung eines Kredits zur Verfügung steht. Dazu sollten alle Einnahmen und Ausgaben übersichtlich gegenübergestellt werden. Die Summe, die bei dieser Rechnung übrig bleibt, kann als Budget in die Eigentumswohnung investiert werden. Es ist jedoch ratsam, einen Sicherheitspuffer einzukalkulieren, falls sich an der Einnahmesituation etwas ändert.

Die Anschaffungskosten und das vorhandene Eigenkapital ermitteln

Kaufinteressenten müssen bei der Anschaffung einer Immobilie beachten, dass nicht nur der reine Kaufpreis aufzubringen ist. Zusätzlich zu den Kaufkosten fallen noch Kaufnebenkosten an. Dazu zählen zum Beispiel die Grunderwerbssteuer und die Notarkosten. Die Kaufnebenkosten müssen in die Gesamtkosten einkalkuliert werden und ergeben letztlich die Anschaffungskosten. Als Kaufnebenkosten solltest du ca. 10 % des Kaufpreises der Immobilie kalkulieren. Sie sind jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich hoch.

Beim Kauf einer Wohnung solltest du zusätzlich den Renovierungsbedarf innerhalb der Eigentumswohnung abschätzen und diesen mit einem großzügigen Puffer planen. Einige Arbeiten kann man sicher selber machen, gerade bei älteren Objekten sind schnell Arbeiten notwendig, die man nicht unbedingt alleine machen kann (bei der Elektrik zum Beispiel oder zur Sanierung von Bädern), diese Kosten solltest du mit kalkulieren! Genauso natürlich die Kosten für deinen Umzug. Wie du Umzugskosten kalkulierst zeige ich dir hier und hier.

Ausserdem spielt die Höhe des Eigenkapitals beim Wohnungskauf eine wichtige Rolle. Damit eine Finanzierung von der Bank nicht zu teuer wird, solltest du ca. 20 % der Anschaffungskosten als Eigenkapital mit in die Finanzierung einbringen. Belaufen sich die gesamten Anschaffungskosten auf 300.000,00 EUR, sollten demnach ca. 60.000,00 EUR als Eigenkapital einfließen. Grundsätzlich gilt, dass mehr Eigenkapital die Gesamtkosten einer Finanzierung deutlich senkt. Hierbei gilt nicht nur, dass bei einem niedrigen Nettokreditbetrag auch weniger Zinsen anfallen, sondern auch, dass man bei einem hohen Eigenkapitalanteil in der Regel einen besseren Zinssatz erhält.

Durch eine gute Preisverhandlung kann der Kaufpreis reduziert werden

Im Rahmen eines Immobilienkaufs ist es wichtig, die Kosten möglichst gering zu halten. Ein entscheidender Kostenfaktor ist natürlich der Kaufpreis. Daher sollte es dein primäres Ziel sein, durch eine gute Preisverhandlung den Kaufpreis zu reduzieren. Tipps für eine erfolgreiche Preisverhandlung habe ich hier für dich zusammengefasst. Kaufinteressenten sollten sich auf das Preisgespräch vorbereiten und beispielsweise die Preise ähnlicher Objekte in der Umgebung recherchieren. Der Preis kann außerdem oftmals durch festgestellte Mängel an der Immobilie reduziert werden. Es ist ratsam, einen Sachverständigen hinzuzuziehen, der den Verkehrswert der Immobilie ermittelt. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Verkäufer die Immobilie unbedingt veräußern möchte und nur wenige Kaufinteressenten vorhanden sind. Das eröffnet einen guten Handlungsspielraum. Durch eine geschickte Preisverhandlung können die gesamten Kosten für den Kauf und die Finanzierung einer Immobilie deutlich reduziert werden.

Die Immobilienfinanzierung clever planen und absichern

Die meisten Darlehensnehmer unterschätzen, dass die Gesamtkosten des Kaufs einer Eigentumswohnung sehr stark von der Immobilienfinanzierung abhängen. Daher ist es wichtig, durch einen Zinsvergleich einen guten Zinssatz für die Immobilienfinanzierung zu bekommen. Diesen Zinssatz sollten Käufer dann möglichst lange festschreiben lassen. In Zeiten niedriger Zinsen können sich Darlehensnehmer die Zinsen sichern, wenn sie eine Zinsfestschreibung von 15 oder sogar 20 Jahren vereinbaren. Sind die Zinsen dagegen hoch, bietet sich eine recht kurze Zinsbindung an.

Weiterhin sollte bei Darlehensabschluss die Tilgung clever geplant werden. Es ist ratsam, sich Sondertilgungsmöglichkeiten in den Kreditvertrag integrieren zu lassen. Marktüblich sind 10 % an Sondertilgungen pro Jahr. Außerdem sollte die Tilgung gerade zu Beginn der Rückzahlung höher angesetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt zahlen Kreditnehmer nämlich überwiegend Zinsen an die Bank zurück. Mit einer hohen Anfangstilgung wird der Kreditbetrag schneller reduziert, sodass die Restschuld schon zu Beginn deutlich gemindert werden kann. Ich rate dir zu einer anfänglichen Tilgung von mindestens 2-3%!

In jedem Fall solltest du dir rechtzeitig Gedanken um eine (ggf. notwendige) Anschlussfinanzierung machen. Ich bin kein großer Freund von komplexen Finanzierungskonzepten (Stichwort Forward-Darlehen), rate aber jedem sich rechtzeitig nach Kreditabschluss mit dem Thema Anschlussfinanzierung auseinander zu setzen. Wer weiß schon, wie sich die Zinsen innerhalb der nächsten 10, 15 oder 20 Jahre entwickeln? Käufer die heute eine Finanzierung mit einem Zinssatz von 2% abschließen, bekommen unter Umständen große Probleme, wenn der Darlehensvertrag in 10 Jahren ausläuft und das Zinsniveau sich dann bei 4% oder höher bewegt! Vielleicht macht es Sinn einen Bausparvertrag anzuzahlen um niedrige Zinssätze auch in die Zukunft fortzuschreiben.

DIY – 6 Ideen um Dachschrägen auszunutzen

Wir wohnen unterm Dach, juchhe! Dachgeschosswohnungen sind gemütlich. Vor allem wenn der Regen gegen die Schrägen prasselt, kann man kaum ein wohligeres Plätzchen haben. Ein Nachteil der schrägen vier Wände ist jedoch, dass für Nullachtfünfzehn-Möbel nur bedingt Platz ist. Aber mit ein bisschen Geschick kann man den Raum unterm Dach optimal nutzen und bekommt individuellen und günstigen Stauraum für seine Wohnung. Ich verrate Dir heute sechs easy peasy Möglichkeiten, die Dir helfen, den Raum Deiner Dachgeschosswohnung optimal zu nutzen.

Wer in ein Dachgeschoss zieht, wird feststellen, dass einige der vorhandenen Möbel nicht mehr passen. Oder auch einfach nicht so schön aussehen wie in der alten Wohnung, zu wuchtig, zu klobig und unpraktisch. Und wie schafft man sich unterm Dach am besten Stauraummöglichkeiten? Selbst wenn die neue Dachgeschosswohnung von der Quadratmeterzahl her vielleicht sogar größer ist als die alte Wohnung – einrichtungstechnisch wird sie Dich vor die ein oder andere Herausforderung stellen. Darum hier meine sechs Tipps, wie Du auch unterm Dach aus der Not eine Tugend machst.

Tipp 1: Was nicht passt wird passend gemacht

Kniestockregal
Ein Kniestockregal schafft Stauraum

Bevor Du nun Deine alten Sachen verschenkst, im Keller verrotten lässt oder gar auf den Sperrmüll bringst, um Dir vom Schreiner für viel Geld Spezialmöbel anfertigen lässt: manch ein Möbelstück fügt sich mittels ein bisschen Arbeit und ein paar Handgriffen schnell in die neue Umgebung ein. Ideal geeignet sind hierfür beispielsweise Regale aus massivem Holz. Dein wichtigstes Arbeitsinstrument um aus einem nullachtfünfzehn Bücherregal ein individuelles Kniestockregal zu zaubern: Eine Schmiege und eine Säge.

Eine Schmiege – auch Winkelschmiege genannt oder Schrägmaß – ist ein besonders für Dachgeschossbewohner sehr praktisches Werkzeug und leicht im Fachhandel zu finden. Mithilfe der Schmiege können Winkel ganz einfach übertragen werden.

Säge Dir das Regal einfach so zurecht, dass es optimal unter die Dachschräge geschoben werden kann.

Man kann bei einem Kniestockregal natürlich auch ganz auf Marke Eigenbau setzen. Dies erfordert natürlich ein wenig mehr handwerkliches Geschick und Aufwand. Einfache Anleitungen dazu bekommt man beispielsweise auf Baumarktwebsites.

Tipp 2: Stufenweise

Es gibt spezielle Metallkonsolen für Dachschrägen. Mit Hilfe dieser Konsolen können Regalböden und Wandregalbretter ganz einfach an Dachschrägen befestigt werden. Wer die Bretter übereinander gestuft anbringt und verschiedene Breiten und Längen variiert, bekommt schnell individuellen Stauraum.

Tipp 3: Gleitender Übergang

Glasgleittüren oder auch einfache Schiebegardinen können in Dachgeschosswohnungen für tolle Effekte sorgen. Mithilfe von Schienen lassen sie sich einfach vor der Schräge anbringen. Dahinter kann man gut verbergen, was nicht gleich für jeden sichtbar sein soll. Diesen Sichtschutz kann man auch sehr gut mit Tipp 1 und 2 kombinieren.

Tipp 4: Die Würfel sind gefallen

Wer überhaupt nicht sägen und schrauben möchte, der kann mit Regalwürfeln kreativ werden. Denn diese lassen sich auch unter Schrägen prima stapeln. Dabei müssen es hier nicht die klassischen rechteckigen Regalwürfel aus dem Möbelhaus sein. Denkbar ist zum Beispiel auch ein aus alten Wein- oder Obstkisten passend zurechtgestapeltes Regal. Werden die Würfel oder Kisten dann auch noch in verschiedenen Farben bemalt, kann es besonders hübsch aussehen.

Dachgaube Sitzecke
Nischenplätzchen

Tipp 5: Nischen nutzen

Viele Dachgeschosswohnungen haben durch Dachgauben hübsche Nischenplätzchen. Auch dieser Raum muss nicht ungenutzt bleiben. Stelle einfach eine passende Sitzbank oder eine große Holzkiste mit Deckel, auf den Du ein Polster oder viele schöne Kissen legst in die Nische unter das Fenster: Et voilà – fertig ist der neue Lieblingsleseplatz!

Tipp 6: Den Dingen einen Rahmen geben

Manchmal muss man querdenken – oder schräg. Wer sagt denn, dass man Bilder immer an die graden Wände hängen muss? Besonders wenn man großformatige Bilder oder Fotos entlang einer Dachschräge befestigt, kann das großartig aussehen. U-Profile aus dem Baumarkt, die einfach an die Wand geschraubt werden, halten die Bilder sogar mit Rahmen oben und unten am richtigen Platz.

Ein Umzug nach Berlin Teil 2: Berliner Luft schnuppern

Ankommen in der Großstadt

Die Möbel sind ausgeladen, die Umzugshelfer haben sich verabschiedet – der Umzug ist geschafft! Doch eigentlich geht es jetzt erst so richtig los. Formalitäten wie Anmeldung oder Ummeldung warten auf Dich und dann musst Du Dich ja auch erst einmal orientieren und einleben in der größten Stadt Deutschlands. Ich habe ein paar Tipps und Adressen für Dich, die Dir das Ankommen in der Hauptstadt erleichtern.

Anmelden und Ummelden in Berlin

„Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht – aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!“ (Anneliese Bödecker 1932 – 2015)

In diesem Sinne: ein herzliches Willkommen an alle Neuberliner. Ab sofort lebt Ihr in der wohl spannendsten Stadt in Deutschland. Doch auch hier muss man sich nicht zuletzt mit ein paar bürokratischen Hürden herumplagen, bevor man sich tatsächlich als Berliner bezeichnen darf.

Nach § 17 BMG musst Du Dich nach einem Umzug innerhalb von zwei Wochen in Deinem neuen Heimatort anmelden. In Berlin vereinbarst Du zu diesem Zweck am besten einen Termin im Bezirksamt bzw. Einwohnermeldeamt – und das möglichst schon vor dem Umzug, denn kurzfristige Termine sind rar gesät. Berlin wächst rasend schnell und die Anforderungen an die Berliner Verwaltung sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Gleichzeitig wird an allen Ecken und Enden gespart – auch beim Personal in den Bürgerämtern. Das macht sich bemerkbar. Einige Verwaltungsvorgänge werden ohne Termin gar nicht mehr durchgeführt. Dafür kannst Du auf der Website berlin.de einfach einen Termin online vereinbaren. Um den Andrang auf die Bezirksämter zu entzerren können Dienstleistungen wie die Anmeldung in allen Ämtern in Anspruch genommen werden, d.h. Du musst nicht notwendigerweise auf einen Termin im Bürgeramt Deines Wohnbezirks warten. Das hat natürlich den Nachteil, dass Du für die Anmeldung im schlimmsten Fall einmal ans andere Ende der Stadt fahren musst. Aber auch so kann man ja seinen neuen Wohnort kennenlernen.

Eine Auflistung, was Du zum Anmeldetermin mitbringen musst, findest Du ebenfalls auf berlin.de. Dazu gehören die üblichen Unterlagen wie Identitätsnachweis, Anmeldeformular, Personenstandsurkunden (z.B. Heiratsurkunde, Geburtsurkunde für die Kinder), Einzugsbestätigung des Vermieters (ein Muster für die Einzugsbestätigung ist ebenfalls auf berlin.de unter Formulare zu finden).

Die Anmeldung bzw. Ummeldung in Berlin ist übrigens gebührenfrei.

Berlin, die kinder- und familienfreundliche Großstadt

Menschen dicht an dicht, knapper werdender Wohnraum, jede Menge Verkehr auf den Straßen. Das hört sich erst einmal nicht nach einem Ort an, an welchem Familien mit Kindern gut und gerne leben. Doch tatsächlich ist Berlin eine sehr kinderfreundliche Großstadt. Denn neben einem breit gefächerten Kultur- und Sportangebot speziell für Kinder gibt es zahlreiche Parks und Grünanlagen, Eltern-Kind-Cafés, Restaurants mit Spielecken und nicht zu vergessen die Spielplätze – die 1900 Spielplätze, um genau zu sein. Vom Dschungel-Spielplatz über Indoorspielplätze bis hin zum Wasserspielplatz ist alles dabei. Nicht umsonst gibt es auf berlin.de für jeden Bezirk einen Überblick über die städtischen Spielplätze.

Tipp: Mit dem Berliner FamilienPass bekommst Du das runde Jahr über Preisvorteile in zahlreichen Einrichtungen und bei verschiedenen Veranstaltungen.

Die Berliner Verkehrsbetriebe

Berliner VerkehrsbetriebeIn Berlin kommt man häufiger in die Verlegenheit, längere Wege zurücklegen zu müssen. Und ganz ehrlich: mit dem Auto durch Berlin zu fahren macht erstens keinen Spaß und zweitens kommt es auch nicht gerade der berüchtigten Berliner Luft zugute. Das Fahrrad ist für viele eine Alternative, und hier tut sich auch so einiges in der Stadt, um Radlern das Leben leichter zu machen. Doch nicht jeder schätzt es, sich stellenweise auf engem Raum auf stark befahrenen Straßen durchschlängeln zu müssen. Ganz ungefährlich lebt es sich nicht als Radfahrer in Berlin. Zum Glück gibt es ja noch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Und auch, wenn von den Berlinern immer wieder gerne über S-Bahn-Ausfälle, U-Bahnverspätungen und unfreundliche Busfahrer gemeckert wird, letztendlich ist das Nahverkehrsnetz in Berlin sehr gut ausgebaut und man kommt mit den Öffentlichen meist hervorragend von A nach B. Zudem gibt es verschiedene Angebote von Kurzstreckenticket und Einzelfahrschein über die Tageskarte bis hin zum Monatsticket Abo. Hier ist für jeden etwas Passendes dabei. Und nicht zuletzt hat die BVG wohl eine der originellsten und mutigsten Werbekampagnen gestartet, um ihr Image aufzupolieren. Ich sage nur: „Is mir egal“!

Kitas und Schulen in Berlin

Auch beim Thema Kinderbetreuung lässt sich Berlin nicht lumpen – zumindest in der Theorie. Seit August 2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Kita oder bei einer Tagesmutter bzw. einem Tagesvater. Doch in der Praxis sieht es nicht ganz so einfach aus, denn die Plätze in der Tagesbetreuung sind hart umkämpft, die Wartelisten zum Teil sehr lang. Die Stadt ist der großen Nachfrage kaum gewachsen. Damit ist gut beraten, wer sich so früh wie möglich um einen Platz bemüht.

Doch um sich um einen Platz bewerben zu können, braucht man in Berlin zunächst den sogenannten Kita-Gutschein. Diesen erhält man auf Antrag beim Jugendamt im zuständigen Bezirk. Der Antrag vermerkt Art und Umfang der Ansprüche auf eine Tagesbetreuung.

Punkten kann Berlin, was die Kosten für die Tagesbetreuung angeht. Denn diese sind nicht zuletzt abhängig vom elterlichen Einkommen. Die letzten drei Jahre vor Beginn der Schulpflicht sind sogar beitragsfrei – lediglich das Essensgeld von 23 Euro monatlich ist dann noch zu bezahlen.

Gute Schulen finden

Berlin hat einen festen Platz auf den hinteren Reihen sämtlicher Bildungsstudien. Doch ist die Auswahl an Schulen glücklicherweise groß und neben den öffentlichen Schulen gibt es zahlreiche Privatschulen – für größere und kleinere Geldbeutel. Dennoch muss man ganz ehrlich festhalten – je weniger gut die soziale Mischung im Wohnbezirk ist, desto schwieriger ist es, eine gute Schule in geringer Entfernung zu finden. Daran konnten auch die zahlreichen Reformen an den öffentlichen Berliner Schulen in den letzten Jahren nichts ändern – da wurde reformiert und wieder zurückreformiert, doch an der Lage hat sich kaum etwas geändert. Wer sich vor der Schulanmeldung seines Kindes ein Bild machen möchte, sollte den Internetauftritt der Bildungsverwaltung nutzen. Hier werden die Schulen vorgestellt und sogar Notendurchschnitte an den Bildungseinrichtungen sowie Berichte der Schulinspektion veröffentlicht. Zudem ist die Anmeldezahl an der Schule ein guter Qualitätshinweis. Diese ist jedoch nur bei den Schulen direkt in Erfahrung zu bringen.

Ein besonders gutes Angebot findet in Berlin, wer sein Kind bilingual bilden lassen möchte. Hier gibt es zahlreiche bilinguale Kitas und Schulen, wie die staatlichen Europaschulen.

Hinweis: Der Grundschulbesuch dauert in Berlin in der Regel sechs Jahre. Dies kann zu Schwierigkeiten führen bei Kindern, die am alten Wohnort bereits die fünfte oder sechste Klasse einer weiterführenden Schule besucht haben. Besonders, wenn das Kind eine Haupt- oder Realschule besucht hat. Denn diese Unterteilung gibt es in Berlin nicht. Die beiden Schulformen werden hier in der Sekundarschule zusammengefasst. Und während es Gymnasien gibt, die bereits ab der fünften Klasse besucht werden können, so beginnt die Sekundarschule in der Regel mit Klasse 7. Hier gilt es also, sich rechtzeitig eine passende Lösung zu überlegen.

Zu guter Letzt noch ein allgemeiner Tipp: Für Neuberliner gibt es sogar ein eigenes Magazin. Das Tagesspiegel-Heft „Neu in Berlin“ hilft allen Zugezogenen, sich in der Hauptstadt schnell und gut zurecht zu finden.

Umzugsknigge Teil 1: Auf gute Nachbarschaft

Ein Umzug geht oftmals mit vielen Veränderungen einher, und man ist auf die Unterstützung und Hilfe anderer angewiesen. Damit Du Dich in all den besonderen Situationen, die ein Umzug mit sich bringt, stets souverän bewegst, starten wir heute unsere neue Serie – den Umzugsknigge. Ob die Vorstellung bei den neuen Nachbarn oder die Trinkgelder für die Möbelpacker: Ich gebe Dir die wichtigsten Tipps, damit Du weißt, was wann angebracht ist – und was nicht.

So klappt’s auch mit den Nachbarn

Im ersten Teil unsres Umzugsknigges geht es um ein paar wichtige neue Menschen in Deinem Leben. Die lieben Nachbarn. Denn wer umzieht, findet sich nicht nur in neuen vier Wänden wieder, sondern auch mitten unter neuen Menschen – im eigenen Haus mit etwas mehr, in der Wohnung mit etwas weniger Abstand. Nachbarn – eine Spezies für sich. Jeder kennt wohl jemanden, der jemanden kennt, der wegen eines ungemähten Rasens in einen regelrechten Kleinkrieg verstrickt wurde. Und schon Friedrich Schiller wusste: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“ Auch, wenn die Nachbarn natürlich nicht Deine neuen besten Freunde werden müssen, es lohnt sich, mit ihnen gut auszukommen. Wer gießt sonst während Deines Sommerurlaubs die Blumen und leert den Briefkasten?

Doch wie machst Du Dich am besten bei den neuen Nachbarn bekannt? Und vor allem: wie hinterlässt Du einen guten ersten Eindruck, auf den man aufbauen kann? Am besten ist es hier, selbst aktiv zu werden und nicht auf eine zufällige Begegnung im Treppenhaus zu warten.

Bei den Nachbarn vorstellen

Beim Umzug in eine Wohnung im Mehrfamilienhaus sollte man sich bei den nächstgelegenen Nachbarn vorstellen – also bei den Nachbarn, deren Wohnung direkt neben, direkt über oder direkt unter der eigenen Wohnung liegt. Bei einem Umzug ins Haus musst Du natürlich auch nicht die gesamte Nachbarschaft abklappern. Aber einmal bei den direkten Nachbarn zu klingeln und hallo zu sagen, gehört zum guten Ton.

Wer möchte und die Gelegenheit hat, kann sich auch bereits vor dem Umzug vorstellen. So kannst Du nicht nur das Eis brechen, sondern die Nachbarn auch zugleich darüber informieren, wann der Umzug stattfindet und sie bitten zu entschuldigen, falls es an diesem Tag im Treppenhaus und Deiner neuen Wohnung etwas lauter zugeht.

Wer die Nachbarn nicht „vorwarnen“ kann, sollte sie zeitnah nach dem Umzug aufsuchen und sich bei dieser Gelegenheit erkundigen, ob es am Umzugstag auch nicht zu laut und störend zuging. Falls noch weitere Arbeiten in Deiner Wohnung anfallen, die mit größerer Lautstärke verbunden sind, kannst Du auch hier die Nachbarn gleich vorwarnen.

Eine kleine Anekdote am Rande: In die Wohnung über unserer zog einmal eine neue Familie ein. Jedes Mal, wenn ich der Frau im Treppenhaus begegnete, entschuldigte sie sich, dass bei ihnen noch immer gebohrt wurde, die Kinder morgens laut herumtrampelten oder es sonst irgendeinen Lärm gab. Und jedes Mal sagte sie, sie würde die Tage einmal einen Kuchen als Entschädigung vorbeibringen. Ich glaube, ich bekomme noch etwa zehn Kuchen von ihr! Etwa ein Jahr später zogen wir der Arbeit wegen in eine neue Stadt. Als die Nachbarin von oben dies hörte, fragte sie doch tatsächlich, ob wir nun auszögen, weil sie zu laut waren. Da konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen, dass sie sogar so laut waren, dass wir gleich die Stadt wechselten. Das war meine kleine Retourkutsche für die versprochenen und nie erhaltenen Kuchen…

Party mit den Nachbarn?

Wer möchte, kann seine Nachbarn natürlich auch zu seiner Einweihungsparty einladen. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie passend eine solche Einladung ist. Du bist 20 und feierst mit Deinen besten Freunden, Tequila und Hiphop den Einzug in die erste eigene Wohnung? Dann fühlen sich die Familie mit den drei Kindern von nebenan und das ältere Ehepaar aus dem Stockwerk über Dir wohl eher fehl am Platz auf Deiner Party. Wer seine Nachbarn durch eine Einladung gerne näher kennenlernen möchte, ist gerade bei einer bunt gemischten Nachbarschaft mit einer exklusiven Einladung nur für die nächsten Nachbarn in einem unverfänglichen Rahmen wie einem kleinen Umtrunk am besten beraten.

In jedem Fall sollte man bedenken, dass man mit einer Einladung in die eigenen vier Wände immer ein gutes Stück von sich und seinem Leben preisgibt. Auf der anderen Seite ist eine solche Einladung ein starkes Signal für die Bereitschaft zu einem guten Miteinander. Hier muss jeder die Vor- und Nachteile für sich abwägen.

Fazit:

Sich bei den nächstgelegenen Nachbarn kurz vorzustellen und sich für durch den Umzug entstandene oder noch entstehende Unannehmlichkeiten zu entschuldigen gehört zum guten Ton. Wer will und es für passend befindet, kann zusätzlich mit einer Einladung in die neuen vier Wände das Eis brechen und die Nachbarn besser kennenlernen.

Umzug ins Seniorenheim

Der Umzug in ein Seniorenheim ist ein sensibles Thema. Das geliebte Haus oder die langjährige Wohnung aufzugeben und sich einzugestehen, dass es Probleme bereitet oder in näherer Zukunft Probleme bereiten könnte, allein zu leben und zurechtzukommen ist ein großer Schritt – nicht nur für die Betroffenen selbst, auch für die Angehörigen, die die Entscheidung unterstützen. Zum Glück gibt es für ältere Menschen verschiedene Möglichkeiten, betreut und umsorgt zu wohnen. Das klassische Seniorenheim ist nur eine davon. So gibt es immer mehr Senioren-WGs oder Mehrgenerationenhäuser mit Betreuung. Im Folgenden möchte ich aber vor allem Tipps und Ratschläge zum Umzug in eine „klassische“ Senioreneinrichtung wie Seniorenresidenz, Pflegeheim, Altenheim und Seniorenheim geben.

Leben im Seniorenheim

Zu keiner Zeit zuvor konnten Senioren ihr Leben so lange unabhängig und aktiv gestalten. Dennoch kommt früher oder später der Zeitpunkt, an dem es immer schwerer fällt, sich selbst zu versorgen. Und nicht in jeder Familie besteht die Möglichkeit, dass sich die jüngere Generation um Eltern oder Großeltern kümmert – sei es aufgrund räumlicher Entfernung oder weil die Berufstätigkeit keine Zeit für eine ausreichende Betreuung lässt. Wer im fortgeschrittenen Alter aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr alleine oder mit Partner und/oder Familie leben kann oder möchte, der kann in einer betreuten Wohnform ein neues Zuhause finden. Hier ist zwischen Einrichtungen, die die Möglichkeit bieten selbstbestimmt mit Betreuung zu wohnen oder mit der Rundumversorgung eines Altersheims zu unterscheiden. Oftmals finden sich in Seniorenheimen Kombinationen aus beiden Modellen, so dass einfach die Betreuung einem eventuell gewachsenen Bedarf angepasst werden kann, ohne dass man noch einmal einen Umzug auf sich nehmen muss. Viele Seniorenheime bieten heutzutage individuelle Einzimmerappartements oder sogar Wohnungen innerhalb einer barrierefreien Wohnanlage.

Tipp: In manchen Seniorenheimen darf man für einen gewissen Zeitraum Probewohnen. Dies erleichtert die Entscheidung für oder gegen eine Einrichtung.

Den Umzug vorbereiten

Im Idealfall überlegt man sich schon bevor es so weit ist, welche Wohnform man sich im Alter vorstellen kann und spricht offen mit Familie und Angehörigen über seine Vorstellungen und Wünsche oder trifft sogar schon eine Auswahl an Einrichtungen, in denen man sich vorstellen könnte zu leben. So sind alle Beteiligten zumindest seelisch rechtzeitig darauf vorbereitet, was zu tun ist, wenn die Zeit für den Umzug ins Seniorenheim gekommen ist, und die wichtigsten Angelegenheiten sind unter Dach und Fach. Doch auch dann bleibt im Fall der Fälle noch einiges zu tun und zu bedenken.

Was kann und will ich mir leisten?

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt beim Thema Umzug ins Seniorenheim, der vor dem Umzug geklärt werden muss, ist natürlich die Finanzierung. Was übernimmt die Krankenkasse? Welche Kosten muss ich selber tragen? Wichtige Fragen mit sehr individuellen Antworten. Hier ergeben sich zum Teil allein erhebliche Unterschiede anhand der Unterbringungsart vollstationäre Heimunterbringung oder betreutes Wohnen. Zum Punkt Finanzierung ist daher rechtzeitig die Krankenversicherung oder Pflegeversicherung zu kontaktieren. Auch die Leitung der Senioren- bzw. Pflegeeinrichtung und der Sozialdienst können diesbezüglich beraten und weiterhelfen.

Was kann ich mitnehmen?

In einer Einrichtung für betreutes Wohnen wird man zumindest einen Teil seiner eigenen Möbel mitbringen können. In einem Pflegeheim benötigt man eventuell nur ein paar persönliche Gegenstände, da die wichtigsten Möbel wie Bett, Schrank, Tisch und Stühle im Zimmer bereits vorhanden sind. In den allermeisten Fällen wird man seinen Haushalt jedoch zumindest deutlich verkleinern und daher gründlich aussortieren müssen. Hier heißt es: rechtzeitig vor dem Umzug mit der Organisation und Planung beginnen. Hierfür muss man zunächst mit dem Seniorenheim klären, was man mitbringen soll, kann und darf. Darüber hinaus heißt es, rechtzeitig mit dem Ausmisten beginnen. Können dabei Familie und Freunde helfen? Andernfalls muss rechtzeitig ein Umzugsunternehmen, das als Service auch Haushaltsauflösungen anbietet, organisiert werden. Und was geschieht mit den Sachen, die nicht mehr gebraucht werden? Was wird innerhalb der Familie weitergegeben? Was wird gespendet? Und welche Gegenstände haben ihre besten Tage hinter sich und müssen auf den (Sperr-)Müll?

Formalitäten erledigen

Bei einem Umzug gibt es immer eine Menge mehr oder weniger lästiger Formalitäten zu erledigen. Zunächst muss der Mietvertrag für die alte Wohnung rechtzeitig gekündigt werden. Wer ein eigenes Haus besitzt, sollte vor dem Umzug ins Seniorenheim klären, was daraus werden soll. Wird es vermietet? Oder den Kindern überschrieben? Des Weiteren müssen Abos gekündigt oder umgemeldet, Strom- und Gasanbieter müssen über den Umzug informiert werden. Telefon- und Kabelanschluss sollten rechtzeitig gekündigt werden. Man muss sich überlegen, welche Versicherungen man weiterhin benötigt und auch hier gegebenenfalls „ausmisten“. Zu guter Letzt müssen spätestens kurz nach dem Umzug die Behörden über den neuen Wohnsitz informiert werden, und die neuen Kontaktdaten müssen an Banken und Co weitergegeben werden.

Umzugsunternehmen beauftragen

Vielleicht gibt es im Verwandten- oder Freundeskreis Unterstützung beim Kistenpacken, jemanden der den Umzugswagen fährt und fleißige Helfer beim Ein- und Ausladen. Doch auch in diesem Fall müssen rechtzeitig ein geeigneter Wagen sowie Kisten und Kartons besorgt werden. In allen anderen Fällen gilt es zeitig vor dem Umzug ein geeignetes Umzugsunternehmen zu finden. Am besten lässt man sich hier von verschiedenen Unternehmen Kostenvoranschläge geben, um das günstigste Angebot zu bekommen.

Lies zum Thema Umzugsunternehmen auch unseren ausführlichen Artikel Umzug für Senioren Teil 2: Das richtige Umzugsunternehmen aussuchen.

Du siehst: Es gibt viel zu tun und viel zu beachten vor dem einschneidenden Umzug ins Seniorenheim. Darum hier zusammenfassend noch einmal unsere praktische Checkliste:

Checkliste Umzug ins Seniorenheim

  • Pflegegrad beantragen
  • Ggf. Antrag auf Kostenübernahme für eine vollstationäre Unterbringung bei der Pflegeversicherung einreichen
  • Finanzierung prüfen und sichern. Gegebenenfalls Hilfe zur Pflege für eine zusätzliche Finanzierung beantragen)
  • Pflegeversicherung bzw. Krankenversicherung über den Umzug in die Senioreneinrichtung informieren
  • Ggf. Mietvertrag kündigen

Hinweis: Ein Sonderkündigungsrecht bei einem Umzug ins Pflegeheim gibt es nicht, auch nicht in akuten Fällen. Aber eventuell gibt es im Mietvertrag eine Nachmieterklausel, die das Stellen eines Nachmieters und damit ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Mietvertrag erlaubt. Oder der Vermieter ist bereit einen Aufhebungsvertrag auszuhandeln.

  • Umzugsunternehmen beauftragen bzw. Hilfe für den Umzug durch Angehörige oder Freunde organisieren. Manche Umzugsunternehmen sind auf Seniorenumzüge spezialisiert und/oder bieten einen umfassenden Service inklusive Haushaltsauflösung an.
  • Findet der Umzug mit Hilfe eines Umzugsunternehmens statt, lohnt es sich, verschiedene Unternehmen zu vergleichen und Kostenvoranschläge einzuholen.
  • Mit Heimleitung besprechen, welche Möbel und Gegenstände mitgebracht werden können/dürfen und dementsprechend den Haushalt auflösen bzw. aussortieren
  • Ggf. um den Verbleib von Haustieren kümmern (in manche Einrichtungen dürfen Haustiere auch mitgebracht werden)
  • Verträge und Versicherungen: ggf. Daueraufträge für Stromanbieter, Telefon etc. kündigen, Kabelanschluss, Telefonanschluss o.ä. kündigen. Darüber hinaus sollte man prüfen, welche Versicherungen man in der Senioreneinrichtung noch benötigt und überflüssige Versicherungen ebenfalls kündigen. Manche Versicherungen übernimmt auch das Seniorenheim. Hier sollte man sich also auch rechtzeitig informieren.

Tipp: Wird der Umzug ins Seniorenheim als Wohnumfeldverbessernde Maßnahme akzeptiert, bezuschusst die Krankenversicherung ggf. Umzug und möglicherweise anfallende Renovierungskosten.

  • Ummeldeformalitäten: Auch an die Mitteilung der Adressänderung bei Behörden, Bank, Versicherungen sollte man rechtzeitig denken. Für eine Übergangszeit kann auch ein Nachsendeantrag bei der Post sinnvoll sein.

Seniorenumzug bei der Steuer absetzen

Wer im Alter aufgrund gesundheitlicher Probleme in ein Seniorenheim umzieht, kann verschiedene Posten steuerlich geltend machen. Dazu gehören:

  • Ummeldekosten
  • Kosten für den Auf- und Abbau von Haushaltsgeräten
  • Kosten für Trinkgelder und Verpflegung der Umzugshelfer (sowohl bei privaten als auch bei professionellen Helfern)
  • Kosten für Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung

Ein Umzug nach Berlin – Berlin, Berlin, wir ziehen nach Berlin!

Teil 1: Das ist Berlin! Plus: die besten Tipps zur Wohnungssuche

Berlin ist nicht nur unsere Bundeshauptstadt, sondern auch die größte Stadt Deutschlands. Und jedes Jahr gibt es zahlreiche Zuzügler. Allein im Jahr 2016 entschieden sich 119.000 Menschen, Berlin zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt zu machen. Da gibt es zum Thema umziehen nach und ankommen in Berlin natürlich viel zu erzählen. So wird unsere Städte-Vorstellungsrunde Berlin in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil gebe ich Dir einen Überblick über Berlin als Lebensmittelpunkt und die besten Tipps zur Wohnungssuche in einer Hauptstadt, in der Wohnraum immer knapper und Mieten immer teurer werden.

Berlin ist groß. Berlin ist bunt. Berlin ist laut. Und trubelig. In Berlin ist immer etwas los. Berlin ist eine tolle Stadt. Wer nach Berlin zieht, hat über eine lange Zeit immer wieder Neues zu entdecken und zu erleben. Kein Wunder, dass die Bundeshauptstadt nicht nur 13 Millionen Touristen jährlich anlockt, sondern auch immer mehr Menschen, die die Stadt zu ihrem Lebensmittelpunkt machen wollen. Sei es, weil sich hier tolle Jobmöglichkeiten bieten oder zum Studieren. Doch dies war nicht immer so. In den 1990er Jahren schrumpfte Berlin zunächst, da nach dem Mauerfall viele Berliner ihrer Heimat den Rücken kehrten. Erst seit 2003 wächst Berlin wieder – vor allem durch Neuzugänge. Dabei zieht es nicht nur die Menschen aus anderen deutschen Städten nach Berlin. Berlin ist multikulti und man begegnet Menschen aus aller Herren Länder.

Als „Neuzugang“ muss man sich in Berlin wirklich nicht alleine fühlen – vor allem, wenn man bedenkt, dass von den Menschen, die innerhalb des S-Bahn-Rings leben, nur jeder Dritte in Berlin geboren wurde. Dabei sind die bevorzugten Bezirke der Zugezogenen Pankow, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg. Die „echten“ Berliner findet man eher in den Bezirken drumherum.

Du bist nicht allein: Jede Minute gibt es einen Umzug in Berlin.

Wer die Wahl hat…

Eigentlich kann man sagen, dass die große Stadt an der Spree aus mehreren kleineren Städten besteht. Denn fast jeder der 12 Bezirke hat sein eigenes Zentrum – und seinen eigenen Charme. So hat man bei einem Umzug nach Berlin zunächst die Qual der Wahl, in welchem Stadtteil man sich niederlassen möchte. Zum einen sollte man hierbei natürlich den Arbeitsweg berücksichtigen. Das öffentliche Verkehrsnetz in Berlin (Berliner Verkehrsbetriebe – BVV) ist gut ausgebaut, doch schon ein vermeintlich kurzer Arbeitsweg kann sich an manchen Tagen unvorhergesehen in die Länge ziehen, wenn einmal eine S- oder U-Bahn ausfällt oder Bauarbeiten auf der Strecke zur Nutzung von Schienenersatzverkehr zwingen. Und zu den Stoßzeiten mit dem Auto durch die Stadt zu fahren ist zum einen keine wahre Freude und zum anderen der ohnehin hohen Luftbelastung nicht zuträglich. Wer also keine Lust hat, viel Zeit auf dem Weg zur Arbeitsstelle zu verbringen, sucht sich Wohnraum in der Nähe des Arbeitsplatzes. Des Weiteren spielt natürlich die Infrastruktur des Bezirks bzw. des Ortsteils eine Rolle. Wer als Student nach Berlin zieht hat sicher andere Ansprüche als eine Familie mit drei Kindern. Und last but not least gibt es teilweise erhebliche Preisunterschiede von Stadtteil zu Stadtteil. So entscheiden nicht nur persönliche Vorlieben, sondern auch der Geldbeutel, wo man in Berlin gut wohnen kann. Denn konnte man bis vor einigen Jahren in Berlin noch wirklich günstig mieten oder kaufen, so sind die Preise für Wohnraum inzwischen enorm gestiegen. Spitzenreiter den Quadratmeterpreis betreffend sind Bezirke wie Mitte und Charlottenburg Wilmersdorf, hier liegt der durchschnittliche Mietpreis schon deutlich über zehn Euro pro Quadratmeter. Dahingegen bezahlt man in den Bezirken außerhalb des S-Bahnrings zum Teil weitaus weniger. Schlusslicht ist, was die Wohnungspreise angeht, aktuell der Stadtrand von Berlin-Spandau mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von knapp sechs Euro pro Quadratmeter.

Wovon man sich bei der Wahl eines Bezirks zum Wohnen nicht leiten lassen sollte, sind die gängigen Klischees.

„Prenzlberg“ ist die Heimstatt der Latte Macchiato Mamas und Papas? In Charlottenburg geht es noch gut bürgerlich zu? Friedrichshain-Kreuzberg ist was für Studenten und in die Jahre gekommene Punks? In Grunewald leben nur die Reichen und Schönen? Zum einen gibt es auch innerhalb der Bezirke wesentliche Unterschiede von Ortsteil zu Ortsteil, zum anderen ist das, was heute noch gilt, morgen vielleicht schon ganz anders. So hat sich Neukölln, das den meisten nur durch negative Schlagzeilen aus der Presse bekannt war, in den letzten Jahren zum hippen Bezirk mit angesagten Kneipen und Clubs gemausert, der vor allem immer mehr junge Menschen anzieht.

Für alle, die sich in Berlin niederlassen möchten, lohnt es sich, sich vorab von den Bezirken bzw. Ortsteilen, die in die nähere Wahl gekommen sind, ein eigenes Bild zu machen.

Wohnungssuche in Berlin

Wenn man sich entschieden hat, wo genau man sich das Leben in Berlin vorstellen kann, geht das große Suchen los. Und ja, damit kann man eigentlich nicht früh genug anfangen. Denn Berlin ist zwar immer in Bewegung und an Wohnungsinseraten im Wunschbezirk wird es nicht mangeln, dennoch kann man davon ausgehen, dass man einer von vielen ist, der sich um eine Wohnung bewirbt. Dies betrifft gerade die beliebten Stadtteile und die schönen typischen Berliner Altbauwohnungen. Die Vermieter haben in Berlin für gewöhnlich die Wahl. So ist es ratsam, gleich von Beginn an einen guten Eindruck zu machen und sich von der Masse der Bewerber abzuheben:

  • Nimm immer alle Unterlagen zu Besichtigungsterminen mit, manche Vermieter nehmen Bewerber, die nicht alles dabeihaben, gar nicht erst in die engere Auswahl. Zu den üblichen Unterlagen gehören: Einkommensnachweis bzw. Arbeitsvertrag, Kopie des Personalausweises, Schufa-Auskunft und Mietschuldenbescheinigung.
  • Nimm von Anfang an persönlichen Kontakt zum potentiellen Vermieter bzw. zur vertretenden Hausverwaltung auf – also anrufen statt Email schreiben und am besten gleich ein paar interessierte Fragen zur Wohnung stellen. Auch bei der Besichtigung ist es vorteilhaft, mit dem Vermieter ins Gespräch zu kommen. So machst Du einen guten Eindruck und bleibst im Gedächtnis.

BerlinZudem solltest Du Folgendes bei der Wohnungssuche in Berlin beachten:

  • Wer nicht nach der eierlegenden Wollmilchsau sucht, sondern auch zu Abstrichen bereit ist, erhöht seine Chancen.
  • Vitamin B hilft! Du hast schon Freunde, Bekannte oder Verwandte in der Stadt – oder wenigstens ein paar Facebookbekanntschaften? Verbreite so weit wie möglich, dass Du auf der Suche nach einer Wohnung in Berlin bist. Auf diese Weise hat man am ehesten die Chance etwas über freien Wohnraum zu erfahren, der noch nicht offiziell inseriert wurde. PS: Auch ein neuer Arbeitgeber hilft manchmal gerne bei der Wohnungssuche.
  • Wirf auch einen Blick auf kleinere, unbekanntere Portale, in den Kleinanzeigenteil der Zeitungen und Zeitschriften oder auf das Schwarze Brett im Supermarkt in Deinem Traumkiez. Wer sucht, wo sonst kaum jemand nachsieht, stößt vielleicht auf das ein oder andere Schätzchen.
  • Aktiv werden: Lass Dich finden, anstatt zu suchen und schalte selbst eine Anzeige oder mache einen Aushang. Ein Makler, der passende Angebote für Dich raussucht, Wohnungen besichtigt, mit Vermietern spricht und die nötigen Kontakte hat, kann Dir viel Zeit und Nerven sparen. Auch kann es sich lohnen, direkt bei Hausverwaltungen nachzufragen, was sie derzeit im Angebot haben.

Vorsicht vor sogenannten Wohnungsvermittlungsvereinen!

Diese Vereine geben sich einen gemeinnützigen Namen, haben aber nur den eigenen Gewinn im Sinn. Man zahlt einen Mitgliedsbeitrag von bis zu 150 Euro, doch dass man über den Verein eine Wohnung erhält, ist ausgesprochen selten der Fall.

Ein Umzug nach Berlin ist eine aufregende Sache und gerade das Thema Wohnungssuche sollte man hier nicht auf die leichte Schulter nehmen. Doch ist man erst einmal angekommen, wird man sich schnell wohlfühlen. Denn Berlin hat einige Angebote in Petto, die gerade Neuzugängen das Leben erleichtern sollen. Hierüber wird es unter anderem im zweiten Teil von „Ein Umzug nach Berlin“ gehen.

Im zweiten Teil von „Ein Umzug nach Berlin“ dreht sich alles ums Ankommen in der neuen Heimat Berlin mit konkreten Tipps zu Behördengängen und zum Einleben in der Großstadt.

 

DIY Holzmöbel neu lackieren

Aufgemöbelt – so wird Omas alte Kommode ein Hingucker

Ein Umzug kann ganz schön ins Geld gehen. Und dann sieht die neue, größere Wohnung am Ende auch noch ziemlich leer aus. Oder ein paar liebgewonnene Stücke wurden durch den Umzug in Mitleidenschaft gezogen. Oder Du brauchst dringend mehr Stauraum. Eigentlich müssten noch ein paar neue Möbel her. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen, wo doch Umzugsunternehmen und Co schon für einen leeren Bauch des Sparschweins gesorgt haben? Und die Kaution von der alten Wohnung lässt auch auf sich warten…

Wir verraten, wie Du mit wenig Geld aus alten Schätzen neue Prachtstücke zauberst. Denn robuste Holzmöbel müssen nicht auf der Dachkammer verstauben, nur weil sie ein paar Kratzer haben und Omas alte Kommode sieht mit dem richtigen Anstrich richtig modern aus. Selbst ein Sperrmüllfund kann mit der richtigen Technik ein echter Hingucker werden. Wir erklären Dir Schritt für Schritt wie Du alte Holzmöbel neu lackierst, und haben zudem ein paar originelle Ideen und gute Tipps auf Lager.

Da geht noch was

Vor dem Lackieren solltest Du den Zustand des alten Möbelstücks genauer unter die Lupe nehmen. Sitzt alles fest oder fällt das Regal auseinander, sobald Du das erste Buch hineinstellst? Dann nützt ein neuer Lack allein nicht viel. Die Optik ist schließlich nicht alles. Also heißt es zunächst einmal Schubladen auf ihre Leichtgängigkeit prüfen, an allen Beinen rütteln und schauen, ob vor dem neuen Anstrich zunächst noch etwas abgeschliffen oder neu geleimt oder verschraubt werden muss. Auch Risse und Löcher im Holz lohnt es auszubessern.

Risse und Löcher im Holz werden vor einem neuen Anstrich mit speziellem Holzkitt gefüllt und ausgebessert.

Für größere Löcher und Macken lohnt es sich, einen Reparatur Klebespachtel zu verwenden. Das praktische an dem Material: Ist es getrocknet, kann es wie Holz bearbeitet werden. Du kannst es schleifen und lackieren bis gewünschte Form und Farbe da sind.

Wichtig: Der Lack muss ab!

Hast Du alles auf die Funktionalität hin geprüft und größere und kleinere Makel ausgebessert, kommt der nächste Schritt. Nun heißt es alte Lackreste anzurauen. In der Regel genügt es, den alten Lack anzuschleifen und nicht vollständig zu entfernen. In jedem Fall sollte die Fläche anschließend frei von Fett und Staub sein, damit der neue Lack gut hält. Wer glücklicher Besitzer einer Schleifmaschine ist, hat es hier etwas einfacher. Alle anderen müssen sich ein solch praktisches Hilfsmittel leihen oder ganz oldschool mit Schleifpapier arbeiten. Am besten eignet sich eine 120er Körnung zum Anschleifen.

Beim Anschleifen unbedingt gleichmäßig arbeiten, damit es später wirklich gut aussieht.

Eine gute Grundlage

Nach dem Anschleifen lohnt es sich in vielen Fällen, eine Grundierung aufzutragen. Eine Grundierung sorgt dafür, dass der Lack besser haftet, gleichmäßig trocknet und keine unschönen Verfärbungen bekommt. Besonders zu empfehlen ist eine Grundierung in folgenden Fällen:

  • Du weißt nicht, um was für ein Holz es sich bei dem Möbelstück handelt.
  • Du weißt nicht, mit welchen Lacken oder mit welcher Lasur das Holz zuvor behandelt wurde.
  • Die Oberfläche des Möbels ist extrem trocken und würde den Lack stark aufsaugen.

Wer ein Möbelstück weiß streichen will, arbeitet am besten mit einer weißen Grundierung und spart sich so gegebenenfalls eine zweite Lackschicht.

Vor dem Grundieren und Lackieren werden Griffe, Knäufe und Scharniere abgeklebt oder abmontiert. Bei dieser Gelegenheit können sie gleich auf ihre Funktionalität untersucht und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Gerade ein neuer Knauf oder Griff kann dem Möbelstück noch einmal eine ganz besondere Note verleihen.

Dick aufgetragen oder Lackieren geht über studieren

Nachdem das Möbelstück angeraut und eventuell mit einer Grundierung vorbereitet wurde, kannst Du mit dem wichtigsten Teil der Arbeit loslegen: dem Lackieren. Hier ist es wichtig, dass Du besonders sorgfältig und gleichmäßig arbeitest. Du solltest nicht den falschen Ehrgeiz entwickeln, mit einem Anstrich sofort ein perfekt deckendes Ergebnis zu erzielen. Also nicht gleich zu dick auftragen, im Zweifelsfall entstehen so nur unschöne „Nasen“. Lieber dünner und gleichmäßig arbeiten und dafür noch ein zweites Mal überstreichen. Flächen, die man nicht mitlackieren oder farblich absetzen und später in einem anderen Ton lackieren möchte, sollte man sorgfältig mit Malerkrepp abkleben.

Beim Lack hat man die Wahl zwischen Acryllack, Kunstharz und Ölfarbe.

Tipps für die richtige Ausrüstung

Beim Lackieren alter Möbelstücke solltest Du nicht am falschen Ende sparen. Wichtig für ein gutes Ergebnis sind vor allem ein guter Pinsel – ich sage nur: unschöne Haarreste im Lack oder sichtbare Pinselstriche nach dem Trocknen – und natürlich die richtige Farbe.

Als Alternative zum Pinsel kann zum Lackieren auch eine Schaumrolle eingesetzt werden.

Auch die Umweltfreundlichkeit des Lacks sollte beachtet werden. So wird beispielsweise das Zertifikat des Blauen Engels an wasserlösliche Lacke vergeben, die bestimmten Ansprüchen gerecht werden. Besonders bei Möbeln für das Kinderzimmer sollte man einen Lack wählen, der DIN EN 71 Teil 3 „Sicherheit von Kinderspielzeug“ entspricht.

Lacke für Möbel gibt es nicht nur in den unterschiedlichsten Farben, sondern auch in unterschiedlichen Glanzgraden.

Alternativen zum klassischen Lackieren

Möbel streichen mit Kreidefarbe

Eine Alternative zum klassischen Lack, die gerade sehr im Trend liegt, ist die Kreidefarbe oder auch Kreide Emulsion. Die Kreide Emulsion lässt Möbelstücke in einem schönen seidenmatten Glanz erstrahlen. Zudem kann man mit ihr den aktuell so beliebten Vintagelook oder Shabby Chic relativ einfach selber hinbekommen. Kreide Emulsion ist widerstandsfähig und robust. Allerdings muss hier nach dem Lackieren auch noch gewachst werden.

Möbel lasieren

Wer möchte, dass die schöne Holzmaserung eines Möbelstücks sichtbar bleibt, kann lasieren statt lackieren. Eine Lasur sieht nicht nur schön aus, sie schützt auch das Möbel.

Möbel tapezieren

Ja, auch Möbelstücke kannst Du tapezieren. Was Muster und Farben angeht, sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt. Die Tapete wird nach der Vorbereitung des Möbelstücks einfach mit Kleister oder auch mit einem Sprühkleber auf das alte Möbelstück aufgebracht. Auch eine Kombination aus neuem Lack und Tapete ist denkbar. Zum Beispiel kann man bei einem Schrank die Türfacetten mit Tapete verschönern und den Rest des Möbels in einer knalligen Farbe streichen.

Arbeitsamt und Umzugskosten – Wann die Agentur für Arbeit den Umzug zahlt

Die Arbeitslosigkeit kann einen tiefen Einschnitt im Leben bedeuten – nicht nur finanziell. Viele Arbeitnehmer müssen sich heute flexibel zeigen, wenn es um eine neue Stelle geht. Denn nicht selten findet sich diese in einer anderen Stadt. Da treffen zwei kritische Punkte zusammen. Die Geldreserven sind erschöpft und dann muss man die nicht unerheblichen Umzugskosten stemmen. Glücklicherweise hilft hier in bestimmten Fällen die Agentur für Arbeit weiter. Verpflichtet ist sie dazu jedoch nicht.

Umzug für den neuen Job

Wer arbeitslos ist und Arbeitslosengeld I bezieht hat oftmals weniger finanziellen Spielraum als zuvor. Doch wie sieht es aus, wenn man eine neue Stelle gefunden hat, für die ein Umzug nötig wird? Die entstehenden Kosten hierfür kann man zwar wunderbar bei der Steuer absetzen – doch erst einmal muss man das nötige Kleingeld für Umzugsunternehmen, Mietkaution und Co selbst aufbringen. Das kann bei einem durch die Arbeitslosigkeit strapazierten Konto ein echtes Problem werden. Besonders beflissene Arbeitgeber helfen neuen Mitarbeitern gerne einmal bei der Wohnungssuche oder übernehmen sogar die Umzugskosten. Die Übernahme der Umzugskosten kann man z.B. im Rahmen der Gehaltsverhandlungen erfragen. Doch nicht jeder Arbeitgeber kann oder will sich das leisten. In solchen Fällen hilft oftmals die Agentur für Arbeit weiter.

Voraussetzungen einer Kostenübernahme durch das Arbeitsamt

Da die Agentur für Arbeit sehr daran interessiert ist, Arbeitslose wieder ins Berufsleben zu bringen, soll ein neuer Job nicht an den Umzugskosten scheitern. Allerdings ist das Amt nicht zur Übernahme der Kosten verpflichtet. Im passenden Gesetzestext (§ 45 Absatz 1 SGB III) heißt es zur etwaigen Übernahme von Umzugskosten lediglich:

„Die Förderung umfasst die Übernahme der angemessenen Kosten, soweit der Arbeitgeber gleichartige Leistungen nicht oder voraussichtlich nicht erbringen wird. […] Die Agentur für Arbeit entscheidet über den Umfang der zu erbringenden Leistungen; sie kann Pauschalen festlegen.“

Damit ist die Übernahme der Umzugskosten durch das Arbeitsamt letztendlich eine Ermessensleistung. Wer bei der Agentur für Arbeit um Unterstützung bei den Umzugskosten bittet, sollte glaubhaft darlegen können, dass ein Umzug für die neue Stelle wirklich notwendig ist. Dies ist in den Augen des Arbeitsamts in der Regel der Fall, wenn die neue Stelle weiter als 2,5 Fahrtstunden von der aktuellen Wohnung entfernt ist. Unter dieser Voraussetzung hat man gute Aussichten auf eine finanzielle Unterstützung beim Umzug.

Wenn der jobbedingte Umzug als notwendig anerkannt wurde, will das Amt noch ein paar Schriftstücke sehen – so natürlich den Mietvertrag für die neue Wohnung. Zudem muss man wenigstens drei Kostenvoranschläge von Umzugsunternehmen einreichen.

Früher fand bei einem Antrag auf Kostenübernahme für einen jobbedingten Umzug übrigens eine sogenannte Bedürftigkeitsprüfung durch das Amt statt, und das Geld musste später zurückgezahlt werden. Bedürftigkeitsprüfung und Rückzahlung sind heute jedoch nicht mehr üblich.

Ganz wichtig: Der Antrag zur Kostenübernahme muss unbedingt vor der Fälligkeit bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt werden. Rückwirkend werden keine Kosten übernommen.

Diese Kosten werden übernommen

Aber auch im Idealfall trägt das Arbeitsamt nicht die gesamten Umzugskosten. So kommt es nicht für Verpackungsmaterial auf. Auch wer sich den Luxus gönnen will, die Umzugskisten vom Umzugsunternehmen packen zu lassen, muss diesen Posten selber zahlen – oder eben doch gleich selbst verpacken. Auch Kosten für den Abbau und Aufbau von Möbeln übernimmt die Agentur für Arbeit nicht. Dafür gewährt sie gegebenenfalls ein Darlehen für Renovierungskosten und die Mietkaution.

Letztendlich entscheidet sich die Höhe der übernommenen Kosten auch am Haushaltsbudget, dass dem zuständigen Amt zur Verfügung steht.

Theoretisch können Kosten in einer Höhe von bis zu 4.500 Euro übernommen werden.

Übrigens: Auch, wer für einen Ausbildungsplatz den Wohnort wechselt, kann einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bei den Umzugskosten bei der Agentur für Arbeit stellen.