Entrümpelung beim Umzug: Welche Dinge gehören in den Sondermüll und wie entsorge ich Sondermüll richtig?

Ein Umzug ist die perfekte Gelegenheit, um einmal so richtig auszumisten. Seien es alte Möbel, der zerfetzte Katzenkratzbaum, ein alter Fernseher oder einfach Mengen an Kleinkram: Bei einer Entrümpelung fallen zahlreiche unterschiedliche Arten von Müll an, die jeweils fachgerecht entsorgt werden müssen. Während viele kleine Dinge, wie Spielzeug oder Plüschtiere, häufig einfach in die normale Mülltonne wandern, können größere Gegenstände, wie Möbel oder Skier, auf den Sperrmüll gebracht werden. Und dann gibt es da noch den Sondermüll… Doch was gehört überhaupt alles in den Sondermüll? Woran erkenne ich diesen und wie entsorge ich ihn richtig?

Wofür gibt es den Sondermüll?

Sondermüll fällt in einem Haushalt beinahe täglich an, wird häufig aber nicht erkannt oder bewusst falsch über den normalen Hausmüll entsorgt. Das Problem dabei ist: Sondermüll enthält Schadstoffe, welche bei der „normalen“ Entsorgung oder gar Verbrennung freigesetzt werden und somit eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Elektronische Geräte, Akkus oder Batterien können gar explodieren und zu schweren Verletzungen führen. Tiere, Pflanzen, der Boden und das Trinkwasser leiden unter den Auswirkungen der Schadstoffe von Sondermüll ebenso wie der Mensch selbst. Hinzu kommen eine erhöhte Luftbelastung durch giftige Stoffe, das Vorantreiben des Treibhauseffektes und damit des Klimawandels sowie des Waldsterbens und der Bodenversauerung. Der richtige Umgang mit diesem gefährlichen Müll ist deshalb das A und O bei der Entrümpelung sowie auch im Alltag. Ich möchte Dir dabei helfen, Sondermüll zu erkennen und fachgerecht zu entsorgen, damit Du und Deine Umwelt bestmöglich geschont werden.

Was gehört in den Sondermüll?

Tatsächlich umfasst der Sondermüll deutlich mehr Abfälle als Du vermuten magst. In erster Linie sind das zum Beispiel

  • Farben und Lacke
  • Medikamente
  • Säuren und Lösungsmittel
  • Batterien und Akkus
  • Reinigungs- und Putzmittel
  • Elektrogeräte
  • CD’s und DVD’s
  • etc.

Sondermüll, nicht in den HausmüllDie Gemeinsamkeit all dieser Materialien liegt dabei in ihren chemischen Inhaltsstoffen. Umgangssprachlich wird der Sondermüll deshalb auch als Giftmüll, Problemabfall oder Haushalts-Chemikalie beschrieben. Hat ein Gegenstand chemische Inhaltsstoffe, so wird dieser über den Sondermüll entsorgt. Wenn Du Dir nicht sicher bist, kannst Du nach entsprechenden Markierungen oder Siegeln auf der Verpackung Ausschau halten. Als schnell entflammbare oder Gefahrstoffe gekennzeichnete Inhalte zum Beispiel, sind ein Indiz für den Sondermüll. So sind auf den entsprechenden Kennzeichnungen Flammen, ein toter Fisch oder ein toter Baum zu sehen. Hinzu kommen zahlreiche verschiedene Siegel, die das Produkt als ätzend, reizend, entzündlich oder gesundheitsschädigend markieren. Als Faustregel gilt: Suche nach einem schwarzen Symbol auf orangenem Hintergrund. Solltest Du Dir immer noch nicht sicher sein, so findest Du eine gute Übersicht auf www.wie-entsorge-ich-was.de.

Wie wird der Sondermüll entsorgt?

Da diese Arten von Müll keinesfalls in den normalen Hausmüll wandern dürfen, musst Du den Sondermüll auch „gesondert“ entsorgen. Wie das funktioniert, ist je nach Gemeinde unterschiedlich: So gibt es in manchen Regionen ein sogenanntes „Giftmobil“, welches straßenweise den Sondermüll abholt. An anderen Orten gibt es Sammelstellen, wo Du Deinen Sondermüll abliefern kannst. Batterien zum Beispiel, können zudem häufig in Supermärkten, Medikamente wiederum in Apotheken abgegeben werden. Am besten, Du informierst dich über das Internet oder direkt bei der Stadt über die Regelungen in Deiner Region. Hier einige Beispiele:

  • Batterien werden häufig in Containern gesammelt, welche in großen Supermärkten aufgestellt sind. Diese sind meist grün und als Batteriesammelbox gekennzeichnet. Hier kannst Du Batterien und Akkus entsorgen.
  • Altöl sowie weitere, in Öl getränkte, Gegenstände werden häufig an Schadstoffsammelstellen angenommen und fachmännisch entsorgt. Hast Du das Öl nicht ganz aufgebracht, so müssen die Verkaufsstellen das gebrauchte Restöl laut Altölverordnung bis zur verkauften Menge auch wieder zurücknehmen. Bewahre darum stets die Quittung auf.
  • Energiespar- und Leuchtstofflampen enthalten das hoch gesundheitsschädliche Quecksilber und müssen entweder vom Schadstoffmobil oder der Sondermüllannahmestelle abgenommen werden.
  • Elektrogeräte müssen stets über den Sondermüll entsorgt werden. Manche Verkaufsstellen nehmen zudem Altgeräte, wie eine Mikrowelle, zur Entsorgung an.

Tipps und Tricks zur Entsorgung von Sondermüll

Damit die Entsorgung des Sondermülls bei Deiner Entrümpelung schnell und unkompliziert funktionieren kann, solltest Du schadstoffhaltige Substanzen stets in den Originalbehältern aufbewahren. So kann die Annahmestelle schneller einordnen, was sich darin befindet und die Gefahr von gefährlichen Mischungen sinkt. Denn nicht selten kommen Menschen auf die Idee, die „Restflüssigkeiten“ ineinander zu mischen. So wird die neue Flüssigkeit mitunter hundertfach gefährlicher als das Ausgangsprodukt. Die Entsorgung wird dann deutlich schwieriger und zugleich teurer.

Übrigens: Wenn Du noch Farben und Lacke hast, die ungeöffnet oder minimal gebraucht sind, so kannst Du diese je nach Region bei einer sogenannten „Farbbörse“ auf dem Recyclinghof abgeben. Hier findest Du dann auch für Deine neue Wohnung kostenlose Restfarben und kannst Dich mit gutem Gewissen an den Wänden austoben.

Zuletzt gebe ich Dir noch einen Tipp mit auf den Weg: Versuche doch in Zukunft, den Sondermüll einfach von Vornherein zu meiden. So können zum Beisiel Einmalbatterien durch wiederaufladbare Akkus, CD’s durch USB-Sticks oder Reiniger durch Wasser-Essig-Mischungen ersetzt werden. So sparst Du Dir bei der nächsten Entrümpelung zum nächsten Umzug viel Zeit und schonst zugleich Deine eigene Gesundheit sowie die Deiner Umwelt. Und billiger sind die Alternativen auf Dauer meist auch…

Entrümpelung beim Umzug: Was darf in den Sperrmüll und was nicht?

Bei einem Umzug fallen häufig allerlei alte Möbel, Fernseher, technische Geräte oder Kleinkrust an, die Du in Deine neue Wohnung eigentlich nicht mitnehmen möchtest. Ist es da nicht die einfachste Lösung, einfach alles auf den Sperrmüll zu werfen? Nein, denn wer die falschen Materialien zur Abholung auf die Straße legt, dem drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro. Damit Du Dir keine Sorgen machen musst, habe ich eine Liste für Dich zusammengestellt, was auf den Sperrmüll darf und was fachmännisch entsorgt werden muss…

Was nimmt der Sperrmüll mit?

Grundsätzlich darfst Du alles auf den Sperrmüll werfen, das als ausgedienter Haushaltsgegenstand sowie Möbel für die Wohnung oder den Außenbereich erkennbar ist und nicht in eine 120 Liter-Mülltonne passt. Gleichzeitig darf er aber auch nicht so groß sein, dass er nicht mehr von Hand verladen werden könnte. Dazu gehören

  • Tische
  • Schränke
  • Kleinmöbel
  • Aquarien
  • Kinderautositze
  • Kinderwagen
  • Matratzen
  • Teppiche
  • Skier
  • Zelte

Die Liste ist lang und nicht selten landen schlussendlich doch noch irgendwelche falschen Gegenstände in dem Haufen. Diese schmücken dann meist wochenlang die Straßen, bis sich irgendwann jemand erbarmt und sie entsorgt. Wenn es sich dabei nicht um grobe Vergehen handelt, ist das auch nicht weiter schlimm. Doch es gibt auch zahlreiche Bestimmungen, welche Materialien Du auf keinen Fall in den Sperrmüll geben darfst…

Was zählt nicht als Sperrmüll?

Was liegen bleibt ist vielfältig und nicht selten mit Bußgeldern behaftet. Deshalb darfst Du auf keinen Fall unbewegliche Gegenstände, Flüssigkeiten, Bauschutt oder Gartenabfälle in den Sperrmüll geben. Zudem wird all das nicht mitgenommen, was auch in Deine Mülltonne passen würde, ohne diese zu beschädigen oder das Entleeren zu behindern. Zum besseren Verständnis, sind hier einige Beispiele für Dich, was nicht in den Sperrmüll gehört:

  • Kleinteile, wie Spielsachen, Essgeschirr, Kleidung oder Schuhe
  • Elektronikgeräte, diese müssen als Sondermüll entsorgt werden
  • Baustellenabfälle, wie Türen, Fenster oder Zäune
  • Mineralische Abfälle, wie Natursteinplatten, Bauschutt oder Wasch- und Toilettenbecken
  • Gefährliche Abfälle, wie Leuchtstoffröhren, Kfz-Batterien oder Altreifen
  • Gewerbliche Abfälle werden nur in haushaltsüblicher Menge abgeholt

All diese Arten von Müll müssen speziell entsorgt werden oder Du bestellst einen extra Container, der allerdings kostenpflichtig ist. Da sich die Regelungen je nach Bundesland und Region unterscheiden, empfehle ich Dir, direkt einen Blick auf die Website Deines Ortsdienstleisters zu werfen. Hier gibt es in der Regel ausführliche Übersichten, welche Materialien mitgenommen werden und wo Du die anderen entsorgen kannst. So kann hinterher eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Den Sperrmüll bestellen

Wenn Du nun also tatsächlich einige Abfälle für den Sperrmüll gesammelt hast, möchtest Du diesen gewiss auch loswerden, bevor der Umzug im vollen Gange ist. Daher musst Du den Sperrmüll unbedingt rechtzeitig bestellen. Die Anmeldung erfolgt telefonisch oder über ein entsprechendes Formular, wenn die Menge die „haushaltsüblichen“ vier Kubikmeter nicht überschreitet. Der Entsorger sammelt dann einige Termine von Haushalten aus der gleichen Gegend und teilt Dir anschließend den nächstmöglichen Termin für Deinen Müll mit. Frühestens am Vortag, darfst Du dann abends den Sperrmüll an der Straße deponieren. Wichtig ist, dass weder Fußgänger noch Radfahrer oder gar der Straßenverkehr durch den Sperrmüll behindert werden dürfen. Die Abholung erfolgt dann im Normalfall zwischen sieben Uhr morgens und 19 Uhr am Abend.

Was kostet der Sperrmüll?

Die Abrechnung für Deinen Sperrmüll wird je nach Region manchmal bereits in den jährlichen oder halbjährlichen Müllgebühren einberechnet, solange er eine festgelegte Menge nicht überschreitet. Ansonsten berechnen sich die Kosten für die Sperrmüll-Abholung stets nach der Kubikmeter-Anzahl. Kommunal gibt es Unterschiede bei den Kosten, als grobe Richtwerte kann ich Dir aber diese nennen: Für den ersten Kubikmeter inklusive der Anfahrt fallen normalerweise rund 25 bis 35 Euro an. Anschließend werden meist etwa fünf Euro pro weiterem Kubikmeter hinzugerechnet. Bei dringender Abholung am Wochenende fallen zusätzliche Gebühren an. Müllmengen von bis zu zwei Kubikmetern können je nach Dienstleister mancherorts auch kostenfrei selbst angeliefert werden. Nun fragst Du Dich bestimmt: „Woher weiß ich, wie viele Kubikmeter mein Müll misst?“ Eine gute Frage: Als Richtwert entsprechen vier Kubikmeter rund zwei auf zwei Metern. Stell Dir einfach ein großes Doppelbett vor, welches Du mit Möbeln und Abfällen vollfüllst. Vielleicht ist ja sogar ein solches selbst beim Sperrmüll dabei.

Umzugskartonrechner: So viele Kartons brauchst du zum Umzug!

Wenn du umziehst, dann stellt sich als eine der ersten Fragen: Wie viele Kartons brauche ich eigentlich um all meine Sachen zu verstauen? Ich habe in diesem Artikel schon einmal versucht, mich diesem Thema textuell zu nähern und habe verschiedene Faustregeln genannt und einen fiesen Trick mit dem man seinen Bedarf an Umzugskartons schätzen kann.

Aus meinen Erfahrungen habe ich nun noch einmal versucht einen kleinen Umzugskartonrechner abzuleiten, der die mit Hilfe von wenigen Abgaben helfen soll deinen Bedarf an Umzugskartons zu schätzen:

Personen im Haushalt:

Anzahl Zimmer:

Wohndauer in Jahren:

Lfd. Meter Bücherregal:

Ich schätze du brauchst 22 Kartons und
0 Bücherkartons für deinen Umzug.

Hilfe & Rechtliches zum Umzugskartonrechner

Zur Benutzung: Stell‘ einfach über die Schieberegler im Umzugskartonrechner die richtigen Werte für dich ein. Unten verrate ich dir dann, was du an „normalen“ Umzugskartons benötigen wirst und was du zusätzlich an Bücherkartons einplanen solltest. Was ich für die Kalkulation wissen muss:

  • Wie viele Personen ziehen um?
  • In wie vielen Zimmern haben die Personen bisher zusammen gewohnt?
  • Wie viele Jahre bestand der aufgelöste Haushalt zuvor?
  • Wie viele laufende Meter Bücherregale sind vorhanden?

Wichtig: Natürlich handelt es sich bei dem Ergebnis des Rechners nur um eine sehr grobe Schätzung. Ich habe schon eine kleine Reserve von 8% mit aufgeschlagen und versucht so der goldenen Umzugsregel nachzukommen: „Lieber zu viele Umzugskartons als zu wenig Kartons organisieren!“ Bitte nagel‘ mich nicht auf den hier berechneten Wert fest – am Ende ist es auch immer eine sehr persönliche Frage, wie viele Kartons du brauchen wirst oder nicht. Wenn viel Material in der Wohnung herum steht, dann brauchst du eher etwas mehr Kartons. Wenn du ein Lebenskünstler bist, der mit möglichst wenig Ballast umzieht, dann kann es sein das du eher weniger Kartons brauchst! Alle Angaben gebe ich ohne Gewähr und nach bestem Wissen und Gewissen ;-). Außerdem ist anzumerken, dass sich mein Umzugskartonrechner noch in der Beta-Phase befindet. Es kann sein, dass noch nicht alles 100%ig korrekt arbeitet!

Günstig oder gratis an Umzugskartons kommen

In diesem Umzugstipp hier verrate ich dir übrigens, wie du sehr günstig (oder vielleicht sogar kostenlos) an geeignete Umzugskartons für deinen Umzug kommen kannst. In jedem Fall solltest du dir aber durchlesen, welche Alternativen es zu Umzugskartons gibt und wie diese dann am Ende richtig gepackt werden, damit du möglichst wenig Kartons benötigst.

Wie viele Umzugskartons brauche ich?

Bei der Vorbereitung eines Umzugs stellt meistens eine ganz spannende Frage: Wie viele Umzugskartons brauche ich eigentlich für meinen Umzugs. Meine Antwort darauf lautet ganz diplomatisch: „Es kommt darauf an!“ Worauf es ankommt und wie du schätzen kannst, was du eigentlich an Verpackungsmaterialien für deinen Umzug brauchst, das versuche ich für dich in diesem Artikel zusammenzufassen.

Welche Faustregeln gibt es?

Eine Faustregel unter erfahrenen Umzugsexperten besagt, dass man etwa 20 Kartons für ein großes Zimmer einplanen sollte. Alternativ kann man auch 20 Kartons für zwei kleinere Zimmer rechnen. Eine andere Faustregel besagt, dass man ungefähr einen Karton je Quadratmeter Wohnfläche benötigt und die nächste, dass man ungefähr 30 Kartons pro Person braucht.

Wie du siehst, sind das alles nur sehr, sehr grobe Faustregeln. Wie viele Kartons man wirklich für seinen Umzug braucht, dass hängt von vielen Faktoren ab. Die wichtigsten davon lauten:

  • Wie viele Zimmer sind vorhanden?
  • Wieviele Menschen leben zusammen im Haushalt?
  • Über wie viele Jahre lebt man bereits zusammen?

Der Umzugskarton-Rechner

Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und versucht, diese Kennzahlen zusammen in einen Umzugskarton-Rechner zu packen. Mit wenigen Klicks kannst du so (ganz grob) kalkulieren, wie viele Umzugskartons du in etwa für deinen Umzug benötigen wirst. Der Umzugskarton-Rechner ist für dich natürlich kostenlos auf meinen Seiten verfügbar. Klicke einfach hier um den Rechner zu laden.

Goldene Regel der Karton-Planung

Egal ob du dich nun an den Faustregeln orientierst, ob du deinem Bauchgefühl nachgeben möchtest oder ob du unseren Umzugskarton-Rechner benutzt hast um den Karton-Bedarf für deinen Umzug zu ermitteln, es gibt eine goldene Regel die du beherzigen solltest:

Lieber etwas zu viel, als zu wenig

Es gibt nichts ärgerlicheres, als wenn man kurz vor dem Umzugstag und beim Einpacken der letzten Dinge feststellt, dass die Kartons nicht reichen. Nochmal los und in den Baumarkt und das, obwohl die Zeit normalerweise so schon drängt und der Stresspegel steigt. Den zusätzlichen Stress kannst du dir sparen, wenn du einfach eine kleine Reserve an Kartons mit einplanst. 5-10 Kartons in Reserve kosten zwischen 15 und 30 Euro extra, sie ersparen dir aber den Stress in letzter Sekunde noch improvisieren zu müssen und zu überlegen, woher man kurzfristig noch weiteres Verpackungsmaterial bekommen kann.

Mein Tipp: Baumärkte werden heute immer kundenfreundlicher. Wenn du deine Kartons kaufen gehst, frag doch einfach mal an der Info ob du Umzugskartons nicht auf Kommission kaufen kannst? Vielleicht erlaubt es dir der Markt ja, unbenutzte Kartons nach deinem Umzug unter Vorlage des Kassenzettels wieder zurück zu geben?

Ein fieser Kniff um die Anzahl benötigter Kartons zu schätzen

Umzugsunternehmen stehen natürlich vor dem gleichen Problem: Sie müssen im Angebot schätzen, wie viele Kartons benötigt werden, was man an Transportkapazitäten und an Man-Power benötigt um den Umzug bewerkstelligen zu können. Deswegen kommt es bei der Beauftragung eines Umzugsunternehmens meistens zu einer Ortsbegehung. Der Umzugsunternehmer sammelt alle relevanten Informationen zusammen und schreibt diese dann (nach dem Vorort-Termin) in einem schriftlichen Angebot nieder.

Ein Bekannter erzählte mir unlängst, dass er bei der Planung seines Umzugs rechtzeitig ein Angebot von einem Umzugsunternehmen erstellen ließ nur um herauszufinden, wie viele Kartons dieses wohl für seinen Umzug kalkulieren würde. Das Angebot selber hat er dann dankend abgelehnt.

Das Ganze hat natürlich einen faden Beigeschmack und ist nicht ganz fair dem Umzugsunternehmen gegenüber. Ob man das wirklich so machen will, dass muss jeder für sich selber wissen. Wichtig ist es aber im Hinterkopf zu haben, dass Umzugsunternehmer eher großzügig planen und so kam es dann auch, dass der Bekannte doch einige Umzugskartons zu viel für seinen Umzug hatte.

Weitere Tipps zum Thema Umzugskartons

Wer beim Umziehen ein bißchen sparen möchte, der kann dies unter Umständen auch an den Umzugskartons machen. Es gibt zum Beispiel verschiedene Möglichkeiten, um Umzugskartons günstig oder sogar gratis zu erhalten, außerdem gibt es auch einige kostengünstige Alternativen zu den herkömmlichen Umzugskartons, die man für seinen Umzug nutzen kann – auch wenn ich immer empfehle eher mit den normalen Umzugskartons zu arbeiten, denn diese lassen sich perfekt im Umzugs-LKW stapeln.

Kostengünstige Alternativen zu Umzugskartons

Ein Umzug kann ganz schön ins Geld gehen. Vor allem das richtige Verpackungsmaterial kann eine ganze Menge an Kohle verschlingen, sag ich dir! Im Laufe der Zeit habe ich aber einige Alternativen gesammelt, die dir beim kostengünstigen Verpacken deines Hab und Guts helfen können.

Bananenkartons statt Umzugskartons

Die Kartons in denen Supermärkte ihre Bananen geliefert bekommen eignen sich hervorragend als Ersatz für den klassischen Umzugskarton. Sie sind stabil und recht groß, bestehen aus Unter- und Oberseite und lassen sich im LKW perfekt stapeln. Deswegen eignen Sie sich hervorragend für die Durchführung eines Umzugs. Viele Supermärkte geben diese Kartons kostenlos auf Anfrage ab.

Mein Tipp: Klapper‘ doch einfach mal die örtlichen Supermärkte in der Nähe ab und frage ob Kartons über sind, die du bekommen kannst. In der Regel finden sich immer 2-3 Kartons die Supermärkte kostenlos heraus geben. Je größer und besser besucht der Supermarkt oder Discounter ist, desto mehr Kartons lassen sich potentiell abstauben. Der Supermarkt spart sich so die Kosten für die Entsorgung und du lässt den Karton einer neuen Bestimmung zukommen!

Aber: Mittlerweile hat sich dieser Tipp schon ziemlich herumgesprochen und viele Supermärkte verwenden die Kartons mittlerweile auch selber. Deswegen kann es ein paar Tage dauern, bis du ausreichend Material zusammengesammelt hast. Fang‘ also rechtzeitig mit deiner Tour durch die Supermärkte an. Sollte ein Markt keine Kartons über haben, dann bitte die Verkäufer darum die Kartons der nächsten Lieferungen für dich zurückzuhalten.

Bananenkartons sind natürlich der Klassiker als Alternative zum Umzugskarton, in vielen Kaufhäusern des Einzelhandels gibt es aber noch weitere, stabile Kartons in denen Waren bei der Lieferung verpackt werden. Frag daher nicht nur nach Bananenkartons, sondern auch nach anderen stabilen Kisten, die sich gut stapeln lassen nach!

Müllsäcke für Strümpfe und Wäsche

Müllsäcke lassen sich kostengünstig im örtlichen Supermarkt beziehen. In vielen Regionen Deutschlands gibt es sogar Abfallentsorger, die kostenlose Müllsäcke bereitstellen. Bei uns in Hannover beispielsweise gibt es in jedem Supermarkt kostenlose Abfallsäcke für Wertstoffe und Papier.

Abfallsäcke lassen sich für einen Umzug hervorragend umfunktionieren. Sie können dazu dienen leichte und flexible Gegenstände zu transportieren. Besonders gut eignen sich Müllsäcke für den Transport von Strümpfen, Unterwäsche, Handtüchern, Decken und Bettlaken.

Prüf‘ doch einmal ob Müllsäcke für dich eine Alternative sind oder ob du mit den Abfallsäcken das Verpackungsmaterial für deinen Umzug kostengünstig ergänzen kannst. Gibt es in deiner Region keine kostenlosen Müllsäcke, kannst du auf Reisen rechtzeitig daran denken und einmal nachgucken ob es nicht am Reiseziel kostenlose Säcke zum Mitnehmen gibt.

Zeitungspapier, Decken und Handtücher zum Auspolstern

Polstermaterial und Luftpolsterfolie kosten im Handel echt viel Geld! Günstiger wird’s, wenn du versuchst die Materialien zu verwenden, die ohnehin im Haushalt vorhanden sind. Geschirr lässt sich vielleicht auch mit Handtüchern polstern und Tassen kannst du zum Schutz hervorragend mit Socken ausstopfen.

Außerdem solltest du rechtzeitig vor dem Umzug die Tages- oder die kostenlosen Wochenzeitungen aufheben. Zeitungspapier ist ein hervorragender und kostenloser Ersatz zum Packpapier aus dem Handel!

Bäcker in der Familie?

In Bäckereien findet man oft Plastikkisten mit denen Brote und Brötchen transportiert werden. Ähnliches gibt es auch in Fleischereien oder bei Party-Lieferdiensten. Vielleicht hast du ja einen jemanden aus diesen Zünften in der Familie oder im Freundeskreis und kannst fragen, ob er dir einige dieser Kisten leihen kann? Die Kisten eignen sich wirklich hervorragend zum Transportieren von Büchern und größeren Gegenständen.

Auch die Post hat solche Plastikkisten in den viele Briefumschläge oder kleine Pakete transportiert werden können. Wenn du jemanden kennst, lässt sich da vielleicht was einrichten?

Achte aber in jedem Fall darauf, den Freund oder Bekannten nicht in Probleme zu bringen. Wer Angestellt ist, der sollte vorab immer seinen Chef fragen ob das Verleihen von Materialien gestattet wird.

Gebrauchte Umzugskartons nutzen oder Kartons mieten

Frag doch einfach einmal im Freundeskreis nach: Fast immer findet sich jemand, der noch alte Umzugskartons im Keller stehen hat und diese gerne abgibt! Wenn es wirklich nichts im Bekanntenkreis abzutreten gibt, dann schau in die Kleinanzeigenteile der regionalen Zeitungen oder auf Kleinanzeigenportalen im Internet nach. Hier werden oft Umzugskartons verschenkt oder zumindest günstig angeboten.

Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, Kartons zu mieten. Ob diese Alternative wirklich sinnvoll ist, muss jeder für sich selber wissen. Meiner Erfahrung nach dauert es nach einem Umzug doch recht lange, bis alle Kartons ausgepackt und an den Verleiher zurückgeschickt sind und nicht selten streitet man sich hinterher über Beschädigungen an den Kartons.

Wäschekörbe, Koffer und Reisetaschen benutzen

Wie oft habe ich es schon erlebt, dass Koffer und Reisetaschen leer in Umzugskartons gestopft worden sind? Nutze diese Behältnisse doch gleich für den Transport und um Kleidung zu verpacken. Auch Wäschekörbe eignen sich hervorragend als Transportbehältnis beim Umzug.

Umzugskartons richtig packen

Die Umzugskartons zu packen ist kein Hexenwerk – doch kann falsch gemacht zum Hexenschuss führen. Denn in letzter Minute wird häufig alles wahllos übereinander geworfen, die Kartons sind viel zu schwer, instabil oder wölben sich völlig überladen nach außen. Stapeln wird da unmöglich, zerbrechliche Gegenstände findest Du vermutlich in Stücken wieder und im neuen Heim entsteht erst einmal ein unüberschaubares Chaos.

Bei all meinen Umzügen in den letzten Jahren, waren die am einfachsten, in denen vorab alle Kartons richtig und mit System gepackt waren!

Umzugskartons wollen mit System gepackt werden und ich gebe dir in diesem Artikel einige Erfahrungen und Tipps weiter, die ich in den letzten Jahren zum richtigen Packen von Umzugskartons sammeln konnte!

Der Umzug als die beste Gelegenheit zum Aussortieren

Welchen besseren Zeitpunkt gäbe es für eine umfassende Entrümpelungsaktion als das Leerräumen Deiner bisherigen Wohnung? Keinen! Deshalb solltest Du erst einmal entscheiden, welche Möbel, Dekoartikel oder auch Tassen mit in das neue Heim sollen und was bereits ausgedient hat. Es ist daher ratsam, schon früh genug vor dem Umzug und vor der Bestellung eines Umzugswagens in der passenden Größe anzufangen, die Kartons zu packen und den Rest-, Sonder- oder Sperrmüll fachgerecht zu entsorgen. Was nun übrig geblieben ist, kann ordentlich verstaut werden.

Das richtige Verpackungsmaterial besorgen

Nur wer die richtigen Kartons sowie das passende Zubehör zur Hand hat, kann die Verpackung auch professionell, platzsparend und sicher bewerkstelligen. Diese Liste enthält die wichtigsten Must-haves für einen reibungslosen Umzug:

  • stabile Umzugskartons für zerbrechliche Gegenstände
  • Kleider- oder Bananenkartons für Klamotten, Bettwäsche, Tischdecken o.ä.
  • Klebeband und Schere
  • Packpapier
  • Luftpolsterfolie oder Styropor
  • Edding zum Beschriften der Kartons
  • eventuell Block und Stift zum Anfertigen einer Kartonliste

Die Frage nach der richtigen Menge dieser Materialien hängt stark vom individuellen Hausrat ab. Als Faustregel können aber etwa 20 Kartons für ein großes oder zwei kleine Zimmer gerechnet werden. Besser Du hast zu viele als zu wenige Verstaumöglichkeiten zur Hand. Denn vor allem schwere Gegenstände wie Bücher, dürfen nicht in zu großen Mengen gemeinsam verpackt werden. Hier bieten sich entweder kleinere Kartons an oder Du mischst schwere mit leichten Materialien: Bücher unten, Jeans oben.

Was darf ein voller Umzugskarton wiegen?

Ein häufiger Irrtum den ich immer beim Umzug bemerke ist die Annahme, ein Karton gebe durch seine Größe auch vor, wie viel Gewicht er tragen könne. So wird das große Modell eben einmal bis zum Rand mit Büchern vollgeladen. Sollte dieser das überhaupt aushalten, so ist nun die Frage, wer diesen Karton tragen muss. Denn nun sind einerseits die Tragegriffe blockiert, andererseits liegt das Gewicht weit über der vorgegebenen Norm. Als Faustregel gelten hier nämlich rund 15 Kilogramm. Mehr sollte ein vollgepackter Umzugskarton nicht wiegen, um noch problemlos transportiert werden zu können. 20 Kilogramm solltest Du als absolute Obergrenze nicht überschreiten.

Bücher richtig verpacken

Bücher sind eines der schwersten, gleichzeitig aber auch robustesten Materialien, das Du bei einem Umzug zu verstauen hast. Das bringt den Vorteil mit sich, dass sie gut als „Grundlage“ im Karton gestapelt und dann durch leichtere Gegenstände, wie Decken oder Pflanzen, bedeckt werden können. Am sichersten sind Bücher dann verpackt, wenn sie auf dem Boden liegen. Zwischen den Büchern schützt eine Luftpolsterfolie vor dem Wegrutschen und schont zugleich die Ecken und Einbände.

Im Handel gibt es auch spezielle Bücherkartons, die den Transport der eigenen Bibliothek erleichtern können. Sie sind stabiler und oft kleiner als normale Umzugskartons und damit ideal für den Transport von Büchern, allerdings kosten sie meistens mehr als ein vergleichbar großer „normaler“ Umzugskarton.

Herausforderung: Geschirr bruchsicher einpacken

Das Geschirr richtig zu verpacken, ist auch für Profis stets noch eine echte Herausforderung. Denn Geschirr ist nicht nur zerbrechlich, es bringt gleichzeitig eine Menge Gewicht auf die Waage. Zudem lässt es sich in der Regel durch die unterschiedlichen Formen und Höhen nur schwer neben- oder übereinander stapeln. Helfen kann hier ein spezieller Kartoneinsatz für Gläser. Der Rest muss mit Packpapier und Luftpolsterfolie ausreichend geschützt werden. Ein Geheimtipp ist die Polsterung mit Geschirr-, Handtüchern, Socken oder kleinen Decken und Kissen: So sparst Du zugleich an Gewicht und Platz, denn ähnlich wie bei den Büchern, dürfen auch die Geschirrkartons nicht mehr als 15 Kilogramm wiegen.

Mein Tipp: Beschrifte die Umzugskartons mit dem Geschirr unbedingt mit einer gut sichtbaren Aufschrift „Zerbrechlich“ oder ähnlichem. So wissen deine Helfer direkt bescheid, dass der Karton mit besonderer Vorsicht getragen werden muss!

Was passiert mit wertvoller Kleidung?

Für viele Umziehende ist die Kleidung das kleinste Problem. Sie kann schließlich problemlos gefaltet und in einem Karton gestapelt werden. In der neuen Wohnung wird dann einfach kurzerhand das Bügeleisen gezückt oder die Wäsche wandert einmal in einen rundum Wasch- und Trocknergang. Doch was machst Du mit teurer Kleidung, die nicht knittern darf, wenn Du Dir das Geld für die anschließend Reinigung sparen möchtest? Wenn es sich um wenige Einzelstücke handelt, können diese vielleicht in Kleidersäcken separat transportiert werden? Schließlich hat beinahe jedes Auto entsprechende Haken an der Rückband. Ansonsten gibt es nur noch eine Möglichkeit: Es gibt spezielle große Kartons, in welchen lange und wertvolle Kleidungsstücke an einem Bügel eingehängt werden können (also einem Kleiderkarton), ähnlich einem Kleiderschrank. Voraussetzung hierfür ist ein ausreichend hoher Stauraum im Umzugswagen.

Das Beschriften der Umzugskartons

Zuletzt werden alle Kartons (am besten direkt nach dem Packen, auf jedenfall aber) vor dem Verladen mit einem dicken Edding beschriftet. Dies erleichtert die Zuordnung der Kartons auf die Räume in der neuen Wohnung oder dem Haus und vermindert so das Chaos nach dem Entladen. Hier die drei wichtigsten Regeln zum richtigen Beschriften von Umzugskartons:

  • Schreibe stets den Raum, den Inhalt sowie die eventuelle Nummer auf den Karton, z.B. 5-Küche – Gläser.
  • Beschrifte die Kartons immer von oben und seitlich, denn ansonsten sind sie im gestapelten Zustand nicht mehr zuordenbar.
  • Führe wenn möglich jeden Karton in einer Liste auf, sodass Du diesen später schnell wiederfinden kannst. Hierbei kann eine Nummerierung helfen.

Mein Tipp: In der neuen Wohnung solltest du vorab einmal durch die einzelnen Räume gehen und dir überlegen, welcher Raum künftig welche Funktion haben soll. Du kannst dann direkt jeden Raum mit einem Post-It beschriften. So weiß jeder am Umzugstag direkt wo welcher Karton am Ende abgestellt werden muss. Jeder Umzugskarton ist dann direkt im richtigen Raum.

Die entsprechenden Raumnummern oder Hinweise auf den Kartons sollten sich natürlich auch im Einrichtungsplan wiederfinden, den du erstellen und deinen Helfern austeilen kannst!

Der Überlebens-Karton

Gehe stets davon aus, dass in Deinem neuen Zuhause die ersten Tage Chaos herrschen wird. Auch wenn Du dieses durch professionelles Packen Deiner Kartons minimiert hast, darf ein ganz besonderer nicht fehlen: der Überlebens-Karton. Dieser muss kein Karton sein, sondern Du kannst wahlweise auch einen Koffer oder eine Reisetasche nehmen, die Du dann bestenfalls nicht mehr aus dem Auge lassen und selbst transportieren wirst. Denn ähnlich wie der verloren gegangene Koffer auf dem Flughafen im Urlaub, wartet der ein oder andere Umzügler auch länger als erhofft auf den Umzugswagen. Kleidung für zwei Tage, Kosmetikartikel, Medikamente und ein Satz Bettwäsche sollten deshalb immer mit dabei sein. Das Tablet oder Handyladegerät darf auch nicht fehlen? Dann rein damit! Fertige am besten schon einige Wochen vor dem Umzug eine Liste mit für Dich wichtigen Utensilien an…so kann an dem großen Tag eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Weitere Tipps

Auf meinen Seiten erfährst du noch viel mehr zum Thema Umzugskartons. So verrate ich dir in diesem Umzugstipp, wie du günstig oder gratis an Umzugskartons kommen kannst. In einem anderen Tipp verrate ich dir, welche kostenlosen oder kostengünstigen Alternativen es zum Umzugskarton gibt. Außerdem solltest du dir den Tipp zum richtigen Beladen von Umzugs-LKWs durchlesen!

Sonderurlaub für den Umzug – eine Selbstverständlichkeit?

Sie hält sich hartnäckig, diese Annahme, es bestehe ein verbrieftes Recht auf Sonderurlaub für einen Umzug. Tatsächlich gibt es die Möglichkeit, aber ein gesetzlicher Urlaubsanspruch lässt sich aber leider nur unter bestimmten Voraussetzungen herleiten. Trotzdem lohnt sich immer der Blick in Arbeits- und Tarifverträge und ein Gespräch mit dem Arbeitgeber oder dem Vorgesetzten. In diesem Artikel möchte ich dir ein paar Hintergründe zum Thema „Sonderurlaub bei Umzug“ und ein paar der Erfahrungen (die ich damit gemacht habe) mitteilen.

Gesetzlicher Urlaubsanspruch für den Umzug – ja oder nein?

Ein Umzug ist eine aufwendige Angelegenheit: Nimmst Du nicht einen teuren Rund-um-Service in Anspruch, verbringst Du schon im Vorfeld viel Zeit mit dem Ausräumen der Schränke, dem Einpacken und Sichern der Möbel. In der neuen Wohnung heißt es dann, all den sorgfältig verpackten Hausrat wieder aus- und in die Möbel einzuräumen. Arbeiten, für die Du Dir sicher gerne Zeit nehmen würdest. Selbst bei akribischer und alle Aspekte berücksichtigender Planung und Vorbereitung wirst Du nicht in der Lage sein, am Umzugstag selbst Deiner Arbeit nachzugehen. Nun stellt sich die große Frage: Hast Du Anspruch auf einen extra Urlaub / Sonderurlaub oder nicht?

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sieht im § 616 durchaus Möglichkeiten einer Dienstbefreiung vor, aus denen sich ein gesetzlicher Urlaubsanspruch ableiten lässt: wenn der Arbeitnehmer für relativ kurze Zeit aus persönlichen Gründen und unverschuldet an der Arbeit gehindert wird. Nun, es lässt sich trefflich darüber streiten, ob eine Geburt „unverschuldet“ ist, aber dieses Ereignis wird im Gegensatz zum rein privaten Umzug ebenso als Grund für Sonderurlaub akzeptiert. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Wer rein privat umzieht, der hat es (rechtlich) eher erstmal schwer einen Sonderurlaub beim Chef durchzukriegen.

Allerdings sieht die Angelegenheit bei einem beruflich bedingten Grund anders aus. Wirst Du beispielsweise von Deinem Unternehmen an einen anderen Standort versetzt, steht Dir auch für den Umzug Sonderurlaub zu. Ob es sich dabei um einen Urlaubstag oder mehr handelt, das liegt im Ermessen Deines Arbeitgebers und an der Entfernung, die Dein Umzug zurücklegen muss. Als Faustformel lässt sich sagen: Es gibt einen Tag, wenn Du innerhalb eines Ortes eine neue Wohnung beziehst und zwei Tage Sonderurlaub beim Ortswechsel. In der Regel erfahren die Mitarbeiter, die von Berufs wegen den Wohnort wechseln müssen, aber eine umfassende Unterstützung, die bis hin zur Übernahme der Umzugskosten reicht.

Fazit: Weder im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) noch im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist ein gesetzlicher Urlaubsanspruch für den rein privaten Umzug formuliert.

Anderweitige Sonderregelungen – Verträge und unverbindliche Richtwerte

Das ist allerdings noch kein Grund, um sofort aufzugeben und die Flinte ins Korn zu werfen. Denn eventuell gibts weitere Dokumente und Verträge, nach denen dir ein Sonderurlaub bei Umzug zusteht. Zunächst solltest Du also Deinen Arbeitsvertrag, aber auch eine eventuelle Betriebsvereinbarung oder die tarifvertraglichen Regelungen studieren. Vielleicht findet sich hier schon die Lösung für Dein Problem? Es kann durchaus sein, dass der Sonderurlaub für einen Umzug an bestimmte Bedingungen, wie beispielsweise die Dauer der Betriebszugehörigkeit, geknüpft ist. Möglich ist aber auch die eindeutige Unterscheidung nach betrieblich bedingtem und privatem Umzug. Eine Rücksprache mit Kollegen und dem Betriebsrat geben Dir vielleicht den nötigen Aufschluss zur betrieblichen Übung, die vielleicht einen Bezug erlaubt. Alternativ kann die Personalabteilung weiterhelfen. Es hängt also in erster Linie von den konkreten arbeitsrechtlichen Vereinbarungen, aber eben auch von Deinem Verhältnis zu Vorgesetzten und dem Arbeitgeber ab, ob Du auf ein Entgegenkommen in Form von Urlaub für deinen Umzug rechnen kannst.

Fazit: Eine nette Anfrage mit ausreichend zeitlichem Vorlauf hilft deutlich weiter, als das Einfordern von Sonderurlaub für einen Umzug. Handelt es sich nicht um einen beruflich bedingten Umzug, sind die Leistungen des Arbeitgebers oft freiwillig (sofern nichts in Tarif- oder Arbeitsverträgen geregelt ist).

Umzug Sonderurlaub nicht vorgesehen – und nun?

Umzugs-Termin in Kalender einschreibenGibt es keine vertraglichen Regelungen, auf der ein gesetzlicher Urlaubsanspruch für Deinen Umzug zu begründen wäre, solltest Du trotzdem das Gespräch mit den Vorgesetzten und den Kollegen suchen. Natürlich steht es Dir frei, einen ganz normalen Urlaubstag zu beanspruchen – vielleicht beteiligt sich Dein Arbeitgeber mit einem zusätzlichen Tag Sonderurlaub? Je besser Deine Arbeitsleistung im Unternehmen eingeschätzt wird, desto größer sind Deine Chancen. Auch hier gilt: Freundliche Fragen in einer positiven Atmosphäre und diplomatisches Vorgehen weit im Vorfeld des Umzugs sind ebenso probate Mittel wie das dezente, aber deutliche Hinweisen auf die eigenen Leistungen, Stärken und Erfolge in der letzten Zeit. Der Ausfall muss kompensiert werden, sodass auch die Kollegen im unmittelbaren Umfeld eine wichtige Rolle spielen. Ist der reibungslose Ablauf sichergestellt, auch wenn Du für den Umzug frei nimmst, kannst Du Dir auch ohne vertragliche Grundlage Hoffnungen auf einen Sonderurlaub für Deinen Umzug machen.

Fazit: Auch Dein Chef dürfte bereits die Umstände bei einem Umzug erlebt haben – appelliere an sein Verständnis. Je früher Du Deine Vertretung und damit einen reibungslosen Arbeitsablauf sicherst, desto entgegenkommender wird Dein Arbeitgeber sein.

Halteverbot für Umzug beantragen

Eins kann ich dir sagen: Ein temporäres Parkverbot für die Be- oder Entladezone des Umzugsfahrzeuges erleichtert nicht nur die Abläufe bei deinem Umzug, sondern auch das künftige Miteinander in Deinem Wohnumfeld. Der erste Streit mit den neuen Nachbarn ist nämlich schon vorprogrammiert, wenn Du es darauf ankommen lässt oder zu unorthodoxen Mitteln greifst, um am Umzugstag einen Platz für den Umzugslaster freizuhalten. Die Beantragung einer entsprechenden Halteverbotszone lässt sich leicht bewerkstelligen, im Folgenden habe ich für dich alles niedergeschrieben, was du zum Thema Halteverbot beim Umzug wissen musst.

No Risk, no Fun – oder doch ein Halteverbot beantragen?

Die schlechteste Variante für einen Umzug: Dein Fahrzeug kommt an, alle Helfer stehen bereit – und es ist gibt keinen freien Parkplatz vor dem Eingang zu Deiner neuen Wohnung. Jeder zusätzliche Schritt wird sich über kurz oder lang bemerkbar machen. Noch unangenehmer ist es, wenn Ihr mit dem Umzugsauto rangieren müsst, um Anlieger vorbeizulassen.

Auch die glorreiche Idee, am Vortag Müllcontainer, Stühle oder ähnliche Hindernisse aufzubauen, um daran ein Absperrband zu befestigen, solltest Du gleich wieder verwerfen: Dieses Vorgehen ist nicht zulässig und kann im schlimmsten Fall rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Du verstößt mit dieser unerlaubten Sondernutzung sowohl gegen das Straßengesetz als auch gegen die Straßenverkehrsordnung, die ein Verbot von Hindernissen vorsieht. Darüber hinaus haftest Du natürlich für alle Unfälle und Schäden, die durch diese Hindernisse verursacht werden – und das mit Deinem gesamten Vermögen.

Von dem von vornherein gestörten Verhältnis zu Deinen neuen Nachbarn einmal ganz abgesehen, lohnt sich ein solches Vorgehen also nicht. Was ist die Alternative? Nutze einfach ein ganz offizielles temporäres Parkverbot, das sich ohne große Probleme beantragen lässt.

Fazit:
Eigenwillige Absperrungen sind nicht zulässig und in der Konsequenz auch strafbar, nur eine ordnungsgemäße Beantragung einer Halteverbotszone bietet Dir die Sicherheit, am Umzugstag auch bequem vor dem Hauseingang parken zu können. Ich empfehle dir also einen solchen Antrag rechzeitig zu stellen und ein Halteverbot einrichten zu lassen.

Wer ist für ein Parkverbot zuständig?

Halteverbot Ordnungsamt bei UmzugBeauftragst Du ein Umzugsunternehmen, musst Du Dich nicht selbst um das Halteverbot kümmern. Schon im Interesse einer zügigen Abwicklung des Auftrags kümmert sich die Firma darum. Alternativ oder bei einem Umzug in Eigenregie kannst Du einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Straßenverkehrs- oder Ordnungsamt bzw. im Ortsamt formlos per Brief oder Fax stellen. Ziehst Du in eine größere Stadt, sind die einzelnen Stadtbezirke zuständig, ansonsten kannst Du den Ansprechpartner mit einem Anruf im Bürgerbüro ermitteln. Du erhältst nicht nur die Genehmigung, sondern auch die Verkehrsschilder, die Du allerdings auch eigenständig abholen musst.

Der Antrag muss dabei übrigens folgende Angaben umfassen:

  • vollständiger Name und Telefonnummer
  • Grund für das Halteverbot
  • geplanter Zeitraum
  • Anschriften der alten und der neuen Wohnung
  • beanspruchter Platz in Metern
  • amtliches Kennzeichen und zulässiges Gesamtgewicht des Umzugsfahrzeuges

Die Bearbeitung des Antrags auf ein umzugsbedingtes temporäres Parkverbot nimmt einige Tage in Anspruch, zwischen sieben und 14 Tagen musst Du dafür einplanen. Die Verkehrsschilder solltest Du entsprechend den geltenden Vorschriften rund 72 Stunden vor dem Umzug aufstellen, um allen Anwohnern die Chance zum Umparken einzuräumen – eine vorausschauende Planung empfiehlt sich also auch in diesem Fall.

Fazit:
Der vollständige Antrag für ein Halteverbot ist mit ausreichend zeitlichem Vorlauf an das zuständige Straßenverkehrs- oder Ordnungsamt zu richten, kümmert sich nicht ein Umzugsunternehmen darum.

Fristen, Kosten und Haftung für ein temporäres Halteverbot

Keine Dienstleistung gibt es umsonst, das ist auch bei der Genehmigung eines Parkverbotes und dem Bereitstellen der Verkehrsschilder so. Es fallen jeweils Gebühren für die Bewilligung und das Aufstellen der Schilder selbst an, deren Höhe je nach Region und Ort variiert. Musst Du in München mit Gesamtkosten von rund 120 Euro einplanen, setzen diese sich aus 39 Euro für die Genehmigung und 79 Euro Mietgebühren für die Schilder zusammen. In Frankfurt am Main kannst Du insgesamt mit 160 Euro und in Köln mit rund 130 Euro rechnen, allerdings kann es in Deinem neuen Wohnort ganz anders aussehen. Bedenke bitte, dass Du eventuell sowohl für Deine bisherige als auch für die neue Wohnung eine Halteverbotszone benötigst. Vielleicht hilft im gewohnten Umfeld ein Gespräch unter Nachbarn? Ein Umzugsunternehmen wickelt alle Formalitäten für Dich ab und legt die anfallenden Gebühren auf Dich um – mit einem Aufschlag versehen, natürlich. Die Abwägung nach Kosten und Nutzen dürfte allerdings nicht schwer fallen: Was sind Dir ein reibungsloser und zügiger Ablauf sowie die guten nachbarschaftlichen Beziehungen wert? Schließlich entfällt auch mit der Genehmigung Deine persönliche Haftung, sollte ein Verkehrsschild umfallen und zu einem Schaden führen. Die Halteverbotszone kann in fast jeder Straße oder Fußgängerzone für ein bis zwei Tage eingerichtet werden. In Ausnahmefällen kann eine doppelseitige Parkverbotszone notwendig werden, diese wird aber polizeilich veranlasst. Willst Du Dich selbst nicht mit dem Antrag, der Abholung und dem Aufstellen der Verkehrsschilder befassen, aber den Umzug in eigener Regie abwickeln, empfehlen sich spezielle Dienstleister: Für eine Gebühr von rund 50 Euro erledigen diese sämtliche Formalitäten. Wie auch immer Du das offizielle Parkverbot organisierst: Du wirst einen deutlich einfacheren Umzug erleben, ohne Dich mit Deinen künftigen Nachbarn in hässliche Auseinandersetzungen zu verlieren oder immer wieder rangieren zu müssen.

Fazit:
Die zusätzlichen Kosten für ein genehmigtes Parkverbot rechnen sich in jedem Fall, wenn Du die sonst drohenden Umstände ins Verhältnis setzt. Die Höhe ist abhängig vom Wohnort, zwischen 100 und 160 Euro musst Du kalkulieren.