Umzugsknigge Teil 2 – das Trinkgeld für die Möbelpacker

Wer mit einem Umzugsunternehmen umzieht, vertraut sein gesamtes Hab und Gut und seine liebsten Besitztümer Menschen an, die er noch nie zuvor gesehen hat. Da gehört nicht nur ein ordentlicher Vertrauensvorschuss dazu. Natürlich gilt: behandle die Leute, die dein Klavier oder die Eiche Rustikal Schrankwand – das gute Erbstück aus Omas Zeiten – aus dem zehnten Stock hinunter und dann wieder in den achten Stock hinauf schleppen und zwischendrin damit noch einige Kilometer Fahrt über schlaglöchrige Straßen zurücklegen, mit Respekt. Denn schließlich sollen auch dem Klavier und der Schrankwand die nötige Sorgsamkeit entgegengebracht werden. Herumkommandieren und alles besser wissen gehört nicht zu einem respektvollen Umgang. Der Anerkennung, die du der Arbeit der Möbelpacker zollst, kannst du jedoch nicht nur durch einen wertschätzenden Umgangston, sondern auch in der Form von Trinkgeld Ausdruck verleihen.

Ein Trinkgeld für die Möbelpacker ist keine Pflicht, doch eine gern gewählte Form der Anerkennung.

Sinn und Unsinn von Trinkgeldern

Es gibt Länder, dort gilt ein guter Service als so selbstverständlich, dass ein Trinkgeld eine Beleidigung darstellt. Doch wenn du nicht innerhalb von Japan umziehst, ist ein Trinkgeld durchaus üblich. Für den Freiherrn von Knigge war Trinkgeld eine gute Möglichkeit, Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu räumen. Für die meisten ist es einfach eine schöne Gelegenheit, Menschen etwas Gutes zu tun, die einem ebenfalls etwas Gutes getan haben.
Nach § 107 Abs. 3 der Gewerbeordnung ist Trinkgeld „ein Geldbetrag, den ein Dritter ohne rechtliche Verpflichtungen dem Arbeitnehmer zusätzlich zu einer dem Arbeitgeber geschuldeten Leistung zahlt“.
Ein Trinkgeld ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, es ist auch immer freiwillig und ein Zeichen der Zufriedenheit mit einer Leistung.

Wer jedoch Arbeitslosengeld II bezieht und den Umzug vom Arbeitsamt bezahlt bekommt, muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn er statt durch Trinkgeld seine Wertschätzung und Zufriedenheit durch ein aufrichtiges Dankeschön bekundet. Andere zeigen ihre Anerkennung auch lieber dadurch, dass sie den Möbelpackern Kaffee kochen und belegte Brötchen bereitstellen.
Für jeden, der gerne ein Trinkgeld geben möchte, stellen sich jedoch zwei Fragen: Wie viel Trinkgeld ist angemessen? Und: Wann soll ich das Trinkgeld geben?

Wie viel Trinkgeld ist angemessen?

Umzugsfirmen geben gerne die Empfehlung, das Trinkgeld solle fünf Euro pro Arbeitsstunde pro Umzugshelfer betragen. Diese Regel ist jedoch nur für sehr kurze Umzüge angemessen. Denn wer ein Vier-Mann-Team bei einem Umzug von Hamburg nach München mit einem derartigen Trinkgeld versehen wollte, müsste schon sehr tief in die Tasche greifen. Angemessen sind in der Regel 10 bis 20 Euro pro Helfer und pro Umzugstag. Den genauen Betrag sollte man am eigenen Budget und an der Schwere des Umzugs festmachen. Wer beispielsweise viele schwere Gegenstände umzieht und/oder einen Umzug aus oder in ein höheres Stockwerk ohne Aufzug bewerkstelligt, der darf im Zweifelsfall ruhig etwas großzügiger sein.

Trinkgeld für die Möbelpacker – vor oder nach dem Umzug?

Nun stellt sich noch die Frage, ob es taktisch geschickter ist, das Trinkgeld vor oder nach dem Umzug auszuhändigen. Wenn du das Geld vor dem Umzug verteilst, wirst du im besten Fall die Motivation der Umzugshelfer und ihr Entgegenkommen steigern. Im schlechtesten Fall wirst du dich jedoch über den Tisch gezogen fühlen, wenn du nach dem Umzug mit dem Service nicht zufrieden warst.
Zum Glück gibt es aber eine weitere Möglichkeit, wie du die Umzugshelfer von Anfang an für dich gewinnst und dennoch das Trinkgeld erst herausrückst, wenn du mit ihrer Arbeit am Ende des Umzugs zufrieden bist. Stelle einfach zu Beginn des Umzugs Getränke und Snacks bereit – Kaffee, Tee (keine alkoholischen Getränke, höchstens alkoholfreies Bier), belegte Brötchen, leckere Sandwiches, süße Teilchen vom Bäcker, alles, was man gut und schnell zwischendurch und nebenbei essen und trinken kann. So zeigst du den Umzugshelfern schon einmal deine Wertschätzung und kannst nach getaner Arbeit immer noch entscheiden, ob und wie viel Trinkgeld dir der Service wert war.

Checkliste: Verpackungsmaterial für den Umzug

Wer umzieht, hat viel zu organisieren und es stellen sich viele Fragen. An welchem Tag soll der Umzug sein? Wer hilft beim Umzug? Braucht es eine Parkerlaubnis für den Möbelwagen? Wie groß muss der Möbelwagen überhaupt sein und wie viele Umzugskartons sind nötig?

Umzugskartons günstig oder gratisAbhängig von diesen und von anderen Fragen errechnen sich die gesamten Umzugskosten. Eine wichtige Größe ist dabei die Anzahl der Umzugskartons und der benötigte Stauraum für die Möbel. Diese beiden Werte ergeben zusammengenommen das Volumen, das in die neue Wohnung zu transportieren ist. Je mehr Volumen, desto teurer der Umzug, wenn ein Umzugsunternehmen beauftragt wird. Doch auch für den selbst durchgeführten Umzug gibt das benötigte Volumen den Kostenrahmen vor. Das Volumen bestimmt zum Beispiel die Menge des Verpackungsmaterials sowie die Größe des Möbelwagens bzw. die Anzahl der Fahrten mit einem Transportfahrzeug zwischen alter und neuer Wohnung.

Du solltest immer darauf achten, deinen Besitz sicher zu verpacken, damit dieser keinen Schaden nimmt. Diese Checkliste hilft dabei, das richtige Verpackungsmaterial für den Umzug zusammen zu stellen.

Zeitungen oder Packpapier

Zeitungen und Packpapier dienen zum Schutz zerbrechliche Gegenstände wie Gläser, Teller und Tassen. Praktisch umsonst gibt es Zeitungspapier, dass jeder von uns Tag für Tag im Briefkasten hat. Es ist ratsam, einige Wochen vor dem Umzugstermin die Zeitungen zur Seite zu legen und nach und nach mit dem Einpacken zu beginnen. Hochglanzwerbung im Mehrfarbendruck ist ungeeignet, denn mitunter hinterlassen die Farben hartnäckige Rückstände. Je nach Qualität des Zeitungsdrucks hinterlässt aber auch die normale Druckerschwärze einer Tageszeitung sichtbare Spuren. Wer es besonders sauber haben will, entscheidet sich für professionelles Packpapier. Dieses hat den Vorteil, dass es nicht staubt, nicht fusselt und nicht abfärbt. Außerdem sind das Geschirr und die Gläser praktisch sofort nach dem Auspacken einsatzbereit. Lästige Spülen und Reinigen fällt damit weg.

Packpapier oder Zeitungspapier eignet sich dazu, Hohlräume in Umzugskartons oder anderen Behältern auszustopfen, damit die darin enthaltenen Dinge nicht gegeneinanderschlagen und beschädigt werden.

Luftpolsterfolie

Besitzt du feines Kristallglas oder hochempfindliche Gegenstände, die besonders sorgfältig vor Erschütterungen und Beschädigungen geschützt werden sollen, ist Luftpolsterfolie eine gute Option. Die empfindlichen Gegenstände werden großzügig mit der Luftpolsterfolie eingewickelt und so verstaut, dass nichts wackelt oder klappert. Luftpolsterfolie ist zum Beispiel auch für Bilder/Bilderrahmen nützlich, wobei ein besonderer Kantenschutz aus stabilem Karton für Bilder empfehlenswert ist.

Umzugskartons

Die Anzahl der Umzugskartons richtet sich nach der Menge der zu verstauenden Gegenstände. Auf die Frage „Wie viele Umzugskartons brauche ich?“ gibt es keine pauschale Antwort, aber einige gängige Faustregeln:

Mein Tipp: Benutze den Umzugskartonrechner, damit du eine ungefähre Vorstellung der benötigten Menge bekommst.

Bevor du Umzugskartons bestellst, solltest du dir über die Qualität Gedanken machen. Natürlich ist es möglich, die billigsten Kartons im Baumarkt zu kaufen, doch bei Umzugskartons solltest du nicht auf das billigste Produkt setzen. Zu groß ist die Gefahr, dass die Böden durchreißen, die Stabilität zu gering ist oder die Griffe nicht für das Gewicht des Kartons ausgelegt sind. Empfehlenswert ist der Umzugskarton „Kartonara“. Der Boden ist nach dem Schmetterlingsprinzip konzipiert, sodass bis zu 45 kg Gewicht untergebracht werden können. Falls es dir nicht gelingt, 45 kg zu heben, kannst du den Karton auch schieben oder ziehen, denn die Griffe sind vierfach verstärkt. Falls die Kartons für eine Weile zwischengelagert werden, können die Griffe mit Staubstopfen verschlossen werden. So bleibt der Inhalt staubfrei und auch kleine Tiere wie Spinnen oder Käfer werden abgehalten.

Umzug: Umzugskartons richtig packenBesonders wichtig ist es, einen Umzugskartons richtig zu packen. Die Lastenverteilung sollte gleichmäßig sein und der Inhalt nicht über das zumutbare Gewicht hinausgehen. Es ist sinnvoller, einige Kartons mehr zu kaufen, statt die Kartons zu voll zu beladen. Werden die Kartons später aufeinandergestapelt, solltest du die vollen, schweren Kartons nach unten stellen, und die leichteren Kartons nach oben, um die Kartonagen nicht über Gebühr zu belasten.

Umzugsfolie und Klebeband

Unverzichtbar bei jedem Umzug sind Klebeband und Umzugsfolie. Die Umzugsfolie dient dazu, Möbel zu schützen, damit beispielsweise Schubladen verschlossen bleiben und sich Schranktüren nicht öffnen. Als Alternative sind Klebestreifen geeignet, doch nur, wenn die Oberfläche unempfindlich ist. Bei empfindlichen Materialien könnte der Kleber die Oberfläche beschädigen, in offenporigen Oberflächen bleibt der Kleber hängen und ist nur mit großem Aufwand wieder zu entfernen. Wenn nötig, können die Umzugskartons mit Klebestreifen verschlossen werden.

Die Extras: Füllmaterial, Kantenschutz und Umzugsdecken

Wie oben bereits erwähnt, können Packpapier und Zeitungspapier als Füllmaterial dienen. Eine Alternative dazu stellen Schaumstoff oder Styroporgranulat dar. Das Füllmaterial gibt es in unterschiedlichen Größen. Es lässt sich nachträglich einfüllen, falls Gegenstände in einem Karton zu große Hohlräume bilden und der Transport ohne zusätzlichen Puffer zu risikoreich erscheint.

Kantenschutz ist nicht allein für Bilderrahmen geeignet, dieser kann auch empfindliche Möbel, eine Duschtrennwand aus Glas, Schranktüren und andere Gegenstände schützen. Umzugsdecken sorgen im Umzugswagen dafür, dass die Kartons und das Mobiliar noch besser gepuffert und geschützt werden. Auch als Unterlage unter Möbeln dienen Umzugsdecken als Schmutzabweiser.

Zum Schluss: Sauber und sicher verpacken, clever transportieren

Sind Möbel und Gegenstände verpackt, müssen sie von der Wohnung in den Umzugswagen und vom Umzugswagen in die neue Wohnung gebracht werden. Richtiges Heben und Tragen schützt dich vor Schmerzen und Unfällen, hier findest du Tipps zum richtigen Beladen des Transporters und eine Anregung zum Low-Budget-Umzug mit dem Transporter aus dem Baumarkt. Abgesehen davon ist es hilfreich, zum Transport von Kartons und Möbeln spezielle Rollwagen oder Sackkarren zu benutzen. Rollwagen sind im Prinzip stabile Bretter auf vier Rollen. Diese sind dazu geeignet, schwere Möbel, Schränke oder Sofas mit wenig Kraftaufwand über ebene Flächen zu bewegen. Sackkarren sind in erster Linie für den Transport gestapelter Kartons sowie von verpackten Gegenständen oder von Gegenständen mit unempfindlicher Oberfläche geeignet.

Du solltest dir diese Utensilien vorab besorgen und auch die Spanngurte nicht vergessen. Falls du Spanngurte ausleihst, überprüfe sie auf ihrer Zugkraft und Sauberkeit, wenn die Spanngurte direkt mit deinen Möbeln in Kontakt kommen. So vermeidest du unschöne Verunreinigungen am Mobiliar.

Umzugskosten richtig kalkulieren

Immer wieder treffe ich Menschen, die mit einem Umzug an ihre finanzielle Belastungsgrenze kommen. Viel zu selten wird vor dem eigentlichen Umzug gefragt: „Kann ich mir einen Umzug eigentlich leisten?“ Und viel zu selten macht man sich Gedanken darüber, welche Kosten eigentlich bei einem Umzug entstehen.

Nur wenn man bereits in der Planungsphase des Umzugs weiß, welche Kosten an welchen Stellen entstehen, kann man auch abschätzen, ob ein Umzug überhaupt realisierbar ist und an welchen Stellen man ggf. Kosten reduzieren kann (z.B. weil man eben nicht den Maler zur Renovierung in die neue Wohnung holt, sondern die Arbeiten selbst durchführt).

Dieser Beitrag soll dir einen ersten (hoffentlich ziemlich vollständigen) Überblick darüber geben, welche Kosten bei einem Umzug anfallen, welche Kosten vielleicht vermeidbar sind und welche Treiber es bei den Umzugskosten gibt. Als wichtige Grundlage bei den Recherchen für diesen Artikel habe ich eine tolle Übersicht zum Thema Umzugskosten auf vexcash.de gefunden.

Wovon hängen Umzugskosten im Wesentlichen ab?

Für viele Themen bei der folgenden Betrachtung sich einige Treiber erkennen, die wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Umzugskosten nehmen. Dazu gehören:

  • Die Größe der alten/neuen Wohnung
  • Die Menge der Güter die umgezogenen werden
  • Die Distanz, die bei einem Umzug überwunden werden muss
  • Der Grad an angestrebter Selbstbeteiligung beim Umzug
  • Den „Luxus“ den man sich gönnen möchte (z.B. Neuanschaffungen)

Ganz klar: Wer viele Güter über eine lange Strecke umziehen muss, der muss tendenziell auch eher mit höheren Umzugskosten rechnen. Wer meint einen Umzug in fremde Hände (Umzugsunternehmen, aber auch Handwerker) geben zu wollen, der muss sich diese Leistung natürlich ebenfalls etwas kosten lassen und muss mit höheren Umzugskosten rechnen. Größere Wohnungen machen (was die Renovierung angeht) natürlich mehr Arbeit als kleinere Wohnungen und haben so einen Einfluss auf die entsprechenden Umzugskosten.

Welche Umzugskosten fallen eigentlich an?

Hier mal eine Liste an Kostenpositionen, die es bei einem Umzug auf zu berücksichtigen gilt. Zu vielen Themen gibt’s hier auf umzugsratgeber.de bereits Artikel, die ich euch direkt mitverlinkt habe. Umzugskosten fallen unter Umständen an für …

… Umzugsunternehmen

Wer den kompletten Umzug in fremde Hände geben möchte, der muss mit finanziellen Belastungen rechnen. Ein Komplettumzug per Umzugsunternehmen ist bequem, aber natürlich auch mit Kosten verbunden. Wie hoch diese Kosten sind, das hängt vor allem davon ab, wie viel es über welche Strecke zu transportieren gibt. Größere Wohnungen und größere Fahrtstrecken sind erhebliche Kostentreiber. Wer einen Umzug via Umzugsunternehmen anstrebt, der tut gut daran auf jeden fall ordentlich zu vergleichen. Hol‘ dir verschiedene Angebote vom verschiedenen Dienstleistern ein. Hier gibt’s ein paar weitere Informationen zu dem Thema!

… die Renovierung (alte und neue Wohnung!)

Auch hier stellt sich die Frage: Abgeben oder selber machen? Wer selber renoviert, der hat nur die Materialkosten für Farbe, Spachtelmasse, Streichutensilien, Reinigungsmittel, Tapeten etc. Wer einen Handwerker mit diesen Leistungen beauftragt, der muss zusätzlich die Handwerkerkosten (rechne mal mit 35-55 € die Stunde) mit einkalkulieren.

… Verpackungsmaterialien

Klar, wer mit vielen Dingen umzieht, der hat auch höhere Verpackungskosten. Wer genügsam lebt, der braucht deutlich weniger. Mein Umzugskarton-Rechner hilft dir schon mal zu bestimmen, wie viel Kartons du eigentlich brauchst. Ein Umzugskarton kostet im Baumarkt etwa 1,50 € bis 3 €. Je nach Form, Größe und Stabilität. Bücherkartons sind etwas teurer. Frag doch mal im Freundeskreis nach: Oft haben Freunde oder Bekannte noch Kartons aus früheren Umzügen im Keller stehen, die Sie dir kostenlos zur Verfügung stellen können. Ansonsten helfen diese Tipps um günstig beim Umzug zu verpacken.

… den Transport(er)

Reicht dir ein einfacher Transporter oder brauchst du bereits einen kleinen 7,5 Tonner oder sogar noch mehr für deinen Umzug? Einen einfach Transporter gibt’s schon für ab etwa 100 € zur Miete, der LKW ist etwas teurer. Noch teurer wird’s, wenn du einen Container (z.B. bei Umzügen ins Ausland) brauchst oder wenn du über eine große Strecke umziehst und nicht mit einer LKW-Fuhre hinkommst.
Meine Erfahrung hier: Reserviere rechtzeitig deinen Transporter. Meistens ist es günstiger, wenn man sich rechtzeitig darum kümmert. Denk daran, dass du bei mehr als 3,5 Tonnen unter Umständen einen speziellen Fahrer brauchst, der einen LKW-Führerschein hat. Außerdem müssen hier natürlich nicht nur die Mietkosten für den LKW berücksichtigt werden, sondern auch die Spritkosten.
Wie du einen Low-Budget-Umzug mit dem Transporter aus dem Baumarkt organisierst erfährst du hier.

… Halteverbotszonen vor dem Haus

Haltverbote direkt vor der Haustür machen vieles leichter. Sie kosten aber natürlich auch eine Kleinigkeit. Die Preise sind regional unterschiedlich und liegen bei 20 € bis 70 €. Am besten also, du holst dir kostenlos und unverbindlich ein Angebot ein. Alle wichtigen Infos zum Thema Halteverbotszone gibt’s übrigens in diesem Beitrag.

… Verpflegung am Umzugstag

Viele Hände, schnelles Ende? Stimmt! Aber die Formel geht noch weiter: Viele Hände müssen natürlich auch ordentlich verpflegt werden. Es muss ja kein Luxus sein, aber 5 € bis 10 € pro Helfer solltest du schon einplanen. Gesorgt werden muss für Getränke, ein Mittagsmahl, Frühstück und ggf. eine Abschlussfeier.

Über jeden Helfer, den du am Umzugstag verpflegst solltest du aber froh sein. Es kommt dich natürlich deutlich teurer zu stehen, wenn du externe Helfer für deinen Umzug beauftragst und auch noch deren Arbeitsleistung finanzieren musst…

… zusätzliche Umzugshelfer

Wer nicht über ausreichend fleißige Hände in der Familie oder im Freundeskreis verfügt, der wird nicht Drumherum kommen, sich Gedanken darüber zu machen, ob er nicht einen (oder mehrere) externe Helfer anheuert, die ihm beim Umzug unter die Arme greifen. Die Kosten liegen bei 10 € bis 25 € je Stunde. Zusätzlich solltest du ein kleines Trinkgeld von 5 € bis 15 € je Helfer einplanen.
Hier gibt’s Tipps zu studentischen Umzugshelfern und zum Einsatz von externen Helfern beim Umzug.

… Spezialtransporte (z.B. Klavier)

Manche Sachen kann man einfach nicht selber machen. Hier tut man gut daran seine Umzugskosten zu belasten. Spezialtransporte sind so eine Sache. Wer ein Klavier hat, der sollte darüber nachdenken professionelle Helfer zu bestellen, die den Transport durchführen. Und auch der Einsatz von Hebebühnen und anderen Hilfen sollte man vorab genau kalkulieren.

… den Nachsendeauftrag bei der Post

Im Vergleich zu den Kosten von Spezialtransporten fallen die Kosten für den Nachsendeauftrag eher gering aus. Sie hängen vor allem von der Laufzeit ab, die es braucht um Briefe an die neue Wohnung nachsenden zu lassen und auch davon, ob man nur Briefe nachsenden lassen will oder auch andere Sendungen (z.B. Pakete). Bei Privatpersonen liegen die Kosten für einen Nachsendeauftrag bei etwa 20 € bis 40 €.

… die Ummeldung

Bist du umgezogen, musst du deine neue Adresse auch den staatlichen Einrichtungen (Einwohnermeldeamt, Ummeldung von Auto und Hund, Finanzamt, GEZ,…) bekannt geben und dich offiziell ummelden. Manchmal geht das einfach per Brief oder E-Mail, manchmal wird eine geringe Gebühr von 10 € bis 30 € erhoben. Je nachdem, was du alles umzumelden hast, können sich hier aber auch ein paar Kosten summieren. Siehe auch Artikel: Ummelden beim Umzug. Wann, wie, wo?

… die Mietkaution

Drei Monatsmieten solltest du (in der Regel) für die Mietkaution hinterlegen können. Meine Erfahrung ist oft, dass man von einer kleineren in eine größere Wohnung zieht. Entsprechend reicht die Mietkaution der kleineren Wohnung oft nicht aus um die neue Kaution zu decken. Es gilt hier also eine gewisse Lücke zu decken. Kläre vorzeitig, wie viel finanziellen Bedarf du für die Mietkaution einplanen musst. Du solltest dabei berücksichtigen, dass es unter Umstände eine Weile dauern kann, bis dein alter Vermieter deine Mietkaution zurückzahlt und kannst mal prüfen, welche Alternativen es zur klassischen Barkaution gibt.

… neue Einrichtungsgegenstände

Nicht selten entstehen mit einem Umzug auch Notwendigkeiten zur Anschaffung für neue Einrichtungsgegenstände. Schnell kommt es vor, dass man eine neue Küche braucht und eigentlich hat das alte Sofa auch wirklich ausgedient.

Deswegen solltest du vorab genau planen, was du an Budget reservieren musst um die neue Wohnung einzurichten. Nicht alle Gegenstände müssen sofort angeschafft werden, manche kann man auch Monate nach dem Umzug nachziehen, wenn die Liquidität sich dann wieder etwas verbessert hat.
Überlege zudem bei jeder Anschaffung, ob Sie notwendig ist oder nicht. Manchmal tun’s die alten Sachen dann vielleicht doch noch oder es gibt Alternativen auf dem Second-Hand-Markt.
In jedem Fall solltest du dir genau überlegen, ob eine Finanzierung von Neuanschaffungen für dich in Frage kommt. Ich bin da ja eher skeptisch.

Prüfe, was du dir zurückholen kannst

Unter bestimmten Umständen ist es übrigens möglich, den Staat an deinem Umzug zu beteiligen. Das Zauberwort heißt Umzugskostenpauschale. Du solltest also unbedingt prüfen, ob du nicht ein Anrecht auf staatliche Förderung deines Umzugs hast. Auch als Hartz-4-Empfänger kannst du deinen Umzug übrigens (teilweise) auf Staatskosten durchführen.

Zum Schluss: Habe ich Umzugskosten vergessen, die hier nicht auftauchen?

Habe ich was vergessen? Dann ergänze doch einfach deine Positionen via Kommentar am Ende der Seite oder schick mir kurz eine Mail an info@umzugsratgeber.de, damit ich vergessene Kostenpositionen nachtragen kann.

Die häufigsten Fehler beim Umzug vermeiden – so klappt’s mit der richtigen Organisation

Leider geht kaum ein Umzug vollkommen problemlos über die Bühne. Meistens kommt es zumindest zu einer Menge Stress oder zu Uneinigkeiten zwischen denen, die am Umzug beteiligt sind. Das ist menschlich und gehört nun einmal dazu. Werden zusätzlich aber noch Fehler beim Umzug gemacht, die sich eigentlich hätten vermeiden lassen, kann der Ärger während und nach dem Umzug manchmal ganz schön groß sein. Wer die häufigsten Umzugsfehler immer im Hinterkopf behält und sich bemüht, sie zu vermeiden, tut sich und dem ganzen Ablauf daher einen großen Gefallen.

Die Zeit für den Umzug wird falsch kalkuliert

Einer der gefährlichsten Fehler, die immer wieder bei Umzügen passieren, ist der, die Zeit falsch einzukalkulieren. Es behindert in jeder Hinsicht den gesamten Ablauf des Umzugs, wenn etwa die Umzugskisten nicht rechtzeitig genug gepackt werden und plötzlich die Freunde oder gar externe Umzugshelfer vor der Tür stehen. Zum einen kann dann einfach nicht sofort eingeladen und gestartet werden, zum anderen freuen sich Deine Helfer darüber mit Sicherheit nicht – außer, sie sind dazu bestellt worden, beim Kistenpacken zu helfen.
Das ganze Hab und Gut eines Haushaltes sorgsam in Kisten zu verpacken dauert in der Regel immer länger, als man denkt. Das Zeitfenster alleine für das Entrümpeln, Sortieren, Verpacken und Transportieren sollte also eher großzügig geplant werden.

Es werden zu wenige oder ungeeignete Umzugskartons besorgt

Nicht nur die Zeit, die Du für das Verpacken Deiner Sachen in Umzugskartons benötigst, unterschätzt Du mitunter, auch die Menge jener Sachen ist Dir vielleicht nicht wirklich bewusst. Alleine ein kleines Bücherregal bedarf oftmals schon mehrere Kartons, da Bücher zum einen schwer sind und in Kartons untergebracht dann doch mehr Platz wegnehmen, als Du vielleicht denkst. Du solltest daher die Faustregel: für jeden Quadratmeter des Zimmers ein Umzugskarton im Kopf behalten – selbst, wenn das für Dich erst einmal übertrieben klingen mag.

Neben der Menge der Kartons, spielt auch deren Qualität eine entscheidende Rolle. Nichts ist fataler, als während des Tragens durch das Treppenhaus plötzlich den Inhalt eines Kartons zu verlieren, weil er Dir aus den Händen rutscht oder weil gar der Boden durchbricht.

Zunächst kann es zwar helfen, sich bei Bekannten oder Nachbarn oder an sonstiger Stelle nach kostenlosen alten Kartons umzuhören, wer aber sichergehen will, dass es stabile und hochwertige Kartons sind, sollte diese im Baumarkt kaufen oder im Internet recherchieren. Beim Karton online bestellen, solltest Du auch hier vor allem auf die Stabilität und die Griffmöglichkeiten achten. Sie sind das A und O jedes guten Umzugskartons. Die Größe dagegen ist erst einmal gar nicht so entscheidend.

Beim Packen wird nicht sortiert

Bei den ersten Umzugskisten mag es noch weniger schlimm sein, wenn diese ohne System eingeräumt werden und die Gegenstände in den Kisten nicht entsprechend diverser Kategorien sortiert werden. Spätestens nach der fünften Kiste allerdings stellt sich dann oft schon Verwirrung ein, die in der neuen Wohnung schnell in Chaos überschlägt. Wo waren jetzt wieder die Kosmetikartikel, die man dringend braucht? Wo die Regenjacke, die für das Kistenschleppen durch das Ekelwetter jetzt mehr als praktisch wäre?

Um derartige Situationen zu vermeiden sollten alle Kartons sortiert gepackt und anschließend in Stichworten beschriftet werden. Am besten gehst Du beim Packen von Raum zu Raum vor und kombinierst ganz bestimmte Dinge miteinander. Bücher sollten nie bis zum Rand in einen Karton gefüllt werden, da dieser sich dann oft kaum tragen lässt, bzw. im schlimmsten Fall durchbricht. Dennoch gehören schwere Gegenstände an den Boden einer Kiste und leichte Sachen nach oben. Wer Geschirr und Textilien kombiniert verpackt, vermeidet einerseits, dass die Kartons zu schwer werden und kann die Stoffe gleichzeitig als Schutz vor Erschütterungen um das anfällige Porzellan wickeln. Insgesamt solltest Du immer daran denken, Dinge, die Du erst einmal nicht wirklich brauchst, eher nach unten und dringliche Gegenstände logischerweise nach oben in den Karton zu packen.

Diverses Organisatorisches wird vernachlässigt

Zu den Dingen, deren man sich zwar vor und während des Umzugs bewusst ist, die man aus Faulheit oder aufgrund mangelnder Disziplin vernachlässigt, kommen außerdem einige organisatorische Dinge hinzu, an die viele Menschen ganz einfach nicht denken:

  • Dazu gehört beispielsweise, daran zu denken, die Provider für das Internet, das Telefon und Co. fristgerecht zu kündigen, falls Du diese nicht für den neuen Wohnort übernehmen kannst. Auch für Strom- und Gasversorger gilt, dass diese Dir in der Regel gerne bei der Kündigung und Ummeldung helfen. Wenn Du Altverträge weiterführen willst, solltest Du diese zügig umstellen, damit Du die Anschlüsse auch direkt nach dem Einzug schon wieder nutzen kannst.
  • Du solltest Dir vorher genau Gedanken darüber machen, welche Aufgaben beim Umzug Du wirklich selbst übernehmen kannst und welche vielleicht eher von Profis erledigt werden sollten. Gerade Dinge, wie Renovierungsarbeiten in der neuen Wohnung, die vielleicht noch besser vor dem Einzug abgehakt werden sollten, müssen eventuell handwerklich begabte Bekannte und Verwandte oder eben Profis übernehmen. Um deren Anwesenheit und Verfügbarkeit ist sich rechtzeitig zu kümmern.
  • Wer umzieht, ist verpflichtet, alle möglichen Institutionen über seinen neuen Hauptwohnsitz aufzuklären. Dazu gehört vor allem das Einwohnermeldeamt, aber auch die Hausbank, Versicherungsgesellschaften, Vereine und sonstige Stellen. Wer die Post zu spät oder falsch zustellt, sieht sich nicht selten unnötigen Kosten ausgesetzt.
  • Aus finanzieller Sicht besonders wichtig ist es, den Mietvertrag rechtzeitig zu kündigen. Läuft der alte Vertrag noch eine Weile weiter, zahlst Du im schlimmsten Fall mehr als einen Monat lang unnötigerweise die doppelte Miete.
  • Selbst schwer machst Du es Dir, wenn Du vergisst, an Deinem neuen Wohnsitz eine Art Halteverbotszone einzurichten, in welcher Du mit dem Umzugswagen gut parken kannst. Die Kosten und der Aufwand dafür sind gering, Du musst aber eben einfach daran denken – bereuen wirst Du es mit Sicherheit nicht.

Was macht einen guten Umzugshelfer aus?

Umzugshelfer – egal ob Freunde, Bekannte, Verwandte oder Studenten, die sich ihr Taschengeld aufbessern wollen – gibt es in zwei Varianten: Es gibt die handwerklich geschickten, organisationsstarken Umzugshelfer und es gibt die, die nur mit viel Glück die Beschriftung auf den Umzugskartons richtig lesen und auch umsetzen können. Fakt ist: Wer um die Stärken und Schwächen des Umzugstrupps weiß, kann sie nach eben diesen auch passend einsetzen.

Heute drehen wir die Sicht daher einmal um und gucken uns (aus der Perspektive des Helfers) an: Was macht eigentlich einen guten Umzugshelfer aus? Was muss er mitbringen (an Fähigkeiten, aber auch an Material), wie kann er sich auf seine Rolle vorbereiten und wie sieht es eigentlich mit der eigenen Haftung aus?!

Welche Werkzeuge sollte der Umzugshelfer immer am Mann/an der Frau haben?

Wie die Werkzeugtasche bestückt ist, die der Umzugshelfer um die Hüfte trägt, ist abhängig davon, wo er eingesetzt wird. Im Ab- oder Aufbau-Trupp ist der Akkuschrauber mit mindestens zwei voll aufgeladenen Akkus zum Austauschen das wichtigste Werkzeug. Ein Bleistift, der vielleicht sogar in echter Handwerker-Manier hinters Ohr gesteckt wird, und ein Hammer gehören ebenfalls dazu. Wer zu den Lastenträgern gehört, der braucht sicherlich Handschuhe sowie Spanngurte oder eine Sackkarre.

Wer hingegen in der Gruppe der Kisten-Packer eingeteilt ist, der braucht vor allem Klebeband (möglichst auf einer Abrollhilfe) und einen dicken, schwarzen Stift, um die Kisten ordentlich beschriften zu können. Zeitungspapier, um zerbrechliches Hab und Gut ordentlich zu verpacken, sollte – ebenso wie Packkartons – vorhanden sein. Der Ausräum-Trupp hingegen braucht ein Cutter-Messer und das logistische Grundverständnis, dass erst der Aufbau-Trupp den Schrank aufstellen muss, damit der Ausräum-Trupp seine Arbeit tun kann.

Worauf muss ein guter Umzugshelfer am Tag X achten?

Einer muss am Tag des Umzugs den Hut aufhaben. Ob das nun derjenige ist, der umzieht, oder diejenigen, die dabei helfen – das liegt meist an den Personen selbst und an dem Maß an Organisationsgeschick, das sie mitbringen. Wichtig ist: Arbeit muss am Umzugstag nicht zwingend angeschafft werden. Ein guter Umzugshelfer zeichnet sich auch darüber aus, dass er die Arbeit sieht, die vielleicht auf keinem gut organisierten Flipchart steht, sondern einfach anfällt. Hinzu kommen Grundeigenschaften wie Fleiß, Kraft, Geschick und Teamfähigkeit. So ausgerüstet, kann am Umzugstag fast nichts mehr schiefgehen.

Was ist eigentlich in punkto Haftung zu bedenken?

Die Unterstützung von Freunden und Bekannten ist die günstigste Variante, um einen Umzug zu stemmen. Allerdings kann es spätestens dann zu einer Belastungsprobe der Freundschaft kommen, wenn im Eifer des Gefechts etwas zu Bruch geht. Die gelebte Praxis sieht so aus: Wer unbezahlt beim Umzug hilft, erweist einen Freundschaftsdienst. Unterstellt wird in diesem Fall eine Haftungsbeschränkung. Die ausführliche juristische Abwägung steht im Juraforum.

Das Fazit dort lautet: „Normalerweise brauchen private Umzugshelfer die unentgeltlich beim Umzug mithelfen nicht befürchten, dass sie für angerichtete Schäden gegenüber dem Umziehenden oder Dritten aufkommen müssen. Ein Restrisiko kann jedoch mangels höchstrichterlicher Entscheidungen nicht ganz ausgeschlossen werden. Um ganz sicherzugehen, sollten sie dies jedoch mit dem Umziehenden schriftlich einen Haftungsausschluss sowie eine Haftungsfreistellung gegenüber Dritten im Falle der leichten Fahrlässigkeit ausdrücklich vereinbaren. Dies sollte schriftlich geschehen.“

Eine zwar nicht kostenlose, aber immer noch kostengünstige Option, ist das Anheuern von Studenten. Werden diese von einer Umzugshelfer-Agentur vermittelt, sind sie dort direkt versichert. Meist sind sie kurzfristig verfügbar, engagiert und motiviert.

Siehe hierzu auch meinen Artikel: Studentische Umzugshelfer engagieren: Worauf musst Du achten?

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es für Umzugshelfer eigentlich?

Wer einen Umzug plant, der weiß: Helfende Hände werden zum Einpacken, zum Auspacken, zum Tragen sowie zum Ab- und Aufbauen gebraucht. Doch im Grunde ist das nur eine Hälfte der Einsatzgebiete, die es am Umzugstag zu besetzen gilt.

  • Die beliebtesten Helfer sind im Verpflegungstrupp. Sie sorgen für Häppchen, die zwischen LKW ausladen und Möbel aufbauen für neue Kraft sorgen. Sie achten darauf, dass Getränke in ausreichendem Maß zu Verfügung stehen und, dass es Kaffee sowie die eine oder andere Nascherei gibt.
    Tipp: Je Büffet-artiger die Verpflegung ausfällt, desto weniger kommt der Durchhänger nach dem üppigen Mahl. Wer bereits früh morgens Kisten schleppt, bekommt nach einer üppigen Mahlzeit am Mittag sehr schnell die sogenannte Bettschwere und ist nur mühsam wieder zu motivieren.
  • Besonders wichtig ist für den Umzugstag die Betreuung von Kindern und Tieren zu organisieren. Sprich: Ein Babysittermuss dafür sorgen, dass die Kinder entweder beim Umzugstrubel komplett außen vor sind oder unter ständiger Beobachtung kleine Aufgaben erledigen dürfen. Bei Tieren gilt hingegen: Am besten ein oder zwei Tage vorher ausquartieren und erst dann ins neue Heim lassen, wenn sich der Trubel gelegt hat.
    Tipp: Mehr Infos hierzu findest du auch in meiner Artikelserie zum Umzug mit Kindern.
  • Wo gehobelt wird, fallen Späne. Das ist nicht nur irgendein Sprichwort, sondern die Wahrheit, die am Umzugstag den Bedarf an Renovierungskräften aufkommen lässt. Im günstigsten Fall geht es bei den Renovierungsarbeiten (siehe hierzu diesen Artikel) lediglich um das Streichen der Wände oder das Verspachteln von Löchern. Meist arbeitet der Renovierungs-Trupp mit dem Putztrupp Hand in Hand. Putztipps für Boden, Küche oder Bad gibt es hier.

Möbel zerlegen wie die Profis: Montagetipps für den Umzug

Die Schraube ist weg, das Gewinde kaputt, und quer über die Schranktür zieht sich ein dicker Kratzer: Beim Umziehen von Möbeln kann einiges schiefgehen. Mit einfachen Tricks verhinderst Du Schäden und vermeidest viel Ärger. Ich zeige Dir, wie Du Deine Möbel einfach zerlegen kannst und sie sicher ins neue Zuhause bringst.

Grundregel: Nur zerlegen, was wirklich nötig ist!

Bei der Frage, welche Möbel Du zerlegen musst und welche nicht, ist Faulheit der beste Berater: Denn Möbel zerlegen ist nicht nur zeitfressend, sondern verursacht bei mehreren Umzügen Verschleiß. Also: Nur zerlegen, wenn es wirklich sein muss – etwa, wenn sie zum Tragen zu schwer sind oder nicht durch die Türe passen. Darum solltest Du sperrige Möbel ausmessen und prüfen, ob es Engpässe in Wohnung und Treppenhaus gibt. Dann kannst Du entscheiden, was zerlegt wird und was nicht.

Möbel zerlegen: So baust Du sie richtig ab

Der Ab- und Aufbau der Möbel fällt leichter, wenn Du einen zweiten Helfer zur Hand hast. Mit ein bisschen Geschick klappt es aber auch alleine.

Falls Du noch die Aufbauanleitung deiner Möbel besitzt, sollte der Ab- und Wiederaufbau problemlos möglich sein. Hast Du sie nicht mehr, findest Du sie vielleicht im Internet oder kannst sie beim Möbelhersteller erfragen. Ansonsten solltest Du bei Möbeln mit vielen Einzelteilen den Abbau dokumentieren (heute hat ja jeder ein Handy und kann nebenbei einige Bilder knipsen) oder eine Skizze anfertigen – so tust du dich später beim Aufbau leichter.

Nimm zuerst die Regalböden der Schränke heraus und markiere die Löcher, in denen die Regalböden eingesetzt waren, mit einem Bleistift. Baue deine Schränke von oben nach unten ab. Deko-Blenden und Kleiderstangen solltest Du ebenfalls entfernen.

Jedes abgebaute Teil solltest Du nummerieren oder beschriften, damit Du nach dem Umzug weißt, wo es hingehört. Wenn du eine Skizze anfertigst, kannst du hier ebenfalls die Teilenummern hinterlegen um später alles gut zuordnen zu können. Hierbei ist Kreppband hilfreich, da Du es hinterher ohne Rückstände wieder entfernen kannst.

Hast du das Möbelstück in seine Bestandteile zerlegt, geht es daran Griffe und Schlüssel zu entfernen: Diese Teile stehen über und können im Transporter Schäden an anderen Möbeln verursachen. Zur Sicherheit solltest du auch sämtliche Schubladen und Türen mit Kreppband befestigen, damit sie nicht während des Transportes aufgehen.

Die Griffe, Dübel, Schrauben und Muttern der Möbelstücke bewahrst Du in beschrifteten Tüten auf. So stellst du sicher, dass nichts verloren geht. Hierfür sind widerverschließbare Tiefkühlbeutel geeignet, die Du mit Klebeband an dem zugehörigen Möbelstück befestigen kannst.

Möbel sicher transportieren

Nun heißt es Ärmel hochkrempeln: Damit Du Deine Möbel sicher in den Umzugswagen und wieder hinaus bringst, sind ein paar zusätzliche Hände hilfreich. Große und schwere Möbel lassen sich zudem einfacher mit Tragegurten oder einer Sackkarre transportieren. Bei zerlegten Möbeln solltest Du dagegen darauf achten, dass sämtliche Teile beieinanderliegen. Stelle deine Schränke Rücken an Rücken im Transporter auf, damit sie sich gegenseitig stützen. Dabei solltest du sie mit Decken oder Malerfließ voreinander schützen. Hier verrate ich dir übrigens, wie du deinen Umzugstransporter oder deinen LKW richtig belädst.

Kein Umzug ohne Werkzeugkiste!

Damit Du nach dem Umzug nicht erst noch nach Schraubenzieher und Hammer suchen musst, stellst Du die Werkzeugkiste als letztes in den Umzugswagen – so ist sie gleich griffbereit und geht nicht im Umzugschaos verloren. In diesem Artikel über die erste eigene Wohnung findest du Tipps, welche Werkzeuge Du brauchst und welche Einrichtungsgegenstände wichtig sind.

Den Möbelaufbau richtig planen

Im Idealfall hast Du Dir bereits vor dem Umzug Gedanken gemacht, welcher Gegenstand wohin kommt. Dabei hilft es, einen Einrichtungsplan zu erstellen. Das erspart dir eine Menge Möbel rücken.

Prinzipiell solltest Du Möbel auf einer ebenen Fläche aufbauen und dafür eine Unterlage benutzen – zum Beispiel Malerfließ oder einen Teppich. Andernfalls kann der Boden verkratzen oder die Möbel absplittern. Willst du hohe Möbel wie einen Schrank aufbauen, solltest Du diese auf dem Boden liegend zusammensetzen, und sie erst hinterher aufrichten und an ihren Platz stellen.

Gerade wenn der Umzug länger dauert, gilt beim Aufbau: Das Lebensnotwendigste zuerst! Fange mit deinem Bett an, so ist schon mal Dein Schlafplatz gesichert. Wenn danach noch Zeit ist, kannst du die Küche startklar machen.

In der Küche richtest du Kühlschrank und Spülmaschine aus, so dass sie geradestehen, und schließt den Herd an. Aber Vorsicht beim Kühlschrank: Beim Transport kann Öl in den Kühlkreislauf fließen, darum sollte man den Kühlschrank danach immer einige Stunden stehen lassen. Je nach Modell kann das bis zu 24 Stunden dauern.

Irgendwann ist aber gerade an Tag eins des Umzugs die Puste raus: Falls die Zeit knapp oder die Laune im Keller ist, kannst Du den Küchenaufbau verschieben und stattdessen eine Pizza bestellen. Schließlich muss es auch mal genug sein! Hier verrate ich dir, wie du dich und deine Umzugshelfer am Umzugstag verpflegen kannst.

Umzugskartons günstig oder gratis

Während Du auch Bananenkisten, Müllsäcke oder Koffer für Deinen Umzug nutzen kannst, sind Umzugskartons einfach die bessere Wahl. Denn sie lassen sich im Transporter oder Auto leichter und sicherer stapeln, sodass Du Deinen Umzugswagen effizienter packen und den vorhandenen Platz bestmöglich ausnutzen kannst. Allerdings sind Umzugskartons nicht gerade günstig und Du wirst wahrscheinlich eine große Vielzahl an Kartons benötigen, um Dein Hab und Gut sicher zu verpacken. Was also tun, wenn Du nicht auf Umzugskartons verzichten, aber trotzdem Geld sparen möchtest? Ich werde Dir nun zeigen, wie Du Dir alle für Deinen Umzug benötigten Umzugskartons billig oder gratis sichern kannst, wobei Du ausreichend Zeit mitbringen solltest, um alle Deine Umzugskartons zu sammeln.

Umzugskartons im Internet gratis oder günstig ergattern

Wenn Du bisher nur bei den verschiedenen Kleinanzeigenportalen nach Umzugskartons geschaut hast, dann ist dies gerade einmal der Anfang. Denn während die Kleinanzeigenseiten im Internet und in der Zeitung in der Tat immer mal wieder kostenlose Umzugskartons zur Abholung anbieten, lohnt es sich auf jeden Fall auch, bei Facebook nach kostenlosen oder günstigen Umzugskartons zu schauen. Bestimmt gibt es auch für Deine Stadt eine „Zu Verkaufen“- beziehungsweise Flohmarktgruppe oder ein entsprechendes Netzwerk. Bei diesen Seiten auf Facebook sind meist unzählige andere Mitglieder aus Deiner Region angemeldet, bei denen Umzugskartons nur ungenutzt herumstehen und einfach zu viel Platz wegnehmen. Wenn dem so ist, posten sie vielleicht sogar selbst eine Anzeige, um ihre Umzugskartons günstig oder sogar gratis anzubieten. Andererseits kannst Du mit einer entsprechenden Anzeige auch selbst nach gebrauchten Umzugskartons schauen. Selbst beim Online-Auktionshaus eBay kannst Du Umzugskartons inzwischen ersteigern. Hierbei ist es natürlich sinnvoll, wenn der Anbieter aus Deiner Region stammt, damit Du die Kartons einfach abholen und die Kosten für den Versand einsparen kannst. Auch bei Yahoo gibt es kostenlose Gruppen, die sich Freecycle nennen, und bei denen Du immer wieder kostenlose Umzugskartons erhalten kannst. Du musst Dich also nur online auf die Suche machen!

Umzugskartons günstig oder kostenlos von Umzugsunternehmen

Mit ein wenig Glück kannst Du aber auch mit Deinem Umzugsunternehmen einen Deal aushandeln. Gerade bei größeren Umzügen, welche entsprechend ins Geld gehen, kannst du vielleicht sogar kostenlose Umzugskartons heraushandeln, wenn Du Dein Verhandlungsgeschick entsprechend einsetzt. Bei immer mehr Umzugsunternehmen kannst Du Umzugskartons zudem günstig mieten. Wenn Dir das immer noch zu teuer ist, kannst Du aber auch bei einigen Umzugsunternehmen in Deiner Stadt anfragen, ob diese vielleicht Umzugskartons aus ihrem Mietbestand zu verschenken haben. Denn wenn die Umzugskartons bereits mehrere Male vermietet wurden, kann das Umzugsunternehmen diese Kartons aufgrund ihres stark gebrauchten Zustands irgendwann nicht mehr verwenden, sodass Du vielleicht Glück mit deiner Anfrage hast. Nimm also Deinen Mut zusammen und probiere es einfach aus!

Alle Tipps im Überblick

Zum Schluss möchte ich die wichtigsten Tipps, wie Du Dir Umzugskartons nahezu kostenlos sichern kannst, noch einmal für Dich zusammenfassen und Dir noch ein paar echte Geheimtipps für die effiziente Nutzung dieser Kartons geben:

  • Angehörige, Freunde, Bekannte, Arbeits- oder Studienkollegen unbedingt nach Umzugskartons fragen, die Du Dir ausleihen oder sogar geschenkt haben kannst
  • Kleinanzeigen online und in der Zeitung studieren, um kostenlos Umzugskartons zu bekommen
  • bei eBay gebrauchte Umzugskartons günstig von Privatanbietern ersteigern
  • beim Kauf von Umzugskartons einen Preisvergleich im Internet machen
  • auch bei Yahoo, Google+ und anderen sozialen Netzwerken nach gebrauchten Umzugskartons suchen
  • verschiedene Facebook-Gruppen auf der Suche nach günstigen oder gratis Umzugskartons durchstöbern
  • Aufkleber kaufen, um bereits benutzte Umzugskartons dennoch gut sichtbar beschriften zu können
  • bei Umzugsunternehmen nach gratis Umzugskartons aus dem Mietbestand fragen
  • einen Rabatt auf Umzugskartons beim Umzugsunternehmen aushandeln
  • Umzugskartons günstig mieten
  • leicht beschädigte Umzugskartons mit ein bisschen Tape einfach wieder reparieren, um sie wieder einsatzfähig zu machen
  • ausreichend Zeit mitbringen, um genügend günstige oder kostenlose Umzugskartons zusammenzusammeln

Übrigens: Wer seine Umzugskartons effizient packt, der braucht am Ende weniger Kartons und kann so ebenfalls sparen. Um dich zu informieren, wieivele Kartons du überhaupt brauchst, kannst du meinen Umzugskartonrechner nutzen oder dich in diesem Artikel darüber informieren, mit wieviel Kartons du kalkulieren solltest.

Umzug in eine kleinere Wohnung – so klappt‘s

Wenn Du von einer großen in eine kleine Wohnung ziehst, heißt dies noch mehr Arbeit für Dich als bei einem regulären Umzug. Denn eine kleinere Wohnung bedeutet natürlich, dass nicht alle Deine Möbel dort Unterschlupf finden werden und Du Dich womöglich von einigen Dingen trennen musst. Beim Umzug in eine kleinere Wohnung kommst Du um ein gezieltes Ausmisten also nicht herum. Ob Du nun infolge eines Jobverlustes, einer Trennung oder aufgrund der zu hohen Kosten für Deine bisherige Wohnung umziehst, kann bei der Planung Deines Umzugs in eine kleinere Wohnung auch eine Rolle spielen. Schließlich musst Du Dich fragen, ob Du Dich von Deinen zu großen Möbelstücken dauerhaft oder nur temporär trennen willst. Ich möchte Dir an dieser Stelle daher ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben, damit Dein Umzug in die kleinere Wohnung gelingt.

Ausmisten oder einlagern?

Sich von lieb gewonnen Gegenständen, mit denen Du vielleicht viele Erinnerungen verknüpfst, zu trennen, fällt nicht immer leicht. Dabei kann genau dies erforderlich werden, wenn Du in Deiner neuen Wohnung einfach nicht ausreichend Platz für Dein bisheriges Hab und Gut hast. Zunächst einmal solltest Du daher ganz genau überlegen, wie viel Platz Deine neue Wohnung (inklusive Keller oder Dachboden) hergibt und von welchen Dingen Du Dich eigentlich trennen müsstest. Wenn Du jedoch ohnehin weißt, dass Du nur für einen kurzen Zeitraum in eine kleinere Wohnung ziehst oder Dich von einigen Möbeln und anderen persönlichen Gegenständen einfach nicht trennen kannst, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Möbel bei einem professionellen Anbieter zwischen- oder einlagern (kann mit hohen Kosten verbunden sein)
  • Möbel bei Deiner Familie oder Freunden ein- oder zwischenlagern (am besten nicht zu lange, um die Beziehung nicht zu stark zu strapazieren)

Bei den professionellen Einlagerungsmöglichkeiten kannst Du meist zwischen der Möbellagerung in Einzelcontainern, Outdoor-Lagerräumen, Driveup-Lagern und Indoor-Lagern auswählen. Welche Option dabei für Dich die richtige ist, ist nicht nur eine Kostenfrage, sondern hängt auch davon ab, was Du genau lagern willst und wie empfindlich diese Möbel und Gegenstände sind. Vielleicht entscheidest Du Dich in Anbetracht der relativ hohen Kosten auch dafür, dass Du Dich doch von dem ein oder anderen Stück trennen wirst. Schließlich kannst Du Deine Umzugskasse durch den Verkauf von Möbeln und Co. auch noch etwas aufbessern. Wenn die Entscheidung zum Ausmisten gefallen ist, gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, die Du zur Entsorgung Deiner Sachen nutzen kannst.

Weitere Informationen zum Thema Einlagerung habe ich für dich übrigens in einem separatem Umzugstipp zusammengeschrieben.

Gekonnt ausmisten

Noch bevor Du deine Umzugskisten packst, solltest Du am besten die Dinge aussortieren, die in Deiner neuen Wohnung keinen Platz mehr finden werden. Denn gerade wenn Du einige dieser Sachen verkaufen möchtest, benötigst Du ausreichend Vorlaufzeit, um Dich noch rechtzeitig vor dem Umzug um den Verkauf kümmern zu können. Während Du Deine Wohnung ausmistest, sortierst Du Deine Sachen am besten in verschiedene Kisten oder Stapel und unterscheidest zwischen Dingen, die Du

  • verkaufen willst,
  • spenden willst,
  • in den Müll geben wirst,
  • zum Sperrmüll bringen willst,
  • im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis noch weitergeben/ verschenken willst,
  • und bei denen Du Dir noch nicht sicher bist, ob Du Dich wirklich von ihnen trennen kannst.

Auch Deine Möbel kannst Du ganz einfach mit einer entsprechenden Haftnotiz versehen, die besagt, ob sie zu verschenken, entsorgen oder zu verkaufen sind. Mit diesem System behältst Du immer den Überblick und das auch dann, wenn Du wirklich viele Sachen auszusortieren hast. Helfen können hier übrigens bunte Klebezettel / Haftzettel in den Farben rot (= behalten), gelb (= verschenken) und grün (= Müll). Wenn Du Dich nur schwer von Dingen trennen kannst, überlegst Du am besten, wann Du den Gegenstand das letzte Mal benutzt hast. Falls dies schon eine Weile zurückliegt, brauchst Du ihn wahrscheinlich nicht wirklich – es sei denn, es handelt sich um ein Erinnerungsstück mit sentimentalem Wert.

Die kleinere Wohnung als Chance sehen

Du kannst Deinen bevorstehenden Umzug also auch als Chance nutzen, um endlich jede Menge unerwünschten Ballast loszuwerden. Vielleicht erinnerst Du Dich in diesem Zusammenhang daran, dass Dein Umzug umso günstiger wird, je weniger Sachen umziehen müssen. Um Deinen Umzug in eine kleinere Wohnung als echte Chance wahrzunehmen, kann es auch sinnvoll sein, wenn Du Dich von Dekokissen, Vorhängen und anderen Heimtextilien ganz bewusst trennst, auch wenn diese noch gut erhalten sind. Denn wenn Du Deine neue Wohnung mit kleinen Hilfsmitteln wie Vorhängen oder Teppichen neu dekorierst, freust Du Dich womöglich deutlich mehr auf den bevorstehenden Umzug.

Deine aussortierten Sachen verkaufen

Da Du vielleicht nicht alle der aussortierten Sachen, die defekt oder kaputt sind, im Müll entsorgen kannst, solltest Du unbedingt rechtzeitig eine Sperrmüllabholung in Auftrag geben (wie das bei dir geht, erfährst du bei deinem regionalen Müllentsorger oder beim Bürgerbüro in deiner Stadt). Ebenso frühzeitig solltest Du den Verkauf Deiner aussortieren Sachen in Angriff nehmen. Besonders dann, wenn einige dieser Gegenstände lange auf Deinem Dachboden gestanden haben und etwas eingestaubt sind, solltest Du sie erst gründlich reinigen, um am Ende einen möglichst hohen Verkaufspreis erzielen zu können. Wenn Du die Sachen, die zum Verkauf stehen, dann alle zusammengetragen hast, kannst Du folgende Möglichkeiten nutzen, um Dir damit ein wenig Geld hinzuzuverdienen:

  • Flohmärkte vor Ort
  • Bücher- und Medienankauf vor Ort oder im Internet
  • Online-Flohmärkte
  • Wohnungsflohmarkt bei Dir zuhause (mit Postern oder in der lokalen Presse für die Haushaltsauflösung werben)
  • Online-Auktionshäuser
  • Secondhand-Läden vor Ort oder inzwischen auch online
  • Kleinanzeigen (online oder in der Zeitung)
  • Spezielle Verkaufs- und Flohmarktgruppen bei Facebook
  • Verkauf im Bekannten-/ Freundeskreis
  • Verkauf an Arbeitskollegen
  • Aushänge in Supermärkten oder am schwarzen Brett in der Uni, im Kindergarten, etc.
  • Verkauf an einen Antiquitätenhändler oder ein Goldgeschäft
  • An- und Verkauf vor Ort

Wie du siehst, stehen Dir ausgesprochen viele Möglichkeiten offen, wie Du Deinen Hausrat vor einem Umzug in eine kleinere Wohnung noch zu Geld machen und dann mit weniger Ballast umziehen kannst.

Umziehen mit Klavier – was Du beim Klaviertransport beachten musst

Ein gewöhnlicher Umzug kann ganz schön anstrengend sein. Ein Umzug mit Deinem Klavier stellt allerdings eine völlig neue Herausforderung dar. Dies liegt nicht nur allein am Gewicht des guten Stücks, sondern auch daran, dass Erschütterungen beim Umzug eines Klaviers möglichst zu vermeiden sind. Mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm, handelt es sich bei einem Klavier um ein echtes Schwergewicht. Demnach sollte bereits jetzt klar sein, dass ein Klaviertransport in Eigenregie eher nicht zu empfehlen ist. Dennoch möchte ich Dir verraten, wie Du diese Mammutaufgabe meistern kannst und wann Du sie besser an einen Profi abgeben solltest.

Ein Klavier bitte nur mit den richtigen Hilfsmitteln transportieren

Wenn Du den Umzug Deines Klaviers zusammen mit Deinen Umzugshelfern selbst in die Hand nehmen willst, dann dürfen die passenden Hilfsmittel nicht fehlen. Denn ein Klavier ist in Bezug auf seinen Transport eines der anspruchsvollsten Stücke in Deiner Wohnung. Die folgenden Hilfsmittel sind daher unerlässlich:

  • Ein Rollwagen (Hund) mit einer stabilen Ablagefläche
  • Zwei Möbelgurte
  • Ein Transporter, der über eine Laderampe oder Hebebühne verfügt
  • Umzugsdecken oder ausreichend Schutzfolien (als Schutz vor Kratzern, für die der Klavierlack leider sehr anfällig ist)

Wenn du in einer höheren Etage wohnst und kein Aufzug verfügbar ist, macht es vielleicht Sinn, einen Möbelaufzug anzumieten.

Die Last gemeinsam stemmen

Ein Klavier sollte immer von mindestens zwei oder besser noch von drei Personen gemeinsam bewegt werden. Viele der genannten Umzugshilfsmittel kannst Du übrigens auch im Baumarkt oder bei einem Umzugsunternehmen preiswert mieten, sodass Du beispielsweise einen Rollwagen nicht unbedingt kaufen musst und so Kosten sparen kannst. Besonders wenn ein Aufzug vorhanden ist und Du einen Transporter anmietest, der über eine Hebebühne oder Laderampe verfügt, ist der Klaviertransport in Eigenregie durchaus machbar. Anfängern solltest Du diese Mammutaufgabe jedoch nicht zumuten, wobei ausreichend körperliche Fitness, viel Kraft und keine gesundheitlichen Einschränkungen (besonders im Bereich des Bewegungsapparates) eine ebenso wichtige Grundvoraussetzung sind, damit Du Deine Freunde überhaupt um diese Hilfe beim Umzug bitten kannst.

Die richtige Versicherung ist unerlässlich

Dabei solltest Du in Anbetracht des hohen Preises für ein Klavier auch unbedingt die Versicherungsfrage klären. Wenn Du Deinen Umzug in Eigenregie zusammen mit Deinen Freunden meisterst, ist nicht immer ganz klar, wer im Schadensfall haftet oder ob Du am Ende auf dem Schaden sitzen bleibst. Nicht jede Haftpflichtversicherung schließt die sogenannten „Freundschaftsdienste“ ein. Falls dies eine Deiner größten Sorgen ist, ist es also besser, wenn Du Dich gleich an ein Umzugsunternehmen für den professionellen Transport Deines Klaviers wendest – hier sollten dann auch die Versicherungsfragen geklärt sein.

Detaillierte Anleitung zum Klaviertransport

Doch wie transportierst Du Dein Klavier mit den genannten Hilfsmitteln denn nun am besten?

  • Im ersten Schritt musst Du das Instrument erst einmal auf dem Hund platzieren, sodass mindestens drei Helfer erforderlich sind. Während zwei starke Umzugshelfer das Klavier anheben, kann die dritte Person den Rollwagen an der richtigen Stelle unter dem Klavier positionieren.
  • Mit Hilfe des Rollwagens lässt sich das Klavier nun erst einmal relativ einfach bis zur Haustür bewegen.
  • Abhängig von der Größe Deines Klaviers kann es außerdem sinnvoll sein, wenn die Lyra und die vorderen Beine abmontiert werden. Unter Benutzung eines Akkuschraubers sollte dies kein Problem sein.
  • Die eigentliche Herausforderung besteht nun darin, das Klavier durch das gesamte Treppenhaus zu manövrieren und das Instrument womöglich viele Treppen herunter zu tragen.
  • Dazu sollte das Klavier zunächst mit Decken geschützt und mit Gurten fest an dem Rollwagen befestigt werden. Beim Tragen des Klaviers packen am besten gleich zwei Helfer an der Unterseite an.
  • Außerdem solltet ihr bei jedem Stockwerk eine kurze Pause einlegen, um so ausreichend Kräfte für die nächsten Treppenstufen zu sammeln.
  • Falls Du einen Flügel transportieren möchtest, muss der Transport wahrscheinlich hochkant erfolgen, damit das Instrument überhaupt durchs Treppenhaus passt.
  • Wenn ihr es erst einmal bis zum Transporter geschafft habt, kann das Klavier mittels der Laderampe oder Hebebühne relativ leicht verladen werden.
  • Bedenkt jedoch, dass das Klavier unbedingt ausreichend im Transporter fixiert werden muss, da es selbst bei leichten Erschütterungen bereits umfallen und Schaden nehmen kann.
  • Das Ausladen des Klaviers in der neuen Wohnung funktioniert dann in umgekehrter Reihenfolge.
  • Nach dem Umzug muss das Klavier eventuell neu gestimmt werden.

Wann solltest Du besser Profis für den Klaviertransport anheuern?

Falls Du Dir in Anbetracht dieser Anleitung einen Klaviertransport in Eigenregie nicht zutraust,  solltest Du auf jeden Fall einen Profi für den Transport Deines geliebten Instruments engagieren. Doch auch in den folgenden Fällen ist ein professioneller Klaviertransport im Rahmen Deines Umzugs ratsam:

  • Zu wenige oder nicht ausreichend starke Helfer
  • Gesundheitliche Beschwerden, wie zum Beispiel Rückenleiden
  • Keinen ausreichenden Hilfsmittel
  • Wenn die Versicherungsfrage beim Transport Deines Klaviers nicht geklärt ist
  • Wenn es sich um ein sehr sperriges oder besonders altes und damit sehr fragiles Klavier handelt
  • Wenn Du einen Konzertflügel transportieren willst
  •  Bei einem sehr engen Treppenhaus
  • Bei einem sehr teuren Klavier (zum Beispiel von Herstellern wie Bösendorfer, Bechstein oder Steinway)

Dabei macht es am meisten Sinn, wenn Du ein Umzugsunternehmen beauftragst, das sich auf sachgemäße Klaviertransporte spezialisiert hat und gleichzeitig auch noch den Umzug Deiner restlichen Besitztümer fachmännisch abwickeln kann. Dann kannst Du die damit verbundenen Sorgen im gleichen Atemzug einfach an den Fachmann abgeben und Dich stattdessen um die Einrichtung in Deiner neuen Wohnung kümmern. Vielleicht ist es für dich ja auch eine Alternative, den kompletten Umzug in fremde Hände zu geben.

Umzug während der Schwangerschaft – Hilfreiche Tipps

Ein Umzug während der Schwangerschaft ist alles andere als ein gewöhnlicher Umzug. Dennoch suchen viele Paare sofort nach einer größeren Wohnung oder einem Haus, wenn sie erfahren, dass sie Nachwuchs erwarten. Schließlich soll die junge Familie ausreichend Platz haben. Dabei solltest du gut überlegen, ob du dir einen Umzug während der Schwangerschaft wirklich zumuten möchtest. Denn selbst dann, wenn du ein Umzugsunternehmen mit einem Komplettumzug beauftragst und dich nicht einmal um das Kistenpacken selbst kümmern musst, ist ein Umzug immer noch mit viel Stress verbunden. Schließlich kann ein Umzug nicht nur körperlich, sondern auch emotional belastend sein. Wie ein stressfreier Umzug in der Schwangerschaft dennoch gelingen kann, möchte ich dir jetzt verraten.

Mute dir nicht zu viel zu

Unabhängig davon, in welchem Stadium deiner Schwangerschaft du dich gerade befindest, solltest du keine schweren Gegenstände heben oder tragen. Ein Umzugskarton, der meist um die 15 Kilogramm wiegt, ist also definitiv viel zu schwer für dich. Auch wenn du dich eigentlich noch fit fühlst und gerade am Anfang deiner Schwangerschaft noch sehr ehrgeizig bist, solltest du lieber die Finger von den Umzugskartons lassen. Die Aufgabe des Packens darfst du also getrost an die folgenden Personen abgeben:

Kartons schonend packen

Wenn du deine Kisten unbedingt selbst packen möchtest, solltest du dich dabei nicht zu tief bücken müssen. Stelle die Kartons zudem an einem Ort auf, von dem du sie später nicht mehr wegbewegen musst. So kannst du eine Kiste nach der anderen langsam mit deinem Hab und Gut befüllen, ohne die Kisten selbst schleppen zu müssen. Wenn du mit einem Umzugskarton fertig bist, verschließt du diesen einfach und stellst den nächsten Karton auf die bereits gefüllte Kiste. Nun kannst du zumindest leichte Sachen munter weiter in deine Umzugskartons packen. Allerdings solltest du dir auch hierbei nicht zu viel vornehmen und regelmäßige Pausen einliegen. Das kann auch bedeuten, dass du dir eine Liegepause gönnst. Wahrscheinlich wirst du schnell merken, dass dir das Strecken und Bücken als Schwangere doch etwas schwerer fällt. Während du die Kisten befüllst, solltest du diese oben und seitlich beschriften, damit sie in der neuen Wohnung gleich dem richtigen Raum zugeordnet werden können. Denn während du dich auf dein Baby vorbereitest, gibt es ohnehin viel zu bedenken, sodass es sinnvoll ist, jegliche unnötige Zusatzarbeit von Anfang zu vermeiden.

Diese Aufgaben solltest du besser anderen überlassen

Doch mit dem Packen der Umzugskartons allein ist es bei deinem Umzug nicht getan. Schließlich will die alte Wohnung vor der Wohnungsübergabe geputzt und renoviert werden und in der neuen Wohnung willst du vielleicht auch noch tapezieren oder einen neuen Boden verlegen. Vor allem die Renovierungsarbeiten solltest du allerdings jemand anderem überlassen. Denn gefährliche Kletterpartien auf einer Leiter sind ebenso wenig etwas für Schwangere wie die chemischen Dämpfe, die ein frisch gestrichenes Zimmer verströmt. Natürlich kannst du die Wandfarbe, Tapeten oder den neuen Boden aussuchen, aber die praktische Umsetzung der Renovierungsmaßnahmen darfst du dann gerne dem werdenden Papa, euren Freunden, der Familie oder professionellen Handwerkern überlassen. Auch der Großputz der alten Wohnung nach dem Auszug kann sehr anstrengend für dich als Schwangere sein und viele Putzmittel sind für werdende Mamas alles andere als ungefährlich.

Unterstützung beim Putzen

Zum Glück gibt es im Internet inzwischen aber viele professionelle Anbieter, sodass du dir einen Putztrupp kinderleicht auch nur für ein paar Stunden ins Haus kommen lassen kannst. Auch wenn dein Umzug in der Schwangerschaft unter Umständen etwas teurer werden könnte, da du wahrscheinlich auf mehr professionelle Hilfe angewiesen sein wirst, ist dies für dich und dein Kind die bessere Wahl. Im Übrigen kannst du diese haushaltsnahen Dienstleistungen dann im kommenden Jahr bei der Steuer geltend machen, sodass die Ausgabe nicht ganz so stark auf dein Haushaltsbudget schlägt.

Weitere Tipps für einen stressfreien Umzug während der Schwangerschaft

Damit ein Umzug während der Schwangerschaft für dich möglichst stressfrei verläuft, sollte dieser so früh wie möglich erfolgen. Denn sonst überkommt dich am Ende vielleicht die blanke Panik, weil du fürchtest, dass du vor der Geburt deines Kindes eventuell nicht mit allem fertig werden könntest. Diesen Stress solltest du dir und deinem Baby besser ersparen. Außerdem kann es sinnvoll sein, wenn du eine Prioritäten- und Aufgabenliste erstellst. So kannst du sichergehen, dass du nichts vergisst und alle Aufgaben entsprechend im Freundes- und Bekanntenkreis oder an professionelle Helfer verteilen. Allerdings solltest du auch wissen, dass du wahrscheinlich einige Abstriche machen musst. Wenn du dich gleich darauf einstellst, dass du eben nicht alle Kisten sofort auspacken und nicht alle Bilder sofort aufhängen wirst, ersparst du dir viel Stress. Konzentriere dich lieber darauf, dass du vor allem das Kinderzimmer zuerst herrichtest, während andere Dinge auch liegenbleiben können.

Nach Hilfe fragen kostet nichts

Denn selbst wenn dein Nestbautrieb um sich greift und du gerne alles schön haben möchtest, bevor das Baby kommt, ist es doch wichtiger, dass es dir und deinem Baby gut geht. Nimm dir also besser nicht zu viel in einer zu kurzen Zeit vor. Bei deiner Planung, wann welche Schritte erledigt sein sollen, kannst du eben nicht davon ausgehen, dass du den gleichen Einsatz erbringen kannst, wie das vor deiner Schwangerschaft noch möglich gewesen wäre. Während des Umzugs bist du also vor allem für die Planung zuständig und ansonsten lautet die Devise: So viel wie möglich delegieren. Wichtig ist dabei vor allem, dass du dich nicht stressen lässt und lieber ein Mal zu viel um Hilfe bittest als ein Mal zu wenig. Dein Körper und dein noch ungeborenes Kind werden es dir mit Sicherheit danken.