Duschkabinen in Mietwohnungen – brauche ich eine Genehmigung?

Du wohnst in einer Mietwohnung und wünschst dir eine neue Duschkabine oder eine Duschwand für die Badewanne? Dann fragst du dich sicher, ob du hierfür eine Genehmigung benötigst oder den Einbau einfach selbst erledigen darfst.

Grundsätzlich solltest du dir für die Renovierung deines Duschbereichs eine schriftliche Erlaubnis deines Vermieters einholen. Dies wird dir auf lange Sicht möglichen Ärger und Aufwand ersparen, denn wenn du eine Wohnung anmietest, gibst du dich mit dem Zustand dieser bei Vertragsunterzeichnung zufrieden und bestätigst, dass du die Räumlichkeiten bei Auszug auch in ebendiesem ursprünglichen Zustand zurückgibst. Solltest du also einen Umbau von der Größe einer Badezimmerrenovierung durchführen wollen, verändert dieser den Ursprungszustand so weit, dass der Vermieter bei Ihrem Auszug fordern kann, die Renovierung rückgängig zu machen.

Kostendeckung und Verantwortung für Duschkabinen in Mietwohnungen

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die dein Vermieter hinsichtlich des Einbaus einer neuen Duschkabine genehmigen kann:

  • Du erhältst die Erlaubnis, ein neues Duschkonzept zu installieren. Die Kosten für dieses musst du jedoch selbst tragen. In diesem Fall ist die Duschabtrennung dein Eigentum; jegliche Instandhaltungsarbeiten obliegen deiner eigenen Verantwortung und im Falle deines Auszugs kannst du das Produkt ausbauen und mitnehmen.
  • Dein Vermieter stimmt dem Einbau einer neuen Duschkabine zu und trägt die Kosten für die Renovierung. In einer solchen Situation obliegt jedoch auch die Entscheidungsgewalt über das Modell, sprich über Design, Größe und Preisklasse, dem Vermieter. Bei deinem Auszug hast du kein Recht das Produkt mitzunehmen. Da die Duschkabine zum Inventar der Mietwohnung zählt, musst du allerdings auch keinerlei Kosten für deren Instandhaltung und Wartung zahlen.

Duschabtrennungen vom Qualitätshersteller werden deinen Vermieter überzeugen

Um eine Genehmigung für die Renovierung deines Badezimmers zu erhalten, ist es sinnvoll, vorbereitet in das Gespräch zu starten: Präsentiere deinem Vermieter eine Idee, die er nicht ausschlagen kann. Insbesondere, wenn du hoffst, die Kosten nicht selbst tragen zu müssen, solltest du Produkte mit überzeugendem Preis-Leistungs-Verhältnis vorstellen.

Passende Angebote findest du etwa bei Schulte – der Qualitätsmarke für Duschkabinen Made in Germany. Zahlreiche Modelle mit verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten und für unterschiedliche Einbausituationen halten für jeden Geschmack und für jegliche Gegebenheit das passende Produkt bereit.

Wenn du also in das Gespräch mit deinem Vermieter einsteigst, solltest du dir zum einen genau überlegt haben, was dein Ziel ist: Möchtest du dir eine eigene Duschkabine aussuchen (und kaufen) oder möchtest du bloß eine neue Duschabtrennung in deiner Mietwohnung, deren Optik dir weitestgehend egal ist und die bestenfalls von deinem Vermieter finanziert wird?

Zum anderen solltest du dich über das aktuelle Angebot möglicher Duschkabinen informiert haben.

Eine fundierte Argumentation, warum du den Einbau eines neuen Duschbereichs für nötig hältst und wie du dir die Neugestaltung von diesem vorstellst, erhöhen deine Chancen auf einen erfolgreichen Ausgang des Gesprächs. Häufig ist die gesteigerte Attraktivität der Wohnung ein gutes Argument, da der Vermieter natürlich ein Interesse daran hat, die Wohnung schnell weiterzuvermieten, wenn du einmal ausziehst.

Was kann ich tun, wenn ich in meiner Mietwohnung trotzdem keine feste Duschkabine montieren darf?

Sollte dein Vermieter den Einbau einer neuen Duschabtrennung dennoch gänzlich ablehnen, da er zum Beispiel keine Bohrungen in den Wänden genehmigt, bleibt dir noch eine andere Möglichkeit: Oftmals werden Duschwände angeboten, die einfach ohne Bohren angebracht werden können. Hierbei handelt es sich häufig um Badewannenaufsätze.

Hast du eine Badewanne in der Wohnung? Dann solltest du dir die Möglichkeit einer Badewannenfaltwand unbedingt einmal näher ansehen. In der Regel erfolgt die Befestigung mittels eines speziellen Klebers. Der Vorteil hierbei ist, dass die angeklebten Adapter bei Bedarf unkompliziert und rückstandslos entfernt werden können und du daher keine Einverständniserklärung deines Vermieters benötigst.

Tipp: Hier gibts jede Menge Tipps zur Reinigung des Bades bei einem Umzug.

Küche planen beim Umzug

So liebe Leute. Es ist endlich geschafft. Meine neue Küche steht endlich. Lange hat es gedauert – fast 5 Monate von den ersten Planungen bei verschiedenen Händlern bis zum finalen Aufbau durch den Händler. Am Ende hat alles gut geklappt und alle Handwerker haben sich perfekt in die Hände gespielt. Aber eins kann ich euch sagen: So eine Küchenplanung im bereits bestehenden Heim ist wirklich kein Zuckerschlecken! Dreck, kaum Platz und kein Ort zum Kochen. Nach dem 5 Tag Lieferdienst hab ich es einfach nicht mehr ausgehalten und bin losgefahren und habe einen Sack Obst und ordentliches Brot geholt um mal was anderes als fettige Pizza und fade Nudeln zu essen.

Wer umzieht, der sollte sich daher genau überlegen ob er sich den Stress antun möchte die Küche zu einem späteren Zeitpunkt „neu“ zu machen. Natürlich, dass ist auch eine Frage der Finanzen, aber es schont ungemein die Nerven, wenn man eine Küche bereits passend zum Umbau neu plant.

Außerdem: Eine Einbauküche in der alten Wohnung passt meist nicht zu den Maßen im neuen Domizil. Zwar gibt es Möglichkeiten der Angleichung, doch selten ergibt sich daraus ein optisch befriedigendes Ergebnis. Viele entschließen sich daher direkt beim Umzug zum Neukauf einer Küche, die nach vorgegebenen Abmessungen angefertigt wird und sich als harmonisches Ganzes im eigenen Stil präsentiert. Wir haben das nicht gemacht und daher eine ganze Menge mehr „zu tun“ gehabt. Wieder was gelernt. Hier ein paar Informationen und Tipps zum Thema Küchenplanung beim Umzug.

Wo bekommst du eine Einbauküche nach Maß?

Da es sehr aufwändig sein kann, mit einer alten Einbauküche umzuziehen, ist der Neukauf einer Küche oft kostengünstiger, als das vorhandene Modell an neue Räumlichkeiten anzupassen. Eine einfache Küchenzeile bekommst du meist schon ab 2.000 Euro (im Baumarkt oder als günstige Variante im Möbel-Discounter), die elegante Massivholzküche kann über 20.000 Euro kosten. Ob klassische Küche, Landhausküche oder Designküche, jeder hat andere Vorstellungen davon, wie seine Traumküche aussehen soll. Die Küchenexperten von Möbelhäusern oder Küchenstudios beraten Sie gerne bei der Planung und leiten die Umsetzung in die Wege. Wer wie ich in Hannover wohnt, wird mit Sicherheit keine Probleme damit haben ein Küchenstudio oder ein Möbelhaus zu finden bei dem man professionelle Unterstützung für die Planung der Küche bekommt. Die Preise variieren je nach verwendetem Material, Größe und Extras wie Fronten oder hochwertige Elektrogeräte. Deine neue Küche wird von hauseigenen Handwerkern eingebaut und angeschlossen.

Mein Tipp: Nimm Zeit für die Planung mit. Bis die erste halbwegs solide Planung steht dauerts bestimmt 3-5 Stunden und danach sind nochmal einige Sitzungen nötig um die letzten Wünsche und Probleme zu lösen und die Küche perfekt an deine Wünsche und Anforderungen anzupassen. Meine Frau hat in Summe rund 10 Stunden im Möbelhaus gesessen, bei mir fehlte die erste Sitzung, deswegen war es etwas weniger…

Experten visualisieren deine Traumküche direkt am PC

Durch die 3D-Animation bekommst du eine sehr authentische Vorstellung Ihrer neuen Küche. Kleine und größere Änderungen lassen sich mühelos digital vollziehen. Das Küchendesign wählst du nach Geschmack aus. Heute stehen so viele verschiedene Stile zur Verfügung, dass du in einem Küchenstudio oder Möbelhaus sicher das Passende finden wirst. Die Art der Materialien bestimmt die Robustheit deiner Küche. Neben der bevorzugten Farbe solltest du auch darauf achten, dass sich die Oberflächen leicht reinigen lassen.

Mein Tipp: Nicht immer muss es die Beratung sein! Am besten du gehst erstmal durch eine Vielzahl an Möbelhäusern in deiner Region und schaust dir die dort ausgestellten Küchen an. Welche Form soll die Küche haben? Welche Farben für Fronten und Korpus gefallen dir? Welche Besonderheiten müssen verbaut sein und gibt es anhand der Wertigkeit der Möbel oder der einzelnen Designs schon einen ersten Hersteller, von dem du glaubst, dass er passt? Wir haben genau das gemacht. Zuerst haben wir uns durch 3 oder 4 verschiedene Ausstellungen gegangen und haben einen ersten Eindruck vom Angebot bekommen. Mit den Vorstellungen sind wir dann zum Möbelhändler unseres Vertrauens und haben die Küche planen lassen. Parallel gab es einen weiteren Termin – so konnten wir die Preise einschätzen und hatten gleich von 2 Personen Input bzgl. Ideen und Lösungen für unsere Probleme. Die doppelte Planung ist zwar echt zeitaufwendig, führt aber zu einem guten Eindruck was die Küche kosten darf und welcher Planer eigentlich der Richtige war.

Welche Punkte musst du bei der Küchenplanung beachten?

Der verfügbare Raum bestimmt die Art und Größe deiner Küche. Ein großer Grundriss erlaubt mehr Gestaltungsfreiheit als ein schmaler. Winkel können manche Einbauten jedoch verkomplizieren. Eine L-förmige Küche passt selten in einen schmal geschnittenen Raum. Eine Kochinsel bietet sich für großzügige Küchen an, allerdings muss der Standort des Kamins berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollten in die Planung grundsätzliche Fragen ihrer Lebenssituation einfließen. Senioren haben andere Bedürfnisse als junge Familien mit kleinen Kindern. Die Küchenplanung hängt auch davon ab, wie häufig und in welcher Form du den Raum nutzt. Kochst du täglich warme Mahlzeiten oder benutzen du die Küche vor allem am Wochenende? Entscheide mehr nach praktischen Überlegungen als nach Optik.

Meine Frau hat sich schon immer einen großen Kühlschrank gewünscht. Da dieser nur an einer Stelle gestellt werden konnte, haben wir alles andere Drumherum geplant. Er war das charakteristische Element. Unser Wunsch ließ sich tatsächlich verwirklichen, allerdings war viel Aufwand nötig -> Anschlüsse mussten verlegt werden und es war einiges an planerischer Arbeit nötig um genügend Stauraum zu haben. Unser erster Küchenplaner ist an diesem Wunsch gescheitert – erst ein zweiter Anlauf hat „U-Form“ und „Side-By-Side-Kühlschrank“ möglich gemacht. Also: Nicht von der Aussage des Händlers demoralisieren lassen, sondern durchaus nochmal einen 2. Experten um Rat fragen.

Welche Küchenform bietet sich für wen an?

Für einen Singlehaushalt reicht gewöhnlich eine Küchenzeile oder eine L-förmige Küche. Die gibts quasi als „Standard“ und schon zu ziemlich fairen Preisen. Je nach Platzbedarf wählen Pärchen gerne die L-Küche oder die zweizeilige Variante. Ist die Küche geräumig und eher quadratisch als länglich, kommt auch eine Kochinsel infrage. Für Familien (wie uns) bieten sich großzügige U-Küchen oder Wohnküchen mit integriertem Essplatz an (das geht auch bei geringerem Platzbedarf – unser Raum ist gerade mal 2,50 Meter breit). Bei Bedarf können hier alle Familienmitglieder sämtliche Mahlzeiten des Tages einnehmen (was bei uns leider nicht geklappt hat). Berücksichtige neben dem Stauraum auch die notwendigen Sitzgelegenheiten im Ihrer Küche, wenn du Platz dafür hast. Ältere Küchenplaner sollten auch an Zeiten denken, in denen sie vielleicht bewegungseingeschränkt sind. Eine barrierefreie Küche mit unterfahrbaren Arbeitsflächen und Kochstellen ist von großem Vorteil.

Übrigens: Bei der Planung einer Küche fürs Eigenheim bist du deutlich flexibler als beim Umzug in eine Mietwohnung. Denn: Wenn du dort eine neue Küche einbauen lassen möchtest, bedarf es der Zustimmung deines Vermieters!

Tipps für die sinnvolle Anordnung einzelner Elemente

Je funktionaler die Arbeitsabläufe in der Küche gestaltet werden, desto mehr Spaß macht die Arbeit. Grundsätzlich sollte eine Küche viel Stauraum bieten. Hänge- und Hochschränke mit leicht beweglichen Auszügen sind ideal für die Bevorratung. Was zum Kochen benötigt wird, sollte in der Nähe des Herdes platziert werden. Große Arbeitsflächen machen die Zubereitung von Mahlzeiten bequemer. Unterschränke im Bereich der Spüle sind Mülltrennsystemen vorbehalten und werden vom Küchenstudio bereits so geplant.

Uns war ein Backofen auf Arbeitshöhe wichtig und genügend Platz zum Schnippeln und zubereiten neben dem Kochfeld. Außerdem haben wir extrem darauf geachtet überall Steckdosen zu haben. Eine Steckdose kostet in der Planung nicht viel und es gibt aber nichts schlimmeres, als wenn man sich 30 Jahre lang ärgert, weil man an der entscheidenden Stelle keinen Strom hat!

5 goldene Regeln, wie Leinwandbilder am besten im Raum wirken

Ein Umzug bedeutet für alle Beteiligten viel Arbeit. Diese beginnt bereits lange, bevor der Umzugstag endlich anbricht. Ist eine Wohnung gefunden, dauert es oft noch Monate bis zum Einzug. Diese Phase lässt sich sinnvoll nutzen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um einen Einrichtungsplan für die neuen vier Wände zu erstellen. Das erleichtert den späteren Umzug erheblich. Denn wer weiß, welche Möbelstücke in welchem Raum und an welcher Position ihren Platz findet, der kann die Umzugskartons und das Mobiliar bereits in der alten Wohnung zielführend beschriften.

Und ein weiterer Vorteil macht sich bemerkbar. Ist der endgültige Standort von Schränken, Sofa, Fernsehgerät und anderen Möbeln geklärt, dann kann direkt der passende Wandbehang – sei es der Anstrich, die Tapete oder die Bilder – ausgewählt und angeschafft werden. Besonders edel wirken Leinwandbilder. Die 5 goldenen Regeln, wie Leinwandbilder in einem Raum am besten wirken, habe ich hier für dich zusammengetragen!

Regel 1: Beim Herzstück der Wohnung mit der Wanddeko beginnen

Eine gute Idee ist es, mit der Planung im Wohnzimmer zu beginnen. Hier ist der Ort, an dem sich die Bewohner gemütlich zurückziehen, sich in eine Decke einkuscheln und entspannen. Dieses Zimmer sollte mit besonders großer Sorgfalt eingerichtet werden und auch farblich durchdacht sein. Tipps zum Einrichten mit Konzept, hilfreiche Informationen zur farblichen Gestaltung und Beleuchtung liefert dazu der Beitrag „Nach dem Umzug: Wohnzimmer einrichten – So gelingt es!“. Ist das Wohnzimmer erst mit Möbeln, Bildern und anderen Dekoelementen perfektioniert, fällt es viel leichter, die anderen Räume später ebenfalls mit Bildern zu verschönern.

Regel 2: Leinwandbild in einem kleinen (Wohn-) Zimmer kleinformatig wählen

Kleine Räume haben wenig Wandfläche. Sind diese zudem mit Möbeln zugestellt, reduzieren sich die Möglichkeiten, Leinwandbilder aufzuhängen. Tipp: Motive in harmonierenden Farbtönen, die zur Einrichtung passen und nicht zu großformatig sind, sind erste Wahl.

Regel 3: Leinwandbild in einem großen (Wohn-) Zimmer großformatig wählen

Große Räume einzurichten erfordert besonderes Geschick und es ist ratsam, sich Anregungen vom Profi zu holen. Dieser Artikel bietet umfangreiche Hilfestellung dazu. Geht das Wohnzimmer in den Essbereich oder die Wohnküche ins Wohnzimmer über, reduziert sich die Zahl der Wände. Die zur Verfügung stehende Fläche in großen Räumen sollte mit Bedacht dekoriert werden. Großformatige Bilder beeinflussen die Stimmung in großen Räumen. Sie können Weite erzeugen, wenn das Motiv eine Perspektive bietet, z. B. einen Blick über das Meer, die Abbildung eines verschlungenen Waldwegs oder eines Bootsstegs. Tipp: Leinwandbilder mit Naturmotiven harmonieren mit fast jedem Einrichtungsstil. Wer noch eine gute Leinwand sucht, der kann es ja mal hier beim Leinwandprofi probieren. Hier können zum Beispiel selbst geschossene Fotos auf Leinwand gezogen werden. So lässt sich jede Wand individuell mit den persönlichen Lieblingsmotiven gestalten.

Regel 4: Bilderserie für lange Wände in Fluren

Langgezogene Flure, Durchgangszimmer und Treppenaufgänge können mit der richtigen Auswahl passender Leinwandbilder zu heimlichen Stars avancieren. Wie wäre es, den Treppenaufgang zum Beispiel mit einer hübschen Bilderserie der Familienmitglieder zu verschönern? Auch die Flure sind dazu geeignet, Bildserien zu präsentieren. Eine Serie beginnt ab einer Stückzahl von 3 Bildern. Geeignete Motive für eine Bildserie sind nicht nur Porträts von Familienmitgliedern, sondern auch schöne Abbildungen der geliebten Haustiere. Zusätzlich sind Naturmotive oder architektonische Highlights beliebte Motive für eine Bilderserie. Tipp: Wer eine Blütenknospe in geschlossenem Zustand, dann im halbgeöffneten und dann in voller Blüte abfotografiert, hält die agile Vegetationsphase gezielt fest. In chronologischer Reihenfolge aufgehängt ist die Wirkung unvergleichlich lebendig.

Regel 5: Petersburger Hängung sorgt für Kurzweil und wirkt edel

Die Petersburger Hängung, auch Salonhängung genannt, bezeichnet eine Ansammlung von Bildern, die in großer Stückzahl und in unterschiedlicher Größe arrangiert werden. Das Ziel ist, viele verschiedene Bilder auf einer Wand zu vereinen. Wichtig ist, dass man sich vorher genau überlegt, welches Bild an welcher Stelle hängen soll. Das lässt sich am besten dadurch erreichen, dass die Bilder vorab auf dem Boden ausgelegt werden. Dabei wird das später gewünschte Arrangement kreiert und abfotografiert. Anhand des Fotos lassen sich die Bilder später an der Wand wie gewünscht aufhängen.

Die Petersburger Hängung muss einem bestimmten Konzept folgen, um nicht wie ein wahlloses Sammelsurium zu wirken.

  • Zum einen ist ein Farbkonzept möglich: Sind die ausgewählten Motive und Bilderrahmen farblich aufeinander abgestimmt, dann spielt es fast keine Rolle, was genau darauf abgebildet ist. So können z. B. Lieblingsfotos vorab am Computer mit Farbfiltern bearbeitet werden, um die gewünschte harmonische Farbzusammenstellung zu erreichen.
  • Ein anderes Konzept ist, ein ganz bestimmtes Thema zu wählen. So könnten in der Petersburger Hängung beispielsweise viele verschiedene Bilder mit unterschiedlichen Motiven aus der Architektur oder Natur präsentiert werden. Tipp: Je konkreter das Thema ist, desto größer ist die Wirkung. Eine Wand, an der zwei Dutzend Bilder von Menschen, Tieren, Autos oder Blumen hängen, wirkt edel.

Der größte Vorteil der Petersburger Hängung aber ist der Kurzweil, den sie liefert. Man kann sich fast nicht daran satt sehen. Das gilt besonders dann, wenn die Bilderrahmen ausgefallen sind und zusätzlich Abwechslung für das Auge des Betrachters bieten.

Was macht einen guten Umzugshelfer aus?

Umzugshelfer – egal ob Freunde, Bekannte, Verwandte oder Studenten, die sich ihr Taschengeld aufbessern wollen – gibt es in zwei Varianten: Es gibt die handwerklich geschickten, organisationsstarken Umzugshelfer und es gibt die, die nur mit viel Glück die Beschriftung auf den Umzugskartons richtig lesen und auch umsetzen können. Fakt ist: Wer um die Stärken und Schwächen des Umzugstrupps weiß, kann sie nach eben diesen auch passend einsetzen.

Heute drehen wir die Sicht daher einmal um und gucken uns (aus der Perspektive des Helfers) an: Was macht eigentlich einen guten Umzugshelfer aus? Was muss er mitbringen (an Fähigkeiten, aber auch an Material), wie kann er sich auf seine Rolle vorbereiten und wie sieht es eigentlich mit der eigenen Haftung aus?!

Welche Werkzeuge sollte der Umzugshelfer immer am Mann/an der Frau haben?

Wie die Werkzeugtasche bestückt ist, die der Umzugshelfer um die Hüfte trägt, ist abhängig davon, wo er eingesetzt wird. Im Ab- oder Aufbau-Trupp ist der Akkuschrauber mit mindestens zwei voll aufgeladenen Akkus zum Austauschen das wichtigste Werkzeug. Ein Bleistift, der vielleicht sogar in echter Handwerker-Manier hinters Ohr gesteckt wird, und ein Hammer gehören ebenfalls dazu. Wer zu den Lastenträgern gehört, der braucht sicherlich Handschuhe sowie Spanngurte oder eine Sackkarre.

Wer hingegen in der Gruppe der Kisten-Packer eingeteilt ist, der braucht vor allem Klebeband (möglichst auf einer Abrollhilfe) und einen dicken, schwarzen Stift, um die Kisten ordentlich beschriften zu können. Zeitungspapier, um zerbrechliches Hab und Gut ordentlich zu verpacken, sollte – ebenso wie Packkartons – vorhanden sein. Der Ausräum-Trupp hingegen braucht ein Cutter-Messer und das logistische Grundverständnis, dass erst der Aufbau-Trupp den Schrank aufstellen muss, damit der Ausräum-Trupp seine Arbeit tun kann.

Worauf muss ein guter Umzugshelfer am Tag X achten?

Einer muss am Tag des Umzugs den Hut aufhaben. Ob das nun derjenige ist, der umzieht, oder diejenigen, die dabei helfen – das liegt meist an den Personen selbst und an dem Maß an Organisationsgeschick, das sie mitbringen. Wichtig ist: Arbeit muss am Umzugstag nicht zwingend angeschafft werden. Ein guter Umzugshelfer zeichnet sich auch darüber aus, dass er die Arbeit sieht, die vielleicht auf keinem gut organisierten Flipchart steht, sondern einfach anfällt. Hinzu kommen Grundeigenschaften wie Fleiß, Kraft, Geschick und Teamfähigkeit. So ausgerüstet, kann am Umzugstag fast nichts mehr schiefgehen.

Was ist eigentlich in punkto Haftung zu bedenken?

Die Unterstützung von Freunden und Bekannten ist die günstigste Variante, um einen Umzug zu stemmen. Allerdings kann es spätestens dann zu einer Belastungsprobe der Freundschaft kommen, wenn im Eifer des Gefechts etwas zu Bruch geht. Die gelebte Praxis sieht so aus: Wer unbezahlt beim Umzug hilft, erweist einen Freundschaftsdienst. Unterstellt wird in diesem Fall eine Haftungsbeschränkung. Die ausführliche juristische Abwägung steht im Juraforum.

Das Fazit dort lautet: „Normalerweise brauchen private Umzugshelfer die unentgeltlich beim Umzug mithelfen nicht befürchten, dass sie für angerichtete Schäden gegenüber dem Umziehenden oder Dritten aufkommen müssen. Ein Restrisiko kann jedoch mangels höchstrichterlicher Entscheidungen nicht ganz ausgeschlossen werden. Um ganz sicherzugehen, sollten sie dies jedoch mit dem Umziehenden schriftlich einen Haftungsausschluss sowie eine Haftungsfreistellung gegenüber Dritten im Falle der leichten Fahrlässigkeit ausdrücklich vereinbaren. Dies sollte schriftlich geschehen.“

Eine zwar nicht kostenlose, aber immer noch kostengünstige Option, ist das Anheuern von Studenten. Werden diese von einer Umzugshelfer-Agentur vermittelt, sind sie dort direkt versichert. Meist sind sie kurzfristig verfügbar, engagiert und motiviert.

Siehe hierzu auch meinen Artikel: Studentische Umzugshelfer engagieren: Worauf musst Du achten?

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es für Umzugshelfer eigentlich?

Wer einen Umzug plant, der weiß: Helfende Hände werden zum Einpacken, zum Auspacken, zum Tragen sowie zum Ab- und Aufbauen gebraucht. Doch im Grunde ist das nur eine Hälfte der Einsatzgebiete, die es am Umzugstag zu besetzen gilt.

  • Die beliebtesten Helfer sind im Verpflegungstrupp. Sie sorgen für Häppchen, die zwischen LKW ausladen und Möbel aufbauen für neue Kraft sorgen. Sie achten darauf, dass Getränke in ausreichendem Maß zu Verfügung stehen und, dass es Kaffee sowie die eine oder andere Nascherei gibt.
    Tipp: Je Büffet-artiger die Verpflegung ausfällt, desto weniger kommt der Durchhänger nach dem üppigen Mahl. Wer bereits früh morgens Kisten schleppt, bekommt nach einer üppigen Mahlzeit am Mittag sehr schnell die sogenannte Bettschwere und ist nur mühsam wieder zu motivieren.
  • Besonders wichtig ist für den Umzugstag die Betreuung von Kindern und Tieren zu organisieren. Sprich: Ein Babysittermuss dafür sorgen, dass die Kinder entweder beim Umzugstrubel komplett außen vor sind oder unter ständiger Beobachtung kleine Aufgaben erledigen dürfen. Bei Tieren gilt hingegen: Am besten ein oder zwei Tage vorher ausquartieren und erst dann ins neue Heim lassen, wenn sich der Trubel gelegt hat.
    Tipp: Mehr Infos hierzu findest du auch in meiner Artikelserie zum Umzug mit Kindern.
  • Wo gehobelt wird, fallen Späne. Das ist nicht nur irgendein Sprichwort, sondern die Wahrheit, die am Umzugstag den Bedarf an Renovierungskräften aufkommen lässt. Im günstigsten Fall geht es bei den Renovierungsarbeiten (siehe hierzu diesen Artikel) lediglich um das Streichen der Wände oder das Verspachteln von Löchern. Meist arbeitet der Renovierungs-Trupp mit dem Putztrupp Hand in Hand. Putztipps für Boden, Küche oder Bad gibt es hier.

Nach dem Umzug: Wohnzimmer einrichten – So gelingt es!

Das Herzstück jeder neuen Wohnung ist das Wohnzimmer. Aus diesem Grund wird auch bei der Einrichtung und Gestaltung auf jedes Detail geachtet. Wer umzieht, der hat die große Chance das Wohnzimmer und den Mittelpunkt des täglichen Freizeitlebens komplett neu einzurichten und sich damit eine Wohlfühloase zu schaffen, in der man perfekt vom Alltag abschalten kann. Einige Tipps können dabei helfen, möglichst schnell eine heimelige Atmosphäre in den neuen vier Wänden zu schaffen und die Zeit der Eingewöhnung dadurch zu verkürzen.

Einrichten mit Konzept

Zunächst ist es von Bedeutung, sich Gedanken über die spätere Nutzung des Zimmers zu machen. Je nach Wohnsituation treffen dort mehrere Personen mit unterschiedlichen Interessen aufeinander. Während manche sich vielleicht am dort aufgestellten Klavier erproben möchten, legen andere mehr Wert auf Lesen oder Fernsehen. Eine Familie wird andere Bedürfnisse haben, als ein WG-Haushalt. Sprich daher mit den Leuten, die diesen Raum mit dir teilen. Hol‘ dir Ihre Meinung ein, versuche die Wünsche zu erfassen und beziehe Sie in die Planung des neuen Raums mit ein.

Expertentipp: Ein gut eingerichtetes Wohnzimmer hat immer einen besonderen Mittelpunkt, der optisch und inhaltlich herausragt und um den herum sich der Rest des Zimmers ausrichtet. Dies kann zum Beispiel ein großes Sofa sein, welches die perfekte Sitzgelegenheit präsentiert und stetig zum Verweilen einlädt. Stets sollte auf die Einheitlichkeit der einzelnen Elemente geachtet werden, um sie gezielt aufeinander abzustimmen. Ich persönlich bin ja ein Fan von Allnatura. Die Wohnzimmer bei Allnatura setzen nämlich auf genau dieses Konzept und bieten zugleich ökologische und nachhaltige Ansätze.

Stauraum im Wohnzimmer

Es kann eine echte Wohlfühl-Atmosphäre aufkommen, wenn das Wohnzimmer schon kurze Zeit nach dem Umzug wieder unaufgeräumt und unordentlich wirkt. Häufig ist zu wenig Stauraum die zentrale Ursache, welche zu diesem Problem führt. Nicht zuletzt, weil in vielen Haushalten an anderen Stellen kein Platz ist und das Wohnzimmer somit zwingend auch Lagermöglichkeiten hergeben muss. Ein großer Schrank, oder ein Regal mit mehreren schließbaren Elementen, können die passende Abhilfe schaffen. Darin lassen sich zum Beispiel Bücher, CDs oder alte Schallplatten aufbewahren, die hinter den verschlossenen Türen keinen Eindruck der Unordnung mehr hinterlassen. Ein paar Zeitschriften oder der aktuelle Lieblings-Schmöker findet im Anschluss Platz auf einem kleinen Beistelltisch und ist auf diese Weise stets griffbereit. Medien und andere Gegenstände, die gerade nicht benötigt werden und keinen dekorativen Charakter besitzen, können dagegen mit gutem Gewissen direkt in die Schubladen wandern.

Mein Tipp und ein kleiner Richtwert aus eigenen Erfahrungen: In jedem Wohnzimmer sollten 2-3 Schubladen für „Kleinigkeiten“ vorhanden sein und Schränke mit mindestens 3-4 Schrankböden, an denen sich hinter Türen auch größere Dinge verstecken lassen.

Die farbliche Gestaltung

Wer die passende Einrichtung des Wohnzimmers bereits aus der alten Wohnung mitbringt, kann vor dem eigentlichen Umzug für eine perfekte Atmosphäre im Raum sorgen. Dafür bietet sich die farbliche Gestaltung (hier gibt es 10 gute Tipps zur farblichen Gestaltung des Wohnzimmers) der Wände als wichtige Stellschraube an, die wirklich jeder dazu verwenden kann, um die eigenen Vorstellungen Stück für Stück zu verwirklichen. Entscheidend ist ein einheitliches farbliches Konzept, in das sich besonders die großen Gegenstände und Möbel eingliedern. Vielleicht geben also die vorhandenen Möbel die Richtung vor, in die sich auch die Gestaltung der Wände bewegen sollte. Einige persönliche Details an Wänden und Regalen, oder aber stilvolle Wandbilder im passenden Farbton, runden den Eindruck des Zimmers schließlich ab.

Licht

In meinen Augen gibt es nichts Wichtigeres als ein ordentliches Lichtkonzept. Wenn Räume hell sind, dann wirken Sie freundlich und gemütlich und fast jeder Mensch fühlt sich in hellen Räumen wohler als in dunklen. Achte daher auf ein ordentliches Konzept für die Beleuchtung. Eine schöne Deckenlampe ziert den Raum und spendet Licht, wenn man es braucht. Darum herum sollte es aber auch kleine Beleuchtungselemente (z.B. Deckenfluter oder indirekte Beleuchtungen in Regalen und Schränken) geben, die indirektes Licht spenden und gerade in der kalten Jahreszeit den Raum in eine wohlige Wärme tauchen.

Also: Nutze deinen Umzug, richte dein Wohnzimmer schön ein! Wenn erstmal alles aus den Kisten geräumt ist und die Möbel im Wohnzimmer stehen fasst man das Gestaltungskonzept eh nicht wieder an. Du hast jetzt die Chance dir eine Wohlfühloase in deinen 4 Wänden zu erschaffen! Nutze Sie ;-).

Mietkaution Teil 3: Mein Vermieter will Mietkaution nicht zurückzahlen, was kann ich tun?

Es ist soweit, Dein Umzug steht an. Gedanklich bist Du schon in Deiner neuen Traumwohnung angekommen. Es müssen nur noch schnell die letzten, vielleicht lästigen Formalitäten mit Deinem alten Vermieter abgeklärt werden, dann bist Du weg. Deine Wohnung ist gekündigt, Du hast alles bis zu Deinem Mietende bezahlt, aber Dein Vermieter will Dir die Sicherheitsleistung, meist die hinterlegte Kaution, nicht auszahlen.

Hast Du fristgerecht gekündigt?

Die Kündigungsfristen stehen in Deinem Mietvertrag. Bis zur Frist, also dem Zeitpunkt des Mietendes, ist der Mieter verpflichtet, die vereinbarte Mietzahlung, meist bestehend aus Kaltmiete und Betriebskostenvorauszahlungen, an den Vermieter zu leisten. Du kannst nicht erwarten, dass die Mietzahlungen mit der hinterlegten Kaution für die letzten Monate der Mietzeit verrechnet werden (siehe zur Verrechnung von Kaution und Miete auch diesen Beitrag bei Haufe.de). Dies kannst Du nur im Einzelfall individuell mit Deinem Vermieter verabreden.

Hast Du Deinen Vermieter um einen Rückgabetermin gebeten?

Wenn Du die Wohnung geräumt und Deine Verpflichtungen aus Deinem Mietvertrag, wie Renovierung oder besenreine Säuberung, erfüllt hast, vereinbare einen Termin mit Deinem Vermieter. Geht gemeinsam durch die Wohnung und sprecht offen über den Zustand der Wohnung. Nimm Dir für diesen Termin einen Zeugen mit. Hilfreich ist es, wenn Du bei Deinem Einzug Fotos von der Wohnung gemacht hast, die Du jetzt bei dem Rückgabetermin zurate ziehen kannst. Zum Ende dieses Termins solltet Ihr ein Rückgabeprotokoll aufsetzen und gemeinsam unterschreiben. Wenn keine Arbeiten mehr von Dir zu leisten sind (siehe auch eventuell fällige Schönheitsreparaturen), kannst Du Deinen Wohnungsschlüssel gleich übergeben, damit ist die Wohnung zurückgegeben. Dies ist der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Kautionsrückzahlung. Einfach den Schlüssel in den Briefkasten des Vermieters zu werfen oder ihm Deinen Schlüssel über Dritte bzw. Freunde überreichen zu lassen, ist nicht zielführend. Damit ist die Wohnung nicht abgenommen.

Du hast alles gemacht, trotzdem behält der Vermieter die Kaution ein?

Teile Deinem Vermieter Deine Bankverbindung mit und frage höflich nach, wann er die Kaution auf Dein Konto überweisen wird. Bei einem Wohnungswechsel innerhalb eines Abrechnungszeitraumes für Betriebskosten kann der Vermieter die Kaution bis zur Erstellung der für Dich letzten Betriebskosten- und Nebenkostenabrechnung einbehalten. Um zu vermeiden, dass Du unter Umständen noch Monate auf Dein Geld warten musst, kalkuliere Deine voraussichtliche Nebenkostennachzahlung entsprechend den letzten Abrechnungszeiträumen und schlage Deinem Vermieter vor, dass er Dir den Teilbetrag Deiner Kautionssumme auszahlt, der zur Deckung Deiner voraussichtlichen Nachzahlung nicht erforderlich ist. Hattest Du bei der letzten Betriebskostenabrechnung ein Guthaben, so könntest Du Deinem Vermieter mitteilen, dass er voraussichtlich nach der nächsten Abrechnung noch mehr Geld an Dich auszahlen müsste, wenn er Dir jetzt die Kaution nicht auszahlt. Nach Vertragserfüllung schuldet er sie Dir. Dein Vermieter darf Deine Sicherheitseinlage nicht anderweitig nutzen oder zweckentfremden. Selbst bei einem Verkauf der Immobilie muss er zuerst Dich, seinen Mieter, fragen, ob er die Kaution mit Mietvertragsübergabe an den neuen Eigentümer weitergeben darf.
Ist Deine Mietwohnung während Deiner Mietzeit verkauft worden, so könnte auch dieser Sachverhalt dazu führen, dass Dein jetziger Vermieter Dir die Kaution nicht zurückerstatten kann. Es könnte sein, dass er die Kaution nicht vom Verkäufer erhalten hat. Stelle daher sicher, ob Dein Vermieter oder seine Bankverbindung während Deiner Mietzeit gewechselt haben.

Wie kommst Du zu Deinem Recht?

Eine gute Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Anmietung von Wohnraum ist der Deutsche Mieterbund e.V. Wenn Du bereits Mitglied bist, kannst Du Dir bei dem DMB rechtlichen Rat und Unterstützung einholen. Im Nachhinein ist eine Unterstützung bei schon bestehenden Problemen erst zu erfragen.
Bist Du Dir sicher, dass Dein ehemaliger Vermieter Dir Deine Kaution ungerechtfertigt vorenthält, kannst Du den Gerichtsweg beschreiten. Du kannst als Privatperson einen Mahnbescheid bei einem Mahngericht beantragen. Hierzu gibt es einschlägige Internetseiten, wie http://www.mahnbescheid.de oder http://www.mahngerichte.de. Diese Portale erklären Dir nachvollziehbar, wie Du einen Mahnbescheid erwirken kannst.

Selbstverständlich können auch natürliche Personen Antragsteller bei Mahngerichten sein. Ein unterstützender Rechtsanwalt als Prozessbevollmächtigter ist in erster Instanz nicht erforderlich. Um einen Antrag auf Erstellung eines Mahnbescheides stellen zu können, benötigst Du eine Kennziffer. Diese ist wie eine Auftragsnummer anzusehen und verbindet Dich als Antragsteller mit dem Mahnverfahren. Die Kennziffer wird vom zuständigen Mahngericht auf Deinen Antrag hin erteilt.
Anträge und Anschreiben sollten nur in der auf den Portalen empfohlenen Form und dem gewünschten Format abgesendet werden. So kann eine geknickte Seite des Antrages auf Erteilung eines Mahnbescheides schon zur Ablehnung des Vorganges durch das zuständige Mahngericht führen. Also ist hier neben der Plausibilität und der Wahrhaftigkeit Deines Anspruchs auch auf dessen Form und Format genau zu achten.

Ist dieser Weg über das zuständige Mahngericht erst einmal eingeschlagen, kommen auch Kosten auf den Mieter, den Antragsteller, zu. Die Gebühren zur Erstellung des Mahnbescheides sind vom Antragsteller zu bezahlen und können nicht gestundet werden. Wird der Mahnbescheid erteilt und zugestellt, ist der Schuldner, also Dein säumiger Vermieter, in der Pflicht zur Zahlung. Befriedigt der Schuldner diesen Bescheid nicht und widerspricht ihm auch nicht, so kann nach Ablauf der im Mahnbescheid benannten Frist im zweiten Schritt vor Gericht eine Vollstreckung beantragt werden. Der Vollstreckungstitel über die Kaution mit Mahnkosten und Zinsen ist dann über Jahrzehnte vollstreckbar. Davon liegt jedoch die Kautionssumme bei Auszug auch nicht wieder auf dem Tisch.

Übrigens: Ganz viele juristische Fragen rund um das Thema Mietkaution beantwortet eine Rechtsanwaltskanzlei aus Berlin auch auf dieser Seite.

 

Checkliste für Deinen Umzug ins Studentenwohnheim

Vielleicht ist ein Umzug ins Studentenwohnheim auch für Dich die richtige Wahl. Denn bezahlbarer Wohnraum ist in vielen Städten so knapp, dass nicht nur Studenten darunter leiden. Im Wohnheim kommst Du meist nicht nur günstig unter, sondern findest gleich auch noch Anschluss. Außerdem bietet das Wohnheim den Vorteil, dass Du keinen eigenen Internet– oder Stromvertrag mit den örtlichen Versorgern abschließen musst, die Du dann später vielleicht nur schwer wieder loswirst. Allerdings musst Du Dich gerade beim zu Verfügung stehenden Platz auf deutliche Einschränkungen gefasst machen. Während Du bei Deinen Eltern vielleicht in einem riesigen Zimmer gewohnt hast, musst Du im Studentenwohnheim wahrscheinlich auf eher beengtem Raum leben, der jedoch entsprechend billig ist, und Dir wohlmöglich sogar eine Küche und gemeinschaftliche Waschräume mit den anderen Studenten teilen. Es hat alles also sein Vor- und Nachteile. Sofern Du Dich allerdings schon für das Leben in einem Studentenwohnheim entscheiden hast, möchte ich Dir heute verraten, wie Du Dich auf diesen Schritt am besten vorbereiten kannst.

Sichere Dir frühzeitig Deinen Platz

Aufgrund des Wohnungsnotstands in vielen deutschen Fachhochschul- und Universitätsstädten geht auch das Gerangel um die Plätze im Studentenwohnheim meist schon früh los. Für Dich bedeutet das, dass Du am besten schon vor Deiner Bewerbung an einer Universität oder Fachhochschule überlegen solltest, ob diese ein Studentenwohnheim zu bieten hat und, ob Du dort wohnen möchtest. Sobald Du dann angenommen wurdest, kannst Du Dich sofort um einen solchen Platz bewerben, ohne unnötig Zeit zu verlieren. Doch auch wenn Du erst einmal keinen Platz im Studentenwohnheim bekommst, solltest Du Die Hoffnung noch nicht aufgeben. Es gibt immer wieder Studenten, die Ihren Platz im Wohnheim doch nicht benötigen und diesen dann inserieren – zum Beispiel im Internet oder am schwarzen Brett der Uni oder Hochschule. Halte die Augen also offen! Alternativ kannst Du Dir mit ein wenig Glück vielleicht auch über das Losverfahren den heiß ersehnten Platz im Wohnheim sichern.

Checkliste, was Du alles ins Studentenwohnheim mitnehmen solltest

Ist Dir Dein Platz erst einmal sicher, dann solltest Du Dich erkundigen, ob Dir Dein Zimmer möbliert oder unmöbliert zur Verfügung gestellt wird. Meist handelt es sich um möblierte Wohnräume, so dass Du größere Möbel nicht selbst mitbringen musst. Um jedoch für mehr Komfort zu sorgen und Dich in Deinem neuen Zuhause so wohl wie möglich zu fühlen, kann es sinnvoll sein, wenn Du Dir einen separaten Matratzen-Topper kaufst. So musst Du nicht unmittelbar auf einer gebrauchten Matratze schlafen. Putzzeug und Desinfektionsmittel sowie Handschuhe dürfen ebenfalls nicht fehlen, damit Du Dein Zimmer erst einmal gründlich selbst von den letzten Spuren Deiner Vorgänger bereinigen kannst, um Dich einfach wohler dort zu fühlen.

Hausschuhe für den Sommer und Winter sind ebenfalls ein Muss, da ich Dir nicht anraten würde, jemals barfuß über den Flur im Wohnheim zu huschen – auch wenn Du vielleicht nur einen Studienkollegen im Nebenzimmer besuchen willst. Vorhänge, Lampen und jede Menge Poster sowie ein paar Kerzen können für einen persönlichen Touch im sonst so sterilen Wohnheim sorgen. Vielleicht stellst Du Dir auch einen kleinen Kühlschrank in Dein Zimmer, um Deine Lebensmittel fernab der Gemeinschaftsküche aufbewahren zu können. Dies hängt jedoch von den örtlichen Gegebenheiten ab. Auch die folgende Liste beinhaltet viele nützliche Dinge, welche Du bei Deinem Umzug ins Wohnheim sicherlich sehr gut gebrauchen kannst:

  • Bettzeug
  • Handtücher
  • Mülleimer
  • Besen
  • Handfeger
  • Staubsauger
  • Geschirr, Töpfe, Kochutensilien und eine komplette Küchenausstattung – abhängig von Deinem Wohnheim
  • Pflaster
  • Reiseapotheke
  • Kopfschmerztabletten
  • Ohrenstöpsel – falls es doch mal laut wird und Du Dich beim Lernen sonst nicht konzentrieren kannst
  • Taschentücher
  • Wasserkocher für Tee, Instant-Kaffee oder Fertigsuppen
  • Toilettenpapier
  • Küchenrolle
  • feuchte Desinfektionstücher
  • Aufbewahrungsdosen
  • Verlängerungsschnur
  • Caddy für Dein Duschzeug, falls es Gemeinschaftsduschen gibt
  • Bademantel
  • Wäschekorb
  • Waschmittel
  • Mikrowelle

Umbaumaßnahmen vor dem Umzug in eine behindertengerechte Wohnung

Die Suche nach einer behindertengerechten Wohnung gestaltet sich in vielen Orten Deutschlands gar nicht so einfach. Denn bezahlbarer Wohnraum ist ohnehin Mangelware und nur wenige Vermieter nehmen die zusätzlichen Kosten auf sich, um eine Wohnung barrierefrei zu gestalten. Daher bleibt vielen Menschen mit Behinderungen oftmals nichts anderes übrig, als mehr oder weniger umfangreiche Umbaumaßnahmen selbst in Angriff zu nehmen. Abhängig davon, ob es sich dabei um ein Mietobjekt oder Wohneigentum handelt, gelten bei diesen Umbaumaßnahmen natürlich andere Spielregeln, auf die ich Dich nun aufmerksam machen möchte.

Barrierefreie Umbauten in einer Mietwohnung

Wenn größere Umbaumaßnahmen erforderlich sind, um Deine Wohnung behindertengerecht und/oder barrierefrei zu gestalten, ist natürlich das Einverständnis des Vermieters erforderlich. Schließlich handelt es sich um sein Eigentum, welches im Zuge des Umbaus baulich verändert werden soll. Die Zustimmung solltest du also frühzeitig einholen, da ein Umzug in die jeweilige Wohnung für Dich wahrscheinlich sonst ohnehin nicht infrage kommt. Dabei kann der Vermieter die Umbaumaßnahmen zwar unter bestimmten Voraussetzungen ablehnen, muss laut Angaben des Deutschen Mieterbunds jedoch in den meisten Fällen zustimmen. Darunter fallen zum Beispiel folgende Renovierungs- und Umbauarbeiten:

  • Treppenlifteinbau
  • Verbreiterung der bestehenden Türdurchgänge
  • Umbau der bestehenden sanitären Anlagen

Die Abstimmung mit dem Vermieter ist unerlässlich

Bedenke dabei auch, dass Du als Mieter die Kosten für den Umbau zu tragen hast. Außerdem solltest Du Dich bereits jetzt darauf einstellen, dass Du die Modernisierungs- und Umbaumaßnamen bei Deinem Auszug wieder rückgängig machen musst, was ebenfalls mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Der Vermieter kann nämlich darauf bestehen, dass Du seine Wohnung so hinterlässt, wie Du sie ursprünglich übernommen hast. Für Dich bedeutet dies auch, dass Du wahrscheinlich eine Zeit lang doppelt Miete zahlen musst. Denn der Umbau kann erst anfangen, wenn Du die Wohnung bereits angemietet hast. Während des Umbaus kannst Du allerdings nicht in jedem Fall bereits in der Wohnung leben. Bei der Realisierung der Baumaßnahmen genießt Dein Vermieter zudem ein gewisses Mitspracherecht. Die detaillierte Planung der Baumaßnahmen sollte also in enger Abstimmung mit deinem Vermieter erfolgen. Während dieser Planungsphase kann es jedoch dazu kommen, dass Dein Vermieter einen berechtigten Widerspruch gegen den Umbau einlegt,

  • wenn Sicherheitsbestimmungen verletzt werden oder
  • falls der Wert des Hauses durch die Baumaßnahmen gemindert werden könnte.

Somit ist es also besonders wichtig, dass Du Dich mit Deinem Vermieter abstimmst, falls Du einen behindertengerechten oder barrierefreien Umbau Deiner Mietwohnung planst.

Planung von Umbaumaßnahmen bei Wohneigentum

Falls Du Dein Haus oder Deine Eigentumswohnung behindertengerecht umbauen möchtest, musst Du hingegen nur die gängigen Bauvorschriften beachten. Dabei kannst Du Dich mittels der DIN-Norm 18040 über die Möglichkeiten des barrierefreien und behindertengerechten Bauens informieren. Dieses Dokument gilt als nützliche Orientierungshilfe. Die angestrebten Baumaßnahmen sind natürlich vor allem davon abhängig, ob es sich um einen Neubau oder den Umbau eines bestehenden Objektes handelt. Bei einem Neubau solltest Du Dich am besten für einen möglichst großzügigen Grundriss entscheiden und alle Lichtschalter, Armaturen und Heizungsregler etc. direkt in der geeigneten Höhe anbringen lassen. Ein offenes Wohnkonzept trägt außerdem dazu bei, dass Du nachträglich einfacher bauliche Veränderungen umsetzen kannst, die in Zukunft vielleicht dringend erforderlich werden. Ein Treppenlift, Trennwände oder Ähnliches lassen sich somit leichter einbauen. Beim Umbau eines bestehenden Objektes bist Du hingegen eingeschränkt, da nicht alle Umbaumaßnahmen in Anbetracht der örtlichen Gegebenheiten überhaupt möglich sind. Hier ist Expertenrat also Gold wert. Bevor Du Deine Umbaumaßnahmen im Detail planst und in der Praxis umsetzt, kann es zudem sinnvoll sein, wenn Du Dich über die folgenden Finanzierungsmöglichkeiten informierst:

  • Wohnbauförderung auf Länderebene
  • Umzugsbeihilfe für Behinderte, die auch Umbaumaßnahmen beinhaltet
  • KfW-Kredit

Den Vermieter richtig ins Boot holen

Wie ich dir oben bereits erklärt habe, sind Umbaumaßnahmen bei einem Auszug normalerweise wieder rückgängig zu machen. Das heißt, du hast doppelte Kosten: Zum Einen musst du die Umbauten bezahlen, zum Anderen musst du beim Auszug unter Umständen alles wieder zurückbauen. Doch, wer geschickt verhandelt, der kann eventuell Kosten sparen und den Vermieter mit ins Boot holen. Behindertengerechte Wohnungen sind nämlich in Deutschland immer noch Mangelware! Gut umgebaute Wohnungen können daher auch mit höheren Mieten vermietet werden. Genau das sollte dein Argument im Gespräch mit dem Vermieter sein! Wenn du ihn von der Notwendigkeit des Umzugs in Kenntnis setzt und bei Ihm das Einverständnis einholst, dann solltest du im Gespräch unbedingt für dein Vorhaben werden und Ihm das Ganze so verkaufen, dass er mitkriegt, dass durch den Umbau eine echte Wertsteigerung seiner Immobilie erfolgt! Selbst wenn du mal ausziehst, sollte er Interesse daran haben die Umbauten nicht zurückbauen zu lassen, sondern die Wohnung zu einem höheren Kurs vermieten zu können.

Mit dieser Argumentation schaffst du es vielleicht, den Vermieter an den Umbaukosten zu beteiligen und gleichzeitig die Kosten für den Rückbauch bei Auszug zu sparen. In diesem Falle solltest du aber alles schriftlich festhalten. Da nach dem Auszug das Inventar (z.B. ein Treppenlift) aber bei diesen Vereinbarungen im Haus verbleibt und du ja (zumindest teilweise) die Kosten für den Umbau übernommen hast, sollte zudem klar sein, dass ein Auszug nicht so schnell vor der Tür steht. Ggf. lässt sich auch dazu etwas im Mietvertrag verankern.

Ziehst du direkt in eine barrierefreie Wohnung um, dann solltest prüfen, ob für deinen Umzug nicht Umzugsbeihilfe gewährt werden kann.

Umzug während der Schwangerschaft – Hilfreiche Tipps

Ein Umzug während der Schwangerschaft ist alles andere als ein gewöhnlicher Umzug. Dennoch suchen viele Paare sofort nach einer größeren Wohnung oder einem Haus, wenn sie erfahren, dass sie Nachwuchs erwarten. Schließlich soll die junge Familie ausreichend Platz haben. Dabei solltest du gut überlegen, ob du dir einen Umzug während der Schwangerschaft wirklich zumuten möchtest. Denn selbst dann, wenn du ein Umzugsunternehmen mit einem Komplettumzug beauftragst und dich nicht einmal um das Kistenpacken selbst kümmern musst, ist ein Umzug immer noch mit viel Stress verbunden. Schließlich kann ein Umzug nicht nur körperlich, sondern auch emotional belastend sein. Wie ein stressfreier Umzug in der Schwangerschaft dennoch gelingen kann, möchte ich dir jetzt verraten.

Mute dir nicht zu viel zu

Unabhängig davon, in welchem Stadium deiner Schwangerschaft du dich gerade befindest, solltest du keine schweren Gegenstände heben oder tragen. Ein Umzugskarton, der meist um die 15 Kilogramm wiegt, ist also definitiv viel zu schwer für dich. Auch wenn du dich eigentlich noch fit fühlst und gerade am Anfang deiner Schwangerschaft noch sehr ehrgeizig bist, solltest du lieber die Finger von den Umzugskartons lassen. Die Aufgabe des Packens darfst du also getrost an die folgenden Personen abgeben:

Kartons schonend packen

Wenn du deine Kisten unbedingt selbst packen möchtest, solltest du dich dabei nicht zu tief bücken müssen. Stelle die Kartons zudem an einem Ort auf, von dem du sie später nicht mehr wegbewegen musst. So kannst du eine Kiste nach der anderen langsam mit deinem Hab und Gut befüllen, ohne die Kisten selbst schleppen zu müssen. Wenn du mit einem Umzugskarton fertig bist, verschließt du diesen einfach und stellst den nächsten Karton auf die bereits gefüllte Kiste. Nun kannst du zumindest leichte Sachen munter weiter in deine Umzugskartons packen. Allerdings solltest du dir auch hierbei nicht zu viel vornehmen und regelmäßige Pausen einliegen. Das kann auch bedeuten, dass du dir eine Liegepause gönnst. Wahrscheinlich wirst du schnell merken, dass dir das Strecken und Bücken als Schwangere doch etwas schwerer fällt. Während du die Kisten befüllst, solltest du diese oben und seitlich beschriften, damit sie in der neuen Wohnung gleich dem richtigen Raum zugeordnet werden können. Denn während du dich auf dein Baby vorbereitest, gibt es ohnehin viel zu bedenken, sodass es sinnvoll ist, jegliche unnötige Zusatzarbeit von Anfang zu vermeiden.

Diese Aufgaben solltest du besser anderen überlassen

Doch mit dem Packen der Umzugskartons allein ist es bei deinem Umzug nicht getan. Schließlich will die alte Wohnung vor der Wohnungsübergabe geputzt und renoviert werden und in der neuen Wohnung willst du vielleicht auch noch tapezieren oder einen neuen Boden verlegen. Vor allem die Renovierungsarbeiten solltest du allerdings jemand anderem überlassen. Denn gefährliche Kletterpartien auf einer Leiter sind ebenso wenig etwas für Schwangere wie die chemischen Dämpfe, die ein frisch gestrichenes Zimmer verströmt. Natürlich kannst du die Wandfarbe, Tapeten oder den neuen Boden aussuchen, aber die praktische Umsetzung der Renovierungsmaßnahmen darfst du dann gerne dem werdenden Papa, euren Freunden, der Familie oder professionellen Handwerkern überlassen. Auch der Großputz der alten Wohnung nach dem Auszug kann sehr anstrengend für dich als Schwangere sein und viele Putzmittel sind für werdende Mamas alles andere als ungefährlich.

Unterstützung beim Putzen

Zum Glück gibt es im Internet inzwischen aber viele professionelle Anbieter, sodass du dir einen Putztrupp kinderleicht auch nur für ein paar Stunden ins Haus kommen lassen kannst. Auch wenn dein Umzug in der Schwangerschaft unter Umständen etwas teurer werden könnte, da du wahrscheinlich auf mehr professionelle Hilfe angewiesen sein wirst, ist dies für dich und dein Kind die bessere Wahl. Im Übrigen kannst du diese haushaltsnahen Dienstleistungen dann im kommenden Jahr bei der Steuer geltend machen, sodass die Ausgabe nicht ganz so stark auf dein Haushaltsbudget schlägt.

Weitere Tipps für einen stressfreien Umzug während der Schwangerschaft

Damit ein Umzug während der Schwangerschaft für dich möglichst stressfrei verläuft, sollte dieser so früh wie möglich erfolgen. Denn sonst überkommt dich am Ende vielleicht die blanke Panik, weil du fürchtest, dass du vor der Geburt deines Kindes eventuell nicht mit allem fertig werden könntest. Diesen Stress solltest du dir und deinem Baby besser ersparen. Außerdem kann es sinnvoll sein, wenn du eine Prioritäten- und Aufgabenliste erstellst. So kannst du sichergehen, dass du nichts vergisst und alle Aufgaben entsprechend im Freundes- und Bekanntenkreis oder an professionelle Helfer verteilen. Allerdings solltest du auch wissen, dass du wahrscheinlich einige Abstriche machen musst. Wenn du dich gleich darauf einstellst, dass du eben nicht alle Kisten sofort auspacken und nicht alle Bilder sofort aufhängen wirst, ersparst du dir viel Stress. Konzentriere dich lieber darauf, dass du vor allem das Kinderzimmer zuerst herrichtest, während andere Dinge auch liegenbleiben können.

Nach Hilfe fragen kostet nichts

Denn selbst wenn dein Nestbautrieb um sich greift und du gerne alles schön haben möchtest, bevor das Baby kommt, ist es doch wichtiger, dass es dir und deinem Baby gut geht. Nimm dir also besser nicht zu viel in einer zu kurzen Zeit vor. Bei deiner Planung, wann welche Schritte erledigt sein sollen, kannst du eben nicht davon ausgehen, dass du den gleichen Einsatz erbringen kannst, wie das vor deiner Schwangerschaft noch möglich gewesen wäre. Während des Umzugs bist du also vor allem für die Planung zuständig und ansonsten lautet die Devise: So viel wie möglich delegieren. Wichtig ist dabei vor allem, dass du dich nicht stressen lässt und lieber ein Mal zu viel um Hilfe bittest als ein Mal zu wenig. Dein Körper und dein noch ungeborenes Kind werden es dir mit Sicherheit danken.

Modernisierung Teil 2: Mieterhöhung nach der Modernisierung

Im ersten Teil der Artikelserie „Modernisierung“ hast Du bereits erfahren, was unter dem Begriff zu verstehen ist, wie diese abläuft und wann Du als Mieter Einspruch gegen Modernisierungsmaßnahmen einlegen kannst. Mit der Modernisierung geht nämlich nicht nur während der Bauarbeiten viel Aufwand einher, zum Beispiel zeitlicher oder finanzieller Art, sondern auch danach kann es als Mieter ungemütlich werden: Der Vermieter darf nämlich nach Modernisierungsarbeiten bis zu elf Prozent ihrer Kosten auf Deine jährliche Miete umschlagen.

Vermieter hat Recht auf Mieterhöhung

Grundsätzlich steht dem Vermieter nach Modernisierungsmaßnahmen das Recht auf eine Mieterhöhung zu. Allerdings gibt es auch hier einige wichtige Regeln zu beachten. Der Vermieter darf die Miete nämlich nur dann erhöhen, wenn die Umbauarbeiten

  • zur Einsparung von Energie beitragen,
  • zur Wassereinsparung beitragen,
  • eine nachhaltige Wohnungsverbesserung nach sich ziehen oder
  • im Rahmen einer energetischen Modernisierung stattgefunden haben (nur, wenn durch die Baumaßnahmen tatsächlich Endenergie eingespart wurde).

Nur in einem dieser drei Fälle darf der Vermieter eine Mieterhöhung aufgrund der Modernisierung vornehmen. Es gibt also eine Vielzahl an Bauarbeiten oder Verbesserungen in den Wohnräumen, die gesetzlich nicht unter den Begriff der Modernisierung fallen und für welche der Vermieter demnach auch keine höhere Miete ansetzen darf. Dazu gehören zum Beispiel

Häufig werden im Rahmen des Umbaus aber direkt Modernisierungsmaßnahmen mit weiteren Bauarbeiten verknüpft. In diesem Fall darf der Vermieter nur diejenigen anteiligen Kosten in die Mieterhöhung einrechnen, die tatsächlich in den Bereich der Modernisierung fallen. Hierzu ein Beispiel: Dein Vermieter lässt die Wärmedämmung der Außenwände erneuern und verputzt anschließend das Haus neu. So musst Du als Mieter nur eine Mieterhöhung für die Energiesparmaßnahme in Kauf nehmen, nicht aber für den neuen Putz.

Örtliche Vergleichsmiete oder Modernisierungsmieterhöhung?

Interessant ist auch, dass der Vermieter frei entscheiden darf, ob er aufgrund des jetzt höheren Wertes der modernisierten Wohnung eine Mieterhöhung anhand der örtlichen Vergleichsmiete vornimmt, oder aber eine sogenannte Modernisierungsmieterhöhung. Für die Erhöhung anhand der örtlichen Vergleichsmiete muss er allerdings im Voraus Deine Zustimmung einholen. Und auch eine Mieterhöhung aufgrund der Modernisierung muss rechtzeitig angekündigt werden:

Ankündigungspflicht bei der Mieterhöhung

Wird aufgrund einer Modernisierungsmaßnahme die Miete erhöht, so muss der Vermieter dies rechtzeitig ankündigen. Das geschieht in der Regel schriftlich. Neben der Ankündigung der Mieterhöhung muss er diese zudem begründen, sie für den Vermieter verständlich berechnen und gegebenenfalls die jeweiligen Kostenanteile abziehen, welche auf Erhaltungsmaßnahmen entfallen. Legst Du als Mieter anschließend keinen Widerspruch ein, gilt dies als Zustimmung zu der Mieterhöhung und sie tritt zu Beginn des dritten Monats ein, nachdem Du die Erklärung des Vermieters über die Mieterhöhung erhalten hast. Findet die Mitteilung zu spät statt, so verlängert sich die Frist auf sechs Monate. Selbiges gilt für tatsächliche Mieterhöhungen, welche die angekündigte um mehr als zehn Prozent überschreiten.

Muss Du als Mieter die Mieterhöhung akzeptieren?

Nach Erhalt der Mitteilung über die Mieterhöhung hast Du bis zum Ende des darauf folgenden Monats Zeit, um Widerspruch einzulegen. Diesen Widerspruch musst Du begründen, damit er anschließend geprüft werden kann. Prinzipiell musst Du Mieterhöhungen im zulässigen Rahmen aber akzeptieren, sofern sie für Dich keine unzumutbare Härte darstellen, wenn Du die Miete also nach der Erhöhung nicht mehr bezahlen könntest. Berücksichtigt werden dabei sowohl die Miet- und Betriebskosten für die Wohnräume als auch Deine finanzielle Situation und Dein Einkommen. Im Fokus steht dann immer der Interessensausgleich zwischen Mieter und Vermieter. In der Regel wird also nach einem bezahlbaren Kompromiss gesucht.

Sonderkündigungsrecht des Mieters bei Mieterhöhung

Kündigt der Vermieter im Zuge der Modernisierung eine Mieterhöhung an, hast Du als Mieter ein Sonderkündigungsrecht. Von diesem kannst Du bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Eintreffen der Ankündigung Gebrauch machen. Kündigen kannst Du dann jeweils zum Ende des übernächsten Monats. Eine eventuelle Mieterhöhung hast Du in diesem Fall bis zu Deinem Auszug nicht mehr zu bezahlen. Davon abweichende Regelungen im Mietvertrag werden automatisch ungültig.