Umzug Überseetransport – auf zu neuen Ufern!

Ein Umzug in ein anderes Land ist immer eine besonders aufregende Angelegenheit. Und je weiter man sich von der alten Heimat mit dem neuen Wohnsitz entfernt, umso spannender wird es – aber auch umso umständlicher und kostenintensiver. Wenn dann noch eine ganzer Ozean zwischen dem alten und dem neuen Zuhause liegt, hast du vor allem für den Überseetransport eine Menge zu klären.

Kosten von Anfang an im Blick behalten

Am Anfang eines jeden Überseeumzugs sollte die Frage stehen: Was nehme ich mit? So ein Überseetransport ist niemals eine günstige Angelegenheit und bevor du die zum Schnäppchenpreis erworbene Schrankwand von einem Kontinent auf den anderen verfrachtest, solltest du dir gut überlegen, ob sich der Aufwand lohnt. Bei bestimmten Möbelstücken kann ein Neukauf vor Ort kostengünstiger ausfallen als der Transport. Dann kommt es auch darauf an, ob du langfristig ins Ausland ziehst oder nur für einen bestimmten Zeitraum. Ist Letzteres der Fall, kann es sich lohnen, nur das Allernötigste mitzunehmen und den Großteil deines Hab und Guts einzulagern – entweder in einem angemieteten Lagerraum oder bei Verwandten oder Freunden mit viel Platz im Keller. Und vor Ort wird dann eine möblierte Wohnung angemietet. Behalte die möglichen Kosten von Anfang an im Blick. Überlege, was dir wichtig ist, was du verkaufen und günstig neu kaufen kannst und erkundige dich rechtzeitig, ob und wo du Lagermöglichkeiten findest.

So ein Überseeumzug will in jedem Fall gut kalkuliert sein. Hast du entschieden, in welchem Umfang deine Möbel und persönlichen Gegenstände mitumziehen, solltest du dir Kostenvoranschläge von wenigstens drei Transportunternehmen einholen, um vergleichen und das beste Angebot aussuchen zu können.

Luftfracht oder Schiff?

In der Regel ist ein Überseetransport von Hab und Gut mit einem Container auf einem Schiff deutlich günstiger als ein Umzug per Luftfracht. Allerdings braucht ein Containerschiff auch deutlich länger, um an den Zielort zu kommen. Ganz Eilige müssen hier also vor allem den Kostenfaktor gegen den Zeitfaktor abwägen.

Diese Kosten kommen auf dich zu

Größere Umzüge werden für gewöhnlich mit dem Containerschiff bewältigt. Die genauen Kosten hängen hier von verschiedenen Faktoren ab. Letztendlich kommt es darauf an, wie viel cbm groß der Container sein muss und wie genau die Entfernung zur neuen Heimat ist. Desweiteren spielt eine Rolle, welchen Zoll- und Einfuhrbestimmungen die zu transportierenden Gegenstände unterliegen und ob der Container vom Ankunftshafen bis zur neuen Adresse transportiert werden soll.

Die genauen Kosten eines Überseeumzugs sind von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Hier jedoch ein paar Beispiele als Anhaltspunkt:

Neue Heimat Containergröße Kosten
Kanada 20 Fuß ca. 6000 €
China 40 Fuß ca. 6000 €
Australien 40 Fuß ca. 9000 €

Von Haustür zu Haustür

Einen Überseeumzug kannst du bei vielen Unternehmen als Door-to-Door-Service buchen. Das bedeutet, dass der Container mit deinen Habseligkeiten direkt bis zu deiner neuen Wohnung bzw. deinem neuen Haus gebracht wird. Auf diese Weise ersparst du dir, deine Sachen beim Zoll abholen zu müssen und selbst aufwendigen Formalitäten nachkommen zu müssen. Natürlich kostet ein solches Rundum-sorglos-Paket entsprechend.

Einfuhr- und Zollbestimmungen beachten

Bevor es ans Kisten packen für den Überseetransport geht, solltest du dich genauestens über die Einfuhr- und Zollbestimmungen in deinem neuen Heimatland erkundigen. So ersparst du dir unter Umständen weitere Kosten, bürokratischen Aufwand und eine Menge Ärger. So musst du in einigen Ländern darauf achten, dass nicht das geringste Bisschen Erde an eingeführten Schuhen, Werkzeugen oder Kleidung ist. Australien und Neuseeland beispielsweise sind sehr darauf bedacht, nicht durch fremde Erde und darin enthaltenen blinden Passagieren die heimische Flora und Fauna zu schädigen. Für Teppiche, Schmuck, Kunstgegenstände und bestimmte Elektrogeräte musst du bei der Einfuhr in vielen Ländern einen Zollantrag stellen und Steuern bezahlen.

Ein auf Überseetransporte spezialisiertes Umzugsunternehmen bzw. eine entsprechende Spedition kennt sich in der Regel aus, was Zoll- und Einfuhrbestimmungen angeht. Ggf. kannst du das Stellen entsprechender Anträge etc. gleich als Service mitbuchen.

Zollbestimmungen und Einfuhrformalitäten sind bei Gegenständen die per Luftfracht transportiert werden häufig besonders umfangreich und aufwendig. So kann es sich lohnen, wenn du auch kleinere Umzugsdinge nicht mit in den Flieger nimmst sondern mit deiner Seefracht verschickst.

Und so läuft dein Überseetransport ab

Hast du dich über Einfuhr- und Zollbestimmungen im Zielland informiert und dir genau überlegt, welche Gegenstände du mit umziehen möchtest, geht es darum, abzuschätzen, welche Größe der Container für den Transport haben sollte. Spätestens jetzt ist es sinnvoll, Kontakt zu Umzugsunternehmen oder Transportunternehmen aufzunehmen, die auf Überseeumzüge spezialisiert sind. Ein Fachmann kann am besten abschätzen, wie viel Raum dein Hab und Gut einnehmen wird. Hast du dich für ein Transportunternehmen entschieden, kann es theoretisch auch schon ans Packen gehen. Ist der Container beladen, wird er zunächst zum nächstgelegenen Hafen gebracht. Meist ist das Hamburg oder Bremerhaven. Hier wird der Container zwischengelagert, bis es aufs Schiff geht, das deine neue Heimat ansteuert. Auch am Zielhafen wird der Container zunächst zwischengelagert. Der Inhalt muss noch vom Zoll freigegeben werden, bevor der Container an deine neue Adresse geliefert werden kann.

So ein Überseeumzug kann Tage bis Wochen in Anspruch nehmen. Plane daher bei einem Überseetransport genug Zeit ein und organisiere alles rechtzeitig, damit deine Habseligkeiten nicht noch auf hoher See sind, während du schon seit Wochen  in der neuen Wohnung lebst – ohne Bett und ohne Stuhl…

Ist der Container ausgeladen, wird er vom Transportunternehmen wieder abgeholt.

Transportversicherung

Auch wenn auf der Strecke zum Zielort keine Eisberge liegen, bei einem Überseetransport kann auch einmal etwas schief gehen. Zwar haften auch die Transportunternehmen für Schäden, jedoch beschränkt sich die Haftung auf 620 € pro Kubikmeter Umzugsgut und der Schaden muss zu 100 % vom Transportunternehmen selbst verursacht sein. Geht zum Beispiel etwas zu Bruch, weil du es nicht gut genug verpackt hast oder weil Dritte den Schaden verursacht haben, bleibst du auf den Kosten sitzen oder bekommst durch die Versicherung einer dritten Person nur den Zeitwert erstattet. Eventuell kann sich daher eine gesonderte Transportversicherung für dich lohnen. Lies hierzu auch unseren Artikel Umzug & Versicherungen – Transportversicherung und achte darauf, dass diese Versicherung den Anschaffungswert beschädigter Güter ersetzt.

Checkliste Überseetransport

Zum Abschluss noch einmal im Überblick alles, an was du für den Überseetransport denken musst:

  • Was kommt mit? Aussortieren, zwischenlagern, verschenken, verkaufen…
  • Über Einfuhr- und Zollbestimmungen am Zielort informieren
  • Kostenvoranschläge von mindestens drei Transportunternehmen einholen – am besten mit Door-to-Door-Service
  • Vom Fachmann Containergröße bestimmen lassen
  • Termin zum Verschiffen rechtzeitig ausmachen
  • Sorgfältig packen – ggf. von den Profis vom Transportunternehmen packen lassen, damit alles stoßfest und bruchsicher verpackt ist
  • Ggf. Transportversicherung abschließen

Umzug & Versicherungen – Transportversicherung

Eine Haftpflichtversicherung fordern die meisten Vermieter beim Einzug und das frisch gebaute Eigenheim sollte man mit einer Gebäudeversicherung versehen. Doch welche Versicherungen sind darüber hinaus sinnvoll und wichtig und auf was kannst du getrost verzichten? In dieser Artikelserie erfährst du, welche Versicherung beim oder nach dem Umzug für wen empfehlenswert ist. Den Anfang macht die Transportversicherung, mit der du dein Hab und Gut gegen beim Umzug entstehende Schäden versichern kannst.

Bereits den Umzug selbst kann man versichern lassen. Dies macht aber nur in bestimmten Fällen Sinn. Es gilt abzuwägen, ob dich die Versicherung im Verhältnis zum Wert der versicherten Gegenstände nicht zu teuer kommt. Zudem kannst du das Risiko, ob dein Hab und Gut beim Umzug Schaden nimmt, teilweise selbst beeinflussen bzw. minimieren. Ich verrate dir, wie du das schaffst und ob sich eine Umzugsversicherung bzw. Transportversicherung für dich lohnt.

Transportversicherung beim Umzug mit den Profis

Einpacken, Treppen runter, in den Wagen schmeißen, die Vollbremsung auf dem Weg zur neuen Wohnung, ausladen, durch das enge Treppenhaus in den dritten Stock, abladen, auspacken – so ein Umzug kann zur Zerreißprobe für deinen Hausrat werden. Und die Lieblingsvase vom Antiquitätenmarkt in Amsterdam überlebt ihn vielleicht nicht. Doch wer haftet im Fall der Fälle? Die Hausratsversicherung greift in der Regel nur bei Schäden am Versicherungsort, nicht aber auf dem Transportweg. Wenn du mit einem Umzugsunternehmen umziehst, haftet das Unternehmen für Schäden, die von den Umzugshelfern verursacht werden. Doch Vorsicht, dies gilt nur, wenn die Umzugshelfer zu 100 Prozent den Schaden verursacht haben. Entsteht beispielsweise ein Schaden, weil du Umzugsgut nicht richtig verpackt hast, dann ist die Firma nicht in der Verantwortung. Ausgenommen sind auch Schäden durch unabwendbare Ereignisse wie Naturkatastrophen sowie durch Dritte verursachte Unfälle.

Ist der Schaden jedoch eindeutig auf die Fahrlässigkeit der Umzugshelfer zurück zu führen, haftet das Unternehmen mit einer Grundhaftung von 620 € pro Kubikmeter Umzugsgut.

Festgelegt ist dies durch Paragraph 451 e des Handelsgesetzbuchs.

Eine besondere Versicherung abzuschließen lohnt sich in diesem Fall nur, wenn der Wert deines Umzugsguts diesen Wert deutlich übersteigt. Infrage kommt hier z.B. eine besondere Transportversicherung. Gegebenenfalls bietet es sich auch an, besonders wertvolle Gegenstände einzeln zu versichern. Denn bei Kunstgegenständen, Antiquitäten oder wertvollen Pflanzen greift eine normale Transportversicherung nicht.

Die Grundhaftung des Umzugsunternehmens ersetzt immer nur den Zeitwert der beschädigten Gegenstände.

Tipp: Hellhörig solltest du werden, wenn das Umzugsunternehmen deiner Wahl auch auf Nachfrage keine Angaben zum Versicherungsschutz macht oder keine Güterverkehrserlaubnis vorweisen kann, die in der Regel mit der gesetzlich vorgeschriebenen Grundhaftung einhergeht. Hier kann Schwarzarbeit im Spiel sein und im Schadensfall bleibst du auf den Kosten sitzen.

Umzug in Eigenregie

Gerade beim Umzug in Eigenregie mit Helfern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis und einem Fahrer, der alle Jubeljahre einmal ein Kraftfahrzeug bewegt, das größer ist als die Familienkutsche, kann sich eine Transportversicherung lohnen – zumal der Gesetzgeber bei Freundschaftsdiensten von einer stillschweigenden Haftungsbeschränkung ausgeht. Damit muss ein Freund oder Verwandter in der Regel nicht für einen von ihm beim Umzug verursachten Schaden aufkommen. Allerdings gilt es auch hier abzuwägen. Wer als Student das neue WG-Zimmer bezieht und als wertvollstes Eigentum den Laptop mit der letzten Hausarbeit bezeichnen kann, der sollte diesen doch einfach in die eigene Tasche packen und für den Rest kann er sich die Versicherung getrost sparen.

Grundsätzlich kann man sagen, je länger der Umzugsweg und je höher der Wert des Hausrats, umso eher lohnt sich eine Transportversicherung.

Umzug Transportversicherung Kosten

Oft bekommt man vom Umzugsunternehmen oder dem Kleintransporterverleih ein Angebot für eine Transportversicherung unterbreitet. Doch wer sich für eine Transportversicherung entscheidet, sollte vor dem Abschluss nicht nur Preise vergleichen, sondern auch prüfen, ob die Versicherung auch wirklich alles abdeckt.

Um sich für die passende Versicherung zu entscheiden, sollte man zunächst überschlagen, wie viel das Eigentum wert ist, das versichert werden soll. Als Faustregel kann man hier 650 € pro Quadratmeter Wohnfläche berechnen. Allerdings beinhaltet diese Rechnung auch eine Küche und berücksichtigt auf der anderen Seite keine besonderen Wertgegenstände wie Antiquitäten oder die kostbare Münzsammlung. Für diese Faktoren muss man bei der groben Berechnung entsprechende Abschläge bzw. Zuschläge machen. Anschließend sollte man sich überlegen, ob man den Zeitwert oder Neuwert der Gegenstände versichert. Versichert man den Zeitwert, bekommt man unter Umständen bei einem Schaden nur noch einen Bruchteil dessen ausgezahlt, was der Gegenstand einmal gekostet hat. Hier gilt also in der Regel: Wenn schon, denn schon. Allerdings muss für eine Versicherung des Neuwerts dieser für gewöhnlich auch belegt werden können. Hilfreich ist es, wenn man zu diesem Zweck noch Kaufbelege und Quittungen aufbewahrt hat.

Was ist ein Unterversicherungsverzicht?

Wenn der Versicherungsvertrag einen Unterversicherungsverzicht enthält, verzichtet der Versicherer darauf, im Schadensfall zu prüfen, ob das versicherte Gut tatsächlich so viel Wert ist, wie vom Versicherten angegeben.

Aber was darf eine Transportversicherung denn nun kosten? Auch hierfür gibt es eine Faustregel. Der Versicherungspreis sollte etwa bei 0,25 % des Werts der versicherten Gegenstände liegen. Für Besitztümer im Wert von 20.000 € sollte die Transportversicherung zum Beispiel um die 50 € kosten.

Schadensmeldung nach dem Umzug

Nach dem Umzug sollte man so bald als möglich den Hausrat auf mögliche Schäden hin prüfen. So können eventuelle Schäden zeitnah dem Umzugsunternehmen oder der Versicherung gemeldet werden. Es gilt die Untersuchungspflicht. Bei verspäteter Schadensmeldung kann es passieren, dass du deinen Anspruch auf Entschädigung verlierst.

Prüfe also gleich nach der Ankunft im neuen Heim, ob alle Kisten vollzählig angekommen sind und ob auch keines der Möbelstücke fehlt. Sieh in alle Kisten hinein, ob hier nichts zu Bruch gegangen ist und untersuche alle Möbel auf mögliche Schrammen oder andere Beschädigungen. Schließe die Elektrogeräte an und prüfe sie auf ihre Funktionsfähigkeit.

Tipp: Gerade bei antiken Möbeln, die vielleicht schon den ein oder anderen Kratzer aufweisen, kann es sich lohnen, vor dem Umzug Fotos zu machen. So kannst du neue Schäden leichter nachweisen.

Findest du einen Schaden an deinem Hausrat oder ist etwas kaputt gegangen, dann melde dies unverzüglich – am besten schriftlich. Du musst in der Schadensmeldung genau angeben, welcher Gegenstand auf welche Weise beschädigt ist und am besten auch, wie der beschädigte Gegenstand verpackt war.

Schäden vermeiden

Im Idealfall kommt beim Möbeltransport natürlich erst gar kein Schaden auf. Du kannst selbst einiges tun, um deine Habseligkeiten bestmöglich vor Schrammen, Beulen und Bruch zu schützen:

nicht am falschen Ende sparen: Natürlich ist es toll, wenn du noch den ein oder anderen Karton im Keller hast oder dir der Supermarkt um die Ecke seine alten Obstkisten abtritt. Doch solltest du darauf achten, dass besonders die Sachen, die dir lieb und teuer sind, in stabilen und gut verschließbaren Umzugskartons verstaut werden. Achte auch beim Kauf der Umzugskisten auf die Qualität. Selbst bei Umzugskartons aus dem Baumarkt gibt es erhebliche Unterschiede. Die Pappe sollte dick und stabil und das Verschlusssystem sicher sein.

  • richtig packen: Achte darauf, WIE du die Umzugskartons füllst. Zum einen sollten sie nicht zu schwer bepackt werden. Das ist nicht nur angenehmer für die Umzugshelfer, du vermeidest so zudem, dass der Kartonboden reißt und alles herausfällt.
  • gut polstern: Wickele zerbrechliche Gegenstände gut ein. Geschirr und Co solltest du mit Zeitungspapier oder noch besser mit Luftpolsterfolie vor Schäden schützen. Zudem bietet es sich an, Kartons, die du mit zerbrechlichem Gut bepackst mit weichen Dingen wie Kleidung oder Handtüchern aufzufüllen und auszupolstern.
  • Beschriften nicht vergessen: Kartons mit zerbrechlichen oder empfindlichen Gegenständen solltest du entsprechend kenntlich machen. Ein gut lesbares, leuchtend rotes: Vorsicht, zerbrechlich! hält die Umzugshelfer garantiert davon ab, mit dieser Kiste Korbball zu spielen.
  • Möbel schützen: Auch bei deinen Möbeln kann sich eine „Verpackung“ lohnen. Dass ein Spiegel oder die Glasplatte vom Wohnzimmertisch gut umhüllt werden müssen, versteht sich von selbst. Aber auch die Ecken von Holzmöbeln und glatte Holzoberflächen sind anfällig für Schrammen und Kratzer und sollten entsprechend verpackt werden.

Schäden durch Dritte

Besonders kompliziert kann es werden, wenn ein Schaden beim Umzug durch Dritte verursacht wird. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Umzugswagen verunfallt und ein anderer Verkehrsteilnehmer als der Fahrer des Wagens den Unfall verursacht hat. In einem solchen Fall haftet der Dritte für den verursachten Schaden. Dessen Versicherung kommt aber unter Umständen nur für den Zeitwert der beschädigten Gegenstände auf. In einem solchen Fall sollte man – hat man eine eigene Transportversicherung abgeschlossen – hier den Regulierungsanspruch beachten. Mit Berufung auf den Regulierungsanspruch kann man das Geld für einen durch Dritte verursachten Schaden bei der eigenen Versicherung einfordern.

Umzugsknigge Teil 2 – das Trinkgeld für die Möbelpacker

Wer mit einem Umzugsunternehmen umzieht, vertraut sein gesamtes Hab und Gut und seine liebsten Besitztümer Menschen an, die er noch nie zuvor gesehen hat. Da gehört nicht nur ein ordentlicher Vertrauensvorschuss dazu. Natürlich gilt: behandle die Leute, die dein Klavier oder die Eiche Rustikal Schrankwand – das gute Erbstück aus Omas Zeiten – aus dem zehnten Stock hinunter und dann wieder in den achten Stock hinauf schleppen und zwischendrin damit noch einige Kilometer Fahrt über schlaglöchrige Straßen zurücklegen, mit Respekt. Denn schließlich sollen auch dem Klavier und der Schrankwand die nötige Sorgsamkeit entgegengebracht werden. Herumkommandieren und alles besser wissen gehört nicht zu einem respektvollen Umgang. Der Anerkennung, die du der Arbeit der Möbelpacker zollst, kannst du jedoch nicht nur durch einen wertschätzenden Umgangston, sondern auch in der Form von Trinkgeld Ausdruck verleihen.

Ein Trinkgeld für die Möbelpacker ist keine Pflicht, doch eine gern gewählte Form der Anerkennung.

Sinn und Unsinn von Trinkgeldern

Es gibt Länder, dort gilt ein guter Service als so selbstverständlich, dass ein Trinkgeld eine Beleidigung darstellt. Doch wenn du nicht innerhalb von Japan umziehst, ist ein Trinkgeld durchaus üblich. Für den Freiherrn von Knigge war Trinkgeld eine gute Möglichkeit, Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu räumen. Für die meisten ist es einfach eine schöne Gelegenheit, Menschen etwas Gutes zu tun, die einem ebenfalls etwas Gutes getan haben.
Nach § 107 Abs. 3 der Gewerbeordnung ist Trinkgeld „ein Geldbetrag, den ein Dritter ohne rechtliche Verpflichtungen dem Arbeitnehmer zusätzlich zu einer dem Arbeitgeber geschuldeten Leistung zahlt“.
Ein Trinkgeld ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, es ist auch immer freiwillig und ein Zeichen der Zufriedenheit mit einer Leistung.

Wer jedoch Arbeitslosengeld II bezieht und den Umzug vom Arbeitsamt bezahlt bekommt, muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn er statt durch Trinkgeld seine Wertschätzung und Zufriedenheit durch ein aufrichtiges Dankeschön bekundet. Andere zeigen ihre Anerkennung auch lieber dadurch, dass sie den Möbelpackern Kaffee kochen und belegte Brötchen bereitstellen.
Für jeden, der gerne ein Trinkgeld geben möchte, stellen sich jedoch zwei Fragen: Wie viel Trinkgeld ist angemessen? Und: Wann soll ich das Trinkgeld geben?

Wie viel Trinkgeld ist angemessen?

Umzugsfirmen geben gerne die Empfehlung, das Trinkgeld solle fünf Euro pro Arbeitsstunde pro Umzugshelfer betragen. Diese Regel ist jedoch nur für sehr kurze Umzüge angemessen. Denn wer ein Vier-Mann-Team bei einem Umzug von Hamburg nach München mit einem derartigen Trinkgeld versehen wollte, müsste schon sehr tief in die Tasche greifen. Angemessen sind in der Regel 10 bis 20 Euro pro Helfer und pro Umzugstag. Den genauen Betrag sollte man am eigenen Budget und an der Schwere des Umzugs festmachen. Wer beispielsweise viele schwere Gegenstände umzieht und/oder einen Umzug aus oder in ein höheres Stockwerk ohne Aufzug bewerkstelligt, der darf im Zweifelsfall ruhig etwas großzügiger sein.

Trinkgeld für die Möbelpacker – vor oder nach dem Umzug?

Nun stellt sich noch die Frage, ob es taktisch geschickter ist, das Trinkgeld vor oder nach dem Umzug auszuhändigen. Wenn du das Geld vor dem Umzug verteilst, wirst du im besten Fall die Motivation der Umzugshelfer und ihr Entgegenkommen steigern. Im schlechtesten Fall wirst du dich jedoch über den Tisch gezogen fühlen, wenn du nach dem Umzug mit dem Service nicht zufrieden warst.
Zum Glück gibt es aber eine weitere Möglichkeit, wie du die Umzugshelfer von Anfang an für dich gewinnst und dennoch das Trinkgeld erst herausrückst, wenn du mit ihrer Arbeit am Ende des Umzugs zufrieden bist. Stelle einfach zu Beginn des Umzugs Getränke und Snacks bereit – Kaffee, Tee (keine alkoholischen Getränke, höchstens alkoholfreies Bier), belegte Brötchen, leckere Sandwiches, süße Teilchen vom Bäcker, alles, was man gut und schnell zwischendurch und nebenbei essen und trinken kann. So zeigst du den Umzugshelfern schon einmal deine Wertschätzung und kannst nach getaner Arbeit immer noch entscheiden, ob und wie viel Trinkgeld dir der Service wert war.

Ein Umzug nach Köln – darum ist es am Rhein so schön

‚Et hätt noch emmer joot jejange‘ (es ist noch immer gut gegangen) lautete der dritte Paragraph des Rheinischen Grundgesetzes. Auch so wird auch dein Umzug nach Köln sicherlich gut gehe, denn mit der Rheinmetropole als Lebensmittelpunkt kann man nicht viel falsch machen. Und das liegt nicht nur an der entspannten und fröhlichen Mentalität deiner neuen Mitbürger.

Köln stellt sich vor

2000 Jahre, 1.076.000 Einwohner, 405 Quadratkilometer: Köln- oder auch Kölle – ist der kulturelle Mittelpunkt Nordrhein-Westfalens. Es unterteilt sich in neun Stadtbezirke und 86 Stadtteile. Und Köln hat viel zu bieten. Da ist noch weitaus mehr zu entdecken als der Dom und der Kölner Karneval. Wusstest du zum Beispiel, dass es in Köln ein Schokoladenmuseum mit einem Schokoladenbrunnen gibt, durch den 200 Liter Schokolade fließen? Und jeder darf hier einfach naschen. Wenn das kein Zufluchtsort für Heimwehtage ist… Oder wusstest du, dass du an manchen Tagen nicht über den Heinrich-Böll-Platz nahe des Doms laufen darfst, weil darunter die Kölner Philharmoniker proben? Und dann die Kunstmuseen und Ausstellungen – hier kannst du Geschichtliches erkunden oder Werke von Picasso und Co betrachten.

Und dann das Nachtleben – du wirst dich wundern, wie schnell du beim Ausgehen mit neuen Leuten ins Gespräch kommst. Doch erwarte nicht, so deine neuen besten Freunde zu finden. So kontaktfreudig die Kölner bei einem Glas Kölsch sein können, so unverbindlich halten sie es auch.

Und dann der Rhein! Was gibt es schöneres als abends in den Rheinauen zu sitzen und zuzusehen, wie auf der anderen Rheinseite die Lichter angehen?

Außerdem ist Köln eine Großstadt mit viel Grün. Neben dem Rheinufer gibt es zahlreiche Parks und Grünanlagen. Und wenn du die Stadt einmal nicht mehr sehen magst, bietet dir die Nähe zu Holland und Frankreich die beste Möglichkeit für entspannende Reisen und Kurztrips.

Steckbrief Köln

  • Einwohnerzahl: 1.076.000
  • Einwohner pro Quadratmeter: 2657
  • Lage auf dem Wohnungsmarkt: mit Kompromissbereitschaft kann man noch erschwinglichen Wohnraum ergattern.
  • Beliebteste Viertel: Südstadt, Ehrenfeld, Kalk (das neue Ehrenfeld – allerdings auf der falschen Rheinseite)
  • Besonderheiten: Kölner Dom, selbsternannte Medienhauptstadt

Medienhauptstadt Köln

Köln selbst bezeichnet sich gerne einmal als Medienhauptstadt Deutschlands – und das nicht zu unrecht. Köln beherbergt nicht nur den WDR als größten kontinentaleuropäischen öffentlich-rechtlichen Sender, sondern auch die RTL Group und weitere Sender. Ein Drittel aller deutschen Fernsehsendungen werden in Köln produziert. Und auch Kinofilme werden hier gedreht. Das Fernsehen und Medien allgemein sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Rheinmetropole. Etwa 50.000 Menschen sind in Köln in den Bereichen Medien, IT und Telekommunikation beschäftigt. Und auch Hollywood schaut immer einmal wieder am Rhein vorbei. Die ganz Großen fragen für Actionszenen gerne einmal bei der action concept Film- und Stuntproduktion in Hürth an.

Köln ist damit besonders für Zuzügler aus der Medienbranche attraktiv und natürlich für Studenten im Bereich Medienwissenschaft.

Hier lässt es sich leben

In Köln kann man viel Spaß haben – keine Frage. Bei den Mietpreisen wird es allerdings ernst. Vor allem, wenn es dir die linke Rheinseite angetan hat. Dabei sind die Mietpreise in Köln in den letzten Jahren sogar weniger steil angestiegen als in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen. Dennoch zahlt man im Schnitt 9,60 € pro Quadratmeter (Stand August 2018). Auf der linken Rheinseite kommt man auf einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von über 10 €. Das wohl „kölschste“ und mit teuerste Viertel ist hier die Südstadt. Studenten können links des Rheins mit viel Glück jedoch noch günstige WG-Zimmer ergattern. Da die WGs zum Teil schon etliche Studentengenerationen beherbergt haben, sind zum Teil noch alte, günstige Mietverträge in Kraft. Rechts des Rheins bieten Deutz und Mühlheim noch erschwinglichen Wohnraum, und erfreuen sich sicher nicht zuletzt aufgrund dessen immer größerer Beliebtheit.

Köln

Die wichtigsten To-dos für Neukölner

Frisch angekommen in Köln gibt es zunächst ein paar Formalitäten zu erledigen. So gilt auch in Köln: Ummelden nicht vergessen! Innerhalb einer Frist von 14 Tagen musst du dich offiziell an deinem neuen Heimatort anmelden. In Köln kannst du das in einem der neun Kundenzentren der Bezirksrathäuser. Hier wird auch gleich deine neue Adresse in deinen Personalausweis eingetragen.

Zur Anmeldung musst du die üblichen Ausweisdokumente, eine Bescheinigung deines Wohnungsgebers über deinen Einzug bzw. beim Einzug ins Eigenheim den Grundbucheintrag, Notarvertrag oder den aktuellen Grundsteuerbescheid mitbringen und ein Anmeldeformular ausfüllen. Das Anmeldeformular kannst du bereits vorab am PC herunterladen, ausdrucken und ausfüllen.

Wer innerhalb von Deutschland umzieht und ein Auto in die neue Stadt mitbringt, kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die eigene Anmeldung und die Ummeldung von Auto oder Motorrad kann man in einem Rutsch in der Kfz-Zulassungsstelle Poll und im Kundenzentrum Innenstadt erledigen. An beiden Stellen erhälst du auch einen Bewohnerparkausweis und eine Feinstaubplakette.

Und nach den Anmeldeformalitäten heißt es dann: Die Stadt entdecken.

Nach Köln mit Kind und Kegel

Ein Umzug mit Kindern ist immer eine besondere Herausforderung. Zum einen ist es für Kinder meist besonders schwer, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Es braucht viel Fingerspitzengefühl, den Nachwuchs auf einen Umzug vorzubereiten und beim Einleben in der neuen Heimat zu helfen. Zum anderen gibt es zusätzlich zu Ummeldung und Co eine Menge weiterer Formalitäten zu erledigen, von denen nicht zuletzt abhängt, dass sich die Kinder in der neuen Umgebung schnell einleben und wohlfühlen: Wie und wo finde ich einen geeigneten Kindergarten? Welches sind die besten Schulen in Köln? Und wie sieht es mit dem Freizeitangebot aus? Gibt es auch hier einen Hydraulophonkurs, wie er dem Nachwuchs in der alten Heimat so gefallen hat?

Kinderbetreuung – so findest du die passende Kita

Kinderbetreuung für die Kleinen ist immer ein Thema für sich – rar gesäte Kitaplätze, schlechte Betreuungsschlüssel, hoher bürokratischer Aufwand. Und Nordrhein-Westfalen war 2017 sogar das Bundesland mit der größten Betreuungslücke für Kinder im Kindergartenalter. Da heißt es also vor einem Umzug nach Köln so schnell wie möglich nach einem geeigneten Platz zu suchen.

In Köln gibt es über 200 städtische Kindergärten und mehr als 400 Einrichtungen von freien Trägern. Für einen guten Überblick und eine organisierte Kitasuche gibt es das Internetportal LITTLE BIRD der Stadt Köln. Hier kann man sich registrieren und mit Hilfe eines Suchfilters passende Kitas heraussuchen. Anschließend dürfen Eltern über das Portal bis zu fünf konkrete Platzanfragen parallel an Kindergärten unterschiedlicher Trägerschaft richten.

Die Kitagebühren sind in Köln übrigens abhängig vom Einkommen der Eltern.

Schulanmeldung

Köln hat den Schulnotstand ausgerufen. Die Kölner Schulen sind teilweise in einem schlechten Zustand und platzen zudem aus allen Nähten. Der Bildungsdezernentin Dr. Agnes Klein zufolge, müssen in Köln in den nächsten Jahren 41 neue Schulen gebaut werden, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Auch hier heißt es also, sich bei einem geplanten Umzug nach Köln so bald wie möglich um einen Platz zu bemühen.

Wer sein Kind oder sich selbst bei einem Umzug nach Köln an einer Schule vor Ort anmelden will, nimmt am besten direkten Kontakt zur gewünschten Bildungseinrichtung auf. Für die Anmeldung sind in jedem Fall die letzten Zeugnisse sowie die Meldebescheinigung notwendig. Weitere Formalitäten müssen direkt mit der Schule besprochen werden. Eine Übersicht über alle Kölner Schulen bietet der offizielle Internetauftritt der Stadt Köln.

Köln mit Kindern entdecken

Nach den weniger guten Nachrichten zu den Punkten Kita und Schule, zum Schluss noch etwas Positives: Für Kinder und Jugendliche bietet die Stadt ein umfangreiches Freizeitangebot. Dazu gehören nicht nur die zahlreichen Musikschulen und Sportvereine, die auch ausgefallenere Kurse bieten wie Rhönrad-Turnen oder Einradhockey.

Darüber hinaus gibt es Attraktionen wie den Kölner Zoo, das Abenteuermuseum Odysseum, den größten Trampolinpark in NRW, Schwarzlichtminigolf und den Rheinpark zu entdecken. Köln bietet auch zahlreiche Schwimm-, Spaß- und Erlebnisbäder wie das Aqualand mit der ersten Indoor-Looping-Rutsche der Welt. Und das sind natürlich nur ein paar Beispiele…

Haushaltsauflösungen richtig organisiert

Von einer Haushaltsauflösung spricht man, wenn Haus oder Wohnung vom Wohnungsinhaber vollständig geräumt und die Besitztümer verkauft, verschenkt oder entsorgt werden. Die Gründe für eine Haushaltsauflösung oder Wohnungsauflösung können vielfältig sein. Meist hängt die Räumung der Wohnung jedoch damit zusammen, dass der Wohnungsinhaber keinen eigenen Haushalt mehr führt bzw. führen wird. Ein Todesfall, die Notwendigkeit, dauerhaft in eine Pflegeeinrichtung zu ziehen, eine Zwangsveräußerung oder auch eine Auswanderung können Anlass zur Haushaltsauflösung geben. Oft ist damit der Grund für die Räumung wenig erfreulich und immer ist er mit großen Veränderungen für den Wohnungsinhaber oder seine Angehörigen verbunden. Ich erkläre dir im Folgenden, was du in der für dich vielleicht nicht ganz einfachen Zeit beachten musst, welche Rechte und Pflichten mit der Haushaltsauflösung einhergehen und wie du sie möglichst problemlos bewältigen kannst.

10.000 Gegenstände besitzt ein Erwachsener in Westeuropa durchschnittlich – vom Ausziehsofa bis zur Zahnbürste. Wie viel wir in unserem Leben gekauft, gesammelt und mehr oder weniger gebraucht haben, stellen wir oft erst fest, wenn wir uns fragen müssen, wohin mit all den Dingen. Eine Haushaltsauflösung oder eine Verkleinerung des Haushalts sollte daher immer gut geplant und organisiert werden. Zudem sollte man bedenken, dass es eben nicht nur Gegenstände sind, die weggeräumt oder aussortiert werden. Es sind auch Erinnerungen.

Verschenken, verkaufen, entsorgen

Zunächst sollte man bei der Haushaltsauflösung also Dinge mit rein materiellem Wert von den Erinnerungsstücken unterscheiden. Hier gilt es nun zu überlegen, welche besonders wichtigen Gegenstände mit sentimentalem Wert man auch nach der Haushaltsauflösung behalten möchte und was man in der Familie weitergibt. Anschließend geht es um die Besitztümer mit rein materiellem Wert. Ist ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung oder eine Seniorenresidenz der Grund für die Haushaltsauflösung sollte man sich vorher bei der Einrichtung erkundigen, was man mitbringen darf, kann und soll – ist beispielsweise genügend Platz für die hübsche antike Kommode oder sollte diese lieber weitergegeben oder verkauft werden? Wenn du weißt, was du mitnehmen kannst bzw. sollst, kann es mit dem Aussortieren losgehen. Einiges kann sicher verkauft werden, anderes lässt sich spenden oder verschenken. Für den Verkauf gebrauchter Gegenstände gibt es unterschiedliche Optionen:

Kleinanzeigen und Auktionen: Eine gute und beliebte Möglichkeit, gebrauchte Dinge zu verkaufen sind Kleinanzeigen im Internet oder Internetauktionen. Das Anbieten der Dinge kostet hier oftmals nichts. Der Nachteil ist, der ein oder andere Gegenstand braucht unter Umständen etwas länger bis zum Verkauf. Manchmal muss man in solchen Fällen noch einmal den Preis senken. Zudem macht es relativ viel Arbeit, alle Sachen einzeln selbst zu verkaufen. Du musst Fotos von den Verkaufsgegenständen machen, die Anzeigen erstellen, Anfragen beantworten, Termine zur Ansicht und zum Abholen der Verkaufsgegenstände verabreden.

Tipp: Einiges, was du verkaufen möchtest, lässt sich sicher als Set anbieten, zum Beispiel Kleidung oder CDs. So musst du nicht für jede Sache eine eigene Anzeige pflegen.

Ankaufbörsen: Online und offline gibt es zahlreiche Ankaufbörsen, die sich darauf spezialisiert haben, gebrauchte Gegenstände aufzukaufen. Der Vorteil ist, dass du auf diesem Wege relativ schnell einen Großteil deiner zum Verkauf stehenden Gegenstände auf einen Schlag los wirst. Der Nachteil gegenüber dem Verkauf auf eigene Faust über Anzeigen und Aktionen liegt darin, dass du auf diese Weise einen geringeren Gewinn für die einzelnen Gegenstände erzielen wirst.

Flohmarkt: Eine weitere Möglichkeit, gebrauchten Dingen ein neues Zuhause zu verschaffen sind Flohmärkte. Hier lässt sich alles anbieten, was du möchtest. Meist wird eine Standgebühr fällig, und du solltest davon ausgehen, dass du mehr als einen Anlauf brauchst um alle Dinge zu verkaufen.

Spenden: Was sich nicht verkaufen lässt, für den (Sperr-)Müll aber zu schade ist, wird am besten gespendet oder verschenkt. Sachen verschenken kann man ebenfalls über Kleinanzeigen im Internet oder Zeitungsannoncen. Für Spenden musst du dich mit gemeinnützigen Organisationen in Verbindung setzen. Oft handelt es sich hierbei um kirchliche Einrichtungen. Du kannst mit der Organisation deiner Wahl einen individuellen Termin für die Abholung der Gegenstände vereinbaren.

Sperrmüll: Alles, was sich nicht verkaufen, verschenken oder spenden lässt, muss entsorgt werden. Größere Gegenstände kommen dabei auf den Sperrmüll. Wie genau dieser organisiert wird, ist von Stadt zu Stadt verschieden. Einige Gemeinden führen eine regelmäßige Sperrmüllabholung durch, deren Termine dem Abfallkalender zu entnehmen sind. Bei anderen muss man einen individuellen Termin vereinbaren. Hier ist die Abholung auch meist mit Kosten verbunden. Am besten rufst du bei dem zuständigen (öffentlich rechtlichen) Entsorger an und erkundigst dich nach den genauen Konditionen. Hier ist es wichtig, sich auch über die Entsorgung von Sondermüll, zum Beispiel von Elektrogeräten zu informieren: Fallen zusätzliche Kosten an? Was wird überhaupt mitgenommen? Was muss selber zu einem Wertstoffhof gebracht werden? Auch ist es ratsam, rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren, denn in einigen Städten ist der Terminkalender der Entsorger voll belegt, und es kann schwierig werden oder höhere Kosten verursachen, wenn man einen bestimmten Wunschtermin nutzen möchte.

Professionelle Haushaltsauflösung – der einfache Weg

Eine Haushaltsauflösung kostet Zeit und Kraft. Doch ganz ohne Hilfe geht es oft nicht. Wer keine Verwandten vor Ort hat, ist unter Umständen mit einer Haushaltsauflösung durch Profis gut beraten. Hier gibt es die unterschiedlichsten Angebote, und du kannst entscheiden, in welchem Umfang du die Hilfe eines auf Haushaltsauflösungen spezialisierten Unternehmens in Anspruch nehmen willst. Manche Firmen übernehmen sogar die Regelung formeller Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Wohnungsauflösung wie zum Beispiel die Kündigung bei Stromanbietern oder Telefongesellschaften.

Da die Preise der Firmen, die Haushaltsauflösungen übernehmen sehr unterschiedlich ausfallen können, solltest du dir wenigstens drei Kostenvoranschläge einholen.

Die Haushaltsauflösung mit einem professionellen Unternehmen ist wohl die bequemste Variante, aber auch die kostenintensivste. Zudem hast du weniger Einfluss darauf, was aus deinen Sachen wird.

Rechtliches und Formalitäten

Neben dem großen Ausmisten solltest du dich rechtzeitig um Formelles und Rechtliches im Zusammenhang mit der Haushaltsauflösung kümmern. Wurde die Wohnung rechtzeitig gekündigt? Hast du dich bei Anbietern von Strom und Gas abgemeldet? Hierauf solltest du achten:

  • Mietvertrag kündigen bzw. klären, was aus Haus oder Eigentumswohnung wird
  • Verträge und Versicherungen kündigen
  • bei einem Umzug in ein Seniorenheim: Ummeldeformalitäten erledigen – lies hierzu auch unseren ausführlichen Artikel Umzug ins Seniorenheim.
  • Ggf. musst du dich auch um den Verbleib deiner Haustiere kümmern

Besondere rechtliche Gegebenheiten sind zu beachten, wenn der Grund für die Haushaltsauflösung ein Todesfall ist oder wenn die Person, deren Haushalt aufgelöst wird, einen Betreuer hat. Hier gilt es Rechtliches zu klären, bevor die Haushaltsauflösung in Angriff genommen wird. Ein rechtlicher Betreuer kann eine Haushaltsauflösung für eine betreute Person nur durchführen, wenn Wohnungsangelegenheiten in seinen Aufgabenbereich fallen. Damit er Dinge im Namen der betreuten Person veräußern darf, muss er offiziell für Vermögensangelegenheiten zuständig sein. Und um einen Umzug zu organisieren – beispielsweise in ein Altenheim oder eine Pflegeeinrichtung – muss er offiziell über das Aufenthaltsbestimmungsrecht verfügen.

Ist der Grund für die Haushaltsauflösung ein Todesfall, sollten die Erben sich im Einzelfall genau über die rechtliche Lage informieren, bevor sie zur Tat schreiten. Viele wissen beispielsweise nicht, dass auch ein Mietvertrag zum Nachlass gehört. Die Erben müssen weiterhin für die Mietkosten und entstandene und entstehende Nebenkosten aufkommen, und sollten daher schnell kündigen. In Erbgemeinschaften ist es darüber hinaus sehr wichtig, sich gegenseitig über alle Schritte, die man bezüglich der Haushaltsauflösung unternimmt, abzusprechen und zu informieren, damit sich niemand übervorteilt fühlt und Erbstreitigkeiten vermieden werden.

 

Der Weg zur Eigentumswohnung – Darauf solltest du bei der Finanzierung achten

Die Zinsen sind seit einigen Jahren historisch niedrig, sodass viele Menschen über den Kauf einer Eigentumswohnung nachdenken. Die eigenen vier Wände haben zahlreiche Vorteile gegenüber einer Mietwohnung. Nicht zuletzt eignet sie sich hervorragend, um für das Alter vorzusorgen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich selber ein großer Freund von Immobilien-Eigentum bin und mehrere weitere Webseiten (z.B. die-grundstückspreise.de oder grundstueckspreise.net) in diesem Bereich betreibe.

In diesem Artikel möchte ich auch wichtige Aspekte eingehen, damit der Kauf der Eigentumswohnung für dich ein Erfolg wird.

Das eigene Budget richtig kalkulieren

Natürlich haben viele Verbraucher den Wunsch, eine luxuriöse und geräumige Eigentumswohnung zu kaufen. Doch der Kauf einer eigenen Wohnung sollte in erster Linie zum verfügbaren Budget passen. Du solltest dir daher die Frage stellen, welches Budget für die Abzahlung eines Kredits zur Verfügung steht. Dazu sollten alle Einnahmen und Ausgaben übersichtlich gegenübergestellt werden. Die Summe, die bei dieser Rechnung übrig bleibt, kann als Budget in die Eigentumswohnung investiert werden. Es ist jedoch ratsam, einen Sicherheitspuffer einzukalkulieren, falls sich an der Einnahmesituation etwas ändert.

Die Anschaffungskosten und das vorhandene Eigenkapital ermitteln

Kaufinteressenten müssen bei der Anschaffung einer Immobilie beachten, dass nicht nur der reine Kaufpreis aufzubringen ist. Zusätzlich zu den Kaufkosten fallen noch Kaufnebenkosten an. Dazu zählen zum Beispiel die Grunderwerbssteuer und die Notarkosten. Die Kaufnebenkosten müssen in die Gesamtkosten einkalkuliert werden und ergeben letztlich die Anschaffungskosten. Als Kaufnebenkosten solltest du ca. 10 % des Kaufpreises der Immobilie kalkulieren. Sie sind jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich hoch.

Beim Kauf einer Wohnung solltest du zusätzlich den Renovierungsbedarf innerhalb der Eigentumswohnung abschätzen und diesen mit einem großzügigen Puffer planen. Einige Arbeiten kann man sicher selber machen, gerade bei älteren Objekten sind schnell Arbeiten notwendig, die man nicht unbedingt alleine machen kann (bei der Elektrik zum Beispiel oder zur Sanierung von Bädern), diese Kosten solltest du mit kalkulieren! Genauso natürlich die Kosten für deinen Umzug. Wie du Umzugskosten kalkulierst zeige ich dir hier und hier.

Ausserdem spielt die Höhe des Eigenkapitals beim Wohnungskauf eine wichtige Rolle. Damit eine Finanzierung von der Bank nicht zu teuer wird, solltest du ca. 20 % der Anschaffungskosten als Eigenkapital mit in die Finanzierung einbringen. Belaufen sich die gesamten Anschaffungskosten auf 300.000,00 EUR, sollten demnach ca. 60.000,00 EUR als Eigenkapital einfließen. Grundsätzlich gilt, dass mehr Eigenkapital die Gesamtkosten einer Finanzierung deutlich senkt. Hierbei gilt nicht nur, dass bei einem niedrigen Nettokreditbetrag auch weniger Zinsen anfallen, sondern auch, dass man bei einem hohen Eigenkapitalanteil in der Regel einen besseren Zinssatz erhält.

Durch eine gute Preisverhandlung kann der Kaufpreis reduziert werden

Im Rahmen eines Immobilienkaufs ist es wichtig, die Kosten möglichst gering zu halten. Ein entscheidender Kostenfaktor ist natürlich der Kaufpreis. Daher sollte es dein primäres Ziel sein, durch eine gute Preisverhandlung den Kaufpreis zu reduzieren. Tipps für eine erfolgreiche Preisverhandlung habe ich hier für dich zusammengefasst. Kaufinteressenten sollten sich auf das Preisgespräch vorbereiten und beispielsweise die Preise ähnlicher Objekte in der Umgebung recherchieren. Der Preis kann außerdem oftmals durch festgestellte Mängel an der Immobilie reduziert werden. Es ist ratsam, einen Sachverständigen hinzuzuziehen, der den Verkehrswert der Immobilie ermittelt. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Verkäufer die Immobilie unbedingt veräußern möchte und nur wenige Kaufinteressenten vorhanden sind. Das eröffnet einen guten Handlungsspielraum. Durch eine geschickte Preisverhandlung können die gesamten Kosten für den Kauf und die Finanzierung einer Immobilie deutlich reduziert werden.

Die Immobilienfinanzierung clever planen und absichern

Die meisten Darlehensnehmer unterschätzen, dass die Gesamtkosten des Kaufs einer Eigentumswohnung sehr stark von der Immobilienfinanzierung abhängen. Daher ist es wichtig, durch einen Zinsvergleich einen guten Zinssatz für die Immobilienfinanzierung zu bekommen. Diesen Zinssatz sollten Käufer dann möglichst lange festschreiben lassen. In Zeiten niedriger Zinsen können sich Darlehensnehmer die Zinsen sichern, wenn sie eine Zinsfestschreibung von 15 oder sogar 20 Jahren vereinbaren. Sind die Zinsen dagegen hoch, bietet sich eine recht kurze Zinsbindung an.

Weiterhin sollte bei Darlehensabschluss die Tilgung clever geplant werden. Es ist ratsam, sich Sondertilgungsmöglichkeiten in den Kreditvertrag integrieren zu lassen. Marktüblich sind 10 % an Sondertilgungen pro Jahr. Außerdem sollte die Tilgung gerade zu Beginn der Rückzahlung höher angesetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt zahlen Kreditnehmer nämlich überwiegend Zinsen an die Bank zurück. Mit einer hohen Anfangstilgung wird der Kreditbetrag schneller reduziert, sodass die Restschuld schon zu Beginn deutlich gemindert werden kann. Ich rate dir zu einer anfänglichen Tilgung von mindestens 2-3%!

In jedem Fall solltest du dir rechtzeitig Gedanken um eine (ggf. notwendige) Anschlussfinanzierung machen. Ich bin kein großer Freund von komplexen Finanzierungskonzepten (Stichwort Forward-Darlehen), rate aber jedem sich rechtzeitig nach Kreditabschluss mit dem Thema Anschlussfinanzierung auseinander zu setzen. Wer weiß schon, wie sich die Zinsen innerhalb der nächsten 10, 15 oder 20 Jahre entwickeln? Käufer die heute eine Finanzierung mit einem Zinssatz von 2% abschließen, bekommen unter Umständen große Probleme, wenn der Darlehensvertrag in 10 Jahren ausläuft und das Zinsniveau sich dann bei 4% oder höher bewegt! Vielleicht macht es Sinn einen Bausparvertrag anzuzahlen um niedrige Zinssätze auch in die Zukunft fortzuschreiben.

DIY – 6 Ideen um Dachschrägen auszunutzen

Wir wohnen unterm Dach, juchhe! Dachgeschosswohnungen sind gemütlich. Vor allem wenn der Regen gegen die Schrägen prasselt, kann man kaum ein wohligeres Plätzchen haben. Ein Nachteil der schrägen vier Wände ist jedoch, dass für Nullachtfünfzehn-Möbel nur bedingt Platz ist. Aber mit ein bisschen Geschick kann man den Raum unterm Dach optimal nutzen und bekommt individuellen und günstigen Stauraum für seine Wohnung. Ich verrate Dir heute sechs easy peasy Möglichkeiten, die Dir helfen, den Raum Deiner Dachgeschosswohnung optimal zu nutzen.

Wer in ein Dachgeschoss zieht, wird feststellen, dass einige der vorhandenen Möbel nicht mehr passen. Oder auch einfach nicht so schön aussehen wie in der alten Wohnung, zu wuchtig, zu klobig und unpraktisch. Und wie schafft man sich unterm Dach am besten Stauraummöglichkeiten? Selbst wenn die neue Dachgeschosswohnung von der Quadratmeterzahl her vielleicht sogar größer ist als die alte Wohnung – einrichtungstechnisch wird sie Dich vor die ein oder andere Herausforderung stellen. Darum hier meine sechs Tipps, wie Du auch unterm Dach aus der Not eine Tugend machst.

Tipp 1: Was nicht passt wird passend gemacht

Kniestockregal
Ein Kniestockregal schafft Stauraum

Bevor Du nun Deine alten Sachen verschenkst, im Keller verrotten lässt oder gar auf den Sperrmüll bringst, um Dir vom Schreiner für viel Geld Spezialmöbel anfertigen lässt: manch ein Möbelstück fügt sich mittels ein bisschen Arbeit und ein paar Handgriffen schnell in die neue Umgebung ein. Ideal geeignet sind hierfür beispielsweise Regale aus massivem Holz. Dein wichtigstes Arbeitsinstrument um aus einem nullachtfünfzehn Bücherregal ein individuelles Kniestockregal zu zaubern: Eine Schmiege und eine Säge.

Eine Schmiege – auch Winkelschmiege genannt oder Schrägmaß – ist ein besonders für Dachgeschossbewohner sehr praktisches Werkzeug und leicht im Fachhandel zu finden. Mithilfe der Schmiege können Winkel ganz einfach übertragen werden.

Säge Dir das Regal einfach so zurecht, dass es optimal unter die Dachschräge geschoben werden kann.

Man kann bei einem Kniestockregal natürlich auch ganz auf Marke Eigenbau setzen. Dies erfordert natürlich ein wenig mehr handwerkliches Geschick und Aufwand. Einfache Anleitungen dazu bekommt man beispielsweise auf Baumarktwebsites.

Tipp 2: Stufenweise

Es gibt spezielle Metallkonsolen für Dachschrägen. Mit Hilfe dieser Konsolen können Regalböden und Wandregalbretter ganz einfach an Dachschrägen befestigt werden. Wer die Bretter übereinander gestuft anbringt und verschiedene Breiten und Längen variiert, bekommt schnell individuellen Stauraum.

Tipp 3: Gleitender Übergang

Glasgleittüren oder auch einfache Schiebegardinen können in Dachgeschosswohnungen für tolle Effekte sorgen. Mithilfe von Schienen lassen sie sich einfach vor der Schräge anbringen. Dahinter kann man gut verbergen, was nicht gleich für jeden sichtbar sein soll. Diesen Sichtschutz kann man auch sehr gut mit Tipp 1 und 2 kombinieren.

Tipp 4: Die Würfel sind gefallen

Wer überhaupt nicht sägen und schrauben möchte, der kann mit Regalwürfeln kreativ werden. Denn diese lassen sich auch unter Schrägen prima stapeln. Dabei müssen es hier nicht die klassischen rechteckigen Regalwürfel aus dem Möbelhaus sein. Denkbar ist zum Beispiel auch ein aus alten Wein- oder Obstkisten passend zurechtgestapeltes Regal. Werden die Würfel oder Kisten dann auch noch in verschiedenen Farben bemalt, kann es besonders hübsch aussehen.

Dachgaube Sitzecke
Nischenplätzchen

Tipp 5: Nischen nutzen

Viele Dachgeschosswohnungen haben durch Dachgauben hübsche Nischenplätzchen. Auch dieser Raum muss nicht ungenutzt bleiben. Stelle einfach eine passende Sitzbank oder eine große Holzkiste mit Deckel, auf den Du ein Polster oder viele schöne Kissen legst in die Nische unter das Fenster: Et voilà – fertig ist der neue Lieblingsleseplatz!

Tipp 6: Den Dingen einen Rahmen geben

Manchmal muss man querdenken – oder schräg. Wer sagt denn, dass man Bilder immer an die graden Wände hängen muss? Besonders wenn man großformatige Bilder oder Fotos entlang einer Dachschräge befestigt, kann das großartig aussehen. U-Profile aus dem Baumarkt, die einfach an die Wand geschraubt werden, halten die Bilder sogar mit Rahmen oben und unten am richtigen Platz.

Ein Umzug nach Berlin Teil 2: Berliner Luft schnuppern

Ankommen in der Großstadt

Die Möbel sind ausgeladen, die Umzugshelfer haben sich verabschiedet – der Umzug ist geschafft! Doch eigentlich geht es jetzt erst so richtig los. Formalitäten wie Anmeldung oder Ummeldung warten auf Dich und dann musst Du Dich ja auch erst einmal orientieren und einleben in der größten Stadt Deutschlands. Ich habe ein paar Tipps und Adressen für Dich, die Dir das Ankommen in der Hauptstadt erleichtern.

Anmelden und Ummelden in Berlin

„Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht – aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!“ (Anneliese Bödecker 1932 – 2015)

In diesem Sinne: ein herzliches Willkommen an alle Neuberliner. Ab sofort lebt Ihr in der wohl spannendsten Stadt in Deutschland. Doch auch hier muss man sich nicht zuletzt mit ein paar bürokratischen Hürden herumplagen, bevor man sich tatsächlich als Berliner bezeichnen darf.

Nach § 17 BMG musst Du Dich nach einem Umzug innerhalb von zwei Wochen in Deinem neuen Heimatort anmelden. In Berlin vereinbarst Du zu diesem Zweck am besten einen Termin im Bezirksamt bzw. Einwohnermeldeamt – und das möglichst schon vor dem Umzug, denn kurzfristige Termine sind rar gesät. Berlin wächst rasend schnell und die Anforderungen an die Berliner Verwaltung sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Gleichzeitig wird an allen Ecken und Enden gespart – auch beim Personal in den Bürgerämtern. Das macht sich bemerkbar. Einige Verwaltungsvorgänge werden ohne Termin gar nicht mehr durchgeführt. Dafür kannst Du auf der Website berlin.de einfach einen Termin online vereinbaren. Um den Andrang auf die Bezirksämter zu entzerren können Dienstleistungen wie die Anmeldung in allen Ämtern in Anspruch genommen werden, d.h. Du musst nicht notwendigerweise auf einen Termin im Bürgeramt Deines Wohnbezirks warten. Das hat natürlich den Nachteil, dass Du für die Anmeldung im schlimmsten Fall einmal ans andere Ende der Stadt fahren musst. Aber auch so kann man ja seinen neuen Wohnort kennenlernen.

Eine Auflistung, was Du zum Anmeldetermin mitbringen musst, findest Du ebenfalls auf berlin.de. Dazu gehören die üblichen Unterlagen wie Identitätsnachweis, Anmeldeformular, Personenstandsurkunden (z.B. Heiratsurkunde, Geburtsurkunde für die Kinder), Einzugsbestätigung des Vermieters (ein Muster für die Einzugsbestätigung ist ebenfalls auf berlin.de unter Formulare zu finden).

Die Anmeldung bzw. Ummeldung in Berlin ist übrigens gebührenfrei.

Berlin, die kinder- und familienfreundliche Großstadt

Menschen dicht an dicht, knapper werdender Wohnraum, jede Menge Verkehr auf den Straßen. Das hört sich erst einmal nicht nach einem Ort an, an welchem Familien mit Kindern gut und gerne leben. Doch tatsächlich ist Berlin eine sehr kinderfreundliche Großstadt. Denn neben einem breit gefächerten Kultur- und Sportangebot speziell für Kinder gibt es zahlreiche Parks und Grünanlagen, Eltern-Kind-Cafés, Restaurants mit Spielecken und nicht zu vergessen die Spielplätze – die 1900 Spielplätze, um genau zu sein. Vom Dschungel-Spielplatz über Indoorspielplätze bis hin zum Wasserspielplatz ist alles dabei. Nicht umsonst gibt es auf berlin.de für jeden Bezirk einen Überblick über die städtischen Spielplätze.

Tipp: Mit dem Berliner FamilienPass bekommst Du das runde Jahr über Preisvorteile in zahlreichen Einrichtungen und bei verschiedenen Veranstaltungen.

Die Berliner Verkehrsbetriebe

Berliner VerkehrsbetriebeIn Berlin kommt man häufiger in die Verlegenheit, längere Wege zurücklegen zu müssen. Und ganz ehrlich: mit dem Auto durch Berlin zu fahren macht erstens keinen Spaß und zweitens kommt es auch nicht gerade der berüchtigten Berliner Luft zugute. Das Fahrrad ist für viele eine Alternative, und hier tut sich auch so einiges in der Stadt, um Radlern das Leben leichter zu machen. Doch nicht jeder schätzt es, sich stellenweise auf engem Raum auf stark befahrenen Straßen durchschlängeln zu müssen. Ganz ungefährlich lebt es sich nicht als Radfahrer in Berlin. Zum Glück gibt es ja noch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Und auch, wenn von den Berlinern immer wieder gerne über S-Bahn-Ausfälle, U-Bahnverspätungen und unfreundliche Busfahrer gemeckert wird, letztendlich ist das Nahverkehrsnetz in Berlin sehr gut ausgebaut und man kommt mit den Öffentlichen meist hervorragend von A nach B. Zudem gibt es verschiedene Angebote von Kurzstreckenticket und Einzelfahrschein über die Tageskarte bis hin zum Monatsticket Abo. Hier ist für jeden etwas Passendes dabei. Und nicht zuletzt hat die BVG wohl eine der originellsten und mutigsten Werbekampagnen gestartet, um ihr Image aufzupolieren. Ich sage nur: „Is mir egal“!

Kitas und Schulen in Berlin

Auch beim Thema Kinderbetreuung lässt sich Berlin nicht lumpen – zumindest in der Theorie. Seit August 2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Kita oder bei einer Tagesmutter bzw. einem Tagesvater. Doch in der Praxis sieht es nicht ganz so einfach aus, denn die Plätze in der Tagesbetreuung sind hart umkämpft, die Wartelisten zum Teil sehr lang. Die Stadt ist der großen Nachfrage kaum gewachsen. Damit ist gut beraten, wer sich so früh wie möglich um einen Platz bemüht.

Doch um sich um einen Platz bewerben zu können, braucht man in Berlin zunächst den sogenannten Kita-Gutschein. Diesen erhält man auf Antrag beim Jugendamt im zuständigen Bezirk. Der Antrag vermerkt Art und Umfang der Ansprüche auf eine Tagesbetreuung.

Punkten kann Berlin, was die Kosten für die Tagesbetreuung angeht. Denn diese sind nicht zuletzt abhängig vom elterlichen Einkommen. Die letzten drei Jahre vor Beginn der Schulpflicht sind sogar beitragsfrei – lediglich das Essensgeld von 23 Euro monatlich ist dann noch zu bezahlen.

Gute Schulen finden

Berlin hat einen festen Platz auf den hinteren Reihen sämtlicher Bildungsstudien. Doch ist die Auswahl an Schulen glücklicherweise groß und neben den öffentlichen Schulen gibt es zahlreiche Privatschulen – für größere und kleinere Geldbeutel. Dennoch muss man ganz ehrlich festhalten – je weniger gut die soziale Mischung im Wohnbezirk ist, desto schwieriger ist es, eine gute Schule in geringer Entfernung zu finden. Daran konnten auch die zahlreichen Reformen an den öffentlichen Berliner Schulen in den letzten Jahren nichts ändern – da wurde reformiert und wieder zurückreformiert, doch an der Lage hat sich kaum etwas geändert. Wer sich vor der Schulanmeldung seines Kindes ein Bild machen möchte, sollte den Internetauftritt der Bildungsverwaltung nutzen. Hier werden die Schulen vorgestellt und sogar Notendurchschnitte an den Bildungseinrichtungen sowie Berichte der Schulinspektion veröffentlicht. Zudem ist die Anmeldezahl an der Schule ein guter Qualitätshinweis. Diese ist jedoch nur bei den Schulen direkt in Erfahrung zu bringen.

Ein besonders gutes Angebot findet in Berlin, wer sein Kind bilingual bilden lassen möchte. Hier gibt es zahlreiche bilinguale Kitas und Schulen, wie die staatlichen Europaschulen.

Hinweis: Der Grundschulbesuch dauert in Berlin in der Regel sechs Jahre. Dies kann zu Schwierigkeiten führen bei Kindern, die am alten Wohnort bereits die fünfte oder sechste Klasse einer weiterführenden Schule besucht haben. Besonders, wenn das Kind eine Haupt- oder Realschule besucht hat. Denn diese Unterteilung gibt es in Berlin nicht. Die beiden Schulformen werden hier in der Sekundarschule zusammengefasst. Und während es Gymnasien gibt, die bereits ab der fünften Klasse besucht werden können, so beginnt die Sekundarschule in der Regel mit Klasse 7. Hier gilt es also, sich rechtzeitig eine passende Lösung zu überlegen.

Zu guter Letzt noch ein allgemeiner Tipp: Für Neuberliner gibt es sogar ein eigenes Magazin. Das Tagesspiegel-Heft „Neu in Berlin“ hilft allen Zugezogenen, sich in der Hauptstadt schnell und gut zurecht zu finden.

Umzugsknigge Teil 1: Auf gute Nachbarschaft

Ein Umzug geht oftmals mit vielen Veränderungen einher, und man ist auf die Unterstützung und Hilfe anderer angewiesen. Damit Du Dich in all den besonderen Situationen, die ein Umzug mit sich bringt, stets souverän bewegst, starten wir heute unsere neue Serie – den Umzugsknigge. Ob die Vorstellung bei den neuen Nachbarn oder die Trinkgelder für die Möbelpacker: Ich gebe Dir die wichtigsten Tipps, damit Du weißt, was wann angebracht ist – und was nicht.

So klappt’s auch mit den Nachbarn

Im ersten Teil unsres Umzugsknigges geht es um ein paar wichtige neue Menschen in Deinem Leben. Die lieben Nachbarn. Denn wer umzieht, findet sich nicht nur in neuen vier Wänden wieder, sondern auch mitten unter neuen Menschen – im eigenen Haus mit etwas mehr, in der Wohnung mit etwas weniger Abstand. Nachbarn – eine Spezies für sich. Jeder kennt wohl jemanden, der jemanden kennt, der wegen eines ungemähten Rasens in einen regelrechten Kleinkrieg verstrickt wurde. Und schon Friedrich Schiller wusste: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“ Auch, wenn die Nachbarn natürlich nicht Deine neuen besten Freunde werden müssen, es lohnt sich, mit ihnen gut auszukommen. Wer gießt sonst während Deines Sommerurlaubs die Blumen und leert den Briefkasten?

Doch wie machst Du Dich am besten bei den neuen Nachbarn bekannt? Und vor allem: wie hinterlässt Du einen guten ersten Eindruck, auf den man aufbauen kann? Am besten ist es hier, selbst aktiv zu werden und nicht auf eine zufällige Begegnung im Treppenhaus zu warten.

Bei den Nachbarn vorstellen

Beim Umzug in eine Wohnung im Mehrfamilienhaus sollte man sich bei den nächstgelegenen Nachbarn vorstellen – also bei den Nachbarn, deren Wohnung direkt neben, direkt über oder direkt unter der eigenen Wohnung liegt. Bei einem Umzug ins Haus musst Du natürlich auch nicht die gesamte Nachbarschaft abklappern. Aber einmal bei den direkten Nachbarn zu klingeln und hallo zu sagen, gehört zum guten Ton.

Wer möchte und die Gelegenheit hat, kann sich auch bereits vor dem Umzug vorstellen. So kannst Du nicht nur das Eis brechen, sondern die Nachbarn auch zugleich darüber informieren, wann der Umzug stattfindet und sie bitten zu entschuldigen, falls es an diesem Tag im Treppenhaus und Deiner neuen Wohnung etwas lauter zugeht.

Wer die Nachbarn nicht „vorwarnen“ kann, sollte sie zeitnah nach dem Umzug aufsuchen und sich bei dieser Gelegenheit erkundigen, ob es am Umzugstag auch nicht zu laut und störend zuging. Falls noch weitere Arbeiten in Deiner Wohnung anfallen, die mit größerer Lautstärke verbunden sind, kannst Du auch hier die Nachbarn gleich vorwarnen.

Eine kleine Anekdote am Rande: In die Wohnung über unserer zog einmal eine neue Familie ein. Jedes Mal, wenn ich der Frau im Treppenhaus begegnete, entschuldigte sie sich, dass bei ihnen noch immer gebohrt wurde, die Kinder morgens laut herumtrampelten oder es sonst irgendeinen Lärm gab. Und jedes Mal sagte sie, sie würde die Tage einmal einen Kuchen als Entschädigung vorbeibringen. Ich glaube, ich bekomme noch etwa zehn Kuchen von ihr! Etwa ein Jahr später zogen wir der Arbeit wegen in eine neue Stadt. Als die Nachbarin von oben dies hörte, fragte sie doch tatsächlich, ob wir nun auszögen, weil sie zu laut waren. Da konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen, dass sie sogar so laut waren, dass wir gleich die Stadt wechselten. Das war meine kleine Retourkutsche für die versprochenen und nie erhaltenen Kuchen…

Party mit den Nachbarn?

Wer möchte, kann seine Nachbarn natürlich auch zu seiner Einweihungsparty einladen. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie passend eine solche Einladung ist. Du bist 20 und feierst mit Deinen besten Freunden, Tequila und Hiphop den Einzug in die erste eigene Wohnung? Dann fühlen sich die Familie mit den drei Kindern von nebenan und das ältere Ehepaar aus dem Stockwerk über Dir wohl eher fehl am Platz auf Deiner Party. Wer seine Nachbarn durch eine Einladung gerne näher kennenlernen möchte, ist gerade bei einer bunt gemischten Nachbarschaft mit einer exklusiven Einladung nur für die nächsten Nachbarn in einem unverfänglichen Rahmen wie einem kleinen Umtrunk am besten beraten.

In jedem Fall sollte man bedenken, dass man mit einer Einladung in die eigenen vier Wände immer ein gutes Stück von sich und seinem Leben preisgibt. Auf der anderen Seite ist eine solche Einladung ein starkes Signal für die Bereitschaft zu einem guten Miteinander. Hier muss jeder die Vor- und Nachteile für sich abwägen.

Fazit:

Sich bei den nächstgelegenen Nachbarn kurz vorzustellen und sich für durch den Umzug entstandene oder noch entstehende Unannehmlichkeiten zu entschuldigen gehört zum guten Ton. Wer will und es für passend befindet, kann zusätzlich mit einer Einladung in die neuen vier Wände das Eis brechen und die Nachbarn besser kennenlernen.

Umzug ins Seniorenheim

Der Umzug in ein Seniorenheim ist ein sensibles Thema. Das geliebte Haus oder die langjährige Wohnung aufzugeben und sich einzugestehen, dass es Probleme bereitet oder in näherer Zukunft Probleme bereiten könnte, allein zu leben und zurechtzukommen ist ein großer Schritt – nicht nur für die Betroffenen selbst, auch für die Angehörigen, die die Entscheidung unterstützen. Zum Glück gibt es für ältere Menschen verschiedene Möglichkeiten, betreut und umsorgt zu wohnen. Das klassische Seniorenheim ist nur eine davon. So gibt es immer mehr Senioren-WGs oder Mehrgenerationenhäuser mit Betreuung. Im Folgenden möchte ich aber vor allem Tipps und Ratschläge zum Umzug in eine „klassische“ Senioreneinrichtung wie Seniorenresidenz, Pflegeheim, Altenheim und Seniorenheim geben.

Leben im Seniorenheim

Zu keiner Zeit zuvor konnten Senioren ihr Leben so lange unabhängig und aktiv gestalten. Dennoch kommt früher oder später der Zeitpunkt, an dem es immer schwerer fällt, sich selbst zu versorgen. Und nicht in jeder Familie besteht die Möglichkeit, dass sich die jüngere Generation um Eltern oder Großeltern kümmert – sei es aufgrund räumlicher Entfernung oder weil die Berufstätigkeit keine Zeit für eine ausreichende Betreuung lässt. Wer im fortgeschrittenen Alter aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr alleine oder mit Partner und/oder Familie leben kann oder möchte, der kann in einer betreuten Wohnform ein neues Zuhause finden. Hier ist zwischen Einrichtungen, die die Möglichkeit bieten selbstbestimmt mit Betreuung zu wohnen oder mit der Rundumversorgung eines Altersheims zu unterscheiden. Oftmals finden sich in Seniorenheimen Kombinationen aus beiden Modellen, so dass einfach die Betreuung einem eventuell gewachsenen Bedarf angepasst werden kann, ohne dass man noch einmal einen Umzug auf sich nehmen muss. Viele Seniorenheime bieten heutzutage individuelle Einzimmerappartements oder sogar Wohnungen innerhalb einer barrierefreien Wohnanlage.

Tipp: In manchen Seniorenheimen darf man für einen gewissen Zeitraum Probewohnen. Dies erleichtert die Entscheidung für oder gegen eine Einrichtung.

Den Umzug vorbereiten

Im Idealfall überlegt man sich schon bevor es so weit ist, welche Wohnform man sich im Alter vorstellen kann und spricht offen mit Familie und Angehörigen über seine Vorstellungen und Wünsche oder trifft sogar schon eine Auswahl an Einrichtungen, in denen man sich vorstellen könnte zu leben. So sind alle Beteiligten zumindest seelisch rechtzeitig darauf vorbereitet, was zu tun ist, wenn die Zeit für den Umzug ins Seniorenheim gekommen ist, und die wichtigsten Angelegenheiten sind unter Dach und Fach. Doch auch dann bleibt im Fall der Fälle noch einiges zu tun und zu bedenken.

Was kann und will ich mir leisten?

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt beim Thema Umzug ins Seniorenheim, der vor dem Umzug geklärt werden muss, ist natürlich die Finanzierung. Was übernimmt die Krankenkasse? Welche Kosten muss ich selber tragen? Wichtige Fragen mit sehr individuellen Antworten. Hier ergeben sich zum Teil allein erhebliche Unterschiede anhand der Unterbringungsart vollstationäre Heimunterbringung oder betreutes Wohnen. Zum Punkt Finanzierung ist daher rechtzeitig die Krankenversicherung oder Pflegeversicherung zu kontaktieren. Auch die Leitung der Senioren- bzw. Pflegeeinrichtung und der Sozialdienst können diesbezüglich beraten und weiterhelfen.

Was kann ich mitnehmen?

In einer Einrichtung für betreutes Wohnen wird man zumindest einen Teil seiner eigenen Möbel mitbringen können. In einem Pflegeheim benötigt man eventuell nur ein paar persönliche Gegenstände, da die wichtigsten Möbel wie Bett, Schrank, Tisch und Stühle im Zimmer bereits vorhanden sind. In den allermeisten Fällen wird man seinen Haushalt jedoch zumindest deutlich verkleinern und daher gründlich aussortieren müssen. Hier heißt es: rechtzeitig vor dem Umzug mit der Organisation und Planung beginnen. Hierfür muss man zunächst mit dem Seniorenheim klären, was man mitbringen soll, kann und darf. Darüber hinaus heißt es, rechtzeitig mit dem Ausmisten beginnen. Können dabei Familie und Freunde helfen? Andernfalls muss rechtzeitig ein Umzugsunternehmen, das als Service auch Haushaltsauflösungen anbietet, organisiert werden. Und was geschieht mit den Sachen, die nicht mehr gebraucht werden? Was wird innerhalb der Familie weitergegeben? Was wird gespendet? Und welche Gegenstände haben ihre besten Tage hinter sich und müssen auf den (Sperr-)Müll?

Formalitäten erledigen

Bei einem Umzug gibt es immer eine Menge mehr oder weniger lästiger Formalitäten zu erledigen. Zunächst muss der Mietvertrag für die alte Wohnung rechtzeitig gekündigt werden. Wer ein eigenes Haus besitzt, sollte vor dem Umzug ins Seniorenheim klären, was daraus werden soll. Wird es vermietet? Oder den Kindern überschrieben? Des Weiteren müssen Abos gekündigt oder umgemeldet, Strom- und Gasanbieter müssen über den Umzug informiert werden. Telefon- und Kabelanschluss sollten rechtzeitig gekündigt werden. Man muss sich überlegen, welche Versicherungen man weiterhin benötigt und auch hier gegebenenfalls „ausmisten“. Zu guter Letzt müssen spätestens kurz nach dem Umzug die Behörden über den neuen Wohnsitz informiert werden, und die neuen Kontaktdaten müssen an Banken und Co weitergegeben werden.

Umzugsunternehmen beauftragen

Vielleicht gibt es im Verwandten- oder Freundeskreis Unterstützung beim Kistenpacken, jemanden der den Umzugswagen fährt und fleißige Helfer beim Ein- und Ausladen. Doch auch in diesem Fall müssen rechtzeitig ein geeigneter Wagen sowie Kisten und Kartons besorgt werden. In allen anderen Fällen gilt es zeitig vor dem Umzug ein geeignetes Umzugsunternehmen zu finden. Am besten lässt man sich hier von verschiedenen Unternehmen Kostenvoranschläge geben, um das günstigste Angebot zu bekommen.

Lies zum Thema Umzugsunternehmen auch unseren ausführlichen Artikel Umzug für Senioren Teil 2: Das richtige Umzugsunternehmen aussuchen.

Du siehst: Es gibt viel zu tun und viel zu beachten vor dem einschneidenden Umzug ins Seniorenheim. Darum hier zusammenfassend noch einmal unsere praktische Checkliste:

Checkliste Umzug ins Seniorenheim

  • Pflegegrad beantragen
  • Ggf. Antrag auf Kostenübernahme für eine vollstationäre Unterbringung bei der Pflegeversicherung einreichen
  • Finanzierung prüfen und sichern. Gegebenenfalls Hilfe zur Pflege für eine zusätzliche Finanzierung beantragen)
  • Pflegeversicherung bzw. Krankenversicherung über den Umzug in die Senioreneinrichtung informieren
  • Ggf. Mietvertrag kündigen

Hinweis: Ein Sonderkündigungsrecht bei einem Umzug ins Pflegeheim gibt es nicht, auch nicht in akuten Fällen. Aber eventuell gibt es im Mietvertrag eine Nachmieterklausel, die das Stellen eines Nachmieters und damit ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Mietvertrag erlaubt. Oder der Vermieter ist bereit einen Aufhebungsvertrag auszuhandeln.

  • Umzugsunternehmen beauftragen bzw. Hilfe für den Umzug durch Angehörige oder Freunde organisieren. Manche Umzugsunternehmen sind auf Seniorenumzüge spezialisiert und/oder bieten einen umfassenden Service inklusive Haushaltsauflösung an.
  • Findet der Umzug mit Hilfe eines Umzugsunternehmens statt, lohnt es sich, verschiedene Unternehmen zu vergleichen und Kostenvoranschläge einzuholen.
  • Mit Heimleitung besprechen, welche Möbel und Gegenstände mitgebracht werden können/dürfen und dementsprechend den Haushalt auflösen bzw. aussortieren
  • Ggf. um den Verbleib von Haustieren kümmern (in manche Einrichtungen dürfen Haustiere auch mitgebracht werden)
  • Verträge und Versicherungen: ggf. Daueraufträge für Stromanbieter, Telefon etc. kündigen, Kabelanschluss, Telefonanschluss o.ä. kündigen. Darüber hinaus sollte man prüfen, welche Versicherungen man in der Senioreneinrichtung noch benötigt und überflüssige Versicherungen ebenfalls kündigen. Manche Versicherungen übernimmt auch das Seniorenheim. Hier sollte man sich also auch rechtzeitig informieren.

Tipp: Wird der Umzug ins Seniorenheim als Wohnumfeldverbessernde Maßnahme akzeptiert, bezuschusst die Krankenversicherung ggf. Umzug und möglicherweise anfallende Renovierungskosten.

  • Ummeldeformalitäten: Auch an die Mitteilung der Adressänderung bei Behörden, Bank, Versicherungen sollte man rechtzeitig denken. Für eine Übergangszeit kann auch ein Nachsendeantrag bei der Post sinnvoll sein.

Seniorenumzug bei der Steuer absetzen

Wer im Alter aufgrund gesundheitlicher Probleme in ein Seniorenheim umzieht, kann verschiedene Posten steuerlich geltend machen. Dazu gehören:

  • Ummeldekosten
  • Kosten für den Auf- und Abbau von Haushaltsgeräten
  • Kosten für Trinkgelder und Verpflegung der Umzugshelfer (sowohl bei privaten als auch bei professionellen Helfern)
  • Kosten für Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung