Wohngeld und Umzug

Du fragst dich, ob du bei einem Umzug in eine andere Wohnung einen Anspruch auf Wohngeld hättest? Du beziehst bereits Wohngeld und möchtest wissen, wie es mit der Berechtigung bei einem Umzug weitergeht? Und was passiert eigentlich mit dem Wohngeldanspruch, wenn der Vermieter eine Mieterhöhung geltend macht? Wir geben dir alle wichtigen Infos rund um das Thema Wohngeld und Wohngeld und umziehen.

Wohngeld – wer hat Anspruch?

Wohngeld ist keine Ermessensfrage. Das heißt, wenn bestimmte Anforderungen erfüllt sind, hat jeder ein Anrecht auf Wohngeld. Auf der anderen Seite besteht jedoch kein Rechtsanspruch auf das zusätzliche Geld vom Staat. Im Wohngeldgesetz sind Ansprüche und entsprechende Voraussetzungen genau festgelegt und geregelt.

Das Wohngeld ist für Menschen mit geringem Einkommen gedacht.

Keinen Anspruch auf Wohngeld hast du, wenn du die sogenannten Transferleistungen beziehst, Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Hilfe zum Lebensunterhalt. Denn in den staatlichen Transferleistungen sind bereits Kosten für eine angemessene Unterkunft berücksichtigt.

In welcher Höhe wird das Wohngeld bezahlt?

Die Höhe des Wohngeldes richtet sich nach unterschiedlichen Punkten:

  • Der Höhe des Haushaltseinkommens
  • Der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen
  • Der Mietstufe

In Bezug auf Miethöhe und Quadratmeterzahl der Wohnung gelten bestimmte Höchstgrenzen. Mietpreis und Größe der Wohnung müssen angemessen sein, damit du überhaupt einen Anspruch auf Wohngeld hast.

So berechnet sich das Wohngeld

Für eine genaue Berechnung des Wohngeldes gibt es unterschiedliche Faktoren zu berücksichtigen. Das Haushaltseinkommen ist die Grundlage für die Berechnung des Wohngeldes. Es besteht aus allen Einkünften im Sinne des Einkommensteuerrechts von allen Mitgliedern des Haushalts – also aus sämtlichen Löhnen, Gehältern und Kapitaleinkünften über 100 Euro. Auch Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld fließen in die Berechnung ein. Nicht berücksichtigt wird das Kindergeld.

Von jedem einzelnen Einkommen werden schließlich wieder bestimmte Beträge abgezogen. Dazu gehört eine Werbungskostenpauschale. Willst du höhere Werbungskosten geltend machen, musst du diese in der Regel nachweisen.

Zudem wird für jedes Einkommen eine Pauschale von mindestens sechs Prozent des Einkommens angesetzt. Familienmitglieder, die Pflichtbeiträge in die gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung oder in die Rentenversicherung oder Steuern von ihrem Einkommen abführen, können sogar eine Pauschale von zehn Prozent abziehen. Ist das Einkommen in vollem Umfang steuer- und sozialversicherungspflichtig, ist die Pauschale noch höher.

Bestimmte Personengruppen erhalten zusätzliche Freibeträge. Dazu gehören beispielsweise im Haushalt lebende Kinder, die älter als 16, aber jünger als 25 Jahre sind und über ein eigenes Einkommen verfügen sowie pflegebedürftige Menschen.

Auch Unterhaltsleistungen können vom Jahreseinkommen für die Berechnung des Wohngeldes abgezogen werden.

Eine weitere wichtige Größe bei der Berechnung des Wohngeldes ist die Anzahl der Personen, die in deinem Haushalt lebt. Hier spricht man auch von Haushaltsgröße. Zum Haushalt werden in der Regel nur Familienmitglieder gezählt – also Ehepartner, Eltern, Kinder, Geschwister, Großeltern, Tanten, Nichten, Neffen, die Schwiegermutter – eben die ganze buckelige Verwandtschaft – zumindest, solange sie tatsächlich in der betreffenden Wohnung ihren Lebensmittelpunkt haben. Auch Pflegekinder werden bei der Wohngeldberechnung berücksichtigt.

Familienmitglieder, die nur vorübergehend abwesend sind, zum Beispiel weil sie ein Soziales Jahr absolvieren oder im Krankenhaus liegen, werden in die Berechnung einbezogen. Auszubildende und Studierende zählen sogar noch zum Haushalt, wenn sie dort nicht ihren Lebensmittelpunkt haben und eigentlich bereits woanders leben, sie aber in ihrer Lebenshaltung überwiegend von den im Haushalt lebenden Familienmitgliedern unterstützt werden.

Nicht in die Berechnung einbezogen werden im Haushalt lebende Familienmitglieder, die eine Transferleistung erhalten. Lebt also beispielsweise der Schwiegervater bei euch, der aktuell Arbeitslosengeld II bezieht, wird er aus der Berechnung herausgenommen. Auch getrennte lebende Ehepartner – selbst wenn sie noch in derselben Wohnung leben – zählen nicht zum Haushalt.

Zu guter Letzt musst du für die Berechnung des Wohngeldes noch die Mietstufe kennen. Die Mietstufen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Du findest eine Auflistung der Mietstufen beispielsweise auf der Internetseite des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BIM).

Wenn du alle drei Größen kennst, kannst du anhand der Wohngeldtabelle, die für deine Gemeinde gültig ist, erkennen, wie hoch dein Zuschuss zur Miete ausfallen wird. Auf der Internetseite des BIM findest du einen Wohngeldrechner, mit dessen Hilfe du einen möglichen Wohngeldanspruch berechnen kannst.

So stellst du einen Wohngeldantrag

Den Wohngeldantrag stellst bei deiner Wohngeldbehörde vor Ort. Diese findest du in der Regel in der Gemeinde-, Stadt- oder Kreisverwaltung. Für den Antrag musst du ein Formular ausfüllen und zudem weitere Unterlagen vorlegen:

  • Mietbescheinigung des Vermieters
  • Mietvertrag und Mietquittung
  • Einen gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • Meldebestätigung
  • Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers
  • Einkommensnachweise

Unter Umständen werden weitere Unterlagen wie der Einkommenssteuerbescheid, Nachweise über Kapitalerträge und Vermögen, Kontoauszüge der letzten Monate, Nachweise über Unterhaltszahlungen nötig.

Umziehen, um einen Anspruch auf Wohngeld geltend zu machen

Bewohnst du als Single eine 150 Quadratmeterwohnung oder leistest dir mit deiner Familie eine Luxusbude mit vergoldeten Wasserhähnen kann dies deinen Anspruch auf Wohngeld hinfällig werden lassen. In einem solchen Fall sieht der Staat einen Umzug in angemessene Räume als zumutbar an. Für dich lohnt sich ein Umzug dann entweder, weil du eben ein entsprechendes Wohngeld gezahlt bekommst oder weil sich durch einen Umzug in eine kleinere oder günstigere Wohnung dein Haushaltseinkommen derart erhöht, dass ein Anspruch auf Wohngeld zwar ebenfalls hinfällig, aber eben auch überflüssig ist.

Umzug, wenn ein Anspruch auch Wohngeld besteht

Der Anspruch auf Wohngeld ist objektgebunden. Das bedeutet, wenn du Wohngeld erhältst und umziehen möchtest, dann musst du für deine neue Wohnung erneut einen Wohngeldantrag stellen. Die Wohngeldstelle prüft dann, ob auch bei der neuen Wohnung ein Anspruch auf Wohngeld besteht und wenn ja, in welcher Höhe. Wenn du dem Amt deinen Umzug nicht meldest, kann dies eine Geldbuße nach sich ziehen. Die Geldbuße kann sich dabei schon einmal auf die Rückzahlung des seit dem Umzug erhaltenen Wohngelds belaufen – und zwar auch dann, wenn du in der neuen Wohnung ebenfalls einen Anspruch auf das Geld hast.

Auch alle anderen Änderungen in deinem Leben, die mit der Höhe und dem Anspruch auf Wohngeld zu tun haben, unterliegen der Mitteilungspflicht. Dies betrifft beispielsweise ein verändertes Haushaltseinkommen, einen sinkenden Mietzins oder auch den Auszug eines Haushaltsmitglieds.

Wohngeld und Mieterhöhung?

Es gibt genau drei Gründe aus denen das Wohngeld für ein und dieselbe Wohnung erhöht werden kann. Einer dieser Gründe ist eine Mieterhöhung durch den Vermieter. Allerdings muss sich die Erhöhung der Miete auf einen Betrag von über 15 Prozent des alten Mietpreises erhöhen. Andernfalls sieht die Wohngeldstelle die Mieterhöhung als unerheblich an.

Die beiden anderen Gründe für ein erhöhtes Wohngeld sind neue Haushaltsmitglieder – zum Beispiel durch die Geburt eines Kindes oder wenn ein weiteres Mitglied aus der Verwandtschaft mit in deine Wohnung zieht – sowie ein verringertes Haushaltseinkommen. Auch hier erachtet die Wohngeldstelle den Betrag nur als der Berücksichtigung würdig, wenn sich ein Einkommen um mehr als 15 Prozent verringert.

Wohngeld auch während des Studiums?

Während des Studiums muss man für gewöhnlich gut haushalten. Darum fragt sich der ein oder andere bestimmt, ob er nicht ein Anrecht auf Wohngeld hat. Der Haken an der Sache: nur wer ein eigenes Einkommen hat, kann einen Anspruch auf Wohngeld erheben. Das bedeutet, wenn du eine Förderung wie BAföG erhältst, sieht es schlecht aus mit dem Wohngeldantrag. Es genügt sogar, wenn du theoretisch Anspruch auf BAföG hast, diesen aber nicht nutzt. Auch in diesem Fall wird dir kein Wohngeld zugesprochen. Auch wenn deine Eltern dich und dein Studium finanzieren, bist du nicht Wohngeldberechtigt.

Finanzierst du dich über einen Nebenjob und liegt das Einkommen, dass du damit erzielst, bei mindestens 80 Prozent des Hartz-IV-Satzes, dann kann sich ein Antrag auf Wohngeld bezahlt machen.

Wohngeld als WG?

Eine WG wird als Zweckgemeinschaft betrachtet. Das heißt, dass jedes WG-Mitglied als eigener Haushalt gilt. Damit kann man als WG auch nicht gemeinschaftlich Wohngeld beantragen.  Jeder WG-Bewohner für sich kann natürlich Wohngeld beantragen doch zählen die übrigen Mitbewohner eben nicht als Mitglieder seines Haushalts.

In der Regel sind Studierende nur selten Wohngeldberechtigt.

Der Unterschied zwischen Wohngeld und Wohnberechtigungsschein

Das Wohngeld hat übrigens nicht direkt etwas mit dem Wohnberechtigungsschein zu tun. Ein Wohnberechtigungsschein bildet die Voraussetzung für den Bezug einer Sozialwohnung. Das Wohngeld ist unabhängig davon, ob du in einer Sozialwohnung, einem Altbau oder Neubau lebst.

Ein Umzug nach Nürnberg – Mittelalterflair trifft auf modernes Leben

In Nürnberg trifft Mittelalterflair auf eine boomende Industrie. Kein Wunder, ist die Stadt doch seit Jahrhunderten ein wichtiges Handels- und Wirtschaftszentrum. So zieht es jedes Jahr nicht nur Touristen in die fränkische Metropole. Gerade in den letzten Jahren konnte die Stadt viele Neuzuzüge verzeichnen. Du bist einer von ihnen? Herzlichen Glückwunsch! Dich erwartet eine wunderbare Mischung aus bayerischer Gemütlichkeit und moderner Lebensart. Und wir haben die besten Tipps für dich, damit du dich in deiner neuen Heimat so schnell wie möglich zurechtfindest.

Nürnberg in Zahlen und Fakten

Einwohner: 518.365 (Stand 2018)

Bundesland: Bayern

Regierungsbezirk: Mittelfranken

Fläche: 186 km²

Erstmals urkundlich erwähnt: 1050

Altersdurchschnitt: rund 43 Jahre

Berühmte Nürnberger: Albrecht Dürer, Anton Fugger, Hans Sachs, Max Grundig

Nürnberg ist nach München die zweitgrößte Stadt in Bayern und zählt zu den 15 größten Städten in Deutschland. Mit den Nachbarstädten Fürth, Erlangen und Schwabach bildet Nürnberg eine Metropolregion, in der über 1,3 Millionen Menschen leben.

Nürnberg – ein geschichtsträchtiger Ort

Obwohl Nürnberg mitten in einem Ballungsgebiet liegt, hat man das Gefühl, in der fränkischen Metropole geht es eher gemütlich zu. Nürnberg ist ein Wohlfühlort. Das liegt sicher nicht zuletzt an den vielen schönen Baudenkmälern, die Nürnberg zu bieten hat. Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Altstadt Nürnbergs eine der bedeutendsten mittelalterlichen Stadtzentren Europas. Während des Krieges wurde das Stadtbild jedoch stark zerstört. Glücklicherweise blieben einige Baudenkmäler erhalten und vieles wurde originalgetreu wiederaufgebaut. Und so ist noch heute erkennbar, dass Nürnberg ein geschichtsträchtiger Ort ist.

In Nürnberg ist aber auch gerade in den letzten Jahren viel Neues entstanden. Die Stadt wächst sehr schnell. So wurden vor allem im vergangenen Jahrzehnt viele leerstehende Areale erschlossen und neue Wohnsiedlungen gebaut.

Arbeitsmarkt in Nürnberg

Wer nach Nürnberg zieht, den verschlägt meist die Arbeit oder das Studium dorthin. Die Stadt bietet zahlreiche Job- und Karrieremöglichkeiten. Zwar gibt es viele Nürnberger Unternehmen, die im Zuge des Wirtschaftswunders der 1950er und 60er Jahre groß wurden, in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr, doch ist Nürnberg noch immer ein wichtiger Industriestandort und einige Weltmarktführer sind hier zu Hause. Bekannt ist die Stadt vor allem für die Spielzeugindustrie, die hier ein wichtiger Arbeitgeber ist, und für die elektronische Industrie.

In Nürnberg findet alljährlich die größte Spielwarenmesse der Welt statt.

Wohnungssuche in Nürnberg

Trotz der umfangreichen Baumaßnahmen sind in Nürnberg Wohnungen Mangelware – ein Problem, das die Stadt mit vielen deutschen Großstädten teilt. Wenn der Umzug nach Nürnberg nicht allzu spontan erfolgt, solltest du dich rechtzeitig auf die Suche nach einer passenden Bleibe machen.

Die beliebtesten Stadtteile Nürnbergs

Für eine effektive Wohnungssuche solltest du dir am besten vorab vor Ort einen Überblick über deine neue Heimat verschaffen und dir überlegen, in welchem Stadtteil du dich am wohlsten fühlst. Nürnberg ist in zehn Stadtteile und 87 Bezirke unterteilt. Besonders beliebte Wohngegenden stellen wir dir hier kurz vor:

Im Zentrum des Geschehens

Im Zentrum Nürnbergs findest du eine der ältesten und weitläufigsten Fußgängerzonen Europas. Ein toller Platz zum Leben für alle, der gerne alles schnell erreichen und in der Nähe haben. Die Altstadt hat durch ihre kleinen Gässchen und Sträßchen mit netten Cafés und Kneipen eine ganz besondere Atmosphäre.

Mittelalterflair

Direkt an die Burg grenzt das Burgenviertel mit seinen mittelalterlichen Gässchen und Fachwerkhäusern. Ein traumhafter Ort zum Leben, allerdings auch sehr beliebt bei Touristen aus aller Welt, weshalb es hier schon einmal trubeliger zugehen kann.

Lebendig und junggeblieben

Das Viertel um den Hauptbahnhof steht vor allem bei den jungen Nürnbergern hoch im Kurs. In der Südstadt findest du architektonisch gesehen wenig fürs Auge, stehen hier doch hauptsächlich schlichte Nachkriegsbauwerke. Dafür ist dies der Teil der Stadt, in dem unterschiedlichste Kulturen aufeinandertreffen. Kein Wunder, dass hier auch das alljährliche bunte Südstadtfest stattfindet, das bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt ist.

Die Nordstadt

Ruhiger und dennoch dicht am Zentrum des Geschehens lebt es sich in der Nordstadt. Im Norden Nürnbergs findest du zum Teil recht dörflich anmutende Strukturen, kleine Kirchen, Fachwerkhäuschen, Bauernhöfe. Die Gegend ist bei Familien besonders beliebt.

Das Künstlerviertel

In Gostenhof – auch liebevoll GoHo genannt, gibt es wunderschöne Altbauwohnungen. Die Gegend gilt als Künstlerviertel. Auf Kultur trifft hier zudem ausgezeichnete Kulinarik. Vintageläden, Designershops – Gostenhof ist das Szeneviertel in Nürnberg am Rand der Altstadt.

Reich und Schön

Besonders elegant geht es in Erlenstegen und Mögeldorf zu. Hier findest du prächtige Villen und großbürgerliche Häuser. Trotz des mondänen Ambientes ist man hier nicht von der Welt abgeschottet, auch Supermärkte, Fleischereien und Bäcker haben sich hier angesiedelt, so dass du neben gepflegten Gartenanlagen alles für den alltäglichen Bedarf findest.

Raus ins Grüne

Wer die Nähe zu Stadt UND Natur zu schätzen weiß, zieht in die Gartenstadt im Süden Nürnbergs. Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie die Nähe zur Natur machen diese Ecke Nürnbergs vor allem für Familien und Senioren attraktiv.

Nach dem Umzug – hier meldest du dich an

Wie üblich musst du dich auch in Nürnberg innerhalb einer Frist von zwei Wochen anmelden. Die Anmeldung kannst du bei einem der drei Bürgerämter der Stadt oder im Einwohnermeldeamt erledigen. Zur Anmeldung bzw. Ummeldung solltest du folgende Unterlagen mitbringen:

  • Personalausweis oder gültigen Reisepass (von allen umzumeldenden Familienmitgliedern)
  • Meldeschein
  • Wohnungsgeberbescheinigung des Vermieters

Du hast übrigens die Möglichkeit, die Unterlagen (die Ausweise natürlich nur als Kopie) per Post an das zuständige Amt zu senden und die Adresse auch noch nach Ablauf der Frist in deinem Ausweis ändern zu lassen, falls es dir im Rahmen der Anmeldefrist nicht möglich ist, zum Amt zu gehen.

Auch eine Bevollmächtigung für die Ummeldung an eine andere Person ist möglich.

Die Ummeldung ist kostenfrei, sofern nicht die Frist von zwei Wochen überschritten wird. Bei einer verspäteten Ummeldung wird gegebenenfalls eine Strafgebühr fällig.

Für die Ummeldung deines Autos ist das Ordnungsamt – genauer gesagt, die Abteilung für Kraftfahrzeugzulassung in Nürnberg zuständig. Aber auch bei den Bürgerämtern Ost und Süd kannst du deinen PKW in Nürnberg anmelden.

Für die Ummeldung deines PKWs zahlst du eine Gebühr von rund 30 €. Dein altes Nummernschild kannst du behalten, wenn du nicht unbedingt ein Nürnberger Kennzeichen haben möchtest.

Ziehst du mit Hund um, musst du auch deinen Vierbeiner in der neuen Heimat anmelden, damit du die Hundesteuer ordnungsgemäß abführen kannst. Alle Hunde, die über vier Monate alt sind müssen in Nürnberg an- bzw. umgemeldet werden. Auch für die Vierbeiner gilt es, eine Meldefrist von zwei Wochen einzuhalten. Die Anmeldung kann dann ganz einfach online an das Steueramt geleitet werden.

Umzug nach Nürnberg mit Familie

Ein Umzug mit Kindern ist immer besonders aufregend. Neben den ganzen Gefühlslagen, die es da bei den Jüngsten in der Familie aufzufangen gilt, musst du natürlich noch an die Formalitäten denken. Wie und wo finde ich für mein Kind eine gute Schule oder einen Kindergarten, in dem es sich wohl fühlt? In Nürnberg gibt es ein Online-Kita-Portal, auf dem du dich registrieren musst, um dich auf einen Platz für den Wunschkindergarten oder bei Kindern unter drei Jahren um einen Krippenplatz zu bewerben. Das Online-Portal soll den Bewerbungsprozess vereinfachen. Persönliche Unterstützung erhältst du zudem beim Jugendamt Nürnberg von der Abteilung Servicestelle Kitaplatz.

Wenn dein Kind keine private Grundschule besuchen soll, dann entscheidet letztendlich dein genauer Wohnort darüber, auf welche Schule dein Kind gehen wird. Bei der weiterführenden Schule hast du jedoch die freie Wahl – jedoch kein Recht auf einen Platz an deiner bevorzugten Schule. Sind noch Plätze frei, wird dein Kind ohne Probleme auf der Wunschschule aufgenommen. Sind die Kapazitäten der Schule erschöpft, müsst ihr euch wohl oder übel für eine Alternative entscheiden.

Natürlich besteht das Leben nicht nur aus Schule oder Kindergarten. Für die jüngsten Familienmitglieder hat die neue Heimat auch in Punkto Freizeitgestaltung viel zu erleben und zu entdecken. In Nürnberg kannst du mit deinen Kindern die Freizeit aktiv und abwechslungsreich gestalten, aber auch gut abtauchen. Ein Ausflug ins Umland sorgt immer für Erholung. Auch für Kinder vereint Nürnberg alle Vorteile einer Großstadt mit der Möglichkeit, schnell in ruhigeren Ecken zu sein.

Schwimmbäder, Indoorspielplätze, Sportvereine, Kindertheater, Wasserspielplätze, Klettergärten, der Tiergarten, ein Erlebnisbauernhof… Beim Nürnberger Freizeitangebot kommt die ganze Familie auf ihre Kosten.

Studieren in Nürnberg

Die rund 40.000 Studenten der Friedrich-Alexander-Universität teilen sich auf die Fakultäten in Nürnberg und in Erlangen auf. Dabei liegen die meisten der Einrichtungen in Erlangen. Darum fehlt in Nürnberg auch das typisch studentische Flair. Die meisten studentischen Events finden eben in Erlangen statt, dass allerdings nur 20 Minuten mit der S-Bahn entfernt liegt.

Neue Freunde finden

Was vermissen wir nach einem Umzug am meisten? Richtig – die alten Freunde, vielleicht auch Eltern, Großeltern und Geschwister, die wir in der alten Heimat zurücklassen müssen. Damit dein neuer Wohnort auch dein neues Zuhause wird, ist es demnach wichtig, dass du schnell nette Leute triffst und Kontakte knüpfst, aus denen sich über kurz oder lang neue Freundschaften ergeben. Wer zum Studieren nach Nürnberg kommt, der hat es mit neuen Kontakten nicht allzu schwer. Schließlich ist ein Großteil der anderen neuen Studenten in derselben Situation und darauf bedacht, schnell ins Gespräch zu kommen. Wer der Arbeit wegen umzieht hat es schon ein wenig schwerer, kommt er doch in etablierte Strukturen, trifft auf Menschen, die bereits ihren Freundeskreis haben und selber nicht auf neue Freundschaften angewiesen sind. Es kann sich also lohnen, aktiv zu werden, wenn du soziale Kontakte pflegen möchtest, die über das Feierabendbier mit Kollegen hinausgehen. Im Vorteil ist, wer bereits ein Hobby hat. Denn in Nürnberg findest du sicher Gleichgesinnte, mit denen du gemeinsam deine Interessen verfolgen kannst. In einer Großstadt wie Nürnberg hast du eine breit aufgestellte Auswahl an Vereinen, Lesezirkeln, Lauftreffs und Stammtischen. Auch über ein Ehrenamt lernt man meist schnell Menschen kennen, mit denen man auf einer Wellenlänge liegt.

Nürnberg entdecken

Ob alleine, mit (neuen) Freunden oder der Familie, wenn du schnell in deiner neuen Heimat ankommen und dich einleben möchtest, gehört es dazu, dass du die Stadt kennenlernst. Du wirst sehen, je besser du dich in Nürnbergs Straßen und Gässchen und auch im Umland auskennst, umso schneller wirst du dich zuhause fühlen. Darum haben wir für dich schon einmal die wichtigsten Highlights der Stadt zusammengestellt.

Orte

Die Kaiserburg

Das Wahrzeichen Nürnbergs ist ohne Frage die Kaiserburg. Dieser solltest du nach deiner Ankunft unbedingt einen Besuch abstatten. Die Burg thront hoch über der Stadt und ist wirklich ein besonderes Baudenkmal mit ihren Fachwerkhäusern und den rot-weißen Klappläden. Ein kleiner Geheimtipp sind die Burggärten. Hier kannst du zur warmen Jahreszeit eine wahre Blütenpracht erleben. Zudem lohnt es sich, das am Fuße der Burg gelegenen Burgenviertel mit seinen hübschen Gassen und Sträßchen zu erkunden.

Das Neue Museum

Bist du ein Liebhaber von Kunst und Design? Dann darfst du dir das Neue Museum nicht entgehen lassen. Hier findest du ein modernes Museum in einem historischen Gemäuer. Kunst und Design werden in einem architektonisch besonderen Gebäude präsentiert.

Die Liebesinsel

Dieser Ort ist nicht nur für Verliebte ein herrlicher Zufluchtsort: mitten in der Stadt und dennoch im Grünen, mit einem Ausblick, der die Seele zur Ruhe bringt.

GoHo

Das Szeneviertel Gostenhof, das in aller Bescheidenheit in Anlehnung an das berühmte Londoner Künstlerviertel Soho auch liebevoll GoHo genannt wird, haben wir bereits erwähnt. Und auch, wenn dieses Viertel für dich vielleicht nicht der richtige Ort zum Leben ist, ist es doch einen Besuch wert. Vintageläden, Cafés, Designshops bieten viel zu entdecken.

Events

Der Christkindlmarkt

Wer Nürnberg sagt, muss auch Christkindlmarkt sagen. Doch andererseits ist dieser jedes Jahr von tausenden Touristen aus aller Welt aufgesuchte Budenzauber so bekannt, dass man ihn eigentlich nicht groß erwähnen muss. Der Christkindlmarkt ist sicher einen Besuch wert, doch für alle, denen der Markt zu überlaufen ist, bietet die Stadt wunderschöne Alternativen. Viele Viertel Nürnbergs haben ihren eigenen Weihnachtsmarkt. Besonders hervorzuheben sind der Weihnachtsmarkt im Handwerkerhof (dieser Hof mitten in der Stadt ist übrigens auch am Rest des Jahres einen Besuch wert) und der alternative Weihnachtsmarkt Winterkiosk, der in der Kulturwerkstatt Auf AEG stattfindet. Hier bieten Kreative und Entwickler ihre besonderen Waren an. Der Nachhaltigkeitsgedanke steht dabei immer im Vordergrund.

Nürnberger Bardentreffen

Ein außergewöhnliches Open Air Festival ist das Nürnberger Bardentreffen. Regionale Bands treten im Rahmen des Festivals jedes Jahr zu Beginn der Sommerferien in Bayern auf der Bühne gegeneinander an.

Nürnberger Bierfest

Die Bayern und das Bier – ein Klischee. Auch in der fränkischen Metropole darf da natürlich ein Bierfest nicht fehlen. Für das Bierfest wird alljährlich der Burggraben zum Biergarten – vielleicht dem längsten der Welt. Die Besucher haben die Wahl zwischen rund 100 verschiedenen Biersorten, die von 40 Brauereien aus der Region angeboten werden.

In Nürnberg unterwegs

Und wie kommst du in Nürnberg am besten von einem Ort zum anderen? Die VAG – die Verkehrs-Aktiengesellschaft-Nürnberg ist in der Stadt für den öffentlichen Nahverkehr zuständig. Du hast hier die Wahl zwischen Straßenbahn, Bus, U-Bahn und S-Bahn. Wochenends werden in der Nacht extra Nachtbusse eingesetzt.

Für Radfahrer ist Nürnberg nicht das beste Pflaster. Beklagt wird oftmals ein Mangel an Radwegen und besonderer Verkehrsführung für Radfahrer.

 

FAQ Einbauküche in der Mietwohnung – deine Rechte und Pflichten

Eine Einbauküche ist eine praktische Sache. Sie bietet viel Stauraum. In kleinen und großen Schubladen, Schränken und Fächern werden Kleinteile, Geschirr und große Küchengeräte hinter einem harmonischen Design aus einem Guss verstaut. Kein Wunder, das viele Menschen schon aus ästhetischen Gründen eine Einbauküche bevorzugen. Doch nicht selten wird die Einbauküche auch zum Streitpunkt. Meist dann, wenn sie in einer Mietwohnung steht. Damit es dazu gar nicht erst kommt, verraten wir dir in unseren Einbauküchen FAQ, welche Rechte und Pflichten auf Seiten von Mieter und Vermieter bestehen.

Welche Küchenmöbel und -geräte muss der Vermieter stellen?

Kein Vermieter ist verpflichtet, dem Mieter eine Einbauküche oder bestimmte Küchengeräte oder Möbel zur Verfügung zu stellen. Nicht einmal eine Spüle muss vorhanden sein, damit ein Vermieter einen Raum als Küche ausweisen darf – auch wenn sich dieses Gerücht hartnäckig hält. Es genügt, wenn in einem Raum Wasseranschlüsse und Stromanschlüsse sowie eventuell ein Gasanschluss vorhanden sind, damit der Vermieter diesen als Küche bezeichnen darf.

Wie viel Miete darf der Vermieter für eine Einbauküche verlangen?

Wurde die Einbauküche in deiner Mietwohnung vom Vermieter angeschafft oder durch den Vermieter von deinem Vormieter abgelöst, dann wird der Vermieter in der Regel einen im Mietvertrag festgelegten Mietpreis für die Küchennutzung veranschlagen. Dieser darf allerdings nicht beliebig hoch sein. Der Mietpreis für eine vom Vermieter gestellte Einbauküche errechnet sich aus dem Zeitwert der Küche:

Anschaffungswert : Nutzungsdauer + Kapitalzinsen = Mietaufschlag für die Einbauküche

Die Summe, die sich aus dieser Formel ergibt, kann der Vermieter auf den Mietpreis aufschlagen. Oftmals wird die Miete für die Küche jedoch gar nicht gesondert im Mietvertrag aufgeführt.

Abhängig vom Anschaffungswert der Küche gilt diese nach etwa zehn bis 25 Jahren als „wertlos“. Nach Ablauf dieser Zeit darf der Vermieter keine Miete mehr für die Einbauküche verlangen und hat auch keinen Anspruch mehr auf einen Schadensersatz, wenn du die Küche in der Mietwohnung beschädigst.

Wer ist für Reparaturen der Einbauküche zuständig?

Für die Einbauküche gilt hier Ähnliches wie im Rest der Mietwohnung. Bei Schönheitsreparaturen musst du als Mieter für die Kosten aufkommen. Größere Reparaturen und defekte Geräte muss der Vermieter ersetzen – dies natürlich nur, solange der Mieter den Schaden nicht selbst verursacht hat. Normale Verschleißerscheinungen und Abnutzungen an der Küche muss der Vermieter hinnehmen und darf diese bei einem Auszug nicht von den Kautionskosten abziehen.

Darf ich eine vorhandene Einbauküche ersetzen?

Die Einbauküche in Orange- und Brauntönen sieht vielleicht retro aus, ist aber nicht wirklich dein Geschmack? Du magst es dann doch moderner und fragst dich, ob du nicht stattdessen diese schicke Küche mit den weißen Blenden und den schönen Metallgriffen einbauen kannst? Auf jeden Fall solltest du dein Vorhaben mit dem Vermieter besprechen. In den meisten Fällen wird er nichts einzuwenden haben, dennoch bist du für die ungeliebte angemietete Einbauküche von Rechts wegen weiterhin verantwortlich. Das bedeutet nicht nur, dass du die Einbauküche des Vermieters weiterhin pfleglich behandeln bzw. gut und sicher einlagern und bei deinem Auszug wieder einbauen musst, sondern auch, dass du weiterhin Miete für die Einbauküche des Vermieters zahlen musst, es sei denn, dein Vermieter lässt sich hier auf andere Absprachen ein.

Wie gehe ich beim Verkauf meiner Einbauküche bei einem Auszug vor?

Ein Nachteil bei einer Einbauküche ist, dass sie bei einem Umzug oft nur schwer in eine neue Wohnung integrierbar ist. Hast du für eine Mietwohnung deine eigene Einbauküche angeschafft, stellt dich das vor die Herausforderung, sie beim Auszug zu einem angemessenen Preis wieder loszuwerden. Du hast die Möglichkeit, die Küche direkt an den Vermieter zu verkaufen oder du bietest sie deinem Nachmieter zum Kauf an. Einen fairen Preis kannst du auch hier mithilfe des Zeitwerts errechnen. In jedem Fall solltest du einen rechtskräftigen Kaufvertrag aufsetzen, um eine Haftung auszuschließen und um sicher zu gehen, dass sich dein Käufer nicht kurzfristig umentscheidet und du doch noch in einer Nacht- und Nebelaktion die Küche vor deinem Auszug ausbauen musst.