Bilder aufhängen

Die Fotos aus dem letzten Urlaub, das Filmposter, das geerbte Ölgemälde von der Oma, der Kunstdruck, den du nach dem Besuch dieser tollen Ausstellung gekauft hast – die Bilder in unseren vier Wänden sind meist nicht nur schön anzusehen, sie erzählen auch eine Geschichte, deine Geschichte. Kaum etwas anderes verleiht deinem Zuhause so viel Individualität wie die Auswahl der Bilder, die du hier zeigst. Darum haben Fotos, Poster und Gemälde auch eine besondere Sorgfalt bei ihrer Inszenierung verdient, einen besonderen Platz, eine besondere Anordnung. Klar, letztendlich ist erlaubt, was gefällt, doch gibt es ein paar Kniffe, mit deren Hilfe du große Poster und kleine Bilder am besten in Szene setzen kannst. Und diese Kniffe zeigen wir dir.

Der richtige Ort

Bei der Wahl des richtigen Orts geht es uns weniger um die Frage Schlafzimmer oder Wohnzimmer. Es geht vielmehr um die Frage nach der richtigen Wand und der richtigen Höhe und darum, bei der Platzierung eines Bildes Möbel und Dekoration im Raum berücksichtigen.

Große freie Wände bieten dir Platz für die Inszenierung großer Einzelstücke oder geben Spielraum für die Kombination mehrerer Kunstwerke die in einer besonderen Hängung platziert werden. An kleinen Wänden oder in Nischen und Erkern wirken auch einzelne kleinere Bilder sehr schön. Auch kürzere Bilderleisten mit kleinen Bildern kommen hier zur Geltung.

Tipp: Als Faustregel gilt, dass ein Bild etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Länge des Möbelstücks haben sollte, über dem es hängt.

In Museen werden Bilder so aufgehängt, dass sich die Bildmitte auf einer Höhe von etwa 1,40 m bis 1,50 m befindet. Ein Bild, das auf dieser Höhe platziert wird, kann sich der vollen Aufmerksamkeit des Betrachters sicher sein und kommt gut zur Geltung. Viele halten sich in Punkto Höhe auch an die Regel, dass lediglich ein Drittel des Bildes über der Augenhöhe des Betrachters liegen sollte.

Des Weiteren gilt es in Punkto Höhe den Abstand zum darunter befindlichen Möbelstück zu bedenken. So entsteht schnell eine Disharmonie, wenn ein Bild mit einem Abstand von mehr als 30 Zentimetern von der Oberkante eines Möbels aufgehängt wird.

Der passende Hintergrund

Du ahnst es schon – eine weiße Wand bietet dir den größten Gestaltungsspielraum für deine Bilder. Und ansonsten: Klar, der Warhol vor der Blümchentapete führt sicher zu einem interessanten Stilbruch, doch wer es in seinen vier Wänden harmonischer und ruhiger wünscht, kann sich an folgende Regeln halten:

  • Findet sich im Bild der Farbton der Wand wieder, dann erzielst du eine intensivere Wirkung des Bildes. Je dunkler dabei der Farbton ist, umso stärker kommt das Bild zur Geltung.
  • Bei farbig gestrichenen Wänden oder gemusterten Tapeten, kann ein Passepartout helfen, mehr Ruhe in die Komposition von Wand und Bild zu bringen und das Bildmotiv nicht untergehen zu lassen.
  • Bei farbigen oder gemusterten Wänden sollte der Bilderrahmen dezent sein. Auf dunklen Wänden sehen einfarbige Rahmen in Weiß, Creme oder einem hellen Grau schön aus.

Tipp: Bei dunklen Wandtönen sehen schwarz-weiße Motive oder schlichte Fotografien besonders gut aus. Zu sehr knalligen Wänden passen auch auffällige Motive.

Eine schöne Beleuchtung

Wenn du einem besonderen Bild besondere Aufmerksamkeit sichern möchtest, dann ist nicht nur die richtige Platzierung eine gute Möglichkeit, das Kunstwerk zu inszenieren. Wenn du dein Lieblingsbild zudem richtig ausleuchtest, zieht es erst recht alle Blicke auf sich. Die Kunst ist hierbei, dass die Atmosphäre im Raum gemütlich bleibt und du dich nicht wie in einer Galerie fühlst. Wenn du das Bild an einen Ort hängst, der durch ein bereits vorhandenes Licht gut ausgeleuchtet ist, dann erzielst du ganz nebenbei einen tollen Effekt und musst dir keine weiteren Gedanken um die Raumatmosphäre machen. Etwas schwieriger wird es da schon mit einer speziell auf das Bild ausgerichteten Beleuchtung, wie Strahlern oder Leuchtröhren.

Tipp: Wenn du deine Bilder mit Deckenstrahlern oder Wandleuchten ins rechte Licht rücken willst, dann solltest du bei der Platzauswahl für dein Bild auch Stromauslässe berücksichtigen.

Deckenstrahler

Leuchtest du ein Bild mit Deckenstrahlern aus, sind zwei Dinge zu beachten:

  • Lichtstärke und
  • Abstand der Lichtquelle zum Bild

Wählst du eine zu helle Lichtstärke, dann wirkt der Raum mit dem Bild schnell ungemütlich. Ist das Licht zu düster, erreichst du hingegen nicht den gewünschten Effekt.

Der Abstand der Lichtquelle zum Bild sollte so groß sein, dass das Bild in seiner Gesamtheit ausgeleuchtet wird und keine unerwünschten Schatten Teile des Bildes im Dunkeln lassen.

Spezielle Bilderleuchten

Spezielle Bilderleuchten sind besonders geeignet, wenn du dein Bild nicht durch Deckenstrahler in Szene setzen möchtest. Bilderleuchten sind meist sehr unauffällig gestaltet und nehmen damit nicht Bild und Rahmen die Wirkung. Durch ein direktes Licht von oben oder auch von der Seite leuchten sie deine liebsten Kunstwerke aus.

Tipp: LEDs sind die Leuchtmittel der Stunde. Sie kommen dir nicht nur zugute, weil sie sehr sparsam im Verbrauch sind. LEDs lassen auch deine Kunst länger leben, denn sie haben eine nur sehr geringe Wärmeentwicklung und geben kein ausbleichend wirkendes UV-Licht ab.

Der richtige Rahmen

Schlicht oder pompös? Holz oder Kunststoff? Bunt oder einfarbig? Natürlich sind auch bei der Rahmung eines Bildes Stilbrüche erlaubt, doch die meisten Betrachter bevorzugen es, wenn auch Bild und Rahmen harmonieren, eine Einheit bilden. Denn letztendlich soll ein Rahmen das Bild von seiner besten Seite zeigen und ihm nicht die Show stehlen: Das Schwarz-weiß-Foto sieht im Alurahmen oder im schmalen schwarzen Holzrahmen mit weißem Passepartout ziemlich cool aus. Das Ölgemälde mit den kräftigen Farben kann einen wuchtigeren Rahmen gut vertragen. Ein verspieltes Motiv kann sehr schön in einem Rahmen wirken, der verschiedene Farben des Bildes aufgreift.

Bei der Auswahl des Rahmens solltest du die Anzahl der Bilder im Raum und die Raumgröße beachten. Rahmen in verschiedenen Stilrichtungen wild durcheinandergewürfelt in einer Petersburger Hängung wirken originell, jedoch auch schnell überladen. Ein solches Sammelsurium sollte sich in jedem Fall gut in den restlichen Stil deiner Wohnung einfügen.

Tipp: Bei Holzrahmen solltest du darauf achten, dass das Holz nicht nur zu den Farben des Bildes, sondern auch zu Holzmöbeln, Parkett oder Täfelungen in deiner Wohnung passt.

Ein Rahmen präsentiert ein Bild nicht nur auf beste Weise, er hat auch eine Schutzfunktion. Damit diese garantiert ist, musst du berücksichtigen, dass bei bestimmten Bildarten Glas oder Kunststoff des Rahmens nicht direkt auf dem Bild aufliegen sollten. Dies ist zum Beispiel bei Aquarellen der Fall. Mit Hilfe eines dickeren Passepartouts kann hier der notwendige Abstand zwischen Bild und Glas geschaffen werden. Oder du verwendest einen speziellen Rahmen, wie einen Magnetrahmen.

Praxistipp: Am besten nimmst du dein Bild mit in eine Rahmenhandlung und probierst verschiedene Kombinationen von Bild und Rahmen aus. Hier wirst du auch gut beraten, ob und in welcher Größe du ein Passepartout einsetzen solltest.

Der Rahmen selbst als Kunst

Manche Rahmen sind so wunderschön, dass sie selbst schon wie ein Kunstwerk wirken. Und so kannst du sie auch nutzen. Zum Beispiel kannst du bei einer gemustert tapezierten Wand einfach einen antiken Rahmen ohne Bild aufhängen. Auf diese Weise setzt du das Tapetenmuster und den Schatz vom Flohmarkt auf besondere Weise in Szene. Auch mehrere schöne, große alte Rahmen überlappend an eine freie Wand gelehnt werden zu tollen Dekoobjekten.

Just hanging around – die verschiedenen Hängungen im Überblick

Der Richtige Ort, der passende Rahmen, der optimale Hintergrund sind gefunden. Nun fragt sich noch, in welcher Hängung du deine Bilder am besten präsentierst. Wir zeigen dir an dieser Stelle verschiedene Möglichkeiten – von der Einzelhängung großer Kunstwerke bis hin zur Petersburger Hängung, bei der du viele Bilder in verschiedenen Größen und Formen kombinieren kannst.

Einzelhängung

Die Einzelhängung wirkt vor allem für große, auffällige Kunstwerke auf großen Flächen. Der Klassiker ist wohl das große Gemälde über dem Sofa im Wohnzimmer, über Sideboard oder Kommode. Aber auch kleinere Bilder können als Einzelhängung auf kleineren Wandflächen sehr hübsch wirken.

Aufgereiht

Eine klassische Möglichkeit zur Präsentation mehrere Bilder ist das Aufhängen verschiedener Motive in einer Reihe. Dafür müssen die Bilder bzw. die Rahmen nicht unbedingt die gleiche Höhe und Größe haben. Bei unterschiedlich großen Bildern hast du drei Möglichkeiten, damit die Hängung in einer Reihe gut wirkt:

  • Du kannst die Bilder so aufreihen, dass jeweils dis Bildmitte auf einer Höhe ist.
  • Du kannst dich an der Oberkante der Rahmen orientieren und diese eine Linie bilden lassen.
  • Du kannst die Unterkante der Bilder auf eine Linie bringen.

Tipp: Die Hängung auf Kante bzw. entlang einer Mittellinie funktioniert nicht nur in der Waagerechten. Du kannst die Bilder so auch senkrecht anordnen und dich an den Außenkanten der Rahmen orientieren. Außerdem kannst du an großen Wandflächen mehrere Bildreihen über bzw. nebeneinandersetzen.

Quartett

Verwandte Bildmotive, Kunst von gleicher Technik und Beschaffenheit und vor allem Bilder bzw. Rahmen gleicher Größe kannst du sehr gut in symmetrischen Gruppen anordnen. Zum Beispiel als Quartett. Achte hierbei akribisch auf einen genau gleichen Abstand zwischen den Bildern. Schon kleine Abweichungen werden die Harmonie stören.

Bei noch mehr verwandten Motiven kannst du aus dem Quartett natürlich auch ein Sextett etc. werden lassen.

Bildermosaik

Du kannst viele Bilder zu einem Kunstwerk verschmelzen lassen, wenn du die Rahmen genau Kante an Kante hängst. Die Bilder sollten bei einer solchen Hängung, farblich, vom Motiv, der Kunsttechnik und von den Rahmen her besonders gut aufeinander abgestimmt sein.

Bilderleisten und Bilderboard

Wenn du zu den Menschen gehörst, die ihre Wohnung gerne umdekorieren und umgestalten, dann sind für dich Bilderleisten und Bilderboards eine sehr gute Lösung. Du kannst ganz einfach unterschiedliche Bilder unterschiedlicher Größe auf der Leiste ausstellen. Und wenn die neuesten Urlaubsfotos da sind, werden Motive und / oder Rahmen einfach ausgetauscht.

Die Petersburger Hängung

Für alle, die die Schönheit im Chaos erkennen ist die Petersburger Hängung perfekt. Klein, groß, eckig, rund, Bilderrahmen unterschiedlichster Art und Motive unterschiedlichster Natur, mal größere, mal kleinere Abstände zwischen den Bildern, die gerne auch vom Boden bis zur Decke angebracht werden – das ist die Petersburger Hängung, auch als Salonhängung bekannt. Ihren Namen verdankt die Petersburger Hängung übrigens den wenig dezent behangenen Wänden in der Petersburger Eremitage. Ursprüngliche Intention der Salonhängung war, den Betrachter allein durch die Menge der Kunst zu beeindrucken, weniger durch einzelne Werke und Motive.

Bei der Petersburger Hängung kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. So kannst du auch Dekogegenstände wie Metallschilder, Makrammees oder Wandteller mit in die Hängung einbeziehen und zwischen den Bildern platzieren.

Etwas Ruhe bringst du in diese Art der Hängung, wenn du bei der Wahl der Bilder auf ähnliche Farbwelten, Motive oder Rahmen achtest.

Aus dem Rahmen gefallen

Es gibt auch schöne Möglichkeiten, Bilder ohne Rahmen aufzuhängen. Hierfür eignen sich zum Beispiel Magnetleisten oder auch eine einfache Schnur an die Bilder mit kleinen Holzwäscheklammer gehängt werden. So entsteht eine regelrechte Bildergirlande, die besonders in Kinderzimmern mit stetig wechselnder Kinderkunst oder als Mood-„board“ im Arbeitszimmer schön und praktisch zugleich sein kann.

Treppauf, treppab

Bei der Suche nach schönen Orten für die Lieblingsbilder wird gerne einmal der Treppenaufgang vergessen. Dabei gehst du hier sicher mehrmals täglich rauf und runter und freust dich auch hier über ein paar schöne Erinnerungen im Bildformat.

Schön sieht es aus, wenn die Bilder im Treppenaufgang treppenförmig angeordnet werden.

Ein paar Tipps zum Schluss

Lässig an die Wand gelehnt: Gerade große Bilder müssen nicht immer hängen. Gegen die Wand gelehnt und mit passender Dekoration wie einer schönen Bodenvase kombiniert machen sie ebenfalls Eindruck und können leicht ausgetauscht werden.

Optisches Gegengewicht schaffen: Wenn du ein Bild nicht in die Mitte einer Zimmerwand hängst, solltest du darauf achten, dass auf der anderen Seite der Wand ein optischer Ausgleich zu finden ist. Dies kann ein Möbelstück wie zum Beispiel ein Schrank sein, eine Standleuchte oder ein Dekogegenstand.

Keine Angst vor Bohrer und Dübeln! Große schwere Bilder bzw. Rahmen solltest du genauso sorgfältig befestigen wie zum Beispiel ein Wandregal. Also lieber zu Schraube und Dübel greifen, bevor das gute Stück nicht lange bleibt, wo es bleiben soll…

Ihr Bild hängt schief… Wer kennt nicht den Sketch von Loriot, bei dem ein schiefes Bild der Ausgangspunkt für ein verwüstetes Wohnzimmer ist? Ein schiefes Bild kann das Auge des Betrachters wirklich stören. Arbeite mit einer Wasserwaage beim Ausrichten deiner Bilder. Der Aufwand lohnt sich.

Längs macht schlank. Das gilt auch für deine Wände. Senkrecht angeordnete Bilder lassen diese optisch an Höhe gewinnen. Waagerechte Anordnungen bewirken, dass die Wand breiter erscheint.

Ein Umzug nach Frankfurt am Main – alles, was du wissen musst: von Apfelwein bis Zoo

Banker, Börsen, Langeweile? Die Banken und die Frankfurter Börse sind tatsächlich nicht aus Frankfurt wegzudenken. Den Ruf als Langeweile-Metropole genießt Frankfurt jedoch zu unrecht. Frankfurt hat durchaus viel zu bieten. Du kannst dich in deiner neuen Heimat am Main nicht nur auf fragwürdige hessische Spezialitäten wie den berüchtigten Apfelwein freuen, sondern du findest auch ein breites kulturelles Angebot, vielfältige Freizeitbeschäftigungen, ein multikulturelles Flair, gemütliche Kneipen, szenige Clubs und Restaurants für jeden Geschmack.

Lasst uns über Geld reden

Nein, nicht weil Frankfurt DIE deutsche Finanzmetropole ist. Das ist ein alter Hut und muss hier nicht noch einmal betont werden. Doch ist diese Tatsache sicher nicht ganz unschuldig daran, dass du finanziell in Frankfurt gut aufgestellt sein solltest – zumindest, wenn du im Innenstadtbereich Quartier beziehen möchtest. Frankfurt am Main ist ein teures Pflaster. Es kommt zwar nicht ganz an die Münchner Mietpreise heran, doch mit einem Quadratmeterpreis von durchschnittlich 12 Euro gehôrt Frankfurt zu den teuersten Städten Deutschlands. Aber keine Angst. Denn Frankfurt ist das Zentrum eines Ballungsgebiets und nicht umsonst eine Hochburg für Pendler. Wer sich eine Wohnung im östlichen Teil der Stadt oder einer der umliegenden Gemeinden nimmt, kommt bei der Miete deutlich günstiger weg und ist dank gut ausgebauter Verkehrsanbindungen dennoch schnell im Zentrum des Geschehens.

Aber in Frankfurt braucht man nicht nur Geld, in Frankfurt ist das Geld eben auch zu Hause. Die Stadt gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten in Deutschland. Der Flughafen ist die größte Arbeitsstätte des Landes, dann der bereits erwähnte Finanzsektor, Chemie- und Pharmaindustrie, IT- und Telekommunikation, Metall- und Elektronikbranche – in Frankfurt finden sich viele attraktive Arbeitgeber. Dabei ist Frankfurt nicht nur für regionale Unternehmen ein beliebter Standort. Weltweit agierende Konzerne haben sich hier angesiedelt. Die Arbeitslosenquote liegt in Frankfurt bei 5,1 Prozent (Stand März 2019) und ist damit im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten im Rahmen.

Frankfurt am Main in Zahlen und Fakten

Einwohner: rund 753.000

Fläche: 248 km²

Erstmals urkundlich erwähnt: 794

Bekanntestes Wahrzeichen: der Messeturm

Besonderheiten:

  • Frankfurt am Main ist die größte Stadt in Hessen und die fünftgrößte deutsche Stadt.
  • Frankfurt gehört als einer der wichtigsten internationalen Finanzstandorte zu den Weltstädten. Frankfurt ist Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank, der Frankfurter Börse und zahlreicher weiterer Finanzinstitute.
  • Mit seiner zentralen Lage ist Frankfurt ein europäischer Verkehrsknotenpunkt. Frankfurt bezeichnet sich auch als Europastadt zum Zeichen des europäischen Gedankens und der europäische Vereinigung.
Messestandort Frankfurt am Main

Schon im Jahr 1240 erhielt Frankfurt am Main das Recht als Messestadt durch Kaiser Friedrich II verliehen. Das Messeprivileg war ausschlaggebend dafür, dass die Stadt sich zu einem bedeutenden Fernhandelszentrum entwickeln konnte. Heute gehört Frankfurt zu den wichtigsten Messestandorten in Europa. Besonders bekannt sind die Frankfurter Buchmesse und die Internationale Automobilausstellung.

Das Frankfurter Stadtbild – ein Ort der Gegensätze

Wenn du an Frankfurt am Main denkst, siehst du wahrscheinlich gleich das Bild der berühmten Skyline vor deinem inneren Auge, aufgrund der die Stadt auch gerne als ‘Mainhattan’ bezeichnet wird. Frankfurt kann für deutsche Verhältnisse zwar mit ziemlich vielen Hochhäusern aufwarten, doch mit der US Metropole New York ist Frankfurt dennoch schwer zu vergleichen. Mit ihren gut 750.000 Einwohnern knackt die hessische Großstadt noch nicht einmal die Millionengrenze. Und zwar laufen auch in Frankfurts Innenstadt einige schwer beschäftigte Anzugträger herum, doch an vielen Ecken in Frankfurt geht es noch ziemlich gemütlich zu. Neben modernen Gebäuden und belebten Straßenzügen mit Luxusboutiquen gibt es die mittelalterlich anmutenden Gebäud und die 50er Jahre Bauten  in der Altstadt. Neben Yuppies aus dem Finanzsektor gibt es die Frankfurter Originale. Neben Szeneclubs gibt es urige Eckkneipen. Und schlemmen kann man in Frankfurt nicht nur in schicken Restaurants, sondern auch ganz schlicht mit Handkäse und Apfelwein. Frankfurt ist ein Ort für Kulturliebhaber. Museen mit Weltruf wie die Schirn Kunsthalle sind hier zu Hause. Doch auch das Frankfurter Bahnhofsviertel hat einen Ruf, der über die Stadtgrenzen hinausgeht. Allerdings ist dieser nicht für jeden positiv besetzt. Frankfurt liegt in einem Ballungsgebiet mit vielen ansässigen Unternehmen und Industrie und doch bist du schnell im Grünen und findest in der schönen umliegenden Natur rasch Erholung. Damit ist klar: In deiner neuen Heimat gibt es viel zu entdecken. Es ist für jeden etwas dabei und langweilig wird dir so schnell nicht werden.

Furt der Franken – Franconofurd – hieß die Stadt, als sie noch eine kleine Siedlung auf dem Domhügel war. Seither hat sich Frankfurt ganz ordentlich gemausert. 46 Stadtteile und 124 Stadtbezirke weist Frankfurt inzwischen auf. Das hört sich nach viel an, doch ist die Frankfurt am Main ziemlich zentriert aufgebaut und du wirst dich rasch zurechtfinden. Frankfurt konnte einst eine der größten zusammenhängenden Altstädte in Deutschland sein eigen nennen. Keine mittelalterliche Feuersbrunst hatte hier jemals etwas zerstört. Auch kein Krieg – zumindest nicht bis zum Zweiten Weltkrieg. Denn damals wurden große Teile der Stadt zerbombt und anschließend im typischen Stil der 50er Jahre wieder aufgebaut. Nur wenige Fachwerkhäuser blieben erhalten, nur zwei weitestgehend unversehrt. So ergibt sich in der Stadt eine interessante Mischung aus wenigen, teils wieder aufgebauten bzw. nachgebauten mittelalterlichen Häusern, 50er und 60er Jahre Bauten und moderner Hochhausarchitektur.

Studieren in Frankfurt

Vor lauter Banken wird gerne vergessen, dass Frankfurt nicht nur Finanzmetropole, sondern auch Unistadt ist. Rund 60.000 Studierende leben in Frankfurt. Der Großteil ist an der Frankfurter Goethe Universität eingeschrieben. Andere studieren an der Frankfurt University of Applied Science oder an einer der zahlreichen Fachhochschulen. Darüber hinaus gibt es zwei Kunsthochschulen und natürlich die Frankfurt Business School of Finance and Management sowie mehrere private Hochschulen.

Frankfurt hat zwar nicht das typische Flair einer Studentenstadt, doch gerade vorausschauende Studierende wissen die Unternehmensdichte der Stadt zu schätzen. Interessante Praktika, Jobs für Werkstudenten oder die erste Arbeitsstelle nach dem Studium – diesbezüglich hast du in Frankfurt eine große Wahl. Besonders interessant ist dies natürlich für alle, die ein Duales Studium in Erwägung ziehen. Dafür kann die Tatsache, dass Frankfurt ein teures Pflaster ist, gerade für Studierende schwierig sein. Günstige Wohnheimplätze sind rar gesät und schwer umkämpft. Sehr viele Studierende ziehen daher in Appartements oder WGs außerhalb Frankfurts und pendeln. Doch glücklicherweise ist in Frankfurt trotz Großstadtflair alles ziemlich gebündelt und die Infrastruktur ist sehr gut ausgebaut und auf die Studierenden eingestellt. So müssen auch diejenigen, die in die Stadt pendeln nicht auf abendliche Kneipengänge in einem der Frankfurter Stadtteile verzichten.

Frankfurt mit Kindern

Stark befahrene Straßen, Lärm und große Gebäudekomplexe. Auf den ersten Blick wirkt Frankfurt nicht unbedingt wie eine Stadt die für Familien mit Kindern geeignet ist. Doch auch hier sollte man nicht vorschnell sein Urteil fällen. Wer nicht unbedingt in der Mitte des Geschehens leben will, der findet außerhalb der Stadt erschwinglichen Wohnraum und zudem viel Grün und Platz zum Spielen und Toben. Auch in Frankfurt selbst lockern Parks und Grünflächen das Stadtbild auf und dann gibt es da noch das Mainufer. Vom großen kulturellen Angebot der Stadt profitieren auch und vor allem die lieben Kleinen. Denn die Kulturstätten bieten viele Aktionen und Veranstaltungen speziell für Kinder. Und dann ist da ja noch der Zoo und der Odenwald ist auch nicht weit. Und Großstadt sei Dank, kann man als Neufrankfurter ganz prima über ein breit aufgestelltes Angebot an Krabbelgruppen, Eltern-Kind-Cafés, Kinderturnen und musikalischer Früherziehung ganz schnell andere Mamas und Papas kennenlernen!

Formalitäten nach dem Umzug

Wie andernorts auch üblich musst du dich in Frankfurt im Rahmen einer Frist von zwei Wochen mit deinem neuen Wohnsitz anmelden. Die Anmeldung erfolgt persönlich beim zuständigen Bürgeramt. Wem es nicht möglich ist, persönlich zu erscheinen, kann einen bevollmächtigten Vertreter schicken. Alternativ zur schriftlichen Vollmacht, kann der Vertreter auch das bereits ausgefüllte und unterschriebene Anmeldeformular mitbringen. Ansonsten benötigst du für die Anmeldung:

  • Deinen gültigen Personalausweis oder Reisepass und ggf. die Ausweise deiner Familienmitglieder (bei Kindern kannst du statt des Ausweises auch die Geburtsurkunde vorlegen)
  • Einen Nachweis von deinem Vermieter über den Bezug der neuen Wohnung (Wohnungsgeberbestätigung)

Vergiss nicht, nach dem Umzug auch dein Auto umzumelden!

Kontakte knüpfen

Die meisten Zugezogenen verschlägt es aus beruflichen Gründen oder zum Studieren nach Frankfurt am Main. Studierenden wird das Einleben in Frankfurt durch die sogenannte Einführungswoche leichter gemacht. Denn dabei geht es nicht nur darum, Uni und Campus kennenzulernen. Die Einführungswoche soll vor allem dazu dienen, die Stadt zu erkunden und die Kontakte zu knüpfen. Zu diesem Zweck werden Stadt-Rallyes, Kneipentouren und Partys veranstaltet.

Wer für den (neuen) Job nach Frankfurt zieht, muss da schon selbst aktiver werden. Sicherlich finden sich schnell ein paar nette Kollegen, mit denen du dich auch in der Freizeit treffen kannst. Doch sicherlich willst du auch ein paar Leute außerhalb der Arbeit kennenlernen. Da gibt es natürlich die üblichen Möglichkeiten. Dazu zählen Online-Communities, in deren Rahmen du dich mit anderen Neufrankfurtern austauschen kannst. Du kannst das umfangreichen Freizeitangebot nutzen, so dass du bei einem neuen oder alten Hobbys Leute kennenlernen und Kontakte knüpfen kannst. Auch ein ehrenamtliches Engagement oder die Mitgliedschaft in einem Verein sind immer eine gute Sache, um Menschen zu treffen, mit denen dich schon einmal ein gemeinsames Interesse verbindet. Aber zudem hat Frankfurt noch eine ganz besondere Kontaktbörse zu bieten: Den Markt auf dem Friedberger Platz. Auf dem Friedberger Platz findet jeden Freitag bis 18:00 Uhr ein gewöhnlicher Wochenmarkt statt. Danach wird der Platz vor allem in der warmen Jahreszeit zur wöchentlichen Partymeile. Kontakte werden hier schnell geknüpft. Der Markt am Friedberger Platz gehört fast schon zur Frankfurter Willkommenskultur.

Von A nach B

Als Pendlerstadt verfügt Frankfurt über ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz. Mit Bus, Tram oder S-Bahn kommst du leicht von A nach B. Die S-Bahnen fahren teilweise sogar die ganze Nacht durch in die umliegenden Städte. Nachtschwärmer profitieren auch von den Nachtbussen, deren Knotenpunkt die Konstabler Wache (von den Frankfurtern auch liebevoll „Konsti“ genannt) ist.

Frankfurt hat nicht unbedingt den Ruf, eine fahrradfreundliche Stadt zu sein. Doch in den letzten Jahren hat sich hier einiges getan, so dass du inzwischen auch gut und sicher mit dem Fahrrad an dein Ziel kommen kannst.

Sehenswertes

Wer neu in Frankfurt ist, sollte sich natürlich mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Kultureinrichtungen vertraut machen. Schon allein, um Besuch aus der alten Heimat adäquat herumführen zu können.

Gleich vier der wichtigsten Sehenswürdigkeiten haben sich in der Frankfurter Altstadt versammelt:

  • Der Römer ist das im 14. Jahrhundert erbaute Rathaus. Du kennst sicher schon den berühmten Balkon des auffälligen roten Steinhauses. Hier versammeln sich die Spieler der Eintracht Frankfurt nach einem Titelgewinn, um sich von ihren Fans feiern zu lassen.
  • Der Kaiserdom Sankt Bartholomäus erlangte Berühmtheit als Wahl- und Krönungsstätte der deutschen Kaiser. Vom Dom mit seinem beeindruckenden gotischen Westturm führte der Krönungswege die Kaiser direkt zum Rathaus.
  • Auch die Paulskirche gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Dabei ist sie verhältnismäßig jung. Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie an Stelle der hier zuvor stehenden Barfüßerkirche errichtet. Dennoch handelt es sich bei der Paulskirche um einen Ort, an dem Geschichte geschrieben wurde. So tagte hier die Frankfurter Nationalversammlung, die erste Volksvertretung für ganz Deutschland. Damit würde die Paulskirche ein Symbol deutscher Demokratie.
  • Im Goethe-Haus erblickte der Dichterfürst Johann Wolfgang von das Licht der Welt. Das Gebäude ist inzwischen eine Gedenkstätte für den weltberühmten Schriftsteller.

Natürlich gibt es nicht nur in der Altstadt von Frankfurt viel zu sehen. Ein Spaziergang entlang des Mainufers und über die zahlreichen Mainbrücken ist nicht nur bei Tag schön. Besonders hervorzuheben ist hier der Eiserne Steg. Nachts beeindrucken die Lichter der Stadt entlang der Uferpromenade.

Eine Besonderheit Frankfurts sind zudem die Dotationskirchen. Acht Kirchen in der Innenstadt werden von der Stadt finanziert und viermal im Jahr findet in diesen Kirchen das traditionelle Frankfurter Stadtgeläut zu kirchlichen Feiertagen statt.

Ein beliebtes Ausgehviertel ist Frankfurt Sachsenhausen. Wo früher überwiegend Fischer, Handwerker und Landarbeiter lebten, finden sich inzwischen zahlreiche Kneipen und Bars.

In Sachsenhausen findet sich auch die Museumsmeile mit 13 teils international bekannten Museen wie dem Städel Museum, dem Liebig Haus und dem Museum für Weltkulturen.

Hibbdebach und Dribbdebach

Sachsenhausen liegt übrigens auf der südlichen Seite des Mains. Diesen Teil der Stadt nennt man im schönen Frankfurter Dialekt auch Dribbdebach. Das nördliche Ufer wird als Hibbdebach bezeichnet. Auf Hochdeutsch würde man statt Hibbdebach und Dribbdebach diesseits bzw. jenseits des Flusses sagen.

Weitere wichtige und interessante Sehenswürdigkeiten in Frankfurt sind:

  • Die Saalgasse, mit ihrer besonderen Architektur: kein Haus gleicht hier dem anderen
  • Der Palmengarten, Frankfurts grüne Oase
  • Der Main Tower – hier findest du Frankfurts höchsten Aussichtspunkt
  • EZB-Turm und Großmarkthalle: auch hier ist die Architektur besonders interessant, denn das historische Gebäude der Markthalle wurde in die modernen Hochhaustürme integriert
  • Bei der Alten Oper Frankfurt vorbeizuschauen, lohnt sich nicht nur für einen Konzertbesuch
  • Die Bockenheimer Warte: eigentlich „nur“ ein U-Bahnhof. Doch sogar beim Eingang einer U-Bahn-Station legen die Frankfurter Wert auf spezielle Architektur. Der Architekt und Designer Z. P. Pininski entwarf den skurrilen Schacht in die Unterwelt als aus der Erde ragenden historischen Londoner Tramwagen.

Ein alljährliches Highlight in Frankfurt ist das Museumsuferfest. Das große Kulturfest findet immer am letzten Augustwochenende statt.

Das Klima in Frankfurt

Dank seiner Lage in der Oberrheinischen Tiefebene gehört Frankfurt zu den wärmsten Gegenden in Deutschland. In Frankfurt kannst du dich auf ein mildes Klima mit relativ wenig Niederschlag freuen. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei gut 10 Grad Celsius.

Fazit: Frankfurt am Main ist DER Knotenpunkt in Deutschland. Hier laufen viele Fäden zusammen. Und für viele Menschen ist Frankfurt ein Ort, den man höchstens einmal für Geschäftsreisen besucht oder um vom Frankfurter Flughafen aus in die große weite Welt aufzubrechen. Doch wie die meisten Städte ist Frankfurt viel mehr als seine Klischees und wenn du nicht ohnehin schon begeisterter Frankfurt Fan bist, wird die Stadt dich mit ihrer Vielfältigkeit und ihren entspannten Bewohnern positiv überraschen!

Hoch hinaus – hohe Decken schön gestalten

Erfüllst du dir mit deinem neuen Zuhause den Traum von der Altbauwohnung? Holzdielen, Kassettentüren, hohe Wände mit großen Fenstern und stuckverzierte Decken – eine Altbauwohnung strahlt eine ganz besondere Atmosphäre aus und hat ohne Zweifel ihren ganz eigenen Charme. Doch die Besonderheiten eines Altbaus muss man zu nutzen wissen. Andernfalls wirken deine Möbel schnell deplatziert, es fehlt die Gemütlichkeit oder die Möglichkeiten, die eine Altbauwohnung dir in Punkto Stauraum und Dekoration bietet, bleiben schlichtweg ungenutzt.

Zum Glück haben wir für dich die schönsten Inspirationen recherchiert, die dir dabei helfen, das Beste aus deiner Altbauwohnung herauszuholen. Wir zeigen dir, wie du deine Traumwohnung zum Wohntraum werden lässt und alle Vorzüge eines Altbaus mit hohen Decken sinnvoll nutzt.

Ein Traum von einer Wohnung

Streng genommen ist ein Altbau jedes Gebäude, das vor dem Beginn der 1950er Jahre errichtet wurde und sich durch bestimmte Bauweisen und bauliche Merkmale auszeichnet. Doch meist meinen wir mit der Bezeichnung Altbau die Gebäude aus der Gründerzeit, diese prächtigen Bauten, die gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts endstanden und die sich durch ihre hohen Decken und Fenster, Stuckverzierungen und warme Holzböden in den Innenräumen besonderer Beliebtheit erfreuen. In Großstädten wie Berlin, Leipzig oder Hamburg haben einige dieser Bauten den Zweiten Weltkrieg überlebt und sind bei Mietern und Käufern heiß begehrt. Also herzlichen Glückwunsch, wenn du zu denjenigen gehörst, die eine Altbauwohnung ihr Zuhause nennen!

Raum schaffen

Nicht nur das Leben in einer Altbauwohnung macht Spaß, auch das Einrichten, denn in vielerlei Hinsicht kannst du dich hier richtig austoben.

Und wenn du es geschickt anstellst, gewinnst du auf schöne und originelle Weise durch die hohen Decken in deiner Wohnung eine Menge (Stau-)Raum dazu. Und dies kann sich gerade in einer Stadtwohnung als ausgesprochen praktisch erweisen.

Um Nutzflächen zu schaffen, solltest du unbedingt die Höhen der Wohnung ausnutzen. So kannst du beispielsweise hoch oben Regalbretter anbringen und dort Dinge verstauen, die nicht im alltäglichen Gebrauch sind. Oder du platzierst dort oben schöne Dekogegenstände.

Gerade in Berliner Altbauwohnungen findet sich oft ein langer, schmaler Flur. Dort lässt sich beispielsweise gut ein an einem Ende ein sehr tiefes Regalbrett anbringen. Ein Vorhang, eine Tür oder eine Klappe davor, lässt größere Gegenstände die du nicht häufig nutzt und die etwas mehr Platz brauchen, geschickt verschwinden. In einem solchen Fach unter der Decke lassen sich zum Beispiel hervorragend Schlafsäcke, Kisten mit Kabeln oder ähnliches verstauen.

Du liebst Bücher? Dann ist für dich ein Deckenhohes Bücherregel eine tolle Idee. Hier hast du viel Platz um Raum für deine Lieblingslektüre zu schaffen und zudem sieht ein solches Regal toll aus und schafft viel Gemütlichkeit. Dabei muss das Bücherregal nicht einmal unbedingt im Wohnzimmer stehen. Auch hier können sich andernfalls ungenutzte Wände im Flur oder im Schlafzimmer eignen.

Ein Klassiker im Altbau ist natürlich das Hochbett. Du kannst es selbst entwerfen und bauen oder dir von einem Schreiner anfertigen lassen. Mit einem gut durchdachten Hochbett kannst du dir einen extra Raum im Raum schaffen und darunter ist Platz für eine gemütliche Lesecke, eine Spielhöhle für die Kinder, für ein Minibüro oder auch für einen Esstisch.

Licht und Schatten

Auch, wenn es darum geht, deine Räume ins rechte Licht zu setzen, solltest du die Deckenhöhe deiner Altbauwohnung in die Planung einbeziehen. Eine kleine Lampe wirkt in hohen, großen Räumen schnell verloren und sorgt zudem nicht für ausreichend Licht und Atmosphäre. In Punkto Leuchten und Lampen heißt es im Altbau also klotzen nicht kleckern. Große Hängelampen, gerne mit Lampenschirmen in ausgefallenen Formen und Farben, kannst du tief in den Raum hängen lassen. Oder bevorzugst du einen klassischen Kronleuchter? Auch mehrere kleinere Leuchten, die du geschickt kombinierst – zum Beispiel in Gruppen zusammengefasst mit unterschiedlichen Längen oder einer interessanten Anordnung kannst du gut in den Raum hängen lassen. Wenn du ein Fan von kleinen Strahlern bist, solltest du darauf achten, diese nicht zu spärlich zu säen und mit ihnen besonders schöne Ecken der Wohnung gut auszuleuchten.

Tipp: Auch Hängelampen müssen nicht immer ganz klassische in der Mitte des Raumes angebracht werden. Nutze nicht nur die Höhe der Räume, nutze auch ihre Tiefe. Vor allem große, auffälligere Hängeleuchten sind nicht nur Lichtquelle, sondern auch Dekoration. Teste aus, wo deine liebste Deckenlampe am schönsten zur Geltung kommt.

Auch besonders große Stehleuchter mit langem Arm und großen Lampenschirmen passen sehr gut in deine Altbauwohnung.

Grundsätzlich solltest du in den Räumen mehrere Lichtquellen miteinander kombinieren. So kannst du eine auffällige große Stehleuchte in eine Ecke des Raumes stellen, und mit kleinen Strahlern von der Decke und / oder von den Wänden deine liebsten Kunstdrucke oder schöne Stuckverzierungen gekonnt in Szene setzen.

Tipp: Ist das Licht einer Deckenlampe nach unten gerichtet, dann werden die Möbel besonders gut in den Vordergrund gerückt. Und der Raum bekommt auf diese Weise besonders viel Gemütlichkeit.

Farbspiel

Auch bei der Farbgebung hoher Wände musst du dich nicht in Zurückhaltung üben. Klar, auch bei einer Altbauwohnung kannst du mit weißen oder Cremefarbenen Wänden nicht viel falsch machen, doch kannst du Farben und gemusterte Tapeten hier ganz besonders effektvoll zum Einsatz bringen. So musst du in deinem Altbau auch keine Angst haben, dass die Räume mit den aktuell angesagten dunklen Wandtönen optisch zu stark verkleinert werden. Du kannst in einem Altbau mit dunkleren Tönen die Vorzüge und die Schönheit der Räume sogar ganz besonders betonen. Ein paar Dinge solltest du für eine optimale Wirkung beachten:

  • Je dunkler ein Farbton ist, umso genauer solltest du dir überlegen, wie viele Wände bzw. wieviel Wand du damit streichen möchtest. Ein dunkles Grau, ein dunkles Blau oder gar schwarz kann sehr edel aussehen, wirkt jedoch effektvoller, wenn du nur eine Wand eines Raumes damit streichst oder nur das untere Drittel des Raumes mit der Farbe versiehst. Das Gleiche gilt für stark gemusterte oder sehr dunkle Tapeten.
  • Unverputzte Wände geben deiner Altbauwohnung den aktuell vielgeliebten Vintage-Charme. Sie wirken locker und verspielt zugleich. Auch hier erzielst du schönere Effekte, wenn du nicht sämtliche Wände eines Raumes unverputzt lässt, sondern nur eine Wand oder sogar nur Teile einer Wand. So kannst du zum Beispiel die Wand über deiner Küchenzeile unverputzt lassen. So ist statt der üblichen Fliesen das rohe Mauerwerk zu sehen.
  • In deiner Altbauwohnung wirkt selbst eine gestrichene Decke nicht erdrückend. Mit etwas Farbe kannst du auch vorhandene Stuckverzierungen besonders hervorheben.
  • Wenn du mit deiner Einrichtung oder der Dekoration Farbe und Muster der Wände aufnimmst, kannst du besonders viel Harmonie in die Räume bringen.
  • Eine Wandleiste oder Zierleiste etwa auf einem Drittel der Höhe der Wände rundum angebracht, kann dem Raum optisch ein wenig Höhe nehmen und für mehr Gemütlichkeit sorgen, besonders, wenn durch die Leiste eine unterschiedliche Farbgebung der Wand getrennt wird.

Tipp: Tapeten mit Längsstreifen, lassen hohe Räume noch höher erscheinen. Waagerechte Streifen oder Muster hingegen nehmen deinen Räumen optisch ein wenig Höhe.

Kunst und Kram

Think big! Dies sollte in deiner Altbauwohnung in vielerlei Hinsicht dein Motto werden – auch bei Kunst und Deko. Zu viele kleine Bilder an den hohen Wänden, zu viel Krimskrams in den Regalen wirken besonders in großen Räumen schnell unaufgeräumt, unruhig oder verloren. Zum Glück gibt es viele schöne Möglichkeiten, einer Altbauwohnung Individualität zu geben:

  • Als Deko eignen sich für Räume mit hohen Decken wenige aber dafür große Vasen, zum Beispiel eine schöne, hohe Bodenvase mit Pampasgras im Wohnzimmer oder ein großer irdener Blumentopf mit einer großblättrigen Pflanze wie einer Monstera im Schlafzimmer.
  • Kunst nicht nur an den Wänden: In einer Altbauwohnung kannst du größere Skulpturen oder Kunstobjekte wunderbar in Szene setzen. Doch auch hier gilt ‚weniger ist mehr‘. Andernfalls wirkt deine Wohnung schnell wie ein Museum.
  • Die hohen Decken und großen Wände deines Altbaus sind bestens geeignet, um deinen liebsten Kunstdrucken oder selbst gemalten Bilder und Fotos eine Bühne zu geben. Schön sehen große Poster in schlichten oder auch auffälligeren Rahmen als Einzelhängung aus. Aber auch eine Petersburger Hängung oder eine Kantenhängung, um möglichst viele Bilder gekonnt zu platzieren eignen sich gut für deine Altbauräume.
  • Blumenampeln, die tief von der hohen Decke baumeln, sind die perfekten Schmuckstücke für ungenutzte Ecken in deiner Altbauwohnung.

Stoff geben

Eine Altbauwohnung bietet nicht nur viel Platz für Deko und Kunst, du kannst auch Stoffe gezielt einsetzen, um deinem Zuhause mehr Gemütlichkeit zu verleihen und um ihm deinen persönlichen Stempel aufzudrücken.

In der Regel haben Altbauten nicht nur hohe Decken, sondern auch große Fenster. Lange Vorhänge, in dezenten Farben, auffälligen Mustern oder aus schweren Stoffen machen sich hier besonders gut.

Auch die Wände kannst du mit Stoffen schmücken. Die hohen Decken bieten die perfekte Möglichkeit, statt der üblichen Bilder und Poster einen schönen Wandteppich in Szene zu setzen.

Damit es richtig hygge wird, kannst du auch Decken in Grobstrick, große Kissen und besondere Teppiche einsetzen.

Die Tücken deiner Altbauwohnung

So schön die hohen Decken eines Altbaus sind und so viel Spielraum sie dir bei der Einrichtung bieten. Sie bergen auch ihre Tücken. Nicht selten ist Schimmel ein Problem. Wenn du dich für eine Altbauwohnung entscheidest, dann suche die Wände vorher gründlich nach auffälligen oder feuchten Stellen ab. Um deine Altbauwohnung schimmelfrei zu halten, solltest du unbedingt auf die richtige Temperatur beim Heizen achten und häufig Lüften. Ließ hierzu auch unseren Artikel Wenn der Schimmel an den Wänden sich zu erkennen gibt.

Außerdem musst du bei der Anbringung von Rahmen, Regalen, Leuchten oder Deko-Objekten an den Wänden deiner Altbauwohnung eventuell einige Hindernisse überwinden. Einfach einmal schnell ein Loch in die Wand bohren ist hier oft nicht drin. Manchmal flutscht der Bohrer in die Wand wie in ein Stück Butter und eine Menge Putz bröckelt dir entgegen. Ein paar Zentimeter weiter bekommst du hingegen nur mit sehr viel Kraft ein kleines Loch in die Wand.

Ein zu groß geratenes Loch kannst du mit Mörtel auffüllen und in den noch nicht getrockneten Mörtel den Dübel drücken. Im ausgehärteten Mörtel hält der Dübel bombenfest und du kannst alles anbringen, was du möchtest. Es gibt übrigens spezielle Dübel für Altbauwohnungen. Die Investition lohnt sich auf jeden Fall.

Bei besonders hartgesottenem Mauerwerk helfen nur der richtige Bohrer, Kraft und Geduld.

Fazit

Mit den richtigen Ideen kannst du eine Altbauwohnung mit hohen Decken gemütlich und individuell gestalten. Ein Altbau bietet dir viele Möglichkeiten und Platz für unterschiedlichste Stilrichtungen und Vorstellungen.