5 Tipps für deinen umweltfreundlichen Umzug

Wohnung suchen, ausmisten, Kisten packen, Kisten schleppen, Wände streichen, auspacken, einrichten – ein Umzug macht eine Menge Arbeit und kann schnell in Stress ausarten. Aber nicht nur für dich, auch für die Umwelt kann ein Umzug zur Belastung werden. Verpackungsmaterial, aussortierte Sachen, Anschaffungen für die neue Wohnung, die Wandfarbe, Abgase beim Transport… Dies alles kann sich ziemlich negativ auf deinen ökologischen Fußabdruck auswirken – muss es aber nicht. Wir haben die fünf wichtigsten Tipps für dich, wie du deinen Umzug mit wenig Aufwand nachhaltiger gestalten kannst.

Tipp 1: Weniger mitnehmen

Ganz klar, ein Umzug ist eine gute Gelegenheit, endlich einmal wieder auszumisten. Ein Umzug ist eine tolle Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme. Vieles, was man im Laufe der Jahre ansammelt, braucht man nicht wirklich zum Leben, geschweige denn, um glücklich zu sein. Du musst nicht gleich zum Minimalisten werden, aber überlege dir gut, welche Dinge in deiner Wohnung sich in den letzten Jahren tatsächlich als nützlich erwiesen haben und gebraucht wurden und was mehr oder weniger als unnötiger Ballast Platz weggenommen hat.

Diese Bestandsaufnahme solltest du am besten VOR dem Kisten packen erledigen. Denn je weniger du mitnimmst, umso kleiner fällt der Umzugswagen aus und umso weniger CO 2 wird bei der Fahrt zum neuen Wohnort ausgestoßen. Nimm dir also vor dem Packen ein wenig Zeit zum sinnvollen Ausmisten. Überlege dir gut, was du in der neuen Wohnung oder deinem neuen Haus wirklich brauchst. Was du nicht mehr brauchst, wirfst du nur auf den Müll, wenn es in einem so desolaten Zustand ist, dass auch sonst niemand mehr etwas davon hat. Alles andere wird verkauft oder verschenkt.

Lies zum Thema Entrümpeln auch unbedingt unseren Artikel Endlich Ordnung nach dem Umzug. Hier erfährst du, wie du richtig ausmistest und bekommst die besten Tipps zum Verkauf deiner alten Sachen. Und in unserem Artikel Entrümpelung beim Umzug erklären wir dir, wie du all das, was du nicht mehr an den Mann oder die Frau bringen kannst, richtig entsorgst.

Tipp 2: Nachhaltig verpackt

Du hast dich entschieden, was mitdarf und was nicht? Großartig, dann geht es nun daran, die Dinge, die du mit umziehen möchtest, möglichst umweltfreundlich zu verpacken. Umzugskartons kannst du zum Beispiel leihen, so müssen diese nicht für jeden Umzug neu hergestellt werden. Und um dein geliebtes Porzellan oder empfindliche Möbelstücke vor Schäden zu schützen, brauchst du keine Luftpolsterfolie und du musst auch nicht extra Packpapier kaufen. Nimm lieber, was ohnehin vorhanden ist. Kleinere empfindliche Gegenstände kannst du sehr gut in Zeitungspapier oder Kleidungsstücke wickeln. Letztere musst du ohnehin ebenfalls mitnehmen. Größere Gegenstände – wie beispielsweise einen großen Wandspiegel oder die antike Kommode – kannst du in größere Wäschestücke wie Bettlaken oder Bettbezüge hüllen und so vor Schäden bewahren.

Gerade beim Verpackungsmaterial lohnt es sich, frühzeitig mit dem Sammeln zu beginnen. Trau dich ruhig, im Freundes- und Bekanntenkreis nach alten Zeitungen, Handtüchern o.ä. zu fragen. Wer ein ganz langfristiger Planer ist und über genug Stauraum verfügt, sollte stets daran denken, die Originalverpackungen von Fernseher, Laptop und anderen größeren Elektrogeräten mit Karton und Styropor oder Luftpolsterfolie zu verwahren. In ihren Originalverpackungen sind die Geräte dann auch bei einem Umzug bestens geschützt.

Tipp 3: Es muss nicht alles neu sein

Meist stellt man in der neuen Wohnung fest, dass doch noch die ein oder andere Anschaffung notwendig ist. Hier kommt es der Umwelt zugute, wenn du nicht alles, was du brauchst, neu kaufst, sondern dich auf dem Flohmarkt oder beim Antiquitätenhändler nach gebrauchten Stücken umschaust. Vielleicht möchte in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis gerade jemand etwas loswerden, das du gut gebrauchen kannst. Diese Vorgehensweise hat neben dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen den Vorteil, dass du deine Wohnung auf diese Weise besonders individuell gestalten kannst. Einiges kannst du auch gut, günstig und umweltschonend selber bauen. Stöbere hierfür ruhig einmal in unseren DIY-Tipps!

Tipp 4: Sinnvoll investieren

Bei einigen Dingen, die du in deinen neuen vier Wänden in Angriff nehmen musst, kann es sich doch lohnen, Dinge nicht gebraucht zu kaufen oder im Sinne des ökologischen Fußabdrucks und auch der eigenen Gesundheit tiefer in die Tasche zu greifen. Bei Elektrogeräten ist Neu beispielsweise tatsächlich oftmals besser. Elektronik solltest du zumindest nicht gebraucht kaufen, wenn die Energieeffizienzklasse sehr niedrig ist. Investiere lieber in ein neues Gerät mit Energieeffizienzklasse A++ oder A+++. Langfristig ist diese Investition nicht nur für die Umwelt verträglicher, sondern spart dir eine Menge Stromkosten.

Wenn du in deinen neuen Räumlichkeiten die Wände streichen oder tapezieren willst, solltest du bei Farbe und Co zur ökologischen Variante greifen. Dies ist zwar häufig auch etwas teurer, kommt jedoch nicht nur der Umwelt, sondern auch deiner Gesundheit zugute.

Tipp 5: Das richtige Umzugsunternehmen

Nicht nur, wenn man in Eigenregie umzieht, kann man auf die Ökobilanz achten. Es gibt auch immer mehr Umzugsunternehmen, die beispielsweise darauf achten, dass ihre Transportwagen niedrige Abgas- und Verbrauchswerte aufweisen. Für einen umweltfreundlichen Umzug, kannst du dies als Kriterium bei der Wahl des Umzugsunternehmens einfließen lassen.

Auch ein geschicktes Beladen des Transportfahrzeugs trägt zur Nachhaltigkeit bei. Denn dies kann überflüssige Fahrten sparen.

Für Hardcore-Umweltschützer gibt es natürlich auch die Option mit dem Lastenfahrrad umzuziehen. Auch ein Lastenfahrrad kann man leihen. So ist ein solcher Umzug nicht nur besonders umweltfreundlich, sondern tut auch dem Konto besonders gut. Allerdings ist der Umzug per Fahrrad nur ratsam, wenn du zum einen innerhalb einer Stadt umziehst und zum anderen nicht zu viel zu transportieren hast. Eine Schrankwand lässt sich mit dem Fahrrad selbstverständlich nicht von A nach B bringen. Der Umzug mit dem Lastenrad kann aber beispielsweise eine Option für den Studentenumzug von einer WG in die andere sein oder von einem möblierten Appartement ins nächste.

Fazit: Ein nachhaltiger Umzug schont im besten Fall nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel (kleinerer Umzugswagen, Überflüssiges verkaufen, Neuanschaffungen gebraucht kaufen, kein Geld für Verpackungsmaterial…). Das einzige was es braucht, ist eine rechtzeitige Planung.

Wohnungsübernahme – wer ist für die Beseitigung von Mängeln zuständig?

Wohnungsübernahme - wer ist für die Beseitigung von Mängeln zuständig?

Der Einzug in die neue Wohnung ist ein besonderer Tag. Falls bei der Wohnungsübergabe jedoch Schäden festgestellt werden, muss dies dem Vermieter unverzüglich mitgeteilt werden. Sofern keine Regelung zur Mängelbeseitigung getroffen wird, ist eine spätere zur Mängelbehebung nicht mehr möglich.

Die Pflicht zur Mangelbeseitigung

Häufig wird bei der Wohnungsbesichtigung nicht auf Mängel geachtet oder kleinere Schäden werden einfach übersehen. Offensichtlich erkennbare Mängel, die erst beim Einzug entdeckt werden, müssen jedoch nicht hingenommen werden. Grundsätzlich ist der Vermieter zur Reparatur verpflichtet, vorausgesetzt, dieser wird umgehend über die Missstände informiert. Falls dies versäumt wird, kann eine Mietminderung dafür nicht mehr durchgesetzt werden. Die einzige Alternative besteht dann darin, die Schäden selbst zu beseitigen oder damit zu leben. Zu den unwesentlichen Mängeln, die beim Einzug leicht selbst behoben werden können, zählen beispielsweise Flecken auf dem Teppichboden, Kratzer auf den Fliesen sowie einzelne gesprungene Boden- oder Wandfliesen. Für die Reparatur wesentlicher Mängel ist immer der Vermieter zuständig, unabhängig davon, ob es sich um feuchte Wände, Risse in den Wänden oder undichte Fenster handelt. Die Pflicht zur Mangelbeseitigung besteht auch dann, wenn diese Schäden erst beim Einzug entdeckt werden. Alte Fenster sind häufig undicht, sodass sich schnell Luftfeuchtigkeit absetzt und das Risiko für Schimmelbildung erhöht. Darüber hinaus ist es in Fensternähe im Winter meist kalt und ungemütlich. Veraltete, schlecht schließende Fenster sind große Energieverschwender, die entscheidend zu einer hohen Heizkostenrechnung beitragen. Es ist deshalb sinnvoll, schon bei der Wohnungsbesichtigung auf den Zustand von Fenstern und Balkontüren zu achten. Beim Rundgang durch die Räume bietet es sich an, das Baujahr der Fenster zu kontrollieren, um daraus Rückschlüsse auf die Qualität der Wärmedämmung zu ziehen.

Wann müssen Fenster erneuert werden?

Eine wesentliche Orientierungsmöglichkeit ist das Typenschild des Fensters, das sich normalerweise auf dem Distanzhalter zwischen den Scheiben oder auf der oberen Seite der Fensterkante befindet. In der Regel ist bei Fenstern mit einem Baujahr vor 1995 nicht damit zu rechnen, dass diese über eine Wärmeschutzverglasung verfügen. Deshalb sollte in solchen Fällen eine Erneuerung der Fenster gefordert werden. Beim Fensteraustausch kommt es auf Energieeffizienz, Wärmedämmung, Sicherheit und Einbruchschutz an. Im Fachhandel wie beim Fensterversand besteht die Möglichkeit, Fenster anhand verschiedener Formen und Öffnungsarten zu konfigurieren. Individuelle Fenster, Balkontüren und Terrassentüren sind auch online erhältlich. Fensterrahmen bestehen meist aus Holz, Aluminium oder Kunststoff. Außerdem gibt es Fenster in verschiedenen Werkstoffkombinationen, beispielsweise mit Holz-Alu-Rahmen. Jedes Rahmenmaterial zeichnet sich durch spezifische Eigenschaften aus. Meist bestehen Holzrahmen aus weichen Nadelhölzern wie Kiefern- und Fichtenholz oder sind aus hartem Eichenholz gefertigt. Als nachwachsender Rohstoff besitzt Holz eine natürliche Wärmedämmung und eine gute Ökobilanz. Da Fensterrahmen aus Holz außenseitig Wind und Wetter ausgesetzt sind, sollten mechanisch vorbehandelte Holzrahmen bevorzugt werden, da diese extrem witterungsbeständig sind. Kunststoffrahmen sind pflege- und wartungsarm und können mit lauwarmem Spülwasser schnell gereinigt werden. Neben herkömmlichen weißen Kunststoffrahmen sind mittlerweile auch farbige und sogar lackierte Kunststoffrahmen erhältlich. Zur Verbesserung der Wärmedämmung besitzen moderne Kunststoffrahmen häufig Luftkammern. Aufgrund dieser speziellen Konstruktion wirken die Rahmen aus Kunststoff jedoch teilweise breiter. Aluminium-Fensterrahmen sind äußerst stabil und langlebig. Alurahmen passen optisch zu jedem Gebäudestil und fügen sich harmonisch in die Fassadenansicht ein.