Ein Umzug nach Hamburg – die Elbmetropole als Heimathafen

Aus welchen Gründen auch immer es dich in die norddeutsche Metropole verschlägt: herzlichen Glückwunsch! Du bist auf dem besten Weg, an einem Ort eine neue Heimat zu finden, den so viele so gerne ihr Zuhause nennen, der Sehnsuchtsort, Lieblingsstadt und Traumziel ist. Jede Menge Wasser, kleine Gässchen und große Nobeleinkaufsmeilen, nette kleine Cafés, zahllose Kneipen, schicke Restaurants, Elbphilharmonie und Schanze, Villenviertel und alternative Szene – Hamburg hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Und wir geben dir die besten Tipps zum Ankommen und Einleben als Sahnehäubchen obendrauf.

Hamburg im Faktencheck

Einwohner: 1,8 Millionen

Bevölkerungsdichte: 2430 Einwohner pro Quadratkilometer

Hamburg besteht aus sieben Bezirken, die sich wiederum in 104 Stadtteile untergliedern.

Der Hamburger Hafen gehört zu den weltgrößten Umschlaghäfen. Zusammen mit dem ebenfalls großen Hamburger Flughafen wird die Stadt an der Elbe so zu einem der wichtigsten Logistikstandorte Europas.

Zurechtfinden

Hamburg beherbergt mit seinen aktuell 1,8 Millionen Einwohnern deutlich weniger Menschen als Berlin. Dennoch ist es flächenmäßig mit seinen gut 755 Quadratkilometern gar nicht viel kleiner als die deutsche Hauptstadt. Hamburg verfügt über 104 Stadtteile, die sich auf die sieben Bezirke Altona, Hamburg Mitte, Wandsbek, Hamburg Nord, Eimsbüttel, Barmbek und Bergedorf verteilen. Hamburg ist damit auf der einen Seite sehr weitläufig. Auf der anderen Seite ist die Stadt an der Elbe so ausgelegt, dass man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln alle zentralen und wichtigen Punkte sehr gut erreicht. Damit wird die Wahl des Wohnbezirks vor allem zur Geschmacksfrage.

Tipp: Obwohl das Verkehrsnetz der Öffentlichen in Hamburg sehr gut ausgebaut ist, sind in der Stadt viele Autos unterwegs. Einen Parkplatz im Innenstadtbereich zu finden ist Glückssache und eine Fahrt durch den Elbtunnel ist gerade zu den Stoßzeiten alles andere als ein Vergnügen. Wir raten dir daher, so oft wie möglich Busse, Bahnen oder das Fahrrad zu nutzen. Das schont nicht nur die Umwelt, du kommst so auch deutlich entspannter ans Ziel!

Bei der Wahl des für dich richtigen Bezirks geht es vor allem um deine Vorlieben und Ansprüche an deinen neuen Wohnort. Wir haben für dich die wichtigsten Infos zu den sieben Bezirken zusammengefasst.

Hamburg Altona

Der Fischmarkt, der Hafen, der Elbstrand – das und noch viel mehr ist Hamburg Altona. Kein Wunder, dass dieser Bezirk besonders gerne von Touristen besucht wird. Altona beginnt in Ottensen, zieht sich an der Elbe entlang bis hin zur Stadtgrenze bei Schleswig-Holstein und geht im Norden über Rissen und Lurup bis zur Altstadt von Altona. Wer in Altona wohnt, sollte es schon etwas trubeliger mögen.

Hamburg Bergedorf

Es grünt so grün… Bergedorf ist für alle gut, die zwar das Stadtleben schätzen, aber sich gleichzeitig nach viel Grün und einer gewissen Weitläufigkeit sehnen. Bergedorf zeichnet sich durch seine hübsche historische Altstadt aus. Auch das Schloss Bergedorf und die Reitbrooker Mühle verleihen dem Bezirk ein geschichtsträchtiges Ambiente. In Bergedorf kannst du gemütlich über Wochenmärkte schlendern oder Ausflüge über die den Stadtkern umgebenden Vier- und Marschlanden, den Elberadweg oder die Wasserwege machen – ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Boot. Bergedorf kannst du auf unterschiedlichstem Weg erkunden. In Bergedorf kannst du übrigens auch wunderbar nach den Sternen greifen – hier befindet sich Hamburgs einzige Sternwarte.

Hamburg Eimsbüttel

Eimsbüttel ist ein zentraler Bezirk Hamburgs an der Außenalster. Es ist einer der beliebtesten Stadtteile – und einer der am dichtesten besiedelten. Das Stadtbild von Eimsbüttel ist durch Altbauten und Grünanlagen geprägt. Zu Eimsbüttel gehört auch das bekannte Schanzenviertel mit seinen Cafés und Bars. Außerdem findet sich hier mit dem Kaifu Bad eine echte Erholungsstätte mitten in der Stadt.

Hamburg Mitte

Der Bezirk mit den meisten Stadtteilen ist Hamburg Mitte. Hier finden sich besonders viele von Hamburgs Sehenswürdigkeiten, der Hafen und viele In-Viertel mit Restaurants, Kneipen, Clubs, Bars und Cafés. Damit ist Hamburg Mitte in jeder Hinsicht das Herzstück der Stadt. Dabei sind die einzelnen zu Mitte gehörenden Stadtteile atmosphärisch sehr unterschiedlich. Es gibt industriell geprägte Gebiete, gut bürgerliche Viertel und szenige Orte.

Wandsbek

Wandsbek ist der bevölkerungsstärkste Bezirk Hamburgs. Wo Wandsbek an Schleswig-Holstein grenzt, finden sich viele Naturschutzgebiete und der Bezirk ist ausgesprochen grün. In die andere Richtung geht es urbaner zu. Eine bekannte Sehenswürdigkeit des Bezirks ist das Schimmelmann-Mausoleum.

Hamburg Nord

Hamburg Nord ist in 13 Stadtteile untergliedert, die zum Teil sehr individuell ausfallen. Im Hamburger Norden befindet sich der große Hamburger Flughafen Helmut Schmidt. Zudem zeichnet sich der Bezirk durch seine zentrale Lage und die guten Verkehrsanbindungen aus. Parks und Grünanlagen sind in großer Zahl vorhanden und von Villenvierteln wie in Eppendorf bis hin zu Bürokomplexen wie in Winterhude hat das Stadtbild des Bezirks viel Unterschiedliches zu bieten.

Harburg

In Hamburg Harburg ist die Technische Universität angesiedelt. Zudem finden sich hier viele namhafte Unternehmen. Im Harburger Hafen kannst du neben großen Schiffen schicke Yachten bewundern. Außerdem kann man hier wunderbar Essen gehen und auch Bars sind im Harburger Hafen in größerer Zahl vorhanden. Jazzfans kommen im Jazzclub Stellwerk auf ihre Kosten. Das Helms-Museum und die Phönix Art Kulturstiftung bieten Kulturfreunden interessante Anlaufstellen.

Besondere Orte in Hamburg

Die Reeperbahn, die Speicherstadt, der Hafen, die Außenalster… Viele Attraktionen der Stadt kennen auch die meisten Neuhamburger zumindest dem Namen nach. Doch wenn du Hamburg zu deiner Heimat machen möchtest, dann werden über kurz oder lang nicht die typischen Touristenattraktion deine Lieblingsorte sein. Und deinen Besuchern möchtest du sicher auch ein paar speziellere Sehenswürdigkeiten als den Hamburger Michel oder die Elbphilharmonie präsentieren.  Darum verraten wir dir ein paar weniger bekannte Plätze der Hafenstadt, Plätze mit Wohlfühlpotential.

Das Falkensteiner Ufer

Gerade in den Sommermonaten ist der Elbstrand mehr als überlaufen. Zum Glück gibt es im Westen der Stadt mit dem Falkensteiner Ufer eine tolle Alternative. Das Falkensteiner Ufer ist ein weitläufiger Sandstrand, der noch eine Besonderheit zu bieten hat: seit Jahrzehnten liegen dort zwei Schiffswracks. Da ist zum einen das Binnenschiff Uwe, das 1975 bei starkem Nebel sank. Ein paar Meter weiter befindet sich das Wrack des finnischen Segelschiffs Polstjernan, das hier bereits seit 1926 liegt und seither als Wellenbrecher dient.

Beim Falkensteiner Ufer findet sich zudem der Römische Garten, der im 19. Jahrhundert von einem reichen Kaufmann angelegt wurde. Vom Ufer musst über 100 Stufen erklimmen, um die schöne Aussicht vom Garten aus auf die Elbe zu genießen.

Apropos Treppen, unweit des Ufers ist auch das Treppenviertel Blankenese mit seinen zauberhaften Gässchen zu erkunden.

Der Ohlsdorfer Friedhof

Ein Friedhof als Wohlfühlort? Aber ja. Du musst ja nicht unbedingt bei Nacht und Nebel die beeindruckenden Grabmäler des Ohlsdorfer Friedhofs aufsuchen. Das Gelände erstreckt sich über 389 Hektar und ist damit die größte Grünanlage der Stadt. Hier kannst du ausgiebige Spaziergänge zischen den Gräbern prominenter Persönlichkeiten wie Inge Meysel oder James Last machen.

Das Johannes-Brahms-Museum und die Peterstraße

In der Peterstraße mit ihren schmucken Fassaden befindet sich das kleine aber feine Johannes-Brahms-Museum in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Das tatsächliche Geburtshaus des Musikers stand ein paar Häuser weiter, wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört – so wie viele weitere Gebäude der Peterstraße. Damit ist die auf Barock getrimmte Straße eigentlich eine Mogelpackung. Denn die meisten der roten Backsteinbauten wurden in den 1960er Jahren nach historischem Vorbild errichtet. Dabei sah die Peterstraße in ihrem Ursprung völlig anders aus, standen dort doch keine großbürgerlichen Prachtbauten, sondern deutlich schlichtere Häuser. Das ändert jedoch nichts an der schönen Atmosphäre der Straße.

Klövensteen

Wer der Stadt entkommen möchte, ist im Naherholungsgebiet Klövensteen gut aufgehoben. Das Waldgebiet erstreckt sich am Rande Schleswig-Holsteins. Hier findest du dichte Wälder, Wildgehege, ein Moorgebiet… Und für Kinder: einen großartigen Waldspielplatz.

Ein Kiosk mit Geschichte

Möchtest du einmal dort ein Bierchen kaufen, wo schon die Beatles Zigaretten holten? In der Talstraße 19 in St. Pauli steht ein unscheinbar wirkender Kiosk mit Geschichte. In den Zeiten, in denen die Beatles im Indra Club auftraten, kauften sich John Lennon und Paul McCartney hier ihre Zigaretten – einzeln.

Die FrauenFreiluftGalerie

Für Kunstliebhaber ist die FrauenFreiluftGalerie ein besonderer Anlaufpunkt. Es handelt sich hierbei um ein Langzeitprojekt, in dessen Rahmen 15 Bilder an historischen Gebäuden und Mauern ausgestellt werden. Das Projekt wurde von mehreren Künstlerinnen ins Leben gerufen. Thematisch geht es um Frauenarbeit, genauer gesagt um den Wandel der Arbeit und Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiterinnen.

Die Mellin-Passage

Die Mellin-Passage ist nicht nur die kleinste, sondern auch die älteste Einkaufspassage der Hansestadt. Sie verbindet die Nobeleinkaufsmeile Neuer Wall mit den Alsterarkaden. Hier lohnt es sich, beim Schaufensterbummel auch einen Blick nach oben zu werfen: Dort findet sich eine aufwendig verzierte Decke.

Ein Eingang in die Abgründe Hamburgs

Wenn du diesen recht unscheinbar wirkenden Eingang kennst, dann kannst du bei deinen ersten Besuchern in deiner neuen Heimatstadt mit echtem Angeberwissen aufwarten und den Eindruck erwecken, dich schon richtig gut auszukennen. An der U-Bahn-Haltestelle Baumwall befindet sich ein Einstiegshäuschen in die Kanalisation der Stadt. Und dieses wurde extra für Kaiser Wilhelm II. errichtet. Ja, der Kaiser hatte sozusagen seinen eigenen Eingang in die Abgründe Hamburgs. Er hatte nämlich ein Faible für Technik und die unterirdischen Kanäle der Hafenstadt faszinierten ihn. So hatte er unterhalb des kleinen Eingangsgebäudes sogar ein eigenes Ankleidezimmer, damit er sich für die Besichtigung der Abwasserkanäle geeignete Kleidung anziehen und anschließend wieder in voller Pracht auf die Straße treten konnte. Besichtigen kann man den Einstieg übrigens leider nur von außen.

Wohnung finden

Eine so rundum großartige Stadt? Da muss doch irgendwo ein Haken sein? Aber ja, wie so oft in beliebten Metropolen findet sich der Haken bei der Wohnungssuche. Die Mieten und die Immobilienpreise in Hamburg kann man kaum noch als günstig bezeichnen. Die gute Nachricht ist: Hamburg ist nicht in der Top Ten der teuersten Städte in Deutschland vertreten, sondern belegt zu Beginn des Jahres 2019 „nur“ den 13. Platz der fragwürdigen Rangliste. Wie in anderen Großstädten auch, ist der Wohnraum zudem knapp bemessen. Und besonders die schönen und günstigen Wohnungen gehen gerne einmal unter der Hand weg. Wenn man nicht aus Hamburg kommt oder dort bereits ein großes Netzwerk hat, ist man ganz klar im Nachteil bei der Wohnungssuche. Bei den Wohnungen, die du über die bekannten Immobilienforen findest, siehst du dich einer großen Konkurrenz gegenüber. Wir raten dir also, möglichst viele Kanäle auszuschöpfen und ruhig unkonventionelle Wege zu gehen, um deine Traumwohnung zu finden. Wir haben hier die sechs wichtigsten Tipps für dich:

Social Media: Nutze deine Social-Media-Kanäle. Wenn du bei Facebook postest, dass du auf Wohnungssuche bist, findest du vielleicht jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der gerade aus seiner superschönen und günstigen Hamburger Altbauwohnung auszieht und noch keinen Nachmieter hat.

Anzeige schalten: Um auch die Menschen aufzuspüren, die sich auch heutzutage noch ungerne in der digitalen Welt bewegen, solltest du eine ganz klassische Zeitungsannonce schalten. Es kann sich auch umgekehrt lohnen, den Anzeigeteil lokaler Zeitungen und Zeitschriften zu durchforsten. Nicht alle Printanzeigen finden sich auch online!

Handzettel aushängen: Bestimmt hast du schon einmal Aushänge an Bäumen, Laternenpfählen, in Supermärkten oder an Ladentüren von Wohnungssuchenden bemerkt. Einen Zettel zu entwerfen und zu verteilen kostet etwas mehr Aufwand, doch auch damit erreichst du Menschen und potentielle Wohnungsvermittler, die du auf anderen Wegen nicht finden würdest. Wenn du deinen Aushang auch noch sympathisch und auffallend gestaltest, erhöhst du umso mehr die Chancen, dass sich jemand meldet.

Hausverwaltungen abtelefonieren: Eine weitere Möglichkeit, um an Wohnraum zu gelangen, ist die Kontaktaufnahme zu verschiedenen Hausverwaltungen. Am besten funktioniert das über einen persönlichen Anruf oder indem du bei der Hausverwaltung direkt vorbei gehst. Wenn du Glück hast, haben sie gerade ein Angebot, das noch nicht über die offiziellen Kanäle verbreitet wurde.

Wohnungsbaugenossenschaften: Wenn du Mitglied in einer Wohnungsbaugenossenschaft wirst, bekommst du die Chance auf preisgünstigen Wohnraum. Der Haken an der Sache ist, dass du zunächst Genossenschaftsanteile erwerben musst, die jedoch in der Regele bei Austritt aus der Genossenschaft verzinst zurückgezahlt werden.

Neue Plattformen nutzen: Inzwischen gibt es Plattformen wie Mietradar, die nicht nur automatisch Angebote aus den bekannten Immobilienplattformen scannen und dir passende Angebote zu dem von dir festgelegten Profil zusenden, sondern auch gleich eine Kontaktanfrage in deinem Namen an die Wohnungsanbieter verschicken.

Auch bei einem Umzug nach Hamburg gehört die Anmeldung an deinem neuen Wohnort zu den ersten Formalitäten, die es zu erledigen gilt. Die Anmeldung muss innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach deinem Umzug stattfinden. Anlaufstelle für die Anmeldung bzw. Ummeldung sind die Hamburger Kundenzentren. Du kannst in einem Kundenzentrum deiner Wahl online einen Termin zur Anmeldung auswählen. Zum Termin musst du die üblichen Unterlagen mitbringen:

  • Personalausweis oder Reisepass aller umzumeldender Personen,
  • den ausgefüllten und unterschriebenen Anmeldevordruck, der ebenfalls online zu finden ist
  • sowie eine ausgefüllte und unterschriebene Wohnungsgeberbestätigung.

Bei der Anmeldung wird zudem eine Bearbeitungsgebühr fällig.

Hinweis: Vergiss nicht, auch deinen PKW oder dein Haustier umzumelden! Auch hier können dir sonst Strafgebühren drohen.

Leute kennenlernen

Neu in der Stadt. Vor allem, wenn man allein und nicht mit Kind und Kegel umzieht, kann man sich schnell einsam in einer neuen Umgebung fühlen. Damit das neue Zuhause auch schnell zur neuen Heimat wird, ist es wichtig zu wissen, wie du in deiner neuen Stadt am besten neue Leute kennenlernst. Relativ einfach ist dies immer durch ein gemeinsames Hobby. Aber was, wenn du nicht der klassische Sportvereinsmensch bist? Wenn du nicht in einem Chor singen möchtest und kein Instrument beherrschst? Zum Glück gibt es da gerade in einer großen Stadt wie Hamburg noch viele weitere Möglichkeiten, um gemeinsam mit anderen Menschen spaßige Dinge zu erleben und ganz nebenbei neue Freunde zu finden. Wie wäre es zum Beispiel, wenn du einem guten alten Stammtisch beitrittst? Bei dem Wort Stammtisch denkst du an Parolen schwingende ältere Herren mit Schmähbauch? Schade, denn viele Hamburger Stammtische sind längst nicht so verstaubt, wie ihr Ruf und eine hervorragende Möglichkeit, Leute kennenzulernen, mit denen dich ein gemeinsames Interesse verbindet. Liebst du zum Beispiel VW-Busse? Dann schau doch einmal beim VW-Bus-Stammtisch vorbei. Du fotografierst gerne? Dann ist der Stammtisch der Hamburger Fotofreaks eine schöne Anlaufstelle. Und selbst Stricklieseln und Häkelliebhaber treffen sich in Hamburg im Rahmen von Stammtischen wie der Eppendorfer Masche. Darüber hinaus gibt es einen Punker-Stammtisch, den Veggi-Stammtisch für Vegetarier und Veganer, das Trekdinner für Science-Fiction-Fans… Du siehst, in Hamburg muss niemand sein Hobby im stillen Kämmerlein ausüben, wenn du das nicht möchtest. Eine Alternative zu Stammtischen sind Buchclubs und Lesezirkel. Diese bieten nicht nur eine schöne Möglichkeit mit anderen über Literatur zu diskutieren und sich über Bücher auszutauschen, sondern auch, Menschen kennen zu lernen. In und um Hamburg gibt es ein breites Angebot an Buchclubs und Literaturzirkeln. Auch über ein Ehrenamt, Sprachkurse, Töpferkurse, Kreativworkshops kannst du wunderbar neue Freundschaften knüpfen.

Du siehst, Hamburg ist eine Stadt mit tausend Möglichkeiten, die mehr zu bieten hat als die Reeperbahn, den Hafen und Schietwetter. Wir wünschen dir jedenfalls eine wunderschöne Zeit in deiner neuen Heimat im Norden!

Elektronik richtig verpackt

Umzug, Elektronik richtig verpackt

Wie du PC, TV und Co. sicher durch den Umzug bringst

Meistens musst du bei einem Umzug nicht nur massive Möbel wie Schränke, Regale und Betten von einer Wohnung in die nächste bringen. Heutzutage haben Haushalte in der Regel mindestens zwei bis drei Elektroartikel, wo sich mancher Umzugsherr und -helfer fragt, wie man die am besten transportieren soll. Ich erkläre dir jetzt, wie du hochwertige Elektroartikel richtig verpackst, damit beim Auspacken kein böses Erwachen folgt.

Es kann sehr viele verschiedene elektronische Geräte in einem Haushalt geben. Deshalb unterteile ich meinen Ratgeber, damit du dir nur die Hinweise durchlesen musst, die dich interessieren. Was allerdings für jedes einzelne Gerät gilt, ist, dass du es vor jeder Form von Feuchtigkeit schützen solltest! Daher solltest du alle zumindest in Folie einwickeln und die Folie mit Klebeband fixieren. Auch wichtig ist das rutschfeste Verstauen der Elektronik im Umzugswagen. Egal wie robust eine Box oder ein Monitor sein mag, ein umfallender Schrank kann erheblichen Schaden anrichten. Auch ist es ratsam, bei allen Geräten sämtliche abziehbaren Kabel und Stecker zu entfernen. Auch Akkus solltest du vor jedem Transport entfernen. Davon abgesehen können die Anforderungen an den Transport so unterschiedlich sein wie die Geräte selbst.

Fernseher/Monitore

Für den Fall, dass du ein Röhrengerät transportieren möchtest, musst du dir relativ wenig Sorgen machen: Diese sind durch Stöße und dergleichen quasi unzerstörbar. Durch starke Gewaltanwendung könntest du die Glaskörper zwar zur Implosion bringen, dafür müsstest du aber wirklich mit roher Gewalt vorgehen oder die Geräte fallen lassen. Du musst nur darauf achten, dass die Geräte keinerlei Kontakt mit irgendeiner Form von Flüssigkeit haben. Wesentlich empfindlicher sind dagegen flache Varianten. Hier muss vor allem der Bildschirm geschützt werden, der im Gegensatz zu Röhrengeräten nicht aus einer massiven Glasröhre besteht, sondern aus wesentlich leichteren, dünneren und empfindlicheren Materialien. Die beste Lösung für einen Transport ist meistens die Originalverpackung, da das Styropor zur Polsterung in der Regel entsprechend der Form der Monitore oder TVs angepasst ist. Wenn du die OVP nicht mehr besitzt, solltest du die Monitore in Luftpolsterfolie einwickeln und einen Karton mit zerknülltem Papier, Kartonstreifen und anderem Dämmmaterial ausstatten. In diesem präparierten Karton kannst du den eingewickelten Monitor vorsichtig transportieren. Du solltest also nichts auf diesem Karton abstellen. Außerdem solltest du pro Karton nicht mehr als einen einzelnen Monitor oder TV transportieren. Du kannst aber die zum Gerät gehörigen Kabel beilegen.

PCs

Heutzutage können PC-Systeme so unterschiedlich sein, wie nie zuvor. Je nachdem, ob du einen kleinen Office-Rechner, ein Gaming-System mit teuren Grafikkarten und Wasserkühlung oder ein Highend-Gerät transportieren möchtest, können die verschiedensten Anforderungen anfallen. Bürorechner sind meistens sehr stabil und stoßrobust, während du bei Gaming-PCs den Besitzer fragen solltest, ob er weiß, welche Teile wie verbaut sind. Gerade bei selbstgebauten Konstruktionen können die seltsamsten Probleme auftreten. Beim Transport von PCs ist es besonders wichtig, sie gut gepolstert und weit weg von statischer Ladung zu transportieren. Deswegen solltest du einen PC nicht mit (beispielsweise) Klamotten im selben Karton umziehen. Den Rechner im Umzugswagen auf den Teppich zu legen, mag für die Polsterung sinnvoll sein, wegen der statischen Ladung durch Reibung riskierst du aber die Zerstörung des Mainboards. Abhängig davon, wie die Grafikkarte im Rechner platziert ist und um welches Modell es sich handelt, kann die Stoßempfindlichkeit des PCs stark variieren. Wer sicher sein will, dass alle Komponenten fachkundig verbaut wurden, sollte sich seinen Rechner stets von einem professionellen Anbieter bestellen. Dann ist beim Transport nur noch auf entsprechende Polsterung, ähnlich der von Monitoren, zu achten. Allerdings kannst du mehrere PCs, die du in Luftpolsterfolie gepackt hast, durchaus im selben Karton transportieren. Denke aber daran, dass solche Kartons schnell sehr schwer werden können.

Laptops/Tablets

Laptops, Tablets und dergleichen sind für Mobilität konzipiert und machen es dir bei einem Umzug entsprechend leicht. Entferne (wenn möglich) den Akku, schütze sie vor Feuchtigkeit und wickle sie in Luftpolsterfolie ein. Du musst für den Transport keinen eigenen Karton benutzen, aber achte darauf, dass die Geräte nicht von anderen Gegenständen in der Kiste beschädigt werden können.

Soundsystem: Verstärker

Audio-Verstärker können von sehr robust bis hochempfindlich aufgebaut sein. Hier musst du dir zwangsläufig das Gerät genau ansehen und/oder dich mit dem Besitzer abstimmen. Die meisten Verstärker sind aber durchaus massiv konstruiert und halten dem ein oder anderen kräftigen Stoß locker stand. Umso empfindlicher reagieren sie auf Feuchtigkeit. Deshalb solltest du sie sorgfältig in Luftpolsterfolie packen und in einem Karton transportieren, in dem nichts nässen kann. Außerdem solltest du bei Verstärkern darauf achten, dass du sie in der Stellung umziehst, in der sie auch stehen sollen. Manche Modelle reagieren sehr empfindlich, wenn man sie auf den Kopf stellt.

Soundsystem: Boxen

Boxen sind verhältnismäßig einfach zu transportieren. Meistens sind sie sehr massiv gebaut und halten auch kräftigere Stöße aus. Du musst nur darauf achten, dass die Lautsprechermembran weder permanent noch kurzfristig während des Umzugs eingedrückt oder beschädigt wird. Gegen äußere Beschädigungen schützt auch hier zuverlässig Luftpolsterfolie.

Großgeräte

Waschmaschinen beim Umzug neu kaufenElektro-Großgeräte wie Kühlschränke oder -truhen, Spül- und Waschmaschinen oder Trockner sind in der Regel überraschend simpel zu transportieren. Mit ihrer Wuchtigkeit geht auch eine erhebliche Resistenz gegen verschiedene äußere Einflüsse einher. Die wichtigsten Schritte, die du dir hier vornehmen solltest sind Einplanen, Ausräumen, Abtauen, Abbauen. Du musst selbstverständlich alle Inhalte aus den Geräten entfernen und sie beim Transport einplanen. Am einfachsten ist es, wenn du große und sperrige Dinge zuerst in die neue Bleibe verbringst. Daran solltest du bereits beim Beladen des Transportfahrzeugs denken. Die größten Herausforderungen beim Umzug mit diesen Geräten sind ihr Gewicht und ihre Größe. Daher sind Umzugshelfer absolut unverzichtbar. Bei Waschmaschinen und Trocknern solltest du außerdem an das Einsetzen der Transportsicherung (meistens 1 bis 4 Bolzen) denken. Diese stellt sicher, dass die Trommel des Geräts sich während des Umzugs nicht ungewollt bewegt.

An dieser Stelle macht es auch Sinn zu überlegen ob wirklich alle Großgeräte mit umziehen sollen. Vielleicht überlegst du ohnehin dir eine neue Waschmaschine zuzulegen? In diesem Fall könntest du deine alte Waschmaschine einfach (gegen Abholung) in Kleinanzeigen anbieten und dann ein neues Gerät für die neue Wohnung bestellen. Den umständlichen Transport hättest du dann bequem vom Tisch.

Kabelmanagement

Wer elektronische Geräte transportiert, muss in der Regel auch die dazugehörigen Kabel mitnehmen. Damit bei einem Umzug nicht unnötiges Chaos entsteht, solltest du dir vorher ein System überlegen, wie du die Kabel übersichtlich und platzsparend transportieren kannst. Sonst frisst der erneute Aufbau der Geräte wegen verhedderter oder verschwundener Kabel möglicherweise unnötig viel Zeit. Um das zu vermeiden, solltest du alle Kabeln direkt nach dem Abziehen ordentlich aufrollen und mit Kabelbinder fixieren. Du kannst sämtliche Kabel, die zu einem bestimmten Gerät gehören, dann entweder beschriften oder in die jeweilige Umzugsverpackung beilegen. So weist du beim Auspacken sofort, welches Kabel wo hingehört.

Endlich Ordnung nach dem Umzug

Ein Umzug bedeutet immer auch einen Neuanfang und ist damit die beste Gelegenheit für dich, alten Ballast abzuwerfen und neue Gewohnheiten zu etablieren. Die schöne neue Wohnung oder gar das langersehnte Eigenheim sind es schließlich wert, in bester Ordnung gehalten zu werden. Wir haben die wichtigsten Tipps für dich, wie du mit dem Umzug Ordnung in deine vier Wände und nicht zuletzt in dein Leben bringst, ganz nach dem Motto: aufgeräumte Wohnung – aufgeräumter Geist.

Marie Kondo und Co erfreuen sich aktuell nicht umsonst einer so großen Beliebtheit. Zum einen ist es ein gutes Gefühl, den Überblick über die Dinge des täglichen Lebens zu haben. Doch die Ordnung in den eigenen vier Wänden hat auch größere Dimensionen. In Zeiten des Klimawandels und eines wachsenden Umweltbewusstseins hat auch die Suche nach einem nachhaltigeren und bewussteren Leben nicht zuletzt etwas mit Ordnung und Überblick, mit einer Bestandsaufnahme des bisherigen Konsums und Konsumverhaltens zu tun. Da du bei einem Umzug ohnehin all deine Habseligkeiten in die Hand nehmen musst, ist dies zugleich die perfekte Gelegenheit, Ordnung in dein Leben zu bringen. Und keine Sorge, wenn es dir nicht liegt, musst du nicht gleich mit all deinen Besitztümern kuscheln, um festzustellen, was du wirklich brauchst, was du am besten verschenkst oder verkaufst oder was endgültig auf den Müll gehört. Wir zeigen dir, wie du im Rahmen deines Umzugs am besten ausmistest und vor allem, wie es dir in deinem neuen Zuhause gelingt, die neue Ordnung auch zu halten.

Vor dem Umzug – ausmisten und entrümpeln ohne Kompromisse

Wenn du nicht gerade sehr spontan umziehen musst, dann ist es hilfreich, wenn du bereits einige Wochen vor dem geplanten Umzug mit dem Ausmisten und Entrümpeln beginnst. Ein Umzug bedeutet ohnehin viel Arbeit. Wenn du dann erst zwei Tage bevor der große Umzugstag gekommen ist, anfängst auszusortieren, wirst du wahrscheinlich eher geneigt sein, Dinge in die Umzugskisten zu packen, die du eigentlich nicht mehr brauchst, einfach, weil es in dem Moment schneller geht und du auch keine Zeit mehr zum Verkaufen oder Verschenken findest.

Plane zum Ausmisten ausreichend Zeit ein.

Und – gehe es zugleich langsam, Schritt für Schritt an. Du solltest nicht an einem Tag in heillosen Aktionismus verfallen. Nimm dir zum Beispiel erst einmal nur den Kleiderschrank vor. Sortiere dann deine Anziehsachen auf vier Stapel: Klamotten, die du mitnehmen willst, Sachen, die du verschenken möchtest, Sachen zum Verkaufen und die Kleidung, die wirklich nur noch in den Müll oder ins Recycling wandern kann (einige Bekleidungsketten nehmen inzwischen alte Kleidung zum Recyceln entgegen). Sind alle Stapel verschwunden, nimmst du dir die nächste Baustelle vor – zum Beispiel das Bücherregal oder die Küchenschränke.

Mit dem Ausmisten Schritt für Schritt wirst du nicht nur überflüssigen Ballast los, du machst auch eine Bestandsaufnahme und weißt anschließend genau, was für Schätze du besitzt und was du eventuell für dein neues Heim doch noch anschaffen musst.

Tipp: Bei Gegenständen, von denen du dir nicht sicher bist, ob du sie mit umziehen möchtest oder nicht, hilft dir folgende Faustregel: Hattest du sie länger als ein Jahr nicht mehr in der Hand – dann weg damit. Denn aller Wahrscheinlichkeit nach wirst du sie auch in den nächsten Jahren nicht brauchen.

Zum Thema Ausmisten empfehle ich dir auch unseren Artikel Entrümpelung beim Umzug.

Hier kannst du Sachen verkaufen oder verschenken:

  • Über diverse Anbieter von Kleinanzeigen online und / oder offline
  • Über Aushänge an schwarzen Brettern (im Supermarkt, der Kita, der Schule…)
  • Im Secondhandläden
  • Im Trödelläden
  • Auf Flohmärkten
  • Bei gemeinnützigen Organisationen

Eine schöne Idee ist auch eine kleine Trödelparty mit Freunden zu veranstalten. Du kannst deine zu verkaufenden oder zu verschenken Schätze in geselliger Runde bei Knabbereien und einem Glas Sekt oder Selters vorführen und anbieten. Oder ihr macht daraus eine Tauschparty. Die zwei Paar schicker Schuhe, für die du doch nie die passende Gelegenheit zum Tragen findest, gegen diesen hübschen Beistelltisch, den deine beste Freundin schon lange loswerden will.

Nach dem Umzug Ordnung halten

Die Umzugskisten sind auf ein überschaubares Maß geschrumpft, weil du nur das eingepackt hast, was du wirklich brauchst? Der Umzug ist geschafft und es geht endlich ans Auspacken? Wunderbar! Jetzt wird es nämlich richtig spannend. Wie du auspackst und deine Sachen in der neuen Wohnung oder dem neuen Haus unterbringst und verstaust, trägt nämlich nicht unerheblich dazu bei, dass du die neue Ordnung auch beibehältst und keinen neuen überflüssigen Kram ansammelst.

Ein fester Platz

Das Wichtigste bei einem funktionierenden Ordnungssystem sind feste Plätze für all deine Habseligkeiten. Bei größeren Gegenständen und Dingen, die du nicht alltäglich im Gebrauch hast, wie Bücher, Aktenordner, Staubsauger und Wischmopp ist es dabei noch relativ einfach, feste Plätze zu schaffen und beizubehalten. Schwieriger und umso wichtiger ist es bei Kleinkram wie Einkaufstüten, Schuhcreme, Kugelschreibern. Dies sind Dinge, die du häufiger benutzt und das auch nicht unbedingt immer an ein und demselben Ort. Da kommt man leicht in die Versuchung, die Sachen nach Gebrauch einfach an Ort und Stelle liegen zu lassen und so wandern sie mal hierhin und mal dorthin und werden nicht gefunden, wenn man sie wirklich braucht. Wenn man dann auch noch mit mehreren Personen zusammenlebt und der eine meint, eine Sache sei an einem anderen Ort viel besser aufgehoben – dann ist erneutes Chaos vorprogrammiert.

Gerade Ordnung in den kleinen Gegenständen des Alltags zu halten ist wichtig, um eine rundum aufgeräumte Wohnung zu haben und vor allem, um den Überblick zu behalten und zu vermeiden, Dinge doppelt und dreifach anzuschaffen.

Um Ordnung in die kleinen Dinge zu bringen, kann es helfen, diese nach Themen zu ordnen, wie in einem gut sortierten Fachgeschäft. Zunächst bildest du gröbere Kategorien wie Büro, Küche, Bad. Bei Gegenständen, bei denen du nicht sicher bist, wo sie am sinnvollsten untergebracht sind, überlege dir, wo du sie meistens benutzt. Brauchst du die Papiertaschentücher meist, wenn du krank im Bett liegst? Such ihnen einen Platz in der Schlafzimmerschublade. Bist du aber selten krank und musst dafür bei romantischen Filmen regelmäßig ein Tränchen verdrücken? Ab mit den Taschentüchern ins Wohnzimmer.

Anschließend unterteilst du die großen Kategorien immer weiter. Zum Beispiel unterteilt du die Kategorie Bad in Pflegeprodukte und Hausapotheke. Die Pflegeprodukte wiederum in eine Kategorie Zahnpflege und eine Kategorie Körperpflege, Körperpflege kannst du dann wiederum in die Kategorien Seifen, Haarwaschmittel und Cremes und Fuß- und Nagelpflege unterteilen usw. Hast du deine kleinsten für dich sinnvoll erscheinenden Einheiten gefunden, dann sortierst du die zugehörigen Gegenstände übersichtlich in entsprechende kleine Schachteln oder Kisten, die du im besten Fall auch noch beschriftest. Die kleinen Schachteln und Kisten kannst du dann griffbereit in Schränken und Schublade verstauen.

Wenn du nicht alleine wohnst, besprich mit den anderen Familienmitgliedern bzw. Wohnpartnern das Ordnungssystem für die gemeinsam genutzten Gegenstände. So weiß jeder, wo er was findet und wohin er es wieder zurückräumen sollte.

Von Krimskramskisten und Treppenkörben

Im Idealfall räumst du, um die neu etablierte Ordnung zu bewahren, natürlich alle Gegenstände sofort nach Gebrauch wieder an ihren angestammten Platz. In der Realität scheitern daran jedoch die meisten. Gerade wer mit Kindern zusammenlebt, kann ein Lied davon singen. Es gibt hier aber ein paar kreative Zwischenlösungen, die dafür sorgen, dass man die Sache mit dem sofort wieder wegräumen nicht zu streng nehmen muss, die Wohnung aber trotzdem immer ordentlich aussieht und das Ordnungssystem mittel- und langfristig bestehen bleibt. Zum Beispiel kannst du eine Krimskramskiste einführen. Die Kinder malen gerade mit den Buntstiften, ihr müsst jetzt aber ganz schnell los? Einfach Stifte Radiergummis und Anspitzer rasch in die Krimskramskiste werfen. Die wird dann einmal die Woche, alle zwei Tage, ganz wie es zu euch passt, ausgeräumt und die hier gesammelten Gegenstände kommen wieder an ihren Platz.

Wenn du über mehrere Etagen wohnst, kann ein Treppenkorb beim Ordnung halten helfen. Du hast auf der unteren Etage etwas gebraucht, was normalerweise in der oberen Etage aufbewahrt wird und gerade keine Zeit oder Lust, hinauf zu laufen, um es wieder wegzuräumen? Solche Dinge kommen in den Treppenkorb und wenn du das nächste Mal nach oben gehst, nimmst du mit, was sich dort angesammelt hat und räumst es weg.

Wir haben übrigens bei uns eine Kruschelschublade eingeführt. Die wird einmal in der Woche ausgemistet und es kommen auch Sachen hinein, die die Kinder liegen gelassen haben oder die unterm Sofa gelandet sind und die beim Saubermachen auftauchen oder. So geht nichts verloren. Im Zweifelsfall findet man den vermissten, ganz besonderen Baustein in der Kruschelschublade.

Jeden Tag ein bisschen

Für wen Treppenkörbe und Krimskramskisten nicht funktionieren, der kann natürlich auch mit anderen Systemen die ersehnte Ordnung bewahren. Das Motto „jeden Tag ein bisschen“ funktioniert für viele im Kampf gegen das Chaos sehr gut. So kannst du beispielsweise jeden Tag zu einer festen Zeit, am besten abends, eine Viertelstunde einplanen, in der du alles aufräumst, was den Tag über liegen geblieben ist. So kommst du schwerlich in die Verlegenheit, eines Tages wieder vor einem Riesenchaos zu stehen. Alternativ kannst du dir auch für einmal in der Woche einen längeren festen Termin zum Aufräumen einplanen.

Wichtig ist, dass das Ordnung halten zu einer festen Gewohnheit wird, nur so ist es langfristig haltbar und wird schließlich ganz selbstverständlich.

In der neuen Wohnung Ordnung zu halten lohnt sich. Denn was gibt es schöneres, als sich abends in einem gemütlich aufgeräumten Wohnzimmer aufs Sofa fallen zu lassen? Und außerdem sind die Kisten garantiert viel schneller gepackt, wenn du das nächste Mal umziehst…

Umzugsknigge – Was ist ein angemessenes Dankeschön für Umzugshelfer?

Wenn du mit einem professionellen Umzugsunternehmen umziehst und dich für einen guten Service erkenntlich zeigen möchtest, kannst du dich an unseren Empfehlungen zum Thema Trinkgeld für Umzugsunternehmen orientieren. Doch wie zeigt man am besten seine Dankbarkeit, wenn der Umzug mit der Hilfe von Freunden und Familie gestemmt wurde? Denn der besten Freundin oder dem Schwiegervater zum Abschied einen Zehner in die Hand drücken, das wäre wohl mehr als unpassend. Zum Glück haben wir für dich die besten Ideen für ein angemessenes Dankeschön für deine fleißigen Umzugshelfer zusammengestellt.

Was du Freunden, Bekannten und Verwandten beim Umzug immer anbieten solltest, ist eine ausreichende Verpflegung. Leckere belegte Brötchen, ein Nudelsalat, Gebäck und vor allem genügend Getränke wie Wasser, Saft, Limo, Kaffee und Tee. Schließlich willst du nicht, dass deine Helfer während des Kistenschleppens aus den Latschen kippen. Eine schöne Snackbar ist zudem eine gute Möglichkeit, deine Helfer immer einmal wieder zu einer Verschnaufpause zu motivieren. Denn du darfst nicht vergessen, es sind keine Profis, die jeden Tag Möbel stemmen und du willst nicht dafür verantwortlich sein, dass deine Helfer die nächsten Tage völlig k.o. sind.

Wer schwer arbeitet, sollte gut essen!

Ist der Umzug geschafft, dann kann ebenfalls ein Essen eine gute Möglichkeit sein, sich zu revanchieren. Das kannst du zum Beispiel gleich damit verbinden, den nächstgelegenen Lieferservice am neuen Wohnort auszutesten und Pizza für alle in die neue Wohnung bestellen. Wer in ein Haus mit Garten umzieht, kann natürlich auch ein paar Würstchen auf den Grill werfen. Diese Aktion solltest du jedoch rechtzeitig vor dem Umzug planen, damit du die Grillutensilien auch griffbereit hast und nicht erst noch im Umzugschaos suchen oder gar erst nach dem Umzug die Kohle kaufen musst.

Wer befürchtet, dass ein Essen direkt nach dem Umzug zu stressig wird oder in eine verfrühte Einweihungsparty ausartet, der kann den Helfern auch eine Einladung für ein paar Tage später aussprechen. Da kann es dann auch etwas schicker zugehen und du führst deine Umzugshelfer in ein schönes Restaurant in deiner neuen Umgebung aus. Oder du bekochst sie in deinem neuen Zuhause.

Zeit schenken

Ein Umzug kann ganz schön teuer werden. Und wer mit Freunden statt mit einem Umzugsunternehmen umzieht, der tut dies oft nicht zuletzt dem Geldbeutel zuliebe. Wenn du also nicht gleich zehn Leute zu Pizza oder Steak einladen willst, dann schenke deinen Freunden Zeit! Das ist nicht nur eine kostengünstige Alternative zur Essenseinladung, es ist auch ein sehr persönliches Dankeschön und nicht zuletzt die Möglichkeit, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Denn Zeit – und ihre Arbeitskraft – das ist letztendlich das, was dir Freunde und Familie durch ihre Hilfe bei deinem Umzug auch dir geschenkt haben. Deiner Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Überlege dir einfach, welche lästige Arbeit du Freunden und Familie abnehmen könntest oder womit du ihnen eine Freude machst. Hier ein paar Ideen:

  • Einer deiner Umzugshelfer hat ein Haus mit großem Garten? Er freut sich bestimmt über einen Gutschein fürs Rasenmähen.
  • Freunde oder Verwandte mit Kindern freuen sich immer über Gutscheine fürs Babysitten.
  • Du bist handwerklich geschickt? Dann kannst du Gutscheine für Reparaturarbeiten verschenken.

Wichtig beim Verschenken von Gutscheinen ist, dass du darauf achtest, dass deine Helfer sie zeitnah einlösen. Andernfalls hat deine nette Geste nicht viel Wert und manch einem Beschenkten ist es vielleicht unangenehm, dich nach längerer Zeit um die Einlösung des Gutscheins zu bitten. Am besten machst du gleich mit dem Überreichen des Gutscheins zwei oder drei Terminvorschläge, von denen sich der Beschenkte den auswählen kann, der ihm am besten passt.

Schöne Kleinigkeiten für Umzugshelfer

Wenn du nach dem Umzug doch noch ein wenig Kleingeld übrig hast, kannst du deinen Helfern auch ein nettes Präsent zukommen lassen. Hier genügt auch wirklich eine kleine Aufmerksamkeit, denn letztendlich ist die Hilfe beim Umzug ein Freundschaftsdienst und wenn du ein zu großes Geschenk zum Dank machst, dann könnte sich der ein oder andere sogar auf den Schlips getreten fühlen.

Schöne kleine Geschenke für fleißige Helfer sind zum Beispiel:

  • Ein besonderer Kaffee aus einer Rösterei oder ein leckerer Tee
  • Eine gute Flasche Wein
  • Eine leckere handgeschöpfte Schokolade oder Pralinen
  • Ein Kinogutschein
  • Ein Gutschein für den Saunabesuch (zum Entspannen nach dem Kistenschleppens)

Für welches Dankeschön du dich auch immer entscheidest, achte darauf, dass es zum Beschenkten passt.