Umzugskosten richtig kalkulieren

Immer wieder treffe ich Menschen, die mit einem Umzug an ihre finanzielle Belastungsgrenze kommen. Viel zu selten wird vor dem eigentlichen Umzug gefragt: „Kann ich mir einen Umzug eigentlich leisten?“ Und viel zu selten macht man sich Gedanken darüber, welche Kosten eigentlich bei einem Umzug entstehen.

Nur wenn man bereits in der Planungsphase des Umzugs weiß, welche Kosten an welchen Stellen entstehen, kann man auch abschätzen, ob ein Umzug überhaupt realisierbar ist und an welchen Stellen man ggf. Kosten reduzieren kann (z.B. weil man eben nicht den Maler zur Renovierung in die neue Wohnung holt, sondern die Arbeiten selbst durchführt).

Dieser Beitrag soll dir einen ersten (hoffentlich ziemlich vollständigen) Überblick darüber geben, welche Kosten bei einem Umzug anfallen, welche Kosten vielleicht vermeidbar sind und welche Treiber es bei den Umzugskosten gibt. Als wichtige Grundlage bei den Recherchen für diesen Artikel habe ich eine tolle Übersicht zum Thema Umzugskosten auf vexcash.de gefunden.

Wovon hängen Umzugskosten im Wesentlichen ab?

Für viele Themen bei der folgenden Betrachtung sich einige Treiber erkennen, die wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Umzugskosten nehmen. Dazu gehören:

  • Die Größe der alten/neuen Wohnung
  • Die Menge der Güter die umgezogenen werden
  • Die Distanz, die bei einem Umzug überwunden werden muss
  • Der Grad an angestrebter Selbstbeteiligung beim Umzug
  • Den „Luxus“ den man sich gönnen möchte (z.B. Neuanschaffungen)

Ganz klar: Wer viele Güter über eine lange Strecke umziehen muss, der muss tendenziell auch eher mit höheren Umzugskosten rechnen. Wer meint einen Umzug in fremde Hände (Umzugsunternehmen, aber auch Handwerker) geben zu wollen, der muss sich diese Leistung natürlich ebenfalls etwas kosten lassen und muss mit höheren Umzugskosten rechnen. Größere Wohnungen machen (was die Renovierung angeht) natürlich mehr Arbeit als kleinere Wohnungen und haben so einen Einfluss auf die entsprechenden Umzugskosten.

Welche Umzugskosten fallen eigentlich an?

Hier mal eine Liste an Kostenpositionen, die es bei einem Umzug auf zu berücksichtigen gilt. Zu vielen Themen gibt’s hier auf umzugsratgeber.de bereits Artikel, die ich euch direkt mitverlinkt habe. Umzugskosten fallen unter Umständen an für …

… Umzugsunternehmen

Wer den kompletten Umzug in fremde Hände geben möchte, der muss mit finanziellen Belastungen rechnen. Ein Komplettumzug per Umzugsunternehmen ist bequem, aber natürlich auch mit Kosten verbunden. Wie hoch diese Kosten sind, das hängt vor allem davon ab, wie viel es über welche Strecke zu transportieren gibt. Größere Wohnungen und größere Fahrtstrecken sind erhebliche Kostentreiber. Wer einen Umzug via Umzugsunternehmen anstrebt, der tut gut daran auf jeden fall ordentlich zu vergleichen. Hol‘ dir verschiedene Angebote vom verschiedenen Dienstleistern ein. Hier gibt’s ein paar weitere Informationen zu dem Thema!

… die Renovierung (alte und neue Wohnung!)

Auch hier stellt sich die Frage: Abgeben oder selber machen? Wer selber renoviert, der hat nur die Materialkosten für Farbe, Spachtelmasse, Streichutensilien, Reinigungsmittel, Tapeten etc. Wer einen Handwerker mit diesen Leistungen beauftragt, der muss zusätzlich die Handwerkerkosten (rechne mal mit 35-55 € die Stunde) mit einkalkulieren.

… Verpackungsmaterialien

Klar, wer mit vielen Dingen umzieht, der hat auch höhere Verpackungskosten. Wer genügsam lebt, der braucht deutlich weniger. Mein Umzugskarton-Rechner hilft dir schon mal zu bestimmen, wie viel Kartons du eigentlich brauchst. Ein Umzugskarton kostet im Baumarkt etwa 1,50 € bis 3 €. Je nach Form, Größe und Stabilität. Bücherkartons sind etwas teurer. Frag doch mal im Freundeskreis nach: Oft haben Freunde oder Bekannte noch Kartons aus früheren Umzügen im Keller stehen, die Sie dir kostenlos zur Verfügung stellen können. Ansonsten helfen diese Tipps um günstig beim Umzug zu verpacken.

… den Transport(er)

Reicht dir ein einfacher Transporter oder brauchst du bereits einen kleinen 7,5 Tonner oder sogar noch mehr für deinen Umzug? Einen einfach Transporter gibt’s schon für ab etwa 100 € zur Miete, der LKW ist etwas teurer. Noch teurer wird’s, wenn du einen Container (z.B. bei Umzügen ins Ausland) brauchst oder wenn du über eine große Strecke umziehst und nicht mit einer LKW-Fuhre hinkommst.
Meine Erfahrung hier: Reserviere rechtzeitig deinen Transporter. Meistens ist es günstiger, wenn man sich rechtzeitig darum kümmert. Denk daran, dass du bei mehr als 3,5 Tonnen unter Umständen einen speziellen Fahrer brauchst, der einen LKW-Führerschein hat. Außerdem müssen hier natürlich nicht nur die Mietkosten für den LKW berücksichtigt werden, sondern auch die Spritkosten.
Wie du einen Low-Budget-Umzug mit dem Transporter aus dem Baumarkt organisierst erfährst du hier.

… Halteverbotszonen vor dem Haus

Haltverbote direkt vor der Haustür machen vieles leichter. Sie kosten aber natürlich auch eine Kleinigkeit. Die Preise sind regional unterschiedlich und liegen bei 20 € bis 70 €. Am besten also, du holst dir kostenlos und unverbindlich ein Angebot ein. Alle wichtigen Infos zum Thema Halteverbotszone gibt’s übrigens in diesem Beitrag.

… Verpflegung am Umzugstag

Viele Hände, schnelles Ende? Stimmt! Aber die Formel geht noch weiter: Viele Hände müssen natürlich auch ordentlich verpflegt werden. Es muss ja kein Luxus sein, aber 5 € bis 10 € pro Helfer solltest du schon einplanen. Gesorgt werden muss für Getränke, ein Mittagsmahl, Frühstück und ggf. eine Abschlussfeier.

Über jeden Helfer, den du am Umzugstag verpflegst solltest du aber froh sein. Es kommt dich natürlich deutlich teurer zu stehen, wenn du externe Helfer für deinen Umzug beauftragst und auch noch deren Arbeitsleistung finanzieren musst…

… zusätzliche Umzugshelfer

Wer nicht über ausreichend fleißige Hände in der Familie oder im Freundeskreis verfügt, der wird nicht Drumherum kommen, sich Gedanken darüber zu machen, ob er nicht einen (oder mehrere) externe Helfer anheuert, die ihm beim Umzug unter die Arme greifen. Die Kosten liegen bei 10 € bis 25 € je Stunde. Zusätzlich solltest du ein kleines Trinkgeld von 5 € bis 15 € je Helfer einplanen.
Hier gibt’s Tipps zu studentischen Umzugshelfern und zum Einsatz von externen Helfern beim Umzug.

… Spezialtransporte (z.B. Klavier)

Manche Sachen kann man einfach nicht selber machen. Hier tut man gut daran seine Umzugskosten zu belasten. Spezialtransporte sind so eine Sache. Wer ein Klavier hat, der sollte darüber nachdenken professionelle Helfer zu bestellen, die den Transport durchführen. Und auch der Einsatz von Hebebühnen und anderen Hilfen sollte man vorab genau kalkulieren.

… den Nachsendeauftrag bei der Post

Im Vergleich zu den Kosten von Spezialtransporten fallen die Kosten für den Nachsendeauftrag eher gering aus. Sie hängen vor allem von der Laufzeit ab, die es braucht um Briefe an die neue Wohnung nachsenden zu lassen und auch davon, ob man nur Briefe nachsenden lassen will oder auch andere Sendungen (z.B. Pakete). Bei Privatpersonen liegen die Kosten für einen Nachsendeauftrag bei etwa 20 € bis 40 €.

… die Ummeldung

Bist du umgezogen, musst du deine neue Adresse auch den staatlichen Einrichtungen (Einwohnermeldeamt, Ummeldung von Auto und Hund, Finanzamt, GEZ,…) bekannt geben und dich offiziell ummelden. Manchmal geht das einfach per Brief oder E-Mail, manchmal wird eine geringe Gebühr von 10 € bis 30 € erhoben. Je nachdem, was du alles umzumelden hast, können sich hier aber auch ein paar Kosten summieren. Siehe auch Artikel: Ummelden beim Umzug. Wann, wie, wo?

… die Mietkaution

Drei Monatsmieten solltest du (in der Regel) für die Mietkaution hinterlegen können. Meine Erfahrung ist oft, dass man von einer kleineren in eine größere Wohnung zieht. Entsprechend reicht die Mietkaution der kleineren Wohnung oft nicht aus um die neue Kaution zu decken. Es gilt hier also eine gewisse Lücke zu decken. Kläre vorzeitig, wie viel finanziellen Bedarf du für die Mietkaution einplanen musst. Du solltest dabei berücksichtigen, dass es unter Umstände eine Weile dauern kann, bis dein alter Vermieter deine Mietkaution zurückzahlt und kannst mal prüfen, welche Alternativen es zur klassischen Barkaution gibt.

… neue Einrichtungsgegenstände

Nicht selten entstehen mit einem Umzug auch Notwendigkeiten zur Anschaffung für neue Einrichtungsgegenstände. Schnell kommt es vor, dass man eine neue Küche braucht und eigentlich hat das alte Sofa auch wirklich ausgedient.

Deswegen solltest du vorab genau planen, was du an Budget reservieren musst um die neue Wohnung einzurichten. Nicht alle Gegenstände müssen sofort angeschafft werden, manche kann man auch Monate nach dem Umzug nachziehen, wenn die Liquidität sich dann wieder etwas verbessert hat.
Überlege zudem bei jeder Anschaffung, ob Sie notwendig ist oder nicht. Manchmal tun’s die alten Sachen dann vielleicht doch noch oder es gibt Alternativen auf dem Second-Hand-Markt.
In jedem Fall solltest du dir genau überlegen, ob eine Finanzierung von Neuanschaffungen für dich in Frage kommt. Ich bin da ja eher skeptisch.

Prüfe, was du dir zurückholen kannst

Unter bestimmten Umständen ist es übrigens möglich, den Staat an deinem Umzug zu beteiligen. Das Zauberwort heißt Umzugskostenpauschale. Du solltest also unbedingt prüfen, ob du nicht ein Anrecht auf staatliche Förderung deines Umzugs hast. Auch als Hartz-4-Empfänger kannst du deinen Umzug übrigens (teilweise) auf Staatskosten durchführen.

Zum Schluss: Habe ich Umzugskosten vergessen, die hier nicht auftauchen?

Habe ich was vergessen? Dann ergänze doch einfach deine Positionen via Kommentar am Ende der Seite oder schick mir kurz eine Mail an info@umzugsratgeber.de, damit ich vergessene Kostenpositionen nachtragen kann.

Ein Umzug nach Bonn – Am Rhein lässt es sich leben

Im ersten Beitrag meiner neuen Artikelserie habe ich mir angesehen, wie es mit der Lebensqualität in Dresden aussieht und ob es sich lohnt in die Stadt zu ziehen. Jetzt möchte ich mir Bonn etwas genauer ansehen. Eine Stadt, die eine bewegte, politische Vergangenheit hat und die mich selber auf Kurztripps und einem tollen „Rhein in Flammen“-Spektakel schon sehr beeindruckt hat.

Wenn der Name Bonn fällt, wird immer noch vor allem daran gedacht, dass die Stadt einmal Bundeshauptstadt war. Tatsächlich findet sich Bonn im Vergleich zu früher wesentlich seltener in der bundesweiten Berichterstattung wieder und ist die nach Einwohnerzahl größte deutsche Stadt, die noch nie in der Fußball Bundesliga vertreten war. Auf den zweiten Blick aber zeigt Bonn seine echten Stärken.

Eine Stadt mit großer Vergangenheit und spannender Zukunft

Die Geschichte Bonns reicht bis in die Zeit zurück, als der Rhein die Grenze zwischen Römischem Reich und Germanien bildete. Später wurde Bonn zur Residenzstadt für die Erzbischöfe von Köln und nach dem Zweiten Weltkrieg zur Hauptstadt von Westdeutschland. Außerdem wurde mit Ludwig van Beethoven ein Komponist in Bonn geboren, der für viele Kenner und Freunde der Klassik der weltweit bedeutendste Meister seines Fachs war und ist. Die Innenstadt ist von dieser wechselvollen Geschichte in hohem Maße baulich geprägt. Gleichzeitig schwelgt die Stadt aber nicht in ihrer Vergangenheit, sondern ist voll in der Gegenwart angekommen. Weiterhin ist die Stadt Sitz einer Vielzahl von Behörden. Allein sechs Bundesministerien haben ihren ersten Sitz weiterhin am Rhein. Hinzu kommen internationale politische Einrichtungen wie etwa die Weltgesundheitsorganisation. Außerdem ist die Stadt ein bedeutender Bildungsstandort mit einer renommierten Universität und beherbergt in wirtschaftlicher Hinsicht mit der Post und der Telekom die Hauptsitze von gleich zwei Unternehmen, die mit zu den größten Arbeitgebern Deutschlands zählen. Auch in Sachen Verkehrsanbindung ist die Stadt sowohl beim Auto- wie beim Schienenverkehr gut aufgestellt und dank der Nähe zum Flughafen Köln-Bonn auch per Flugzeug gut zu erreichen.

Am Rhein lässt es sich leben

Vor allem aber ist Bonn ein guter Ort zum Leben. Die Einkaufsmöglichkeiten in der City sind vielfältig. Breit gefächert ist auch das Angebot in Sachen Gastronomie. Ob exotisch oder bodenständig: In Bonn findet sich immer das passende Lokal. Insofern spricht auch in Sachen privater Infrastruktur viel für einen Umzug an den Rhein. Dessen Durchführung ist dank guter Anbindung an das Autobahnnetz schnell und einfach zu erledigen, wenn mit dem richtigen Partner zusammen gearbeitet wird. Bei der Auflösung des alten Haushalts bleiben dabei so gut wie immer einzelne Stücke zurück, für die es im neuen Zuhause keinen Platz oder keine Verwendung mehr gibt. In diesem Fall wäre eine professionelle Haushaltsauflösung, durchgeführt von einem Bonner Dienstleister, eine geeignete Lösung: Die Mitarbeiter einer auf Entrümpelung spezialisierten Firma können sich um den unnötigen alten Ballast sorgen, sodass man unbeschwert in die neuen vier Wände einziehen kann. In Bezug auf besagte vier Wände stellt sich vor allem die Frage, wo sich diese in Zukunft befinden sollen. Auch in diesem Zusammenhang weist Bonn echte Stärken auf, was die Vielfalt der Wohnmöglichkeiten betrifft. In der Innenstadt ist urbanes Wohnen im modernen Loft möglich. Im Stadtteil Poppelsdorf dominiert dagegen gediegene Eleganz. Außerdem gibt es in den Außenbereichen Orte wie Messdorf, in denen sich Leben wie fast auf dem Land mit einer Anbindung an ein öffentliches Verkehrsnetz in die City verbinden lässt.

Ein attraktives Umfeld

Von besonderem Reiz ist außerdem die Lage von Bonn. Allen Dingen voran ist hier der Rhein zu nennen, an dessen Ufern sich bei schönem Wetter wundervoll Flanieren und Einkehren lässt. Auf der östlichen Rheinseite schließt sich unmittelbar das Siebengebirge an, dessen malerische Hügel und Täler zu langen Spaziergängen und Wanderungen einladen. Von Bonn aus gelangt man außerdem rasch sowohl in das Rheintal als auch in die Eifel. Außerdem lassen sich die Belgien, die Niederlande und Luxemburg gut und schnell erreichen. Insofern ist in Bonn nicht nur innerhalb der Stadt für viel Abwechslung gesorgt, sondern es bietet außerdem im näheren wie auch etwas weiteren Umkreis eine Fülle attraktiver Ziele für Ausflüge.