Nach dem Umzug: Wohnzimmer einrichten – So gelingt es!

Das Herzstück jeder neuen Wohnung ist das Wohnzimmer. Aus diesem Grund wird auch bei der Einrichtung und Gestaltung auf jedes Detail geachtet. Wer umzieht, der hat die große Chance das Wohnzimmer und den Mittelpunkt des täglichen Freizeitlebens komplett neu einzurichten und sich damit eine Wohlfühloase zu schaffen, in der man perfekt vom Alltag abschalten kann. Einige Tipps können dabei helfen, möglichst schnell eine heimelige Atmosphäre in den neuen vier Wänden zu schaffen und die Zeit der Eingewöhnung dadurch zu verkürzen.

Einrichten mit Konzept

Zunächst ist es von Bedeutung, sich Gedanken über die spätere Nutzung des Zimmers zu machen. Je nach Wohnsituation treffen dort mehrere Personen mit unterschiedlichen Interessen aufeinander. Während manche sich vielleicht am dort aufgestellten Klavier erproben möchten, legen andere mehr Wert auf Lesen oder Fernsehen. Eine Familie wird andere Bedürfnisse haben, als ein WG-Haushalt. Sprich daher mit den Leuten, die diesen Raum mit dir teilen. Hol‘ dir Ihre Meinung ein, versuche die Wünsche zu erfassen und beziehe Sie in die Planung des neuen Raums mit ein.

Expertentipp: Ein gut eingerichtetes Wohnzimmer hat immer einen besonderen Mittelpunkt, der optisch und inhaltlich herausragt und um den herum sich der Rest des Zimmers ausrichtet. Dies kann zum Beispiel ein großes Sofa sein, welches die perfekte Sitzgelegenheit präsentiert und stetig zum Verweilen einlädt. Stets sollte auf die Einheitlichkeit der einzelnen Elemente geachtet werden, um sie gezielt aufeinander abzustimmen. Ich persönlich bin ja ein Fan von Allnatura. Die Wohnzimmer bei Allnatura setzen nämlich auf genau dieses Konzept und bieten zugleich ökologische und nachhaltige Ansätze.

Stauraum im Wohnzimmer

Es kann eine echte Wohlfühl-Atmosphäre aufkommen, wenn das Wohnzimmer schon kurze Zeit nach dem Umzug wieder unaufgeräumt und unordentlich wirkt. Häufig ist zu wenig Stauraum die zentrale Ursache, welche zu diesem Problem führt. Nicht zuletzt, weil in vielen Haushalten an anderen Stellen kein Platz ist und das Wohnzimmer somit zwingend auch Lagermöglichkeiten hergeben muss. Ein großer Schrank, oder ein Regal mit mehreren schließbaren Elementen, können die passende Abhilfe schaffen. Darin lassen sich zum Beispiel Bücher, CDs oder alte Schallplatten aufbewahren, die hinter den verschlossenen Türen keinen Eindruck der Unordnung mehr hinterlassen. Ein paar Zeitschriften oder der aktuelle Lieblings-Schmöker findet im Anschluss Platz auf einem kleinen Beistelltisch und ist auf diese Weise stets griffbereit. Medien und andere Gegenstände, die gerade nicht benötigt werden und keinen dekorativen Charakter besitzen, können dagegen mit gutem Gewissen direkt in die Schubladen wandern.

Mein Tipp und ein kleiner Richtwert aus eigenen Erfahrungen: In jedem Wohnzimmer sollten 2-3 Schubladen für „Kleinigkeiten“ vorhanden sein und Schränke mit mindestens 3-4 Schrankböden, an denen sich hinter Türen auch größere Dinge verstecken lassen.

Die farbliche Gestaltung

Wer die passende Einrichtung des Wohnzimmers bereits aus der alten Wohnung mitbringt, kann vor dem eigentlichen Umzug für eine perfekte Atmosphäre im Raum sorgen. Dafür bietet sich die farbliche Gestaltung (hier gibt es 10 gute Tipps zur farblichen Gestaltung des Wohnzimmers) der Wände als wichtige Stellschraube an, die wirklich jeder dazu verwenden kann, um die eigenen Vorstellungen Stück für Stück zu verwirklichen. Entscheidend ist ein einheitliches farbliches Konzept, in das sich besonders die großen Gegenstände und Möbel eingliedern. Vielleicht geben also die vorhandenen Möbel die Richtung vor, in die sich auch die Gestaltung der Wände bewegen sollte. Einige persönliche Details an Wänden und Regalen, oder aber stilvolle Wandbilder im passenden Farbton, runden den Eindruck des Zimmers schließlich ab.

Licht

In meinen Augen gibt es nichts Wichtigeres als ein ordentliches Lichtkonzept. Wenn Räume hell sind, dann wirken Sie freundlich und gemütlich und fast jeder Mensch fühlt sich in hellen Räumen wohler als in dunklen. Achte daher auf ein ordentliches Konzept für die Beleuchtung. Eine schöne Deckenlampe ziert den Raum und spendet Licht, wenn man es braucht. Darum herum sollte es aber auch kleine Beleuchtungselemente (z.B. Deckenfluter oder indirekte Beleuchtungen in Regalen und Schränken) geben, die indirektes Licht spenden und gerade in der kalten Jahreszeit den Raum in eine wohlige Wärme tauchen.

Also: Nutze deinen Umzug, richte dein Wohnzimmer schön ein! Wenn erstmal alles aus den Kisten geräumt ist und die Möbel im Wohnzimmer stehen fasst man das Gestaltungskonzept eh nicht wieder an. Du hast jetzt die Chance dir eine Wohlfühloase in deinen 4 Wänden zu erschaffen! Nutze Sie ;-).

Mietkaution Teil 3: Mein Vermieter will Mietkaution nicht zurückzahlen, was kann ich tun?

Es ist soweit, Dein Umzug steht an. Gedanklich bist Du schon in Deiner neuen Traumwohnung angekommen. Es müssen nur noch schnell die letzten, vielleicht lästigen Formalitäten mit Deinem alten Vermieter abgeklärt werden, dann bist Du weg. Deine Wohnung ist gekündigt, Du hast alles bis zu Deinem Mietende bezahlt, aber Dein Vermieter will Dir die Sicherheitsleistung, meist die hinterlegte Kaution, nicht auszahlen.

Hast Du fristgerecht gekündigt?

Die Kündigungsfristen stehen in Deinem Mietvertrag. Bis zur Frist, also dem Zeitpunkt des Mietendes, ist der Mieter verpflichtet, die vereinbarte Mietzahlung, meist bestehend aus Kaltmiete und Betriebskostenvorauszahlungen, an den Vermieter zu leisten. Du kannst nicht erwarten, dass die Mietzahlungen mit der hinterlegten Kaution für die letzten Monate der Mietzeit verrechnet werden (siehe zur Verrechnung von Kaution und Miete auch diesen Beitrag bei Haufe.de). Dies kannst Du nur im Einzelfall individuell mit Deinem Vermieter verabreden.

Hast Du Deinen Vermieter um einen Rückgabetermin gebeten?

Wenn Du die Wohnung geräumt und Deine Verpflichtungen aus Deinem Mietvertrag, wie Renovierung oder besenreine Säuberung, erfüllt hast, vereinbare einen Termin mit Deinem Vermieter. Geht gemeinsam durch die Wohnung und sprecht offen über den Zustand der Wohnung. Nimm Dir für diesen Termin einen Zeugen mit. Hilfreich ist es, wenn Du bei Deinem Einzug Fotos von der Wohnung gemacht hast, die Du jetzt bei dem Rückgabetermin zurate ziehen kannst. Zum Ende dieses Termins solltet Ihr ein Rückgabeprotokoll aufsetzen und gemeinsam unterschreiben. Wenn keine Arbeiten mehr von Dir zu leisten sind (siehe auch eventuell fällige Schönheitsreparaturen), kannst Du Deinen Wohnungsschlüssel gleich übergeben, damit ist die Wohnung zurückgegeben. Dies ist der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Kautionsrückzahlung. Einfach den Schlüssel in den Briefkasten des Vermieters zu werfen oder ihm Deinen Schlüssel über Dritte bzw. Freunde überreichen zu lassen, ist nicht zielführend. Damit ist die Wohnung nicht abgenommen.

Du hast alles gemacht, trotzdem behält der Vermieter die Kaution ein?

Teile Deinem Vermieter Deine Bankverbindung mit und frage höflich nach, wann er die Kaution auf Dein Konto überweisen wird. Bei einem Wohnungswechsel innerhalb eines Abrechnungszeitraumes für Betriebskosten kann der Vermieter die Kaution bis zur Erstellung der für Dich letzten Betriebskosten- und Nebenkostenabrechnung einbehalten. Um zu vermeiden, dass Du unter Umständen noch Monate auf Dein Geld warten musst, kalkuliere Deine voraussichtliche Nebenkostennachzahlung entsprechend den letzten Abrechnungszeiträumen und schlage Deinem Vermieter vor, dass er Dir den Teilbetrag Deiner Kautionssumme auszahlt, der zur Deckung Deiner voraussichtlichen Nachzahlung nicht erforderlich ist. Hattest Du bei der letzten Betriebskostenabrechnung ein Guthaben, so könntest Du Deinem Vermieter mitteilen, dass er voraussichtlich nach der nächsten Abrechnung noch mehr Geld an Dich auszahlen müsste, wenn er Dir jetzt die Kaution nicht auszahlt. Nach Vertragserfüllung schuldet er sie Dir. Dein Vermieter darf Deine Sicherheitseinlage nicht anderweitig nutzen oder zweckentfremden. Selbst bei einem Verkauf der Immobilie muss er zuerst Dich, seinen Mieter, fragen, ob er die Kaution mit Mietvertragsübergabe an den neuen Eigentümer weitergeben darf.
Ist Deine Mietwohnung während Deiner Mietzeit verkauft worden, so könnte auch dieser Sachverhalt dazu führen, dass Dein jetziger Vermieter Dir die Kaution nicht zurückerstatten kann. Es könnte sein, dass er die Kaution nicht vom Verkäufer erhalten hat. Stelle daher sicher, ob Dein Vermieter oder seine Bankverbindung während Deiner Mietzeit gewechselt haben.

Wie kommst Du zu Deinem Recht?

Eine gute Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Anmietung von Wohnraum ist der Deutsche Mieterbund e.V. Wenn Du bereits Mitglied bist, kannst Du Dir bei dem DMB rechtlichen Rat und Unterstützung einholen. Im Nachhinein ist eine Unterstützung bei schon bestehenden Problemen erst zu erfragen.
Bist Du Dir sicher, dass Dein ehemaliger Vermieter Dir Deine Kaution ungerechtfertigt vorenthält, kannst Du den Gerichtsweg beschreiten. Du kannst als Privatperson einen Mahnbescheid bei einem Mahngericht beantragen. Hierzu gibt es einschlägige Internetseiten, wie http://www.mahnbescheid.de oder http://www.mahngerichte.de. Diese Portale erklären Dir nachvollziehbar, wie Du einen Mahnbescheid erwirken kannst.

Selbstverständlich können auch natürliche Personen Antragsteller bei Mahngerichten sein. Ein unterstützender Rechtsanwalt als Prozessbevollmächtigter ist in erster Instanz nicht erforderlich. Um einen Antrag auf Erstellung eines Mahnbescheides stellen zu können, benötigst Du eine Kennziffer. Diese ist wie eine Auftragsnummer anzusehen und verbindet Dich als Antragsteller mit dem Mahnverfahren. Die Kennziffer wird vom zuständigen Mahngericht auf Deinen Antrag hin erteilt.
Anträge und Anschreiben sollten nur in der auf den Portalen empfohlenen Form und dem gewünschten Format abgesendet werden. So kann eine geknickte Seite des Antrages auf Erteilung eines Mahnbescheides schon zur Ablehnung des Vorganges durch das zuständige Mahngericht führen. Also ist hier neben der Plausibilität und der Wahrhaftigkeit Deines Anspruchs auch auf dessen Form und Format genau zu achten.

Ist dieser Weg über das zuständige Mahngericht erst einmal eingeschlagen, kommen auch Kosten auf den Mieter, den Antragsteller, zu. Die Gebühren zur Erstellung des Mahnbescheides sind vom Antragsteller zu bezahlen und können nicht gestundet werden. Wird der Mahnbescheid erteilt und zugestellt, ist der Schuldner, also Dein säumiger Vermieter, in der Pflicht zur Zahlung. Befriedigt der Schuldner diesen Bescheid nicht und widerspricht ihm auch nicht, so kann nach Ablauf der im Mahnbescheid benannten Frist im zweiten Schritt vor Gericht eine Vollstreckung beantragt werden. Der Vollstreckungstitel über die Kaution mit Mahnkosten und Zinsen ist dann über Jahrzehnte vollstreckbar. Davon liegt jedoch die Kautionssumme bei Auszug auch nicht wieder auf dem Tisch.

Übrigens: Ganz viele juristische Fragen rund um das Thema Mietkaution beantwortet eine Rechtsanwaltskanzlei aus Berlin auch auf dieser Seite.