Checkliste für Deinen Umzug ins Studentenwohnheim

Vielleicht ist ein Umzug ins Studentenwohnheim auch für Dich die richtige Wahl. Denn bezahlbarer Wohnraum ist in vielen Städten so knapp, dass nicht nur Studenten darunter leiden. Im Wohnheim kommst Du meist nicht nur günstig unter, sondern findest gleich auch noch Anschluss. Außerdem bietet das Wohnheim den Vorteil, dass Du keinen eigenen Internet– oder Stromvertrag mit den örtlichen Versorgern abschließen musst, die Du dann später vielleicht nur schwer wieder loswirst. Allerdings musst Du Dich gerade beim zu Verfügung stehenden Platz auf deutliche Einschränkungen gefasst machen. Während Du bei Deinen Eltern vielleicht in einem riesigen Zimmer gewohnt hast, musst Du im Studentenwohnheim wahrscheinlich auf eher beengtem Raum leben, der jedoch entsprechend billig ist, und Dir wohlmöglich sogar eine Küche und gemeinschaftliche Waschräume mit den anderen Studenten teilen. Es hat alles also sein Vor- und Nachteile. Sofern Du Dich allerdings schon für das Leben in einem Studentenwohnheim entscheiden hast, möchte ich Dir heute verraten, wie Du Dich auf diesen Schritt am besten vorbereiten kannst.

Sichere Dir frühzeitig Deinen Platz

Aufgrund des Wohnungsnotstands in vielen deutschen Fachhochschul- und Universitätsstädten geht auch das Gerangel um die Plätze im Studentenwohnheim meist schon früh los. Für Dich bedeutet das, dass Du am besten schon vor Deiner Bewerbung an einer Universität oder Fachhochschule überlegen solltest, ob diese ein Studentenwohnheim zu bieten hat und, ob Du dort wohnen möchtest. Sobald Du dann angenommen wurdest, kannst Du Dich sofort um einen solchen Platz bewerben, ohne unnötig Zeit zu verlieren. Doch auch wenn Du erst einmal keinen Platz im Studentenwohnheim bekommst, solltest Du Die Hoffnung noch nicht aufgeben. Es gibt immer wieder Studenten, die Ihren Platz im Wohnheim doch nicht benötigen und diesen dann inserieren – zum Beispiel im Internet oder am schwarzen Brett der Uni oder Hochschule. Halte die Augen also offen! Alternativ kannst Du Dir mit ein wenig Glück vielleicht auch über das Losverfahren den heiß ersehnten Platz im Wohnheim sichern.

Checkliste, was Du alles ins Studentenwohnheim mitnehmen solltest

Ist Dir Dein Platz erst einmal sicher, dann solltest Du Dich erkundigen, ob Dir Dein Zimmer möbliert oder unmöbliert zur Verfügung gestellt wird. Meist handelt es sich um möblierte Wohnräume, so dass Du größere Möbel nicht selbst mitbringen musst. Um jedoch für mehr Komfort zu sorgen und Dich in Deinem neuen Zuhause so wohl wie möglich zu fühlen, kann es sinnvoll sein, wenn Du Dir einen separaten Matratzen-Topper kaufst. So musst Du nicht unmittelbar auf einer gebrauchten Matratze schlafen. Putzzeug und Desinfektionsmittel sowie Handschuhe dürfen ebenfalls nicht fehlen, damit Du Dein Zimmer erst einmal gründlich selbst von den letzten Spuren Deiner Vorgänger bereinigen kannst, um Dich einfach wohler dort zu fühlen.

Hausschuhe für den Sommer und Winter sind ebenfalls ein Muss, da ich Dir nicht anraten würde, jemals barfuß über den Flur im Wohnheim zu huschen – auch wenn Du vielleicht nur einen Studienkollegen im Nebenzimmer besuchen willst. Vorhänge, Lampen und jede Menge Poster sowie ein paar Kerzen können für einen persönlichen Touch im sonst so sterilen Wohnheim sorgen. Vielleicht stellst Du Dir auch einen kleinen Kühlschrank in Dein Zimmer, um Deine Lebensmittel fernab der Gemeinschaftsküche aufbewahren zu können. Dies hängt jedoch von den örtlichen Gegebenheiten ab. Auch die folgende Liste beinhaltet viele nützliche Dinge, welche Du bei Deinem Umzug ins Wohnheim sicherlich sehr gut gebrauchen kannst:

  • Bettzeug
  • Handtücher
  • Mülleimer
  • Besen
  • Handfeger
  • Staubsauger
  • Geschirr, Töpfe, Kochutensilien und eine komplette Küchenausstattung – abhängig von Deinem Wohnheim
  • Pflaster
  • Reiseapotheke
  • Kopfschmerztabletten
  • Ohrenstöpsel – falls es doch mal laut wird und Du Dich beim Lernen sonst nicht konzentrieren kannst
  • Taschentücher
  • Wasserkocher für Tee, Instant-Kaffee oder Fertigsuppen
  • Toilettenpapier
  • Küchenrolle
  • feuchte Desinfektionstücher
  • Aufbewahrungsdosen
  • Verlängerungsschnur
  • Caddy für Dein Duschzeug, falls es Gemeinschaftsduschen gibt
  • Bademantel
  • Wäschekorb
  • Waschmittel
  • Mikrowelle

Umzug in eine WG – So klappt das Zusammenleben

Das Leben in einer Wohngemeinschaft stellen sich gerade viele junge Menschen sehr spannend vor. Dabei wollen die eigenen WG-Mitbewohner mit Bedacht ausgewählt werden, da es sonst schnell zu Streitigkeiten und persönlichen Problemen untereinander kommt. Sehr ordentliche Menschen und kleine Dreckspätze werden sich in einer WG wohl kaum vertragen, während es Gesundheitsfreaks und Kettenraucher ebenso schwer miteinander haben werden. Manche Wohnungen sind auch einfach nicht WG-geeignet, weil die Zimmer zum Teil zu klein oder als Durchgangszimmer gestaltet sind. Ob Du nun eine WG neu gründen oder in eine bestehende WG ziehen möchtest, ich habe nachfolgend ein paar wichtige Tipps für Dich zusammengestellt, damit das Abenteuer WG für Dich auch wirklich zum vollen Erfolg werden kann!

Zweck- oder Freundschafts-WG

Diese Frage stellt sich sowohl bei einer WG, die Du neu gründest, als auch einer bestehenden Wohngemeinschaft, in die Du schon bald einziehen willst. Bei Zweck-WGs geht es ausschließlich darum, vom günstigen Wohnraum durch die eigenen Mitbewohner profitieren zu können. Während sich alle Mitbewohner vertragen, werden die sozialen Beziehungen zwischen einander also kaum gepflegt. Bei einer Freundschafts-WG ziehst Du hingegen mit Menschen zusammen, mit denen Du gerne mal etwas unternehmen und auch befreundet sein würdest. Vielleicht sind es sogar Deine bisherigen Freunde, mit denen Du eine WG gründen willst. Dann gestaltet sich das WG-Leben zwar familiärer, aber Du lernst Deine Freunde plötzlich vielleicht von einer ganz anderen Seite kennen, die Du wohlmöglich lieber nicht kennengelernt hättest.

Gerade dann, wenn Du mit Freunden zusammenziehen willst, solltet ihr gemeinsam über eure Sorgen und Ängste sowie eure individuellen Gewohnheiten sprechen, um dann entscheiden zu können, ob ihr euch das gemeinsame WG-Leben überhaupt vorstellen könnt. Schließlich soll die Freundschaft nicht darunter leiden. Falls Du hingegen nach einem Zimmer in einer bestehenden WG suchst, solltest Du darauf achten, dass sich Deine und die Vorstellungen Deiner neuen Mitbewohner gleichen. Wenn Du Dir eigentlich eine Freundschaft mit Deinen neuen Mitbewohnern wünschst, diese aber nur auf eine Zweck-WG aus sind, dann kann es schon von Anfang an zu Reibungen kommen. Besser ist es also, wenn Du Deine Hoffnungen und Erwartungen ehrlich ansprichst und Dich eben für eine andere WG entscheidest, wenn es bei der ersten Wohnung einfach nicht passt.

Tipps zum Gründen einer WG

Wenn Du nun eine WG selbst gründen möchtest, solltest Du Dich beim Vermieter erkundigen, inwiefern das möglich ist. Denn nicht immer sind WGs von Seiten des Vermieters gestattet. Außerdem lohnt es sich zu erfragen, inwiefern jeder Mitbewohner seinen eigenen Mietvertrag erhält oder Du den Mietvertrag zum Beispiel allein unterschreibst und Deine Mitbewohner das Geld für die Miete und Nebenkosten dann direkt an Dich überweisen. Du trägst dann natürlich eine größere Verantwortung, da Du für die Miete einstehen musst, selbst wenn Deine Mitbewohner ihren Anteil mal nicht rechtzeitig bezahlen. Während der Wohnungsbesichtigung solltest Du zudem darauf achten, dass die neue Wohnung die folgenden Faktoren erfüllt und damit WG-tauglich ist:

  • alle Zimmer sollten ungefähr die gleiche Größe haben
  • der Grundriss muss WG-tauglich sein (also zum Beispiel keine Durchgangszimmer haben)
  • die Größe und Anzahl der Badezimmer sollte für die Anzahl der Mitbewohner ausreichend sein
  • eine separate Gästetoilette ist wünschenswert
  • ein Dachboden oder Keller ist ebenso wünschenswert
  • dass es eine Küche oder ein separates Wohnzimmer mit ausreichend Platz für das Gemeinschaftsleben gibt

Regeln für das gemeinsame WG-Leben aufstellen

Gerade bei einer Wohngemeinschaft, die keine reine Zweck-WG ist, bei der man sich also nur auf das Nötigste, wie zum Beispiel Ruhezeiten, die Mietzahlungen und einen Putzplan verständigt, solltest Du gemeinsam mit Deinen Mitbewohnern Regeln für das gemeinsame Leben aufstellen. Dabei geht es dann nicht mehr nur um einen Putzplan sondern auch darum,

  • … inwiefern Lebensmittel geteilt werden und es eine gemeinsame Haushaltskasse gibt.
  • … inwiefern es regelmäßig WG-Treffen mit allen Mitbewohnern geben soll.
  • … inwiefern Du Dein Zimmer während eines Auslandsaufenthalts oder in den Semesterferien zwischen- oder untervermieten darfst.
  • … inwiefern das Rauchen wo und wann in der Wohnung erlaubt ist.
  • … inwiefern gemeinsam Möbel fürs Wohnzimmer oder andere Gemeinschaftsräume gekauft werden sollen und was damit passiert, wenn einer der Mitbewohner auszieht. (Müssen die anderen Mitbewohner ihn dann ausbezahlen?)
  • … inwiefern Schlafgäste erlaubt sind und angekündigt werden müssen.
  • … inwiefern ihr gemeinsam eine Waschmaschine, einen Fernseher oder andere Elektrogeräte anschafft.
  • … wie der Auszug eines Mitbewohners zu handhaben ist, wie früh dieser anzukündigen ist, wer sich um einen Nachmieter für das WG-Zimmer kümmert, etc.
  • … was im Fall einer WG-Auflösung mit den gemeinsamen Anschaffungen und der Wohnung an sich passiert.
  • … wie die Telefonkosten unter den Mitbewohnern aufgeteilt werden.
  • … dass jeder Mitbewohner eine eigene Haftpflichtversicherung hat.
  • … bei welchen Änderungen die anderen Mitbewohner ein Mitspracherecht haben.

Gibt es den idealen Mitbewohner überhaupt?

Die Chemie sollte zwischen Dir und Deinen Mitbewohnern natürlich stimmen. Dabei kommt es aber nicht nur darauf an, dass ihr einen guten Draht zueinander habt. Vielmehr ist es so, dass ein guter Mitbewohner auch noch andere Eigenschaften mitbringen sollte, die das WG-Leben deutlich einfacher gestalten können. Wenn Du also nach dem passenden Mitbewohner suchst oder Dich fragst, ob Du gerne mit den Bewohnern einer bestehenden WG zusammenleben willst, dann behalte die folgende Liste einfach im Hinterkopf.

  • der Altersunterschied zwischen den Bewohnern sollte nicht allzu groß sein
  • das Geschlechterverhältnis sollte möglichst ausgeglichen sein – vielleicht möchtest Du aber auch nicht in einer gemischten WG wohnen, was Du entsprechend überlegen solltest
  • ähnliche Party-, Lern- oder Schlafgewohnheiten, damit es zu keinen gegenseitigen Ruhestörungen kommt
  • ähnliche Vorstellungen und Gewohnheiten in Sachen Sauberkeit
  • kompatible Lebensgewohnheiten – Veganer wollen vielleicht nicht unbedingt mit begeisterten Fleischessern zusammenleben
  • ein rücksichtsvoller Umgang miteinander