So findest Du nach einem Umzug schnell neue Freunde

Viele Menschen haben Angst vor einem Umzug. Schließlich lässt man nicht nur die alte Stadt oder den bisherigen Job hinter sich, sondern häufig auch Familie und Freunde. Und so aufregend das neue Zuhause auch sein mag, zu Beginn ist es meist vor allem eines: einsam. Ich verrate Dir deshalb heute, wie Du nach einem Umzug schnell neue Kontakte knüpfen kannst, aus welchen mit der Zeit vielleicht echte Freundschaften werden – damit Du Dich in Deiner neuen Umgebung fix einleben und wohlfühlen kannst.

Halte Kontakt zu Deinen alten Freunden

Dass Du Dich nun auf die Suche nach neuen Freunden begibst, bedeutet andersherum natürlich nicht, dass Du Deine bisherigen Freundschaften aufgeben sollst. Im Gegenteil: Möglichst engen Kontakt zu Deinen bisherigen Freunden zu halten hilft Dir Phasen der Einsamkeit zu überwinden. Rufe am Abend nach einem schwierigen Tag Deine beste Freundin an, fahre am Wochenende Deine Clique besuchen oder lade Deinen Kumpel für eine Woche zu Dir ein. Selbst wenn Ihr nur selten oder lediglich am Telefon sprechen könnt: Deine neuen Erfahrungen, Ängste oder auch Erlebnisse nach dem Umzug mit Freunden zu teilen, stellt eine große Erleichterung dar.

Mein Tipp: Das Internet macht heute vieles einfacher, als es noch vor einigen Jahren war! Mit Diensten wie skype, twitter oder facebook ist es relativ einfach (und vor allem kostenlos) möglich mit alten Freunden in Kontakt zu bleiben und mitzukriegen, was in deren Leben gerade so passiert … Wenn du hier noch kein Konto hast, solltest du zu einem Umzug in eine fremde Stadt unbedingt darüber nachdenken, ob dir diese Dienste nicht helfen können!

Dennoch: Auf Dauer möchtest Du natürlich auch einen zusätzlichen Freundeskreis in Deiner neuen Stadt aufbauen. Aber wie?

In eine WG oder ein Wohnheim ziehen

Wenn Du hinsichtlich der Wahl Deiner Wohnung am neuen Wohnort flexibel bist, sind Wohngemeinschaften oder Wohnheime eine super Möglichkeit, um direkt neue Kontakte zu knüpfen. Gerade bei Studenten sind diese Varianten sehr beliebt (da zudem sehr günstig), doch vor allem in Großstädten bilden sich auch immer mehr Berufstätigen-WGs. Kommt dies für Dich nicht infrage, so kannst Du trotzdem auf die Nachbarschaft achten: Wohnen in Deinem Mehrfamilienhaus oder in der direkten Umgebung eher junge Menschen, Paare, Familien mit Kindern oder Senioren? Suche Dir wenn möglich ein soziales Umfeld, das zu Deinem Alter und Deiner familiären Situation passt.

Eine Einweihungsparty schmeißen

Nach den Strapazen des Umzugs ist es nun erst einmal an der Zeit kräftig zu feiern. Mit einer großen Einweihungsparty sagst Du einerseits Deinen fleißigen Umzugshelfern Danke, kannst die Gelegenheit nutzen, um Deine Familie und alten Freunde einzuladen und kannst andererseits auch direkt neue Kontakte knüpfen. Lade all Deine Bekanntschaften am neuen Wohnort ein und ermutige sie, ihre Freunde oder Partner mitzubringen. Dies können Deine neuen Arbeitskollegen sein, Deine Nachbarn oder Kommilitonen. Je nachdem, wie groß Du feiern möchtest, solltest Du auf den passenden Rahmen achten. Wenn Du nicht so viele und vor allem fremde Menschen in Deiner nagelneuen und privaten Wohnung haben möchtest – was durchaus verständlich ist – organisiere doch vielleicht eine Grillparty im Garten oder im öffentlichen Park um die Ecke.

Mache Dir einen konkreten Plan

Natürlich kannst Du nicht planen, wann Du wen kennenlernen wirst oder mit wem Du befreundet sein möchtest. Im Gegenteil: Versuchst Du zur sehr Dich mit jemandem anzufreunden, wirkt das schnell verzweifelt und schreckt Dein Gegenüber ab. Was Du aber planen kannst, sind konkrete Aktivitäten, bei welchen Du Kontakte knüpfen könntest. Dein größter Feind ist hier meist die Überwindung: Am Abend bist Du vielleicht müde und der Fernseher wirkt so viel verlockender als der Sportverein. Oder im Endeffekt bleibst Du doch lieber für einen gemütlichen Kuschelabend mit dem Freund beziehungsweise Deiner Freundin auf dem Sofa. Doch selbst wenn Du in der neuen Stadt eine/n Partner/in hast: Eine Beziehung kann keine Freundschaften ersetzen. Lege Dir deshalb einen Schlachtplan zurecht, der aus Aktivitäten besteht, die Dir sowohl Spaß machen als auch das Potenzial für neue Kontakte bergen. Du musst natürlich nicht jeden Tag auf der Suche nach Freunden VHS-Kurse oder Fitnessstunden absolvieren, doch peile zumindest zwei bis drei Aktivitäten pro Woche an.

Ideen für Aktivitäten, um Freunde zu finden

Wer für Dich als Freund beziehungsweise Freundin geeignet ist, hängt natürlich stark von Dir selbst, Deinem Alter, Deinen Hobbys und Deinem Charakter ab. Und davon abhängig ist wiederum, wo Du diese zu Dir passenden Menschen finden könntest. Achte daher bei der Auswahl Deiner Aktivitäten ein wenig auf den „Typ Mensch“, auf welchen Du hier wahrscheinlich treffen wirst. Hierzu ein kleines Beispiel: Als 25-Jährige Berufseinsteigerin bist Du im Karatekurs voraussichtlich fast nur von Männern umgeben und im Häkelkurs von Frauen, die deutlich älter sind als Du. Als Mann um die 40 wiederum, findest Du potenzielle Freunde eher beim Fußballtraining als in der Teenie-Disco um die Ecke. Ich habe nun ein paar Ideen für Dich gesammelt, wo Du in einer neuen Stadt nach dem Umzug Freunde finden könntest. Wähle doch passende Aktivitäten für Dich aus oder lass Dich inspirieren und finde Deine eigenen Interessen:

  • Hast Du Hunde oder ein Pferd? Dann besuche einen entsprechenden Kurs, eine Hundeschule, ein Westernturnier o.ä., wo Du Menschen mit denselben Interessen kennenlernen könntest.
  • Kinder sind die wohl einfachste Art, schnell neue Freunde zu finden. Engagiere Dich als Elternbeirat in der Schule Deines Sohnes, besuche mit Deiner Tochter eine Krabbelgruppe oder belege während der Schwangerschaft spezielle Schwangerenkurse, zum Beispiel Yoga oder einen Schwimmkurs. Verabrede Dich dann auch außerhalb mit den Eltern auf einen Kaffee, während die Kinder miteinander spielen können.
  • Berufliche und soziale Netzwerke im Internet bieten zahlreiche Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen. Leider tummeln sich hier aber auch viele schwarze Schafe.
  • Verbanne Deine Fitnessgeräte aus dem Wohnzimmer und trete lieber einem Sportverein, dem VHS-Sportkurs oder einem Fitnessstudio bei.
  • Apropos VHS-Kurs: Auch in Sprachkursen, Gitarrenkursen, Tanzkursen uvm. in der VHS oder einer ähnlichen Institution kannst Du schnell neue Freunde finden.
  • Du spielst ein Instrument oder singst gerne? Vielleicht wären dann ein Chor oder Orchester die richtige Wahl für Dich?
  • Engagiere Dich ehrenamtlich in einem Bereich Deiner Wahl. Dies kann im Tierschutzverein sein, bei der Altenpflege oder in der Kirche.
  • Spielt der Glauben eine Rolle in Deinem Leben? Gerade die Kirche oder andere Glaubensgemeinschaften bieten Dir nämlich zahlreiche Möglichkeiten, Dich einzubringen und neue Kontakte zu knüpfen.
  • Du bist eher in der Politik bewandert? Dann wäre es jetzt an der Zeit einmal über den Eintritt in eine Partei nachzudenken.
  • Weiter- und Fortbildungen bringen Dich übrigens nicht nur beruflich voran, sondern können auch tolle private Kontakte bereithalten.
  • Zwar möchten viele Menschen den Kontakt mit den Kollegen auf der Arbeit bewusst professionell halten, gegen einen Plausch beim Kaffee oder die Teilnahme an der Weihnachtsfeier spricht aber trotzdem nichts.

Das richtige Auftreten führt zum Erfolg

Wofür auch immer Du Dich schlussendlich entscheidest: Erfolgreich Freunde finden wirst Du nur mit dem richtigen Auftreten. So fällt es manchen Menschen scheinbar spielend leicht, sich schnell ein neues soziales Umfeld zu erschaffen, während andere auch nach vielen Jahren noch unter der Einsamkeit leiden. Gehörst Du zu dem Typ Mensch, der eher introvertiert ist und dem es schwerfällt, offen auf andere zuzugehen? Dann hast Du eine echte Herausforderung vor Dir. Doch jede Herausforderung ist schließlich auch eine Chance. Versuche doch einfach einmal freundlich, lächelnd und offen auf Menschen zuzugehen. Suche ein passendes Gesprächsthema und beginne einfach mit etwas Smalltalk. Wenn Ihr Euch gerade beim Fußballspiel, im Kochkurs oder bei der IT-Weiterbildung befindet, habt Ihr ja bereits ein Thema gefunden, das Euch beide interessiert. Erwähne zudem bei jeder Gelegenheit, dass Du neu in der Stadt bist. Viele Menschen bieten sich dann automatisch als Stadtführer an oder laden Dich zur dienstäglichen Skat-Runde mit den Kumpels ein. Sei also offen für Neues: Jemand lädt Dich in die Kletterhalle ein? Super, dann ist es jetzt an der Zeit das einmal auszuprobieren!

Auch wenn nicht jeder Kontakt zu einer engen Freundschaft wird: Jeder Mensch befindet sich in einem Netzwerk. Und auch wenn dieser erste Kontakt nicht zur neuen besten Freundin taugt, so vielleicht die Schwester, Schwägerin oder Cousine. Nimm deshalb jede Gelegenheit wahr, in neue „Netzwerke“ aufgenommen zu werden. Ich jedenfalls wünsche Dir viel Erfolg und zahlreiche neue Freundschaften.

Mietkaution Teil 2: Alternativen zur klassischen Barkaution

Im ersten Teil der Artikelserie „Mietkaution“ hast Du bereits erfahren, was eine Mietkaution ist, welchem Zweck sie dient, wie hoch sie sein darf und wann Du sie zurückfordern kannst. Doch wusstest Du, dass es nicht unbedingt die klassische Barkaution sein muss? Immer mehr Menschen greifen aus den unterschiedlichsten Gründen zu einer der vielen möglichen Alternativen.

Es muss nicht immer die Barkaution sein

Viele Mieter können sich beim Einzug keine Barkaution leisten oder wünschen sich lieber eine Alternative, um ihr Geld selbst anlegen zu können oder schlichtweg beim Auszug keine Probleme mit der zurückgehaltenen Mietkaution durch den Vermieter zu riskieren. Diesen Wunsch haben natürlich bereits viele Anbieter auf dem Markt erkannt und individuelle Alternativen zur klassischen Barkaution geschaffen:

  • Das verpfändete Mietkautionskonto: Es besteht die Möglichkeit, dass Du als Mieter selbst ein Kautionskonto anlegst, zum Beispiel in Form eines Sparbuchs. Dieses verpfändest Du dann an den Vermieter. Bedenke aber unbedingt einen Sperrvermerk zu Deinen Gunsten auszuführen, um einen unberechtigten Zugriff des Vermieters verhindern zu können.
    Die Mietkautionsversicherung: Einige Versicherer bieten mittlerweile eine Mietkautionsversicherung gegen einen geringen Jahresbeitrag an, der prozentual von der Kautionshöhe abhängig ist.
    Die Bankbürgschaft: Auch viele Banken bieten eine entsprechende Bürgschaft an. Diese Bankbürgschaft wird auch Bankaval genannt. Allerdings sind in letzter Zeit immer mehr Banken wieder von diesem Angebot abgerückt oder haben es durch Sonderkosten stark verteuert.
    Die private Bürgschaft: Auch eine private Bürgschaft wird immer häufiger anstelle der Kautionszahlung akzeptiert. So können zum Beispiel Eltern für ihr Kind bürgen oder ein Ehepartner für den anderen.

Wie funktioniert die Mietkautionsbürgschaft?

Wenn Du Dich anstelle der Barkaution für eine Bürgschaft entschieden hast, stehen Dir zwei Möglichkeiten offen: Du findest einen privaten Bürgen oder Du schließt eine Mietkautionsversicherung ab. Private Bürgschaften sind dabei in der Regel kostenlos für Dich, je nach Vertrag, den Du mit dem Bürgen aufsetzt, werden dafür aber nicht von allen Vermietern akzeptiert. Die Mietkautionsversicherung hingegen, kostet Dich in der Regel eine jährliche Gebühr, die Du im Gegensatz zur Barkaution nicht wieder zurück erhältst. Die Höhe der Kosten richtet sich dabei nach dem Anbieter sowie der Höhe Deiner Kaution, also der Versicherungssumme.

Welche Vorteile hat die Mietkautionsversicherung?

  • keine finanzielle Doppelbelastung beim Umzug, wenn Du bereits die Kaution für die neue Wohnung bezahlen musst, bevor Deine Mietkaution für die vorherige Wohnung ausgezahlt wurde
  • in der Regel keine festen Vertragslaufzeiten
  • tagesaktuelle Abrechnung
  • kein unberechtigter Zugriff des Vermieters auf die Kaution
  • keine Wartezeiten
  • die Kaution ist vor einer Insolvenz des Vermieters geschützt
  • keine Minderung Deiner Kreditlinie, wie häufig bei Bankbürgschaften der Fall

Viele Mieter ziehen die Mietkautionsversicherung der Barkaution vor, aus dem Hauptgrund des Schutzes der Kaution vor einem unberechtigten Zugriff durch den Vermieter. Allerdings ist eine solche Versicherung natürlich nicht kostenlos. Die Anbieter argumentieren aber wie folgt:

Bei einer Barkaution machst Du Verluste, weil die Inflation die derzeit geringen Zinsen übersteigt. Bei einer Kautionsbürgschaft bleibt hingegen der volle Betrag erhalten und Du kannst Dein Geld derweil zu besseren Bedingungen anlegen. Dadurch gleichen sich die Gebühren für die Mietkautionsversicherung automatisch aus.

Wie kommst Du an die Mietkautionsversicherung?

Mittlerweile gibt es zahlreiche verschiedene Anbieter für eine Mietkautionsversicherung. Fündig wirst Du sowohl bei klassischen Versicherern, wie der R+V, als auch bei spezialisierten Anbietern. Gib am besten einfach einmal „Mietkautionsversicherung“ bei Google ein und schon werden Dir zahlreiche entsprechende Angebote aufgelistet. Bei vielen steht Dir eine simple Onlinebeantragung zur Verfügung und nach einer kurzen Prüfung Deiner Bonität kannst Du schon die Bürgschaftszusage ausdrucken. Wie immer im Internet jedoch, tummeln sich auch hier leider zahlreiche unseriöse Anbieter. Informiere Dich daher gründlich im Voraus in Testberichten und Foren über einen Mietkautionsversicherer und vergleiche die jeweiligen Preise.

Muss der Vermieter die Mietkautionsversicherung akzeptieren?

Nein, ebenso wie die Kautionszahlung für Dich ein freiwilliges Zugeständnis ist, muss auch der Vermieter die Mietkautionsversicherung nicht akzeptieren. Die Höhe und Art der Kaution sind deshalb wichtige Verhandlungspunkte vor der Unterzeichnung Deines Mietvertrages. Prinzipiell hat die Erfahrung gezeigt:

  • namhafte Versicherer, wie die R+V, werden eher akzeptiert als unbekannte Anbieter
  • viele Vermieter haben keine prinzipielle Abneigung gegen eine Mietkautionsversicherung
  • das Problem liegt häufig schlichtweg in der Unsicherheit des Vermieters
  • viele Versicherungen bieten deshalb einen kostenlosen Rückrufservice an, bei welchem der Vermieter kontaktiert wird, um alle Fragen zu beantworten

Wenn Du die Mietkautionsversicherung anstelle der Barkaution wünschst, sprich so früh wie möglich mit Deinem Vermieter darüber. Gestehe ihm zudem Bedenkzeit zu, sodass er sich ausreichend über das Modell informieren kann. So oder so: Barkaution und Mietkautionsversicherung bedeuten finanzielle Verluste und die Mietkaution ist und bleibt ein ungeliebter und nicht zu unterschätzender Kostenfaktor bei Deinem Umzug.

Mietkaution Teil 1: Höhe, Regeln und Rechte

Bei dem Umzug in eine Mietwohnung fordert der Vermieter in der Regel die Hinterlegung einer Mietkaution. Je nach Höhe der Miete, sind das hunderte oder gar mehrere tausend Euro. Für viele Mieter ist die Kaution daher einer der größten Kostenfaktoren bei einem Umzug. Nicht jeder kann sich so eine üppige Mietkaution leisten und wenn doch, so gibst Du bestimmt nicht gerne so viel Geld aus der Hand, ohne zu wissen was schlussendlich damit passiert. Ich erkläre Dir deshalb heute im ersten Artikel zur Mietkaution, wofür diese ist, welche Regeln der Vermieter zu beachten hat und welche Deine Rechte als Mieter sind.

Wofür ist eigentlich so eine Mietkaution?

Die Mietkaution stellt für den Vermieter eine finanzielle Sicherheit dar. Solltest Du irgendwann einfach Deine Miete nicht mehr bezahlen, beim Auszug Nebenkostenschulden hinterlassen oder die Wohnung in einem renovierungsbedürftigen Zustand zurückgeben, kann der Vermieter diese Unkosten durch die Mietkaution auffangen.

Musst Du zwingend eine Mietkaution hinterlegen?

Nein! Prinzipiell handelt es sich bei der Mietkaution um eine freiwillige Leistung. Als Mieter bist Du nicht dazu verpflichtet, allerdings steht es dem Vermieter dann natürlich frei, die Wohnung an einen anderen Mieter zu vergeben. In der Regel hast Du daher keine große Wahl, wenn es um die Hinterlegung der Mietkaution geht. Zudem verlangt heutzutage beinahe jeder Vermieter eine Kaution. Sinn macht es da eher, über die Höhe oder Art der Kaution zu verhandeln. Welche Alternativen es zur Mietkaution gibt, erfährst Du im zweiten Artikel dieser Reihe.

Ist die Höhe der Kaution gesetzlich geregelt?

Hinsichtlich der Höhe der Mietkaution gibt es keine festgesetzte Regel. Was es jedoch gibt, ist die Obergrenze von drei Nettokaltmieten. Das bedeutet, Dein Vermieter darf für die Mietkaution jeden Betrag zwischen null Euro und drei Nettokaltmieten verlangen. Darunter zu verstehen ist lediglich die im Mietvertrag festgehaltene Kaltmiete für Deine angemieteten Wohnräume, exklusive Neben- oder Sonderkosten. Bei Verträgen mit reiner Angabe der Warmmiete, muss der „warme“ Kostenanteil geschätzt und herausgerechnet werden. Hast Du zu viel bezahlt, kannst Du den Restbetrag zurückverlangen. Steigen im Laufe der Jahre, in welchen Du die Mietwohnung nutzt, die Mietpreise, musst Du Deine Kaution nicht erhöhen. Es gilt die Nettokaltmiete zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung.

Ist eine Ratenzahlung möglich?

Drei Monatskaltmieten? Die hat man nicht immer gleich zur Hand und das ist auch absolut nicht ungewöhnlich. Du hast deshalb gemäß §551 Abs. 2 BGB das Recht, die Mietkaution in drei gleichen Monatsteilbeträgen zu entrichten. Bespreche dies im Voraus mit Deinem Vermieter und sorge dafür, dass eine entsprechende Klausel im Mietvertrag festgehalten ist.

Wird die Mietkaution zurückgezahlt?

Als reine Kautionszahlung muss Dir der Vermieter beim Auszug die Mietkaution natürlich zurückzahlen. Hierfür hat er bis zu sechs Monate Zeit, um noch eventuell ausstehende Nebenkostenabrechnungen abzuwarten oder Forderungen aus Schäden einzureichen. Findet die Betriebskostenabrechnung nur einmal jährlich durch den Versorger statt, so hat der Vermieter eine Frist von sogar zwölf Monaten für die Rückzahlung. Allerdings darf er dann nicht die volle Kaution einbehalten, sondern lediglich einen geschätzten Anteil für die noch ausstehenden Kosten. Wenn Du, um dies zu vermeiden, einfach die letzten Monate vor der Kündigung keine Miete mehr zahlst, verletzt Du übrigens Deine Vertragspflichten und musst im schlimmsten Fall mit einer Klage rechnen. Andersherum steht Dir aber auch der Klageweg offen, wenn der Vermieter die Kaution zu lange, als zu hohen Betrag oder schlichtweg ohne Berechtigung einbehält.

Wann darf der Vermieter die Mietkaution einbehalten?

Viele Mieter haben Angst davor, dass der Vermieter nach ihrem Auszug einfach die ganze oder einen Teil der Mietkaution einbehält, ohne ausreichende Gründe. Merke Dir deshalb: Der Vermieter darf die Kaution auch über die Fristen hinaus nur dann ganz beziehungsweise anteilig einbehalten, wenn

  • Du Mietschulden bei ihm hast.
  • noch Zahlungen für Betriebskosten, Nebenkosten oder sonstige Schulden beim Vermieter ausstehen.
  • dem Vermieter Schadensersatz, Nutzungsausfallentschädigungen oder Prozesskostenerstattungsansprüche zustehen.
  • Du Schäden an der Wohnung verursacht hast.

Gerade der letzte Fall führt aber häufig zu Streit. Welche Schäden sind als normale Abnutzungen anzusehen? Für welche bist Du überhaupt verantwortlich? Deshalb ist es ungemein wichtig, dass Du beim Einzug ein Übergabeprotokoll erstellst und jeden Schaden Deines Vormieters unverzüglich meldest. Zudem solltest Du die Klausel im Mietvertrag zu den Schönheitsreparaturen unbedingt genauestens lesen. Hier ist geregelt, welche Pflichten Du beim Auszug hast, welche Schäden beseitigt werden müssen und welche Renovierungsarbeiten Du zu leisten hast. Alle wichtigen Informationen hierzu findest Du im Artikel „Schönheitsreparaturen – Was ist beim Auszug Pflicht?“.

Ist der Vermieter im Recht und findet Schäden, für deren Beseitigung Du verantwortlich bist, so muss er Dir erst einmal eine angemessene Frist für die Nachbesserung einräumen. Nur wenn Du dieser nicht nachkommst, kann er Deine Mietkaution dafür aufwenden, den Schaden professionell beheben zu lassen. Einbehalten darf er aber auch dann nur den geschätzten Anteil der Mietkaution, zum Beispiel anhand eines Kostenvoranschlages von einem Handwerker. Nach sechs Monaten ist die Frist für eine Nachbesserung verjährt. Hat der Vermieter also sechs Monate nach der Schlüsselübergabe noch keine Schäden beanstandet, musst Du diese auch nicht mehr beseitigen und er darf die Kaution nicht verrechnen.

Was, wenn die Mietkaution unrechtmäßig einbehalten wird?

Leider tritt genau der Grund, aus welchem viele Mieter die Hinterlegung einer Kaution fürchten, relativ häufig ein: Der Vermieter behält unter einem unberechtigten Vorwand die Mietkaution oder einen Teil davon ein. In diesem Fall musst Du die Rückzahlung der Kaution schriftlich und mit einer festgesetzten Frist zurückfordern. Stelle die Forderung am besten per Einschreiben zu, damit Du ihren Eingang beim Vermieter später vor Gericht nachweisen kannst. Reagiert der Vermieter darauf nicht, kannst Du ihm einen Mahnbescheid zustellen. Führt dies immer noch nicht zum Erfolg, bleibt Dir leider nur noch der Weg zum Anwalt. Wähle unbedingt einen Fachanwalt für Mietrecht.

Was passiert eigentlich mit der Kaution währen der Mietdauer?

Du weißt nun, wann Du die Mietkaution zu zahlen hast und wann Du sie zurückfordern kannst. Doch was passiert eigentlich in den Monaten, Jahren oder Jahrzehnten zwischen Ein- und Auszug mit der Mietkaution? Solltest Du fünf, zehn oder zwanzig Jahre in der Mietwohnung leben, ergibt sich dadurch doch ein finanzieller Nachteil für Dich, oder? Tatsächlich ist der Vermieter in der Pflicht, ein entsprechendes Mietkautionskonto zu eröffnen. Er darf die Mietkaution also nicht einfach auf sein privates Konto überweisen und sich an den Zinsen bereichern. Er kann entweder von dem Mieter verlangen, selbst ein solches Konto zu eröffnen, oder dies selbst übernehmen und muss dem Mieter dann einen entsprechenden Nachweis erbringen. Das Guthaben, also die Mietkaution, muss auf dem Konto zudem in „üblicher“ Höhe verzinst werden. Diese Zinsen werden Dir beim Auszug ebenfalls ausgezahlt. Vernachlässigt der Vermieter diese Pflicht, macht er sich der Veruntreuung strafbar. Dennoch: Bei derzeit üblichen Zinssätzen von unter einem Prozent und einer Inflationsrate von rund zwei Prozent machst Du auf Dauer Verlust. Hättest Du das Geld zur Verfügung, könntest Du es eventuell zu besseren Zinsen oder in einer lukrativeren Anlageform vermehren.

Es lohnt sich also durchaus einmal über eine Alternative zur Mietkaution nachzudenken. Allerdings sind diese in der Regel auch nicht kostenlos, manchmal sogar auf lange Sicht deutlich teurer. Aber mehr dazu erfährst Du im zweiten Teil der Artikelserie „Mietkaution“.

Maklerprovision – Gesetze, Höhe und Bestellerprinzip

Die Maklerprovisionen standen lange Zeit in der Kritik. Vor allem in Ballungsgebieten mit Wohnungsknappheit haben Vermieter kurzerhand einen teuren Makler beauftragt und dessen Kosten anschließend auf den Mieter abgewälzt. Nun hat die Politik endlich gehandelt und im Jahr 2015 das sogenannte Bestellerprinzip eingeführt. Was das bedeutet, wann Du eine Provision zahlen musst und wie hoch diese ist, habe ich Dir im Folgenden zusammengetragen.

Was ist eigentlich eine Maklerprovision?

Die Maklerprovision, auch nur Provision oder Courtage genannt, ist eine Art von Erfolgshonorar für den Makler. Das bedeutet, dass Du ihm die Provision dann zukommen lässt, wenn er eine Wohnung oder das Haus erfolgreich vermittelt hat. Bleibt er hingegen erfolglos, steht ihm auch keine Provision zu. Sie könnte daher auch als Erfolgsbeteiligung bezeichnet werden.

Das neue „Bestellerprinzip“

Bislang allerdings, haben viele Vermieter Makler beauftragt und die Kosten an den jeweiligen Mieter abgewälzt. Wer die Provision nicht gezahlt hat, bekam keinen Zuschlag. Wie Du allerdings in den folgenden Absätzen sehen wirst, sind Maklerprovisionen alles andere als ein Schnäppchen und im Gegensatz zur Kaution erhältst Du das Geld nicht mehr zurück. Diese Art der Bezahlung wurde daher lange Zeit als unfair kritisiert. Im Jahr 2015 hat die Politik endlich gehandelt und das sogenannte Bestellerprinzip eingeführt. Dieses regelt, dass nun stets der „Besteller“ des Maklers auch die Provision zu zahlen hat, also der Auftraggeber. Beauftragt also ein Vermieter einen Makler, muss er diesen auch selbst bezahlen und kann die Kosten nicht mehr auf den Mieter abwälzen. So zumindest auf dem Papier.

Folgen des Bestellerprinzips

In der Praxis haben viele Vermieter nämlich bereits neue Wege gefunden, um das Bestellerprinzip zu umgehen. Gerade in Ballungsräumen und Großstädten mit immensem Wohnungsmangel suchen die Mieter häufig so verzweifelt nach Wohnraum, dass sie auch fragwürdige Regelungen zur Maklerprovision akzeptieren, zum Beispiel:

  • Zwang zum rückwirkenden Vertrag mit dem Makler
  • Reservierungsbestätigungen
  • Servicegebühren
  • Besichtigungsgebühren
  • hohe Abstandszahlungen, zum Beispiel für eine Einbauküche
  • uvm.

Unterschreibe daher bei der Anmietung einer Wohnung niemals Dokumente, deren Inhalt Du nicht gänzlich verstehst oder die Dich zu Zahlungen gegenüber einem Makler verpflichten, den Du nicht selbst beauftragt hast. Du kannst Dich zudem beim Gewerbeaufsichtsamt über illegale Machenschaften von Vermietern und Maklern beschweren.

Wann Du die Maklerprovision bezahlen musst

Merke Dir also: Wenn Du eine Mietwohnung suchst, musst Du eine Maklerprovision nur dann bezahlen, wenn Du diesen eigens beauftragt hast und die Vermittlung erfolgreich war. Das bedeutet, die Provision wird fällig, wenn

  • Du eine schriftliche Vereinbarung mit dem Makler hast, zum Beispiel in Form von E-Mails oder einem Maklervertrag.
  • der Makler eine erfolgreiche, dem Vertrag entsprechende Leistung erbracht hat, zum Beispiel die Vermittlung einer Mietwohnung.
  • der Mietvertrag bereits unterschrieben ist.
  • der Mietvertrag durch den Makler zustande kam. Du kannst nämlich trotz Maklervertrag nebenher auf eigene Faust eine Mietwohnung suchen und musst dann natürlich auch keine Provision bezahlen.
  • der Vertrag wirksam bleibt. Sollte er nachträglich ungültig werden, hast Du Anspruch auf Rückerstattung der Provision.

Zu zahlen ist die Maklerprovision, sofern Ihr keine abweichenden Vereinbarungen getroffen habt, meist sieben bis 14 Tage nach Zustandekommen des Mietvertrages.

Die Höhe der Provisionen bei Vermietungen

Während bei Verkäufen die Höhe der Courtagen nicht einheitlich geregelt ist und es auch keine gesetzliche Obergrenze gibt, ist die Rechtsprechung bei der Vermietung eindeutig: Die Maklerprovision darf nicht höher sein als 2,38 Nettokaltmieten des vermittelten Objektes. Hinter dem Begriff der Nettokaltmiete verbirgt sich die reine Grundmiete für eine Wohnung. Darin dürfen keinerlei Nebenkosten enthalten sein, auch nicht für Wasser, Warmwasser, Sammelheizung, Müllabfuhr, Schornsteinfeger o.ä. Solltest Du Zuschläge auf die Miete bezahlen, zum Beispiel weil Du diese anders als zu reinen Wohnzwecken nutzt, werden auch diese nicht in die Maklerprovision einberechnet.

Mit dem Makler handeln? Eher nicht!

Du kannst es zwar versuchen, bei Vermietungen sind die Maklerprovisionen aber in der Regel nicht verhandelbar. Die meisten Makler orientieren sich schlichtweg an der gesetzlich festgesetzten Obergrenze. Da Du laut Bestellerprinzip ja sowieso nur noch eine Maklercourtage zu entrichten hast, wenn Du ihn selbst beauftragst, kannst Du eventuell vor Vertragsabschluss handeln und Dir verschiedene Angebote machen lassen. Am höchsten stehen Deine Erfolgschancen in Regionen mit ausreichend Wohnraum. Ballungsräume sind und bleiben ein echtes Problem, wenn es um die Suche nach Mietwohnungen geht…

Beim Umzug selber putzen Teil 4: Putztipps für Deinen Bodenbelag

Nach den ersten drei Teilen meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“ hast Du nun bereits ein strahlendes Bad und eine saubere Küche. Nun stehen eigentlich in den Wohnräumen nur noch das Staubwischen und die Böden an – und schon bist Du fertig. Je nach Bodenbelag, musst Du aber zu unterschiedlichen Hilfsmitteln greifen, um ihn strahlend sauber zu reinigen. Ich erkläre Dir heute kurz und praxisnah, wie Du die vier häufigsten Bodenbeläge in Wohnungen putzen kannst.

Der pflegeleichte Laminatboden

Laminatböden sind in Mietwohnungen besonders häufig zu finden, da sie als sehr robust und pflegeleicht gelten. Moderne Materialien sorgen zudem für einen hochwertigen Look und so manches Laminat sieht einem echten Parkett- oder auch Dielenboden zum Verwechseln ähnlich. Auch die Reinigung des Laminats ist kinderleicht:

Schritt 1: Staubsaugen

Grobe Verschmutzungen entfernst Du erst einmal mit dem Staubsauger (im Notfall geht auch ein Besen). Kleine Steine solltest Du stets sofort aufsammeln, da diese sonst Kratzer im Laminat hinterlassen könnten.

Schritt 2: Feucht wischen

Nun kannst Du auch hartnäckigere Verschmutzungen vom Laminat entfernen, indem Du diesen feucht wischst. Feucht heißt aber keinesfalls nass, denn die im Laminat verarbeiteten Pressspanplatten saugen zu viel Wasser auf und quellen dadurch aus der Form. Gib daher etwas warmes Wasser auf ein Tuch und wringe es gut aus. Für besonders hartnäckige Flecken kannst Du zu einem speziellen Bodenbelagsreiniger aus dem Supermarkt oder der Drogerie greifen. Das Tuch darf nicht mehr tropfen und sollte sich nur leicht feucht anfühlen. Nach spätestens fünf Minuten sollte das Laminat wieder vollständig getrocknet sein, ansonsten hast Du zu viel Wasser verwendet.

Schritt 3: Laminat polieren

Sauber sollte das Laminat nun bereits sein. Wenn Du aber großen Wert auf einen schönen Glanz legst, kannst Du es zusätzlich noch polieren. Greife hierfür unbedingt zu einer extra Laminatbodenpflege aus dem Handel und trage eine hauchdünne Schutzschicht auf dem gesamten Boden auf. So vertuschst Du optimal kleine Kratzer, bringst den Laminatboden schön zum Glänzen und schützt ihn zugleich besser vor neuen Verschmutzungen oder Beschädigungen.

Das empfindliche Parkett

Zugegeben, so ein Echtholzfußboden sieht einfach toll aus. Leider handelt es sich dabei aber auch um einen der empfindlichsten Bodenbeläge. Je nach Art und Beschichtung des Parketts, gestaltet sich die Reinigung deshalb mehr oder weniger aufwändig. Mit der richtigen Pflege jedoch, wirst Du viele Jahre Freude an diesem langlebigen Bodenbelag haben.

Schritt 1: Staubsaugen

Auch den Parkettboden solltest Du erst einmal durch Fegen oder Staubsaugen von groben Verschmutzungen befreien.

Schritt 2: Feucht wischen

Anschließend greifst Du zum Mop oder Lappen und wischst die Oberfläche des Parkettbodens. Dieser ist bezüglich Wasser aber noch empfindlicher als der Laminatboden. Wringe den Lappen deshalb mehrmals fest aus, bis er nur noch leicht feucht ist. Auch der Parkettboden sollte nach spätestens fünf Minuten getrocknet sein. Als Reinigungsmittel verwendest Du etwas Hartholzseife für einen geölten und Lackseife für einen lackierten Parkettboden. Frage im Notfall beim Vermieter beziehungsweise Verkäufer nach um welche Art von Parkett es sich handelt.

Schritt 3: Renovierungspflege

Das Auffrischen eines Parkettbodens nennt sich Renovierungspflege. Hierbei geht es darum, die oberste, schützende Schicht des Parketts wieder herzustellen und zugleich einen tollen neuen Glanz zu erzeugen. Bei einem geölten Parkettboden greifst Du dafür zu einem Ölpflegemittel aus der Drogerie und einem speziellen Reiniger zum Entfetten des Parketts. Für einen lackierten Parkettboden hingegen, gibt es entsprechende Lackpflegemittel. Beachte stets die Gebrauchsanweisung auf der Verpackung.

Der aufwändige Teppichboden

Teppichböden sind eigentlich aus der Mode. Schon nach wenigen Jahren sehen sie nämlich häufig nicht mehr allzu schön aus, haben Flecken und an Farbkraft verloren. Und passiert doch einmal ein Missgeschick, ist der Austausch eines Teppichbodens sehr aufwändig. Ebenso die Reinigung: Um einen Teppichboden beim Einzug in die neue Wohnung strahlend sauber und vor allem hygienisch zu reinigen, musst Du folgende Tipps beachten:

Schritt 1: Flecken sofort entfernen

Eine kleine Unachtsamkeit kann ausreichen und schon ist das Rotweinglas umgekippt, das Kind ist mit den dreckigen Schuhen in die Wohnung gerannt oder die Blumenerde verstreut sich über den Teppichboden. Je schneller Du bei Flecken reagierst, desto besser stehen Deine Chancen, diese vollständig entfernen zu können. Je nach Art der Verschmutzung, solltest Du deshalb sofort zum Staubsauger oder einem trockenen Lappen greifen. Vermeide es, Flüssigkeiten durch nasses Wischen entfernen zu wollen. Hierdurch ziehen sie erst recht tief in den Teppich ein und der Fleck wird durch die Ausbreitung des Wassers nur größer. Nimm sie stattdessen mit einem trockenen Lappen auf und streue eventuell Salz auf den Fleck. Dieses saugt die Flüssigkeit auf und Du kannst es später einfach mit dem Staubsauger wieder entfernen. Ein echter Geheimtipp bei Rotweinflecken auf dem Teppich.

Schritt 2: Regelmäßige Reinigung

Ein Teppichboden rächt sich schnell, wenn Du die regelmäßige Reinigung vernachlässigst. Nur durch regelmäßiges Staubsaugen kannst Du nämlich verhindern, dass Verschmutzungen tief in den Boden einziehen. So tief, dass sie später beinahe unmöglich zu entfernen sind. Greife daher regelmäßig zum Staubsauger.

Schritt 3: Tiefliegende Verschmutzungen entfernen

Doch was, wenn der Vormieter die Pflege des Teppichbodens ein wenig vernachlässigt hat und sich hässliche Flecken oder ein matter Grauschleier auf dem Bodenbelag abzeichnen? Greife zu einem Teppichreiniger aus der Drogerie. Diese sind in der Regel als Spray oder Pulver erhältlich. Beachte die jeweilige Gebrauchsanweisung oder lasse Dich hierzu von einem Teppichfachhändler beraten. Oder aber Du mietest im örtlichen Baumarkt einen Dampfreiniger, welcher bis tief in die Fasern eindringt und den Teppich wieder zum Strahlen bringt. Die Nutzungsgebühr schwankt dabei je nach Verleiher stark.

Schritt 4: Den Teppich imprägnieren

Um den strahlend sauberen Teppich nun auch bestmöglich vor neuen Verschmutzungen zu schützen, solltest Du ihn imprägnieren. Entsprechende Produkte findest Du beim Teppichfachhändler oder in der Drogerie. Die Imprägnierung dient als schmutzabweisende und schützende Schicht und lässt Deinen Teppichboden länger schön aussehen.

Die praktischen Fliesen

Fliesen sind in fast jeder Wohnung beziehungsweise jedem Haus zu finden. Mindestens in Bad und Küche sind sie nämlich der praktischste Bodenbelag. Damit diese in neuem Glanz erstrahlen, gehst Du wie folgt vor:

Schritt 1: Staubsaugen

Auch bei der Fliesenreinigung liegt der erste Schritt natürlich im Staubsaugen beziehungsweise Fegen, damit grobe Verschmutzungen später beim Wischen nicht stören oder Schlieren hinterlassen.

Schritt 2: Nass wischen

Nun kannst Du nass wischen. Bei den Fliesen darfst Du dabei auch tatsächlich zu etwas mehr Wasser greifen als beim Laminat oder Parkett. Gib einfach etwas warmes Wasser in einen Eimer und füge Spülmittel oder Haushaltsreiniger hinzu. Wische den gesamten Fliesenboden und trockne ihn anschließend mit einem Mikrofasertuch.

Schritt 3: Fugen reinigen

Die kompliziertesten Stellen an einem Fliesenboden sind eigentlich die Fugen. Gerade hier setzen sich sehr gerne Verschmutzungen oder erste Schimmelsporen in Bad und Küche ab. Greife daher zu einer alten Zahnbürste mit besonders harten Borsten. Als Reinigungsmittel kannst Du entweder etwas Backpulver mit Zitronensaft mischen oder handelsüblichen Haushaltsreiniger verwenden. Schrubben, Schmutz- oder Reinigungsmittelreste mit einem feuchten Tuch entfernen und fertig!

Schritt 4: Dampfreinigen

Dir ist der Fliesenboden noch nicht sauber genug? Dann kannst Du auch hier zum Dampfreiniger greifen. Allerdings strapaziert dieser die Fugen zwischen den Fliesen und sollte daher nicht allzu häufig Verwendung finden. Bei Deinem Einzug ist er aber eine super Möglichkeit, alle Rückstände und Verschmutzungen der Vormieter loszuwerden.

Endlich erstrahlt Deine Wohnung im neuen Glanz und ist bereit für Deinen Einzug. Du musst Dir nun keine Gedanken mehr um Bakterien, Keime & Co machen und kannst Dich stattdessen auf Deine Einrichtung und die schönen Momente im neuen Zuhause konzentrieren.

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