Beim Umzug selber putzen Teil 3: Liebe geht durch eine saubere Küche

Bestimmt kennst Du das Sprichwort „Liebe geht durch den Magen“. Doch bevor Du Dich in Deine neue Wohnung so richtig verlieben kannst, möchtest Du gewiss die Küche reinigen. Alte Fettflecken, ein verschmutzter Herd, ein seltsam riechender Backofen – das muss nicht sein. Ich zeige Dir heute im dritten Teil der Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“, wie Deine Küche in Rekordzeit wieder strahlt.

Die Dunstabzugshaube nicht vergessen

Mit dem Putzen beginnst Du am besten von oben nach unten. Leider vergessen viele Menschen, dass auch die Dunstabzugshaube gereinigt werden muss. Nur dann funktioniert sie dauerhaft einwandfrei und schützt zugleich vor unangenehmen Gerüchen. Öffne deshalb die Dunstabzugshaube und tausche den Fettfilter aus oder reinige den Metallfettfilter (je nach Modell). Die Modelle aus Metall kannst Du in der Regel einfach in die Spülmaschine geben. Reinige die Dunstabzugshaube außerdem innen und außen, um Fettrückstände vom Metall zu entfernen. Verwendet hierfür eine Sodalösung oder alkalische Reinigungsmittel. Allerdings können diese Aluminium angreifen. Bringe deshalb vorab in Erfahrung, aus welchem Material Deine Dunstabzugshaube gefertigt ist oder verwende zur Sicherheit neutrale Allzweckreiniger und ein weiches Tuch zum Putzen.

Übrigens: Wenn Du Deinen Herd täglich nutzt, solltest Du den Fettfilter Deiner Dunstabzugshaube alle vier Wochen austauschen beziehungsweise reinigen und etwa alle zwölf Wochen den Aktivkohlefilter wechseln. Hier sammeln sich sonst Bakterien und Keime oder es bilden sich Schimmelsporen.

Vorsicht mit dem Ceranfeld

Ceranherde sind weit verbreitet und sehen dabei noch schön aus. Allerdings nur dann, wenn sie auch ausreichend gepflegt und regelmäßig sowie richtig geputzt werden. Ceranfelder sind nämlich sehr sensibel und erleiden schnell Beschädigungen durch die falsche Reinigung. Am besten ist es natürlich, wenn Du Verschmutzungen direkt beim Kochen entfernst, damit diese gar nicht erst einbrennen. Hat Dein Vormieter dies aber nicht getan, findest Du nun vielleicht unschöne Flecken auf dem Ceranherd. In diesem Fall greifst Du zu einem Ceranfeldschaber und einem speziellen Reinigungsmittel aus der Drogerie. Dieses lässt Du kurz einwirken und schabst dann vorsichtig Verkrustungen und Rückstände von der Oberfläche. Anschließend wischst Du nass nach und polierst das Ceranfeld trocken, bis es glänzt. Hierfür eignen sich raue Küchentücher besonders gut. Hat das noch nicht ausreichend funktioniert oder Du greifst lieber zu Hausmitteln, bevor Du es mit dem chemischen Reiniger versuchst, kannst Du die Cerankochfläche auch mit Backpulver reinigen. Dieses verrührst Du mit ein wenig Wasser zu einer zähen Paste und lässt es auf hartnäckigen Verkrustungen einwirken. Auch Zitronensaft hat sich für die Ceranfeldreinigung bewährt.

Wichtig: Dem Ceranfeld darfst Du niemals mit einem Topfschwamm beziehungsweise Stahlwolle zu Leibe rücken. Dadurch entstehen irreparable Schäden auf der Oberfläche.

Ein strahlender Backofen

Den Backofen zu putzen ist sehr anstrengend und wird deshalb häufig vernachlässigt. In der Regel musst Du Dich dafür nämlich hinknien und umständlich verbiegen, um auch in den letzten Winkel oder an die Decke des Backofens zu gelangen. Trotzdem will er regelmäßig gereinigt werden. Da tropft der Käse von der Pizza, der Teig quillt über den Rand oder der Auflauf hat Fettflecken an den Wänden hinterlassen. Damit Du den Backofen bei Deinem Umzug von allen alten Flecken befreist, greifst Du am besten zum Backofenschaum aus dem Supermarkt beziehungsweise der Drogerie. Die Anwendung ist auf der Verpackung beschrieben und nach ein paar Minuten Einwirkzeit sollten sich Verkrustungen und Flecken entfernen lassen. Doch es gibt auch praktische Hausmittel, welche für die Backofenreinigung verwendet werden können. Löse zwei bis drei Geschirrspüler-Tabs in etwa 250 ml Wasser oder verwende Waschsoda und lasse diese jeweils auf hartnäckigen Flecken und Verkrustungen einwirken. Damit Du Dir in Zukunft das anstrengende Schrubben sparst, solltest Du Verschmutzungen fortan stets direkt nach dem Backen entfernen, solange der Ofen noch warm ist (etwa 40-50 Grad).

Saubere und hygienische Arbeitsplatten

Während im Backofen und auf dem Herd eventuelle Bakterien oder Keime durch die Hitze abgetötet werden, musst Du diese auf der Arbeitsplatte besonders gründlich entfernen. Teig ausrollen, Salat rupfen, Gemüse schneiden, Geschirr trocknen lassen…da soll es besonders sauber und hygienisch zugehen. Je nach Material, kannst Du diese unterschiedlich reinigen:

  1. Kunststoffarbeitsplatten kannst Du mit warmem Wasser und etwas Spülmittel abwischen.
  2. Edelstahlarbeitsplatten lassen sich sehr gut mit Wasser reinigen. Kalkflecken kannst Du mit Essig entfernen und die Arbeitsplatte anschließend mit einem sauberen Tuch trocknen.
  3. Holzarbeitsplatten kannst Du ebenfalls mit warmem Wasser und einem Schuss Spülmittel reinigen. Verwende hier aber niemals zu viel Wasser und trockne die Arbeitsplatte anschließend gut ab, damit es nicht ins Holz eindringen kann.
  4. Natursteinarbeitsplatten können mit reinem Wasser gesäubert werden. Reicht dies nicht aus, musst Du spezielle Reinigungsmittel aus dem Supermarkt oder der Drogerie verwenden, damit die empfindliche Imprägnierung der Natursteinplatte nicht verletzt wird.

Beim Einzug kannst Du zudem alle Oberflächen einmal kräftig desinfizieren. Hierfür eignet sich ein handelsübliches Desinfektionsspray.

Spülbecken und Abflüsse

Jetzt sind noch das Spülbecken und die zugehörigen Abflüsse an der Reihe. Auch hier kommt es auf das jeweilige Material an:

  1. Spülbecken aus Edelstahl kannst Du – wie im Bad auch – mit Essig oder Kalkreiniger putzen, mit Wasser nachwischen und anschließend trocknen.
  2. Spülbecken aus Keramik lassen sich mit warmem Wasser und ein wenig Spülmittel reinigen.
  3. Spülbecken aus Silgranit können bei hartnäckigen Flecken mit einem Vollwaschmittel oder auch Backpulver gereinigt werden.

Die Abflüsse jedoch, kannst Du natürlich nicht von Hand reinigen. Hierfür musst Du Dir professionelle oder chemische Hilfe holen. Verwende bei Deinem Einzug doch einfach sicherheitshalber einmal einen Rohrreiniger aus dem Handel. Die richtige Anwendung ist auf der Packungsbeilage beschrieben. Eine umweltfreundliche Alternative allerdings, ist dies nicht. Etwas sanfter kannst Du den Küchenabfluss daher mit einer Mischung aus Backpulver und Essig oder etwas heißer Sodalösung reinigen. Hilft alles nichts, muss ein Klempner kommen und den Abfluss mit einer Reinigungsspirale durchgängig machen.

Mülleimer säubern

Putze nun auch einmal die Mülleimer mit einer alten Spülbürste und etwas Reinigungsmittel oder Allzweckreiniger. Fertig ist die saubere Küche. Doch wie bringst Du eigentlich die Böden in Deiner neuen Wohnung auf Hochglanz? Das verrate ich Dir im vierten Teil der Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“.

Weitere Artikel aus der Serie „Beim Umzug selber putzen“

Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 4 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“:

Solltest du nicht selber zu Schwamm, Besen, Staubsauger oder Schrubber greifen wollen, dann könnte dich auch mein Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ interessieren.

Beim Umzug selber putzen Teil 2: Das Badezimmer auf Hochglanz bringen

Im ersten Teil der Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“ hast Du erfahren, wie Du Deine alte Wohnung beim Auszug hinterlassen musst und was eigentlich „besenrein“ bedeutet. Nun geht es darum, wie Du Deine neue Wohnung auf Hochglanz bringst und Dich direkt beim Einzug so richtig wohlfühlst. Wir beginnen heute mit dem Badezimmer, denn dort befinden sich häufig die meisten Verschmutzungen und Hygiene wird hier großgeschrieben. Du möchtest schließlich nicht in einer schmutzigen Badewanne baden oder eine fragwürdige Toilette benutzen, oder?

Schritt 1: Die Toilette reinigen

Die Toilette wird in der Regel schon während dem Umzug benutzt und sollte daher gleich zu Beginn gereinigt werden. Denke auch daran, bereits Toilettenpapier mitzubringen. Als allererstes kannst Du in der neuen Wohnung deshalb schon einmal den WC-Reiniger in die Toilette geben. Dieser muss nun nämlich für einige Minuten einwirken. Gerne kannst Du auch für den Anfang ein stärkeres Mittel gegen Verschmutzungen und Urinstein verwenden, welches über Nacht einwirkt. Fündig wirst Du im Supermarkt oder einer Drogerie. Ziehe nun Haushaltshandschuhe an und reinige die Ober- und Außenseiten der Toilette mit einem Lappen und Allzweckreiniger. Eine Toilette wird nämlich immer von außen nach innen geputzt. Toilettendeckel und -brille tauschst Du bei einem Umzug am besten einfach gegen neue aus. Diese kosten nur wenige Euro und sind in jedem Baumarkt oder Möbelgeschäft erhältlich. Ist der WC-Reiniger eingewirkt und die Außenseiten sind sauber, greifst Du zur Klobürste und putzt mit ihr gründlich den gesamten Innenraum der Toilette. Als besonders praktisch erweist sich dabei ein sogenannter Randreiniger, also eine kleine Extrabürste. Zuletzt reinigst Du die Bürste und ihren Behälter. Leere Rückstände aus, gib ein wenig Allzweckreiniger hinzu und halte die Klobürste ein bis zweimal in die Toilette, während Du die Spülung betätigst. Für besonders langanhaltende Frische kannst Du übrigens auch WC-Steine jeder Art anbringen. Doch auch diese sollten, inklusive Haltekorb, regelmäßig ausgetauscht werden.

Schritt 2: Kalkreste von den Armaturen entfernen

Mit dem Allzweckreiniger und einem frischen (!) Lappen kannst Du nun alle Oberflächen im Bad reinigen. Bei Armaturen jedoch, reicht dies häufig nicht aus. Je nachdem, wie gut diese vom Vormieter gepflegt wurden, können sich hier nämlich hässliche und unhygienische Kalkrückstände befinden. Hierfür kannst Du erst einmal zu einem handelsüblichen Kalkreiniger aus dem Supermarkt greifen. Sind nun immer noch Rückstände übrig, verwendest Du eine alte Zahnbürste und Essigreiniger oder Zitronensäure. Ist der Kalk schon hart geworden, kannst Du im Notfall mit einem spitzen Gegenstand, zum Beispiel einem Schraubendreher, hartnäckige Reste von den Armaturen kratzen. Dadurch könnte aber die Armatur beschädigt werden. In diesem Extremfall wäre daher das Auswechseln der alten gegen neue Armaturen einen Gedanken wert. Übrigens: Armaturen dürfen niemals mit einem Topfreiniger oder Edelstahlschwamm gereinigt werden. Dadurch entstehen nämlich kleine Schäden an der Oberfläche und ihr Glanz geht langfristig verloren.

Extra-Tipps:

  1. Schraube den sogenannten Perlator ab und lege ihn in Essigwasser, um den Kalk zu entfernen. Es handelt sich dabei um den „Aufsatz“ am Wasserhahn. Kalkablagerungen machen sich hier dadurch bemerkbar, dass das aus dem Wasserhahn strömende Wasser in verschiedene Richtungen spritzt.
  2. Wusstest Du, dass Cola gegen Kalk hilft und die Armaturen glänzen lässt?
  3. Auch Zahnpasta kann für besonders strahlende Armaturen verwendet werden.
  4. Zum Schluss solltest Du die Armaturen nach der Reinigung stets mit viel Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch trockenwischen.

Schritt 3: Eine einladende Badewanne

So eine Badewanne ist purer Luxus, doch wenn sich hier alte, undefinierbare Ablagerungen finden lassen, ist sie alles andere als einladend. Damit Du Dich nach Deiner Putzaktion oder dem Umzug in der Badewanne entspannen und rundum wohlfühlen kannst, solltest Du auch diese besonders gründlich reinigen. Wische die Badewanne mit einem Lappen beziehungsweise Schwamm und Allzweckreiniger aus. Sollten sich Kalkablagerungen in der Wanne befinden, kannst Du diese ebenfalls mit Essig oder Zitronensäure entfernen (wie bereits bei den Armaturen). Verzichte in der Badewanne aber auf zu scharfe Reinigungsmittel, da eventuelle Rückstände sonst später über das Badewasser auf Deine Haut kommen.

Schritt 4: Saubere Duschvorhänge

Duschabtrennungen aus Glas oder Plastik kannst Du mit Essigreiniger, einem Mikrofasertuch sowie viel Wasser und einem Abzieher säubern. Wusstest Du aber, dass Du einen Duschvorhang einfach bei 30 Grad in die Waschmaschine geben kannst? Oder Du entscheidest Dich für ein neues Modell aus dem Möbelhaus. Einfache und dennoch schöne Duschvorhänge gibt es hier schon ab etwa vier Euro inklusive Ringe zum Aufhängen.

Schritt 5: Der volle Durchblick im Badspiegel

Ob Schminken, Frisieren oder Rasieren: Ohne einen sauberen Spiegel wird das zur echten Herausforderung. Auch der Badspiegel will deshalb regelmäßig geputzt werden. Prinzipiell kannst Du hierfür einen einfachen Glasreiniger verwenden, oder aber einen Spritzer Essigessenz beziehungsweise Spülmittel. Die größere Herausforderung liegt im anschließenden Abtrocknen. Viele Tücher hinterlassen nämlich unschöne Schlieren oder einen Film mit restlichem Reinigungsmittel auf dem Spiegel. Ich empfehle Dir deshalb ein Mikrofasertuch oder – ganz einfach – ein Stück alte, zerknüllte Zeitung. Schon hast Du wieder den vollen Durchblick…

Schritt 6: Boden und Fliesen wischen

Nun wollen natürlich auch die Boden- und Wandfliesen noch gründlich gereinigt werden. Hierfür greifst Du erst einmal zum Staubsauger oder Besen. Sind grobe Verschmutzungen und Haare entfernt, kannst Du nass wischen, um auch festsitzende Verschmutzungen, fettige Fingerabdrücke oder Kalkreste loszuwerden. Dazu kannst Du einen Lappen mit Allzweckreiniger verwenden. Für Kalkablagerungen kannst Du wieder zur Zitronensäure beziehungsweise der Essigessenz greifen.

Mein Geheimtipp lautet: Füge dem Putzwasser einen Schuss Klarspüler hinzu, den Du sonst in der Spülmaschine verwendest. Das sorgt für einen tollen Glanz.

Schritt 7: Schimmelfreie Fugen

Eines der größten Probleme im Bad stellen in der Regel die Fugen dar. Bei falscher oder unzureichender Pflege, beginnen diese schon nach wenigen Jahren sich zu verfärben und nicht selten bildet sich hier Schimmel. Verfärbte Fugen kannst Du mit einer Mischung auf Backpulver und Essig bekämpfen. Gibt diese einfach auf eine alte Zahnbürste und bearbeite die betroffenen Stellen. Hat sich in den Fugen bereits schwarzer Schimmel gebildet, musst Du einen Fugenreiniger in der Drogerie kaufen. Da dieser Chlor enthält, musst Du das Bad nach der Reinigung aber ordentlich durchlüften.

Schritt 8: Die Putzlappen reinigen

Zuletzt gibst Du nun noch alle verwendeten Putzlappen in den Kochwaschgang Deiner Waschmaschine, damit sämtliche Bakterien und auch Putzmittel aus den Materialien entfernt werden. Wähle hierfür mindestens 60, besser noch 90 Grad Celsius. Im nächsten Artikel der Serie „Beim Umzug selber putzen“ widmen wir uns einer strahlend sauberen Küche.

Weitere Artikel aus der Serie „Beim Umzug selber putzen“

Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 4 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“:

Solltest du nicht selber zu Schwamm, Besen, Staubsauger oder Schrubber greifen wollen, dann könnte dich auch mein Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ interessieren.

Beim Umzug selber putzen Teil 1: Die alte Wohnung richtig hinterlassen

In meinem Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ habe ich Dir bereits erklärt, wie Du beim Putzen professionelle Unterstützung erhältst. Hast Du aber ausreichend Zeit und Lust beim Umzug selbst zu putzen, oder Du möchtest ein wenig Geld sparen, kannst Du natürlich auch eigens zu Staubwedel und Putzlappen greifen. Mit meinen praktischen Tipps und Tricks in dieser Artikelserie bist Du ruckzuck fertig und Deine Wohnung erstrahlt in Hochglanz.

Die alte Wohnung „besenrein“ hinterlassen

Im ersten Teil soll es nun erst einmal um Deine alte Wohnung gehen. Auch diese musst Du gereinigt hinterlassen. Während es in der Schweiz zum Beispiel Pflicht ist, dass der Mieter die Wohnung professionell grundgereinigt hinterlässt, gilt in Deutschland normalerweise die Klausel „besenrein“. Es sei denn, in Deinem Mietvertrag wurden abweichende Vereinbarungen getroffen. Lies deshalb vor dem Auszug unbedingt noch einmal gründlich nach. Doch was bedeutet nun eigentlich „besenrein“?

Eine „besenreine“ Wohnung bedeutet:

  • Du musst Deine alte Wohnung leerräumen
  • Du musst fegen
  • Starke Verschmutzungen müssen entfernt werden
  • Spinnweben müssen beseitigt werden (auch in Keller und Nebenräumen)
  • Einbauküche, Kühlschrank und Herd müssen gereinigt werden
  • Du musst Klebereste an Fenstern und Türen entfernen, diese aber nicht putzen
  • Teppichböden staubsaugen
  • Heizkörper wischen
  • Grobe Verschmutzungen im Bad beseitigen
  • Du musst Bad und Küche wischen

Mietvertragsabhängige Regelungen

Ob und wie gründlich Du weitere Verschmutzungen beseitigen musst, hängt jeweils von Deinem Mietvertrag ab. Bei einer vertraglichen Nichtraucherwohnung musst Du alle Spuren des Rauchens beseitigen, also zum Beispiel Ablagerungen an den Wänden. Auch Dübellöcher müssen nur entfernt werden, wenn dies explizit im Mietvertrag steht. Ähnlich verhält es sich mit Unkraut auf Terrasse und Balkon oder im Garten sowie der Tiefenreinigung von Teppichen und Gardinen.

Abnahme durch den Vermieter

Bei der Wohnungsübergabe nimmt der Vermieter die besenreine Wohnung ab und kann gegebenenfalls Nachbesserungen verlangen. Die Kosten für eine Reinigung allerdings, kann er Dir nur dann in Rechnung stellen, wenn es sich um eine zulässige Forderung gemäß den Vereinbarungen im Mietvertrag handelt und Du Dich der Reinigung oder Nachbesserung verweigerst.

Nun hast Du die alte Wohnung übergeben und kannst in Dein neues Mietobjekt ziehen. Das Problem ist: Auch hier wurde die Wohnung nur besenrein übergeben. Du möchtest die neuen vier Wände aber gewiss noch einmal richtig reinigen, bevor Du mit Möbeln & Co einziehst. Im zweiten Teil der Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“ verrate ich Dir deshalb, wie Du das Badezimmer so richtig auf Hochglanz bringst und eventuellen Bakterien den Garaus machst.

Weitere Artikel aus der Serie „Beim Umzug selber putzen“

Dieser Artikel ist Bestandteil einer Artikel-Serie mit insgesamt 4 Artikeln. Vielleicht gefällt ist auch einer der anderen Artikel aus dieser Serie spannend für dich? Hier eine Liste der weiteren Artikel meiner Artikelserie „Beim Umzug selber putzen“:

Solltest du nicht selber zu Schwamm, Besen, Staubsauger oder Schrubber greifen wollen, dann könnte dich auch mein Artikel „Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister“ interessieren.

So kommst Du an eine Genossenschaftswohnung

Genossenschaftswohnungen werden in Deutschland derzeit immer beliebter. Die vielen Vorteile überwiegen für zahlreiche Wohnungssuchende mittlerweile die Nachteile dieser besonderen Wohnform, vor allem in Gebieten mit Wohnraummangel, zum Beispiel in Ballungsräumen wie München. Ich erkläre Dir, was eine Genossenschaftswohnung eigentlich ist, was dafür und was dagegen spricht und wie Du an eines der begehrten Stücke kommst.

Genossenschaftswohnung – was ist das eigentlich?

Eine Genossenschaftswohnung ist als Alternative zur Miete oder dem Kauf einer Wohnung gedacht. Hier zahlst Du als Mieter eine monatliche Nutzungsgebühr zuzüglich der Genossenschaftsanteile. Diese wiederum werden für den Kauf neuer Immobilien und die Instandhaltung der Genossenschaftswohnungen verwendet. Anstatt eines Mietvertrages schließt Du für Deine Genossenschaftswohnung dann einen sogenannten Dauernutzungsvertrag ab. Deine monatlichen Raten werden als Nutzungsentgelt bezeichnet. Prinzipiell sind Genossenschaftswohnungen etwas günstiger als vergleichbare Objekte, die zum regionalen Mietspiegel angeboten werden. Doch das ist nicht der einzige Vorteil der Genossenschaftswohnungen:

Vorteile einer Genossenschaftswohnung

Der wohl größte Vorteil der Genossenschaftswohnungen, und wohl mit der Hauptgrund, weshalb diese immer beliebter werden, ist folgender: Durch die Nutzung der Wohnung wirst Du Miteigentümer, also Genosse. Daraus resultiert nicht nur der geringere Mietpreis, Du genießt vor allem auch einen viel besseren Kündigungsschutz.

  1. Vorteil – strenger Kündigungsschutz: Zwar sieht der Nutzungsvertrag für eine Genossenschaftswohnung einem Mietvertrag zum Verwechseln ähnlich, inhaltlich gibt es aber einige wichtige Unterschiede. Eine Kündigung aufgrund von Eigenbedarf ist in der Regel nicht möglich, da Dein „Vermieter“ ja keine natürliche Person ist, sondern die Genossenschaft. Zudem verbieten die Satzungen der Genossenschaften meist exzessive Mieterhöhungen. Du hast also eine sehr hohe finanzielle Sicherheit und musst keine Kündigung Deines Wohnraumes durch die Genossenschaft fürchten.
  2. Vorteil – günstiger Preis: Wie bereits erwähnt, kosten Genossenschaftswohnungen monatlich häufig weniger als vergleichbare Mietobjekte. Gerade in Ballungsräumen steigen die Mieten nämlich derzeit jährlich immens an. Nicht so bei Genossenschaftswohnungen: Hier beschränkt sich die zu zahlende Miete in der Regel auf die Realkosten inklusive einer kleinen, aber überschaubaren Reserve für anfallende Sanierungen. Wichtig ist hier allerdings, dass Du einen Blick in die Satzung wirfst. Mittlerweile gibt es nämlich auch Genossenschaften, die sich anstelle von günstigem Wohnraum einen besonders ökologisch oder sozial orientieren Wohnraum als grundlegendes Ziel gesetzt haben.

Nachteile der Genossenschaftswohnung

Doch wie immer im Leben, gibt es natürlich nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile. Die Genossenschaftswohnungen bringen nämlich einige Besonderheiten mit sich:

  1. Nachteil – Einkaufsgebühr: Um in eine Genossenschaftswohnung ziehen zu dürfen, musst Du Dich erst einmal in die Genossenschaft einkaufen, also Mitglied werden. Neben der Eintrittsgebühr musst Du zudem eine festgelegte Anzahl an Genossenschaftsanteilen erwerben, die sich nach der Größe der jeweiligen Wohnung richtet. Bei der Merkur eG zum Beispiel, werden so gleich zu Beginn über 800 Euro fällig.
  2. Nachteil – Rückzahlung der Anteile: Zwar erhältst Du die erworbenen Genossenschaftsanteile nach Deinem Auszug wieder zurück (nicht die Eintrittsgebühr), dies kann aber lange dauern. Die gesetzliche Frist von zwei Jahren wird von vielen Genossenschaften bis zuletzt ausgereizt.
  3. Nachteil – keine Wohnungsgarantie: Auch als Mitglied einer Genossenschaft hast Du aber keine Garantie darauf, dass Du eine Wohnung beziehen kannst. Im Gegenteil: Die Genossenschaften haben mitunter lange Wartelisten. Wartezeiten von mehreren Jahren sind deshalb keine Seltenheit. Auch wenn Du aus einer Genossenschaftswohnung ausziehst, erhältst Du nicht automatisch eine neue.

So kommst Du zu einer Genossenschaftswohnung

Das Modell klingt interessant für Dich? Dann kommen jetzt wichtige Tipps, wie Du an eine Genossenschaftswohnung gelangst:

  • Suche Dir verschiedene Genossenschaften in Deiner Region aus und vergleiche ihre Satzungen.
  • Informiere Dich über die Regularien und Ziele der jeweiligen Genossenschaft.
  • Kontaktiere andere „Mieter“, also Genossen, der infrage kommenden Genossenschaften und erkundige Dich nach dem internen Umgang mit den Genossen, den Kosten und Mechanismen der Wohnungsvergabe.
  • Sprich nun direkt mit der Genossenschaft und lass Dir alle wichtigen Fragen vorab beantworten, zum Beispiel zu den Kosten oder Wartezeiten.
  • Lass Dich bei der Genossenschaft auf die Warteliste setzen oder bewirb Dich direkt auf eine ausgeschriebene Wohnung.

Du hast nun zwei Möglichkeiten:

  1. Du wirst erst Mitglied, wenn Dir eine Wohnung zugesprochen wird.
  2. Du wirst bereits jetzt Genosse, obwohl Du noch auf eine Wohnung wartest. Genossen haben nämlich Vormietrecht und dadurch verkürzen sich die Wartezeiten.

Übrigens: Eine Kaution musst Du für eine Genossenschaftswohnung in der Regel nicht mehr hinterlegen. Da Du Deine Genossenschaftsanteile nach dem Auszug wieder zurückerstattet bekommst (wenn auch erst nach zwei Jahren), können diese auch als eine andere Art der Mietkaution gesehen werden.

Putzen beim Umzug – so findest Du passende Dienstleister

In der Regel musst Du Deine alte Wohnung bei einem Umzug „besenrein“ hinterlassen, also nicht noch einmal gründlich jeden Winkel putzen. Das Problem ist: Dasselbe gilt für den Vormieter Deiner neuen Wohnung. Und gewiss möchtest Du erst in Deine eigenen vier Wände einziehen, wenn diese vorher auch einmal gründlich gesäubert wurden. Doch Du musst vielleicht noch Schönheitsreparaturen vornehmen, den Umzug organisieren oder arbeiten und hast schlichtweg keine Lust oder keine Zeit, um selbst zu putzen. Ich zeige Dir deshalb heute, wie Du günstige und seriöse Anbieter findest, die Deine alte oder neue Wohnung so richtig auf Hochglanz bringen.

Der Klassiker: Professionelle Reinigungsunternehmen

Die Endreinigung Deiner alten oder Grundreinigung Deiner neuen Wohnung kannst Du klassisch von einer Reinigungsfirma übernehmen lassen. Diese haben in der Regel verschiedene „Pakete“ im Angebot, zum Beispiel Grundreinigung, zusätzliche Fensterreinigung oder Textilreinigung. So kannst Du gezielt auswählen, was Du an Leistungen brauchst. Lass Dir aber im Voraus ein verbindliches Angebot unterbreiten und vergleiche am besten drei bis vier verschiedene Anbieter.

Worauf achten bei einem Reinigungsunternehmen?

Eine professionelle Reinigungsfirma legt Dir in der Regel auch einen professionellen Vertrag vor. Hier können sich fiese Klauseln verstecken. Lies deshalb vor dem Unterzeichnen das Kleingedruckte und versuche es auch wirklich zu verstehen. Wichtig ist, dass der Vertrag unbedingt eine Abnahmegarantie enthält. Wieso? Durch die Abnahmegarantie kannst Du das Putzergebnis vor dem Bezahlen noch einmal überprüfen. Bist Du nicht zufrieden, muss die Reinigungsfirma entweder nacharbeiten oder Dir einen Rabatt gewähren.

So findest Du eine Reinigungsfirma

Auf der Suche nach einem Reinigungsunternehmen für Deinen Umzug fragst Du am besten erst einmal Bekannte und Freunde, ob sie bereits Erfahrungen haben oder Dir eine Firma empfehlen können. Ist dies nicht der Fall, kannst Du auch klassisch im Telefonbuch nachsehen oder eine Internetrecherche starten. Letztere bringt den Vorteil mit sich, dass auf vielen Plattformen gleich auch Bewertungen und Erfahrungsberichte von anderen Kunden einsehbar sind. Fündig wirst Du zum Beispiel über Google mit Stichwörtern, wie „Grundreinigung, Umzugsreinigung, Gebäudereinigung, Deine Stadt“ o.ä.

Die Alternative: Private Reinigungskräfte

Etwas günstiger fährst Du in der Regel mit privaten Anbietern. Privat bedeutet übrigens nicht schwarz oder illegal, sondern dass die Reinigungskraft selbständig tätig ist. Dadurch, dass kein großes Unternehmen an ihrer Arbeit mitverdient, kann sie denselben Service in der Regel deutlich günstiger anbieten. Allerdings gibt es auch hier wichtige Dinge zu beachten:

Was Du bei privaten Anbietern beachten musst

Achte unbedingt darauf, dass die private Reinigungskraft

  • korrekt angemeldet ist,
  • über eine ausreichende Versicherung verfügt und
  • Dir eine ordentliche Rechnung stellen kann.

Ansonsten handelst Du illegal, musst eventuell für Schäden haften und kannst die Reinigungsarbeiten nicht steuerlich geltend machen.

Private Reinigungskräfte finden

Die spannende Frage ist nun aber: Wie findest Du vertrauenswürdige private Reinigungskräfte für Deinen Umzug? Ganz einfach – im Internet. Durch moderne Jobbörsen konnten sich in den letzten Jahren immer mehr Reinigungsdienstleister selbständig machen und offerieren ihre Dienste nun auf einer der folgenden Plattformen:

  • MachDuDas.de: Auf MachDuDas kannst Du entweder einen Suchauftrag eingeben und verschiedene Reinigungskräfte „bewerben“ sich dann bei Dir für den Auftrag, oder Du siehst Dir direkt die Angebote der unterschiedlichen Dienstleister an und kontaktierst diese. Der Vorteil bei MachDuDas liegt in der Bewertungsfunktion. Nachdem ein Auftrag zustande gekommen ist, können sich Kunde und Anbieter gegenseitig bewerten und Du kannst Dir gleich ein Bild von der Qualität der Reinigungsarbeiten machen.
  • My-Hammer.de: Zwar gilt My-Hammer als Handwerkerportal, Reinigungskräfte sind hier aber auch gelistet. So kannst Du direkt nach der gewünschten Dienstleistung in Deinem Ort suchen und Dir ganz bequem Angebote machen lassen. Das Beste auswählen und fertig!
  • Ebay Kleinanzeigen: Ja, auch bei den Ebay Kleinanzeigen kannst Du entweder Deinen Suchauftrag eingeben oder nach entsprechenden Angeboten in Deiner Region suchen. Allerdings tummeln sich hier leider auch zahlreiche unseriöse Anbieter. Reinigungsdienstleister, die in gebrochenem Deutsch werben oder keine Gewerbeanmeldung vorlegen können, solltest Du deshalb unbedingt meiden.
  • Happy Maids, Book a Tiger & Mr. Cleaner: Diese drei sind nur wenige Beispiele für extra auf Reinigungsarbeiten spezialisierte Internetangebote, die Du via Google zuhauf findest. Hier kannst Du direkt online professionelle Reinigungskräfte buchen, einmalig für Deinen Umzug oder regelmäßig als Haushaltshilfe. Lass Dir am besten auch hier erst einmal Angebote für den besseren Konditionenvergleich erstellen. Dabei ist sind nicht nur die Preise wichtig, sondern auch inbegriffene Leistungen, Anfahrtswege, Abnahmegarantie oder Reinigungsdauer.

Ich wünsche Dir viel Spaß in Deiner strahlend sauberen neuen Wohnung!

Pferd anmelden – Ja oder nein?

Pferde müssen prinzipiell nicht als Haustiere gemeldet und daher bei einem Umzug auch nicht umgemeldet werden. Da für sie keine Steuer bezahlt werden muss, wie zum Beispiel für einen Hund, interessieren sich die Behörden bislang nicht groß für den Besitz von Pferden. Allerdings musst Du trotzdem Ummeldungen vornehmen, wenn Du Deinen Wohnort wechselst – auch wenn Dein Pferd im bisherigen Stall stehen bleibt.

Deine Adresse ändern lassen

Auf jeden Fall musst Du bei wichtigen Vertragspartnern Deine neue Adresse angeben. Dazu gehören zum Beispiel die Pferdehaftpflicht- oder Tierarztversicherung. Hinzu kommen die Tierseuchenkasse und eventuelle Turnier- oder Zuchtverbände. Sieh am besten einmal in Deinen Unterlagen nach, wo Du und Dein Pferd gemeldet sind und informiere diese Stellen jeweils über Deinen oder Euren Umzug.

Wo muss das Pferd gemeldet werden?

Dass sich die städtischen Behörden nicht groß für Dein Pferd interessieren, bedeutet aber nicht, dass Du es nirgendwo anmelden musst. Im Gegenteil: An- und umgemeldet werden muss Dein Pferd bei

  • einer Pferdehaftpflichtversicherung,
  • der Tierseuchenkasse,
  • dem Zuchtverband (nur Züchter) und
  • der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (nur Turnierreiter).

Möchtest Du in Deiner Stadt zudem ausreiten, musst Du eine entsprechende Reitplakette beantragen. Diese erhältst Du bei der jeweils zuständigen Behörde in Deinem Wohnort, meist beim Landschaftsamt.

Ummeldung bei der Tierseuchenkasse

Neben der Haftpflichtversicherung, ist die Tierseuchenkasse die wichtigste Meldestelle für Dein Pferd. Auch wenn Du kein Züchter oder Turnierreiter bist, musst Du Dein Tier hier an- und bei einem Umzug ummelden (egal ob Du selbst, nur das Pferd oder Ihr beide umzieht). Aber wieso eigentlich?

Was hat das Pferd mit der Tierseuchenkasse zu tun?

Ganz einfach: Nach §1 und 2 des Tiergesundheitsgesetzes müssen Pferde zur Bekämpfung folgender Krankheiten und Seuchen gemeldet werden, um eine Gesundheitsgefährdung anderer Tiere sowie auch der Menschen auszuschließen:

  • Pferdeenzephalomyelitis
  • Afrikanische Pferdepest
  • Tollwut
  • Rotz
  • Beschälseuche
  • Ansteckende Blutarmut

Da diese durch die erfolgreiche Seuchenbekämpfung aber mittlerweile äußerst selten geworden sind, ist auch das Wissen um die Meldepflicht bei der Tierseuchenkasse unter den Pferdebesitzern immer weiter in Vergessenheit geraten. Tatsächlich musst Du Dein Pferd aber selbständig bei der Tierseuchenkasse an- und ummelden. Sie ist nicht dazu verpflichtet, Dich darauf hinzuweisen. Tust Du dies nicht, erhältst Du im Krankheitsfall keinerlei Unterstützung von der Tierseuchenkasse. Es werden also weder die Kosten zur Bekämpfung der Seuche noch diejenigen für den Tierarzt, zur Desinfektion oder Beseitigung der Tierkörper übernommen. Für gemeldete Pferde hingegen, musst Du lediglich eine 25-prozentige Kostenbeteiligung selbst tragen.

So meldest Du Dein Pferd bei der Tierseuchenkasse

Für die An- und Ummeldung Deines Pferdes bei der Tierseuchenkasse gehst Du am besten auf die Webseite tierseuchenkasse.de und suchst abhängig von Deinem Bundesland die Kontaktdaten der zuständigen Tierseuchenkasse heraus. Als Erstanmeldung kannst Du nun formlos schriftlich oder telefonisch Kontakt aufnehmen. Die Tierseuchenkasse wird Dich dann kontaktieren, um fehlende Daten oder Formulare zu erfragen. In der Regel gehören dazu:

  • Deine (neue) Adresse
  • Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
  • (neue) Adresse des Tierstandortes (z.B. Reitstall)
  • Anzahl der Tiere
  • ggf. Registriernummer nach Vierverkehrsordnung (bei Stallbetreiber oder Veterinäramt erfragen)

Durch die An- und Ummeldung hilfst Du der Tierseuchenkasse zugleich, wichtige Daten zur Pferdhaltung und -anzahl in Deutschland zu erheben. Dadurch können auftretende Seuchen schneller bekämpft werden und Du schützt nicht nur Dein Pferd, sondern auch Deine eigene Gesundheit. Vergiss deshalb bei einem Umzug nicht, Dich bei der Tierseuchenkasse umzumelden.

Hund ummelden leicht gemacht

Bei einem Umzug musst Du viele Ummeldungen vornehmen: Beim Einwohnermeldeamt, bei der KFZ-Meldestelle und eben auch für Deinen Hund. Denn für diesen gilt, ebenso wie für Dich, eine Meldepflicht, damit die jeweils zu entrichtende Hundesteuer festgelegt werden kann. Wie Du Deinen Hund ummeldest und was es mit der Hundesteuer auf sich hat, möchte ich Dir verraten:

Wo kannst Du Deinen Hund ummelden?

Deinen Hund meldest bei derjenigen Behörde um, die für den Einzug der Hundesteuer zuständig ist. In der Regel handelt es sich dabei um eine Unterabteilung des örtlichen Ordnungsamtes. Ziehst Du innerhalb der gleichen Gemeinde um, kannst Du hierfür einfach auf deinem letzten Hundesteuerbescheid nachsehen. Ansonsten kannst Du Deinen Hund mancherorts direkt beim Einwohnermeldeamt mit ummelden oder zumindest die zuständige Behörde erfragen.

Wie meldest Du Deinen Hund um?

Die Ummeldung Deines Hundes ist eigentlich recht simpel. Du musst keine komplizierten Formulare ausfüllen oder Nachweise mitbringen. Es reicht, wenn Du eine formlose, schriftliche Mitteilung an die zuständige Behörde sendest. Da die Hundesteuer unter das Ortsrecht fällt, gibt es aber keine einheitliche Regelung. Es kann also durchaus sein, dass sich das Vorgehen je nach Gemeinde ein wenig unterscheidet.

Weshalb musst Du einen Hund überhaupt anmelden?

Du musst Deinen Hund an- beziehungsweise ummelden, damit der jeweilige Ort die entsprechende Hundesteuer erheben kann. Ob und in welcher Höhe Du Steuern für Dein Haustier bezahlen musst, ist aber auch hier sehr unterschiedlich. Sie kann je nach Region und Hunderasse zwischen Null und mehreren hundert Euro pro Jahr schwanken. Festgeschrieben ist die jeweilige Höhe der Hundesteuer in der sogenannten Hundesteuersatzung. Die Kommunen zielen mancherorts durch besonders hohe Steuersätze darauf ab, die Zahl aller gehaltenen Hunde im Ort zu begrenzen. Dabei ist es völlig egal, ob der Hund privat oder gewerblich gehalten wird. Zudem muss die Hundesteuer nicht unbedingt von Dir bezahlt werden. Sie gilt pro Hund und kann daher auch von Deinen Eltern, Freunden oder dem Arbeitgeber übernommen werden. Wenn Du allerdings als Hundehalter eingetragen bist, richtet sich die Hundesteuer nach dem Steuersatz, der für Deinen Hauptwohnsitz gilt.

Was, wenn Du zur Mitte des Monats umziehst?

Die Hundesteuer wird prinzipiell pro Jahr erhoben. Ziehst Du aber um, wird sie auf den Monat umgerechnet. Doch was ist eigentlich, wenn Du in der Mitte eines Monats umziehst? Ganz einfach: Für den Umzugsmonat musst Du die Hundesteuer dann noch an Deinen alten Wohnort entrichten. Die Pflicht zur Zahlung der Hundesteuer für die neue Adresse beginnt dann mit dem Ersten des Folgemonats. Die Hundesteuerpflicht in diesem Ort endet wiederum entweder mit Ablauf des Monats, in welchem Du wegziehst, oder wenn Du den Hund weggibst beziehungsweise er verstirbt.

Übrigens, allgemeine Informationen und Tipps zum Umzug mit Hunden findest du in diesem Artikel.

So funktioniert die Umzugsmitteilung

Die Deutsche Post bietet neben dem Nachsendeauftrag noch einen weiteren, praktischen Umzugsservice an: Die Umzugsmitteilung. Dabei übernimmt sie für Dich die Mitteilung Deiner neuen Adresse bei vielen wichtigen Vertragspartnern, zum Beispiel der Bank oder Krankenkasse. Hier erfährst Du, wie die Umzugsmitteilung funktioniert und ob sie sich für Dich lohnt.

Was ist die Umzugsmitteilung?

Mit jedem Umzug ändert sich Deine Adresse. Das bedeutet, dass Du Dich nicht nur beim Einwohnermeldeamt oder der KFZ-Meldestelle ummelden musst, sondern auch bei jedem einzelnen Vertragspartner, sei es für Versicherungen, Bankkonten, Vereine, Versandanbieter, Sozialversicherungsträger uvm. Das braucht Zeit und nicht selten vergisst Du dennoch die ein oder andere Ummeldung. Im schlimmsten Fall kommt dann Deine Post nicht mehr an. Bei Rechnungen kann dies zu hohen Mahngebühren führen. Die Deutsche Post überprüft bei der Umzugsmitteilung deshalb automatisch in ihrer Datenbank, bei welchen teilnehmenden Vertragspartnern Du mit Deiner alten Adresse gemeldet bist und tauscht diese anschließend durch Deine neue Anschrift aus.

Welche Unternehmen sind gelistet?

Du fragst Dich nun vielleicht, welche Institutionen und Unternehmen an der Umzugsmitteilung teilnehmen? Prinzipiell steht dieser Service allen Unternehmen zur Verfügung. Sie müssen sich bei Interesse von der Deutschen Post registrieren lassen. Viele Sozialversicherungsträger, Banken, Sparkassen, Versicherungen und Krankenkassen, aber auch schlicht Versand- oder Kundenkartenanbieter sind hier mittlerweile gelistet. Eine Garantie, dass all Deine Vertragspartner per Umzugsmitteilung über Deine neue Adresse informiert werden, gibt es allerdings nicht. Du solltest Deine wichtigsten Vertragspartner sowie natürlich die Behörden deshalb trotzdem noch einmal gesondert über Deinen Umzug informieren.

Wie sieht es mit Datensicherheit aus?

Viele Kunden der Deutschen Post haben bei der Umzugsmitteilung aber Bedenken bezüglich der Sicherheit ihrer herausgegebenen Daten. Du möchtest schließlich nicht, dass Deine Adresse plötzlich für alle gelisteten Unternehmen sichtbar ist und massenhaft Werbebriefe ins Haus flattern. Doch keine Sorge: Die Deutsche Post garantiert, dass sie bei der Umzugsmitteilung Deine neue Adresse lediglich all jenen Vertragspartnern zur Verfügung stellt, die Deine alte Adresse bereits kannten, bei denen Du also bereits Kunde oder Mitglied bist. Die Datensicherheit wird gemäß dem Bundesdatenschutzgesetz eingehalten. Unter datenschutz@postadress.de steht zudem jederzeit ein Ansprechpartner für Deine Fragen rund um den Datenschutz bei der Umzugsmitteilung bereit.

Was kostet die Umzugsmitteilung?

Nichts! Die Umzugsmitteilung ist ein kostenfreier Service der Deutschen Post, denn diese profitiert selbst davon: Je mehr Unternehmen über Deine neue Adresse informiert werden, desto weniger Rückläufer oder unzustellbare Briefe gibt es für die Zusteller. In nur drei einfachen Schritten und höchstens fünf Minuten kannst Du eine Umzugsmitteilung aufgeben – völlig kostenfrei. Von mir gibt es deshalb eine klare Empfehlung für den Auftrag einer Umzugsmitteilung.

Wie kann ich eine Umzugsmitteilung aufgeben?

Hierfür gehst Du einfach auf umziehen.de und gibst Deinen Namen, Deine E-Mail-Adresse sowie Deine alte und neue Anschrift ein. Nach dem Absenden der Daten erhältst Du eine E-Mail mit Bestätigungslink. Einfach anklicken und fertig ist die Umzugsmitteilung!

Die Vorteile der Umzugsmitteilung im Überblick

Mit der Umzugsmitteilung der Deutschen Post kannst Du also zahlreiche Vorteile in Anspruch nehmen. Hierzu gehören:

  • kostenlose Mitteilung Deiner neuen Adresse
  • schnelle Erfassung Deiner neuen Anschrift bei den Vertragspartnern
  • Minimierung von Postrückläufern und unzustellbarer Post
  • einmal eingeben, viele Vertragspartner erreichen
  • Zeitersparnis vor, während und nach dem Umzug

Allerdings solltest Du nicht nur die Umzugsmitteilung in Anspruch nehmen, sondern zusätzlich auch den Nachsendeservice der deutschen Post. So bist Du auf der sicheren Seite, dass Briefe und Pakete auch von denjenigen Vertragspartnern ankommen, die nicht am Service der Umzugsmitteilung teilnehmen. Alles zum Nachsendeauftrag findest Du in meinem Artikel „Nachsendeauftrag beim Umzug: Brauchst Du ihn und wie funktioniert er?“.

Umzug mit einem Kleinkredit finanzieren

Ein Umzug kann sehr teuer werden: Speditionskosten, Kaution, Einrichtung… Plötzlich ist das Bankkonto leer bevor Du vollständig umgezogen bist. Wer nicht auf Erspartes zurückgreifen kann, hat dann die Möglichkeit, seine Umzugskosten über einen Kleinkredit finanzieren. Hierfür stehen Dir verschiedene Varianten zur Auswahl. Welche? Das möchte ich Dir verraten:

Was kostet ein Umzug?

Bei einem Umzug fallen viele unterschiedliche Kosten an. Hierzu gehören

Wie viel Geld genau Du für die jeweiligen Positionen einrechnen musst und wo Du so richtig viel Geld sparen kannst, habe ich Dir in meinem Artikel „Umzugskosten: Was kostet ein Umzug + Die besten Spar-Tipps?!“ zusammengetragen.

Kleinkredite für Deinen Umzug

Sollte Dein Bankkonto hierfür nicht ausreichen, oder Du möchtest Dir einfach eine neue Einrichtung gönnen, kannst Du zu unterschiedlichen Arten von Kleinkrediten für Deinen Umzug greifen:

Der Privat- und Ratenkredit

Ein Privatkredit kann in der Höhe sowie Laufzeit frei gewählt werden. Es gilt die Faustregel:

Je länger die Laufzeit, desto höher die Zinsen, aber umso geringer ist die monatliche Belastung.

Solche Kleinkredite kannst Du schon ab 2.500 Euro aufnehmen. Die Höchstgrenze liegt bei den meisten Instituten um die 25.000 Euro. Sowohl die Raten- als auch Zinssätze werden im Vornherein vereinbart und sind unveränderbar. In der Regel orientiert sich der Kreditgeber hierfür an dem pfändbaren Anteil Deines Einkommens für den Fall der Zahlungsunfähigkeit. Die Klein- beziehungsweise Ratenkredite sind dadurch leider sehr unflexibel. Achte beim Abschluss des Kreditvertrages unbedingt auf den effektiven Jahreszins. Hier sind, im Gegensatz zum Nominalzins, nämlich alle zusätzlichen Kreditkosten bereits einberechnet und Du kannst die tatsächliche monatliche Belastung berechnen – ohne böse Überraschungen.

Vorteile Raten- und Privatkredite:

+ gute Planbarkeit
+ überschaubare Zinsbelastung

Nachteile der Privat- und Ratenkredite:

– hohe finanzielle Anfangsbelastung
– unflexible Rückzahlung

Der Dispositionskredit:

Nicht die günstigste, dafür aber die schnellste und unkomplizierteste Art vor dem Umzug noch an Geld zu kommen, ist der Dispositionskredit. Das bedeutet: Du überziehst einfach Dein Girokonto mit dem gewünschten Betrag. Allerdings hat Deine Bank hierfür eine Höchstgrenze eingerichtet, die unter anderem von Deinem monatlichen Einkommen sowie der Summe auf Deinem Bankkonto abhängt. Zwar sind hier die Zinssätze höher, der Dispositionskredit fällt bei besonders kurzer Kreditaufnahme aber häufig günstiger aus als der Privatkredit. Wenn Du die Summe schnell wieder zurückzahlst, halten sich die Zinszahlungen nämlich in Grenzen und Du sparst Dir die Bearbeitungsgebühren. Zudem sinken die Zinsen anteilig zur noch ausstehenden Restsumme, bleiben also nicht konstant wie bei einem Ratenkredit.

Vorteile Dispositionskredit:

+ kurzfristige Inanspruchnahme
+ flexible Auszahlungshöhe
+ flexible Laufzeit
+ anteilig sinkende Zinssätze
+ keine Bearbeitungsgebühren
+ keine zusätzliche Bonitätsprüfung

Nachteile Dispositionskredit:

– vergleichsweise hohe Zinssätze
– Unübersichtlichkeit

Das Abrufdarlehen

Eine weitere Kreditmöglichkeit stellt das sogenannte Abrufdarlehen dar, auch als variabler Kredit bezeichnet. Hiermit kannst Du eine Summe zwischen 10.000 Euro und 25.000 Euro aufnehmen – immer und immer wieder. Was das bedeutet? Ganz einfach: Du nimmst ein Abrufdarlehen auf und zahlst es mit der monatlichen Tilgung und den anfallenden Zinsen zurück. Benötigst Du nun aber wieder die gesamte Kreditsumme, kannst Du diese erneut aufnehmen, fängst mit Deiner Tilgung also anschließend wieder bei Null an. Variabel ist das Abrufdarlehen zudem aufgrund des variablen Zinssatzes. Dieser orientiert sich täglich am aktuellen Zinsstand und kann nicht als Festzins vereinbart werden. Je nach aktuellem Zinssatz, kann dies sowohl einen Vor- als auch einen Nachteil des Abrufdarlehens darstellen. Die Zinsbelastung fällt monatlich oder quartalsweise rückwirkend an.

Vorteile Abrufdarlehen:

+ ständige Verfügbarkeit der Darlehenssumme
+ Rückzahlung über monatliche Mindestzahlungen
+ Möglichkeit von Sonderzahlungen
+ variabler Zinssatz

Nachteile Abrufdarlehen:

– variabler Zinssatz
– nachträgliche Zinsermittlung
– schlechte Planbarkeit

Das Arbeitgeberdarlehen:

Handelt es sich um einen beruflich bedingten Umzug, kommt eventuell ein Arbeitgeberdarlehen infrage. Dieser Umzugskredit wird von der neuen Firma (bei Jobwechsel) gewährt, manchmal sogar ohne Zinsen. Am besten fragst Du hierbei direkt bei Deinem Arbeitgeber nach.

Vorteile Arbeitgeberdarlehen:

+ geringes finanzielles Risiko
+ gute Planbarkeit
+ eventuelle Zinsfreiheit

Nachteile Arbeitgeberdarlehen:

– keine Garantie bzw. kein Anspruch auf das Darlehen
– Arbeitgeber gibt Kreditsumme und Tilgungsrahmen vor

Das Darlehen aus der Familie / dem Freundeskreis

Manchmal macht es durchaus Sinn, sich im Freundeskreis oder in der Familie umzuhören. Vielleicht gibt es jemanden, den du gut kennst und der ein paar Euro über hat, die er die anvertrauen möchte. Der Vorteil ist, dass man solche Kredite meist günstig oder sogar kostenlos bekommt und, dass beide Kreditpartner einander kennen und vertrauen. Eng wird es allerdings, wenn du die Raten mal nicht bedienen kannst – in diesem Fall verscherzt man es sich vielleicht mit einem wichtigen Menschen. Daher ist auch immer Vorsicht geboten, wenn man im engen Bekanntenkreis oder in der Familie nach Geld sucht.

Wichtig ist bei einem privaten Kredit aus der Familie vor allen Dingen: Auch hier sollte es unbedingt einen kleinen Vertrag geben, der das Wichtigste (Auszahlungssumme, Raten, Rückzahlungszeiten, Zinssätze etc.) regelt und der von beiden Seiten unterschrieben wird. Beim Geld hört schließlich die Freundschaft auf! So wird aus losen Absprachen ein verbindlicher Vertrag auf den sich beide Seiten bei Unstimmigkeiten berufen können und der dann hoffentlich hilft größeren Streit zu vermeiden. Außerdem sollte der Kreditgeber auf keinen Fall selber irgendwo das Geld „beschaffen“ müssen (es sich z.B. selber leihen) um hier keine unnötigen Abhängigkeiten aufzubauen.

Vorteile Kredit von Freunden / Familie:

+ geringe Kosten
+ hohe Flexibilität
+ oft schnell verfügbar
+ Kreditpartner vertrauen einander

Nachteile Kredit von Freunden / Familie:

– Bonitätsprüfung für Kreditgeber schwierig.
– Zu „lose“ Vereinbarungen führen schnell zu Streit
– Wenn man sich streitet steht eine enge, menschliche Beziehung auf dem Spiel

Worauf Du bei jedem Kleinkredit für deinen Umzug achten musst

Schlussendlich gibt es noch einige Grundregeln für den Abschluss von Kreditverträgen, welche Du unabhängig von der Kreditart beachten solltest:

  1. Die Kredite dürfen nicht zweckgebunden sein, sondern müssen Dir zur freien Verfügung stehen.  Immobilienkredite oder Bausparverträge kommen daher meist nicht infrage.
  2. Wenn Du verschiedene Kreditangebote vergleichst, kannst Du bis zur Hälfte der Zinsen einsparen. Du solltest deshalb vor der Kreditaufnehme eine ausführliche Beratung erhalten und einen Anbietervergleich durchführen.
  3. Bei Privatkrediten sind die Zinssätze häufig nicht festgesetzt, sondern hängen von der jeweiligen Bonität der Kreditnehmer ab. Diese wird Dir von der Schufa zugeordnet. Du kannst sie hier erfragen.
    4. Paare können zudem bei gemeinsamen Krediten die Zinsen senken. Seid Ihr beide berufstätig mit regelmäßigem Einkommen, verbessert sich durch das gemeinsame und damit höhere Einkommen Eure Bonität. Im Schnitt haben Paare dadurch acht Prozent weniger Zinsen zu entrichten als Einzelkunden.

Tapezieren wie ein Profi? Ich zeige Dir, wie es klappt

Tapeten hatten lange Zeit den Ruf, veraltet zu sein und waren nur mehr in Omis Wohnung zu finden. Mittlerweile haben sich die Tapetenhersteller aber tolle neue Designs einfallen lassen und das Tapezieren selbst stetig optimiert. Einfacher, schneller und vor allem schöner sind die neuen Tapeten mittlerweile an der Wand und erleben daher auch bei der jungen Generation einen echten Aufschwung. Ich möchte Dir heute zeigen, wie auch Du in Rekordzeit Deine neue Tapete an die Wand bringst – mit einem Ergebnis wie direkt vom Profi.

Checkliste: Material zum Tapezieren

Zu allererst benötigst Du natürlich das richtige Werkzeug, damit Du unterbrechungsfrei und schnell tapezieren kannst. Hierzu gehören:

  • Tapete
  • Kleister
  • Tapezier- oder Küchentisch
  • Trittleiter
  • Eimer
  • Tapezierschere/-messer
  • Zentimetermaß oder Zollstock
  • Wasserwaage
  • Weiche (Tapezier-) Bürste
  • Andrückwalze
  • Quast
  • Bleistift
  • Nahtrolle
  • Zange
  • Schraubendreher

Tapeziertisch Second-Hand oder zur Miete

Solltest Du keinen eigenen Tapeziertisch besitzen, kannst Du auch Deinen Küchentisch verwenden. Allerdings könnte dieser anschließend mit Kleisterresten verschmutzt sein. Eine weitere Alternative ist es deshalb, einen Tapeziertisch einfach zu mieten. Frage im örtlichen Baumarkt nach diesem Service oder informiere Dich diesbezüglich im Internet. Vielleicht findest Du ja auch einen günstigen Tapeziertisch als Second-Hand-Ware in den Ebay-Kleinanzeigen oder auf Quoka.de.

Die richtige Menge macht‘s – Tipps zum Tapetenkauf

Wenn Du Deine Wunschtapete kaufst, benötigst Du natürlich auch die richtigen Maße. Du willst ja schließlich nicht, dass Dir beim Tapezieren plötzlich die Tapete ausgeht. Du darfst die Tapetenrollen deshalb ruhig großzügig bemessen. Der Verschnitt ist nicht selten hinterher noch gut für kleine Ausbesserungen oder einfach zum Basteln geeignet. In der Regel sind Tapeten als Standardrollen von 0,53 m x 33,5 m erhältlich. Als Faustregel gilt daher bei der durchschnittlichen Deckenhöhe von 2,10 m bis 2,35 m:

  • 3 Rollen für 6 m Raumumfang
  • 5 Rollen für 10 m Raumumfang
  • 7 Rollen für 15 m Raumumfang
  • 10 Rollen für 20 m Raumumfang

Worauf Du vor dem Tapezieren achten musst

Bevor es nun aber losgehen kann, musst Du erst einmal die Wände für das Tapezieren vorbereiten:

Wenn noch alte Tapete an der Wand haftet…

… musst Du diese entfernen. Feuchte sie hierfür mit etwas Wasser an, lasse es einziehen und schon sollten sich die alten Bahnen ablösen. Falls nicht, hilfst Du einfach mit einem Tapetenschaber nach.

Bei frisch verputzten Wänden…

solltest Du sie vor dem Tapezieren mit einer lösungsmittelarmen Grundierung streichen. So schaffst Du eine einheitliche Grundfläche und zusätzliche Saugfähigkeit. Hierfür eignet sich zum Beispiel die sogenannte „Streichmakulatur“.

Unebenheiten, wie Nägel…

…müssen ebenfalls vor dem Tapezieren entfernt werden. Überprüfe daher die Wände auf herausstehende Gegenstände oder Löcher. Je ebener die Oberfläche, desto schöner wird am Ende die Tapete aussehen. Sind alle Farb- und Tapetenreste sowie Unebenheiten entfernt, kannst Du mit einer kleinen Testbahn überprüfen, ob die Wand zum Tapezieren geeignet ist.

Den Tapetenkleister anrühren

Je nach Art der Tapete, musst Du nun den Tapeziergeräte- oder aber den Spezialkleister anrühren. In welchem Verhältnis? Siehe hierfür einfach auf der Verpackung nach. Dort findest Du nämlich eine ausführliche Beschreibung. In der Regel liegt das Mischverhältnis für den Kleister zwischen 1:20 und 1:30 mit sauberem, kalten Wasser. Um Klumpen zu vermeiden, die später unter der Tapete sichtbar wären, musst Du den Kleister so schnell wie möglich anrühren. Bringe hierfür zuerst das Wasser in Bewegung und schütte dann unter ständigem Rühren das Kleisterpulver hinein. Erst, wenn sich eine homogene und klumpenfreie Masse gebildet hat, darfst Du mit dem Rühren aufhören. Manchmal musst Du nun noch einmal kurz warten und anschließend nochmal rühren, bevor Du mit dem Tapezieren beginnen kannst. Alle Angaben hierzu findest Du ebenfalls auf der jeweiligen Verpackung des Kleisters.

Übrigens: Du kannst den Kleister auch über Nacht aufbewahren, um am nächsten Tag ein anderes Zimmer zu tapezieren. Er ist in der Regel mehrere Tage haltbar. Damit sich keine „Haut“ auf dem Kleister bildet, schüttest Du ein wenig Wasser vorsichtig über den Rand in den Eimer. Dieses Wasser legt sich wie ein schützender Film auf den Kleister und verlängert seine Haltbarkeit. Möchtest Du dann weiterarbeiten, rührst Du den Eimer einfach noch einmal kräftig durch, bis wieder eine homogene Masse erkenntlich ist.

Es geht los: Die Tapete einweichen und -kleistern

Ist die Tapete noch nicht in Bahnen zugeschnitten, kannst Du dies nun tun. Beachte hierbei, dass sie stets rund zehn Zentimeter länger sein sollten als die eigentliche Wandhöhe. Nun verwendest Du den Quast, um die Bahnen einzukleistern. Besonders sorgfältig solltest Du bei den Rändern vorgehen. Lege einfach alle Bahnen aufeinander, beginne mit der obersten und arbeite Dich nach unten vor. Geraten dennoch Kleberreste auf den Tapeziertisch, kannst Du diese einfach mit einem feuchten Tuch oder am Ende mit einem Spachtel entfernen. Jede eingekleisterte Bahn muss nun aber erst einmal einweichen, bevor Du sie an der Wand anbringen kannst.

Wie funktioniert das Einweichen?

Das Weichen bedeutet, dass Du die eingekleisterte Tapete mit den Klebeflächen zusammenlegst (auf der einen Seite rund ein Drittel, auf der anderen etwa zwei Drittel der Länge) und rund zehn bis 15 Minuten wartest. Wieso? Weil sich die Tapete durch den Kontakt mit dem flüssigen Kleber noch einmal ausdehnt und die Kanten bei der sofortigen Verarbeitung deshalb nicht mehr aneinanderpassen würden. Dadurch entstehen unschöne Falten und Blasen. Lasse daher alle Tapetenbahnen gleich lang einweichen, damit am Ende ein einheitliches Bild entsteht.

Die Tapete an die Wand bringen

Nach dem Kleistern und Weichen, kannst Du jetzt endlich die erste Tapetenbahn an der Wand anbringen. Du beginnst in der Nähe der Hauptlichtquelle, also zum Beispiel beim größten Fenster, und arbeitest Dich dann zur entgegenliegenden Wand vor. Die einzelnen Bahnen werden passgenau ohne Lücke nebeneinander angebracht. Oben und unten stehen nun jeweils rund fünf Zentimeter über.

Die erste Tapetenbahn ist die wichtigste

Die erste Tapetenbahn ist besonders wichtig, um am Ende ein einheitliches Bild zu erhalten. Sie stellt schließlich den Ausgangspunkt für alle weiteren Tapetenbahnen dar und muss deshalb exakt senkrecht sitzen. Verwende hierfür eine Wasserwaage und markiere das Lot mit einem Bleistift an der Wand. Solange der Kleister noch nicht getrocknet ist, kannst Du die Tapete jederzeit noch einmal abziehen oder an der Wand verschieben, bis sie perfekt sitzt.

Streichrichtung und Blasen

Zum Weichen hattest Du die Tapete ja im Verhältnis 1:3 und 2:3 gefaltet. Nun klappst Du zuerst das kürzere Stück auf und bringst es oben an der Wand an. Anschließend kannst Du auch das größere Teilstück ausklappen und nach unten hin an die Wand streichen. Verwende hierfür die Tapezierbürste und gehe stets von oben nach unten sowie von der Mitte zu den Rändern vor.

Es ist dennoch passiert: Nach dem Trocknen sind Blasen in der Tapete erkennbar? Keine Sorge: Nimm einfach eine handelsübliche Spritze aus der Apotheke zur Hand, feuchte die Tapete im Bereich der Blase an und spritze etwas Leim hinein. Mit einer Malerrolle kannst Du die Tapete nun wieder glatt streichen, überflüssige Kleberreste abtupfen und die Blasen sind Vergangenheit.

Was ist mit Ecken, Lichtschaltern und Heizkörpern?

Die fünf Zentimeter Überstand sollen perfekte Ecken hervorbringen. Diese kannst Du nämlich nun direkt an der Wand mit der Tapezierschere markieren, die Bahn leicht abziehen und den Überstand abschneiden. Ebenso gehst Du mit den Fußleisten vor. Steckdosen und Lichtschalter werden einfach übertapeziert und anschließend ausgeschnitten. Bei einer Heizung stehst Du vor einer echten Herausforderung: Alle hinter dem Heizkörper sichtbaren Stellen sollten unbedingt mittapeziert werden. Verwende hierfür am besten einen langstieligen Farbroller.

Übrigens: Beim Tapezieren hinter einem Heizkörper oder in dessen Nähe sollte er unbedingt ausgeschaltet sein. Die Tapetenbahn trocknet sonst an dieser Stelle durch die Wärme schneller und passt nicht mehr optimal zu den angrenzenden Bahnen.

Wenn du lieber nicht tapezieren möchtest, dann findest du in meinen Umzugstipps auch einen Artikel zum richtigen Streichen.